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Vier Billionen Dollar Schrott

Dienstag, 7. April 2009
IWF warnt vor Überraschungen
Vier Billionen Dollar Schrott

Das Volumen an Schrott-Papieren in den Bilanzen von Banken und Versicherungen könnte einem Zeitungsbericht zufolge auf vier Billionen US-Dollar angeschwollen sein. Der Internationale Währungsfonds (IWF) werde die Schätzungen für das Volumen von toxischen Wertpapieren allein aus den USA vermutlich auf 3,1 Billionen US-Dollar anheben, berichtete die britische Zeitung "The Times" ohne Angabe von Quellen. Die Belastungen aus Europa und Asien schlugen demnach mit 900 Milliarden US-Dollar zu Buche.

Der IWF will seinen nächsten Bericht zur Lage der Weltwirtschaft am 21. April vorlegen. Bei der jüngsten Schätzung im Januar war der Fonds davon ausgegangen, dass Schrott-Papiere aus den USA die Finanzkonzerne bis Ende 2010 mit 2,2 Billionen US-Dollar belasten dürften.

Heuschrecken - Versager - oder ganz einfach: dümmer als die noch dümmeren Sozialisten

Was fällt euch dazu ein?
#1 > Was fällt euch dazu ein?
4 Billionen Dollar kommen mir viel zu wenig vor.

Es gibt möglicherweise weltweit ca. 766 Billionen Dollar Derivate:
http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyi…
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.284 von BoersenHighlander am 07.04.09 17:10:10Heuschrecken - Versager - oder ganz einfach: dümmer als die noch dümmeren Sozialisten


Wieso?
Die Dummen in diesem Spiel sind diejenigen, die für den angerichteten Schaden aufzukommen haben!

Und jetzt rat mal wer das ist!!!

:laugh::mad:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.356 von Datteljongleur am 07.04.09 17:17:49Ja genau,

und jetzt rate mal wer beim G 20 Gipfel dagegen protestiert hat?

Die Betroffenen eben.

Warst du auch dabei?

Oder zählst du dich zu denjenigen die du still ansprichst?:keks:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.441 von BoersenHighlander am 07.04.09 17:27:25Oder zählst du dich zu denjenigen die du still ansprichst?


Selbstverständlich!!
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.468 von Datteljongleur am 07.04.09 17:29:11Dann sind wir ja einer Meinung!

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.588 von BoersenHighlander am 07.04.09 17:43:00Hab ich nie bestritten!

Ich wollte mein Posting eher ironisch verstanden wissen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.284 von BoersenHighlander am 07.04.09 17:10:10Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Der kriminellen Energie ist der Name des Systems sowas von egal!

Kommunismus, Sozialismus oder Kapitalismus... egal was kommt... ändern wird sich nichts solange nur wenige kriminelle über den Tellerrand schauen und selbst wenn die guten es auch mal schaffen... sehen die meisten eine Fatamorgana. :cry::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.284 von BoersenHighlander am 07.04.09 17:10:10Die Banken hätten den Prekariern halt kein Geld leihen dürfen. Wer sich ein Haus kaufen will, soll gefälligst dafür sparen...

:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.682 von Datteljongleur am 07.04.09 17:55:12Ich wollte mein Posting eher ironisch verstanden wissen

Sorry - hab ich wohl überlesen.
Beim nächsten Mal passe ich besser auf. Versprochen:)
#9 > Die Banken hätten den Prekariern halt kein Geld leihen dürfen. Wer sich ein Haus kaufen will, soll gefälligst dafür sparen.

Da ergibt sich die Frage, warum überhaupt irgendwer Mittellosen im großen Stil Kredite eingeräumt hat und warum viele Staaten sich trotz des Fortschritts (mehr Luxus bei weniger Arbeit) massiv verschuldet haben.

Absicht? War die Finanzkrise gar das Ziel? Aber was könnte man mit weltweitem Chaos und Unmut erreichen wollen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.725 von TyphoonRally am 07.04.09 17:59:55Bin ich ganz und gar deiner Meinung.

