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Das Abendland am Ende--der Baum brennt --Flächenbrand im alten Europa - 500 Beiträge pro Seite



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Nachrichten am Montag, den 8. Dez 2008, 23:00 Uhr
Stadtzentrum brennt

Lage in Athen außer Kontrolle

Die Polizei ist nicht mehr Herr der Lage: Rund 4000 Autonome haben das Stadtzentrum von Athen in Brand gesetzt. Die gewalttätigen Ausschreitungen ziehen sich bereits seit 48 Stunden hin. Die Krawalle hatten angefangen, nachdem ein Polizist einen 15 Jahre alten Schüler erschossen hatte.


Unruhen in Griechenland
Athen: Randalierer zünden riesigen Weihnachtsbaum an
Randale in Griechenland. In der Hauptstadt eskalierte am Montagabend erneut die Gewalt. 600 Chaoten zogen plündernd durch die Straßen, verwüsteten Dutzende Geschäfte und die Lobby zweier Hotels.

In ihrer Wut schrecken die Randalierer vor nichts zurück! Sie zündeten sogar den riesigen Weihnachtsbaum der Hauptstadt an. Er war 20 Meter hoch, ein funkelndes Symbol für das Fest der Liebe...




http://www.stern.de/politik/ausland/:Stadtzentrum-Lage-Athen…
Athen brennt:

"Hier herrscht Krieg"


Rund 4000 Autonome haben das Zentrum von Athen in Brand gesetzt, die Polizei scheint nicht mehr Herr der Lage

In der griechischen Hauptstadt Athen ist die Lage völlig außer Kontrolle geraten: Das Stadtzentrum steht in Flammen, die Einwohner fürchten um ihr Leben. "Hier herrscht Krieg. Holt uns hier raus", riefen verzweifelte Bewohner. Die Polizei ist machtlos ob der schieren Gewalt.


Dutzende Menschen wurden verletzt. "Hier herrscht Krieg. Holt uns hier raus", riefen verzweifelte Bewohner aus dem Zentrum Athens telefonisch um Hilfe. "In meiner mehr als 30-jährigen Karriere habe ich keine derartigen Verwüstungen gesehen", meinte der Präsident des griechischen Journalistenverbandes, Panos Sombolos, am Montagabend im Fernsehen.
http://www.stern.de/politik/ausland/:Athen-Hier-Krieg/648311…
Wenn jetzt dort Krieg herrscht, dann kann nur noch das Militär einschreiten und den gewaltsamen Aufstand niederschlagen.
#3 von CaptainFutures

Das sehe ich genauso, deshalb sollte auch dieser Teil Deutschlands entschlossen verteidigt werden.

Ich kann nur hoffen, es wird schon drüber beraten mit einer schnellen Entscheidung zum handeln.

WS
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.169.547 von CaptainFutures am 08.12.08 23:55:33was für ein drama captain.

was ist nur aus diesem ach so tollen,liberalen und "gerechten"
helmut kohl/schröder/fischer und konsorten europa geworden ???

eine frechheit und einfach unglaublich das dieses auf korruption und mafiastrukturen aufgebautes system schon nach wenigen jahren wie ein kartenhaus zusammenbricht.

wer hätte das wohl gedacht ???
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.169.662 von Wechselschalter am 09.12.08 00:46:13Athen ein Teil Deutschlands - in welcher Wahnwelt lebst du denn?:keks:
:laugh::laugh::laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.170.014 von RizzoRazzo am 09.12.08 08:20:05ich dachte immer, griechenland sei mitteleuropa und nicht berlin.
sind die krawallmacher eigentlich griechen????
in Deutschland gibt es in vielen Ballungszentren ein ähnlich brisantes Potential, welches doch bislang nur durch den sog. sozialen Frieden schlummert.

Erinnere mich noch gut an die Hausbesetzer-Kravalle in Berlin in den 80er Jahren oder an die regelmässigen Mai-Kravalle in den 90er Jahren.

Man sollte sich da nix vormachen, auch in Deutschland gibt es ein gewaltiges Heer von underdogs, die im Falle wegbrechender Sozialleistungen/-transfers sofort zu kollektiven Amoklauf aufbrechen und die staatliche Ordnung schnell an die Grenzen zur Anarchie drängen würden.

Die Bestrebungen, die Bundeswehr auch im Innern einsetzen zu dürfen, ist doch schon ein Hinweis darauf, dass sich einige Politiker hierzulande auf so eine Situation vorbereiten wollen.

Deutschland hat so eine Tradition, immer gleich in Extreme umzuschlagen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.170.243 von Cashlover am 09.12.08 08:59:49@Cashlover
"Man sollte sich da nix vormachen, auch in Deutschland gibt es ein gewaltiges Heer von underdogs, die im Falle wegbrechender Sozialleistungen/-transfers sofort zu kollektiven Amoklauf aufbrechen und die staatliche Ordnung schnell an die Grenzen zur Anarchie drängen würden."
STIMMT ZU 100%
die sog. autonomen Gruppen, in den 80er und 90er Jahren waren ja sowas, wie Paradiesvögel mit Hasskappe auf dem Kopp.

Man stelle sich vor, dass sich irgendwann ein Heer von arbeitslosen und/oder Niedriglöhnern dazugesellen und ihrem Frust freien Lauf lassen.

Dann prost Mahlzeit.

Kopfschüttelnd nach Athen zu blicken, bringt garnix.
Ähnliches gab es ja vor kurzem aus den Pariser Vororten zu berichten.
Und bei den Spaniern könnten sich solche Bilder auch bald abspielen, wenn die Arbeitslosigkeit speziell bei den Zuwanderern aus Afrika nennenswert zunimt, was absehbar ist.

Wenn der Wohlstand bröckelt, wird Europa schnell zu einer Bombe.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.170.243 von Cashlover am 09.12.08 08:59:49Die Bestrebungen, die Bundeswehr auch im Innern einsetzen zu dürfen, ist doch schon ein Hinweis darauf, dass sich einige Politiker hierzulande auf so eine Situation vorbereiten wollen.

Das wird wohl auch die einzige Möglichkeit sein mit einem völlig außer Rand und Band geratenen brandschatzenden Mob fertig zu werden. Die normale Streifenpolizei verfügt doch gar nicht über die nötigen Gerätschaften und die Mannschaftsstärke um das gewaltige Herr der Autonomen aufzureiben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.170.700 von CaptainFutures am 09.12.08 10:02:35auf bürgerkriegsähnliche Zustände im eigenen Land ist die Bundeswehr noch weit weniger vorbereitet, als die Polizei.
Sowohl materiell als auch ideologisch, denn ein Einsatz im Inneren gegen die eigene Bevölkerung (und dazu zählt dann ja auch der "Mob") ist mit dem Selbstverständnis der Streitkräfte unmöglich zu vereinbaren.
Das wird sich allerdings erst zeigen, wenn es soweit ist.

Selbst ein Mann wie Adolf Hitler hätte es tunlichst vermieden, reguläre Einheiten der Wehrmacht gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen und auch etliche der stalinistischen Betonköpfe der ehemaligen DDR hatten massiv Bedenken gehabt, die NVA gegen die Bevölkerung zu stemmen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.174.502 von Cashlover am 09.12.08 17:34:45"Selbst ein Mann wie Adolf Hitler hätte es tunlichst vermieden, reguläre Einheiten der Wehrmacht gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen und auch etliche der stalinistischen Betonköpfe der ehemaligen DDR hatten massiv Bedenken gehabt, die NVA gegen die Bevölkerung zu stemmen."

Wenn der braune Mob seinerzeit nicht im Sinne Hitlers gehandelt hätte, würde der kurzen Prozeß mit diesen Horden gemacht haben.Der hätte keine Skrupel gehabt gegen eigene Landsleute vorzugehen.
wilbi
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.174.940 von Wilbi am 09.12.08 18:33:22richtig, aber dafür gab es eigene Organisationen, wie den SD/Gestapo oder die SS.
Die Wehrmacht wäre da völlig ungeeignet gewesen, da die ja auch nicht immer 100%ig "zuverlässig" gewesen war.
Die DDR hatte für solche Probleme separate Abteilungen der Stasi.

Vergleichbares in Struktur und Quantität gibt es in der Bundesrepublik glücklicherweise nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.175.624 von Cashlover am 09.12.08 20:04:19Vergleichbares in Struktur und Quantität gibt es in der Bundesrepublik glücklicherweise nicht.

