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Griechenland und Bundesanleihe im Vergleich - 500 Beiträge pro Seite



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Schaut Euch mal den Jahreschart dieser Bundesanleihe an:

WKN 113543

Läuft diese Anleihe nicht ähnlich Achterbahn wie die Griechenpapiere?

Die Laufzeit ist natürlich von Schäuble so gewählt, dass meine Enkel diese dann zurückzahlen dürfen. :D
... als 70ig Jähriger fehlen mir dazu die technischen Kenntnisse, wie man sowas macht.

Aber immerhin die WKN Nr habe ich.

113543

Schwankte im Jahresverlauf zwischen ca 115 und 87. ist doch nicht schlecht für die BRD !
Über Griechenland-Anleihen und was Privatanleger aktuell mit ihren
entsprechenden Anleihebestand wohl am besten tun sollten,siehe einen Artikel "Kassenschlager aus Athen" im neunen Heft von Börse online (31/11 v. 28.7-4.8.2011.
Nach dem geplanten Anleihetausch müssten die Banken wohl auf 20 % ihrer Forderungen verzichten.Das Umtauschangebot richtet sich auch an Privatanleger,diese müsstem dem aber nicht folgen.Bayern-LB Fachmann hat Berechnngen angestellt,wonach Privatanleger Anleihen,die bis 2013 laufen,besser behalten sollten.Tauschten die Banken ihre Bonds um,müsste es Griechenland gelingen,alle Anleihen,die bis Ende 2013 laufen,vollständig zu bedienen.Für Kleinanleger,die sich getraut haben,z.B. eine bis August 2012 laufende Anleihe zu Kursen um 80 % zu kaufen,würde dies eine excellente Rendite bedeuten.
#Zeitblom

Es gibt ja eine 90 % Quote die die "Privatgläubiger", also Banken, sonstige Firmen UND Privatleute erbringen müssen. Diese Quote ist bereits erreicht

-also haben mM nach alle Anleger, die sich nicht an der "freiwilligen" Quote beteiligen - einen Anspruch auf volle Rückzahlung der Anleihe.

-dieser Anspruch gilt mM nach auch für Anleihen die aktuell erworben werden

-die Sicherung der Rückzahlung hat die EU, mM nach umfänglich dargestellt

Leider finde ich, auch in der Fachpresse keinen Artikel der auf diesen "Interessanten" Aspekt eingeht - das sind immerhin ca. 24 % Rendite pro Jahr bei geringem Risiko.

Auch Anlageberater der Banken geben mir zu SO einem Spezialfall keine eindeutige Antwort. Also - entweder habe ich einen Wissens- oder Denkfehler - oder einen guten Anlagetipp ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.872.627 von hossinger am 01.08.11 11:18:16Ohne Risiko ist es natürlich trotrzdem nicht. Es könnte in Griechenland schwere Unruhen geben,die Regierung könnte gestürzt werden und als Folge dessen gäbe es dann doch noch einen Staatsbankrott. Aber eine kleine Position glaubte ich,mir trotzdem hinlegen zu sollen - etwas spekulativ muss es manchmal eben auch sein.
Risiko könnte außerdem noch sein, dass weniger getauscht wird als erwartet, dass Privatisierungen und Steuereintreibung in Griechenland nicht vorankommen oder dass innerhalb der kommenden Jahre eine populistisch-nationalistische Regierung in einem der Unterstützerländer an die Macht kommt und alles blockiert (siehe "Wahre Finnen").
#Zeitblom

Der "Rettungsfonds" der EZB hat aber den "Privatanlegern" bei Erreichen einer Beteiligungsquote von über 90 % folgenden Deal angeboten und unterzeichnet.

-Privatanleger (mind. 90 %) erlassen Griechenland 21 % der Altschulden und stimmen einer Umschuldung der Restforderung in verschieden Laufzeitmodelle zu

-Dafür erhalten die og. Privatanleger einen Kapitalschutz durch die EZB (EFSF, die die Forderungen haftend übernimmt)

mM nach gilt die Kapitalschutzgarantie nun aber für ALLE Privatgläubiger, da man ja keinen Zwang ausüben und damit einen "nichtfreiwilligen" Zahlungsausfall verantworten will.

