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INFLATION kommt--was ist meine Geld noch wert???

Nun haben wir es bestätigt bekommen--Milchprodukte--Öl-Heizöl haben die Lebensahltungskosten erhöht--ermals über 2,00% Steigerung.
Wir gehen ob wir wollen oder nicht in eine Infaltion--schon wegen der Staatsverschuldung (Staatenverschuldung-Europa-Amerika)

Wenn jetzt nach Milch u. Heizöl auch noch Fleisch u. alle anderen Lebensmittelpreise erhöht werden-sind wir nach meiner Meinung bereits in einer Inflation.

Wer kennt sich damit aus wie sich das in den LV`s ohne Dynamik auswirkt--bzw kann die die Dynamik in den Versicherungen die Inflation ausgleiche???
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.199.431 von GueldnerG45S am 30.10.07 10:02:09Frag doch mal den lieben Gott!
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.199.447 von Michi301 am 30.10.07 10:03:25:rolleyes: Es geht auch um Euer Geld--um Euere Altersversorgungen welche in LV-Riester oder sonsten Privaten Rentenversicherungen stecken :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.199.666 von GueldnerG45S am 30.10.07 10:15:39Du Ungläubiger!
Siehe die Vögel auf dem Felde,
sie säen nicht, sie ernten nicht und der liebe Gott ernährt sie dennoch.
(oder so ähnlich :laugh: )
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.199.745 von AdHick am 30.10.07 10:19:52:)mich schon :)--aber EUCH nicht:D
Sind Riester Renten oder sonstige private Rentenversicherungen
Inflationsgeschützt? Wenn es so weiter geht wird eine monatliche Riester Rente in 20 Jahren im Monat nich mehr als ein Kasten Bier abwerfen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.199.745 von AdHick am 30.10.07 10:19:52:laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.199.431 von GueldnerG45S am 30.10.07 10:02:09Alle Barvermögen, LV und Riesterverträge am besten auflösen und in GOLD (physisch!!) anlegen.
:confused: was dann machen die Börsen--Aktien und Fonds :confused:

Alternativ wäre dann jedoch auch Sachwerte schaffen:rolleyes:

deshalb werde ich mir einen Bauernhof kaufen
Thread: Staatliches Schneeballsystem---deshalb werde ich mir einen Bauernhof kaufen
Bei Rierster oder anderen Zahlungen aus der Staatskasse würde ich mir weniger Gedanken über einen Inflationsausgleich machen. So wie der Staat zur Zeit wirtschaftet, hätte ich da doch eher Angst vor Totalverlust meines Angesparten.

Bei privat angelegtem Geld kann man wenigstens noch in etwa davon ausgehen, daß sich irgendein Managament wenigstens Mühe gibt Erträge für seine Anleger zu erzielen. Allerdings ist dann auch nicht sicher, ob die Staatskrake es sich nicht mit irgendwelchen Gesetzen, von denen wir heute noch gar nichts ahnen, doch noch zurückholt.

Da ist die Idee physisches Gold zu kaufen schon ganz gut. Auch ´ne Immobilie (immens weiter steigende Energiekosten immer mit einkalkulieren. Energie wird nicht mehr billiger !!!)zum selbst drin wohnen könnte helfen.

in diesem Sinne
Gernfried2000
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.200.299 von Gernfried2000 am 30.10.07 10:54:27goldbesitz kann und wird verboten werden
-liegt ja im trend zu verbieten

- der liebe gott ernährt alle die vögeln
"was ist mein Geld noch wert?"

Wie kommst Du darauf, daß das Dein Geld wäre?
Ist Dein Bildnis auf den Geldscheinen?
Nein? Dann gib dem "Kaiser", was des Kaisers ist.
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.200.478 von kaninchendocht am 30.10.07 11:05:34was für ein blödsinn...
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.200.478 von kaninchendocht am 30.10.07 11:05:34dafür ist es bereits zu spät und global ist das eh nicht mehr machbar...
Geldwerte sind nie inflationsgeschützt. Sowas sollte man lernen, bevor man sich in ein Börsenforum begibt, oder Geld anlegt. Kannst Dir ja mal den Spass machen und mit hier http://www.kredit-und-finanzen.de/finanzrechner/inflationsre… mal durchrechnen, wie die Kaufkraft Deines Geldes im Laufe der zeit schrumpft.
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.202.046 von dfranke am 30.10.07 12:46:03Geldwerte sind nie inflationsgeschützt

Das war ja die Gretchenfrage?!;):cool::cry:
Ich empfehle eine Immobilie ( mit ordentlich Land drumherum... ) zur Eigennutzung - mit Solar für Warmwasser und einer Erdwärmeheizung. Wobei man momentan noch überlegen kann, das ganze Dach mit Solar zuzupflastern, Strom zu erzeugen und den für 50 Cent an e.on und Konsorten - garantiert für 20 Jahre lang - zu verklingeln.
Dann beissen die sich doppelt in den Hintern....:D


Arthur Spooner
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.205.423 von ArthurSpooner am 30.10.07 15:56:34Irgendwo deckt deine Rechnung sich nicht mit Solar auf dem Dach.
Bleibt unser Geld stabil dann wird es auch weiterhin Arbeit und Löhne geben mit den man einigermaßen leben kann.
Kommt Inflation dann wird möglicherweise der Endverbraucher in 10 Jahren 1.50 euro pro KW bezahlen.Dann helfen die 0,50 cent auf 20 Jahre auch nicht mehr weiter.Photovoltaik Anlagen sind sehr teuer in der Anschaffung.
Darum fremdfinanzieren. Ob dann aber noch Rendite übrig bleibt? :confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.205.736 von Statistix am 30.10.07 16:13:16Genau so hab ich es gemacht.Bargeld wäre viel zu Schade für so eine Anlage.Hab selbst eine mit 9,6 KW aufm Dach.Komplett Fremdfinanziert mit 4% Zinsen effectiv 10 Jahre fest.Sollten wir nach 10 Jahren eine Inflation haben zahle ich die Anlage in Bar aus,wenn nicht lass ich sie bei günstigen Zinsen über die Bank weiter laufen.Deswegen hab ich die Anlage über die Hausbank finanziert und nicht über die KfW.Die Anlage wirft nach allen Abzügen so um die 1500 Euro Gewinn im Jahr ab.
Wenn ich fragen darf... Was hat sie denn gekostet, dann kann ich mir mal die Rendite vor und nach Zinsen ausrechnen...
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.206.024 von Statistix am 30.10.07 16:27:4049500 Euro.Bekomme 0,55cent/KW.
:D Jetzt leider sicher es kommt die Inflation :D :D Jetzt leider sichere es kommt die Inflation :D :D Jetzt leider sicher es kommt die Inflation :D :D Jetzt leider sichere es kommt die Inflation :D

29. Oktober 2007

GELDPOLITIK
Party für Reiche
Von Wolfgang Reuter

Über Jahre hinweg haben die Notenbanken die Welt mit billigem Geld überschwemmt - und damit die Wohlhabenden noch wohlhabender gemacht. Jetzt droht die Inflation. Und die macht die Armen ärmer.

Wirtschaftliche Not kündigt sich an den Börsen an. Jede Stagnation, jeder Abschwung und jede Rezession geht mit fallenden Aktiennotierungen einher, oft sogar mit einem Absturz. Schwarzer Freitag heißt das dann, wie im Jahr 1929, oder Schwarzer Montag, wie 1987.



Börse (in Chicago): Wer zu der Sause Zutritt hatte, konnte eigentlich nichts falsch machen
Manchmal aber schickt das Unheil als Vorboten ein Kursfeuerwerk. Axel Weber, Chef der Bundesbank und Mitglied im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), weiß das. Misstrauisch beobachtet er seit einigen Monaten die steil nach oben zeigenden Kurven der internationalen Wertpapier-Indizes, vor allem an den Warenterminbörsen.

Frühjahrsweizen beispielsweise, gehandelt an der Getreidebörse in Minneapolis, hat sich seit Mai von 5,50 Dollar pro Scheffel - etwa 35 Liter - auf 9 Dollar verteuert. Vor einem Jahr kostete das Getreide nur 4,60 Dollar pro Scheffel, ein Plus von fast hundert Prozent.

Der Preis von Mais und Sojabohnen ist binnen Jahresfrist an den wichtigsten Handelsplätzen um bis zu 70 Prozent gestiegen. Auch viele Metalle, Bauholz, Kautschuk, Wolle und andere Rohstoffe, die für Konsumartikel relevant sind, steigen seit Monaten stetig an. Weitere statistische Daten und Preisentwicklungen lassen ebenfalls nichts Gutes ahnen. Und außerdem übersteigt der Ölpreis immer neue Rekordmarken.

Am vergangenen Sonntag schlug Weber Alarm. "Als Notenbank machen wir uns in der Tat Sorgen", sagte der Geldpolitiker. "Was beunruhigt, ist der Anstieg der Preise auf breiterer Front, also nicht nur bei Energie und Nahrungsmitteln. Bis zum Jahresende könnte die Inflation auf drei Prozent steigen." Das wäre der größte Preisschub sei 14 Jahren.

Auch der Chefvolkswirt der EZB, Jürgen Stark, warnte düster, die Inflationsgefahr im Euro-Raum habe sich in den vergangenen Wochen erhöht - trotz der internationalen Finanzkrise und einer Konjunktur, die durch den starken Euro gedämpft werde. Es waren ungewöhnlich klare Aussagen für Währungshüter, die ihre Worte normalerweise auf die Goldwaage legen.

Die Mischung aus steigenden Preisen und schwächelnder Konjunktur ist der Alptraum eines jeden Notenbankers und Wirtschaftspolitikers. Sie bringt unweigerlich mehr Arbeitslose mit sich, geringere Staatseinnahmen und steigende Armut.


AbonnementWas Weber und Stark geflissentlich verschweigen: Schuld an der Misere sind sie und ihre Kollegen aus den wichtigsten Notenbanken der Welt selbst. Jahrelang haben sie die Welt mit so viel Geld überschwemmt wie niemals zuvor in der Geschichte. Hauptsache, die Konjunktur kam und blieb in Gang.

Das billige Geld wirkte zwar zunächst, wie es wirken musste: als Schmiermittel der Wirtschaft rund um den Globus und somit scheinbar wie ein Segen für die Welt.

Jetzt aber wird die Niedrigzinspolitik zum Fluch. Bereits in den vergangenen Jahren hat sie ganz wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Einkommen immer weiter auseinanderentwickelten. Die Reichen wurden, auch in Deutschland, mehr aber noch in den Vereinigten Staaten, immer reicher.

Mittlerweile ist die Liquiditätsschwemme, die von den Geldpolitikern verursacht wurde, kaum noch zu beherrschen. Wie die Zauberlehrlinge haben sich die Notenbanker in der Dosierung des Allheilmittels vertan und sich dabei in eine fast aussichtslose Lage manövriert.

Heben sie nun die Zinsen an, um die stetig anschwellende Inflation einzudämmen oder zumindest abzumildern, droht vor dem Hintergrund der Finanzkrise ein massiver Konjunktureinbruch. Bleiben sie jedoch weiter auf ihrem vergleichsweise niedrigen Zinsniveau, werden die Preise weiter nach oben schießen und die Armen unweigerlich noch ärmer machen. Denn Inflation wirkt wie eine große Umverteilungsaktion - von unten nach oben.

Es war ein Mittwoch, an dem die Welt begann, aus den Fugen zu geraten. Nur ahnte es damals noch niemand. Am 3. Januar 2001 senkte Alan Greenspan, damals Chef der mächtigen US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die amerikanischen Leitzinsen von 6,5 auf 6 Prozent. An sich ein unbedeutendes Ereignis - doch es war nur der erste von insgesamt 13 Schritten, mit denen die Währungshüter die Zinsen auf ein klägliches Prozent drückten.

Aus Sicht der Fed machte das durchaus Sinn. Denn anders als die EZB, deren einziges Ziel die Geldwertstabilität ist, hat die Fed auch die Aufgabe, die Konjunktur anzuheizen. Und dafür gibt es kaum ein geeigneteres Mittel als niedrige Zinsen. Je niedriger die Zinsen sind, desto weniger lohnt sich das Sparen. Stattdessen macht es Sinn, das Geld auszugeben. Oder sich sogar Geld zu leihen und in Unternehmen zu investieren. Die Wirtschaft kann gar nicht anders, als in Schwung zu kommen.

Auch die beiden anderen wichtigen Notenbanken der Welt, die EZB und die Bank of Japan, senkten ihre Sätze, bis auf zwei beziehungsweise sogar 0,1 Prozent.

Doch das billige Geld hat seinen Preis, und der heißt Inflation. Je mehr Geld in Umlauf ist, desto schneller steigen die Preise - zumindest in der Theorie.

Tatsächlich passierte zunächst, was passieren musste: Die Geldmenge stieg weltweit kräftig an. Eigentlich ist das ein zuverlässiger Indikator für eine steigende Inflation. Doch die Konsumentenpreise blieben überraschend stabil.

Der Grund dafür lag in der immer vernetzteren Welt mit immer mehr Wettbewerb und immer weniger Handelsbeschränkungen. Den Unternehmen in den großen Industriestaaten fehlte die Macht, höhere Preise durchzusetzen, weil die Angebote von Konkurrenzprodukten, auch aus den Schwellenländern, qualitativ immer besser und obendrein günstiger wurden. Das galt zunehmend selbst für Investitionsgüter, also für Maschinen und Anlagen, mit denen die eigene Produktion gesteigert werden kann.

Stattdessen flossen die überschüssigen Dollar, Euro oder Yen in lukrativere Anlageformen. Die Börsen in China und Indien, aber auch in anderen aufstrebenden asiatischen Volkswirtschaften boomten, ebenso wie in der Türkei und in Südamerika. Auch die Immobilienpreise in den USA, in England oder Spanien stiegen.




1 | http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,514436,00.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.200.815 von German2 am 30.10.07 11:28:44...hatten wir aber schon mal in den USA 1933 - 1974...

mfg. Lemmus
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.200.815 von German2 am 30.10.07 11:28:44wir haben uns ja vor paar jahren noch ne
Tocher zugelegt die meine Frau in guter ahnung "Globalah"
genannt hat.
Das Mädl wird uns helfen die 5kg nuggets ausm keller zum
flughafen zu schmuggeln wenn hier
EUfunktionärsautobahnstimmung ist.:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.212.970 von kaninchendocht am 31.10.07 08:56:04...gib mir doch mal einen Tip, wie du die Nuggets an den Metalldetektoren vorbeibekommst.
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.215.050 von Lemmus am 31.10.07 11:01:04#26

wieso sollte legal erworbene 5KG oder auch 25KG Barren (Nuggets in der Grösse gibt es nicht) schmuggeln wollen?

die brauch niemand zu verstecken - da muss er auch nichts verzollen - und er muss auch keine Steuern zahlen

wir sind immer noch in einem kapitalistischen (wenn auch sozial) angehauchtem System ....

es ist sein Eigentum und er kann damit hinfliegen wo er will

er muss nur beachten, daß er wahrscheinlich Aufpreis für den zweiten Koffer zahlen wird in dem die Barren drin sind
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.219.483 von Baikani am 31.10.07 15:42:59...ganz einfach: Gold und der Sozialstaat sind natürliche Feinde.
Der Staat versucht seine Probleme mit einer größeren Prise Inflation zu lösen, eingehend mit entsprechender Fälschung der Statistiken. Da der Sozialstaat notgedrungen gierig ist und seine Papierwährung immer weniger Außenwert besitz, wird er auf die vorhandenen privaten Goldbestände zugreifen und den privaten Goldbesitz für illegal erklären.
Geschichtliches Beispiel die USA 1933:
1. Maßnahme: Versiegelung der Bankschließfächer.
2. Maßnahme: Veröffentlichung von Notverordungen, gerichtet gegen
die Hortung von Goldbeständen zum Schaden der
Volkswirtschaft.
3. Maßnahme: Aufruf zum Umtausch des Goldes innerhalb bestimmter Frist und zu einem festen Umrechnungskurs. Anschließend war das Handeln und Horten von Edelmetallen verboten, bei Gefängnisstrafe bis zu 10 Jahren. Das Goldverbot galt bis 1974.
Und das in einem kapitalistischen Land.

Damit hast du drei Optionen:
- legaler staatlicher Umtausch :D
- Schmuggel und Schwarzhandel (sehr gefährlich)
- Tauchstation (für die Erben)

mfg, Lemmus
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.205.611 von AHEO am 30.10.07 16:07:04Kommt Inflation dann wird möglicherweise der Endverbraucher in 10 Jahren 1.50 euro pro KW bezahlen.Dann helfen die 0,50 cent auf 20 Jahre auch nicht mehr weiter.


Steigt der Strom über 50 Cent, dann nutze ich den selber....;)


Arthur Spooner
Renten-Plus
Doppelt so viel drauf wie geplant
Berlin – Der Aufschwung kommt auch bei den Senioren an! Die Rentenerhöhung im Juli 2008 wird wahrscheinlich fast doppelt so hoch ausfallen wie erwartet!

Nach Berechnungen des Schätzerkreises der Rentenversicherung sollen die Altersgelder im Westen um 1,03 Prozent, im Osten sogar um 1,13 Prozent steigen. Das ist das höchste Rentenplus seit 2003!

Erst kürzlich hatte Sozialminister Franz Müntefering nur eine Erhöhung wie in diesem Jahr (0,54 Prozent) in Aussicht gestellt.

0,54 % ErhöhungWarum Rentnern
in Wirklichkeit
weniger bleibt• Wieso gibt es jetzt doch mehr?

Weil die Zahl der Arbeitslosen schneller gesunken ist und die Löhne stärker gestiegen sind als erwartet, haben die Rentenversicherer 850 Millionen Euro zusätzlich eingenommen. In der „eisernen Reserve“ der Rentenkasse liegen jetzt wieder 11,5 Milliarden Euro als Polster.

• Warum ist das Rentenplus im Osten höher?

Weil die Löhne im Osten stärker gestiegen sind.

• Sinken jetzt auch die Rentenbeiträge?

Die Rentenbeiträge sollen laut Schätzerkreis bis 2010 bei 19,9 Prozent bleiben, um die Reserven weiter aufzufüllen. Erst ab 2011 könnte es Beitragssenkungen geben



Mir verschlägt es die Sprache mit solch Schlagzeilen in ``BILD``.
1% mehr Rente wird groß gefeiert bei einer gefühlten Inflation von 10%.Wir sind drauf und dran mit Propaganda alles zu toppen was es je zu toppen gab.
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.232.337 von AHEO am 01.11.07 14:05:30:D Die Welt will eben betrogen sein:eek: sagt immer mein Lehrer:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.215.050 von Lemmus am 31.10.07 11:01:04weiter als bis zum flughafen hab ich mir die
geschichte jetzt nicht denken getraut;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.243.954 von kaninchendocht am 01.11.07 23:26:49man könnte seine goldvorräte natürlich auch
hier kaufen
http://www.google.de/products?hl=de&q=gold(III)+chlorid&lr=l…

vielleicht kommt man damit leichter raus,
muß das mädl halt 2mal fliegen
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.253.371 von kaninchendocht am 02.11.07 12:43:26...ich würde da eher Danziger Goldwasser bevorzugen:lick:,
aber wahrscheinlich wird die zugelassene Flüssigkeitsmenge überschritten....
INFLATIONS-ALARM
Bundesbank: Der Preisanstieg
auf breiterer Front ist beunruhigend!
Von JAN W. SCHÄFER

München am teuerstenSo teuer ist Wohnen in Deutschland PreisvergleichSo teuer ist das Einkaufen in Europa Hamburg – Benzin, Strom, Heizen, Lebensmittel – alles wird drastisch teurer! Jetzt schlägt der oberste Geldhüter in Deutschland, Bundesbank-Präsident Axel Weber, Inflations-Alarm!



Hamburg – Benzin, Strom, Heizen, Lebensmittel – alles wird drastisch teurer! Jetzt schlägt der oberste Geldhüter in Deutschland, Bundesbank-Präsident Axel Weber, Inflations-Alarm!

Im „Tagesspiegel“ warnte Weber: „Als Notenbank machen wir uns in der Tat Sorgen. Was beunruhigt, ist der Anstieg der Preise auf breiterer Front, also nicht nur bei Energie und Nahrungsmitteln. Bis zum Jahresende könnte die Inflation in Deutschland bis auf eine Rate von 3 Prozent steigen.“

Einen solchen Preisschub gab es zuletzt im Februar 1994!

Angstwort Inflation – BILD klärt die wichtigsten Fragen:

Was genau ist Inflation?

Inflation (lateinisch „inflare“: aufblähen) gibt den Preisanstieg für Waren und Dienste (z. B. Friseur) an, wird auch Teuerungsrate genannt. Derzeit liegt sie bei 2,4 %

Warum klettern die Preise so stark?

Vor allem das Rekordhoch beim Ölpreis macht vieles teurer, u. a. Benzin, Heizöl, Gas. Viele Firmen geben die gestiegenen Kosten zusätzlich an die Kunden weiter, z. B. bei Flugtickets, Chemieprodukten.

Im Handel lässt die teure Milch die Preise für Butter, Käse, Joghurt etc. kräftig klettern.

Experten befürchten, dass der Preisschub für viele Bürger noch höher ausfällt als vom Bundesbank-Chef erwartet! Inflations-Experte Hans Wolfgang Brachinger warnt: Allein die Waren des täglichen Bedarfs (z. B. Brötchen, Quark) könnten am Jahresende sogar bis zu 8 % teurer sein.

Wer ist besonders betroffen?

Vor allem die rund 20 Millionen Rentner leiden. Prof. Ulrich Blum, Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts IWH zu BILD: „Die Ruheständler können keinen Lohnzuschlag fordern, ihre Bezüge steigen erst mit Verzögerung. 2007 werden sie daher unterm Strich weniger Geld zur Verfügung haben.“
Das gilt auch für Sozialhilfe-Empfänger und Mini-Jobber.

Wie hart trifft es die Berufstätigen?

Auch sie können sich weniger leisten! Steuerzahler-Präsident Karl Heinz Däke zu BILD: „Durch die Inflation wird ein Großteil der Lohnerhöhungen in diesem Jahr wieder aufgefressen.“ Das bremst die Kauflust, schadet dem Aufschwung.

Was kann die Regierung tun?

Däke: „Um die Bürger zu entlasten, muss sie kurzfristig den Soli senken, die alte Pendlerpauschale wieder herstellen und die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung unter 3 Prozent senken.“

http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/10/22/inflations-a…
24. November 2007

KREDITKLEMME
US-Ökonom warnt vor tiefer Weltwirtschaftskrise
Zahlungssausfälle, Pleiten, Zwangsvollstreckungen: In der US-Kreditkrise steht Bank-Prognosen zufolge das Schlimmste noch bevor. Der US-Ökonom Burda fürchtet gar eine "tiefgreifende Rezession", wie sie die Welt seit Jahrzehnten nicht erlitten hat.

Hamburg/New York - Michael Burda sieht schwarz. Der amerikanische Ökonom ist sich sicher, dass die USA vor wirtschaftlich schweren Zeiten stehen. "Das Land steckt in einem schweren Dilemma. Ich erwarte eine tiefgreifende Rezession", sagt der Professor der Berliner Humboldt-Universität dem SPIEGEL.

Mehr noch: "Wenn die Krise noch bis weit ins kommende Jahr hineinreicht, kann sie Ausmaße annehmen wie bei der Weltwirtschaftskrise in den dreißiger Jahren", sagte Burda.



Börsenhandel in New York: "In einem schweren Dilemma"

Auch in den USA selbst mehren sich die Stimmen, die vor einer Eskalation der Probleme warnen. Die Fälle von Zwangsvollstreckungen und Zahlungsausfällen würden nochmals deutlich zunehmen, glauben Bank-Experten.

Bei vielen Hypothekenkrediten stünden schon bald automatische Zinserhöhungen an, die die Zahlungssorgen Hunderttausender Konsumenten verschärfen werden. Allein im nächsten Jahr betreffe dies niedrig besicherte Kredite im Wert von 362 Milliarden Dollar, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Daten der Bank of America.

Neue Abwärtsspirale auf dem Immobilienmarkt droht

US-Hypothekenkredite haben in der Regel nicht - wie meist in Deutschland - einen festen Zinssatz über zehn oder mehr Jahre. Um Kreditnehmer anzulocken, starten sie mit niedrigeren Zinsen, die später automatisch steigen und die monatliche Last deutlich erhöhen. Die meisten der 2008 zur Anpassung anstehenden Kredite laufen zwei Jahre mit zum Beispiel sieben Prozent Zinsen. Bald werden sie auf 9,5 Prozent springen. Für einen typischen Kreditnehmer bedeute das rund 350 Dollar Zusatzbelastung pro Monat, schreibt das "Wall Street Journal".

Die höhere Monatsrate ist für viele nicht mehr zu zahlen. Wegen sinkender Immobilienpreise können diese US-Bürger ihr Haus nur mit hohem Verlust verkaufen - sie bleiben dann auf den Restschulden sitzen. Damit wäre für den Einzelnen - und den gesamten Immobilen- und Kreditmarkt - eine weitere Runde in der Spirale nach unten eingeläutet.

Auch in den USA selbst mehren sich die Stimmen, die vor einer Eskalation der Probleme warnen. Die Fälle von Zwangsvollstreckungen und Zahlungsausfällen würden nochmals deutlich zunehmen, glauben Bank-Experten.

Bei vielen Hypothekenkrediten stünden schon bald automatische Zinserhöhungen an, die die Zahlungssorgen Hunderttausender Konsumenten verschärfen werden. Allein im nächsten Jahr betreffe dies niedrig besicherte Kredite im Wert von 362 Milliarden Dollar, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Daten der Bank of America.

Neue Abwärtsspirale auf dem Immobilienmarkt droht

US-Hypothekenkredite haben in der Regel nicht - wie meist in Deutschland - einen festen Zinssatz über zehn oder mehr Jahre. Um Kreditnehmer anzulocken, starten sie mit niedrigeren Zinsen, die später automatisch steigen und die monatliche Last deutlich erhöhen. Die meisten der 2008 zur Anpassung anstehenden Kredite laufen zwei Jahre mit zum Beispiel sieben Prozent Zinsen. Bald werden sie auf 9,5 Prozent springen. Für einen typischen Kreditnehmer bedeute das rund 350 Dollar Zusatzbelastung pro Monat, schreibt das "Wall Street Journal".

Die höhere Monatsrate ist für viele nicht mehr zu zahlen. Wegen sinkender Immobilienpreise können diese US-Bürger ihr Haus nur mit hohem Verlust verkaufen - sie bleiben dann auf den Restschulden sitzen. Damit wäre für den Einzelnen - und den gesamten Immobilen- und Kreditmarkt - eine weitere Runde in der Spirale nach unten eingeläutet.

Schätzungen zufolge werden allein in diesem Jahr in den USA 1,35 Millionen Häuser zwangsvollstreckt, weitere 1,44 Millionen 2008 - rund die Hälfte mehr als in den Vorjahren.

Noch im laufenden Quartal stünden laut Bank of America zweitklassige Kredite (subprime) im Wert von 85 Milliarden Dollar zur Zinserhöhung an, noch mal so viele in den ersten drei Monaten 2008. Die Spitze werde dann im zweiten Quartal mit rund 100 Milliarden Dollar erreicht. Hinzu kämen Kredite im Wert von 150 Milliarden Dollar mit nur wenig besseren Sicherheiten.

Schuld an den Kreditausfällen bisher sei meist noch gar nicht der automatische Zinsanstieg gewesen, schreibt das "Wall Street Journal" - sondern eine zu laxe oder gar betrügerische Kreditvergabe. Normalbürger würden erst jetzt wirklich in den Strudel der Probleme geraten.

Die drohende neue Pleite-Welle wird zunehmend ein Thema des laufenden US-Wahlkampfs. Politiker drängen Banken, die Zinssätze vorerst einzufrieren. Einige Finanzinstitute haben dies für bestimmte Kunden bereits getan - die Branche wehrt sich aber gegen einen generellen Aufschub der Zinserhöhungen.

itz/dpa http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,519446,00.html
:eek:Jetzt auch die EZB :eek: na da ist dann bald was im Busch :eek:

Sonntag, 25. November 2007
Anstieg der Inflation
EZB ist beunruhigt

EZB-Chefvolkswirt Stark

Die Europäische Zentralbank zeigt sich beunruhigt wegen des erwarteten Anstiegs der Inflation. "Wir nehmen es sehr ernst, dass Schätzungen für Oktober auf eine Inflationsrate von 2,6 Prozent hinweisen", sagte Jürgen Stark, EZB-Chefvolkswirt und Direktoriumsmitglied, der "Welt am Sonntag". "Zumal wir nicht nur in diesem einen Monat, sondern auch noch Anfang kommenden Jahres mit erhöhten Inflationsraten rechnen müssen." Allerdings handle es sich dabei um ein temporäres Phänomen. Der Preissteigerungsdruck werde im zweiten Halbjahr 2008 wieder abnehmen. Dennoch sagte Stark: "Wir können mit der derzeitigen Entwicklung nicht zufrieden sein."

EZB-Ratsmitglied Guy Quaden und Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi appellierten am Wochenende angesichts der Euro-Stärke und der Dollar-Schwäche an die chinesische Regierung, eine Aufwertung des Yuan zuzulassen. Es sei Zeit für die asiatischen Währungen, insbesondere für den Yuan, ihren Part zu spielen, sagte Quaden der belgischen Zeitung "De Morgen". Bini Smaghi erklärte mit Blick auf die chinesische Währung, die EZB erwarte, dass mehr für ihre Aufwertung getan werde.

Stark sagte zur Dollarschwäche, der Wechselkurs habe dazu beigetragen, dass die Preisentwicklung insbesondere bei den Rohstoffen gebremst worden sei. Er bekräftigte, grundsätzlich wünsche die EZB keine starken Wechselkursschwankungen: "Sie sind schädlich für das Wachstum. Mehr ist dem nicht hinzuzufügen." Zur Frage, ob der Euro den Dollar als Leitwährung ablösen könnte, antwortete Stark, die EZB und der Euro hätten zwar global einen hohen Grad an Vertrauen gewonnen. Wie sich die Dinge entwickeln würden, werde aber von den Märkten entschieden.

EZB bereit, sofort zu handeln

Stark bekräftigte die Bereitschaft des EZB-Rates, bei Gefahren für das Preisniveau sofort zu handeln: "Unser Beitrag für nachhaltiges Wachstum ist ein stabiles Preisniveau. Deshalb werden wir höhere Inflationsraten nicht zulassen." Es sei jetzt wichtig, dass im Euroraum keine sogenannten Zweitrundeneffekte durch zu hohe Lohnabschlüsse entstünden. Bislang gebe es aber von der Lohnseite her nicht den Druck, den die EZB befürchtet habe.

Die EZB hat zuletzt den Leitzins unverändert bei vier Prozent gelassen. Aufgrund der Hinweise einerseits auf die inflationären Gefahren, andererseits auf die Gefahren für das Wirtschaftswachstum gehen viele Analysten davon aus, dass der Zinssatz zunächst nicht verändert wird. Nach Ansicht von Stark dürfte die Inflation aber nicht nur im Euroraum, sondern weltweit zunehmen: "Das Risiko global steigender Inflation ist größer geworden."

Trotz der höheren Risiken infolge der Finanzkrise rechnet Stark "aus heutiger Sicht mit solidem Wachstum im Euroraum". Die Unternehmen erwirtschafteten höhere Gewinne, und insbesondere die deutsche Wirtschaft sei durch Reformen anpassungsfähiger geworden. Zudem profitierten die europäischen Exporteure vom weiterhin robusten Wachstum in den asiatischen Schwellenländern. Stark hält deshalb weiterhin knapp fünf Prozent weltwirtschaftliches Wachstum für möglich. Nach Meinung von Stark droht auch keine Stagflationsgefahr: "Ich würde ein etwas gedämpftes Wachstum bei leicht erhöhtem Risiko für die Preisstabilität nicht so bezeichnen."


http://www.n-tv.de/884166.html
26. November 2007

PROBLEM-SCHULDNER
Finanzaufsicht warnt vor Kreditkrise in DeutschlandVon Hasnain Kazim

Banker reden die Kreditrisiken in Europa bisher klein - doch jetzt warnt die Finanzaufsicht: Auch deutschen Instituten drohen große Ausfälle bei Verbraucherkrediten. Wirtschaftsminister Glos erklärt düster: Keiner wisse, welche Folgen die Krise noch haben werde.
Hamburg - Der Analyst Dieter Hein muss seine Meinung revidieren. Im Sommer, als die Hypothekenkrise in den USA erstmals Schlagzeilen machte, sagte er, die verlustreichen Geschäfte mit Immobilienkrediten an finanzschwache Hausbauer würden die Erträge der Banken nicht wirklich beeinflussen.



Haus zu verkaufen: US-Immobilienkrise wird zum nicht kalkulierbaren Risiko
"Das kann ich heute so nicht mehr behaupten", sagt der Experte von der bankenunabhängigen Frankfurter Gesellschaft Fairesearch jetzt zu SPIEGEL ONLINE. Anlass für seinen Meinungswandel: die Mitteilung des Versicherungsriesen Swiss Re am vergangenen Montag, wegen der Finanzkrise rund 1,2 Milliarden Franken (734 Millionen Euro) abzuschreiben. Hein: "Wenn der weltgrößte Rückversicherer nicht mehr weiß, welche Risiken er eingegangen ist - welche Risiken haben sich dann wohl noch andere große Banken eingekauft, ohne es zu wissen?"

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) warnt inzwischen ganz offen davor, dass die Schwierigkeiten am Finanzmarkt noch nicht ausgestanden sind: Die Jahresbilanzen der deutschen Banken würden eine "hoch spannende Angelegenheit", sagte er heute. Niemand könne sagen, welche Folgen die Krise noch haben werde: "Die dunklen Wolken sind noch lange nicht verzogen."

Sanio warnt vor Problemkrediten in Deutschland
Zumal es sich offensichtlich nicht nur um ein US-Problem handelt: Auch in Deutschland drohen jetzt Ausfälle bei Verbraucherkrediten, sagte heute Jochen Sanio, Präsident der deutschen Finanzaufsicht Bafin. Seit der Jahrtausendwende seien verstärkt Ratenkredite vergeben worden. In letzter Zeit hätten die Kreditinstitute schon vereinzelt Abschreibungen vornehmen müssen - und es sei noch mit größeren Belastungen zu rechnen.