Ich will eigentlich nur herausstellen, daß nach dem berechtigten Untergang des angeblich real existierenden beschissenen Sozialismus, sich der Kapitalismus als die finanz- und volkswirtschaftliche Weisheit schlechthin hat feiern lassen und Wohlstand allen Erdenbürgern bringen wollte.

Die Katastrophe dieser ungezügelten Wirtschaft-Spezies ist jetzt sichtbar geworden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.841 von HeWhoEnjoysGravity am 07.04.09 18:12:51Zecklose Erklärungsversuche für einen auf dem kapitalistischen Auge völlig Erblindeten.:D

Wenn sein vergöttertes Kapitalismussystem eines Tages behauptet 1+1= 3 - dann glaubt er es auch.:eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.771 von Blue Max am 07.04.09 18:05:15Die Banken hätten den Prekariern halt kein Geld leihen dürfen. Wer sich ein Haus kaufen will, soll gefälligst dafür sparen...

Und warum haben dann deine angebeteten Götzen die verbrieften Schulden in Form von Hypothekenpyramiden über den Globus von A nach B verkauft?

Waren das nicht auch Anhänger deines freien Marktes und freien Kapitalismussystems?
Dass die Krise kommt war ausgemachte Sache, jeder wusste es und niemand wollte es wahrhaben. Solange man damit Geld verdienen konnte war es in Ordnung. Jetzt da die Bombe geplatzt ist, hauen die Verantwortlichen mit ihren vollen Taschen ab und die Zeche bezahlen wir, na dann gute Nacht...

„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie.
Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung, als ihre wirklichen Feinde.“
(Napoleon)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.901 von BoersenHighlander am 07.04.09 18:21:40Und warum haben dann deine angebeteten Götzen die verbrieften Schulden in Form von Hypothekenpyramiden über den Globus von A nach B verkauft?


Jetzt überforderst du ihn geistig, den "Blauen Max"!!
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.936.057 von Datteljongleur am 07.04.09 18:44:52Mit viel Geduld und Spucke kriegen wir ihn noch auf unsere Seite.;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.862 von BoersenHighlander am 07.04.09 18:15:11Die Katastrophe dieser ungezügelten Wirtschaft-Spezies ist jetzt sichtbar geworden.

Das kann man leider nicht sehen. Es werden immer wieder völlig Unschuldige verurteilt um die wahren Schuldigen reinzuwaschen oder ihnen zumindest genug Zeit zu verschaffen...
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.936.138 von BoersenHighlander am 07.04.09 18:56:25Das bezweifle ich!!!


Eher wird Connor aktives CDU-Mitglied!

:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.936.192 von TyphoonRally am 07.04.09 19:01:33Doch, das kann man sehen.

Mit Katastrophe meine ich: weltweite Vermögensschäden von Billionen von US-Dollar.
Millionen verlorene Arbeitsplätze.
Tausende Unternehmenspleiten.
Unabsehbare Folgen für die sozialen Sicherungssysteme.
Steigende Armut in den wirtschaftlich unterentwickelten Ländern.

Wer sind denn deiner Meinung nach die wahren Verursacher der Krise?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.841 von HeWhoEnjoysGravity am 07.04.09 18:12:51Absicht? War die Finanzkrise gar das Ziel? Aber was könnte man mit weltweitem Chaos und Unmut erreichen wollen?

Das frage ich mich auch! Was wollen die damit erreichen? Unsere Sinne schärfen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.936.262 von BoersenHighlander am 07.04.09 19:09:50Wir sehen ständig die Symptome, aber die Auslöser kennen wir nicht. Wer stößt ständig die aufgebauten Dominosteine um? Und wieso fallen die Dominosteine nicht nacheinander sondern zeitgleich?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.936.277 von TyphoonRally am 07.04.09 19:12:09Das frage ich mich auch! Was wollen die damit erreichen? Unsere Sinne schärfen?

Ich denke das war in#11 ironisch gemeint.

