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Diskussion zu CytoSorbents Corporation - Die letzten 30 Beiträge


WKN: A12GDU | Symbol: CTSO
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Neuigkeiten zur Cytosorbents Aktie


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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.048.789 von Der kleine Aktienfreund am 17.07.19 19:42:39Hatte ich auch gesehen und dies ist ja "nur die Anmeldung für das Patent". Gehen wir einfach mal davon aus, dass sie dieses Patent auch erhalten; dann würde mich vielmehr interessieren, ob der REFRESH II in den USA und eine mögliche FDA-Zulassung im Jahr 2021 dann nur für den aktuellen Adsorber gelten oder ob ein "neuerer / weiterentwickelter / evtl. besserer" Adsorber (also dieser CytoSorb XL) dann auch sofort in den USA eingesetzt werden könnte oder ob dafür eine neuer Zulassungprozess (wenn auch evtl. verkürzt) durchlaufen werden müßte ?
Cytosorbents | 6,455 €
Im Yahoo-Board hat jemand die Vermutung geäußert, dass CTSO vor kurzem Cytosorb-XL zum Patent angemeldet hat. Sollte das stimmen und ein Patent erteilt werden, könnte dies ein echter Meilenstein für CTSO sein, sowohl hinsichtlich der verbesserten Adsorberfähigkeiten als auch in bezug auf die Patentsituation.

Hier ist der Link:

https://patentimages.storage.googleapis.com/73/a6/a9/90f7a02…

Besonders interessant finde ich, was man unter SUMMARY auf Seite 10 findet, und hier im Speziellen die letzten Zeilen:

Additionally , the sorbents are able to remove cytokines and inflammatory protein moieties simultaneously while removing endotoxins, and have the potential to exhibit antimicrobial activity. Removing either endotoxins or cytokines from an endotoxemic patient may be an insufficient treatment, as remaining endotoxin will trigger more cytokine production and remaining cytokines could still result in sepsis. By removing both the root cause of the infection and the subsequent excessive inflammatory response, this novel sorbent offers an advantage over existing technologies designed specifically for endotoxin removal.
Cytosorbents | 7,245 $
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.017.728 von MisterMarket72 am 13.07.19 08:47:01Zitat: "...weil ich zwischendurch - so nach 300 Tagen Kursverfall - schon mal skeptisch werde und mich frage, ob ich was übersehe oder der einzige bin, der so auf die Geschichte abfährt." (MisterMarket72)

Das geht mir allerdings genauso. Bin hier inzwischen vollständig ausgestiegen und warte auf konkrete Unternehmensergebnisse. Obwohl ich das Potential hier nach wie vor sehe haben mich die letzten Ergebnisse und insbesondere die Erklärungen des Managements schon sehr skeptisch werden lassen. Falls ich zu einem späteren Zeitpunkt wieder einsteigen will, bin ich auch gerne bereit einen höheren Kurs zu bezahlen aber ich finde das Unternehmen muss jetzt hinsichtlich Produktumsätzen und operativem break even einfach mal liefern. Alternativ bin ich auch bereit zu sehr günstigen Kursen davor einzusteigen. Die ca. 6,00 $ wären aber evtl. ein guter Zeitpunkt gewesen.

Ich handle eigentlich auch gerne Aktienoptionen (vor allem: Short Put). Bei CTSO Put-Optionen finde ich aber aufgrund der weiten Basispreise und großen Spreads in keiner Laufzeit einen passenden Einstieg. Hat da jemand bei CTSO Erfohrungen oder Ideen, wie man das sinnvoll handeln kann?

Vielen Dank für die vielen hilfreichen Beiträge in den letzten Jahren.
____________________________________
Off topic:

In Beitrag #2330 am 31.01.2019 hab ich kurz auf http://puretechhealth.com/ verwiesen. Vielleicht weckt ja der anschließende Kursverlauf oder die Tatsache, dass es die zweitgrößte Position im SEHR erfolgreichen LF Ruffer European Fund ist (https://www.ruffer.co.uk/-/media/Ruffer-Website/Files/Fund-r… etwas Interesse.
Cytosorbents | 6,250 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.017.359 von ChrisHamburg01 am 13.07.19 06:01:06Die beiden sind relativ jung und mit ihrem Klinikalltag komplett ausgelastet. So viel Zeit für Lektüre bleibt da nicht. Nicht mal für Fachjournale. Beide sind aber wiegesagt sehr angesprungen: die Kardiochirurgin hat wegen Bad Oeyenhausen angebissen (sehr guter Ruf) und weil sie gerade ihre beiden ersten Doktoranden hat, die noch kein Promotionthema haben. Der Unfallarzt hat seinen Vater wegen einer Sepsis verloren und ist ansonsten sehr auf die Rattenstudie aus 2018 angesprungen und hat sofort die Verbindung zum Thema Rhabdomyolyse aufgemacht:

„Hemoadsorption Prevents Death after Traumatic Brain Injury and Hemorrhagic Shock in Rats
Todd O McKinley, Zhigang Lei, Yannik Kalbas, Fletcher A White, Zhongshang Shi, Fan Wu, Zao C Xu, Richard B Rodgers
Journal of Trauma and Acute Care Surgery 2018 September 11

BACKGROUND: Patients who sustain traumatic brain injury (TBI) and concomitant hemorrhagic shock (HS) are at high risk of high-magnitude inflammation which can lead to poor outcomes and death. Blood purification by hemoadsorption (HA) offers an alternative intervention to reduce inflammation after injury. We tested the hypothesis that HA would reduce mortality in a rat model of TBI and HS.
METHODS: Male Sprague Dawley rats were subjected to a combined injury of a controlled cortical impact (CCI) to their brain and pressure-controlled hemorrhagic shock (HS). Animals were subsequently instrumented with an extracorporeal blood circuit that passed through a cartridge for sham or experimental treatment. In experimental animals, the treatment cartridge was filled with proprietary beads (Cytosorbents; Monmouth Junction, NJ) that removed circulating molecules between 5 KDa and 60 KDa. Sham rats had equivalent circulation but no blood purification. Serial blood samples were analyzed with multiplex technology to quantify changes in a trauma-relevant panel of immunologic mediators. The primary outcome was survival to 96hr post-injury.

RESULTS:
HA improved survival from 47% in sham treated rats to 86% in HA treated rats. There were no treatment-related changes in histologic appearance. HA affected biomarker concentrations both during the treatment and over the ensuing four days after injury. Distinct changes in biomarker concentrations were also measured in survivor and non-survivor rats from the entire cohort of rats indicating biomarker patterns associated with survival and death after injury.
CONCLUSIONS: Blood purification by non-selective HA is an effective intervention to prevent death in a combined TBI/HS rat model. HA changed circulating concentrations of multiple inmmunologically active mediators during the treatment time frame and after treatment. HA has been safely implemented in human patients with sepsis and may be a treatment option after injury.“

Beide waren regelrecht schockiert, dass sie nix von dem Adsorber wussten. Kunststück, wenn man nach dem Studium quasi nichts mehr liest.

Wie auch immer: die hätten mir beide an Ort und Stelle einen Sechserpack-Adsorber abgekauft. Und ich war glücklich, wie heftig die beiden reagiert haben, weil ich zwischendurch - so nach 300 Tagen Kursverfall - schon mal skeptisch werde und mich frage, ob ich was übersehe oder der einzige bin, der so auf die Geschichte abfährt.
Cytosorbents | 6,250 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.017.074 von MisterMarket72 am 12.07.19 23:54:53Dass die beiden Ärzte nichts davon wissen spricht jetzt nicht gerade für das Vertiebsteam. Oder die Beiden lesen keine Fachpublikationen.
Cytosorbents | 7,030 $
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.015.805 von Aliberto am 12.07.19 20:16:18Anbei mal die Salesentwicklung im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresquartal:

2018-Q2: 70,6 % (vs 2017-Q2)
2018-Q3: 48,0 % (vs 2017-Q3)
2018-Q4: 26,2 % (vs 2017-Q4)
2019-Q1: 3,2 % (vs 2018-Q1)

Erklärt ziemlich gut den Kursverfall seit letztem September.

