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Millionengehälter der Fußballer - gerecht oder übertrieben? - 500 Beiträge pro Seite



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Heute beginnt ja die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Im Fernsehen wurden
gerade Beträge von über 50 Millionen Euro erwähnt, die ein deutscher Fußballer
an Ablösesumme kosten soll und Jahreseinkommen von etlichen Millionen.
Findet ihr solche Millionengehälter gerecht?
Mich würde mal interessieren wieviel von den GEZ-Gebühren für den Bereich
Bundesliga für die Fernsehübertragungsrechte gezahlt werden. Gibt es da verlässliche Zahlen?
Ich persönlich plädiere für eine Einkommenssteuer von 100% für das Einkommen über einem bestimmten Grenzbetrag. Das ist auch die Position der deutschen Partei PSG, die üblicherweise weniger als 0.2% der Stimmen erhält. PSG nennt 20000 Euro monatlich als Grenzbetrag.

Der Grund ist einfach:
Die Ressourcen auf der Erde sind endlich und die Menschheit kann aus endlichen Ressourcen nur endlich viel Wohlstand schaffen. Was der eine hat, kann der andere nicht haben. Luxus soll schon erlaubt sein und Fleiß soll belohnt werden. Aber eine Grenze sollte schon sein.
Hallo!

Ich glaube "Gerechtigkeit" ist der falsche Ansatz... vielmehr muss es lauten:

Sind Ablösesummen bzw. Gehälter für Fussballer über x Millionen ethisch noch zu rechtfertigen?
-> Ich bin zwar großer Fussballfan, habe aber bei Ablösesummen jenseits von 10 Mio erhebliche Bedenken. Allerdings werden die heute für jeden 18jährigen gezahlt, der unfallfrei über den Platz laufen und einen Ball geradeaus spielen kann.

Die Übertragung der Bundesliga in der ARD am Samstag ab 18.30Uhr hat die ARD bis letztes Jahr ca. 100 Mio pro Jahr gekostet (lt. Handelsblatt).
Sky zahlt ab 2014 pro Saison durchschnittlich 486 Mio € für die exklusiveren Live-Übertragungsrechte.

Gruß
C1
Das ist ja nicht auf den Fußball beschränkt sondern gilt sinngemäß für das gesamte Showbusiness.

In meinen Augen ist nichts dagegen einzuwenden. Solange es genug Bekloppte gibt, die bis zu 100 Euro für eine Konzertkarte ausgeben, hat das doch alles seine Berechtigung, oder?
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.144.812 von MurphysR am 12.06.14 18:27:38Da muss ich unbedingt zustimmen.

Wenn ich im hohen Norden ne Bayernfahne raushänge und im Bayerntrikot rumlaufe trage ich automatisch zu dieser Situation bei. Ist nur ein Beispiel von vielen. Werbung bringt hat viel ein, also kann man für die Werbeträger auch viel zahlen.

Wem das nicht passt, dass manche viel Geld verdienen, kann bei seinem Verhalten anfangen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.144.098 von pastiera_e_sfogliatelle am 12.06.14 16:50:02Ich möchte hier eigentlich kein Parteigeplapper lesen und auch keine Werbung dafür. Diese Forderung wendet sich populistisch an den deutschen Neidhammel, bekommt aber nur 0,2%, weil Steuererhöhungen nun mal unpopulär sind.

Auch das Argument mit den Ressourcen ist nicht zu Ende gedacht. Natürlich sind die Ressourcen begrenzt, aber wird der Verbrauch durch die Superreichen getrieben. Diese steigern oft nur den Preis für eine Leistung ohne mehr zu konsumieren (Wohnungen in Manhatten, Priese in den In-clubs). Der Verbrauch wird auch sehr stark durch den Normalverbraucher gesteigert, wenn er z.B. für geringes Geld ein WE nach Ibiza fliegt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.145.168 von linkshaender am 12.06.14 19:23:24100 % Einkommensteuer ab X ist sinnvoll. Die Diskussion sollte eher sein, wie groß X ist. Du kannst ja gerne einen Wert höher als 20000 Euro im Monat vorschlagen.

Es scheint in Threads häufiger vorzukommen, dass die Leute die gerne reich wären die Interessen derer vertreten, die reich sind.

Demokratie setzt übrigens eine Vermögensverteilung voraus, die nicht zu ungleich ist, denn mit Geld kann man politische Prozesse beeinflussen.
Zitat von consultant1: -> Ich bin zwar großer Fussballfan, habe aber bei Ablösesummen jenseits von 10 Mio erhebliche Bedenken. Allerdings werden die heute für jeden 18jährigen gezahlt, der unfallfrei über den Platz laufen und einen Ball geradeaus spielen kann.