Und wie wird dann mit solch einer terroristischen Bedrohung umzugehen sein?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.179.207 von CaptainFutures am 10.12.08 12:35:57:confused:

Und wie wird dann mit solch einer terroristischen Bedrohung umzugehen sein?

gute frage??? denn die treibt mich schon die ganze zeit um...

angenommen, die verarschten volksmassen jagen ihre blutsaugenden parasiten endlich aus amt und würden.

ja, wie gehen die anschließend mit dem widerstand dieser dann terroristischen gruppen um.... grübel... grübel....
...das wäre dann ja wohl ein Putsch. Wenn die Bundeswehrsoldaten sich selbst von den blutsaugenden Parasiten verarscht fühlen oder eine Menge aus Familien/Bekanntenkreis kennen, denen es so geht...werden sich u.U. auch viele Soldaten auf die Seite des Mobs schlagen.

Allerdings halte ich Gewalt immer für eine schlechte Lösung. Die blutsaugenden Parasiten trifft man am besten am Geldbeutel.

Tagelanger Sitzstreik + Konsumverweigerung wäre ebenso wirksam...und vor allem gäbe es keinerlei Veranlassung bei sowas militärisch/polizeilich einzuschreiten.

Man stelle sich vor : 100.000 Menschen die eine Woche lang friedlich um´s Brandenburger Tor versammelt sind...ohne heimzugehen :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.179.265 von Nannsen am 10.12.08 12:42:58Es wird langsam langweilig Nannsen...:rolleyes:
Boa ey, den Rechtomanen hier steht mal wieder voll der Schaum vor dem Mund!

Cäptn erzählt in 13 was von "aufreiben". Weiß der Faschoarsch eigentlich, daß "aufreiben" ein militärischer Ausdruck für "alle umbringen" ist.

HALLO MOD, poofst du?
merkst du nicht, daß hier ein echter Tummelplatz für Verfassungsfeinde (von rechts) enstanden ist?
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.179.796 von kaktus7 am 10.12.08 13:43:35Du hast ja überhaupt gar keine Ahnung mehr was Du hier an dumpfen Beleidigungen schreibst.
aufreiben ist in dem Kontext ein Synonym für bezwingen oder niederringen.
Ich "liebe" solche Leute wie Dich, die ihre eigenen Bildungs- und Wissenslücken zum Anlaß nehmen hier wilde Beleidigungen auszustoßen. :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.179.796 von kaktus7 am 10.12.08 13:43:35HALLO MOD, poofst du?
merkst du nicht, daß hier ein echter Tummelplatz für Verfassungsfeinde (von rechts) enstanden ist?


:eek::eek::eek:

Bewirb dich doch am besten selber als Mod, dann kannst du uns allen mal zeigen, wie man hier richtig durchgreift.:laugh:

Um deine Chancen auf Einstellung auf ein reelles Niveau zu heben, würde ich dir allerdings raten, den inflationären Gebrauch von Worten wie "Faschoarsch" zumindest zeitweilig etwas reduzieren.:kiss:
Am 19.12. soll der deutsche Bundestag den Einsatz der Marine vor Somalia beschließen,
die Fregatte “Karlsruhe“ schippert schon in den Gewässern vor Somalia.

Vielleicht wäre ja Griechenland einer brüderlichen Hilfe zugetan und die BRD könnte unseren Nato Partner im Zuge dieses Einsatzes vor Somalia Hilfe anbieten in dem sie die “Gorch Fock“ mit Zwischenstopp Griechenland nach Somalia beordert.

Der griechischen Regierung würde somit Hilfe eines treuen Verbündeten und EU Mitglieds zuteil, die deutsche Marine könnte schon einmal den Einsatz im Inneren proben.

Für alle Beteiligten eine win-win Situation.

Als Codename schlage ich H(G)ernika vor.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.184.288 von alfredogonzales am 11.12.08 00:38:38War der freundlichste Ausdruck der mir einfiel.

Bin nicht der Meinung, daß man gegenüber Neonazis rumweizäckern sollte, sondern die Dinge klar beim Namen nennen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.184.353 von aekschonaer am 11.12.08 01:51:04Nicht bloß Tannenbäume brennen gut, auch Segeltuch und wurmstichige Viermaster.
Bitte nicht vergessen, rings um das Schiff Fangnetze auszuspannen, falls Kadettinnen oder flüchtende Matrosen über Bord gehen.
Fussball-Chaoten drehen durch Nach Sieg von St. Pauli: Krawall-Nacht in Hamburg


Ihr seid solche Idioten!
Bereits vor der Partie St. Pauli gegen Rostock (3:2) hatte es gestern Nachmittag am Hamburger Hauptbahnhof Krawalle gegeben.

Doch nach dem brisanten „Danger-Derby“ gingen die Ausschreitungen erst richtig los!

Bis zu 1000 Autonome und gewaltbereite Paulianer lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei, warfen Steine und Flaschen.

„Alles, was sich bewegen ließ, war auf der Straße verteilt – von Müllcontainern bis zu herausgerissenen Gehwegplatten“, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Polizei antwortete mit Wasserwerfern, setzte Tränengas ein. Fünf Polizisten, zwei Fans und ein Passant mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Und warum lässt die Hamburger Polizei derart Randale zu, obwohl seit Tagen und Wochen klar war, dass gewaltbereite Fußball-Chaoten den sportlichen Vergleich zu einer blutigen Schlacht nutzen wollen?


http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/zweite-liga/2009/03/0…
Das Abendland am Ende--der Baum brennt --Flächenbrand im alten Europa

:confused:In Politik u. Gesellschaft und ganz Real-- Alles Brandstiftung oder was :confused:

Home |23. August 2009 | 15:30 Uhr

Behörden rufen Notstand aus Waldbrände rasen auf Athen zu
40 Kilometer lange Feuerfront, Tausende auf der Flucht


„Schickt doch endlich Hilfe. Unsere Häuser brennen“, schrie ein Einwohner des Athener Vorortes Pikermi verzweifelt ins Telefon. Doch wer soll wem helfen, wenn die Feuerfront mehr als 40 Kilometer lang ist, mehr als 20 Vorstädte und Dörfer rund um Athen bedroht werden und Winde mit Böen bis zur Stärke elf die Flammen vorantreiben?



Die Meteorologen sagen Schlimmes voraus: In den kommenden sechs Tagen soll es in Griechenland weiterhin stürmische Winde geben. „Nur Gott kann uns retten. Ich sehe hier Bilder aus der Apokalypse.“ sagte Priester Stelios aus der Vorstadt Dionyssos.

Zu den Ursachen der Brände lagen bislang keine Angaben vor. Es wird jedoch Brandstiftung vermutet.

http://www.bild.de/BILD/news/2009/08/23/schwere-waldbraende/…
Dienstag, 13. Oktober 2009, 16:50 Uhr
Schulfrei an jüdischem Feiertag gefordert Der Zentralrat der Juden fordert schulfrei für alle Kinder in Deutschland auch an einem jüdischen Feiertag. „Das könnte Jom Kippur, das Fest der Versöhnung sein“, sagte Generalsekretär Stephan Kramer der „Welt“ (Mittwoch). Wichtig sei, dass alle Kinder an diesem Tag schulfrei hätten, um sich der Bedeutung des Tages bewusst zu werden. Gleichzeitig sprach sich Kramer auch für einen islamischen Feiertag aus. Das zeige Respekt und Toleranz der Gesellschaft gegenüber einer anderen Religion. Zuvor hatte bereits die Türkische Gemeinde in Deutschland einen freien Tag für alle Schüler an einem muslimischen Feiertag vorgeschlagen.
http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertex…
Türkischer Gemeinde-Vorsitzender Kenan Kolat fordert Schulfrei an muslimischem Feiertag – auch für Deutsche

13.10.2009 - 11:04 UHR

Schulfrei für alle Kinder in Deutschland an einem muslimischen Feiertag?

Das fordert Kenan Kolat, Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland. Man könne so die Verständigung zwischen Deutschen und Türken fördern.


