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ProSieben - der neue Rohrkrepierer im Dax (Seite 101)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.671.384 von Ines43 am 27.05.19 15:10:33Auf die Schätzungen von Factset habe ich noch nie was gegeben. ;) Die reporteten Zahlen der Vergangenheit sehen so aus:




Und zur Zukunft wird es wohl so aussehen, dass 2019 schlechter wird als 2018. Trendwende m.E. noch nicht in Sicht...
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.671.618 von shuntifumi am 27.05.19 15:36:22
Zitat von shuntifumi: ... Und zur Zukunft wird es wohl so aussehen, dass 2019 schlechter wird als 2018. Trendwende m.E. noch nicht in Sicht...

Verschuldung per 31.03.2019 = 2.206 Mio. Euro
opCF in Q1-2019 = 282 Mio. Euro (-59 Mio. Euro zum Vorjahr)
FCF in Q1-2019 = -54 Mio. Euro (-110 Mio. Euro zum Vorjahr)
Du hast die Vergangenheit gepostet ich die geschätzte Zukunft.
Eine Frage, was ist

Free cashflow vor M&A?

M&A läuft mir hier das erste Mal über den Weg.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.671.702 von Ines43 am 27.05.19 15:46:44
Mergers & Acquisitions (M&A) ist ein Sammelbegriff für Transaktionen im Unternehmensbereich wie Fusionen, Unternehmenskäufe … (Wikipedia)

Also der FCF vor/ohne Akquisitionen (und auch Verkäufen, siehe 2017). Der (theoretisch mögliche) FCF wurde also in den letzten Jahren für Beteiligungskäufe verballert, die die Bilanz aufgebläht haben mit Firmenwerten, aber nichts zum EBITDA beigetragen haben. 2019 wird P7 jedenfalls (wenn man mal die positiven IFRS16-Effekte bereinigt) wohl ungefähr auf dem (adjusted) EBITDA-Niveau von 2015 rauskommen. Trotz 700 Mio. Euro mehr Schulden und Kapitalerhöhung in der Zwischenzeit.
Vielleicht lernen sie ja und verballern den free cashflwo
nicht mehr für unnütze Firmenkäufe.
Wenn sie gelernt haben, könne sie die Aktienrückkäufe
aus dem free cashflow bestreiten.
Dann sieht es doch gut aus.
Naja, Firmenzukäufe sind schon wichtig. Natürlich belasten diese erstmal stark, aber man erhofft sich ja ein nachhaltiges Wachstum. Natürlich weiß man nie vorher wie sich ein Invest entwickelt (ist ja mit Aktien genau so). Der kürzliche Einstieg bei Holodeck hat auch wieder gekostet, aber davon erhoffe ich mir sehr viel. Ich bin ein Fan von antizyklischem Handeln, also wenn es schlecht läuft investieren und wenn es gut läuft kann man was bei Seite legen. ProSieben muss JETZT investieren und sich neu aufstellen, vor allem in Bereichen, die in Zukunft gefragt sein werden (wie z.B. VR in Form von Holodeck). Dadurch wird die Bilanz weiter belastet, aber wenn man jetzt anfängt rigoros zu sparen und keine Invests mehr tätigt wäre das der Tod in naher Zukunft. Im gegen den ganzen Wettbewerb zu bestehen und wieder nachhaltig zu wachsen muss man dieses Investitionsrisiko halt eingehen. Eine (Tod)Sparstrategie wäre zum jetzigen Zeitpunkt falsch.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.672.929 von Ines43 am 27.05.19 18:35:53
Zitat von Ines43: ... Vielleicht lernen sie ja und verballern den free cashflwo
nicht mehr für unnütze Firmenkäufe.
Wenn sie gelernt haben, könne sie die Aktienrückkäufe
aus dem free cashflow bestreiten.
Dann sieht es doch gut aus.

Die Dividende nicht vergessen. Für 2018 werden (trotz Senkung) auch mal eben 275 Mio. ausgeschüttet. Da bleibt nichts übrig. Daher auch der Schuldenaufbau in der Vergangenheit...

Zitat von STEV-o: ... Naja, Firmenzukäufe sind schon wichtig. Natürlich belasten diese erstmal stark, aber man erhofft sich ja ein nachhaltiges Wachstum. ...

Aber wie kann es sein, dass man in Summe 1,2 Mrd. Euro verbrennt (700 Mio. Euro neue Schulden + 500 Mio. Euro Kapitalerhöhung) und sich beim EBITDA (also ohne jegliche Abschreibungen) mal so überhaupt nichts tut in dieser Zeit? Das zeugt m.E. eher von völlig planloser Investitionspolitik, in der einfach jeder Preis bezahlt wurde, solange es irgendwas mit "digital" zu tun hatte. Bei denen würde ich gern mal Mäuschen im Beteiligungscontrolling spielen. Wenn die sowas überhaupt haben. ;)
Habe mal in den Geschaftsbericht 2018 geschaut.

Weiß jemand, wie die 443 Millionen Euro den Gewinn belastenden Sondereffekte zu Stande gekommen sind? Mit diesen Sondereffekten gab es nur einen echten Gewinn von rd 1 Euro pro Aktie und nicht 2,36 E wie man in Comdirekt lesen kann. Das echte KGV 2018 ist also eher KGV 14 und nicht KGV 7,5.
Wird sich dieser Effekt in 2019 wiederholen?
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