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T-Online: fairer Wert 2,50 Euro - 500 Beiträge pro Seite



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Aktuell steht T-Online bei 11-12 Euro.
Meiner Meinung nach ist die Talfahrt damit noch nicht zu Ende:

Bei 11 Euro sind die immer noch mit ca. 12 Milliarden Euro kapitalisiert.
Umsatz zur Zeit: 800 Mio Euro, Verlust
geschätzter Umsatz in 3 Jahren: 1,2 Milliarden
Zuwachs: 2001: 20 %
Zuwachs: 2002: 15 %
Zuwachs: 2003: 10 %
(das ist noch großzügig geschätzt, wenn man unterstellt daß sie aus dem Zugangsbereich fallenden Umsatz machen und in den E-Commerce/Werbebereich wollen, in dem es wesentlich erfolgreicher Wettbewerber gibt: AOL, EBAY, Yahoo, Amazon).
Bei 1,2 Milliarden Umsatz in 2003 und 10 % Gewinnmarge komme ich auf einen Gewinn von 120 Mio. Ein KGV von 30 unterstellt hiesse das 3,6 Milliarden Boersenwert.
Den muß ich noch auf heute abzinsen, sagen wir mit 10 %.
Dann komme ich auf einen fairen Wert von zur Zeit: 2,7 Milliarden Euro. Das ergäbe einen Kurs von 2,50 Euro.

Dieser Kurs von 2,50 Euro ist nur unter meinen für T-Online recht optimistischen Annahmen gerechtfertigt. Yahoo erwartet für dieses Jahr einen Umsatzrückgang. Er hat keinen Spielraum nach oben. Wenn man dann noch einen Blick auf die Homepage von T-Online wirft und die z.B. mit AOL oder Yahoo vergleicht, dann gibt es keinen Grund T-Online zu kaufen.

Der Kurs mag zwar jetzt günstig aussehen (60 % unter Emissionspreis, 80 % unter Jahreshoch), aber offensichtlich sind immer noch zuviele Leute investiert die nicht rechnen koennen. Im Fall von T-online kommt z.B. hinzu, daß die Indexfonds investiert sein müssen. Durch den geringen Freefloat von ca. 12 % des Kapitals, wird eine künstliche Knappheit erzeugt. Das ist auch eine Methode Kleinanleger auszunehmen.

Charttechnisch ist die Aktie kurz nach Emission in einem Abwärtstrend. Das Kursziel von 2,5 Euro dürfte gegen Ende diesen Jahres erreicht werden.
Willst du noch welche kaufen?
Warte einmal ab, was morgen der Vorstand sagt
zwegs T-Online&Kirch. Wenn das was kommt, ist
der Kurs meiner Meinung nach schnell wieder
bei 15 Euro
Hi
Immer diese Versprechungen von < 5.-Euro, ich warte schon seit Wochen um einen größeren Order zu tätigen.
In einem intakten Abwärtstrend sind immer wieder technische Erholungen möglich. Der Widerstand nach oben liegt etwa bei 13 Euro. Sollte es also aufgrund von Meldungen zu einer Erholung von T-Online kommen, so sollte man die Gelegenheit nutzen Puts auf T-Online zu kaufen.
Aktuelle Kurse bei www.eurexchange.com
@se
deine berechnungen sind ja sehr interessant, du vernachlässigst aber meiner meinung, dass einnahmen in zukunft auch über den verkauf von content erzielt werden können. wenn eine kooperation mit kirch zustande käme, würde sich doch alles zu einem interessanten bild formen. die telekom baut mit hochdruck (für ihre verhältnisse ;)) das dsl-netz aus, über t-online werden breitbandige angebote verkauft (video on demand, etc...). der vorteil liegt bei der masse der kunden, die t-online derzeit hat. damit ist eine breite kundenbasis vorhanden, die diese inhalte auch abnehmen würde.
@ Volumino

Vielen dank für den Beitrag. Wie hoch sind die Einnahmen aus diesen Bereich in den nächsten drei Jahren?
@se
die antwort hat holtrop heute selbst geliefert: 30% des umsatzes über inhalte...
eine schnelle mark ist mit t-offline wohl nicht drin. wird sich auch zeigen müssen, wie lange man brauchen wird, bis sich bezahldienste im internet bei der breiten masse durchsetzen werden. bestes beispiel napster.
Update T-Online

Charttechnik
log Balkenchart 3 Monate Xetra Kurs 9,40 vom 2.4.2001

Negativ
Der ca. 1 jährige Abwärtstrend ist weiterhin intakt
Der Widerstand des Abwärtstrendes liegt bei 11 Euro und konnte nicht überwunden werden
MACD und RSI signalisieren weiter fallende Kurse
OVB signalisiert weiteren Kapitalabfluß
Der Kurs konnte bei den letzten beiden Erholungen nicht die 38 Tage Linie überschreiten.

Positiv
Nichts

Es ist mit weiter fallenden Kursen zu rechnen.
ftd.de, Di, 17.4.2001, 18:56
"Empfehlung: SES Research belässt T-Online auf Underperformer

Die Analysten von SES Research haben die Aktie von T-Online weiterhin mit "Underperformer" bewertet.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnen die Experten mit einer Ausweitung der Verluste bei T-Online (WKN 555770). Den Break Even auf Ebitda-Basis (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) erwarten die Analysten Klaus Baumann und Felix Ellmann zum Ende des Jahres 2002. Der überwiegende Teil der Umsätze werde mit dem margenschwachen Accessgeschäft erzielt. Im Kernmarkt Deutschland weise dieses darüber hinaus Sättigungstendenzen auf.
Die bisherige Expansions-Strategie halten die Fachleute von SES Research vor dem Hintergrund des "Focus auf Profitabilität" nicht für schlüssig. T-Online habe mit Club Internet und Ya.com ISP`s aus der zweiten Reihe übernommen, die das Ergebnis durch hohe Marketingaufwendungen und Goodwillabschreibungen stark negativ belasteten.