SUBPRIME
Als Subprime werden Schuldner mit niedriger Bonität bezeichnet, arme Menschen, die sich den Kredit, den sie aufnehmen, eigentlich nicht leisten können. Dieser Sektor des Kreditmarktes entwickelte sich seit Anfang Juni 2003 in den USA, nachdem der damalige US- Notenbank- Chef Alan Greenspan den Leitzins auf ein Prozent abgesenkt hatte. Dadurch nahmen plötzlich viele Menschen Kredite für Hypotheken auf - ohne zu bedenken, dass sie diese später, bei höheren Zinsen, wieder zurückzahlen müssten. Der Markt boomt: Allein in den vergangenen zwei Jahren sollen US- Finanzdienstleister 3200 Milliarden Dollar an Hypothekendarlehen ausgegeben haben - rund 20 Prozent an Kunden geringer Bonität. Offensichtlich hätten sich zu viele deutsche Verbraucher "von den Kampfkonditionen der Konsumentenkreditanbieter einfangen lassen", sagte Sanio auf dem Bayerischen Finanzgipfel in München. Wenn es deshalb jetzt zu deutlichen Belastungen für die Banken kommt, hätten die hiesigen Banken ihre eigene Kreditkrise - statt der bisherigen über weiterverkaufte Risiken wie bei den US-Hypotheken.

Das "eigentlich böse Erwachen" werde erst kommen, wenn der derzeitige Wirtschaftsaufschwung an Kraft verliert, sagte Sanio. Die internationalen Aufseher müssten jetzt intensiv diskutieren, welche Lehren aus der Subprime-Krise zu ziehen seien. Die jüngsten Schieflagen in der Bankenlandschaft hätten gezeigt, was passiere, wenn man sich in internationalen Risiken verirre, die sich aus Deutschland nur schwer beurteilen ließen. "Unwissenheit kann nur in geschäftlichem Misserfolg enden." Wenn sich deutsche Finanzdienstleister jenseits der Grenzen auf Abenteuer einließen, stelle das die Aufseher vor ganz neue Probleme.

Erst die Krise kleinreden - dann große Fehler zugeben

Tatsächlich haben die vergangenen Monate gezeigt, wie schlecht das Krisenmanagement von Banken und Aufsicht funktioniert. Ob Citigroup und Merrill Lynch in den USA, ob kleinere Banken wie die Sachsen LB und die IKB in Deutschland: Alle haben zunächst den Schaden kleingeredet - und kurze Zeit später Abschreibungen bekanntgegeben, die um ein Vielfaches höher lagen als die ersten Angaben.

Merrill-Lynch-Chefstratege Richard Bernstein sagte noch im Juli: "Die vorhergesagte Geschwindigkeit, mit der sich diese Probleme auf die allgemeine Wirtschaft ausweiten, erscheinen reichlich übertrieben." Bernstein konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen, dass sein Chef Stanley O'Neal gut vier Monate später gefeuert würde - wegen Milliardenverlusten im Zuge der Kreditkrise (mehr...).

Analyst Hein ist sich heute sicher: "Es ist nicht absehbar, welches Ausmaß die Krise haben wird. Fakt ist, dass viele Banken, selbst größere Institute, ihr Risiko nicht korrekt einschätzen können." Seiner Meinung nach liegt die Ursache für die Krise im Geschäft mit sogenannten Derivaten, in denen Banken jahrelang die Risiken von Kreditgeschäften bündelten und an eine Vielzahl von Anlegern weiterreichten. Ein weiterer Grund sei die Verflechtung von Geschäfts- und Investmentbanken. Man müsste diese zwei Formen von Banken konsequenterweise trennen und für das Geschäft mit Derivaten strengere Regeln schaffen, fordert Hein.

Banken glauben ihren eigenen Beteuerungen nicht

Das "Wall Street Journal" befragte mehrere Analysten zum Thema - sie sehen als weitere Krisenursache die Tatsache, dass Banken derzeit Geld horten: als Versicherung gegen mögliche Verluste durch sogenannte Subprime-Kredite. Banken hätten inzwischen die Sorge, verliehenes Geld nicht zurückzubekommen. "Es gibt eine echte Angst vor Bankenpleiten", sagte Tim Bond, Stratege bei Barclay Capital, der Zeitung - das sei im August noch anders gewesen.

Die Banken misstrauen ganz offensichtlich ihren eigenen Beteuerungen, denen zufolge es sich um kein existentielles Problem handelt. Denn ihre Bereitschaft, sich gegenseitig Geld zu leihen und damit für Liquidität zu sorgen, ist nach wie vor niedrig. Der Zinssatz für kurzzeitige Kredite unter Banken, der sogenannte Libor, steigt stark an. Rolf Friedhofen, Vorstand der HypoVereinsbank , sagte heute, die Kreditkrise habe zu einer Vertrauenskrise zwischen den Banken geführt.


Die Europäische Zentralbank sowie die US-Notenbank Federal Reserve kündigen weitere milliardenschwere Finanzspritzen an, um ein Austrocknen des Geldmarktes zu verhindern. Die Fed will ab Mittwoch bis zum 10. Januar acht Milliarden Dollar zur Verfügung stellen. Umfang und Dauer weiterer Aktionen hingen von den Entwicklungen an den Geldmärkten ab, teilte sie mit. Auch die kanadische Notenbank kündigte eine Unterstützung mit drei Milliarden Dollar an.

Auch die Banken selbst arbeiten mit Milliardensummen daran, ihre Schwierigkeiten zu lösen. Die größte europäische Bank HSBC kündigte heute an, ihre beiden Zweckgesellschaften wegen anhaltender Finanzierungslücken mit rund 35 Milliarden Dollar bis August 2008 zu stützen. Das britische Geldhaus sprach von einem vertrauensbildenden Schritt zur Stärkung des gesamten Sektors, der massiv unter der Situation am US-Hypothekenmarkt leidet. Spürbare Folgen für die Geschäftsergebnisse seien aber nicht zu erwarten - schließlich bleibt das Verlustrisiko weiter bei den Endanlegern.

Mit Material von Reuters und dpa

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,519718,00.html
:eek: Es werden immer mehr:eek: wie lange geht das noch gut :confused::confused:

Mittwoch, 28. November 2007
Kreditkrise zieht weite Kreise
Wells Fargo schockt

Die Kreditkrise in den USA kommt auch die zweitgrößte einheimische Hypothekenbank Wells Fargo teuer zu stehen. Das Institut kündigte für das vierte Quartal eine Sonderbelastung von 1,4 Milliarden Dollar vor Steuern an. Investoren zeigten sich schockiert von der Hiobsbotschaft. "Wells ist einer der konservativsten und stärksten Darlehensgeber. Wenn Wells so eine hohe Abschreibung verbucht, werden andere noch viel höhere benötigen", sagte David Olson von Wholesale Access.



Es ist kein Ende der US-Hypothekenkrise in Sicht.
Wells Fargo erklärte zugleich, Immobilien-Kredite künftig nur noch unter strengeren Bedingungen zu vergeben. Das Unternehmen hatte in der ersten Jahreshälfte für 150 Milliarden Dollar Wohnungsbaukredite ausgereicht. Während die direkte Kreditvergabe an Kunden unverändert weiter laufe, werde Wells Fargo zum Beispiel keine neuen Hypotheken von einigen ihrer anderen indirekten Bezugsquellen übernehmen.

Die zusätzlichen Rückstellungen sollen ein Kreditportfolio von 11,9 Milliarden Dollar abdecken. Das Portfolio soll verkauft werden, berichtete der Hypothekengeber.


Bislang war Wells Fargo von den schlimmsten Auswüchsen der Kreditkrise verschont geblieben, da das Unternehmen eine konservativere Vergabepolitik verfolgt. So sei die Bank anders als andere nicht am Subprime-Markt engagiert. Dennoch kaufte Wells Fargo Kredite anderer Unternehmen bzw. Händler. Auch übernahm die Bank Zweithypotheken, mit denen andere Wohnungsbaukredite abgesichert waren. Für diese Art von Krediten musste Wells Fargo nun diese Rückstellungen bilden.

Zahlreiche andere Großbanken mussten in den vergangenen Monaten bereits milliardenschwere Belastungen durch die US-Hypothekenkrise einräumen, darunter die Citigroup, die Bank of America , Wachovia und die Deutsche Bank.
http://www.n-tv.de/885421.html
:confused: heißt Rezessiongleichzeitig --Inflation:confused:
10. Januar 2008
KONJUNKTUR-PESSIMISMUS
Goldman Sachs schürt Angst vor Domino-Rezession

Erst Amerika, dann Japan – und später die ganze Welt? Nach Einschätzung des Geldhauses Goldman Sachs drohen die beiden größten Volkswirtschaften in eine Rezession zu rutschen. Die Krise könnte dann rasch übergreifen. Die Uno warnt bereits, die Gefahr eines globalen Abschwungs sei gewachsen.

New York/Tokio – Jetzt auch Japan? Die immer noch wichtigste Wirtschaftsmacht Asiens könnte nach Berechnungen der Goldman-Sachs-Ökonomen in die Rezession stürzen und damit den USA folgen. Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in Nippon liege bei 50 Prozent, heißt es von Goldman in Tokio. Droht dann ein Domino-Effekt?



Börsentafel in Tokio: Finstere Prognosen

An den globalen Finanzmärkten geht schon seit Wochen die Furcht vor einer Rezession in den USA um. Volkswirte sprechen in der Regel dann von einer Rezession, wenn die Wirtschaftsleistung in zwei aufeinander folgenden Quartalen abnimmt.

Erst gestern hatte Goldman Sachs erklärt, in den USA sei 2008 eine Rezession zu erwarten - unter anderem wegen der Krise am Immobilienmarkt. Im zweiten und dritten Quartal werde die Wirtschaftsleistung auf das Jahr hochgerechnet um jeweils ein Prozent schrumpfen. Im Gesamtjahr werde das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) lediglich bei 0,8 Prozent liegen.

Auch der frühere US-Finanzminister Larry Summers hält eine Rezession in den USA für immer wahrscheinlicher. "Ich gehe stark davon aus, dass sich die US- und die Weltwirtschaft an einem Wendepunkt befinden und ein höheres Risiko als je zuvor in diesem Jahrhundert haben, in eine Rezession zu rutschen", sagte Summers heute in Oslo.



Dass sich die US-Wirtschaft abschwäche und in eine Rezession falle, sei der wahrscheinlichste Fall. "Der US-Verbraucher ist nicht in der Lage, die Wirtschaft nach vorne zu bringen", sagte Summers. Er war unter US-Präsident Bill Clinton von 1999 bis 2001 im Amt.

Die Vereinten Nationen sehen bereits die Gefahr einer weltweiten Rezession. Es gebe klare und bereits gegenwärtige Anzeichen, dass das Wachstum der Weltwirtschaft nahezu zum Erliegen komme, heißt es im Jahresbericht der Uno zur globalen Wirtschaftsentwicklung. Ein Grund für die Entwicklung sei - neben dem Abschwung am US-Häusermarkt und der Kreditmarkt-Krise - auch der schwache Dollar.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,527800,00.html
Über das Geld (16.1.2008)

Was Sie hier finden, sind ein paar Szenarien über die nahe Zukunft. Es geht allerdings nicht darum, wie Sie mehr Geld verdienen, sondern darum, was mit Ihrem Geld passiert - oder passieren kann.

PIGS - Austritt aus der Euro-Zone

Natürlich können Sie das Wort übersetzen, aber es steht als Kürzel für vier Länder, die allesamt Schwierigkeiten mit dem Euro haben: Portugal, Italien, Griechenland und Spanien - die EU-Südländer. Gut, Zypern und Malta liegen auch im Süden, doch diese beiden Neumitglieder haben noch keine Schwierigkeiten. Übrigens, auch das ach so boomende Irland hat Schwierigkeiten mit dem Euro, aber es reicht nicht für ein weiteres "I" bei den Schweinchen.

Griechenland und Portugal sind kleine Länder, deren Abfall hätte nur geringe Auswirkungen. Spanien ist da schon bedeutender, doch wirklich groß ist Italien. Schließlich sind die Italiener Gründungsmitglieder der EWG, der Norden ist ein großes Industriegebiet. In dem Land leben fast 60 Millionen Menschen, ein rundes Fünftel der Menschen, die mit dem Euro bezahlen.

Aber, es ist eben auch Italien. Für eine Mark haben Sie einst tausend Lire bekommen, eine Währung, die so schnell inflationiert hat, daß man für die Münztelefone spezielle Telefonmünzen ausgeben mußte, um sich die ständige Umstellerei auf die fortlaufend im Wert verfallenden Lire-Münzen zu ersparen.

Die Italiener hatten sich mit ihrer verfallenden Lire eingerichtet. Von Jahr zu Jahr sind die Preise gestiegen, aber auch die Löhne. Die Urlauber haben festgestellt, daß in Lire alles teuerer geworden war, in Mark jedoch nicht - und sind deshalb im nächsten Jahr wieder nach Italien gefahren.

Der Euro wurde für Italien zur Zwangsjacke. Eine eigene Währungspolitik ist nicht mehr möglich, die Regierung ist jetzt in einer Hartwährung verschuldet (auch wenn der Euro bei weitem nicht die Qualität der Deutschen Mark besitzt). Wenn jetzt die Preise "angepaßt", also erhöht werden, vergrault das die Urlauber. Höhere Preise in Italien bedeuten höhere Preise für italienische Produkte auf dem Weltmarkt, was in der globalisierten Wirtschaft zu Absatzeinbrüchen führt.

In der Eurozone sorgen Deutschland und die Nordländer für Stabilität. Gerade die deutschen Außenhandelsüberschüsse stellen sicher, daß der Euro begehrt und stabil bleibt. Die Franzosen wollen mehr Regierungskontrolle, eine Anpassung der Währungsparameter an die Wünsche der Politik. Die Südländer setzen das fort, was einst Escudo, Lire, Drachme und Peseta zu weichen, inflationsgeschüttelten Währungen werden ließ.

Wenn in einer Ehe der eine Partner spart und das Geld zusammenhält, der andere es jedoch mit vollen Händen zum Fenster hinaus wirft, geht die Ehe nicht lange gut. Die einzige Möglichkeit ist, daß sich einer der Partner anpaßt, in seinem Verhalten unterordnet. Anders ausgedrückt, daß einer der beiden Vernunft annimmt.

Leider haben die geistigen Urheber des Euro-Systems, Kohl und Mitterand, nicht daran gedacht, in irgendeiner Weise Vernunft walten zu lassen. Damit eine Währungsunion funktioniert, müssen die Teilnehmer ihre Politik so aufeinander abstimmen, daß alle ihre Eigenständigkeit verlieren und ausschließlich die Gemeinschaft für alle die Richtlinien vorgibt. Das heißt, eine politische Union muß der Währungsunion vorausgehen.

Der Euro hingegen wurde geplant, um die nicht existierende politische Union zu fördern. Gewissermaßen hat man mit dem zweiten Stock eines Gebäudes angefangen, bevor das Erdgeschoß steht. Säulen und Stützen halten dieses Geschoß, wenigstens für einige Zeit. Aber schließlich wird diese Fehlkonstruktion zerfallen. Zuerst ist es nur ein Zimmer, das den Boden verliert, dann fallen Wände ein - und am Ende bleibt von der Fehlkonstruktion nur noch ein Schutthaufen.

Der Beitritt zur Euro-Zone, die Aufgabe der eigenen Währung, ist laut dem Vertragswerk endgültig, ein Austritt ist nicht vorgesehen. Allerdings sind die Vertragspartner - abgesehen von der BRD - souveräne Staaten. Kein Italiener käme auf die hirnrissige Idee, einen Artikel wie Nummer 23 im deutschen Grundgesetz in seine Verfassung aufzunehmen, mit dem die Volksvertreter der BRD beschlossen haben, Souveränitätsrechte des deutschen Volkes an die EU abzutreten - und das auch noch ohne Gegenleistungen.

Das heißt, wenn Italien möchte, kann es aus der Euro-Zone austreten. Natürlich ist das der "GAU" des Euro-Systems, aber es ist nicht dessen Ende. Wenn die Fortexistenz der Politiker in Italien bedroht ist, in Form massiver "Denkzettelwahlen" oder gar eines Bürgerkrieges, werden die Politiker ihre eigene Haut retten und sich vom Euro verabschieden. Vielleicht heißt die neue Währung ja Sesterze?

Oh ja, es gibt dadurch internationale Verwicklungen. Die Regierungschefs und Außenminister schwirren wie aufgeschreckte Vogelschwärme durch Europa, jeder verhandelt, jeder hat eigene, allein selig machende Ideen... Und Sie können sich freuen, daß Deutschland bereits so hoch verschuldet und heruntergewirtschaftet ist, denn sonst würde Deutschland versuchen, die Italiener freizukaufen. 70% Steuerbelastung für die breite Bevölkerung als "Sonderopfer Italien" sind jedoch nicht einmal in Deutschland vermittelbar, das würde sogar hier zu Unruhen führen.

Was passiert mit Ihnen, mit Ihrem Geld, wenn Italien am 1. Juli 2008 aus der Euro-Zone austritt? Wenn es passiert, dann kurzfristig, denn lange Vorlaufzeiten würden die Unruhen in Italien weiter anheizen.

Die wichtigste Frage ist: Müssen Sie künftig jede Euro-Münze und jeden Euro-Schein genau ansehen, ob dieses Geld aus Italien stammt?

Theoretisch ja, falls unsere Politiker verrückt genug sind, ein solches Gesetz zu erlassen. Eine kurze Überlegung zeigt jedoch, daß dieses Gesetz völlig überflüssig ist.

Die Italiener tauschen ihr Euro-Geld gegen die neue Sesterze um. Das heißt, in Italien sammeln sich große Mengen "ausländischer" Euros an, die gegen "italienische" Euros getauscht werden. Das passiert bei den Banken, dafür braucht niemand Zwangsmaßnahmen einzuführen.

Überschlagen Sie doch einfach einmal, wie viel Geld Sie gerade jetzt in bar zur Verfügung haben. Falls Sie nicht den Untergang gelesen und sich mit einem größeren Bargeldvorrat eingedeckt haben, dürften das kaum mehr als 500 Euro sein, egal ob Hartz-IV-Empfänger oder Multimillionär. Der größte Teil des Geldes liegt auf der Bank oder ist anderweitig angelegt (hoffentlich in Gold und Silber). Umlaufende Schuldscheine und Pfandmarken (also "Bargeld") stellen den kleinsten Posten im Geldgeschäft dar.

Die italienische Notenbank darf natürlich keine Euro mehr drucken, ansonsten wäre es egal, ob Sie im Supermarkt mit deutschen, französischen oder den abtrünnigen italienischen Scheinen bezahlen. Wenn die Scheine und Münzen bei der Bank landen, werden sie aussortiert und verschwinden so nach und nach aus dem Umlauf. Eine gezielte "Rückrufaktion" würde den Aufwand nicht lohnen.

Ein klein bißchen anders sieht es aus, wenn Italien nicht zur "Sesterze" wechselt, sondern einen "nationalen Euro" einführt, mit Scheinen und Münzen, die wie die anderen auch aussehen, aber nur in Italien gültig sind... Aber das käme einer währungspolitischen Kriegserklärung gleich.

Was tun die Italiener selbst? Die Leute gehen ja davon aus, daß ihre schönen neuen Sesterzen sich so verhalten werden, wie die alten, schwindsüchtigen Lire. Das heißt, wer Euro hortet, sichert sich gegen Inflation ab... Nun ja, schon früher konnten sich Italiener gegen ihre Inflation schützen, indem sie D-Mark oder Schweizer Franken unter die Matratze gepackt haben. Außerdem dürfte dem Euro nach dem Austritt Italiens kein langes Fortleben mehr beschieden sein.

Tschüß, (T)Euro! Auf Nimmerwiedersehen!

So, Italien ist draußen, und jetzt? Business as usual, wie es auf gut neudeutsch heißt? Es ist nicht das Ende, aber der Anfang vom Ende. Quod licet Iovi, etiam licet bovi - frei übersetzt: Was Italien erlaubt ist, dürfen auch Portugal und Griechenland. Sobald das erste Land aus dem Euro-Verbund ausscheidet, werden andere Länder nachziehen. Und falls Italien "freigekauft" wird, halten viele andere Länder beide Hände auf.

Ich habe Italien den Schwarzen Peter zugesteckt, aber selbst wenn nur Malta austreten würde, als kleinstes Euro-Land, würde das den Domino-Effekt auslösen. Wenn die breiten Schultern des großen Italiens den Euro nicht mehr stützen können, werden Spanien, Griechenland und Portugal schnell nachfolgen. Drei Monate später - also am 1. Oktober 2008 - dürften diese Länder folgen. Griechenland braucht den Euro nicht mehr, die Olympiade 2004 ist vorbei und bezahlt. Vielleicht wird Spanien sich ein wenig stolzer zeigen und ein wenig zögern...

Der Euro wird damit zum Währungszombie. Wie lange wird Frankreich noch mitspielen wollen? Wie lange Irland? Was ist mit Belgien? Zerfällt dort erst der Staat oder treten Flamen und Wallonen noch gemeinsam aus der Euro-Zone aus? Wer bleibt überhaupt noch im Euro? Deutschland, Österreich, Finnland, Luxemburg und Malta?

In dieser Phase sollten Sie sich Ihre Euro-Scheine im Bargeldvorrat für Notfälle genauer anschauen. Tragen sie das X, das die deutsche Herkunft ausweist? Finden Sie auf den Münzen den Bundesadler, das Brandenburger Tor oder den Baumzweig? Italien wird Sie überraschen, aber in der Folgezeit, wenn die Euro-Zone immer kleiner wird, sollten Sie vorsichtiger werden. Sie haben ein paar Monate Zeit, keine Sorge. Es ist unwahrscheinlich, daß der Umtausch der "fremdländischen" Scheine verweigert wird, aber gehen Sie besser sicher, daß Sie "deutsche" Euro gebunkert haben. Diesem Staat können Sie nicht trauen.

Die Frage ist, wann Deutschland den Euro aufgeben darf. Am 1. Januar 2009? Am 1. April? Ab dann beginnt die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs, da wechselt niemand mehr die Währung. Das nächste Datum wäre der 1. Januar 2010 - wobei ich hier natürlich voraussetze, daß die Bundesregierung noch immer handlungsfähig ist.

Was kommt nach dem Euro? Hoffen Sie bitte nicht auf die gute, bewährte D-Mark, die ist Geschichte. Die "Neue Mark", oder meinetwegen der "Taler" wird wieder eine nationale Währung sein. Selbst ein politischer Ignorant - sogar ein Abgeordneter - bemerkt ganz deutlich, wie sehr die Preise von D-Mark zu Euro und zurück zur "Neuen Mark" gestiegen sind. Eine Lebensversicherung von 100.000 Mark aus der Vor-Euro-Zeit wurde auf gute 51.000 Euro "umgerubelt". Mit einem vorsichtigen Ansatz der Inflationsrate auf fünf Prozent (oder glauben Sie etwa die geschönte offizielle Statistik?), hat diese eine Restkaufkraft von 34.000 Euro in Preisen vom 1. Januar 2002. 2010 - nach acht Prozent Inflation - kommt die "Neue Mark" - vielleicht gönnt man uns ja den Tausch 1:1, also ein abgeschaffter Euro gleich eine Neue Mark. Dann haben die 100.000 Mark von 2001 nur noch eine Kaufkraft von 28.500 Mark des Jahres 2010...

Ja, in Ordnung, ich gebe den Trick zu. Nominal werden 51.129,19 Neue Mark ausbezahlt... So merkt jeder am eigenen Sparbuch, was ihm die "geniale" Idee von Kohl und Mitterand gekostet hat. Wie lange nach dem Zerfall der Währungsunion die Völker noch die Bevormundung durch das Politbüro aus Brüssel hinnehmen werden, steht auf einem anderen Blatt. Vermutlich haben die Leute erst einmal die Schnauze voll von EU-Europa.

Good bye, Dollar!

Es kommt bereits in den Nachrichten: Um eine Rezession im Inneren abzuwenden, ist die amerikanische Regierung bereit, den Außenwert des Dollars verfallen zu lassen. Angekündigt ist eine Zinssenkung der FED um 0,50 Prozent, bei einer gleichzeitigen Zinsanhebung der EZB um 0,25 Prozent. Das wird bereits in den Kursen sichtbar, aber das ist nur der Anfang. Geht der Euro auf 1,50 Dollar, auf 1,60, auf 1,80? Schießt die Unze Gold auf 1.000 Dollar, auf 1.200 Dollar, auf 1.500 Dollar? Wann ist die Grenze erreicht?

Im Augenblick ist der Dollar die Währung, in der die Ölrechnungen bezahlt werden müssen, zumindest bei den meisten Ölförderländern. Deshalb brauchen alle Länder Dollar und folglich werden viele Geschäfte in Dollar abgewickelt. Aber jeder, der Dollar besitzt, hat in den letzten Jahren Geldwert und damit Kaufkraft verloren. Angenommen, Sie bestellen bei mir ein Buch für 15 Dollar = 10 Euro... Das ist natürlich ein schlechtes Beispiel, weil ich in der Regel binnen einer Woche liefere, aber tun wir mal so, als ließe ich mir ein halbes Jahr Zeit. Dann stehen auf meiner Rechnung zwar diese 15 Dollar, aber die sind nur noch 9 Euro wert. Und wenn Sie nach einem weiteren halben Jahr endlich die 15 Dollar überweisen, kommen bei mir nur noch 8 Euro an.

Deshalb bestehe ich auf Zahlung in Euro... Wer möchte, kann mir auch im Austausch Silber oder Gold schicken.

In den guten alten Zeiten, also vor 2003, besaßen die USA noch gewaltige Invasionsarmeen und angriffslüsterne Marines. Inzwischen haben diese Angriffsarmeen sich im Irak so richtig austoben dürfen und nicht einmal mehr Lust auf eine zweite Halbzeit im benachbarten Iran. Gut, die US Air Force kann noch weltweit bombardieren, aber was bringt das? Was zerstört worden ist, muß neu aufgebaut werden, also müssen Sie neue Waren kaufen... in China, natürlich, weil die USA nicht liefern können. Und China akzeptiert lieber Euro als Schwund-Dollars.

Was passiert, wenn der Dollar stirbt? Im Internet finden sich ja längst die schönen Ameros, als Gold- und Silbermünzen. Aber leider ist es dafür noch zu früh, eine Goldwährung wird nach dem Dollar noch nicht kommen.

Nebenbei, die Amerikaner stecken in einem Teufelskreis. Bleiben sie im Irak, blutet ihre Währung weiter aus. Ziehen sie ab, gibt es ein paar weitere islamische Republiken... in Saudi-Arabien, Kuwait und Ägypten, zum Beispiel. Würde ein Angriff auf den Iran die Lage stabilisieren? Die Leute um Bush und die in Israel glauben das, ich hingegen nicht. Ich will ja auch keinen Krieg... Allerdings sollte man einen Krieg besser mit einer Währung bezahlen, die danach sowieso abgeschafft wird.

Nehmen wir einfach an, daß am 1. April 2008 niemand mehr Öl für Dollar verkaufen will. Die Amerikaner können natürlich Sanktionen verhängen, aber es reicht nicht mehr, um diese Länder wieder auf Linie zu zwingen. Jetzt benötigen alle Staaten, die Erdöl einführen, die neue Währung, sei es nun der Euro oder gleich der chinesische Renminbi. Vernünftiger wäre die Umstellung auf Gold, aber noch steckt das Papiergeld in den Köpfen.

Der Dollar geht ab dem 2. April in den Sinkflug. Wie lange wird er sich noch halten? Bis August? Bis Oktober? Jedenfalls müssen die Amerikaner jetzt etwas tun. Die diplomatischen Kanäle glühen, es gibt eine Menge Zugeständnisse - höchst schwierig für jene Supermacht, die gewohnt ist, zu befehlen. Die neue Währung, die jetzt eingeführt werden muß, soll irgendwie die Vormachtstellung der USA erhalten und die bewährte Globalisierung fortführen, die es Amerika erlaubt, die Waren der Welt mit selbstgedrucktem Papier einzukaufen.

Die Lösung dürfte ein Währungsverbund sein, dem entweder nur Kanada und Mexiko angehören ("Amero"), oder gleich die Euro-Zone ("Globo"). Da das britische Pfund ebenfalls abbröckelt und die PIGS ihre Probleme haben, bietet sich der Globo an, dem dann auch noch Japan beigetreten wird. Wir haben dann eine Weltwährung, die alle Fehler, die wir beim Euro immer deutlicher sehen, im weitaus größeren Maßstab wiederholt. Der Globo wird sich ein paar Jahre halten können, doch mit dem Globo wird ein weltweiter Polizeistaat eingeführt, zum Schutz vor Terroristen, natürlich. Mit der Terrorgefahr kann man jede Überwachung begründen und fast alle Zwangsmaßnahmen - und die braucht man, um den Globo für einige Zeit halten zu können.

Für Sie wird sich durch den Globo scheinbar wenig ändern. Sie bekommen ein neues Geld, mit dem Sie einkaufen wie bisher. Eventuell ist dieses Geld nur elektronisch verfügbar, also nicht als anonyme Münzen und Scheine, sondern als jederzeit verfolgbare Geldkarte. Jeder Einkauf wird dadurch nachvollziehbar. Damit sind wir endgültig im Orwell-Staat angelangt. Von da aus zum implantierten Chip, der die Geldkarte in den Leib des Besitzers verlegt, ist da nur noch ein kleiner Schritt.

Sagen Ihnen Kolchizin oder Botulinum etwas? Das sind hochwirksame Gifte, von denen ein paar Milligramm schon töten. Die finden Platz in dem Chip-Implantat... Falls Ihr Konto gesperrt werden muß. Geldscheine vergiften ist wesentlich schwerer...

Der Glanz des Goldes

Der Globo zerfällt schließlich, aber das dürfte kaum friedlich ablaufen. Ob es in einem Krieg zwischen den Teilnehmerstaaten endet oder in einem weltweiten Bürgerkrieg aller gegen alle, das Ergebnis ist identisch: die Globalisierung ist zu Ende. Die Nationalstaaten sind wieder auf sich angewiesen, müssen ihre Wirtschaft selbst wieder zum Laufen bringen. Es gibt keinen "Marshall-Plan" und nirgendwo Lieferanten, bei denen man einkaufen kann.

Jetzt braucht man eine Währung, zu der die Menschen Vertrauen haben. Also eine Währung, hinter der mehr steht, als nur die Versprechen windiger Politiker, die vor allem für die eigenen Pensionen vorsorgen möchten. Die Lösung kennt man seit 5.000 Jahren: Gold und Silber.

Nach offiziellen Angaben besitzt die BRD knappe 4.000 Tonnen Gold, also 42 Gramm für jeden der 82 Millionen Inländer. Allerdings lagert dieses Gold zum größten Teil sicher vor jedem deutschen Zugriff in New York - wenn es überhaupt noch existiert. Schließlich wollen Banker ja "Erfolge" erzielen, also "Profite" einstreichen. Die erzielt man, indem man Währungsgold verleiht, also durch die Leihgebühr Zinsen einnimmt. Und sollte der Entleiher das Gold nicht mehr zurückgeben wollen oder können, dann erhält man dafür eine Menge wertlos werdende Dollar...

Deshalb sollten wir dieses Währungsgold vergessen. Was in den USA lagert, werden wir niemals wiedersehen. Höchstens, indem die Bundesbank heimlich eine paar Säcke Dollar auf dem freien Markt gegen Gold eintauscht, das in Deutschland gelagert wird. Aber so intelligente Bundesbankiers traue ich unserem Land nicht zu.

Was an Gold zur Verfügung steht, ist das, was sich im Privatbesitz befindet, sei es in den Tresoren, an den Hälsen (Schmuck), an den Fingern (Eheringe) oder im Mund (Zahngold). Natürlich wird der Staat wieder um Spenden bitten ("Gold gab ich für Eisen"), aber wer soll darauf noch hereinfallen? Wer ist so wahnsinnig, seinen Ehering zu opfern, damit der Staat Geld prägen kann, um Altkanzler Kohl die Pension zu bezahlen? Dem Mann, dem wir die Abschaffung der bewährten D-Mark verdanken?

Für Ihr Gold können Sie dann aber schöne Dinge kaufen, Grundstücke, Bauernhöfe, Fabriken... Tun wir einfach einmal so, als könnten wir den Goldbesitzern genug Anreiz bieten, sich von ihrem Gold zu trennen. Um eine Zahl zu nennen, nehmen wir die alten 42 Gramm. Dabei ist es egal, ob zu diesem Zeitpunkt 82 oder nur noch 18 Millionen Menschen in diesem Land leben.

Nehmen Sie eine 10-Euro-Cent-Münze in die Hand, dann haben Sie einen Größenvergleich. So groß ist etwa ein goldenes 20-Mark-Stück aus der Kaiserzeit. 42 Gramm entsprechen sechs solcher Münzen. Stellen Sie sich jetzt vor, diese 10 Cent würden mittendurch gesägt, in zwei Scheiben. Solche dünnen Plättchen gibt es, das sind die österreichischen Golddukaten von 1915. Damit würden wir nach dem Zusammenbruch wieder anfangen, mit zwölf Dukaten pro Person.

Aktuell kostet ein Dukat etwas über 70 Euro, also würde diese monetäre Grundausstattung 850 Euro entsprechen, nach heutigem Maßstab. 1948 haben wir mit 40 D-Mark Kopfgeld angefangen, was nach dem damaligen Goldpreis 2,5 Dukaten entsprochen hätte. Der Wert der Münzen im neuen Währungssystem läßt sich jedoch beliebig festlegen. Ein Dukat gleich 1.000 Neue Mark? Warum nicht?

Ein Land kann eine Goldwährung besitzen, selbst wenn 95% der Bevölkerung niemals auch nur eine einzige Goldmünze zu Gesicht bekommen. Das Gold kann in Barrenform im Tresor der Reichsbank liegen; im Umlauf findet sich nur Papier und wertloses Münzmetall. Aber eben nur so viel, wie Gold in diesem großen Tresor lagert.

Und was ist mit Krediten, Bankguthaben, Pfandbriefen, Hypotheken? Können die Banken nicht ganz schnell eine Menge neues "Fiat Money" schaffen, das nicht mehr durch das Gold der Reichsbank gedeckt ist? Ja - wenn man sie läßt, werden sie das tun. Aber die Wirtschaft muß ohne ein umfassendes Bankensystem neu anfangen, die Menschen brauchen Bargeld als Tauschmittel, für die Dinge des täglichen Bedarfs. Der Neubeginn könnte jedoch so aussehen, mit zwölf Dukaten pro Person, im Tresor der staatlichen Zentralbank.

Was sich nicht ändert...