Kolat begründete seine Forderung auch damit, dass die deutsche Gesellschaft sich auf die Zuwanderer einlassen müsse und verweist auf das christliche Weihnachtsfest. Kolat: „Vielfach wollen die türkischen Kinder ja im Dezember zu Hause auch einen Weihnachtsbaum. Das lehnen strenggläubige türkische Eltern zwar ab, stellen dann aber trotzdem einen auf. Ich finde es toll, dass Kinder sogar ihre Eltern überzeugen können.“

http://www.bild.de/BILD/news/2009/10/13/tuerkischer-gemeinde…


Wir sollten dene nicht alles erlauben , doch wer hier den Mund aufmacht dem geht es wie

http://www.bild.de/BILD/politik/2009/10/13/thilo-sarrazin/so…
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.168.943 von GueldnerG45S am 13.10.09 18:04:57okay....
ich fordere, arbeiten an allen christlichen feiertagen für muslime...weihnachten, ostern, pfingsten,fronleichnam, christi-himmelf.
heiligen drei.....usw...
und zwar nicht auf dem gemüsemarkt sondern...zum gemeinwohl wäre doch nicht schlecht.
22.12.2009
Kampf um neue Finanzarchitektur
Kapitulation vor dem Monopoly-Monster

Ein Kommentar von Wolfgang Kaden


Banken-Skyline in Frankfurt am Main: Die "Masters of the Universe" haben wieder das Sagen


Es ist der Skandal des Jahres: Die Investment-Banker, die fast die Welt in den finanziellen Abgrund gerissen hätten, spielen wieder ihr Billionen-Monopoly. Wir erleben jetzt den Showdown zwischen einer globalen Geld-Oligarchie und der Politik - in dem die USA, Großbritannien und China eine fatale Rolle spielen.

Das war doch mal eine richtig gute Nachricht. Josef Ackermann sieht für seine Deutsche Bank die Chance, ab 2011 einen Jahresgewinn von zehn Milliarden Euro "aus dem operativen Geschäft" zu holen. Es sieht so aus, als wenn wir uns um unsere Banken keine Sorgen mehr machen müssen.

Natürlich lassen sich zehn mal tausend Millionen nicht mit langweiligen, althergebrachten Bankgeschäften verdienen, mit schlichten Unternehmenskrediten oder solider Vermögensverwaltung. Wer solche Renditen erwirtschaften will, der braucht schon die ganz große Geldmaschine, das Investmentbanking - er braucht:


■Mega-Transaktionen mit Wertpapieren jedweder Art,
■den sogenannten Eigenhandel, also die Spekulation auf eigene Rechnung,
■Derivate, also die Kreation und den Verkauf abgeleiteter Wertpapiere.

Und natürlich alles, was es sonst noch so gibt in der wunderbaren neuzeitlichen Finanzwelt. Spätestens seit der frohgemuten Verlautbarung Josef Ackermanns wissen wir: Sie sind wieder da, die Investmentbanker, die Masters of the Universe. Wahrlich, es ist das Comeback des Jahres.

Und zugleich der Skandal des Jahres, wenn nicht der ganzen Epoche.

Just jene Spezies, die um ein Haar die ganze zivilisierte Welt in den Abgrund gerissen hätte mit ihren abenteuerlichen Geldgeschäften, erstrahlt wieder in alter Herrlichkeit. Während die Realwirtschaft sich nur mühsam nach dem Tiefschlag der Finanzkrise aufrappelt und die Arbeitslosenzahlen allerorten weiter steigen, melden die großen Investmentbanken Rekordgewinne und verteilen fröhlich dicke Boni.

Die Politiker schauen dem Treiben zu

Geradezu absurd, dass die Verursacher der Krise nun die dicken Gewinner sind. Sie profitieren von dem Notenbankgeld, das es für sie praktisch zum Nulltarif gibt. Sie sind es, die all die Schuldscheine der Regierungen an die Investoren weiterreichen und satte Provisionen bei diesem Geschäft einstreichen.

"Ich bin wirklich schockiert, wie wenig sich geändert hat", sagte kürzlich kein Geringerer als Ed Yardeni, der ehemalige Chefstratege im Investmentbanking der Deutschen Bank, dem SPIEGEL. Scheinbar machtlos schauen die Politiker und die Steuerbürger diesem Treiben zu.

Vergebens also die Hoffnung, das "Monster", wie Bundespräsident Horst Köhler das Investmentbanking nannte, zähmen zu können?

Illusorisch die Erwartung, die Jahrhundertkrise werde immerhin dafür sorgen, dass die Politik wieder die Vormachtstellung über die Finanzmärkte zurückgewinnt?

Dies sind Wochen einer historischen Weichenstellung. Es wird sich spätestens Anfang 2010 erweisen müssen, ob die Staaten und ihre Bürger tatsächlich hilflos einer global agierenden Finanz-Oligarchie ausgeliefert sind, wie es derzeit den Anschein hat. Oder ob die Regierungen die Kraft aufbringen, die selbst ernannten Herren des Universums einzugrenzen und zu entmachten.

Gewinne von geradezu obszönen Dimensionen

Wir sind derzeit Zeuge, wie eine kleine Clique von Geldhändlern die Regierenden und die gewöhnlichen Steuerbürger regelrecht vorführt und verhöhnt. Dies seien "die profitabelsten Zeiten, die es jemals gegeben hat", sagt ohne jedes Zeichen von Scham Bill Winters, der Chef des Investmentbanking von J.P. Morgan.

Lloyd Blankfein, der Chef der Über-Bank Goldman Sachs , darf sich im dritten Quartal über 3,2 Milliarden Dollar Gewinn freuen; kann seinen Mitarbeitern im Schnitt (!) 800.000 Dollar Jahressalär überweisen; und darf das alles dann mit dem Willen des Allmächtigen legitimieren: "Ich bin bloß ein Banker, der Gottes Werk verrichtet."

Wir wollen nicht Gott bemühen, sondern nur unseren Menschenverstand und unsere geerbten Wertvorstellungen. Und die sagen uns: Es ist auch in einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung mit ihren systemrelevanten Einkommensunterschieden nicht dauerhaft hinnehmbar, dass eine kleine Gruppe von Zeitgenossen Gewinne von geradezu obszönen Dimensionen einstreicht; eine Gruppe zumal, die kein eigenes Geld riskiert und keinerlei reale Werte schafft.

Und noch unerträglicher ist es, dass uns diese Finanzaristokratie mit ihrem Billionen-Monopoly, wie derzeit allenthalben befürchtet wird, erneut in ein das System sprengende Bankendesaster treibt - dann allerdings eines, in dem die Regierungen gleich mit in die Zahlungsunfähigkeit rauschen würden, mangels weiterer Kreditwürdigkeit.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,668324,00.html


2. Teil: Die alten Strukturen der Finanzindustrie bleiben erhalten

Vor gut einem Jahr - in den Wochen nach der Lehman-Pleite, als das System tatsächlich dem Kollaps entgegentaumelte - hatten nicht nur notorische Optimisten darauf gesetzt, dass dieser Mega-Crash zumindest den einen Vorteil hat: dass er weltweit das Signal für ein Umdenken liefert. Der Schock saß tief, und wir konnten darauf vertrauen, dass die Obrigkeit die Rahmenbedingungen für die globale Geldindustrie neu definieren würde; dass der Kapitalismus seine Innovationskraft und Lernfähigkeit wieder unter Beweis stellen würde, wenn in diesem Fall auch reichlich spät.

Es gab ja auch eine Reihe internationaler Konferenzen, es gab und gibt lange Kataloge von Reformvorschlägen zur Bankenregulierung. Und manches ist inzwischen auch auf den Weg gebracht, manch Vernünftiges. So werden die Banken demnächst gezwungen, mehr Eigenkapital als Sicherheitspolster zu unterlegen; die Honorierung der Banker wird stärker auf den langfristigen Erfolg ausgerichtet; die Aufsichtsorgane werden umgebaut und gestärkt.

Das alles ist notwendig, aber gänzlich unzureichend. Die alten Strukturen der Finanzindustrie bleiben erhalten, wie es derzeit aussieht. Auch künftig


■wird es viele Banken geben, die zu groß sind, um sie pleite gehen zu lassen,
■wird es bei vielen Finanzprodukten an der Transparenz mangeln, die notwendig wäre, um die Gefahren für das gesamte System rechtzeitig zu erkennen,
■wird es keine Möglichkeit geben, ein größeres Geldhaus in die Insolvenz zu führen, ohne eine Kettenreaktion auszulösen.