Mit knapp vier Mrd. Euro Liquidität verfüge das Unternehmen über einen ausgedehnten Finanzierungsspielraum. Damit sei es möglich, mittel- bis langfristig die Profitabilität zu erreichen, ohne weitere finanzielle Mittel in Anspruch nehmen zu müssen.

Die Experten sehen die Aktie von T-Online auf einem Niveau von 5,40 bis 5,90 Euro je Aktie als fair bewertet an. Neben der aktuellen Überbewertung werde sich nach Ansicht der Analysten die Verlustsituation im laufenden Jahr negativ auf die Performance auswirken."

Kommentar:
Durch den Wegfall der Flatrate wird T-Online finanziell entlastet. Andererseits ist der Werbe- und E-Commercemarkt ziemlich tot, so daß hier nicht viel zu erwarten ist. An den Break-Even glaube ich nicht - weder in 2002 noch sonst irgendwann. Ich kann mir nicht vorstellen, daß der ehemalige Beamtenladen erfolgreich Werbung verkauft.

Der Kurs ist wie erwartet an der 11 Euro Abwaertslinie nach unten abgeprallt.
Quelle: ftd.de vom 25.4.

Neuer Markt


Die Analysten am Neuen Markt beginnen sich wieder aus dem Fenster zu lehnen. Plus zwei Drittel auf 2800 sollen es beim Nemax 50 bis zum Jahresende werden - so SES Research. Solche Töne man doch schon mal gehört, oder? Dennoch ist die Ankündigung von anderer Qualität, als im Kaffeesatz zu stochern und dann 9000 Punkte in die Arena zu rufen. Die Prognose fußt auf expliziten Schätzungen für immerhin 49 Unternehmen im Nemax 50. Und mittlerweile kosten die Firmen nur noch das 2,6fache des laufenden und das 1,9fache des für 2002 geschätzten Umsatzes - wenn man die sechs Biotech-Werte ausnimmt, die in einer anderen Bewertungsliga spielen. Das darin enthaltene Wachstum ist nicht mehr gänzlich jenseits des Vorstellbaren.


SES rechnet sich dennoch den Nemax 50 schön. Bei T-Online , das sich mit einem Gewicht von zwölf Prozent in den Index wirft, wird geschummelt. Dass die Telekom-Tochter mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über elf für 2001 aus fundamentaler Sicht irgendein Aufwärtspotenzial haben soll, glaubt selbst SES nicht. Die Analysten sehen den fairen Wert bei 5,40 Euro bis 5,90 Euro, so steht`s zumindest in einer anderen jüngst veröffentlichten Studie des Hauses. Das Problem ist nur: Stürzt die Aktie tatsächlich noch mal um die Hälfte ab, wird es nichts mit den schönen 2800 Punkten. Für die Neuer-Markt-Studie haben die Hamburger angenommen, T-Online notiert zum Jahresende mit 17,40 Euro.


Schade. Man hätte die Sache auch anders aufziehen können. T-Online geht mit 5,50 Euro in die Rechnung ein. Der Index steigt dann halt nur noch auf rund 2300 Punkte. Das hätte sich vielleicht nicht ganz so gut verkauft - zumindest zunächst. Aber schließlich kommt es am Neuen Markt ohnehin darauf an, die richtigen Aktien herauszupicken.
Quelle: ft.com

Lex: Wanadoo
Published: April 25 2001 19:48GMT | Last Updated: April 25 2001 19:50GMT



Wanadoo`s first quarter sales throw cold water on the idea that it might be the first European internet stock to bounce back on fundamentals. Like its peers, Wanadoo is decelerating fast. Stripping out Freeserve and FITP, first quarter revenues were 10 per cent down on fourth quarter 2000. Wanadoo`s yellow pages business had its usual seasonal downturn. Low margin internet access revenues increased. But portal/e-commerce revenues slumped 42 per cent; business services, which includes web-hosting, did even worse. These are the numbers that matter, and they were much worse than the market expected.

The management insists the outlook is brightening and Wanadoo will meet its full year targets. Even if, by some miracle, they are right, investors should take claims that Wanadoo is cheap with a pinch of salt. Seat Pagine Gialle`s bid for Eniro, cited as a buy signal, is nothing of the kind. No-one is going to take over Wanadoo for this kind of transaction multiple, and Seat`s mostly stock offer says more about the overvaluation of its stock relative to Eniro`s than about Eniro`s actual worth.

Before Seat`s offer, Eniro was trading on 16 times estimated 2001 earnings before interest, tax, depreciation and amortisation. On a similar multiple, Wanadoo`s yellow pages business might be worth E3.7bn. Subtracting this, and its E2bn cash, leaves the internet business valued at E4bn, or 18 times 2001 portal/e-commerce revenues - before any revisions to forecasts. Not as overvalued as some competitors, but not exactly a screaming buy either.