Egal, wie das Geld der Zukunft aussehen wird, eine Eigenschaft wird es behalten: Jeder hätte gerne ein bißchen mehr davon.
www.michaelwinkler.de
Dienstag, 11. März 2008
Märkte mit Geld überschwemmt
Notenbanken greifen ein


Darauf haben scheinbar alle gewartet: In einer koordinierten Aktion haben EZB und die US-Notenbank Fed die Märkte mit Geld versorgt. Außerdem kündigten die Bank of England, die Schweizer Notenbank und die Bank of Canada kündigten großzügige Geldspritzen an. Nach einzelnen Aktionen hatten diese fünf großen Zentralbanken erstmals im Dezember 2007 gemeinsam den Banken zusätzliches Kapital gegeben. Damit wollen die Notenbanken ein Austrocknen des Geldmarktes verhindern. Die Aktion gilt bei Experten als Beleg dafür, dass die Finanzkrise noch nicht zu Ende ist und größere Ausmaße hat als bisher gedacht.
Da staunt der Laie. Die Ankündigung hat an der Börse einen

Im Zuge der Kreditkrise stellt die US-Notenbank gemeinsam mit anderen Zentralbanken dem Kapitalmarkt weitere Liquidität zur Verfügung. Nach der vergangenen gemeinsamen Maßnahme im Dezember habe der Liquiditätsdruck in einigen Finanzmärkten zuletzt wieder zugenommen. Allein die Fed biete einen Kreditrahmen von 200 Milliarden Dollar mit einer Laufzeit von 28 Tagen an.

EZB gibt 15 Milliarden Dollar

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) stellt den Banken erneut Finanzspritzen in Dollar zur Verfügung. Angeboten werde ein Betrag in Höhe von 15 Milliarden Dollar bei einer Laufzeit von 28 Tagen. Ähnliche Geschäfte hatte die EZB bereits im Dezember und Januar durchgeführt
Normalerweise leihen sich die Banken untereinander in großem Umfang täglich Geld aus. Aber seit Ausbruch der Finanzmarktkrise im Sommer grassiert das Misstrauen unter den Banken. Wegen der Unsicherheiten über Verluste in den Bilanzen infolge der US- Immobilienkrise halten viele Banken ihr Geld zurück. Sie fürchten, die Summen nicht mehr zurückzubekommen, wenn sie sie verleihen.

Die US-Notenbank Federal Reserve kündigte eine Ausweitung ihrer Offenmarktgeschäfte an. Unter der Bezeichnung "Term Securities Lending Facility" (TSLF) will die Fed dem Geldmarkt Liquidität von bis zu 200 Milliarden US-Dollar in Form von 28-Tage-Geschäften zuführen. Die entsprechenden Auktionen sollen in wöchentlichem Abstand vom 27. März an durchgeführt werden.


http://www.n-tv.de/932188.html?110320081449
Montag, 17. März 2008
"Neue Weltordnung" für Banken
Greenspan sieht kein Ende



Die aktuelle Finanzkrise in den USA dürfte nach Ansicht des früheren amerikanischen Notenbankchefs Alan Greenspan die schmerzhafteste seit dem Zweiten Weltkrieg werden. "Die Krise wird viele Opfer zurücklassen", schrieb Greenspan in einem Gastbeitrag in der "Financial Times". Sie werde erst enden, wenn sich die Hauspreise in den USA nach ihrem andauernden Fall stabilisieren. Bis zu diesem Moment werde es noch Monate dauern, wie lange genau, sei nicht vorherzusagen. Zugleich zweifelte Greenspan an, dass die Finanzkrise zu verhindern gewesen wäre: "Wir werden nie in der Lage sein, alle Einbrüche der Finanzmärkte vorherzusehen." Greenspan, der von 1987 bis 2006 US-Notenbankchef war, hat einerseits den Ruf einer Legende. Andererseits wird die von ihm vor einigen Jahren betriebene Politik niedriger Zinsen oft auch als ein Ursprung der heutigen Kreditprobleme gesehen.

Nichts ist mehr wie vorher

Die Finanzbranche steht nach dem Nacht-und-Nebel-Verkauf der Traditionsbank Bear Stearns und der ersten Wochend-Not-Sitzung der US-Notenbank seit 1979 Experten zufolge vor umwälzenden Änderungen. Die Markforscher von Creditsights sprachen in einer Analyse von einer "neuen Weltordnung" für Banken, Broker und andere Finanzfirmen. Die Realität zeige, dass es eine große Gruppe von Banken, Anleiheversicherern und Handelshäusern mit akuten Problemen gebe, denen nur eine relativ kleine Zahl starker Großbanken gegenüber stünde.

Die renommierte Bankenanalystin Meredith Whitney sagte zudem weitere drastische Kursverluste bei Bank-Aktien voraus. Papiere von Firmen aus der Finanzbranche könnten noch um bis zu 50 Prozent fallen, schrieb die Expertin von Oppenheimer & Co. in einem Bericht an Kunden, "Wir gehen davon aus, dass es noch während des ersten Halbjahres Goodwill-Abschreibungen geben wird. Wir glauben, dass Investoren sich mehr auf den handfesten Buchwert konzentrieren werden und die Aktien deshalb schnell auf ein deutlich tieferes Niveau fallen werden."
Rollt eine Übernahmewelle an?

Zu den starken Banken, die angeschlagene Rivalen übernehmen könnten, zählte Creditsights in seiner Analyse JPMorgan, Wells Fargo, Goldman Sachs und Bank of America . In Europa könnten HSBC und Barclays die Lage nutzen, um geschwächte Rivalen zu schlucken, so die Experten.

"Jeder fragt sich: Wer wird als nächstes übernommen? Gibt es ein nächstes Bear Stearns in Europa?", fragt auch der Analyst Edmund Shing von BNP Paribas. Das Misstrauen unter den Instituten sei enorm. So kam die Bereitstellung von Krediten zwischen den Banken am Montag nahezu zum Erliegen.

"Der Fast-Zusammenbruch von Bear Stearns und die Übernahme erschweren die Kreditklemme und die allgemeine Krise auf den Finanzmärkten", meinte Willem Sels von Dresdner Kleinwort. Die Risiko-Aversion bei Banken steige zunehmend. "Die Geldmärkte machen eine brutale Zeit durch."

http://www.n-tv.de/935241.html?170320081822


BaFin schätzt Finanzkrise
600 Mrd. Dollar vernichtet


Die weltweite Krise an den Finanzmärkten hat möglicherweise noch größere Ausmaße, als bisher bekannt. Nach Schätzungen der BaFin könnten durch die Verwerfungen bis zu 600 Mrd. Dollar vernichtet worden sein. Rund zehn Prozent fallen auf deutsche Banken. Auf allen Ebenen beginnen derweil Überlegungen zu reifen, wie künftig solche Krisen verhindert werden können.


http://www.n-tv.de/941083.html?290320081728
:confused:INFLATION kommt--was ist meine Geld noch wert???:confused:
:confused: Wer sagt denn, daß Lebensversicherer nicht Pleite gehen könnten :confused:

Selber hab ich bisher fleißig meine LVesicherungen einbezahlt :rolleyes:

19.01.09, 11:54

Kapitallebens- und Rentenversicherungen
Die Rendite schmilzt dahin


In diesem Jahr schreiben die Lebensversicherer ihren Kunden im Schnitt 4,3 Prozent Zinsen gut – trotz Finanzkrise nur 0,12 Prozentpunkte weniger als 2008. Rückblick wie Ausblick zeichnen jedoch ein düsteres Bild.
Von FOCUS-Online-Redakteurin Anita Stocker

Lebensversicherungen werfen immer weniger ab

Die Achterbahnfahrt an den Börsen können die Kunden der Lebensversicherer relativ gelassen beobachten. Für sie wird es nur einmal im Jahr spannend: Jeweils zum Jahreswechsel legen die Gesellschaften fest, mit welchem Wert sie das Guthaben ihrer Kunden in den kommenden zwölf Monaten verzinsen. Dieser Satz ist verbindlich – unabhängig davon, wie sich der Kapitalmarkt entwickelt. Eine erste Auswertung des Branchendienstes Map-Report beruhigt: Für 2009 hat zwar mehr als die Hälfte der Lebensversicherer die laufende Verzinsung für die rund 70 Millionen Kapital bildenden Policen der Deutschen gesenkt. Im Durchschnitt zahlen die analysierten Gesellschaften auf die Guthaben von Kapitallebens- und Rentenversicherungen aber immerhin noch 4,3 Prozent, nach 4,42 Prozent im vergangenen Jahr. Spitzenreiter Europa schreibt noch 5,0 Prozent gut (2008: 5,4 Prozent), die Debeka 4,8 Prozent (2008: 5,1 Prozent) und Markführer Allianz Leben unverändert 4,5 Prozent. Beachtliche Werte – angesichts der Einbrüche, die die meisten Aktionäre hinnehmen mussten. Der Deutsche Aktienindex verlor 2008 annähernd 43 Prozent seines Werts.

„Grund zum Jubel haben Lebensversicherte dennoch nicht“, relativiert Map-Report-Chef Manfred Poweleit. Die Erträge schwinden seit Jahren – und dürften weiter sinken. Am Ende werden die Langfristanlagen oft deutlich weniger abwerfen, als die aktuellen Gutschriften vermuten lassen.

Renditekiller Kosten

Die laufende Verzinsung, also die Summe aus Garantiezins und Überschussbeteiligung, sagt wenig über die Rendite des Kunden aus. Grund: Den Satz zahlen die Versicherer nicht auf den gesamten Beitrag, sondern nur auf den sogenannten Sparanteil. Von der Prämie für eine Kapitallebenspolice ziehen sie erst ihre Kosten ab – für Verwaltung und Provision sowie das Risiko, dass der Kunde vor Ablauf des Vertrags stirbt. „Verzinst werden je nach Gesellschaft und Alter des Kunden oft nur 70 Prozent“, erklärt Poweleit. Auf den Beitrag bezogen kommt daher oft eine deutlich niedrigere Rendite heraus.

Ein Beispiel: Ein 30-Jähriger schließt eine zwölf Jahre laufende Kapitallebensversicherung mit jährlich 1200 Euro Beitrag ab. Wenn die laufende Verzinsung während der gesamten Laufzeit konstant bei den heutigen 4,5 Prozent liegt, zahlt die Allianz im Jahr 2021 inklusive aller Boni nach heutigem Stand 17 555 Euro aus. Der Anleger käme dann auf eine Beitragsrendite von 3,01 Prozent. Die Inter avisiert 16 177 Euro; trotz einer laufenden Gutschrift von 3,58 Prozent käme der Inter-Kunde nur auf 1,7 Prozent Beitragsrendite.

Bei manchen Gesellschaften und Verträgen mit längerer Laufzeit ist durchaus mehr drin. Schließt derselbe Anleger etwa bei der Europa einen 30-jährigen Vertrag ab, kann er bei 5,0 Prozent laufender Verzinsung dank nicht garantierter Boni auf eine Beitragsrendite von 5,04 Prozent hoffen. Hoffen, wohlgemerkt.
Rund 40 Prozent Einbuße seit dem Jahr 2000
Was die Gesellschaften heute kalkulieren, muss nicht eintreten. Die laufende Verzinsung ist nichts weiter als eine Leistungsschau fürs Jahr. Für die gesamte Laufzeit hat der Kunde weit weniger sicher, nur den sogenannten Garantiezins. Der beträgt für neue Verträge magere 2,25 Prozent auf den Sparanteil des Beitrags, für ältere Verträge je nach Zeitpunkt des Abschlusses auch mal 3,5 oder 4,0 Prozent. Die laufende Verzinsung legt der Versicherer dagegen Jahr für Jahr neu fest.

Und mit der geht seit Jahren bergab. Die Börsenkrise am Anfang des Jahrzehnts hat die Versicherer gebeutelt. Viel schlimmer schlagen allerdings die seit 1995 niedrigen Zinsen auf die Erträge der Policen durch. Im Jahr 2000 zahlte die Branche noch durchschnittlich 7,22 Prozent – im Jahr 2009 nur noch 4,3 Prozent. Die Debeka zum Beispiel reduzierte die Gutschrift peu à peu von 7,75 auf 4,8 Prozent, die Allianz Leben von 7,50 auf 4,5 Prozent.

Das sind keine Peanuts. In Euro umgerechnet geht es für Anleger um ein kleines Vermögen. Einem 30-Jährigen, der sich im Jahr 2000 für eine 30-jährige Kapitallebenspolice mit 1200 Euro Jahresbeitrag interessierte, rechnete etwa die Allianz Leben eine Ablaufleistung von 112 980 Euro hoch. Heute prognostiziert der Marktführer noch 69 876 Euro.

Niedrigzinspolitik drückt Erträge weiter

Selbst dieses Szenario dürfte allerdings noch zu optimistisch sein. „Die weltweite Finanzmarktkrise ist keine Krise der deutschen Versicherungswirtschaft“, antwortete Debeka-Vorstand Roland Weber in der Map-Report-Umfrage. „Dennoch sind auch alle Versicherer mittelbar von der Bankenkrise betroffen, wenn auch in unterschiedlichem Maße.“ Das Hauptproblem: Die Lebensversicherer legen rund 80 Prozent der Kundengelder in festverzinslichen Wertpapieren an. Deren Umlaufrendite lag seit 1955 durchschnittlich bei 6,63 Prozent – derzeit bei nur 2,83 Prozent.

„Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken ist für Versicherte wie Versicherer eine viel größere Gefahr als der Börsen-Crash“, sagt Poweleit. Für Kapital bildende Verträge in ihren Büchern garantieren die Gesellschaften im Durchschnitt etwa 3,6 Prozent. „Die sind am Markt derzeit nur schwer zu erzielen“, so Poweleit. Gesellschaften, die mit ihren Kapitalanlagen wenig verdienen und nicht von Reserven zehren können, können die aktuellen Gutschriften deshalb kaum halten.
http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/lebensversicheru…



http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/lebensversicheru…" target="_blank" rel="nofollow">http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/lebensversicherung/tid-13143/kapitallebens-und-rentenversicherungen-die-rendite-schmilzt-dahin_aid_363252.html[/url

Lebensversicherungen
Welche Gesellschaft für welchen Vertrag wie viel zahlt
Die Rendite schmilzt dahinSeite 2/3

Rund 40 Prozent Einbuße seit dem Jahr 2000
Was die Gesellschaften heute kalkulieren, muss nicht eintreten. Die laufende Verzinsung ist nichts weiter als eine Leistungsschau fürs Jahr. Für die gesamte Laufzeit hat der Kunde weit weniger sicher, nur den sogenannten Garantiezins. Der beträgt für neue Verträge magere 2,25 Prozent auf den Sparanteil des Beitrags, für ältere Verträge je nach Zeitpunkt des Abschlusses auch mal 3,5 oder 4,0 Prozent. Die laufende Verzinsung legt der Versicherer dagegen Jahr für Jahr neu fest.

Und mit der geht seit Jahren bergab. Die Börsenkrise am Anfang des Jahrzehnts hat die Versicherer gebeutelt. Viel schlimmer schlagen allerdings die seit 1995 niedrigen Zinsen auf die Erträge der Policen durch. Im Jahr 2000 zahlte die Branche noch durchschnittlich 7,22 Prozent – im Jahr 2009 nur noch 4,3 Prozent. Die Debeka zum Beispiel reduzierte die Gutschrift peu à peu von 7,75 auf 4,8 Prozent, die Allianz Leben von 7,50 auf 4,5 Prozent.

Das sind keine Peanuts. In Euro umgerechnet geht es für Anleger um ein kleines Vermögen. Einem 30-Jährigen, der sich im Jahr 2000 für eine 30-jährige Kapitallebenspolice mit 1200 Euro Jahresbeitrag interessierte, rechnete etwa die Allianz Leben eine Ablaufleistung von 112 980 Euro hoch. Heute prognostiziert der Marktführer noch 69 876 Euro.

Niedrigzinspolitik drückt Erträge weiter

Selbst dieses Szenario dürfte allerdings noch zu optimistisch sein. „Die weltweite Finanzmarktkrise ist keine Krise der deutschen Versicherungswirtschaft“, antwortete Debeka-Vorstand Roland Weber in der Map-Report-Umfrage. „Dennoch sind auch alle Versicherer mittelbar von der Bankenkrise betroffen, wenn auch in unterschiedlichem Maße.“ Das Hauptproblem: Die Lebensversicherer legen rund 80 Prozent der Kundengelder in festverzinslichen Wertpapieren an. Deren Umlaufrendite lag seit 1955 durchschnittlich bei 6,63 Prozent – derzeit bei nur 2,83 Prozent.

„Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken ist für Versicherte wie Versicherer eine viel größere Gefahr als der Börsen-Crash“, sagt Poweleit. Für Kapital bildende Verträge in ihren Büchern garantieren die Gesellschaften im Durchschnitt etwa 3,6 Prozent. „Die sind am Markt derzeit nur schwer zu erzielen“, so Poweleit. Gesellschaften, die mit ihren Kapitalanlagen wenig verdienen und nicht von Reserven zehren können, können die aktuellen Gutschriften deshalb kaum halten.
http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/lebensversicheru…



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:) Jetzt heißt es Sachwerte schaffen, denn mit der Inflation, werden ALLE Schulden bald bezahlt sein :)


20.02.09, 08:45
Star-Ökonom rechnet mit Horror-Inflation
Thomas Straubhaar

Die staatliche Verschuldungsorgie wird die Deutschen von 2010 an teuer zu stehen kommen, erwartet Ökonom Thomas Straubhaar. Geld dürfte so stark an Wert verlieren wie seit Jahrzehnten nicht.


Thomas Straubhaar

Der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Straubhaar erwartet schon in Kürze eine kräftige Geldentwertung in Deutschland. „Schon in einigen Monaten wird die Inflation deutlich nach oben schießen“, sagte der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) FOCUS.

Er rechne „mit einer Geldentwertung zwischen fünf und zehn Prozent pro Jahr für die Zeit nach 2010“. Bei etwa fünf Prozent lag die Inflationsrate in Deutschland zuletzt Anfang der 1990er Jahre. Straubhaar sagte weiter, die Energiepreise würden in der zweiten Jahreshälfte 2009 wieder anziehen. Eine Verdoppelung des Ölpreises auf bis zu 80 Dollar pro Fass sei „wahrscheinlich“. Auch Handwerksleistungen und Immobilien würden bald teurer.
Ist die Talsohle im Sommer erreicht?

Für die Gesamtwirtschaft äußerte sich Straubhaar vorsichtig optimistisch. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt werde zwar im ersten Halbjahr 2009 noch um rund drei Prozent schrumpfen. Auch wegen positiver Impulse aus den USA sei er „optimistisch, dass wir im Sommer die Talsohle erreichen“.

Trotzdem werde das Gesamtjahr „bestenfalls mit einem Minus von deutlich mehr als zwei Prozent“ enden. Für 2009 erwarte sein Institut „im Schnitt 3,75 Millionen Arbeitslose, 500 000 mehr als im Vorjahr“. Falls der kommende Winter hart werde, könnten es saisonal bedingt zeitweise sogar vier Millionen werden.

Für 2010 rechnet Straubhaar damit, dass der Welthandel „wieder um mehr als drei Prozent wachsen“ werde. Deutschland werden seinen Titel als Exportweltmeister verteidigen können. Der Vorsprung vor China sei aber „nicht so wichtig“.
Der HWWI-Leiter, ein bekennender Liberaler, verteidigte die expansive Geld- und Fiskalpolitik der Bundesregierung. Die Regierung habe „keine andere Wahl“. Damit sich der Abschwung nicht zu einer Depression verfestige, müsse „der Staat klotzen und Geld in den Kreislauf pumpen“.sms
http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/thomas-strau…
Karsten (13.03.2009 11:02) Endstation Inflation
die Schulden kann und will keiner zurückzahlen. Es wird mehr oder weniger ein Gleichgewicht gefahren um den Geldwert zu stabilisieren, aber bei einem "Bankrun" ist auch jede Bank pleite. Es ist ein Gleichgewicht des Schreckens.




13.03.09, 10:52
Finanzkrise
Schulden lassen sich nicht mit Schulden bekämpfen


Noch nie haben die Staaten der Welt so viele Schulden gemacht. Alles Kredite gegen die Krise. Dabei ist deren Ursache eindeutig: zu viele Schulden. Deshalb birgt die Staatsknete auf Pump gefährliche Risiken.

Von FOCUS-Korrespondent Frank Thewes
Wo kommt das Geld eigentlich her, das sich Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) täglich leihen muss? Zum Beispiel die 18 Milliarden Euro, die der Bund als stille Einlage und in Aktien in die Commerzbank geschoben hat? Das Geld stellen vor allem Banken zur Verfügung – zum Beispiel die Commerzbank. Sie hat dem deutschen Staat aktuell rund 60 Milliarden Euro geliehen, der dafür im Schnitt rund drei Prozent Zinsen zahlen dürfte. Die Commerzbank muss für die Einlage des Bundes fast dreimal so viele Zinsen aufbringen. Es ist nun eine Rechenfrage und Glaubenssache, für wen das Kredite-Karussell am Ende ein gutes oder schlechtes Geschäft ist. Tatsache ist: Schulden lohnen sich – bei wem auch immer – nur, wenn auf Dauer mehr erwirtschaftet wird, als Zins und Tilgung kosten.


Die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler „tickt“ in Berlin

Für den Staat rentiert sich nichts mehr als eine florierende Wirtschaft mit möglichst vielen Jobs: Denn das bringt Steuern und spart Sozialausgaben. Deshalb gilt es als sinnvoll, wenn sich der Staat in Phasen verschuldet, in denen sich sonst niemand mehr traut, Geld auszugeben. Kurzfristig, vorübergehend, begrenzt.

Schuldenquote steigt, Sparquote sinkt

Geld allein kann sich aber nicht wirklich vermehren, wenn es ohne reale Gegenwerte bleibt. Das haben weite Teile der Welt verdrängt. So hat die Finanzkrise ihre Ursache in dem amerikanischen Irrglauben, dass ein Leben auf Pump dauerhaft Wohlergehen und Reichtum bringt. In den USA hat sich die Verschuldung zwischen 1960 und 1990 um 1,5-mal schneller erhöht als die Wirtschaftsleistung. Aber die Amerikaner haben zugleich auch neun Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes (BIP) gespart. Zwischen 1991 und 2000 stieg die Verschuldung schon um das 1,8-fache des BIP-Wachstums, zugleich halbierte sich die Sparquote.

Seit 2001 erhöhten sich die Schulden der privaten Haushalte, der Unternehmen und des öffentlichen Sektors in den USA aber jedes Jahr doppelt so schnell wie die Wirtschaftsleistung. Und die Sparquote sank ins Negative. Die Amerikaner lebten davon, dass ihnen vor allem Chinesen, Japaner und Deutsche Geld liehen. Sie konsumierten zwei Drittel der Weltsparleistung. Für diese Mittel wurden aber keine Gegenwerte geschaffen. Die Immobilien etwa, die dafür gekauft wurden, stiegen eine Zeitlang scheinbar im Wert. Jetzt aber will und kann diese Preise niemand mehr bezahlen. Die Amerikaner sind überschuldet. Allein private Haushalte und die Unternehmen, die nicht zum Finanzsektor gehören, müssen 25 Billionen US-Dollar an Krediten abtragen – bei schwindendem Einkommen. Die Schuldenlast ist doppelt so hoch wie die jährliche Wirtschaftsleistung des Landes. Hinzu kommen staatliche Kapitalhilfen und Garantien für die amerikanische Finanzbranche in Höhe von zehn Billionen Dollar. Diese Summen muss irgendjemand möglichst bald tilgen. Die Amerikaner müssen daher wieder lernen, zu sparen.

Ungedeckte Schecks

Das bedeutet aber, dass die größte Volkswirtschaft der Welt auch weniger einkaufen kann. Etwa in Deutschland oder in den Staaten, die ihre Exportprodukte wiederum mit Maschinen, „Made in Germany“, herstellen. Das riesige Konjunkturprogramm von US-Präsident Barack Obama kommt gegen diese bitteren Wahrheiten auch nicht an. Wahrscheinlich wird er sich in diesem Jahr die Rekordsumme von zwei Billionen US-Dollar leihen müssen, um die geplanten Ausgaben zu finanzieren. Allein das entspricht einem Fünftel der Weltsparleistung. Hinzu kommt noch der Kreditbedarf von US-Bundesstaaten, Unternehmen und weiterhin auch privaten Haushalten in den Staaten.


Weltweit sind aber noch viel mehr ungedeckte Schecks unterwegs. Denn auch die meisten anderen Länder der Welt kämpfen aktuell mit neuen Staatskrediten in Rekordhöhe gegen die Krise. Sie müssen deshalb mit immer höheren Zinsen um mögliche Anleger buhlen – oder aber sie drucken mithilfe ihrer Notenbanken frisches Geld, was sich gerade fast überall beobachten lässt. Das wirkt heute eleganter, weil es „Erhöhung der Liquidität“ genannt und per Mausklick erledigt wird. Aber es ist mittelfristig noch immer so gefährlich wie früher: Es führt fast zwangsläufig zur Inflation, mit der überschuldete Staaten ihre unbezahlbaren Schuldenberge billig verringern können – zu Lasten ihrer Bürger und vieler Sparer überall auf der Welt.

Quelle: http://www.focus.de/finanzen/steuern/thewes/finanzkrise-schu…

Ist der Staat nun Pleite?
Vermehren Sie Ihr Geld bevor die Staatsverschuldung uns erledigt !
www.reich-werden-beim-crash.com/


Karsten (13.03.2009 11:02) Endstation Inflation
die Schulden kann und will keiner zurückzahlen. Es wird mehr oder weniger ein Gleichgewicht gefahren um den Geldwert zu stabilisieren, aber bei einem "Bankrun" ist auch jede Bank pleite. Es ist ein Gleichgewicht des Schreckens.
deine Frage müsste lauten: Wieviel Geld habe ich noch wenn die kommende Deflation vorbei ist?

Szenario 1:
Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass vorerst die Inflation nicht das Problem sein wird.

Die Inflation war schon im Oktober 2007 da.

Lass es mich dir kurz erklären:

1.)Geld entseht durch Kreditvergabe und nicht durch Kauf von Kreditrechten

2.)Subprime-Kredite, Derivate und gehebelte Kreditderivate haben in den letzten Jahren das Kreditvolumen/Geldmenge stark ansteigen lassen

3.)Was jetzt passiert ist lediglich die Übertragung der "Kreditrechte" auf die FED und auf das US-Volk. Es werden "Kreditrechte" von den Banken abgekauft. Im Falle des Aufkaufes der Kreditrechte durch die US-Regierung findet dies aber nicht ausschließlich mit Geld statt, sondern zu großen Teilen über Garantiegewährungen (ausgesprochen durch die FDIC = Sparvermögen der Bürger) und zu kleinen Teilen mit Geld privater Investoren (das ist auch schon da). Lediglich rund 1/14 der Summe muss über Bonds finanziert werden (von Geldern, die auch schon da sind). Somit entsteht noch keine Geldmengenausweitung!

4.)Man HOFFT, dass danach Banken neue Kredite vergeben (und erst dann entsteht echtes Geldmengenwachstum!), damit man nicht in die Deflationsfalle tritt. Nur welche Firma braucht in Zeiten bestehender Überproduktion Kapital für neue Investitionen? Die Firmen benötigen das Geld um entstehende Liquiditätsenpässe durch fallende Verkaufszahlen/Erlöse aufzufangen. Das Geld würde in Gehälter für Mitarbeiter und negativen Deckungsbeiträgen verschwinden. Dann würde die ganze Geschichte wieder von neu beginnen....

5.)Was passiert mit den Ersparnissen? Zuerst verlieren in einer Deflation Vermögen an Wert (Gold - bislang noch nicht, Immobilien - schon passiert, Aktien - schon passiert, Unternehmensanleihen - schon passiert, Staatsanleihen - zumindest in Island schon passiert). In einer Deflationsspirale mit steigenden Arbeitslosenzahlen, Unternehmenszusammenbrüchen,... müssen dann auch noch Bargeldbestände für das tägliche Leben herhalten. Es finden Notverkäufe von Immobilien satt. (USA - schon passiert)

Und erst DANN, wenn durch den Zusammenbruch der Produktion (findet gerade statt) die Güter knapp werden (noch sind mehr als genug da), und die meisten Menschen KEIN Geld mehr haben (USA - schon passiert, Lehman - schon passiert, Kaupthing - schon passiert), startet die Inflation. Und je länger die Wirtschaft mit Konjunkturprogrammen usw. am Leben gelassen werden, umso schleichender und langsamer wird der Start der Inflation hinausgeschoben. Immer ganz langsam ein Stein nach dem anderen...

ZUERST wird also das Vermögen durch die DEFLATION vernichtet.

Und viele, die hier diskuttieren (evtl. auch ich) werden dann ohnehin kein Geld/Vermögen mehr haben, um sich vor der Inflation zu schützen.

Gold kann man nicht essen, und im Höhepunkt der Deflation, nämlich dann, wenn die Vermögen vernichtet wurden, kannst du eine 1/20 Unze (derzeit 80 Euro wert) gegen ein Brot tauschen; aber nicht weil Brot teuer ist, sondern weil niemand Gold haben will. (sofern natürlich das Vertrauen in Papiergeld nicht verloren gegangen ist)


Szenario 2:
Währungsreform (ggf. sogar schon im Sommer 2009 durch die SZR)

dann kommt es darauf an, ob die Währung goldgedeckt ist oder nicht. Goldanleger hätten alles richtig gemacht...Immobilienkäufer auch, wenn die Quote der Schuldenumrechnung niedriger wäre (bspw. 1:10), als die Umrechnung der Geldvermögen (bspw. 1:5) - also quasi ein globaler Schuldenerlass

31.03.09,
Wirtschaftsweiser Bofinger
„1944 war die Welt weiter als heute“


Kommt die Inflation? Ist der Dollar am Ende? Brauchen die Devisenmärkte neue Regeln? Peter Bofinger, wichtiger Berater der Kanzlerin, redet Klartext.

Von FOCUS-Online-Redakteur Ansgar Siemens

Ein Paukenschlag: Kurz vor dem Weltfinanzgipfel schießen die Chinesen gegen den Dollar – und wollen eine neue Leitwährung. Ein Reizthema für die Regierungschefs aus 20 Ländern, die in London am Donnerstag über Mittel gegen die Finanzkrise beraten.

Wie gefährlich sind die Querschüsse aus Fernost? Braucht die Welt eine neue Währungsordnung? Wie groß ist die Inflationsgefahr? Die Antworten liefert Peter Bofinger. Der Währungsexperte, Professor in Würzburg, ist als Wirtschaftsweiser einer der ranghöchsten Berater der Bundesregierung.

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger

FOCUS Online: Kurz vor dem Weltfinanzgipfel wollen die Chinesen den Dollar als Leitwährung abschaffen. Wie gefährlich ist das?

Peter Bofinger: Um die Krise zu bekämpfen, drucken die Amerikaner Dollar in großem Stil. Das macht die Chinesen nervös. Sie fürchten um ihr Vermögen, immerhin haben sie drei Viertel ihrer Reserven in US-Anleihen angelegt. Das sind etwa 1,5 Billionen Dollar. China möchte raus aus dem Dollar, möchte verkaufen, ohne am Markt einen gigantischen Preisrutsch auszulösen. Da kommen die Sonderziehungsrechte (SZR) ins Spiel, eine Art Ersatzwährung der Staatenorganisation IWF. Gegen eine solche Leitwährung könnte China seine Dollar tauschen, ohne am Devisenmarkt verkaufen zu müssen. Das würde bedeuten: Das Dollarrisiko der Chinesen läge plötzlich bei der internationalen Gemeinschaft. Aber so weit wird es nicht kommen.

FOCUS Online: Warum nicht?

Bofinger: Es ist ein Erpressungsversuch, bei dem für die Chinesen selbst zu viel auf dem Spiel steht. Sie können zwar drohen: Wir verkaufen Dollar am Devisenmarkt, wenn die Welt Sonderziehungsrechte ablehnt. Damit aber würde China automatisch das eigene Vermögen in den USA schmelzen lassen, da es zu einer massiven Abwertung des Dollars käme, verglichen mit dem heimischen Renminbi. So weit wird Peking nicht gehen.

FOCUS Online: Wie wichtig ist das Thema Währung auf dem Weltfinanzgipfel?

Bofinger: Es dürfte keine bedeutende Rolle spielen. Der Devisenmarkt gilt noch immer als Refugium des freien Marktes, in dem sich Angebot und Nachfrage ungestört austoben sollen. Ein Fehler. Es ist zu kurz gedacht, dass man Finanzkrisen vermeiden kann, wenn nur die Banken strenger reguliert werden. Die Welt braucht ein neues Währungssystem, nach dem Vorbild von Bretton Woods. Damals, 1944, war die Welt schon weiter als heute.

FOCUS Online: Dass sich Angebot und Nachfrage austoben können, ist ein Merkmal freier Wechselkurse. Was daran ist verkehrt?

Bofinger: Flexible Wechselkurse haben zur Eskalation der Finanzkrise beigetragen. Kern des Problems sind die unterschiedlichen Zinsen. Investmentbanken zum Beispiel haben in den vergangenen Jahren ein zu großes Rad gedreht. Das gelang ihnen auch deshalb, weil sie in hohem Maße mit fremdem Geld spekuliert haben. Wie? Ganz einfach. Die Banker haben sich zum Beispiel in Japan Geld geliehen, dort waren die Zinsen äußerst niedrig. Angelegt wurden die Kredite aber dort, wo hohe Zinsen lockten, zum Beispiel in Island. Den Zusammenbruch des Landes hätte man mit einem besseren Wechselkurssystem verhindern können.

FOCUS Online: Was genau empfehlen Sie?

Bofinger: Es geht darum, dass die Notenbanken der Welt sich besser abstimmen – und die Wechselkurse entlang eines Pfades steuern. Das bedeutet konkret: Wenn die Zinsen in Island um vier Prozentpunkte höher sind als in Japan, dann muss die isländische Krone verglichen mit dem Yen vier Prozent an Wert verlieren. Die Notenbanken können das gezielt steuern, indem sie die Währungen kaufen und verkaufen. Eine Zockerei mit billigem Geld aus Japan würde sich in dem Beispiel nicht mehr lohnen – die Änderung des Wechselkurses würde den Zinsvorteil zunichte machen.

FOCUS Online: Als eine Ursache für die Finanzkrise gilt die laxe Geldpolitik des Ex-US-Notenbankchefs Alan Greenspan. Er habe die Zinsen zu spät angehoben und dadurch eine Blase entstehen lassen. Manche fordern jetzt, die Geldmenge an Gold zu koppeln – und somit den Notenbankern Disziplin zu verordnen. Eine sinnvolle Idee?

