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Ist Daytrading mit CFDs überhaupt lohnenswert?



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Hallo,

mich würde interessieren, ob Daytrading mit CFDs sich lohnt und wie Eure persönlichen Erfahrungen damit sind.

Ich gehe davon aus, dass 90% der Daytrader einen Verlust erleiden, der nicht wieder einzuholen ist und lediglich die Broker und Finanzinstitute daran gut verdienen.

Es mag sein, dass es einige wenige gibt, die eine positive Bilanz aufweisen können, aber man muss annehmen, dass der Großteil langfristig definitiv einen Verlust erleidet.

Auf Youtube IMHO und in verschiedenen Foren wird zu dem Thema ein verklärtes Bild geboten und suggeriert, dass man daran gut verdienen kann (Schäfermeier usw.), wenn man dann genauer hinschaut, machen alle die damit angeblich zu Geld gekommen sind Webinare/Coaching und verdienen damit ihr Geld.

Kann Daytrading mit CFDs überhaupt ein Nebenverdienst darstellen?
Was denkt Ihr?
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.114.269 von servant007 am 23.10.14 15:01:36Ich gehe davon aus, dass 90% der Daytrader einen Verlust erleiden, der nicht wieder einzuholen ist

manche haben spass daran, andere haben andere hobbys
Nun die Frage ist etwas "komisch" denn das eine ist ein Handelsstil und das andere ein Instrument, mit dem der Handelsstil betrieben wird. Sonst müsste man parallel fragen:
- Ist Daytrading mit Aktien überhaupt lohnenswert?
- Ist Daytrading mit Zertifikaten überhaupt lohnenswert?
- Ist Daytrading mit Rohstoffen überhaupt lohnenswert?
....

Dann ist "lohnenswert" auch nicht gerade fassbar. Für meine Oma ist es lohnenswert auf dem Sparbuch 1% Zinsen abzugreifen und bei wikifolio fühlt sich ein Kollege total schlecht, weil er "nur" 10% im Monat vorweisen kann. Wie definierst Du es?

Als pauschale Antwort von mir: JA es ist lohnenswert, aber nur mit einem konkreten Plan/Setup und der Disziplin, diesen auch umzusetzen frei von Psychokniffen und mentalen Streßgefühlen. Wenn Du das beherrschst, ist es wie ein Instrument spielen. Erst nach 10.000 Stunden klingt ein Geiger "toll" davor kann man oft wegrennen, aber die Frage ob es sich lohnt Geige zu spielen werden dort auch nur 10% mit JA beantworten, weil 90% auf dem Weg dahin aufgegeben haben ;)

Gruß Bernecker1977
Es ist einfacher Goldsucher Equipment zu verkaufen, mit der Hingabe den Kunden klarzumachen das es "lohnenswert" ist, anstatt selber Gold zu suchen.
Jeder macht für sich seine eigenen Erfahrungen und beurteilt dann ob es lohnenswert ist. Bernecker1977 Du hast da anscheinend positive Erfahrungen gesammelt.

Ich definiere "lohnenswert", dass man auf längere Sicht sagen wir mal Wochen oder Monate, durch sein Können und seine Disziplin am besten ohne Glück ein Plus vorweisen kann. Falls man etwas verloren hat, es auch wieder zurückgewinnen kann. Sukzessiv zum Erfolg quasi.

Ich weiss nicht, ob es nicht zu leicht ist, zu sagen "Du machst Verluste" also hast Du keine Disziplin oder die falsche Strategie".
Das will ich herausfinden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.114.269 von servant007 am 23.10.14 15:01:36Ich gehe davon aus, dass 90% der Daytrader einen Verlust erleiden, der nicht wieder einzuholen ist und lediglich die Broker und Finanzinstitute daran gut verdienen.

Deine Annahme stimmt leider nur fast, denn die "90%" dürften zu niedrig sein.
95% würde ich eher tippen. Ansonsten liegst du mit deiner Aussage zu 100% richtig.