Kommentar:

Das laesst fuer die T-Online Zahlen am 3. mai nichts Gutes erwarten. Die T-Online Zahlen duerften im Vergleich zu 2000 noch schlechter ausfallen, da jetzt die Werbebuchungen der Telekom wegfallen. Und die haben in 2000 fast die Haelfte des Portal Geschaefts ausgemacht.
AUSBLICK: Deutsche Bank sieht T-Online EBITDA-Verlust in Q1 bei 73,8 Mio Euro

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Internet-Dienstleister T-Online hat nach Einschätzung der Deutschen Bank seinen Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten Quartal 2001 erhöht. Der Verlust beim EBITDA werde von 68,1 Mio. Euro im vierten Quartal auf 73,8 Mio. Euro steigen, prognostizierten die Analysten im Vorfeld der Veröffentlichtung der Quartalszahlen von T-Online am kommenden Donnerstag. Danach habe die Tochter der Deutschen Telekom ihre Abonnentenzahl im gleichen Zeitraum von 7,940 auf 8,314 Mio. erhöhen können. Der Umsatz habe um 2 Prozent auf 259,0 Mio. Euro zugelegt. Der größte Umsatzträger, die Gebühren für den Internetzugang, seien um 9 Prozent auf 215,6 Mio. Euro gestiegen. Dagegen sei im Netzwerk-Bereich ein Rückgang beim Umsatz um 22 Prozent auf 38,0 Mio. Euro zu erwarten, teilte die Deutsche Bank mit. Das Portalgeschäft ist nach Ansicht der Experten durch saisonale Faktoren und geringeren Einnahmen bei Online-Werbung negativ beeinflusst worden. Der höhere EBITDA-Verlust stamme aber auch von den ausländischen Tochterunternehmen von T-Online sowie von Nutzern der verlustreichen Pauschalgebühr.
Die Analysten betrachten die Aktie des Internet-Dienstleisters auf ihrem jetzigen Niveau als "fair bewertet". Die Einstufung mit "market perform" werde deshalb beibehalten, teilte die Deutsche Bank mit./FX/rw/sh/js

Kommentar: T-Online waechst vor allem beim Verlust ueberdurchschnittlich. Ein Umsatz von 1 Milliarde Euro aufs Jahr hochgerechnet rechtfertigt sicher keine Boersenbewertung von 12 Milliarden Euro.
Aus der FTD vom 4.5.2001 www.ftd.de/t-online
T-Online bricht der Umsatz weg
Von Guido Warlimont, Hamburg

Der Internetanbieter T-Online ist mit einem schwachen Quartalsergebnis und wenig Aussicht auf Besserung in das Jahr 2001 gestartet. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen entstand ähnlich wie im Vorquartal ein Verlust (Ebitda) von 66,4 Mio. Euro.

Gründe waren vor allem das verlustreiche Angebot eines Pauschaltarifs für den Internetzugang und die Verluste der Töchter im Ausland. Außerdem schaltete der Mutterkonzern Deutsche Telekom weniger Werbung auf den T-Online-Webseiten und ließ damit den Werbeumsatz einbrechen. Alle Faktoren könnten das Geschäft auch im Jahresverlauf noch belasten. Der T-Online-Umsatz stieg nach den am Donnerstag veröffentlichten vorläufigen Zahlen auf 280,2 Mio. Euro, verglichen mit 254,5 Mio. Euro im Vorquartal.

Die schwachen Zahlen von T-Online kommen nicht unerwartet. Ähnlich wie Konkurrenten leidet das Unternehmen unter dem derzeit mageren Anzeigengeschäft mit niedrigen Werbeumsätzen auf den Webseiten. Als Sonderfaktor belastet der inzwischen eingestellte Pauschaltarif T-Online. Am Grundproblem des nach Nutzerzahlen größten europäischen Anbieters hat sich wenig geändert: Der Großteil des Umsatzes sind Entgelte, die Kunden für den Zugang zu dem Dienst bezahlen. Doch in diesem Bereich sind die Gewinnmargen niedrig. Das margenträchtigere Geschäft mit Werbung und elektronischem Handel - das so genannte Portalgeschäft - hat dagegen einen gleichbleibend niedrigen Anteil.



Werbeumsatz von der Mutter


Vom Gesamtumsatz in Höhe von 280,2 Mio. Euro kamen im ersten Quartal nur knapp elf Prozent oder 31,3 Mio. Euro aus Werbung und E-Commerce. Davon stammt wiederum rund die Hälfte vom Mutterkonzern Telekom, der auf den T-Online-Seiten wirbt. Im Vorquartal hatte der Werbeumsatz noch rund 49 Mio. Euro betragen. Der Rückgang sei fast vollständig darauf zurückzuführen, dass die Telekom ihre Werbung für das Breitbandangebot T-DSL verringert habe, erklärte T-Online und demonstrierte damit die Abhängigkeit von der Mutter. "Mit der Einführung neuer Tarife zum 1. März sowie einer strikteren Kostenkontrolle in Deutschland und bei den ausländischen Tochtergesellschaften", solle das Ergebnis von T-Online auf Dauer besser werden, sagte Unternehmenschef Thomas Holtrop.


Analysten bezweifeln jedoch, dass vor allem die verlustbringenden Töchter Club Internet in Frankreich und Yacom in Spanien schnell die Gewinnzone erreichen können. Im Inland bietet T-Online zwar den Pauschaltarif nicht mehr an, die Verträge mit Altkunden laufen jedoch erst im Jahresverlauf aus.



Stärken


Die Stärken von T-Online sind weiter die hohe Kundenzahl in Deutschland und damit die häufigen Besuche von Internetnutzern auf den T-Online-Seiten. Zum 31. März hatte T-Online in Deutschland 7,1 Millionen Kunden, mit den ausländischen Töchtern waren es knapp 8,7 Millionen. Bisher konnte T-Online diesen Vorsprung jedoch nicht in geschäftlichen Erfolg umsetzen.


"Alle Anbieter versuchen derzeit die Kunden zu überzeugen, für Online-Inhalte etwas zu bezahlen", sagt Patricia Neuhaus, Expertin des Marktforschers Jupiter. Der Markt für solche bezahlten Internetinhalte sei jedoch noch nicht sehr weit entwickelt. "Alle reden darüber, aber keiner konnte es bisher richtig umsetzen." T-Online sei hierfür allerdings in einer guten Postion, weil über die Deutsche Telekom und deren Telefonrechnungen ein bewährtes Abrechnungssystem genutzt werden könnte, sagt die Internetexpertin.


