DAX+0,08 % EUR/USD0,00 % Gold-0,12 % Öl (Brent)-0,28 %

Die Wertberechnung (Unit-System) - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Wie berechnet Ihr Eure Werte? Wir machen das nach dem sog. Unit-System. Näheres dazu später an dieser Stelle..
Hallo NetsroT,

gute Idee, verschiedene Threads zu eröffnen.

Ich fang dann mal mit unserer Berechnung an:

Wir werden am 01.07.2000 starten.

Unser Depotvolumen wird dann in Anteilen zu je 50 Euro gesplittet und rechnerisch auf die Gesellschafter verteilt. Wer also 1000 Euro Startkapital hat, bekommt dafür am 01.07.2000 20 Anteile. Sollte das Gesamte Depotvolumen bis zum (z.B.) 01.10.2000 um 10% gewachsen sein, wäre demnach ein Anteil 55 Euro wert. Dieses wäre auch der Preis, für neue Anteile, wenn ein Gesellschafter seine Einlage erhöhen will oder ein neuer Gesellschafter hinzu kommt. Das wäre eine fair berechnete Kapitalerhöhung. Jedenfalls im Vergleich zu den Neuemissionen und Privatplazerungen, die im Moment ja wie aus dem Boden sprießen. Da wir, wie im großen Thread beschrieben, keine regelmäßigen Beiträge erheben, dürfte der Rechenaufwand nicht all zu groß werden. Ich denke ich werde das ganze bei 10 Gesellschaftern bequem mit einer Excel-Tabelle erschlagen können.

Gruß DT4920
Hi DT4920,
ist das schon dieses Unit-System nach dem Ihr Eure Anteile ausrechnet?
Habe von diesem System noch nie gehört und würde gerne mehr wissen...

uka
Hallo uka,

ich glaube, das kommt dem Unit-System sehr nahe. Ich habe damals versucht, ein möglich einfaches und faires Berechnungsverfahren zu finden und habe mich dabei nicht an bestehende oder übliche Berechnungsverfahren geahlten. Allerdings habe ich schon den Mustervetrag von der DWS bestellt und ihn als Grundlage für unseren Gesellschaftervertrag genommen.

Hier die einschlägigen Paragraphen aus unserem Vertrag:

§ 8 Erwerb / Verkauf von Anteilen

1. Es werden keine regelmäßigen Beiträge erhoben.
2. Es können nur ganze Anteile gekauft oder verkauft werden.
3. Am Tag des Erwerbs wird das Gesamtdepot zum Schlusskurs des Vortages an der Kaufbörse bewertet und durch die Anzahl der Anteile dividiert. Entsprechend ist der Preis der neu zu erwerbenden Anteile. Die Summe ist vorab auf das Geschäftskonto einzuzahlen. Eine eventuelle Überzahlung wird zurückerstattet. Bei Unterzahlung werden entsprechend weniger Anteile ausgegeben.
4. Am Tag des Verkaufs wird das Gesamtdepot zum Schlusskurs des Vortages an der Kaufbörse bewertet und durch die Anzahl der Anteile dividiert. Entsprechend ist der Preis der zu verkaufenden Anteile. Nach Gutschrift auf dem Geschäftskonto wird die Summe dem entsprechenden Gesellschafter überwiesen.
5. Bei jeder Anteilsveränderung wird dem entsprechenden Gesellschafter eine Verwaltungs- und Auslagenpauschale von 10 Euro belastet.

§ 9 Beteiligung am Gesellschaftsvermögen

1. Bei Gründung der Gesellschaft erhält der Gesellschafter je 50 Euro einen vollen Anteil. Jeder Gesellschafter muss eine erstmalige Einlage von mindestens 10 Anteilen vornehmen.
2. Sofern Anteile verkauft oder erworben werden, wird die Bewertung zum Schlusskurs des Vortages an der Kaufbörse vorgenommen.

Gruß DT4920
Hallo dt4920,
Eure Version kommt dem Unit-System sehr nahe, ist eigentlich genau ein Unit-System. Fast ähnlich eines Fonds wird das gesamte Vermögen des Clubs in Anteile geteilt. Das könnte am Anfang so aussehen:

Clubgründung, 5 Mitglieder. Diese Zahlen am Anfang 300,200,500,450 und 350 € ein. Sind also 1800 € Startkapital.

Jetzt überlegt man sich, wieviel Wert ein Anteil haben soll. Wir sind damals davon ausgegangen, dass ein Anteil 15€ Wert sein soll, da dies der monatlichen Mindesteinlage je Gesellschafter entspricht.

Wären also am Anfang 120 Anteile (1800 € /15).
Mitglied A zahlte 300 €, bekommt nun 20 Anteile.

Jetzt arbeitet der Club. Kauft Aktien, gibt Gelder für Zeitungsabos aus usw....