Wenn man ein bisschen in der Vergangenheit wühlt, findet man folgende Umsatzreihe:

2014-Q4: 177,3 % (vs 2013-Q4)
2015-Q1: 23,6 % (vs 2014-Q1)
2015:Q2: 16,6 % (vs 2014-Q2)
2015-Q3: 3,8 % (vs 2014-Q3)

Nicht unähnlich, wie ich finde.

Direkt danach ist man wieder mit 72, 127 und 130 % gewachsen.

Am Ende weiß kein Mensch, wie sich der Umsatz weiter entwickelt. Das inkludiert die Jungs von Zacks und CTSO. Dich und mich übrigens auch.

Was ich weiß ist, dass ich vor zwei Wochen im privaten Gespräch mit einer Kardiochirurgin und einem Unfallarzt in jeweils unter fünf Minuten in leuchtende Augen geguckt habe. Die wussten bis dato beide nix vom Adsorber. O-Ton: "Wenn auch nur 30 % von dem stimmt, was du da erzählst, sprichst du quasi vom Heiligen Gral."
Cytosorbents | 7,030 $
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.012.712 von MisterMarket72 am 12.07.19 14:22:28
Zitat von MisterMarket72: Ein "Initiation Report" von gestern, den ich ganz brauchbar finde: https://dawsonjames.com/wp-content/uploads/2019/07/CTSO.DJ_.…


Schau Dir die Umsatzvorschau auf Seite 14 an; die sind wirklich auf Drogen (wahrscheinlich auf Cannabis).
Q1 2019 hat man inkl. Grants einen Umsatz von ca. 5.2 Mio. gemacht; Q2-2019 setzen die tatsächlich mit 7.7 Mio., Q3-2019 mit knapp 8.4 Mio und Q4-2019 mit 8.7 Mio an......nur mal zur Gegenüberstellung die erhofften Umsätze von Zacks Q2-2019 6,17 Mio, Q3-2019 mit 6,78 Mio und Q4-2019 mit 7,9 Mio. !! Selbst bei Zacks wäre ich noch eher etwas vorsichtig und finde ich für Q3 und Q4 schon recht optimistisch.
Cytosorbents | 6,900 $
Ein "Initiation Report" von gestern, den ich ganz brauchbar finde: https://dawsonjames.com/wp-content/uploads/2019/07/CTSO.DJ_.…

Und nur dass das nicht in Vergessenheit gerät: Woche für Woche kommen neue Cases of the Week, die sich in den Schlussfolgerungen sehr ähneln, alle von mir gelesen und bewundert werden.

In nachfolgendem Fall sind wir in der Uniklinik Hamburg zu Gast und haben es mit einer 26jährigen Patientin und ihrer schweren Meningokokkenspesis mit Purpura fulminans (fleckige bis flächenhafte Hauteinblutungen) und einem Multiorganversagen zu tun. Heute alles mal in Stichpunkten:

# Die Patientin wurde aufgrund des rasch fortschreitenden Multiorganversagen in die Uniklinik verlegt
# dort musste sie intubiert und mechanisch beatmet werden
# Antibiotikatherapie half nicht – es folgen
# Anurie (Versagen der Urinausscheidung),
# Azidose (Übersäuerung)
# Blutdruckprobleme und entsprechender Noradrenalinbedarf und Volumentherapie
# Beatmung immer schwieriger werdend
# Il-6-Level schließlich bei 232.960 pg/ml

Satte 14 Stunden nach Aufnahme und stetig schlechter werdender Parameter ENDLICH der Einsatz des Cytosorb-Adsorbers im Rahmen der Nierenersatztherapie.

# Drei Behandlungen mit CytoSorb über einen Gesamtbehandlungszeitraum von 54 Stunden (1. Behandlung 24 Stunden, 2. Behandlung 6 Stunden, 3. Behandlung 24 Stunden)

Ergebnisse

# Während der drei Behandlungen kam es zu einer deutlichen Stabilisierung der Hämodynamik einhergehend mit einer signifikanten Reduktion des Noradrenalinbedarfs vor allem im Rahmen der dritten Behandlungssitzung (von 0,67 auf 0,26 µg/kg/min) und der Möglichkeit zur Beendigung der Vasopressorgabe 3 Tage später
# Signifikante Reduktion von inflammatorischen Parametern während der Behandlung – IL-6 von 232.960 auf 89.400 pg/ml bereits nach 5 Stunden Behandlung und einer weiteren Reduktion bis auf 800 pg/ml 16 Stunden nach Beendigung der letzten Behandlung, ebenfalls konnten im Verlauf der 3 Behandlungen die PCT Werte von 75,5 auf 13,76 ng/ml gesenkt werden
# Unter der kombinierten Behandlung aus CRRT und CytoSorb kam es zu einer deutlichen Stabilisierung der metabolischen Parameter – bereits 3 Stunden nach Behandlungsbeginn lag der pH bereits bei 7,41, 16 Stunden nach der letzten Behandlung lag der pH bei 7,44 und das Laktat bei 1,1 mmol/l

Patienten Follow-Up

# Die Patientin wurde nach 16 Tagen kontinuierlicher Nierenersatztherapie für weitere 12 Tage mit intermittierender Dialyse behandelt
# In diesem Zeitraum wurde eine Tracheotomie aufgrund eines verzögerten Weanings durchgeführt
# Es bestanden trockene Nekrosen der Endglieder von Zehen und Finger beidseits, jedoch war eine operative Intervention nicht erforderlich

Schlussfolgerung

# Bei dieser Patientin mit schwerer Meningokokkensepsis, Purpura fulminans und Multiorganversagen resultierte die kombinierte Behandlung aus kontinuierlicher Nierenersatztherapie und CytoSorb in einer raschen hämodynamischen Stabilisierung, einer Verbesserung der metabolischen Parameter sowie einer Kontrolle der hyperinflammatorischen Situation mit extrem schneller Reduktion der exzessiv hohen IL-6 Spiegel
# Dieser Fall beschreibt die sichere und klinisch vorteilhafte Anwendung von CytoSorb bei einer besonders schweren Form des septischen Schocks, wobei ein größerer Verlust von Extremitäten verhindert werden konnte
# Der frühzeitige Einsatz von CytoSorb bei Krankheitsbildern wie der foudroyant verlaufenden Meningokokkensepsis mit extrem hohen Zytokinspiegeln sollte erwogen werden
# Der Einsatz von CytoSorb war sicher und einfach


ExtraSenf:

Die Patientin ist noch mal davon gekommen. Das ist gut. Warum die Uniklinik Hamburg hier (wieder) 14 Stunden wartet, ehe sie die Hämodynamik samt Sauerstoffversorgen dank Adsorber stabilisiert, bleibt unverständlich.

Von so profanen Überlegungen wie „Schnarchnasen“ und „Kackprozesse im Krankenhaus“ abgesehen, habe ich nur abwegige Gedanken: dass sie quasi Werbung für den Adsorber machen wollen. So nach dem Motto: funktioniert auch noch, wenn der Zug eigentlich abgefahren ist. :)
Cytosorbents | 5,900 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.738.270 von Aliberto am 05.06.19 11:06:24
Zitat von Aliberto: Management hat den "freihändigen Aktienverkauf über Cantor Fitzgerald" eingestellt und mit Wirkung zum 31.05.2019 bzw. 10.06.2019 gekündigt. Da dürfte jetzt m.M.n. bald die von uns / mir erwartet ziemlich große KE folgen und damit müßte es dann wahrscheinlich reichen; ich persönlich gehe mal von einem Zeitpunkt der KE nach einigermaßen guten Q2-Zahlen und vor Q3-Veröffentlichung aus, also irgendwann im September oder Oktober (Gründe s. #2.400 letzter Absatz).

app.quotemedia.com/data/downloadFiling?webmasterId=101533&re…


Nun doch wieder Auflage eines neuen freihändigen Aktienverkaufsprogramm über einen Gegenwert von bis zu 25 Mio Dollar (wären also irgendwo um die 3.5 Mio Aktien bei einem AKtienkurs um die 7,- Dollar) über Jefferies and B. Riley FBR..

