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Milliardenklage wegen Handy-Strahlung - 500 Beiträge pro Seite | Diskussion im Forum

eröffnet am 03.08.00 20:10:02 von
neuester Beitrag 11.10.01 13:13:38 von


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    03.08.00 20:10:02
    Beitrag Nr. 1 ()



    US-Neurologe will 1,7 Milliarden Mark / Mobiltelefon soll für Hirntumor verantwortlich sein

    Ob die von Handys beim Telefonieren ausgesandte Strahlung gesundheitsschädlich ist, darüber streiten seit Jahren die Experten (ZDNet berichtet laufend). Nun scheint Bewegung in die Diskussionen zu kommen. Nach Angaben des "Spiegel" hat ein Neurologe aus Baltimore Motorola und Verizon Communications verklagt, weil sein bösartiger Gehirntumor durch die Strahlen des Handys ausgelöst worden sein soll. Die Höhe der Klage: 800 Millionen Dollar, also rund 1,7 Milliarden Mark.

    Der 41-jährige Chris Newmann ist vor zwei Jahren an einem Tumor hinter dem rechten Ohr erkrankt. Seine Anwältin gibt an, dass ihr Mandant über Jahre hinweg mehrmals am Tag mit dem Handy telefonierte, um für seine Patienten erreichbar zu sein.

    Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde FDA gibt es keine Beweise für diesen Zusammenhang, aber auch keine dafür, dass die Benutzung von Handys ohne Gesundheitsrisiko möglich ist.

    Im April hatte eine britische Verbraucherorganisation herausgefunden, dass die Freisprechanlagen mit kleinem Knopf-im-Ohr und Mikrofon die Strahlung noch verstärken, indem sie die bestehende Belastung kanalisieren.

    Avatar
    11.10.01 13:13:38
    Beitrag Nr. 2 ()
    "Wohin führt der mobile Wahnsinn noch?"

    Hier mal ne kleine Sammlung von Beiträgen, die man sich mal durch den Kopf gehen lassen sollte.


    MOBILFUNK, DECT-TELEFONE

    Weltweit und jederzeit erreichbar sein - diese Forderung moderner Menschen erfüllt die drahtlose Telefonie. Der Mobilfunk boomt. Allein in Deutschland schätzen es mittlerweile fast 30 Millionen Menschen, vom normalen Telefonnetz mit seine ortsfesten Anschlüssen unabhängig zu sein.
    Funkwellen bringen dieses "Wunder" zustande :
    Mit ihnen wird die Information zum nächstgelegenen Funkturm oder Antennenmast gesendet. Dort werden die Signale verstärkt und weitervermittelt, bis sie schließlich beim Empfänger landen.

    Auch bei den schurlosen Haustelefonen wird dies "Wunder" über Funkwellen realisiert. In diesem Fall werden die Informationen jedoch an die Basisstation im Haus gesendet und von dort ins Festnetz eingespeist. Seit dem Abschied von der analogen Technik häufen sich aber auch Berichte von Menschen die über Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Lernstörungen, Kopfschmerzen, Rastlosigkeit u.ä. klagen.

    Wir wollen hier über die möglichen Zusammenhänge informieren!



    GESUNDHEITLICHE GEFAHREN ?
    Bei den gesundheitlichen Gefahren der elektromagnetischen Strahlung auf den Organismus, unterscheidet man grundsätzlich die thermischen und die nicht thermischen Wirkungen.

    Thermische Wirkungen
    Hochfrequente Felder können in den Körper eindringen, die Energie wird dort absorbiert und zu einem großen Teil in Wärme umgewandelt. Eine damit verbundene Temperaturerhöhung im Körper kann zu Störungen des Stoffwechsels, des Nervensystems, der Embryonalentwicklung, zur Bildung spontaner Tumore oder zu "Grauem Star" führen.
    Diese Wirkungen sind aber erst nachzuweisen, wenn sich einzelne Körperteile oder das gesamte Körpergewebe um mehr als ein Grad Celsius erwärmen. Eine solche Erwärmung entspricht einer SAR-Rate von 2 W/kg (SAR=spezifische Absorptionsrate in Watt pro Kilogramm Körpermasse).

    Nichtthermische Wirkungen
    Unter dem Begriff nichtthermische Wirkungen werden alle Effekte zusammengefaßt, die sich nicht direkt auf die Erwärmung des Gewebes zurückführen lassen. Gerade dieser Umstand macht den Nachweis dieser Effekt besonders schwierig. Trotzdem sind im Laufe der letzten 30 Jahre sehr viele Studien veröffentlicht worden, die einen Zusammenhang zwischen elektromagnetischer Strahlung und Gesundheitsschädigungen nachweisen können. Wir werden hier im Einzelnen darauf eingehen und soweit vorhanden die Studien zur Verfügung stellen.


    SAR-WERTE
    Je nach Modell und Hersteller verursachen Mobiltelefone beim Telefonieren sehr unterschiedliche Strahlenbelastungen im Kopfbereich. Diese Strahlenbelastung wird als SAR (Spezifische AbsorptionsRate) gemessen. Die SAR-Werte beziehen sich auf den Kopfbereich und werden in den USA über 1g Gewebe gemittelt und in Europa über 10g Gewebe. Durch diese Unterschiede, aber auch durch Unsicherheiten bei Messverfahren, Kalkulationen und auch der Abhängigkeit von der genauen Position des Handies beim Telefonieren ergeben sich unterschiedliche Messwerte.

    Um Transparenz für den Verbraucher zu schaffen, wird ein weltweit einheitliches Messverfahren benötigt.
    Bereits 1999 wurden von der Schweiz, Großbritannien, Schweden und Kanada konkrete Maßnahmen gefordert bzw. angekündigt.
    Bis es aber Standard geworden ist, dass die - nach einheitlichen Messregeln ermittelten - SAR-Werte auf jeder Handy-Verpackung zu finden sind wird wohl noch einige Zeit vergehen.

    Auch für die SAR-Werte (Teilkörper/Kopf) gibt es Grenzwerte von der ICNIRP, der chinesischen Umweltbehörde, der ANSI/IEEE (USA) und Vorsorgewerte des NOVA-Instituts, die sich deutlich voneinander Unterscheiden :
    ICNIRP : 2,0 W/kg
    ANSI/IEEE (USA) : 1,6 W/kg
    chinesische Umweltbehörde : 0,5 W/kg
    NOVA : 0,2 W/kg


    Die Messwerte in den folgenden Tabellen stammen aus verschiedenen Quellen.


    DECT TELEFONE
    WER HEUTE EIN SCHNURLOSES TELEFON MIT EINER REICHWEITE VON BIS ZU 300 M SUCHT, LANDET FAST UNWEIGERLICH BEI DEN NEUEN DIGITALEN GERÄTEN NACH DEM DECT-STANDARD.

    IM GEGENSATZ ZU DEN BISHER ÜBLICHEN SCHNURLOSEN TELEFONEN SENDET DER DECT-SENDER PERMANENT GEPULSTE HOCHFREQUENZSTRAHLUNG AUS - UND NICHT ERST DANN, WENN GESPROCHEN WIRD. ÜBER DIE GESUNDHEITLICHEN FOLGEN VON DECT-ANLAGEN WERDEN HEFTIGE DISKUSSIONEN GEFÜHRT.

    AM 15.12.99 VERLAUTBARTE DAS BUNDESAMT FÜR STRAHLENSCHUTZ (BFS) IN EINER PRESSEERKLÄRUNG, DASS "NACH DERZEITIGEM WISSENSCHAFTLICHEN KENNTNISSTAND EINE GESUNDHEITLICHE BEEINTRÄCHTIGUNG DURCH SCHNURLOSE TELEFONE NICHT ANZUNEHMEN IST"; DIES GILT AUSDRÜCKLICH FÜR SCHNURLOSE TELEFONE NACH ANALOGEM UND AUCH DIGITALEM STANDARD.
    DAS BFS BEZIEHT SICH BEI SEINER BEURTEILUNG AUF DIE INTERNATIONALEN GRENZWERTEMPFEHLUNGEN DER INTERNATIONALEN KOMMISSION ZUM SCHUTZ VOR NICHTIONISIERENDER STRAHLUNG (ICNIRP 1998) UND DIE DEUTSCHE ELEKTROSMOGVERORDNUNG VON 1997 (26.BIMSCHV). SCHÄDIGENDE GESUNDHEITLICHE WIRKUNGEN SEIEN NACH DERZEITIGEM KENNTNISSTAND NICHT ZU ERWARTEN, WENN DIE DORT GENANNTEN GRENZWERTE EINGEHALTEN WERDEN.