Denn die sehr merkwürdige Antwort in # 9 hat nur eine solche Ironie als Gegenantwort verdient.

oder wie siehst du das Postting von Blue Max

Die Banken hätten den Prekariern halt kein Geld leihen dürfen. Wer sich ein Haus kaufen will, soll gefälligst dafür sparen...

Sehr merkwürdig..tztz:confused:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.936.331 von TyphoonRally am 07.04.09 19:20:04An den Auslöser an den du gerade denkst, kann man durchaus glauben.
Aber auf den Fall der Dominosteine hatten auch diese Herren oder Institutionen keinen Einfluß.
Hätten sie den gehabt, dann hätten sie es auf keinen Fall zugelassen. Warum auch?
Hier haben zwei Systeme gegurkt und zu viele Schäden verursacht, weil sie den Markt nie im Griff haben werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.936.331 von TyphoonRally am 07.04.09 19:20:04Falls wir an die selben Dominosteine denken, halte ich den zeitgleichen Fall für reinen Zufall.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.936.332 von BoersenHighlander am 07.04.09 19:20:20Ich weiss nicht ob Blue Max es wirklich ernst meint oder einfach nur provozieren möchte.



Die Banken hätten den Prekariern halt kein Geld leihen dürfen. Wer sich ein Haus kaufen will, soll gefälligst dafür sparen...

Er wünscht sich aus irgendeinem Grund die Steinzeit herbei.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.936.458 von TyphoonRally am 07.04.09 19:36:34Mit seiner Einstellung fällt er als Bewerber in der Bankenbranche jedenfalls sofort durch.:D

Nicht mal als Liftboy hätte er eine Chance.

Vielleicht studiert er ja auch nur Wirtschaftspsychologie...:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.936.400 von BoersenHighlander am 07.04.09 19:29:19Hier haben zwei Systeme gegurkt und zu viele Schäden verursacht, weil sie den Markt nie im Griff haben werden.

Das kann sein.

Vielleicht wollte man mit der Krise einfach nur die störenden Systeme die sich neben dem Hauptsystem aufgebaut haben zu beseitigen... oder versuchen die störenden Systeme das Hauptsystem zu besteitigen? Und was wäre letzendlich besser, wenn es kein Schauspiel ist? :confused:

Dieser ständige Rollentausch in der Politik und der Wirtschaft... man weiss nicht mehr wer die Guten und wer die Bösen sind.
#23 Das war kein Scherz von mir.

Aus der Weltwirtschaftskrise (http://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise) hat man anscheinend nichts gelernt und sich in noch schlimmeren Ausmaß verzockt und verschuldet.

Das ist nur erklärlich, wenn die Machthaber auf einen Crash mit Neuanfang hingearbeitet haben.

Doch warum?
Es wäre viel schlauer gewesen ein stabiles und gerechtes System aufzubauen.
Dank Fortschritt und Automatisierung könnten alle in relativem Wohlstand leben.

Wie konnte es nur dazu kommen, dass so viele schlechte (korrupte, unfähige) Menschen an der Macht sind und die Fianzmafia so großen Einfluß hat?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.936.589 von TyphoonRally am 07.04.09 19:53:20Sorry TyphoonRally

habe mich wegen des 2.Teils im ZDF über die russischen Oligarchen auf englisch verabschiedet.

Sonst eigentlich nicht meine Art.

Aber die Sendung hat mich schon im ersten Teil inhaltlich ergriffen.

Für mich ist das russische Wirtschaftssystem im Ergebnis der Gipfel der Perversion eines völlig entarteten Spekulationskapitalismus.

Mir tut die russische Bevölkerung leid.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.771 von Blue Max am 07.04.09 18:05:15"Die Banken hätten den Prekariern halt kein Geld leihen dürfen. Wer sich ein Haus kaufen will, soll gefälligst dafür sparen..."

