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Schreibwettbewerb „Mythos MLP“ - 500 Beiträge pro Seite



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Auslobung für beste Rezension über „Mythos MLP“

10 Jahren ist es nun her, dass die Literaturwelt um Manfred Lautenschlägers Werk „Mythos MLP“ bereichert wurde. http://www.amazon.de/Mythos-MLP-Erfolgsgeschichte-eines-Fina… Selten hat man sich schönere Formulierungen auf der Zunge zergehen lassen als die in Lautenschlägers zartem Vorwort, dessen eloquenteste Stellen da lauten (bzw. schlägern):

Es kann bei dieser Erfolgsstory leicht in Vergessenheit geraten, wie zwei lebenslustige Kerle, zwei Edelaussteiger mit nichts als der Idee, junge Hochschulabsolventen in Versicherungsfragen zu beraten, vor 25 Jahren den Grundstein für das Wunderwerk MLP gelegt haben.


Das Buch wird sich notwendigerweise mit Interna und Eigentümlichkeiten unserer Branche beschäftigen und – wo nötig – sich kritisch mit diesem Markt auseinandersetzen.

Nur wo Führungsqualitäten sich mit Leistung und Gerechtigkeitssinn verbinden, läßt sich mit Recht von Eliten sprechen, denen Glaubwürdigkeit zukommt.

Schlussatz des Vorworts:

Sei nicht zu angepaßt, bewahre deine Unabhängigkeit.

Machen wir!

Nachdem sich die MLP AG gelegentlich als großzügig in der Ausschreibung von Literaturwettbewerben erwiesen hat, vgl. http://unimut.fsk.uni-heidelberg.de/unimut/aktuell/108862860…, so wollen auch wir uns nicht lumpen lassen:

Um den Campus-Verlag zu einer Neuauflage zu ermutigen, lobt www.finanzparasiten.de einen Schreibwettbewerb aus: Wer bis zum 05.11.2006 hier in diesem Thread die beste Rezension schreibt, erhält von finanzparasitend.de einen Buchpreis: http://www.randomhouse.de/dynamicspecials/ogger_absturz/
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.778.996 von finanzparasiten am 22.10.06 16:52:06Finde Deine Homepage mit Informationen, Berichten und links soweit ja ok. Aber erst ein Buch kaufen um dann ein Buch gewinnen zu können ? Dieser Wettbewerb könnte ein wenig wie Schleichwerbung gewertet werden.

gruß

else
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.790.255 von ElseNothing am 22.10.06 22:52:24... hier gibts das Buch gebraucht:

http://www.amazon.de/Mythos-MLP-Erfolgsgeschichte-eines-Fina…



Vielleicht wirst Du auch bei eBay fündig ;)

...
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.778.996 von finanzparasiten am 22.10.06 16:52:06aha, das Buch soll sich auch mit interna beschäftigen? Was sagt der denn dazu?
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.778.996 von finanzparasiten am 22.10.06 16:52:06Ich bei amazon schon ein paar Anregungen für kreatives Schreiben gefunden:

http://www.amazon.de/Mythos-MLP-Erfolgsgeschichte-eines-Fina…

der MLP-Erfolg erscheint jetzt noch erstaunlicher, 27. Dez. 2003
(…) Das Buch ist eine schlecht gemachte Lobhudelei auf die Person Lautenschlägers. Es bleibt die Frage offen, ob das Buch als Ausrutscher Lautenschlägers einzustufen ist oder ob die Qualität MLPs generell von den Co-Machern um Lautenschläger abhängt.

...das schöne Papier..,
10. Oktober 2002
Ein überaus langweiliges Buch voller Selbstbeweihräucherungen. Frei nach dem Motto : Die anderen sind alle dumm und wir haben die Weisheit mit Löffeln gefressen.
Nur die 200 seitigen Erinnerungen eines Oberstudienrates aus Oer-Erkenschwick dürften einen geringeren Unterhaltungswert haben. Vermutlich wird jeder aus der MLP Kolonne dazu vergattert, das Buch zu lesen, nein --zu kaufen und nach der Lektüre knapp über dem Boden zu schweben vor lauter Erleuchtung.
Als Kugelfang für Luftgewehrgeschosse aber überaus brauchbar.

Dieses Buch muss man gelesen haben!
, 12. August 2001
(…) Dieses Buch lesen Sie nicht nur, sondern Sie verschlingen es. Und es zeigt Ihnen vor allem eines: Auch in der wirtschaftlichen Entwicklung eines Unternehmens gibt es Wunder!
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.793.916 von OblongFitzOblong am 23.10.06 08:26:46OblongFitzOblong,

:) das frage ich mich auch, was ich dazu sage!