Die Risiken werden sogar noch größer. Zum einen, weil die großen Banken dank der Krise und dem Exitus mancher Konkurrenten noch größer geworden sind. Zum anderen, weil sich die Banker nach den Erfahrungen der vergangenen 14 Monate sicher sein können, dass der Staat sie im Falle eines Falles vor der Pleite bewahrt - und sie deswegen umso unverdrossener in die Risiken einsteigen. Notwendig wäre:


■die gewaltigen Banken-Imperien zu zerschlagen, um die Risiken handhabbar zu machen,
■das Investmentbanking klar von den übrigen Bankgeschäften zu trennen und
■die Vernetzung des Bankensystems deutlich zu reduzieren.

Notwendig wäre all das, was eine Autorität wie der ehemalige Chef der US-Notenbank, Paul Volcker, in einem SPIEGEL-Gespräch vorschlug: Die Banken "sollten die Finger lassen von Hedgefonds, von Equity-Fonds, vom Terminhandel und überhaupt vom so genannten Eigenhandel, also dem Investieren und Spekulieren ohne Kundenauftrag".

Die Wirtschaftswelt könnte sicherer gemacht werden gegen Crashs wie jenen, den wir gerade durchleiden. Doch das funktioniert ähnlich wie bei der Rettung des Klimas nur, wenn alle mitmachen; die Finanzwelt ist global wie keine andere Branche. Die kontinentaleuropäischen Länder wären womöglich dabei, Deutschland und Frankreich vorneweg. Doch Großbritannien und die USA, die Heimatländer des Finanzkapitalismus, spielen nicht mit, genauso wenig wie China.

Die Regierenden in London und Washington haben ihre Länder im vergangenen Jahrzehnt abhängig gemacht vom Wohlergehen der Geldbranche. Die Wall Street regiert schon seit langem in Washington mit. London ist nach New York das zweitgrößte Zentrum der Hochfinanz und will es bleiben; da darf man das Monster nicht mit allzu lästigen Auflagen verärgern. Und die Chinesen hoffen darauf, in jene Geschäfte einsteigen zu können, die im Westen nicht mehr möglich wären.

An diesem Befund ändert auch die 50-prozentige Bonus-Steuer nichts, die Londons Premier Gordon Brown jetzt verhängt. Die Abgabe wäre eine gute Idee, wenn auf Dauer angelegt. Doch die Extrasteuer soll nur für das abgelaufene Geschäftsjahr gelten. Ein Wahlkampf-Gag, nicht mehr.

Kapitulation der Regierungen vor der Macht des Geldgewerbes

An diesem Sachstand lässt sich auch nicht rütteln durch eine Schimpfkanonade, wie Barack Obama sie kürzlich Richtung Wall Street losließ: "Ihr nehmt Boni von zehn, zwanzig Millionen Dollar in Anspruch, nachdem Amerika wirtschaftlich das schlimmste Jahr seit Jahrzehnten durchgemacht hat, und ihr habt das Problem verursacht." Gut gebrüllt. Aber die Entscheidungen trifft nicht der wohlgesonnene Präsident, sondern letztlich der Kongress. Und da sitzen dank Lobbyistenarbeit mehr Freunde als Gegner der Wall Street.

Was derzeit bei den globalen Bemühungen um eine neue Finanzarchitektur passiert, ist die bevorstehende Kapitulation demokratischer Regierungen vor der Macht des Geldgewerbes. Das Zwillingspaar Demokratie und Marktwirtschaft, das sechs Jahrzehnte in der westlichen Welt so hervorragend funktioniert, das Freiheit und Wohlstand geschaffen hat - diese segensreiche Kombination versagt bei der Aufarbeitung der Finanzkrise. So gut die Demokratien bei der Rettung der Weltwirtschaft funktioniert haben, so unfähig zeigen sie sich nun bei der Gestaltung der Zukunft.

Die überfällige Zäsur, die Entmachtung des Investmentbanking, wird, wenn nicht noch ein Wunder geschieht, ausbleiben. Wir dürfen weiter zusehen, wie sich eine kleine Schar von Geldhändlern auf das Unanständigste bereichert und das Wohlergehen von Milliarden Menschen aufs Spiel setzt.

Josef Ackermann hat gute Chancen, seine zehn Milliarden einzufahren. Wenn das System nicht vorher auseinanderkracht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,668324-2,00.html
Die Türken kommen - rette sich, wer kann

Fast eine Million Türken leben in der Bundesrepublik, 1,2 Millionen warten zu Hause auf die Einreise. Der Andrang vom Bosporus verschärft eine Krise, die in den von Ausländern überlaufenen Ballungszentren schon Lange schwelt. Städte wie Berlin, München oder Frankfurt können die Invasion kaum noch bewältigen: Es entstehen Gettos, und schon prophezeien Soziologen Städteverfall, Kriminalität und soziale Verelendung wie in Harlem.

weiterlesen: Spiegel vom 30.07.1973

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41955159.html

damals war alles noch sehr harmlos und deshalb noch nicht verboten, darüber zu sprechen.
FRAGE: Wieviele Problem-Mohammedaner haben wir denn so ungefähr in unserem Land.

Hier ein Ausschnitt aus dem Interview mit Necla Kelek (SEHR LESENSWERT.

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1151252&kat=48
:cry::cry: USA u. Europa waren gestern :cry::D

Querdenker Dylan Grice über die USA:
„Amerika ist eine Nation im Niedergang“


Dylan Grice ist Global Strategist bei Société Generale in London. Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt er, warum die meisten Industrieländer streng genommen insolvent sind, die Aufholjagd der Schwellenländer nicht zu bremsen ist und welche Geschäftsmodelle lebensfähig sind.

Herr Grice, wie bedrohlich sind die explodierenden Staatsschulden?

Der Virus des Kreditrisikos ist von den Unternehmen auf die Märkte gesprungen. Sorgen macht mir nicht unbedingt die explodierenden Defizite vieler Staaten. Das größte Problem sind die enormen Schuldenlasten. Die meisten Industrieländer sind faktisch insolvent – im Gegensatz zu vielen Schwellenländern. Die größte Last sind nicht die offiziell ausgewiesenen Schuldenlasten, sondern die Positionen außerhalb der Bilanz, wie man bei einem Unternehmen sagen würde. Hier geht es um die absehbaren Zahlungen für das Gesundheitssystem und die Pensionssysteme für die Staatsbediensteten. Dann kommt man bei der Relation von Schuldenlast zu Wirtschaftsleistung in der Spitze auf 400 bis 500 Prozent. Das kann nie beglichen werden. Die wahrscheinlichste Lösung für dieses Problem ist: Die Politiker werden diese Last durch Inflation entschärfen.

Wer ist am stärksten gefährdet?

Aus der Länderperspektive ist Japan am stärksten und unmittelbarsten gefährdet. Dort kann sich die Lage schnell zuspitzen, und es kann schnell unangenehm werden. Überraschenderweise sind die Investoren sehr phlegmatisch, sie scheinen nach der Devise zu handeln: Japan hat schon so lange Probleme und es ist doch immer weiter gegangen, da wird schon nichts passieren. Aber auch in den anderen Industriestaaten sieht es schlimm aus. Griechenland ist ein einziger Abgrund. Die Probleme dort werden uns noch einige Jahre beschäftigen. In Großbritannien stellt sich das Bild anders dar: Ohne den Ernst der langfristigen britischen fiskalischen Probleme herunterspielen zu wollen, muss man feststellen, dass die Volatilität des britischen Pfunds zuletzt an Hysterie grenzte. In der Vergangenheit war das häufig ein Zeichen für eine bevorstehende Trendwende. Vielleicht sind die Schwierigkeiten dort also weniger groß, als sie jetzt häufig dargestellt werden. Zu den wenigen positiven Ausnahmen unter den Industrieländern zählen Norwegen und Kanada.


Wie entwickeln sich die Währungen?

