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Systeme und Strategien für Daytrader (Seite 11)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.000.787 von deusmyops am 11.07.19 08:32:04Nun, es gibt nicht selten Tage, die die 8 Stunden Schwelle überschreiten und ich bin ein Fan von "do it yourself". Dies bedeutet nunmal ein hohes Maß an Konzentration und Aufmerksamkeit.......das geduldige Warten auf die Chance oder das Begleiten des Trades. Die Anstrengung bezieht sich also auf das physiologische und nicht das psychische. Der Ausgleich findet statt, indem nach anstrengenden Tagen Pausen stattfinden. Daher setze ich mir auch keine Ziele, da diese ja im Grunde bewirken, mit einer gewissen Erwartungshaltung zu handeln und dieses widerum wäre ein Part von vielen ( deine angesprochenen zum Beispiel ), der unnötig Druck produziert.
Nach wie vor ist das ein Spiel und hier mittelfristig auf Ziele hinzuarbeiten würde ja bedeuten, dass du das Glück beeinflussen kannst.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.001.453 von Frequenz am 11.07.19 09:35:59Profitabel zu sein, hat mit Glück nichts zu tun, würde ich darauf erwidern. Dennoch ist deine Haltung vielleicht eine für dich Funktionierende. Ich benötige zumindest die Illusion von Kontrolle. Cu.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.998.273 von deusmyops am 10.07.19 19:42:19
Zitat von deusmyops: Wie lange treibst du dich denn schon an der Börse herum. Geht auch an dich bomike?

Ich selbst habe erste Erfahrungen in den 90ziger Jahren gesammelt, als der Hype um Aktien los ging. Ich kaufte/verkaufte damals einige Aktien. Es war ja weitaus komplizierter, ich glaube, der erste Broker, an den ich mich noch erinnere war Cortal Consors oder so ähnlich. Ich selbst wickelte die Sachen noch über Telefon ab, war bei der Deutschen Bank. Ich weiss noch, wie ich mit meiner Mutter das Depot eröffnet habe, die so gar keine Ahnung von nichts hatte, aber mich unterstützte. Börsenkurse schaute ich tatsächlich im Teletext nach. Dann kam der große Knall 2000 - zum Glück war ich am neuen Markt kaum tätig. Ich habe damals nicht so viel abbekommen, mehr Glück als Verstand geschuldet, denke ich. Ich meine, ich war 17, als ich begann damit zu spielen. Dann war lange, lange nichts, Wegzug, Studium völlig anderer Art, Selbstständigkeit. 2015 bin ich dann wieder völlig entzückt eingestiegen. Und jetzt ist´s vorbei - das mache ich auch im Rentenalter noch, denke ich.


ich bin auch dein alter, habe mit der banklehre angefangen , mich für die finanzmärkte zu interessieren. es wurde dann mein hobby... über anleihen zu aktien zu optionsscheinen zu währungen, und bei währungen bin ich dann hängengeblieben, weil es die stabilste einnahmequelle wurde mit dem grössten gewinn zu drawdown verhältnis und einer standardabweichung von kleiner 1% in der equity kurve. so richtig hauptberuflich mache ich es so 15 jahre, davor war noch arbeit und uni bisschen nebenbei....

Der markt hat sich in der zeit schon sehr verändert... damals waren die spreads grösser aber auch die bewegungen, es war sehr leicht damals 50-200 pip am tag zu machen, das ist heute alles viel schwerer geworden, kann sein das die algos da viel reduziert haben..... witzigerweise funktionieren alle strategien noch genauso wie am ersten tag, mit minimalsten anpassungen manchmal je nach währung, wenn besondere sachen gerade eintrafen....

das mit den zielen wie du (xxx prozent pro tag und dann aufhören) mache ich nicht direkt... da es deutlch das ergebnis verschlechterte.... wenn es schlecht läuft, höre ich aber auch auf für den tag, machmal auch für die woche.. ähnliche sache passieren meist dann auch an folgetag...
wenn es aber gut läuft , dann amche ich weiter und erhöhe sogar ständig fliessend die menge.... denn auf gute trades folgen meist noch mehr gute statistisch (also rede von intradaytrading...) und man hat sich da manchmal richtig eingeschossen... also meine haupthandelszeiten mache ich voll durch, ansonsten wie ich eben lust habe.....

der einzige ärger sind beim traden meist dumme fehler, wenn man rauswollte und doch nicht war oder man mal sehr hohe verpasste gewinne sieht.. aber dann macht man es am nächsten tag meist dann so.. wiederholt sich ja zum glück viel , weil die leute ähnlich handeln und sich erinnern was am vortag war....

