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Was ist eine Dividende? - 500 Beiträge pro Seite


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Hallo,
also ich hab mal gelernt eine Aktie ist ein Anteil am Eigenkapital einer Gesellschaft.

An anderer Stelle hab ich gelesen, daß Unternehmen nicht verpflichtet sind, eine Dividende also einen Anteil am Gewinn dem Aktien-Eigentümer auszubezahlen.

Blöde Frage: Warum soll ich dann einen Anteil an dem EK kaufen. "Nur" um damit zu spekulieren ?

don`t forget: DAUs never die

Grüße
Hallo WACH !!!

Die Höhe der Dividende wird auf der HV beschlossen. In der HV sitzen die (Groß-)Aktionäre und stimmen ab.
Zahlt die AG einen hohen Anteil des Gewinns aus, mindert es den Wert der AG. Die Folge ist, der Kurs wird sinken. Es ist also nicht schlecht, wenn eine AG keine oder eine geringe Dividende zahlt.

Kauf dir ein Buch,
Kostol & Any
Oh sorry,
du hast ja im Einsteigerforum gepostet. Ich wusste nicht, dass du Anfänger bist.

Kostol & Any
Hi Joe3030,

eigentliche sage ich immer blöde Fragen gibt es nicht sondern nur blöde Antworten!!! Aber in Deinem Falle.......
Also höre zu: Wenn Du daran interessiert bist immer wiederkehrende
Erträge zu bekommen, dann solltest Du dir überlegen ev. Dein Geld
in Rentenpapiere(Bundesschatzbriefe, Anleihen,etc.) anzulegen!
Dann erhälst Du jedes Jahr ein paar sichere Erträge.
Du hast ja schon richtig erkannt dass, wenn Du Aktien kaufst, einen Anteil am EK des Unternehmens erwirbst. Mal angenommen die Gesellschaft erwirtschaftet einen Gewinn, und die Gesellschaft müsste sich jetzt entscheiden, was Sie mit diesen Gewinn jetzt macht.
Entweder eine Dividende ausschütten oder Marktanteile ausbauen, Konkurrenten übernehmen, in die Produktion stecken, etc. !
Und jetzt nehmen wir mal an, die Gesellschaft entscheidet sich für den letzteren Teil, erhöht sich damit nicht gleichzeitig auch der
Wert Deiner Anteilsscheine am Unternehmen?????
Und hast Du dann im Endeffekt nicht einen höheren Gewinn als mit der Dividende gemacht???
Wenn Du diese beiden Fragen mit `Ja` beantworten kannst, dann sind diese Sekunden meines Lebens doch nicht sinnlos verstrichen!!!

Gruss B.
Sorry auch von mir,

Du warst ja im Einsteigerforum !!!!

Bis die Tage
Danke für Eure Antworten. Ich versprech auch mir ein Buch zu kaufen. Aber ich versuche eben mich der Sache ein wenig anzunähern (von einem zugegebenermaßen ziemlich aussichtslosen Niveau)

Eine Frage noch: Wenn ich einen Minderheitenanteil halte, also z.B. 1% bin ich von der Mitwirkung an der Gewinnverwendung ja praktisch ausgeschlossen. Also könnte es ja sein daß diese Firma aus welchen Gründen auch immer nie Gewinne ausschüttet.

Also ist doch der Gewinn der Firma kein maßgeblches Kriterium mehr um den "Wert" meines Paketes zu bestimmen. Aber was ist dann das maßgebliche Kriterium?Wenn ich (theoretisch) nie damit rechnen kann Gewinnausschüttungen zu bekommen ist das Paket doch nur für denjenigen Anleger interessant der das Paket braucht um in der Hauptversammlung darüber entscheiden zu können ob der Gewinn ausgeschüttet wird.