    GANZ IM GEGENSATZ DAZU FORDERT DER BERUFSVERBAND DEUTSCHER BAUBIOLOGEN (VDB) EIN VERBOT FÜR DECT-TELEFONE, ÖKO-TEST STUFT DECT-TELEFONE ALS "NICHT EMPFEHLENSWERT" EIN.

    IN DER PRESSEERKLÄRUNG DES VDB HEIßT ES U.A.:
    "DIE ERFAHRUNG MIT DEN NEUEN HAUSTELEFONEN NACH DECT-STANDARD IST DERART NEGATIV UND DIE ZAHL DER GESUNDHEITSBEDINGTEN REKLAMATIONEN SO GROß, DASS EIN VERBOT GEFORDERT WERDEN MUSS."

    IM NOVEMBER 1999 WURDEN VIELE VERBRAUCHER DURCH FERNSEH- UND PRESSEMELDUNGEN AUFGESCHRECKT, DIE ÜBER MÖGLICHE GESUNDHEITSGEFAHREN, WIE Z.B. SCHLAFSTÖRUNGEN, DURCH DECT-TELEFONE BERICHTETEN. AUSGANGSPUNKT WAREN DIE IN EINER FERNSEHSENDUNG UND IN DER ZEITSCHRIFT ÖKO-TEST (11/99) VERÖFFENTLICHEN MESSUNGEN AN 16 DECT-TELEFONEN. DIE IM ABSTAND VON 1,5 M GEMESSENE LEISTUNGSFLUSSDICHTE LAG ZWISCHEN 435 UND 1.750 NW/CM². ALLE GERÄTE WURDEN ALS "NICHT EMPFEHLENSWERT" EINGESTUFT, DA IN 3 M ENTFERNUNG EINE LEISTUNGSFLUSSDICHTE VON MEHR ALS 100 NW/CM² GEMESSEN WURDE. BEI EINIGEN GERÄTEN WIRD DIESE GRENZE IN EINEM HALBEN METER ABSTAND UM MEHR ALS DAS 100-FACHE ÜBERSCHRITTEN.

    DER WERT VON 100 NW/CM² BERUHT VOR ALLEM AUF EINSCHÄTZUNGEN VON BAUBIOLOGEN, DIE AUF IHRE ERFAHRUNGSWERTE UND AUF EINZELNE UNTERSUCHUNGEN VERWEISEN.

    ERFAHRUNGEN VON ELKE
    Mein Freund hat ein freistehendes Einfamilienhaus. Seit mehreren Jahren hatte er dort ein schnurloses DECT-Telefon. Ist ja auch praktisch, so ein Trag-mich-durch-die-Gegend. Jedoch litt mein Freund unter immer wiederkehrenden heftigen Angstzuständen und unter fast permanenten massiven Schlafstörungen. Seiner Meinung nach war er lediglich stark überarbeitet und überfordert in seinem Job. Monatelang redete ich auf ihn ein, doch zumindest einmal versuchsweise ein ganz einfaches schnurgebundenes Telefon anzuschließen, nur für vier Wochen, und zu schauen, ob sich etwas ändert. Da das schnurlose Telefon einen leichten Defekt aufwies und ihm mein ständiges Bohren wohl lästig wurde, kaufte er sich schließlich für DM 30,- ein Schnurtelefon. Das DECT-Gerät wurde entstöpselt, das neue angeschlossen. In der folgenden Nacht bekam er kein Auge zu und war am nächsten Morgen so gerädert wie selten. So eine Pleite! - dachte er, bis er dahinter kam, daß ja in dem Handgerät noch der Akku war, und der war am Morgen fast komplett leer. Das Handgerät hatte die ganze Nacht über nach seiner (außer Betrieb gesetzten) Basisstation "gerufen" und dadurch erst recht ein Funkfeuerwerk entfacht. Also neuer Versuch: die Akkus wurden ein letztes Mal geladen, herausgenommen und separat gelagert, das Telefon nun tatsächlich "still" gelegt.

    Bereits nach zwei Tagen stellte mein Freund fest, dass er entschieden tiefer und erholsamer schlief. Seine Konzentrationsf&aunl;higkeit verbesserte sich enorm, das sprachliche Ausdrucksvermögen nahm endlich wieder die von früher gewohnte Qualität an und die Atmosphäre im Haus war irgendwie harmonischer. Inzwischen hat er beschlossen, dass in seinem Haus niemals wieder ein DECT-Telefon ans Netz kommt! Übrigens schlafe auch ich jetzt dort viel besser als zu DECT-Zeiten.