den besten tip den ich geben kann: alles wiederholt sich, hat man viel gesehen weiss man was zu tun ist. ich rede jetzt von währungshandel, hier auch nie futures nehmen später mal, die sind viel problematischer in dier liquidität und mit handelspausen sogar mit höherem risiko bei extremen sonder events.....
Such dir 1-3 hauptwährungspaare raus, die du handeln willst und verstehe und lerne sie!
zb schau dir den london open bis close chart an in welchem timeframe du auch immer willst....drucke ihn aus.. das mit den tagen der letzten 3-5 jahre!!!!!
jetzt fang an ähnliche verläufe auf einen Stapel zu sortieren, das werden einige werden... denke dir für jeden Stapel am besten einen namen aus der das Muster optisch erfasst, das macht es später leichter (volle Fantasie gefragt.. je verrückterer name und passsender umso besser bleibt er im Kopf).
fang an alle grossen News (die starke sprünge im chart bewirkten, auch welche abweichungen zur Planzahl es gab... ) zu kennzeichnen.
und jetzt finde die abweichungen:welche Muster laufen anfangs gleich und weichen dann wo ab (durch news oder ohne ....).....
vergleiche aktuellen tageschartverlauf mit dem aus der kategorie passenden und plane daran... (nimm alles als wahrscheinlichkeit , nie als garantie!)

... und immer bedenken, was am Vortag passierte haben die leute auch im Kopf und wiederholen es oft (selbe richtung und entgegengesetzte).

keine ahnung ob das verständlich klang und sinn macht.... gibt soviel mathematisch einfaches was man eben anfangs immer erst lernen muss, um sein ergebnis dramatisch zu verbessern... und vor allem was man nie machen darf um nicht sinnlos verluste zu haben oder noch schlimmer, zeit zu verschwenden mit sinnloses sachen (wie arbitrage trading unter 1 mio technik investieren und gute beziehungen zu haben.... wie hedge trading (das es echt sowas gibt,wegen faulheit es richtig zu lernen, ist so traurig, dabei ist es so super einfach... grundwissen mathe muss doch jeder haben eigentlich).... wie demokonto trading satt mini geld in realen cent account.....usw riessen liste...)

ich bin immer froh , wenn ich zb einen tag mit kleinen verlusten hatte und es nicht grosser verlust wurde, weil ich mich an vorgaben hielt, weil ich weiss das ich riessen gewinne dadurch indirekt gemacht habe, weil ich die grossen verluste nicht hatte (Gesamtgewinn über den Monat sollte man schon voraussetzen)

... sorry , text wieder viel zu lang geworden... ich schweife oft ab.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.003.928 von whitething am 11.07.19 13:53:28Keine Sorge, sehr guter Text und auch passend zum Thread. Du beschreibst ebenfalls ein systematische Vorgehen für Währungspaare bzw. wie du handelst. Danke für den Input.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.003.928 von whitething am 11.07.19 13:53:28Klasse Text Whitething, dass sehe ich ähnlich wie du.

Insbesondere die Regeln wann erhöhe ich ggf die Schlagzahl und wann gehe ich vom Rechner weg und lasse es bleiben.

Die Range in den Währungen hat gefühlt abgenommen in den letzten Jahren, daher mag ich auch lieber die Indices, da ist immer noch einiges an Punkten möglich.
(allerdings bin ich mit den Währungen auch nie warm geworden)

So wie du die Forex Charts studiert hast, habe ich das mit dem Dax/ Nq gemacht.
Sehr lehrreich.
Und du hast recht, alles wiederholt sich über die Jahre und meiner Meinung nach gibt es ein „Marktgedächtnis“ über Stunden bis wenige Tage.
Je nachdem wie volatil eine Marke oder überraschend ein Ereignis war.

Und nach knapp 20 Jahren hat man auch so einiges gesehen am Bildschirm.

———
Jetzt weiß ich auch was du meist.
Solche Sachverhalte in einem Forumstext zu quetschen ist schon eine Herausforderung.
:)

———
Zu Indikatoren kann ich nicht so viel beitragen, ich selbst benutze keine außer Marken wie PivotPunkte und Tagesmarken vom Vortrag (OCHL) und selbem Tag.

Sehr interessanter Thread der hier entstanden ist.
Ich finde es immer spannend zu lesen, was andere machen.

Viele Grüße an alle und danke für eure angenehmen Beiträge.
Was ganz interessant wäre, was Ihr so für "Psycho Probs" beim Trading habt.