Sicher, wenn der Gewinn ausschließlich in das EK fließt steigt das EK der Firma. Aber es ändert doch nichts daran, daß ein anderer Käufer der angenommen ebenfalls nur dieses 1% des EK`s kauft wiederum nur (theoretisch) damit spekuliert dieses Paket letzen Endes an denjenigen zu verkaufen, der über die Gewinnverwendung entscheidet und (theoretisch)(letztendlich) sich diesen auch ausbezahlen läßt, oder? Wo ist mein Denkfehler?
Also ich versuche nur mir einen grundsätzlichen Ansatz zu verschaffen, der mir hilft den "Wert" eines Aktienpaketes zu verstehen.
Schlagwort: Shareholder Value

Wird immer mehr in den Vordergrund gestellt, d.h. die Firmen versuchen, auch im Interesse der Anteilseigner, den Wert des Unternehmens und damit der einzelnen Aktien zu steigern. Dies geschieht i.d.R. dadurch, dass die Gewinne nicht ausgeschüttet, sondern reinvestiert werden, um weitere Gewinnpotentiale zu erschliessen. Der Vorteil besteht schon darin, dass der Anteilseigner keine Dividenden der Kapitalertragsteuer unterwerfen muss. Wird nur der Wert gesteigert, lassen sich so also auch Steuern vermeiden (es sei denn, es wird innerhalb der Spekulationsfrist verkauft).

Gut, mit 1% kannst Du nicht viel mit einscheiden (obwohl ein Prozent schon sehr viel ist, denk mal darüber nach), aber noch ein Tipp: Wenn Dividenden so wichtig für die Anleger wären, kannst Du Dir doch vorstellen, dass die Mehrheit dafür stimmen würde. Aber aus den o.g. Gründen spielt die Dividende i.a. keine grössere Rolle mehr.

Trotzdem spielen die Gewinne natürlich eine grosse Rolle. Nur Unternehmen, die Gewinne erzielen sind überlebensfähig. Ausserdem: Je mehr Gewinn, um so mehr Mittel, die für eigene Zwecke genutzt werden können. Gut, im Prinzip hast Du nicht direkt etwas von den Gewinnen, da Du Sie nicht Cash erhältst, aber durch den Shareholder-Value-Ansatz kannst Du Deine Investition ja in Bares umwandeln. Weitere Anregung: Überleg mal, was Du mit Deinem Geld machst: Du gibst es vielleicht z.T. für Konsum aus, einen Teil lässt Du aber für Dich arbeiten (sonst wärst Du nicht an Aktien interessiert), um mehr Geld in der Zukunft zu erzielen. So verhält es sich auch mit Firmen. Warum den Gewinn an die Anleger ausschütten (für die Firma wie Konsum bzw. Ausgabe), wenn mit dem Geld gearbeitet werden kann.
Falls Du weitere Fragen hast, stell sie einfach hier rein.
Gruss,
hologos
Zur Ergänzung:

Natürlich sieht es so aus, als wäre dies ein Spiel ohne Ende. Grundsätzlich hast Du Recht damit zu sagen, dass man rein theoretisch nur etwas von den Gewinnen hat, wenn sie auch tatsächlich ausbezahlt werden. Durch die Funktion der Börsen wird diese Auszahlung jedoch über Käufe und Verkäufe geregelt. Aber im Endeffekt stimmt es (theoretisch) zu sagen, dass die Anleger darauf setzen, am Ende (eine hypothetische Liquidation des Unternehmens bzw. aller Werte, die dann an die Anteilseigner verteilt wird) eine tatsächliche Zahlung zu bekommen. Der Zeitraum bis zu diesem Ende kann jedoch als unendlich angesehen werden.
Danke für Deine Antwort hologos,
ja das mit der "hypothetischen Liquidation" ist einleuchtend. Das bedeutet also daß dieser Zeitpunkt obwohl er vielleicht niemals kommt der Fixpunkt ist für den Wert eines Unternehmensanteils.