    Geschrieben von Elke






    Im Gespräch: Schnurlose Telefone
    Gepulste Strahlung nonstop - Erste Fallbeispiele aus der Praxis
    `Schnurlose` nennt man jene funkenden Haustelefone, die im Bereich von etwa 50 bis 200 Metern ohne Kabel auskommen und deren kleine Basisstationen (zumeist gleichzeitig die Ladestationen der Akkus) in den eigenen vier Wänden auf Schreib- oder Nachttischen stehen. Nimmt man den drahtlosen Hörer zur Hand und wählt, dann sorgt ein elektromagnetisches Feld für die Verbindung vom Handapparat zum Basisteil. Beendet man das Gespräch und hängt ein, dann ist Stille, auch Funkstille. So sollte es sein, so war es bisher bei den Schnurlosen aller Hersteller.
    Eine neue Technik macht`s möglich: Die fürs Telefonat benötigte elektromagnetische Strahlung hört nach dem Einhängen eben nicht auf. Die Basisstation sendet ohne Unterlaß weiter, nonstop, 50 bis 200 Meter weit. DECT heißt das Zauberwort. DECT ist ein Standard, nach dem seit 1994 schnurlose Telefone gebaut werden.
    Neu dank DECT ist auch der Abschied von der analogen Technik, mit der bisher gesendet wurde. Statt dessen kommt nun die digitale Technik, und diese ist zudem gepulst, das heißt, die elektromagnetische Strahlung wird rhythmisch "zerhackt", getaktet. Diese Art zu Senden kennt man schon vom Radar und Mobilfunk, den D- und E-Netzen. Bei der ungepulsten analogen Technik konnten in all den Jahren keine biologischen Risiken festgestellt werden. Bei der gepulsten digitalen Technik gibt es dagegen ständig neue Warnungen seitens der Wissenschaftler, sie fanden zahlreiche biologische Effekte im Einfluß dieser Strahlung. Trotzdem werden gepulst funkende Telefone weiter millionenfach verkauft.
    Dank DECT-Technik muß jetzt auch mit höheren Strahlungsstärken gerechnet werden, denn statt 10 Milliwatt wie bisher werden nun 250 Milliwatt in die Umgebung (und auf den Menschen) geschickt, 25mal mehr.
    So findet man heute drei verschiedene technische Standards, nach denen die Hersteller produzieren:
    Schnurlose Telefone nach CT1-Standard gibt es seit zwei Jahrzehnten auf dem internationalen Markt. Die Technik wurde überarbeitet und heißt ab 1998 CT1-Plus. CT2 kam vor einigen Jahren aus den USA (CT steht für Cordless Telephone), und DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) drängt aktuell in die Verkaufsregale. Alle Anbieter wie Bosch, Grundig, Hagenuk, Panasonic, Philips, Quelle, Samsung, Siemens, Sony, Telekom... produzieren ihre drahtlosen Telefone nach diesen drei Standards.
    CT1-Plus-Schnurlose senden relativ schwache und nicht gepulste analoge Wellen aus, und das nur, wenn telefoniert wird.
    CT2-Schnurlose senden ebenfalls relativ schwache, aber gepulste digitale Wellen aus, und das auch nur dann, wenn telefoniert wird.
    DECT-Schnurlose senden dagegen relativ starke und gepulste digitale Wellen, und (das ist besonders wichtig) die Basisstationen senden mit voller Leistung nonstop, Tag und Nacht, auch wenn gar nicht telefoniert wird. Gepulster Elektrosmog zu Hause und darüber hinaus, ohne Pause.
    GAP (Generic Access Profile) erweiterte 1997 diesen DECT-Standard. GAP gewährleistet, daß die DECT-Telefonsysteme verschiedener Hersteller miteinander optimal kommunizieren. Wenn Sie hier oder in den technischen Unterlagen der Schnurlosen GAP lesen, dann wissen Sie, GAP und DECT meinen das gleiche.
    Deshalb, wenn Sie keine gepulste Strahlung und keine Dauerstrahlung über das geführte Telefonat hinaus wollen: Vorsicht in der Nähe dieser Telefone nach DECT- bzw. GAP-Standard, egal welcher Hersteller sie baut. Ich habe bei Fachhändlern und in den Telefonläden meiner Umgebung nachgefragt. Kaum einer kannte den Unterschied der Standards, wußte ob gepulst oder ungepulst gesendet wird, kaum einer konnte die besorgte und berechtigte Kundenfrage beantworten, ob die Geräte dauernd funken oder nur beim Telefonieren. Fragen Sie hartnäckig, lesen Sie in den Anleitungen und technischen Daten der Telefone nach, da steht`s, zumindest meistens.
    Schnurlose im Öko-Test
    Der Öko-Test veröffentlichte im März 1996 den Testbericht über `Schnurlose Telefone`. Hier einige Auszüge aus dem Artikel von Öko-Test-Redakteurin Eva Roth:
    In die Kritik geraten sind Handys und Mobilfunksendeanlagen. Die D- und E-Netze strahlen elektromagnetische Wellen ab, die man bisher nur vom Radar kannte und die als besonders schädlich gelten: gepulste Wellen. Es häufen sich die Berichte von Menschen, sogar von Kindern, die z.B. über Schlafstörungen klagen, seit ein Mobilfunksender in der Nachbarschaft den Betrieb aufgenommen hat. Wissenschaftler warnen vor den Risiken gepulster Strahlung.
    Trotz aller Bedenken forciert die Industrie gepulst sendende Telefone. Dabei geht es nicht nur ums Handy oder Autotelefon. Ein weiteres funkendes Telefon wird zum Massenartikel: das Schnurlose für zu Hause. Heute stehen bereits vier Millionen Telefone ohne Kabel in deutschen Wohnungen.
    Irgendwo in der Wohnung ist die Basisstation, eine unauffällige Mini-Sendeanlage, die auch Ladeteil für die Akkus ist. Das Gespräch wird per Funk vom Handgerät zu dieser Basisstation gesendet. Hier werden die Informationen verarbeitet und in das öffentliche Telefonnetz eingespeist.
    Wir wollten wissen, ob die kleinen schnurlosen Telefone für zu Hause ähnliche Risiken bergen wie die großen Brüder für unterwegs, die echten Mobilfunkhandys. Wolfgang Maes, freier Sachverständiger für Baubiologie und Umweltanalytik, und sein Kollege Helmut Merkel, DiplomIngenieur für Elektrotechnik, haben für uns sieben Schnurlose auf elektromagnetische Felder untersucht. Das Ergebnis: Vier der sieben Apparate sind nicht empfehlenswert. Sie funktionieren nach DECT-Standard, senden stärker als die anderen und zudem gepulst. Deren Basisstationen strahlen -noch ein Negativpunkt- immer, egal ob man nun telefoniert oder nicht.
    Für Maes sind diese Nonstop-Sender eine "zusätzliche kritische und unnötige Elektrosmogbelastung", die kaum ein Konsument einzuschätzen vermag, weil kaum einer weiß, daß es hier um einen Dauerfeldverursacher geht. Mit der Basisstation dieser Schnurlosen hole man sich den D- oder E-Netz-Sendemast quasi direkt ins heimische Wohn-, Arbeits- oder sogar Schlafzimmer.
    Zwar sei die Feldstärke der kleinen Schnurlos-Basisstation deutlich schwächer als ein großer MobilfunkSendemast, doch mache die geringere Entfernung zum Körper den Feldstärkeunterschied wieder wett. Die Basis- und Ladestationen der Schnurlosen findet man im Alltag körpernah auf Nachttischen, Schreibtischen, in Wohnraumregalen oder auf der Fensterbank. Je nach Nähe zum Körper können die ganz Kleinen auf dem Nachtschränkchen sogar feldstärker sein als die ganz Großen auf den Türmen und Dächern der Städte, Dörfer und an den Autobahnrändern.
    Nach den Messungen von Maes und Merkel senden die Handtelefonapparate eine ähnlich starke Strahlung wie die dazugehörige Basisstation. Allerdings senden die Handgeräte nur, wenn telefoniert wird, und sind deshalb nicht so problematisch wie ihre permanent funkenden Basisteile. Drei der getesteten Geräte senden nicht nonstop, sondern nur beim Telefonieren, und übertragen zudem ungepulst, können also durchaus empfohlen werden.
    Aus technischer und gesundheitlicher Sicht ist wichtig zu verstehen, wie die Sprachübertragung bei den Schnurlosen funktioniert. Grob unterschieden wird zwischen analoger (ungepulster) und digitaler (gepulster) Technik.
    Bei analoger Übertragung sendet die Antenne des Handgerätes hochfrequente elektromagnetische Wellen zur Basisstation. Auf diese Wellen wird die Sprachinformation aufmoduliert und drahtlos durch die Luft transportiert.
    Der digitale Funk `verpackt` die Sprache in winzige Teile, und diese Einzelinformationen werden über die elektromagnetische Welle zum Empfänger geschickt. Bei dieser Technik wird die hochfrequente Welle zudem niederfrequent zerhackt, periodisch getaktet: bei den Schnurlosen 100 mal (DECT) oder 500 mal (CT2) in der Sekunde, beim D- und E-Netz 217 mal. Der technische Vorteil: Man kann so mehr Information transportieren. Der Großteil der Branche setzt bei den schnurlosen Telefonen immer mehr auf die gepulste Technik nach DECT-Standard. Für die Industrie ist diese Technik eine feine Sache, für die Gesundheit jedoch problematisch. "Die gepulste Strahlung", so Prof. Günter Käs von der Bundeswehruniversität Neubiberg, "ist sehr aggressiv."
    Bei unseren Tests wurden die Strahlungsstärken der Basisstationen in Nanowatt pro Quadratzentimeter (nW/cm² gemessen. Die ständig funkenden DECT-Telefone von Hagenuk, Siemens und Telekom schafften in 50 cm Entfernung bis 16.000 nW/cm²;, in 30 cm Abstand sogar bis 44.400 nW/cm²;. Dr. Lebrecht von Klitzing, Medizin-Physiker der Universität Lübeck, fand bei Laborversuchen Hirnstromveränderungen bereits bei 100 nW/cm²;. Dr. von Klitzing und Prof. Käs halten die von uns ermittelten Werte für kritisch. Empfindliche Menschen könnten bei diesen Belastungen schon mit Symptomen wie z.B. Unwohlsein, Schmerzen, Schwindel und Schlafstörungen rechnen.
    Inzwischen weisen, so die beiden Wissenschaftler, mehrere Studien darauf hin, daß neben der Feldstärke der immer gleichbleibende -also periodische- Puls und die Dauer der Strahlenbelastung, besonders in der Schlafphase, entscheidend sind, ob biologische Effekte auftreten oder nicht. Beide Risikofaktoren, Puls und Dauer, gelten für vier Geräte des Tests und übertragen für alle, die nach DECT-Standard gebaut werden.
    Alle Telefone wurden dem Alltag entsprechend gemessen: in einem 30 m²; großen Altbauwohnzimmer mit Rauhfaserwänden, sparsamer Möblierung und wenig reflektierenden Flächen. Maes hat die unscheinbare Basisstation des Siemens Gigaset hinter eine 42 cm dicke massive Ziegelsteinwand in ein Nebenzimmer gestellt und gemessen, wieviel gepulste Strahlung durch die Wand geht. Es waren 1.000 nW/cm², eine Belastung, die zehnmal höher ist als jene, bei der man im EEG nachweisen konnte, daß sie unsere Hirnströme durcheinanderbringt. Die im Kellergeschoß aufgestellte Hagenuk-Basisstation verursachte im Schlafzimmer des Erdgeschosses darüber immer noch Strahlungsstärken der EEG-auffälligen Höhe von 100 nW/cm²;, eine im Nachbarhaus am Fenster positionierte ebenfalls.
    Alle DECT-Schnurlosen im Test schafften innerhalb eines Raumes noch im Umkreis von 3 bis 5 Metern diese kritische 100 nW/cm²-Marke, die zu besorgniserregenden biologischen Effekten führt.
    Die DECT-Ingenieure erklären, warum denn die Basisstationen der gepulsten Schnurlosen Dauersender sein müssen: Man kann an eine Basisstation zahlreiche Handgeräte anschließen, die wiederum untereinander kommunizieren können. Deshalb müsse die Basisstation ständig mit den Handgeräten in Kontakt bleiben.
    Es geht auch anders. So funkt das digitale Sony-Gerät DCT 200 nur beim Telefonieren, also nicht nonstop. Erst wenn man den Hörer hochhebt und sprechen will, wird eine Verbindung hergestellt. Außerdem hat die Basisstation des Sony ein eingebautes normales Telefon, was nach altem Brauch über Kabel läuft. Man hat hier also die Wahl: Funk oder Kabel. Das Sony funktioniert nach dem weltweit verbreiteten digitalen CT2-Standard. An andere analoge Telefone kann man auch bis zu vier Hörer anschließen und erspart sich den Dauersender.
    Siemens ist überzeugt, daß sich die neue DECT-Technik durchsetzt: "In ein paar Jahren werden 90 % aller Schnurlosen DECT`s sein." Das Bundesamt für Strahlenschutz hält, im Widerspruch zu vielen internationalen Wissenschaftlern, die gepulsten Telefone für unriskant und gibt somit grünes Licht für die Industrie.
    Demnächst sollen ganze Stadtteile übersät sein mit hunderten dieser DECT-Sender oder ähnlicher Systeme. Wenn 1998 das Telefon-Monopol fällt, dann werden weitere private Firmen Telefonverbindungen anbieten. Sie wollen eigene flächendeckende Telefonnetze aufbauen. Straßen aufreißen und neue Kabel verlegen ist viel zu teuer. Bleibt der Funk.
    Soweit das Magazin Öko-Test.
    Was tun?
    Möglichst normale Kabeltelefone benutzen. Drahtlose Telefone nur als Zweitapparat anschaffen und nur gezielt einsetzen, z.B. beim Arbeiten im Garten oder im Keller. Möglichst kurz schnurlos telefonieren. Analog funkende Telefone (ohne Puls) sind, nach allem was man bisher weiß (und das ist wahrhaft noch nicht viel!), biologisch unkritischer als digital (mit Puls) sendende. Analog sendende CT1-Plus-Telefone bewähren sich seit vielen Jahren auf dem Markt. Es gibt sie weiterhin in den Geschäften, auch wenn die DECT-Dauerstrahler seit wenigen Jahren immer mehr zum Marktführer aufsteigen.
