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Ist E.On bei 10€ eine Blase und selbst bei 5€ noch deutlich überbewertet? (Seite 16)

eröffnet am 25.05.20 08:51:20 von
neuester Beitrag 09.06.21 16:27:53 von

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01.06.20 15:30:30
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.856.290 von valueanleger am 31.05.20 15:01:06Ich habe vom Netzausbau nicht gesprochen. Das "alte Denken" zeigt sich an anderer Stelle.

Als ehemaliger Energieerzeuger setzte man auf eine staatliche Regulierung, um die eigene Energieerzeugung zu schützen. Deren Basis waren vor allem Kern- und Kohlekraftwerke. Der Staat ließ sich auf diese Regulierung ein, etwa im Atomkompromiss 2011. Dabei war EON mit dieser Haltung nicht alleine, auch die RWE und andere Energieerzeuger waren Teil dieser Lobby.

Nun hat E.ON die Energieerzeugung weitgehend aufgegeben und ist vor allem in der Stromübertragung tätig, doch das "alte Denken" einer weitgehenden staatlichen Regulierung scheint mir immer noch vorhanden. Wieder setzt man darauf, der Staat mögen den eigenen unternehmerischen Interessen Rechnung tragen, etwa durch die Schaffung dieser Trassen.

Dabei geht das an der eigentlichen Problematik der sich die Energiewirtschaft stellen muss, vorbei. Dabei glaube ich nichtmal, dass Firmen wie EON diese Problematik nicht sehen, sie unterschätzen aber die Wucht dieser Herausforderung.

Die Energiewirtschaft verabschiedet sich gerade von der Erfordernis der Großkraftwerke, wie man sie bei der Energieerzeung von Kohlestrom oder Atomstrom benötigt. An Bedeutung gewinnt die dezentrale Energieerzeugung und Versorgung, die auf vielen kleinen Einheite beruht. Dass diese Dezentralisierung mit dem Umbau zur regenerativen Energieerzeugung zussammenfällt, ist dabei eher Zufall. Gäbe es Kernkraftwerke für den Hausgebrauch, würde sich wahrscheinlich auch dies durchsetzen und die Problematik der dezentralen Energieversorgung wäre die Gleiche. Andererseits beschränkt sich die regenerative Stromerzeugung nicht auf die Kleinkraftwerke, sonst gäbe es die Windparks auf See nicht, deren Strom EON gerne durch Deutschland führen möchte.

Als Netzbetreiber wäre EON eigentlich besser dran, wenn sie die Herausforderung der dezentralen Energieverteilung annehmen würde, denn da geht es unweigerlich hin. Wenn sich EON weiterhin auf diese Großprojekte (wie die Trassen durch Deutschland) fokussiert, läuft sie den Veränderungen der Energiewirtschaft wieder hinterher. Dann wird man wieder nach staatlicher Regulierung rufen, weil sich die Unternehmensstrategie als nicht zukunftsfähig erweist.

Wenn ein Unternehmen wie EON sich dieser Herausforderung der dezentralen Energievesorgung nicht stellt, werden andere Unternehmen dieses Thema aufgreifen (etwa Stadtwerke) und mit ihren Lösungen EON aus dem Markt drängen. Der Ergebnisentwicklung und damit dem Unternehmen wird das nicht helfen.

Und noch einen weiteren Aspekt sollte die EON dabei im Fokus haben: Deutschland ist beim Umbau der Energiewirtschaft vergleichsweise weit. Man könnte also mit einer entsprechenden Expertise ein globaler Vorreiter sein und seine Lösungen frühzeitig anbieten, denn andere Länder, vor allem die Energiehungrigen in Asien, werden nachziehen. Je nachdem was die EON aus dieser Herausforderung macht, kann sie eine welweit führende Rolle einnehmen und damit den Aktionären viel Freude bereiten, oder dieses Feld anderen überlassen, um dann auch im Heimatmarkt irgendawann an die Wand gedrückt zu werden. Diese Art der Energiewende, von groß auf dezentral, lässt sich auch mit staatlicher Regulierung nicht aufhalten. EON entscheidet selbst darüber, ob man hier eine aktive Rolle einnimmt oder als Verlierer dasteht.

Momentan sehe ich bei EON diese aktive Rolle nicht.
E.ON | 9,506 €
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31.05.20 17:39:16
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.789.200 von Der Tscheche am 25.05.20 08:51:20Ich hoffe Du gehst mit Deinen Puts baden !!!
😜💩💣
E.ON | 9,506 €
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31.05.20 15:01:06
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.834.221 von sdaktien am 28.05.20 17:41:27Ich glaube manche Anleger haben noch das "alte Denken".
Die Netzbetreiber von E.ON verhindert überhaupt nicht den weiteren Netzausbau sondern die betroffenen Bürger bzw. Grundstückseigentümer.
Besonders die Landwirte bauen großzügige PV Anlagen auf Kosten der Stromkunden und weigern sich über ihre Felder 110kV Stromkabel verlegen zu lassen.

E.ON hat auf der HV angekündigt noch weiter 0,5 Mrd € in den Netzausbau zum Transport der erneuerbaren Energien zu investieren.
Nur ohne Genehmigung kann nichts invesitiert werden.