Bofinger: Ein neuer Goldstandard wäre ein verheerendes Signal. Die Rückkehr zum Gold ist die Rückkehr in die monetäre Barbarei. Die Welt würde sich abhängig machen von der Menge des Goldes, das in der Welt gefördert wird. Es kommt aber darauf an, dass die Geldmenge gemäß der Produktionsmöglichkeiten zunimmt. Das wäre bei einer Goldwährung nicht gewährleistet. Es könnte deflationäre Prozesse geben, was man in der Geschichte beobachten konnte.

FOCUS Online: Man könnte mit einem Goldstandard aber eine starke Geldentwertung verhindern – derzeit steht doch zu befürchten, dass die gigantischen Ausgabenprogramme in den USA und Europa eine hohe Inflation auslösen.

Bofinger: Eine Inflation ist kein Selbstläufer. Das Geld, das die Notenbanken jetzt zusätzlich in das System pumpen, lässt sich binnen einer Woche zurückholen; die Laufzeiten der Kredite sind äußerst kurzfristig. Derzeit gibt es einen Unterdruck im System, in der Welt stehen die Zeichen auf Deflation. Sollte sich die Lage drehen, sodass es zu einem Überdruck kommt, ließe sich das durch steigende Zinsen jederzeit beheben – wenn die Politiker es wollen.


FOCUS Online: Daran gibt es Zweifel. Immerhin könnten sich die Vereinigten Staaten über eine hohe Inflation elegant entschulden.

Bofinger: Ich glaube in der Tat, dass es in den USA von 2011 an ein Inflationsrisiko gibt mit Raten um die fünf Prozent. In Europa handelt die Europäische Zentralbank (EZB) viel konservativer. Hier sehe ich das Problem nicht. Bis 2011 rechne ich mit einer Inflationsrate von kaum mehr als null Prozent. Danach ist davon auszugehen, dass die Inflationsrate dem Zielwert der EZB von etwa zwei Prozent pro Jahr entspricht.
http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/wirtschaftsw…

Rolf Kuntz (31.03.2009 09:30) Bofingers Einschätzung
Sicherlich ist Bofinger kein Dummer, aber für die Weisen ist eine unregulierte freie Wirtschaft das Dogma. Die Sonderziehungsrechte werden eine enorme Bedeutung erhalten. Nicht für den Laien sichtbar, aber als Rettungring für den Dollar. Er wird in diesem Währungskorb über seinem wahren Wert präsent sein und so defakto werterhaltend von den anderen Währungen gestützt. Wetten daß es so läuft!
15.05.09, 06:59
Anleihen
Strategien gegen Deflation und Inflation

Der Weltwirtschaft drohen mit Deflation und Inflation zwei Gefahren gleichzeitig. Zinsjägern bietet das Prognose-Chaos keine Entscheidungshilfe. Ihnen bleiben zwei Strategien.


Von FOCUS-MONEY-Redakteur Michael Groos
Über die Politik der Notenbanken sagt Fondsmanager Jens Ehrhardt: „Auf gut Deutsch heißt dies nichts anderes als Geld drucken.“ Mögliche Folge der massenhaften konjunkturellen Stimulierungspakete: dramatische Preissteigerungen. „Hyperinflation ist wieder en vogue im Wortschatz vieler Ökonomen“, bestätigt Jochen Felsenheimer von der Fondsgesellschaft Assenagon. ZUM THEMA
Thomas Straubhaar:
Star-Ökonom rechnet mit Horror-InflationDas bedeutet für Anleger: Gefragt sind jetzt clevere Wege aus der Niedrigzinsfalle. Dabei gilt: Die Wege hängen ab von der individuellen Erwartung und Risikobereitschaft des einzelnen Investors.


Strategie gegen Inflation

Zu den gängigen Erwartungen zählt aktuell, dass die extreme Geldvermehrung durch Regierungen und Notenbanken höhere Inflationsraten nach sich ziehen wird. Die Deutsche Bank schätzt in ihrem jüngsten Research-Bericht, dass auf Grund der hohen Budgetdefizite „die staatliche Schuldenquote in den OECD-Ländern zwischen 2008 und 2011 von rund 80 auf rund 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen“ wird. Ein Blick in die Geschichte zeige, dass ein sprunghafter Anstieg des Schuldenbergs meist zu einem deutlichen Anstieg der mittelfristigen Inflationsraten, wenn nicht sogar zum Staatsbankrott geführt hat.

Die Deutsche Bank glaubt zwar nicht an eine Wiederholung der Geschichte. Aber einige Wirtschaftsforscher erwarten jährliche Preissteigerungsraten von fünf bis zehn Prozent. „Für die Jahre nach 2010 wird heute die Saat ausgesät, die zu höheren Inflationsraten führen wird“, warnt Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI). Der Ökonom schließt in Deutschland eine jährliche Geldentwertung von „fünf Prozent und mehr“ nicht aus.

Ein Schock für die Bundesbürger: In Deutschland haben die Hyperinflation der zwanziger Jahre und die Geldentwertung nach dem Zweiten Weltkrieg ein historisches Trauma hinterlassen. Nach Umfragen haben 70 Prozent der Deutschen Angst vor Inflation. Sie wissen: Bei fünf Prozent jährlicher Inflationsrate reduziert sich die Kaufkraft eines Euros bereits nach 14 Jahren auf knapp die Hälfte. Nach 29 Jahren ist der Euro von heute real nicht mal mehr 25 Cent wert. Gegen diese unerbittliche Schwindsucht hilft am Rentenmarkt nur Flexibilität. Auswirkung der Inflation auf 100 000 EuroKurzläufer bändigen Inflationsängste

Wer das Schreckgespenst Inflation fürchtet, bestückt sein Depot vorerst nur mit kurzlaufenden Anleihen. Sie stellen sicher, dass der Käufer jederzeit reagieren kann, wenn die Preissteigerungsraten anziehen. Denn dann werden auch die Renditen an den Kapitalmärkten wieder kräftig steigen, um einen Inflationsausgleich zu ermöglichen. Anleihen mit langen Laufzeiten bescheren bei einem solchen Szenario kräftige Kursverluste. Und ein Verkauf mit Verlust fällt schwer.

Wie weit Anleihenkurse an der Börse in die Knie gehen können, hängt vom Ausmaß des Zinsanstiegs und von ihrer Restlaufzeit ab. Beispiel: Ein 4,75-Prozenter mit 31 Jahren Restlaufzeit kostet heute 113,90 Prozent. Macht vier Prozent Rendite. Steigt das allgemeine Renditeniveau um drei Prozentpunkte auf sieben Prozent, dann lässt sich das Papier an der Börse nur zu Kursen um 72 Prozent verkaufen.Risiko bei Inflation: steigende ZinsenSolche Buchverluste verhindern Anleihen, die kurz vor ihrer Tilgung zu Hundert Prozent stehen. Die bevorstehende Rückzahlung wirkt wie eine angezogene Handbremse. Sie stellt sicher, dass sich der Börsenkurs nicht mehr allzu weit vom Nominalwert entfernt. Zudem stehen so die Ersparnisse rechtzeitig zur Wiederanlage in höher verzinste Papiere zur Verfügung.
http://www.focus.de/finanzen/boerse/tid-14257/anleihen-strat…

Die richtige Strategie bei DeflationExplodierende Preise zählen hierzulande freilich derzeit nicht zur Tagesaktualität. Im Gegenteil. Mit 0,5 Prozent lag die Preissteigerungsrate im März auf dem Niveau von Mitte 1999. Felsenheimer glaubt, „dass das Inflationspotenzial überschätzt wird“. Zuerst sei 2009 und 2010 weniger mit Inflation, sondern vielmehr mit Deflation – also fallenden Preisen – zu rechnen.

In Amerika erreichte die Inflation erstmals seit 54 Jahren mit minus 0,4 Prozent schon einen Negativwert. 2009 sollen die Verbraucherpreise in den USA und Japan um 0,9 und 1,1 Prozent fallen, in China und Kanada um unmerkliche 0,2 Prozent steigen. Die Währungshüter in Washington gehen davon aus, dass sie ihren Leitzins auf minus fünf Prozent senken müssten, um die Krise zu überwinden.


Angst vor japanischen Verhältnissen

Vorerst drohen also eher japanische Verhältnisse. Seit fast 20 Jahren versuchen Regierung und Notenbank mit Ausgabenprogrammen und Null-Zinsen die Inflation in Gang zu bringen. Vergeblich. Längst gehören Anleihenzinsen um ein Prozent zu den guten japanischen Sitten wie die Verbeugung. Wiederholt sich dieses Szenario im Euro-Raum, erweisen sich festverzinsliche Wertpapiere mit langen Laufzeiten als Goldesel. Jahr für Jahr sechs Prozent Zinsertrag plus sinkende Konsumgüterpreise führen unweigerlich auch nach Abzug der 25-prozentigen Abgeltungsteuer zu einem stattlichen Kaufkraftgewinn.

Bei der Auswahl der passenden Papiere für die eine oder andere Strategie sollten sich Anleger von ihrer Risikobereitschaft leiten lassen.


Strategie für Risikoscheue

Wer wirklich hundertprozentige Sicherheit will, engagiert sich nur dort, wo auch hundertprozentige Sicherheit drinsteckt. In Frage kommen also nur Zinspapiere der Bundesrepublik Deutschland.

Wer garantiert ruhig schlafen will, setzt bei Inflationsängsten auf kurzfristige Wertpapiere des Bundes. So eignen sich etwa die ein- und zweijährigen Finanzierungsschätze zum Warten auf bessere Zinszeiten. Die fünf- und siebenjährigen Bundesschatzbriefe bieten zwei Vorteile. Egal, wohin der allgemeine Zinstrend geht, die Papiere werfen alle zwölf Monate höhere Prozente ab. Die Staffel beginnt bei 0,75 und endet bei vier Prozent. Darüber hinaus lassen sich Bundesschatzbriefe nach Ablauf des ersten Jahres jederzeit an den Bund zurückgeben – zu garantiert hundert Prozent des Nominalwerts. Die Eigner können also gelassen bleiben. Entweder freuen sie sich bei weiter fallenden Marktzinsen auf alljährlich steigende Erträge – oder sie verkaufen ihre Papiere ohne jedes Kursrisiko, sobald die Börse wieder besser verzinste Alternativen bietet.
Gehen konservative Investoren aber von einem Deflationsszenario aus, bleiben längerlaufende Bundesanleihen Trumpf. Bei null Prozent Inflation oder sogar negativen Teuerungsraten lässt sich auch mit Minirenditen um drei Prozent noch ein realer Vermögenszuwachs erzielen.


AnleihenDie richtige Strategie bei DeflationSeite 3/3

Zinsanlagen für Mutige

Dilemma der Sicherheitsstrategie ist, dass sie nur minimale Zinserträge abwirft. Zudem verheißt sie keine Aussicht auf Kursgewinne, da erstklassige Staatsanleihen längst als ausgereizt gelten. Daher bevorzugen Inflationsanhänger, die bereit sind, für höhere Renditen auch Risiken in Kauf zu nehmen, kurzfristige Unternehmensanleihen mit Jahresrenditen bis zu 4,44 Prozent. Mit ihrer Hilfe lassen sich die ersten Inflationstendenzen bereits abfedern. Kommt es später tatsächlich schlimmer, ermöglicht die bald anstehende Tilgung eine Wiederanlage in Sieben- oder Achtprozenter.

Der Risikoaufschlag von Hochzinsanleihen gegenüber Staatsanleihen dient als Puffer für mögliche Verluste und entschädigt für Bewertungsrisiken sowie unerwartete Veränderungen des Wirtschaftswachstums oder der Marktbedingungen. Bonitätsnoten von AAA bis runter auf BBB gelten für Privatanleger als akzeptabel. Hier sehen die Rating-Agenturen Zahlungsausfälle als relativ unwahrscheinlich an.

Was die Buchstabenkombinationen in der Realität bedeuten, kann jeder Zinsjäger aktuell am Kursverlauf der mit C benoteten General-Motors-Anleihen verfolgen. Wer für sie einst hundert Prozent bezahlte, bekommt heute an der Börse keine zehn Prozent mehr. Europas Wettbewerber stehen besser da – auch dank der Abwrackprämie des Staates. Noch sind Titel mit besseren Noten zu finden. Doch die Ampeln stehen bei den Rating-Agenturen auf Gelb: Bei weiterem Absatzschwund drohen Abstufungen. „Anleger sollten auf Sicht fahren, also nur Bonds mit überschaubaren Laufzeiten von zwei bis drei Jahren kaufen“, rät Markus Rohleder, Analyst für Autoanleihen bei der DZ Bank.
Risikobereite Anhänger des Deflationsszenarios tun das Gegenteil: Sie versorgen sich rasch mit langlaufenden Unternehmensanleihen. Sie wirken in Zeiten fallender Konsumentenpreise mit Renditen bis zu fast acht Prozent wie eine eigene Gelddruckmaschine
http://www.focus.de/finanzen/boerse/tid-14257/anleihen-zinsa…


15.07.09,
Marc Faber
Börsen-Guru erwartet Hyperinflation

Vermögensverwalter Marc Faber erklärt im Interview, warum in den USA eine Hyperinflation droht, Staatseinfluss schädlich und Gold ein sicherer Hafen ist.
Von FOCUS-MONEY-Redakteur Mika Hoffmann


Marc Faber
VITA MARC FABER
Geboren am 28. Februar 1946 in Zürich
Studium der Wirtschaftswissenschaften in Zürich, mit 24 PhD-Abschluss „summa cum laude“
Seit 1973 in Hongkong, 1990 Gründung der Marc Faber Limited (Vermögensverwaltung, Fondsmanagement)
Chefredakteur und Herausgeber des „The Gloom, Boom & Doom Report“, www.gloomboomdoom.com


Marc Faber, Herausgeber des „The Gloom, Boom & Doom Report“, ist einer der treffsichersten Geldstrategen der Welt. Am 6. März sagte er fast auf den Tag genau den Beginn der letzten Rally voraus. „Ein Glückstreffer“, schmunzelt er bescheiden. Diese gelingen ihm aber erstaunlich oft.

FOCUS Online: Herr Faber, Sie haben kürzlich für Furore gesorgt. Sie sagen, die USA steuern auf eine Hyperinflation ähnlich wie in Simbabwe zu. Wie laut tickt die Zeitbombe?
Marc Faber: Das wird nicht dieses Jahr passieren. Aber es steckt schon eine gewisse Inflationsrate im System. Es gibt Analysten, die die Inflationsrate anders berechnen als die Regierung – und die kommen für die USA auf sechs Prozent pro Jahr. Es gibt zwar einige Preise, die fallen. Aber viele steigen kräftig: Ich kenne keine Versicherungsgesellschaft, die ihre Prämien reduziert. Und die Banken in den Vereinigten Staaten haben ihre Gebühren erhöht, beispielsweise für Kreditkarten. Die Erziehungskosten steigen immer noch. Die Energiepreise sind zwar etwas niedriger als vor einem Jahr, als der Ölpreis bei 150 Dollar pro Fass stand. Jetzt kostet das Barrel 70 Dollar – viel mehr als die zehn Dollar aus dem Jahr 1998. Es ist also eine gewisse Inflation im System – und das während der schlimmsten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Grundsätzlich sollten die Preise überall fallen. Aber das tun sie eben nicht.

FOCUS Online: Sie sind viel in Asien unterwegs. Wie würden Sie die Stimmung in der Bevölkerung dort beschreiben? Ist die Krise mit voller Wucht angekommen?

Faber: Die asiatischen Volkswirtschaften sind etwas anders strukturiert als die der westlichen Welt: Es gibt keine Sozialversicherung und keine staatliche Gesundheitsvorsorge. Deshalb sind es die Leute gewohnt, dass sie von Zeit zu Zeit den Gürtel enger schnallen müssen. Dann gehen sie nach Hause zu ihrer Familie auf das Land und leben dort von der Landwirtschaft. Wenn sich die Wirtschaft verbessert, kehren sie in die Fabriken zurück. Aber jedem ist klar, dass die Wirtschaft schlechter läuft als vor zwei Jahren – vom Taxifahrer bis zu den Mädchen, die an der Bar arbeiten. Sie können aber damit leben, weil ihre Ansprüche noch nicht so hoch sind. Ich reise ja nicht nur in Asien, sondern auf der ganzen Welt. Auf der ganzen Welt können Sie jeden Taxi-Chauffeur fragen, wie ist Ihr Geschäft? Jeder wird Ihnen sagen: Zwischen 20 und 40 Prozent gefallen...

FOCUS Online: ... aber Taxifahrer jammern immer.

Faber: Ein Freund von mir besitzt ein Taxiunternehmen in der Schweiz mit etwa 100 Taxen. Der ist nicht jemand, der immer jammert. Er sagt mir, der Treibstoffverbrauch ist dieses Jahr um 40 Prozent gefallen. Seine Wagen fahren einfach 40 Prozent weniger. Sie müssen nur in ein Hotel gehen. Es ist zwar keine Depression wie in Hongkong während der SARS-Pandemie. Da standen einige Hotels zu 95 Prozent leer. Das sind sie nicht. Aber die Auslastungsrate liegt bei 60 Prozent. Vor zwei Jahren waren es 80 oder 90 Prozent. Auch die Flugzeuge sind nicht leer. Aber es sind weniger Leute drin als vor zwei Jahren.
FOCUS Online: Das ist ja noch nicht so schlimm ...

Faber: Für mich ist es das Beste, das passieren konnte. Vorher war es schwierig, eine Buchung für die erste Klasse zu bekommen. Jetzt bekomme ich eigentlich immer eine.

Marc Faber „Die USA können ihre Schulden nicht zurückzahlen“Seite 1/5

--Börsen-Guru erwartet Hyperinflation
--„Die USA können ihre Schulden nicht zurückzahlen“
--Der Dollar wird an Wert verlieren
--In Krisen „sind Aktien und Edelmetalle besser“
--„Irgendwann ist das Papiergeld-System bankrott“






http://www.focus.de/finanzen/boerse/finanzkrise/tid-14872/ma…
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.575.987 von GueldnerG45S am 15.07.09 12:21:39Hallo zusammen,

ich habe vor kurzem das Buch "Der Crash kommt" gelesen und mir sind einige Widersprüche aufgefallen.
Diese finden sich auch in den Aussagen, die Otte auf anderen Seiten oder in Finanzzeitschriften gemacht hat.
Was meint ihr dazu? Auf der einen Seite wirkt er recht seriös, weil er sehr objektiv und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen,
unser Finanzsystem und die Gier veranschaulicht und kritisiert.
Auf der anderen Seite ist man durch eben diese Widersprüche verunsichert.

(1) S. 244: "Derzeit sind die deflationären Gefahren akut. Daher fallen die Aktienkurse,
und daher schießen die Staaten so viel Liquidität ein.
...
Ich denke, dass wir wahrscheinlich eine Krise im Ausmaß derjenigen von 1981/1982 bekommen werden.
Und das war die Krise, mit denen die über ein Jahrzehnt währende Fehlentwicklung der Inflation korrigiert wurde.
Die Form der Krise dürfte allerdings eher einer "versteckten Depression" wie jener in Japan nach 1990 ähneln."

=> Ist die Krise von 1981/82 wirklich so schlimm gewesen? Ich habe im Buch nur einen kleinen Hinweis darauf gefunden.
Es scheint sich wohl um die Reagan-Rezession zu handeln. Ich kann mich nicht erinnern, da schon mal etwas von gehört zu haben.
Aber von dem Börsenkrach 1929 hat schon jeder etwas gehört ...


(2) S. 329: "Renditen über 10% schaffen nur die besten Aktienfonds..."
an anderer Stelle redet er von realistischen Renditen von 10-15%

=> was stimmt denn jetzt?


(3) Lt. seinem Buch und vieler anderer Aussagen scheint er ein Konservativer Anleger zu sein,
der in solide Unternehmen investiert, am besten in unterbewertete.
Von Derivaten und Optionsscheinen rät er ab.

Trotzdem behauptet er in einer der letzten börse online, er sei sehr risikofreudig.


(4) In seinem Buch empfiehlt er seinen eigenen Fonds "PI Global Value Fund".
Angeblich wird dieser von ihm selbst gemäß der im Buch vorgestellten Strategien gemanagt.
Gleichzeitig erwähnt er in dem Buch (und auch auf boerse.de) wie hoch seine Gewinne waren und sind.
Aber der Fonds hat seit der Auflegung leicht an Wert verloren...


Hmm, was meint ihr dazu?

Gruß, docmika
:confused: Haben die Leute Angst das Geld zu verlieren oder bereits KEIN Geld mehr :confused:

Erschienen am 13. August 2009 | jdc

Immer mehr Lebensversicherungen werden gekündigt

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr Branchenangaben zufolge so viele Lebensversicherungen vorzeitig gekündigt wie nie zuvor. Insgesamt seien Policen im Wert von 14 Milliarden Euro storniert worden, teilte der Marktführer der Versicherungsaufkäufer in Deutschland, Policen Direkt, in Frankfurt am Main mit. 2007 habe das Stornovolumen mit 12,1 Milliarden Euro noch gut 14 Prozent niedriger gelegen.




Immer mehr Deutsche kündigen ihre Lebensversicherung (Foto: imago

Vorzeitige Kündigung mit Nachteilen verbunden
Für Inhaber einer Lebensversicherung sei die vorzeitige Kündigung fast immer mit finanziellen Nachteilen verbunden, erklärte Policen Direkt. Bei den Policen handle es sich um langfristige Kapitalanlagen, die ihre volle Rendite erst dann erreichten, wenn sie bis zum Ende der Laufzeit gehalten würden.

Verkauf der Lebensversicherung als Alternative
Durch den Verkauf einer Versicherung als Alternative zur Kündigung ließen sich dagegen Mehrerlöse von bis zu 15 Prozent erzielen, teilte der Versicherungskäufer mit. Verbraucherschützer raten Versicherungsnehmern, genau zu prüfen, ob ein Verkauf wirklich die lukrativere Alternative ist. Dies hängt oft davon ab, wie lange der Vertrag schon besteht.



Lebensversicherung kann auch beliehen werden
Neben dem Verkauf sei für Versicherungsinhaber die Beleihung einer Police für ein Darlehen eine weitere Möglichkeit, um sich finanziellen Spielraum zu verschaffen, teilte Policen Direkt mit. Daten des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zufolge seien solche Kredite 2008 im Gesamtvolumen von 1,6 Milliarden Euro vergeben worden. Vorteil eines solchen Darlehens sei es, dass es jederzeit wieder abgelöst werden und die Versicherung vom Versicherungsnehmer weitergeführt werden könne.





Die Hälfte der t-online.de-Nutzer hat schon einmal gekündigt
Eine nicht repräsentative Umfrage unter 10.000 t-online.de-Nutzern zeigt, dass knapp die Hälfte schon einmal eine Lebensversicherung gekündigt hat. Sechs Prozent planen die Kündigung ihrer Versicherung. 38 Prozent der Nutzer halten an ihrer Lebensversicherung fest, während knapp über sechs Prozent keine Lebensversicherung besitzen

http://altersvorsorge-rente.t-online.de/c/19/67/18/28/196718…
:cry: Viele denken das GELD wird sowieso kaputt gehen :cry:

Dienstag, 27. Oktober 2009, 13:37 Uhr


Kauflust wird häufig mit Krediten finanziert

Verbraucher in Deutschland nutzen weiterhin fleißig Kredite, um ihre Kauflust zu finanzieren. Wie die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) in Wiesbaden mitteilte, wurden im dritten Quartal dieses Jahres zehn Prozent mehr Kredite nachgefragt als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig vergaben die Banken fünf Prozent mehr Kredite. Die Rückzahlung der Darlehen sei auf einem recht stabilen Niveau, berichtete die Schufa. Gutachten zufolge begünstigten ein vergleichsweise niedriges Preisniveau, Steuererleichterungen und eine niedrige Inflation die Konsumneigung. Die Kredite wurden meist für größere Anschaffungen genutzt. Jeweils 38 Prozent der Befragten gaben in einer Studie im Auftrag der Schufa an, das Geld für den Kauf von Autos oder für Wohnungen und Häuser zu brauchen. Die Schufa sammelt Informationen über die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern und bietet diese Banken und Händlern an.

http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertex…
Freitag, 30. Oktober 2009

Per Saldo
Simbabwe am Horizont

von Jan Gänger

Die Konjunktur ächzt und stöhnt. Die Unternehmen kämpfen um jeden Euro. Dennoch geht ein Gespenst um in Deutschland – das Gespenst der Inflation. Zahlreiche Kommentare lassen Schlimmes befürchten. Drohen hierzulande Zustände wie in Simbabwe?


vorweg, das ist nicht der Fall. Nur zur Erinnerung: Die Konjunktur ächzt und stöhnt. Die Unternehmen kämpfen, wie ein Blick auf die Quartalsberichte zeigt. Es gibt derzeit keine Anzeichen auf explodierende Preise. Die gegenwärtige Preisentwicklung ist sogar außerordentlich moderat, und das hat nicht nur seine guten Seiten. Fragen Sie mal Milchbauern oder die Lufthansa.

Hyperinflation ist in Simbabwe leider nicht unbekannt.
(Foto: REUTERS



Auch die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen liegt bei 3,2 Prozent. Und, mal ehrlich: Wer verleiht zu diesen Konditionen Geld, wenn tatsächlich eine Hyperinflation droht?

Bund verschuldet sich
Dennoch naht angeblich eine fürchterliche Inflation. Das Argument ist simpel: Die Staaten verschulden sich immens, die Notenbank pumpt Liquidität ohne Ende in den Markt. Das stimmt und kann tatsächlich in die Inflation führen. Doch das ist derzeit nicht der Fall, weil die Währungshüter immer noch auf den Rückgang der Wirtschaftsaktivität reagieren. Der Bund zum Beispiel leiht sich mehr Liquidität, aber Konsumenten und Unternehmen halten sich zurück.

Viel von dem Geld, das die EZB auf den Markt gepumpt hat, hat den Weg von den Banken in die Wirtschaft noch nicht gefunden. Und wo liegt es? Es liegt bei den Banken. Außerdem verzeichnen die Statistiker ein vergleichsweise geringes Wachstum bei den Löhnen. Gleichzeitig greift die Arbeitslosigkeit um sich - Tendenz steigend. Vorhandene Kapazitäten in Fabriken werden nicht genutzt, Kurzarbeit wohin das Auge blickt. Auch das sorgt für Druck auf die Preise. Inflation bedeutet, dass es zu viel Geld für zu wenig Güter gibt. Das ist derzeit jedoch nicht der Fall.

Kollektive Angst
Deutschland befindet sich stattdessen in einer massiven Wirtschaftskrise. Warum also diese Angst vor der Inflation? Weil wir Deutschen schon immer Angst davor haben. Die Furcht vor der Geldentwertung wurzelt tief in uns. Die Inflation zwischen den Weltkriegen hat sich tief in unser kollektives Bewusstsein gegraben.

Doch nicht nur Deutsche, auch die übrigen Europäer befürchten, dass die Preisspirale außer Kontrolle gerät. Bestes Beispiel ist die Europäische Zentralbank: Die EZB hat im Juli 2008 doch tatsächlich die Zinsen erhöht - bevor die Wirtschaftskrise uns mit voller Wucht erwischte.

Vor diesem Hintergrund können wir unser Vertrauen in die Banker bewahren. Wir können sicher sein, dass sie wachsamen Auges auf die Preise schauen, und wenn nötig, die Inflation hart bekämpfen. Nur: Hoffentlich beginnen sie erst dann damit, wenn die Wirtschaft sich kräftig und dauerhaft erholt. Die fatalen Zins-Entscheidungen ihrer Kollegen aus den 30er Jahren sollten sie in dieser Ansicht bestärken.

Geldmenge sagt: 30.10.09 11:00Wäre doch ein eleganter Weg für die neue Bundesregierung. Schuldenabbau durch (Hyper)Inflation. Dann eine kleine Währungsrefom und fertig ist der Neuanfang. Die gelbe Klientel mit Ihren Aktien und Immobilien kommt ungeschoren davon, alle Anderen gucken in die Röhre.


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Christian Bous sagt: 30.10.09 11:37Die EZB ist zur Steuerung der Preisstabilität und außenwirtschaftlichem Gleichgewicht verpflichtet. Die einzelnen Regierungen der EU haben hierauf keinen Einfluss. So sehr die Bundesregierung eine leicht erhöhte Inflation zum Abbau der Schulden sehen würde; zur Umsetzung fehlen ihr die Instrumente.



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Aktuelle Lage sagt: 30.10.09 15:19Der Artikel soll nicht zur Panik führen, jedoch ist die Talfahrt des Abschwunges noch nicht erreicht. Zur Zeit ist die Geldmenge natürlich um ein vielfaches Höher als im Artikel beschrieben und eine in nächsten Jahren auf die aktuelle Deflation folgende Inflation wird zwangsläufig zu einer Geldentwertung führen.
Die einzige Chance welche bei der auflagenfreien Vergabe von Krediten an Kreditinstitute bestand wurde vertan. Das Geld hätte zweckgebunden vergeben werden müssen und ohne jegliche Zinsansprüche. Der Zins war daher und ist ein Faktor der den Banken immens Gewinn beschafft, ohne den Einsatz von realem Kapital. Daher ist auch eine Reform unumgänglich.Zur Zeit wollen alle Regierungschefs - nein das Banksystem zu der Zeit vor dem Bankensterben zurück. Doch die Illusion der in der Wirtschaft liegenden Annahme vom ewigen Wachstum muss widersprochen werden. Es wäre daher nötig dass Banken nur in der Höhe Kredite vergeben können,in welcher finanzielle Deckung im Eigenkapitalanteil vorliegt, Zinsen müssten abgeschafft werden um die Realwirtschaft zu stützen ; zu guter letzt sollten richtige Staatsmänner und Frauen das Land regieren und nicht die auf kurzfristigen Gewinn abzielende Wirtschaft.
Fazit: eine Korrektur des Systems ist unumgänglich - besser jetzt als zu spät.



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Randolf sagt: 30.10.09 19:04Dem Kommentator "aktuelle Lage", dessen Einschätzung ich voll teile, möchte ich leider noch hinzufügen,
dass es ein Wunschtraum bleiben wird,eine Korrektur
des immer ungerechter werdenden Systems auch nur anzudenken. Zu schön haben es sich die Politiker dieser Zeit eingerichtet, reden von Dingen, von denen sie oft nichts verstehen, haben sich in jeder Hinsicht durch mannigfaltige Gesetze
finanziel gegenüber der übrigen Bevölkerung abgesichert und werden deshalb lieber das jetzige System bis zur bitteren Neige verteidigen!
Dazu glaube ich schon lange nicht mehr, dass uns Politiker regieren. Nein es sind die Banken und die
Wirtschaft, die den Politikern sagen, wo es lang zu gehen hat!





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Gekko sagt: 30.10.09 19:04Noch haben wir keine Inflation aber sie kommt 2011 !!! GARANTIERT !!!! Ganz einfach weil aus Rekordschulden der Staaten wie Japan, USA, BRD usw. durch steigende Zinsen der Notenbanken zur Inflationsbekämpfung deren Zinslasten steigen. Die Staatshaushalte werden unweigerlich kolabieren !!!! Danach kommt wieder mal eine neue Währung ! Da bleit einem nur Gold,Aktien oder Immobilien kaufen.


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Granville-Jünger sagt: 30.10.09 22:20Wie schön friedlich doch all diese Prognosen sich lesen lassen, Aktien, Immobilien, Gold=Auswege en masse; aber:es wird auch politisch krachen, d.h. wir sehen uns alle in den nächsten 2-3 Jahren in Straßenkämpfen etc. wieder, dann helfen die teuren Immobilien auch nicht mehr weiter, ganz im Gegenteil, sie werden dem Mob nur als willkommener Wegweiser dienen, Gold und Aktien können wenigstens versteckt werden. Und das alles ist nicht kriminell, sondern längst überfällig.


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Eigenen Kommentar abgeben

http://www.n-tv.de/wirtschaft/kolumnen/Simbabwe-am-Horizont-…
Mahlzeit,
ich bin ziemlich neu hier in der Community,und mich beschäftigt das auch ganz schön, was nun werden wird: Krise-Inflation-Deflation etc.

Gerade deshalb denke ich, dass das Thema Vermögensaufbau/Strukturierung/Asset Allokation immer wichtiger werden wird, um sich gut zu positionieren:

kennt ihr vielleicht gute, aktuelle Bücher zu dem THema??

ich habe mal beim online händler meines vertrauens nachgeschaut zum Suchbegriff "Vermögensaufbau" und "Inflation":
"Die Inflation kommt!"
"vermögensmanagement und finanzplanung leicht gemacht"

sind da zwei TItel, die top aktuell sind, und wo ich denke, dass sie die aktuelle Lage berücksichtigen.

was denkt ihr?? kennt ihr die Bücher?
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.296.532 von Fundamental_2010 am 31.10.09 21:01:24Bücher sind immer gut meistens für den der sie verkauft :D
:eek: INFLATION kommt--wer jetzt nicht investiert ist selber Schuld--wir alle sollten vom Staat lerner und auch Schulden machen :eek:

19.11.2009
Marode Staatsfinanzen
Deutschland verfällt dem Schuldenrausch

Ein Kommentar von Wolfgang Kaden


Frankfurter Bankenskyline: Spottbilliges Geld für den Aufschwung


Mehr Geld, mehr Aufschwung, mehr Schulden - im Kampf gegen die Krise steuern Bundesregierung und Banken einen gefährlichen Kurs: Den Staatsfinanzen droht eine jahrelange Misere. Der Wachstumskult hat die ganze Gesellschaft erfasst, ein Neuanfang ist dringend nötig.

Hamburg - Neulich saß Axel Weber im Zentralbankrat und machte sich Gedanken, wie die Geldpolitik der bedeutendsten Euro-Institution in den nächsten Monaten aussehen würde. Der Präsident der Deutschen Bundesbank fragte sich, wer im Kreis der Räte wohl für einen strafferen Kurs stimmen würde - und wer weiterhin für billiges Geld plädiert.

Auf einem Zettel vor ihm standen 22 Namen - die der Notenbankpräsidenten aus den 16 Euro-Staaten und die der sechs Mitglieder des EZB-Direktoriums. Um den Namen jedes Kollegen, bei dem Weber vermutete, er oder sie würde für eine weiche Linie stimmen, machte der Bundesbanker mit einem gelben Stift einen Kringel. Dann zählte er und kam zu einem eindeutigen Ergebnis: Die Freunde niedriger Zinsen und billigen Geldes haben in der Euro-Bank eindeutig die Mehrheit

Die EZB, davon dürfen wir getrost ausgehen, schöpft weiterhin aus dem Vollen. Sie wird auch in den nächsten Monaten Geld fast zum Nulltarif an die Banken verteilen. Derzeit liegt der fundamentale Zinssatz in Europa bei einem Prozent, in den USA gibt es Geld faktisch umsonst. Geld, Geld, Geld im Überfluss. Und obendrein verschulden sich Staaten noch mit Milliarden für Konjunkturprogramme.

