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Kids Brands House N.V. (Seite 46)


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https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10647303-krise-mo…

Eigentlich wollte ich vorerst hier ja nichts mehr schreiben. Aber da heute eine Kaufempfehlung ausgesprochen wurde, äußere ich mich doch nochmal.
Kaufempfehlung ? Ja !
Denn jeder kennt hier wohl die Gastbeiträge und Blogs, in denen gerne mal Rohstoffaktien mit einer 1.000% Chance angepriesen werden. Und bei fast all diesen Aktien verlieren die Anleger Geld, anstatt Kursgewinne einzufahren. Und dieser Gastbeitrag ist nicht anders aufgebaut, nur eben negativ. Aber genauso reisserisch. Und da bei diesen Beiträgen bekanntlich fast immer das Gegenteil von dem eintrifft, was behauptet und versprochen wird, dürfte es hier bald kräftig nach oben gehen.


1. Es wird in dem Beitrag so getan, als wäre der Wert der Beteiligungen im GB 2016/17 auch der reale Wert. Das ist natürlich Blödsinn. Und weiß jeder, der sich den GB ansieht.

2. Erst wurde geschimpft, dass durch die 3-Millionen-Wandelanleihe es zu einer allzu großen Verwässerung kommt. Jetzt wird kritisiert, dass es scheinbar nur 1-Millionen sind. Was eigentlich positiv ist, da dadurch die Verwässerung geringer ausfällt.

3. Es wird angedeutet (in der Hoffnung, dass unerfahrene Anleger darauf reinfallen), dass die JBG für 1 Euro veräußert wurde. "Zum Verkaufspreis macht man keine Angaben. Der Buchwert der Beteiligung war aber auf null abgeschrieben worden"

4. Hier zeigt sich wieder, dass der Schreiber nicht verstanden hat, wie die Bewertung der Beteiligungen zustande kommt. (siehe Punkt Nr .1) "bellybutton wiederum habe ihre Beteiligung an der Onlinegesellschaft 4little GmbH auf 74,3 Prozent erhöht. Ungeachtet dessen wurde aber der Buchwert von bellybutton im Geschäftsbericht 2016/17 bereits das zweite Jahr in Folge reduziert: Von 1,63 Millionen Euro über 1,37 Millionen Euro auf nun noch 1,03 Millionen Euro."

5. Dieser persönliche Angriff auf "Kleiner Chef" zeigt schon das Niveau des Beitrages. "Hier noch der Langfristchart des Unternehmens (der plötzliche, explosive Kursanstieg im Herbst dieses Jahres kam durch eine Empfehlung für den Wert durch einen User in einem bekannten Börsenforum zustande)"

6. Hier wird so getan, also würde mit Übernahme der Lizenz plötzlich der Umsatz der Tom Tailor Kids massiv einbrechen. Obwohl die Anzahl der Geschäfte (Online und Offline) erhöht hat. "Noch für diesen Monat hat Kids Brands House die Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2017/18 angekündigt. Dabei wäre es essentiell wichtig, dass hier bereits erste Erfolge durch Tom Tailor-Kids-Lizenz sichtbar werden."

7. Wer sind denn die Branchenkenner ? Ich kenne nur ein Interview, in dem Dana Schweiger von einer Umsatzverdreifachung spricht, seit dem Einstieg der KFG. "Heute ist das Label nach Angaben von Branchenkennern vermutlich deutlich hinter den Umsatz von knapp zehn Millionen Euro zum Zeitpunkt der Übernahme zurückgefallen."
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.000.158 von tzadoz2014 am 16.06.18 11:46:16
Zitat von tzadoz2014: https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10647303-krise-mo…

Eigentlich wollte ich vorerst hier ja nichts mehr schreiben. Aber da heute eine Kaufempfehlung ausgesprochen wurde, äußere ich mich doch nochmal.
Kaufempfehlung ? Ja !
Denn jeder kennt hier wohl die Gastbeiträge und Blogs, in denen gerne mal Rohstoffaktien mit einer 1.000% Chance angepriesen werden. Und bei fast all diesen Aktien verlieren die Anleger Geld, anstatt Kursgewinne einzufahren. Und dieser Gastbeitrag ist nicht anders aufgebaut, nur eben negativ. Aber genauso reisserisch. Und da bei diesen Beiträgen bekanntlich fast immer das Gegenteil von dem eintrifft, was behauptet und versprochen wird, dürfte es hier bald kräftig nach oben gehen.