app.quotemedia.com/data/downloadFiling?webmasterId=101533&re…

app.quotemedia.com/data/downloadFiling?webmasterId=101533&re…
Cytosorbents | 5,865 €
Hier mal der Link zu der Präsentation von der HV vom 04.06.19 und dort sind einige interessante Slides drin; anscheinend will man auch die 10-Mio.-Finanzierung mit der Bridge Bank neu strukturieren / refinanzieren, damit man keine Tilgung bereits ab November 2019 leisten muss:

app.quotemedia.com/data/downloadFiling?webmasterId=101533&re…
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.740.445 von NoamX am 05.06.19 14:58:19Nein, nicht unbedingt. Wenn der Markt und die Shorties aber eine größere KE bereits antizipieren, dürfte es evtl. schon vor Verkündung der KE noch etwas tiefer gehen. Ich gehe eher von seitwärts laufenden Kursen zwischen 6 bis 7 Dollar aus und mit Verkündung eines hoffentlich guten Q2-Ergebnisses sollte man dann auch in steigende Kurse oberhalb evtl. der 7 Dollar verkaufen und Kapital für einen Rücksetzer bei Verkündigung der KE freisetzen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man eine KE ohne einen Abschlag von mindestens 10% -15% auf den letzten Kurs vor Verkündung schafft. Wenn wir also vor Verkündung einen Kurs von z.B. 7,25 Dollar haben sollten, dürfte es einen Bezugskurs (ohne Bezugsrecht für die Altaktionäre) von 6,25 bis max. 6,50 Dollar geben; und wenn der Kurs schon vorher unter 7 Dollar liegen sollte, dann werden wir auch Kurse unter 6,- Dollar evtl. noch einmal sehen (darauf spekuliere ich für einen erneuten Einstieg).
Tja. Heißt das, dass der Kurs vor der KE noch ein mal nach unten gehen wird? (Vermutlich schon).
Management hat den "freihändigen Aktienverkauf über Cantor Fitzgerald" eingestellt und mit Wirkung zum 31.05.2019 bzw. 10.06.2019 gekündigt. Da dürfte jetzt m.M.n. bald die von uns / mir erwartet ziemlich große KE folgen und damit müßte es dann wahrscheinlich reichen; ich persönlich gehe mal von einem Zeitpunkt der KE nach einigermaßen guten Q2-Zahlen und vor Q3-Veröffentlichung aus, also irgendwann im September oder Oktober (Gründe s. #2.400 letzter Absatz).

app.quotemedia.com/data/downloadFiling?webmasterId=101533&re…
Jüngster Patient aller Zeiten
Frischer Case of the Week (2019 / 20): ganze zwei Tage alt ist „unser“, so weit ich weiß, jüngster Patient. Behandelt in der pädiatrischen Intensivstation der Uniklinik Lausanne. Wie so oft wurde der Adsorber wieder spät – meint hier nach 48 Stunden – und im Prinzip jenseits von allem angeklemmt, was man vor dem Hintergrund, dass es (noch) keinen kleineren Adsorber für die Pädiatrie gibt, vielleicht halbwegs erklären mag.

Ich bin so frei, mal wieder die ganze Fallstudie reinzustellen. Den fett markierten Teil bitte lesen und selber feststellen, dass absolut NICHTS geholfen hat, bevor man sich für eine Adsorber-Behandlung entschieden hat (Tag 2 – 5, 72 Stunden). Kein Dopamin, kein Noradrenalin, kein Adrenalin, kein Piperacillin/Tazobactam, kein Vancomycin und keine Steroide.

„Trotz Steroidbehandlung und mechanischer Kreislaufunterstützung blieben der refraktäre vasoplegische Schock und die Anurie bestehen und es wurde die Entscheidung getroffen, CytoSorb in den laufenden MCS-Kreislauf zu integrieren, um die Entzündungsmediatoren im Rahmen der hyperinflammatorischen Reaktion zu verringern (wahrscheinlich ausgelöst durch den kardiopulmonalen Bypass während Atrioseptostomie und durch die Prostaglandin-Behandlung)“

Meine anmaßende dafür aber unmaßgebliche Vermutung: ohne die Gabe von Levosimendan am 2. Tag hätte der Patient eventuell schneller stabilisiert werden können.

Fazit: krasse Nummer!



Summary

CoW 20/2019 – Dieser Bericht beschreibt den Fall eines männlichen Neugeborenen (4 kg), der im Gestationsalter von 40 Wochen per Kaiserschnitt zur Welt kam und ein hypoplastisches Linksherzsyndrom (HLHS), eine Mitral- und Aortenatresie sowie eine Aorten-Hypoplasie mit retrogradem Fluss aufwies.
Fallbeschreibung

Nach der Nabelvenen-Katheterisierung wurde eine Prostaglandin-Behandlung eingeleitet [Das Prostaglandin erweitert die Arterien, verbessert die Fließeigenschaften des Blutes und reduziert den Lipidgehalt in den Gefäßwandzellen.]
Kurz nach der Geburt (Tag 0) wies das Kind ein Lungenversagen auf, das mit hohen Sättigungen (>90%) und Laktatazidose (Laktat 9,7 mmol/l) einherging und auf einen hohen pulmonalen und niedrigen systemischen Blutfluss hindeutete
Beginn der Atemunterstützung mit kontinuierlichem positiven Atemwegsdruck (CPAP), wonach sich zwar die Laktatwerte normalisierten, die Sättigungen jedoch erhöht blieben
Die postnatale Echokardiographie zeigte ein restriktives Foramen ovale (FO), ein verdicktes interatriales Septum und eine pulmonale Hypertonie
Vor der geplanten Norwood-Operation musste das restriktive FO erweitert werden. Das Rashkind-Verfahren konnte hier jedoch nicht durchgeführt werden, stattdessen wurde ein Stenting des stark restriktiven FO getestet, was jedoch aufgrund einer ungünstigen Anatomie fehlschlug
An Tag 1 wurde eine chirurgische Septostomie am kardiopulmonalen Bypass (CPB) durchgeführt (Operationszeit 60 Minuten, Aortenklemmzeit 15 Minuten)
Am Ende der Operation zeigte die Echokardiographie eine verminderte systolische und diastolische Funktion im Zusammenhang mit der pulmonalen Hypertonie sowie einen großen persistierenden Ductus arteriosus unter Prostaglandin-Behandlung (0,025 µg/kg/min)
In der unmittelbaren postoperativen Phase lag eine ausgeprägte Vasoplegie vor und der Patient entwickelte trotz Volumengabe und hoher Vasopressordosierungen einen refraktären Schock (Dopamin 10 µg/kg/min, Noradrenalin 0,4 µg/kg/min und Adrenalin 0,5 µg/kg/min)
Nach vollständiger diagnostischer Abklärung wurde eine Breitspektrum-Antibiotikatherapie begonnen (Piperacillin/Tazobactam und Vancomycin)
Aufgrund des refraktären Schocks wurde kurz nach der Operation auch mit einer Steroidbehandlung begonnen
Trotz inotroper Unterstützung (zusätzlich Milrinon 0,5 µg/kg/min) konnte das Herzzeitvolumen nicht gesteigert werden um den vasoplegischen Schock zu kompensieren
Sowohl der systemische als auch der pulmonale Fluss waren unzureichend und führten zu Hypotonie, Anurie und Entsättigung mit metabolischer und respiratorischer Azidose (pH 6,88, pCO2 71,2 mmHg, Lactat 8,2 mmol/l)
Am zweiten Tag (24 Stunden nach Atrioseptostomie) wurde der Patient rethorakotomiert und pulmonalarterielles Banding durchgeführt, um den Lungenblutfluss zu begrenzen und den systemischen Blutfluss zu erhöhen, jedoch kam es in den folgenden 2 Stunden zu keiner Verbesserung (SaO2 70%, Laktat 10,5 mmol/l)
Zu diesem Zeitpunkt war eine mechanische Kreislaufunterstützung zwingend indiziert, um eine ausreichende Gewebeperfusion zu gewährleisten. Da die Lungenfunktion erhalten war, wurde nach zentraler Kanülierung (rechter Vorhof zur aufsteigenden Aorta) eine veno-arterielle mechanische Herzunterstützung (MCS, Cardiohelp, Maquet, Getinge Group), ohne Oxygenator, gestartet. Die MCS lief mit 4200 U/min und einem Fluss von 1,1 l/min
Nach Beginn der mechanischen Kreislaufunterstützung dauerte die Vasoplegie an und es waren nach wie vor hohe Vasopressordosierungen erforderlich (Adrenalin 0,3 µg/kg/min, Noradrenalin 0,3 µg/kg/min), um einen adäquaten Blutdruck aufrecht zu erhalten
Um die Herzfunktion zu verbessern und den Patienten schnellstmöglich von der mechanischen Kreislaufunterstützung zu entwöhnen, wurde für 48 Stunden (Tag 2–4) Levosimendan verabreicht
Trotz Steroidbehandlung und mechanischer Kreislaufunterstützung blieben der refraktäre vasoplegische Schock und die Anurie bestehen und es wurde die Entscheidung getroffen, CytoSorb in den laufenden MCS-Kreislauf zu integrieren, um die Entzündungsmediatoren im Rahmen der hyperinflammatorischen Reaktion zu verringern (wahrscheinlich ausgelöst durch den kardiopulmonalen Bypass während Atrioseptostomie und durch die Prostaglandin-Behandlung)