Ich finde - ganz ehrlich - Deine Rezension am besten. Der Buchpreis gehört Dir!


Grüße
Muss man denn wirklich alles selbermachen? Na gut!
Hier also eine kurze Inhaltsangabe der ersten beiden Kapitel Heidelberg und 68er-Kurven aus Manfred Lautenschlägers Monumental-Epos Mythos MLP :



Im ersten Kapitel Heidelberg seiner Memoiren entführt uns Lautenschläger in seine Studententage und –Nächte in jener Stadt, die er in einer Ode besingt. Es waren die Tage der 68er, in denen der demnächst 68 werdende damalige Student der Jurisprudenz sich rebellisch gab. So lavierte er sich aus dem Wehrdienst, demonstrierte gegen den „Muff von 1000 Jahren“



und solidarisierte sich mit – und jetzt wird er uns sympathisch – Rudolf Augstein während der Spiegelaffäre. Ja genau, es ging um jenen berühmten Artikel „Bedingt wehrbereit“, in welchem DER SPIEGEL zutreffend die Lage der Bundeswehr schilderte (die ja schließlich ohne Lautenschläger auskommen musste) und „vermeintlich geheime Interna“ publik machte.



Lautenschläger geißelte Adenauers und Straußens Missachtung des Grundgesetzes und deren Kooperation mit der Franco-Diktatur: „Entweder verfassungskonform oder verfassungswidrig.“ Er bewunderte Augsteins Mut, für die Pressefreiheit notfalls ins Gefängnis zu gehen und lief selbst Sturm gegen die Druckerei der BILD-Zeitung, deren Erscheinen es zu verhindern galt.

Presse- und Meinungsäußerungsfreiheit scheinen ihm inzwischen dann doch etwas lästig geworden zu sein.



Im zweiten Kapitel 68er Fieberkurven lässt Lautenschläger seine eigene Zeit im Straßenkampf Revue passieren – Lautenschläger ein lauter Schläger? Er lauschte persönlich Rudi Dutschke und vertrat als Rechtsreferendar gemeinsam mit dem damaligen Linksanwalt Horst Mahler aufrührerische Studenten, die sich in Sitzstreiks engagiert hatten.



Lautenschläger befasste sich offensiv mit den damaligen Reizthemen wie Homosexualität, Strafsystem und dem „§ 218“, schreibt gar von einer „unheimlichen Allianz von Kirche und Justiz“. Im Stil eines Schelmenromans offenbart uns „Manni“, wie wir ihn ab jetzt freundschaftlich nennen wollen, wie er vor seinen Examensklausuren schummelte: Diese hätten am Aschermittwoch beginnen sollen. Spaßvogel Manni, dem seine karnevalistischen Eskapaden wichtiger waren als die Achtung vor Regeln und Fairnis gegenüber anderen, führte mit einem Medikament künstliches Fieber herbei, um seinen Prüfungstermin auf Herbst hinauszögern zu können. Clever, der Manni! Und brüstete sich stolz in seinem Buch, eine rechtswidrige Täuschung begangen zu haben. Spätestens damals also war die erste Hemmung entfallen, Regeln zu übertreten und seinen Mitmenschen was vom Pferd zu verklickern.

Wie man künstliches Fieber entfachen kann, das hat man in Heidelberg zumindest in Sachen Börse nicht verlernt ...

Das einleitende Zitat von Erich Kästner sei nachgetragen, welches Manni kaum schöner hätte wählen können:

Die Erinn’rung ist eine mysteriöse Macht
und bildet Menschen um.
Wer das, was schön war, vergisst, wird böse.
Wer das, was schlimm war, vergisst, wird dumm.


Ach Manni, wir sind sicher, damals hättest Du auf unserer Seite gestanden ...

Bildnachweise: Der Spiegel, Deutsches Haus der Geschichte, Okham School. Ein Service von finanzparasiten de
Das nächste Kapitel lautet Weichen zum Erfolg.
Manni berichtet mit einiger Verzückung, wie ihm die Lichtgestalt Eicke Marscholleck erschien und ihm Versicherungen aufdrücken wollte. Hieraus entwickelte sich eine langjährige Partnerschaft, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat.

finanzparasiten,

das Buch habe ich damals gründlich gelesen. Lautenschläger hatte den Mythos fleißig aufgebaut und "leider" auch gründlich zerstört.