RWE befindet sich mitten im Umbau - für jedes stillgelegte Kohlekraftwerk werde neue Wind- und Solarparks gebaut, allerdings weltweit.

Die KKW werden in ein paar Jahren abgeschaltet - dann kommt der Strom immer noch aus der Steckdose, allerdings in den Tagen ohne ausreichend PV und Wind aus den KKW aus Tschechien und Frankreich ....
Was hat sich dann am Energiemix verbessert??????

Gruß
Value

Gruß
Value
E.ON | 9,506 €
16 Antworten
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28.05.20 17:48:48
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.834.221 von sdaktien am 28.05.20 17:41:27
Zitat von sdaktien: Ich denke doch. Das alte Denken ist immer noch in der E.ON. Damals rief man nach dem Staat, man möge doch bitte die AKW beschützen (Wir wissen alle wie das endete). Und das geht ja munter weiter.

Letzter Absatz aus diesem Artikel: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/strompreis-107.h…

Eon selbst kann die Strompreis-Debatte entspannt betrachten. Rund 80 Prozent der Einnahmen des Netzbetreibers sind reguliert, das heißt vom Staat garantiert. Und auch der frühere Rivale RWE wird die schwankenden Strompreise kaum zu spüren bekommen. Der Essener Versorger hat seinen Strom schon für mehrere Jahre im voraus verkauft…

Die haben den Umbau der Striomwirtschaft zur persönlichen Melkkuh gemacht. Da ruhen die sich drauf auf und behindern gleichzeitig den Umbau. Erst wenn sich das Management auf den Markt einlässt und diese Herausforderung annimmt, statt daruf zu vertrauen, dass der Staat alles in ihrem Sinne regelt, wird die deutsche Energiewirtschft tatsächlich zu einem echten Investment.


Da muss ich passen...Respekt, so gut bin ich nicht informiert🙈..Allerdings macht mir die E.on mein Portfolio grün..Bin derzeit wieder zu 60% cash seit gestern..Und vor der Divi verkauf ich jetzt auch nicht mehr....aber jeder hat ne zweite Chance verdient.
E.ON | 10,12 €
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28.05.20 17:41:27
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.831.878 von begnadeterAktienverzocker am 28.05.20 14:52:37Ich denke doch. Das alte Denken ist immer noch in der E.ON. Damals rief man nach dem Staat, man möge doch bitte die AKW beschützen (Wir wissen alle wie das endete). Und das geht ja munter weiter.

Letzter Absatz aus diesem Artikel: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/strompreis-107.h…

Eon selbst kann die Strompreis-Debatte entspannt betrachten. Rund 80 Prozent der Einnahmen des Netzbetreibers sind reguliert, das heißt vom Staat garantiert. Und auch der frühere Rivale RWE wird die schwankenden Strompreise kaum zu spüren bekommen. Der Essener Versorger hat seinen Strom schon für mehrere Jahre im voraus verkauft…

Die haben den Umbau der Striomwirtschaft zur persönlichen Melkkuh gemacht. Da ruhen die sich drauf auf und behindern gleichzeitig den Umbau. Erst wenn sich das Management auf den Markt einlässt und diese Herausforderung annimmt, statt daruf zu vertrauen, dass der Staat alles in ihrem Sinne regelt, wird die deutsche Energiewirtschft tatsächlich zu einem echten Investment.
E.ON | 10,13 €
17 Antworten
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28.05.20 17:29:12
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.832.565 von begnadeterAktienverzocker am 28.05.20 15:38:10
Verkauft
HHI,
habe heute für 10,21€ meine Anteile verkauft.
Einstiegskurs war 8,73€. Besser geht nicht.
Habe heute in Gazprom.
Auf zu neuen Höhen, trotz Tramp.

tschüß
E.ON | 10,18 €
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28.05.20 15:38:10
man soll ja den TG nicht vor dem Abend loben, aber gerade 10,20 das Stück. Schau eher aus dass wir erstmal die 10,50 charttechnisch anvisieren...
E.ON | 10,13 €
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28.05.20 14:52:37
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.831.251 von Der Tscheche am 28.05.20 14:10:58
Zitat von Der Tscheche: So, habe den Anstieg auf 10,15 dazu genutzt, mir noch einen längerfristigen 7er Put zu holen für 0,39 das Stück (Laufzeit bis Dez 21).

Damit habe ich 5 Put-Positionen und hoffe mal, dass mir das Börsenuniversum gnädig ist.


das verstehe ich nicht... 5 verschiedene Puts...Die ersten drei dürften schon mal im Minus sein...
Eon hat nix mehr mit der E.on vor 10 Jahren zu tun...
E.ON | 10,15 €
18 Antworten
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28.05.20 14:23:46
Antwort auf Beitrag Nr.: 63.831.251 von Der Tscheche am 28.05.20 14:10:58Wohin willst du sie sinken sehen?
E.ON | 10,15 €
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28.05.20 14:10:58
So, habe den Anstieg auf 10,15 dazu genutzt, mir noch einen längerfristigen 7er Put zu holen für 0,39 das Stück (Laufzeit bis Dez 21).

Damit habe ich 5 Put-Positionen und hoffe mal, dass mir das Börsenuniversum gnädig ist.
E.ON | 10,14 €
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