PS: Seinerzeit im Goldrausch sind auch nur die "Equipmentverkäufer", Bar- und Bordellbesitzer reich geworden. Von den Goldsuchern nur ganz wenige!!;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.115.913 von servant007 am 23.10.14 17:03:16
Zitat von servant007: Ich weiss nicht, ob es nicht zu leicht ist, zu sagen "Du machst Verluste" also hast Du keine Disziplin oder die falsche Strategie".
Das will ich herausfinden.


Nun, es ist schlicht und ergreifend eine Tatsache.

Um das als Tatsache anzuerkennen, bedarf es Erfahrung. Erfahrung die du anscheinend noch nicht besitzt, da du das noch herausfinden willst.
Keine Angst. Die Verlustwahrscheinlichkeit wurde in diesem Thread auf irgendwas zwischen 90 und 95% geschätzt. Bei Verlusten bist du in zahlreicher und guter Gesellschaft. Bei Gewinnen bist du in erleuchteter Gesellschaft.:D

Nichts für ungut. Es klingt evtl. gehässig, ist aber nicht so gemeint.
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.114.269 von servant007 am 23.10.14 15:01:36Um überhaupt "Trading" in Erwägung zu ziehen, brauchst du erstmal Kapital-am besten ein "Vermögen"
Sinnvoll wäre es also erstmal die vermögensbildenden Langfristaspekte anzugehn (Aktien, ETF, Fonds...). Wenn dann genug davon da ist, macht es durchaus Sinn, so mit 5-10% des Gesamtdepots die kürzeren Timeframes übers Trading zu versuchen. Das ist dann zwar was ganz anderes, weil es um den Handel von Bewegung geht und nicht um "eigentliche" Werte,aber bis das soweit ist, wird dir auch über den Handel mit weniger spekulativen Werten vorbereitenderweise die ein oder andere Tücke der psychopatischen, schizophrenen und teils disorientiert anmutenden zickigen Diva "Börse" näherkommen.
"Lohnen" im Sinn von 1Std Zeit vorm PC=mehr als 8,50€ Mindestlohn, wird es sich definitiv über sehr sehr lange Zeit nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.114.269 von servant007 am 23.10.14 15:01:36Deine Frage ist zwar schön etwas älter aber sicherlich ein Dauerbrenner unter Allen, die sich mit Trading beschäftigen wollen oder am Anfang stehen.

Meine Meinung:

1. Zum Trading braucht man gewisse Skills, Hard und Soft Skills.

Beispiel Hardskills:

- Englisch
- Basiswissen VWL
- IT Skills (Excel, VB, grundsätzliche IT Affinität bzgl. Tradingsoftware etc.)
- BWL Wissen (bspw. Grundlagen Bilanzierung, Steuerrecht (bspw. der ganze Goodwillkram)
- Finanzen (Hedging, Optionen, Futures, Anleihen etc....)

und noch ganz viel mehr......


Noch viel härter, Softskills:

-Disziplin, Disziplin, Disziplin
-Geduld, Geduld, Geduld
-Weitblick
-Blick für das Ganze
-Instinkt (kommt mit der Erfahrung)
-Ausgeglichenheit
-autodidaktische Fähigkeiten
-Urteilsvermögen/kraft
-Selbsvertrauen
-Ausdauer
-Mentale Stärke

usw,usw,usw


Alles nur ein Auszug.:cool:


Der Punkt ist, wenn man Alle Bedingungen erfüllt, dann gehört man definitiv nicht zu den Ungefragten auf dem Arbeitsmarkt.:look:

Ergo: bei entsprechendem Talent und Qualifiaktion hat man ebenfalls sehr gute Chance in "normalen" Bereichen der Wirtschaft ordentlich Geld zu verdienen und das noch ohne jedes mal Geld zu riskieren.

Das Dilemma beim Trading (genau wie beim Pokern) ist nämlich, dass man Alles richtig machen kann und trotzdem Geld in den Sand setzt. Das heißt man verliert obwohl man Arbeit investiert (Downswing).

Und nun frag mal jemanden, der >120.000 Euro im Jahr verdient ob er gerne tauschen würde? Nein, will er nicht.

Und richtig, nicht jeder verdient >120.000 im Jahr. Aber die, die Qualifiaktion/Talent/Charakterstärke fürs Daytradng hätten, haben meistens solche Jobs.