Aus der Währungsperspektive sind der Euro und der Yen am unattraktivsten, aber auch der US-Dollar – obwohl er kurzfristig ganz gut abschneiden sollte. Das wäre aber eine gute Performance getreu der Devise: Unter den Blinden ist der Einäugige König. Die US-Fiskalprobleme sind nämlich gravierender als jene in Europa, wieder wegen der außerbilanziellen Belastungen. Amerika ist eine Nation im Niedergang. Dieser Niedergang wird sich über die nächsten Jahrzehnte erstrecken. Spiegelbildlich sind die großen Schwellenländer im Kommen, damit der chinesische Renmimbi, der brasilianische Real und die indische Rupie. Und wie auf Länderebene gibt es Ausnahmen unter den Industriestaaten aus der Währungsbrille. Attraktiv sind hier die Norwegen-Krone und der kanadische Dollar.

Der Euro ist absolut überbewertet. Man muss nur auf das Griechenlandproblem schauen. Vor der Krise rentierten die Bonds nur minimal über denen der Bundesanleihen. Heute sind es drei bis vier Prozentpunkte mehr. Der Euro könnte auseinanderbrechen die Gefahr ist da. Und um auf das Pfund zu kommen: Es ist jetzt vielleicht zu billig.

Wohin steuern die Märkte?

Die Renditeniveaus an den wichtigen Anleihemärkten sind zu tief. Auf längere Sicht müssen sie um einige Prozentpunkte steigen. Die schlechtesten Perspektiven hat hier Japan. Bisher habe die Japaner ihre Probleme intern gelöst, weil die Haushalte über ihre hohe Sparquote die wachsenden Staatsschulden finanzieren. Aber die Bevölkerung altert und wird dann eher entsparen. Es gibt niemanden, der diese Finanzierungsquelle ersetzen kann.

Nebenbei: Die Japaner sind die größten Besitzer von US-Staatsanleihen. Das wird das Problem der USA verschärfen. Kaufchancen bieten dagegen, ähnlich wie bei den Währungen, die solventen und wenig risikoreichen Emerging Markets. Das wären Anleihen aus China, Indien, Brasilien. Ansonsten noch Norwegen und Kanada – auch diese Länder sind von der Schuldenkrise kaum getroffen.

Welche Anlagen können Sie empfehlen?

Beim Kauf von Anleihen und Aktien aus der Eurozone tut Vorsicht not. Bei einem Bruch des Euros würde der verbleibende Stark-Euro aufwerten, die ausscherenden Währungen würden abwerten. Ich rate wegen aller dieser Unsicherheiten zu Aktien von Firmen mit lebensfähigen Geschäftsmodellen: Getränke, Brauereien, Tabak. Im Depot sollten neben Anleihen aus den genannten Ländern auch bis zu zehn Prozent an physischem Gold sein. Es kommt darauf an, Bilanzen auszusuchen, die ein Auseinanderbrechen des Euro überstehen würden. Finanzdienstleister können deshalb ein Problem darstellen, ebenso wie hochverschuldete Länder, die sich über Nacht mit Schulden in einer harten Währung konfrontiert sehen würden, die sie nicht bedienen könnten.

Dylan Grice ist globaler Anlagestratege bei der Société Générale. Er kam für den renommierten Analysten James Montier, der zu GMO in den USA wechselte. Seine Reports stoßen auf große Resonanz, weil er im Team mit Albert Edwards – trotz Bankenzugehörigkeit – keine Scheu vor unkonventionellen Meinungen zeigt.
http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/querden…

http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/querden…
Panik bei den Anlegern
Finanzmärkte lassen Griechenland fallen
27.04.2010, 20:09
Von Martin Hesse und Claus Hulverscheidt

Griechische Staatsanleihen sind auf "Ramsch" zurückgestuft worden. Das bringt das Land in schwere Bedrängnis. Unterdessen zeichnet sich ab, dass die Banken doch wieder davonkommen werden: Sie müssen für die Rettungskosten nicht zahlen.




Bundesregierung und EU-Kommission haben deutlich gemacht, dass sie keine Möglichkeit sehen, Banken, Versicherungen und Privatanleger an den Kosten des geplanten Rettungspakets für Griechenland zu beteiligen. Collage: sueddeutsche.de


http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/finanzen/541/509670/text/
:confused: Wann wird es bei uns so weit sein :confused:



http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/05/05/griech…


Tote bei Protesten in Athen
Fanal in den Flammen

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,693221,00.html


Heft 18/2010:
Euroland, abgebrannt
Ein Kontinent auf dem Weg in die Pleite
27.08.2010, 8:45 Uhr | Spiegel Online

Marsch in die Billionen-Miese: Schuldenjunkie Deutschland


Die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler zeigt den aktuellen Schuldenstand (Foto: dpa)


Die Bundesrepublik dürfte bald zwei Billionen Euro Miese haben - trotz aller Sparpakete. Wie aber konnte es zu dem Desaster kommen? "Spiegel Online" erklärt, warum der Schuldenberg entstand und wie Politiker verzweifelt versuchen, sein Wachstum zu bremsen.


Selbst in Boomphasen wurde nicht gespart
Weil Länder und Kommunen zwar nicht ganz so spendabel waren, aber auch nicht wirklich geizig, wuchs die Gesamtverschuldung der Bundesrepublik in diesen beiden Jahrzehnten um das Achtfache. 1990 stand Deutschland bereits mit rund 540 Milliarden Euro in der Kreide. Eine Summe, die damals etwa 35 Prozent des Bruttoinlandsproduktes entsprach. Mit anderen Worten: Es hätte der kompletten Wirtschaftsleistung von gut vier Monaten bedurft, um die Schulden abzustottern.



http://wirtschaft.t-online.de/marsch-in-die-billionen-miese-…
:cry: In vielen Ländern leben zuviele auf Kosten des Staates :cry:

:confused: hat der Sarazin und seine Frau doch Recht :confused:





Fast ein Drittel der Muslime in NRW lebt vom Staat

Einer Studie zufolge sind 28 Prozent der muslimischen Haushalte in Nordrhein-Westfalen von Transferleistungen abhängig

Autor: Kristian Frigelj|


Ein Ergebnis der Muslime-Studie in NRW: Gläubige Frauen, die Kopftuch tragen, leben vergleichsweise abgeschotteter, verfügen über schlechtere Sprachkenntnisse und sind seltener erwerbstätig als Musliminnen ohne Kopftuch



http://www.welt.de/politik/deutschland/article12187137/Fast-…
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.870.388 von GueldnerG45S am 16.01.11 15:30:4415.01.2011 14:15 Uhr

Vier Verletzte
Blutige Messerstecherei in Göttinger Innenstadt
Bei einer blutigen Auseinandersetzung am heutigen Sonnabend mitten in der Göttinger Innenstadt sind zwei Männer schwer verletzt worden.Um 13.15 Uhr eskalierte auf der Weender Straße eine Rangelei vor einem Modegeschäft.

Göttingen. Messerstecherei mitten in der Fußgängerzone: Zwei Menschen sind am Sonnabend Mittag in der Weender Straße schwer verletzt worden, zwei trugen leichte Verletzungen davon. Ein 39-Jähriger Mann wurde festgenommen. Er hatte mit einem Schild („Deutsche sind Hunde“) und Sprüchen Passanten provoziert.

weiterlesen: http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Goettingen/Ue…

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Man kann es gar nicht oft genug betonen:

“Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind eine Bereicherung für uns alle.“

Maria Böhmer, CDU, Beauftragte der Bundesregierung für Integration

“Das müssen wir aushalten!”

MarieLuise Beck, Grüne, zur Ausländerkriminalität in Deutschland
Arbeitslos, polizeibekannt, wahrscheinlich Hartz IV Empfänger, profitiert bestens vom der deutschen Infrastruktur, hat bei der Antifa dieses Schild bekommen, um die Deutschen zu provozieren, denn deutsche lesen und schreiben kann er vermutlich nicht, ist aber dennoch eine enorme Bereicherung für uns. (Lange nichts mehr von Frau Böhmer gehört.) Wieder einer der gefühlten Milliarden Einzelfälle.

Ist ja schon ein großes Ereignis, dass man zugibt, woher der Bereicherer stammt!
Wir hier in Berlin aind da anderes gewohnt!
Unsere GutmenschInnen in Berlin hätten die Meldung so formuliert:
“Der unauffällige und nette junge Mann aus dem Iran wurde von mehreren Rassisten provoziert. Die Rassisten haben den Mann mit einem Messer bedroht und als dieser sich verteidigte, haben sich die Rassisten selbst verletzt. Gegen die Provokateure muss umgehend Strafanzeige gestellt werden!”
Minuten später würde zu “Protesten gegen rechts” aufgerufen werden.
Es gibt plötzlich sooo viele Deutsche:

Deutsche mit iranischer Abstammung
Deutsche mit türkischer Abstammung
Deutsche mit libanesischer Abstammung
Deutsche mit arabischer Abstammung

aber wo sind denn die Deutschen mit germanischer Abstammung?