Ich habe nach all den Jahren Trading immer noch das Gefühl, das mich alle möglichen "Dämonen" im Trading verfolgen die es so gibt.

Womit ich keine Problem habe ist Verluste gut zu begrenzen. Wenn ich dann aber welche habe, spüre ich immer heftig den Impuls das sofort wieder ausgleichen zu wollen..

Es fällt mir immer wieder schwer diesen Impuls zu widerstehen. Auch wenn mir bewußt ist, was dahinter steckt, fällt es mir schwer.

Auch habe ich keine Probleme Gewinne laufen zu lassen. Nicht unendlich, aber doch recht gut.

Was mir aber auch nach über 30 Jahren trading immer wieder passiert, ist das ich den vorgefertigten Plan nicht immer konsequent durchhalte. Sobald ich im Markt bin, verändert sich häufig auf einmal meine Sichtweise vom Markt.

Trading ist auch ein guetr Spiegel der eigenen Persönlichkeit.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.005.605 von bomike am 11.07.19 17:22:00Da hast du recht, die Psyche ist aus meiner Sicht einer der größten Bausteine!

Ich habe sehr viele Gespräche geführt, auch mit einem befreundeten Gesprächstherapeuten, um meine Emotionen rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.
Für viele klingt das vielleicht etwas seltsam, aber mir hat es sehr geholfen.

Dabei geht es nicht um Psychoanalyse, sondern nur um Gespräche und das aufzeigen von Möglichkeiten mich zu ändern.
Am Ende muss man es eh alleine umsetzen.

Und vorallem habe ich gelernt aufzuhören!
Ich finde, man merkt relativ schnell, ob man an einem Tag im Einklang ist mit dem Markt oder eher nicht.

Ich trade vor allen Dingen nur das was ich kann. Das ist die Eröffnung in Deutschland (2 Stunden vormittags) und die Eröffnung in den USA (maximal bis 17.30 Uhr unserer Zeit)

Notenbanken Termine USA/EZB mal ausgenommen.

Wenn ich merke, das wird heute nichts, bin ich in der Lage schnell die Reißleine zu ziehen und einfach den Rechner zu verlassen und nichts mehr zu tun.
Tage an denen ich 2-3 kleine Verluste wieder auf Null gebracht habe, kann ich dann auch beenden.
Ein Gewinn wird es an diesen Tagen meist nie werden.

Das hat aber auch alles gedauert.

Und auch heute gibt es noch Tage an denen ich mich manchmal über kleine Fehler oder entgangene Gewinne „ärger“.
Aber sie tun dem Konto nicht mehr weh und man hat die Gewissheit, dass man am Ende des Monats davon leben kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.004.450 von LeDax am 11.07.19 15:07:32Schön, dass du hier bist und dir die Beiträge gefallen. Ich bin auch mehr in den Indizes unterwegs, als in den Währungen. Euro und Dollar mache ich jedoch ab und an.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.006.142 von LeDax am 11.07.19 18:22:26
Zitat von LeDax: Da hast du recht, die Psyche ist aus meiner Sicht einer der größten Bausteine!

Ich habe sehr viele Gespräche geführt, auch mit einem befreundeten Gesprächstherapeuten, um meine Emotionen rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.
Für viele klingt das vielleicht etwas seltsam, aber mir hat es sehr geholfen.

Dabei geht es nicht um Psychoanalyse, sondern nur um Gespräche und das aufzeigen von Möglichkeiten mich zu ändern.
Am Ende muss man es eh alleine umsetzen.

Und vorallem habe ich gelernt aufzuhören!
Ich finde, man merkt relativ schnell, ob man an einem Tag im Einklang ist mit dem Markt oder eher nicht.

Ich trade vor allen Dingen nur das was ich kann. Das ist die Eröffnung in Deutschland (2 Stunden vormittags) und die Eröffnung in den USA (maximal bis 17.30 Uhr unserer Zeit)

Notenbanken Termine USA/EZB mal ausgenommen.

Wenn ich merke, das wird heute nichts, bin ich in der Lage schnell die Reißleine zu ziehen und einfach den Rechner zu verlassen und nichts mehr zu tun.
Tage an denen ich 2-3 kleine Verluste wieder auf Null gebracht habe, kann ich dann auch beenden.
Ein Gewinn wird es an diesen Tagen meist nie werden.

Das hat aber auch alles gedauert.

