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DEFAMA, ein sich entwickelndes Immobilienjuwel? (Seite 15)



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DEFAMA kauft Westerwald-Portfolio

• Drei Standorte im nördlichen Rheinland-Pfalz

• 6.300 qm vermietbare Fläche; Nettokaltmiete von rund 680 T€

• Annualisierte Jahresnettokaltmiete der DEFAMA steigt auf 5,4 Mio. €

Die Deutsche Fachmarkt AG (DEFAMA) hat Kaufverträge über drei im Westerwald gelegene Fachmarktzentren geschlossen. Der Kaufpreis beläuft sich auf insgesamt gut 6,2 Mio. €. Die jährlichen Nettomieterträge liegen derzeit bei rund 680 T€. Die Nutzfläche der drei Objekte beträgt insgesamt etwa 6.300 qm.

Hauptmieter der Fachmarktzentren in Gebhardshain, Höhn und Puderbach ist jeweils NORMA. Daneben sind in den Objekten jeweils eine große Getränkemarktkette sowie weitere kleinere Mieter wie Bäcker, Fleischer, Lotto/Zeitschriften, Apotheke, Friseur und Sparkasse vertreten. Alle drei Objekte sind voll bzw. nahezu vollvermietet und in den jeweiligen Orten stark positioniert.

Mit Abschluss aller Käufe steigt die annualisierte Jahresnettomiete der DEFAMA-Gruppe auf 5,4 Mio. €. Das Portfolio umfasst 17 Standorte mit über 70.000 qm Nutzfläche, die zu 97% vermietet sind. Zu den größten Mietern zählen ALDI, EDEKA, LIDL, Netto, NORMA, Penny, REWE, Coop/Sky, Dänisches Bettenlager, Deichmann, Takko, Hammer und toom. Auf Basis des aktuellen Portfolios liegt der annualisierte FFO nun bei 2,9 Mio. €, entsprechend 0,82 € je Aktie.
DEFAMA steigert FFO im 1. Quartal 2017 um 47%

• Umsatz: 1,06 Mio. €; Ergebnis: 236 T€; FFO: 472 T€
• Ergebnisschübe im 2. und 3. Quartal 2017 vorgezeichnet
• Wachstumsziele für das Geschäftsjahr 2017 bestätigt

Im ersten Quartal 2017 erzielte die Deutsche Fachmarkt AG (DEFAMA) bei einem Umsatz von 1.061 (Vj. 670) T€ ein Ergeb­nis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 684 (463) T€. Dabei wurde ein Ergebnis vor Steuern von 296 (241) T€ erwirtschaftet. Das Nettoergebnis betrug 236 (192) T€. Dies entspricht einem Gewinn von 0,07 € je Aktie. Die Funds From Operations (FFO) erreichten 472 (320) T€ und erhöhten sich somit um 47% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Zu beachten ist, dass im ersten Quartal 2017 Kosten für den Aufbau des eigenen Property Managements anfielen, während das Ergebnis im Vorjahresquartal durch Einmaleffekte aus dem Erwerb des EKZ Radeberg positiv beeinflusst war. Zudem sind in den Zahlen des ersten Quartals 2017 erst die Erträge von zwölf Bestandsobjekten enthalten.

Der Nutzen-/Lasten-Wechsel für die Objekte Büdelsdorf und Wittenburg wird im zweiten Quartal 2017 erfolgen. Das nach dem Bilanzstichtag erworbene Westerwald-Portfolio wird voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2017 zusätzliche Ergebnisbeiträge generieren. Daher sind deutliche Ergebnisschübe im weiteren Jahresverlauf bereits vorprogrammiert.

Der Vorstand sieht die DEFAMA daher auf gutem Kurs, die Prognose eines FFO von 2,4 Mio. € und eines Nettogewinns nach HGB von rund 1,3 Mio. € bzw. 0,37 € je Aktie zu erreichen. Vor diesem Hintergrund ist es das erklärte Ziel der Gesellschaft, die Dividende für 2017 erneut anzuheben.