Behandlung

Eine Behandlung mit CytoSorb für 72 Stunden (Tag 2-5)
Cytosorb wurde in Kombination mit dem Cardiohelp-Gerät (Maquet, Getinge Group) verwendet
Priming: Der Adsorber wurde mit 120 ml Erythrozytenkonzentrat geprimt
CytoSorb Adsorber Position: Anschluss hinter der Blutpumpe

Messungen

Hämodynamik und Katecholaminbedarf
Laktat
Nierenfunktion

Ergebnisse

Nach dem Auftreten einer Hypotonie infolge der Konnektion von CytoSorb in den extrakorporalen Kreislauf, was nach Gabe von 10 ml/kg gefrorenem Frischplasma und 5 ml/kg Erythrozytenkonzentrat zügig und ohne Notwendigkeit zur Änderung der MCS-Einstellungen ausgeglichen werden konnte, stabilisierte sich der Blutdruck und die Vasopressoren konnten in den nächsten Stunden sukzessive verringert und letztendlich beendet werden
Normalisierung der Plasmalaktatkonzentrationen unter CytoSorb-Therapie
Im Verlauf der CytoSorb-Behandlung setzte die Diurese wieder ein und nahm im Folgenden zu

Patienten Follow-Up

Aufgrund negativer Kulturen konnte die Antibiotikatherapie an Tag 6 beendet werden
Am 6. Tag wurde ebenfalls der Ductus arteriosus nach Abklingen der Ödeme im Katheterlabor gestentet und die Prostaglandingabe beendet
Der Patient wurde ab Tag 10 schrittweise durch tägliches Absenken der Pumpendrehzahl von der mechanischen Kreislaufunterstützung entwöhnt und das System schließlich an Tag 14 entfernt
Der Sternumverschluss war verzögert und der Patient wurde am 20. Tag von der mechanischen Beatmung entwöhnt
An Tag 35 wurde er von der pädiatrischen Intensivstation verlegt und kurz darauf mit einem normalen klinischen neurologischen Status nach Hause entlassen

Schlussfolgerungen

Dies ist der erste Fall bei einem so jungen Patienten (etwa 2 Tage alt) und einem Gewicht von nur 4 kg, bei dem die kombinierte Behandlung aus CytoSorb und mechanischer Kreislaufunterstützung schließlich zu einer raschen und deutlichen Stabilisierung der hämodynamischen Situation führte, begleitet von der Beendigung der Katecholamintherapie und Wiedereinsetzen der Diurese innerhalb weniger Stunden nach Beginn der CytoSorb-Therapie
Bemerkenswert ist, dass trotz des anfänglichen Schweregrads der Erkrankung kein Multi-Organversagen auftrat
Dieser Fall zeigt, dass CytoSorb eine praktikable und einfache Therapie darstellt, die auch bei Neugeborenen einen positiven Effekt in der Therapie eines unkontrollierten Entzündungsprozesses haben kann
Die Autoren betonen, dass bei Verfügbarkeit weiteren Wissens und klarer Evidenz bezüglich der Effizienz von CytoSorb, das Hauptziel in der Entwicklung eines Adsorbers speziell für Neugeborene und Kinder mit reduzierten Priming-Volumina und Blutflüssen liegen sollte
CTSO in der Pädiatrie (zehn Patienten)
Frische Studie aus dem American Journal of Pediatrics.

Die nachfolgende Quelle beschreibt den Adsorber-Einsatz bei zehn pädiatrischen – sogar neonatalen – Patienten in Italien, die alle die maximale Standardtherapie bekommen hatten, ohne darauf noch anzusprechen. Wir haben es hier mit einer retrospektiven Single Center Studie zu tun, die kein abschließendes Urteil erlaubt aber durchaus weitere Indizien liefert.

„Abstract: We describe the use of CytoSorb in combination with standard therapy, continuous renal replacement therapy (CRRT) and plasmapheresis in ten severely ill pediatric patients with multiple organ failures of various etiologies; Measurements: The aim was to assess the effects on the inflammatory status, hemodynamics, and clinically relevant outcome parameters as well as the feasibility and safety of CytoSorb application in pediatrics; Main Results: We observed a marked decrease in inflammatory mediators, a reduction in catecholamine dosages and an improvement in organ functions, which was particularly pronounced in patients who survived. An early onset of treatment (at best within 24-48 hours after diagnosis of sepsis) seemed to be beneficial for eventual survival.

Conclusions: The present case series is the first documentation of a set of pediatric/neonatal patients in which a combined therapeutic approach of hemoadsorption and renal replacement therapy showed promising results with regard to hemodynamic stabilization, control of the inflammatory response, improvement in
organ functions as well as safety and feasibility. Further prospective randomized controlled studies in the pediatric field are necessary to elucidate the full potential of hemoadsorption in this set of patients.“

Zum Zeitpunkt des Adsorber-Einsatzen litten alle Patienten bereits an einem multiplen Organversagen und haben in keiner Weise noch auf die Standardtherapien angesprochen: „In brief, all patients had multiple organ failure of various
etiologies including septic shock and cardiac failure (Table 1) and were refractory to conventional therapeutic treatment.“

Alle Patienten mussten bereits beatmet werden, wobei das Patientengut grundsätzlich sehr heterogen war, wie die nachfolgende Tabelle zeigt:

„Patient characteristics and diagnoses were rather heterogeneous (Table 1). Patient age ranged from 1-312 months (median 33) and patient weight in the study group was
between 3.5 – 52 kg (median weight 19 kg), 7 patients were female, 3 were male. All pediatric patients showed a clinical condition characterized by the presence of a dysregulated systemic inflammatory response and uncontrolled release of
inflammatory mediators (Figure 1 and 2) and all were in an advanced state of refractory septic shock or cardiac failure with a dysfunction of two or more organs (including CRRTdependent renal failure), DIC and severe cardio-circulatory and metabolic dysfunctions (Table 1).“



ALLE Patienten, die erst 48 Stunden nach der Sepsis-Diagnose eine Cytosorb-Therapie bekamen, starben. ALLE Patienten, die innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Sepsis-Diagnose eine Cytosorb-Therapie bekamen, haben überlebt.

„All patients who started their hemoadsorption treatment within 24 hours after diagnosis
(n=3) survived as did two patients treated between 24-48 hours after diagnosis of sepsis (Table 1).“



Anzumerken ist, dass man hier halbe Klimmzüge macht, Patienten, die teilweise unter 10 kg Körpergewicht haben, an den Erwachsenen-Adsorber (300 ml) überhaupt anklemmen zu können. Die Forderung nach einem kleineren Adsorber für die Pädiatrie wird lauter. Das Priming erfolgt hier auch nicht mit Kochsalzlösung, sondern mit Blut/Plasma.

Meine Laien-Sicht: sobald der Vasopressorenbedarf steigt, nicht lange zögern und warten, bis alles Matsch ist. Spätestens mit der Sepsis-Diagnose, so scheint es, sollte man schleunigst den Adsorber anklemmen.

Fazit: starker Tobak.

