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Kein Witz: Heiner Geißler wird neues Mitglied von Attac - 500 Beiträge pro Seite



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Das ist kein Witz und hier der Link dazu:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,483275,00.h…

Heiner Geißler war schon immer einer der ganz wenigen positiven Erscheinungen bei den Schwarzen! :kiss:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.345.054 von AttiMichael am 16.05.07 16:05:33Ist der nicht neulich mal wo abgestürzt ?
Wahrscheinlich doch auf den Kopf gefallen.
Attac ist eine interessante Organisation wie ich finde.
Bevor Ihr sie verurteilt, solltet Ihr sie besser kennen lernen!

http://www.atac.de
Heiner Geißler = Attac

Toll wenn Politiker noch Überzeugungen haben und für diese eintreten!
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.345.054 von AttiMichael am 16.05.07 16:05:33Eine Demenz (lat. dementia „weg vom Geist“) ist eine fast immer, aber nicht ausschließlich im Alter auftretende Erkrankung des Gehirns (Die Ausdrücke "Altersdemenz" und "senile Demenz" werden aktuell nicht mehr verwendet), bei der es zu einer fortschreitenden Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit kommt. Vor allem ist das Kurzzeitgedächtnis, ferner das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik, nur bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur betroffen. Maßgeblich ist der Verlust bereits erworbener Fähigkeiten im Unterschied zur angeborenen Minderbegabung (Oligophrenie). Heute sind verschiedene, aber nicht alle Ursachen von Demenzen geklärt, und einige Formen können in einem gewissen Umfang behandelt werden, d.h. die Symptome können im Anfangsstadium einer Demenz verzögert werden.

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen Göttinger Forscher sind Ursache für Demenzerkrankungen nicht der Tod von Nervenzellen, wie bisher angenommen, sondern Störungen an Nervenzell-Kommunikationsknotenpunkten. Der Göttinger Neuropathologe Walter Schulz-Schaeffer und sein Kollege, der Biochemiker Michael Kramer, haben herausgefunden, dass die Zellen zunächst nicht untergehen, sondern nur in ihrer Funktion gestört sind.[1]
Ach so, dachte schon der Geissler tritt der RAF bei. Na dann bin ich aber beruhigt;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.345.566 von AttiMichael am 16.05.07 16:26:53Dein Link wird dem satirischen Inhalt diese Threads voll gerecht.
:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.345.812 von debull am 16.05.07 16:36:30Oups, das t fehlt! Hier kommts:

http://www.attac.de ;)
H.G. war schon immer einer der intelligenteren schwarzen.
Seit er nicht mehr aktiv in der Politik ist, ist er immer weniger ideologisch verbohrt.

Bravo Heiner!

von der schwarzen Giftspritze zum Mitglied von Attac

war die Ausbildung bei den Jesuiten doch nicht ganz umsonst
Ich freu mich schon auf den Tag, an dem Atti von Herrn Geißler mit Hilfe eines Pflastersteines auf einer Demo begrüßt wird.......
Die werden auch nicht mehr reichen, um aus der Hölle in den Himmel zu kommen. Wer diesem politischen System angehörte und dieses zu dem heutigen Geschwulst verholfen hat, der wird sich schwer tun, dies wieder gutzumachen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.345.566 von AttiMichael am 16.05.07 16:26:53JAAA!! Eine richtig interessante Organisation diese Attac!!! :kiss:
Richtig interessant ist allerdings wer da noch so alles mit im Boot sitzt und mitmischt. :D

"Linksruck" (LR)

LR ist die aktivste trotzkistische Organisation in Deutschland und repräsentiert als deutsche Sektion den internationalen trotzkistischen Dachverband "International Socialist Tendency" (IST), Sitz London. LR versteht sich als Strömung revolutionärer Sozialisten. Erklärtes Endziel der Gruppe ist die Errichtung einer kommunistischen Gesellschaftsordnung durch eine Revolution. Dazu bedient sie sich insbesondere der klassischen trotzkistischen Entrismustatik, um ihren Einfluss innerhalb von Parteien und Massenorganisationen auszubauen:

"Es führt kein Weg daran vorbei eine organisierte Linksruck-Intervention in allen Bereichen der neuen Linken, in denen wir aktiv sind, zu organisieren. In jeder Struktur der neuen Linken, in der wir aktiv sind, braucht es Linksruck-Einheiten, die Sitzungen, Veranstaltungen etc. politisch vorbereiten und nach besprechen, sowie den Aufbau in dieser Struktur ... besprechen."
("LR-News" vom 5. Juli 2006, S. 2)

Den Schwerpunkt ihrer Agitation sieht die Gruppe derzeit vor allem in ihrer Mitarbeit in der nichtextremistischen WASG und der "Linkspartei.PDS". Bereits im Februar 2005 hatte die "Linksruck"-Bundesleitung ihre Mitglieder zum Eintritt in die WASG aufgerufen. Neben einem Einflußgewinn verspricht sich die Organisation davon auch neue Mitglieder. In aktuellen Veröffentlichungen bezeichnet sich LR zudem "als politisches Netzwerk von Marxisten in der neuen Linken, nicht als selbständige parteiähnliche Organisation neben ihr", offenbar in der Absicht, nur noch als Strömung - unter Aufgabe der eigenen Organisation - zu arbeiten. Mit unter 400 ist die Mitgliederzahl gegenüber den Vorjahren relativ konstant (2005: rund 300 Mitglieder). Der Organisation fällt es allerdings
zunehmend schwer, ihre Kräfte auf unterschiedliche Aktionsfelder
zu verteilen und genügend Personen zu mobilisieren. Themenfelder der Gruppe waren der bevorstehende G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm,
der Libanon-Konflikt, die Widerstandsbewegung in Bolivien und der Besuch des US-amerikanischen Präsidenten in Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) im Juli. Ihre Mitarbeit im globalisierungskritischen
Netzwerk Attac hat LR in den letzten Jahren zugunsten anderer
Themenbereiche zurückgefahren.


„Anti-Globalisierungsbewegung“

Im Mittelpunkt der Kampagnenarbeit linksextremistischer Globalisierungskritiker
standen die Mobilisierungsbemühungen gegen das vom
6. bis 8. Juni 2007 geplante Treffen der Staats-und Regierungschefs der acht wichtigsten Industrienationen (G8) im Ostseebad Heiligendamm
(Mecklenburg-Vorpommern). Dieses „Gipfeltreffen der Eliten“ gilt ihnen als Symbol der „Macht des globalen Kapitalismus“ sowie dessen „politischer und militärischer Gewalt“. Unter Parolen wie „G8 angreifen -Zusammen kämpfen gegen Kapitalismus, rassistische Ausgrenzung, patriarchale Gesellschaftsordnungen und Krieg“ kündigten
Linksextremisten an, „die Show der Herrschenden in Tage des Widerstands und der globalen Solidarität von unten zu verwandeln“.
Die Mobilisierung gegen das G8-Treffen war das alles beherrschende Thema im gesamten linksextremistischen Spektrum. Es überlagerte die traditionellen Aktionsfelder wie „Anti-Kernkraft“, „Antimilitarismus“ und „Antirassismus“.
Nachdem erste -zunächst noch unstrukturierte -Mobilisierungsbemühungen gegen das G8-Treffen in Heiligendamm bereits 2004/2005 zu verzeichnen waren, formierten sich im Laufe des Jahres mehrere, in Teilbereichen kooperierende Mobilisierungsströmungen:
In der „Interventionistische(n) Linke(n)“(IL) 166 organisierte Linksextremisten waren maßgeblich in Bemühungen eingebunden, ein möglichst breites „Gesamtbündnis“ gegen das G8-Treffen in Heiligendamm
zu bilden. Nach den Vorstellungen der IL soll dieses die Mobilisierungspotenziale
„linker, linksradikaler, trotzkistischer, kirchlicher, parteinaher, gewerkschaftlicher Gruppen“ sowie der „Linkspartei.PDS“ und der deutschen Sektion des internationalen globalisierungskritischen
Netzwerkes Attac bündeln.
Im Hinblick auf die Gründung des beabsichtigten „Gesamtbündnisses“, aber auch zur Diskussion der „Gesamtchoreographie“ der beabsichtigten Proteste gegen das G8Treffen
in Heiligendamm, fanden -unter Beteiligung auch nichtextremistischer
Globalisierungskritiker -am 25./26. März und vom 10. bis
12. November jeweils in Rostock zwei „Aktionskonferenzen“ statt. Dort verständigte man sich darauf, eine Großdemonstration durchzuführen,
einen Alternativ-bzw. Gegengipfel auszurichten sowie weitere Proteste zu organisieren, darunter ein umfassendes Blockadekonzept.
Die politische Perspektive der das „Gesamtbündnis“ anstoßenden
IL reicht indes über die temporäre Mobilisierung gegen das G8Treffen
in Heiligendamm hinaus. Deren erhoffte Dynamik soll vielmehr
-erklärtermaßen -für weitergehende linksextremistische Vorstellungen
mit dem Ziel der „Abschaffung kapitalistischer, patriarchaler
und imperial(istisch)er Herrschaft“
genutzt werden. Die Mobilisierung
gegen das G8-Treffen diene insoweit als „praktisches Experimentierfeld“
der IL-Zusammenarbeit.

Quelle: Verfassungsschutzbericht 2006 :cool:

Ich hoffe inständig dass dieses Sammelsurium aus Marxisten, Linksextremisten, Trotzkisten, Kommunisten und Antisemiten ihre verheerendste Niederlage in ihrem Leben beim G8-Gipfeltreffen in Heiligendamm am eigenen Leibe zu spüren bekommen werden - darum bitte ich inständig die gesamte Staatsmacht mit aller Härte gegen jegliche Auswüchse von Krawall und terroristischen Aktivitäten vorzugehen und alle möglichen und nur denkbaren Register der Strafverfolgung und Vorbeugehaft zu ziehen. :kiss:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.345.566 von AttiMichael am 16.05.07 16:26:53#3

Ich habe den Link aus #3 genauer unter die Lupe genommen und muß sagen, die haben schon ´ne gute Bandbreite an Infos.

Aber warum Heiner G. nun bei dem Verein Mitglied werden mußte? :confused:

O.K. die bieten:
Wellness | Sport | Shopping | Reisen | Musik | Jobs | Internet | Gesundheit | Games |

Ganz toll.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.346.258 von ThorVestor am 16.05.07 16:53:58"Wie lange lebt der Kasper noch. 2, 3 Jahre?"

Na das ist doch schon mehr, als den meisten Heuschrecken noch bleibt.
Attac organisiert zusammen mit anderen Gruppen eine Reihe von Protestaktionen gegen den G-8-Gipfel im Ostseebad Heiligendamm.

Und u.a. wegen dieser Idioten kostest der Gipfel ca. 13 Mio€. :mad:
Der hat zuviel mitbekommen vom politischen Tagesgeschehen...na möglich wär´s ja schon...daß ich...muß mal nachdenken darüber...

vielleicht geh ich dann auch dazu.:rolleyes:
Geißler tritt Attac bei?

da wächst zusammen, was eh schon lange zusammen gehört
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.346.971 von CaptainFutures am 16.05.07 17:24:35nett um was du nicht alles am schluss bittest:laugh:du scheinst mir ein richtiger demokrat mit natzionalem anliegen zu sein.:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.347.550 von smirnow am 16.05.07 17:56:56:confused:
Ein einsamer und alt gewordener Geißler bettelt mit diesem satirischen beitritt um eine letzte beachtung und aufmerksamkeit.

Man sollte sie diesem einzigartigem politclown gutmütig augenzwinkernd hewähren.

Gut dabei zu erleben, wie dieser ehemalige politische bezahlte gossenschreihals der union als diener vieler herren nun auf seine alten tage der staunenden welt zu erkennen geben möchte, das heiner geißler sich eigentlich im leben immer nur tragisch geirrt und verirrt hat.

Bleibt zu hoffen, das in den nächsten zu sehenden fernseh- talkrunden ein alter sabbernder mann von seinen gegnern endgültig und würdelos öffentlich zur strecke gebracht wird. Er hat es nicht anders verdient.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.347.887 von Nannsen am 16.05.07 18:18:59Bleibt zu hoffen, das in den nächsten zu sehenden fernseh- talkrunden ein alter sabbernder mann von seinen gegnern endgültig und würdelos öffentlich zur strecke gebracht wird. Er hat es nicht anders verdient.


Seine "Gegner" haben weder das Charisma, noch die rhetorische Geschliffenheit, ihm gegenüberzutreten, denn seine aktiven Politiker aus der eigenen Reihe sind zu dumm dafür. Dazu brauchts schon ein ganz anderes Kaliber seiner Größe und das sehe ich nicht.

Geißler und Helmut Schmidt sind nun mal unangefochtene Rhetoriker.
Bleib gelassen Nannsen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.347.887 von Nannsen am 16.05.07 18:18:59Manchmal sagt in Sozi auch was Brauchbares:laugh:

"Willy Brandt warf Geißler 1986 vor, der "schlimmste Hetzer seit Goebbels zu sein""

www.wikipedia.de
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.348.065 von derbewunderer am 16.05.07 18:30:34
Er hatte recht. H.geißler war ein marktschreier für seinen jeweiligen herrn.
Schon komisch als ich jünger war, und duchaus eher einer linken Idiologie zugeneigt (in Maßen), konnte ich Geißler nicht ausstehen, heute wo ich schlauer bin, kann ich ihn immer noch nicht austehen. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.348.220 von detektivrockford am 16.05.07 18:40:34Wann tritt Blüm wohl bei?
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.348.045 von Dorfrichter am 16.05.07 18:29:31:confused:Seine "Gegner" haben weder das Charisma, noch die rhetorische Geschliffenheit

Brauchen sie auch nicht, es reicht das ökonomische grundwissen und verständnis dafür, das die weitergehende globalisierung der einzige weg ist, einigermaßen die armen an unserem wohlstand teilnehmen zu lassen.Der bisherige erfolg spricht für sich selber.

Globalisierung ist nichts als ein folgerichtiger historischer weitergehender prozess seitdem völker der antike handel miteinander treiben. Daran werden auch attac romantiker nichts mehr ändern. Ganz im gegenteil, sie werden der welt erst durch ihre gewaltaktionen die globalisierung schmackhaft machen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.348.264 von Nannsen am 16.05.07 18:43:12Globalisierung ist nichts als ein folgerichtiger historischer weitergehender prozess seitdem völker der antike handel miteinander treiben.

Die "Globalisierung" wird beherrscht von den Geldoligarchen- das weißt Du und ich auch. Die Politik hat nur umzusetzen, was diesen Herren genehm ist. Oder denkst Du etwa, daß Europa bei diesem Spiel irgendwas zu sagen hätte?

Es geht um die LEITWÄHRUNG und um die Vormachtstellung der USA und sonst nichts! Wir werden erpresst!
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.348.264 von Nannsen am 16.05.07 18:43:12Wäre es tatsächlich so, hätten die Amerikaner längst die Subventionen für ihre Landwirtschaft eingestellt. Der größte Wirtschaftsfaktor überhaupt. Jedes Jahr eine neue Ernte, das ist das Instrumentarium, andere Nationen aber vor allem die Entwicklungsländer kurz geschnitten zu halten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.348.375 von Dorfrichter am 16.05.07 18:51:46
Sicher gibt es bei diesem wie bei jedem anderen schnellen veränderungsprozess gewinner und verlierer und erst einmal auch unverständliche vereinzelt ungerechtigkeiten. Nichts und niemand ist perfekt. Trotzdem stimmt die große linie des wirtschaftlichen zusammenwachsens. Es gibt aus meiner bescheidenen sicht keine alternative möglichkeiten, diesen sich lediglich beschleunigenden tausende jahre alten historischen prozess zu unterbrechen. Ganz im gegenteil, er wird sich beschleunigen müssen durch die jetzt einsetzende eigendynamik. und das ist gut so...
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.348.375 von Dorfrichter am 16.05.07 18:51:46Wer gegen Globalisierung ist, zementiert den von dir beschriebenen Zustand amerikanischer Dominanz höchstens. Jeden Tag holen die Gelben und Braunen auf und die USA werden schwächer. Du solltest der Attac Hasser schlechthin sein.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.348.568 von derbewunderer am 16.05.07 19:04:59"Jeden Tag holen die Gelben und Braunen auf und die USA werden schwächer."