Das Ergebnis ist eine Geldschwemme ohnegleichen - und eine immer größer werdende Gefahr, dass wir eine neue Großblase produzieren. Nur: Wer wird dann für schuldig erklärt? Die Notenbanker, die Geschäftsbanker, die Politiker?

Wir alle sind es, die diese Blase mit produzieren

Vielleicht wäre es ganz angebracht, wenn wir mal bei uns selbst anfangen würden, statt immer nur die da oben verantwortlich zu machen. Ja, wir alle sind es, die diese Blase mit produzieren - als Teile einer Gesellschaft, die keine Phasen des Innehaltens und der Neuorientierung mehr zulässt. Die ohne ständig steigendes Sozialprodukt aus den Fugen gerät. Einer Gesellschaft, in der das Wort "Wachstum" zur meist gebrauchten Metapher in den Reden der Politiker und Manager aufgestiegen, zu einer Art Religionsersatz geworden ist.

Gierig sind eben nicht allein die Banker, maßlos nicht allein die Politiker. Gierig und maßlos sind wir alle. Das sieht man schon daran, dass wir uns von der neuen Regierung ein "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" verpassen lassen. Welch eine großartige Wortschöpfung! Das vielsilbige Ungetüm steht für eine Politik, die sich bedingungslos dem "Immer mehr!" verschrieben hat. Wachstum wird mit neuen Schulden erzeugt, wir können nicht mehr ohne die Schuldendroge. Wohlstand auf Kosten der Zukunft.

Die Banker gehen nur zu gern ihrem Job als Geld-Dealer nach, verteilen die vielen Milliarden, die ihnen die Notenbanken zinsgünstig rüberschieben. Und die Politiker handeln so, wie sie mit Blick auf ihre Wähler, also uns, glauben, handeln zu müssen: mehr "Schonvermögen" für Hartz-IV-Empfänger, weniger Mehrwertsteuer für Hoteliers, höheres Kindergeld für die Familien. Alle wollen, dass die Bonanza weitergeht.

Reagans gescheiterter Großversuch

Die Unternehmen lechzen nach Liquidität, derzeit ein Synonym für neue Schulden. Es gibt zu wenig, und die Geldhäuser müssen sich schwere Vorwürfe gefallen lassen, weil sie angeblich für eine "Kreditklemme" bei den Unternehmen sorgen. Die sieht so aus, dass die Banken Kredite für nicht so standfeste Unternehmen teurer machen, dass sie hohe Sicherheiten verlangen, oder dass sie sich weigern, bestimmten Schuldnern neues Geld zu leihen.

Was ist an diesem Verhalten eigentlich so tadelnswert, wie allerorten zu lesen und zu hören ist? Die Banker zeigen sich doch nicht knauserig, weil sie ihre Kunden ärgern wollen. Sie tun genau das, was sie vor Ausbruch der Krise allzu häufig unterlassen haben: Sie taxieren die Chancen, den Kredit zurückbezahlt zu bekommen. Sie gehen also keine allzu hohen Risiken ein. Kredite und Eigenkapital sollen in einem beherrschbaren Verhältnis bleiben.

Die heftige Kritik an diesem Verhalten ist ein schönes Indiz dafür, wie sehr sich viele an das Schuldenmachen gewöhnt haben, auch in der Privatwirtschaft. Wie empfindlich die Gesellschaft reagiert, wenn ihre Wohlfahrtsansprüche mit der ökonomischen Realität kollidieren.

Da müht sich auch die Politik nicht sonderlich um Solidität. Ohne Wachstum sei alles nichts, predigt Angela Merkel. Und wir lernen von ihr: Wachstum sei das Mantra, um die öffentliche Verschuldung wieder zurückzufahren. Also soll das Land mit höheren Schulden Wachstum produzieren, das dann hilft, den riesigen Schuldenberg abzutragen.

Diese wundersame Technik hat schon in den achtziger Jahren ein amerikanischer Präsident namens Ronald Reagan getestet. Das Experiment endete in einem Schuldenrekord. Spätestens seit Reagans gescheitertem Großversuch wissen die Ökonomen, dass die Selbstfinanzierung der Konjunktur über Schulden nicht funktioniert. Höchstens 30 bis 40 Prozent der eingesetzten Mittel werden wieder eingespielt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,662266,0…

2. Teil: Von der Wachstumsdroge abhängig

Aber so wenig wie wir allein die Banker für alle Übel dieser Welt verantwortlich machen können, so wenig sollten wir die Politiker zu den alleinigen Tätern erklären. Wir alle sind von der Wachstumsdroge abhängig. Wir sind das Volk, das zu Verzicht nicht bereit ist; das die Politiker gnadenlos abstrafen würde, wenn sie die Altschulden mit höheren Steuern abtragen oder den überbordenden Sozialstaat zurückschneiden würden. Die Sozialdemokraten haben bei ihren Hartz-IV-Reformen und der Rente mit 67 erlebt, wo Politiker landen, die dieser Gesellschaft Verzicht abverlangen.



Politiker haben lOECD-Studie: Die wichtigsten Vergleichswerte ängst verinnerlicht, dass es für Schuldenabbau keine Boni vom Wähler gibt. Sie haben begriffen, von den Linken bis zu den Freidemokraten, dass die Mehrzahl der Bürger nicht bereit ist zu irgendwelchen Einschränkungen. Der demokratisch regierte Wohlfahrtsstaat scheint unfähig zur Selbstkorrektur, weil die Gesellschaft ein Ende der Wachstumsparty nicht hinnimmt. Auch nicht nach einer so fundamentalen Krise wie der aktuellen.

In einem SPIEGEL-Interview hat Kurt Biedenkopf im Sommer darauf hingewiesen, dass die westlichen Gesellschaften seit über drei Jahrzehnten ihr Wirtschaftswachstum mit immer neuen Schulden beschleunigen. Mit Schulden der Staaten, der Unternehmen, der Privathaushalte. "Es war eine entgrenzte, aus den Fugen geratene Entwicklung", sagte er. Der pensionierte CDU-Weise mahnte, dieses Wohlleben auf Kosten der Zukunft nicht fortzusetzen. So wie es jetzt geschieht, mit praktisch kostenlosem Notenbankgeld und mit immer höheren öffentlichen Defiziten: "Gefährlich wird es, wenn Wirtschaftswachstum politisch als so unverzichtbar angesehen wird, dass seine Förderung Staatsverschuldung rechtfertigt."
Wie viel ist genug?

Den gleichen Tonfall wählte auch Bundespräsident Horst Köhler im März in seiner "Berliner Rede". "Wie viel ist genug?", fragte er seinerzeit. Köhler erinnerte an die Appelle Ludwig Erhards zum Maßhalten und mahnte: "Wir können uns nicht mehr hauptsächlich auf wirtschaftliches Wachstum als Problemlöser und Friedensstifter in unseren Gesellschaften verlassen".

Die Worte Köhlers und das Interview Biedenkopfs hätten eine Diskussion über Ziele und Grundwerte der Gesellschaft auslösen können, müssen. Doch sie verpufften wirkungslos. Die meisten Politiker und Unternehmer sind offenkundig genauso wenig wie die Mehrzahl der Bürger willens, sich mit dem alles überlagernden Wachstumsdogma auseinanderzusetzen.

Doch Umdenken ist zwingend - aus schlicht ökonomischen Gründen. Die Schuldenstrategie, die jetzt gefahren wird, führt geradewegs in die nächste Vermögensblase - die Aktien sind seit dem Frühjahr um rund 50 Prozent gestiegen - und in den nächsten Crash.

"Man kann Schulden nicht mit neuen Schulden und Defizite nicht mit Defiziten bekämpfen", sagt der Luxemburger Premier Jean-Claude Juncker, "irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht".

Ist der Zeitpunkt zum Umsteuern längst gekommen?

Natürlich lässt sich nicht bestreiten, dass Ende vergangenen und Anfang dieses Jahres der totale Zusammenbruch des Finanzsystems nur zu verhindern war, indem die Notenbanken als Kreditgeber der letzten Instanz und der Staat als Organisator von Konjunkturpaketen zur Hilfe eilten. Auch konnte keiner ernsthaft verlangen, dass wie in der Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre die Staatsausgaben zurückgefahren werden.

Doch wie lang soll diese fröhliche Geld- und Schuldenproduktion fortgesetzt werden? Ist der Zeitpunkt zum Umsteuern nicht längst gekommen? In der Bankenwelt geht bereits der Begriff "Greenspan II" um. Soll heißen: Viel zu lang, wie nach dem Internet-Crash und nach den Anschlägen vom 11. September 2001 vom US-Notenbankchef Alan Greenspan praktiziert, schütten die Notenbanken die Geschäftsbanken mit Liquidität zu. Und die Regierungen hören nicht auf, mit massivem Defizitspending zu assistieren, aus Angst, ihren Bürgern Unangenehmes zumuten zu müssen.

Notenbanker wie Politiker sollten ihren Bürgern klarmachen, dass es nach dem Fast-Zusammenbruch keine schnelle Rückkehr zu alter Wachstumsherrlichkeit geben wird. Dass die Volkswirtschaften nur langsam aus dem tiefen Tal herausfinden können, wenn diese Erholung von Dauer sein soll. Dass neuerliches Doping mit Rekordsummen an Notenbankgeld und Staatsschulden nur in einem baldigen Crash enden wird. Schlimmer als je zuvor.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,662266-2…


Buchbeschreibung

»Ist mein Geld sicher?« – Wie hypnotisiert starren die Anleger derzeit auf ihre Konten und Depots. Jeder Wertverlust ruft neue Panik hervor. Nicht ganz zu Unrecht. Es kann zwar sein, dass der Wert der Ersparnisse zu 100 Prozent erhalten bleibt. Muss aber nicht. Viel wahrscheinlicher ist, dass die Kaufkraft dieses Geldes massiv schwindet.

Warum? Die Staaten dieser Welt haben sich in eine wahre schuldenorgie gestürzt. Milliarden, ja sogar Billionen wurden ausgegeben, um die Finanzkrise und ihre Folgen abzufedern. Langfristig gibt es nur einen Ausweg, um die staatspleite führender Industrienationen abzuwenden: die schleichende geldentwertung.

Stefan Riße, gefragter Börsenexperte und Anlageprofi, ist sich sicher: Die Inflation kommt! In seinem Buch führt Riße Argument für Argument den stichhaltigen Beweis für diese erschreckende Prognose, auf die sich jeder über kurz oder lang einstellen muss, und gibt dem kleinen und großen Anleger handfeste tipps, wie er sein Erspartes retten kann.


http://3e46c884.shops.finanzbuchverlag.de/shop/article/2296-…
Kann der Euro sterben, wird es Deutschland besser ergehn wie den Griechen?? :confused:

01.02.2010
Griechenlandkrise
Geldschwemme gegen den Euro-Crash



Europäische Zentralbank: Die Währungshüter müssen mehr Inflation in Kauf nehmen


Mega-Defizite wie in Griechenland bringen den Euro-Kurs unter Druck, doch das Krisenmanagement der Politik schwankt zwischen Aktionismus und Hilflosigkeit. Was Europa jetzt braucht ist eine gewollte Inflation, fordert HWWI-Ökonom Thomas Straubhaar

Das rächt sich auf den Devisenmärkten. Der Wert des Euro ist unter Druck geraten. Und nicht nur Griechenland, auch andere Euroländer stehen vor der Zahlungsunfähigkeit. Drohende Staatspleiten einzelner stellen die übrigen Euroländer vor ein Dilemma. Helfen sie Griechenland, werden sie einen Spekulationswettlauf anstoßen. Wie Dominosteine müssen dann andere überschuldete Krisenstaaten gerettet werden. Das wird alle Euroländer - also auch die vergleichsweise stabilitätsorientierten wie Deutschland - viel Geld kosten. Ihre ohnehin schon aus dem Ruder gelaufenen Staatshaushalte werden zusätzlich belastet
Also bleibt nur eine letzte Hoffnung: Sie lautet Inflation. Über eine moderate, schleichende Inflation ließe sich die Last öffentlicher Haushaltsdefizite langsam mindern. Hohe Inflationsraten verringern die reale Belastung nominaler Schulden. Sie sind deshalb politisch die einfachste Option, Staatsschulden auf die kalte Art zu beseitigen. Wie eine indirekte Steuer - beispielsweise die Mehrwertsteuer - verringert die Inflation die reale Kaufkraft der Massen. Allerdings mit einem gewaltigen Unterschied: Es braucht dafür keine parlamentarische Zustimmung.
Der Euro gerät unter Druck

Nimmt man das alles zusammen, so zeigt sich, dass es für Europa wohl nur einen realisierbaren Plan gibt: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wohl einen Kompromiss zu finden, der mehr Inflation in Kauf nimmt. Sie wird noch bei einer Politik des billigen Geldes und der tiefen Zinsen bleiben (müssen), selbst wenn die wirtschaftliche Entwicklung bereits wieder an Fahrt gewinnt und eigentlich eine Zinsanhebung vonnöten wäre.

Höhere Inflationsraten sind dann die Kosten, die ein wirtschaftlich starkes Euroland wie Deutschland zu zahlen hat, um ein Auseinanderbrechen der Europäischen Währungsunion zu verhindern - was letztlich noch teurer käme.

Dies ist auch für den Wechselkurs des Euro bedeutsam. Denn tiefe Zinsen und steigende Inflationsraten werden dazu führen, dass der Außenwert des Euro gegenüber dem Dollar noch stärker unter Druck gerät. Darüber mögen sich die europäischen Exporteure freuen - je billiger der Euro, desto günstiger können sie ihre Produkte weltweit anbieten. Genau andersherum ist es jedoch beim Import: Die Kaufkraft der Europäer im Ausland sinkt, der Erwerb von Gütern auf den Weltmärkten wird teurer, ebenso wie Urlaub außerhalb Europas.

Vor allem aber trifft es die Sparer. Für die Geldanlage bedeutet ein schwacher Euro nichts Gutes.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,673807,0…
Wer kennt diesen Bericht :confused:

Interview mit Crash-Prophet Leuschel
Ich erwarte Hyperinflation und einen Anleihecrash"


Roland Leuschel gilt als notorischer Crash-Prophet. Der heute 72-Jährige begründete seinen Ruf, als er in den Jahren 1987 und 1989 die weltweiten Kursstürze an den Börsen vorhersagte. Und auch jetzt prognostiziert er Düsteres.


Leuschel rechnet weltweit mit einer zehnjährigen Rezession.
Foto: Börse Online/Horst Wagner


Herr Leuschel, schlafen Sie manchmal unruhig?

Seltsame Frage. Warum wollen Sie das wissen?

Manche Szenarien, die Sie in den vergan­genen Jahrzehnten entwickelt haben, wirken so düster wie Albträume.

Das mag vielleicht so erscheinen. Es handelt sich aber um alles andere als Fantasien. Ich analysiere lediglich die Lage und ziehe rationale Folgerungen daraus. Außerdem: Alle Crashs, die ich vorhergesagt habe, waren letztlich schlimmer, als ich selbst gedacht hatte. Das zeigt schon, dass es mir an negativer Fantasie fehlt.


Wir glauben trotzdem, dass Sie ein unverbesserlicher Pessimist sind.

Keineswegs. Ich bin ein Optimist, allerdings mit Erfahrung - also ein Realist. Ich galt sogar lange Zeit als ausgesprochener Haussier. Doch schon Mitte der 80er-Jahre wurde mir klar, dass es am Aktienmarkt zu Übertreibungen gekommen war. Und dann habe ich die Crashs von 1987 und 1989 richtig vorhergesagt, Letzteren übrigens in BÖRSE ONLINE.

An Ihre damalige Treffsicherheit erinnern wir uns gern. Seitdem haben Sie meist vor Aktieninvestments gewarnt, und der Dax steht dennoch um ein Vielfaches höher als damals. Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn jemand wegen Ihnen falsch investiert hat?

Nein. Wer sein Vermögen selbst verwaltet, muss auch die Verantwortung dafür tragen. Und es ist auch möglich, dass man mich falsch interpretiert hat.

Wie bitte? Sie haben beispielsweise im Jahr 2004 vorhergesagt, dass der Dax auf 2200 Punkte fällt. Das ist nicht einmal annähernd eingetreten.

Aber ich hatte gleichzeitig einen Einstieg in Gold empfohlen, und wer diesem Tipp gefolgt ist, hat ein sehr gutes Geschäft gemacht. Außerdem hatte ich im Jahr 2008 geschrieben, dass sich der Dax halbieren wird. Und das ist tatsächlich eingetreten. Außerdem: Warten Sie doch ab, ob der Dax nicht tatsächlich noch auf 2000 Punkte fällt.

Roland Leuschel


gilt als notorischer Crash-Prophet. Der heute 72-Jährige begründete seinen Ruf, als er in den Jahren 1987 und 1989 die weltweiten Kursstürze an den Börsen vorhersagte. Er war in den 60er-Jahren Finanzanalyst bei EIR, der ersten ­Researchgesellschaft, die europäische Aktien auf breiter Basis untersucht hat. Anschließend arbeitete Leuschel jahrzehntelang als Chefstratege für die belgische Banque Bruxelles Lambert. Nach schweren gesundheitlichen Problemen ging er im Jahr 1995 in Pension, beschäftigt sich aber immer noch intensiv mit den Börsen. Unter anderem schreibt er Kolumnen für das Capital-Schwestermagazin "BÖRSE ONLINE" und ist Autor mehrerer Bücher.

Sein neuestes Werk "Die Inflationsfalle" - gemeinsam verfasst mit Claus Vogt, Leiter der Researchabteilung bei der Quirin Bank schoss schnell in den Bestsellerlisten nach oben. Leuschel ist verheiratet, hat vier ­Kinder und acht Enkel. Er lebt abwechselnd an der portu­giesischen Algarve, in einem Vorort von Brüssel und im bayerischen Starnberg


Die Vorhersage von 2004 war aber doch eindeutig auf einen kurzen Zeitraum angelegt.

Das Timing ist natürlich immer ein Pro­blem. Mit solchen Äußerungen will ich nur sagen: Vorsicht, es kommt noch was. Alles hat nach dem Crash von 1987 angefangen. Die richtige Reaktion wäre gewesen, eine Rezession zuzulassen, und der Markt hätte sich selbst bereinigt. Der damalige Notenbankchef Alan Greenspan hat aber alles getan, um den Crash auszubügeln. Er hat interveniert, und es wurden 20 Jahre lang Schulden auf Schulden gehäuft. Das hat das Problem immer größer werden lassen. Und nach dem Minicrash, den wir im Jahr 2008 hatten, haben wir wieder dasselbe getan. Deshalb steht uns der riesengroße Megacrash noch bevor.

Ach, wirklich?

Glauben Sie mir: Mit großer Wahrscheinlichkeit gehen wir auf einen Anleihecrash zu - also stark steigende Zinsen und damit auf einen enormen Kursverfall der Papiere. Es kann noch ein bis zwei Jahre dauern, aber ich befürchte, es geht schneller, als wir glauben.

Warum denn das?

Zum einen wegen der drastisch erhöhten Staatsverschuldung. In den USA wird 2010 das Haushaltsdefizit 9,9 Prozent betragen, das ist gigantisch. Zweitens wird der jährliche Schuldendienst drastisch expandieren. Schon jetzt liegt er in den USA bei 650 Dollar pro Kopf. Er wird schnell auf 1000 Dollar steigen.

Das klingt noch nicht sonderlich zwingend.

Der Hauptgrund ist die unverantwortliche Politik der Notenbanken, die unglaublich viel Geld in den Markt gepumpt haben. Das wird die Inflationserwartungen steigern und damit am Rentenmarkt die Zinsen.

Wie massiv könnte der Crash ausfallen?

Ich schätze, es wird einen Aufschlag von fünf Prozent in der Bondrendite geben. Das entspricht ungefähr dem Umfang des Anleihecrashs von 1993, als die Kurse um ein Drittel einbrachen. Doch wird sich die Krise nicht nur auf die Finanzmärkte beschränken. Wir werden zusätzlich eine Hyperinflation bekommen.

Da hätten wir gern konkrete Zahlen.

In den USA werden wir zehn Prozent ­Inflation überschreiten und in Europa fünf Prozent.

Aber für solche Raten ist doch der Begriff Hyperinflation unpassend. Deutsche denken bei diesem Wort an das Jahr 1923, als die Geldentwertung millionenfach so hoch war.

Fünf Prozent Inflation führen aber auch schon zu einer dramatischen Entwertung des Vermögens.

Interview mit Crash-Prophet Leuschel
"Ich erwarte Hyperinflation und einen Anleihecrash"Sie schreiben in Ihrem Buch "Die Inflationsfalle", dass es zu Staatsbankrotten kommen kann. Auch in Deutschland?



Ja, in dem Sinne, dass eine Inflation eine Art von Staatsbankrott ist. Sie entwertet die Schulden des Staates massiv. Der Staat kauft sich quasi von den Schulden frei.

Sie versetzen die Leute mit dem Inflationsszenario in Angst und Schrecken. Dabei haben wir im Moment kaum Preissteigerungen.

Es kommt darauf an, wie man Inflation definiert. Wenn man Kreditmenge plus Geldmengenzuwachs im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung nimmt, liegen wir in den USA derzeit bei 13,5 Prozent. Das würde bedeuten, dass wir Inflationsraten im selben Umfang bekommen.

Es kommt aber nicht nur auf die Geldmenge an, sondern auch auf die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes. Und die ist derzeit ex­trem niedrig, weil die Geschäftsbanken kaum Kredite ausgeben.

Das kann sich ganz schnell ändern. Sobald die Inflationsraten anziehen, steigt auch die Umlaufgeschwindigkeit. Das ist ein Teufelskreis, dann gerät die Sache völlig außer Kontrolle.


Was meinen Sie damit?

Da sich die Staaten dann keine weiteren Schulden leisten können, wird dramatisch gespart. Die Leute verlieren ihre Arbeit, müssen mit weniger Sozialleistungen auskommen und können sich ihr Essen nicht mehr leisten. Es wird zu Massen­protesten und zu sozialen Unruhen kommen.

Wie haben Sie sich auf den Crash vorbereitet?

Ich habe mir sehr viel Sicherheitstechnik geleistet. So gibt es in meinem Haus in Portugal eine riesige Kameraanlage, mit der ich jederzeit von jedem Punkt der Welt am Computer mein Haus sehen kann.

Und in finanzieller Hinsicht?

Mit Edelmetallen. Das war für mich persönlich die beste Vorhersage, als ich im Jahr 2004 geraten habe: Steckt 25 Prozent des liquiden Vermögens in physisches Gold. Damit habe ich pro Jahr 100 Prozent gemacht.

Haben Sie zwischendurch verkauft?


Nein, ich kaufe sogar bei kleineren Korrekturen nach. Ich mache etwas, was man streng genommen in der Portfolio­verwaltung nie machen darf. Schon die 25 Prozent waren eigentlich zu viel.

Welche anderen Anlagen haben Sie momentan?

70 Prozent meines liquiden Vermögens sind in Gold und Silber investiert. Dabei ist der Anteil von Silber etwas größer als der von Gold, weil ich glaube, dass Silber immer noch billig ist und der Preis stärker steigen wird. Meine Vorräte lagern in Tresoren verschiedener Länder. Fast der komplette Rest steckt in Cash. Einiges in Schweizer Franken, das meiste in Euro, nichts in Dollar.

Leuschels Anlagegrundsätze


1. Misstrauen Sie Staat und Notenbanken.


2. Versuchen Sie herauszufinden, was die Mehrheit der Leute denkt.


3. Orientieren Sie sich daran - egal ob Sie es inhaltlich für richtig halten.


4. Crashs gehören zu den Finanzmärkten dazu - man muss sie als Chancen für den Einstieg sehen



Sie besitzen also keine Anleihen?

Nein, allerdings Short-Papiere der Deutschen Bank auf den Gesamtmarkt (WKN: DBX&8201;0AW).

Wie sieht es mit Aktien aus?

Da bin ich langfristig ebenfalls skeptisch. Ich rechne weltweit mit einer Rezession von zehn Jahren, bis das wirtschaftliche Gleichgewicht wiederhergestellt ist - ähnlich wie es zuletzt in Japan lief. Deshalb besitze ich einige Short-Positionen in Form von Papieren der Royal Bank of Scotland auf Dax (WKN: AA0&8201;H55) und Dow Jones (WKN: AA0&8201;HLX). Zusätzlich habe ich einige ETFs, etwa von Robeco auf China (WKN: A0C&8201;A01), um ein Gefühl für den Markt zu behalten.

Sie haben also keine einzelnen Papiere?

Einzelaktien sind derzeit kein Thema für mich, weil sie wegen der fehlenden Streuung das Risiko in meinem Portefeuille erhöhen würden. Außerdem ist mir der Aufwand, einzelne Titel herauszusuchen, zu groß.

Was ist Ihre Dax-Prognose zum Jahresende?

Es würde mich nicht wundern, wenn wir bei 4000 bis 4500 Punkten landen.

Zurück zu Ihrer aktuellen Crash-Prognose. Sie machen den amerikanischen Notenbankchef Ben Bernanke und seinen Vorgänger Alan Greenspan für einen Gutteil der Krise verantwortlich. Was würden Sie tun, wenn Sie ein Jahr lang an deren Stelle wären?

Ein Tag wäre genug. Ich würde sagen: Leute, den Crash können wir nicht mehr verhindern, ich trete zurück. Es ist das Notwendige nicht durchsetzbar, weil die Politik von der Finanzlobby beherrscht wird. Das gilt im Großen und Ganzen auch für die Europäische Zentralbank.

Was sollte getan werden?

Bernanke müsste die Zinsen drastisch erhöhen, um die ausgeuferte Geldmenge zu verkleinern und die Inflationsgefahr zu bannen. So wie es die Ausnahmeerscheinung Paul Volcker, der Vorvorgänger Bernankes, Anfang der 80er-Jahre getan hat. So mutige Leute gibt es aber heute nicht mehr. Wir hatten damals Zinsen von 18 Prozent. Das würde eine Zeit lang die Wirtschaft schwächen, aber hinterher wäre die Krise überwunden.

Bernanke war Mann des Jahres 2009 im "Time Magazine". Liegen die Journalisten mit dieser Auszeichnung wirklich so falsch?

Hitler, Stalin, Bernanke - alle drei haben diese Auszeichnung bekommen. Hitler im Jahr 1938, Stalin ein Jahr später. Beide haben hinterher ein ziemliches Chaos angerichtet. Das haben die Journalisten dann auch kapiert. Und ich glaube, dass sie irgendwann einmal sagen: Bernanke war verantwortlich für das Chaos, das wir demnächst sehen werden.



05.02.2010
von Martin Reim und Erich Gerbl


http://www.capital.de/finanzen/aktien/100027877.html

http://www.capital.de/finanzen/aktien/100027877.html?p=2
:D Wer spart ist selber Schuld :D

27.02.2010, 18:48 |
ubhaar
„Inflation ist eine Steuer“

Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Instituts (HWWI), äußert sich über die Geldentwertung als Mittel zur Bewältigung der Schuldenkrise.
Von FOCUS-MONEY-Redakteur Axel Hartmann
ddp Ökonom Thomas Straubhaar FOCUS
FOCUS Online: Der Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds legt den Notenbankchefs nahe, die Zielmarke bei der Inflation von zwei auf vier Prozent anzuheben, um die Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen und in künftigen Krisen größere Puffer für Zinssenkungen und damit preiswerte Kredite für die Wirtschaft zu haben. Ein vernünftiger Vorschlag? ZUM THEMA

Preise ziehen im Dezember spürbar anThomas Straubhaar: Was heißt hier schon vernünftig? Eine schleichende Inflation von annähernd fünf Prozent ist von den wenigen Optionen, die nach dem Sündenfall ausufernder Staatsverschuldung offenstehen, die wohl am wenigsten kostspielige. Sie ist und bleibt aber eine indirekte Steuer, die die reale Kaufkraft der Massen verringert. Alle Gläubiger von Nominalwerten, alle Sparer mit nominalen Anlagen, aber wohl auch Rentner und Sozialhilfeempfänger haben sie gleichermaßen zu tragen. Anders als andere Steuern bedarf die Inflationssteuer aber keiner parlamentarischen Zustimmung. Das kann weder als demokratisch noch als vernünftig beurteilt werden.

FOCUS Online: Die Schuldenkrise in Europa spitzt sich ja noch weiter zu. Würden vier Prozent Inflation überhaupt ausreichen, um die Verbindlichkeiten abzuwerten und die Zinslasten für die Staaten tragbar zu machen?

Straubhaar: Über eine moderate, schleichende Inflation lässt sich die Last öffentlicher Haushaltsdefizite langsam mindern. Hohe Inflationsraten verringern die reale Belastung nominaler Schulden. Sie sind deshalb politisch die einfachste Option, Staatsschulden auf die kalte Art zu beseitigen. Aber wenn es bei einer schleichenden Inflation von weniger als fünf Prozent bleibt – was für den Wertverlust nominaler Anlagen schon schlimm genug ist -, wird das nicht genügen. Es bedarf einer kombinierten Aktion, die ebenso auf eine Modernisierung des Steuersystems, eine Konzentration des Staates auf seine Kernfunktionen sowie eine langfristige Wachstumsstrategie setzt. Und selbst dann darf man sich keine Illusionen machen: Bis die Staatshaushalte wieder im Gleichgewicht sind und die Schuldenberge abgetragen werden können, wird es Jahrzehnte und nicht nur Jahre brauchen.

FOCUS Online: Ist eine solche Inflationspolitik in Deutschland überhaupt vermittelbar, wo während des 20. Jahrhunderts zweimal die Ersparnisse der Bürger vernichtet wurden durch Hyperinflation und Währungsreform?

Straubhaar: Eigentlich nicht, weil damit die hoheitliche Geldpolitik ein weiteres Mal ihre Versprechungen bricht, das Vertrauen der Bürger missbraucht und damit an Glaubwürdigkeit verliert. Aber wie gesagt, jeder andere Weg ist entweder politisch noch stärker verbaut – etwa eine drastische Rücknahme der Staatsausgaben – oder wirtschaftlich nicht gangbar. Deshalb wird man diese von vielen schlechten am wenigsten schädliche und am leichtesten realisierbare Richtung einschlagen. Wichtig wäre es, wenigstens im Ansatz zu kommunizieren, dass man die Inflationssteuer nur als ein Instrument von mehreren zur langfristigen Sanierung der Staatshaushalte sieht und nicht als einziges Mittel.

Straubhaar: Über eine moderate, schleichende Inflation lässt sich die Last öffentlicher Haushaltsdefizite langsam mindern. Hohe Inflationsraten verringern die reale Belastung nominaler Schulden. Sie sind deshalb politisch die einfachste Option, Staatsschulden auf die kalte Art zu beseitigen. Aber wenn es bei einer schleichenden Inflation von weniger als fünf Prozent bleibt – was für den Wertverlust nominaler Anlagen schon schlimm genug ist -, wird das nicht genügen. Es bedarf einer kombinierten Aktion, die ebenso auf eine Modernisierung des Steuersystems, eine Konzentration des Staates auf seine Kernfunktionen sowie eine langfristige Wachstumsstrategie setzt. Und selbst dann darf man sich keine Illusionen machen: Bis die Staatshaushalte wieder im Gleichgewicht sind und die Schuldenberge abgetragen werden können, wird es Jahrzehnte und nicht nur Jahre brauchen.

FOCUS Online: Ist eine solche Inflationspolitik in Deutschland überhaupt vermittelbar, wo während des 20. Jahrhunderts zweimal die Ersparnisse der Bürger vernichtet wurden durch Hyperinflation und Währungsreform?

Straubhaar: Eigentlich nicht, weil damit die hoheitliche Geldpolitik ein weiteres Mal ihre Versprechungen bricht, das Vertrauen der Bürger missbraucht und damit an Glaubwürdigkeit verliert. Aber wie gesagt, jeder andere Weg ist entweder politisch noch stärker verbaut – etwa eine drastische Rücknahme der Staatsausgaben – oder wirtschaftlich nicht gangbar. Deshalb wird man diese von vielen schlechten am wenigsten schädliche und am leichtesten realisierbare Richtung einschlagen. Wichtig wäre es, wenigstens im Ansatz zu kommunizieren, dass man die Inflationssteuer nur als ein Instrument von mehreren zur langfristigen Sanierung der Staatshaushalte sieht und nicht als einziges Mittel.








FOCUS Online: Wo sehen Sie die Inflation im Euro-Raum in den kommenden zwei bis drei Jahren ganz konkret?

Straubhaar: Wenn bereits der Chefvolkswirt des IWF rät, das Inflationsziel von zwei auf vier Prozent anzuheben, dann ist es lediglich noch eine Frage der Zeit, bis andere aufspringen und sich dieser Ratschlag in der Realität wiederfindet. Deshalb, bin ich überzeugt, werden wir in zwei, drei Jahren im Euro-Raum bei den vier bis fünf Prozent Inflation sein, die nun vorerst als Vorschlag ins Spiel gebracht worden sind.

http://www.focus.de/finanzen/news/euro/hwwi-chef-straubhaar-…
Die FR hnat tasächlich vorige Woche wieder mal
Prof Hankel, emerititert , Keynesianer und erklärter Eurogegner / kritiker zu Wort kommen lassen. und das nachdem er jahrelang von der "etablierten" Presse" geächtet wurde Das umsomehr als er anfing in der Jungen Freiheit zu schreiben.

Diese hatte ihm einen Platz eingeräumt nach dem eben diese
ihn links liegengelassen hatte
Aber auch Vorlesungen an --- wurden ihm ... auf Druck von
Personen aus der BuBA verweigert.

Diesen Artikel würde mich gern hier reinstellen , weiss nicht wie.
Müässte ihn evteö eiskannen und mal msehen was kommt.

Jedenfalls geht es um Griechenland und der Tatsache, dass eben die Leute, die jetzt auf dieses Land schimpfen und es verdonnern
selbst daran schujld sind. Sie warfen es doch, die dem Land praktisch die DM geschednkt hatten un es im Euro aufgehen liessen. Damit bekam es gleichzeitig die niedrigeren Zinsen einen höheren Lebensstandard und die Möglichkeit billiges Geld aufzunehmen ...

(Ich überspringe einen Teil des Artikels)
Jedenfalls fordert er, was er bereits zu Beginn der Euro ei führung gesagt hatte.
den Austritt Griechenlands aus der Eurowährung,
- zumindest bis sie wieder die kriterien erfüllen könnten,
uU ein Europa bestehend aus 2 Ländergruppen
.... ...