Die Banken hätten Dir für Dein Geld auch keine Zinsen geben dürfen. Wer seinen Kontostand vermehren will, soll gefälligst dafür arbeiten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.841 von HeWhoEnjoysGravity am 07.04.09 18:12:51
Absicht? War die Finanzkrise gar das Ziel? Aber was könnte man mit weltweitem Chaos und Unmut erreichen wollen?


Wer eine solche Frage stellt, kennt die Antwort.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.937.342 von Goldwalla am 07.04.09 21:37:38Immer noch der beste Beítrag zum Thema:

http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ

LG

El_Torro
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.936.589 von TyphoonRally am 07.04.09 19:53:20Dieser ständige Rollentausch in der Politik und der Wirtschaft... man weiss nicht mehr wer die Guten und wer die Bösen sind.

An dieser STELLE sollte man sich im klaren sein in welche Richtung man überhaupt diskutieren möchte, wenn es um die Finanzkrise geht.

Man hat zwei Möglichkeiten, aber eigentlich sogar drei, welche Richtung man einschlagen könnte. Alle sind verlockend.
ABER m.E. (bitte, das ist nur meine umaßgebliche Meinung) nur EINE.

Ganz bewußt ignoriere ich die Richtung zu G.W. Bush und seinem Machtimperium. Spätestens seit dem Einzug von B.O. ist Bush Geschichte geworden und diese wiederholt sich (hoffentlich) nicht.
Es ist sicherlich für die USA wichtig die Amtszeit von G.W.Bush aufzuarbeiten, aber für die Ursachen der Finanzkrise ein Erklärungsversuch der nicht unbedingt zu den wahren Wurzeln der Krise führt.

Die eigentlichen Ursachen liegen auf/in zwei anderen Ebenen/Richtungen. Für die eine Ebene war natürlich auch Bush (wie seine Vorgänger)in seiner Amtszeit verantwortlich. Auf seiner Ebene -nennen wir sie ab diesem Zeitpunkt die Ebene der amerikanischen Wirtschaftspolitik - liegen die FED, Greenspan und die Haushaltsdefizite sowie das unterschätzte Investmentbanking in seiner Gefährlichkeit (Hegdefonds, Leerverkäufe, Verbriefung von Schulden)

Die dritte und m.E. die wichtigste Ebene/Richtung liegt im kurzfristig auf Maximalgewinn ausgerichteten System des Spekulationskapitalismus. Die Gier kennt keine Grenzen mehr. Selbst die von den Banken ausgegebenen -in der Höhe überzogene- Kredite an fragwürdige Schuldner werden dann auch noch gebündelt verbrieft, bis zur Unkenntlichkeit unprüfbar gemacht und dann verkauft zuletzt verramscht. Von den Ratingagenturen in eigener und freier Verantwortung benotet und abgesegnet.
Verkauft wurden sie dann auch von Bank A an Bank B. Alle wußten um die Gefährlichkeit dieser Papiere. War doch die Werthaltigkeit dieser Papiere angesichts fallender Immobilienpreise geradezu ein Witz. Jeder hatte solche Ramschpapiere in den Katakomben seiner Bilanzen, aber alle wollten sie irgendeiner Institution andrehen.

Es war die Gier die diesen Wahnsinn ins Rollen brachte.
Und es ist die Gier die jedes Wirtschaftssystem an den Rand des Ruin bringt.

Die Wechselwirkung der zweiten und dritten Ebene sind in ihrer Folgewirkung logisch und katastrophal:
Niedrigere Zinsen, höhere Verschuldung und damit weniger Finanzspielraum der Wirtschaft.
Sorry TyphoonRally,

ich habe wohl selbstverschuldet dein Zeitlimit überschritten.

Gute Nacht. Wir können auch zu einem anderen Zeitpunkt weiter diskutieren.:)

So long
BH
Gute Nacht auch an die anderen User und danke für die Beiträge.
#32 > Absicht? War die Finanzkrise gar das Ziel? Aber was könnte man mit weltweitem Chaos und Unmut erreichen wollen?

Es gibt sicher mehrere (mögliche) Antworten:

1) Alles Zufall. Viele Menschen sind eben gierig und dumm.