Na, neue einstweilige von MLP?

Lasse Dich nicht unterkriegen, in einer Sache mußte ich vier Jahre gegen MLP angehen - es lohnt sich!
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.889.657 von finanzparasiten am 27.10.06 15:07:47Auch die Lektüre von Mannis viertem Kapitel Höhen und Tiefen der Akquisition sollte uns nicht enttäuschen!

Da schreibt der MLP-Firmengründer auf S.35 wörtlich:

"Von der niederen Erdenschwere der Akquisition soll im folgenden ebeso wie von Höhenflügen die Rede sein: sowohl von perfekter Beratungstätigkeit als auch von dem sogenannten Hochdruckverkauf, der oft in organisierten Betrug ausufert."

Huch?
Kommt uns diese drastische Formulierung nicht irgendwie bekannt vor?
Ja richtig, wir hatten etwas erstaunlich ähnliches gesagt. Und zwar nicht mal als nüchterne Tatsachenbehauptung, sondern
* in Form einer Vermutung
* in Anführungszeichen gesetzt
* im Rahmen eines glossierenden Textes.
Und im Gegensatz zu Manni stehen wir mit keinem der betroffenen Unternehmen in einem Wettbewerbsverhältnis ...

Liebe Wieslöcher, der ihr manchmal durch die niedere Erdenschwere der Akquisition gehen müsst: Glaubt ihr ernsthaft, dass Manni in seinem Höhenflug sich auf die Pressefreiheit berufen darf und wir nicht? Wird in eurem hochgestapelten Wieslochturm oben langsam der Sauerstoff knapp?
Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus!

Das Kapitel Seriöse Berater, schwarze Schafe liest sich, als sei es von Finanzparasitenpunktde abgeschrieben worden. Da meiert Manni seine ganzen Mitbewerber von AWD, DVAG, Bonnfinanz und OVB als unseriöse Strukturvertriebe ab, bejammert denunziert deren hohe Stornoquoten, benutzt gar Kraftausdrücke wie „Drücker“, „Kloppertruppe“ und „betrügerisch“. Gehört sich sowas?

Nur: hat er da nicht möglicherweise in seinem geifernden Rundumschlag eine Firma übersehen? Nein, hat er nicht. Er behauptet allen ernstes, sein von „Edelaussteigern“ geborener Laden sei etwas anderes. Bei ihm gäbe es kein Pyramidensystem, sondern nur die drei Ebenen „Berater“, „Geschäftsstellenleiter“ und die Chefs. Und? Was ändert sich da für den Kunden, wie viele oder wie wenige Leute sich die Provisionen teilen? Wir jedenfalls sehen keinen nennenswerten Unterschied zu anderen Strukkibuden. MLP unterscheidet sich von den Mitbewerbern in erster Linie durch die Fassade. Beim AWD gibt’s keine blauen Kaffeekannen. Schade aber auch ...

Mag ja sein, dass alle MLP-Berater studiert haben – nur wenn sie die vom Staat teuer bezahlte Ausbildung vergeuden, in dem sie statt ihre akademischen Künste zu nutzen banal Versicherungen verticken, dann finden wir das volkswirtschaftlich nicht ganz so überzeugend. Manni selbst empfand übrigens auch die Karriere vom Akademiker in den Stand der Klinkenputzer als Status-Rückschritt, was er mehrfach schreibt. Wo er recht hat, da hat er recht.


In Autobiographien darf man nicht alles für bare Münze nehmen, trotzdem geht uns Mannis penetrantes Mantra, seine "Berater" seien so schrecklich unabhängig und seriös, irgendwann dann doch mächtig auf den Geist. Seine „Berater“ sind provisionshonorierte Handelsvertreter, die nach § 86 Abs. 1 HGB den Interessen des Unternehmers verpflichtet sind. http://dejure.org/gesetze/HGB/86.html Damit sind sie keine Berater, sondern schnöde Verkäufer. Denn sonst wäre es Parteiverrat. Ein Wort, bei dem es einem Ex-Anwalt wie Manni zusammenzucken lassen müsste.

Soviele Wahrheiten dieses Kapitel auch enthalten mag, wenn sich hier ausgerechnet Manni als Aufklärer aufspielt und sich auf Kosten seiner Mitbewerber profilieren will, dann rollen sich einem die Fußnägel.
Die nächsten 15 Kapitel Trennung und Neubeginn bis Gratwanderungen kann man sich komplett schenken.