Endlich mal eine gute Nachricht. Viel Erfolg wünsch ich den "Gelben und Braunen".
Der Tagesspiegel bringt es neuerdings immer ganz witzig auf den Punkt


Das isst Kreuzberg

Die Antiburger
Von Lorenz Maroldt

Schwer zu sagen, was seltsamer ist: der Aufstand einiger Kreuzberger gegen die erste McDonald’s-Filiale in ihrem Dönerdorf – oder die massive Aufregung vieler anderer über die Antiburger. In den Internet-Foren wird dieses Thema jedenfalls heiß diskutiert, heißer sogar als die Weltpolitik. Vielleicht, weil es auch Weltpolitik ist?

McDonald’s ist ja nicht einfach nur ein Schnellrestaurant, sondern ein Symbol. McDonald’s steht für das dicke Amerika und eine entmenschlichte Globalisierung, für abgeholzte Regenwälder und die Klimakatastrophe, ist also ein prima Ziel für Gipfelgegner, denen die Fahrt nach Heiligendamm zu mühsam erscheint. Ernährungsphilosophisch begründete Protestnoten, wie sie der Alternativenhäuptling Christian Ströbele in Umlauf bringt, sind kaum mehr als eine wohlfeil servierte, verkochte Sättigungsbeilage. Jede Imbissbude, jeder Kiosk kann es locker mit McDonald’s aufnehmen, wenn es um ungesundes Essen geht. Zudem ist Ströbeles Kreuzberg von McDonald’s-Filialen umzingelt wie Majestix’ kleines Gallierdorf von römischen Lagern, alle erreichbar mit dem Kurzstreckenticket. Südost 36 ist auch ansonsten nicht gerade bekannt für sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln, eher für Gammelfleischgefahr, Pausenbrotmangel und die Gemüseschlacht auf der Oberbaumbrücke. Der Schutz armer Schüler, die den Verlockungen des bösen Onkels aus Amerika offenbar herdengleich willenlos ausgesetzt sind, spielt also nur vordergründig eine bedeutende Rolle, auch weil sich diese Art von Moralinsäure gerade so gut durch das regierungsverordnete schlechte Gewissen der Gutessenwollenden frisst. Dahinter aber steht die unverhoffte Chance, Klopfzeichen aus einer abgekapselten Welt zu senden. Es geht gar nicht so sehr um McDonald’s, der Laden ist nur Mittel zum Zweck: eine reizende Einladungskarte zum Vertriebenentreffen. Keine Weltpolitik. Kleineweltpolitik.

Proteste und Kampagnen gegen McDonald’s in Deutschland gibt es, seit es McDonald’s in Deutschland gibt. Dass sie erfolglos waren, wird niemand ernsthaft behaupten. Das Unternehmen sah sich gezwungen, zum vernünftigen Umgang mit den eigenen Produkten aufzurufen, klärt heute über Nährwerte auf, bietet längst mehr an als nur Hackfleisch mit Weichbrot. McDonald’s hat so auch den Film „Super Size Me“ ziemlich gut überstanden, weil außer Morgan Spurlock kein Mensch auf die Idee kommt, sich dreißig Tage lang mit Big Macs vollzustopfen. Und anpassungsfähig ist McDonald’s. Im Londoner Vorort Southall bietet eine Filiale den muslimischen Nachbarn Fleisch von islamisch korrekt, also unbetäubt gemeuchelten Viechern an. Selbst mit vegetarischen Macs haben sie es schon mal versucht. Die Erderwärmung aber macht dem Unternehmen wie auch anderen seiner Art zunehmend zu schaffen. Dass es schlecht ist fürs Klima, wenn im Amazonas immer mehr Wald für Soja-Anbau und Rinderzucht fällt, weiß heute nicht nur der gelehrte Greenpeacefreund. Wer das nicht länger fördern will, muss nicht bei McDonald’s essen, oder zumindest nicht dorthin mit dem Geländewagen fahren. Wenn die Kreuzberger die Welt retten wollen, dann gehen sie eben nicht zu McDonald’s, und dann geht McDonald’s auch wieder weg.

Von den Berliner Antiburgern ist zu hören, es sei Kreuzberger Grundkonsens, dass McDonald’s hier störe und nicht hingehöre; ein derartiges Restaurant passe einfach nicht zur hiesigen Lebensart. Das steht im Widerspruch zum gepflegten Mythos von Kreuzberg als weltoffenem, multikulturellen Biotop, und es bringt den legitimen Bürgerprotest gegen die Ansiedlung eines Drive-in-Schnellrestaurants gleich ums Eck in Verruf. Die vordemokratische Anmaßung, eigene Überzeugungen und Gefühle zum Maßstab für alles und jeden zu machen, ein „wir“ zu definieren, wo sich allenfalls das Ego erbricht, offenbart Blockwartmentalität und generiert neuen, ganz anderen Widerstand: gewalttätigen dafür und gewaltigen dagegen. So erklärt sich die Erregung, die diesem banalen Vorgang vorausgeht. In Kreuzberg eröffnet eine McDonald’s-Filiale. Seltsam, dass es bisher keine hier gab.


:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.348.524 von Nannsen am 16.05.07 19:01:35Volle Zustimmung, Nannsen! Auch hinsichtlich deiner Äußerungen über den Geißler.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.348.220 von detektivrockford am 16.05.07 18:40:34Das ist nicht komisch, sondern folgerichtig.;)
Während Geißler wie die meisten Menschen mit steigendem Alter dazugelernt hat und vernünftiger geworden ist, verlief bei Dir die Entwicklung genau umgekehrt. :eek:
Und hier das Interview von Spiegel Online mit Heiner Geißler:

ATTAC-NEUMITGLIED HEINER GEISSLER
"Die Globalisierung läuft aus dem Ruder"

Für die CDU suchte er als Generalsekretär nach provokativen Formeln, jetzt ist Heiner Geißler dem globalisierungskritischen Bündnis Attac beigetreten. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht der 77-Jährige über seine Motive und Schattenseiten der Globalisierung.

SPIEGEL ONLINE: Herr Geißler, Sie treten Attac bei. Sehen wir Sie bald bei Aktionen der Globalisierungskritiker?

Geißler: Das habe ich nicht vor. Es ist eine ideelle Unterstützung. Dass Attac für ein Recht auf gewaltfreie Demonstrationen eintritt, verdient Unterstützung - gerade gegenüber gewalttätigen Gruppierungen. Außerdem sind die Ziele in Ordnung. Attac will die Globalisierung ja nicht rückgängig machen, was eine Dummheit wäre, sondern sie human gestalten.

SPIEGEL ONLINE: Konnte Attac Sie für einen Auftritt bei den Protesten zum G-8-Gipfel in Heiligendamm gewinnen?

Geißler: Nein, ich habe einen vollen Terminkalender. Aber ich trete sehr dafür ein, vor der Weltöffentlichkeit klarzumachen, dass man in Deutschland demonstrieren kann. Das ist ein Grundrecht. Es darf nicht beeinträchtigt werden.

SPIEGEL ONLINE: Welches Signal wollen Sie mit der Mitgliedschaft bei Attac setzen?

Geißler: Man muss manchmal Flagge zeigen. Die Globalisierung läuft aus dem Ruder - da reicht ein Blick nach Afrika. Der G-8-Gipfel in Heiligendamm steht vor entscheidenden Fragen...

SPIEGEL ONLINE: ...welchen?

Geißler: Zum Beispiel vor der Frage, ob die Europäer und Amerikaner weitermachen mit den gigantischen Agrarsubventionen in ihren eigenen Ländern. Mit diesen hoch bezuschussten Nahrungsmitteln zerstören sie die Existenzgrundlange von Millionen Menschen in Afrika. Oder ob Angela Merkel sich in der Klimafrage durchsetzt gegen die Amerikaner.

SPIEGEL ONLINE: Wie kamen Sie auf die Idee, Attac beizutreten?


Geißler: Schon anlässlich des brutalen Vorgehens der italienischen Polizei beim G-8-Gipfel in Genua habe ich erwogen, beizutreten. Jetzt hat mich der Attac-Sprecher in einer Fernsehrunde gefragt, ob ich nicht Mitglied werden will. Da habe ich ja gesagt. Attac hat sich die friedliche Entwicklung der Menschheit zum Ziel gesetzt. Das halte ich für außerordentlich wichtig.

SPIEGEL ONLINE: Sind Ihre Parteifreunde mit der Attac-Mitgliedschaft einverstanden?

Geißler: Ich habe sie vorher nicht gefragt. Ich habe als CDU-Generalsekretär beim Bundesparteitag 1980 dafür gesorgt, dass Amnesty International einen Stand auf dem Parteitag eröffnen konnte. Damals hat es auch Betonköpfe gegeben, die gemeint haben, dies sei nicht vereinbar mit der Mitgliedschaft in der Union. Aber das ist ja Unsinn.

Das Interview führte Björn Hengst
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.352.817 von AttiMichael am 17.05.07 06:53:251. Grundsatz bei Attac (Zitat von der Homepage):

Wer bei ATTAC mitmacht, kann christliche oder andere religiöse Motive haben, AtheistIn, HumanistIn, MarxistIn sein oder anderen Philosophien anhängen. ATTAC hat keine verbindliche theoretische, weltanschauliche, religiöse oder ideologische Basis. und braucht eine solche nicht. Vielfalt ist eine Stärke.

Dies heißt allerdings nicht völlige Beliebigkeit. Für Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Chauvinismus und verwandte Ideologien gibt es keinen Platz.

Der Grundkonsens von ATTAC lautet:

* ATTAC lehnt die gegenwärtige Form der Globalisierung, die neoliberal dominiert und primär an den Gewinninteressen der Vermögenden und Konzerne orientiert ist, ab: Die Welt ist keine Ware.
* ATTAC wirft die Frage nach wirtschaftliche Macht und gerechter Verteilung auf.
* ATTAC setzt sich für die Globalisierung von sozialer Gerechtigkeit, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechten, für Demokratie und umweltgerechtes Handeln ein.
* ATTAC setzt sich in allen Bereichen für Geschlechtergerechtigkeit ein.

In diesem Korridor emanzipatorischen Politikverständnisses haben unterschiedliche Vorstellungen über Wege und Instrumente wie dieser Konsens in praktische Politik umgesetzt werden kann, Platz. Das reicht von jenen, die sich für einzelne Aspekte der ATTAC-Programmatik (z.B. Entschuldung der Entwicklungsländer oder Einführung der Tobin-Tax) engagieren wollen, über jene, die für eine demokratische Regulierung und Zivilisierung der Globalisierung und einen radikalen Reformismus eintreten, bis hin zu jenen, die der Auffassung sind, dass das bestehende Wirtschaftssystem als solches in Frage zu stellen ist. Der Respekt dieses Pluralismus ist unabdingbare Geschäftsgrundlage von ATTAC. Die Erarbeitung konkreter Politik und praktischer Maßnahmen werden aus der Vielfalt heraus und in solidarischer Auseinandersetzung unterschiedlicher Meinungen entwickelt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.352.550 von ConnorMcLoud am 17.05.07 00:48:31#36

Respekt, das war für Deine Verhältnisse überduchschnittlich gut. :cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.352.821 von AttiMichael am 17.05.07 06:57:05
Wer bei ATTAC mitmacht, kann christliche oder andere religiöse Motive haben, AtheistIn, HumanistIn, MarxistIn sein oder anderen Philosophien anhängen. ATTAC hat keine verbindliche theoretische, weltanschauliche, religiöse oder ideologische Basis. und braucht eine solche nicht. Vielfalt ist eine Stärke.

Dies heißt allerdings nicht völlige Beliebigkeit. Für Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Chauvinismus und verwandte Ideologien gibt es keinen Platz.


Dann sind die von ATTAC also die Guten.
Das beruhigt mich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.348.568 von derbewunderer am 16.05.07 19:04:59Ich habe es mir längst abgewöhnt, in \"Schuhschachteln\" zu denken, da ich auch keine Gartenzwerge ums Haus platziert habe, gehöre ich zur seltenen Spezies der Freidenker und Handler.

Nein, dieses verstaubte Raster stellt einen Bremsklotz dar, dessen spezifische Denkmuster gestrickt wurde für die Masse stellt sich als Nestchen für Kleingeist und Borniertheit.

Viele Menschen begreifen langsam, daß Parteien eben das nicht sind, was sie vorgeben zu sein. ATTAC bietet da nur eine Alternative in Überparteilichkeit völlig neue Denkmuster zum Einsatz zu bringen.

Menschlichkeit, Toleranz oder Fürsorglichkeit sind keine Pachten von Parteien, sondern Insignien humaner Lebensart.
Geißler: Zum Beispiel vor der Frage, ob die Europäer und Amerikaner weitermachen mit den gigantischen Agrarsubventionen in ihren eigenen Ländern. Mit diesen hoch bezuschussten Nahrungsmitteln zerstören sie die Existenzgrundlange von Millionen Menschen in Afrika.

Daß er u. a. deshalb ATTAC beitritt, muß wohl Altersdemenz sein. ATTAC ist ja nun nicht gerade dafür bekannt, den freien Welthandel zu fördern. Der Mann ist m. W. 77 Jahre alt und hat auf mich schon früher öfter den Eindruck gemacht, als ob bei ihm eine Schraube locker ist. So gesehen paßt er allerdings ganz gut zu den anderen Promis bei ATTAC.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.353.469 von Kartenhai am 17.05.07 09:34:53Dein vielsagender Kommentar läßt tiefe Einblicke zu.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.353.496 von Dorfrichter am 17.05.07 09:38:14Deiner auch. :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.353.519 von Kartenhai am 17.05.07 09:40:10Beschäftige Dich doch bitte mal ein paar Jahre mit Bezahlsystemen, deren Ausgabestellen, Subventionen und Rohstoffen. Melde Dich dann wieder und wir diskutieren weiter.
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Veröffentlicht von Prof. Dr. Eberhard Hamer am 02.12.2004 um 9:41 Uhr
Der Welt-Geldbetrug

Der grösste und weitreichendste Wirtschaftsskandal unserer Tage findet zurzeit durch die Manipulationen an den Geld- und Währungssystemen statt. Der Geldbetrug hat erstmalig eine globale Dimension, weil er sich weltumspannend abspielt, von keiner nationalen Regierung deshalb mehr kontrolliert, gestoppt oder verhindert werden kann, und weil er sogar nach den veralteten nationalen Gesetzen formell legal stattfindet. Sicher ist aber, dass der Geldbetrug wie jeder andere Betrug auch nicht langfristig zur Bereicherung der Täter durch Entreicherung der Opfer führen kann, weil kein freies Geldsystem auf Dauer missbraucht werden kann.

Nach der Finanztheorie ist Geld ein legalisiertes Tauschmittel, welches auch zur Wertaufbewahrung dienen soll. Die Ausgabe von Geld war deshalb früher staatliches Privileg (Münzhoheit). Die als Geld umlaufenden Gold-, Silber- und Kupfermünzen hatten staatliche Prägung. Der Staat garantierte also die Reinheit des Metalls und das Gewicht der Münzen, so dass man nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland jederzeit wusste, wieviel jedes Geldstück wert war. So waren die Metallmünzen zugleich Tauschmittel und Dauerwert.

Der Staat musste aber, um Geld ausgeben zu können, Gold und Silber haben. Deshalb war es wichtig, dass zum Beispiel Silberbergwerke in staatlicher Hand waren (Rammelsberg bei Goslar) und auf diese Weise der Staat das Silber für zusätzliche Prägemünzen einsetzen konnte. Umgekehrt wussten die Bürger, dass der Staat nur soviel Geld ausgeben konnte, wie er über Edelmetall verfügte. Der Edelmetallvorrat war also die Basis für das in Edelmetall umlaufende Naturalgeld (Goldumlaufwährung).


Vom Realgeld zum Nominalgeld

Immer wieder haben Fürsten allerdings versucht, sich mehr Geld zu verschaffen, als sie Edelmetall hatten, indem sie den Anteil des Edelmetalls bei den Münzlegierungen verminderten («kippen und wippen»). Das Ergebnis war jeweils, dass die Kaufleute und Bürger das schlechte Geld weitergaben, das gute aber behielten, bis alle Bescheid wussten und das schlechte Geld wieder eingeschmolzen werden musste. Goldumlaufwährungen gab es noch bis zum Ersten Weltkrieg.