2) Es gibt eine Verschwörung schlechter Menschen, die Weltherrschaft mit unlauteren Mitteln an sich zu reißen (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Weltordnung_(Verschw%C3%B6…). Das Böse braucht Chaos, Angst und Sucht, um die Menschen beherrschen zu können. Wenn es Menschen gut geht, dann denken sie nach und haben keine Lust auf Veränderungen. Eine große Krise ist also für die Herrschaft des Bösen zwingend notwendig, auch wenn sie (insbesondere jetzt in den Anfängen) für Veränderungen zum Guten genutzt werden kann.

3) Vorbereitung der Endzeit (http://de.wikipedia.org/wiki/Endzeit), um eine Kulisse für den Kampf Messias gegen Antichrist zu haben. Das ist übrigens sowohl mit als auch ohne Gott (Allah) vorstellbar, siehe Thread: Die Wahrheit über Mensch und Gesellschaft?. Diese Variante beinhaltet vermutlich Variante (2).

Was meint ihr? Habt ihr weitere Ideen?
Es wird hier wieder und wieder die Gier als Ursache für den beginnenden wirtschaftliche Zusammenbruch angeführt
und das Bedürfnis nach Weltherrschaft bei Einigen.


Gier als Ausdruck einer Überlebensangst?

Was sind die Ursachen dieser permanenten Überlebenskrise?

Darüber könnten wir schreiben.
Auf die dritte Ebene möchte aber noch näher eingehen, weil sie überhaupt die Wichtigste ist:

im kurzfristig auf Maximalgewinn ausgerichteten System des Spekulationskapitalismus.

Die Gier kennt keine Grenzen mehr.
Dies macht jedes noch so gut gemeinte kapitalistische System kaputt.
Drehen wir mal das Rad der Zeit zurück in die Zeit vor der Krise.
Die Kurzfristorientierung einer Unternehmenspolitik die fast ausschließlich am Shareholder-Value ausgerichtet ist sorgt zwar hohe Gewinne, aber für volkswirtschaftsschädlichen Arbeitsplatzabbau und Lohnsenkungen und damit für Kaufkraftverluste.
Lohndumping, Massenentlassungen und Raubbau an den sozialen Systemen sorgen dafür, dass die mittlere und untere Einkommensschicht immer mehr an finanzieller Kaufkraft verlieren. Dem gegenüber steht eine Minderheit schwerreicher Oligarchen gegenüber, die eiskalt mit dem System –Globalisierung sei Dank- der Lohnunterdrückung und der Ausnutzung der sozialen Systeme die breite Masse ausbeuten und finanziell ausbluten.

Deren eigene Spekulationsgier gipfelt, trotz Erkenntnis mittels Lohnenthaltung dem Volke eine notwendig gesunde Kaufkraft entrissen zu haben, dann auch noch darin den Massenkonsum mittels verantwortungsloser Kreditvergabe ankurbeln zu wollen.
Dem nicht noch genug: Als diese zaubernden Wirtschaftsexperten erkennen, dass sie den Karren vor die Wand gefahren haben, werden die Ramschhypotheken und Kreditforderungen zu tausenden verbrieft und unkenntlich gemacht. Der Schrott wird dann wie Wertpapiere an andere Banken verkauft.
Als die Krise voll ausgebrochen ist, kann eine lohnverarmte und finanziell ausgeblutete Masse den Konsum nicht mehr stützen.

Warum?

