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Windparks-Desaster - 500 Beiträge pro Seite



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Ich habe mich Anfang 2000 an 3 Windparks, die von der Umweltbank vermittelt wurden, beteiligt. Bei 2 Windparks gab's mittlerweile eine Betriebsprüfung, bei denen u.a. die verspätete Fertigstellung bemängelt wurde. Konsequenz hieraus ist, dass die Abschreibungssätze drastisch nach unten korrigiert wurden. Entsprechend sind Steuern nachzuzahlen.

In Anlehnung an Immobilienverkäufen von anderen Banken fällt mir da der Begriff "Schrott-Windparks" ein (ein Haftung der Bank wäre zu prüfen, weil die Verkaufsprospekte den Eindruck erwecken, daß die Windparks quasi fertig sind...).
Haben vielleicht andere Anleger ähnliche Erfahrungen mit von der Umweltbank vertriebenen Windparks gemacht?

Fred C2.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.992.363 von FredClever2 am 29.04.08 12:50:39Nö bin bei Nordex + höre nicht auf Banken + leihe mir nur Geld von der Bank:D


Dachte du bist so Clever:rolleyes:

es hat schon so ein jeder sein lehrgeld gezahlt, entweder man lernt daraus oder es bleibt so wie es ist;)

Viel Erfolg
Windparks sind keine Renditeträger sondern Ablaß Scheine für das Öko Gewissen.

Und wer bitte schön kauft gleich 3 Windparks? Das erinnert mich an den Zahnarzt der mit seinen 8 Wohnungen in Berlin prahlt, bis ihm die Hausbank offenbart das dies keine Vermögensposition ist sondern eine Verbindlichkeit...

Deswegen nicht sauer sein- Windparks sind nur für das Gewissen etwas für die Ökobilanz getan zu haben. Was ich auch sehr begrüße, kann ja nicht sein das alle nur immer mehr haben wollen.

Also nicht ärgern und die Steuer nachzahlen.

Dafür würde ich aber mit dem Steuerwisch die Leitung der Bank mal Freitag morgens überraschen wenn die alle nett im Meeting beim Freitagsbrunch sitzen.- Das gibt Satisfikation und die Standpauke trifft mal gleich die Richtigen...
Die Abschreibung kann sich doch nur verschieben. Nachzahlung 2000, Gutschrift 2001...
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.994.269 von Lohmayer am 29.04.08 15:59:52Windparks sind keine Renditeträger sondern Ablaß Scheine für das Öko Gewissen

Ich war gestern auf einer Gesellschafterversammlung eines Windparks: Der Park weist im dritten Geschäftsjahr bereits einen Gewinn in der Bilanz aus. Es wurde eine Ausschüttung von 12% beschlossen...:lick:

Gruß Trodata
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.997.094 von WePeHA am 29.04.08 20:53:44"verschieben" hätte ich auch gedacht, ist aber nicht so.
das jahr der fertigstellung zählt - es gibt also nicht sowas wie "verlustvortrag".
das finanzamt -in diesem fall cuxhafen- schaut sich die abnahmeprotokolle der windparks an. für sie ist der windpark erst komplett übergeben wenn der probebetrieb, der typischerweise ein paar wochen dauert, komplett beendet ist. ob das rechtlich haltbar ist, ist noch fraglich. da tickt aber noch für diverse andere windparks eine (potentielle) zeitbombe wenn die damit durchkommen.
soweit ich das für/bei der umweltbank mitbekommen habe, haben die sich mit den windparksteiligungen nicht gerade "freunde" unter den kunden gemacht....

Es gibt vielleicht durchaus positive beispiele für windpark-beteiligungen, aber ob das für die von der umweltbank vertriebenen auch gilt, lasse ich mal dahingestellt. ich glaube, die hatten (zumindestens damals, ~2000) keinen blassen schimmer von der thematik.

Gruß, Fred C2.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.000.527 von FredClever2 am 30.04.08 11:38:23Das mit der Fertigstellung ist so eine Sache. Die Finanzämter legen das unterschiedlich aus. Das eine Finanzamt nimmt als Termin der Fertigstellung die Inbetriebnahme (ab dem Beginn der Stromproduktion), andere Finanzämter nehmen die Abnahme des Windparks als Beginn (die Abnahme bedeutet nach Unterschrift das Abnahmeprotokolls); d.h. erst wenn Mängel beseitigt und Restarbeiten erledigt sind. Das kann meines Erachtens nicht dem Fondsinitiator angelastet werden.
Ein Fondsinitiator wird die Abnahme eines Parks möglichst nach hinten verzögern, da erst ab diesem Datum die Gewährleistungsfristen zu laufen beginnen.
Es gibt hier bei den Finanzbehörden wohl einen Auslegungsspielraum der möglicherweise noch nicht gerichtlich überprüft wurde.

