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ROUNDUP 2/Nord Stream 2: US-Repräsentantenhaus stimmt für Sanktionen
Foto: Georg Henrik Lehnerer - 123rf Stockfoto

ROUNDUP 2/Nord Stream 2 US-Repräsentantenhaus stimmt für Sanktionen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.12.2019, 05:45  |  1600   |   |   

WASHINGTON/MOSKAU (dpa-AFX) - Das US-Repräsentantenhaus hat Sanktionen gegen Firmen im Zusammenhang mit der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 auf den Weg gebracht. Die Abgeordneten votierten am Mittwochabend (Ortszeit) mit 377 zu 48 Stimmen für ein Gesetzespaket zum Verteidigungshaushalt (NDAA), in das das Sanktionsgesetz eingefügt worden war. Erwartet wird, dass der Senat das Paket noch vor Beginn der Sitzungspause Ende nächster Woche verabschiedet. Ein Termin dafür steht noch nicht fest. Das Weiße Haus hat bereits deutlich gemacht, dass US-Präsident Donald Trump das Gesetzespaket unterzeichnen wird.

Die USA argumentieren, dass sich Deutschland mit der Pipeline in Abhängigkeit von Russland begeben würde. Die deutsche Wirtschaft in Russland verurteilte die geplanten Sanktionen als Schlag gegen die Energiesicherheit in Europa und rief die Bundesregierung zu Gegenmaßnahmen auf.

Nord Stream 2 soll vom kommenden Jahr an unter Umgehung von Polen und der Ukraine Gas von Russland nach Deutschland liefern. Bislang wurden nach Angaben des Nord-Stream-2-Konsortiums mehr als 2100 Kilometer des Doppelstrangs in der Ostsee verlegt, rund 300 Kilometer fehlen noch. Der US-Kongress will die Fertigstellung des Projekts verhindern. Die Sanktionen könnten es zumindest verzögern.

Die Sanktionen im "Gesetz zum Schutz von Europas Energiesicherheit" zielen auf die Betreiberfirmen der hoch spezialisierten Schiffe ab, mit denen die Rohre für die Pipeline durch die Ostsee verlegt werden. Auch Turkish Stream - eine russische Pipeline, die durch das Schwarze Meer Gas in die Türkei bringen soll - wäre betroffen. Die Sanktionen sollen auch für Folgeprojekte beider Pipelines gelten.

Das Gesetz sieht vor, dass der US-Außenminister in Absprache mit dem Finanzminister dem Kongress binnen 60 Tagen berichtet, welche Schiffe eingesetzt werden und welche Firmen diese Schiffe zur Verfügung gestellt haben. Gegen Manager der Firmen und deren Hauptaktionäre mit Kontrollmehrheit sollen Einreiseverbote in die USA verhängt werden. Bestehende Visa sollen widerrufen werden. Transaktionen der Betroffenen, die sich auf ihren Besitz oder ihre geschäftlichen Interessen in den USA beziehen, sollen blockiert werden können.

Nord Stream 2 kostet rund zehn Milliarden Euro. Die Leitung wird je zur Hälfte vom russischen Energieriesen Gazprom und den fünf europäischen Unternehmen OMV , Wintershall Dea, Engie , Uniper und Shell finanziert. Mehr als 90 Prozent der Strecke sind bereits fertiggestellt.

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9 Kommentare

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Kommentare

Zitat von Stanley365: Die Amis drohen mit Sanktionen gegen NS2 und bei Gazprom zieht der Kurs um 2,7% an. Mit welcher Logik ist denn das zu erklären ? Verrückte Börse.


ist doch klar, shorties gehen jetzt alle raus, da sie befürchten ADR wird wieder vom Handel

ausgesetzt.

und wenn shorties glattstellen, geht der kurs hoch.
Die Amis drohen mit Sanktionen gegen NS2 und bei Gazprom zieht der Kurs um 2,7% an. Mit welcher Logik ist denn das zu erklären ? Verrückte Börse.
Strafzölle gegen US LNG wäre eine coole Reaktion von europäischer Seite. Mal sehen, ob die Polen dann weiterhin an den USA kleben und ob die USA weiterhin auf Stream 2 Sanktionen besteht 🤭 aber es wird sicher nicht dazu kommen. Unsere aktuellen deutschen Politiker sind viel zu schwach!!! Dabei können sie locker auch mal ne Forderung an die EU machen, immerhin 🤣 bezahlen wir ja fast den ganzen EU Laden alleine
....das wäre schon lange überfällig gewesen; sämtliche US-Stützpunkte in Deutschland schließen;
Grenell darf dann auch gleich seine Sachen packen! Wir sind erwachsen genug um uns selbst vor
den Feind zu schützen, wer es auch immer sein sollte!
Die Antwort auf Gazprom-Sanktionen der USA sollten sofortige Strafzöll auf US-LNG sein!!!
Handeln wir nach dem Vorbild China!!!

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