Jede Goldumlaufwährung hat allerdings den Nachteil, dass Gold nicht so stark vermehrbar ist, wie die Wirtschaft wächst, dass also eine gewisse deflatorische Geldknappheit stärkeres Wirtschaftswachstum behindern könnte. Deshalb gingen viele Staaten zu einer indirekten Goldwährung über: Sie hatten einen bestimmten Goldschatz und gaben auf dieser Basis staatliche Zentralbanknoten aus, die im täglichen Gebrauch leichter zu transportieren, zu zählen und auch in höheren Summen aufzubewahren waren. Ihr Wert beruhte darauf, dass man die Geldscheine jederzeit bei der Zentralbank vorlegen und in entsprechendes Gold oder Silber umtauschen konnte (Goldkernwährung). Auf diese Weise konnte der Staat sogar mehr Nominalgeld ausgeben, als er an Edelmetall verfügbar hatte, denn üblicherweise bestanden nur wenige Geldscheininhaber auf dem Umtausch ihrer Scheine in Gold. Normalerweise reichte also ein Volumen von weniger als 10% Gold für ein Währungsvolumen einer um 90% höheren Geldscheinmenge.

Das System funktionierte weltweit, weil auch Länder, die selbst keinen Goldschatz hatten, den Inhabern ihrer nationalen Geldscheine einen festen Umtauschkurs zu anderen Währungen garantierten, die ihrerseits wieder einen Goldkern hatten. Solange diese Umtauschgarantie bestand, konnten die Bürger darauf vertrauen, dass sie - wenn auch über doppelten Umtausch - die Geldschein-Nominalwerte in Münzrealwerte umtauschen konnten (Golddevisenwährung), hatten also eine zumindest indirekte Geldwertgarantie.


Vom staatlichen zum privaten Geld

Der entscheidende Schritt weg vom Staatsgeld war 1913 die Gründung des Federal Reserve System in den USA. Obwohl nach der amerikanischen Verfassung eigentlich nur Gold und Silber gesetzliches Geld sein dürfen, hat sich ein von privaten Banken gegründetes Kartell unter Führung der beiden Grossfinanzgruppen Rothschild und Rockefeller eine private Zentralbank geschaffen mit dem Recht, eigenes Geld auszugeben, welches gesetzliches Zahlungsmittel wurde und für welches anfangs noch die amerikanische Zentralregierung garantierte. In dieser privaten Bank wurden nach dem Ersten Weltkrieg die Goldreserven der Welt zusammengekauft, mit der Folge, dass viele andere Währungen ihren Goldstandard nicht mehr halten konnten und in der Deflation zusammenbrachen (erste Weltwirtschaftskrise).

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde deshalb 1944 in Bretton Woods wieder die Einführung eines neuen Golddollarstandards beschlossen. Während des Weltkrieges verlangten die USA für die Bezahlung von Rüstungsgütern Gold von den kriegführenden Nationen. Auch das Gold Deutschlands musste als Kriegsbeute abgegeben werden. So sammelten sich über 30000 Tonnen Gold der Welt allein in den USA - mehr als alle anderen zusammen hatten. Dieses Gold diente als Deckung für die Dollars. Da aber ein grösserer Teil der Dollars in den Zentralbanken der Welt als Reservewährung gehalten wurde, konnten die USA mehr Dollars ausgeben als sie an Goldbasis hatten. Die Länder der Welt brauchten nämlich Dollars, um die Rohstoffe dafür zu kaufen, die nur auf Dollarbasis gehandelt wurden. Neben dem Gold wurde deshalb der Dollar immer stärker in den anderen Zentralbanken zur Hauptwährungsreserve. Die Dollarherrschaft über die Welt hatte begonnen.

1971 kündigte US-Präsident Nixon die Einlösungspflicht des Dollars in Gold (Golddollarstandard) und zugleich die Haftung des Staates für den Dollar auf. Seitdem sind die Dollarnoten weder real durch Gold noch durch Staatshaftung gedeckt, also eine freie private Währung der Federal-Reserve-Bank (FED). Der Dollar und alles andere Geld der Welt sind seitdem nicht mehr werthaltig, sondern nur noch gedrucktes, legalisiertes Zahlungspapier.

Eine durch nichts gedeckte Währung kann zwar durch Gesetz zum amtlichen Tauschmittel erzwungen werden, nicht jedoch zum Mittel der Wertaufbewahrung. Hierzu bedarf es des Vertrauens der Geldinhaber, dass sie ihr Geld langfristig wertgesichert sehen. Der langfristige Kurswert - das Vertrauen - einer freien Quantitätswährung hängt wiederum allein von der Knappheit des Geldes bzw. der Geldmenge ab. Das Problem: Während sich in den letzten 30 Jahren die Gütermenge der Welt nur vervierfachte, hat sich die Geldmenge vervierzigfacht.

Geldmengenvermehrung bedeutet nämlich immer Inflation. Und Inflation bedeutet Geldentwertung. Für dieses Problem wurden drei Lösungswege beschritten:

# Die deutsche Finanzwissenschaft hatte schon bei der Bundesbankgründung eine staatsunabhängige neutrale «vierte Gewalt» für die Bundesbank gefordert, damit diese den politischen Pressionen zum Geldmengenmissbrauch widerstehen könne, damit der Bürger sich also auf die Werthaltigkeit des Geldes verlassen könne. Tatsächlich ist die Bundesbank gesetzlich zur Werthaltigkeit der D-Mark verpflichtet gewesen (Neutralgeldtheorem) und war weitgehend staatsunabhängig. Dies hat dazu geführt, dass die D-Mark als stabilste Währung der Welt immer mehr auch Währungsreserve und bevorzugte Wertanlage wurde.

# Die meisten anderen Staaten haben eine "orientierte Quantitätswährung" bevorzugt. Sie verpflichteten ihre Zentralbanken, die Geldmenge an bestimmten Zielen zu orientieren, wie zum Beispiel Wachstum, Vollbeschäftigung oder anderen. Dies gab der nationalen Politik ausreichend Einflussmöglichkeiten auf die Zentralbank und auf das Geld und hat regelmässig dazu geführt, dass der politische Missbrauch zu entsprechender Inflationierung der Währungen geführt hat. (Beispiel: Frankreich, Italien, Spanien usw.)

# Die meisten Diktaturen der unterentwickelten Länder und das private Federal-Reserve-System dagegen bevorzugten eine «freie Quantitätswährung», also eine Währung, deren Missbrauch durch die Politik oder durch die privaten Zentralbankeigentümer nicht gesetzlich beschränkt wurde. «Freie Quantitätswährung» hat immer «Freiheit zum Missbrauch der Währung» bedeutet und nie langfristig funktioniert.


Vor allem führt ein Nebeneinander von Währungen, die teils von einer unabhängigen Staatsbank in ihrem Wert gehalten werden - wie die D-Mark - oder andererseits von abhängigen Staatsbanken oder sogar von Privatbanken nach deren jeweiligen Zwecken frei manipuliert werden, zu erheblichen Kursspannungen: Weil die Deutsche Mark durch die Bundesbank relativ wertstabil gehalten wurde, andere wichtige Währungen sich dagegen durch Geldmengenvermehrung und Inflation immer stärker wertminderten (Abwertung), versuchen die Geldwertbesitzer naturgemäss, mit ihren längerfristigen Dispositionen in harte Währungen zu gehen und weiche zu meiden.

So wurde die Deutsche Mark in Konkurrenz zum Dollar immer stärker auch Währungsreserve von Wirtschaft und Zentralbanken in der Welt. Vor allem aber wurde an der "harten" Währung deutlich, wie weich eine ständige Geldmengenvermehrung die inflationierten Privat- oder Staatswährungen gemacht hatte. Die der Geldwertstabilität verpflichtete Bundesbank wurde so zum gemeinsamen Störer im Chor der Geldmengenvermehrer und Inflationisten des Weltwährungssystems - kein Wunder, dass dieser Störer durch Abschaffung der Deutschen Mark und Einbindung in eine wieder mehr von der Politik gesteuerte, nicht mehr souveräne Europäische Zentralbank ausgeschaltet werden musste. Kohl hat dafür gesorgt, dass dies «im kleinen Kreise» entschieden wurde, dass die deutsche Bevölkerung über den Verlust ihrer werthaltigen Währung nicht abstimmen durfte ("Wo kommen wir hin, wenn die Bevölkerung über so wichtige Dinge selbst entscheiden sollte?"). Die Bevölkerung hätte nie freiwillig die solide D-Mark geopfert.

Inzwischen hat also keine Währung der Welt noch irgendeine reale Wertgrundlage, hat sich das Geld der Welt von jedem zugrundeliegenden Sachwert gelöst, wird es als Papier hemmungslos neu gedruckt und durch ständige Vermehrung ständig entwertet. Dass die Leute immer noch glauben, das Geldpapier, welches sie in der Hand haben, habe einen festen Wert, liegt daran, dass durch geschickte Manipulation der Devisenkurse ein scheinbares Wertverhältnis vorgespiegelt wird. Diese Devisenkurse werden nämlich von genau den gleichen Gruppen manipuliert, die auch die Geldmengenvermehrung produzieren.

Praktisch hat inzwischen das von der US-Grossfinanz gesteuerte und ihnen gehörende private Federal-Reserve-System Welt-Geldbedeutung erlangt:

# Das FED-Privatgeld Dollar ist schon von der Geldmenge her in der Welt dominierend. Mehr als 75% aller Geldquantitäten sind Dollars.

# Die US-Grossfinanz hat auch die von ihnen kontrollierten Rohstoffmärkte gezwungen, nur in Dollars zu verkaufen. Wer sein Öl nicht gegen wertlose Dollars, sondern gegen Euro verkaufen will, wird zum Terroristen erklärt (Saddam).

# Auch die Zentralbanken der übrigen Länder werden gezwungen, die Dollars in immer stärkerem Masse (Euro-Bank über 90%) als Währungsreserven anzunehmen. Die übrigen Währungen, wie zum Beispiel der Euro, beruhen also in ihrem Wert zu über 90% auf wertlosen, nur durch die Macht und den Willen der US-Grossfinanz gehaltenen Dollar-Papieren.

# Inzwischen wurden sogar die Nationalbanken sanft oder hart (Schweiz) gedrängt, ihre Goldvorräte gegen Dollars abzugeben oder «auszuleihen». Das Gold der Welt hat sich dadurch wiederum wie vor der ersten Weltwirtschaftskrise bei den Eigentümern des Federal-Reserve-Systems konzentriert, so dass ein neuer Goldstandard nur mit deren Willen und nach deren Diktat wieder einzuführen wäre und die FED-Eigentümer mit einer Neufestsetzung des Goldpreises (Greenspan: "Möglicherweise bis 6000 Dollar.") allein dadurch im Falle einer Währungsreform ein Jahrhundert-geschäft machen würden.


Die US-Grossfinanz steuert also über die ihr gehörende FED letztlich das Geld und die Währungen der ganzen Welt. Der Dollar ist privates Geld dieser US-Grossfinanz, von niemandem ausser von ihr garantiert, aber nach Kräften missbraucht, vermehrt und zum Instrument ihrer Weltherrschaft und zum Hilfsmittel für den Raub aller wichtigen Rohstoffe und Sachwerte der Welt missbraucht.

Durch ungehemmte Vermehrung des Dollars hat natürlich die ausgebende US-Gross-finanz unbegrenzte liquide Mittel, mit denen sie die ganze Welt kaufen kann. Aber auch der amerikanische Staat kann durch die Dollarvermehrung mehr ausgeben, als er einnimmt (Schuldenreiterei). Missbrauch des Dollars durch Geldmengenvermehrung ist also sowohl für die herrschende US-Finanz als auch für die von ihr beherrschte US-Administration einseitiger Vorteil. Deshalb hat sich das Dollarvolumen in den letzten 10 Jahren immer schneller vermehrt.

Ebenso haben sich die Schulden des amerikanischen Staates gegenüber dem Ausland drastisch vermehrt. Der US-Staat lässt sich also in immer grösserem Ausmass von der Welt Sachgüter gegen wertlose Scheinchen liefern - die moderne Form der Tribute.

Dass diese ungehemmte Dollarvermehrung nicht längst den Dollarabsturz und zur Zurückweisung des Dollars durch die Kunden geführt hat, ist kluger Regie und Erpressung zu verdanken: Die US-Grossfinanz und die US-Administration zwingen seit Jahren wirtschaftlich und politisch die wichtigen Zentralbanken der Welt (Eurobank, Japan, China und andere), die bei ihnen sich für Exporterlöse oder als Kaufpreise für den Aufkauf von Sachgütern ansammelnden wertlosen Dollars zu behalten und als angeblich werthaltige Devisenreserve zu halten. Praktisch heisst das: Die Zentralbanken in China, Japan und Europa sammeln die für die Sachwertlieferungen ihrer Bürger einkommenden wertlosen Dollars in immer grösseren Beständen als angeblich werthaltige Währungsreserve an. Die Währung der Satellitenstaaten wird also und ist bereits mit immer wertloseren Dollars unterlegt - also praktisch ebenso wertlos geworden. Somit sind alle im gleichen Geldentwertungsboot:
Die Urheber der Geldmengenvermehrung in New York und Washington ebenso wie die Helfer der Geldmengenvermehrung in den Zentralbanken der Satellitenstaaten.

Damit aber hat es der Schuldner USA selbst in der Hand, wie stark er durch offizielle Abwertung des Dollars schliesslich seine Gläubiger entreichern - betrügen - und sich auf deren Kosten wieder entschulden will. Jede Abwertung des Dollars wird vor allem das 80% aller Dollars haltende Ausland entreichern. Dem Schuldner steht es frei, wie stark er seine Schulden abwerten und damit seine Gläubiger betrügen will.

Dem Publikum wird inzwischen allerdings mit manipulierten Kursen und Kurspflege suggeriert, die missbrauchten Währungen und das hemmungslos vermehrte Geld hätten immer noch einen soliden Kurswert.

Würden die Geldbesitzer wissen, dass sie eigentlich nur Papierwert in den Händen haben, alles andere aber von den Manipulationen, den Missbräuchen, der Macht und den Zwecken der US-Grossfinanz abhängt,

# würde die Geldumlaufsgeschwindigkeit wegen Zurückweisung des Geldes stärker steigen,

# würde eine Flucht in die Sachwerte einsetzen,

# und damit eine dramatisch steigende bis galoppierende Inflation beginnen,

# würde die längst geschehene Entwertung der Geldwertanlagen der Bürger (Geldpapiere, Renten, Fonds und andere) sich in einem zweiten Börsencrash auflösen und zusammenbrechen

# und würden ganze Branchen der Finanzindustrie und Finanzdienstleistung unter Haftungsprozessen wegen der Entwertung zusammenbrechen,

# so dass eine Währungsreform unvermeidlich wird.


Noch wird die Illusion des Geldwertes trotz dramatischer Entwertung durch den Zwang eines gesetzlichen Zahlungsmittels künstlich aufrechterhalten. Nutzniesser dieses Systems sind nicht nur die US-Grossfinanz, welche durch ihre FED immer hemmungsloser Dollarmengen in die Welt jagt, sondern auch die dieses Spiel mitbetreibenden Zentralbanken, wie zum Beispiel die Eurobank, die Banque of Japan und andere. Die Vorstände dieser Banken wissen genau, wie wertlos der Dollar inzwischen ist, stützen aber immer noch die gesetzliche Illusion der Zahlungsmittelfunktion des Dollars, haben sogar aus politischen Gründen geschwiegen und die eigene Währung nahezu ausschliesslich mit wertlosen Dollars in ihrer Währungsreserve unterlegt, also ihre Währung praktisch ebenso wertlos gemacht. Würde eine Währungsreform kommen, stünde zum Beispiel die Eurobank ohne Werte da. Das Gold - auch das deutsche Gold - ist mutmasslich nur noch als blosser schuldrechtlicher Rückgabeanspruch vorhanden, nicht mehr aber als Realgold. Es ist zumeist angeblich naturaliter an die private Federal Reserve Bank und von dieser weiter verliehen, also im Zusammenbruch nicht mehr greifbar. Das System lebt davon, dass ein Missbrauch nicht diskutiert und nicht veröffentlicht wird.