... sorry, aber wer so einen Mist "verzapft" sollte mal ärztlich überprüfen lassen ob die Synapsen im Gehirn noch einwandfrei geschaltet sind, denn dann würde ja jeder Kreisliga-Verein für seine Mannschaft MILLIONEN ausgeben (vorausgesetzt mindestens ein 18-Jähriger spielt darin)!

Viele Grüße
il
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.146.572 von ilsubstanzinvestore am 13.06.14 00:45:09Hallo !!! ???

Der Spieler muss nicht nur 18 sein, sondern auch unfallfrei über den Platz laufen und einen Ball geradeaus spielen können. Wenn die FIFA dann auch noch die Schiedsrichter stellt und die Manschaft den richtigen Sponsor hat...

;)
Da wollen mal wieder ein paar Leute an die Pfründe anderer....gähn.
@Consultant,

Die Übertragung der Bundesliga in der ARD am Samstag ab 18.30Uhr hat die ARD bis letztes Jahr ca. 100 Mio pro Jahr gekostet (lt. Handelsblatt).
Sky zahlt ab 2014 pro Saison durchschnittlich 486 Mio € für die exklusiveren Live-Übertragungsrechte
.

Nein; nicht Sky oder die ARD bezahlt, sondern die Gebührenzahler selbst.

Die Spitzengagen der Fussballer werden vor allem aus Werbeeinnahmen bezahlt, die von den Käufern der beworbenen Artikel und über die sinkenden Löhne bei uns, oder Armutslöhne in Asien finanziert werden.

Fussball ist nur die sportliche Form der Umverteilung nach oben.:laugh:
Die hohen Beträge sind mehr als angemessen.
Immerhin hat das SchweinsblasenGekicke die Menschheit doch wirklich weitergebracht.
Zitat von ilsubstanzinvestore:
Zitat von consultant1: -> Ich bin zwar großer Fussballfan, habe aber bei Ablösesummen jenseits von 10 Mio erhebliche Bedenken. Allerdings werden die heute für jeden 18jährigen gezahlt, der unfallfrei über den Platz laufen und einen Ball geradeaus spielen kann.

... sorry, aber wer so einen Mist "verzapft" sollte mal ärztlich überprüfen lassen ob die Synapsen im Gehirn noch einwandfrei geschaltet sind, denn dann würde ja jeder Kreisliga-Verein für seine Mannschaft MILLIONEN ausgeben (vorausgesetzt mindestens ein 18-Jähriger spielt darin)!

Viele Grüße
il


Moin!

Wieder was gelernt...
...Ironie und Satire setzen Intelligenz beim Empfänger voraus.

Nur für Dich mal ohne satirische Übertreibung:
Ablösesummen im mittleren siebenstelligen Bereich (= 3 bis 7 Mio) sind für einen einigermaßen talentierten (=unfallfrei über Platz laufen/Ball geradeaus spielen)Teenager (17-19 Jahre) bzw. Jungtwen (20-22 Jahre) im großen Fussballbusiness mehr die Regel, denn die Ausnahme...

Für grobmotorisch veranlagte Spieler, die es über die Kreisliga hinaus nicht schaffen, gilt diese Feststellung ausdrücklich nicht!

Gruß
C1
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.146.252 von pastiera_e_sfogliatelle am 12.06.14 22:37:05Wenn es nicht aufgefallen sein sollte, ich habe zunächst erstmal gegen deine Begründung argumentiert. Ich will dann keine Allgemeinplätze als Antwort haben. Das bringt zwar Beifall, aber nichts zur Sache.

Zum eigentlichen Thema hatte ich mich noch nicht direkt geäußert. Ich habe mich an anderer Stelle für die Einführung eines Mindestlohns ausgesprochen. In Erweiterung des Leistungsgedanken auf das aktuelle Thema finde ich die Summen, die für Stars egal wo gezahlt werden, auch zu hoch.

Nur draufschlagen hilft da nicht viel, man wird dann leicht als Spinner abgestempelt.

... und um noch ein bisschen satirisch zu werden: 100% Steuer ist schon sinnvoll, dann können sich die Abgeordneten mal wieder eine Diätenerhöhung genehmigen, oder ähnliches um die 20 T€-Grenze zu umspielen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.145.168 von linkshaender am 12.06.14 19:23:24Hallo,

Du behauptest, das Begrenzte-Ressourcen-Argument sei keine Begründung dafür ein Einkommenslimit zu fordern. Denn das Einkommen der Superreichen verbrenne pro Euro weniger Öl als das Einkommen der Normalos. So verstehe ich dich.

Ich finde, dass mein Argument trotzdem gilt, denn man sollte auch das "Vermögen (=die Befähigung), Öl zu verbrennen" limitieren.

