Wirecard - Top oder Flop (Seite 16094)

eröffnet am 01.05.08 15:13:34 von
neuester Beitrag 15.08.20 13:13:29 von


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16.07.20 17:23:05
Beitrag Nr. 160.931 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.436.561 von TGAktien am 16.07.20 16:57:41
Zitat von TGAktien: https://twitter.com/JoPennekamp/status/1283776950155259911


Alle weg von der Bildfläche und auf Lebzeiten kein Amt mehr!!!
In unserer Regierung wird viel zu viel Kumpanei betrieben, da werden Dinge gedeckt die den Otto Normalbürger 10 Jahre ins Gefängnis bringen würde!
Und schämen tun sie sich schon mal gar nicht, imGegenteil, die lachen sich noch schlapp!
Ertappt man sie, gibt es einen neuen Posten und es wird mit der gleichen Sch.... weiter gemacht!
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16.07.20 17:23:57
Beitrag Nr. 160.932 ()
Wirecard-Skandal: Die geheimen Chatprotokolle des Jan Marsalek
Dem Handelsblatt liegen Marsaleks Textnachrichten der vergangenen Wochen vor. Sie legen eine neue Perspektive auf Wirecards Crash offen – und mögliche Fluchtrouten.
Felix Holtermann
16.07.2020 - 16:41 Uhr Kommentieren

Frankfurt Womöglich hat er geahnt, was kommen würde. Am 5. Juni 2020, einem Freitag, zwei Wochen vor Wirecards Absturz, kauft Jan Marsalek ein neues Smartphone. „Meine neue Nummer“, schreibt er um 16.30 Uhr einem Vertrauten. „Privat. Nicht Firma.“

Marsalek ist derzeit der meistgesuchte Mann des Landes. Der Österreicher gilt als möglicher Organisator des mutmaßlichen Milliardenbetrugs bei Wirecard. Über zwölf Milliarden Euro an Börsenwert wurden beim Absturz des Zahlungsdienstleisters aus Aschheim bei München vernichtet und 1,9 Milliarden Euro an Konzernvermögen wahrscheinlich erfunden, viele Geschäftsbeziehungen gefälscht.

Laut dem langjährigen Bilanzprüfer EY gibt es Anzeichen für einen „aufwendigen und ausgeklügelten Betrug“ unterschiedlichster Parteien „rund um die Welt“.

Viele Fäden laufen bei einem Mann zusammen: Marsalek, Ex-Asienvorstand, Herrscher über das undurchsichtige Drittpartnergeschäft. Am Sonntag nach dem großen Crash schreibt er im Messenger Telegram: „Einer muss Schuld haben, und ich bin die naheliegende Wahl.“

Dem Handelsblatt liegen Marsaleks Chatnachrichten in den entscheidenden Wochen ab dem 5. Juni vor, die dieser mit einem Vertrauten ausgetauscht hat. Sie werfen ein neues Licht auf Wirecards Absturz.
„Ein unnahbarer Typ“

Tausende Nachrichten hat der Vorstand gesendet. Marsalek zeigt sich darin als Mann mit zwei Gesichtern: als Strippenzieher, der viel weiß und bis zuletzt eine Fassade pflegt, und als Outlaw, der nun womöglich in Lebensgefahr schwebt. Wird es heikel, flüchtet er sich in Witzchen – oder in Schweigen. Und gibt doch mehr von sich preis, als ihm lieb sein dürfte.

Ein Bekannter nennt den 40-jährigen Marsalek „den unnahbarsten und abgebrühtesten Typen, den ich je getroffen habe“. Ein langjähriger Mitarbeiter in der Zentrale in Aschheim berichtet, halb Wirecard habe Angst vor ihm gehabt. Ein anderer Manager beschreibt Marsalek als „Phantom“, das er fast nie gesehen habe.

Marsalek dürften diese Zuschreibungen gefallen; er liebt das Geheimnis. Im Chat prahlt er unverblümt mit seinen Kontakten zur CIA, zum Mossad und anderen Nachrichtendiensten – und mit seinem angeblichen Millionenvermögen. Das Gerücht, Wirecard stelle Kreditkarten für Agenten aus, sei etwa „nicht ganz falsch“.

Auf die Frage, ob ihm bei der Einreise in die Philippinen Corona-Quarantäne drohe, antwortet er: „Nicht bei meiner Reiseagentur.“ Er habe „mehrere Pässe, wie jeder gute Geheimagent. Aber keine Ahnung, ob einer davon Honorarkonsul ist. Ich lasse schon mal ein Foto von mir dafür retuschieren.“ Und gibt sich gönnerhaft: „Du bist herzlich auf einen Drink am Strand eingeladen. Wobei ich da eher jetzt mal ein paar Monate warten würde, bis sich der Wirbel gelegt hat. Den Privatjet können wir uns jetzt auch leisten. (Ironie-Smiley)“

Jan Marsalek kommt aus bescheidenen Verhältnissen. Er wird am 15. März 1980 in Wien geboren, die Familie seines Vaters stammt aus Tschechien. Das Verhältnis zu den Eltern ist nicht das beste: Ist Marsalek in Wien zu Besuch, wohnt er im Hotel. Als das Handelsblatt ihn bei einem Treffen Anfang 2020 fragt, ob er sich „Marsalek“ oder „Marschaalek“ ausspricht, antwortet er: „Ganz wie Sie möchten.“ Bekannten bläut er ein: „Traue keinem Journalisten.“

In Wien besucht Marsalek das französische Gymnasium, schmeißt fünf Monate vor der Matura hin. Der Junge ist aufmüpfig, will lieber programmieren und arbeitet für Tech-Start-ups. Die Nächte arbeitet er durch, ernährt sich von Pizza, erzählt er dem Handelsblatt, bleibt ohne Führerschein. Dann kommt Wirecard.

Marsalek ist 20 Jahre alt, als er bei Wirecards Vorgängerfirma anheuert. Bis zu seinem Rücktritt im Juni ist er zwei Dekaden im Konzern, länger als Vorstandschef Markus Braun, wie er gern betont. Marsalek sorgt dafür, dass Brauns fantastische Visionen Wirklichkeit werden – zumindest auf dem Papier.

Über alle Konjunktureinbrüche hinweg wächst Wirecard rund 30 Prozent pro Jahr. Und wenn es in Europa nicht gut läuft, ist Marsaleks Asienbereich zur Stelle, steigert Umsatz, Gewinn und Cashflow.