Tatsache 1: Die wichtigsten Währungen der Welt sind so hemmungslos vermehrt worden und stehen auf so tönernen Füssen, dass ihre Währungen (Dollar, Euro, Yen und andere) keine echte Wertaufbewahrungsfunktion für die Bürger mehr haben.

Tatsache 2: Auch die Tauschfunktion der Währungen wird nur durch Manipulation und Täuschung über einen angeblichen - aber nicht vorhandenen - Kurswert künstlich aufrechterhalten und ist längst nicht mehr echt.

Tatsache 3: Das Privatgeld (Dollar) der US-Grossfinanz ist längst von allen Bindungen an Sachwerte (Gold) oder einer Geldmengenbindung befreit, hat also nicht nur seine Wertaufbewahrungsfunktion verloren, sondern täuscht auch die Welt nur noch durch weltweite Kursmanipulation über einen scheinbaren Tauschwert des durch hemmungslose Vermehrung entwerteten Privatgeldes. Nur durch diese Täuschung und die Macht der US-Grossfinanz wird noch künstlich "Vertrauen" der Welt in den Dollar suggeriert. Wüssten die Marktteilnehmer dagegen, dass sie mit dem Nominalwert des Geldscheins nur ein wertloses Wertversprechen von Privatleuten in den Händen haben, denen längst nicht mehr zu trauen ist, die ständig ihre Macht, den Geldwert zu manipulieren, missbrauchen, so würde auch das Vertrauen in diese Privatwährung Dollar zusammenbrechen.

Mit dem Geld ist es so wie mit den Aktien. Auch die meisten Aktien sind keine Substanzwerte, sondern nur Hoffnungswerte. Wer in der grossen Aktienhausse glaubte, viel gewonnen zu haben, wurde beim Aktiencrash darüber belehrt, dass die Aktie ausser dem Papierwert nur noch Hoffnung trägt, diese aber leicht schwinden kann. Gewinn oder Verlust im Börsenspiel sind reine Hoffnungswerte, keine Sachwerte. Ebenso ist es mit dem Geld. Einziger Sachwert ist der Wert des Papiers. Alles andere ist Hoffnungswert im Vertrauen auf die korrupten, aber stärksten Finanzmächte der Welt.


Mit Scheingeld zu Sachwerten

Würden die Marktteilnehmer wissen, dass unser Geldsystem letztlich am Privatgeld Dollar und dieses Geld ohne jeden Wertbezug allein an den Manipulations- und Missbrauchswünschen der grossen Finanzoligarchie hängt, dann würden die Menschen ihr Währungsvertrauen verlieren, ihr Geld nicht mehr als Wertaufbewahrungsmittel betrachten, sondern der laufenden Geldentwertung durch Flucht in die Sachwerte zu entgehen versuchen.

Genau dies tun die hinter der FED stehenden Täter der grössten Geldvermehrung aller Zeiten: Sie kaufen mit dem immer wertloser werdenden Geld seit Jahrzehnten alle Sachwerte auf, die sie noch erwischen können: Rohstofflager, Industriekomplexe, Immobilien und jede einigermassen intakte ausländische Kapitalgesellschaft in freundlicher oder feindlicher Übernahme zu fast jedem Preis. Und nicht nur die US-Grossfinanz sammelt die Sachwerte der Welt ein, sondern auch der amerikanische Staat importiert für Fiat-Money (gedrucktes, eigentlich wertloses Geld) seit Jahren mehr Sachgüter aus der Welt, als er bezahlen kann, und verschuldet sich dafür hemmungslos im Ausland - solange die ausländischen Gläubiger noch an den Wert des Dollars glauben oder mit politischer Erpressung gezwungen werden können, die faulen Dollars in ihre Währungsreserven anzunehmen.


Mit Sachwerten zu Monopolen

Die hinter der FED stehende Grossfinanz hat auf diese Weise durch gezielte Sachwert-politik ganze Marktsegmente mit ihren faulen Dollars aufgekauft und zu Marktmonopolen bzw. -oligopolen entwickelt: Diamanten, Gold, Kupfer, Zink, Uran, Telekommunikation, Gasfaserleitungsnetze, Print- und Fernsehmedien, Nahrungsmittel (Nestlé, Coca-Cola), grosse Teile der Rüstungsindustrie und der Luftfahrt usw.

Zurzeit läuft ein Monopolisierungsversuch mit Hilfe der Gen-Manipulation. Genmanipulierte Tiere und Pflanzen sind selbst unfruchtbar. Wenn man also die Genmanipulation flächendeckend durchsetzen kann, müssen alle Bauern einer Firma mit einem Patentmonopol das Gen-Saatgut zu dem von ihr festgesetzten Monopolpreis abkaufen, können sie nicht mehr ihr selbst geerntetes Getreide zur Saat verwenden.

Ein anderes Monopolisierungsspiel läuft zurzeit auf dem Zuckermarkt: Die EU hat ihren Zuckermarkt durch eigene Marktordnung geregelt, um den Bauern die Rübenzuckerproduktion zu erhalten, die für viele von ihnen existenznotwendig ist. Der Rübenzucker ist aber teurer als der in den Tropen wachsende Rohrzucker des US-Kartells. Die der US-Grossfinanzgruppe gehörenden Firmen Nestlé und Coca-Cola verlangen nun gemeinsam mit von ihr abhängigen Wissenschaftern und Politikern eine "Liberalisierung des Zuckermarktes" und betreiben dies über die internationalen Gremien (GATT, Mercosur). Sobald diese Liberalisierung durchgesetzt ist, kann sich der teurere Rübenzucker gegen den billigeren Rohrzucker nicht mehr halten, bricht die europäische Zuckerproduktion endgültig zusammen und wird der Zuckermarkt - anfangs billiger, nachher aber teurer - durch das von der US-Grossfinanz beherrschte Rohrzuckerkartell überschwemmt.

Mit welchen kriminellen Methoden die US-Grossfinanz dabei ganze Branchen in ihre Hand bekommt, zeigt der Fall Primacom: Dieser Kabelnetzbetreiber operiert höchst lukrativ, steht aber schon länger im Visier der US-Grossfinanz (Telekommunikations-Monopolisierung). Diese hat deshalb erst den Vorstand von Primacom unterwandert und dann diesem Vorstand ein Darlehen mit mehr als 30% Jahreszinsen oktroyiert, so dass die eigentlich gut operierende Firma wegen der Zinslasten in Schwierigkeiten geriet und nach Ansicht der US-Bank "jetzt billigst übernahmereif" wurde. Das Spiel geht gerade in die letzte Runde.

Ein ähnliches Spiel hat der Abgesandte der US-Grossfinanz Ron Sommer mit der Deutschen Telekom versucht. Die US-Grossfinanz sammelt alle Telekommunikations-Gesellschaften, um sie weltweit zu monopolisieren. Der Abgesandte Sommer hat dazu eine kleine US-Firma der Telekom zum dreissigfachen Preis (30 Mia. US-Dollar) von der US-Grossfinanz gekauft, damit diese aus eigenem Vermögen der Telekom diese aufkaufen konnte. Der zweite Schritt war, die Telekom-Aktien billig zu machen, damit der US-Investor sie billig bekam. In diesem Spiel ist allerdings Ron Sommer über seine Grenzen gegangen und gescheitert. Dies wird aber die US-Grossfinanz in ihren Übernahmeplanungen nur zurückwerfen, nicht hindern. Privatisierung und Aufkauf der Telecom gehen planmässig weiter.

Ein gleiches Spiel vollzieht sich auch auf dem Welt-Energiemarkt, in Deutschland offensichtlich mit EON und RWE, wobei die US-Grossfinanz bereits eigene Vertrauensleute in die für die Übernahmekandidaten entscheidenden Banken und Vorstände entsandt hat. In 20 Jahren will die US-Grossfinanz auch das Wasser der Welt - nach Aussage ihres Vertreters Brzezinski - monopolisiert haben.


Mit Sachwerten zur Währungsreform

Deutet man den Fahrplan der Welt-Grossfinanz richtig, so soll die Geldmenge so lange vermehrt und entwertet werden, bis damit alle wichtigen Sachwerte der Welt aufgekauft und monopolisiert worden sind. Die Grossfinanz ist klug genug zu wissen, dass ihre Geldmengenvermehrung nicht unerkannt bleibt und irgendwann das Vertrauen in den inflationierten Dollar schwindet. Ein Ausbruch der Vertrauenskrise wird die jetzt noch beherrschte, schleichende Inflation zur galoppierenden offenen Inflation machen, die zwangsläufig in eine Währungsreform einmünden muss.

Dies aber ist genau der Vorteil sowohl der Grossfinanz als auch der USA:
# Die Grossfinanz hat mit den faulen Dollars vorher ausreichend Sachwerte gekauft, wird also von der Währungsreform mit ihren Sachwerten nicht mehr betroffen, hat sich rechtzeitig aus dem faulen Geld in werthaltiges Vermögen verlagert. Da sie in vielen Bereichen inzwischen Weltmonopolstellungen erreicht hat, kann sie sogar die Welt jederzeit mit Monopolpreisen zu Sonderabgaben heranziehen. Nicht mehr Steuern sind dann das Einkommen der Welt-Herrscher, sondern Monopolerträge. Niemand kann die Grossfinanz hindern, die Preise für Gold, Diamanten, Kupfer, Zink, Eisenerz, Wasser, Saatgut oder Energie um 10, 20 oder 30% anzuheben und auf diese Weise die gesamte Weltbevölkerung zu Sonderabgaben heranzuziehen. Noch nie hat es eine solche Finanzmacht der Welt gegeben, noch nie war sie für die Gesamtbevölkerung der Welt so gefährlich.

# Listigerweise hat die US-Grossfinanz die faulen Dollars überwiegend ins Ausland gebracht. Mehr als Dreiviertel der gesamten Dollarbestände sind nicht mehr in den USA, sondern sind bei den Gläubigerstaaten der USA. Die USA haben sich nämlich in den vergangenen Jahren immer kräftiger gegenüber dem Ausland verschuldet. Das Ausland hat Güter geliefert (Sachwerte), dafür aber wertlose Dollars bekommen. Alle Zentralbanken sind voll mit faulen Dollars. Werden diese nun plötzlich entwertet, trifft der Schaden zu mehr als Dreiviertel die Zentralbanken, Banken, Staaten und Marktteilnehmer ausserhalb der USA. Dann rächt sich, dass die Europäischen Zentralbanken ihr Gold gegen faule Dollars abgegeben und dafür immer ausschliesslicher Fiat-Money als Basis (Währungsreserve) für die eigene Währung, zum Beispiel Yen oder Euro, eingesetzt haben. Bricht also die Leitwährung Dollar zusammen, werden zwangsläufig auch die Satellitenwährungen mit zusammenbrechen, deren einzige Basis ein Bestand an faulen Dollars ist. Mit anderen Worten: Die sich abzeichnende Währungsreform des Dollars zieht zwangsläufig eine Weltwährungsreform aller Währungen nach sich, für welche der faule Dollar jetzt noch Hauptwährungsreserve darstellt.


Dass aber jede pausenlose Vermehrung eines Privatgeldes - des Dollars - durch die der US-Grossfinanz gehörende Federal Reserve Bank zur Aufweichung der Dollar-Währung zu immer stärkerer Inflation und schliesslich zur Währungsreform führen muss, ist finanzwissenschaftliches Grundwissen und dürfte nicht einmal Greenspan und seinen Mittätern zweifelhaft sein.


Durch Währungsreform zur Weltwährung

Greenspan hat in einer Rede unvorsichtigerweise geäussert, dass "wohl bis 2007 eine grundsätzliche Dollar-Korrektur anstehe und dass man dann zweckmässigerweise den Dollar und den Euro zum `Euro-Dollar` einer neuen Welt-Währung vereinigen könnte". Das macht aus Sicht der US-Grossfinanz Sinn, denn längstens bis 2007 sind die Dollar-Missbräuche noch durchzuhalten, bis dahin dürfte längstens das Vertrauen der Welt in diese hemmungslos vermehrte, immer wertloser gewordene und nur noch künstlich aufrechterhaltene Privatwährung der US-Grossfinanz halten. Irgend etwas wird also in nächster Zeit mit dem Dollar geschehen. Würde dann der Dollar mit dem Euro zur Welteinheitswährung, würden damit für die US-Grossfinanz wichtige Ziele erreicht:
# Eine neue Währung bietet die Möglichkeit, die alten Währungsschulden abzuwerten und damit die Gläubiger, die noch alte Währung haben, entsprechend zu entreichern. Wenn eben ein neuer Euro-Dollar 20 alte Dollar oder 15 Euro wert ist, sind die alten Währungen entsprechend abgewertet, sind die Gläubiger in alter Währung entreichert, hat sich das Spiel für die privaten Geldausgeber gelohnt.

# Vor allem würde damit der US-Staat ebenfalls entschuldet: Seine jetzige Auslandsverschuldung von 5200 Mia. Dollar würde bei 50%er Abwertung nur noch 2600 Mia. Euro-Dollar betragen.

# Geschädigt werden alle Inhaber von Alt-Dollars, deren Bestände um 50% oder sogar 90% abgewertet werden. Dies gilt insbesondere für die Zentralbanken von China, Japan und Europa mit ihren hohen Dollar-Währungsreserven.

# Das Hauptziel der US-Grossfinanz ist aber, auf diese Weise eine Weltwährung zu erreichen, über die sie wiederum selbst herrschen. In einem Euro-Dollar-System würde zwangsläufig das der US-Grossfinanz gehörende Federal Reserve System eine Mehrheit haben, also die US-Grossfinanz dann auch mehrheitlich das neue Währungssystem beherrschen. Dazu auserwählt ist die BIZ (Bank für internationalen Zahlungsausgleich), eine private Organisation, deren Anteile mehrheitlich bereits von der US-Grossfinanz heimlich aufgekauft worden sind. Würde also die BIZ neue Zentralbank der Euro-Dollar-Währung, sind zufälligerweise wieder die gleichen Privateigentümer Haupteigentümer dieser neuen Zentralbank, die vorher auch Eigentümer der FED waren. Sie könnten dann das gleiche Spiel freier Geldausgabe nach eigenem Belieben, das sie mit dem Federal Reserve System bisher machen, wieder auf höherer Ebene - und dazu auch noch durch Währungsreform entschuldet - erneut -betreiben. Die bisherige Welt-Geldmengenvermehrung, der grosse Geldbetrug gehen dann in der Währungsreform unter. Ein neues System würde den alten Tätern wieder eine neue Währung in die Hände spielen und ihnen damit das neue Spiel mit der Weltwährung Euro-Dollar 20 bis 30 weitere Jahre erlauben.


Die US-Grossfinanz hätte also auf diesem Wege durch Geldbetrug nicht nur die Sachwerte der Welt bei sich monopolisiert - darunter so existenzwichtige Bereiche wie Saatgut, Nahrungsmittel, Wasser, Energie und Metalle, sondern darüber hinaus wiederum ein Währungsmonopol zur eigenen Bedienung, nach eigenem Belieben geschaffen - eine Geldvermehrungsmaschine wie den Dukatenesel im Märchen.

Auch mit Veröffentlichung dieses Geldbetrugssystems wird kein Aufschrei durch die Welt gehen. Man wird dies als "Verschwörungstheorie" oder als "Antiamerikanismus" oder sogar als "Antisemitismus" (Rothschild) abtun oder solche Veröffentlichungen ganz zu verhindern versuchen, denn immerhin gehören der US-Grossfinanz auch wesentliche Teile der Print- und Bildschirmmedien überall in der Welt.

Das Spiel zu durchschauen ist aber wichtig für Menschen, die durch dieses Spiel Verluste erleiden könnten. Wer also Finanzvermögen hat, sollte zuhören bzw. lesen.

Verlierer bei dem grossen Spiel der Finanz-oligarchie sind solche Marktteilnehmer in der Welt, welche dem Geld zuviel Vertrauen entgegenbringen, welche immer noch glauben, dass Geld über seine blosse Tauschfunktion hinaus auch noch Wertaufbewahrungsmittel sei. Die laufende Geldentwertung der vergangenen 40 Jahre hat offenbar die Menschen nicht klug gemacht. Sie wird in den nächsten Jahren galoppieren bis zum bitteren Ende, weil sie nämlich ein einseitiger Vorteil der Täter ist. Wer also auf langfristige Wert-erhaltung seines Vermögens Wert legt, kann nicht in Geldwerten, nicht in Versicherungsverträgen, nicht in Renten und nicht in Bargeld bleiben, er muss in Sachwerte gehen, wie dies die Grossfinanz selbst vorgemacht hat.


