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Indexpolice, Schatzbrief oder Rürup



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Hallo,
ich möchte mit einem Einmalbeitrag über 12 Jahre eine Rentenversicherung abschliessen.
Allianz SchatzBrief Perspektive
Allianz Schatzbrief Index Select
Bayern Versicherung Privat Tresor Wachstum Garant
Rürup Rentenvertrag.
Hat jemand Erfahrungen mit den ersten 3 Versicherungen oder wäre es sinnvoll zu splitten?

Danke für Infos
JSB1685
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.407.729 von JSB1685 am 28.03.18 11:01:43Kann man machen. Solltest Du aber noch relativ Jung sein (so bis 40) warum dann nicht gleich ein Goldkauf?
Weil Gold keine Zinsen bringt vermutlich. Und beim Gold kann man ja auch steuerfrei investieren mit einem Jahr Haltedauer, also braucht es keine 12jährigen Verträge. Und eine garantierte Rente gibt es da auch nicht, da müsste man ja das Gold verkaufen und doch wieder eine Rentenversicherung einzahlen. Oder man feilt jedes Jahr 5% von den Barren ab.

Erstmal Rürup, da kam eigentlich bei Vergleichrechnungen immer raus, dass die private Rentenversicherung sinnvoller ist, da die Rente nur mit dem geringen Ertragsanteil besteuert wird. Außerdem Kapitalwahlmöglichkeit nach 12 Jahren zum halben Steuersatz besteht.

Bei den ersten drei Ideen, scheint ja genau das angedacht zu sein.
Da Garantien teuer sind und oft auch die reine Verwaltung teuer zu Buche schlägt, würde ich das fondsgebunden bei einem der Direktversicherer machen, Europa oder Cosmos, wenn es denn sein muss. Selbst dort zahlt man noch etwa 1% der Beiträge und 1% der Rente als Gebühren, das ist der Preis für die geringen Steuervorteile und 12 Jahre Bindung.

Die Gebührenersparnis eines normalen Fondsparplans deckt dann womöglich schon die Kosten für eine Risiko-LV. Und da die Rentenzusagen der privaten Versicherungen notgedrungen schlecht sind, können Selbständige natürlich auch eine Auszahlung nach 12 Jahren und Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicheruung erwägen. Jedenfalls ist die Möglichkeit der Kapitalwahl nach 12 Jahren im Vergleich zu Rürup ein Argument für die "normale" private Rentenversicherung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.414.158 von honigbaer am 28.03.18 18:35:58Danke Honigbär,

ich bin schon ü50 und möchte einen Einmalbetrag einzahlen.( die Versicherung auf mich oder auf meine Frau )
Allerdings mit der Option: wenn ich das Geld , (oder einen Teil )früher für eines meiner Kinder benötigen sollte, auch aussteigen zu können.
Die Berechnungen der Garantiewerte sind zwischen Allianz und Bayernversicherung nach12 Jahren
sind ja gleich, bei der garantierten Rentenauszahlung
ist die Allianz 50.- Euro im Monat besser.
Bei den hochgerechneten Werten ist die Bayernversicherung in der möglichen Kapitalauszahlung 10.000.- Euro niedriger.
Ich lass mir noch ein paar Angebote für eine normale Rentenversicherung mit Einmalzahlung und Aufschubzeit ausrechnen.
Grüße
JSB1685
Bei den privaten Rentenversicherungen sind die in Aussicht gestellten Renditen naturgemäß nicht besonders hoch, die Versicherer haben es angescihts der niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt sehr schwer, Renditen zu erwirtschaften. Um angemessene Renditen zu erhalten, kommt man an der Fondsbindung nicht vorbei, wobei man aber natürlich auch eine kostengünstigere Kapitalansammlung z.B. mit einem ETF auf den DAX ohne teuren "Versicherungsmantel" konstruieren kann.

Theoretisch ist das ja auch mit Versicherungen gegen Kursverluste möglich oder gleich als Option.
Der Finanzmarkt kennt ja alle Arten von Zertifikaten auf den DAX.

