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Hallo, wichtiger Beitrag auf der Seite russland.ru:

Russland, Iran, Venezuela – wer verläßt als nächstes das Dollar-System?

Es ist nicht unwahrscheinlich, daß Präsident Bush in den verbleibenden Jahren seiner Amtszeit mit einer Reihe von Herausforderungen zu kämpfen hat. Sein russischer Amtskollege Vladimir Putin sagte in seiner bemerkenswerten Ansprache an die Nation in der letzten Woche, daß Russland konkret die Einrichtung einer Handelsbörse für Öl- und Gasexporte plant, die auf Rubel-Basis arbeiten soll.

Schon seit einiger Zeit spielt der Iran mit dem Gedanken sein Öl nur noch gegen Euro zu verkaufen. Jetzt hat auch Venezuelas Präsident Hugo Chavez bekannt gegeben, daß sein OPEC-Land darüber nachdenkt, die Ölrechnungen in Euro auszustellen.

In vielen Ländern diskutiert man bereits ob die USA ihre jetzige Supermacht-Position aufrechterhalten können, wenn der Dollar seine beherrschende Rolle als internationale Verrechnungseinheit für Energielieferungen verliert. Falls der Energiehandel tatsächlich vom Dollar auf andere Währungen umgestellt wird und möglicherweise andere Branchen diesem Beispiel folgen, sieht es es schlecht aus für die US-Währung. Dann ist es weniger wichtig für die Staaten der Weltgemeinschaft große Dollar-Reserven anzusammeln, statt dessen werden wohl mehr Dollar zum Kauf angeboten werden als benötigt werden.

Falls energieexportierende Länder wie Russland, Iran und Venezuela mit ihren Ankündigungen ernst meinen (und wer sollte die Ernsthaftigkeit Präsident Putins bezweifeln), kann dies den Anfang vom Ende der Dollar-Dominanz auf den Weltmärkten bedeuten. Eine Hauptursache des Dollar-Abstiegs, den wir aktuell erleben, ist die Furcht vor einem Überangebot an USD, das entstehen wird wenn einige Länder ihre Dollar-Reserven teilweise auflösen um Euro und möglicherweise auch frei konvertierbare Rubel zu kaufen.

Man kann damit rechnen, daß die Märkte mit Dollar überschwemmt werden. Dies ist logischerweise nicht vorteilhaft für den USD-Kurs. Wenn nicht Länder wie China, Russland und Korea den Rubel stützen, um ihre enormen Dollar-Reserven zu schützen, könnte die US-Währung dramatisch an Wert verlieren. Keines dieser Länder, die enorme Dollarbeträge besitzen, hat ein Interesse daran, daß das Dollarsystem zusammenbricht.

Dies ist möglicherweise die Rettung für die US-Wirtschaft: diejenigen Staaten, die über enorme Dollarreserven verfügen, können es sich nicht erlauben, eine Krise zu verursachen. Es sind diese Länder, darunter Russland, die den Schlüssel zur Lösung des Problems besitzen – und nicht die USA selbst.

Es ist allgemein bekannt, daß die USA in einem solchen Maße verschuldet sind, daß sie allein nicht aus ihrer Zwangssituation hinausfinden können. Sie sind in großem Maße von externen Kräften abhängig. Wir müssen uns vor Augen halten, daß die privaten US-Haushalte mit 9 Billionen USD (9.000.000.000.000 USD) verschuldet sind. Bei 290 Millionen Einwohnern entspricht das einer Schuldenlast von 31.000 USD pro Kopf der Bevölkerung.

Die US-amerikanische Handelsbilanz sieht nicht wesentlich besser aus. Während Europa einen Handelsüberschuß zu verzeichnen hat, ist die Bilanz der Vereinigten Staaten äußerst negativ. 2005 hatte Europa einen Handelsüberschuß von 72,8 Milliarden USD, während die USA eine negative Bilanz in Höhe von 781,6 Milliarden USD zu verzeichnen hatte.

Seit mehr als 20 Jahren haben die Vereinigten Staaten über ihre Verhältnisse gelebt und international mehr konsumiert als produziert. Dieses Defizit wurde mit ständig wachsenden Krediten überbrückt, die nicht zuletzt von asiatischen Staaten bereitgestellt wurden. Ein solches System funktioniert nur solange, wie die Nachfrage nach dem US-Dollar als weltweitem Zahlungsmittel steigt – aber dies ist ein äußerst gefährliches Spiel.


bei russland.RU
Die iranische Ölbörse - der Todesstoß für den US-Dollar?
[Hintergrund zur aktuellen Iran-Diskussion] Für Krassimir Petrov haben die aktuellen außenpolitischen Spannungen mit dem Iran einen handfesten ökonomischen Hintergrund. Die geplante iranischen Ölbörse könnte den unausweichlichen Kollaps des Dollars auslösen und hat damit das Potential, der Sargnagel für das amerikanische Imperium zu werden.