Strategieziel des Welt-Geldbetruges

Soweit von aussen her erkennbar, hat die US-Grossfinanz ursprünglich nur das Ziel gehabt, die US-Währung zu beherrschen und damit den US-Markt nach eigenem Willen manipulieren zu können. Diesem Ziel diente das private Zentralbanksystem FED. Als US-Präsident Kennedy ein Gesetz eingebracht hatte, dieses Privatfinanzsystem zu verstaatlichen, starb er eines plötzlichen Todes. Wer immer an diese Privatgeldmöglichkeiten der US-Grossfinanz rührte, verlor dabei Vermögen oder Leben.

Inzwischen aber sind die strategischen Ziele der US-Grossfinanz über die nationale Dimension weit hinausgewachsen. Ihr Ziel ist das globale private Geldsystem, welches sie mit der Vorherrschaft ihres Privatdollars und seiner Durchsetzung als Hauptwährungsreserve überall in der Welt weitgehend erreicht haben und nur noch mit einer Weltwährung - Euro-Dollar - formalisieren müssen.

Wenn wir also einen zweiten Missbrauch des Welt-Geldsystems zugunsten privater Grossfinanzgruppen und überhaupt den Missbrauch der Geldmengenwährungen verhindern wollen, muss jede Währung vor jedem öffentlichen oder privaten Missbrauch, vor jeder Deflations- und Inflationsmanipulation gesichert werden.

Das ist sicher nicht erreichbar, wenn man die Währung der privaten Grossfinanz überlässt. Sie wird die Missbrauchsmöglichkeit wieder nutzen und wieder zum eigenen Vorteil mit Geldmengenvermehrung die Welt betrügen und ausbeuten.

Die Erfahrungen haben aber auch gezeigt, dass die meisten Regierungen ihre Währungen ebenso missbrauchen, wenn sie die Möglichkeiten dazu haben, wenn sie also Einflussmöglichkeiten auf die Zentralbank und ihre Geldmengenpolitik haben.

Es gilt also, aus den Missbräuchen der öffentlichen Hände und der privaten Gross-finanz die Währungen so unabhängig zu machen, dass privater und öffentlicher Missbrauch ausgeschlossen werden.

Sicher ist eine auf Gold basierende Währung nicht so leicht zu manipulieren wie eine blosse Quantitätswährung. Die Probleme jeder auf Gold basierenden Währung liegen aber in der Verfügbarkeit von Gold, nachdem die US-Grossfinanz den grössten Teil des Weltgoldvorrates in ihre Hände bekommen hat. Sie würde also mit jeder Art einer auf Gold basierenden Währung wiederum Gewinner und Ausbeuter werden können.

Bleibt also nur die Lösung einer Quantitätswährung. Diese Quantitätswährung darf aber nicht frei, willkürlich bestimmbar bleiben, sondern muss an dem Neutralgeldziel orientiert werden. Die Geldmenge darf also nicht stärker wachsen als die Gütermenge. Aus dem monetären Sektor dürfen nicht wieder inflatorische oder deflatorische Effekte auf die Währungen und die Weltwirtschaft ausgehen.

Dies ist nur mit streng neutralen und so unabhängigen Zentralbanken erreichbar, dass sie gleichsam die "vierte Gewalt" darstellen, nicht in privater Hand liegen und nicht durch Regierungen beeinflusst werden können. Das Urmodell der Deutschen Bundesbank vor ihrer Kastration in die Euro-Bank kam dieser Unabhängigkeit sehr nahe.

Die kommende Währungsreform bietet eine einmalige Chance, die Täter, ihre Währungsmanipulationen und ihre Missbräuche zu brandmarken und damit eine allgemeine öffentliche Zustimmung zu einem weder von der privaten Grossfinanz noch von den Regierungen mehr beeinflussbares Zentralbankensystem zu schaffen. Dies wäre eine Jahrhundertchance.

Verhindert werden könnte ein unabhängiges Zentralbankensystem vor allem von der Grossfinanz, welche über die ihr schon gehörende BIZ bereits die Weichen für eine neue Übernahme des nächsten Zentralbanken- und Währungssystems gestellt hat. Deshalb tut Aufklärung not, um der Bevölkerung, Wirtschaft und Politik die Gefahr des Monopolkapitalismus nicht nur für die derzeitige Währung, sondern auch für ein neues Währungssystem aufzuzeigen.


© Prof. Dr. Eberhard Hamer
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.353.682 von Dorfrichter am 17.05.07 09:54:38Dorfrichter, ich habe kein Interesse, mit dir über deine abgedrehten Verschwörungstheorien zu diskutieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.353.739 von Kartenhai am 17.05.07 09:58:44Für "Verschwörungstheorien" bin auch ich nicht zu haben. Augen aufmachen, lesen und sich auch mal befassen mit dem US-Dollar, dem Euro, der in Konkurrenz steht, sich befassen mit staatlichen Notenbanken und konkurrierender Privatwährung hat nicht mit Verschwörung zu tun, sondern mit Allgemeinwissen. Das schadet nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.353.876 von Dorfrichter am 17.05.07 10:09:20Dorfrichter, was bringt dich eigentlich dazu, mir jetzt zum wiederholten Male zu unterstellen, ich wäre ahnungslos, was diese Themen angeht?
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.353.943 von Kartenhai am 17.05.07 10:14:28Dieser oberflächliche Kommentar von Dir.
Der Mann ist m. W. 77 Jahre alt und hat auf mich schon früher öfter den Eindruck gemacht, als ob bei ihm eine Schraube locker ist. So gesehen paßt er allerdings ganz gut zu den anderen Promis bei ATTAC.

Eine gesunde lebhafte Demokratie lebt vor allem vom Wissen und vom Verständnis.
Nun, was der Professor da abliefert, ist mal wieder eine lupenreine Verschwörungstheorie. Das gibt er ja sogar am Ende selbst zu.

Ich weiß auch nicht, warum man in letzter Zeit bei w:o nicht einmal beim Thema bleiben kann. Und dieses hier beschäftigt sich mit Geißler und attac und nicht mit FED und US Geldbetrug durch Hochfinanzkreise oder NY \"Finanzjudentum\" (wird zwar nicht beim Namen genannt, aber ist natürlich auch mal wieder gemeint!).

Immerhin verbindet den Verschwörungsprofessor, Geißler und unseren Dorfrichter eine erschreckende Wurzelseppprovinzialität. Alle 3 verstehen von der Globalisierung soviel wie die Kuh vom Fliegen und sie können von daher auch gar nicht wissen, daß der Widerstand gegen die Globalisierung in etwa die gleiche Aussicht wie der Widerstand gegen ein anderes g hätte: nämlich der gegen die Gravitation. :laugh: :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.353.994 von Dorfrichter am 17.05.07 10:18:49Dann hast du falsch geschlußfolgert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.034 von PresAbeL am 17.05.07 10:22:18Moin Abe, an den Umlauten sehe ich, daß du noch in Deutschland bist. Dann viel Vergnügen für heute, aus dem Alter fürs Komatrinken bist du ja raus. ;)

Dorfrichter will wohl die Lücke füllen, die SB hinterlassen hat. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.082 von Kartenhai am 17.05.07 10:26:09Nun ja, den geschuldeten Minimalbeitrag als Freibrief für lebenslanges Komatrinken am Producer's Day habe ich erbracht. Mal sehen, wie die Stimmung heute abend in der Reichshauptstadt ist ... vielleicht wird dann doch noch eine Eilkomatisierung angesetzt. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.034 von PresAbeL am 17.05.07 10:22:18@PresAbel das Kapitel "GELD" schreibt sich selbst fort. Interessant auch dabei die Bemühungen der Russen, den Rubel als alternative Letwährung anzubieten.

Das war zu keiner Zeit eine Verschwörung, sondern eher die vollkommene Blödheit, die staatliche Notenbank privaten Bankinstituten zu übertragen.

Oder willst Du das auch abstreiten?

Die komplette Politik dreht sich um unsere Bezahlsysteme, die Rohstoffe, die Verarbeitung und die Landweitschaft. Wo bitte ist da eine Verschwörung?
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.154 von PresAbeL am 17.05.07 10:32:57Waaas, du bist heute in Berlin? Ist denn schon Berlin-Marathon? :D
"Wir bekämpfen die Privatisierung, weil sie uns schadet"
Film "Der Große Ausverkauf" zeigt die Folgen der GlobalisierungVon Alexander Bühler

Globalisierung, Liberalisierung - das sind große Schlagworte. Was es aber für den Einzelnen konkret bedeutet, hat der Filmemacher Florian Opitz vier Jahre lang auf dem ganzen Erdball dokumentiert. Sein Film "Der große Ausverkauf" zeigt Betroffene, die sich nicht mit den Folgen von Privatisierung, z.B. des Trinkwassers, abfinden wollen.

Minda Lorando: "Ich komme weinend zu meiner Sozialarbeiterin, weil mein Sohn schon röchelt. Und meine Sozialarbeiterin sagt mir, ihr Sohn ist unser Patient, warum haben sie nicht das Geld für eine Dialyse? Sie sollten besser akzeptieren, dass ihr Sohn sterben wird."
Jeden Tag muss die Philippina Minda Lorando um das Leben ihres Sohns Jinky kämpfen, denn seine Nieren sind kaputt. Der 21-Jährige braucht zweimal wöchentlich eine Blutwäsche, sonst stirbt er innerhalb eines Tages. Doch weil das staatliche Gesundheitssystem auf den Philippinen größtenteils in privater Hand ist, kann die 53-jährige nicht auf die Hilfe des Staats rechnen. Das Geld für Medikamente und die Dialyse muss sie, die ohnehin zu den Ärmsten gehört, selbst auftreiben.

Auch in Südafrika hat die Privatisierung staatlicher Monopole nur die Situation der Ärmsten verschlechtert, erzählt Bongani Lubisi in Florian Opitz Film:

"Wir bekämpfen die Privatisierung, weil sie uns schadet. Denn der Stromkonzern will wegen der Privatisierung Profite einstreichen. Und das geht nur, indem sie uns den Strom abdrehen. Daher haben wir eine Kampagne mit dem Namen 'Operation Kanyisa' gestartet. Wenn der Stromkonzern Leuten den Strom abklemmt, kommen wir und schließen sie wieder an."

Seit Eskom, das ehemalige Staatsunternehmen Südafrikas und größter Stromerzeuger Afrikas, privatisiert wurde, sind die Preise so angestiegen, dass sich die meisten Bewohner der Armenviertel nur noch gelegentlich Strom leisten können. In "Der Große Ausverkauf" sieht man, wie die Menschen verzweifelt kämpfen. Bongani und seines Bundesgenossen versuchen ihnen dabei zu helfen - wenn auch auf illegale Weise.

Einer des wenigen Beispiele, wo der Kampf gegen übermächtige Konzerne gewonnen wurde, ist Bolivien. In der Region Cochabamba sollte das Wasser privatisiert werden, aber die Bewohner stellten sich sogar den Militärs, die das durchsetzen sollten, erzählt die Bolivianerin Rosa de Turpo:

"Ich habe keine Steine oder einen Stock, aber wenn du kämpfen willst, werde ich mit meinen bloßen Händen kämpfen, sagte ich. Wasser ist Leben, niemand kann ohne Wasser überleben. Deswegen will ich nicht, dass man das privatisiert, weder in Bolivien, noch in anderen Ländern."
Weltbank und Weltwährungsfonds sind die treibenden Kräfte für Privatisierung und Liberalisierung in der Dritten Welt - Profiteure sind große Unternehmen aus den Industrieländern. Das ist häufig das Ergebnis von Globalisierung. Für die bolivianische Aktivistin muss es daher wie Hohn klingen, was Florian Opitz in seinem Film dem Vertreter der Weltbank entlocken konnte:

"Die Weltbank verringert in den betroffenen Ländern die Armut. Durch Kredite und Wissenstransfers, damit diese Länder die notwendigen Reformen einleiten können. Es gibt nichts, wo ich sagen würde, das darf auf keinen Fall privatisiert werden."

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/625916/
Um mal wieder auf den guten Heiner zurückzukommen:

1977 hatte Geißler eine Broschüre zu verantworten, in der er viele linken und liberalen Kulturschaffenden und Politiker der BRD als „Sympathisanten des Terrors“ (der RAF) denunzierte, darunter Helmut Gollwitzer, Heinrich Albertz, Günter Walraff, Herbert Marcuse und Bundesinnenminister Werner Maihofer.

]http://de.wikipedia.org/wiki/Heiner_Gei%C3%9Fler#Kritik][u

Der amtierende Bundesinnenminster ein Sympathisant des Terrors! Bei diesem Mann war doch schon damals eine Schraube locker. :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.171 von Kartenhai am 17.05.07 10:34:13@kartenhai
Korrekt: ich werde heute hoffentlich in Berlin ankommen. Das Wort "Marathon" möchte ich im nächsten halben Jahr weder lesen noch hören (aua)! :mad:

@Dorfrichter: ziemlich lustig, mit dem Rubel als Leitwährung. Komisch, daß mir Leute, die aus Moskau kommen, immer nur davon erzählen, daß man dort ganz scharf ist auf Greenbacks!

Du wirst hier nicht müde zu erzählen, wie verderblich die FED seit über 90 Jahren auf eine Währung wirkt, die noch nie reformiert wurde. Nun ja, ich langweile dann im Gegenzug mit dem Hinweis auf den überragenden Erfolg gewisser anderer Währungen - die angeblich durch Staat und Goldstandard gedeckt und garantiert - im gleichen Zeitraum mindestens 5x reformiert wurden. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.375 von Kartenhai am 17.05.07 10:47:47Jeder hat das Recht seine Meinung im Laufe von drei Jahrzehnten zu ändern, das fällt unter Weiterentwicklung!

Geißler heute auf seine Aussagen von 1977 festzunageln zeugt von Beton-Denke!
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.549 von StellaLuna am 17.05.07 10:58:24Wer "gegen" Globalisierung kämpft, ist übrigens auch gegen den Erfolg afrikanischer Produkte auf den Märkten der EU und der NAFTA. Dessen Verhinderung ist widerwärtig und ekelhaft. Die EU und Deine Parteifreunde stehen dabei in der ersten Reihe!

Eskom:möglicherweise ist Dir entganagen, daß die Energiepreise in den letzten Jahren gewaltig angezogen haben. Das gilt auch für Erdgas und hat mit der Eskom-Privatisierung aber auch gar nichts zu tun!
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.549 von StellaLuna am 17.05.07 10:58:24Du wirst hier nicht müde zu erzählen, wie verderblich die FED seit über 90 Jahren auf eine Währung wirkt,
Hier hast Du einen Denkfehler. Es ist nicht verderblich, sondern eine ganz banale Sache. Immerhin lebt unsere Währung in Konkurrenz zum US-Dollar.

Bitte nicht immer gleich Feindbilder aufbauen, dazu bin ich wohl nicht zu haben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.723 von Dorfrichter am 17.05.07 11:11:15:confused:

Sitzt Du schon im Bollerwagen? :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.716 von PresAbeL am 17.05.07 11:10:58Gegen Globalisierung zu kämpfen ist sinnlos, ich bin auch kein Globalisierungsgegner aber ein Gegner von Ausbeutung. Globalisierung muss "sozialverträglich" sein, nur dann hat sie einen Sinn, gelingt das nicht, wird sie scheitern.

Lies mal den China-Code von Sieren, da bekommst Du einen Einblick wie es den so genannten "Tigerstaaten" ergangen ist in der Zange des IWF und wie es ihnen heute geht, nachdem sie mit Hilfe Chinas ihre Schulden zurückgezahlt haben und unabhängig wurden.
Bin enttäuscht von Geißler aber in dem Alter muss man das wohl nachsehen.