    Erinnern wir uns:
    CT1-Plus-Standard, das bedeutet schwache und analoge Strahlung, nicht gepulst und nicht dauersendend. Nach dem Einhängen ist Funkstille, es gibt dann keinen Elektrosmog mehr, hier gibt`s also kein nennenswertes Problem.
    CT2-Standard heißt schwache digitale Strahlung, gepulst und somit beim Telefonieren eventuell biologisch kritischer, aber wenigstens auch nicht dauersendend.
    Vorsicht: DECT- und GAP-Standard bedeuten stärkere digitale Strahlung, gepulst und nonstop volle Leistung sendend, auch wenn nicht telefoniert wird. Es gibt im Umfeld der Basisstation gepulsten Dauerelektrosmog.
    Wenn ein DECT-Telefon in einem Haus steht, dann messe ich seine unverwechselbaren Signale im gesamten umgebenden Wohngebiet, auf der Straße, im Garten, beim Nachbarn, je näher an der Feldquelle -der Basisstation-, um so stärker, selbst durch Mauern hindurch, bis zu 50 Meter weit und manchmal noch mehr.
    CT1-Plus-Schnurlose senden mit 10 mW (Milliwatt) Leistung im hochfrequenten Bereich von 885 bis 930 MHz (Megahertz).
    CT2-Geräte senden auch mit 10 mW, hier im Bereich von 864 bis 868 MHz, gepulst mit 500 Hz.
    DECT- bzw. GAP-Telefone senden mit 250 mW bei 1880 bis 1900 MHz, gepulst mit 100 Hz, 25mal so stark wie CT1-Plus und CT2 und schon im Bereich von D- und E-Netz-Mobilfunkhandys.
    EEG-Effekte und andere biologische Probleme wie Stoffwechsel-, Immun- und Zellkommunikationsstörungen, Hormon-, Schlaf- und Durchblutungsstörungen, vegetative und neurale Auffälligkeiten, Schmerzen und Förderung des Krebszellenwachstums... fanden Wissenschaftler nur bei gepulster Strahlung, bei ungepulster nicht.
    Siemens: "Umtauschen..."
    Ein Kunde sprach Siemens an und wollte seinen gepulsten Dauersender wieder loswerden, aus Vorsorge. Siemens, der Hersteller des DECT-Telefons Gigaset, reagierte im August 1996: "Der Gebrauch solcher schnurlosen Telefone gilt als gesundheitlich unbedenklich. Gemäß der Strahlenschutzkommission ist ein Sicherheitsabstand des Kopfes zur Antenne nicht erforderlich. Ihr Gigaset funktioniert einwandfrei. Wir wünschen eine immer gute Verbindung mit Ihrem Gigaset."
    Geht es statt um biologische um technische Störungen, dann empfiehlt Siemens auf Anfrage der Zeitschrift `Test` (siehe auch im folgenden Absatz), ein DECT-Telefon gegen ein analoges umzutauschen, denn "die Telefone können die Technik der Umgebung stören", darauf sei in der Gebrauchsanleitung hingewiesen.
    Stiftung Warentest: "Tobak..."
    Die Stiftung Warentest schreibt in `Test` (Heft 7/1997): "DECT-Telefone vertragen sich nicht mit elektronischen Geräten, z.B. mit Satellitenempfängern, trotz CE-Zeichen und Erfüllung der EU-Richtlinien. Es gibt in der Umgebung eingeschalteter DECT-Telefone häßliche Streifen im Fernsehbild. Dabei muß die Basisstation nicht einmal im selben Raum stehen. In einem Fall betrug die Entfernung zehn Meter, und zwischen Satellitenreceiver und Basisstation war eine Decke und eine Wand. Auch für Hörgeräte, andere Telefone und Stereoanlagen ist die gepulste Mikrowellenfrequenz der schnurlosen DECT-Telefone starker Tobak. Gestörte Geräte fiepen, brummen und versagen ganz. Mit analogen Telefonen gibt es keine Probleme."
    `Test` fragt: Sind DECT-Telefone elektrische Umweltverschmutzer? `Test`-Antwort: "Alle überprüften DECT-Telefone machten Störungen." `Test`-Tip: "Vereinbaren Sie ein Umtauschrecht, und schreiben Sie bei Problemen an die Hersteller. Je mehr reklamieren, um so größer der Druck." `Test` zur Qualität: "Digitale Telefone schneiden in Gebäuden schlechter ab als analoge."
    Und der Mensch?
    Satellitenreceiver, Fernsehapparate, Hörgeräte und andere elektronische Geräte lassen sich also durch gepulste DECT-Signale stören, und das noch in zehn Metern Entfernung hinter Wänden. Für Hirne und Nerven sehen amtliche Strahlenschützer und die Hersteller keine Notwendigkeit für einen Sicherheitsabstand, nach deren Meinung könnten Sie sich Ihren DECT-Dauerbrenner direkt unters Kopfkissen legen... Einem Menschen mutet man Millionen mal mehr Feldstärke zu als ein technisches Gerät aushält.
    Gegen Mobilfunktürme gibt es einige hundert Bürgerinitiativen und gegen DECT-Telefone keine. Die Menschen sind schlecht informiert, geht es hier doch um eine vergleichbare Strahlung. In vielen Fällen ist das DECT-Telefon im Raum oder nebenan feldintensiver als die auf dem Dach des Hauses installierte riesige D- oder E-Netz-Sendeanlage.
    Fallbeispiele
    Wir von der Baubiologie Maes und die Ärzte, mit denen wir zusammenarbeiten, erleben in den letzten Jahren zunehmend, daß Menschen auf die gepulste Strahlung solcher Telefone reagieren. Die Klagen werden lauter, daß körperliche und seelische Symptome wie z.B. Kopfschmerzen, Schwindel, ständige Müdigkeit, Ohrenrauschen, Schlafprobleme, Konzentrations- und Sehstörungen, Allergien, Gereiztheit, Nervosität, Ängste oder allgemeines Unwohlsein auftraten, nachdem man in der Nähe Mobilfunksender installierte oder DECT-Haustelefone Einzug hielten.
    Die Erfolge nach Abschirmung von mobilfunkbestrahlten Räumen, nach Verlegung von Bettplätzen oder Entfernung der Verursacher sind deutlich. Hier eine Auswahl von inzwischen reichlich vorliegenden Fallbeispielen:
    Sabine Willems aus Krefeld ließ ihr neues Haus vor dem Umzug baubiologisch untersuchen und richtete sich entsprechend ein. Sie fühlte sich hier wohl und schlief gut, so auch ihr Mann und ihr kleiner Sohn. Nach drei Jahren ging es mit ihrer Schlafqualität zunehmend bergab, jede Nacht Beschwerden, jeden Morgen wie verkatert, Kopfschmerzen, schlechte Laune. Ehemann Christoph und Sohn Daniel hatten keine Probleme. Die 35jährige konsultierte fünf Ärzte, nahm Medikamente, versuchte es mit Bettverstellungen, schlief auch in anderen Räumen, experimentierte auf verschiedensten Ebenen, sechs Monate lang, keine Besserung. Dann eine erneute baubiologische Untersuchung. Die zeigte starke DECT-Signale. Die Signale kamen vom Nachbarn, das Telefon stand in Sichtkontakt auf seiner Wohnzimmerfensterbank, etwa acht Meter von Frau Willems Bett entfernt. Der Nachbar tauschte dieses digitale gegen ein analoges Schnurloses nach altbewährtem CT1-Plus-Standard aus. Nun ist ein Jahr vergangen. Sabine Willems hat seitdem keine Beschwerden mehr.
    Helga Gollers aus Schwalmtal ist MS-krank, behindert und pflegebedürftig. Plötzlich ging es ihr rapide schlechter, sie hat in einem Jahr 30 Kilo abgenommen, konnte kein Essen mehr bei sich halten, nicht einmal mehr Sprudel, ihr war ständig übel, die Kopfschmerzen wurden immer unerträglicher. Sie führte das auf ihre schwere Krankheit zurück und befürchtete schon das Allerschlimmste, wunderte sich aber, daß es ihrem Mann auch schlechter ging und er in dem gleichen Zeitraum von einem Jahr plötzlich jede Nacht Kopfschmerztabletten brauchte. Die 50jährige: "Wir waren verzweifelt, wußten nicht weiter. Da kam mein Arzt bei einem seiner Hausbesuche auf die Idee, das neue DECT-Telefon aus der Steckdose zu ziehen. Wir hatten das ein Jahr zuvor gekauft, die einzige Veränderung im Schlafraum. Es stand auf dem Nachttisch zwischen den Betten, nah am Kopf. Das war`s!! Danach ging es uns täglich besser, es war wie ein Wunder. Zwei Wochen später hatte mein Mann keine Schmerzen mehr, und meine schreckliche Übelkeit war wie weggeblasen. Wir fühlten uns wie neugeboren! Seitdem warnen wir jeden vor diesen Geräten." Helga Gollers hat im letzten Jahr wieder 10 Kilo zugenommen.
    Der 8jährige Marcel aus Düsseldorf kratze sich ein halbes Jahr lang immer wieder die Haut blutig, besonders nachts im Schlaf. Vor diesem halben Jahr kam das DECT-Telefon in das Nebenzimmer, nur durch eine dünne Gipswand von seinem Körper getrennt. Die Eltern wollten es nicht glauben: Kurz nachdem sie den Netzstecker der Basisstation zogen, hörte das Hautjucken des Jungen für immer auf.
    Bei der kleinen Susan aus Dortmund war es nach dem Neukauf eines DECT-Telefones aus mit dem Schlaf. Das Gerät stand im Wohnzimmerregal. Auf der anderen Seite der Wand lag die 5jährige in ihrem Bettchen und klagte über Ängste, Schwindel, Alpträume, Schweiß..., Symptome, die es vorher nie gab. Sie machte wieder ins Bett. Seit der Abschaffung des Telefons ist Susan wie vorher, schläft durch, ist trocken, hat keine Angst mehr.
    Auch der 38jährige Notar aus Neuss konnte kaum noch schlafen, klagte über Kopfschmerzen und andere diffuse Beschwerden. "Ich hatte das Gefühl, ich werde ganz plötzlich ganz alt, bekam erstmals leichten Bluthochdruck, wurde immer vergeßlicher, zunehmend nervöser, hatte Herzrasen. Die Blutdruckwerte lagen im Mittel bei 150 zu 110, obwohl ich zu niedrigem Blutdruck neige." Er bekam Betablocker. Bei der baubiologischen Untersuchung fielen die DECT-Signale aus der Wohnung des Nachbarn auf. Der kaufte einsichtig ein anderes Schnurloses nach CT1-Plus-Standard. Der Notar: "Das war verblüffend, mein Befinden hellte in wenigen Tagen auf, nach nur einer Woche habe ich die Betablocker abgesetzt. Warum wird man nicht besser informiert? Wer weiß schon, daß hier ein Gerät ständig sendet? Die meisten wollen ein Schnurloses, um nicht ständig übers Kabel zu stolpern, nicht um acht Hörer anschließen zu können. Dafür braucht man keinen Dauersender. Ich glaube, wenn es die Leute wüßten, wären sie viel vorsichtiger."
    Mir liegen inzwischen viele provozierende Fallbeispiele vor, sie ähneln den oben geschilderten. Erwachsene und Kinder reagierten gleichermaßen, nicht immer, aber oft. In den meisten Fällen waren die feldverursachenden Telefonbesitzer dankbar für die Aufklärung und haben die Dauersender umgetauscht bzw. ein anderes gekauft. Oder sie zogen die Telefone zumindestens nachts aus der Steckdose. In einigen Fällen haben die Betroffenen ihren Nachbarn ein neues Telefon bezahlt.
    In vier Fällen wollten die Kunden, nachdem sie meine Messungen erlebten und die nervenden DECT-Signale aus den Lautsprechern der Meßgeräte hörten, daß ich ihr Telefon gleich mitnehme.
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    BEOBACHTUNGEN ZUM SCHNURLOSEN HAUSTELEFON
    Von Dietmar Bitz, geobiologische Untersuchungen, Tel. 06726 – 1277, Im Januar 2001
    Bei meinen geobiologischen Hausuntersuchungen stellte ich überraschend fest, daß bei 5 Familien die gesunden jungen Frauen kürzlich eine Fehlgeburt hatten.
    Alle 5 Familien hatten eine DECT-Telefonanlage.
    Bei der sechsten Familie war die junge Frau im 4. - 5. Monat schwanger und war bereits dreimal stationär wegen Unregelmäßigkeiten bei Mutter und Kind ins Krankenhaus eingewiesen worden. Zur Feststellung von DECT-Telefonanlagen in Wohnungen benutzte ich das DIGIMETER von Endotronic, das auch mit einem akustischen Signal arbeit.
    Die biologisch wirksame Reichweite geht über den Standort der Sendeanlage hinaus, so daß bei einem Standort der Basisstation in der Diele die ganze Wohnung oder das ganze Haus betroffen ist (dickere Kalksandsteinmauern können etwas abschirmen).Bei der oben erwähnten sechsten Familie war es schwierig, den Mann dazu zu bewegen, das Telefon abzuschaffen (es war das Geschenk eines Freundes).Die Schilderung des so genannten Geldrollensyndroms konnte ihn schließlich überzeugen. Hierbei verkleben sich die roten Blutplättchen und bewegen sich wie Geldrollen in den Adern fort. Es leuchtete ihm ein, daß das Ungeborene im unausgereiften zustand dadurch einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bekommen könnte. Nachdem das alte Schnurtelefon wieder angeschlossen war, verlief die Schwangerschaft von diesem Zeitpunkt an problemlos und die Mutter brachte einen gesunden Jungen zur Welt.
    Meine Beobachtungen stimmen überein mit den Forschungen und den Erkenntnissen von Prof. L. von Klitzing, die belegen, daß - Menschen durch gepulste Hochfrequenz bei länger Exposition schon bei 1 nW/cm² erkranken.... bis hin zu verändertem Blutbild. Diese letzte, insbesondere bei Kleinkindern beobachtete Krankheitsbild der nicht ausgereiften roten Blutkörperchen ist z. B. durch das Abschalten der DECT-Telefonanlage innerhalb weniger Tage reversibel. (Bürgerwelle 8. 6. 99).Es wäre wünschenswert, wenn Ärzte, Heilpraktiker und Baubiologen usw. dieses Problem in ihre Arbeit mit einbeziehen würden und weitere Fallbeispiele und Erkenntnisse sammeln, um in der Öffentlichkeit mehr Aufklärungsarbeit leisten zu können. Denn es gibt Alternativen.
    www.buergerwelle.de