Quelle:
http://scholar.google.com/scholar_url?url=http://article.ajp…
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.535.350 von BeeBob77 am 10.05.19 11:35:27
ZACKS: Distributor Sales Take a Breather But Expected to Rebound. Direct Sales Remain Robust
https://s1.q4cdn.com/460208960/files/News/2019/Zacks_SCR_Res…


...Switzerland (another direct-sales territory) could provide another potentially substantive boost to product sales once a reimbursement amount is assigned.

...we think HemoDefend may be a dark horse that is mostly being overlook by investors and the significance of continued development progress should not be underestimated.

Valuation
We expect to see continued strength in product sales growth through 2019, as well as more strides on the operational front. We see several catalysts that begin to make either an initial or a greater impact over the next 18 - 24 months. Among the former are new product launches, such as HemoDefend, label expansion (including recently for OUS use in bilirubin and myoglobin removal), Switzerland dedicated reimbursement, launch in new direct sales and FMC co-marketing territories, and potential new partnerships and government grants. Among the latter are dedicated reimbursement in Germany and accelerating adoption in that country, greater contribution from Fresenius (including from co-marketing agreement) as well as from Terumo (which came online in December 2016), maturation of existing distribution relationships and expansion of the overall sales footprint, and the release of additional clinical data supporting the utility of CytoSorb in a several indications.

We now look for 2019 product and total revenue of $24.1M (+19%) / $26.1M (+16%). We show CTSO reaching GAAP full-year operating profitability in our out-year (2021). While management was not able to achieve reaching their guidance to be at a level of break-even operating profitability (excluding clinical trial-related and non-cash expenses) on a quarterly basis in 2018, they expect new investments (which showed up in opex in Q4 18) to steepen their growth curve.

Our DCF-based methodology continues to value CTSO at $14.5/share.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.527.706 von Aliberto am 09.05.19 15:44:49
Zitat von Aliberto: Warum hat also Fresenius hier die weit vorbereiteten und anscheinend bereits laufenden Länder (Polen, Norwegen, Schweden und Dänemark) abgegeben ??
-> hätte CTSO doch sofort zugestimmt (darüber brauchen wir überhaupt nicht diskutieren) !! Anscheinend wollte oder will Fresenius aber in diesen Ländern keine Mindestabnahmeverpflichtung eingehen und verzichtet als Vertriebspartner auf lukratives Geschäft und tritt lieber zurück in den Status des CO-Marketing-Partners ohne jegliche Verpflichtungen. Paßt alles nicht so recht in super Aussichten und dass der Filter jetzt auf dem richtigen Weg ist und die Umsätze in näherer Zukunft "boomen" ?! Fresenius ist doch auch nicht blöd !!


Im Grunde sind Argumentationen in beide Richtungen @Aliberto @MM72 schlüssig. Denn wir kennen keine Details und können nur spekulieren.

Wir wissen nicht, wie die Co-Vereinbarung mit Fresenius im Detail aussieht. Der Verzicht auf die Mindestabnahmeverpflichtung erscheint plausibel im Zusammenhang mit der Aufgabe der exklusiven Vermarktung des Produkts. So blöd ist FMC dann doch nicht wie Du selbst anmerkst.

Dass FMC grundsätzlich kein Interesse mehr hat, widerspricht sich mit den gerade erworbenen Gebieten Mexiko & Korea.

Im Grunde hatte FMC 4 Jahre Zeit die Sales anzukurbeln. Passiert ist erstmal nicht viel. Dass CTSO nun die Reissleine gezogen hat und die Direct Sales selber übernimmt erscheint daher schlüssig. Wie es im FMC Vertrieb aussieht und wie die Vorgaben dort sind wissen wir nicht. Letzten Endes ist doch jeder der Vertriebler selbst das Zünglein an der Wage. Und dann können die Entscheidungen in Richtung margenstärkere oder eigene Produkte etc. beeinflusst werden. Wird der Filter überhaupt angepriesen oder nur auf Nachfrage oder nur dann wenn das Budget nicht schon mit umsatzstärkeren und nachgefragten Produkten bedient wurde? Zumal eine breit angelegte Studie über die Wirksamkeit des Filters fehlt. Bislang erfolgt die Überzeugungsarbeit für den Filter über Meinungsführer und einige Krankenhäuser. Sobald aussagekräftigere Daten über die Wirksamkeit des Filters vorhanden sind, fällt die Überzeugung den Filter einzusetzen ggf. leichter. Bislang handelt es sich nach wie vor um ein relativ unbekanntes Produkt ohne breit nachgewiesene Wirksamkeit.

Es hängt nun davon ab wie schnell CTSO die Direct Sales ankurbelt..
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.527.706 von Aliberto am 09.05.19 15:44:49@verneinte Stocking-Order und Bullshit-Ausrede von wegen Sommerpause und hohen Temperaturen.

a. Ist reine Spekulation oder bestenfalls ein "educated guess", dass das Oeyenhausen war.
b. Es gibt Studien darüber, dass die ICUs in den Sommermonaten weniger ausgelastet sind. Dürfte dir nebenbei auch jede Krankenschwester oder Krankenhausarzt bestätigen, dass hier und da mal Flaute ist mit Schwerstkranken.

@„it's not that the end-user demand is drying up, in fact, we believe, quite the opposite“ / Widerspruch?

Da bin ich bei dir. Mit der Korrelation neue Anwender (gesamt 850 Krankenhausstationen bzw. + 50 % in einem Jahr) vs Umsatzwachstum stimmt irgendwas nicht. Würde aber nicht so weit gehen, dass irgendwas getürkt ist und hoffe, dass die neuen Anwender alle gerade geschult werden und dann umgehend fleißig ordern.

@Fresenius: Vielleicht verabschiedet sich Fresenius im Laufe des Jahres 2019 ja auch auch der Vertriebsvereinbarung (Exklusiv-Vertriebspartner) aus Frankreich und Finnland ?


Deine Argumentation ist für mich nicht schlüssig, weil Fresenius ja kürzlich drei neue Exklusiv-Länder bekommen hat und bekommen wollte. Schlüssiger für mich ist wiegesagt, dass man sich an einen Tisch gesetzt und seitens CTSO-Druck gemacht hat: der Track-Record von Fresenius im Vergleich zum eigenen Direct Sales war einfach zu schwach und gefährdet den Fortbestand der Firma. Das könnte man zahlenmäßig jedenfalls herleiten und damit für einen entsprechenden Konsens im Gespräch mit Fresenius sorgen.

Gute Partner hören zu und lassen sich zur Not auch mal überzeugen. Wenn CTSO den Bach runter geht, hat Fresenius auch nix gewonnen. (Wenn wir böse Pläne der Bad Homburger im Hinblick auf ein billige Übernahme mal ausklammern.)
REMOVE / Endokarditis Studie
Bin zwar immer noch skeptisch, was den rein intraoperativen Einsatz des Adsorbers in der großen übrigens von unseren Steuergeldern bezahlten Endokarditis-Studie betrifft, aber sei’s drum. Die Anzahl der in die Studien eingebundenen Patienten steigt rasant!

Das von mir gerade berechnete Enddatum des ersten große Randomized Control Trials ist der 31.07.2019. Wenn ich tippen sollte, braucht man in Anlehnung an die Auswertung der ersten 50 Patienten 3 – 4 Monate, um alle Daten auszuwerten. Demnach müssten die Ergebnisse im Oktober oder November veröffentlicht werden.

Antwort auf Beitrag Nr.: 60.524.952 von MisterMarket72 am 09.05.19 11:31:15„dem Management kann man doch absolut nicht trauen und die haben ja bereits 2018 nachweislich gelogen !“

=> diese Aussage bezog sich nicht auf die Vertriebsvereinbarung mit Fresenius, sondern die Aussagen des Management in der Vergangenheit und besonders zu den Aussagen aus dem letzten Jahr.

