Finanztransaktionssteuer zur Finanzierung der Grundrente ab 01.01.2021 - Die letzten 30 Beiträge



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"Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Personen, die Aktien großer Unternehmen kaufen, künftig eine Steuer von 0,2 Prozent des Geschäftswertes an den Fiskus entrichten. Die Steuer gilt nur für Aktien solcher Unternehmen, die mehr als eine Milliarde Euro wert sind; in Deutschland sind das 145 Unternehmen, insgesamt in den zehn Staaten - neben Deutschland sind das Belgien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal, Slowenien und die Slowakei - mehr als 500 Unternehmen."

Wenn ich bei einem ausländischen Broker nur Handel mit US-Aktien betreibe, dann muss ich nicht die 0,2 % pro Trade zahlen? Es klingt für mich als wären nur die Aktien von Unternehmen betroffen, die ihren Hauptsitz in einem der Ländern haben, die die Finanztransaktionssteuer einführen wollen. Oder habe ich da was falsch verstanden?
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.123.210 von Chris_M am 10.12.19 15:29:11vermutlich denkst und handelst nicht nur Du so.

da Derivate (noch) nicht besteuert werden sollen, bastel ich mir bis dahin einen Sack short-Zertis (endlos) auf diese Werte.

anfänglich war eine Abschaffung der Abgeltungssteuer im Gespräch. Ist das vom Tisch und die neue Steuer zusätzlich ?

Danke und Gruß
A.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.128.118 von dr.wssk am 11.12.19 07:03:08Wegen 0.2% Steuer wuerde ich mich beim Kaufzeitpunkt nicht unter Druck setzen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.125.871 von El_Matador am 10.12.19 19:18:53Danke, dann heißt es, das Langfristdepot möglichst 2020 voll zu packen und in der Folge nur die Dividenden zu kassieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.125.763 von dr.wssk am 10.12.19 19:08:10Nur beim Kauf. Wenn Du verkaufst, zahlt der Kaeufer Deiner Aktien. Reicht doch, oder?
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.123.210 von Chris_M am 10.12.19 15:29:11Die Antwort ist die richtige! Dann brauchen wir die europaeische Boersenlandschaft langfristig auch nicht mehr beobachten ...
sollte die FTSt zum 1.1. kommen, weiß ich das ich meine Sparpläne auf die akt. 2 dt. Dax Werte beende und dafür z.B. US Werte nehmen werde. Make America great
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.121.782 von RainerLanghans am 10.12.19 13:16:58Muss man die NEO verstehen?
Gestern SK 0,35 CAD
Heute stehen schon 39000 Stck zu 0,34 CAD

Das heißt die Leute wollen freiwillig 0,01 CAD weniger als gestern verkaufen. Wahnsinn was da abgeht. Ich würde aktuell entweder den SK oder mehr bekommen. Das ist ja schon Verzweiflung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.121.782 von RainerLanghans am 10.12.19 13:16:58Nur der Handel mit Aktien von 145 deutschen Aktiengesellschaften soll betroffen sein. Kann mir mal jemand erklären, was das soll? Warum den gleichen Mist wie in Frankreich und Italien einführen? Warum nicht 0,1% auf alle Aktienkäufe, statt 0,2% auf wenige ausgesuchte Werte?
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.121.782 von RainerLanghans am 10.12.19 13:16:58Sie meinen damit, dass man die Fakten und Zahlen, die „der Markt“ vorgibt, besser nicht hinterfragt. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.121.782 von RainerLanghans am 10.12.19 13:16:58Nur der Handel mit Aktien von 145 deutschen Aktiengesellschaften soll betroffen sein. Kann mir mal jemand erklären, was das soll? Warum den gleichen Mist wie in Frankreich und Italien einführen?
Es wird konkreter.. aber in der Sache, wie hier bereits besprochen. Nur für Aktien von Unternehmen mit einer gewissen Marktkapitalisierung. Sämtliche Derivate (vorerst) ausgenommen.

https://www.n-tv.de/politik/Scholz-zurrt-neue-Boersensteuer-…
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.937.411 von JuliaPapa am 15.11.19 21:56:22
Zitat von JuliaPapa: Du schreibst "nach meinem Wegzug aus den USA", also hast du dort gewohnt und warst dort auch steuerpflichtig mit SSN und US-TIN. Diese Steuerpflicht bleibt dann ja auch nach einem Wegzug bestehen.


Mein Arbeitgeber legte damals kurz vor meinem Wegzug beim IRS eine Erklaerung vor, meinen saemtlichen Steuerverpflichtungen nachzukommen, sofern ich dies nicht tun sollte. Damit bekam ich eine endgueltige Exit-Genehmigung. Fuer das letzte Aufenthaltsjahr wurde dann natuerlich eine Steuererklaerung gemacht und das war's dann. Wurde von einer der Big Four accounting firms erledigt und ist ueber 20 Jahre her.