„Marsaleks Bereich war für uns immer eine Blackbox“, berichtet ein Kollege. Mithilfe des Drittpartnergeschäfts habe man problematische Kunden betreut. Vor mehr als zehn Jahren könnte dann aus dem Verschleierungs- ein Betrugsmechanismus geworden sein.
Am Telefon mit KPMG

Auch als die Wirtschaftsprüfer die Schlinge um Wirecard zuziehen, ist Marsalek zur Stelle. „Es hieß immer: Marsalek kümmert sich um KPMG und EY“, sagt ein hochrangiger Manager. „Leider noch mit KPMG am Telefon“, textet Marsalek seinem Vertrauten vier Tage vor dem Crash. „Sie haben gerade den Nachrichtendienst beauftragt herauszufinden, was ich am 3.-5. März in Manila gemacht habe. Das war unsere Reise mit EY und KPMG.“

Die Hauptstadt der Philippinen ist der Ort, über den am 18. Juni, dem Tag der geplanten Jahresbilanz, erst Marsalek stolpern sollte, dann der ganze Konzern. Um 7.30 Uhr ist die Nervosität hoch. „Was für ein Morgen“, schreibt Marsalek. „Don't ask (Lach-Smiley) (Äffchen-Smiley)“. Es machen sich Verunsicherung breit, Zweifel an der Unterschrift, textet er dem Vertrauten. „Aktuell ist alles möglich. Langweilig wird einem hier nicht.“

Marsalek mahnt: „Wir schwanken zwischen Katastrophe und alles gut. Wir warten auf die Zulieferung einer Bank. Wenn das kommt, passt alles. Wenn nicht, dreht EY völlig durch.“ Gegen halb 11 ist klar, dass nichts mehr gut wird: „Prepare for bad news. Und zwar wirklich schlechte News“, textet Marsalek.

Kurz darauf versendet Wirecard die Ad-hoc-Meldung, nach der Belege über 1,9 Milliarden Euro auf Treuhandkonten bei zwei philippinischen Banken, ein Viertel der Bilanzsumme, gefälscht sind. Der Aktienkurs bricht zusammen.

Noch hat Marsalek Hoffnung: „Wird sich zwar sicher aufklären lassen, aber das wird spannend“, schreibt er. „Parallel sind wir mit der betroffenen Bank im Gespräch. Es kann sein, dass heute noch eine Revision der Meldung kommt. Wir machen uns dann total zur Lachnummer der Nation.“

Auf die Frage, ob der Treuhänder Wirecard betrogen habe, behauptet Marsalek: „Ehrlich gesagt, aktuell kann ich das alles noch nicht so wirklich einschätzen. Vor zwei Tagen kam EY mit der Sache um die Ecke.“ Seitdem versuche er, den Treuhänder und die Banken anzurufen. Sollten die 1,9 Milliarden Euro nicht gefunden werden, sei die Sache klar: „Ich vermute, dann sind wir tot und haben einen wunderbaren Wirtschaftsskandal.“ Und: „Ich werde vermutlich beurlaubt.“

Er behält recht. Noch am 18. Juni wird Marsalek freigestellt, kurz darauf fristlos entlassen. Kollegen bekommen den Asienvorstand an diesem Tag das letzte Mal zu Gesicht. Dem Vertrauten verspricht er noch, sich am Wochenende zu treffen: „Ich würde mich morgen mal mit der Sachverhaltsaufklärung und anwaltlichen Fragen beschäftigen, aber Weekend klingt gut.“

Am Samstag, 20. Juni, schreibt Marsalek dann, es gehe ihm „so weit so gut, vielen Dank! Fleißig am Pläne schmieden…“ Er wolle „heute in die Berge... Hoffe, es ist für euch o.k., wenn wir uns erst mal irgendwo verkriechen...“ Auch der Vertraute wird den Ex-Vorstand nicht mehr wiedersehen. Per Chat bleiben sie in Kontakt.

In Bezug auf CEO Braun äußert sich Marsalek im Chat loyal – und nimmt zur Schuldfrage Stellung. „Es wäre schlimm, wenn er das nicht gewesen wäre“, antwortet er am 22. Juni auf die Frage, ob Braun vom Absturz überrascht gewesen sei. „Es geht zunächst mal darum, die Firma, Mitarbeiter und Kunden zu schützen. Ein vereinfachter Narrativ hilft da“, referiert er.

„Also einer muss schuld sein – und ich qualifiziere mich ganz ausgezeichnet dafür. (Zwinker-Smiley)“ Er sei aktuell zwar schwer erreichbar, aber: „Ich dementiere die Vorwürfe auch nicht.“ Wichtig sei, „dass wir den extrem gesunden Kern der Firma schützen und erhalten. Da sind echt gute Leute, gute Kunden und herausragende Technik da.“
Bei Wirecard gelte nun: „Jeder gegen jeden“.

Wirecard ist 20 lange Jahre lang Marsaleks Heimat. Sein Vorstandsbüro ist riesig: Zusammen mit Vorzimmer und Besprechungsraum belegt es rund 110 Quadratmeter in Südostlage. Die Räume von Braun oder Finanzvorstand Alexander von Knoop sind nur halb so groß.

Im Büro sammelt Marsalek Erinnerungen: eine Matroschka-Puppe mit Putin-Gesicht, russische Pelzmützen und Wodkaflaschen, ein lebensgroßer Pappaufsteller von Donald Trump. Besonders stolz ist der kinderlose Marsalek auf sein Netzwerk, berichten Vertraute: in die Politik, zu Oligarchen und Sicherheitsdiensten.

Dass die Staatsanwaltschaft München (StA) ihn in den Fokus nimmt, ist Marsalek früh klar. „Es könnte sein, dass ich mich auf den Weg nach Manila mache, um herauszufinden, was da alles passiert ist. Dann wird die StA u.U. in Panik verfallen“, textet er am 21. Juni. Angeblich hat sich der Treuhänder „heute bei Wirecard gemeldet und versichert, dass es die Konten entgegen den öffentlichen Aussagen wirklich gibt“.

Die Inspektionsreise ist riskant, weiß Marsalek. Aber: „Es kümmert sich ja sonst niemand drum.“ Im Konzern gelte nun die Devise „jeder gegen jeden“. „Und nur für’s Protokoll: ich hatte massiv darauf gedrängt, gemeinsam mit jemandem aus der Compliance oder sogar James Freis auf die Philippinen zu fliegen – es wollte nur niemand mit“, behauptet Marsalek. „Bin mir nur nicht sicher, ob ich die 1,9 Milliarden an Wirecard überweisen würde, falls ich sie denn finden würde. (Zwinker-Smiley)“

In den folgenden Tagen wechseln Marsaleks Nachrichten zwischen Zuversicht und Sarkasmus. Sein Tag-Nacht-Rhythmus wandelt sich, glaubt man dem Chat. Seine Essenszeiten deuten auf eine asiatische Zeitzone hin. Konkret antwortet Marsalek auf Fragen zum Aufenthaltsort nicht, scherzt über ein Wiedersehen: „Müssen wir aber eventuell entweder im Gefängnishof machen, oder falls ich die 1,9 Milliarden finde, auf (m)einer Karibikinsel. (Zwinker-Smiley)“

In der Münchener Justiz werden die Ermittler um Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl derweil ungeduldig. Nach einigen Tagen beantragen sie einen internationalen Haftbefehl.

