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Schlummert hier eine interessante Immobilien AG vor sich hin? (Seite 14)

eröffnet am 01.12.15 19:43:27 von
neuester Beitrag 15.05.21 01:40:10 von


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14.03.18 21:36:09
Beitrag Nr. 131 ()
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10369156-deutsche…

...Vertrag zur Umfinanzierung von Bankdarlehen für ihr größtes Immobilienportfolio durch ein Darlehen der Summit-Gruppe mit einer Größenordnung von EUR 145 Mio. abgeschlossen....bis Januar 2025 2,14 %...

Wer mag das kommentieren? Immerhin zeigt sich die Mutter solvent, da sie Kredite in der Familie herumreichen kann. Damit erscheint auch das Insolvenzrisiko der Tochter DRE immer geringer. Wird der Kurs jetzt also massiv anziehen? Morgen früh letzte Chance für Zukäufe?
4 Antworten
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18.03.18 16:17:36
Beitrag Nr. 132 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.281.833 von herding am 14.03.18 21:36:09Was an dieser Unternehmensmeldung ist kursrelevant positiv?

Die Vorfälligkeitszinsen der umgeschuldeten Darlehen und Auflösungskosten der dazugehörenden Zinsswaps verursachen einen Einmalaufwand in 2018, der die aus dieser Umschuldung resultierenden Zinsersparnisse bis 2021 aufzehrt und, bezogen auf das laufende Jahr, einen geringeren Jahresüberschuß 2018 gegenüber 2017 bewirkt. Im Zeitraum 2022 bis 2025 wird freilich ein ca. 1 Mio. Euro p. a. höherer Ertrag anfallen, dessen Erwartung aber noch nicht das gegenwärtige Kursniveau beinflußt.

Die verstärkte Einbindung der Gesellschaft in die Konzernfinanzierung erscheint aus Sicht des Großaktionärs sicherlich logisch. Zumal er sich zu Sätzen deutlich unter 2,25 % p. a. refinanzieren dürfte und auf diesem Wege der Obergesellschaft ein Ertrag in Höhe der Differenz zwischen gezahlten und erhaltenen Zinsen zufließt.
Andererseits kappt dieser konzernintere Finanzierungspool die eigenständigen Verbindungen unserer Gesellschaft zur Kreditwirtschaft. Es ist immer leichter, einen Kreditrahmen zu prolongieren als ihn neu zu verhandeln. Bleibt zu hoffen, dass der Großaktionär auch in fernerer Zukunft nicht mehr auf eine eigenständige Re-Finanzierungsfähigkeit unserer Gesellschaft angewiesen ist.

Die stärkere finanzielle Einbindung könnte Vorstufe eines Abfindungsangebotes sein und in diesem Zusammenhang Sinn machen. Aber dieser Gedanke ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt reine Spekulation und durch keinerlei sonstige Fakten gestützt.

Bleibt zu bemerken, dass die Kursentwicklung der letzten Monate durchaus als erfreulich zu bezeichnen ist. Vor einiger Zeit hatten wir einen Tag mit stark erhöhtem Umsatz und ich würde was dafür geben zu wissen ob eine der Parteien dem Großaktionär nahestand, woraus man folgern könnte, ob dieser bereitwillig gegeben hat, als eine entsprechende Geldposition im Orderbuch erschien, oder aber bereitwillig die Hand aufhielt, als er eine entsprechende große Briefposition bemerkte.

Kurt
3 Antworten
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20.03.18 09:45:54
Beitrag Nr. 133 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.312.437 von KSeifert12 am 18.03.18 16:17:36Danke, da ist jemand ohne erkennbare Mühe tief eingedrungen!

Aber: Bei einer normalen Aktie mit einem KGV um z.B. 16, unbegleitet von Konkursängsten, mag man sich ja Gedanken machen, ob eine Umschuldung einen Zinsvorteil oder einen Zinsnachteil bringt. Bei einer Aktie wie hier DRE mit einem KGV unter 4 geht es aber doch vornehmlich um die ganz basale Sicherheit der Anlage. Totalverlust droht oder droht nicht. Allein dass die Mutter willens und in der Lage ist, Kredite der Tochter abzulösen, hätte doch bei einer so niedrig bewerteten Aktie etwas auslösen müssen. Überdies schreibst Du, die Mutter habe sich wohl noch opportun refinanziert. Das spricht doch darüber hinaus für weitere Bonität, zumindest der Mutter.

Ja, auch ein Hinweis auf ein Abfindungsangebot. Wirklich nur ein isolierter Hinweis? Ich meine, da wurde früher schon eine Gesmatkulisse ausgemacht hier im Forum, für das mögliche Szenario eines Squeeze-out.
1 Antwort
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20.03.18 10:00:03
Beitrag Nr. 134 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.327.041 von herding am 20.03.18 09:45:54Wer hat denn da in den letzten Wochen 6-stellige Stückzahlen um die 3,60 zum Verkauf angeboten?
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20.03.18 12:42:52
Beitrag Nr. 135 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.327.041 von herding am 20.03.18 09:45:54Ich habe bei DRE keinerlei Befürchtungen bezüglich einer Insolvenz. Dieses Thema ist schon seit Jahren vom Tisch und m. E. heute nicht mehr relevant. Anderenfalls wäre ich nicht engagiert.

Die niedrige Bewertung erklärt sich aus der geringen Größe des Unternehmens, der Marktenge und dem geringen Bekanntheitsgrad. Ein von den Medien unbeachteter Nischenwert, der noch seiner Entdeckung harrt.