    Telefon-Anlagen mit negativen Folgen
    NATUR & HEILEN 4/00 "Kurz notiert: Verbot für schnurlose DECT-Telefone gefordert"
    Mich hat Ihre Meldung über die DECT-Telefone sehr interessiert. Denn auch ich bin ein Opfer eines Mobilfunksenders und möchte Ihnen Folgendes berichten:
    Wir haben vor 17 Jahren ein Haus gekauft und bis vor vier Jahren hatte ich keine Probleme. Plötzlich wurde in nur 80 m Entfernung auf posteigenem Grund ein riesiger Mobilfunksender errichtet. Ich bekam massive Schlafstörungen, Herzrasen, war ständig gereizt und wußte anfangs nicht, was mit mir los war. Nachts fuhr ich mit dem Auto ca. 2 km weg, dann beruhigte sich mein Herz. Kaum wieder zu Hause begann der Teufelskreis von vorne. Da mein Mann ein "Elektrosmog-Handy" besitzt, konnte er die Strahlung und die gepulsten Wellen messen. Die Strahlungsbelastung war immens hoch. Obwohl wir viel dagegen unternommen haben (Mumetall, Ableitungen), nichts hat geholfen. Somit mußten wir unser Haus, aus dem wir nie ausziehen wollten, verkaufen. Daraufhin haben wir ein neues Haus in einer schönen Gegend gekauft. Zunächst schlief ich hervorragend, doch nach 14 Tagen begannen wieder das Herzrasen und die Kopfschmerzen, und unser Hund wollte partout nicht ins Haus und blieb in einiger Entfernung stehen... bis wir das Rätsel lüfteten: Unser Sohn hatte sein Büro neben unserem Haus eingerichtet und ließ sich von Telekom 14 Tage nach unserem Einzug eine DECT-Anlage einbauen. Wir konnten dank unseres Meßapparates beweisen, daß wir vom Keller bis zum Dachgeschoß die gleiche Strahlung wie in unserem alten Haus hatten. Daraufhin ließen wir eine andere Telefon-Anlage installieren, und die ganzen Beschwerden verschwanden.
    Inge Magg Putzbrunn
    N&H 7/2000 www.buergerwelle.de 25.6.00 dect5.htm