Auf Basis des aktuellen Portfolios liegt der annualisierte FFO bei 2,9 Mio. €, entsprechend 0,82 € je Aktie. Da die DEFAMA zum 31. März 2017 über einen Cashbestand von mehr als 4 Mio. € verfügte, geht der Vorstand davon aus, den annualisierten FFO mit den vorhandenen liquiden Mitteln noch deutlich steigern zu können.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.765.613 von Flat Eric am 20.04.17 11:54:29Könnt schlechter laufen...... Gute Zahlen !! Jetzt kann es Aufwärts gehen.
http://www.wiwo.de/unternehmen/handel/start-von-amazon-fres…

Start von Amazon Fresh
Insolvenzverwalter warnen vor Pleitewelle im Lebensmittelhandel

21. April 2017

In den USA liefert Amazon bereits frische Lebensmittel aus.

Der geplante Einstieg des US-Internetkonzerns Amazon in den deutschen Lebensmittelhandel könnte eine Pleitewelle in der Branche auslösen, warnt Christoph Niering, Vorsitzender des Berufsverbands der Insolvenzverwalter in Deutschland (VID).

„Angebote wie Amazon Fresh werden das milliardenschwere Lebensmittel-Geschäft über kurz oder lang umpflügen und für zahlreiche Insolvenzen sorgen“, sagte Niering der WirtschaftsWoche. Denn die Entwicklung gehe klar zulasten traditioneller Handelsketten und ihrer Lieferanten aus der Ernährungsindustrie. Dort seien die Margen bereits heute extrem niedrig. „Der zusätzliche Preisdruck durch Online-Anbieter verschärft die Situation und könnte Tausende Arbeitsplätze kosten“, so Niering, der als Insolvenzverwalter bereits selbst zahlreiche Nahrungsmittelhersteller durch die Pleite gesteuert hat. 

Über einen Vorstoß des Internetgiganten in das Geschäft mit frischen Lebensmitteln wird im deutschen Handel bereits seit Jahren spekuliert. Zuletzt hatten sich die Hinweise auf einen Start von Amazon Fresh Ende April in Berlin verdichtet.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.778.522 von immocash am 21.04.17 22:09:59
DEFAMA und der Onlinehandel II
Zitat von immocash: http://www.wiwo.de/unternehmen/handel/start-von-amazon-fres…

Start von Amazon Fresh
Insolvenzverwalter warnen vor Pleitewelle im Lebensmittelhandel

21. April 2017

In den USA liefert Amazon bereits frische Lebensmittel aus.

Der geplante Einstieg des US-Internetkonzerns Amazon in den deutschen Lebensmittelhandel könnte eine Pleitewelle in der Branche auslösen, warnt Christoph Niering, Vorsitzender des Berufsverbands der Insolvenzverwalter in Deutschland (VID).

„Angebote wie Amazon Fresh werden das milliardenschwere Lebensmittel-Geschäft über kurz oder lang umpflügen und für zahlreiche Insolvenzen sorgen“, sagte Niering der WirtschaftsWoche. Denn die Entwicklung gehe klar zulasten traditioneller Handelsketten und ihrer Lieferanten aus der Ernährungsindustrie. Dort seien die Margen bereits heute extrem niedrig. „Der zusätzliche Preisdruck durch Online-Anbieter verschärft die Situation und könnte Tausende Arbeitsplätze kosten“, so Niering, der als Insolvenzverwalter bereits selbst zahlreiche Nahrungsmittelhersteller durch die Pleite gesteuert hat. 

Über einen Vorstoß des Internetgiganten in das Geschäft mit frischen Lebensmitteln wird im deutschen Handel bereits seit Jahren spekuliert. Zuletzt hatten sich die Hinweise auf einen Start von Amazon Fresh Ende April in Berlin verdichtet.

Was für ein Schmarrn! Ich kann diesbezüglich nur auf meinen Beitrag vom Februar hier in diesem Thread verweisen:

Aktienangler schrieb am 10.02.17 19:04:43 Beitrag Nr. 114 ( 54.293.726 )
DEFAMA und der Onlinehandel
http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1237890-111-120/d…

Man muss doch gar nicht in die USA schauen, es reicht ein Blick zu europäischen Nachbarn. In Großbritannnien ist der Online-Handel mit Lebensmitteln schon eine Selbstverständlichkeit. Aber von Amazon fresh habe ich hier noch nie was gehört!:laugh:

Den Markt haben sich die großen Supermarktketten ASDA, Sainsbury's und Tesco aufgeteilt. Natürlich gibt es auch kleinere Anbieter wie "hello fresh" oder Bioläden/Farmen, die ihre Produkte online vermarkten. Aber im Grunde ist die Lieferung nach Hause mehr oder weniger eine Serviceleistung der großen Einzelhandelsketten. Supermärkte existieren trotzdem noch und sind immer sehr gut besucht!;) Und auch Aldi und Lidl existieren hier mit ihrem Discount-Angebot - eine Koexistenz verschiedener Modelle und kein Kunde legt sich hier auf irgendetwas fest.