Man kann es gar nicht fassen! Da steht ein durchgeknallter Iraner am hellichten Tag mit besagtem Plakat in einer Fußgängerzone und sticht auf Menschen ein, die ihn darauf ansprechen.
Man stelle sich mal vor, ein Deutscher hätte mit einem Plakat “Kriminelle Mohammedaner raus” dort gestanden und gutmenschliche Passanten, die ihn mit Sicherheit angesprochen hätten, mit einem Messer attackiert, die Bilder wären um die Welt gegangen! So aber ist es lediglich eine “Messerstecherei” im Göttinger Tagesblatt. Weit ist es gekommen in diesem Land.
Das war halt ein psychisch Gestörter, sowas gibt's. Bisschen uncool von den Deutschen, dass sie sich so leicht provozieren lassen. Haben die Deutschen etwa 2 m Abstand gehalten und nur argumentiert? Wohl nicht. Ist natürlich klar, dass es für illegal messerstechende Psychos Knast/Psychiatrie geben muss.

Das hat mit dem Iran nix zu tun, eher im Gegenteil: im Iran gibt es offensichtlich einen psychisch Gestörten weniger.

Das mit dem Islam nix zu tun, eher im Gegenteil: gute Moslems bleiben eher in einem islamischen Land aber ungeliebte Junkies oder Staatsfeinde wandern aus (das kann man allerdings nicht verallgemeinern, es gibt auch gute Auswanderer).

Übrigens, was glaubt ihr, wer bevorzugt in ein Deutschland kommt? Deutschland ... wo es billig Alkohol gibt und Prostitution legal ist, wo die Mafia nicht wirksam verfolgt wird und tonnenweise illegale Drogen verticken kann, wo das Bankgeheimnis anscheinend sogar für Mafiosi und Steuerbetrüger gilt und wo sogar die Justizministerin gegen eine umfassende Vorratsdatenspeicherung ist?

Tja, nicht die Ausländer sind das Problem, Deutschland ist das Problem. Warum? Weil Deutschland viel zu wenig tut, um besser zu werden. In ein supergutes Deutschland wollen Gangster erst gar nicht einwandern. Aus einem superguten Deutschland fliehen die Gangster freiwillig.

Was tun? Ganz einfach: supereffiziente Strafverfolgung einleiten und Prostitution verbieten. Dann wird Deutschland so schnell besser, dass man die Fortschritte monatlich beobachten kann. (alles imho)
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.877.662 von HeWhoEnjoysGravity am 18.01.11 06:13:59Gar nicht so verkehrt gedacht.
:eek: ein System zerstört sich selbest :eek: oder :confused: WER ist der Nächste :confused::confused:




Montag, 23. Mai 2011


Belgien im Fokus von Fitch
Kreditwürdigkeit in Gefahr


http://www.n-tv.de/wirtschaft/Kreditwuerdigkeit-in-Gefahr-ar…
Massenhafter Sozialbetrug


Tausende tote Griechen bekommen immer noch Rente



Allein die Pensionen für 4500 verstorbene Staatsangestellte kosten Athen pro Jahr 16 Millionen Euro. Die Regierung überprüft nun alle 9000 Über-Hundertjährigen in Griechenland



http://www.welt.de/wirtschaft/article13414854/Tausende-tote-…
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.607.471 von GueldnerG45S am 06.06.11 14:33:51Allein die Pensionen für 4500 verstorbene Staatsangestellte kosten Athen pro Jahr 16 Millionen Euro. Die Regierung überprüft nun alle 9000 Über-Hundertjährigen in Griechenland :eek:

Ach, doch schon.... Bewundernswert diese Geschwindigkeit:laugh::laugh:

Die Griechen machen doch nur was überall üblich ist... Die Oma einmal im Monat zum winken ans Fenster zerren.... Auch wenn se schon keine Nase mehr hat:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.715.127 von Doppelvize am 29.06.11 10:50:34:D :D Nur wir haben das nicht (bisher) gemerkt, Europa und der EURO sind doch für viele Länder nur zum Abzocken da, wie blöd müssen wir sein un das nicht zu merken :D:D


Und wenn dann den Griechen weggenommen wird , was ihnen nicht gehört, ist der Spaß vorbei



http://www.bild.de/politik/ausland/griechenland-krise/griech…

PS.

wir sollten denen unsere alten AKW schenken :)





Mittwoch, 29. Juni 2011


Ein Marshall-Plan für Griechenland?
So will Brüssel Athen helfen

Die ganze Welt blickt nach Athen: Dort kämpft die Regierung um Zustimmung für ihre radikale Sparpolitik. Einschnitte, Privatisierung und Hilfskredite reichen nicht aus, um Griechenland zu retten. Brüssel arbeitet an zusätzlichen Impulsen - und erntet dafür Beifall von Experten.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/So-will-Bruessel-Athen-helfen-…
Griechen-Pleite
Autor: Martin Greive und Tobias Kaiser| 15:01

Europas Angst vor einem Flächenbrand

Die Euro-Zone fürchtet einen Domino-Effekt, sollte Griechenland pleite gehen. Ökonomen erklären, was ihn verhindert und was ihn verursacht


Polizisten springen bei einer Demonstration gegen das griechische Sparpaket durchs Feuer: Die Schuldenprobleme in dem Land sind so groß, dass die EU ein Übergreifen auf andere Länder fürchtet


Der Sommer 1997 beginnt für Anleger ruhig. Die Übergabe Hongkongs an China durch Großbritannien am 1. Juli ist noch das spannendste Thema, das Anleger bewegt. Doch nur einen Tag später sorgt ein anderes asiatisches Land kräftig für Schlagzeilen: Thailand.

Nachdem internationale Investoren aus dem Land geflüchtet sind, sieht sich die thailändische Regierung gezwungen, den Wechselkurs ihrer Landeswährung Baht freizugeben. Die Währung, bis dahin an den Dollar gebunden, wertet deutlich ab. Banken und Unternehmen können ihre Schulden in Dollar nicht mehr bedienen, Firmen gehen pleite.

Doch die Turbulenzen sind nur der Auftakt für eine viel größere Krise. Über Asien breitet sich eine Vertrauenskrise aus. Was als Währungsproblem eines Landes beginnt, bedroht bald Banken, Aktienmärkte und ganze Volkswirtschaften in der Region. Das südkoreanische Bruttoinlandsprodukt fällt 1998 um 41 Prozent, das der indonesischen Wirtschaft um 60 Prozent. Selbst weit entfernte Schwellenländer wie Brasilien oder Russland geraten in den Sog

Die Asien-Krise gilt heute als warnendes Beispiel dafür, wie die Krise eines Landes zu einem Flächenbrand werden kann. Europäische Notenbanker und Regierungschefs haben Thailand vor Augen, wenn sie an einer Lösung für die Staatsschuldenkrise in Europa arbeiten. Wie bei der Krise 1997 fürchten sie auch in der Euro-Zone einen Dominoeffekt, nur nicht ausgelöst durch eine Währungsabwertung, sondern durch eine Pleite Griechenlands. Wird Athen insolvent, so die Logik, erwarten Anleger das auch für die anderen unsicheren Kantonisten im Euro-Chor: Irland, Portugal, Spanien und vor allem Italien.

Die Währungsunion wäre dann am Ende. Deswegen kämpfen die Regierungen so verzweifelt darum, Griechenland so lange wie möglich über Wasser zu halten. Doch ob von Athen tatsächlich eine Ansteckungsgefahr ausgeht, ist für Ökonomen keinesfalls eine so ausgemachte Sache.

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„Wenn die Politik eine Pleite Griechenlands richtig vorbereitet, kann eine Ansteckung auf andere Länder vermieden werden“, sagt Rolf Langhammer, Vizepräsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. „Es gibt weder logische Argumente noch historische Beispiele dafür, dass Länder pleitegehen, nur weil ein Nachbarland insolvent ist“, sagt Charles Blitzer, der zehn Jahre beim Internationalen Währungsfonds (IWF) arbeitete und sich dort mit Staatsinsolvenzen beschäftigte.