Marsalek spricht nicht mehr davon, auf der Suche nach entlastendem Material zu sein. „Guten Morgen“, schreibt er am 24. Juni kurz nach Mitternacht deutscher Zeit, in Manila ist es sechs Uhr morgens. „Wirecard schmeißt wohl gerade viele der Porno- und Glückspiel-Kunden fristlos raus. Wird der Profitabilität des Geschäfts aber leider nicht zuträglich sein. Hatte heute einige Anrufer, die ein wenig schockiert waren, dass sie ab morgen ‚auf der Straße‘ stehen“, so der Ex-Vorstand, „inklusive eines Kunden aus Libyen: Wirecard wollte morgen 140.000 Leuten die Karten abdrehen. (…) So, ich muss ins Gym.“

Noch überlegt Marsalek offenbar, nach Deutschland zurückzukehren – oder blufft: „Aktueller Plan ist, dass ich am Wochenende wieder da bin und die StA treffe“, schreibt er am 24. Juni. Einen Tag später klingt das anders: „Ich werde mich entweder morgen auf den Rückweg machen oder bleibe hier bei meinen Freunden. Ich habe mich noch nicht entschieden.“

In der Heimat schießen die Spekulationen ins Kraut. Die „Financial Times“ und andere Zeitungen berichten über frühere dubiose Vorgänge. So habe Marsalek Investments in Problemstaaten wie Libyen gesucht, Londoner Händlern Formeln für russisches Nervengas gezeigt und Drähte zur rechten österreichischen Partei FPÖ gepflegt. Manches klingt unglaublich, anderes passt zu früheren Vorwürfen. Schon seit Längerem steht Marsalek etwa im Verdacht, 2015 an einem dubiosen 320 Millionen Euro schweren Wirecard-Zukauf von einem Fonds auf Mauritius beteiligt gewesen zu sein.

Der Chatkontakt wird spärlicher. Als der Vertraute die Sorge äußert, Marsalek könne sich etwas antun, beruhigt dieser: „Du musst dir aktuell wirklich keine Sorgen um mich machen.“ Und: „Mir passiert hier nichts. Zur Not fliege ich einfach genauso raus, wie ich reinkam“: im „Businessjet“.

Marsalek macht weiter Scherze, etwa über Pressegerüchte. „Scheinbar habe ich eine philippinische Ehefrau. (Lach-Smiley) Ich dachte, ich bin in China? Oder bin ich von dort nach Russland? (Lach-Smiley)“ Doch einmal antwortet er klar: Auf die Frage, ob das politische Systeme denn stabil genug sei, in dem er gerade weile, antwortet Marsalek am 29. Juni: „Ja, sind immer noch dieselben Leute am Ruder wie vor 25 Jahren.“

Ein Vierteljahrhundert ohne politischen Machtwechsel: Die Information trifft auf nur wenige Länder der Welt zu – und ist für die Suche womöglich relevant. Die Münchener Ermittler gehen bereits der Spur nach. Einer Theorie zufolge könnte sich Marsalek auf Mauritius versteckt halten. Französisch spricht er fließend.

Sitzt Marsalek auf einer Tropeninsel und narrt die Justiz, den Finanzplatz, die Republik? Sein Anwalt lehnte auf Anfrage jeden Kommentar zum Fall ab. Die Möglichkeit wird in seinem Umfeld lebhaft diskutiert.
„Dann ist er in Lebensgefahr“

Andere Vertraute machen sich große Sorgen. „Nehmen wir einfach an, er hat 300 Millionen Euro beiseitegeschafft. Aber seine Freunde aus der Halbwelt glauben, er sitzt auf 1,9 Milliarden Euro. Dann ist er in Lebensgefahr“, sagt eine Stimme.

Marsaleks Witzchen über seinen angeblichen Reichtum könnten ihm demnach noch gefährlich werden. Im Chat scherzte er, dass er sich gerade ein neues Toupet aussuche. „Damit komme ich ganz relaxed nach München zurück. Mit 1,9 Milliarden kann ich mir den Starnberger See jetzt leisten.“

Am 30. Juni erhält sein Vertrauter die letzte Antwort. Auf die Frage: „Bist du abgetaucht?“, um 17 Uhr deutscher Zeit gestellt, antwortet Marsalek: „Guten Abend, der Herr! Sort of (Lach-Smiley).“ Weitere Nachrichten gehen ins Leere. Die App führt Marsalek schon am Folgetag nicht mehr als aktiv auf. „Vor langer Zeit gesehen“, heißt es dort.
die-geheimen-chatprotokolle-des-jan-marsalek/26009914.html" target="_blank" rel="nofollow">https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/bilanzaffaere-wirecard-skandal-die-geheimen-chatprotokolle-des-jan-marsalek/26009914.html
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16.07.20 17:31:29
Beitrag Nr. 160.933 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.437.110 von eula am 16.07.20 17:23:57Marsalek war ein Hochstapler, nicht mehr!
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16.07.20 17:35:51
Beitrag Nr. 160.934 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.437.260 von Charly_2 am 16.07.20 17:31:29...und mit solchen Beiträgen wie oben hieft man diesen Hochstapler noch auf das Podest....

...die Zeit sollte man definitiv andersweitig nutzen!
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16.07.20 17:36:51
Beitrag Nr. 160.935 ()
Was geht mir eigentlich der Marsarek an?
Den kannte ich bis zum Desaster noch nicht mal mit Namen. Für mich ist Braun verantwortlich für alles !!!
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16.07.20 17:38:22
Beitrag Nr. 160.936 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.437.110 von eula am 16.07.20 17:23:57
Zitat von eula: Dem Handelsblatt liegen Marsaleks Textnachrichten der vergangenen Wochen vor. Sie legen eine neue Perspektive auf Wirecards Crash offen – und mögliche Fluchtrouten.
Felix Holtermann
16.07.2020 - 16:41 Uhr Kommentieren

Frankfurt Womöglich hat er geahnt, was kommen würde. Am 5. Juni 2020, einem Freitag, zwei Wochen vor Wirecards Absturz, kauft Jan Marsalek ein neues Smartphone. „Meine neue Nummer“, schreibt er um 16.30 Uhr einem Vertrauten. „Privat. Nicht Firma.“

Marsalek ist derzeit der meistgesuchte Mann des Landes. Der Österreicher gilt als möglicher Organisator des mutmaßlichen Milliardenbetrugs bei Wirecard. Über zwölf Milliarden Euro an Börsenwert wurden beim Absturz des Zahlungsdienstleisters aus Aschheim bei München vernichtet und 1,9 Milliarden Euro an Konzernvermögen wahrscheinlich erfunden, viele Geschäftsbeziehungen gefälscht.

Laut dem langjährigen Bilanzprüfer EY gibt es Anzeichen für einen „aufwendigen und ausgeklügelten Betrug“ unterschiedlichster Parteien „rund um die Welt“.