Und auch heute gibt es noch Tage an denen ich mich manchmal über kleine Fehler oder entgangene Gewinne „ärger“.
Aber sie tun dem Konto nicht mehr weh und man hat die Gewissheit, dass man am Ende des Monats davon leben kann.


Das Problem ist halt auch, das die menschliche Psyche nicht fürs Trading geeignet ist.
Aber cool das Du einfach aufhören kannst. Das ist eine sehr schöne Stärke für den Handel.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.005.605 von bomike am 11.07.19 17:22:00
Zitat von bomike: Was ganz interessant wäre, was Ihr so für "Psycho Probs" beim Trading habt.

Ich habe nach all den Jahren Trading immer noch das Gefühl, das mich alle möglichen "Dämonen" im Trading verfolgen die es so gibt.

Womit ich keine Problem habe ist Verluste gut zu begrenzen. Wenn ich dann aber welche habe, spüre ich immer heftig den Impuls das sofort wieder ausgleichen zu wollen..

Es fällt mir immer wieder schwer diesen Impuls zu widerstehen. Auch wenn mir bewußt ist, was dahinter steckt, fällt es mir schwer.

Auch habe ich keine Probleme Gewinne laufen zu lassen. Nicht unendlich, aber doch recht gut.

Was mir aber auch nach über 30 Jahren trading immer wieder passiert, ist das ich den vorgefertigten Plan nicht immer konsequent durchhalte. Sobald ich im Markt bin, verändert sich häufig auf einmal meine Sichtweise vom Markt.

Trading ist auch ein guetr Spiegel der eigenen Persönlichkeit.


ganz weg bekommt man vieles nicht.
fehler die ich selbst nach 20 jahren noch begehe ab und an:
- nach längerer verluststrecke (1-2 Wochen) an der Strategie zweifeln: hier hilft mir meist die Lösung mit kleienr menge anzufangen und von trade zu Trade wieder erhöhen um vertrauen zu fassen oder sonst klein verlieren...
- Postionen im gewinn zu schliessen: eigentlich totaler Blödsinn, das man eine Postion im gewinn schliessen will (ich reden nicht davon keinen gewinn zu machen gesamt im Konto über den Monat), denn das schliessen gibt nunmal der chart vor , was realistisch ist, ist man länger in einer postion muss man sich oft erwischen, den takeprofit einer postion auf breakeven gezogen zu haben, obwohl es im minus schliessen sinnvoller wäre, weil das chnace risiko verhältnis nicht mehr gut aussah am markt
- und super grosser fehler den ich aber kaum noch mache: schauen, was andere machen (das mag noch gehen) und zu vergleichen mit eigenem (das geht in die hose, zumindest wenn man erfolgreich ist)... denn meist ist es müll was andere machen und die wo es gut ist, haben auch lage daran gesessen um zu verstehen wie genau man es so macht......
- am allerbesten wirkt es tatsächlich beim traden mit jemand anderen nebenbei backgammon (leider machen das wenige) zu spielen oder schach und sich bissel zu unterhalten (nicht über strategien , sondern direklt (aussser man tradet wirklich das selbe)
- nie anderen meinungen hören, wenn man einen tradingplan hat... je mehr man hört umso mehr zweifelt man an seinem eigenen trade und das kann sehr heftige fehler produzieren, indem man TP und Sl oder closing verändert......
- sporglosigkeit hat mich auch schon viel Geld gekostet, wenn man denkt läuft alles gut, gehst mal kurz einkaufen und schwubs sind mal 50k weg, wenn man wiederkommt und man ist ausgestoppt und hätte sonst früher verkauft...

- das allergrösste und wichtigste ist loslassen zu können: richtig die Wut auf seine eigene Blödheit rauslassen zu können (also lieber einmal heftig mit der faust auf den tisch hauen) und dann ist gut, und nichts lange in sich reinfressen... gibt mega stress und graue haare ... und man wird wahnsinnig... da habe ich schon viel elend gesehen......und fitnesstudio ist pflicht, wenn man sein geld geniessen will, da viel sitzen echt sonst rücken kaputtmacht......

am besten wäre schon direkt so ein trading team.. jeder macht seines, aber zusamen party und alles drumrum und after tag besprechung zwischen leuten die es schaffen nicht eifersüchtig zu sein auf anderen oder unbedingt seines nachtraden wollen.... aber gibts wenig wie uns, sauwenige.......

PS: wenn einer gerne backgammon spielt,.... ich bin gerne bereit. oder was treibt ihr gerne während des handels filme geht auch meist ganz gut, aber oft leider alles durch ).......
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