Sieht man mal vom Unfalltod Marschollecks und der Krebserkrankung Lautenschlägers ab, so bieten diese Kapitel nichts als Banalitäten. Jeder, der mal eine Wirtschaftssimulation, „Civilization“ oder „Risiko“ gespielt hat, wird von spannenderen Stunden zu berichten wissen als vom Prosperieren des Lautenschlägerschen Versicherungsvertriebsimperiums. Unter den Kollegen von finanzparasitenpunktde gab es zwei Todesopfer, die während der Lektüre ihrer Langeweile erlagen, einer schwebt noch in Lebensgefahr.

Nicht unerwähnt bleiben soll jedoch Lautenschlägers selbst eingeräumte Naivität, was Geschäftsleben und Menschenkenntnis angeht. Wir wollen nicht altklug sein, doch gehört es nicht doch zu den trivialeren Erkenntnissen, dass bei Geld die Freundschaft aufhört und der Mensch des Menschen Bestie ist? Sollte sich ein gelernter Anwalt nicht solche Binsenweisheiten wenigstens angelesen haben? MLP scheint nicht wegen, sondern trotz Lautenschläger expandiert zu sein. Aber wenn man mit Hemdsärmlichkeit ganze Nationen anführen kann, warum dann nicht auch eine Drückerbude?

Ein Déjà-vu erlebten wir bei der Lektüre einer Formulierung auf S. 93, die wir selbst auf unserer MLP-Unterseite verwenden:

So wie der Fisch vom Kopf her anfängt zu stinken, so haben der jeweilige Vorgesetzte und die Unternehmensführung maßgeblichen Anteil an der Unternehmenskultur, die [...]



Apropos „Kopf“: Auf S. 136 schenkt uns der zu Predigt und Prosa neigende Manni einen schönen Satz:


„Unsere Köpfe sind frei.“

Keine Ahnung, was Manni uns damit sagen wollte. Viel spannender finden wir die Frage, wie lange die (Ex-)Unternehmensführung wohl noch frei sein wird.

Nachtrag: Soeben erfahren wir, dass auch unser dritter gelangweilter Kollege inzwischen den Folgen von Mannis Selbstbeweihräucherung erlegen ist. Schade, dass er seine LV schon storniert hatte ...
Das fünftletzte Kapitel lautet da Der lange Manfred.



Manni hat ein Hochhaus gebaut. Toll.

Manni hat sich durchgesetzt gegen die Leute, die Hochhäuser nicht so toll finden. Zwar nicht in Wiesloch, aber in Heidelberg. Wenigstens ist ihm ein Häuserkampf erspart geblieben, wie es seine vormals linken Mitstreiter in Frankfurt taten. http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_H%C3%A4userkampf Der Heidelberger Emmertsgrund ist halt Provinz.
Provinz? Nicht in den Augen von Manni:

Deutschlands erste Adresse unter Finanzdienstleistern firmiert unter der Adresse »Forum 7«.

Dieses redundant formulierte Eigenlob legt den Verdacht nahe, dass Manni nun endgültig die Bodenhaftung verloren hat. Der Volksmund nenne das Gebäude gar den langen Manfred, frohlockt jedenfalls Manni. Auch die DDR-Führung lancierte für den Berliner Fernsehturm den Kosenamen Telespargel, den in Wirklichkeit niemand je verwendet hat. Tragischer Fall von Realitätsverlust.

Es kommt noch besser: MLP sei ein Deus ex machina.
Manni, geht’s eigentlich noch??? Wohl wieder was von diesem Medikament genommen, mit dem Du damals vor den Klausuren Dein Fieber erzeugt hattest, oder was?

Nu’ komm mal wieder runter, Manneken. Weltweit gibt es ca. 100.000 Hochhäuser. Kein Grund, so anzugeben. http://www.emporis.com/ge/bu/sk/st/ma/ct/ In jenem Heidelberger Neubaugebiet wäre sicherlich auch Platz für niedrigere Bauwerke als Mannis deplaziertes Denkmal gewesen: In den für 11.000 Leute konzipierten Stadtteil hat es bislang nur 7.000 Seelen gezogen. Der Emmertsgrund gilt als Problemviertel. http://de.wikipedia.org/wiki/Heidelberg-Emmertsgrund

Bei der Eröffnung seines architektonisch nun wirklich nicht erwähnenswerten Türmchens langweilt uns Manni mit der Gästeliste, deren prominentester Name gerade mal den der Heidelberger Oberbürgermeisterin hergibt. Bei einem Großsteuerzahler hat man halt seine Pflichttermine. Ironischerweise bei einem, zu dessen bevorzugten Verkaufsargumenten die Aussicht auf Steuerersparnisse gehört.