Viele Fäden laufen bei einem Mann zusammen: Marsalek, Ex-Asienvorstand, Herrscher über das undurchsichtige Drittpartnergeschäft. Am Sonntag nach dem großen Crash schreibt er im Messenger Telegram: „Einer muss Schuld haben, und ich bin die naheliegende Wahl.“

Dem Handelsblatt liegen Marsaleks Chatnachrichten in den entscheidenden Wochen ab dem 5. Juni vor, die dieser mit einem Vertrauten ausgetauscht hat. Sie werfen ein neues Licht auf Wirecards Absturz.
„Ein unnahbarer Typ“

Tausende Nachrichten hat der Vorstand gesendet. Marsalek zeigt sich darin als Mann mit zwei Gesichtern: als Strippenzieher, der viel weiß und bis zuletzt eine Fassade pflegt, und als Outlaw, der nun womöglich in Lebensgefahr schwebt. Wird es heikel, flüchtet er sich in Witzchen – oder in Schweigen. Und gibt doch mehr von sich preis, als ihm lieb sein dürfte.

Ein Bekannter nennt den 40-jährigen Marsalek „den unnahbarsten und abgebrühtesten Typen, den ich je getroffen habe“. Ein langjähriger Mitarbeiter in der Zentrale in Aschheim berichtet, halb Wirecard habe Angst vor ihm gehabt. Ein anderer Manager beschreibt Marsalek als „Phantom“, das er fast nie gesehen habe.

Marsalek dürften diese Zuschreibungen gefallen; er liebt das Geheimnis. Im Chat prahlt er unverblümt mit seinen Kontakten zur CIA, zum Mossad und anderen Nachrichtendiensten – und mit seinem angeblichen Millionenvermögen. Das Gerücht, Wirecard stelle Kreditkarten für Agenten aus, sei etwa „nicht ganz falsch“.

Auf die Frage, ob ihm bei der Einreise in die Philippinen Corona-Quarantäne drohe, antwortet er: „Nicht bei meiner Reiseagentur.“ Er habe „mehrere Pässe, wie jeder gute Geheimagent. Aber keine Ahnung, ob einer davon Honorarkonsul ist. Ich lasse schon mal ein Foto von mir dafür retuschieren.“ Und gibt sich gönnerhaft: „Du bist herzlich auf einen Drink am Strand eingeladen. Wobei ich da eher jetzt mal ein paar Monate warten würde, bis sich der Wirbel gelegt hat. Den Privatjet können wir uns jetzt auch leisten. (Ironie-Smiley)“

Jan Marsalek kommt aus bescheidenen Verhältnissen. Er wird am 15. März 1980 in Wien geboren, die Familie seines Vaters stammt aus Tschechien. Das Verhältnis zu den Eltern ist nicht das beste: Ist Marsalek in Wien zu Besuch, wohnt er im Hotel. Als das Handelsblatt ihn bei einem Treffen Anfang 2020 fragt, ob er sich „Marsalek“ oder „Marschaalek“ ausspricht, antwortet er: „Ganz wie Sie möchten.“ Bekannten bläut er ein: „Traue keinem Journalisten.“

In Wien besucht Marsalek das französische Gymnasium, schmeißt fünf Monate vor der Matura hin. Der Junge ist aufmüpfig, will lieber programmieren und arbeitet für Tech-Start-ups. Die Nächte arbeitet er durch, ernährt sich von Pizza, erzählt er dem Handelsblatt, bleibt ohne Führerschein. Dann kommt Wirecard.

Marsalek ist 20 Jahre alt, als er bei Wirecards Vorgängerfirma anheuert. Bis zu seinem Rücktritt im Juni ist er zwei Dekaden im Konzern, länger als Vorstandschef Markus Braun, wie er gern betont. Marsalek sorgt dafür, dass Brauns fantastische Visionen Wirklichkeit werden – zumindest auf dem Papier.

Über alle Konjunktureinbrüche hinweg wächst Wirecard rund 30 Prozent pro Jahr. Und wenn es in Europa nicht gut läuft, ist Marsaleks Asienbereich zur Stelle, steigert Umsatz, Gewinn und Cashflow.

„Marsaleks Bereich war für uns immer eine Blackbox“, berichtet ein Kollege. Mithilfe des Drittpartnergeschäfts habe man problematische Kunden betreut. Vor mehr als zehn Jahren könnte dann aus dem Verschleierungs- ein Betrugsmechanismus geworden sein.
Am Telefon mit KPMG

Auch als die Wirtschaftsprüfer die Schlinge um Wirecard zuziehen, ist Marsalek zur Stelle. „Es hieß immer: Marsalek kümmert sich um KPMG und EY“, sagt ein hochrangiger Manager. „Leider noch mit KPMG am Telefon“, textet Marsalek seinem Vertrauten vier Tage vor dem Crash. „Sie haben gerade den Nachrichtendienst beauftragt herauszufinden, was ich am 3.-5. März in Manila gemacht habe. Das war unsere Reise mit EY und KPMG.“

Die Hauptstadt der Philippinen ist der Ort, über den am 18. Juni, dem Tag der geplanten Jahresbilanz, erst Marsalek stolpern sollte, dann der ganze Konzern. Um 7.30 Uhr ist die Nervosität hoch. „Was für ein Morgen“, schreibt Marsalek. „Don't ask (Lach-Smiley) (Äffchen-Smiley)“. Es machen sich Verunsicherung breit, Zweifel an der Unterschrift, textet er dem Vertrauten. „Aktuell ist alles möglich. Langweilig wird einem hier nicht.“

Marsalek mahnt: „Wir schwanken zwischen Katastrophe und alles gut. Wir warten auf die Zulieferung einer Bank. Wenn das kommt, passt alles. Wenn nicht, dreht EY völlig durch.“ Gegen halb 11 ist klar, dass nichts mehr gut wird: „Prepare for bad news. Und zwar wirklich schlechte News“, textet Marsalek.

Kurz darauf versendet Wirecard die Ad-hoc-Meldung, nach der Belege über 1,9 Milliarden Euro auf Treuhandkonten bei zwei philippinischen Banken, ein Viertel der Bilanzsumme, gefälscht sind. Der Aktienkurs bricht zusammen.

Noch hat Marsalek Hoffnung: „Wird sich zwar sicher aufklären lassen, aber das wird spannend“, schreibt er. „Parallel sind wir mit der betroffenen Bank im Gespräch. Es kann sein, dass heute noch eine Revision der Meldung kommt. Wir machen uns dann total zur Lachnummer der Nation.“

Auf die Frage, ob der Treuhänder Wirecard betrogen habe, behauptet Marsalek: „Ehrlich gesagt, aktuell kann ich das alles noch nicht so wirklich einschätzen. Vor zwei Tagen kam EY mit der Sache um die Ecke.“ Seitdem versuche er, den Treuhänder und die Banken anzurufen. Sollten die 1,9 Milliarden Euro nicht gefunden werden, sei die Sache klar: „Ich vermute, dann sind wir tot und haben einen wunderbaren Wirtschaftsskandal.“ Und: „Ich werde vermutlich beurlaubt.“

Er behält recht. Noch am 18. Juni wird Marsalek freigestellt, kurz darauf fristlos entlassen. Kollegen bekommen den Asienvorstand an diesem Tag das letzte Mal zu Gesicht. Dem Vertrauten verspricht er noch, sich am Wochenende zu treffen: „Ich würde mich morgen mal mit der Sachverhaltsaufklärung und anwaltlichen Fragen beschäftigen, aber Weekend klingt gut.“

Am Samstag, 20. Juni, schreibt Marsalek dann, es gehe ihm „so weit so gut, vielen Dank! Fleißig am Pläne schmieden…“ Er wolle „heute in die Berge... Hoffe, es ist für euch o.k., wenn wir uns erst mal irgendwo verkriechen...“ Auch der Vertraute wird den Ex-Vorstand nicht mehr wiedersehen. Per Chat bleiben sie in Kontakt.

