Neuemission Teamviewer



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Der schwäbische Softwarehersteller Teamviewer steht in den Startlöchern für einen der größten Börsengänge der vergangenen Jahre in Deutschland. Großaktionär Permira kann sich auf einen Milliardenerlös freuen.

Der Gang auf das Parkett der Frankfurter Börse soll je nach Nachfrage zwischen 1,41 und 2,31 Milliarden Euro einbringen, teilte das im schwäbischen Göppingen ansässige Unternehmen Teamviewer mit. Die Erlöse gehen an den Finanzinvestor Permira, der dabei Kasse macht. Er hatte 2014 für das gesamte Unternehmen 870 Millionen Euro gezahlt.

Angeboten werden ab Donnerstag bis zum 24. September bis zu 84 Millionen Aktien zu einem Preis von je 23,50 bis 27,50 Euro, das Börsendebüt ist für den 25. September geplant. Je nachdem wie viele Aktien zu welchem Preis letztendlich platziert werden, wird Teamviewer beim Börsengang mit 4,7 bis 5,5 Milliarden Euro bewertet. Der Streubesitzanteil läge dann zwischen 30 und 42 Prozent.

Bruttomarge von 52 Prozent
Teamviewer hat eine Software entwickelt, die es ermöglicht über das Internet Computer zu warten und zu steuern. Im laufenden Jahr erwartet das Unternehmen mit 800 Mitarbeitern abgerechnete Umsätze von 310 bis 320 Millionen Euro, das wäre gut ein Drittel mehr als 2018.

Im ersten Halbjahr erzielte das Unternehmen eine Bruttomarge (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von sagenhaften 52 Prozent. Glaubt man den Ausführungen von Unternehmenschef Oliver Steil und Finanzchef Stefan Gaiser, generiert Teamviewer daraus einen ausreichenden Cashflow, um Investitionen in Produktentwicklung und globale Expansion zu finanzieren.

Riesiges Wachstumspotenzial
Mittelfristig solle das hohe Wachstumstempo anhalten, erklärte Teamviewer im Börsenprospekt. Im vergangenen Jahr hatte die Firma die Nutzung der Software erfolgreich auf ein Abonnement-Modell umgestellt und zielt stärker auf Großunternehmen als Kunden ab. Derzeit hat Teamviewer, dessen Software für Privatkunden in der Basisversion umsonst ist, 360.000 Abonnenten. Die Software des Unternehmens läuft auf 340 Millionen Geräten weltweit.

Die zunehmende Bedeutung von Cloud Computing, dem Internet of things sowie der allgemeinen Vernetzung von Geräten sollen den Zielmarkt der Göppinger jährlich um 24 Prozent wachsen lassen. 2023 wird ein weltweites Marktvolumen von gut 30 Milliarden Euro erwartet.

Die Teamviewer-Konkurrenten aus den USA, Zoom Video, Okta und Slack, sind bereits börsennotiert. In Frankfurt wäre Teamviewer erst der dritte Börsengang in diesem Jahr. Die Volkswagen-Lkw-Tochter Traton hatte vor der Sommerpause mit Mühe gut 1,5 Milliarden Euro erlöst, weit weniger als erhofft. Organisiert wird der Börsengang von Teamviewer federführend von den US-Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley.

[https://boerse.ard.de/aktien/teamviewer-kommen-zu-23-50-bis-…[/url]
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2019-09/4765301…

Der Angebotszeitraum beginnt am 12. September 2019 und endet voraussichtlich
am 24. September 2019. Privatanleger (natürliche Personen) können
Kaufangebote für Aktien bis 12:00 Uhr (MESZ), institutionelle Anleger bis
15:00 Uhr (MESZ) des letzten Tages der Angebotsfrist einreichen. Der
endgültige Angebotspreis (der "Angebotspreis") und die endgültige Anzahl der
zu veräußernden Aktien werden auf Basis des Orderbuchs voraussichtlich am
oder um den 24. September 2019 herum festgelegt. Der Handel mit den Aktien
von TeamViewer im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter
Wertpapierbörse wird voraussichtlich am 25. September 2019 beginnen.

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Bei Flatex wird die Neuemisson noch nicht angeboten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.470.857 von eickhoff am 12.09.19 17:50:56
Bei der Comdirect jedenfalls nicht. (Gerade nachgeschaut)
Bei Consors und DKB auch nicht, wenn ich mich nicht irre. Schade, der Wert ist interessant.
Ich schätze mal, da bleibt für den deutschen Privatanleger nix übrig:

Goldman Sachs and Morgan Stanley are organizing the IPO with the help of Bank of America, Barclays and RBC Capital Markets, while Lilja & Co is acting as IPO adviser.

Quelle: https://www.reuters.com/article/us-teamviewer-ipo/german-sof…

Alles schon verteilt:
The initial public offering for German software company TeamViewer was immediately oversubscribed when its shares went on offer on Thursday, putting it on track to reach the 5.5 billion euro ($6.1 billion) valuation it is seeking.

One of the bookrunners handling what is one of the biggest IPOs in Europe this year said the books were oversubscribed on the full deal, including the greenshoe and upsize options.


So weit zum Technologie-Standort DE. :mad:
Die Bewertung ist aber ganz schon teuer.

Die Wachstumsphantasie hört sich natürlich toll an. Da gibt es wenige Titel auf dem deutschen Kurszettel.
Permira will Kasse machen, sonst nix.
Die Bewertung ist nach dem Börsengang astronomisch hoch.
Ausserdem hat Permina schon angekündigt, sich nach 5 Jahren komplett verabschieden zu wollen.

Für mich persönlich ist das nichts.

Ausserdem habe ich mit meinem Sohn (Fachinformatiker) gesprochen, der meinte, dass es genug hervorragende Alternativen (z.B. Anydesk) zu Teamviewer gibt.
Von daher ergibt sich auch kein Alleinstellungsmerkmal!!

Aber wie gesagt, alles nur meine persönliche Meinung!
Das Teamviewer IPO hatten wir bereits an dieser Stelle am 28.8. kommentiert. Nun liegen die Details auf dem Tisch: Die Preisspanne liegt zwischen 23,50 bis 27,50 € je Aktie und die Zeichnungsfrist läuft vom 12. bis 24. September. Die Preisspanne entspricht damit einer Marktkapitalisierung von 4,7 bis 5,5 Mrd. € und das Gesamt-Emissionsvolumen liegt zwischen 1,41 Mrd. und 2,31 Mrd. €. Was uns nicht gefällt: Der Finanzinvestor Permira will damit fünf Jahre nach seinem Einstieg Kasse machen. Was uns gefällt: Das Geschäftsmodell und das Wachstum. Teamviewer vertreibt Software für die Vernetzung und Fernwartung von Computern und profitiert davon dieses Angebot im Form eines Abo-Modells anzubieten. Derzeit hat Teamviewer, dessen Software für Privatkunden in der Basisversion umsonst ist, 360.000 Abonnenten und wird auf ca. 340 Mio. Geräten eingesetzt. Ob Teamviewer damit zu einer neuen „Wirecard“ wird lassen wir offen, raten aber zur Zeichnung einer Anfangsposition vor dem Hintergrund der laufenden Börsenrally.

https://www.berneckerresearch.de/boerse-to-go-13092019


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