1. Es wird in dem Beitrag so getan, als wäre der Wert der Beteiligungen im GB 2016/17 auch der reale Wert. Das ist natürlich Blödsinn. Und weiß jeder, der sich den GB ansieht.

2. Erst wurde geschimpft, dass durch die 3-Millionen-Wandelanleihe es zu einer allzu großen Verwässerung kommt. Jetzt wird kritisiert, dass es scheinbar nur 1-Millionen sind. Was eigentlich positiv ist, da dadurch die Verwässerung geringer ausfällt.

3. Es wird angedeutet (in der Hoffnung, dass unerfahrene Anleger darauf reinfallen), dass die JBG für 1 Euro veräußert wurde. "Zum Verkaufspreis macht man keine Angaben. Der Buchwert der Beteiligung war aber auf null abgeschrieben worden"

4. Hier zeigt sich wieder, dass der Schreiber nicht verstanden hat, wie die Bewertung der Beteiligungen zustande kommt. (siehe Punkt Nr .1) "bellybutton wiederum habe ihre Beteiligung an der Onlinegesellschaft 4little GmbH auf 74,3 Prozent erhöht. Ungeachtet dessen wurde aber der Buchwert von bellybutton im Geschäftsbericht 2016/17 bereits das zweite Jahr in Folge reduziert: Von 1,63 Millionen Euro über 1,37 Millionen Euro auf nun noch 1,03 Millionen Euro."

5. Dieser persönliche Angriff auf "Kleiner Chef" zeigt schon das Niveau des Beitrages. "Hier noch der Langfristchart des Unternehmens (der plötzliche, explosive Kursanstieg im Herbst dieses Jahres kam durch eine Empfehlung für den Wert durch einen User in einem bekannten Börsenforum zustande)"

6. Hier wird so getan, also würde mit Übernahme der Lizenz plötzlich der Umsatz der Tom Tailor Kids massiv einbrechen. Obwohl die Anzahl der Geschäfte (Online und Offline) erhöht hat. "Noch für diesen Monat hat Kids Brands House die Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2017/18 angekündigt. Dabei wäre es essentiell wichtig, dass hier bereits erste Erfolge durch Tom Tailor-Kids-Lizenz sichtbar werden."

7. Wer sind denn die Branchenkenner ? Ich kenne nur ein Interview, in dem Dana Schweiger von einer Umsatzverdreifachung spricht, seit dem Einstieg der KFG. "Heute ist das Label nach Angaben von Branchenkennern vermutlich deutlich hinter den Umsatz von knapp zehn Millionen Euro zum Zeitpunkt der Übernahme zurückgefallen."


Selbst wenn der kritisierte Autor zumeist Sternendeutungen anpreisen würde, ändert das nichts an der Fragen und Fakten die er angeführt hat. Ihn persönlich zu attackieren, um dadurch seine Aussagen vorab schon einmal zu diskreditieren, halte ich für...

Ich kann nur jedem empfehlen, sich den Artikel mal durchzulesen. Ich hatte eine völlig andere Wahrnehmung als das, was Du hier wiedergibst. Und ich finde ihn sehr interessant, weil er die Geschichte des Unternehmens und viele "erläuterungsbedürftige" Wendungen in den letzten Jahren aufzeigt und anspricht.

Aber mal konkret zu Deinen Aussagen:

- Wie hoch ist denn der Wert der Beteiligungen? Du hast ja offensichtlich den Geschäftsbericht gelesen und hieraus Deine Bewertung vorgenommen. Auf welche Werte kommst Du?

- Wo hat der Autor die "massive Verwässerung" aufgrund der neuen Wandelanleihe kritisiert? Ich habe seine Aussagen ganz anders verstanden: er weist darauf hin, dass mehrfach eine neue Wandelanleihe angekündigt wurde, diese aber nie umgesetzt werden konnte. Das wäre sonst im Geschäftsbericht ja ausgewiesen worden. Der eigentlich Kritikpunkt und die dahinter stehende Warnung ist doch, dass KBH seit 2 Jahren kein frisches Geld akquirieren konnte, sich die Verluste massiv erhöhen und das Eigenkapital deutlich geschrumpft ist. Wenn das nicht zu entkräften ist/wäre, müssten doch bei jedem Aktionär die Alarmsirenen Dauereinsatz fahren! Hierzu wären also anders lautende Ausführungen auf Basis der Zahlen aus dem Geschäftsbericht o.ä. sinnvoll/nötig.