In Bezug auf CEO Braun äußert sich Marsalek im Chat loyal – und nimmt zur Schuldfrage Stellung. „Es wäre schlimm, wenn er das nicht gewesen wäre“, antwortet er am 22. Juni auf die Frage, ob Braun vom Absturz überrascht gewesen sei. „Es geht zunächst mal darum, die Firma, Mitarbeiter und Kunden zu schützen. Ein vereinfachter Narrativ hilft da“, referiert er.

„Also einer muss schuld sein – und ich qualifiziere mich ganz ausgezeichnet dafür. (Zwinker-Smiley)“ Er sei aktuell zwar schwer erreichbar, aber: „Ich dementiere die Vorwürfe auch nicht.“ Wichtig sei, „dass wir den extrem gesunden Kern der Firma schützen und erhalten. Da sind echt gute Leute, gute Kunden und herausragende Technik da.“
Bei Wirecard gelte nun: „Jeder gegen jeden“.

Wirecard ist 20 lange Jahre lang Marsaleks Heimat. Sein Vorstandsbüro ist riesig: Zusammen mit Vorzimmer und Besprechungsraum belegt es rund 110 Quadratmeter in Südostlage. Die Räume von Braun oder Finanzvorstand Alexander von Knoop sind nur halb so groß.

Im Büro sammelt Marsalek Erinnerungen: eine Matroschka-Puppe mit Putin-Gesicht, russische Pelzmützen und Wodkaflaschen, ein lebensgroßer Pappaufsteller von Donald Trump. Besonders stolz ist der kinderlose Marsalek auf sein Netzwerk, berichten Vertraute: in die Politik, zu Oligarchen und Sicherheitsdiensten.

Dass die Staatsanwaltschaft München (StA) ihn in den Fokus nimmt, ist Marsalek früh klar. „Es könnte sein, dass ich mich auf den Weg nach Manila mache, um herauszufinden, was da alles passiert ist. Dann wird die StA u.U. in Panik verfallen“, textet er am 21. Juni. Angeblich hat sich der Treuhänder „heute bei Wirecard gemeldet und versichert, dass es die Konten entgegen den öffentlichen Aussagen wirklich gibt“.

Die Inspektionsreise ist riskant, weiß Marsalek. Aber: „Es kümmert sich ja sonst niemand drum.“ Im Konzern gelte nun die Devise „jeder gegen jeden“. „Und nur für’s Protokoll: ich hatte massiv darauf gedrängt, gemeinsam mit jemandem aus der Compliance oder sogar James Freis auf die Philippinen zu fliegen – es wollte nur niemand mit“, behauptet Marsalek. „Bin mir nur nicht sicher, ob ich die 1,9 Milliarden an Wirecard überweisen würde, falls ich sie denn finden würde. (Zwinker-Smiley)“

In den folgenden Tagen wechseln Marsaleks Nachrichten zwischen Zuversicht und Sarkasmus. Sein Tag-Nacht-Rhythmus wandelt sich, glaubt man dem Chat. Seine Essenszeiten deuten auf eine asiatische Zeitzone hin. Konkret antwortet Marsalek auf Fragen zum Aufenthaltsort nicht, scherzt über ein Wiedersehen: „Müssen wir aber eventuell entweder im Gefängnishof machen, oder falls ich die 1,9 Milliarden finde, auf (m)einer Karibikinsel. (Zwinker-Smiley)“

In der Münchener Justiz werden die Ermittler um Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl derweil ungeduldig. Nach einigen Tagen beantragen sie einen internationalen Haftbefehl.

Marsalek spricht nicht mehr davon, auf der Suche nach entlastendem Material zu sein. „Guten Morgen“, schreibt er am 24. Juni kurz nach Mitternacht deutscher Zeit, in Manila ist es sechs Uhr morgens. „Wirecard schmeißt wohl gerade viele der Porno- und Glückspiel-Kunden fristlos raus. Wird der Profitabilität des Geschäfts aber leider nicht zuträglich sein. Hatte heute einige Anrufer, die ein wenig schockiert waren, dass sie ab morgen ‚auf der Straße‘ stehen“, so der Ex-Vorstand, „inklusive eines Kunden aus Libyen: Wirecard wollte morgen 140.000 Leuten die Karten abdrehen. (…) So, ich muss ins Gym.“

Noch überlegt Marsalek offenbar, nach Deutschland zurückzukehren – oder blufft: „Aktueller Plan ist, dass ich am Wochenende wieder da bin und die StA treffe“, schreibt er am 24. Juni. Einen Tag später klingt das anders: „Ich werde mich entweder morgen auf den Rückweg machen oder bleibe hier bei meinen Freunden. Ich habe mich noch nicht entschieden.“

In der Heimat schießen die Spekulationen ins Kraut. Die „Financial Times“ und andere Zeitungen berichten über frühere dubiose Vorgänge. So habe Marsalek Investments in Problemstaaten wie Libyen gesucht, Londoner Händlern Formeln für russisches Nervengas gezeigt und Drähte zur rechten österreichischen Partei FPÖ gepflegt. Manches klingt unglaublich, anderes passt zu früheren Vorwürfen. Schon seit Längerem steht Marsalek etwa im Verdacht, 2015 an einem dubiosen 320 Millionen Euro schweren Wirecard-Zukauf von einem Fonds auf Mauritius beteiligt gewesen zu sein.

Der Chatkontakt wird spärlicher. Als der Vertraute die Sorge äußert, Marsalek könne sich etwas antun, beruhigt dieser: „Du musst dir aktuell wirklich keine Sorgen um mich machen.“ Und: „Mir passiert hier nichts. Zur Not fliege ich einfach genauso raus, wie ich reinkam“: im „Businessjet“.

Marsalek macht weiter Scherze, etwa über Pressegerüchte. „Scheinbar habe ich eine philippinische Ehefrau. (Lach-Smiley) Ich dachte, ich bin in China? Oder bin ich von dort nach Russland? (Lach-Smiley)“ Doch einmal antwortet er klar: Auf die Frage, ob das politische Systeme denn stabil genug sei, in dem er gerade weile, antwortet Marsalek am 29. Juni: „Ja, sind immer noch dieselben Leute am Ruder wie vor 25 Jahren.“

Ein Vierteljahrhundert ohne politischen Machtwechsel: Die Information trifft auf nur wenige Länder der Welt zu – und ist für die Suche womöglich relevant. Die Münchener Ermittler gehen bereits der Spur nach. Einer Theorie zufolge könnte sich Marsalek auf Mauritius versteckt halten. Französisch spricht er fließend.

