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In NRW soll der Kirchenaustritt nunmehr € 30,00 kosten...... - 500 Beiträge pro Seite



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ich verstehe ohnehin nicht, warum die kirche in deutschland die kirchensteuer durch den staat einziehen lässt.
hierin sind wir, wie in vielen dingen, der einzige staat auf der welt, der dies praktiziert.

wenn man das gemeindeleben in den usa ansieht, was immer aus spendern der mitglieder besteht, ist das ein armutszeugnis für christen.
ich habe viele gemeinden in den usa kennengelernt.
tolle gebäude, gemeindeleben rund um die uhr, tolles gemeindeleben in bezug auf hochzeiten, taufen, beerdigungen usw.
und das sind keine sekten, mormonen lasse ich hier außen vor.

warum wird durch die kirchen in deutschland noch kirchensteuer verlangt, die auch noch durch den staat eingetrieben werden ?

und nun noch für den austritt € 30 euro.

nrw sagt, daß die bearbeitung eines austritts 15 minuten benötige.
aber, seit wann kostet mich der austritt aus einem verein geld?

gruss

graf_von_kohle
[posting]20.895.197 von graf_von_kohle am 21.03.06 19:38:11[/posting]So richtig geht einem der Hut dann hoch, wenn man bedenkt, dass das einmalige deutsche Modell auf dem Konkordat von 1933 beruht! :mad:

Adolf erkaufte sich das Wohlverhalten der deutschen Bischoefe damit!
PresAbeL, Dir kann das doch völlig egal sein, oder? ;)

Wem es nicht paßt - niemand ist dazu gezwungen, in einer Kirche zu sein und abzuwarten, bis der Austritt was kostet.
[posting]20.895.197 von graf_von_kohle am 21.03.06 19:38:11[/posting]30 Euro? na und?

lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

das in Deutschland jeder Beamten-Handgriff in Gold aufgewogen wird, ist bekannt.

Dieser deutsche Beamten MOLOCH muss ja irgendwie finanziert werden.

Während die sozialversicherungspflichtigen Jobs Jahr für Jahr rückgängig sind, ist der deutsche Beamte
ein sich stetig vermehrendes Wesen :laugh:


2015: 5 Mio Arbeitnehmern stehen dann 10 Mio Staatsdiener gegenüber :mad:
[posting]20.895.586 von for4zim am 21.03.06 19:54:11[/posting]Wem es nicht paßt - niemand ist dazu gezwungen, in einer Kirche zu sein und abzuwarten, bis der Austritt was kostet.

Das ist mal wieder so ein typisches Beamten-Argument - an selbstgefälliger Bräsigkeit schlichtweg nicht zu toppen.
Zumal ja keiner von denen, die gerne aus dem Verein austreten möchten, FREIWILLIG eingetreten ist.

Aber Joe R. und seine Kumpels müssen keine Angst haben, den Einzug der Mitgliedsbeiträge für die Kirchen und die diversen Steuerbefreiungen und jährlichen Milliardengeschenke können "wir" uns immer noch leisten, die Kirche muß nie "den Gürtel enger schnallen" oder "lernen, zu verzichten".
[posting]20.895.586 von for4zim am 21.03.06 19:54:11[/posting]PresAbeL, Dir kann das doch völlig egal sein, oder? Wem es nicht paßt - niemand ist dazu gezwungen, in einer Kirche zu sein und abzuwarten, bis der Austritt was kostet.

typische Vorzimmer-Logik.

so ein Schwachsinn

weshalb sollen Leute, welche nie selbst in die Kirche eingetreten sind, diesen Amtskirchen-*******
bzw. den Behörden auch noch etwas bezahlen, wenn sie austreten wollen.

das ist in sich schon pervers.

wie so vieles am ganzen System.
Man sollte doch mal klar ins Auge fassen, dass dies eine Verwaltungsgebühr ist, die nicht im Interesse der Kirche erhoben wurde sondern der Beamten.
In einigen Ländern war der Kirchenaustritt schon länger gebührenpflichtig.