Feuerwerk hat’s auch gegeben. Klasse. Mal ganz was neues.

Manni protzt mit seinem 17stöckigen Verwaltungsbau auf der Titelseite seines Büchleins. Er scheint diese einfallslos phallische Butze für sein Lebenswerk zu halten. Das größte Hochhaus Heidelbergs tönt er stolz wie ein Pfau über seine Bausünde. Mannis Frankfurter Geschäftspartner haben sich darüber im 40.Stockwerk des Maintowers vermutlich die Augen aus dem Kopf gelacht, während man ihnen aus der 70.sten Etage des Messeturms auf die Köpfe spuckte.

2004 wurde in Heidelberg der Scientific Tower fertiggestellt. Ist einen Meter höher. Ob der lange Manfred da ein langes Gesicht gemacht hat? http://www.emporis.com/ge/wm/ci/bu/?id=102257

Antwort auf Beitrag Nr.: 25.033.477 von finanzparasiten am 31.10.06 12:47:21Die letzten vier Kapitel Menschen machen den Erfolg bis Vergangenheit und Zukunft von Mannis Manifest sind redundanter Schund.

Manni spielt sich auf, als habe er der Menschheit irgendetwas sinnvolles gegeben.

Graf Zeppelin hat lustige Luftschiffe gebaut, Einstein die Relativitätstheorie aufgestellt, Robert Koch Krankheitserreger entdeckt, Artur Fischer den Dübel erfunden, Konrad Zuse den Computer, Otto Waalkes die besten Zoten, Douglas Adams schrieb die coolsten Bücher, Loriot spielte die besten TV-Szenen, Beckenbauer den elegantesten Fußball, Götz George das beste deutsche Kino, Katja Riemann das schlechteste, Hoimar von Ditfurth hat uns die Augen geöffnet, Augstein ging für die Pressefreiheit ins Gefängnis, Gandhi revolutionierte ohne Waffen, die Bürger der DDR ohne Töten, Ratzinger wurde mit friedlichen Mitteln Papst, Beate Uhse enttarnte die Doppelmoral, Beate Klarsfeld ohrfeigte Kiesinger, Wallraff führte die BILD-Zeitung vor, ....
Alles Menschen, die in ihrem Leben etwas außergewöhnliches geleistet haben.
Namen, an die man sich erinnern wird.

Was hat Manni geleistet?
Manni hat Versicherungen vertickt.
Er hat von den Zukunftsängsten seiner Mitmenschen profitiert und hieran ohne nennenswerte eigene Risikobeteiligung einen so fetten Schnitt gemacht, dass dieser ihn zeitweise unter den reichsten Deutschen auf Rang 43 hievte.

Manni hat nichts erfunden.
Manni hat nichts moralisches geleistet.
Manni hat nichts mutiges getan.

Manni hat Geld „gemacht.“
Und mit einem überflüssigen Wolkenkratzerle mit gerade mal 17 Stockwerkle die Gegend verschandelt.
Das war’s.

Es gibt Persönlichkeiten, welche die Menschheit bereichert haben, ohne sich an der Menschheit zu bereichern:



Donald E. Knuth schenkte der Welt TeX. Er gab der Menschheit ein Programm, um Bücher gut zu setzen.



Linus Torvalds schenkte der Welt Linux. Er wollte uns vor Microsoft und Systemabstürzen bewahren.



Karlheinz Brandenburg schenkte der Welt mp3. Er wollte die Plattenindustrie ärgern. (Naja, zumindest hat er das geschafft ...)

Sie brachten Leistung und verzichteten auf jegliche Lizenzgebühren.
Sie bewiesen wahre Größe.
Ihnen gilt unser Respekt.

In den letzten vier Kapiteln spricht ein Mann, als ob ihm sein soziales Nahfeld fehlte, dessen Anerkennung er sucht. Der sich über feige „Jasager“ auslässt, obwohl es genau solche waren, die diese jeder Selbstkritik abholde, viel zu dick geratene PR-Schrift zugelassen haben.

Unsere Rezension von Mythos MLP. Erfolgsgeschichte eines Finanzdienstleisters endet hier.

Doch die Geschichte von Manni begann im 1996 erst, interessant zu werden.
Morgen geht es weiter mit der bislang geheimen Fortsetzung der Big L-Story:

Mysterium MLP. Wie es weiterging


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