Holtrop hatte bereits angekündigt, dass T-Online versuchen werde, bezahlte Internetangebote durchzusetzen. Durch neue Inhalte-Partnerschaften unter anderem mit der ZDF-Nachrichtenreaktion "heute" und dem Springer-Verlag sollen außerdem mehr Nutzer auf die Webseiten gelenkt werden, um die möglichen Werbeumsätze zu steigern. Ziel von Holtrop ist es, den Anteil des Portalumsatzes bis zum Jahr 2004 auf über 30 Prozent am Gesamtumsatz zu steigern. Bisher wächst jedoch nur die margenschwache Hauptsäule des Umsatzes aus den Zugangsentgelten weiter. Den Umsatz steigerte T-Online hier im ersten Quartal um 44 Prozent auf 241,8 Mio. Euro.


In einem insgesamt schwachen Markt gab der Kurs der T-Online-Aktie am Donnerstag um knapp drei Prozent auf 13,70 Euro nach. Das Unternehmen hatte die Märkte bereits auf schwache Quartalsergebnisse vorbereitet
Die Analysten von Lehman Brothers haben die Aktie von T-Online auf "Market Underperform" von zuvor "Market Perform" heruntergestuft. Das Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten sehen sie bei 9 Euro. Zur Begründung verweisen die Experten auf die zu hohe Bewertung des Titels. Die Unternehmensstrategie sei zwar gesund. Doch das Breitband-Geschäft werde möglicherweise nicht die vom Markt erwarteten Ziele erreichen. Zudem sei eine mögliche Fusion mit DeTeMedien ein bedeutender Risikofaktor. Für die Jahre 2000/01/02 rechnet Lehman Brothers mit einem Verlust je Aktie von 0,32/0,41/0,34 Euro.
Hi se2707

Deine Thread-Überschrift ist zwar auf den ersten Blick recht provokativ. Auf den zweiten Blick aber wohl doch nicht so ohne.

Zumindest teile ich anhand Deiner Berechnungen die Ansicht, daß dieser Titel bei weitem immer noch überbewertet ist und sich tatsächlich nur deswegen so gut hält, weil es nur einen kleinen Freefloat gibt.
Warum aber Indesxfonds trotz dieser krassen Diskrepanz den Wert nicht veräußern können, (Umkehrschluß) ist mir nicht ganz klar.
Wäre nett wenn Du dazu mal ein zwei erläuternde Sätze finden könntest. Dafür bedanke ich mich, wie übrigens auch für Deine aufschlußreichen Beiträge und verbleibe.
Mfg
T-J
Quelle: Handelsblatt.com

Kritik an T-Online-Optionsprogramm

von Reinhard Lückmann

Betriebswirtschaftler und Aktionärsschützer üben deutliche Kritik an den Aktienoptionsplänen des Internetanbieters T-Online International AG. So bezeichnet Professor Günter Franke von der Universität Konstanz gegenüber dem Handelsblatt die Pläne der Telekom-Tochter als Beispiel für einen „gefährlichen Umgang mit Aktienoptionsprogrammen“.


DÜSSELDORF. Die Führungskräfte würden durch das neue Programm, das die Hauptversammlung von T-Online am Mitwoch absegnen soll, vor den Folgen des deutlichen Kursrückgangs der T-Online-Aktie in den vergangenen Monaten geschützt. Die Aktionäre, so Franke, müssten sich deshalb fragen, weshalb sie dem neuen Programm zustimmen sollen. „Eine derartige Handhabung von Optionsplänen nährt den Verdacht, den Begünstigten komme es lediglich auf eine Zusatzvergütung zu Lasten der Anteilseigner an.“

T-Online hat in der Neuauflage 2001 den bisherigen Aktienoptionsplan deutlich entschärft. Vereinfacht gesagt können die heute 540 Berechtigten dem neuen Programm zufolge bereits dann ihre Optionen ausüben, wenn die T-Online-Aktie innerhalb der nächsten zehn Jahre um 25 % steigt. Es sei eine „Provokation der Anleger“, wenn die Führungskräfte Millionenbeträge kassieren könnten, ohne dass auch nur der Emissionskurs von 27 Euro jemals wieder erreicht werde, bemängelt Leonhard Knoll vom Lehrstuhl des Betriebswirtschaftsprofessors Ekkehard Wenger an der Universität Würzburg.

Kritik übt auch die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Vor dem Hintergrund der massiven Kursverluste, die die T-Online-Aktionäre hinnehmen mussten, hätten sich die Führungskräfte eine „unbefriedigende Messlatte“ für den eigenen Erfolg gesetzt. Eine Kurssteigerung von 25 % vom derzeit niedrigen Niveau könne aus Sicht der Aktionäre noch nicht als bahnbrechender Erfolg des Managements bezeichnet werden. Laut DSW-Geschäftsführerin Jella Benner-Heinacher ist diese Erfolgshürde zu wenig sportlich angelegt.

T-Online hingegen hält den im letzten Jahr beschlossenen Aktienoptionsplan 2000 für nicht mehr wettbewerbsfähig, da die Hürden für eine Ausübung nach dem allgemeinen Kurssturz der Internetwerte heute zu hoch seien. Dem ursprünglichen Plan zufolge hätte die T-Online-Aktie seit dem Börsengang um 40 % zulegen müssen. Zudem hätte das Papier 20 % besser abschneiden müssen als der Branchenindex Dow Jones Euro Stoxx Telecom. „High-Tech-Unternehmen legen die Messlatte bei Stock-Option-Plänen derzeit niedriger, da sich hoch qualifizierte Mitarbeiter nach den schlechten Erfahrungen der letzten Monate nur noch schwer für Aktienoptionen begeistern lassen“, sagt Christoph Vogt, Analyst bei M.M.Warburg. T-Online ist nicht das erste deutsche Unternehmen, deren Stock-Option-Modell von Aktionärsschützern und Betriebswirtschaftlern bemängelt wird. In der Vergangenheit wurden vor allem die Optionspläne der Autohersteller Daimler-Chrysler und Volkswagen sowie der Deutschen Bank als zu wenig anspruchsvoll kritisiert.