Schwachwährungsländer mit Starken in einen Topf zu werfen
hat immer zurfolge, dass es den schwachen besser geht und die
DM-Länder dies bezahlen in dem deren Bevölkerung darunter zu ledien haben.
Nun wird es doch KEINE Inflation geben :rolleyes::rolleyes:

wie daß denn, wer weiß was genaueres :confused:

:confused::confused: Wer hat das Rezept gegen die Krise?Foto: picture-alliance/ dpa)
:confused::confused:


Wirtschaft
Sonntag, 21. März 2010

Schulden ernst nehmen
Inflation ist keine Lösung

Das Finanzministerium erteilt dem Ansatz des IWF Schuldenprobleme per Inflation zu lösen, abermals eine klare Absage. Die Versuchung sei zwar in Krisenzeiten groß, weil Schulden so "weginflationiert" werden könnten, aber verantwortlich sei es nicht. Es führe kein Weg an der Konsolidierung der Haushalte vorbei, heißt es

Wer hat das Rezept gegen die Krise?
(Foto: picture-alliance/ dpa)



Das Bundesfinanzministerium lehnt trotz weltweit historischer Verschuldungsniveaus eine höhere Inflation strikt ab. Mehr Teuerung zuzulassen, sei in Krisenzeiten zwar eine Versuchung, da öffentliche und private Schulden so entwertet werden könnten, schrieb der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium, Steffen Kampeter, in einem Gastbeitrag. Ein laxer Umgang mit der Inflation sei aber vor allem eine Flucht aus der Verantwortung.

Die Risiken einer solchen Politik seien offensichtlich, warnte der CDU-Politiker: "Vorhandenes Geldvermögen wird vernichtet, die Reallöhne sinken, die Armut steigt. Alle Versuche, über höhere Inflation Arbeitslosigkeit abzubauen, scheiterten mittelfristig und führten in den ökonomischen Niedergang statt in den Aufschwung." Deshalb gebe es keine Alternative zu einer Entschuldung durch konsequente Konsolidierung der öffentlichen Haushalte.

"Grob fahrlässig und schädlich"
Der Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds, Olivier Blanchard, hatte eine Verdoppelung der Inflationsziele wichtiger Notenbanken auf vier Prozent angeregt, um Staaten in Krisenzeiten einen größeren geldpolitischen Spielraum einzuräumen. "Das wäre ein drastischer Sinneswandel, denn bisher hat sich der IWF stets für ein inflationsarmes Wachstum der Weltwirtschaft und für Geldwertstabilität eingesetzt", wandte Kampeter gegen den Vorschlag ein. "Erfreulicherweise haben sowohl Bundesbank wie EZB diese Überlegungen entschieden zurückgewiesen." Bundesbankchef Axel Weber hatte den IWF-Vorstoß als "grob fahrlässig und schädlich" bezeichnet.

Inflation helfe den Staaten nicht beim Ausstieg aus ihrer Verschuldungspolitik, betonte der Staatssekretär. Stattdessen müssten neben nationalen Konsolidierungsanstrengungen "auch die Kontrollinstrumente der europäischen Stabilitätskultur geschärft werden", forderte er. "Und die Zentralbanken haben bisher keinen Zweifel daran gelassen, mit einem sensiblen Timing den rechtzeitigen Ausstieg aus der Überflussliquidität vorzunehmen. Dieser doppelte Exit ist notwendig und im Interesse der nachfolgenden Generationen", schrieb Kampeter.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Inflation-ist-keine-Loesung-ar…


Die sprechen immer von Schuldenabbau, doch die Schulden werden immer größer, auch im Privaten Bereich



21. März 2010, 16:26 Uhr
Sechs-Billionen-Lücke
Forscher setzt deutsche Schulden dreimal höher an
(276)
Von Dorothea Siems
.Dreimal so hoch wie offiziell angegeben sind die Schulden Deutschlands laut einer Studie des Forschers Bernd Raffelhüschen. Zu den Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden in Höhe von 1,9 Billionen Euro addiert der Wissenschaftler künftige Sozialkosten wie Beamten-Pensionen – er kommt so auf mehr als 6 Billionen Euro.


Die sprechen immer von Schuldenabbau, doch die Schulden werden immer größer, auch im Privaten Bereich viel rechnen
!
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:rolleyes: Wenn die Recht haben, geht es erst richtig los :rolleyes:




Börsen-Untergangspropheten:
„Auf dem Weg in die Hölle“


Tausend mal schlimmer als Dubai. Inflation wie in Simbabwe. Europa ist Ground Zero. Wenn man sich anhört, was Jim Rogers, James Chanos oder Kenneth Rogoff den Finanzmärkten prophezeien, kann einem nur angst und bange werden. Handelsblatt Online stellt die düstersten Prognosen und die dazu gehörenden Propheten vor.



China ist Tausend mal schlimmer als Dubai "

China, alle reden immer nur über China; über die schier unendlichen Investmentmöglichkeiten in der Volksrepublik. China werde sich in den kommenden Jahren zur größten Wirtschaftsmacht aufschwingen und die USA übertrumpfen, sagen viele Fondsmanager. Ohne oder besser: gegen Peking laufe an den internationalen Finanzmärkten nichts mehr. Investoren müssten sich entsprechend aufstellen.

James Chanos sieht das ganz anders. "Die Chinesen sind auf dem Weg in die Hölle", sagt der bekannte Leerverkäufer und Hedgefonds-Manager von Kynikos Associates. Chanos spielt auf das rasante Kreditwachstum in den vergangenen Monaten und Jahren an. Viel von dem billigen Geld ist auf den Immobiliemarkt geflossen. "Sie kommen nicht von dem Heroin los", sagt Chanos. "Die Blase wird eher früher als später platzen. China ist Tausend mal schlimmer Dubai."


"Dann könnte Panik ausbrechen"

Die aktuelle Wirtschaftskrise wird oft mit der von 1929 und der folgenden Großen Depression verglichen. Die Mehrheit der Ökonomen glaubt, dass die Regierungen und Notenbanken mit ihrem frühzeitigen Eingreifen diesmal Schlimmeres verhindert haben - und sich deshalb die Geschichte nicht wiederholt. Es sieht fast so, als kämen wir diesmal vergleichsweise glimpflich davon.

Falsch, sagt Franck Biancheri, Gründer des europäischen Netzwerkes Leap/E2020. "Kredite und insbesondere Verbraucherkredite waren der Treibstoff des Wirtschaftswachstums der letzen Jahrzehnte. Also wird auch die Kreditkernschmelze unsere Gesellschaft stärker treffen als dies noch in den 30er-Jahren der Fall war. Die Welt wird erkennen, dass diese Krise schlimmer ist als die Weltwirtschaftskrise 1929. Dann könnte Panik ausbrechen.


"Europa ist Ground Zero"

Die Hilfen der EU-Staaten reichen aus, um die Lage in Griechenland vorerst zu stabilisieren. Mag sein. Das Problem ist: Griechenland ist nicht allein. Die Schulden sind überall, nicht nur in Athen.

"Die Lage ist völlig außer Kontrolle; das Wachstum wird vielleicht sehr gering ausfallen", sagt Kenneth Rogoff. Rogoff wurde bekannt als Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF). Heute lehrt er Wirtschaftswissenschaften an der renommierten Harvard-Universität in Cambridge "Die meisten Länder werden den Gürtel enger schnallen müssen. Europa ist Ground Zero. Es sind große Anpassungen nötig, in Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Lettland, Ukraine und so weiter", sagt Rogoff.

"Die größten Probleme stehen noch bevor"

Georg Soros ist bekannt wie ein bunter Hund, insbesondere für seine Devisenspekulationen. Das britische Pfund hat er bereits zu Fall gebracht; zuletzt hieß es, der Hedgefonds-Manager würde sich gegen den Euro in Stellung bringen. Allzu viel scheint er der Europäischen Union und ihrer Währung jedenfalls nicht zu zu trauen.

"Der Euro-Zone stehen die größten Probleme erst noch bevor", sagt Soros. "Für Griechenland dürfte eine Notfallhilfe reichen. Aber dann gibt es ja noch Spanien, Italien, Portugal und Irland. Sie haben zusammen einen Anteil am Euro-Land, der zu groß ist, als dass man auf diese Weise helfen könnte


"Horrende Inflation, weltweit!"

Schulden, nichts als Schulden, überall. Europa ist nicht allein. Auch in anderen großen Industriestaaten, in den USA und Japan beispielsweise, wächst der Schuldenberg unaufhaltsam weiter. Für Anleger und Investoren hat das Folgen.

"Die meisten Regierungen sind bankrott", sagt >Douglas Casey, Gründer von Casey Research und Buchautor. "Die Defizite werden immer häufiger an die Zentralbanken abgegeben und monetarisiert. In den kommenden Jahren erwarte ich horrende Inflation, weltweit."

"Nicht realer als der spekulative Boom"

Es geht wieder bergauf mit der Wirtschaft, die Konjunktur springt an, das Schlimmste der Krise ist überstanden. David Karsbol ist da ganz anderer Meinung: Die aktuelle Verbesserung der BIP-Daten und Verbraucherstimmung an den Finanzmärkten? "Ist nicht realer als der spekulative Boom, der durch das leichte Geld in den Jahren 2003 bis 2006 begünstigt wurde", sagt der Chefvolkswirt der dänischen Saxobank.

"Die Industrieländer werden seit Mitte der 1990er Jahre von kreditinduzierten Blasen dominiert, und bei jeder auftretenden Schwierigkeit bzw. Krise wird versucht, dieser mit Zinssenkungen und Schuldenaufnahme zu begegnen. Niedrige Zinsen haben neben wilder Spekulation und moralischer Versuchung Über- und Fehlinvestitionen begünstigt und dabei zu einer Schuldenlast geführt, die nicht mehr bedienbar ist", sagt Karsbol.


"Das wird in einem Desaster enden"

Jim Rogers ist bekannt für markige Worte. Das größte Problem für die Finanzmärkte sieht der Rohstoffguru nicht in Südeuropa, sondern deutlich weiter westlich, in den USA

"Wenn sich die Probleme in den USA weiter verschärfen, haben die Politiker keine Mittel mehr zum Geld ausgeben. Dann werden die internationalen Investoren sagen: Wir werden euch kein Geld mehr geben. Das wird in einem Desaster enden", sagt Rogers.

"Die finale Krise steht erst noch bevor"

Die Hypothekenkrise war erst der Anfang. "Die finale Krise steht erst noch bevor", sagt Marc Faber, König des Untergangs. "Ihre Kinder und die in der westlichen Welt werden einen niedrigeren Lebensstandard haben als Sie." Fabers Börsenbrief "Gloom, Boom & Doom" ist bei seinen Anhängern legendär.

Die Ursache der großen Krise sind Kredite. "Wenn die reich machen würden, wäre Simbabwe das reichste Land der Welt", sagt Faber

http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-inside/boersen-u…
12.05.2010, 09:01 |
Rettungspaket
EZB kämpft um ihre Glaubwürdigkeit


Die Entscheidung ist umstritten: Erstmals in ihrer Geschichte kauft die EZB Staatsanleihen, um den Schuldenstaaten zu helfen. Notenbankchef Trichet versucht nun, die Inflationssorgen zu dämpfen.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, hat Inflationsängste wegen des Rettungspakets von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) zur Stützung des Euro als unbegründet zurückgewiesen.:laugh: „All das Geld, all die Liquidität, die wir dadurch in die Märkte hineinbringen, ziehen wir auch wieder ab“, :laugh: versicherte Trichet am Dienstagabend im ZDF. Insgesamt werde sich deshalb die im Umlauf befindliche Geldmenge nicht ändern. Trichet verteidigte die Entscheidung der EZB, Staatsanleihen der Euro-Länder zu kaufen. Es sei nicht darum gegangen, die Aktienmärkte zu beeinflussen, sondern darum, die normale Funktion der europäischen Währungspolitik sicherzustellen.

Schon bemerkenswert...
... wie diese Leute uns für blöd und ignorant halten. Bei mir ist das Vertrauen in den Euro definitiv dahin.

http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/rettung…
Antwort auf Beitrag Nr.: 39.505.831 von GueldnerG45S am 12.05.10 10:52:19überall ist momentan von inflation bzw infaltionsgefahr die rede.
dabei ist es doch gerade die inflationserwartung die die leute ins gold treibt.
doch wie kann man denn jetzt von inflationsgefahr sprechen, wo doch
soviel vermögen (immobilien) entwertet wurde, die produktionskapazitäten unausgelastet sind und die banken dass
zentralbankgeld nicht weiterverleihen (kreditklemme)wollen. der versuch die staatschulden abzubauen wird darüber hinaus sehr dämpfende effekte auf die nachfrage haben und die steuereinnahmen trotz höherer steuersätze sinken lassen.
wenn die schulden signifikant schneller wachsen als das bip, dann ist geld knapp und die preise fallen.
wir sind in einer deflationäre spirale und all das zentralbankgeld
dass die fed, bank of england, ezb usw. in den markt pumpt ist schuldgeld. quantitative lockerung bedeuted nicht das geld wie in der weimarer republik "einfach gedruckt wird". es ist und bleibt kreditbasiertes geld. wir sind noch immer in diesem
kreditbasieren fiatmoney system und in einer grundsätzlich deflationären situation, die viel gefährlicher ist als höhere inflationsraten. das zentralbankgeld ist nur ein tropfen in
einem meer von schulden, außerdem kommt es weder beim mittelstand noch beim verbraucher an. die banken halten das geld lieber
in kurzfristige staatsanleihen und spekulieren.
auch gold könnte eine spekulative blase sein. ich würde mir
deshalb nicht zuviel gold kaufen, sondern lieber cash halten. cash is king! ab einem bestimmte preis wird gold zu teuer. wenn es sich keiner mehr leisten kann, dann fällt auch der goldpreis.
gold ist geld und deshalb auch in einer deflation sinnvoll. allerdings nur um risiken zu minimieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 39.525.104 von Apparatschiki am 15.05.10 00:07:48Alle reden vom GOLD, wo kommt es denn nun plötzlich her :confused:
Warum haben Länder wie Deutschland und USA eigentlich eine derart verheerende Inflationspolitik, während Länder wie Schweiz oder Norwegen sehr gut damit zu recht kommen?
keiner mehr da?
was macht hr denn nun zum schutz vor inflation?
Antwort auf Beitrag Nr.: 39.843.107 von curacanne am 19.07.10 18:49:17ich meine eine normale inflation, keine hyper
Interview mit Jim Rogers:
„Wer frisches Geld druckt, ruiniert sein Land“


Noch mehr Schulden und Konsum führen in die Sackgasse, sagt der renommierte Investor Jim Rogers. Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt er, warum die Situation in den USA schon wieder schlechter wird, wieso Gold weiter haussiert und welche Währungspolitik er den Chinesen empfehlen würde.


Mister Rogers, Sie sind als antizyklischer Investor berühmt und reich geworden. Weshalb trommeln Sie immer noch für Gold, obwohl der Preis seit Monaten immer neue Allzeithochs markiert? Ihr einstiger Hedge-Fonds-Partner George Soros hat bereits vor der "ultimativen Asset-Blase" Gold gewarnt.



Jim Rogers: "Nur eine Strategie der Schmerzen hilft." Quelle: Reuters

Im Moment kann man wohl kaum von einer Blase sprechen, weil nach wie vor nur sehr wenige Menschen Gold besitzen. Verglichen mit dem Goldpreis-Hoch von 1980 müssten wir heute inflationsbereinigt bei einem Preis von mehr als 2 000 Dollar liegen. Wir werden noch eine Blase sehen, ich erwarte sogar eine Hysterie bei Edelmetallen, aber womöglich erst in fünf oder zehn Jahren.

Ist Gold ihre Nummer eins, oder gibt es für sie noch attraktivere Anlagechancen?

In einer Währungskrise werden alle Edelmetalle steigen, auch Platin, Palladium und viele andere. Den höchsten prozentualen Anstieg erwarte ich bei Silber. Der Preis für Silber liegt - anders als bei Gold - noch sehr deutlich unter seinem Allzeithoch. Auch Agrar-Rohstoffe bieten große Chancen, weil die Bewertungen im historischen Vergleich niedrig sind und wir in bestimmten Bereichen bereits Engpässe sehen. Das heißt, wir bekommen höhere Preise.

Sie haben mehrfach den Dollar als Weltreservewährung in Frage gestellt und auch dem Euro innerhalb der nächsten zehn bis 15 Jahre den Kollaps prophezeit. Haben Sie denn überhaupt kein Vertrauen mehr in Währungen?

Grundsätzlich glaube ich, dass Papiergeld in den nächsten Jahren entwertet wird und sich die Preise realer Vermögenswerte verbessern. Sie können nicht wie in den USA Geld ausgeben, das sie faktisch nicht haben. Sie können zwar bei der Notenbank Fed frisches Geld drucken lassen, aber nur für eine Weile. Wer immer mehr Geld druckt, ruiniert auf Sicht seine Währung, seine Wirtschaft und sein ganzes Land.

Sie haben Amerika vor Jahren den Rücken gekehrt und wohnen heute in Singapur. Aus der Ferne betrachtet: Wo sehen sie Ihr Heimatland auf dem falschen Weg?

In den USA muss sich vieles ändern: die Steuerordnung, das Bildungssystem, das Rechtssystem. Aber zuallererst muss Amerika die Fehler der vergangenen 20 Jahre anerkennen und versuchen, sie zu beseitigen.



http://www.handelsblatt.com/finanzen/devisen/interview-mit-j…
!
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:confused: Wer stirbt zuerst :confused: der Dollar oder der EURO :confused: wird uns Amerika ein zweites mal voll abzocken :cry:

:) Es gibt nur eines Werte schaffen u. GOLD kaufen :)

Währungskrieg
Wenn der Dollar auf null fällt

Dienstag 09.11.2010, 11:10 · von FOCUS-Redakteur Uli Dönch




Die USA drucken in ihrer Not immer neues Geld. Und kümmern sich nicht um die Folgen – Währungskrieg, Inflation. Rettet uns ein neuer „Goldstandard“?

Denn sie wissen nicht, was sie tun. Das könnte man – in Anlehnung an James Dean – meinen: Ben Bernanke, Chef der US-Zentralbank Fed, hat angekündigt, 600 Milliarden Dollar frisches Geld zu drucken. Per Luftbuchung. Er kauft US-Staatsanleihen und pumpt so die Geldmenge weiter auf.

Bill Gross, Gründer des Mega-Fonds Pimco (Allianz-Konzern) ätzt, Bernanke betreibe das größte „Schneeballsystem“ aller Zeiten: Die Notenbank druckt Geld, überweist es an die Staatskasse, und die Regierung gibt es wieder aus – so lange, bis alles wieder von vorn beginnt.


„Sieger ist, wer am schnellsten bei null ist“
Die langfristigen Folgen sind indes verheerend. Denn die Handelspartner der USA werden sich all das nicht gefallen lassen. Warum sollten ihre Firmen, Arbeitnehmer und Wähler unter dem Egoismus der USA leiden? Ein Abwertungswettlauf der wichtigsten Währungen startet – wie die Kollegen des FOCUS-Wirtschaftsressorts analysieren. Sie zitieren den renommierten Schweizer Fondsmanager Marc Faber: „Sieger ist, wer am schnellsten bei null ist. Die USA haben gute Chancen zu gewinnen.“ Faber ist übrigens nicht irgendjemand: Er prognostizierte schon frühzeitig die Börsencrashs von 1987, 2000 und die fatale Niedrigzinspolitik der US-Zentralbank.

Was aber folgt garantiert auf einen dauerhaft billigen Dollar? Deutlich steigende Preise. Das weiß auch die US-Regierung. Sie hofft es sogar. Denn die Inflation vernichtet einen Teil ihrer gigantischen Schulden: US-Staatsanleihen werden real weniger wert – die Gläubiger in aller Welt verlieren Geld. Also wiederum vor allem Chinesen, Japaner und Deutsche. Rein zufällig die schärfsten Rivalen Amerikas.

„Ein starker Dollar ist in Amerikas Interesse“ – wirklich?
Auch wenn US-Finanzminister Timothy Geithner aktuell versichert, dass sein Land den Dollar nicht schwäche, um sich Handelsvorteile zu verschaffen, müssen wir ihm das keineswegs glauben. Schließlich haben das schon immer alle US-Finanzminister gesagt – um dann mit ihrer Politik exakt das Gegenteil herbeizuführen. Nur einer war ehrlich: 1971 brüskierte der damalige Finanzminister John Connally seine Kollegen aus den Industrienationen, dass der Dollar „zwar unsere Währung ist – aber euer Problem“.

Welch ein Zufall: Exakt in jenem Jahr 1971 brach auch das Währungssystem fester Wechselkurse („Bretton Woods“) zusammen. Ein System, bei dem sich der Wert der Welt-Währungen am Goldpreis orientierte. Könnte es tatsächlich helfen, wenn wir zu diesem „Goldstandard“ zurückkehren – wie es jetzt Weltbank-Chef Robert Zoellick fordert? Schon möglich. Doch die Sache hat einen Haken: Die wichtigsten Industrienationen müssten zustimmen. Also auch die USA

http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/waehrungskrieg-we…
Jetzt heißt es Sachwerte schaffen, heißt das auch Aktien kaufen :confused:



Donnerstag, 09. Dezember 2010

Raimund Brichta
Die Inflation ist da!


Kommt die Inflation? Darüber wird an der Börse nach wie vor heiß diskutiert. Telebörse-Moderator Raimund Brichta hält dagegen: Die Inflation sei längst da, sagt er, zumindest für diejenigen, die in der Schule aufgepasst haben.


Raimund Brichta


Die meisten Volkswirte können kein Latein. Ansonsten würden sie niemals auf die Idee kommen, Inflation mit "anhaltendem Preisanstieg" zu übersetzen. Denn "inflatio" bedeutet "das Aufblähen". Man kann aber nur etwas aufblähen, das auch einen Inhalt besitzt, wie einen Ballon zum Beispiel, in den man ordentlich Luft pumpt. Preise lassen sich dagegen nicht aufpumpen, weil sie keinen Inhalt haben; sie lassen sich allenfalls herauf- oder heruntersetzen.

Aber zum Glück, liebe Volkswirte, gibt es noch eine kleine Minderheit unter euch, die in Latein aufgepasst hat. Diese Gruppe wackerer Ökonomen definiert Inflation ganz anders. Und zwar als ein Aufblähen der Geldmenge im Vergleich zur Menge an Gütern und Dienstleistungen, die produziert und erbracht werden und für deren Bezahlung das Geld eigentlich gedacht ist. Und das macht Sinn. Denn erstens wird damit die lateinische Wortbedeutung nicht ad absurdum geführt. Eine Menge an Geld lässt sich tatsächlich aufblähen. Und zweitens wird damit der wirtschaftliche Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung nicht auf den Kopf gestellt. Eine aufgeblähte Geldmenge ist nämlich immer die Voraussetzung dafür, dass es überhaupt zu einem anhaltenden allgemeinen Preisanstieg kommen kann. Die Inflation, und zwar der Geldmenge, ist also immer die Ursache, der Preisanstieg ist nur eine mögliche Wirkung.

Von der Diagnose zum Auslöser
Ihr, die ihr der Mehrheit der Ökonomenzunft angehört, missachtet also nicht nur die lateinische Sprache, sondern auch diesen grundlegenden Zusammenhang. Dabei quasselt ihr wie ein Arzt, der behauptet, Grippe sei hohes Fieber. Mal ehrlich: Würdet ihr einem solchen Mediziner vertrauen? Vermutlich nicht, denn jeder Laie weiß, dass eine Grippe allenfalls die Ursache von hohem Fieber sein kann, nie das Fieber selbst. Eine steigende Körpertemperatur ist also nur ein Symptom, das mit Grippe einhergehen kann. Genauso sind steigende Preise nur ein Symptom von Inflation, nicht aber die Inflation selbst. Letzteres behauptet ihr aber, und die große Schar der Laien glaubt euch das auch noch.

Haarspalterei? Nein, weil ein Arzt eine Grippe-Infektion auch dann schon diagnostizieren und behandeln kann, wenn sie sich noch nicht auf dem Fieberthermometer zeigt. Genauso kann man eine Inflation schon erkennen, wenn sie noch nicht auf den Preisschildern in den Geschäften abzulesen ist. So wie zurzeit: Seit Jahrzehnten sind die Geldmengen in den meisten Industrieländern um einiges stärker gewachsen als die Wirtschaftstätigkeit. Der Geldüberhang ist enorm, da im Verhältnis zur realen Wirtschaft viel zu viel Geld in Umlauf ist. Die Inflation ist also längst da, während ihr, liebe Mehrheitsökonomen, euch noch den Kopf darüber zerbrecht, ob sie kommt.

Die Wirkung der Spekulanten
Was fehlt, ist nur, dass die Preise hohes Fieber kriegen so wie der Mensch bei einer ordentlichen Grippe. Das liegt daran, dass die überschüssigen Geldmassen bisher hauptsächlich an den Finanzmärkten zirkulieren und nicht in die reale Wirtschaft fließen. Sie werden vor allem zum Spekulieren und Investieren verwendet, so dass sie für heftige Fieberanfälle nur dort sorgen können, wo damit spekuliert und investiert wird - etwa bei Aktien, Anleihen oder Immobilien. Die produzierten Waren und Dienstleistungen aber werden nicht so teuer, dass man sich darüber Sorgen machen müsste. Da jedoch nur deren Preise für die Teuerungsrate gemessen werden, bleibt das allgemeine Preisfieber aus.

Dies kann sogar so bleiben - trotz allen Geredes über eine bevorstehende Teuerungswelle. Zumindest dann, wenn es auch künftig genügend Spekulationsmöglichkeiten gibt. Wenn Geld nämlich an den Finanzmärkten gehalten wird, muss es nicht in die reale Wirtschaft drängen. Würde man den "Spekulationssumpf" dagegen trockenlegen, wie es Politiker gerne fordern, bliebe den Geldmassen gar nichts anderes übrig, als abzuwandern und für steigende Preise in der realen Welt zu sorgen. Denn man kann zwar den Sumpf entwässern, in die Quelle zurückschicken kann man das Wasser aber nicht.

Auch wenn es manch einem wie die Wahl zwischen Pest und Cholera vorkommen mag, die Alternative kann deshalb nur lauten: Entweder wachsen die Finanzmärkte weiter, oder unsere Preise kriegen Fieber. Das ist eine wichtige Botschaft an die Politiker, die diesen Zusammenhang mit Sicherheit nicht kennen, meint ihr Volkswirt Raimund Brichta, der zum Schluss noch einen Musiktipp hat, und zwar einen Titel der Wise Guys mit dem Refrain:

"Er war der Beste in Latein,
der Allerbeste in Latein.
Wie er die Verben konjugierte,
Substantive deklinierte -
das konnt' nur er allein ..."

http://www.teleboerse.de/kolumnen/kolumnen_brichta/Die-Infla…
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.238.797 von GueldnerG45S am 30.09.10 11:49:43
Bier, Pommes, Reifen: Inflationsgefahr wächst
–Wenn die Preise explodieren



Strom: Das kennt jeder: Jährlich kommt die Rechnung des Stromversorgers - und wieder steigt der monatliche Abschlag. Seit 2001 ist Strom für Verbraucher um gut 60 Prozent teurer geworden. 2011 kommt kräftig was dazu: "Wir rechnen mit einem Plus von zehn Prozent für die Endkunden", sagt Tobias Federico vom Analysehaus Energy Brainpool.

Ein Grund: das Moratorium für die Atomenergie. Kernkraft wird durch Gas, Kohle, erneuerbare Energien ersetzt. Kohle und Erdgas werden dann

http://www.sueddeutsche.de/geld/bier-pommes-reifen-inflation…


Interview mit Jim Rogers:
„Wer frisches Geld druckt, ruiniert sein Land“



http://www.handelsblatt.com/finanzen/devisen/interview-mit-j…


Stimmt das??? --- In sechs Tagen sind die USA pleite

http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/staatsverschuldun…
http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1166085-1-10/stim…
Montag, 09.05.2011, 00:00
DEBATTE
Der verheimlichte Super-GAU

· von DIETER SPETHMANN


Es gibt auch ein Euroshima: Die europäische Gemeinschaftswährung hat Deutschland bislang mehr als 2500 Milliarden gekostet



Diether Spethmann


Als am 11. März im Nordosten Japans die Erde bebte, das Seewasser sich zurückzog und als Tsunami wiederkam, berichteten die Medien an erster Stelle über dieses Ereignis. Als kurz danach die Folgen für das japanische Atomkraftwerk Fukushima sichtbar wurden – die Medien waren dabei: täglich und wöchentlich. Am 27. April hieß es: Die Kosten für den Wiederaufbau nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Japan könnten nach Einschätzung der Rating-Agentur Standard & Poor´s bei mehr als 400 Milliarden Euro liegen.

Wenig liest man dagegen über den Euro, obwohl dessen Schaden für uns Deutsche ein Vielfaches von Fukushima beträgt. Zwar werden die „Rettungsschirme“, die seit einem Jahr Blitze über Europa werfen, als „Schaden“ wahrgenommen. Ihre Haftungssumme beläuft sich heute auf 1542 Milliarden Euro. Auf Deutschland entfallen 391 Milliarden. Davon deutsche Anteile für IWF-Garantien 15 Mrd., Bareinzahlung in den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) 22 Mrd., Bürgschaften für den ESM 168 Mrd., IWF-Rettungsplan Griechenland 2 Mrd., EU-Rettungsplan Griechenland 22 Mrd., Staatsanleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) 26 Mrd., Verbindlichkeiten bei der EZB 114 Mrd., EZB-Ausleihungen an Geschäftsbanken: 22 Mrd.

DIETER SPETHMANN
Der 85-jährige Jurist und Volkswirt war 18 Jahre lang Chef der Thyssen AG. Er gilt als Vater des Transrapid. Spethmann prozessierte gegen den EU-Reformvertrag und reichte beim Bundesverfassungsgericht eine Klage gegen die Milliardenhilfe für Griechenland ein. Die Klage wurde angenommen.Aber niemand erwähnt die eigentlichen Euro-Schäden für Deutschland, die sich seit dessen Einführung (1999) ereignen – alle Jahre wieder.


Da haben wir zunächst den Mehrzins, den die deutschen Kreditnehmer deshalb zahlen müssen, weil die früheren Weichwährungsländer seit Euro-Einführung weniger zahlen. Das war ja ein erklärtes Ziel des Euro: All diesen Minderleistern die Kapitalkosten zu senken, damit sie per Zinssubvention, also Verbesserung ihrer Produktivität, zu den „Kernländern“ (Deutschland und einige Nachbarn) aufschließen konnten. Was keiner von ihnen tat – die Zinssubventionen erwiesen sich als reiner Kaufkrafttransfer, also als „Konsumhilfe“.

Ich erinnere an den Fall Italien, das mit mehr als 100 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts Staatsschuld in den Euro ging (erlaubt waren 60 Prozent). Sein Zinssatz hierfür sank per Januar 1999 von elf Prozent auf fünf. Die Einsparung von sechs Prozent betrug angesichts der Höhe der Staatsschuld schon im ersten Jahr 70 Milliarden Euro – und seither alle Jahre wieder.

Umgekehrt zahlen die deutschen Kreditnehmer seither höhere Zinsen als in der DM-Zeit. Schließlich müssen die Banken ihre Einnahmen von irgendwoher kriegen. Blickt man in die Schweiz, mit deren Kapitalmarkt Deutschland in der DM-Zeit anhaltende Ähnlichkeiten hatte, so kommt man auf einen Mehrzins für deutsche Kreditnehmer von durchschnittlich zwei Prozent pro Jahr. Ein deutscher Kreditnehmer muss zurzeit für einen Kredit über 36 Monate trotz erstklassiger Sicherheiten vier Prozent zahlen, Tilgung pro Quartal. Ein Schweizer Häuslebauer hingegen bekommt eine Hypothek über drei Jahre zu 1,75 Prozent Jahreszins, Einmaltilgung am Ende. Bei einem anzunehmenden Kreditvolumen in Deutschland von 5000 Mrd. Euro macht das 100 Mrd. im Jahr aus – ungefähr vier Prozent unseres BIPs von 2500 Mrd. Euro.

http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-224…

Seite 2: Der verheimlichte Super-GAU


EZB-Chef Jean-Claude Trichet stützt die angeschlagenen Euro-Staaten


Das ist aber nicht unsere einzige „verdeckte“ Leistung an das Euro-System. Vielmehr schenken wir unsere im Außenhandel erzielten Überschüsse den „Südflanken-Minderleistern“, die es bis heute nicht geschafft haben, Überschüsse im Außenhandel zu erzielen. Wir bezahlen ihnen (über die EZB) ihre ungedeckten Importe. Ergibt nochmals sechs Prozent unseres BIPs oder 150 Mrd. Euro.

Diese zehn Prozent unseres BIPs führen wir seit 1999 Jahr für Jahr ab. Macht in der Summe mehr als ein Jahres-BIP. Dafür mehren sich die Schlaglöcher in unseren Straßen, mindern sich die kommunalen Dienstleistungen und verteuert sich das Reisen mit der Staatsbahn. Wer berichtet darüber?

„Mit den Rettungsschirmen muss Schluss sein. Sie schonen nur fremde Gläubiger fremder Staaten.“
Aber unsere Bundesregierung hält das alles für richtig, und der Bundestag nickt es ab. Unfasslich für mich. Wir brauchen nicht länger Sonntagspredigten, sondern Realpolitik.

Erstens: Wir müssen darauf bestehen, wieder zu unseren natürlichen Standortkosten Wettbewerb betreiben zu können. Wenn wir modernere Arbeitsplätze haben als andere, müssen wir die damit verbundenen niedrigeren Kosten an den Markt bringen können.

Zweitens: Wir müssen aufhören, durch überhöhte Bankzinsen anderen Euro-Staaten die Zinsen zu subventionieren.

Drittens: Wir müssen unsere im Außenhandel erzielten Überschüsse wieder für uns behalten dürfen.Viertens: Mit den „Rettungsschirmen“ muss Schluss sein. Sie bewirken bei den betroffenen Volkswirtschaften, die allesamt durch den für sie überhöhten Außenkurs des Euro partiell wettbewerbsunfähig geworden sind, keine Besserung der Wettbewerbsfähigkeit, sondern schonen nur fremde Gläubiger fremder Staaten.

Deutschland muss zum Vor-Euro-Status des „Europäischen Währungssystems“ zurückkehren und eine Revision der EU fordern. Für den deutschen Bürger liegt die ultimative Verantwortung beim gewählten Bundestag, und dieser muss aufhören, sich ihr zu entziehen.http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-224…
23.06.2011, 12:01 Uhr

Angst vor Inflation
:
Zu viel Vorsicht schadet auch



Inflation in den 1920er-Jahren: Kinder lassen einen Drachen aus Geldscheinen steigen.
Quelle: SUPERBILD

Kaum etwas fürchten die Deutschen mehr als die Inflation. Die Angst ist weit verbreitet – dabei sie ist so gefährlich wie die Inflation selbst.