Am 01. des nächsten Monats sind nicht mehr 1800, sondern nur noch 1650 € Gesamtvermögen vorhanden.

Bei den 120 anfänglich ausgegebenen Anteilen entspricht das einen Anteilswert von 13.75 €. Jeder Gesellschafter ist also an den Verlusten bzw. Ausgaben des Monats beteiligt.

Jetzt zahlen die 5 Gesellschafter ihre monatlichen Beiträge.
Wir machen uns das jetzt mal einfach, jeder zahlt 50 €. D.h. jeder erhält nun 3,64 Anteile (50€ / 13,75).

Dadurch sind nun mehr Anteile vorhanden, der Anteilswert liegt aber immer noch bei 13,75 € je Anteil.

Und so geht das nun immer weiter.......
Hallo NetsroT,

genauso wollen wir das machen. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass nur ganze Anteile neu erworben oder verkauft werden können.

Sollte also irgendwann einmal ein Anteil am Depotvermögen 22,56 Euro wert sein (was ich nicht hoffe, denn wir starten ja mit einem Anfangsanteilwert von 50 Euro), müsste man halt 225,6 Euro plus 10 Euro Aufwandspauschale für 10 neue Anteile bezahlen bzw. bekäme man 225,6 Euro minus 10 Euro für den Verkauf von 10 Anteilen.

Gruß DT4920
Hallo dt4920,

wollte gerade schon Fragen, mußte aber kurz weg, daher erst jetzt:

Frage 1) wie begründet Ihr die Aufwandspauschale???

Frage 2) Wenn ich Euer System richtig verstehe, zahlt jeder dann, wenn er Lust bzw. Geld hat BZW. WENN DIE ANTEILE NIEDRIG STEHEN. So würde ich das machen. Gab es da schon Probleme, oder bekommt Ihr recht regelmäßig Geld rein? Außerdem stelle ich mir die Planung ein wenig schwierig vor, wenn man nie weiß, wann wieder Geld in die Kasse kommt...so sind gezielte Käufe doch eher selten, oder aber ihr habt zeitweise eine recht hohe Barreserve!

NetsroT
Hallo NetsroT,

zunächst nochmal: Wir starten erst am 01.07.2000. Im Moment laufen die Einzahlungen zur Ersteinlage.

Wir planen nicht mit regelmäßigen Beiträgen. Vielleicht muss man das ganze mit einem Fonds vergleichen: Ich kaufe mir Anteile. Wenn ich meinen Gewinn realisieren möchte verkaufe ich halt Anteile. Aber mit einem Fonds betreibe ich kein Trading. Wenn ich mit einem Fonds zufrieden bin und ich Kapital investieren will, erhöhe ich irgendwann mal meine Anteile.

Ich denke, dass es nicht so hohe Fluktuationen gibt. Dafür sorgt eventuell auch die Aufwandspauschale von 10 Euro. Die erlaubt es uns, bei der Barreserve keine Rücksicht auf eventuelle Anteilsminderungen zu nehmen. Selbstverständlich ist es ratsam eine mehr oder weniger hohe Barreserve zu haben, die sollte dann aber auch zu neuen Anlagen genutzt werden. Wir wissen aber auch, dass 10 Euro zu wenig sind, um die Kosten eines Verkaufs von Aktien zu finanzieren. Wir wollten aber bewusst nicht das Kapital der Gesellschafter quasi sperren.

Ich würde zum Beispiel meine Einlage von 1000 Euro erst erhöhen, wenn ich davon überzeugt bin, dass das neue Kapital im Vergleich zu meinen sonstigen Einlagen mit der passenden Risikostruktur und den nötigen Erfolgsaussichten im Club gut arbeitet. Reduzieren würde ich Anteile, wenn ich vom Gegenteil überzeugt wäre, dringend Geld bräuchte oder (ich hoffe dieser Fall wird eintreten) einen Teil des Gewinnes realisieren und konsumieren will.

Richtig ist aber auch, dass wir nicht dauernd neue Anlageentscheidungen treffen müssen, wenn das Geld investiert ist. Wir müssen uns aber darüber unterhalten, wann Aktien verkauft werden und in diesem Falle stände auch eine Entscheidung über eine Neuinvestition aus. Dies macht uns ein bisschen unabhängig vom Tagesgeschäft.

Gruß DT4920
Bei regelmäßigen Einzahlungen bietet es sich an, diese jeweils zum Ultimo vorzunehmen und Die Anteilswertberechnung
ebenfalls nur einmal monatlich - auch zum Ultimo - vorzunehmen.

gruss cicero1
Wie verwaltet ihr eure Konten. Mir schwebt eine selbstgebastelte EXCeltabelle vor. Kennt jemand eine spezielle Software. Ich habe gelesen, dass es ein gibt, habe aber vergessen, wo.
Gutue


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um einen ältere Diskussionen, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier ein neue Diskussion.