Nach Anfechtungen durch Aktionärsschützer wurden diese Pläne jedoch deutlich verschärft. Heute noch gilt vor allem der Aktionsoptionsplan der Siemens-Halbleiter-Tochter Infineon aus Sicht der Aktionärsschützer als unbefriedigend.

Das Herunterlegen der Messlatte bei Aktienoptionsplänen kann nach Ansicht von Betriebswirtschaftsprofessor Franke auch den Leistungsanreiz für die Führungskräfte verringern. Die Begründung, Optionspläne seien zur Motivation notwendig, verlören damit ihre Berechtigung. „Ein Mitarbeiter, der das System durchschaut, weiß, dass seine Leistung für die Zusatzvergütung nur noch eine nachgeordnete Rolle spielt“.


Kommentar: Die Manager wollen sich Zusatzeinkommen genehmigen, wenn der T-Online Kurs in den naechsten 10 Jahren um 25 % steigt. Das schafft locker jedes Sparbuch.
Besser koennten uns die Manager nicht zeigen, daß T-Online immer noch ein troeger Beamtenladen ohne Perspektive ist.
Ab 2003 will man den Break-even beim EBITDA erreichen.

Was isn das für ein Break-even? :laugh:

Den EBITDASOPKMKS-Break even hat man ja bereits ( Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Stock Options, Personalkosten, Materialkosten und Sonstigem)
@ Tizian-Julius

Indexfonds sind qua Satzung verpflichtet den Index in ihrem Bestand abzubilden. Der Grund, daß sie viele T-Online Aktien halten ist also ein juristischer und kein oekonomischer.
T-Online hat einen Free-Float von etwas mehr als 10 %, aber 50 % der Aktien an der Boerse zugelassen. Dadurch ergibt sich eine etwa 5 fache Nachfrage der Aktien durch Indexfonds.

Urspruenglich war die Indexfonds Idee folgende.
Bei Fonds-Vergleichen hat man festgestellt, daß 80 - 90 % der aktiv gemanagten Fonds geringere Erfolge erwirtschaften als der Indexdurchschnitt. Wenn man jetzt einfach die Aktien des Index kauft hat man als Fonds weniger Arbeit und ist besser als die meisten anderen Fonds.

In Deutschland funktioniert das aber nur schlecht, da viele Werte einen zu geringen Free Float aufweisen. Dadurch wird eine kuenstliche Nachfrage geschaffen. Bestes Beispiel dafuer war letztes Jahr die Deutsche Telekom die zeitweise bis zu 23 % Gewichtung im Dax hatte und daher bis auf 100 Euro stieg. Danach wurde die Gewichtung bei 15 % gekappt und seitdem gings mit der Telekom steil bergab.

Ueblicherweise verlangt der Neue Markt fuer einen Boersengang einen Free Float bei Neuemissionen von 20 % - nur bei T-Online hat man eine Ausnahme gemacht. Auf diese Weise werden meiner Meinung nach alle Kaeufer eines Neue Markt Indexfonds abgezockt.
Spaetestens im Sommer 2002, wenn die Gewichtung nach Free float erfolgen muss, wird Angebot und Nachfrage nach T-Online Aktien den Marktgesetzen folgen.

Sollte sich bis dahin die Lage fuer T-Online nicht fundamental aendern , dann ist ein starker Kursrutsch aehnlich wie bei Telekom zu erwarten.
ftd.de, Mi, 30.5.2001, 12:12
T-Online: Kein Wachstum um jeden Preis

2001 ist für den T-Online nach eigenen Aussagen das "Jahr der Konsolidierung". Auf der Hauptversammlung versprach Vorstandschef Thomas Holtrop den Aktionären dafür zu sorgen, dass der Aktienkurs wieder steigt.

Die Telekomtochter will ab 2003 konzernweit den Break-Even beim Ebitda erreichen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen ein negatives Ebitda von 82,5 Mio. Euro. Man konzentriere sich auf "ertragsorientiertes Wachstum", bekräftigte der seit Jahresbeginn amtierende Holtrop frühere Positionen.

Auf der ersten Hauptversammlung nach dem Börsengang des Unternehmens sagte der Vorstandsvorsitzende, er sehe ein Ende des negativen Kurstrends bei den Aktien des Unternehmens. Mittlerweile mehrten sich die Anzeichen, dass eine Bodenbildung am Markt stattgefunden habe.

Ziel: Mittelfristig profitabel

Zur strategischen Neuausrichtung des Unternehmens sagte Holtrop: "Wir haben einen entscheidenden Paradigmenwechsel vollzogen." Wachstum im Zeichen von Profitabilität sei die neue Ausrichtung. "Also: Kein Wachstum um jeden Preis, wie das in der Pionierphase zum Aufbau einer führenden Marktstellung notwendig war." Ziel von T-Online ist laut Holtrop "mittelfristig profitabel zu sein".

An T-Online ist die Deutsche Telekom mehrheitlich beteiligt und hält rund 80 Prozent des Kapitals. Weitere Anteile halten die Direktbank und Commerzbank Comdirect, die französische Mediengruppe Lagardere und der spanische Internet-Anbieter Ya.com. Der Aktienkurs von T-Online war nach der Ausgabe zu 27 Euro im April 2000 nach einem kurzeitigen Hoch bei 48 Euro zuletzt deutlich eingebrochen. Am Mittwoch notierten T-Online um 1,4 Prozent schwächer bei 12,10 Euro.