Quelle:
http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagest…
http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagest…
Wann hört das endlich auf?
Seit drei Jahren zittern wir um unser Geld!


Lehman-Pleite +++ Banken-Krise +++ Griechen-Pleite +++ Euro-Krise +++ Börsen-Absturz

Das Drama an den Börsen geht weiter, das Zittern bleibt.

Die Märkte erlebte am Montag erneut einen rabenschwarzen Tag. Der Dax fiel um 5 Prozent – am späten Nachmittag deutlich unter die wichtige Marke von 6000 Punkten. Asiens Börsen und die Wall Street brachen massiv ein.



http://www.bild.de/geld/wirtschaft/boersen-crash/boersen-beb…
Das hört erst dann auf, wenn es vorbei ist.
Man muß sich vor Augen halten, das unser Geldsystem eine Art Schneeballsystem ist, welches nur eine begrenzte Zeit funktioniert.
Das Zins uns Zinseszinssystem passt gut zur Spezies Mensch, da es gut zu Gier nach mehr passt, und einen gewissen Ansporn mitbringt.
Es wächst daher auch exponentiell, und muß von Zeit zu Zeit neu gestartet werden. Von daher gesehen ist alles ganz normal und verhält sich ganz nach Plan. Das dumme daran ist nur, das nicht alle Länder gleichzeitig "fertig" sind. bei einer einheitlichen Währung sollten eben alle Länder gleichzeitig resettet werden. Nachdem wir in Deutschland für eine riesige Summe haften müssen, wird das ganze auch icht mehr all zu lange dauern. Das heißt jetzt, wir müssen schleunigst schauen, das wir unsere paar Kröten so anlegen, das sie ihren jetzigen Wert behalten. ( Z.B. Solide Aktien mit Optionsscheinen absichern, und im falle eines crashes günstig nachkaufen, usw.) auch Land, Edelmetalle, Oldtimer...
NaJa, warten wirs mal ab........
Ja, aber was hat das mit der Thread-Überschrift zu tun?

Das ganze Thema Inflation ist doch nur Panik-Mache!

Man trichtert den Bürgern ein, dass deren Geld Gefahr läuft, immer weniger wert zu sein. Warum? ganz einfach - um den Konsum anzukurbeln. Die Leute sollen noch Ihre letzten Moneten auf den Markt schmeißen um Dinge zu kaufen die sie gar nicht brauchen. Am besten noch über Konsum-Kredit-Finanzierungen.

So ein Schmarrn. Denn dabei ist doch von Inflation überhaupt nichts zu spüren.

Alle reden davon dass Unmengen an Geld in die Märkte gepumpt werden. Aber stimmt das denn überhaupt?
Natürlich stimmt dies nicht. Denn das zusätzlich gedruckte Geld kommt ja beim Endverbraucher gar nicht an. Vieles wird ja nur als Garantie / Bürgschaft vorgehalten.

Und das simpelste Einmaleins bei Inflation ist doch, dass nicht nur die Konsumpreise steigen sondern auch die Löhne!

Und steigen die Löhne? Nein, tun sich nicht - im Gegenteil, sie stagnieren sogar.

Die wahre Gefahr ist die Deflation und nicht die Inflation.
Nur mit dem Unterschied dass es bei einer Inflation auch Gewinner gibt, bei einer Deflation gibt es nur Verlierer.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.049.155 von bradetti am 06.09.11 13:39:48Das ganze Thema Inflation ist doch nur Panik-Mache!

ich lach mich kaputt.
Seit Jahrzehnten feieren wir Inflation, spiralförmig schneller.
Irgendetwas anderes kann ich mir kaum vorstellen.

Hättest Du noch vor dem Euro (das ist so lange nun nicht her) jemandem gesagt,
er könne (siehe Starbucks und Konsorten) für eine Tasse Kaffee 6-7 DM auf eine Preisliste zu schreiben,
hätte er sich kaputtgelacht ob der Vorstellung. Heute schluckt das jeder.

Und wer weiß wieviel wir in 5 Jahren berappen? 30 DM?

Als dann: auf ein neues!

Sachwerte, Gold.
Aktien bei DAX 2000. Vorher nein.

PS.: Und nie nie niemals auf das hören, was sie Dir in der Bank erzählen ;-)

Gruß
Travis
1. Du solltest nicht nur Kaffee betrachten. ;)
2. Ich habe nicht geschrieben, dass wir in der Vergangenheit keine Teuerung hatten.

Mein Posting zielt auf die Panikmache seit der Finanzkrise ab!

Die Gefahr einer Inflation ist aktuell nicht größer als vor der Krise 2008! Die Politik und Wirtschaft argumentiert aber so.
Das Beispiel mit dem Kaffee für 7 DM ist gut... Man muss darüber wirklich mal ein paar Sekunden nachdenken.
Ich persönlich halte im Moment alle Szenarien für denkbar. Auch bei allen Assets.
Trotzdem hier die Frage. Welche Aktien "schützen" wirklich vor einer Inflation, welche würden von einer Mega-Inflation profitieren?
Vor allem auch im Emerging Markets Bereich suche ich nach Beispielen. Hier kann es Coca Cola, Nestle, Südzucker, Procter&Gamble, dann Exxon Mobil, Chevron und natürlich die großen Goldproduzenten sein. Also jeweils die Unternehmen, die Preissteigerungen weitergeben können oder Verursacher von Inflation sind. Hat jemand bessere Beispiele oder Meinungen? Welche Aktie im Dax schützt am besten vor Inflation?
Gruß, imagen
Nochmal imagen,

es wird keine von dir genannte "Mega-Inflation" kommen.

Schau mal in die Geschichte. Bevor eine richtige Inflation kam, gab es immer erst eine Deflation.

Und die Deflation muss mit allen Mitteln vermieden werden. Deswegen schrieb ich ja gestern, dass die Leute weiter kaufen sollen - deswegen wird die Inflations-Sau von den Regierungen durchs Dorf getrieben.

Denn wenn alle ihre paar Groschen horten würden, gäbe es bei den Konsumgütern einen Preisverfall. Aufgrund des Preisverfalls würden die Leute noch weniger kaufen, weil sie davon ausgehen würden, dass man später noch billiger kaufen kann. Dadurch geht der Absatz der Unternehmen nach unten, Umsätze auch, Kapazitäten wären zu hoch. Folge: Arbeitnehmer entlassen.

Eine Down-Spirale ohne gleichen käme in Bewegung. Und dagegen könnte keine Regierung - im Gegensatz zur Inflation - etwas tun!

Deswegen: Eine moderate Inflation kommt bzw haben wir ja schon. Diese ist aber nicht dramatischer als vor den Gelddruckaktionen der Notenbanken. Die regierungen wollen uns das nur weismachen ;)
....überall wird vor einer starken oder galoppierenden Inflation gesprochen.......alle die bewusst die 70er/80er jahre erlebt haben, wissen das die Inflationsrate (zu DM-Zeiten) hier deutlich höher war als heute......für 1jähriges Festgeld gab es 10% Zinsen
Anfang der 80er Jahre...die Inflation lag schon mal gern bei 5-7%
in dieser Zeit.....mein Vater hat damals eine 3 Zimmer Wohnung für
130.000 DM gekauft....die war ein paar Jahre später das doppelte Wert.......

In den USA gab es für eine 4 Jährige Festgeldanlage bis zu 16%
Zinsen..........

..........die letzten 10jahre lag die Inflation bei ca. 2%.....
so eine lange stabile Phase habe ich noch nie erlebt.........
auch damals wurde von verdeckter Inflation gesprochen......

Es gab auch ein schönes Buch von einem Paul C. Martin "Der Crash kommt" in dem er den Kollaps der Finanzsystem bis Ende der 90er jahre ausmachte........

jeder ziehe seine eigenen Schlüsse daraus

Grüße
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.055.035 von AndreasderPreusse am 07.09.11 15:21:12Paul C. Martin war tatsächlich ein Crash Prophet. Als der Crash dann im Oktober 1987 kam ging das
Schlauchen mit Calls Pleite!

Jeder ziehe seine eigenen Schlüsse daraus.
Danke für die interessanten Erläuterungen. Jedoch bin ich ein wenig missverstanden worden. Ich glaube nicht an eine Mega-Inflation, halte aber alle Szenarien für möglich. Die Wahrscheinlichkeiten bemesse ich im Moment anders.
Die Frage war jedoch theoretischer Art: Welche Aktien profitieren von Inflation, welche von einer galoppierenden Inflation? Das Ganze geht auch dahin, um sich vor einigen Szenarien abzusichern, auch wenn die Wahrscheinlichkeit hierfür für eher gering halte (z.B. Mega-Inflation). :look:
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.060.713 von imagen am 08.09.11 15:56:43Naja imagen,

grundsätzlich kann man sagen, dass Aktien (egal welche) einen besseren Inflationsschutz bieten als andere Anlagen!

Generell sollte man in solchen Phasen natürlich auf solide Qualitätstitel setzen. Wird es im Zuge einer solchen Inflation auch an den Börsen unruhig sollte man auf Versorger, Nahrungsmittelkonzerne oder Medizin-Dienstleister setzen, die Produkte anbieten, die auch in einer Krise benötigt werden. Also z.B. E.on, Nestle, FMC.

Natürlich nur meine Meinung.
Ich finde es interessant, dass seit Kurzem (oder kommt es mir nur so vor?) wieder vermehrt über Deflation gesprochen wird. Monate-, wenn nicht jahrelang war ja nur von Inflation zu hören.

Sammlung von aktuellen Blogbeiträgen zum Thema "Inflation vs. Deflation":

http://knudskapitalmarkt-kiste.blogspot.com/2011/09/inflatio…
Meine Meinung ist das wir die Inflation die letzten 10 Jahre schon hatten und das jetzt eine Deflation kommt. Danach natürlich wieder eine Inflation...
:eek: Inflation- Deflation was nun wirklich , keine weiß es :eek:

Wie die Inflation zum Trauma der Deutschen wurde

In der Euro-Krise wird die deutsche Urangst vor einer Inflation geweckt. Die Furcht vor der Teuerung gehört zu unserer Geschichte



Tief im kollektiven Gedächtnis eingebrannt: Die Hyperinflation im Jahr 1923

http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Weltlage/article13741180…
:D Durch Italiens Gnaden und Inflation wird der Euro gerettet :laugh::laugh:


25. Dezember 2011, 21:53, NZZ Online

«Die Zukunft des Euro hängt von Italien ab»

Wirtschaftsforschungsinstitute sind besorgt über die Schuldenkrise


Experten halten es für möglich, dass die Eurozone auseinanderbricht. (Bild: Keystone / EPA / Boris Rössler

Führende Wirtschaftsexperten warnen vor weiteren Gefahren durch die Euro-Schuldenkrise. Für den Chefökonomen der Deutschen Bank entscheidet sich die Zukunft des Euro in Italien. Gelöst werden könne das Schuldenproblem wohl nur durch höhere Inflation.

(dapd/Reuters) Der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) mahnt, die Krise sei «noch lange nicht ausgestanden». Vielmehr könne sie sogar «weiter eskalieren», sagte der Schweizer Thomas Straubhaar am Sonntag.


Schulden weginflationieren
Abtragen können die Staaten ihre Schuldenberge nach Einschätzung des Ökonomen Mayer wohl nur über einen Anstieg der Preise. Die Europäische Zentralbank (EZB) werde das Problem ähnlich lösen wie die amerikanische Notenbank Fed, sagte der Chefökonom weiter. «Sie wird einen Teil der Schulden über die Jahre weginflationieren.»

http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/eurozone_eu…
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.200.076 von GueldnerG45S am 30.10.07 10:40:49Habe zwei Pferdchen am Laufen und überlege mir noch zwei dazu zu nehmen.

Wie macht der Hengst ...?:laugh:
Ob Aktien in der Inflation ein Inflationsschutz sind, hängt auch vom Verhalten der Notenbanken ab. Wenn die Notenbanken zur Bekämpfung der Inflation die Leitzinsen erhöhen, werden Aktien trotz Inflation eher sinken. Dies kann man sehr deutlich am Verlauf der Charts z. B. des FAZ-Indexes in Deutschland während der 1970er Jahre erkennen, als die Inflation wegen der verschiedenen Ölpreiskrisen stark anstieg. Nur Rohstoffaktien und Goldaktien konnten deutliche Kursgewinne erzielen. Daneben natürlich auch der Rohstoff Gold.

Natürlich haben wir jetzt eine andere Situation. Wegen der hohen Staatsverschuldung und der allgemein krisenhaften Situation kann es sein, dass sich die Notenbanken nicht zu einer Zinsanhebung in der Lage sehen. In diesem Fall allerdings könnten Aktien auch ihre Inflationsschutzfunktion entfalten. Allerdings nur solange als die Inflation nicht zur Hyperinflation auswächst. Während der Hyperinflation in Deutschland während der 1920er Jahre waren Aktien als Inflationsschutz deutlich schwächer als Gold.

Im Vergleich zu reinen Geldanlagen waren Aktien natürlich stärker. Insbesondere wenn die jeweilige Gesellschaft Waren des täglichen Bedarfs herstellte. Ich habe vor einiger Zeit noch einen Bericht aus dieser Zeit gelesen. Danach zahlte eine kleine Gesellschaft, die eine Mehlmühle betrieb, ihre Dividende nicht in Bar, sondern in Mehl an ihre Aktionäre aus. In Zeiten der Hyperinflation war dies für die Aktionäre sicher ein Glücksfall.
Ich denke, dass die Situation der Eurozone von einigen Seiten bewußt überzeichnet wird. Im Falle Italien wird übersehen, dass die Italiener vor der Euroeinführung schon deutlich höhere Zinsen zahlen mußten, als heute. Wenn also gesagt wird, dass für Italien bei Zinsen oberhalb von sieben Prozent der Staatsbankrott droht, so verkennt man schlicht die Vergangenheit. Auch Deutschland hat im Jahre 1981 noch 10,50 % Zinsen für seine Anleihen bezahlt. Auch im Jahre 1992 hat Deutschland noch ca. 9 % für seine Anleihen bezahlt. Bekenntlich sind damals weder Italien noch Deutschland bankrott gegangen.

Wenn das Budget zur Zinszahlung nicht ausreichen sollte,so wird man schlicht die Steuern erhöhen und Leistungen kürzen. Beide Länder sind sehr reich, bzw. haben viele vermögende Bürger, die noch deutlich höher besteuert werden können. Darüber hinaus ist gerade von Italien bekannt, dass das Land von Staatsvermögen in Höhe von 1.800 Milliarden Euro verfügen soll. Dies würde nahezu ausreichen, die gesamte italienische Staatschuld zu tilgen. Ein großer Teil des italienischen Staatsvermögens besteht in Eigentum an börsennotierten Aktiengesellschaften. Natürlich wäre es nicht klug, diese zu den gegenwärtigen niedrigen Kursen zu verkaufen.

Ich gehe davon aus, dass von interessierter Seite die Krise nur geschürt wird, um die Wählerschaft auf die kommenden unangenehmen Maßnahmen vorzubereiten. Denn es würde Italien ja nicht nützen, sein Staatsvermögen jetzt zu veräußern, die Schulden zu tilgen, um dann in der mittleren Zukunft neue Schulden aufzuhäufen.Dann aber ohne Staatsvermögen.

Nein. Zusätzlich bedarf es schmerzhafter Eingriffe in die Ausgabenseite des Budgets und auch deutlicher Erhöhungen der Abgaben und Steuern. Dies alles kann man nur unter dem gegenwärtigen Druck der Märkte durchsetzen.
Der Euro sollte die Krönung des europäischen Binnenmarktes sein. Das Gegenteil ist eingetreten. In der Vor-Eurozeit haben die Wechselkurse stets für ein wirtschaftliches Gleichgewicht gesorgt. Die Überschußländer wie Deutschland werteten auf. Dies machte ihre Waren teurer und bremste den Export. Die Defizitländer mussten abwerten. Dies machte für sie den Import teurer und bremste deshalb auch den Import. Mit der Einführung des Euros ist dieser Bremsmechanismus entfallen und führte zu Ungleichgewichten zwischen Überschußländern und Defizitländern. Die Defizitländer haben ihre Defizite dann durch die übermäßige Ausgabe von Anleihen finanziert. Dies führte dann zu der bekannten Überschuldung.

Die beste Lösung wäre natürlich gewesen bei den nationalen Währungen zu bleiben oder den Euro nur für starke Länder einzuführen. Der Fehler wurde nun einmal gemacht und kann schwerlich wieder rückgängig gemacht werden. Die von einigen Seiten leichtfertig geforderte Rückkehr zu nationalen Währungen würde auf allen Seiten zu sehr starken verwerfungen führen, so dass dies aus meiner Sicht nicht zu empfehlen wäre.

Eine Möglichkeit wäre es, den Schuldenstaaten für eine gewisse Zeit zu erlauben, wieder Importzölle zu erheben. Dies würde es für die Verbraucher der Schuldenstaaten teurer machen, Waren aus den Überschußländern zu importieren und hätte so die Wirkung einer Abwertung der Währung. Gleichzeitig könnten die Schuldenstaaten so erhebliche Einnahmen generieren, die sie zur Schuldentilgung einzusetzen hätten.

Am besten wäre es sogar, diese Importzölle auf europäischer Ebene zu erheben und die Mittel dann in einen Schuldentilgungsfonds für die Schuldenstaaten fließen zu lassen. Da dieser Importzollfonds in der Zukunft ja mit hohen Einnahmen rechnen kann, könnte dieser Fonds sogar am Kapitalmarkt auftreten und selbst Anleihen ausgeben. Mit diesen wiederum könnten die gegenwärtigen Probleme für eine Übergangsfrist dann gelöst werden.

Dieser Vorschlag behebt einen Geburtsfehler des Euro - nämlich eine Währungsunion ohne politische Union - ohne dass der Euro abgeschafft werden müßte, was eine schmerzliche Operation für alle Seite wäre. Mit dem obigen Vorschlag könnte das Problem der Schuldenstaaten auf der Zeitachse ohne den Big Bang einer Euroauflösung schonender gelöst werden. Natürlich muss dies alles von strikter Budgetkontrolle etc begleitet sein. Die Kontrolle des Regelwerkes sollte man am besten dem IWF übertragen werden, damit die Härte des vorgeschlagenen Systems nicht von "Gutmenschen" unterlaufen werden kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.563.246 von kenkennard am 07.01.12 11:59:46Auch der Schweizer Franken wankt :rolleyes:

Schweizer Franken
Die Eidgenossen spielen mit dem Feuer


Montag, 09.01.2012, 06:11 · von FOCUS-MONEY-Redakteur Christian Bieker


Die Schweizer Flagge

Die Schweiz, ein Hort der Stabilität? Von wegen: Die Nationalbank hat fast unbemerkt die Geldmenge drastisch aufgebläht. Der Wert des Frankens ist in Gefahr.

http://www.focus.de/finanzen/boerse/devisen/tid-24632/schwei…
Zum Schweizer Franken. Es wird gesagt, dass der Wert des Schweizer Franken in Gefahr sei.

Genau dies ist ja die Absicht der Schweizer Zentralbank. Die Volkswirte gehen teilweise von einer Kaufkraftparität Euro/Schweizer Franken von etwa 1,60 aus. Damit wäre der Franken gegenüber dem Euro zur Zeit ca. 30 Prozent überbewertet. Den Schweizern ist es nur recht, wenn diese Überbewertung wieder abgebaut wird.

Der exportorientierten Wirtschaft der Schweiz wird dies nur gut tun. Jedenfalls kann man beobachten, dass seit dem Eingreifen der Schweizer Zentralbank die Schweizer Aktien sich positiv entwickelt haben.

Ich kann die Schweizer Nationalbank verstehen, wenn sie sich ihre Wirtschaft von Spekulanten, die den Schweizer Franken in ungerechtfertigte Höhen treiben, nicht zerstören lassen wollen.
Gemessen an der Kaufkraftparität ist auch der Euro noch gegenüber dem US-Dollar noch überbewertet.

Ein positiver Ausfluss der Staatsschuldenkrise im Euroraum ist, das diese Überbewertung nunmehr teilweise abgebaut wird. Einige Volkswirte wollen ausgerechnet haben, dass die Kaufkraftparität Euro/US-Dollar bei etwa 1,18 liegen soll. Dieser Kurs entsprach etwa dem Kurs bei der Einführung des Euro im Jahre 1999. Auch der letzte Tiefststand des Euro vor einiger Zeit lag mit 1,20 auf etwa dieser Höhe.

Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass der Euro noch deutlich unter diese Kursmarke fallen wird. Dies würde die deutschen Exporte in Südostasien deutlich steigern. Aus diesem Grunde werden die USA dies wohl leider verhindern.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.567.974 von kenkennard am 09.01.12 12:32:20:confused: Hat nicht der Euro die Wechselkursschwankungen ausgebeheblt, welches ja nach wie vor, wie wir sehen notwendig wäre :confused:
Es kommt darauf an, welche Kursschwankungen durch den Euro ausgehebelt worden sein sollen.

Wenn die Kursschwankungen zwischen Euro und US-Dollar gemeint sind, dann sind sie ja noch vorhanden. Es ist ja recht einfach eine Kontrollrechnung dahingehend zu machen, wo denn die DM gegenüber dem US-Dollar stehen würde, wenn es sie noch geben würde.

Bei einem Euro/Dollar Kurs von 1,27 ergibt sich folgende Rechnung.

1,00 dividiert durch 1,27 = 0,7874

Dieses Zwischenergebnis ist dann mit dem Euro/DM Umrechnungskurs in Höhe von 1,95583 zu multiplizieren. Dies ergibt dann einen rechnerischen DM/US-Dollar Kurs von 1,54.

Ein Kurs von 1,54 DM für einen Dollar weist einen im langfristigen Vergleich immer noch sehr hohen Stand für die DM bzw. den Euro aus.

Im Jahre 1953 wurde nach meiner Erinnerung der DM/US-Dollar Kurs in Höhe von 4,21 DM festgelegt. Dies war ein sehr niedriger Wechselkurs, der erst das deutsche Wirtschaftswunder möglich machte. Erst in den späten 1960er Jahren wurde dieses feste Wechselkursverhältnis gelöst und die DM wurde langsam stärker. Die höchsten Kurse, die die alte DM gegenüber dem Dollar erreichte lagen nach meiner Erinnerung im Jahre 1995 bei ca. 1,30 DM.

Diese Anstiege waren ökonomisch begründet und wegen der Langsamkeit der Bewegung auch ökonomisch zu verkraften. Diese Kursbewegungen beruhten auf den langfristigen Warenströmungen und berücksichtigten die deutschen Exportüberschüsse.

Dennoch darf nicht vergessen werden, dass uns dieser Wechselkursanstieg - natürlich zusammen mit steigenden Löhnen und Sozielleistungen wie längerer Urlaub - Millionen von Arbeitsplätzen in der Industrie gekostet hat. Ich erwähne hier nur optische Industrie
wie Kameras und Ferngläser, Textilindustrie, Schiffsbau, Chemie, Pharmazie, Schuhindustrie, Fernsehgeräte, Kühlschränke, Elektroherde unsw.. Diese Liste kann auch noch fortgesetzt werden.

Deutschland war in der glücklichen Lage, diese Arbeitsplatzverluste durch Schaffung von Arbeitsplätzen und eine niedrige Geburtenrate teilweise auszugleichen, so dass die Arbeitslosenzahl nicht zu hoch geraten ist.

Dies waren also Wechselkursveränderungen über einen langen Zeitraum, die den fundamentalen Daten folgten. Gegen solche Wechselkursveränderungen ist nichts einzuwenden. Sie sind sogar notwendig. Seit der Globalisierung und der grenzenlosen Ausweitung des Derivatehandels ist dies aber anders. Heute werden täglich Devisen in einer Größenordnung gehandelt, die ein vielfaches der täglichen Warenstöme ausmachen.

Hier sind Zocker am Werk, die sich von den fundamentalen Daten vollkommen gelöst haben. Hier habe ich für die Zentralbank volles Verständnis, dass man versucht dies zu unterbinden.
Eine andere Frage ist natürlich die Schwankung zwischen den Überschussländern und den Leistungsbilanz-Defizit-Staaten der Eurozone.
Hier hat die Ausschaltung der Wechselkursschwankungen tatsächlich fatale Folgen, wie man zur Zeit sehen kann.

Aber auch hier muß man sich nach der Alternative fragen lassen. Ich erinnere mich genau an die Vorgänge des Jahres 1992/1993. Damals gab es noch keinen Euro. Aber es gab das Europäische-Wechselkurs-System. Hier hatten die Länder der damaligen Europäischen Gemeinschaft vereinbart, ihre Währungen lediglich in sehr engen Grenzen schwanken zu lassen.

Damals führte die Bundesbank wegen der Geldmengenausweitung durch den Anschluss der DDR an das Währungsgebiet der DM zur Vermeidung einer Inflation eine Hochzinspolitik durch. Nach meiner Erinnerung erreichten Bundesanleihen damals in der Spitze 9,25 % Zinsen. Diese hohen Zinsen führten zu Geldzuflüssen in Deutschland und zu Geldabflüssen in den Partnerländern. Dies wiederum führte dazu, dass England und Italien das EWS-System verlassen mussten und ihre Währungen über Nacht um 25 % abgewertet haben.

Dies ist der vordringliche Grund, warum in den Jahren 1993 bis 2003 die Arbeitslosenzahlen sich in der Spitze auf mehr als 5 Millionen Personen verdoppelt haben. Dies wiederum belastete natürlich die Sozialkassen enorm.

Es ist klar, dass eine Abwertung von mehr als 25 % über Nacht in wichtigen deutschen Handelspartnerländern, dazu führte, dass der deutsche Absatz in diesen Ländern zusammen gebrochen ist.

Mit der Euroeinführug wurde dieses Problem gelöst. Dafür haben wir jetzt andere Probleme mit den Schuldenstaaten.

Es ist aber klar, dass die Euroeinführung aus diesen Gründen von der deutschen Exportindustrie klar unterstützt wurde.
Der Fehler war natürlich, dass man die Währungsunion keine politische Union zur Seite gestellt hat.

In der Bundesrepublik Deutschland haben wir ja auch große Unterschiede in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg. Dies wird dann durch Ausgleichszahlungen und den Länderfinanzausgleich geregelt.

Mir ist klar, dass dies bei den gegenwärtigen Umständen weder anzustreben noch durchsetzbar ist.

Dennoch ergibt sich, dass die Euroeinführung offenbar ein Problem gelöst hat, dagegen auch ein anderes schwerwiegendes Promlem geschaffen hat.

Natürlich kenne auch ich keine Patentlösung für diese Problematik. Man kann natürlich von Deutschland und den anderen Geberländern nicht verlangen, dass sie die Haftung für Schulden der Defizitstaaten immer weiter anheben. Andererseits wäre es natürlich für alle - auch für Deutschland - mit schweren negativen Folgen verbunden, wenn einzelne Länder die Eurozone verlassen müßten.
Zitat vonkenkennard: Während der Hyperinflation in Deutschland während der 1920er Jahre waren Aktien als Inflationsschutz deutlich schwächer als Gold.


Das stimmt meiner Meinung nach nicht, gerade in der hyperinflationären Phase 1922/1923, hat der Aktienindex des Stat. Reichsamtes das Gold deutlich outperformt;)

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Goldpreis#Geldanlagen_versus_In…
Mir ist nicht bekannt auf welche Statistik mein Vorredner diese Aussage stützt. Es gibt hierzu verschiedene Veröffentlichungen. Nachstehend möchte ich eine Tabelle wiedergeben, die ich bei Wikipedia gefunden habe.

In dieser Tabelle wird für den zeitraum 1913 bis 1923 die Preisentwicklung des Goldpreises pro Unze in Papiermark und die Entwicklung und die Entwicklung des Aktienindexes des Statistischen Reichsamtes gegenüber gestellt.

Jahr Aktienindex Goldpreis

1913 100 86,81
1919 127 966,74
1920 244 1.508,91
1921 731 3.967,19
1922 8.981 156.870,00
1923 26,89 Billionen 86,81 Billionen

Es ist zu erkennen, dass beide Werte unterschiedliche Steigerungsintervalle hatten. Dennoch läßt sich unschwer erkennen, dass der Goldpreis im Betrachtungszeitraum etwa dreimal so stark steigerte wie der Aktienindex. Der Aktienindex erreicht nur einen Wert von 26,89 Billionen, wogegen der Goldpreis 86,81 Billionen Papiermark pro Feinunze nach dieser Aufstellung kostete.

Interessant in dieser Tabelle ist noch die Entwicklung der Konsumentenpreise. Diese steigen nämlich von 100 im Jahre 1913 auf etwa
124 Billionen im Jahre 1923.

Dies bedeutet nichts anderes, als dass weder mit Aktien noch mit einer Goldanlage der volle Wert der Kaufkraft des Geldes mit Stichtag 1913 erhalten werden konnte. Allerdings war in dem Betrachtungszeitraum die Fähigkeit des Goldes als Wertspeicher zu dienen erfolgreicher als die Aktienanlage.

Beide Sachwerte waren allerdings weitaus erfolgreicher als Wertspeicher als Geldanlagen, die eben vollständig auf null gefallen sind.
Leider ist meine obige Tabelle nicht gut gelungen. Deshalb werde ich sie hier noch einmal deutlicher darstellen.

Aktienindexentwicklung

1913 = 100
1919 = 127
1920 = 274
1921 = 731
1922 = 8.981
1923 = 26,89 Billionen

Goldpreisentwicklung pro Unze in Papiermark

1913 = 86,81
1919 = 966,74
1920 = 1.508,91
1921 = 3.967,19
1922 = 156.870,00
1923 = 86,81 Billionen

Zur Erläuterung ist noch zu sagen, dass die Goldpreiserhöhung in Papiermark ausschließlich auf die Kursverluste der Papiermark gegenüber dem US-Dollar zurück zu führen ist. In Dollar blieb der Goldpreis nämlich konstand, da zur dieser Zeit in den USA keine Inflation zu verzeichnen war.

Das Zurückbleiben des Aktienindexes ist wohl mit der zunehmenden Steuerbelastung zu erklären, die die Reichsregierung wegen der hohen Reparationsforderungen der Kriegsgegner den Firmen auferlegen mußte.
Entschuldigung. Ich sehe gerade, dass mein Vorredner die gleiche Tabelle, die auch ich benutzt habe, mit dem Forum verlinkt hat. So kann ja jeder diese Tabelle einsehen und feststellen, dass meine Zahlenangaben zutreffend sind.

Meines Erachtens darf man die Entwicklung nicht nur auf die Jahre 1922/23 verkürzen und muss sich die gesamte Periode ansehen. Aber auch die Entwicklung dieser beiden Jahre zeigt doch deutlich, dass die Steigerung des Goldpreises weitaus höher lag als die Steigerung des Aktienindexex.

Wegen der Steuerbelastungen, die auf Aktienkursentwicklungen liegen ist dies aber auch verständlich.
Wenn man bedenk, das Steuern immer nur auf nationaler Ebene erhoben werden und Firmen immer einen nationalen Sitz haben. Gold jedoch global gehandelt wird und man es gut unter dem Kissen packen kann.

Papiergeld solange gedruckt werden kann, wie auch Bäume da sind oder wie damals einfach über vorhandene Scheine ne neue Zahl gedruckt wird. Gold aber ein begrenztes Gut ist.

USA versuchte ihre Währung an Gold zu koppeln und es aufgeben musste, weil einfach nicht genug Gold für ihre Papierzahlen vorhanden war. Das sagt schon alles.

Gold wird immer stabil sein. Währungen und Regierungen gehen. Aber Gold bleibt Gold und Papier ist nur ein Versprechen, das es auch was Wert ist. Aber dieses Versprechen fiel sehr oft in vielen Währungen ins Nirwana.

Ich kann Gold sicher in Zukunft immer tauschen, weil es so schön glänzt. Aber Papier werde ich selbst mit den schönsten Bildchen auf dem Schein - im Notfall net los!

Deswegen wird Gold immer Papier outperformen.

Wenn ich bedenke wieviel Gold auf der Welt existiert und wie lange es brauchte die 2 Schwimmbecken zu sammeln - dann weiß ich. In 10 Jahren ist das Zeug mehr wert als heute, auch wenn es kurzzeitig fallen sollte. Aber das Papier von irgend nem Land - ka was das Wert sein sollte.

Ganz blöd. Lass mal nen Meteor auf die USA ballern. Hast du dann lieber Gold oder deren Papier in der Hand oder ne Frima die den Sitz dort hat? Ich weiß sehr extrem gedacht - aber so kann man bildlich den schnellen Fall einer Nation/ Unternehmens darstellen und was man am Ende hat.

Heutzutage sind die Aktiengesellschaften globale Player - Die verkraften sicher auch einen Ausfall eines Landes. Dies geht nur - wenn diese nicht national aufgestellt sind ;O) Aber da gibt es genügend^^

Gerade in einer Hyperinflation haben die Aktien einen entscheidenden Vorteil - man kann sie durch Verkauf schnell in Geld wandeln und angefangen bei ner kleinen Einheit und net gleich ner Unze. Falls nicht gerade nen Goldverbot ist ;O)

Deshalb finde ich die Diskusion ob Gold oder Aktien unpassend ;O)

Ich würde einfach einen Mix machen. Aktien und Gold. Gerade in Zeiten des größten Chaos gewinnen oft die körperlich Starken, wenn die schlauen keinen Plan machen!

Gold kann man klauen - es ist einfach weg. Aktien --> Kauf / Verkauf / Abhebung -- kann man nachvollziehen.

Deshalb ist mein Plan so:

Geld das zuviel ist kommt in Gold. Alles was ich für ein Jahr brauche um meine Brötchen zu kaufen, kommt in Aktien ;o). Und wenn man genug hat. Wie wärs mal mit fruchtbares Ackerland ;O) - Gibt es dort auch ne Statistik? Denn normalerweise werden Bauern so gut wie nie geschröpft ;O) Da dort das Essen herkommt.

Alles nur Gedankengänge - vielleicht war der ein oder andere Ansatz für ne Diskusion dabei ;O)

Danke

Immo habe ich noch an der Jahresgrenze für Aktien zu kämpfen ;o)
Die Preisentwicklung der Lebenshaltungskosten im Zeitraum 1913 bis 1923 kann man der hier diskutierten Tabelle ja auch entnehmen. Ein Warenkorb der im Jahre 1913 100 Papiermark kostete, stieg bis zum Jahre 1923 auf den Gesamtpreis von 124,70 Billionen Papiermark.

