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Standort Deutschland - 500 Beiträge pro Seite



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30.07.2004




Selig sind die Steuerzahler




Der Sportwagenhersteller verdient viel - und zahlt auch hohe Steuern. Anders als seine Wettbewerber verzichtet Wendelin Wiedeking allerdings auf staatliche Subventionen. Für "sein klares Ja zum Standort Deutschland und sein klares Nein zum Subventionspoker" wurde der Porsche-Chef jetzt mit dem Steuerzahlerpreis ausgezeichnet.



Dresden - Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ist am Donnerstag in Dresden mit dem Sächsischen Steuerzahlerpreis geehrt worden.

Der Steuerzahlerbund würdigte damit die Porsche-Ansiedlung in Leipzig, die ohne öffentliche Fördermittel zu Stande gekommen war. Porsche habe damals auf 50 Millionen Euro Subventionen verzichtet. Wiedeking wird mit dem Preis für "sein klares Ja zum Standort Deutschland und sein ebenso klares Nein zum Subventionspoker" ausgezeichnet.



"Unternehmerpersönlichkeiten vom Schlage Wiedekings braucht Deutschland, um aus der Krise zu kommen", sagte der Präsident des Sächsischen Steuerzahlerbundes, Thomas Meyer. Der Sportwagenhersteller Porsche Chart zeigen hatte sein Leipziger Werk 2002 eröffnet. Dort werden der Geländewagen Cayenne sowie der Carrera GT produziert.



"Luxus und Stütze, das passt nicht zusammen", hatte Wiedeking schon im Januar 2000 vom Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten gesagt und damit den Kurs für Porsche klar definiert. Es sei geradezu peinlich, dass auch große Unternehmen sich nicht scheuten, selbst geringe Subventionen mitzunehmen. Die starke Marke Porsche mit ihrem unverwechselbaren Profil sei die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens und nicht Hilfe durch die öffentliche Hand.



Der jüngste Spross der Familie:
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Für den Porsche-Chef liegt so mancher Produktionsverlagerung nach Osteuropa eine Milchmädchenrechnung zugrunde. "Die niedrigeren Löhne werden durch die höheren Logistikkosten und den aufwändigen Support durch Fachkräfte aus der Zentrale kompensiert, " sagte Wiedeking kürzlich der "Zeit". Übrig blieben allein die hohen Steuersubventionen, mit denen die Unternehmen gelockt würden. Zehn Jahre Steuerfreiheit haben etwa VW im slowakischen Bratislava oder Audi im ungarischen Györ die Investitionen versüßt.





Trotz des Verzichts auf Subventionen schreibt der Sportwagenhersteller seit Jahren schwarze Zahlen. Porsche hat das Firmengelände in Leipzig um weitere Flächen vergrößert, so dass es inzwischen 200 Hektar groß ist. Nach Wiedekings Ansicht ist es ohnehin gar nicht so einfach, einen guten Standort im Ausland zu finden.



Der einzige positive Effekt, den Auslandsstandorte in der Regel bieten, ist die Steuerbefreiung über zehn oder gar zwanzig Jahre. Und das passt Wiedeking wiederum gar nicht: "Dieses Steuerdumping gehört abgestellt", schimpfte er im vergangenen Jahr im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".



Der Sächsische Steuerzahlerpreis - ein Skulptur aus Meissner Porzellan - war 2002 erstmals verliehen worden. Er ging damals an den damaligen Präsident des Sächsischen Rechnungshofes Hans-Günther Koehn.
Liest sich gut und macht mir den Porsche-Chef auf den ersten Eindruck sympatisch. Gratulation zu diesem Preis:)
Toll.

Auf solche Unternehmer kann man in diesen Zeiten nur stolz sein.

Die Rogowskis und Schremps bitte nach Djibouti outsourcen.
Clement, Hartz, Rürup und den Kanzler gleich mit.
Tja, die Leute vom Ländle sind halt bodenständig.
Da haben wir noch einen Großen.
TRIGEMA heißt die Firma.
Und wenn der Eigentümer von dem Laden über unsere Politiker (aller Parteien) und die Manager-Angestellten wettert, bleibt kein Glanz mehr an unserer Pseudo-Elite.

derwelsche


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