Darüber hinaus gilt immer noch der permanente Euro-Rettungsschirm (ESM), der bei mangelnder Schuldentragfähigkeit eines Staates eine Gläubigerbeteiligung festschreibt - ALLERDINGS erst ab Mitte 2013 aktiviert wird.

Also haben Privatgläubiger bis "Mitte" 2013 eine faktische Ausfallverhinderungsgarantie von EU-Anleihen direkt von der EZB.

Allerdings hört sich das alles ZU logisch und einfach an - wo bleibt also die Masse der Analysten in aller Welt - oder die kaufen sich erst einmal selbst ein, empfehlen dann kräftig und ich beiss mir in X (Tagen, Wochen, Monaten) in den Hintern - Weil ich mal wieder theoretisch recht ordentlich vorgearbeitet habe - dann aber zu feige für einen "satten" Einstieg war ...
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.872.968 von hossinger am 01.08.11 12:28:21Was den Kapitalschutz anbelangt,so bin ich der Ansicht,dass diese wohl nur für die Nachfolgeanleihen nach "freiwilligem" teilweisen Forderungsverzicht gelten sollen,aber dezidiert erklärt worden ist dies wohl noch nicht.

Was die noch in 2012 zu tilgenden Anleihen anbelangt,so bin ich eigentlich fast sicher,dass diese auch bei den Privatanlegern,die keinen Forderungsverzicht leisten wollen,vollständig getilgt werden - aber eben nur "fast" sicher.Sonst würde ich jetzt all mein derzeit als Tagesgeld geparktes Geld nehmen und diese Anleihen kaufen. Tatsächlich habe ich aber nur 5 % meines Anlagekapitals in einer solchen Griechenlandanleihe angelegt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.873.527 von Zeitblom am 01.08.11 14:29:54Übrigens erfolgte die fällige Zinszahlung für meine Griechen-Anleihe pünktlich zum 20.08.2011.
Nun sieht es derzeit ja so aus,als würde Griechenland doch binnen Monatsfrist bankrott gehen.Wegen der offenkundigen Reformunwilligkeit weiter Teile von Politik und Gesellschaft in Griechenland steigt offenbar die Bereitschaft einiger EU-Länder,Griechenland pleite gehen zu lassen.Die Frage für uns wird sein,was dann mit den bis einschliesslich 2012 fälligen Staatsanleihen Griechenlands geschehen wird. Insgesamt aber denke ich,wird Europa und die Welt einen Staatsbankrott Griechenlands wohl verkaften können,wenn auch einige Banken,die sich zu stark mit diesen Anleihen vollgesogen haben,daran zugrundegehen könnten.
Anders wird es allerdings aussehen,wenn auch das "Paese di merda" (Zitat Berlusconi) folgen wird. Ich fürchte, Silvios Regierungskunst wird das Land wohl nicht retten können.
Nun ja, so ist es eben. Wer sich mit Levantinern einlässt,kann daran auch pleite gehen.
Ich denke, es läuft bei den griechischen Staatsanleihen wohl auf einen hair cut von 50 % hinaus.Die Frage ist,ob dies für alle Laufzeiten gleichermassen gelten wird,oder ob die Anleihen mit geringer Restlaufzeit mit einem schwächeren Kapitalschnitt davonkommen werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.190.834 von Zeitblom am 10.10.11 09:24:57Nun sieht es also so aus, dass die Banken,die griechische Staatsanleihen halten,einen "freiwilligen" Verzicht von 50 % leisten werden und ihre Anleihen entsprechend zu 50 % des Nennwertes in garantierte Anleihen getauscht bekommen,damit ein Staatsbankrott und damit der vollständige Verlust vermieden wird.Voraussetzung dafür,dass dies geschieht,wird sein,dass für mindestens 90/95 % einer Anleihe dieser Verzicht geleistet werden wird. Was bedeutet dies für Kleinanleger,die griechische Staatsanleihen halten? Diese verzichten natürlich nicht und tauschen damit auch nicht um. Sie werden bei Fälligkeit eine 100%ige Rückzahlung erhalten,denn andernfalls müsste Griechenland den Staatsbankrott erklären.


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