- Der Wegfall der Steiff-Lizenz und das langmonatige Verschweigen dieser eminent wichtigen Info wird zurecht kritisch angesprochen. Wenn 25% des Umsatzes wegfallen, kann man natürlich auch einfach mit einem Halbsatz darüber hinweggehen. Würde man bei Siemens aber nicht machen, oder? Warum also bei KBH? Und dass es hier im Hintergrund doch zu einigen Reibereien und Schwierigkeiten gekommen ist, darf und sollte man ansprechen. Gerade als Aktionär sollte man doch größtes Interesse daran haben, dass dies ggf. in Zukunft abgestellt wird, oder?

- Der Verkauf der JBH wirft erhebliche Fragen auf. Und dass angemerkt wird, dass KBH diese Beteiligung in seinen Geschäftsberichten über drei Jahre lang selbst bereits auf Null abgeschrieben hatte, ist mehr als legitim. Wäre hieraus nun ein hoher Verkaufserlös erzielt worden, dürfte man das Finanzamt im Nacken haben - die würden die Wertansätze bei der KBH dann generell in Zweifel ziehen und hier Nachprüfungen veranlassen, da bin ich mir sicher. Und die Wirtschaftsprüfer müssten sich auch einige kritische fragen gefallen lassen. Von daher ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es zu keinem signifikanten Verkaufserlös bei JBH gekommen ist.

- Dass die Geschäftsberichte immer verspätet vorgelegt und die Informationen aus dem Unternehmen immer spärlicher werden, ist doch Fakt. Und als Aktionär sollte man das bewusst hinterfragen. Besser Informationsquellen hat man nämlich bei einem so kleinen Unternehmen nicht!

- Eine Attacke gegen "Kleiner Chef" hat es an keiner Stelle gegeben. Der Name/Nick wurde nicht einmal genannt. Es gibt nur einen Hinweis beim Blick auf den Chart, dass es eine Empfehlung in einem bekannten Diskussionsforum gab. Neutraler kann man das nicht formulieren.

- Gastautoren bei w:o sind eine ganze Reihe von Leuten. Leute, die ich persönlich kenne, Leute, deren Beiträge ich für sehr fundiert halte (wie u.a. die von Volker Glaser von der Vorstandswoche), aber auch Leute, deren Artikel ich mir gar nicht mehr anschaue, weil sie nur Gelaber sind. Ich bin übrigens auch Gastautor bei w:o und jeder kann sich selbst überlegen, wo er meine Beiträge in den vorgenannten Kategorien einordnet.

Ich würde mich freuen, nicht nur zu lesen, was alles an dem zugrundeliegenden Artikel nicht stimmt, sondern vor allem, wie es denn richtig ist. Basierend auf Fakten und Zahlen aus dem Geschäftsbericht oder qualitativ ähnlich einzustufender Quellen. (Nur) dann kann ich als Außenstehender mir eine Meinung bilden, ob die KBH ein Investment wert ist. So ist sie es jedenfalls nicht, weil einer Menge Fragen keine/kaum Antworten gegenüber stehen. Und auf dieser Grundlage zu "investieren" würde bedeuten, dass man es auch gleich mit Sternendeutung versuchen könnte. Aber daran habe ich kein Interesse...
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.000.485 von sirmike am 16.06.18 13:18:461. Woher soll ich den Wert der Beteiligungen kennen ? Es ging mir nur darum aufzuzeigen, dass sich die Wertentwicklung der Beteiligungen einzig nach dem Jahresergebnis richtet. Ob z.B. der Umsatz um 50% gestiegen oder gefallen ist, fließt in die Berechnung nicht ein. Macht die Beteiligung 500T Gewinn steigt der Wert der Beteiligung um 500T. Andersrum genauso. Auch wenn Einmaleffekte dafür verantwortlich sind. Das ist also definitiv nicht ein real ermittelter Wert.