Oder entsprechend im Umkehrschluß, die, die denken Sie könne "schnell" reich werden, haben leider oft nicht die richtigen Skills/Talente und verdienen entsprechend im normalen Leben eher durchschnittlich. Deswegen läuft auch das "Seminar Business" im Tradingberich so hervorragend.

Die Börse bietet dann mit dem einfachen Zugang über OnlineBroker natürlich einen Traum vom schnellen Geld, den viele nicht träumen dürfen sondern knallhart wieder auf dem Boden landen. :keks:
Antwort auf Beitrag Nr.: 48.114.269 von servant007 am 23.10.14 15:01:36
Zitat von servant007: mich würde interessieren, ob Daytrading mit CFDs sich lohnt und wie Eure persönlichen Erfahrungen damit sind.

Ich gehe davon aus, dass 90% der Daytrader einen Verlust erleiden, der nicht wieder einzuholen ist und lediglich die Broker und Finanzinstitute daran gut verdienen.

...

Kann Daytrading mit CFDs überhaupt ein Nebenverdienst darstellen?
Was denkt Ihr?



Hallo,

wie hier schon angesprochen werden mit deiner Frage zwei Sachen "vermischt" ...

Kann Daytrading für einen Privaten über einen längeren Zeitraum profitabel betrieben werden, hierzu gibt es in deutsch- wie auch englischensprachigen Foren seit über einer Dekade unzählige Diskussionen. Das mehr als 90% der Privaten mit Daytrading dauerhaft verlieren wurde schon mehrfach angesprochen und ich glaube es gibt hierzu auch diverse Studien drüber, einfach mal 'googlen'.

Über CFDs und noch umfangreicher über Retail-Produkte wie DealingDesk-Forex, CFD-Market-Maker, Optionsscheine (Emittenten), (Hebel)Zertifikate (auch Emittenten) und neuerdings Hebel-ETFs (KAG) wurde ebenso in diversen Foren auch schon einiges geschrieben. Die Anbieter wollen ja auch etwas verdienen und rate mal wird das (Ausfall)Risiko stets trägt :keks:

Das Produkt CFD ist ja von der Idee her nicht schlecht und für den "kleinen Mann" im Prinzip genau das Richtige (Demokratisierung des Handels für kleine Kontos). Jedoch was die einzelnen CFD, FX-Anbieter und das dahinterstehende Market-Making (Matching der Orders) in der täglichen Praxis daraus für den Kunden macht, dies ist der Unterschied zum echten Handel an einer Börse oder auf einem Forex-ECN.

Du spielst, weil es für CFDs bis dato keine zentrale Börse (Orderbuch) gibt, eben auf dem EINEN Spielfeld des EINEN CFD-Anbieters zu DESSEN Bedingungen (Matching der Orders, Gebühren, Finanzierungskosten, Spreadausweitung, Einfrieren der Plattform etc. etc.). Und genau seit dem Start von CFDs in D was um 2004/2005 losging ist das gleiche wie bspw. bei Optionsscheinen (Stichwort: Grauzone OS-Handel) seit Ende der 90er zu lesen, die Ausführungsbedingungen der Market-Maker und die Kosten/versteckten Kosten (Slippage und/oder FiKo) was viele immer wieder im Livehandel beklagen. Zudem sparen sich viele private Händler aus Kostengründen einen echten Kursdatenfeed welcher Ihnen schon zeigen würde wo die Börse (Orderbuch) ausführt und eben DEIN EINZELNER CFD-Anbieter, gerade in schnellen, hektischen Marktphasen.

Also rentieren sich CFDs für Scalping, Daytrading --> nein, nicht wirklich da gerechneter, gesteller Kurs EINES Anbieters zum Kunden und kein Orderbuch mit einer Handelsüberwachungsstelle einer Börse/Börsenaufsicht. Wären CFDs analog Futures oder Aktien an einer richtigen Börse gehandelt können diese sich wie du es schreibst "lohnen".

Hier noch ein interessanter Thread (keine Werbung für anderes Forum) zum Thema CFD, vgl. http://www.aktienboard.com/forum/f8/cfds-ach-so-willst-also-… und http://www.aktienboard.com/forum/f47/daytrading-mittels-cfd-…

Viel Erfolg.


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