Als Beispiel seien hier mal die reinen Produtkumsätze in Deutschland in Q2-2018 erwähnt und diese hatten einen ziemlich großen Sprung von 2.667 Mio in Q1-2018 auf 3.232 Mio in Q2-2018 gemacht. Seitens fast aller Analysten und auch meinerseits (s. Ausführungen hier im Thread dazu) wurde vermutet, dass dies mit einer deutlichen Stocking-Order seitens Bad Oeynhausen zusammenhing und darauf wurde der Vorstand im CC zu Q2-2018 auch ganz explizit seitens eines Analysten angesprochen. Der Vorstand hat eine stocking-order dann explizit verneint und dies hat sich im nachhinein dann als Lüge herausgestellt und mit den reinen Produktumsätzen zu Q3-2018 in Höhe von „nur noch“ 2.766 Mio wurde dies dann deutlich klar.
Natürlich mußte sich der Vorstand dann irgendwie im CC zu Q3-2018 herausreden und dann kamen diese schwachsinnigen Ausführungen zum heißen Sommer, Sommerferien und dass es evtl. bei heißen Temparaturen weniger Sepsis oder ICU-Aufenthalte gäbe etc. etc.....Bullshit !!!

Und wenn ich dann jetzt im aktuellen CC zu Q1-2019 höre, dass der Vorstand folgende Aussage tätigt „it's not that the end-user demand is drying up, in fact, we believe, quite the opposite“ und dann die aktuellen Produktumsätzen damit vergleiche, dann habe ich da ein ziemliches Glaubwürdigkeitsproblem !!

Stichwort Fresenius-Vereinbarung. Hierzu kopiere ich einfach mal die komplette Historie und Ausführungen aus der aktuellen 10-Q-Meldung herein (Seite 26 und 27):

„In December 2014, we entered into a multi-country strategic partnership with Fresenius Medical Care AG & Co KGaA (together with its affiliates, as appropriate, “Fresenius”) to commercialize the CytoSorb therapy. Under the agreement reflecting the terms of the partnership, Fresenius was granted exclusive rights to distribute CytoSorb for critical care applications in France, Poland, Sweden, Denmark, Norway, and Finland. The partnership allows Fresenius to offer an innovative and easy way to use blood purification therapy for removing cytokines in patients that are treated in the ICU. To promote the success of CytoSorb, Fresenius agreed to also engage in the ongoing clinical development of the product. This includes the support and publication of a number of small case series and patient case reports as well as the potential for future larger, clinical collaborations.

In May 2016, Fresenius launched the product in the six countries for which it was granted exclusive distribution rights.

In January 2017, the Fresenius partnership was expanded pursuant to a revised three year agreement. The terms of the revised agreement extended Fresenius’ exclusive distributorship of CytoSorb for all critical care applications in their existing territories through 2019 and include guaranteed minimum quarterly orders and payments, evaluable every one and a half years. At the same time, we entered into a comprehensive co-marketing agreement with Fresenius. Under the terms of the co-marketing agreement, CytoSorbents and Fresenius agreed to jointly market CytoSorb to Fresenius’ critical care customer base in all countries where CytoSorb is being actively commercialized. CytoSorb continues to be sold by our direct sales force or through our international network of distributors and partners, while Fresenius sells all ancillary products to their customers. Fresenius further provides written endorsements of CytoSorb for use with their multiFiltrate and multiFiltratePRO acute care dialysis machines that can be used by us and our distribution partners to promote CytoSorb worldwide. Training and preparation for this co-marketing program began in five initial countries in 2017 and is continuing, with implementation of the co-marketing program in additional countries planned for the future.

In December 2018, the Fresenius agreement signed in December 2014 was amended, to grant Fresenius exclusive distribution rights for the Czech Republic and Finland and all critical care medicine and ICU applications on dialysis or ECMO machines for France.
In addition, starting in 2019, Poland, Sweden, Denmark, and Norway will be transitioned into the co-marketing program. Finally, the guaranteed minimum quarterly purchases and payments requirements were removed for 2019.

In addition, also in December 2018, we entered into agreements to expand the partnership with Fresenius into South Korea and Mexico. Under the terms of these agreements, Fresenius has exclusive rights to distribute CytoSorb for acute care and other hospital applications in South Korea and Mexico. Commercial sales of CytoSorb are expected to commence after securing market registration clearance from the South Korean and Mexican health authorities.These multi-year agreements include an initial stocking order and are subject to annual minimum purchases of CytoSorb to maintain exclusivity."

Also dann mal zusammengefaßt:
Man hat 2014 eine exklusive Vertriebsvereinbarung für 6 Länder mit Fresenius geschlossen; diese wurde Mitte 2016 dann „aktiv im Verkauf“ und dazu wurden auch diverse Vertriebsmitarbeiter von Fresenius durch CTSO intensiv geschult etc..

Nachdem man seitens CTSO dann im Laufe des Jahres 2016 gemerkt hat, dass quasi alle Vertriebsvereinbarungen auch mit allen anderen Vertriebspartnern nicht wirklich funktionierten, hat man Anfang 2017 mit Fresenius eine erweiterte CO-MARKETING-Vereinbarung getroffen und diese erlaubt Fresenius den Filter in quasi allen Ländern dieser Erde zu vertreiben. Natürlich erfolgt der Bezug der Filter durch die Kliniken immer über den jeweiligen Exklusiv-Vertriebspartner und sofern Fresenius hier am Einsatz des Filters einen Anteil hat, bekommt Fresenius einen Anteil der Marge von den Exklusiv-Vertriebspartnern. Die Filter müssen aber weiterhin natürlich über die Exklusiv-Vertriebspartner bezogen werden.

Die bisherigen Direktvertriebsgebiete von Fresenius (Polen, Norwegen, Schweden, Dänemark, Frankreich und Finnland) dürften die mit Abstand am meisten „fortgeschrittenen und bearbeiteten Verkaufsgebiete“ ausserhalb der Direktverkaufsgebiete sein. Die Umsatzentwicklung seit 2017 über Vertriebspartner hat dies ja auch angedeutet und dort schien es ja jetzt allmählich Früchte zu tragen.

Warum hat also Fresenius hier die weit vorbereiteten und anscheinend bereits laufenden Länder (Polen, Norwegen, Schweden und Dänemark) abgegeben ??
Wenn Fresenius dies nicht gewollt hätte und man eine Ausweitung der bisherigen Vertriebsvereinbarung über 2020 hinaus gewollt hätte, hätte CTSO doch sofort zugestimmt (darüber brauchen wir überhaupt nicht diskutieren) !! Anscheinend wollte oder will Fresenius aber in diesen Ländern keine Mindestabnahmeverpflichtung eingehen und verzichtet als Vertriebspartner auf lukratives Geschäft und tritt lieber zurück in den Status des CO-Marketing-Partners ohne jegliche Verpflichtungen. Paßt alles nicht so recht in super Aussichten und dass der Filter jetzt auf dem richtigen Weg ist und die Umsätze in näherer Zukunft "boomen" ?! Fresenius ist doch auch nicht blöd !!


Oder kommen da negative News (und Fresenius weiss mehr) ??

Vielleicht verabschiedet sich Fresenius im Laufe des Jahres 2019 ja auch auch der Vertriebsvereinbarung (Exklusiv-Vertriebspartner) aus Frankreich und Finnland ?

Ausblick Q2 und Q3 2019:
Wer jetzt hier glaubt, die in Q1-2019 ausgebliebenen Order über ca. 800.000 Dollar der drei Vertriebspartner wird nachgeholt, der hat die Ausführugen seitens CTSO nicht verstanden ! Natürlich dürften die drei Vertriebspartner jetzt evtl. in Q2-2019 eine Order aufgeben, aber diese wird deutlich niedriger sein als in der Vergangenheit. Bei Fresenius schon aufgrund des Wegfalls der 4 Länder, welche jetzt durch CTSO bearbeitet werden (was ist, wenn die Lager dieser drei Vertriebspartner selbst nach Q1-2019 immer noch reichlich gefüllt sind ?).

Die Umstäze über Vertriebspartner sind jetzt quasi wieder auf dem Stand von Anfang 2017:
Q1-2017 = 0.723 Mio
Q2-2017 = 0.861 Mio
Q3-2017 = 0.837 Mio
Q4-2017 = 1.145 Mio.
Q1-2018 = 1.071 Mio
Q2-2018 = 1.227 Mio
Q3-2018 = 1.722 Mio.
Q4-2018 = 1.661 Mio.
Q1-2019 = 0.595 Mio
Q2-2019 = wenns gut läuft 0.9 bis 1.1 Mio; wenns schlecht läuft kommt hier wieder keine Order durch die Vertriebspartner -da die Lager immer noch relativ voll sind- und dann sind wir wieder bei 0.6 Mio !!