Auszug aus:
http://www.kas.de/wf/doc/kas_15152-544-1-30.pdf

Der Zufluss in die Spekulation speist sich vor allem aus der Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums: So geht das 140 Billionen US-Dollar schwere weltweite Finanzvermögen auch auf sinkende Steuern für Reiche, die Privatisierung sozialer Sicherung sowie explodierende Unternehmensgewinne zurück. Um dieses Finanzvermögen werben Vermögensverwalter mit hohen Renditeversprechungen. So erzeugt die Kapitalschwemme einen permanenten Anlagedruck.
Deutschland bildet hier keine Ausnahme. Die Gewinn- und Vermögenseinkommen stiegen hierzulande zwischen 2000 und 2007 fast siebenmal so stark wie die Löhne und Gehälter. Das heimische Geldvermögen wuchs im gleichen Zeitraum um eine Billion auf insgesamt drei Billionen Euro. Die Zahl der Millionäre kletterte um rund zehn Prozent auf 830 Tausend. Diese massive Einkommens- und Vermögenskonzentration erhöhte die Einsätze im globalen Casino. Gleichzeitig wurde den unteren und mittleren Einkommensempfängern Kaufkraft entzogen. Der Nachfragemangel auf dem Binnenmarkt nahm zu. Selbst große Industrieunternehmen verwandelten sich unter diesen Bedingungen zu Banken mit angeschlossener Produktionsabteilung. Allein die Porsche AG erzielte im letzten Jahr 3,6 Milliarden Euro Gewinn aus reinen Finanzgeschäften.
Eine zentrale Antwort auf die ökonomisch schädliche Konzentration von Einkommen und Vermögen ist eine offensive Tarifpolitik. Im Mix mit einer stärkeren Besteuerung hoher Einkommen und Vermögen kann der Zufluss in die Spekulation ausgetrocknet werden. Dadurch werden künftige Spekulationsblasen nicht verhindert. Häufigkeit und Größe werden jedoch begrenzt. Und somit auch die negativen Folgen der Spekulation für Unternehmen und Arbeitsplätze.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.936.641 von HeWhoEnjoysGravity am 07.04.09 20:01:47Wie konnte es nur dazu kommen, dass so viele schlechte (korrupte, unfähige) Menschen an der Macht sind und die Fianzmafia so großen Einfluß hat?

„Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun!" Edmund Burke
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.940.056 von TyphoonRally am 08.04.09 11:18:31#40

"..Wie konnte es nur dazu kommen, dass so viele schlechte (korrupte, unfähige) Menschen an der Macht sind ..."

Offenbar eine ganz neue unerwartete Entwicklung...

:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.935.284 von BoersenHighlander am 07.04.09 17:10:10@ BoersenHighlander

\\\"ich tue nur das was ich beruflich jeden Tag tue:
in die Irre geleitete Menschen wieder auf die richtige Bahn bringen.\\\"


SIE SIND DOCH DER, DER DIE MENSCHEN AUF DIE RICHTIGE BAHN BRINGT, DANN VERSUCHEN SIE DOCH MAL, HERR NUTELLAPROBAND:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.937.191 von BoersenHighlander am 07.04.09 21:19:55Macht nichts. War danach sowieso Offline.

Für mich ist das russische Wirtschaftssystem im Ergebnis der Gipfel der Perversion eines völlig entarteten Spekulationskapitalismus

Das sind die Folgen einer kranken Privatisierung. Einige wenige wollten sehr schnell Reich werden und haben so die ganzen Rohstoffe des Landes an ausländische Investoren verkauft. Womit sollen die ihr Geld verdienen? Die Rohstoffe des Landes gehören denen nicht mehr.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.939.444 von BoersenHighlander am 08.04.09 10:11:41Ein sehr schöner Beitrag!

Auch lesens- bzw hörenswert: http://www.radio-frei.de/index.php?iid=7&ksubmit_show=Artike…
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.937.841 von BoersenHighlander am 07.04.09 22:25:29Ganz bewußt ignoriere ich die Richtung zu G.W. Bush und seinem Machtimperium. Spätestens seit dem Einzug von B.O. ist Bush Geschichte geworden und diese wiederholt sich (hoffentlich) nicht.
Es ist sicherlich für die USA wichtig die Amtszeit von G.W.Bush aufzuarbeiten, aber für die Ursachen der Finanzkrise ein Erklärungsversuch der nicht unbedingt zu den wahren Wurzeln der Krise führt.


