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PNE Wind AG- Aktie mit Rückenwind

ISIN: DE000A0JBPG2 | WKN: A0JBPG | Symbol: PNE3
2,899
15.12.17
Xetra
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Die PNE Wind-Gruppe ist ein deutscher Projektierer, der die gesamte Wertschöpfungskette von Entwicklung, Projektierung, Finanzierung, Betrieb, Vertrieb und Repowering von Windparks an Land im Inland und Ausland aus einer Hand anbietet. Auf See werden Offshore-Windparks bis zur Baureife entwickelt.
Über Tochtergesellschaften und Joint Ventures ist die PNE Wind-Gruppe derzeit in Europa, Südafrika und Nordamerika aktiv.

Im letzten Quartalsbericht (Q3/16) wurde ein Eigenkapital von 158,127 Mio € ausgewiesen. Das sind bei 76,6 Mio Aktien ca. 2,06 € pro Aktie.
Heute notierte die Aktie zeitweise genau bei diesen 2,06 €.
Das EBIT vom 1.1.2016 - 30.9.2016 wurde mit 7,183 Mio€ angegeben. Der Periodenverlust betrug 2,756Mio€.

Nun hat man im 4. Quartal ein in den letzten Jahren aufgebautes Windpark-Portfolio erfolgreich veräußert (80%). Die restlichen 20% behält man. Außerdem hat man mit dem Erwerber einen Dienstleistungsvertrag für diese Windparks vereinbart.
Durch diese Veräußerung sollte nach Aussage von PNE Wind das Jahres-EBIT 2016 nahezu 100Mio€ erreichen. Dadurch ergibt sich ein deutlicher Jahresüberschuss, der zum einen das Eigenkapital stärkt und zum anderen eine hohe Dividende ermöglicht.
Nach meiner Einschätzung dürfte das Eigenkapital zum 31.12.2016 auf ca. 230 Mio € angestiegen sein. Das wären dann ca. 3,00 € pro Aktie.
Mit der Veräußerung des Windpark Portfolios wurden vom Käufer auch Schulden übernommen. Daneben flossen liquide Mittel in Höhe von ca. 100 Mio € zu.
Deshalb dürfte aus einer bisherigen hohen Nettoverschuldung eine Nettoliquidität entstanden sein.

Im Januar 2017 erfolgte bereits eine weitere Veräußerung. Das Offshore-Projekt Atlantis 1 wurde für einen niedrigen zweistelligen Mio€-Betrag abgegeben (mit den noch üblichen Vollzugsvorbehalten).

Wie sieht die Zukunft aus ?
Was wird PNE Wind mit der hohen Liquidität tun ?
Sicherlich wird man wieder ein neues Windpark-Portfolio über einige Jahre hinweg aufbauen, um dies dann in einigen Jahren erfolgreich zu veräußern.
Es können bei der aktuell starken Unterbewertung eigene Aktien günstig zurückgekauft werden.
Da im Mai 2018 eine hochverzinsliche Anleihe (8% Zins) über 100 Mio € fällig wird, kann man bereits in diesem günstigen Zinsumfeld und bei diesen soliden Bilanzstrukturen die Weichen für eine zinsgünstige Anschlussfinanzierung stellen.
Da man beim Verkauf der Windparks häufig die anfallenden Dienstleistungen ausführt, entstehen kontinuierlich steigende feste Einnahmen. Hier wird auch bereits 2017 das im 4.Quartal 2016 veräußerte Windparkportfolio beitragen.

Der entscheidende Punkt ist für mich aber aktuell der starke Abschlag des Börsenkurses auf den Eigenkapitalanteil von ca. 30 %.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.102.278 von nikittka am 17.01.17 15:45:24
Zitat von nikittkaIm letzten Quartalsbericht (Q3/16) wurde ein Eigenkapital von 158,127 Mio € ausgewiesen

... wovon 63 Mio Immaterielle Luft sind.

Da im Mai 2018 eine hochverzinsliche Anleihe (8% Zins) über 100 Mio € fällig wird, kann man bereits in diesem günstigen Zinsumfeld und bei diesen soliden Bilanzstrukturen die Weichen für eine zinsgünstige Anschlussfinanzierung stellen.


Echt, kann man das? Ich sehe, dass sie mit den 100 Mio Liquidität bzw. was davon übrig bleibt, die Anleihe nächstes Jahr zurückzahlen können. Was bleibt denn dann für die Banken als Sicherheiten für eine Anschlussfinanzierung?

Keine Frage, PNE steht um Längen besser da als zu Billhardts Zeiten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.103.553 von Istanbul am 17.01.17 18:17:01"Echt,kann man das ?"