    Leserbrief zum Thema DECT
    Seit knapp einem Jahr stellten wir bei uns zu Hause fest, dass unsere Kinder (ca. 4 und 2 Jahre alt) nicht mehr so gut schliefen, manchmal leicht kränkelten und nachts ständig zu uns Eltern ins Bett krabbelten. Auch meine Frau und ich hatten keine so guten Nerven mehr - wir regten uns über Dinge auf, über die wir früher müde gelächelt hatten ...
    Zunächst vermuteten wir bei uns selber, dass die Kinder zu anstrengend geworden wären bzw. dass meine eigene Gereiztheit auf die Tatsache zurückgeführt werden könnte, dass ich im letzten Sommer das Rauchen aufgehört hatte (Entzugserscheinungen).
    Obwohl ich mich als Physiklehrer und Sanitäter schon seit längerem mit den möglichen Auswirkungen elektromagnetischer Wellen auf Körper und Gesundheit beschäftigte, wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dass wir selber diesbezüglich einer größeren Belastung ausgesetzt sein könnten - wir haben kein einziges schnurloses Telefon zu Hause und alle Elektrogeräte und elektrischen Leitungen sind mehrere Meter von den Schlafstätten entfernt.
    Da kam meinem Vater die Idee, meine Nachbarin könnte doch so ein DECT-Telefon haben. Und mit seiner Vermutung lag er (leider) völlig richtig: Unsere 80-jährige Nachbarin hatte ein digitales Mobiltelefon. Die Basisstation lag ca. 4 bis 5 m Luftlinie von den Betten unserer Kinder entfernt. (Unsere Eltern-Betten waren ca. 8 m weit weg - das erklärt vielleicht auch, warum die Kleinen ständig zu uns wollten: Da war es immer noch besser ...)
    Ich habe meine Nachbarin entsprechend aufgeklärt und ihren Enkel, der ihr das Gerät besorgt hatte, auf die Funkenflug- und Bürgerwelle-Seiten im Internet verwiesen. Sie jetzt wieder ein Schnur-Telefon, wofür wir ihr sehr dankbar sind !
    Anschließend konnten wir nämlich sehr schnell verblüffende Beobachtungen machen:
    - Unsere Kinder schlafen wieder durch !
    - Meine Frau wacht endlich nicht mehr genervt auf !
    - Ich selber bin morgens ausgeschlafen und kein "Morgenmuffel" mehr !
    - Tagsüber streiten unsere Kinder erheblich weniger miteinander !
    - Mein Sohn kann jetzt auch mal ruhig sitzenbleiben !
    - Im ganzen Haus herrscht meist nur noch gute Laune ...
    So extrem hätte das selbst ich nicht vermutet ! Und den von Mobilfunk-Fans gerne angeführten "Placebo-Effekt" kann man getrost auschließen: Zwei- und Vierjährige Kinder können sich da sicher nichts einreden ...
    Robert Fischer
    p.S.:
    Zu meinem Erfahrungsbericht (bzgl. DECT) hätte ich noch weitere ergänzende Beobachtungen, die wir inzwischen noch gemacht haben:
    - Meine Tochter kaut nicht mehr auf ihren Fingernägeln herum !
    - Der seite vielen Monaten (aus bisher unerfindlichen Gründen) entzündete Finger meiner Frau ist nun anscheinend verheilt.