Man muss auch sehen dass es für Politiker ohne Perspektive eben nichts anderes zu tun gibt. Ähnlich verhält es sich mit Al Gore. Abgewählt und politisch erledigt taugt er nur noch als Vorzeige-Polit-Clown für die Klima-Lobby.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.792 von StellaLuna am 17.05.07 11:16:37Globalisierung muss \"sozialverträglich\" sein,

Na, dann fang doch bitte am nächsten Montag (bis dahin arbeitet Ihr ja mal wieder nicht!) damit an: freier Zugang für afrikanische Agrarprodukte zu den EU-Märkten! Sofort - und mal wirklich sozialverträglich, bittesehr!! :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.716 von PresAbeL am 17.05.07 11:10:58Wenn Du der Meinung bist, dass Eskom in Südafrika die Preise verlangen kann, die es im Westen erzielt ist das eine Sache, eine andere aber ist, dass sich ein großer Teil der Menschen in Südafrika Energieversorgung nicht mehr leisten kann. Dies führt zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft und das schafft Unruhe.

Wenn in diesem Fall Globalisierung bedeutet, dass am Fortschritt, und damit meine ich elektrisches Licht und evtl. Strom zum Kochen, sich nur die beteiligen können, die ausreichend Geld verdienen um West-Preise zu bezahlen, dann sehe ich mich in der Tat als Globalisierungsgegner.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.800 von mouse_potato am 17.05.07 11:17:05Der Geißler ist vor ein paar Jahren aus einer Bergwand abgestürzt, was ihm offensichtlich schlecht bekommen ist.

Die Motive von attac sind offesnichtlich: um jeden Preis freie Märkte und freien Warenaustausch verhindern, damit die armen Länder eben nicht hochkommen und die Macht von Gewrkschafts- und Parteiaparatschiks ungebrochen bleibt!
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.895 von StellaLuna am 17.05.07 11:23:52Irgendwie bin für Deine Klagen die falsche Adresse, findest Du nicht? Beklage Dich bei Deinen Genossen vom ANC über die Eskom-Preise! Außerdem: was ist jetzt mit dem freien Marktzugang füer afrikanische Produzenten? Du weichst aus! :mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.354.862 von PresAbeL am 17.05.07 11:21:45Erklär mir doch bitte, warum Liberalisierung von Märkten für den IWF eine so große Rolle spielt?

Wie kann es sein, dass ein südamerikanisches Land, das eines der größten Öl- und Gasförderländer ist nach der Liberalisierung, d. h. Privatisierung seines Öl- und Gasmarktes, Öl und Gas für den Eigenbedarf zu üblichen Marktpreisen importieren muss?
Mir fehlt da leider das Verständnis bzw. die Logik.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.355.020 von StellaLuna am 17.05.07 11:33:27> "Erklär mir doch bitte, warum Liberalisierung von Märkten für den IWF eine so große Rolle spielt?"

Freier Welthandel führt zu steigendem Wohlstand, das ist für Leute, die sich mit Wirtschaft befassen, eine Binsenweisheit. Auch, wer sich mit Geschichte befaßt hat, weiß das, denn die reichsten Städte waren damals die, die einen regen Handel mit fernen Regionen hatten. Man kann jetzt lange darüber diskutieren, ob die "puren" Theorien z. B. von David Ricardo 1:1 auf die globalisierte Wirtschaft übertragen werden können, klar ist aber, daß die Beschränkungen, wie sie von Globalisierungsgegnern immer wieder gefordert bzw. durchgesetzt werden, kontraproduktiv und wohlstandsschädlich sind.

Nimm mal als Beispiel die Forderungen der Gewerkschaften in den Industrieländern nach Angleichung der Umwelt- und Sozialstandards, die ggf. mit Boykotten erzwungen werden sollen. Das ist Heuchelei, denn die Gewerkschaften wissen, daß die Konkurrenten das gar nicht können, daß sie dann aus dem Markt wären, weil sie ihre Kostenvorteile verlieren würden. Es geht hier auch gar nicht um die Interessen der "armen Arbeiter" in den Emerging Markets, es geht darum, eben diese Leute aus dem Markt zu drängen, um den Lohndruck von der eigenen Klientel, den Industriearbeitern in den USA und Europa, zu nehmen.

Nur Einfaltspinsel fallen auf solche offensichtliche Heuchelei herein.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.355.254 von Kartenhai am 17.05.07 11:49:07Die "Liberalisierung der Märkte" dient ganz offensichtlich nur dazu, die "neuen, schönen Kreationen" Gen-food oder beispielsweise Cocacola-Wein auf den Weltmärkten zu platzieren ohne Rücksicht auf gewachsene Kulturen. Dreck fressen sis zum Umfallen. Bezahlen und Schnautze halten!

Am besten noch loben! "Ach was ist das doch für ein herrlicher Wein, wie riecht er doch schön nach Pfirsichen"
-Drecksbrühe sage ich! NICHT VERKEHRSFÄHIGE WARE!

Und wegen so einer duftaromenversetzten Brühe beispielsweise opfert man die strengen Richtlinien, die es bei uns gab.

Das ist die tagtägliche Ralität.
Ach herrje, jetzt kommen wieder die mit Identitätskrise weil ein paar neue Produkte auf den Markt kommen...das kann man nicht mehr Ernst nehmen das ist der gleiche Widerstand wie gegen 5-stellige Postleitzahlen wo für manche "ein Stück Heimat" verschwand.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.355.376 von Dorfrichter am 17.05.07 11:57:57> "Die "Liberalisierung der Märkte" dient ganz offensichtlich nur dazu, die "neuen, schönen Kreationen" Gen-food oder beispielsweise Cocacola-Wein auf den Weltmärkten zu platzieren ohne Rücksicht auf gewachsene Kulturen. Dreck fressen sis zum Umfallen. Bezahlen und Schnautze halten!"

Klar, Dorfrichter, dehalb fahren die Deutschen Toyoto, Honda und Mazda, haben PCs von Dell, Drucker von HP, Fernseher von Samsung, essen neuseeländische Kiwis, argentische Steaks, trinken italienischen Wein, russischen Wodka, fahren nach Südafrika oder Kenia in den Urlaub und haben ein Konto in Luxemburg oder der Schweiz.

Und so einer wie du will mir die Weltwirtschaft erklären? :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.355.555 von Kartenhai am 17.05.07 12:09:33Bein Essen und Trinken hört jeder Spaß auf!:mad: Nix gegen Toyota.:rolleyes:
Vor allem hält sich in Deutschland weiter die Mär, dass die böse Globalisierung die Armut auf der Welt eher verstärkt. Tatsächlich wurden gerade die neuesten Zahlen von der UNO veröffentlicht, dass die Zahl der wirklich armen Menschen auf der Erde, die mit weniger als 1 PPP-Dollar pro Tag leben müssen, erstmals unter die Schwelle von einer Milliarde gefallen ist, und jedes Jahr weiter zurückgeht. Die Leute haben alle schon verdrängt, dass ganz Südostasien noch vor 30 Jahren als Armenhaus galt, und man die armen Waisenkinder aus Südkorea in Deutschland adoptiert hat, damit die dort nicht verhungern.

Eine Organisation wie Attac ist tatsächlich ein Verein, der unbedingt die Privlegien der Reichen erhalten will, und den wirklich Benachteiligten der Welt nicht die gleichen Chancen geben will wie den Menschen bei uns.

Wieviel Mitglieder hat Attac eigentlich in Asien? Erzählen die denen dort auch, wie schrecklich doch die Globalisierung ist?
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.355.651 von Dorfrichter am 17.05.07 12:18:00Niemand wird gezwungen, Coca-Cola zu trinken oder Hamburger zu essen. :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.355.684 von Kartenhai am 17.05.07 12:20:20Richtig! Deshalb dürfen wir auch die "Wamperten" im besten Alter mit ihren Gehwägelchen in den Supermärkten bestaunen, wie sie Fleichbatzn und Fertig-Pizzas kaufen als ob´s sie´s nur noch Heute gäbe!:mad:

Das kostet ja nix, wenn sie sich langsam zu Tode fressen!
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.355.675 von flitztass am 17.05.07 12:19:44> "Eine Organisation wie Attac ist tatsächlich ein Verein, der unbedingt die Privlegien der Reichen erhalten will, und den wirklich Benachteiligten der Welt nicht die gleichen Chancen geben will wie den Menschen bei uns."

So ist es! Man denke da z. B. an den Multimillionär, ehemaligen BILD-Schreiberling und heutigen Freelance-Funktionär Oskar Lafontaine, der sich 2001 bei Attac eingeschrieben hat und in letzter Zeit durch Wahlkampfreden mit rechtsradikalem Zungenschlag (z. B. "polnische Fremdarbeiter") aufgefallen ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.355.884 von Kartenhai am 17.05.07 12:36:07Die Leute wie Lafontaine oder Attac sind für mich die wahren "nationalen Sozialisten".

Die wollen unbedingt erhalten, dass ein arbeitsscheuer Hauptschulabbrecher in Deutschland sich eine gute Wohnung mit Zentralheizung, Fernseher, Telefon, Handy, und einen jährlichen Urlaub auf Malle leisten kann, und sich täglich mit drei Pizzas von Aldi vollstopfen kann (um auch auf den Punkt von Dorfrichter einzugehen),
während man einem motivierten, intelligenten und gut ausgebildeten Inder das alles am liebsten weiterhin verwehren würde.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.353.469 von Kartenhai am 17.05.07 09:34:53damit hat Geißler absolut recht,es würde dir nicht schaden eigene schrauben anzuziehen.ob Geißler opportunist nach meinung einiger ist,macht die ja wirklichen probleme verursacht durch die industriestaaten in der "3ten welt" ,nicht nur auf dem agrarsektor weniger anrüchig.wie tief muss man eigentlich moralisch noch fallen,um aus der situation des vollgefressenen europäers,den leidenden auch noch selbst die schuld zuzuschieben.ihr seit ja nicht uninformiert,sondern rendite geht um jeden preis vor menschlichkeit,eine fehlspekulation bis zum totalbankrott wünsch ich manchem zur eigenen läuterung,daran ist er wenigstens selber schuld.
Ist kein Zufall, dass sich Linke und Rechte in Ihrer Ablehnung der Globalisierung einig sind. Beide Gruppen brauchen das Vertraute und Gemütliche, mit Fremdem und Neuem sind sie überfordert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.356.084 von mouse_potato am 17.05.07 12:53:21Ist kein Zufall, dass sich Linke und Rechte in Ihrer Ablehnung der Globalisierung einig sind. Beide Gruppen brauchen das Vertraute und Gemütliche, mit Fremdem und Neuem sind sie überfordert.


Solche Sichtweisen haben natürlich nicht das mindeste mit Intelligenz zu tun, sondern sie entspringen dem Bewusstsein von Abhängigkeit- ähnlich eines Kleinkindes, das seine Mutter anlächelt-es äfft den Betrachter nach, unbewussterweise.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.355.675 von flitztass am 17.05.07 12:19:44die Zahl der Ärmsten wird weiter sinken, denn sie sterben bevor sie von der Statistik erfasst werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.357.109 von StellaLuna am 17.05.07 14:22:23die Zahl der Ärmsten wird weiter sinken, denn sie sterben bevor sie von der Statistik erfasst werden.

In welchem Alter taucht man denn erstmals als in einer Statistik über Armut auf?
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.357.325 von detektivrockford am 17.05.07 14:39:56Flitztass schreibt weiter unten:

...dass die Zahl der wirklich armen Menschen auf der Erde, die mit weniger als 1 PPP-Dollar pro Tag leben müssen, erstmals unter die Schwelle von einer Milliarde gefallen ist, und jedes Jahr weiter zurückgeht. ...

bei hoher Kindersterblichkeit steigt das statistische Einkommen/Person, da weniger Mäuler zu versorgen sind.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.357.532 von StellaLuna am 17.05.07 14:55:53Du solltest dich mal mit Fakten beschäftigen statt mit dümmlicher Propaganda von Attac und co. Du hast offenbar nicht die geringste Ahnung von der Welt.

Seriöses Zahlen zu Kindersterblichkeit gibt es z.B. in den Human Development Reports der UNO. Hier findest du Vergleichszahlen von 1970 und 2004:

http://hdr.undp.org/hdr2006/statistics/indicators/91.html

Selbstverständlich ist auch die Kindersterblichkeit in den letzten 30 Jahren in den allermeisten Ländern der Welt rapide gesunken.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.355.675 von flitztass am 17.05.07 12:19:44Die Leute haben alle schon verdrängt, dass ganz Südostasien noch vor 30 Jahren als Armenhaus galt, und man die armen Waisenkinder aus Südkorea in Deutschland adoptiert hat, damit die dort nicht verhungern. - diese Krise wurde vom IWF verursacht!

Mit der IWF-Krise in Asien nahm auch die Zahl der Kinder in den Waisenhäusern Koreas zu. Viele Eltern, die nicht in der Lage waren, genug Geld zu verdienen, sahen keinen anderen Ausweg, als ihre Kinder aufzugeben. http://de.wikipedia.org/wiki/Adoptionen_aus_Korea

Südkorea wurde das größte Opfer der IWF-Politik schreibt Sieren in seinem Buch "China-Code". Die Strategie des IWF, Korea unter hohem Druck in kürzester Zeit bei offenen Kapitalmärkten zu sanieren, nutzte China und bescherte Korea eine neue offene Flanke.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.357.766 von flitztass am 17.05.07 15:17:54Soweit ich beim Überfliegen der Liste sehe, gibt es kein einziges Land auf der Erde, wo die Kindersterblichkeit in den letzten 30 Jahren gestiegen ist!

Selbst in Ländern mit katastrophaler Entwicklung wie Zimbabwe ist sie leicht gesunken.

In den meisten Ländern Südamerikas und Asiens sank sie extrem um 70, 80 oder gar bis zu 90 %, so z.B. in Chile von 78 pro 1000 Geburten auf 8 pro tausend Geburten.

Sorry, du schreibst hier einfach nur Unsinn.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.357.766 von flitztass am 17.05.07 15:17:54Täglich sterben 30.000 Kinder
Weltweiter UNICEF-Bericht: Sterblichkeitsrate steigt wieder an

Zwar gelang es, die Todesraten bei Kindern in Entwicklungsländern zwischen 1960 und 2000 zu halbieren. In 98 Nationen der Erde gibt es heute jedoch kaum Fortschritte beim Kampf gegen Kindersterblichkeit. In zehn Ländern des südlichen Afrika, aber auch im Irak, Kambodscha und in Staaten der früheren Sowjetunion ist die Sterblichkeitsrate sogar wieder angestiegen. ...

http://www.unicef.de/index.php?id=1171
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.357.851 von StellaLuna am 17.05.07 15:25:11Du hättest noch Venezuela und Zimbabwe anführen können. Da hat sich die Sitaution in den letzten 10 Jahren auch verschlechtert.

Und was schliessen wir jetzt daraus, wenn sich die Situation für die Menschen in Indien, China, Südkorea oder Chile erheblich verbessert hat, aber in Ländern wie Usbekistan, Turkmenistan, Kambodscha, Zimbabwe oder Venezuela verschlechtert?

:rolleyes:
Frage: Japan gehört zu den G8 aber nicht China. Warum?

Wie kann man heute über Weltwirtschaft diskutieren, ohne die stärkste Wirtschaftsmacht, nämlich China, daran zu beteiligen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.358.021 von flitztass am 17.05.07 15:37:49In Venezuela wird sich die Situation bald verbessern, es ist mittlerweile vom IWF unabhängig.

China war noch nie vom IWF abhängig und Südkorea hat sich vom IWF-Desaster wieder erholt. Zimbabwe dürfte noch am IWF-Tropf hängen, da dürfte sich sobald nichts ändern, das Land muss erst "liberalisieren" und erst dann darf es sich seiner Menschen annehmen, die ehemaligen Sowjet-Staaten lassen wir mal außer Acht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.358.184 von StellaLuna am 17.05.07 15:46:44Ja sicher, und dass es den Menschen in der BRD 1990 etwas besser ging als denen in der DDR, da war auch nur der böse IWF dran schuld.

:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.358.184 von StellaLuna am 17.05.07 15:46:44Simbabwe:

Streng nach neoliberaler Doktrin wird die Ausrichtung auf den Agrarexportmarkt propagiert. Die Großfarmen mit ihrem hohem cash crop-Anteil von 80 % sind aus Sicht der "internationalen Gemeinschaft" der Schlüssel zur Devisenerwirtschaftung und damit zur Schuldentilgung des südafrikanischen Landes. Diese Doktrin entlarvt die Kritik an der Enteignung der Großgrundbesitzer: Die kommerziellen Farmen dieser Größenordnung tragen kaum zur Versorgung der simbabwischen Bevölkerung bei. Der Nahrungsmangel im gesamten südafrikanischen Raum ist bereits ein älteres Problem, das durch die schlecht vorbereitete Landreform nur noch verschärft wird. Die Kernfrage besteht vielmehr in der Ausrichtung auf Exportgüter oder auf die food crops, also die Nahrungsproduktion für die lokalen Märkte.(8)

Obwohl die Notwendigkeit zur Landverteilung durch die Bank anerkannt wird, gerät Simbabwe unter Druck: Der IWF stellte im September 1999 seine Zahlungen an Simbabwe ein, seine eigene Rolle bei der ökonomischen und sozialen Krise des Landes spielt hingegen keine Rolle in seiner Politikausgestaltung. Bereits einen Monat später suspendierte die International Development Association (IDA), eine Weltbank-Tochter, die Strukturanpassung; im Mai 2000 vergab die IDA keine neuen Kredite mehr; im September stellte sie die Auszahlung von Mitteln für laufende Projekte ein.

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Simbabwe/krueg…
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.358.377 von StellaLuna am 17.05.07 15:59:09Da hast du dir einen tollen Artikel ausgesucht von einem typischen deutschen "Friedensforscher", der natürlich (jedenfalls zum Zeitpunkt der Verfassung des Artikels im Jahre 2002) Mugabe zujubelt, und dem IWF die Schuld gibt. Die sind immer gut als Sündenbock.

Was lese ich da am Ende des Artikels:

Der Artikel erscheint im Oktober 2002 in Heft 5/2002 der Marxistischen Blätter.

:laugh:
Oder wolltest du jetzt damit den IWF loben, dass der schon 1999 die Zahlungen an diesen Verbrecher eingestellt haben, während die europäischen Linken dem immer noch zugejubelt haben.

:rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.358.377 von StellaLuna am 17.05.07 15:59:09"AG Friedensforschung" wird vom Verfassungsschutz überwacht wegen Verbreitung von verfassungsfeindlicher und linksextremistischer Propaganda. Man schaue sich nur die dortige Berichterstattung und die Artikel während des Irakkrieges an, dann weiß man bescheid was da noch so alles an Schund verbreitet wird. Also nicht gerade eine seriöse, vertrauenerweckende oder gar ernstzunehmende Quelle. :laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.357.836 von flitztass am 17.05.07 15:23:53verstehe ich dich richtg flitze,das es für dich einem fortschritt gibt,weil die kindersterblichkeit in den letzten 30 j. geringer ist?.
irgendwie befinde ich mich hier wohl unter leuten, die eine einstellung haben,die ich nicht näher komentieren möchte.
nur soviel,die pest soll euch treffen,weil die leider auch sehr rückgängig ist,was ich aber durchaus positiv sehen würde.:mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.359.441 von shitpalaver am 17.05.07 16:50:21Ich habe es als Fortschritt bezeichnet, dass immer weniger Leute hungern müssen, was dann Stella auf eine steigende Kindersterblichkeit zurückführen wollte. Da habe ich ihr dann mal die Zahlen gepostet, die belegen, dass auch die Kindersterblichkeit weltweit sinkt.

Im Gegensatz zu dir wünsche ich niemandem die Pest, und betrachte es in der Tat als Fortschritt, wenn immer weniger Menschen hungern müssen, wenn die Kindersterblichkeit sinkt, wenn Krankheiten wie die Pest besiegt werden, ...

Ich kann mir nicht vorstellen, dass du das wirklich anders siehst, aber deine Beiträge sind ja leider öfter mal ein wenig wirr.
Herr Geißler ist halt einer der wenigen mit intelligenz ausgestatteten Erscheinungen.
:):):):)
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.361.180 von Waldsperling am 17.05.07 18:19:16Nobby Blüm hab ich eben auch gesehen, und Claudia Roth. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.359.559 von flitztass am 17.05.07 16:56:12es sterben eben immer mehr kinder an hunger etc. deine statistik ist einfach banane.
die menscheit hat sich in der zeit eben verdoppelt,nur du relativierst in % gesehen zur gesamtbevölkerung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.364.930 von shitpalaver am 17.05.07 22:39:20Dann geh die Kinder endlich füttern, shitpalaverer, worauf wartest du?
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.362.675 von Kartenhai am 17.05.07 19:56:58Wann bist du denn bei uns?:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.365.380 von Waldsperling am 17.05.07 23:18:41Jetzt?! :confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.365.393 von Kartenhai am 17.05.07 23:21:14türlich!:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.365.404 von Waldsperling am 17.05.07 23:23:14Mönsch, BigForestBird, altes House! :D

Worum gings denn?
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.364.991 von Kartenhai am 17.05.07 22:42:13bin eben ein gutmensch ,bedarf nicht deiner aufforderung,von einem kartenhai erwartet eh niemand was.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.365.943 von shitpalaver am 18.05.07 00:52:14Alles in Butter, shitpalaverer! Die armen Kiddies haben zu essen, der Heiner hat dementia senilis und du hast ein gutes Gewissen. Ist das nicht fein? :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.366.905 von Kartenhai am 18.05.07 08:59:50Globalsierung nach Wildwestmanier hilft einigen Wenigen.
Wenn einzig das Ziel die Maximierung der Eigenkapitalrendite ist, kurzfristiger Profit bei Aufgabe aller Werte und Identitäten das Maß aller Dinge bedeutet, der kann, darf oder muß die Statements der Hedgies ungeprüft übernehmen.

Geißler ist kein Sozialromantiker, sondern war stets Vor- und Querdenker. Chapeau Heiner!
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.371.957 von kiska am 18.05.07 14:12:39Es gibt weder eine "Globalisierung nach Wildwestmanier" noch eine "Globalisierung light" oder eine "Sozialglobalisierung".
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.378.255 von Kartenhai am 18.05.07 20:20:54Sorry Kartenhai,

mit dieser für Dich einfachen Denkstruktur kannst Du Dir vielleicht Dein Weltbild erklären.
Die Zusammenhänge sind aber doch ein wenig komplexer und können in diesem Thread auch nicht geklärt werden. Entscheidend ist, mit welchen Denkansätzen ich mich in dieser Frage positioniere.
Inwieweit bin ich bereit, mich Strukturen, Netzwerken und auch Ethik in der Wirtschaft auseinanderzusetzen und wie lernfähig bin ich dabei.

Geißlers Bild, der Mensch ist humanistisch und religiös geprägt, ist nicht ideologisch und einseitig. Kein vernünftig denkender Mensch möchte die Kleinstaaterei der Vergangenheit wieder haben, aber eine gesetzlose Globalsierung bringt keien Segen und keinen Nutzen für die Gesellschaft.

Es kann doch nicht sein, dass gewisse Gruppen alle Chancen der Profitmaximierung erhält aber die Risiken auf die Allgemeinheit umwälzt.

Ich habe mich mit dem Beitrag von Helmut Schmidt aus der Zeit intensiv beschäftigt und kann mich damit identifizieren. Bevor Du daher Plattitüden in die Welt setzt, solltest Du Dich mit den Personen und deren Lebenswegen auseinandersetzen.

Helut Schmidt zu diesem Thema in der Zeit:
http://www.zeit.de/2007/06/Globale-Finanzmaerkte?page=1
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.381.858 von kiska am 19.05.07 08:06:18> "mit dieser für Dich einfachen Denkstruktur kannst Du Dir vielleicht Dein Weltbild erklären."

:laugh:Ist nicht das erste Mal, daß ein ahnungsloser Tagträumer mir die Welt erklären will und mit einer Beleidigung beginnt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.098 von Kartenhai am 19.05.07 09:55:11Tut mir leid Katzenhai, dass Du Begriffe wie einfach, schlicht oder dümmlich nicht trennen kannst.

Auf den Rest Deiner Antwort werde ich nicht eingehen.....:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.381.858 von kiska am 19.05.07 08:06:18@kiska das Thema in "Der ZEIT" war auch schon bei PHOENIX. Helmut Schmidt hat mich da phasziniert. Seine Gedanken reichen weit in die Zukunft und er zeigt Gefahren auf, die sich jetzt schon abzeichnen. Vor allem China tritt zunehmend auf den Plan.

"Bereichert Euch" hat Teng Xiau Ping mal gesagt. Was nichts anderes zu bedeuten hat: "BEUTET AUS"! Irgendwie fühle ich mich die letzten Jahre auf verlorenem Posten bei solchen Aussagen, da wir so erzogen wurden, daß der Mensch zuerst kommt. Moralische Grundsätze gehen den Bach runter, die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollten.

Ein hochaktuelles Beispiel ist dabei die Mindestlohn-Debatte. Wir sind mittlerweile sogar bereit, einem Menschen, der 5 Tage lang 8 Stunden arbeitet, lieber staatliche Lohnzuschüsse zu gewähren, als die Arbeitgeber in die Pflicht zu nehmen und 7,5€ Mindestlohn (Bakschisch) zu verweigern.

Andererseit subventionieren wir den Arbeitsplatzabbau insofern, daß wir ehemalige EU-Schwellenländer(Rumänien, Bulgarien, Ukraine früher Tschechien, Ungarn oder Polen) weit vorher nur mit dem halben Steuersatz belasten, obwohl die Löhne in diesen Ländern nur einen Bruchteil dessen ausmachen, was produziert wird.

Wir sind sogar soweit abgesunken, daß wir ein duales Steuersystem billigen (Personengesellschaften/Kapitalgesellschaften), anstatt die GEWERBESTEUER (sehr verwaltungsintensiv) radikal abzuschaffen und dafür eine Gegenfinanzierung einleiten, indem man die internationalen Banken endlich wieder zur Steuerabgabe zwingt, in den Ländern, indenen die Gewinne abgeschöpft werden.

ATTAC wird zu einer überparteilichen Bewegung frustrierter Basisdemokraten, die zumindest versucht, eine humanere Gesellschaft zu etablieren. Den Rohstoffländern einen größeren Anteil dessen zu überlassen, was ihr natürliches Recht ist. Afrika scheint ein El Dorado zu sein für die großen Konzerne vor allem der USA, KANADA, oder GB.

Es muß ja nicht in breitestem Wohlstand münden, es würde ja reichen, den Menschen ihr täglich Brot zu überlassen. Aber nichtmal dies ist man bereit den Menschen zu geben.

Traurig.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.219 von kiska am 19.05.07 10:21:47Kartenhai, nicht Katzenhai! Auch eine beliebte Form der Herabsetzung in diesen Diskussionen, die Verdrehung des Nicknames. Du bist anhaltend unsachlich, aber für eine richtige Beleidigung zu feige, du Dummschwätzer! (Das kannst du jetzt melden!) ;)
"Es ist immer besser, miteinander zu reden als übereinander", sagte Merkel zum Abschluss des Gipfels. Es gelinge "nicht immer, sich gegenseitig zu überzeugen", fügte sie hinzu. Die Kanzlerin kritisierte das Anreiseverbot für Oppositionsführer Garry Kasparow, der in Moskau festgehalten (mehr...) wurde, ohne dabei Kasparows Namen zu nennen: Sie habe jedes Verständnis für die Festnahme von Gewalttätern. "Aber wenn jemand nichts gemacht hat, sondern nur auf dem Weg zu einer Demonstration ist, ist das aus meiner Sicht nochmal eine andere Sache", sagte Merkel.

Der russische Präsident war merklich verstimmt und ging in die Offensive: Auch Deutschland wende schließlich solche "Maßnahmen" an, sagte Putin und verwies dabei süffisant auf die Razzien gegen G-8-Kritiker in Hamburg.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,483606,00.html

Putins Ohrfeige war zu Recht :laugh:
Da nützt es auch nichts, dass Merkel sagt, dass friedliche Demonstrationen möglich sind, denn da stellt sich die Frage, wo friedlich demonstriert werdend darf. Am Ort des Geschehens ist striktes Demo-Verbot ausgesprochen worden, wo bitte, dürfen die Menschen ihren friedlichen Protest ausüben? In Hamburg? In Berlin? In München?
Muss nicht ein enger Zusammenhang bestehen zum Ort des Geschehens? Ich meine, dass das unser Demo-Recht gewährleistet. Und wer dieses außer Kraft setzt, versetzt unserer Demokratie einen schweren Schlag.
Ich behaupte außerdem, dass mittlerweile nicht mehr differenziert wird zwischen gewaltfrei und nicht gewaltfrei. Man behauptet einfach, dass jede Demo in Gewalt ausufern kann weil sich gewaltbereite Gruppen in friedlichen Demo-Gruppen verstecken und diese nutzen um Gewalt auszuüben.
Ich schließe nicht aus, dass mit diesem Argument über kurz oder lang der Versuch unternommen wird, Deutschland demo-frei zu machen und ein grundsätzliches Demo-Verbot ausgesprochen wird. Die stattgefundenen Razzien bei denen man nichts gefunden hat, was eine Verhaftung gerechtfertigt hätte, ist aus meiner Sicht ein weiterer Schritt in einen Polizeistaat mit dem Ziel, Andersdenkende einzuschüchtern.
Glücklicherweise ist das in diesem Fall nicht gelungen, ganz im Gegenteil, die unterschiedlichsten Gruppen sind enger zusammengerückt.
Entscheiden werden demnächst die Gerichte, es bleibt spannend ob sie sich dem politischen Druck beugen oder nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.348 von Kartenhai am 19.05.07 10:51:22Katzenhai, Katzenhai, Katzenhai :laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.395 von StellaLuna am 19.05.07 11:05:08Muss nicht ein enger Zusammenhang bestehen zum Ort des Geschehens?

Warum?

Weil man dann besser Steine gegen die verhaßten Repäsentanten der Globalisierung werfen kann?

Friedliche Demonstarationen sind in D. durchaus möglich - im Gegensatz zu Putins Russland.

Nur leider hat die linke Szene in der Vergangenhait zur Genüge bewiesen, daß sie zu ausschließlich fridlichem Protest in den allermeisten Fällen nicht fähig oder willens ist.

Ich behaupte außerdem, dass mittlerweile nicht mehr differenziert wird zwischen gewaltfrei und nicht gewaltfrei. Man behauptet einfach, dass jede Demo in Gewalt ausufern kann weil sich gewaltbereite Gruppen in friedlichen Demo-Gruppen verstecken und diese nutzen um Gewalt auszuüben.

Man behauptet einfach, so so.
In der Vegangeheit ist das oben genannte leider oft genug geschehen.
Das kann natürlich kein Freibrief sein, das Demonstrationstecht grundsätzlich zu beschneiden - oder gar abzuschaffen wie Du befürchtest.

Allerdings muss sich die Masse der friedlichen Demonstranten der Frage stellen, warum man sich bisher eher mit Steine werfenden Randalieren solidarisierte, anstatt sie zu isolieren.
Da man offenbar bisher immer bereit war Randalieren passiven Schutz zukommen zu lassen, muß man jetzt nicht über räumliche Einschränkungen bei Anti-G8-Demos jammern.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.485 von detektivrockford am 19.05.07 11:28:42ein enger zusammenhang muß sein, dann fällt es den entscheidungsträgern etwas schwerer, die menschen zu ignorieren,

ich wünschte, in heiligendamm würden nur so leute sitzen wie schmidt, geißler und ähnliche, maW leute mit verstand und moral.

cura
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.582 von curacanne am 19.05.07 11:58:16Dein moralischen Anspruch in allen Ehren, aber derart alte Knacker (um die 80) einzubeziehen, halte ich für einen Fehler. Was da jetzt rumsitzt, ist mir schon zu alt, Leute um die 40 fehlen, oder noch jüngere.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.602 von Kartenhai am 19.05.07 12:02:30findest du wirklich, daß das alter ein argument ist?immerhin haben ältere menschen mehr erfahrungen als junge, sind also nicht so beschränkt:D in ihrem denken:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.630 von curacanne am 19.05.07 12:07:23Ja, das finde ich. Die Erfahrungen, die Schmidt und Geißler in der Politik gemacht habe, liegen weit zurück, die Welt hat sich inzwischen verändert. Berufserfahrung haben sie kaum, beide sind Berufspolitiker. Wenn du willst, daß die Politik auf die Menschen "da draußen" hört, solltest du unterstützen, Menschen von "da draußen" in die Politik zu holen, also Leute, die wissen, wie es ist, für Geld arbeiten zu müssen udn ncith so9lche Leute, die kurz vor der letzten Ölung stehen. Daß jüngere Menschen in ihrem Denken beschränkter sind, glaube ich nicht. Intellektuelle Minderleistung hat nichts mit dem Alter zu tun. Übrigens steigt mit zunehmenden Alter die Gefahr alterstypische Erkrankungen, die Einfluß auf die geistige Leistungsfähigkeit haben.