Wenn man die Sache nüchtern betrachtet, muß man feststellen, daß das wichtigste Exportprodukt der USA – heute wie in den letzten Jahrzehnten – aus Papier besteht, das überwiegend mit grüner Farbe bedruckt ist. Aus meiner Sicht kann man von einer Art Schneeballsystem oder Pyramiden-Spiel sprechen, daß nur so lange durchzuhalten ist, wie die Nachfrage steigt. Dieses System steht nun möglicherweise kurz vor dem Zusammenbruch. Die Pläne, die von russischer und iranischer Seite – und möglicherweise auch in Venezuela – bestehen, können das fragile Dollar-System empfindlich stören.

Meine Großmutter (die in Deutschland die Inflation der 1920er Jahre miterlebte) hatte wohl Recht, wenn sie sagte: Geld ist letztendlich nichts anderes als Papier mit Bildern, Buchstaben und Ziffern.

Die USA sind ganz und gar davon abhängig, daß andere sie aus ihrer unangenehmen Zwangslage befreien. Eine solche Situation paßt allerdings überhaupt nicht zu dem Anspruch der Staaten, die führende politische und nicht zuletzt moralische Weltmacht zu sein. Natürlich bedeutet Geld nicht alles, aber es ist sehr schwierig eine starke Position aufrecht zu erhalten, wenn man von den Staaten wirtschaftlich abhängig ist, die man am meisten kritisiert – unter anderem Russland, China und Iran.

Wie gesagt, die Weltwirtschaft hat kein Interesse daran, daß das Dollar-System zusammenricht. Aber für die Weltgemeinschaft ist es sicherlich besser, wenn die USA den Platz einnehmen, der ihnen auf Grund ihrer tatsächlichen Lage zusteht. Dies wäre aller Wahrscheinlichkeit nach gut für Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit in der Welt.
Viele scheinen nicht zu verstehen, dass ein niedrigerer Dollar den Usa helfen würde, ihr Defizit abzubauen.

Bis zu einem gewissem Level ist dies für die Usa sinnvoll und danach täte es allen schrecklich weh.
Antwort auf Beitrag Nr.: 21.652.385 von Hohlbrot am 18.05.06 22:07:13ein niedrigerer dollar schon, aber nicht ein zusammenstürzender:D
Diese Probleme werden die die Weltmärkte schon allein regeln. Wer sich dagegen stellt mit irgendwelchen marktfremden Maßnahmen, hat schon verloren. Das Wunschdenken Einzelner wir selten in Erfüllung gehen, da von der Realität abweichend.Allerdings muß Putin schon etwas tun, um zumindest wieder etwas auf Augenhöhe mit den Amis zu kommen.Aber auch Chrutchow wollte die USA wirtschaftlich überflügeln.
wilbi
Es ist etwas anderes, vor der Gefahr eines abstürzenden Dollars zu warnen, als dies als ein unmittelbares Ereigniss anzukündigen.

Allerdings, muss man dann wohl auch über die Gefahr eines Weltkrieges sprechen. Und wer tut das? Inabsehbarer Zeit werden die Usa noch von einem fallendem Dollar profitieren, es sei denn wir brechen um mind. 50% ein, schlagartig. Vermutlich wäre der Dollar dann unser geringstes Problem.
Antwort auf Beitrag Nr.: 21.653.969 von Hohlbrot am 18.05.06 23:30:20ein plötzlicher ausschlag von 10-15% reicht schon, das wäre bei devisen ein absoluter crash...und die möglichkeit ist drin

die konsequenzen wären desaströs--- in jeder hinsicht:(
Für alle vorneweg, ja ich habe ein Abo von Pennystockraketen und stellt euch vor, ich kann trotzdem auch selbständig denken.:p:rolleyes:

Kein Witz, Pennystockraketen.de warnt Heute in der aktuellen Aboausgabe, vor einem Zusammenbruch des Weltwährungssystems und indirekt vor einem 3. Weltkrieg...:rolleyes::confused:

In ein paar Tagen, stelle ichs hierein, jetzt darf mans ja noch nicht.:(
Antwort auf Beitrag Nr.: 21.666.571 von Hohlbrot am 19.05.06 13:19:30Sicherheitshalber schreiben alle "Raketen" heute das gleiche.
Antwort auf Beitrag Nr.: 21.666.917 von cajadeahorros am 19.05.06 13:30:07Wie angekündigt, ein anderer User hat allerdings hierzu bereits einen Thread eröffnet.
Thread: Externer Unfall wahrscheinlich??


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