Wahrscheinlich kommt die avisierte Stocking-Order durch Fresenius für Mexiko und Südkorea plus evtl. eine bereits avisierte Stocking-Order durch Bad Oeynhausen und dann könnte in Q2 durchaus ein reiner Produktumsatz von 5.5 bis 5.7 Mio rauskommen. Was diese Stocking-Order aber dann für Q3-2019 bedeuten, kann sich ja jeder selber ausrechnen und kurz vor Veröffentlichung von Q3 kommt dann die KE !! Reine Produktumsätze in Q3-2019 von 7.2, 6.4 Mio oder eigentlich sogar 6.1 Mio erscheinen mir derzeit ziemlich utopisch !!
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.525.156 von MisterMarket72 am 09.05.19 11:50:56Nichts, weil ich in der Hinsicht keine Kompetenz besitze. Ich bin ja auch nicht mit den Maßnahmen unzufrieden, sondern mit der Kommunikation. Angekündigter Break Even etc. Ich hoffe jetzt erstmal auf das Ergebniss der Endocarditis Studie und dass die neuen eigenen Salesteams erfolgreich den Verkauf ankurbeln können.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.524.835 von Aliberto am 09.05.19 11:20:39
Zitat von Aliberto: => Warum hat Fresenius dann die eigenen Direktverkaufsgebiete (Polen, Schweden, Dänemark und Norwegen) Anfang 2019 quasi aufgegeben und bearbeitet diese Länder jetzt nur noch über die deutlich unattraktivere Co-Marketing-Vertriebsvereinbarung ??


Der Vertriebsdeal mit FMC lief doch nur noch bis 2020, oder?
2017 wurde der Deal ausgeweitet und um drei Jahre verlängert, wenn man sich anschaut was die Vertriebspartner auf die Kette gebracht haben ist das schon ein Armutszeugnis.

Kann die Co-Marketing Vereinbarung zugunsten CTSO ausgefallen sein und im Gegenzug hat FMC Mexiko und Korea bekommen? Bei dem Track Record von FMC für das Cytosorb allerdings unverständlich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.524.940 von Steel21x am 09.05.19 11:30:13Darf ich dich fragen, was du als CEO und Sales-Chef anders machen würdest oder anders gemacht hättest?
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.524.835 von Aliberto am 09.05.19 11:20:39Deine Sorge ist berechtigt und die Frage ist gut.

Ohne bei den Verhandlungen dabei gewesen zu sein, scheint man für meine Begriffe auf Augenhöhe unterwegs zu sein und einen offenen und transparenten Umgang zu pflegen.

Vielleicht kann ich deine Sorge mit einer Gegenfrage relativieren: wenn Fresenius den Filter quasi abgeschrieben hat: warum sind sie dann in den neuen Ländern kürzlich exklusiver Vertriebspartner geworden?

So wie ich das sehe, haben die sich darum aktiv "beworben" - und das dann sicher nicht grundlos.

Falls CTSO das Co-Marketing, so wie es für mich aussieht, ohne Kollateralschaden hinbekommen hat, spricht das für eine gutes Management und eine gute Kommunikation von CTSO und deren Geschäftsverhältnis zu Fresenius.

Wiegesagt: ich war nicht dabei - und führe hier wieder mal einen "Indizienprozess". Macht das für dich Sinn, was ich hier schreibe?

Vielleicht als Sahnehäubchen obendrauf: Fresenius baut meines Wissens in den neuen Dialyse-Maschine nachwievor ein CTSO-Programm ein.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.521.259 von MisterMarket72 am 08.05.19 22:16:05Du schreibst auch mit ein wenig Geduld wird es noch werden. Ich bin jetzt schon 7 Jahre hier investiert und ich muss Aliberto zustimmen das man seit langen Hört Inflection Point jetzt gehts richtig los, Break Even etc. nur wurde wieder nicht dass erreicht was versprochen wurde. Ich bin zwar weiterhin geduldig, da ich an die Technik glaube aber es nervt langsam echt. Ich hoffe stark auf den positiven Ausgang der grösseren Studien, die dann vielleuxht den Umsatz ankurbeln.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.521.259 von MisterMarket72 am 08.05.19 22:16:05Eine einzige Frage an Dich !!

Wenn wir unterstellen, dass der Filter super funktioniert und dass die Umsatzaussichten zukünftig absolut rosig sind:

=> Warum hat Fresenius dann die eigenen Direktverkaufsgebiete (Polen, Schweden, Dänemark und Norwegen) Anfang 2019 quasi aufgegeben und bearbeitet diese Länder jetzt nur noch über die deutlich unattraktivere Co-Marketing-Vertriebsvereinbarung ??

Die Marge im Co-Marketing dürfte und wird ja deutlich niedriger sein; an der Zahl der Vertriebsmitarbeiter kann es ja nicht liegen ?! Und wer hier was bestimmen oder entscheiden kann, dürfte ja auch keine Frage sein. CTSO kann Fresenius doch keine Vorschriften machen oder gegen deren Willen Vereinbarungen ändern.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.518.904 von Aliberto am 08.05.19 17:50:33Wie inzwischen üblich bei uns ein paar Gegenargumente, wenn du erlaubst.

dem Management kann man doch absolut nicht trauen und die haben ja bereits 2018 nachweislich gelogen !!

=> wie war das noch im Januar 2017 https://cytosorbents.com/fresenius-medical-care-and-cytosorb… daraus: "...Under the terms of the revised 3-year agreement, CytoSorbents extends FMC’s exclusive distributorship of CytoSorb for critical care applications in France, Poland, Sweden, Denmark, Finland, and Norway through 2019....As part of the deal, FMC agrees to make guaranteed minimum quarterly orders and payments, evaluable every one and a half years...." => also hatte bzw. hat man jetzt eine Vereinbarung oder nicht und anscheinend wird der CTSO Vorstand hier von Fresenius zum wiederholten Male "vorgeführt"

Wenn ich den Sachverhalt richtig verstanden habe, ist man seitens CTSO an Fresenius herangetreten und hat sich in ein paar Ländern auf ein "Co-Marketing" verständigt. In diesen Ländern steht Fresenius nun also in Konkurrenz zu dem neu entstehenden CTSO-Direktvertrieb und hat seinerseits dann für mich nachvollziehbar auf die Streichung der Mindestmengen bestanden. Macht Sinn, weil ich die Adsorber als Kunde auch lieber an der Quelle kaufen und vermutlich besseren Support in Sachen Rückerstattung und Training hätte. Unterm Strich und in meiner Interpretation hat man Fresenius diese Märkte wieder abgenommen und hat das ganze dann ein bisschen nett in den Begriff "Co-Marketing" eingepackt.

So weit mir bekannt ist, bestehen die Mindestabnahmemengen aber weiterhin in Ländern, in denen Fresenius den Vertrieb exklusiv hat.

"Nachweislich gelogen" passt da für mich nicht so. Eher: die Zügel in die Hand genommen und, um einen Gesichtsverlust auf beiden Seiten halbwegs zu vermeiden, schön geredet ("Co-Marketing").

=> soll heißen, selbst 5.5 Mio reine Produktumsätze wären also in Q2-2019 weit unter den Schätzungen aller Analysten !! Brian Marckx hatte ja bereits für Q1 mit reinen Produktumsätzen von ca. 5.64 Mio gerechnet (geworden sind es ja jetzt nur 4.58 Mio); für Q2 ist bzw. war bisher die Vorschau bei 6.22 Mio und für Q3-2019 bei sage und schreibe 7.26 Mio...da werden reihenweise Abstufungen und Korrekturen erfolgen müssen und Umsätze für Q3 jenseits der 6.4 Mio erscheinen momentan absolut unrealistisch (selbst 6.4 Mio kommen mir derzeit schon ziemlich utopisch vor...nach 4.58 in Q1) !