BTW: Wie alt bist du denn, wenn ich mal fragen darf?
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.485 von detektivrockford am 19.05.07 11:28:42Was den G8-Gipfel anbelangt, sehe ich keinen Unterschied zu Russland :p

"Links" scheint für Dich identisch zu sein mit Gewalt. Gott bewahre Dir Deine schlichte Denke aber uns möge er davor schützen.

Ich gehe davon aus, dass Du niemals an einer Demo teil genommen hast, sonst würdest Du wissen wie das abläuft, wie sehr die Organisatoren bemüht sind die Demo nicht zum Schlachtfeld extremistischer Minderheiten werden zu lassen. Die Behauptung, dass sich friedliche Demonstranten mit Gewaltbereiten solidarisieren kann ebenfalls nur einer sehr einfachen Denkweise entspringen.
Solltest Du allerdings der Meinung sein, dass man wegen gewaltbereiter Minderheiten das Demo-Recht einschränken sollte, dann könnte Russland für Dich das Kuschelland sein.

Im übrigen wage ich die Behauptung, dass die wöchentlichen Ausschreitungen vor und nach Fußballspielen einen wesentlich größeren Schaden verursacht haben als die Demos der letzten Zeit. Kein Politiker sieht durch Fußball-Randale - zum Teil verbunden antisemitische Angriffe gegen Spieler und Anhänger - unseren Staat gefährdet. Warum verbietet man Fußballspiele nicht wegen des aus meiner Sicht sehr hohen Gewaltpotentials? Weil man den Mob lieber im Fußballstadion als auf der Straße hat, und das was sich vorher oder anschließend so abspielt auf den Straßen fällt unter Kollateralschaden? Solidarisieren sich vor diesem Hintergrund die nur am Fußball interessierten Zuschauer mit den Randalierern und Gewalttätigen?

Wenn in Deutschland politisch motivierte Demonstrationen automatisch als gewaltbereit eingestuft werden aber Fußballspiele, die größtenteils mit Gewalt enden, nicht, dann frage ich Dich, wer definiert in unserem Land "Gewalt"?

Ist es nicht eher so, dass Andersdenkende mundtot gemacht werden sollen und zwar unabhängig davon ob sie gewaltbereit sind oder nicht. Denn ginge es nur um die Gewaltbereitschaft, müssten ca. 50 % der Fußballspiele verboten werden. Werden sie aber nicht. Den alkoholisierten Mob darf man nicht reizen, er ist unberechenbar und zerstörerisch.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.696 von StellaLuna am 19.05.07 12:22:19Links" scheint für Dich identisch zu sein mit Gewalt.

Nein.
Links liegt für mich nur in der Nähe der Dummheit.
Und aus Dummheit entspringt leicht Gewalt.

Und was ich für zum Kotzen heuchlerich finde ist, daß gerade einige derjenigen, die sich für die Verfechter der Menschlichkeit halten, doch immer wieder so zu Gewalt neigen.
Steine werfen, Autos anzuünden etc. und dabei noch glauben was Gutes zu tun.:rolleyes:

Im übrigen wage ich die Behauptung, dass die wöchentlichen Ausschreitungen vor und nach Fußballspielen einen wesentlich größeren Schaden verursacht haben als die Demos der letzten Zeit.

Du wirst lachen, besonders vor Fußballgroßereignissen werden bekannte Randalierer präventiv daran gehindert dort hin zu reisen - das gelingt nicht immer, dennoch wird es versucht
(Auch beim G8 Gipfel wird es wieder einigen Randalieren gelingen irgendwo was kaputt zu machen. Kein Grund nicht zu versuchen dies verhinden)
Und es wird auch darauf geachtet, verfeindete Hooligan-Gruppen auseinander zu halten.
Natürlich beschwerden die sich über sowas genau wie Du.


Kein Politiker sieht durch Fußball-Randale - zum Teil verbunden antisemitische Angriffe gegen Spieler und Anhänger - unseren Staat gefährdet.

Unterschied: Die wollen i.d.R. "nur" Randale (schlimm genug) aber nicht so sehr Deutschland politisch/gesellschaftlich verändern - wie es die extrem linken (und auch rechten) wollen.

Warum verbietet man Fußballspiele nicht wegen des aus meiner Sicht sehr hohen Gewaltpotentials?

Analog dazu müßte man Deiner Logik zufolge auch den G8 Gipfel verbieten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.485 von detektivrockford am 19.05.07 11:28:42ähnliche begründung kennt man aus nah-ost.so gesehen verstecken militante sich auch unter der deutschen bevölkerung gesamt,und der detektiv ist durch seine passivität dies zu verhindern mitschuldig.er bietet sozusagen einem teil des schutzraumes für militante gruppen,das auch gesetzlich verfolgt werden müsste.
hoffe auf eine baldige gesetzesänderung,um auch solchen personen wie dem detektiv,sein passives treiben nicht mehr zu ermöglichen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.819 von shitpalaver am 19.05.07 12:50:36Du, ich bin absolut unschuldig, ich schwör´.

Wenn ich einen militanten Linken kennen würde, ich würde sofort petzen. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.690 von Kartenhai am 19.05.07 12:21:30Was haben Alter, Verstand und Lebenserfahrung miteinander zu tun?
Ich respektiere jüngere, die sich kritisch und sachlich mit einer Sache auseinandersetzen genauso wie ältere Menschen.
Der Mix ist entscheidend.
Denkverbot für Ältere, klasse!
Wie wär es mit Schreibverbot für dumme Menschen?

Würd Dir emfehlen Dir mal den "alten" Kant anzusehen, was der mit 60 über die Unmündigkeit geschrieben hat.
Diese Gedanken sind jetzt zwar schon 250 Jahre alt, aber in meinen Augen aktueller denn je.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.835 von detektivrockford am 19.05.07 12:53:25Wenn ich einen militanten Linken kennen würde, ich würde sofort petzen - bist Du sicher, dass Du dazu in der Lage bist?
Das Gefährliche an den Linken ist, dass sie sich nicht als Linke zu erkennen geben :laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.782 von detektivrockford am 19.05.07 12:43:43Man kann hier nur noch den Kopf schütteln, wie hier die Unterdrückung jeglicher Opposition gleichgesetzt wird mit dem Versuch, gewalttätige Ausschreitungen zu verhindern.

Wenn in Deutschland ähnliche Zustände herrschen würden wie aktuell in Russland, dann würde das bedeuten, dass die Polizei hier willkürlich Oppositionspolitiker wie Westerwelle, Lafontaine oder Claudia Roth festhalten würde, um sie an ihren öffentlichen Auftritten zu hindern.

Wer das gleichsetzt mit dem Versuch, Gewalttäter aus den Reihen der Globalisierungsgegner daran zu hindern, Randale zu veranstalten, der hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Es ist für mich erschreckend, wieviele Leute hier da keinen Unterschied erkennen, und was sich da für ein Demokratieverständnis in Deutschland offenbart.

Man könnte ja meinen, es hätte bei G8-Gipfeln noch nie Randale gegeben, und jeglicher Verdacht, dass es jemals zu so etwas kommen könnte, wäre völlig unbegründet. :rolleyes:

Und von Fussball hat Stella offenbar auch nicht die geringste Ahnung. Nicht nur werden bekannte Randalierer am Reisen gehindert, sondern alle Fans der betreffenden Mannschaften müssen erhebliche Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit hinnehmen. Deren Fans werden in der Regel auf vorgegebenen Routen vom Bahnhof zum Stadion geführt bei Auswärtsspielen, und es ist ihnen untersagt, sich frei in der Stadt zu bewegen. Wer sich nicht daran hält, wird festgenommen. Frage z.B. mal Fans von Dynamo Dresden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.882 von kiska am 19.05.07 13:02:23> Denkverbot für Ältere, klasse!

Davon habe ich nicht gesprochen, ich habe mich nur gegen die Forderungen gewandt, den gesamten Sitzungsssal in Heiligendamm mit Leuten um die 80 zu bestücken.

> Wie wär es mit Schreibverbot für dumme Menschen?

Ich sage jetzt einfach mal, daß du dich ein wenig überschätzt. Schon deine Wahrnehmungsdefizite (siehe oben - Denkverbote...) und deine anhaltende Unsachlichkeit mir gegenüber läßt mich das vermuten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.382.903 von flitztass am 19.05.07 13:06:32flitze wie du wissen müsstest war am ort der demo von Kasparow ein verbot vorhanden,ändert nichts am ansonstem berechtigten anliegen,es war verboten.
dei demo selbst ja erlaubt,so ist es durchaus gleichwertig zu betrachten,würde man unsere erklärte "demokratie" noch einbeziehen,dürfte es zu unseren ungunsten ausgehen.
schon erstaulich welche volten ihr immer zieht,sobald es euch in dem kram passt.aber von dir ist man selten was anderes gewohnt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.383.082 von shitpalaver am 19.05.07 13:40:54schon erstaulich welche volten ihr immer zieht,sobald es euch in dem kram passt

dito
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.383.082 von shitpalaver am 19.05.07 13:40:54
Für Kasparow gilt in ganz Russland Demonstrationsverbot. Derweil scheint sich die Szene in Deutschland auf Grund des Demoverbotes in Heiligendamm auf andere Orte zu konzentrieren.

Tagesspiegel von Heute.

Polizeiwagen vor der Wache angezündet
Brandanschlag auch auf Bahn-Auto – Täter gefasst

Die Serie nächtlicher Brandanschläge reißt nicht ab. In der Nacht zu Freitag gingen in verschiedenen Bezirken erneut Autos in Flammen auf – in Spandau sogar ein Polizeiwagen, der auf dem Parkplatz des Abschnitts in der Schmidt-Knobelsdorff- Straße stand. Das Feuer griff auch auf einen danebenstehenden Einsatzwagen über. Die Ermittlungen laufen.

Wie berichtet, steigt die Zahl der politisch motivierten Straftaten drei Wochen vor Beginn des Weltwirtschaftsgipfels in Heiligendamm an. In Kreuzberg bemerkte am Donnerstag gegen 23 Uhr ein Passant, dass am Gröbenufer ein Chrysler Voyager brannte; die Flammen griffen auf einen Ford über. Dreieinhalb Stunden später steckten in Kreuzberg Unbekannte am Paul-Lincke-Ufer einen Audi in Brand. Durch das Feuer wurden ein parkender Golf und ein Motorroller beschädigt.

Einen mutmaßlichen Brandstifter aus der Nacht zu Freitag konnte die Polizei in Prenzlauer Berg festnehmen. Um 3 Uhr soll der 25-Jährige versucht haben, in der Fritz-Riedel-Straße einen Opel Corsa der Deutschen Bahn anzuzünden. Der 25-Jährige ist dem Landeskriminalamt bekannt. Er soll der linken Szene angehören und in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen politisch motivierter Straftaten aufgefallen sein. Details dazu wollte die Polizei gestern nicht nennen.

Wie berichtet, brannte auch in der Nacht zuvor in Friedrichshain ein Chrysler, zur gleichen Zeit flogen Farbbeutel gegen eine Filiale des Kaffeerösters Tchibo. Und was gestern vielen Autofahrern am Charlottenburger Tor auffiel: Dort fehlte die riesige Werbefigur, die bislang auf dem Plakat an der Straße des 17. Juni zu sehen war. Sie wurde herausgeschnitten; Unbekannte sprühten den Slogan: „Alice goes G8“. Es entstand ein Sachschaden von 50 000 Euro. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, wurde – unter anderem von der Stiftung Denkmalschutz Berlin – eine Belohnung von 1500 Euro ausgesetzt. AG/tabu
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.384.368 von diggit am 19.05.07 17:23:41Linke sind ja sooo lieb.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.384.368 von diggit am 19.05.07 17:23:41ich bin doch nicht für ein demoverbot in rußland,dürfte klar ersichtlich sein.nur wird sie an illegalen (nicht genehmigten)orten durchgeführt schlägt bekanntermaßen die staatsmacht nicht nur in rußland zu.es soll ja demokratische staaten geben die schiessen auch mal in die menge rein bei sowas und legen bei rußland andere maßstäbe an.für einzelne verrückte die autos anzünden etc. die linke verantwortlich zu machen ,ist wohl nur diggitalen hirnen möglich,die einseitigen input haben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.388.025 von shitpalaver am 19.05.07 20:37:37Mir geht es nicht um eine spezielle Demonstration. Aber wenn jemand die zivilen Rechte des autoritären Russlands mit denen in Deutschland gleichsetzt, hinkt das gewaltig.
Bei mir wird jährlich Gelände abgesperrt weil 50 Vollpunks mit fetten Lautsprechertrucks die "Freilassung politischer Gefangener aus deutschen Gefängnissen" fordern.
Für so einen Firlefanz haben wir nicht nur Geld, Polizei parat, sondern auch noch den Reinigungsdienst, der den ganzen Müll und die Bierpullen wegräumt.
:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.389.185 von diggit am 19.05.07 22:13:16dies sind die schattenseiten einer demokratie,empfinde ich auch schon immer als übel,da es evtl. berechtigte demos ,als chaotisch etc. darstellt,um des reinen zerstörungswillens.
dies trifft besonders auch auf fußball zu,wie von stella schon erwähnt.
nur sind sport und politik verschiedene anliegen,fußball schwerlich als für eine demokratie notwendig zu erklären,das andere dient nicht einer diktatur etc. zu verfallen.
was jemand für wichtiger hält,lässt sich durchaus diskutieren,meine meinung dazu dürfte klar sein.
ich wünschte mir ,man würde es nicht solchen unpolitischen chaoten überlassen,solche skandalösen einschränkungen wie beim gipfel im vordergrund zu stellen,sondern den politikern die nötige antwort mit einer normalen massenbasis geben.
wann werden wie dort auch unsere rechte weiterhin eingeschränkt,stück für stück findet eine aushöhlung statt,die mehr einem system gleicht, wie in der ex.
nur sind die möglichkeiten vielfach effektiver als früher und dort,darum geht es mir in erster linie.
unsere demokratie muss ein anliegen aller schichten und politischen richtungen sein,auf die vermeintliche linke einzudreschen,zeigt mir eher das viele immer noch nicht begriffen haben wohin der weg geht.
Allgemein kann ich dem was du sagst nur zustimmen. Wenn an direkt zur Sache kommt muss man aber differenzieren. Zum einen hat man das Recht seine Meinung durch eine Demonstration zum Ausdruck zu bringen. Auf der anderen Seite habe auch die G8-Teilnehmer das Recht auf ein sicheres störungs- und sabotegefreies Treffen.
Leider scheint es so, dass beides nicht mehr vereinbar ist. Soll heissen, wenn man Demonstrationen vor Ort zulässt, ist der Versuch des Störens, Sabotierens oder sonstigen Einwirkens auf das Treffen vorprogrammiert. Kein mir bekanntes internationales Wirtschaftstreffen der vergangenen Jahre kam ohne Ausschreitungen aus. In Italien gab es sogar einen Toten.
Hier beginnt die Zwickmühle, indem die Freiheit zur Demonstration dafür ausgenutzt wird die Versammlungsfreiheit der anderen (hier G8) zu unterbinden.
Daher muss es eine zwechmäßige Lösung geben.
:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.390.364 von diggit am 20.05.07 04:42:37was in Italien passiert ist,dafür gab es mal eine schöne dokumentation auf arte.die unruhen gingen von staatlich gelenkten provokatören aus,die dafür sogar bezahlt wurden.diese sind sogar filmisch festgehalten ,wie es mit polizei und politikern geplant wurde.mich wundert nur das du über sowas ahnungslos zu sein scheinst,informieren würde auch dir mal gut tun.