Risikokapitalgesellschaft gegründet

Den rund 2000 Aktionären in Köln teilte Holtrop außerdem mit, dass T-Online eine Risikokapitalgesellschaft gegründet habe. Der Investitionsfonds habe ein Volumen von 100 Mio. Euro. Das Kapital werde man in Internet-Unternehmen vor allem in Europa investieren. Außer als Finanzierungsinstrument sei der Fonds auch dazu gedacht, dass T-Online von Innovationen profitieren könne. Nach ergänzenden Angaben eines T-Online-Sprechers agiert die Risikokapitalgesellschaft eigenständig von der Risikokapitalgesellschaft der Konzernmutter Deutsche Telekom, T-Venture. Bislang seien noch keine Investitionen getätigt worden.


Kommentar:
"Mittelfristig profitabel" - der T-Online Chef weiß genau warum er kein Jahr dazu sagt. Meine These: T-Online wird nie profitabel sein. AOL ist um laengen voraus und hat ein positives Image und T-Online als Medienhaus - wer will sich das vorstellen ?
Bei den Kooperationen hapert es auch: z.B. Heute Nachrichten im Internet - das interessiert niemanden und Nachrichten gibts im Internet eh schon genug. Die Kooperation mit Bild.de ist da schon vielversprechender - deswegen behaelt Bild die 2/3 Mehrheit und T-Online kriegt nur ein Drittel.

Stichwort Strategische Neuausrichtung: T-Online hat noch nie strategisch gehandelt und hat sich bisher nur auf die Monopolstellung der Mutter Telekom verlassen.
Heute, nach der HV rechne ich damit daß T-Online unter Druck geraet. Schon gestern hat die Aktie die Kurserholung am Neuen Markt nur unterdurchschnittlich mitgemacht.

Auffallend ist auch, daß der Neue Markt die Erholung der Nasdaq nur noch unterdurchschnittlich mitmacht. Das liegt daran, daß es am Neuen Markt inzwischen nur noch Schrottaktien (Intershop, T-Online), Betrugsaktien oder ueberbewerte Aktien (z.B. Consors) gibt.

Meines Erachtens ist der Neue Markt zum Tode verurteilt, da die Banken und Co. zuviel abgezockt haben und es kaum qualitativ gute Werte gibt.
Hallo se2707

Besten Dank für Deine erklärenden Worte, die sich wohltuend vom Gros der wo-user abheben.
Mit Deiner Antwort hast Du nun aber erst recht mein Interesse geweckt, woraus sich für mich des besseren Verständnisses wegen weitere Fragen ergeben und zwar:

Gibt es für die Fonds eine Art Schlüssel, in welcher Höhe sie von welchen Indices(DAX, M und S-DAX, DAX-100, Nemax-50 und Nemax All Share, korrekt, was die deutschen betrifft?) Aktien besitzen müßen?
Wann und von welcher Art müssen Aktien aufgenommen und wann dürfen oder müßen diese wieder abgestoßen werden?

Deine Antwort wird sicher etwas Mühe und Zeit kosten.
Nach meinen bisherigen Erfahrungen hier, sind die besseren Börsenkenner aber meistens gern bereit, Anfragen dieser Art zu beantworten. Zumal ich sicher nicht der einzige bin, der davon seinen Kenntnisstand anheben dürfte, wovon letzendlich das gesammte Board hier durch die Niveauanhebung profitieren würde. (So ich hoffe)

Daher schon jetzt herzlichen Dank für Deine Erklärungen, auf die ich echt schon gespannt bin.

Schnell noch was zu Deinem letzten Satz. Ich bin erst seit etwa einem Jahr an, bzw. mit der Börse aktiv. Es hat aber nicht sehr lange gedauert um zu erkennen, daß sich zumindest am Neuen Markt fast nur Firmen mit zweifelhaften Produkten und z.T. auch Absichten eingerichtet haben, weswegen ich dann konsequenter Weise mein Hauptbetätigungsfeld in US-Aktien gesucht habe. Da wird zwar auch gewaltig gepokert, aber wenigstens müssen die Firmen dort im Gegensatz zu Deutschland, auch mit straf und zivilrechtlicher Verfolgung rechnen.

Also bis demnächst wieder.
Den Thread habe ich übrigens meinen wenigen Favoriten hinzugefügt.

T-J
Kursziel von 2,50 Euro?

Wie soll ich bei T-online auf den entsprechenden Ertragswert kommen?

Fonds sind in dem "Wert" :laugh: engagiert, wer soll noch kaufen und mit welchen Gründen?

Ich kann auch 2,50 nicht als Einstiegskurs akzeptieren. Zum Zocken brauch ich auch keinen Schrott.

P.S.: Der Begriff "Wert" im Zusammenhang mit TOI ist lustig bis abstrus :laugh:
@ Tizian-Julius

Den Schluessel fuer die Index-Gewichtung findest Du unter

www.deutsche-boerse.com

Der ist fuer die Indexfonds verbindlich.
Die Aktienauswahl und ihre Gewichtung wird zu bestimmten Stichtagen festgelegt.
Die Fonds muessen zu diesen Stichtagen ihre Aktienbestaende entsprechend anpassen.

Je nachdem ob dem Index-Fonds Mittel zufliessen oder durch die Rueckgabe von Fondsanteilen Mittel abfliessen wird der Indexfonds Aktien verkaufen.

Wenn also T-Online eine Gewichtung von 10 % hat, dann muss der Fonds immer 10 % seiner Mittel in T-Online Aktien anlegen.