Das mit Charles Schwab ist interessant. Ich moechte aber nicht wieder in den Einzugsbereich des IRS kommen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.927.838 von El_Matador am 14.11.19 23:08:37
Zitat von El_Matador: Was meinst Du mit "direkt in den USA handeln"? Bei einem deutschen Broker (oder EU-Broker) an den US-Boersen handeln (was heutzutage auch bei niedrigen Gebuehren einfach moeglich ist), oder bei einem US-Broker an den US-Boersen handeln? Ich vermute, dass die Eroeffnung eines Kontos in den USA fuer Buerger mit ausschliesslichem EU-Wohnsitz schwierig bis unmoeglich ist. Nach meinem Wegzug aus den USA vor sehr langer Zeit habe ich jedenfalls alle Konten dort aufgeloest, weil ich nicht in die Lage kommen wollte, jedes Jahr eine Erklaerung beim IRS abgeben zu muessen. Der Aufwand lohnt sich eher nicht.


Ich habe mich selbst mit einem Depot direkt in den USA beschäftigt. Ich habe einen sehr großen USA-Anteil im Depot und spätestens bei einer rot-rot-grünen Regierung wäre es wohl schlauer, Wertpapiere außerhalb der EU zu lagern.

Der einzige große Broker, der für EU-Bürger ein Konto eröffnet, ist Charles Schwab.

Die andere Situation, die du beschreibst, dürfte für die meisten hier wohl nicht zutreffen. Du schreibst "nach meinem Wegzug aus den USA", also hast du dort gewohnt und warst dort auch steuerpflichtig mit SSN und US-TIN. Diese Steuerpflicht bleibt dann ja auch nach einem Wegzug bestehen.

Wer aber "normaler" Deutscher ohne US-TIN ist, dürfte mit dem IRS nicht zu tun haben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.923.680 von linkshaender am 14.11.19 16:32:46Was meinst Du mit "direkt in den USA handeln"? Bei einem deutschen Broker (oder EU-Broker) an den US-Boersen handeln (was heutzutage auch bei niedrigen Gebuehren einfach moeglich ist), oder bei einem US-Broker an den US-Boersen handeln? Ich vermute, dass die Eroeffnung eines Kontos in den USA fuer Buerger mit ausschliesslichem EU-Wohnsitz schwierig bis unmoeglich ist. Nach meinem Wegzug aus den USA vor sehr langer Zeit habe ich jedenfalls alle Konten dort aufgeloest, weil ich nicht in die Lage kommen wollte, jedes Jahr eine Erklaerung beim IRS abgeben zu muessen. Der Aufwand lohnt sich eher nicht.

Ich habe den Eindruck, dass sich Generationen von Finanzministern in Europa an diesem Thema erfolglos abarbeiten. In Frankreich wurde die FTT im Alleingang auf nationale Aktien bereits im August 2012 eingefuehrt. Das ist nun schon 7 Jahre her und in der EU ist seither nichts passiert. Aber vielleicht taeusche ich mich ja und auf einmal sehen wir uns mit einer Einigung und einem Gesetz konfrontiert. Ich handele auch deutsche Aktien, daher ist das Thema auch fuer mich relevant obwohl ich in Frankreich schon seit 7 Jahren zahle. Bei Positionstrading gehen 0.3% noch wenn der Gesamtgewinn gross genug ist. Bei Day Trading ist die FTT in Frankreich (noch) irrelevant, weil nur das genettete Volumen besteuert wird (gut so, aber die Politiker versteht man dabei nicht).
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.922.876 von Chris_M am 14.11.19 15:18:45Tja, das ist ja auch noch nicht geklärt, welches Modell innerhalb der >10 Staaten denn gelten soll. Das französische (egal, wo gehandelt) oder ein allgemeines für alle Aktien (,was aber nur in den mitwirkenden EU-Staaten erhoben wird) ?

Muss man dann eine neue Steuererklärung abgeben, wenn man in USA direkt handelt?
Wie reagieren die Banken? Bieten sie einen guten Zugang zu Amsterdam oder London?
Droht dann London nach dem Brexit das gleiche Schicksal wie das der Schweiz?
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.922.996 von nickelich am 14.11.19 15:30:56
Zitat von nickelich: Ich befürchte, er meint alle Aktien, auch wenn er bei der Abschaffung des Solis nicht alle Zahler meinte. Aktien sind für einen Sozialisten böse, hohe Einkommen aus Aktien um so mehr.


ja das traue ich den Scholz und Sozis auch so zu ... insb. da der Finanzminister ja sein Geld auch nur auf dem Sparbuch und Bundesanleihen anlegt (nach seinen Aussagen)

Die freie Wirtschaaft geht immer weiter runter... man darf belad nicht mal mehr selbst denken "wir von der Partei machen das schon" ... so sicher wie den Rente halt ... Bürger macht Euch keine Gedanken...

Jeder der Eigentverantwortlich handeln will, dem werden noch Steine im Weg gelegt... Furchtbar.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.922.876 von Chris_M am 14.11.19 15:18:45... ja, solange man selbst noch eine Ausweichmöglichkeit hat, ist alles in Butter. :D

Könntest Du evtl. möglicherweise vielleicht so freundlich sein, @nickelich mal darauf aufmerksam zu machen, daß sich eine Mail in seiner Postbox befindet?