Ballspiel:
http://papenteich.de/buergerservice/download/kirchenaustritt…
Warum soll die Allgemeinheit dafür zahlen, wenn jemand die Arbeitszeit des Beamten für seine Privatangelegenheit in Anspruch nimmt?
Die Gebühr wird natürlich auch nicht im Interesse des Beamten erhoben, der kann sie sich ja schließlich nicht in die eigene Tasche stecken. Verwaltung kostet. Wenn es nicht über die Gebühren eingezogen wird, dann halt über Steuern. Gut, ich habe leicht reden, weil ich schon mit 17 aus der Kirche ausgetreten bin. Aber ich verstehe einfach nicht, was das Meckern soll. Aus der Kirche austreten, und gut ist. Oder drin bleiben, dann braucht man auch nicht zu meckern. Und daß das alles kostet, ist wohl klar. Für Heiratsurkunde oder Geburtsurkunde muß ich doch auch eine Gebühr zahlen. Warum meckert da keiner?
Kirchenaustritte in NRW waren bisher kostenlos.
Rüttgers und seine "Christentruppe" :D verlangen nun dafür Geld.
Prinzipiell doch ganz normal für eine christliche Partei, oder?

;)
Wer regierte in Hannover, als dort der Kirchenaustritt gebührenpflichtig wurde?
[posting]20.904.546 von for4zim am 22.03.06 11:21:33[/posting]Vielleicht der (konvertierte) Christdemokrat G. Schröder? :D

;)
#14, wenn das komisch sein soll, dann verstehe ich den Witz nicht. Für mich ist der Satz einfach nur blöd.
[posting]20.904.688 von for4zim am 22.03.06 11:31:13[/posting]Echt? Na und!

...
Wer austreten will und sich über die €30,-- aufregt kann sich diese ja von den eigenen Eltern wiederholen. Schließlich haben diese nach der Geburt die Religionszugehörigkeit beim Standesamt angegeben.

Es sollte allerdings eine generelle Änderung in Betracht gezogen werden, denn meiner Meinung nach ist die Bestimmung der Religionszugehörigkeit durch die Eltern nicht mit dem freien Religionswahlrecht in Deutschland vereinbar. Es sollte vielmehr so sein, dass jeder erst mit 18 die Eintragung einer Religionszugehörigkeit vornehmen lassen kann - natürlich gegen Gebühr. ;)
[posting]20.904.928 von Zaharoff am 22.03.06 11:44:44[/posting]Ich habe gerade herausgefunden, dass nach gültigem Gesetz Kinder heute schon ab einem Alter von 14 selbst entscheiden können, welchem Bekenntnis sie folgen möchten. Ich vermute, dazu gehörte auch der Kirchenaustritt. Eltern können in dieser Sache nicht für dieses Kind entscheiden (müssen aber vermutlich die Gebühr blechen, das wäre ein geiler Rechtsstreit, wenn das Kind austreten will, die Eltern sich aber weigern, die Gebühr dafür zu zahlen).

Ab 12 Jahren kann ein Wechsel übrigens nicht gegen den Willen des Kindes entschieden werden.
Daß der Staat für eine Servicleistung Geld verlangt ist völlig normal.

Aber:

Es ist eine Sauerei wenn ich für eine Änderung meiner Steuerdaten bezahlen muss.
Der nächste Schritt ist dann wahrscheinlich daß bei Abgabe des Lohnsteuerjahresausgleiches 100 Euro Bearbeitungsgebühr bezahlt werden müssen ??

30,00 Euro ist eine Unverschämtheit. Eine Bereicherungsgebühr
da zum einen die Bearbeitung keine 15 Minuten dauert, zum anderen weil es wieder beweist daß der Euro ein Teuro ist und von wegen "gefühlt". Das ist Inflation pur.

Für 30 Euro muß so manche Friseuse 6 Stunden arbeiten !!!

Politiker in Deutschland sind Abzocker ohne jeden Bezug zur Realität.
[posting]20.905.118 von mausschubser am 22.03.06 11:57:05[/posting]Das ist schon richtig. Nur müssten die Kinder aus etwas austreten in das sie nie eingetreten sind, sondern vielmehr eingetreten wurden. Insofern passt dein durchaus amüsanter Gedanke bezgl Austritt 14jährige/Gebühr zahlen Eltern gut da rein.

Dennoch, eine Umkehrung würde wesentlich besser zur Religionsfreiheit passen. Über das entscheidungsfähige Alter kann man diskutieren, unter 16 halte ich jedoch für viel zu jung.
farniente, seit wann willst Du denn aus der Kirche austreten? ;)

Ansonsten: je höher die Gebühr, desto niedriger die Steuern oder die Neuverschuldung. Es geht doch alles in den gleichen Topf. Die ganze Aufregung hätte doch nur einen Sinn, wenn die Gebühr nicht in den öffentlichen Haushalt ginge. Und der Zusatzvorteil ist, daß nicht Menschen, die noch nie in der Kirche waren oder die, die in der Kirche sind, mitbezahlen müssen für die, die aus der Kirche austreten wollen - z.B. zur Steuerersparnis.
[posting]20.905.637 von for4zim am 22.03.06 12:28:39[/posting]Nein, ich schreibe hin und wieder auch über Dinge die mich nicht direkt betreffen.