@Q1 und den 5,64 Mio von Brian Marckx: unterstellen wir mal, dass weder Brian noch CTSO die schwachen Partner Sales (-0,8) oder die Währungsverluste (-0,3) antizipieren konnte, dann machen wir mal für den Moment eine Gegenrechnung auf:

4,58 + 0,8 + 0,3 = 5,68

Dann hätten wir also eine Punktlandung. In dubio pro reo: weder Währungsverluste noch schwache Partner-Sales sind primär auf ein Versagen von CTSO zurückzuführen.

@Q2: Brians Estimate für Q2 sind bzw. waren 6,737 - ca. 0,6 Grants = 6,14

Für den Sprung von 4,58 auf 6,14 bräuchte es ein sequentielles Wachstum von 34 - 35 %. Das ist SEHR sportlich. Der Blick in die Historie verrät, das gab es aber schon:

2013-Q1: 100,2 %
2013-Q3: 59,1 %
2013-Q4: 54,3 %
2014-Q1: 81,2 %
2014-Q3: 55,6 %
2015-Q3: 38,6 %
2015-Q4: 39,6 %

und das immerhin in sieben von 27 Quartalen (26 % Treffer), die zwar ein bisschen zurückliegen. Aber früher war es mitunter genau so ruppig wie jetzt gerade in Q1 2019. Hier mal die größten sequentiellen "Verlust"quartale:

2013-Q2: -27,3 %
2015-Q1: -19,2 %
2014-Q4: -15,6 %
2019-Q1: -15,6 %

Eine gewisse "Reboundqualität" ist also historisch verbrieft. Die Erwartung, dass alles reibungs- und unterbrechungslos schnurstracks nach oben geht, ist meiner Meinung nach Quatsch, weil man hier und da das Ruder noch rumreißen und den Kurs anpassen muss (Direct vs Partner Sales) und weil man in Ermangelung von großen RCTs nachwievor auf sowas wie Mundpropaganda in der Anwendergemeinde angewiesen ist.

Groß rumzuschreien, wenn man hier und da mal stolpert, ist, wie ich finde deplatziert. Unterm Strich wissen exakt 0 Menschen auf dieser Welt, wie sich der Umsatz weiter entwickelt. Alles Spekulation.

Was indizienmäßig halbwegs abgesichert ist: das Ding funktioniert und rettet Menschenleben. So zum Beispiel das eines zweijährigen Mädchens in der heutigen Fallbeschreibung:

https://literature.cytosorb-therapy.com/infoitem/use-of-cyto…

Wenn wir für den Augenblick unterstellen, dass das Ding funktioniert, dann kommt der Umsatz von alleine. Und wenn jetzt jemand sagt, dass das alles viel zu langsam geht und dass alles viel schneller gehen müsste, wenn es denn funktionieren würde, sage ich: Pustekuchen.

Von 2012-Q3 bis schätzungsweise 2015-Q4 hat man sich überwiegend vorsichtig an den Adsorber rangetastet und diesen oft nur 6 von 24 Stunden eingesetzt. Biokompatibiltät ist ein hochwichtiges und sensibles Thema. In der Folge gab es mehrere Studien, die zum Ergebnis kamen, dass das alles nix bringt.

Das Vertrauen, dass man den Adsorber am besten rund um die Uhr anklemmt und alle zwölf Stunden wechselt ist quasi neu. Genauso wie die Erweiterung der CE-Zulassung für Bilirubin und Myoglobin neu ist (2018). Dass man das Ding jetzt bei Kindern einsetzt zeigt, dass sich da ganz viel tut. Und die Cytosorb-Literature-Database ist ebenso wie die Anwendertreffen gold wert. Ich war selbst schon mit 250 Kardiochirurgen (unter anderem mit 150 Indern) in einem CTSO-Kardio-Webcast. Die Andwenderzahlen dürften in den letzten 12 Monaten um knapp 50 % gestiegen sein. Die Abrechnungsmöglichkeit in der Schweiz steht für dieses Jahr noch im Raum. Die Vielzahl an Veranstaltung, die angeboten werden oder an denen man teilnimmt, sind beeindruckend.

Kurz: in völligen Gegenposition zu dir - im großen und ganzen habe ich NICHTS am Management (Chan/Steiner) zu meckern, man hat viel erreicht und an den richtigen Stellen falsche Vorstellungen wie den operativen Breakeven oder das quasi blinde Vertrauen in Partner-Sales aufgegeben und gegengesteuert.

Bisschen Geduld und Spucke und das wird schon noch, meine Meinung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.516.717 von NoamX am 08.05.19 14:36:23Widersprüche und Alarmzeichen ohne Ende:

- "Distributor sales were affected by what we anticipate to be short-term issues from three distributors."...."We believe the factors impacting distributor sales in the first quarter of 2019 are short term and specific to these three distributors and expect a resumption of ordering from all three over the next several quarters."

=> und wenn es keine short-term issues sind ? => dem Management kann man doch absolut nicht trauen und die haben ja bereits 2018 nachweislich gelogen !!

- "Fresenius medical care...did not order in Q1 of 2019 as it sells through nontransferable European inventory"...

=> wie war das noch im Januar 2017 https://cytosorbents.com/fresenius-medical-care-and-cytosorb… daraus: "...Under the terms of the revised 3-year agreement, CytoSorbents extends FMC’s exclusive distributorship of CytoSorb for critical care applications in France, Poland, Sweden, Denmark, Finland, and Norway through 2019....As part of the deal, FMC agrees to make guaranteed minimum quarterly orders and payments, evaluable every one and a half years...." => also hatte bzw. hat man jetzt eine Vereinbarung oder nicht und anscheinend wird der CTSO Vorstand hier von Fresenius zum wiederholten Male "vorgeführt"

- Stichwort Ausblick auf Q2, besonders gut hat mir hier folgende Nachfrage eines Analysten gefallen => "Okay, thanks, and maybe for the second quarter, you're facing a consensus revenue estimate of about $6.7 million, do you reference receiving the $5.5 million in record product sales in the second quarter suggests that a total revenue amount closer to $6 million is probably more appropriate?"

=> soll heißen, selbst 5.5 Mio reine Produktumsätze wären also in Q2-2019 weit unter den Schätzungen aller Analysten !! Brian Marckx hatte ja bereits für Q1 mit reinen Produktumsätzen von ca. 5.64 Mio gerechnet (geworden sind es ja jetzt nur 4.58 Mio); für Q2 ist bzw. war bisher die Vorschau bei 6.22 Mio und für Q3-2019 bei sage und schreibe 7.26 Mio...da werden reihenweise Abstufungen und Korrekturen erfolgen müssen und Umsätze für Q3 jenseits der 6.4 Mio erscheinen momentan absolut unrealistisch (selbst 6.4 Mio kommen mir derzeit schon ziemlich utopisch vor...nach 4.58 in Q1) !

- aber die beste Frage aus dem CC war folgende und da konnte man dann richtig merken, wie Chan und Bloch anfingen zu schwimmen und die Antwort sollte man sich mal intensiver zu Gemüte führen und als Aktionär drüber nachdenken:

"And then on your -- the distributor revenue for this quarter, I'd like to see if you could comment on how much the numbers reflect actual end-user deliveries of the product in customer purchases versus negative impact from reduced distributor orders in order to rebalance inventories?"

Antwort von Chan:
"Yes, I think that -- what we have seen I think is that at least two of the distributors had gotten a little ahead of themselves and I think that they see continued, strong end-user demand in the marketplace and just wanted a temporary breather, I think, to work on some of their inventory before they start ordering again......it's not that the end-user demand is drying up, in fact, we believe, quite the opposite. But it's just that the historical order pattern maybe was a little too aggressive for where they are at the moment. And they want to try to, I guess, grow into the end-user demand."

=> auf deutsch: unsere Vertriebspartner sind Idioten und haben keine Ahnung und natürlich glauben wir, dass die End-User-Nachfrage ungebrochen ist. Unsere Vertriebspartner können einfach nicht planen. => Ich persönlich denke, dass die Vertriebspartner sehr sehr genau planen und natürlich unmittelbar an der Quelle, nämlich der End-User-Nachfrage, sitzen. Vielleicht hat einfach die Nachfrage nachgelassen oder es findet keine Steigerung statt! Da dürften die Vertriebspartner einen besseren Überblick haben, als das CTSO-Management und dies verheißt nichts Gutes für die nächsten Quartale !!

etc.


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