Eine Anlage von 100 Papiermark im Jahre 1913 stieg bis zum Jahr 1923 auf lediglich 26,89 Billionen Papiermark. Gegenüber 1913 erzielte der Aktienanleger also einen Realverlust von ca. 80 Prozent. Eine Goldanlage von 100 Papiermark im Jahre 1913 wies im Jahre 1923 einen Wert von ca. 100 Billionen Papiermark aus. Gegenüber 1913 erzielte der Goldanleger einen Realverlust von ca. 20 Prozent.

Auf den ersten Blick erscheint die Anlage in Gold tatsächlich einen Großteil des Geldwertes von 1913 gesichert zu haben. Dies ist aber nur in der Theorie so. In den 1920er Jahren und auch später im Dritten Reich unterlag Gold einem Besitzverbot und auch einem Handelsverbot. Ein Verstoß gegen diese Verbote konnte mit deutlichen Strafen belegt werden. Im Dritten Reich stand hierauf sogar die Todesstrafe. Einzelheiten zum Goldverbot in Deutschland kann man auch bei Wikipedia nachlesen.

Unter diesen Umständen ist es wohl klar, dass man als Goldverkäufer z. B. wenn man bei einem Bauern seine Goldmünzen gegen Lebensmittel eintauschen wollte, eben nicht den offiziellen Goldpreis erhielt. Vielmehr wird sich dieser Bauer, der ja auf der besseren Seite stand, da der Goldverkäufer ja unter Hunger litt, das erhöhte Risiko mit hohen Abschlägen auf diesen Goldpreis bezahlen lassen.

Eine viel bessere Wertsicherung des Geldwertes hätte man wohl erzielt, wenn man im Jahre 1913 sein Geld in Dosennahrung und andere über lange Jahre haltbare Lebensmittel und Alkoholika investiert hätte. Denn der Besitz dieser Waren war zu keinem Zeitpunkt mit Strafe belegt. Auch der rechtzeitige Kauf eines Bauernhofes, der eine Vielzahl von Lebensmitteln und Fleisch selbst produziert, hätte die Kaufkraft des Papiergeldes von 1913 gesichert.

Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass in dieser Zeit das Rechtssystem in großen Teilen zusammen gebrochen war. Aufstände und Putschversuche erschütterten das Land. Deshalb war der Besitz der oben genannten Wertgegenstände - wegen der Vielzahl der bewaffneten kriminellen Elemente - auch sehr risikoreich. Also war man gut beraten, sich zum Schutz dieser Gegenstände auch mit ausreichend Waffen zu versorgen.

Der Durchschnittsbürger wäre wohl nicht in der Lage seinen Besitz mit der Waffe in der Hand gegen bewaffnete Kriminelle zu verteidigen. Deshalb mag der von der Bank verwaltete Aktienbesitz für die überwiegende Mehrzahl der Bürger doch das adäquate Mittel der Wertsicherung gewesen sein.

Ich gehe davon aus - bin aber nicht sicher -, dass es sich bei dem Aktienindex des Statistischen Reichsamtes um einen Preisindex handelt. Auf die Aktienkursentwicklung wären also noch die Dividenden aufzuschlagen. Kleinere Privat-Aktiengesellschaften zahlten in dieser Zeit ihre Dividenden in Sachwerten. So erhielten die Aktionäre einer Mehlmühle als Dividende Mehl. Eine kleinere Privatbrauerei zahlte ihre Dividende an die Aktionäre in Bier.
Wenn es sich aber um die Anlage von freien - also in vielen Jahren nicht benötigten - Geldmitteln geht, die man einfach verstecken kann, wäre die Goldanlage eine gute Anlage gewesen.

Gleiches konnten die Anleger in dieser Zeit aber auch mit einem Konto in der Schweiz, welches auf Dollar oder Frankenbasis geführt wurde, erreichen. Hier war das Geld sicher aufgehoben und man konnte die radikale Abwertung der Papiermark vermeiden. Viele Bürger, die in der Nähe der Schweizer Grenze lebten, haben dies wohl auch gemacht.

Für die nicht so betuchten war dies wohl kein gangbarer Weg. Bei den niedrigen Einkommen von Arbeitern und Angestellten, die die weite Mehrzahl der Bevölkerung bilden, konnten damals keine nennenswerten Erpsarnisse gebildet werden. Ihnen blieb wohl nur der Weg der Dosennahrung.
Zitat vonkenkennard: Meines Erachtens darf man die Entwicklung nicht nur auf die Jahre 1922/23 verkürzen und muss sich die gesamte Periode ansehen. Aber auch die Entwicklung dieser beiden Jahre zeigt doch deutlich, dass die Steigerung des Goldpreises weitaus höher lag als die Steigerung des Aktienindexex.


Nochmal, wenn Du die Wertentwicklung Aktien vs. Gold während der deutschen Hyperinflation vergleichst,dann reden wir hier von einem Zeitraum 1920-1923.
In dieser Zeit haben deutsche Aktien den Goldpreis um ca. 70 Prozent outperformt und einen Kaufkraftgewinn generiert. Während sich der Goldpreis am Anfang der Hyperinflation etwas besser als der Aktienindex entwickelte,so stieg der Aktienindex in der finalen Phase 1922/1923 gegenüber Gold massiv an.
Anders sah das in Zeiten starker Inflation, wie 1970-1980 aus, als die Notenbanken am Ende mit steigenden Leitzinsen gegensteuerten. Hier konnte man mit Gold und vor allem mit Silber einen massiven Kaufkraftgewinn generieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.597.098 von Targo am 15.01.12 19:47:03Ganz vergessen, noch ein Link dazu, der sich mit dem Thema auseinandersetzt:

http://www.goldseitenblog.com/daniel_haase/index.php/2011/02…
Nachstehend zeige ich einmal die Entwicklung der Lebenshaltungskosten aus der hier diskutierten Tabelle in Papiermark.

1913 = 100
1918 = 337
1919 = 566
1920 = 1.158
1921 = 1.928
1922 = 68.506
1923 = 124.70 Billionen

Dies bedeutet, dass die Preise schon im Zeitraum 1913 bis 1918 auf das dreifache gestiegen waren.

Wenn ich mir überlege, mein Geld in vor der Inflation in Sicherheit zu bringen, werde ich dies bereits im am Beginn des Inflationszeitraumes tun. Es erst im Zeitraum 1920-1922 zu tun, wenn der größe Teil des Geldwertes bereits vernichtet ist, ist aus meiner Sicht unsinnig.

Deshalb bleibt es dabei, dass das letzte Normaljahr vor Beginn der Inflation - nämlich 1913 - und des letzte Jahr der Hyperinflation - hier nämlich 1923 zu betrachten ist.

Dies führt nun einmal zu dem eindeutigen Ergebnis, dass keine Anlage eine vollen Wertausgleich für die Kaufkraftverluste der Papiermark erbringen konnte. Bei Aktien führte dies eben zu einem Realverlust von etwa 80 %. Bei Gold lag dieser Realverlust bei 20 Prozent. Und eine Anlage in deutschen Forderungspapieren führte zu zu einem Verlust von einhundert Prozent.

Anders sah dies bei Forderungspapieren in damals stabilen Währungen wie dem Dollar und dem Schweizer Franken aus.

Natürlich kann man sich durch eine willkürliche Auswahl des Zeitraumes das für das Ergebnis der eigenen Argumentation passende Ergebnis zurecht biegen.

Ob dies allerdings sinnvoll ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Zitat vonkenkennard: Wenn ich mir überlege, mein Geld in vor der Inflation in Sicherheit zu bringen, werde ich dies bereits im am Beginn des Inflationszeitraumes tun. Es erst im Zeitraum 1920-1922 zu tun, wenn der größe Teil des Geldwertes bereits vernichtet ist, ist aus meiner Sicht unsinnig.

Deshalb bleibt es dabei, dass das letzte Normaljahr vor Beginn der Inflation - nämlich 1913 - und des letzte Jahr der Hyperinflation - hier nämlich 1923 zu betrachten ist.

spapieren in damals stabilen Währungen wie dem Dollar und dem Schweizer Franken aus.





->Alles klar, Du hättest also im Jahre 1913 als deutscher Investor den 1.Weltkrieg, dessen Verlauf,die deutsche Niederlage und den Versailler Vertrag icl. aller Nebengeräusche vorhergesehen :laugh:
Hallo Targo,

vorab möchte ich mich für die Verlinkung der Tabellen mit diesem Forum noch einmal herzlich bedanken. Dies ermöglicht es, die interessante Diskussion mit guten Fakten zu untermauern.

Natürlich konnte ein Investor im Jahre 1913 die nachkommende Entwicklung der Folgejahre nicht voraussehen. Aber es gibt doch zwei Fakten, die man der von Dir beigefügten Tabelle entnehmen kann.

Einmal ist doch die Entwicklung des Preisindexes für die Lebenshaltung, wie ich ihn oben aus der Tabelle noch einmal dargestellt habe, eindeutig insofern als sich der Preisindex von 100 im Jahre 1913 bis auf 337 im Jahre 1918 mehr als verdreifacht hat. Zwischenwerte für die Jahre 1914, 1915, 1916 und 1917 weist die Tabelle leider nicht aus. Auch damals gab es schon Menschen, die mit Charts gearbeitet haben. Bei einer solchen Entwicklung hätte man sicherlich schon einige Jahre vor 1918 erkennen können, dass die Preisentwicklung deutlich nach oben zeigt.

In einem zweiten Schritt hätte ein charttechnisch orientierter Anleger dann nach einer Anlage gesucht, die im Zeitraum von 1913 bis 1918 ebenfalls nach oben tendierte. Wie man Deiner Tabelle entnehmen kann, sind Aktien ja im Zeitraum 1913 bis 1918 von 100 auf zunächst 88 gefallen. Dies wird mit den Kriegsereignissen zusammen hängen.

Gold hingegen tendierte sofort mit der Preisentwicklung nach oben. Wie wir der Tabelle entnehmen können, stieg der Goldpreis im Zeitraum 1913 bis 1918 von 86,81 Papiermark auf 171,15 Papiermark. Der Goldpreis folgte zwar nicht vollkommen der Preissteigerungsrate, die sich in diesem Zeitraum ja verdreifachte, konnte sich aber immerhin verdoppeln und performte damit immerhin besser als der Aktienmarkt.

Die Charttechnik stand damals noch in den Kinderschuhen. Aber immerhin wurde die Dow-Theorie schon vor mehr als einhundert Jahren entwickelt und hierzu mußte man Charts verwenden.

Aber immerhin war es für die Leute der damaligen Zeit ja viel einfacher in gold zu investieren als es für uns heute ist. Denn damals - vor dem ersten Weltkrieg und auch noch während des Ersten Weltkrieges - waren ja Goldmünzen als gesetzliches Zahlungsmittel im Umlauf. Sehr bekannt sind ja die 20 Mark Münzen.
Lieber Targo,

abschließend habe ich noch eine Frage. Du schlägst ja vor, die Performance von Aktien und Gold im Dreijahreszeitraum 1920-1922 zu ermitteln.

Warum sollen wir dies denn nicht für den Zeitraum 1921-1923 tun. Diese drei Jahre hatten ja schließlich - wie die obige Tabelle der Entwicklung der Lebenshaltungskosten zeigt - die höchste Inflation aufzuweisen.

In diesem Dreijahreszeitraum hat aber wiederum Gold weit besser performt als der Aktienindex. Hierzu noch einmal die Vergleichswerte.

Der Aktienindex des Statistischen Reichsamtes wies 1921 einen Wert in Höhe von 731 aus und endete 1923 bei einem Wert von 26,89 Billionen.

Der Goldpreis für eine Unze Gold startete nach der Tabell im Jahre 1921 mit 3.967,19 Papiermark und endete 1923 mit 86,81 Bilionen Papiermark.

Wenn wir uns also auf die drei Jahre mit der höchsten Inflationsentwicklung konzentrieren, entwickelt sich der Goldpreis um einige Hundert Prozent besser als der Aktienmarkt.

Weiter oben hatte ich die These aufgestellt, dass in Zeiten der Hyperinflation der Goldpreis sich deutlich besser entwickelt als der Aktienmarkt. Diese These konnte mit Hilfe der von Targo zur Verfügung gestellten Tabelle nunmehr eindrucksvoll nachgewiesen werden.
Zitat vonkenkennard: Lieber Targo,

abschließend habe ich noch eine Frage. Du schlägst ja vor, die Performance von Aktien und Gold im Dreijahreszeitraum 1920-1922 zu ermitteln.

->wo habe ich dies getan :confused:


Zitat vonkenkennard: Warum sollen wir dies denn nicht für den Zeitraum 1921-1923 tun. Diese drei Jahre hatten ja schließlich - wie die obige Tabelle der Entwicklung der Lebenshaltungskosten zeigt - die höchste Inflation aufzuweisen.

->hab ich doch getan, lies nochmal nach ;)

Zitat vonkenkennard: In diesem Dreijahreszeitraum hat aber wiederum Gold weit besser performt als der Aktienindex.

->stimmt nicht;)

Zitat vonkenkennard: Hierzu noch einmal die Vergleichswerte.

Der Aktienindex des Statistischen Reichsamtes wies 1921 einen Wert in Höhe von 731 aus und endete 1923 bei einem Wert von 26,89 Billionen.

Der Goldpreis für eine Unze Gold startete nach der Tabell im Jahre 1921 mit 3.967,19 Papiermark und endete 1923 mit 86,81 Bilionen Papiermark.

->rechne nochmal nach ;)
Hallo Targo,

ich habe die Zahlen für diesen für den Zeitraum 1921-1923 noch einmal überpüft.

Mir war wohl ein Eingabefehler unterlaufen. Deshalb muss ich einräumen,
dass für diesen Zeitraum, der Aktienindex tatsächlich etwa 70 Prozent besser tendiert hat als der Goldpreis.

Vielen Dank für die Berichtigung meines Fehlers. In einer solchen Diskussion sollte man ja nach Möglichkeit mit den richtigen Zahlen arbeiten.

Hierzu hast du einen wichtigen Beitrag geleistet.
Ein bisschen aus dem Kontext gegriffen, aber sehr passend in diesen Thread:


"...Um der Sackgasse zu entkommen und die Krise des Finanzkapitalismus kritisch untersuchen zu können, scheint es angebracht, ganz von vorne anzufangen und die Ausgangssituation der Finazialisierung zu analysieren, den Punkt, an dem die Profite begannen, ohne Akkumulation anzuwachsen. Es ist mit anderen Worten notwendig, die Finanzialisierung als die Kehrseite einer Entwicklung der Produktionsweise zu begreifen, deren Durchsetzung in der Krise des Fordismus ihren Anfang nimmt, in einer Situation also, in der das Kapital nicht mehr in der Lage ist, der lebendigen Arbeit, der Lohnarbeit in der Fabrik, unmittelbar Mehrwert abzupressen. Die These, die hier entwickelt werden soll, lautet also: Die Finanzialiserung ist kein unproduktiver und/oder parasitärer Umweg zu wachsenden Anteilen des Mehrwerts und der kollektiven Rücklagen, sondern vielmehr die Form der Akkumulation des Kapitals, die den neuen Produktions- und Wirtschaftsschöpfungsprozessen entspricht.
Die aktuelle Finanzkrise ist insofern nicht so sehr als die Implosion eines ausbleibenden Akkumulationsprozesses, sondern vielmehr als ein Infarkt der Kapitalakkumulation zu interpretieren."


Dies und vieles mehr schreibt Christian Marazzi in seinem Buch 'Verbranntes Geld'.
Dies ist keine Werbung, aber ich kann dieses Buch persönlich nur sehr empfehlen!
Wir konnten in der vorstehenden Diskussion also einen unterschiedlichen Verlauf in der Reaktion der Sachwerte Aktienindex und Gold auf das Vorkommen der Hyperinflation feststellen. Im Anfang der Inflation im Zeitraum 1914-1918 stieg der Goldpreis unmittelbar mit der Inflation an, wogegen der Aktienindex in diesem Zeitraum sogar gefallen ist. Erst in den späten Jahren der Inflation zeigt sich der Aktienindex stärker als der Goldpreis. Ich habe mir einmal einige Gedanken darüber gemacht, wie dies wohl fundamental zu begründen ist.

Wir haben festgestellt, dass der Goldpreis in Dollar mit ca. 20 Dollar je Unze im gesamten Zeitraum konstant war. Hieraus kann man folgern, dass der Anstieg des Goldpreises in Papiermark ausschließlich auf den Kursverlust der Papiermark gegenüber dem US-Dollar in dieser Zeit zurück zu führen ist. Als sich dieser Kursverlust verlangsamte, verlangsamte sich folgerichtig auch der Anstieg des Goldpreises in Papiermark.

Der Aktienindex hingegen fiel in den Jahren 1914-1918 zunächst zurück. Dies mag damit zusammenhängen, dass die Wirtschaft in den Jahren des Ersten Weltkrieges überwiegend für die deutsche Kriegswirtschaft und nicht für den Export arbeiten konnte. Nach dem Krieg änderte sich das und führte auch zu einem Anstieg des Aktienindexes. Dennoch blieb der Anstieg der Aktien zunächst noch hinter dem Gold zurück. Dies mag damit zusammen hängen, dass die Unternehmenssteuern wegen der Reparationsforderungen an das Deutsche Reich erhöht wurden. Ferner können Unternehmen in der Anfangsphase einer Inflationsentwicklung - wegen bestehender Verträge - ihre Preise oft nicht in erheblichem Umfang an die Inflationsentwicklung anpassen.

Dies ändert sich in der späteren Phase der Inflation. Jetzt können die Unternehmen ihre Preise anheben. Zusätzlich "verdienen" sie - je länger die Inflationsphase bzw. der niedrige Kurs der Mark gegenüber dem US-Dollar anhält - im täglichen Umsatzprozess und im Zeitablauf gemessen an ihrem ursprünglichen Eigenkapital weiterhin zusätzliche Einheiten. Dies bedeutet, dass sie auch dann weiterhin an dieser Entwicklung zusätzlich "verdienen", wenn der Kurs des US-Dollars dann längere Zeit auf dem dann sehr niedrigen Niveau verharrt. Für den Goldpreis bedeutet hingegen die Stagnation des US-Dollars auf diesem niedrigen Niveau ein Ende des Anstieges.

Zu diesem Zeitpunkt wäre aus anlagetechnischer Sicht also ein Switch vom Gold zu exportorientierten Aktien das Gebot der Stunde gewesen. Allerdings war dies praktisch sehr schwierig wegen des bestehenden Verbotes von Goldbesitz und Goldhandel in dieser Zeit
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.629.368 von kenkennard am 22.01.12 15:56:26
:confused: Kommt nicht bald eine Währungsreform :confused:


Währungsreform--Bargeld abliefern--wie war das damals
Ablieferung von Bargeld und Anmeldung von Reichmarkkonten bei Geldinstituten


am 23.06.1948 wurde das Geld bei uns umgetauscht
Die Geschichte zeigt, dass man eine Währungsreform nie ganz ausschließen kann.

Wie diese Währungsreform dann zu beurteilen ist, kommt auf die Gestaltung dieser Währungsreform an.

Für die meisten Bürger der ehemaligen DDR war ihre Währungsreform, in der sie im Jahre 1990 ihre Ostmark in die wertvolle DM umtauschen durften, sicherlich eine positive Währungsreform.

Die Währungsreform von 1948 ist ebenfalls differenziert zu betrachten.
Die Besitzer von großen Geldwerten in Reichsmark waren sicher große Verlierer. Für die große Masse der besitzlosen Bevölkerung war diese Währungsreform wohl eher ein positives Ereignis. Vor der Währungsreform waren die Geschäfte leer und es konnten so gut wie keine Waren gekauft werden. Nach der Reform waren die Geschäft wieder voll von guten Waren. Darüber hinaus ermöglichte die DM den Start des "deutschen Wirtschaftswunders".

Eine neutrale Währungsreform war die Reform von 1958 in Frankreich. Hier erhielten die Franzosen für 10.000 alte Franken 100 neue Franken. Es wurden also einfach zwei Nullen gestrichen. Sonst änderte sich nichts.

Für die mittlere Zukunft wäre die Wiedereinführung der DM denkbar. Auch dies würde eine Mehrheit der Deutschen Bevölkerung wohl als positiv beurteilen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.814.361 von kenkennard am 27.02.12 19:29:49Für die mittlere Zukunft wäre die Wiedereinführung der DM denkbar. Auch dies würde eine Mehrheit der Deutschen Bevölkerung wohl als positiv beurteilen.

Unser Geld wir weg sein, wenn der Euro stirbt :cry:

27.02.2012, 12:27 Uhr | Spiegel Online


Der Mann und die Milliarden-Bombe

Vor gut einem Jahr entdeckte Hans-Werner Sinn ein gigantisches Risiko in der Bilanz der Deutschen Bundesbank. Seitdem kämpft der Ökonom dafür, das Thema ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Doch das Problem ist zu sperrig für eine Talkshow. Sicher ist: Das Risiko steigt weiter.



500 Milliarden Risiko für Deutschland
Nach Wochen hatte Sinn ein Bild zusammengefügt, das den Betrachter erschauern lässt: Innerhalb des eigentlich harmlosen Zahlungsystems zwischen den Notenbanken der 17 Euro-Länder haben sich seit Beginn der Finanzkrise 2007 gewaltige Ungleichgewichte aufgebaut: Während die europäischen Krisenstaaten Italien, Spanien, Irland, Portugal und Griechenland Defizite von insgesamt mehr als 600 Milliarden Euro aufweisen, sind die Forderungen der Bundesbank mittlerweile auf 498 Milliarden Euro gestiegen.

Eurozone aus den Fugen
So viel steht allerdings nur im schlimmsten Fall auf dem Spiel, etwa wenn der Euro komplett zerbricht. Wesentlich realistischer ist dagegen ein Austritt eines Landes, zum Beispiel Griechenlands. In diesem Fall müssten alle anderen Notenbanken gemeinsam die Schulden der griechischen Notenbank tragen. Die Bundesbank wäre gemäß ihrem Anteil an der Europäischen Zentralbank (EZB) mit rund 28 Prozent dabei. Bei 108 Milliarden Euro griechischer Verbindlichkeiten wären das etwa 30 Milliarden Euro.

Sinn liebt die Provokation. Doch man glaubt ihm, dass er sich in dieser Sache ernsthaft Sorgen macht. Er sitzt in einem Restaurant im Berliner Regierungsviertel. Auf dem Tisch hat er seinen Laptop aufgeklappt. Mit dem unteren Ende seines Kaffeelöffels zeichnet er die gelben und blauen Linien nach, die sich über den Bildschirm schlängeln. Sie sollen zeigen, wie sehr die Euro-Zone aus den Fugen geraten ist. "Das ist gefährlich", sagt Sinn, und seine Augen blitzen. Durch die Forderungen an die anderen Notenbanken sei Deutschland erpressbar geworden. "Jeder weiß jetzt, dass wir den Euro retten müssen - und zwar um fast jeden Preis."



http://wirtschaft.t-online.de/bei-der-bundesbank-schlummern-…
Es kann so kommen, wie es in dem vorstehenden Beitrag beschrieben ist.

Es kann aber alles auch ganz anders kommen.

Dies ist das Risiko mit dem wir leben müssen.

Wenn es denn sicher wäre, dass der Euro in der mittleren Zukunft zusammenbrechen würde, wäre die Situation ja ganz einfach. In diesem Fall brauchte man sein Kapital ja nur in stabile Währungen außerhalb des Euro-Raums - z. B. Australischer Dollar, Hongkong-Dollar oder Singapur Dollar - zu investieren. Und schon könnte man den Zusammenbruch des Euros in aller Ruhe abwarten.

Einen Verlust - gerechnet in Euro - würde man dann ja nur erleiden, wenn - entgegen den Erwartungen - der Euro zu neuen Höhenflügen ansetzen und gegen die oben genannten Beispielswährungen deutlich aufwerten würde. In allen anderen Fällen hätte man sein Euro-Kapital ja in Sicherheit gebracht.

Auch Gold und Silber könnten - da sie ja in US-Dollar - notieren eine gewisse Sicherheit gegen einen Verfall des Euros bieten. Bedenklich ist hierbei nur, dass bei einem Euro-Verfall ja zwingend auch mit einem Anstieg des US-Dollars gegenüber dem Euro gerechnet werden muss. Zeiten eines starken Dollars waren aber - zumindest in der Vergangenheit - mit einem Preisverfall des Goldes gerechnet in US-Dollar verbunden. Für Euro-Anleger könnte dies dann bedeuten, dass der Goldpreis - gerechnet in Euro - unter dem Strich unverändert bleibt.

Trotzdem gehört - allein aus Gründen der Sicherheit - auch ein gewisser Anteil von Gold in die Vermögensaufteilung.
Wenn man die obigen Befürchtungen hat, nutzt untätiges Klagen wohl nichts.

Man muss sich eine fundierte Meinung bilden und dann entsprechend dieser Meinung auch handeln.

Eine breite Streuung des Vermögens über mehrere Anlageklassen kann - nach den Erfahrungen der Vergangenheit - auch hilfreich sein.

Es ist eine alte Erfahrung in militärischen Auseinandersetzungen. Wer alles behalten will, wird alles verlieren.

Also muss entschlossen aber flexibel gehandelt werden. Erkennt man einen Irrtum in der eigenen Strategie, so muss man die Kraft haben, den Irrtum zu korrigieren.

Noch haben wir sicherlich ein gewisses Zeitfenster für entsprechende Aktionen.

Foren wie dieses hier können zur Meinungsbildung insoweit helfen, als man die hier gefundenen Meinungen durch eigene Quellenforschung überprüft und sich dann eine eigene Meinung bildet.
Einige Quellen deuten aber darauf hin, dass man wohl nicht den Weg einer Währungsreform gehen will.

Vielmehr deutet einiges darauf hin, dass man den weg über eine Vermögensabgabe gehen will.

Nach den Ermittlungen der Boston Consulting Group beträgt das Vermögen der Bürger in der Eurozone ca. 18.000 Milliarden Euro. Ferner hat BCG ermittelt, dass die Eurozone die Staatsschulden um ca. 6.000 Milliarden Euro senken müßte, um wieder auf eine tragbare Verschuldungsquote zu kommen. Global über alle Guthaben gerechnet müßte für die Eurozone also eine einmalige Vermögensabgabe von ca. 34 Prozent auf die vorhandenen Vermögen erhoben werden, um die Verschuldung der Euro-Länder wieder auf einen tragbaren Level zu bringen.

Quelle :

Plant das Finanzministerium die Enteignung Deutscher Sparer ?

Artikel von Udo Bergstein, vom 15.12.2011

gefunden auf www.boersennews.de
Diese beiden Lösungsansätze zeigen das Dilemma vor dem die Anleger zur Zeit stehen.

Einerseits könnte eine Inflationierung kommen an deren Ende möglicherweise eine Währungsreform steht.

Andererseits könnte das Schuldenproblem auch in einer gewaltigen Anstrengung durch eine einmalige große Vermögensabgabe gelöst werden.

Für beide Lösungen gibt es in den öffentlichen Quellen Anhaltspunkte.

Beide Lösungen bedürfen für den Anleger auch unterschiedliche Antworten.

Es ist also die Frage, ob wir eine Deflation oder eine Inflation bekommen. Die Frage ist zur Zeit aus meiner Sicht noch nicht abschließend zu beantworten.
Bei den nächsten Wahlen in der Bundesrepublik wird die gegenwärtige Koalition nach vorliegenden Umfragen wohl ihre Mehrheit verlieren.

Die Parteien, die dann im Bundestag eine Mehrheit haben werden, stehen nach ihren jeweiligen Programmen sowohl einer erweiterten Euro-Hilfe an Krisenstaaten als auch der Erhebung von Vermögensabgaben nicht gerade ablehnend gegenüber.
In den Köpfen der Politiker, bei der nächsten Währungsreform könnte
man auch gleich das Bargeld abschaffen und auf Bargeldloses (Vollelektronisch) bezahlen umstellen, per Handy, Chips und Karte
Vorteile
Kein Schwarzarbeit mehr möglich
Keine Geldfälschung
Bankenrun unmöglich, jede Transaktion wird nachfollzogen
Papier und Metall eingespart

Tolle Welt!!!könnte das kommen
Schwarzarbeit ist auch in diesem Falle weiter möglich.

Sie wird dann eben mit Sachwerten bezahlt.

Durch "Umwidmung" von Rechnungen ist auch weiterhin die Bezahlung von anderen als in der Rechnung genannten Zwecken möglich.

Steuerprüfer können hierüber einiges berichten.

Allerdings wird der Spielraum hierfür deutlich eingeschränkt.
Zitat vonFruehrentner: Alle Barvermögen, LV und Riesterverträge am besten auflösen und in GOLD (physisch!!) anlegen.


klar hammer idee legt noch mehr geld in physisches Gold an ist doch eh schon so unterbewertet;)
so ein Schmarn, jetzt mal ohne mist. Gold gehört in jedes Depot aber auch nur max 10% vom Gesamtwert, außerdem zählen für ein paar unwissende hier aktien auch als Sachanlage weil ihr dadurch an einem Unternehmen beteiligt seid. Legt anstatt in Gold lieber das Geld in solide Aktien welche hauptsächlich Sachwerte besitzen d.h. VW oder Daimler aber nicht in U aus dem Finanzsektor, glaubt mir auch wenn der Dax seit jahresbeginn um fast 20% gestiegen ist, manche Titel davon sind unterbewerteter als nach der Finanzkrise in 2009, langfristig könnt ihr da eigtl. nix falsch machen
Ich denke auch, dass der Anteil von physischem Gold auf den Wert beschränkt werden sollte, den man braucht um sich selbst oder seine Familie für etwa drei Krisenjahre durchzubringen.

Aktien sind natürlich auch eine Sachwertanlage und können Währungsreformen und Inflation überdauern.
Dennoch helfen "schematische" Ratschläge, so dass man zehn Prozent seines Vermögens in Gold halten sollte, dem Normalbürger nicht weiter.

Was bitte schön soll denn ein Anleger, der sagen wir einmal über ein Depot von fünfzigtausend Euro verfügt, bei einer wirklichen Krise mit einer Goldanlage von fünftausend Euro anfangen ?

Wie lange soll denn in einer wirklichen Krise diese Goldanlage für den Anleger und seine Familie reichen ?

Wer eine wirkliche Krise erwartet - im Ausmaße der Krisen von 1922 und 1945 - dem ist mit 5000 Euro Goldanlage nicht geholfen.

In diesem Falle sollte man sich entschließen, sein ganzes Vermögen in physisches Gold umzutauschen. Dies kann ja dann in Raten geschehen, um bei einem Rückgang des Goldpreises hinzu zu kaufen.

Es wäre aber auch zu überlegen, ob man nicht besser für einen Teil seines Vermögens einen Lagerraum für langlebige Wirtschaftsgüter des täglichen Lebens wie z. B. Dosennahrung, Zigaretten oder Brandwein anschaffen sollte. Diese Waren haben immer einen gewissen Tauschwert und können viel leichter als Gold eingetauscht werden.

Nur für höhere Vermögen kommt dann eine zusätzliche Anlage in andere Sachwerte wie Aktien in Frage.

Da wir zur Zeit immer noch nicht recht wissen, ob wir nun eine Inflation oder eine Deflation bekommen, wäre auch eine Anlage in Wandelanleihen internationaler Firmen zu erwägen. Diese spielen sowohl in der Deflation als auch in der Inflation ihre Qualitäten aus.
Das mag ja sein. Nach unserem Thema wollen wir aber doch - so verstehe ich das - Möglichkeiten diskutieren, wie man sich für eine Krise möglichst effektiv vorbereiten kann.

Ob es überhaupt eine schwere Krise gibt muss dann jeder für sich selbst entscheiden.

Wenn man diese Erwartung nicht hat, kann man natürlich mit der bisherigen Anlagepolitik fortfahren. In diesem Fall wäre natürlich auch ein Goldanteil von zehn Prozent am Gesamtvermögen vollkommen ausreichend.

So sollte mein obiger Beitrag keinesfalls zum Ausdruck bringen, dass ich persönlich eine schwere Krise in der näheren Zukunft erwarte.

Wenn man aber hier Möglichkeiten diskutiert, wie man eine mögliche schwere Krise am besten überwinden kann, dann gehören natürlich auch außergewöhnliche Vorschläge zur Überwindung dieser Krise auf den Tisch.

Hierzu wollte ich einen Beitrag leisten.
Die frage ist generell ob die Inflatiomstendenz so kommt wie man allgemein annimmt?-dann wären Schulden gegen Immobilien die beste Lösung-wenn nicht ist man tot.M.E gibt es keine klassische inflationäre Entwicklung-sondern den
Leuten geht einfach das Geld aus-- frei verfügbare Anteil-belegen meine über 10-jährigen Analysen.Wirklichen Schutz vor allzu großen Kriesen gibt es nicht-man muß alles nur logisch durchdenken,denn der Staat-Regierung,kann bei Bedarf alles zu nichte machen-was gelegentlich auch immer wieder geschah-siehe Geschichte.
Im Zeitalter der Globalisierung sind die Möglichkeiten von Staaten zur Regulierung von Tatbeständen stark eingeschränkt.

Wenn man z. B. die Staatschuldenkrise durch erhöhte Besteuerungen oder gar eine Währungsreform lösen möchte, wären hierdurch internationale Konzerne, die einen großen Teil ihrer Umsätze und auch Gewinne z. B. in Asien und Südamerika machen, kaum betroffen.

Diese halten sicherlich dann auch hohe Geldbestände in Währungen der Länder in Asien und Südamerika und können für diesen Teil ihrer Bestände von einer Währungsreform nicht getroffen werden. Dies gilt auch für die Gewinne, die in diesen Regionen von den Konzernen erzielt werden. Somit würden auch höhere Steuersätze für diese Konzerne kaum eine Bedeutung haben.

Deshalb bleiben Aktien solcher Gesellschaften für den Anleger eine gute Möglichkeit, agressiven Maßnahmen des Staates zu entgehen.
Eine Währungsreform in Europa geht nicht--,daß große internationale Konzerne robuster sind ist unbestritten,habe ich auch nicht gemeint, aber der Bürger,einzelne Kapitalanleger erwischt es,durch nationale Regelungen/Steuern/Abgaben in Verbindung mit weniger Leistungen des Staates-so wird es wohl kommen.
Sobald die bisherigen für die Euro-Rettung gegebenen Bürgschaften sich in zu leistende Barzahlungen umwandeln, ist auch aus meiner Sicht mit erhöhten Steuerbelastungen und auch Abgabenbelastungen in den Geberländern zu rechnen.

Wie dies dann im einzelnen ausgestaltet wird, ist sicherlich noch Gegenstand harter politischer Auseinandersetzungen.