OK, wenn es die Regel ist, daß alle Gewinne in das Unternehmen reinvestiert werden dann steigt der Wert des Unternehmens jährlich um den Gewinn. Jetzt aber angenommen der Gewinn beträgt 100 GE und wurde noch nicht in Personal oder dergleichen investiert, liegt also sozusagen noch cash herum und ich hätte Anspruch auf 1% davon, also 1 GE. Am nächsten Tag kommt irgendeine Meldung, daß 2 Wettbewerber fusionieren oder irgendetwas dergleichen, was die Aussichten meiner Firma in der kommenden Periode sagen wir mal auf einen Nullgewinn reduziert.
So, auf einmal steh ich dann da und meine 1% sind nur noch einen Bruchteil wert, sagen wir 0,1 GE. Aber der Wert der Firma (Die Erlöse der Liquidation wie wir gesagt haben) wird am Ende der kommenden Periode der gleiche wie jetzt sein, aber meinen Gewinnanteil kann ich vergessen --- also ist doch dann eigentlich auch der Grad der Liquidierbarkeit meines Gewinnanspruches wichtig, oder seh ich das falsch? Was bringt mir eine Spekulation auf die Zukunft,wenn ich daran interessiert bin meinen Gewinnanspruch augenblicklich zu Geld zu machen und es nicht kann!
Gruß
joe3030
Hi Joe3030!

Komme mir beim durchlesen deiner Beiträge vor wie ehemals in den VWL-Vorlesungen an der Uni. Theoretisiere nicht zuviel herum. Wenn es dir auf Auszahlungen ankommt, und das am besten noch regelmässig, dann nimm Bundesschatzbriefe Typ A o. ä.
Wenn ein Unternehmen Gewinn macht und du willst deinen Anteil an diesem Gewinn haben, dann gibt es für dich, solange du nicht über die Verwendung des Gewinns massgeblich mitentscheiden kannst, nur eine Möglichkeit, nämlich deine Aktien mit Gewinn zu veräussern. Wie hologos schon bemerkte spielen Gewinne durchaus eine Rolle, allerdings nicht (immer) die, dass du deinen Anteil daran auch in cash bekommst.

MoRe99
Um bei der Theorie zu bleiben:
Der Shareholder-Value-Ansatz geht davon aus, dass der Anleger dadurch eine fehlende Dividende synthetisch herstellen kann, indem er Anteile verkauft. Dabei wird davon ausgegangen, dass eine positive Geschäftsentwicklung für steigende Kurse sorgt (Beispiel: Das Unternehmen erzielt einen angemessenen Gewinn und der Kurs steigt, d.h. vorweggenommene Kurse bzw. übertriebene Kurse werden hier ebenso nicht betrachtet, wie Transaktionskosten). Soweit die Theorie. Da in de Praxis die Kurse nicht unbedingt eine rechnerisch richtige Wirklichkeit widerspiegeln (falls es so etwas überhaupt gibt), ist dies natürlich schwer zu realisieren. Falls Du wirklich einen laufenden Cash-Flow erzielen willst, halte Dich an festverzinsliche Anleihen. Vielleicht besteht sogar über Genußscheine die Möglichkeit, direkt von den Gewinnen zu profitieren. Kommt auf die Ausgestaltung an.
Gruss,
hologos
Danke für die Antworten.
Ich habe übrigens kein Geld um es an der Börse anzulegen :-)
und würde mir übrigens einen Fond suchen, wenn ich es hätte

Ich theoretisiere aber ganze gerne etwas herum (wahrscheinlich hab ich deswegen auch keine Geld :-)

Mir ging es schon auch um die "rechnerische Wirklichkeit" und wenn der Shareholder-Value Ansatz sagt, daß eine postive Geschäftsentwicklung für steigende Kurse sorgt und Gewinne dabei eine Rolle spielen werd ich mir mal ein paar Bücher schnappen in denen das etwas exakter ausgeführt wird denn so allgemein ist es ja nicht befriedigend - trotzt aller Psychologie die ja auch gewichtig mitspielen soll

Aber da ist noch was was ich mich frage:

Ist es eigentlich eine gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung wenn die Aktienkurse steigen??
Jetzt bin ich auf die Antworten gespannt, hoffentlich gibt`s jemand der sich erbarmt (hologos?)
Viele Grüße
joe


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