Wenn ich von "erhöhtem Umsatzvolumen" sprach, so bezog sich das auf den 26.2. d. J., an dem in Frankfurt 23.000 Stück gehandelt wurden, ohne dass dies den Kurs belastete. Was erfreulich ist.

Kurt
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20.03.18 13:05:12
Beitrag Nr. 136 ()
Insgesamt waren es wohl etwa 100.000 Aktien Umsatz, aber dass da öfters 10.000 Stück auf der Briefseite angeboten waren, ist mir auch aufgefallen.

Dass da einer der Paketaktionäre aus Angst vor Konkurs und Totalverlust seine Bestände liquidiert, glaube ich weniger. Aber mit den Wertanpassungen und einem entsprechend hohen Buchwert schafft man natürlich eine Aktiennachfrage, während bei nüchterner Betrachtung offenbar andere Adressen abgabebereit sind. Man kann das ja hinterfragen. Die Anpassungen des Bilanzansatzes von der 10fachen auf die 12fache Jahresmiete waren sich gerechtfertigt, wenn man nun aber darüber hinaus geht zu höheren Faktoren, muss man sich schon auf den Fortbestand der temorär guten Marktlage verlassen und einige Schwächen wie Leerstand und vergleichsweise hohe Fremdfinanzierung vernachlässigen.

Gerade bei der Finanzierung ist man aber gut vorangekommen, indem man bereits seit 2-3 Jahren auf günstigere Anschlussfinanzierungen umsatteln konnte. Und daraus, dass der Hauptaktionär finanziell weitaus besser aufgestellt ist, ergibt sich ja fast schon eine seltsame Konstellation. Die jetzt zu 2,14% weitergereichte Finanzierung stammt aus einer 300 Mio schweren Anleiheplatzierung des Hauptaktionärs mit 2% Zins und 7 Jahren Laufzeit. Dass man da bankseitig auf der Ebene Dt. Real Estate AG bei einem LTV von fast 70 keine besseren angebote bekommen kann, überrascht wenig. (Wenn sich der LTV durch die Wertanpassungen auf dem Papier und den Millionengewinn aus dem Immobilienverkauf in Frankfurt jetzt auch deutlich Richtung 60 bewegen dürfte. Die neuen Zahlen kommen ja bald.)

Trotz niedrigerer Finanzierungskosten kommt man mit der Entschuldung naturgemäß bei Dt. Real Estate nur langsam voran, zumal eine Ertüchtigung der Mietobjekte vermutlich eher geboten ist, als Schuldenabbau. Sollte mittelfristig eine Annäherung der Finanzierungsverhältnisse innerhalb des Konzerns erfolgen, wäre dies sicher zum Vorteil von Dt. Real Estate. Wobei man außer einem jahrelangen Dividendenverzicht und dem nun gewährten Darlehen vom Hauptaktionär kaum noch mehr erwarten kann.
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23.03.18 08:20:02
Beitrag Nr. 137 ()
Da jetzt keine Banken mit wesentlichen FK positionen mit an Bord sind, ist auch ein Verkauf des gesamten aktienpakets der summit deutlich einfacher. Ein Pflichtangebot müsste der mögliche erwerber wohl schon machen, was nicht das Problem sein sollte. Warum summit nicht selber versucht die minderheiten rauszukaufen
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23.03.18 08:21:13
Beitrag Nr. 138 ()
Erschließt sich mir noch nicht ganz. Vielleicht hat alles auch steuerliche gründe.
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23.03.18 19:58:03
Beitrag Nr. 139 ()
Wieso soll das einen Verkauf erleichtern, der Erwerber müsste doch die Finanzierung von Summit zurückführen, Summit ist doch keine Bank,die jahrelang riskante Immobilienkredite zu 2% Zins vergeben will.

Außerdem sind doch 2 Aktionäre mit jeweils 5% an Bord, so dass auch ein Rauskaufen der Minderheitsaktionäre von deren Zustimmung abhängig ist. Allenfalls einen Beherrschungsvertrag könnte man schließen. Seit Jahren befindet sich Dt. Real Estate in einem Entschuldungs- und Sanierungsprozess, der aber andauert und angesichts der niedrigen Znsen bei gleichzeitig stabilem Immobilienmarkt neuerdings Früchte trägt. Da kann man ja erstmal froh sein, wenn der Hauptaktionär nicht mittendrin die Minderheitsaktionäre rauswirft, ehe der volle Erfolg sichtbar wird und nachdem sich seit 10 Jahren erstmals Licht am Ende des Tunnels zeigt. (Fünf Beiträge zurück war noch von Konkursgefahr die Rede, jetzt sind wir schon Übernahmekandidat.)

Offenbar wird bei Summit doch gar nicht die Strategie verfolgt, überall mit 100% beteiligt zu sein, denn Summit selbst hat doch zur Hälfte große Fonds als Aktionäre. Diese werden weniger ein strategisches Interesse haben, zu wachsen, sondern vielmehr an stabilen Verhältnissen und stabilen Erträgen interessiert sein. Jedenfalls präsentieren beide Unternehmen ganz verschiedene Kapitalmarktstories, wobei Dt. Real Estate ja bisher eher im hochverschuldeten Schlummermodus war.
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24.03.18 01:35:44
Beitrag Nr. 140 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.312.437 von KSeifert12 am 18.03.18 16:17:36Die operativen Effekte sollte man auch nicht vergessen.
Die Bankdarlehen waren sehr stark besichert, was den Handlungsspielraum des Managements in der Vergangenheit sicherlich eingeschränkt hat.

Aus meiner Sicht wird die operative Führung des Unternehmens somit einfacher.
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