Es liegt wohl am mangelnden Service der großen Einzelhändler in Deutschland (REWE, EDEKA - wo bleibt die Online-Bestellung/Lieferung?!), dass solche Meldungen über Amazon fresh Ängste erzeugen, die dann auch noch von der Presse (Wirtschafts Woche) weiter geschürt werden. Wenn Amazon fresh startet, werden die großen Lebensmittelhändler einfach nachziehen (wie in UK) und dann ist Amazon fresh auch schnell wieder verschwunden. Ich behaupte, dass jeder lieber bei REWE oder Edeka online einkauft, weil man die Produkte vom örtlichen Supermarkt kennt. Amazon will hier von absolut Null auf 100 und wird versagen.

Auch in der Zukunft wird der Online-Handel mit Lebensmitteln nur einen kleinen Teil des Gesamtumsatzes stellen. Es bleibt auch definitiv Platz für den Discounter um die Ecke. Folglich besteht auch keine zusätzliche Gefahr für DEFAMA! Dass sich die Landschaft ändert und Objekte/Mieter ins Hintertreffen geraten, lässt sich nicht vermeiden. Das ist das Risiko bei dieser Aktie und deshalb muss DEFAMA das Immobilien-/Mieterportfolio zur Risikostreuung weiter ausbauen. Mit Amazon hat das nichts zu tun.
Lage der Fachmarktzentren
Diese Frage ist viel entscheidender für DEFAMA. Neueste Entwicklungen zeigen, dass das Einkaufen in der Innenstadt wieder beliebter wird und es vor allem EKZ am Stadtrand "auf der grünen Wiese" immer schwerer haben.

Haben Einkaufszentren am Stadtrand ausgedient?
http://www.mdr.de/nachrichten/wirtschaft/regional/einkaufsze…
20. April 2017

Demnach sieht die Situation für FKZ (Fachmarktzentren), auf die sich DEFAMA konzentriert, noch wesentlich entspannter aus, als für EKZ (Einkaufszentren) am Stadtrand: Flanier-Shoppen geht definitiv zurück in die Innenstädte.

Die Saline-Passage in Bad Dürrenberg hätte mitten in der Innenstadt gelegen - leider nichts geworden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.784.213 von Aktienangler am 23.04.17 13:13:07Das hat die Qualitätenpresse sicher sehr gut herausgearbeitet und empirisch untersucht. Dann kann man sich ja darauf stützen und danach handeln. :keks:
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.785.839 von Kuhziel0Euter am 23.04.17 19:04:29
Zitat von Kuhziel0Euter: Das hat die Qualitätenpresse sicher sehr gut herausgearbeitet und empirisch untersucht. Dann kann man sich ja darauf stützen und danach handeln. :keks:

Vielleicht solltest du den Artikel doch einmal lesen, dann weist du, von wem die Erkenntnisse stammen:

"... Diese Art von Einkaufszentren bezeichnet der Handelsmanagement-Professor Erik Maier von der HHL Leipzig als Fachmarktzentren. Insgesamt unterscheidet er drei Typen: ..."
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.784.213 von Aktienangler am 23.04.17 13:13:07Flanieren in der Innenstadt ?

Wo denn ? Die einzigen Geschäftszweige die in den Innenstädten wie Pilze aus dem Boden schießen sind Handyläden, Dönerbuden und Spielhallen.
http://www.immobilien-zeitung.de/1000042789/amazon-fresh-wir…

"Amazon Fresh wird durchstarten, dass die Wände wackeln"

Ex-Kaufland-Boss Frank Lehmann warnt vor Amazon. Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christoph v. Schwanenflug

Der ehemalige Chef von Kaufland, Frank Lehmann, sieht in Amazon eine der großen Herausforderungen für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Entscheidend für Amazon sei die Zusammenarbeit mit dem Paketdienstleister DHL.