Bush selbst spielte nicht die Hauptrolle sondern hat nur das getan was von ihm verlangt wurde. Das sich mit Obama die ganzen Strukturen in Luft auflösen... daran glaube ich nicht. Er ist auch nur ein Mensch.



Es war die Gier die diesen Wahnsinn ins Rollen brachte.

Ich glaube wir kommen einen Schritt weiter, wenn wir uns erklären könnten wieso so viele Milliardäre ihr Geld bis zum Tode horten und nicht wenigstens einen Teil wieder in den Kreislauf des Systems investieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.942.803 von Eurofuchs2 am 08.04.09 16:27:36Auch lesens- bzw hörenswert: http://www.radio-frei.de/index.php?iid=7&ksubmit_show=Artike…

Klasse formuliert:
Bis vor zwei Jahren galt doch der erfolgreiche Finanzakrobat als die Vollendung des freiheitlich-demokratischen Kapitalismus. Alles, was diese Erfolgsgeschichten entfernt zu behindern drohte, geriet umgehend in Verruf, also insbesondere der Staat als solcher...

Gleichzeitig wird das Murren immer lauter über die verdammten staatlichen Wachhunde, welche die Spitzensaläre der verdienstvollen Finanzberater einfach so nach oben begrenzen wollen auf unchristliche Hungerlöhne von maximal 500'000 Euro pro Jahr; so viel ist meines Wissens die Obergrenze in Deutschland bei Banken, wo der Staat Zuschüsse leistet...

Die Mentalität in all den Brut- und Zuchtstätten des Finanzmanager-Nachwuchses hat sich in keiner Art und Weise verändert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.942.858 von TyphoonRally am 08.04.09 16:35:15Es ist sicherlich für die USA wichtig die Amtszeit von G.W.Bush aufzuarbeiten, aber für die Ursachen der Finanzkrise ein Erklärungsversuch der nicht unbedingt zu den wahren Wurzeln der Krise führt.

Bush selbst spielte nicht die Hauptrolle sondern hat nur das getan was von ihm verlangt wurde.


Ich versuche ja auch immer, an das Gute zu glauben, oder es wenigstens zu sehen. Ist in diesem Fall aber leider nicht richtig. G.W. Bush ist der größte Verbrecher aller Zeiten. Daß er sich gerne als freundlicher Tollpatsch darstellt, zählt zur Politik.



http://www.amazon.de/Macht-Terror-Die-Bushs-Sauds/dp/3492244…
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.942.858 von TyphoonRally am 08.04.09 16:35:15Ich glaube wir kommen einen Schritt weiter, wenn wir uns erklären könnten

Doch, die Erklärung ist einfach:

Es ist die Raffgier der Spekulanten und ihrer Akteure sowie deren Unkenntnis über die Maloche einer Putzfrau, einer Verkäuferin, eines Handwerkers eines Technikers und eines Ingenieurs.

Dort allein bei diesen Menschen liegt die Wertschöpfung unserer Gesellschaft. Sie sind die entscheidenden Leistungsträger dieser Wirtschaft und nicht die Millionen-Freaks wie Ackermann & Co.
Was ist ein Zetsche denn Wert ohne seine Fließbandarbeiter oder Mechaniker?
Die Politik und diese Gesellschaft muß wieder die wahren Leistungträger belohnen und nicht das Spekulantenpack, das nicht weiß was Arbeit und ein 10-12 Stunden-Tag Maloche bedeutet.

Und ausgerechnet die wirklichen Leistungsträger werden auf dem Arbeitsmarkt mittels Lohndumping vergewaltigt.

Es muß endlich ein Ruck durch diese Gesellschaft gehen, aber ein anderer als der senile Ex-Präsi gefordert hat.
Nämlich mehr Geld für die Leistungsträger.

Die sich abzeichnende Lohn- und Altersarmut der europäischen Industriestaaten wird zum Zusammenbruch des Systems führen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.943.387 von BoersenHighlander am 08.04.09 17:41:30Dort allein bei diesen Menschen liegt die Wertschöpfung unserer Gesellschaft. Sie sind die entscheidenden Leistungsträger dieser Wirtschaft und nicht die Millionen-Freaks wie Ackermann & Co.