2. Die massive Verwässerung, wenn sie denn gekommen wäre, wurde nicht vom Autor kritisiert. Sondern von anderen Usern.

3. Wozu hätte die KBH etwas zu Steiff vermelden sollen. Wenn sie überhaupt nichts damit zu tun haben. Verwechsle bitte nicht KBH und KFG. Und KFG ist keine AG. Hat also niemanden, außer den Banken, zu rechtfertigen.

So, zu mehr habe ich jetzt keine Zeit. Habe jetzt einen Termin.
Ich glaube der stationäre Handel mit einer angeschlossenen Onlineplattform ergänzt durch unterschiedliche Vertriebswege und Vertriebspartner hat Zukunft. Sicher kann man auf den Second Hand Markt oder in Tiefpreisaktionen Bekleidung kaufen. Aber auch gebrauchte Kleidung wird einmal neu gekauft. Die Halbjahreszahlen werden wahrscheinlich neue Informationen bringen. Der Tom Tailor Vertrieb über 4little.com wird zur Zeit ständig erweitert und soll in der Zukunft über lief!lifestyle auch in den Benelux-Ländern vertrieben werden. Zu Bellybutton: Im Juni soll der Vertrieb von 200 Kollektionen der Marke Bellybutton mother nature and me erfolgen. Da das letzte Jahr so bedeutsam ist, bringen nur die Halbjahreszahlen und vielleicht ein Ausblick neue Informationen. Ob man Aktionär ist und sich durch das Forum Informationen austauschen möchte oder der Aktie skeptisch gegenübersteht. Gruß Uwe
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.000.485 von sirmike am 16.06.18 13:18:46@sirmike: Vielen Dank, Deine Sachlichkeit ist sehr wohltuend. Und Respekt, dass Du Dir als Nicht-Investierter an diesem wunderschönen Samstagnachmittag die Zeit nimmst, hier so ausführlich zu antworten. Das ist wahre Börsenleidenschaft. 😉

Warum hab ich den Artikel überhaupt verfasst? Ich habe ursprünglich tatsächlich mit dem Gedanken gespielt, hier zu investieren. Also habe ich gedacht, dass könnte doch für mich privat was sein. Kleiner Chef hat ja immer wieder gute Werte ausgegraben in der Vergangenheit.

Was mir bei Kids Brands House aber von Anfang an gefehlt hat, war
1. Eine Betrachtung der Branche "Modehandel" insgesamt. Hier brennt es an allen Ecken und Enden im Moment. Sogar die Giganten wie H&M bekommen im Moment ja Probleme. Ich hab sehr viel recherchiert zu Gerry Weber, Adler etc. in den letzten Wochen und Monaten. Auch ein Video gemacht zu US-Einzelhandelsaktien, wo das teilweise noch dramatischer ist bei den Marktanteilsverlusten der stationären Händler wegen Amazon und Co.
Das kann ich doch nicht einfach ausblenden, wenn ich das Chance-Risiko-Verhältnis bei einem Wert wie Kids Brands House abwägen möchte.

Als ich dann hier im Thread gleich angegangen worden bin, als ich das kritisch angemerkt habe, habe ich mich gestern spontan hingesetzt und mir gesagt: So, jetzt recherchier ich da mal ein bisschen genauer.

Und je mehr ich dann gelesen habe, umso kritischer bin ich geworden. Und die Infos zu bellybutton z.B., auch wenn die natürlich ohne konkrete Quellenangabe sind, sind brandneu und von einem Fachportal. Manche kalkulieren hier immer noch mit 30 Mio. Umsatz (Quelle: irgend ein altes Interview mit Dana Schweiger (die seit x Jahren gar nicht mehr bei bellybutton ist und inzwischen für Aldi designt), während bei Childhood Business inzwischen < 10 Mio. Euro angenommen werden. Das sind doch Welten. Und das sind alles Infos, die frei zugänglich sind. Wenn ich da zwei Minuten google habe ich die.

2. Ein kritisches Hinterfragen, warum man Teile von Kanz überhaupt quasi durch die Hintertür an die Börse gebracht hat?

(Hier wurde immer so getan, als ob das hier eine ganz neue Story sei. Derweil wurde das ja schon Ende 2013 beschlossen und Anfang 2014 kam es zur Namensänderung. In den vier Jahren hat man bisher nichts gerissen, im Gegenteil, es wurde operativ immer schlechter.)