@ Friseuse

Das Kursziel von 2,50 Euro ergibt sich durch den Bargeldbestand von T-Online. Wenn T-Online jetzt liquidiert wuerde und das Geld in der Kasse verteilt wuerde, dann erhielte jeder Anleger etwa 2.5 Euro. Durch die laufenden Verluste wird dieser Betrag natuerlich jedes Jahr weniger. Ohne Gewinn ist der langfristige Wert einer Unternehmung 0.
Vielen Dank für die prägnate Antwort

Eine letzte Frage noch.
Wenn Fonds zB. Intershop halten, bzw. gehalten haben, wie man am Verkaufsdruck nach dem 2.1.01 sehen konnte, weil die veröffentlichten Zahlen megaschlecht waren, so wurden diese Anteile doch offensichtlich in Panikmanier verkauft, oder irre ich mich?
Daher frage ich mich, ob Fonds bei der Veröffentlichung von schlechten Q-Zahlen die Papiere auch wieder verkaufen dürfen, ja eigentlich sogar müßten? Von wem kommt dann die Intiative oder Initialzündung zu solchen Verkäufen, so dieses erlaubt ist?
Daraus ergibt sich die weitere Frage:
Fonds sind ja nicht gerade blind und werden die wirtschaftliche Schieflage von T-Online mit Sicherheit genauso erkannt haben wie Du. Da wäre es für sie doch fast tödlich an diesem Wert festzuhalten. Gleicht ja sonst in wirtschaftlicher hinsicht einem Harakiri.

Deswegen die ultimative Frage, wann dürfen sie sich eigentlich von diesen Papieren trennen?

Hoffentlich bist Du der vielen Fragerei für eine weitere Antwort nicht schon zu entnervt.

Mit vorauseilendem Dank verbleibe ich
mfg.
T-J
Ich würde mal sagen, auch 1 € wäre eine noch anspruchsvole Bewertung für T-Online.

Mit was wollen die jemals Geld verdienen. Nach den letzten Statistiken (Reichweite, gemessen von MMXI)laufen denen die Kunden derzeit davon.

Und ihr könnt mich auslachen. Bis in einem Jahr ist WEB.DE das größte deutsche Internetportal.
@ SE2707

ich sehe daß so ähnlich wie du, bin selbst T-online Kunde, an der Qualität des Unternehmens ist eigentlich nichts auszusetzten, aber die Bewertung erinnert mich doch sehr an Intershop

Marktbetrachtung
Marktkapitalisierung 14.319,14 Mio EUR
Streubesitz 11,00%

Dynamische Fundamental Kennzahlen 2000 2001 2002
Ergebnis/Aktie (in EUR) -0,32 -0,39 -0,29
KGV -40,78 -30,08 -39,93
Cash-Flow/Aktie (in EUR) -0,10 -0,13 -0,09
KCV -125,48 -87,97 -137,65
Dividende/Aktie (in EUR) n.a. n.a. n.a.
Dividendenrendite (in %) 0,00 0,00 0,00


Bei einem Unsatz von ca 1 Mrd .....

Jetzt bin ich auf der Suche nach einem längerlaufenden PUT, wer kann mir denn da ein bischen unter die Arme greifen?

Danke

OO
@ Tizian - Julius

Man muss unterscheiden zwischen Indexfonds und anderen Fonds:

1.) Indexfonds:
Wenn der Fonds ein Vermoegen von 100 Millionen Euro hat und als Referenz den Nemax 50 hat, dann muss er bei einer Gewichtung von T-Online von 10 % genau 10 Millionen euro in T-Online Aktien halten. Wenn jetzt Anleger fuer 10 Millionen Euro Fondsanteile kaufen, dann muss der Indexfonds fuer 1 Mio Euro T-Online Aktien kaufen (10 %) - egal zu welchem Kurs. Genauso gilt es umgekehrt. Wenn Anleger fuer 10 Millionen Euro Fondsanteile verkaufen dann muss der Fonds fuer 1 Million Euro T-Online Aktien verkaufen - egal zu welchem Kurs.

2.) Andere Fonds

Wenn der Fonds sich zum Beispiel auf den Neuen Markt spezialisiert hat, dann kann er nur Neue Markt Werte kaufen.
In diesem Fall ist der Manager des Fonds frei welche Aktien er kauft. Im Idealfall kauft er bei Mittelzufluessen die aussuchtsreichen Aktien und verkauft bei Mittelabfluessen die schlechten Aktien. Meiner Meinung nach gibtr es momentan am Neuen Markt fast nur schlechte Aktien und die wenigen guten Aktien sind auch sehr hoch bewertet.
Fuer den Fondsmanager spielt das keine Rolle. Seine Anleger wollen daß er am Neuen Markt anlegt, also tut er das.

3.) Verkaufspanik

Intershop war ein sehr hoch bewerteter Wert. Es hat hohe Erwartungen bezueglich Gewinn und Umsatz gegeben. Als diese sich Anfang 2001 nicht erfuellt haben, haben viele Leute verkauft. Dadurch ist der Kurs gefallen. Daraufhin haben viele Leute geglaubt, der Kurs faellt noch weiter und haben auch verkauft. Dann gab es noch viele Leute die auf Kredit spekuliert haben. Durch den Kursverlust wurde das Depot weniger wert. Sobald das Depot unter die Beleihungsgrenze fiel wurden diese Kunden von ihren Banken und Brokern "gezwungen" zu verkaufen und der Kurs fiel weiter.
Aufgrund der schlechten nachrichten von Intershop gab es nur kaeufer, die zu einem sehr viel niedrigeren Kurs kaufen wollten. So kam es zu einer Verkaufspanik mit stark fallenden Kursen. Wochen und Monate spaeter haben dann die Fondsanleger gemerkt, daß ihre Anteile weniger Wert wurden und haben dann ihre Fondsanteile verkauft. Dadurch mussten die Fonds Aktien verkaufen um ihre anleger auszuzahlen. Dadurch fiel der Kurs von Intershop und anderen Aktien weiter.

@ Killmcroy

Du hast Recht: Web.de ist wesentlich engagierter als andere Anbieter. Die Frage ist nur: Brauchen die Surfer ein Portal ?