Frank Lehmann, der 2015 ausgeschiedene Chef des SB-Warenhauses Kaufland, erwartet weiter steigende Umsätze im Onlinehandel mit Lebensmitteln. "Das wird auch in den nächsten Jahren so weitergehen, da muss man einfach davon ausgehen", sagte er vor rund 160 Zuhörern bei der Retail Real Estate Konferenz des Bundesverbands der Immobilien-Sachverständigen (BIIS) am Mittwoch in Frankfurt. "Die Zukunft des stationären Einzelhandels ist digital", lautet eine der fünf Zukunftsthesen des ehemaligen LEH-Managers, der sich als Berater selbstständig gemacht hat. An die Digitalisierung müssten "die Lebensmittler ran, sonst kommen sie in Rückenlage, wenn Amazon Gas gibt".

Als den großen Herausforderer der deutschen LEH-Konzerne erwartet Lehmann den im Aufbau begriffenen Lieferdienst für Lebensmittel Amazon Fresh. "Die werden durchstarten, dass die Wände wackeln", prophezeite Lehmann. Entscheidend sei in diesem Zusammenhang die Partnerschaft von Amazon und DHL im Lebensmittelbereich. "Die haben DHL einkassiert." Als die derzeit am besten aufgestellten LEH-Konzerne hierzulande sieht der Discountprofi (über 20 Jahre bei Kaufland) Edeka und Rewe ("Branchenprimus zurzeit"). Die zwei Supermarktriesen bekommen von ihm drei Sterne. Als strategische Umsatzgröße bezeichnete er einen Jahresumsatz von 2 Mrd. bis 3 Mrd. Euro. "Wer darunter liegt, wird Probleme bekommen."

DHL könnte 80% der Haushalte tagleich mit Lebensmitteln beliefern

In der Zusammenarbeit mit DHL sieht auch Michael Lierow, Partner der Unternehmensberatung Oliver Wyman, eine entscheidende Erfolgsvoraussetzung für das Lebensmittelgeschäft von Amazon in Deutschland. "Dadurch, dass das DHL-Netz in Deutschland sehr eng ist, hat Amazon ein größeres Potenzial, frische Ware an den Mann zu bringen, als wenn es Amazon alleine gemacht hätte", sagte Lierow auf der BIIS-Konferenz. DHL könne Lebensmittel auf seinen normalen Pakettouren mit ausliefern. "Das eröffnet eine kostengünstigere letzte Meile." Das DHL-Netz in Deutschland sei heute schon so eng, dass der Paketdienstleister in der Lage sei, 80% der deutschen Haushalte "same day" (Tag der Bestellung und Lieferung identisch) mit Lebensmitteln zu beliefern, sagte Lierow. Durch die Marktanteilsgewinne des Online-LEH könnte die Zahl der Vollsortimenter in Deutschland bis 2020 um 10.050 sinken, die der kleinen Supermärkte um 3.500 und die der Discounter um 15.500.

Paketdienstleister wollen nicht zusammenarbeiten

Alexander Nehm von der Firma Logivest sieht durch das Wachstum des Onlinehandels die Gefahr eines Infarkts für Städte, Handel und Logistikbranche. "Die letzte Meile wird wegen der zunehmenden Stop-Anzahl zum Engpass in der Logistikkette", sagte Nehm. "Meiner Ansicht nach ist die Zeit jetzt reif für die City-Logistik. Das Kundenbedürfnis kann nicht mehr anders befriedigt werden." Als Beispiele nannte der ehemalige Mitarbeiter der Fraunhofer-Gesellschaft Elektromobilität, mobile City-Hubs (Container), mehrgeschossige Logistikimmobilien in Zentrumsnähe, Paketshops oder die Nutzung von stationären Geschäften als Lager. Alles entscheidend sei aber die Zusammenarbeit der Paketdienstleister. "Die Kooperationssperre der Paketdienstleister ist das vielleicht größte Hindernis für die City-Logistik. Alle Paketdienstleister wollen mit eigenen Wagen und eigener Marke durch die Straßen fahren."
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