Die Bilanz lt. Quartalsbericht 3/16 setzte sich aus ca. 158 Mio Eigenkapital und ca. 361 Mio € Fremdkapital zusammen. Durch den Verkauf des Windparkportfolios und den damit im 4.Quartal 2016 zu verbuchenden Gewinn erhöht sich das Eigenkapital m.E. auf ca. 230 Mio €. Da mit dem Verkauf auch Schulden an den Erwerber übergingen, dürfte das Fremdkapital m.E. auf mindestens ca. 200 Mio € zurückgegangen sein. Verwendet man den Liquiditätszufluss aus der Veräußerung des Windparkportfolios von ca. 100 Mio € zur Hälfte zur weiteren Schuldentilgung (z.B. Rückkauf der 8%igen Schuldverschreibung), so steht das Fremdkapital nur noch mit ca. 150 Mio € zu Buche stehen.
Mit dieser astreinen Bilanz (Eigenkapital 230 Mio€, Fremdkapital 150 Mio €) dürfte es im derzeitigen Zinsumfeld kein Problem bereiten, eine zinsgünstige Finanzierung für neue Projekte zu bekommen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.104.108 von nikittka am 17.01.17 19:20:31Du solltest schon lesen, was ich schreibe: Vom EK ist das Immaterielle abzuziehen.

Dann hast Du selbst nach Deiner Rechnung 170 M€ EK gegen 150 M€ FK. Das ist immer noch sehr gut, ja, aber wo sind jetzt die Sicherheiten für die Bank? Die gibt es erst und werden wegen der eigenen Liquidität auch erst gebraucht, wenn PNE Projekte zu realisieren hat. Da ist die Frage, wo die sind bzw. herkommen.

Mit 170 M€ EK würde PNE ca. auf Buchwert notieren. Der Markt billigt der Projektpipeline von Projektierern wieder mal einen Wert von 0 zu. Bei der sicherlich konservativer bilanzierenden ABO Wind ist er sogar negativ. Ich denke wie Du, dass das nicht gerechtfertigt ist.

Aktienrückkauf ist ein durchaus realistisches Szenario.
Wenn ich ein Asset, das mit 126 Mio in der Bilanz steht, für 330 Mio verkaufe, dann steigt doch mein EK um 200 Mio, oder nicht?

Mit der Frage von Cash und Liqudität sollte man das schon mal gar nicht vermengen; und wenn man die 20%, die man nicht verkauft hat, buchhalterisch als Asset nicht zum vollen Preis ansetzen kann, so wäre es doch allemal sachgemäß, - das Teil ist das Geld ja offenbar tatsächlich wert. Was geht dann von den 200 Mio noch ab? Steuern? Anderweitige operative Verluste incl. Zinsen? Das kann ja nicht so viel sein; würde sagen, da müsste selbst buchhalterisch > 100 Mio Plus übrigbleiben und der Sache nach > 150 Mio. Oder? Und weshalb sollte man da "Immaterielles" rausrechnen? Erlaubt das HGB Luftbuchungen?

Die Nettoliquidität müsste sich auch um die vollen 264 Mio, die man bekommen hat (egal ob als Cash oder als Schuldenübernahme), erhöht haben (abzgl. Steuern und Anderweitigem). Oder?

Wenn dem so ist und der Vorstand was taugte, müsste er also in dieser Situation schleunigst ein ARP auflegen, nicht zur Kurspflege, sondern zur weiteren Erhöhung des inneren Werts pro Aktie, wie es seine primäre Aufgabe ist. Lieber auch etwas kleiner Brötchen backen, dafür ertragreichere.
Seit dem 17.1.2017 (Eröffnung dieses threads) ist der Kurs von 2,06€ auf 2,28€ gestiegen. Das sind mehr als 10% in ca. 3 Wochen.
Bei der Eröffnung dieses threads am 17.1.2017 lag der Kurs der PNE Wind Aktie bei 2,06 €.
Heute stehen wir bei 2,48 €. Das sind mehr als 15 % innerhalb eines Monats.
Deshalb war der Zeitpunkt der Eröffnung dieses threads - so empfinde ich das - gut gewählt. Außerdem fand ich, dass die PNE Wind Aktie besser in das Nebenwerte -Forum passt.
Was waren die Auslöser für den Kursanstieg ?
Einmal liegt das sicherlich am erfolgreichen Verkauf des Windpark-Portfolios zum Jahresende 2016. Zum anderen führte die heutige Meldung, dass der Großaktionär seine Aktien abgegeben hat, m.E. zur Beschleunigung des Kursaufschwungs.
Und verrechnet habe ich mich auch noch:
Von 2,06€ auf 2,48€; das sind mehr als 20% in etwa einem Monat ! Mit 15% wäre ich aber auch zufrieden gewesen.
Superergebnis 2016 und neuer Großaktionär sollten weiteren Kursauftrieb bringen. Wahrscheinlich
wird diese Aktie angesichts der guten Nachrichten bald von weiteren Anlegern "entdeckt".
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