Sitzt Marsalek auf einer Tropeninsel und narrt die Justiz, den Finanzplatz, die Republik? Sein Anwalt lehnte auf Anfrage jeden Kommentar zum Fall ab. Die Möglichkeit wird in seinem Umfeld lebhaft diskutiert.
„Dann ist er in Lebensgefahr“

Andere Vertraute machen sich große Sorgen. „Nehmen wir einfach an, er hat 300 Millionen Euro beiseitegeschafft. Aber seine Freunde aus der Halbwelt glauben, er sitzt auf 1,9 Milliarden Euro. Dann ist er in Lebensgefahr“, sagt eine Stimme.

Marsaleks Witzchen über seinen angeblichen Reichtum könnten ihm demnach noch gefährlich werden. Im Chat scherzte er, dass er sich gerade ein neues Toupet aussuche. „Damit komme ich ganz relaxed nach München zurück. Mit 1,9 Milliarden kann ich mir den Starnberger See jetzt leisten.“

Am 30. Juni erhält sein Vertrauter die letzte Antwort. Auf die Frage: „Bist du abgetaucht?“, um 17 Uhr deutscher Zeit gestellt, antwortet Marsalek: „Guten Abend, der Herr! Sort of (Lach-Smiley).“ Weitere Nachrichten gehen ins Leere. Die App führt Marsalek schon am Folgetag nicht mehr als aktiv auf. „Vor langer Zeit gesehen“, heißt es dort.
die-geheimen-chatprotokolle-des-jan-marsalek/26009914.html" target="_blank" rel="nofollow">https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/bilanzaffaere-wirecard-skandal-die-geheimen-chatprotokolle-des-jan-marsalek/26009914.html


Krasser Scheiß.
Scheint ja gut gelaunt zu sein der Kerl. Während er mit meinem Lebensabend rumläuft. Mistkerl.
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16.07.20 17:43:35
Beitrag Nr. 160.937 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.437.407 von TGAktien am 16.07.20 17:38:22
Zitat von TGAktien:
Zitat von eula: Dem Handelsblatt liegen Marsaleks Textnachrichten der vergangenen Wochen vor. Sie legen eine neue Perspektive auf Wirecards Crash offen – und mögliche Fluchtrouten.
Felix Holtermann
16.07.2020 - 16:41 Uhr Kommentieren

Frankfurt Womöglich hat er geahnt, was kommen würde. Am 5. Juni 2020, einem Freitag, zwei Wochen vor Wirecards Absturz, kauft Jan Marsalek ein neues Smartphone. „Meine neue Nummer“, schreibt er um 16.30 Uhr einem Vertrauten. „Privat. Nicht Firma.“

Marsalek ist derzeit der meistgesuchte Mann des Landes. Der Österreicher gilt als möglicher Organisator des mutmaßlichen Milliardenbetrugs bei Wirecard. Über zwölf Milliarden Euro an Börsenwert wurden beim Absturz des Zahlungsdienstleisters aus Aschheim bei München vernichtet und 1,9 Milliarden Euro an Konzernvermögen wahrscheinlich erfunden, viele Geschäftsbeziehungen gefälscht.

Laut dem langjährigen Bilanzprüfer EY gibt es Anzeichen für einen „aufwendigen und ausgeklügelten Betrug“ unterschiedlichster Parteien „rund um die Welt“.

Viele Fäden laufen bei einem Mann zusammen: Marsalek, Ex-Asienvorstand, Herrscher über das undurchsichtige Drittpartnergeschäft. Am Sonntag nach dem großen Crash schreibt er im Messenger Telegram: „Einer muss Schuld haben, und ich bin die naheliegende Wahl.“

Dem Handelsblatt liegen Marsaleks Chatnachrichten in den entscheidenden Wochen ab dem 5. Juni vor, die dieser mit einem Vertrauten ausgetauscht hat. Sie werfen ein neues Licht auf Wirecards Absturz.
„Ein unnahbarer Typ“

Tausende Nachrichten hat der Vorstand gesendet. Marsalek zeigt sich darin als Mann mit zwei Gesichtern: als Strippenzieher, der viel weiß und bis zuletzt eine Fassade pflegt, und als Outlaw, der nun womöglich in Lebensgefahr schwebt. Wird es heikel, flüchtet er sich in Witzchen – oder in Schweigen. Und gibt doch mehr von sich preis, als ihm lieb sein dürfte.

Ein Bekannter nennt den 40-jährigen Marsalek „den unnahbarsten und abgebrühtesten Typen, den ich je getroffen habe“. Ein langjähriger Mitarbeiter in der Zentrale in Aschheim berichtet, halb Wirecard habe Angst vor ihm gehabt. Ein anderer Manager beschreibt Marsalek als „Phantom“, das er fast nie gesehen habe.

Marsalek dürften diese Zuschreibungen gefallen; er liebt das Geheimnis. Im Chat prahlt er unverblümt mit seinen Kontakten zur CIA, zum Mossad und anderen Nachrichtendiensten – und mit seinem angeblichen Millionenvermögen. Das Gerücht, Wirecard stelle Kreditkarten für Agenten aus, sei etwa „nicht ganz falsch“.

Auf die Frage, ob ihm bei der Einreise in die Philippinen Corona-Quarantäne drohe, antwortet er: „Nicht bei meiner Reiseagentur.“ Er habe „mehrere Pässe, wie jeder gute Geheimagent. Aber keine Ahnung, ob einer davon Honorarkonsul ist. Ich lasse schon mal ein Foto von mir dafür retuschieren.“ Und gibt sich gönnerhaft: „Du bist herzlich auf einen Drink am Strand eingeladen. Wobei ich da eher jetzt mal ein paar Monate warten würde, bis sich der Wirbel gelegt hat. Den Privatjet können wir uns jetzt auch leisten. (Ironie-Smiley)“

Jan Marsalek kommt aus bescheidenen Verhältnissen. Er wird am 15. März 1980 in Wien geboren, die Familie seines Vaters stammt aus Tschechien. Das Verhältnis zu den Eltern ist nicht das beste: Ist Marsalek in Wien zu Besuch, wohnt er im Hotel. Als das Handelsblatt ihn bei einem Treffen Anfang 2020 fragt, ob er sich „Marsalek“ oder „Marschaalek“ ausspricht, antwortet er: „Ganz wie Sie möchten.“ Bekannten bläut er ein: „Traue keinem Journalisten.“

In Wien besucht Marsalek das französische Gymnasium, schmeißt fünf Monate vor der Matura hin. Der Junge ist aufmüpfig, will lieber programmieren und arbeitet für Tech-Start-ups. Die Nächte arbeitet er durch, ernährt sich von Pizza, erzählt er dem Handelsblatt, bleibt ohne Führerschein. Dann kommt Wirecard.

Marsalek ist 20 Jahre alt, als er bei Wirecards Vorgängerfirma anheuert. Bis zu seinem Rücktritt im Juni ist er zwei Dekaden im Konzern, länger als Vorstandschef Markus Braun, wie er gern betont. Marsalek sorgt dafür, dass Brauns fantastische Visionen Wirklichkeit werden – zumindest auf dem Papier.