Wenn der Reiche sich jetzt in einer hippen, überteuerten Bar einen Kaffee kauft, bin ich mir nicht sicher, wie man die Klimabilanz von diesem Kaffee korrekt bilanzieren sollte. Vielleicht macht es schon Sinn die Öl verbrennenden Eskapaden des Eigentümers der hippen Bar in der Klimabilanz des Kaffees abzubilden.

Du hast Recht, dass eine 500 Quadratmeter-Wohnung in Manhatten für 60 Millionen Euro nicht mehr Reccoursen verbraucht als eine 500 Quadratmeter-Whhnung für 40 Millionen Euro.

Es geht mir eigentlich nur darum, dass die Flüsse an Dienstleistungen und Waren, "einen gerechten Tausch" zwischen Menschen abbilden. Ich glaube nicht, dass ein Mensch so toll ist, dass er das Einkommen von 1000 Handwerkern verdient. Auch ein hochintelligenter Bill Gates hat mit seinem "Lebenswerk Windows-Betriebssystem" auf die frühere Arbeit von Programmieren zurückgegriffen und deren Werk sozusagen veredelt / neu verpackt. Er hat ja nicht die 100000 Zeilen Programmiercode selbst geschrieben. Das kann auch niemand.

Vielleicht kannst du mir ja teilweise zustimmen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.149.700 von pastiera_e_sfogliatelle am 13.06.14 14:44:11Zum Thema Einkommensverteilung bin ich gar nicht so weit weg. Vielleicht interessiert Dich ja die folgende Studie über die Verhältnisse in den USA. Es geht dabei auch um CEO (etc.) Einkommen vs. workers über die letzten Jahre. Für 2013 gibt es dort den Faktor 295. Für 1978 von knapp 30. Könnte Deine Argumentation deutlich verbessern.

http://www.epi.org/publication/ceo-pay-continues-to-rise/

Bei der Ressourcenausbeutung wollte ich nur zeigen, dass diese keiner Einkommens- oder Vermögensgruppe zugeordnet werden kann. Im übrigen nutzt dort eine Steuer nichts, wenn die Politiker dies für Projekte wie Stuttgart 21 oder Kampfdrohnen ausgeben. Das hilft den Ressourcen auch nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.147.898 von consultant1 am 13.06.14 10:36:54Auch ohne Satire und Ironie ist Deine Aussage falsch. Millionenablösesummen bei jungen Spielern werden nur gezahlt wenn diese hochtalentiert sind und sind die Ausnahme. Hoch bezahlt sind in Deutschland generell auch nur die Spieler der Profiligen. Dies sind ca. 1000 Spieler. Es gilt somit das Leistungsprinzip. Ob es gerechtfertigt ist, dass Profis mehrere Millionen Euro im Jahr bekommen ist sicherlich diskussionswürdig. Dies war glaube ich auch der Anlass des Threads..........
Zitat von fohlenpelzig: Auch ohne Satire und Ironie ist Deine Aussage falsch. Millionenablösesummen bei jungen Spielern werden nur gezahlt wenn diese hochtalentiert sind und sind die Ausnahme.


Nope... für 18-20 jährige die mal in einer nationalen U-Auswahl gespielt haben und das Nachwuchsleistungszentrum eine größeren Vereins durchlaufen haben, werden bei einem Wechsel regelmäßig siebenstellige Ablösesummen aufgerufen. Und dabei rede ich nicht von den wirklichen Hochtalenten wie Götze, etc.

Es stellt sich die Frage wo man die Grenze zwischen "talentiert" und "hochtalentiert" zieht...

Zitat von fohlenpelzig: Hoch bezahlt sind in Deutschland generell auch nur die Spieler der Profiligen. Dies sind ca. 1000 Spieler. Es gilt somit das Leistungsprinzip. Ob es gerechtfertigt ist, dass Profis mehrere Millionen Euro im Jahr bekommen ist sicherlich diskussionswürdig. Dies war glaube ich auch der Anlass des Threads..........
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.149.700 von pastiera_e_sfogliatelle am 13.06.14 14:44:11wie Recht du hast, Retter der Sonne.

Geh doch mal mit gutem Beispiel voran. Schliesslichlich verbraucht ein Durchschnittseuropäer (und damit DU höchstpersönlich) mehr als 10 mal soviel, wie 90% der anderen auf der Welt und schadet damit unsere Erde.

Ruhig Mut.

:laugh::laugh::laugh:
Es ist egal ob es gerecht oder übertrieben ist - so lange in der Bundesliga Woche für Woche die Leute in die proppevollen Stadien strömen, sich dafür interessieren und Geld dafür ausgeben, ist es nur ganz natürlich dass solche Gehälter gezahlt werden.


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