Prinzipiell sehe ich Dein Argument.
Aber Steuerdaten sind halt keine Hochzeitsdokumente, und 60 DM sind bei 15 Minuten Arbeit eine Stundengebühr von 240 DM.

Was für ein Staat ist das der sich so an seinen Bürgern bereichert.

Und nochmal: Wir haben Leute die für 5 Euro brutto /Std in die Arbeit gehen.
[posting]20.905.637 von for4zim am 22.03.06 12:28:39[/posting]Und warum müssen sie die Bischöfe mitbezahlen?
[posting]20.905.637 von for4zim am 22.03.06 12:28:39[/posting]Und wieso hält der Staat sich nicht an sein eigenes Grundgesetz (Trennung Staat/Kirche) und betätigt sich als Geldeintreiber für die RK/EV Kirchen? Und wenn er sich schon als Geldeintreiber vor den Karren spannen lässt, wieso dann nicht für alle Religionen/Kirchen? Wieso muss ich als jemand der keiner Kirche angehört den Verwaltungsaufwand für das Eintreiben der Kirchensteuer mitfinanzieren?
Der Staat seid ihr. Politiker werden von euch gewählt. Wenn ihr wollt, daß die Kirchen nicht mehr aus der Kirchensteuer finanziert werden, dann schreibt den Politikern. Gründet eine Partei. Oder unterstützt die FDP, bei denen gibt es, glaube ich, einen recht großen Kreis, der solche Forderungen unterstützt - wenn die die absolute Mehrheit hätten, und der entsprechende Flügel dabei die Wählerstimmen geerntet hätte, wer weiß, dann stürzte auch das Konkordat von 1933. Ich würde jedenfalls nicht gerade CDU wählen, wenn mir diese Fragen auf den Nägeln brennen würden...
[posting]20.905.597 von Zaharoff am 22.03.06 12:26:04[/posting]Ich halte von dem ganzen Modell mit der Kirchensteuer nicht viel, abgesehen von der Schizophrenie der Trennung von Staat und Kirche mit gleichzeitiger Steuereintreibung durch den Staat für die Kirchen... Mit Sicherheit bleibt etliches vom Beitrag in einem Verwaltungsmoloch auf staatlicher wie auch auf kirchlicher Seite hängen und bringt den Gemeinden gar nichts... Eine Modifikation würde sinnvoll sein, würde verschlanken und möglicherweise auch mehr Geld dort landen lassen, wo es nützt, und zwar nicht im Verwaltungsdschungel. Wie man dann gebührentechnisch junge Gemeindemitglieder behandelt, wäre sicherlich überdenkenswert, wobei es mir schon wichtig ist, dass mein Kind getauft und Mitglied der Gemeinde ist. Vielleicht wäre eine zeitlich laufende Verpflichtung der Eltern sinnvoll, die diese eingehen, wenn sie ihr Kind in eine Kirche ohne dessen schlichtweg unmögliche Zustimmung aufnehmen, also zum Beispiel für die Austrittsgebühr (die die Kirchen bei einer Modifikation sicherlich erheben würden) bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres verantwortlich zu sein oder so ähnlich; wobei ich dann auch schon wieder volle Gerichtssäle sehe... :D
Für Heiratsurkunde oder Geburtsurkunde muß ich doch auch eine Gebühr zahlen. Warum meckert da keiner?

weil es einen klitzekleinen Unterschied gibt.

Fürs Heiraten oder Kinderkriegen entscheidet man sich in aller Regel aus freien Stücken;)

In die Zwangseintreiber-Amtskirche wird man "hineingeboren".
ich möchte darauf hinweisen das es nicht um religionsaustritt oder um den papst oder bischof geht.

man soll gehindert werden eine subventionierung zu beenden.und zwar die subventionierung von entspann-arbeitsplätzen die hoch besoldet sind.
ich habe selbst öfter beruflich mit leuten aus dieser gruppe zu tun,unfassbar freundlich,unfassbar entspannt,stress kennen die nicht,tariflöhne nur manchmal seit kurzem.
30€ für 15 Minuten Verwaltungsarbeit (wenns denn stimmt) geht doch noch ... beim Finanzamt zahlt man für eine Unbedenklichkeitsbescheinigung 18€ und muß das Formular selbst ausfüllen ... da besteht der Verwaltungsakt eigentlich nur aus dem Kassieren und einem Stempel :D


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