Wieso wählt man hier eine Konstruktion über ein holländisches "Vehikel"? Wieso werden hier nur Teile von Kanz eingebracht? Die besagten Sons & Daughters-Läden z.B., die gehören ja überhaupt nicht zu Kids Brands House. Das habe ich im Artikel gar nicht mehr explizit geschrieben. Die gehören ja nach wie vor zur KFH. Insofern ist es relativ egal, ob meine Frau da gern einkauft oder nicht. Denn wenn Sons & Daughters gut läuft, haben Kids Brands House-Aktionäre davon überhaupt nichts.

Bei Kids Brands House ist nur noch die
- Tom Tailor-Lizenz und
- bellybutton plus das Online-Anhängsel 4little (wobei ja der Online-Bereich bei Kanz offenbar massiv unterentwickelt ist) und die
- (lächerlichen) 4,6% an Vinna, die man seit 2006 hat und wohl seit nun mehr 12 Jahren ergebnistechnisch zu vernachlässigen sind (nanotechnologisch hergestellte Nahrungsergänzungsmittel :D --> war das eigentlich das Einzige, was Nanoventure als Nanotech-Beteiligungsgesellschaft damals an Beteiligungen auf die Reihe gekriegt hat? Egal, anderes Thema).

Deshalb betonen die Vorstände in Interviews immer, dass Kids Brands House nichts mit der KFH zu tun hat.

Ich schreib jetzt mal was ganz Ketzerisches: Könnte es vielleicht sein, dass Kids Brands House nicht deshalb börsennotiert ist, weil man hier uns als Kleinanlegern die Chance bieten möchte, uns an diesem tollen Unternehmen zu beteiligen. Sondern vielleicht, weil hier Risiken aus der KFH ausgelagert werden sollen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.000.902 von ArminBrack am 16.06.18 15:37:59
Zitat von ArminBrack: Ich schreib jetzt mal was ganz Ketzerisches: Könnte es vielleicht sein, dass Kids Brands House nicht deshalb börsennotiert ist, weil man hier uns als Kleinanlegern die Chance bieten möchte, uns an diesem tollen Unternehmen zu beteiligen. Sondern vielleicht, weil hier Risiken aus der KFH ausgelagert werden sollen?


"Risiken" auslagern - in eine börsennotierte, publizitätspflichtige Gesellschaft? An der Kanz und das Management die Mehrheit halten?

Wäre nicht der genau entgegengesetzte Weg geeigneter?
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.000.902 von ArminBrack am 16.06.18 15:37:59Mein Problem ist, dass man nicht das Gefühl hat, dass du neutral und vorbehaltlos an die Sache rangegangen bist. Ich zum Beispiel schreibe zwar hier viel positives über KBH. Habe die Firma aber auch schon häufig kritisiert (insbesondere deren IR-Arbeit und Kommunikation).

Es wäre zum Beispiel hilfreich gewesen, wenn du bei Tom Tailor neutraler herangegangen wärst. Und etwa sowas geschrieben hättest: "Sollten die Prognosen eintreffen, wäre TT Kids ein Glückgriff für KBH. Man muss aber erstmal die ersten Zahlen abwarten. Solange bleibt KBH nur eine Aktie für spekulative Anleger".

Zu Steiff: Zudem verstehe ich weiterhin nicht, wieso eine GmbH oder eine GmbH & Co. KG es der Presse melden oder auf der Homepage veröffentlichen muss, wenn ein Großkunde oder in diesem Falle eine Lizenz abhanden gekommen ist. Erwartest du dies auch von der Max Mustermann Klempnerei GmbH ? Das ist tatsächlich eine ernst gemeinte Frage.

Und auch der neuerliche Kommentar zur Nanoventure zeigt deine fehlende Neutralität. Denn damit hat KBH nichts zu tun und auch nicht Bender/Hepperle. Dafür müsstest du eher die Navigator Equity oder Herrn Pfingsten kritisieren. Es ist einfach nur noch eine Alt-Beteiligung vorhanden, mit der aber die KBH null zu tun hat.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.001.061 von swropfef am 16.06.18 16:49:47"Risiken" auslagern - in eine börsennotierte, publizitätspflichtige Gesellschaft? An der Kanz und das Management die Mehrheit halten?
Wäre nicht der genau entgegengesetzte Weg geeigneter?