    Hände weg vom Handy!
    Vor ca. drei Wochen nahm ich an einem Info-Abend zum Thema Hochfrequenz/Mobilfunk in Waldram teil. An diesem Abend wurde mir klar, warum seit zwei Jahren mein gesundeitlicher Zustand im Argen war.
    Schon am nächsten Tag tauschte ich mein schnurloses (DECT-)Telefon gegen ein normales aus, und meine Ein- und Durchschlafprobleme, meine Herzrhythmusstörungen, meine stetigen Kopfschmerzen, die teilweise schon nachts auftreten, mein permanentes Spannungsgefühl im Kopf, und meine Aggression und Nervosität waren schon nach wenigen Tagen total verschwunden.
    Was mögen die Handys noch für Schaden am Menschen anrichten? Ich fühle mich wieder gesund und dafür bedanke ich mich bei der "Bürgerwelle".
    M.A.Dumböck
    Wolfratshausen
    10.03.2000

    BAUBIOLOGIE MAES BAUBIOLOGIE UND UMWELTANALYTIK 27.11.99
    WOLFGANG MAES, SCHORLEMERSTR. 87, 41464 NEUSS
    TELEFON 02131/43741 TELEFAX 44127

    Offener Brief an die
    COMPUTERBILD Redaktionsleitung
    Herrn Harald Kuppek
    Axel-Springer-Platz l
    20350 Hamburg

    Strahlungsbelastung durch DECT-Schnurlostelefone
    Guten Tag, Herr Kuppek!
    Es geht um den Bericht "Meyers Märchenstunde" über Telefone nach DECT-Standard in der Ausgabe 24/99 von COMPUTERBILD, geschrieben von Ihrem Mitarbeiter Joachim Grübler. Dieser Bericht strotzt vor Unsachlichkeit, Unfachlichkeit, Beleidigung und Lüge. Ich kann mir nicht vorstellen, daß eine falsche und schlechte Berichterstattung in Ihrem Sinne ist. Ich wende mich an Sie, weil Sie für den Inhalt der Zeitschrift verantwortlich zeichnen und ich mich nicht auf das Niveau von Herrn Grübler begeben möchte.
    Herr Grübler wurde von mir sachkundig und ausführlich -sowohl telefonisch als auch schriftlich- über die "Nebenwirkungen" schnurloser DECT-Telefone informiert. Ihm liegen alle Fakten vor, die nachvollziehbar aufzeigen, daß man es bei den Schnurlosen der neuen digitalen Generation mit gepulsten Mikrowellen und Dauersendern zu tun hat. Gepulste Mikrowellen, das belegen nicht nur besorgniserregende Erfahrungen, sondern auch zahlreiche wissenschaftliche Studien, sind offensichtlich biologisch riskant, wenn man ihnen lange ausgesetzt wird und deren Strahlungsintensität zu hoch ist.
    Bei den DECT-Telefonen bekommt man die Strahlung dauerhaft ab, weil deren Basisstationen leider nicht nur während eines Telefonates gepulste Mikrowellen senden, sondern auch darüber hinaus, immer, nonstop, also auch wenn nicht telefoniert wird. Steht eine solche dauerfunkende DECT-Basisstation in der Nähe des Menschen, z.B. auf Schreib- oder Nachttischen, dann liegen die Strahlungsstärken weit über jenen, die man im Umkreis von einigen zehn Metern um große Mobilfunktürme herum findet. Gegen solche Mobilfunktürme gibt es zur Zeit hunderte Bürgerinitiativen und rechtliche Auseinandersetzungen, eben wegen dieser gepulsten Mikrowellen. Bei den DECT-Telefonen handelt es sich um die gleiche Feldart und -stärke, nur hiervon spricht kaum einer.
    Statt auf diese Fakten hinzuweisen, macht Grübler aus der Luft gegriffene und aggressive Rundumschläge gegen die Fernsehsendung "Akte 99" und das Magazin "Öko-Test", die auf diese Probleme hingewiesen haben. Er legt mir und anderen Fachleuten, Wissenschaftlern und Ärzten, die sich berechtigt kritisch und besorgt äußern, Worte in den Mund, die nie gesagt wurden. Er stellt physikalische Gesetzmäßigkeiten auf den Kopf und lamentiert derart theatralisch, als würde er für jedes verkaufte DECT-Telefon eine Mark Provision bekommen.
    Solche Redakteure, die sich selbst disqualifizieren, weil sie dem kundigen Leser zeigen, daß sie von der Materie, über sie berichten, keinerlei Ahnung haben, gehören meiner Meinung nach nicht in Redaktionen, die Wert auf Qualität legen. Solche Redakteure, die falsche Behauptungen verbreiten und alle anderen als "Scharlatane" abqualifizieren, die ihnen nicht ins Konzept passen, verdienen nicht die Berufsbezeichnung Redakteur. Ich bin selber Journalist und war 17 Jahre lang abteilungsleitender Redakteur einer großen deutschen Tageszeitung. Ich weiß, wie man professionell und seriös recherchiert und kann mir die Bewertung erlauben so nicht.
    Grübler schreibt, der Medizin-Physiker Dr Lebrecht von Klitzing habe im Laborversuch wahrscheinlich nur deshalb Hirnstromveränderungen im Einfluß gepulster Strahlung festgestellt, weil die Probanden wahrend der Tests eingeschlafen seien. Das ist falsch, denn das EEG veränderte sich durch die Funkwellen massiv, und das im Wachzustand. Diese bedenklichen EEG-Effekte sind inzwischen, wie Grübler von mir weiß und nicht berichtet hat, von internationalen Wissenschaftlern bestätigt worden, unter anderem aktuell von den Medizinern der Berliner Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, aber auch von anderen deutschen, schwedischen, britischen und amerikanischen Universitäten. Sind deren Probanden auch alle eingeschlafen?
    Grübler schreibt, ich hätte im Öko-Test behauptet, daß Käufer von DECT-Telefonen krank werden. Diese Behauptung ist falsch. Sie finden sie im Öko-Test an keiner Stelle. Ich habe hier wie in anderen Veröffentlichungen und Büchern lediglich von meiner Erfahrung berichtet, die zeigt, daß viele Menschen (nicht alle) heftig mit Beschwerden auf gepulste Strahlung reagieren und diese wieder verschwinden, wenn man jene Feldquellen beseitigt. Das sind Tatsachen, die sich nicht darum scheren, was ein unkundiger Redakteur davon hält.
    Grübler schreibt, ich hätte gesagt, das sei doch alles eine Glaubensfrage. Gelogen. Das habe ich nie gesagt. Weil es nicht um eine Glaubensfrage geht, sondern um Fakten.
    Grübler kritisiert, daß die DECT-Telefone in einem normalen Wohnzimmer gemessen wurden. Er meint, das hätte man in einer Absorberhalle machen müssen. Unsinn. Kein Mensch lebt in einer Absorberhalle. Will man die Feldstärken dem praktischen Alltag gemäß einschätzen, dann muß man im Alltag messen, da wo das Telefon normalerweise steht, mit allen Reflexionen, die im Raum entstehen. Alles andere ist praxisfremd.
    Grübler legt dem Umweltmedizmer Dr Hans-Joachim Petersohn in den Mund, die von ihm im Einfluß gepulster Strahlung nachgewiesenen Verklumpungen von roten Blutkörperchen würden nur dann auftreten, wenn der Patient sowieso schon durch z B Übergewicht und Bewegungsmangel vorgeschädigt sei. Falsch. Sowohl Dr. Petersohn als auch ich haben diese Effekte an gesunden, schlanken und sportlichen Mitmenschen gefunden, wenn sie nur einige Minuten der Strahlung ausgesetzt wurden. Und wenn, sollte man Dicke und Bettlägerige nicht auch schützen?
    Grübler kritisiert, daß Dr. Petersohn seine Erfahrungen, die er im Praxisalltag zigfach macht, nicht wissenschaftlich belegen kann. Ich kann meine Erfahrungen auch nicht wissenschaftlich belegen, habe nicht einmal die Qualifikation und den Ehrgeiz hierzu. Werden Tatsachen deshalb weniger tatsächlich?
    Grübler kritisiert, daß die von uns für den Öko-Test gemessene Leistungsflußdichte an den DECT-Telefonen nur sehr bedingt etwas über die Gefährlichkeit aussagt. Unsinn. Die Leistungsflußdichte, also die Strahlungsstarke eines Senders, läßt konkrete Rückschlüsse auf biologische und technische Störungen zu.
    Grübler favorisiert die SAR-Messung und läßt alle Telefone, die wir für den Öko-Test in Bezug auf die Leistungsflußdichte überprüft haben, nochmals beim Institut für Mobil-funk und Satellitentechnik IMST auf SAR, das heißt auf die Spezifische Absorptionsrate, nachmessen. Bei dieser Methode wird die Temperaturerhöhung einer dem Gehirn ähnlichen Flüssigkeit in einem Kunstkopf ermittelt. Man will also den thermischen Effekt nachweisen. Man will wissen, ob man im Einfluß der elektromagnetischen Strahlung warm wird oder nicht. Wie originell. Öko-Test-Leser wollen nicht wissen, ob sie neben dem DECT-Telefon warm werden (das erreicht man mit einer Zipfelmutze nachhaltiger), sondern ob man hiervon Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Hormonprobleme, Bluthochdruck, Schwindel, Ohrenrauschen oder Herzrhythmusstörungen bekommen kann. Hier geht es um Effekte, die nichts mit Thermik zu tun haben. Kein Wunder, daß man bei den teuren, aufwendigen und wissenschaftlich imponierenden SAR-Messungen keine nennenswerten Wirkungen fand, denn das Hirn wird durch DECT-Strahlung nicht warm wie ein Würstchen im Mikrowellenherd. Daraus läßt sich jedoch kein Rückschluß auf generelle biologische Unbedenklichkeit ableiten. Die Kosten hätten Sie sich sparen können. Allein die Idee, DECT-Telefone nach SAR auf Thermik zu überprüfen, zeigt, daß man hier völlig unsachverständig vorgeht. Dennoch erlaubt sich Grübler die Entwarnung: "Sie brauchen sich um die Strahlenbelastung keine Sorgen zu machen." Und er ergänzt: "Wenn Sie nicht gerade auf der Basisstation Ihres DECT-Telefones schlafen..." Man hat nah am Telefon eben doch thermische Effekte im Kunst-Wasserkopf des Labors gefunden.
    Grübler nimmt den "Akte 99"-Moderator Ulrich Meyer als Märchenerzähler und Strahlemann auf die Schippe und unterstellt ihm Taschenspielertricks, weil der mit einem kleinen Funkgerät eine normale Leuchtstoffröhre ohne Netzanschluß zum hellen Leuchten bringt. Meyer wollte im Fernsehen demonstrieren, daß hier starke elektromagnetische Felder wirken. Grübler spekuliert, das Funkgerät müsse mindestens 10 Watt Leistung abstrahlen, um einen solchen technischen Effekt zu bewirken. Falsch. Dies Walkie-Talkie, ein 80-Mark-Handfunkgerät, funktionierte mit nur 4 Watt. Mit 2 Watt eines üblichen Mobüfunk-Handys kann man noch schlimmere technische Probleme bewirken, ganz ohne Thermik, z.B. Flugzeugabstürze. Was meint Grübler, warum in Krankenhäusern, Düsenjets und Omnibussen Handys inzwischen per Strafe verboten sind? Weil medizinische Geräte, die Jumbo-Bordelektronik oder der Airbag im Bus warm werden? Nein, weil technische Störungen durch die Mikrowellensignale passieren. Aber biologische Störungen haben nicht zu passieren. Was ist ein Hirn schon gegen einen Omnibus.
    Grübler verharmlost, ein DECT-Telefon funke mit nur 10 Milliwatt mittlerer Leistung und verheimlicht, daß ein Risiko durch nichtthermische Strahlung nicht mit Mittelwerten auszudrücken ist. Die Realität ist, daß ein DECT-Telefon 250 Milliwatt Spitzenleistung abgibt, 25fach stärker, und diese Spitzenleistung ist biologisch wie technisch relevant.
    Grübler schreibt, jeder Leiter, durch den ein Strom fließt, erzeuge ein elektrisches Feld. Falsch. Es wird vielmehr ein magnetisches Feld erzeugt.
    Grübler gibt seine Meinungen in einem Extrakasten ungehemmt weiter und mault zusammenhanglos von Hexenverfolgung, Teufelsaustreibung, Mittelalter, Scharlatanerie, Erdstrahlung und Geschäftemacherei auf der Basis von Angst.
    Mein ehemaliger Redaktionsleiter (ein toller, kritischer, mutiger und kultivierter Mann) meinte einst, als ich noch Redakteur war, wenn er solche Storys a la Grübler las, die bewußt Fakten verheimlichen, um jeden Preis die eigenen Interessen durchsetzen und Schläge unter die Gürtellinie austeilen: "Alles PPP-Journalismus". Was er mit den drei P meinte? Polemik, Pathetik, Palaver.
    Offenbar blieb Grübler verborgen, daß in der gleichen Ausgabe Ihrer COMPÜTERBILD auf Seite 8 ein aufschlußreicher Abschnitt zum Thema gepulste Mikrowellen zu lesen war. Ihr Original-Text: "Sowjetische Forscher haben schon vor über 20 Jahren herausgefunden, daß Mikrowellen, wie sie von Handys abgegeben werden, das Gehirn schädigen können. Philips will jetzt die russischen Originalpapiere veröffentlichen. Das US-Militär habe den russischen Versuch nachgestellt - mit Erfolg." Also doch.
    Wenn Sie sich zum Thema gepulste Strahlung, Mobilfunk und DECT-Telefone weiter informieren wollen, bitte, Herr Grübler hat reichlich Infomaterial von mir vorliegen.

