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Wirecard: Warum die Aktie schon wieder auf Tauchstation geht!? (Seite 2) | Diskussion im Forum



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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.896.455 von amlodhi am 12.11.19 00:47:17Hallo Amlohdi,

ich denke, es macht Sinn, Deinen Beitrag auf Finanzen.Net auch hier nochmal zu Re-Posten. Super Analyse!

Zitat von amlodhi: #Wirecard WDI GR short int is $2.96bn; 22.09mm shs shorted;19.23% of float;
1.25% fee.
Shs shorted up +9.6mm shs,+77%, over last 30 days as price fell -0.4% &
Shs shorted down -733K shs, -3%, last week.
Shorts down -$201mm in YTD mark-to-market losses; :)
Shorts down-$192mm in Nov & down -$18mm today :)

Die erste grüne Woche seit den Attacken im Oktober!

Auch wenn heute Nachmittag der Kurs mit ca. 150K Aktien kurzfristig massiv gedrückt werden konnte: Betrachtet man die LV-Manöver der gesamten Woche, wird klar, dass es sich um Rückzugsgefechte handelt.

Die Deckel wackeln

Schon gestern Nachmittag war gut zu sehen, wie die LV mit dem minimal ansteigenden Volumen durch die Amis, die ab 15:30 offensichtlich besser verstanden, was 17 Mrd. TX durch YeePay bedeuten, kaum zurecht kamen und ihren Deckel bei 121.7 aufgeben mussten. Heute wurde dann wenige Sekunden vor der Mittagsauktion der obere Deckel (15k bei 122.5) zum ersten Mal weggekauft. Nach der MA wurde dann auch der ?Ersatzdeckel? (wieder 15K bei 122.5) um 13:08 h sofort wieder per market order getilgt (das teure Drücken bis Handelschluss kostete dann noch ca. 200K zusätzliche Aktien). Auch wenn es der Schlusskurs dieses Verfallstages nicht deutlich zeigt: Die Widerstände nach oben werden durchlässig.

Klapperndes Besteck

Die taktischen Mittel der LV werden zeitlich und quantitativ immer schlechter aufeinander abgestimmt, sie greifen also immer weniger systematisch ineinander, sondern dienen nur noch der situationsabhängigen defensiven Verlustminimierung. Die fast schon dekorativen kleinen Anfangs- und Schlussattacken, die schlechte Abstimmung von Deckeln und Algos, die vielen kleinen ?Resets?? Das Vokabular der LV verliert zusehends seinen inneren Zusammenhalt und dadurch die abschreckende Wirkung.

Zwar wird weiterhin geshortet, um den durch die Rückkäufe verursachten Preisanstieg wenigstens zu bremsen. Und solange dieses market making mehr schlecht als recht gelingt, wird die Shortquote auch nur langsam fallen und der Kurs nur langsam steigen. Auch der kurzfristige Kaufdruck nach neuen Nachrichten (Allscore, Q3, Here, YeePay) kann wie schon im Sommer von den LV jedes Mal relativ problemlos abgefangen werden. Und schliesslich steigen institutionelle Investoren (jedenfalls die mit den dicken Hosenträgern) ohnehin nicht aufgrund von Tagesnachrichten ein, sondern scheinen auf die Entlastung durch KPMG und das CAD in Singapur zu warten. Dennoch: Die Eindeckungen werden für die LV immer problematischer:


Tägliche Anzahl zurückgekaufter Aktien

Zwischen dem 28.10. (24.98 Mio.) und dem 8.11. (22.57 Mio.) wurden in 9 Handelstagen 2.41 Mio. leerverkaufte Aktien zurückgekauft, d.h. durchschnittlich etwa 268.000 Stück pro Tag. Allein in dieser Woche waren es bis gestern Abend 480.000 Aktien (also durchschnittlich 120.000 pro Tag).

Wäre der Kurs nun wie nach vielen Shortattacken komatös, könnten die LV so bis Jahresende ca. 7.5 Mio. Aktien bei leicht steigendem Kurs zurückkaufen. Aber die andauernden guten Unternehmensnachrichten erzeugen IN SUMME einen Kaufdruck, der zwar täglich mit Mühe wegattackiert, kontinuierlich gedrückt oder gedeckelt werden kann, aber das Risiko eines entstehenden Momentums bleibt extrem gross. Selbst ohne steigenden Kurs würde das Covern so immer teurer, weil dauernd erneut geshortet werden muss.

Ab Januar 2020 blieben dann noch ca. 15 Mio. Aktien, die bis Ende Q1 von den LV zurückgekauft werden müssten, falls sie nicht halsbrecherisch auf einen schlechten KPMG Bericht spekulieren. Zieht man noch einen Bodensatz von 2-4 Mio. (Jan. 19) ab, bleiben etwa 11-13 Mio., d.h. etwa 140 - 180K täglich. Und das alles während dauernd neue Grosskunden drohen und die BaFin- und Singapur-Bomben jederzeit platzen können. Happy New Year!

Zwei Nachträge

Profit/Loss-Diagramm:

Auf Nachfrage bestätigte Ihor, dass am 7.11. die Diskrepanz der Shortverluste zwischen P/L Diagramm (ca. -$270 Mio.) und Tweet ("Shorts down -$157mm") durch seine Aktualisierung am 8.11. entstand:

?the graph was as of the 7th which (my system is updated with the previous day's data) , the -$157 was as of the 8th (my manual addition using that day's intraday stock price)?

https://twitter.com/ihors3/status/1193996760622026754

Der P/L-Graph war also von Donnerstag Abend und Ihor hat die Zahlen Ihor dann am letzten Freitag, als der Kurs um -3,53% fiel, aktualisiert. Daher der deutlich geringere LV-Verlust im Tweet.

Einstiegspreise der LV:

Nach Ihors P/L-Diagramm diskutierten einige den durchschnittlichen Einstiegspreis der LV. Dazu 3 Hinweise:

1) Alle Shortsight Preise sind in Dollar (nicht in Euro!!) berechnet.

2) In der Nähe von Unterstützungen (100 EUR im Frühjahr, 110 bei DWS) müssen viel mehr Aktien geshortet werden.

3) Im P/L Diagramm sind die Leihgebühren enthalten.

Der durchschnittliche Einstiegspreis ist für das Verständnis der LV nicht sehr aufschlussreich, da er ihre verschiedenen Zeithorizonte nicht darstellt. Hingegen zeigen der hohe Short-Interest und die mark-to-market Entwicklung des Netto-Buchverlusts die Shorties sozusagen nackt (da ihnen ja Hosenträger fremd sind) und erlauben deshalb Aufschlüsse über ihre kurz-, mittel- und langfristigen Interessen (?predictive analytics?).


Quelle: twitter/ihors3

Quelle: https://forum.finanzen.net/forum/Ihor_Profit_Loss_YTD-t49799…
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.937.192 von Der_Roemer am 15.11.19 21:25:45
Danke Roemer :)
Vielleicht schaut ja sogar Armin Brack mal hinein. 10M LV-Gewinn, so ein Unsinn. Jeder der die Risikobereitschaft der Leerverkäufer auch nur ein bisschen kennt, weiss doch, dass die Shorts ohne Verlust nach ihrer blutigen DWS-Nase niemals aufgegeben hätten. Dann wäre der Kurs heute ganz woanders.
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