Und wem gehört die KFH? "Bis 2009 war das Unternehmen dann im Familienbesitz bevor es an Özgür Kemal Bender verkauft wurde."

Bender hat dann massivst investiert und Lizenzen in Serie aufgekauft in den Jahren danach. Ich hab das in meinem Artikel genau beschrieben. Er hat ein ziemlich großes Rad gedreht. Hier wurde bestimmt mit sehr viel Fremdkapital gearbeitet. In der KFH steckt meiner Meinung nach das meiste Kapital von Bender, nicht in KBH. Also muss die KFH geschützt werden (das Management von beiden ist ja identisch)!

Wir haben also eine relativ hoch verschuldete KFH und die Branchenkrise kam daher für Kanz zum ungünstigst möglichen Zeitpunkt. Denn in dieser Situation, wo die Gewinne wegbrechen, muss man nun auch noch zusätzlich investieren, um das Onlinegeschäft schnell weiter zu entwickeln, wo man laut Childhood Business spät dran war/ist.

Also was macht man? Die erforderlichen Investitionen verschiebt man in die Kids Brands House, in dem man bellybutton eine Mehrheit an der 4little erwerben lässt, in der man ja das Online-Geschäft bündeln möchte. Das hat dann den zusätzlichen Vorteil, dass man die wohl schwachen Umsatzzahlen von bellybutton aufpeppen kann oder wenn man es negativ formuliert verschleiern kann.

Und wie macht man es? Mit Fremdkapital bzw. Wandelanleihen als Mischform. Dass bei der 3 Mio.-Wandelanleihe immer noch kein (vollständiger) Vollzug gemeldet worden ist, man nun aber zusätzlich nochmal eine Wandelanleihe platzieren will, zeigt doch, dass hoher Kapitalbedarf da ist. Aber Eigenkapital wird vom Vorstand keins reingesteckt.

Falls das alles schief geht und man irgendwann Insolvenz anmelden muss, tangiert das die KFH von Bender zunächst mal nur indirekt (weil KFH und KBH nicht zusammengehören). Und bei KBH haben dann natürlich wie immer die (Wandel)anleihengläubiger zuerst Ansprüche und können sich die Lizenzen unter den Nagel reißen. Und wer geht leer aus? Die KBH-Aktionäre natürlich.

Und wenn es gut geht? Dann können die Wandelanleiheninhaber zu einem Euro je Aktie wandeln und dann ihre Papiere zu höheren Kursen abladen, während man versuchen wird, die Aktie mit gekauften Studien u.ä. zu pushen. Die Prognosen in diesen Studien werden dann in etwa so aussehen wie die Tabelle von Kleiner Chef mit Umsatzzahlen in Richtung 100 Mio. Euro schon für 2017/18 und danach dramatischen Steigerungen, die dann nie Realität werden.

Es kann durchaus sein, dass die Tom Tailor-Lizenz eine gute Opportunität ist und man hier einen guten Deal gemacht, weil Tom Tailor seinerseits gezwungen war, zu sparen und die Kids-Sparte daher auslizensiert hat.

Bis Kids Brands House dann irgendwann mal so weit sein wird, dass genug Cash da ist, um z.B. eine Dividende an die Aktionäre auszahlen zu können, wird es sehr, sehr lange dauern. Denn selbst wenn es mit der Tom Tailor-Lizenz gut läuft, werden die Kosten für den Online-Ausbau erst mal aufs Ergebnis drücken.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.001.070 von tzadoz2014 am 16.06.18 16:54:32Du hast meinen Post löschen lassen, nicht wahr? Das sagt für mich nur, dass ich genau ins Schwarze getroffen habe. Ich hoffe, du hast wenigstens den Mum, nach den folgenden Halbjahreszahlen hier noch einen Kommentar abzugeben.
Bei der Diskussion sollte nicht vergessen werden, das die KBH oder das Management keine Aktien auf den Markt geschmissen hat. Auch die Präsentation ist von mir durch einen Zufall entdeckt worden. Gruß Uwe
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