Gruß Trodata
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.000.726 von trodata am 30.04.08 11:58:55Das mit der Fertigstellung ist so eine Sache. Die Finanzämter legen das unterschiedlich aus. Das eine Finanzamt nimmt als Termin der Fertigstellung die Inbetriebnahme (ab dem Beginn der Stromproduktion), andere Finanzämter nehmen die Abnahme des Windparks als Beginn (die Abnahme bedeutet nach Unterschrift das Abnahmeprotokolls); d.h. erst wenn Mängel beseitigt und Restarbeiten erledigt sind. Das kann meines Erachtens nicht dem Fondsinitiator angelastet werden.

Da bin ich anderer Meinung. Jedenfalls bei den Windparkfonds, bei denen der Initiator die Fertigstellung bzw. den "Steuervorteil" für einen bestimmten Zeitpunkt im Prospekt avisiert hat und die Fondszeichner unter dieser Prämisse geworben hat.

Grüße K1
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.000.527 von FredClever2 am 30.04.08 11:38:23"verschieben" hätte ich auch gedacht, ist aber nicht so.
das jahr der fertigstellung zählt - es gibt also nicht sowas wie "verlustvortrag".


Das steuerliche Ergebnis eines Windkraftfonds über die gesamte Laufzeit gerechnet entspricht immer dem wirtschaftlichen Ergebnis. Das einzige was abweichen kann ist die Verteilung der steuerlichen Ergebnisse auf die einzelnen Jahre.

Wenn also im Anfangsjahr ein höheres steuerliches Ergebnis anfällt, dann gibt es dafür im Gegenzug im Folgejahr (bzw. je nach Modalität in den Folgejahren) geringere steuerliche Ergebnisse.

Der Effekt ist natürlich trotzdem ärgerlich, da in der Regel mit solch einer Investition auch eine Verlagerung der steuerlichen Ergebnisse (Abfindung, Übergang in Rente etc.) gewünscht war.

Grüße K1
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.006.282 von K1K1 am 30.04.08 21:09:42Da gebe ich dir natürlich recht. Wenn als Kaufkriterium der Steuervorteil im Vordergrund gestanden hat (was wohl meist der Fall ist) dann sollte hier natürlich die Steuerseite Hieb und Stichfest sein. In der Vergangenheit war es aber oft der Fall dass Windparks auf den letzten Drücker im Dezember noch ans Netz gebracht wurden. Wie das in diesem Fall im Prospekt beschrieben war, kann ich nicht sagen.
Andererseits ist es natürlich unternehmerisches Riskio was bei einer Steuerprüfung rauskommt, denn meist sind die Entscheidungen eines Prüfers konträr zur Meinung des Unternehmers. Der Prüfer will nur möglichst früh möglichst viele Steuern einkassieren (weil es eben sein Job ist). Und wenn wie in diesem Fall das Thema Inbetriebnahme im Raum steht dann wird er es natürlich versuchen die Abnahme als Inbetriebnahme zu definieren wenn die Rechtslage nicht 100% klar ist..

Trodata
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.994.269 von Lohmayer am 29.04.08 15:59:52Deswegen nicht sauer sein- Windparks sind nur für das Gewissen etwas für die Ökobilanz getan zu haben. Was ich auch sehr begrüße, kann ja nicht sein das alle nur immer mehr haben wollen.

Doch ich will mehr haben, daher passt der Thread Name ganz gut: Windparks Desaster!

Es ist ein Desaster dass es keine Windparks mehr zu kaufen gibt.

Hab heute die Ausschüttung eines Parks nach dem vierten vollen Betriebsjahr bekommen: 19% :eek::eek:

Gruß Trodata
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.050.575 von trodata am 07.05.08 21:42:13...verrätst Du uns, um welchen Windpark es sich hier handelt?
Gruß
Headland
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.000.527 von FredClever2 am 30.04.08 11:38:23War wohl Nordleda

hab dieses Jahr auch schon genuegend Liebesbriefe vom Finanzamt bekommen:cry:

Ich sag nur eins,Einmal und Niewieder

Gruß KN:cool:RPEL
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.103.757 von KNORPEL am 15.05.08 19:07:40wurde der nicht verkauft?
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.103.757 von KNORPEL am 15.05.08 19:07:40ne, trennewurth-weibern oder so ähnlich.
so wie ich das sehe, verdient in erster linie die verwaltungsgesellschaft an einem windpark: da werden z.B. diverse fahrten -sagen wir mal positiv- quer durch durchschland abgerechnet und diverse sonstige posten in rechnung gestellt (beispiel plambeck-tochter beim windpark gardelegen). und wehe, wenn einer mal in die bücher schauen will oder sogar kopien haben will....

Gruß, Fred C2.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.104.886 von WePeHA am 15.05.08 21:05:24Ja, man konnte sich Auszahlen lassen,was einen aber nicht vor Steuerrueckzahlungen schuetzt

Gruß KN:cool:RPEL


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