1 von 67 zurück blättern weiter blättern So bewerten Ökonomen die Euro-Krise

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Hans-Werner Sinn


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Präsident des Münchener Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo):
Ich hoffe, dass die beiden geplanten Gipfel platzen.
Was dort beraten werden soll, ist doch nur, wie das deutsche Portemonnaie weiter geöffnet werden kann, um die Finanzanleger zu beruhigen und den Schuldenstaaten eine Fortsetzung der Verschuldung zu ermöglichen.
Wir werden ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.
Die Politik sollte aufhören, dem vielen in Griechenland verdorbenen Geld immer mehr neues Geld hinterher zu werfen.
Griechenland ist seit 2008 pleite, denn seitdem finanziert sich das Land mit der Druckerpresse und über Rettungsschirme.
Es wird Zeit, der Wahrheit ins Auge zu sehen.
Vorher müssen die Euro-Regierungen ihre Banken aber durch Aufkauf neuer Aktien rekapitalisieren, damit sie die Abschreibungsverluste auf griechische und evtl. portugiesische Papiere leichter wegstecken können. Das sollte das Thema auf den beiden Gipfeln sein.
Barry Eichengreen


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University of California at Berkeley:
Die große Gefahr ist, dass die Märkte enttäuscht werden. Jeder wartet jetzt darauf, dass die Politik die Banken rekapitalisiert und schusssicher macht und dass die EFSF genügend Geld hat, um auch Italien und Spanien zu schützen.
Die Situation ist inzwischen sehr gefährlich und die Politik hat kaum noch Gestaltungsspielraum.
Die Euro-Zone ist gelähmt, weil die Regierungen uneins über die weitere Strategie sind.
Die Euro-Länder benehmen sich wie eine zerüttete Familie, die sich ständig streitet.
Europa braucht offenbar erst eine so kritische Situation wie 2008, als die Pleite von Lehman Brothers bevorstand, bis die Politiker sich zusammenraufen und tun, was getan werden muss.
Die Lage ist nicht rosig. Die europäische Politik ist sich einig was nötig ist: eine Bankenrekapitalisierung, ein Schutzwall um Spanien und Italien und ein Schuldenschnitt für Griechenland.
Aber die Regierungen sind sich nicht einig, wie sie vorgehen sollen. Das ist in der jetzigen Situation gefährlich.
Ich erwarte nicht, dass Europas Politiker uns nach den Gipfeln die Superwaffe für die Schuldenkrise präsentieren werden.
Ich rechne mit vielen allgemeinen Ankündigungen und noch mehr Krisentreffen, um bis zum Gipfel der G-20 am ersten Novemberwochenende eine Lösung zu präsentieren.
Simeon Dyankov


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Finanzminister und stellvertretender Premierminister (Regierungschef) von Bulgarien:
Die beiden Gipfel müssen weitreichende Entscheidung. Wenn die Euro-Zone bis Mittwoch keine substantielle Entscheidung vorlegen kann, wird sich die Situation für Griechenland verschärfen; dann wird das Land einen Schuldenschnitt von 80 oder 90 Prozent brauchen.
Markus Brunnermeier


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Professor an der Universität Princeton:
Es ist richtig, dass die Politik die Erwartungen gedrückt hat. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass die Märkte rapide an Vertrauen verlieren und die Situation sich stark verschlimmert, wenn der große Wurf jetzt ausbleibt.
Die Politik muss den Märkten eine langfristige Perspektive geben; anders werden die Probleme nicht gelöst. Wenn die Banken stabilisiert sind, stabilisiert sich das ganze System.
Die Politik muss den Tatsachen ins Auge sehen, ehrlich sein und sagen, dass Griechenland einen Schuldenschnitt braucht und bekommt; 50% wären nötig.
Alberto Alesina


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Professor für Politische Ökonomie in Harvard
italienischer Staatsbürger, Fiskalexperte:
Es wird immer klarer, dass diese Krise nicht auf der europäischen Ebene gelöst werden muss, sondern in den betroffenen Ländern.
Von den Euro-Partnern kann Hilfe kommen, aber letzten Endes müssen die betroffenen Regierungen die nötigen Haushalts- und Strukturreformen anpacken und damit die Märkte überzeugen.
Selbst wenn sich die Regierungen der Euro-Zone darauf einigen, die Wirkung des EFSF zu erhöhen, würde das zwar die Märkte für eine Weile beruhigen.
Aber wenn Griechenland, Italien und Spanien ihre Haushalte und ihre Wirtschaft nicht in die richtige Richtung reformieren, werden die Märkte bald wieder nervös werden.
Die europäischen Lösungen können den betroffenen Ländern immer nur Atempausen geben, die Märkte können nur überzeugt werden, indem die nationalen Regierungen ihre Volkswirtschaften wachstumsfähiger machen.
Gustav Horn


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Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung:
Ich habe meine Erwartungen an den Gipfel deutlich heruntergefahren. Es wird nicht viel Zählbares herauskommen, die Differenzen zwischen Deutschland und Frankreich sind zu groß.
Die politische Uneinigkeit wird zu erheblichen Marktturbulenzen führen, die Investoren könnten in den kommenden Tagen panisch reagieren.
Eine weitere finanzielle Aufstockung des Rettungsfonds über einen Hebel macht keinen Sinn. Die Debatte geht am Kern des Problems völlig vorbei.
Keine Währung der Welt überlebt, wenn die Zentralbank nicht hinter ihr steht.
Deshalb gibt es nur eine Lösung für die Krise: Die EZB muss glaubwürdig erklären, dass sie im Notball unbegrenzt Staatsanleihen aufkaufen wird. Nur dann ist der Fond glaubwürdig genug, die Märkte zu beruhigen.
Clemens Fuest


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Finanzwissenschaftler Oxford:
Der Gipfel wird nicht den großen Durchbruch bringen. Allerdings kann er das auch nicht, es gibt nicht das eine Patentrezept gegen die Krise.
Die Politik dürfte die Sparauflagen für die Krisenstaaten abermals verschärfen und die Pläne für eine Hebelung des Versicherungsmodells konkretisieren. Eine Klärung der Griechenland-Krise erwarte ich dagegen nicht.
Die Panik auf den Finanzmärkten wird weitergehen, die Anleger werden sich weiter um Italien und Spanien sorgen. Direkt nach dem Gipfel erwarte ich aber keine neuen Turbulenzen an den Börsen.
Es muss endlich ein klarer Fahrplan her, wann und wie die Hilfen für die Euro-Krisenstaaten abgebaut werden sollen.
Außerdem muss Griechenland umgeschuldet werden, vielleicht auch Portugal.
Darüber hinaus muss die Politik schleunigst einen Plan für die Bankenrekapitalisierung vorlegen.
Thomas Mayer


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Chefvolkswirt Deutsche Bank:
Ich habe meine Erwartungen an den Gipfel heruntergeschraubt, der große Durchbruch wird nicht kommen.
Krisenmanagement allein reicht nicht, es muss auch Anpassungen in den Peripherie-Staaten geben. Und die brauchen Zeit.
Die Entschuldung senkt das Wachstum in den Ländern, gleichzeitig nimmt die Konjunkturunsicherheit zu. Die Länder sind wie ein Flugzeug auf Tiefflug, das ständig zu crashen droht.
Die Politik will mit einer Teilkasko-Versicherung wieder mehr Anleger zum Kauf von Staatsanleihen bewegen. Die Versicherungslösung könnte allerdings die Kapitalprobleme italienischer Banken verschärfen.
Wenn der Wert der alten Staatsanleihen ohne Versicherung sinkt, bekommen italienische Banken im Repomarkt der Banken untereinander wegen höherer Abschläge dafür weniger frisches Geld.
Da die Banken hohe Bestände an Altbonds halten, droht ihnen dadurch eine Finanzierungslücke.
Holger Schmieding