Über alle Konjunktureinbrüche hinweg wächst Wirecard rund 30 Prozent pro Jahr. Und wenn es in Europa nicht gut läuft, ist Marsaleks Asienbereich zur Stelle, steigert Umsatz, Gewinn und Cashflow.

„Marsaleks Bereich war für uns immer eine Blackbox“, berichtet ein Kollege. Mithilfe des Drittpartnergeschäfts habe man problematische Kunden betreut. Vor mehr als zehn Jahren könnte dann aus dem Verschleierungs- ein Betrugsmechanismus geworden sein.
Am Telefon mit KPMG

Auch als die Wirtschaftsprüfer die Schlinge um Wirecard zuziehen, ist Marsalek zur Stelle. „Es hieß immer: Marsalek kümmert sich um KPMG und EY“, sagt ein hochrangiger Manager. „Leider noch mit KPMG am Telefon“, textet Marsalek seinem Vertrauten vier Tage vor dem Crash. „Sie haben gerade den Nachrichtendienst beauftragt herauszufinden, was ich am 3.-5. März in Manila gemacht habe. Das war unsere Reise mit EY und KPMG.“

Die Hauptstadt der Philippinen ist der Ort, über den am 18. Juni, dem Tag der geplanten Jahresbilanz, erst Marsalek stolpern sollte, dann der ganze Konzern. Um 7.30 Uhr ist die Nervosität hoch. „Was für ein Morgen“, schreibt Marsalek. „Don't ask (Lach-Smiley) (Äffchen-Smiley)“. Es machen sich Verunsicherung breit, Zweifel an der Unterschrift, textet er dem Vertrauten. „Aktuell ist alles möglich. Langweilig wird einem hier nicht.“

Marsalek mahnt: „Wir schwanken zwischen Katastrophe und alles gut. Wir warten auf die Zulieferung einer Bank. Wenn das kommt, passt alles. Wenn nicht, dreht EY völlig durch.“ Gegen halb 11 ist klar, dass nichts mehr gut wird: „Prepare for bad news. Und zwar wirklich schlechte News“, textet Marsalek.

Kurz darauf versendet Wirecard die Ad-hoc-Meldung, nach der Belege über 1,9 Milliarden Euro auf Treuhandkonten bei zwei philippinischen Banken, ein Viertel der Bilanzsumme, gefälscht sind. Der Aktienkurs bricht zusammen.

Noch hat Marsalek Hoffnung: „Wird sich zwar sicher aufklären lassen, aber das wird spannend“, schreibt er. „Parallel sind wir mit der betroffenen Bank im Gespräch. Es kann sein, dass heute noch eine Revision der Meldung kommt. Wir machen uns dann total zur Lachnummer der Nation.“

Auf die Frage, ob der Treuhänder Wirecard betrogen habe, behauptet Marsalek: „Ehrlich gesagt, aktuell kann ich das alles noch nicht so wirklich einschätzen. Vor zwei Tagen kam EY mit der Sache um die Ecke.“ Seitdem versuche er, den Treuhänder und die Banken anzurufen. Sollten die 1,9 Milliarden Euro nicht gefunden werden, sei die Sache klar: „Ich vermute, dann sind wir tot und haben einen wunderbaren Wirtschaftsskandal.“ Und: „Ich werde vermutlich beurlaubt.“

Er behält recht. Noch am 18. Juni wird Marsalek freigestellt, kurz darauf fristlos entlassen. Kollegen bekommen den Asienvorstand an diesem Tag das letzte Mal zu Gesicht. Dem Vertrauten verspricht er noch, sich am Wochenende zu treffen: „Ich würde mich morgen mal mit der Sachverhaltsaufklärung und anwaltlichen Fragen beschäftigen, aber Weekend klingt gut.“

Am Samstag, 20. Juni, schreibt Marsalek dann, es gehe ihm „so weit so gut, vielen Dank! Fleißig am Pläne schmieden…“ Er wolle „heute in die Berge... Hoffe, es ist für euch o.k., wenn wir uns erst mal irgendwo verkriechen...“ Auch der Vertraute wird den Ex-Vorstand nicht mehr wiedersehen. Per Chat bleiben sie in Kontakt.

In Bezug auf CEO Braun äußert sich Marsalek im Chat loyal – und nimmt zur Schuldfrage Stellung. „Es wäre schlimm, wenn er das nicht gewesen wäre“, antwortet er am 22. Juni auf die Frage, ob Braun vom Absturz überrascht gewesen sei. „Es geht zunächst mal darum, die Firma, Mitarbeiter und Kunden zu schützen. Ein vereinfachter Narrativ hilft da“, referiert er.

„Also einer muss schuld sein – und ich qualifiziere mich ganz ausgezeichnet dafür. (Zwinker-Smiley)“ Er sei aktuell zwar schwer erreichbar, aber: „Ich dementiere die Vorwürfe auch nicht.“ Wichtig sei, „dass wir den extrem gesunden Kern der Firma schützen und erhalten. Da sind echt gute Leute, gute Kunden und herausragende Technik da.“
Bei Wirecard gelte nun: „Jeder gegen jeden“.

Wirecard ist 20 lange Jahre lang Marsaleks Heimat. Sein Vorstandsbüro ist riesig: Zusammen mit Vorzimmer und Besprechungsraum belegt es rund 110 Quadratmeter in Südostlage. Die Räume von Braun oder Finanzvorstand Alexander von Knoop sind nur halb so groß.

Im Büro sammelt Marsalek Erinnerungen: eine Matroschka-Puppe mit Putin-Gesicht, russische Pelzmützen und Wodkaflaschen, ein lebensgroßer Pappaufsteller von Donald Trump. Besonders stolz ist der kinderlose Marsalek auf sein Netzwerk, berichten Vertraute: in die Politik, zu Oligarchen und Sicherheitsdiensten.

Dass die Staatsanwaltschaft München (StA) ihn in den Fokus nimmt, ist Marsalek früh klar. „Es könnte sein, dass ich mich auf den Weg nach Manila mache, um herauszufinden, was da alles passiert ist. Dann wird die StA u.U. in Panik verfallen“, textet er am 21. Juni. Angeblich hat sich der Treuhänder „heute bei Wirecard gemeldet und versichert, dass es die Konten entgegen den öffentlichen Aussagen wirklich gibt“.