Danke!
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.922.876 von Chris_M am 14.11.19 15:18:45Ich befürchte, er meint alle Aktien, auch wenn er bei der Abschaffung des Solis nicht alle Zahler meinte. Aktien sind für einen Sozialisten böse, hohe Einkommen aus Aktien um so mehr.
ok wenn z,B. nur die Dax Werte betroffen sein sollte, dann würde ich das noch als i.O. sehen ... und da ich überwiegend US Werte kaufe dürfte das ja aus dieser Sicht auch unberührt sein sofern Scholz nicht ALLE Aktien meint.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.915.829 von reklov96 am 13.11.19 19:59:59Nicht alle Aktien aus Frankreich und Italien sind betroffen. Nebenwerte kann man noch ohne Finanztransaktionssteuer kaufen. Aber von der Dividende wird etwas abgeknapst.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.902.167 von nickelich am 12.11.19 16:00:28
Weshalb Aktien aus Frankreich und Italien heute bereits tabu sind
Neben den Schwierigkeiten mit der Rückforderung ungerechtfertigter Quellensteuer aus den beiden Ländern erheben diese bereits eine Finanztransaktionssteuer.
Frankreich hat eine Finanztransaktionssteuer von 0,3% aber nur auf die Aktien von den 100 größten Unternehmen. Die Besteuerung erfolgt unabhängig vom Ort der Transaktion, erfasst werden somit auch Transaktionen französischer Wertpapiere an ausländischen Börsenplätzen.

Italien hat so etwas ähnliches bei Aktien der 70 größten Unternehmen.
Die Besteuerung erfolgt unabhängig vom Ort der Transaktion.
Der Steuersatz beträgt 0,10 % des Kaufpreises am regulierten Markt und 0,20 % an anderen Börsenplätzen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Finanztransaktionssteuer#Situa…
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.900.601 von Chris_M am 12.11.19 13:49:17Wahrscheinlich wird dieser Punkt dann in der Regierungsbilanz als erledigt abgehakt und als Erfolg für die Koalition verbucht. :mad: oder :cry:?
das Gesettz so wie es aktuell sein soll ist total kontraproduktiv um in D eine Aktienkultur aufzubauen.

Jeder der seine Altersvorsorge in Aktien (oder Aktienfonds oder ETF) macht wird vom Staat zusätzlich gerupft.

Eigentlich sollte das Gestzt die Zocker treffen und wie es jetzt ausschaut werden CFD und der Terminahandel nicht von der Steuer betroffen sein. D.h. diejenigen die u.a. an der Fianzkriese mitverursacher waren, werden schön weitermachen können.

Außerdem sind die Big Player auch nicht dumm und würden dann für den Aktienhandel z.B. nach Luxemburg gehen. Dort wird das Gesetzt nicht angewandt.

Verarscht werden weiterhin die kleinen (sparsamen) Bürger .. auch wenn es "nur" 0,2% auf den Transaktionswert sein soll ... 6000 Sparplan im Jahr dann sind das schon 12 Euro Zusätzliche Steuer beim Einkauf... tzz
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.891.151 von RainerLanghans am 11.11.19 14:34:54Selbstverständlich dürfte sich so ein "gestricktes Gesetz", das den inst. Handel ausschließt, auf die nachpolitische Karriere eines Olaf Scholz positv auswirken. Ein Betratervertag ist doch wohl das Mindeste, der da rausschaut. Alles Andere wäre da doch undenkbar!;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.899.020 von RainerLanghans am 12.11.19 11:06:48Es ist nicht etwa ein fragwürdiges Gesetz, sonder absolut peinlich, denn soweit ich informiert bin, triffte es gerade die obig Genannten ncit bis kaum. Wie auch?! Der Hochfrequenzhandel läuft vor Allem über London. Wie will man da eine Finanztransaktionssteuer denn umsetzen?!
Wer kontrolliert das Ganze? London gehört ab Januar nicht mehr zur EU...:confused:
Danke schon mal für die ersten Antworten!

Also scheint es evtl. so zu kommen, wie es schon länger im Raum steht - nur die Aktienhändler müssen zunächst herhalten.

@inderhals: Für wen die Politiker was machen, wissen die doch im Zweifel selbst nicht so genau. Hauptsache es klingt erstmal gut und lässt sich vor der nächsten Wahl einigermaßen gut verkaufen. Das der Inhalt etlicher Vorhaben - wie auch in diesem Fall - sehr fragwürdig ist, tut dann meist nichts zur Sache
Da stellt sich doch sogleich die Frage, für Wen ist die Finanztransaktionssteuer denn "kreiert?!"
Doch bestimmt für den Hochfrequenzhandel den den Handel der Institutionellen, wie Banken, Versicherer, int. Hedgefonds und Pensionsfonds...oder?


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