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Chefvolkswirt Berenberg Bank:
Bekommt die Politik die Euro-Krise nicht in den Griff, droht der Eurozone eine Lehman-Krise hoch Zehn.
Bekommt die Politik die Krise erst im nächsten Frühjahr in den Griff, wird Deutschland im Winter wohl für kurze Zeit in eine Rezession rutschen.
Die Anleger sind verängstigt. Sie sehen Griechenland als Präzedenzfall für Italien. Deshalb ist die Ansteckungsgefahr, die von Griechenland auf die anderen Euro-Krisenstaaten ausgeht, immens.
Eine Umschuldung Griechenlands würde auch Deutschland in eine längere Rezession stürzen. Diese würde Deutschland 30 bis 50 Milliardeb Euro kosten.
Carsten Patrick-Meier


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Kiel Economics:
Der Konvergenzprozess ist in Gang. Die Peripheriestaaten werden wettbewerbsstärker, während Deutschlands Stärke doch höhere Lohnabschlüsse leicht erodiert.
Man muss den Ländern einfach die Zeit geben, ihre Schwächen wettzumachen.
Griechenland ist wie Polen. Wenn das Land die harten Reformen hinter sich gebracht hat, ist es durch aus im Stande jährlich um vier oder fünf Prozent zu wachsen.
Manfred Neumann


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Geldpolitik-Experte:
Mit den jetzigen Maßnahmen werden wir die Krise nicht lösen. Kapital aus Griechenland wandert ab, junge Griechen verlassen das Land.
Es gibt nur einen Ausweg: Griechenland muss umgeschuldet und raus der Währungsunion. Das Land muss aus der Währungsunion wie ein faules Stück aus einem Apfel herausgeschält werden.
Ich bin gegen eine Hebelung. Die Politik überschätzt ihr Potential. Außerdem bricht die ganze Konstruktion zusammen, sollte Frankreich sein Triple-AAA-Rating verlieren.
Besser wäre es, die Euro-Staaten vergeben Kredite zu seinem durchschnittlichen Zinssatz aller Euro-Staaten.
Wenn die Euro-Zone die Krisenländer noch weiter subventionieren will, könnte sie Zinsen zu Triple-AAA-Konditionen vergeben.
Das würde jährlich acht bis elf Milliarden Euro an zusätzlichen Zinskosten ausmachen. Auf Deutschland entfielen drei Milliarden Euro pro Jahr, rund ein Prozent des Haushalts.
Darüber könnte der Bundestag abstimmen. Das wäre auch wenigstens transparent
Liegen Regierungschefs und Notenbanker mit ihrer Rettungslogik also falsch? Möglich. Aber das auszutesten wäre ein Spiel mit dem Feuer. Eine Ansteckung kann über verschiedene Kanäle laufen. Eine Möglichkeit: Die Krise dämpft die Nachfrage in einem Land so stark, dass die Nachbarn ihre Waren dort nicht mehr absetzen können und ihre Konjunktur ebenfalls einbricht.

Griechenlands Wirtschaft ist aber zu klein, als dass sie im Fall einer Pleite die Konjunktur in einem anderen Krisenstaat auf Talfahrt schicken könnte. Ebenso unwahrscheinlich ist es, dass Griechenland durch eine Abwertung so wettbewerbsfähig wird, dass das Land andere mit der Stärke seiner Wirtschaft an die Wand drücken könnte.


"Griechenland geht durch die Hölle"

Ansteckungsgefahren aus einer Pleite Griechenlands könnten sich deshalb eher über die Nervenbahnen der Finanzwirtschaft auf dem Kontinent ausbreiten. IWF-Mann Blitzer glaubt allerdings nicht, dass ein solcher Bankrott die Unsicherheit auf den Finanzmärkten erhöhen würde. „Das Land geht durch die Hölle. Weder Spanien noch Italien wollen Griechenland nacheifern.“

Video

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weiter blättern Merkel sieht wichtigen Schritt zur Krisen-LösungAls Argentinien 2001 pleitegegangen sei, hätten andere südamerikanische Länder ihre Sparanstrengungen verdoppelt, um zu signalisieren, sie seien zahlungsfähig. Das Problem in Europa heute sei vielmehr, dass jeder wisse, Griechenland müsse umgeschuldet werden – nur scheue sich die Politik davor. Das sorge für Unsicherheit unter Investoren und nicht die Ansteckungsgefahr, so Blitzer. Auch sind die Märkte inzwischen auf eine Pleite Athens vorbereitet. Nur wenn Schuldenrestrukturierungen plötzlich und unerwartet kämen, wäre das ein Weckruf für Investoren. Panisch nehmen sie auch die Schwächern von Nachbarländern unter die Lupe.

Doch im Falle Griechenlands könne man wahrlich nicht mehr vor einer Überraschung sprechen, wenn das Land pleitegehe, argumentieren Ökonomen. Das Problem ist nur: Das sind nicht mehr als Vermutungen. Die Reaktion der Anleger auf solche Ereignisse ist wenig erforscht.

Der Ökonom Markus Brunnermeier, der an der amerikanischen Elite-Universität Princeton Finanzkrisen untersucht, hat einen überraschenden Fall von Ansteckung entdeckt, als er die Russlandkrise Mitte der 90er-Jahre untersuchte. „In der russischen Staatsschuldenkrise schnellten plötzlich auch die Renditen für brasilianische Staatsanleihen nach oben. Das hatte gravierende Folgen für die brasilianische Wirtschaft“, so Brunnermeier. Bis heute sei nicht klar, warum Anleger so reagierten. „Die beiden Volkswirtschaften waren damals kaum verbunden.“

Genau aus diesem Grund hält Holger Schmieding von der Berenberg Bank nichts von einer zügigen Umschuldung: „Ich kenne auf dem Finanzmarkt niemanden, der eine Ansteckungsgefahr durch eine Pleite Griechenlands nicht für eine reale Gefahr hält. Da können Forscher aus ihren Elfenbeintürmen noch so sehr das Gegenteil behaupten.“


Präzendenzfall für Italien

Wenn Griechenland umgeschuldet wird, kann die Politik zwar beteuern, Italien werde nicht das gleiche Schicksal ereilen. Die Frage ist nur, ob die Portfoliomanager in Asien oder der USA das der Politik dann noch glauben. „Griechenland wird von Investoren als Präzedenzfall für Italien gesehen“, warnt Schmieding.

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weiter blättern Papandreou will trotz massiver Streiks weiter sparenWerde Griechenland umgeschuldet, werde auch die geplante Versicherung für italienische Staatsanleihen die Anleger nicht mehr beruhigen. Sie würden ihre italienischen Staatsanleihen auf den Markt werfen aus Angst, noch höhere Verluste einzufahren, wenn sie sie behielten. Italien wäre dann pleite – und der GAU für die Währungsunion eingetreten. Schon einmal sei das Experiment einer Gläubigerbeteiligung schiefgelaufen, warnt Schmieding. In den eineinhalb Jahren der Griechenland-Rettung sei die Konjunktur in Deutschland gut gelaufen. Doch als im Juli bei der Rettung Griechenlands eine Gläubigerbeteiligung beschlossen wurde, stürzten die Frühindikatoren plötzlich ab.

„Das mag Zufall sein. Oder aber eben auch nicht. Das noch mal in größerem Ausmaß zu testen, kann man riskieren. Es kann dann aber in eine Katastrophe führen.“ Brunnermeier glaubt, dass die Politik eine großflächige Ansteckung der Euro-Zone, etwa auch von Spanien und Italien, immer noch verhindern kann. Italien erwirtschaftet sogar einen Überschuss, wenn man Zinszahlungen nicht berücksichtigt. „In dieser Situation können Italien und Spanien noch viel tun, um das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen.“

Doch auch wenn Spanien oder Italien die Konsolidierung ihrer Staatsfinanzen gelingen sollte – die Länder werden dafür noch Jahre brauchen. Eine Umschuldung Griechenlands wird so lange aber nicht mehr aufgeschoben werden können. Was also tun? „Die Politik muss den Mut haben, Griechenland zu stigmatisieren und als Einzelfall darstellen“, sagt Langhammer.

Zugleich müsse die Politik die Märkte im Unklaren darüber lassen, wie viel Geld für Rettungsaktionen sie in der Hinterhand hat. Anderenfalls würden diese immer in Zweifel ziehen, ob das Geld auch langt. Politiker und Ökonomen arbeiten deshalb fieberhaft an einer Art „Zaun“ um Griechenland, um eine Ansteckung zu vermeiden. Bislang hatten sie damit keinen Erfolg.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13675175/Europas-Angst-…[/url]


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