Die Inspektionsreise ist riskant, weiß Marsalek. Aber: „Es kümmert sich ja sonst niemand drum.“ Im Konzern gelte nun die Devise „jeder gegen jeden“. „Und nur für’s Protokoll: ich hatte massiv darauf gedrängt, gemeinsam mit jemandem aus der Compliance oder sogar James Freis auf die Philippinen zu fliegen – es wollte nur niemand mit“, behauptet Marsalek. „Bin mir nur nicht sicher, ob ich die 1,9 Milliarden an Wirecard überweisen würde, falls ich sie denn finden würde. (Zwinker-Smiley)“

In den folgenden Tagen wechseln Marsaleks Nachrichten zwischen Zuversicht und Sarkasmus. Sein Tag-Nacht-Rhythmus wandelt sich, glaubt man dem Chat. Seine Essenszeiten deuten auf eine asiatische Zeitzone hin. Konkret antwortet Marsalek auf Fragen zum Aufenthaltsort nicht, scherzt über ein Wiedersehen: „Müssen wir aber eventuell entweder im Gefängnishof machen, oder falls ich die 1,9 Milliarden finde, auf (m)einer Karibikinsel. (Zwinker-Smiley)“

In der Münchener Justiz werden die Ermittler um Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl derweil ungeduldig. Nach einigen Tagen beantragen sie einen internationalen Haftbefehl.

Marsalek spricht nicht mehr davon, auf der Suche nach entlastendem Material zu sein. „Guten Morgen“, schreibt er am 24. Juni kurz nach Mitternacht deutscher Zeit, in Manila ist es sechs Uhr morgens. „Wirecard schmeißt wohl gerade viele der Porno- und Glückspiel-Kunden fristlos raus. Wird der Profitabilität des Geschäfts aber leider nicht zuträglich sein. Hatte heute einige Anrufer, die ein wenig schockiert waren, dass sie ab morgen ‚auf der Straße‘ stehen“, so der Ex-Vorstand, „inklusive eines Kunden aus Libyen: Wirecard wollte morgen 140.000 Leuten die Karten abdrehen. (…) So, ich muss ins Gym.“

Noch überlegt Marsalek offenbar, nach Deutschland zurückzukehren – oder blufft: „Aktueller Plan ist, dass ich am Wochenende wieder da bin und die StA treffe“, schreibt er am 24. Juni. Einen Tag später klingt das anders: „Ich werde mich entweder morgen auf den Rückweg machen oder bleibe hier bei meinen Freunden. Ich habe mich noch nicht entschieden.“

In der Heimat schießen die Spekulationen ins Kraut. Die „Financial Times“ und andere Zeitungen berichten über frühere dubiose Vorgänge. So habe Marsalek Investments in Problemstaaten wie Libyen gesucht, Londoner Händlern Formeln für russisches Nervengas gezeigt und Drähte zur rechten österreichischen Partei FPÖ gepflegt. Manches klingt unglaublich, anderes passt zu früheren Vorwürfen. Schon seit Längerem steht Marsalek etwa im Verdacht, 2015 an einem dubiosen 320 Millionen Euro schweren Wirecard-Zukauf von einem Fonds auf Mauritius beteiligt gewesen zu sein.

Der Chatkontakt wird spärlicher. Als der Vertraute die Sorge äußert, Marsalek könne sich etwas antun, beruhigt dieser: „Du musst dir aktuell wirklich keine Sorgen um mich machen.“ Und: „Mir passiert hier nichts. Zur Not fliege ich einfach genauso raus, wie ich reinkam“: im „Businessjet“.

Marsalek macht weiter Scherze, etwa über Pressegerüchte. „Scheinbar habe ich eine philippinische Ehefrau. (Lach-Smiley) Ich dachte, ich bin in China? Oder bin ich von dort nach Russland? (Lach-Smiley)“ Doch einmal antwortet er klar: Auf die Frage, ob das politische Systeme denn stabil genug sei, in dem er gerade weile, antwortet Marsalek am 29. Juni: „Ja, sind immer noch dieselben Leute am Ruder wie vor 25 Jahren.“

Ein Vierteljahrhundert ohne politischen Machtwechsel: Die Information trifft auf nur wenige Länder der Welt zu – und ist für die Suche womöglich relevant. Die Münchener Ermittler gehen bereits der Spur nach. Einer Theorie zufolge könnte sich Marsalek auf Mauritius versteckt halten. Französisch spricht er fließend.

Sitzt Marsalek auf einer Tropeninsel und narrt die Justiz, den Finanzplatz, die Republik? Sein Anwalt lehnte auf Anfrage jeden Kommentar zum Fall ab. Die Möglichkeit wird in seinem Umfeld lebhaft diskutiert.
„Dann ist er in Lebensgefahr“

Andere Vertraute machen sich große Sorgen. „Nehmen wir einfach an, er hat 300 Millionen Euro beiseitegeschafft. Aber seine Freunde aus der Halbwelt glauben, er sitzt auf 1,9 Milliarden Euro. Dann ist er in Lebensgefahr“, sagt eine Stimme.

Marsaleks Witzchen über seinen angeblichen Reichtum könnten ihm demnach noch gefährlich werden. Im Chat scherzte er, dass er sich gerade ein neues Toupet aussuche. „Damit komme ich ganz relaxed nach München zurück. Mit 1,9 Milliarden kann ich mir den Starnberger See jetzt leisten.“

Am 30. Juni erhält sein Vertrauter die letzte Antwort. Auf die Frage: „Bist du abgetaucht?“, um 17 Uhr deutscher Zeit gestellt, antwortet Marsalek: „Guten Abend, der Herr! Sort of (Lach-Smiley).“ Weitere Nachrichten gehen ins Leere. Die App führt Marsalek schon am Folgetag nicht mehr als aktiv auf. „Vor langer Zeit gesehen“, heißt es dort.
die-geheimen-chatprotokolle-des-jan-marsalek/26009914.html" target="_blank" rel="nofollow">https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/bilanzaffaere-wirecard-skandal-die-geheimen-chatprotokolle-des-jan-marsalek/26009914.html


Krasser Scheiß.
Scheint ja gut gelaunt zu sein der Kerl. Während er mit meinem Lebensabend rumläuft. Mistkerl.


In seiner Haut möchte ich nicht stecken!
Der weiß doch morgens nicht, ob er am Abend eine Kugel im Kopf hat!
Das ist mit Sicherheit kein schönes Leben, da nützt ihm sein Geld auch nicht viel!
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16.07.20 17:45:34
Beitrag Nr. 160.938 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.437.110 von eula am 16.07.20 17:23:57
...sind die 1,9 Mrd. da
Oder nicht...
Wirecard | 2,054 €
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16.07.20 17:49:15
Beitrag Nr. 160.939 ()
Danke Eula
...für die schnelle Veröffentlichung 👍
Wirecard | 2,054 €
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16.07.20 17:51:59
Beitrag Nr. 160.940 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.437.407 von TGAktien am 16.07.20 17:38:22Wir werden doch hier alle verarscht. Der Marsarek auf Twitter ist doch ein Fake.
Auf Twitter kannst du dich als Oma Klara anmelden und ein Foto deiner Nachbarin hochladen.

Dieser ehemalige AR-Vorsitzende Matthias müsste auf jeden Fall in den Knast.
Heißt doch "Aufsicht". Wo war die denn? Gerade bei Anschuldigungen muss genauestens beaufsichtigt werden. Übrigens nur ein Mann hat die Verfügungsgewalt über 1,9 MRD? In jedem mittelständigen Unternehmen müssen mindestens 3 Unterschriften geleistet werden.
Wirecard | 2,054 €
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