Welche Ablaufleistungen (oder Renditen) stellen denn die Anbieter für die oben genannten Produkte in Aussicht. Bei der Europa kann man das ja auf der Homepage direkt rechnen. Aber wie gesagt, ohne die Fondsvariante wird man keine tollen Erträge erzielen können.
Die erwartete Rendite beträgt bei dem Produkt der Bayern Versicherung 2,11% p.a.auf 12 Jahre, bei dem Schatzbrief der Allianz 2,55% p.a. auf 12 Jahre.

Eine Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht könnte man steuerlich nutzen.

Eine computergestützte Anlagemöglichkeit hatte ich auch schon im Sinn. ( Scalable Capital, Visual Vest oder ähnliches ) Mit Depot Gebühren bei 1,3%.

Commerzbank ETF´s: ETF 701 ETF 702 oder ETF 703 haben Gesamtkosten zwischen 0,4 und 0,48% im Jahr. Kommen die Anschaffungskosten noch dazu.( bzw.Depotgebühren )
Wäre für mich auch eine Option.

Ich sondiere noch den Markt.

Grüße

JSB1685
Der halbe Steuersatz nach 12 Jahren hat schon seinen Reiz, Beiträge sind aber nur bei Rürup absetzbar. Aber wie oben gesagt, finde ich 12 Jahre mit halbem Steuersatz und ggfs nur Ertragsanteil in der Steuer lukrativer, als Rürup, weil bei Rürup ja dann auch die Rente voll steuerpflichtig ist.

OK, bei 2% Rendite ist die Rechnung natürlich etwas anders als bei Kapitalverdopplung in 12 Jahren bei 6% mit Fonds. (So dieser Ertrag denn eintritt.) Die zu versteuernde Rente im Rürupfall ist dann selbst ohne Verzinsung während der Rentenbezugszeit doppelt so hoch wie die Beiträge, womit der Steuervorteil sich ins Gegenteil umkehrt. Während die private Rente (mit oder ohne Fonds) bei der Rentenbesteuerung nur einen Bruchteil der Leistung besteuert, dafür die Beiträge aber nicht abziehbar sind.

Die Commerzbankfonds wären dann diese hier:
https://www.etf-comstage.de/portfolio/

Mit reinen Indexprodukten auf DAX oder S&P500 geht es bei den Kosten natürlich billiger:
https://www.etf-comstage.de/dax/

Oder bei comdirect:
https://www.comdirect.de/geldanlage/top-preis-etfs.html#Leistungen
(eventuell link "alle Top-Preis ETFs" folgen)

Diese Mischfonds, mit Anleiheanteil, würde ich eher meiden. Zumindest für den Anleiheanteil sind die 2% der normalen Versicherung, die ja sogar Kapitalgarantien enthält, lukrativer. Bei Martktzinsen von nahe null Prozent können mit Anleihen guter Qualität ja kaum Gewinne gemacht werden, die Verwaltungsgebühren zahlt man aber trotzdem. Sind nur 60% inaktien investiert, sind dann 0,4% TER fast wie 0,6% nur auf den Aktienanteil bezogen. Also dann lieber einen langweiligen Teil ohne Ertragserwartung in der normalen Versicherung und einenanderen Teil in der Versicherung mit Fonds. Und wegen der Flexibilität vielleicht sogar noch einen normalen Sparplan, auch direkt auf DAX oder MDAX (gibt es bei comstage auch) oder S&P 500, die Auswahl ist bei den ETFs ja grenzenlos.

Bei den Fondssparplänen überschlagen sich die Direktbanken comdirect usw und Direktanbieter wie AVL ja mit den Angeboten. Depotgebühren oder Ausgabeaufschläge muss man dafür nicht bezahlen. Weder im Sparplan, noch als Einmalanlage.

Will man das gleiche in einer Versicherung, wird es meistens schon teurer, fängt mit der eingeschränkten Fondsauswahl an. Europa hat zwar auch glaub DAX und S&P 500 als Fonds, aber dann mit höherer TER und dann kosten die Beiträge und Renten eben nochmal rund 1%.

Rechnet man mit 6 oder 8% Ertrag (wie im DAX Renditedreieck) ist das erträglich. aber man kann ja auch schlechter abschneiden und bei nur 3 oder 4% Ertrag jährlich fallt nunmal 2-3% bis das Kapital einmal aus der Versicherung rein und rausfließt ins Geicht, wobei das je nach anbieter ja auch noch deutlich teurer sein kann.


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