    Freundlicher Gruß von
    Wolfgang Maes
    Sachverständiger für Baubiologie / Journalist DJV





    Resolution zum "Bürgerforum Elektrosmog" am 19.10.99
    Pausenlos gepulste Mikrowellen
    Verbot für schnurlose DECT-Telefone gefordert
    Resolution an Bundesumweltminister Trittin
    Ein Verbot für alle Schnurlos-Telefone, die nach dem neuen DECT- bzw. GAP-Standard gebaut werden, wurde in Bonn beim "Bürgerforum Elektrosmog" des Bundesministeriums für Umwelt am 19.10.99 gefordert. Grund hierfür war, daß die kleinen Basisstationen dieser drahtlosen Telefonsysteme nonstop gepulste Mikrowellen abstrahlen. also auch, wenn gar nicht telefoniert wird.
    Gepulste Mikrowellen, sind biologisch kritischer als andere, nicht gepulste Funktechniken, das ist vom Radar und von den Mobilfunknetzen bekannt. Die Mikrowellen der unscheinbaren DECT-Basisstationen erreichen den Menschen, wenn sie z.B. auf Schreib- oder Nachttischen stehen, mit Intensitäten, die stärker sind, als die naher Mobilfunksendeanlagen auf Türmen oder Dächern. Gegen Mobilfunksender gibt es wegen der möglichen elektromagnetischen Strahlengefahr hunderte Bürgerinitiativen und rechtliche Auseinandersetzungen, gegen DECT-Teleföne dagegen keine, weil kaum einer weiß, daß er hier vergleichbare, teilweise höhere Strahlenbelastungen riskiert.
    Deshalb wurde die Forderung nach einem Ende dieser DECT-Technik in Form einer Resolution an Bundesumweltminister Trittin übergeben. Sie wird getragen von Medizinern, z.B. der Gesellschaft für Umweltmedizin in Bad Säckingen, dem Institut für Umweltkrankheiten in Bad Emstal, dem Ökologischen Ärztebund in Bremen und der Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie in Würzburg, von Wissenschaftlern, z.B. Dr. Lebrecht von Klit-zing (Universität Lübeck) und Dr. Ulrich Warnke (Universität Saarbrücken), sowie von Baubiologen, z.B. dem Berufsverband Deutscher Baubiologen in Lauf und der Baubiologie Maes in Neuss. Unterschrieben haben auch verschiedene Initiativen, z.B. der Selbsthilfeverein für Elektrosensible in München, der Arbeitskreis für Elektrosensible in Bochum und die Selbsthilfegruppe Elektrosmog in Bayreuth. Mit dabei sind auch der Bundesverband gegen Elektrosmog in Hohenstein, die Bürgerwelle in Seeshaupt und das Katalyse-Institut für Umweltforschung in Köln. Weitere Unterschriften von Ärzten, Wissenschaftlern, Verbraucherinitiativen und Verbänden werden erwartet.
    Ein Auszug aus der Resolution zum Thema schnurlose Telefone: "Die Erfahrung mit den neuen Haustelefonen nach DECT-Stan-dard ist derart negativ und die Zahl der gesundheitsbedingten Reklamationen so groß, daß ein Verbot gefordert werden muß."
    Im November-Heft 1999 veröffentlichte das Umweltmagazin Öko-Test die Ergebnisse von Messungen an 16 DECT-SchnurlosteIefonen. Alle 16 bekamen schlechte Noten, sie waren wegen der gepulsten Dauerstrahlung "nicht empfehlenswert".


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    Milliardenklage wegen Handy-Strahlung