Den Satz würde ich, um ihn für mich geltend zu machen wie folgt umformulieren:
Dort allein bei diesen Menschen und den Arbeitsplatz ersetzenden Maschinen und Anlagen liegt die Wertschöpfung unserer Gesellschaft. Sie sind die entscheidenden Gegenwerterbringer dieser Finanzwirtschaft und nicht die Millionen-Freaks wie Ackermann & Co, die uns gelehrt haben sollten, dass Geld, als Tauscheinheit für Ware und Dienstleistungen, kein Geld produzieren kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.943.326 von tradepunk am 08.04.09 17:33:46Sein Vater bewegte sich in dem Kreis und er hat sich mit hineinziehen lassen. Das er nicht unschuldig ist, weiss die ganze Welt. Aber er alleine hätte niemals solch einen Schaden anrichten können. Die Strukturen sind uralt und sind nicht erst durch die Bushs entstanden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.943.510 von Eurofuchs2 am 08.04.09 17:58:01Klasse Formulierung.

Ich stelle fest, dass es ist immer wieder eine Bereicherung für einen selbst bedeutet, wenn ich Menschen begegne, die ähnlich denken und fühlen.

Gruß BH
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.943.387 von BoersenHighlander am 08.04.09 17:41:30Das ist alles richtig, aber nur ein kleiner Teil des ganzen.

Es ist für viele Arbeitnehmer schmerzhaft zu sehen wie das Hergestellte für wenige tausend Euro an einen Zwischenhändler verkauft wird und er das ganze dann für das hundertfache weiterverkauft...

Kann mir jemand dieses kranke System erklären? Egal was wir kaufen... die Hersteller bekommen von dem Geld kaum etwas zu sehen und die Arbeitnehmer noch weniger.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.944.302 von TyphoonRally am 08.04.09 19:48:39Hier ein netter Beitrag, der Dch bestätigt!

http://www.bge-portal.de/Portal/

1. Video
Aus aktuellem Anlass:

http://www.n-tv.de/1134423.html

Krise ist "tief demütigend"
Goldman fordert Reformen

Der Chef der US-Investmentbank Goldman Sachs, Lloyd Blankfein...ging auf einer Investorenkonferenz mit der eigenen Branche scharf ins Gericht und appellierte an ihre Verantwortung für das gesamte Finanzsystem.

Die Finanzkrise sei "tief demütigend" für die Banken, sagte Blankfein in Washington. Im Rückblick wirkten einige Entscheidungen etwa zu Managervergütungen "selbstsüchtig" und "gierig". Die Zahlungen dürften exzessive Risikobereitschaft nicht länger belohnen. "Wir sollten bei der Vergütung grundlegende Standards anwenden", forderte der Bank-Chef.

Eine verschärfte Regulierung der Finanzbranche müsse auch für große Hedge-Fonds und private Beteiligungsgesellschaften gelten, forderte der Goldman-Chef. Die Branche habe sich zudem zu sehr auf Ratingagenturen verlassen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.943.510 von Eurofuchs2 am 08.04.09 17:58:01Den Satz würde ich, um ihn für mich geltend zu machen wie folgt umformulieren:
Dort allein bei diesen Menschen und den Arbeitsplatz ersetzenden Maschinen und Anlagen liegt die Wertschöpfung unserer Gesellschaft. Sie sind die entscheidenden Gegenwerterbringer dieser Finanzwirtschaft und nicht die Millionen-Freaks wie Ackermann & Co, die uns gelehrt haben sollten, dass Geld, als Tauscheinheit für Ware und Dienstleistungen, kein Geld produzieren kann.



«:::P:::» «:::E:::» «:::R:::» «:::F:::» «:::E:::» «:::K:::» «:::T:::»
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.939.444 von BoersenHighlander am 08.04.09 10:11:41Klasse Beitrag ;)


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