Fuer neue Surfer ist ein Portal ganz praktisch; man kann stoebern, suchen, Seiten mit seinen Hobbys und Interessen finden. Nach einer Weile haben die meisten Surfer 4-5 Seiten die sie regelmaessig ansteuern. z.B. wo: als Finanzseite, kicker.de wenn sie sich fuer Fussbal interessiern, orion.de fuer Erotik, faz.net fur aktuelle nachrichten, lufthansa.de fuer Reisen etc. Dort werden die Surfer auch regelmaessig kaufen oder fuer Inhalte bezahlen.

Ein Portal oder Suchmaschine wird von den erfahreneren Surfern nur noch selten genutzt.
Ich denke daher, daß von den vielen Portals nur wenige ueberleben werden und die wenigen nicht besonders gut verdienen werden.
T-Online ist ein sehr schlechtes Portal - trotzdem haben sie gute Ueberlebenschancen einfach weil das vorhandene Geld noch mehr als 10 Jahre reicht trotz Verluste.

@killmcroy

Statt Optionsscheinen empfehle ich dir Optionen. Die gibt es fuer verschiedene laufzeiten und Basispreise an der Eurex.
Preise findest Du unter:

http://www.eurexchange.com/index2.html?mp&2&1&cgi/kursblatt…

Good Trades wuenscht Stefan
Schwänzer bei T-Online

Börsen-Zeitung, 6.6.2001

Interessante Details gehen leider viel zu oft verloren. Auch ein Aspekt der T-Online-Hauptversammlung ist in der Würdigung zu kurz gekommen: die Präsenz. Aufsichtsratsvorsitzender Ron Sommer wurde gefragt, ob denn die Abwesenheit des AR-Mitglieds Arnaud Lagardère darauf schließen lasse, dass sich die Lagardère-Gruppe von ihrem im Zuge der Club-Internet-Übernahme erworbenen T-Online-Paket (5,7 %) verabschieden wolle. Sommer antwortete ausweichend, dass die Abwesenheit lediglich ein Indiz für die angespannte Terminlage des französischen Managers sei. Nun fehlte Arnaud Lagardère nicht nur persönlich. Auch die Stimmen waren nicht vertreten. Wäre der komplette T-Online-Streubesitz zu Hause geblieben, hätte die Präsenz in der Hauptversammlung durch die Großaktionäre immer noch knapp über 90 % betragen müssen. Präsent waren indes nur rund 85 % des Grundkapitals. Dabei vereinigen allein die Telekom und die Lagardère-Gruppe gut 87 % auf sich. Das offenkundige Schwänzen der Franzosen ist peinlich und sagt viel aus über das Interesse an T-Online, auch wenn die Tagesordnung durch die Mehrheit der Mutter Deutsche Telekom eine Pro-forma-Angelegenheit war.

Quelle: www.boersen-zeitung.com
Wenn Lagarde seine 5,7 % an T-Online verkaufen will, dann stroemen nochmal ueber 60 MIllionen Aktien auf den Markt. Das wuerde den Kurs kraeftig unter Druck setzen.
Quelle: FTD.de

König Inhalt gebietet im Web - aber wer zahlt?
T-Onlines Plan gebührenpflichtiger Inhalte ist unausgereift

Von Dirk Kunde content-one.de 11:20 MEZ Jun 6, 2001

HAMBURG (FTMW.DE) -- Die Deutsche Telekom [DE:555750] bleibt unter Druck: Angst vor dem Aktienrücklauf der VoiceStream-Inhaber aus den USA, weiterer Kursverfall, drückende Schuldenlast. Als ob das nicht genug wäre, kommen noch die Sorgen bei den Töchtern dazu. So hat Telekom-Chef Ron Sommer derzeit wenig Freude an T-Online [DE:555770]. Europas größter Internet-Provider wird frühestens 2003 ein operatives Plus schreiben. Der Verlauf des Aktienkurses zeigt genauso in Richtung Süden wie bei der Mutter.

Vor Kurzem kündigte T-Online-Chef Thomas Holtrop an, künftig nicht mehr nur mit dem Internet-Zugang Geld verdienen zu wollen, sondern auch für bestimmte Inhalte Gebühren zu verlangen. Was für eine glorreiche Idee. Getreu dem Motto der New Economy: "Content is king". Allerdings fehlt T-Online bislang ein Königsmacher. Es reichte lediglich zu einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Springer-Verlag und einer Kooperation mit dem ZDF. Aber das kann Holtrop nicht gemeint haben. Warum sollte ein T-Online-Kunde für Inhalte des ZDF oder eines Springer-Blatts im Internet bezahlen, wenn er das gleiche anderswo günstiger haben kann?

Auf der Suche nach einem Königsmacher

Vielleicht ist Holtrop auf andere Inhalte-Anbieter aus. Die Gelegenheit dafür wäre günstig. In der vergangenen Woche erlebten etliche Medienwerte eine deutliche Korrektur nach unten. Von Brainpool [DE:518890] über Intertainment [DE:622368] bis hin zu Splendid Medien [DE:727950] hagelte es schlechte Nachrichten. Auch die Kurse der Tomorrow Internet AG [DE:541460] oder von Focus Digital [DE:549532] tendieren nach unten. Dabei haben sie alle, was Internet-Dienstleister so dringend brauchen: Inhalte, Inhalte, Inhalte. Trotzdem dürften die Schwierigkeiten dieser Unternehmen in den kommenden Wochen anhalten. In einem Punkt nämlich haben sich die Königsmacher und ihre Anhänger bisher ganz gewaltig geirrt: Inhalte mögen zwar die Könige des Internets sein, doch niemand will für die Monarchie bezahlen.

Für das Scheitern der kostenpflichtigen Informationen gibt es zwei Gründe. Zum einen wurden die Web-Surfer seit Geburt des kommerziellen Internets so erzogen, dass Inhalte gratis sind. An diesem Zustand wird sich nicht viel ändern. Portale wie Yahoo! [US:YHOO] oder Lycos [US:LCOS], Kursanbieter wie Onvista [DE:546160] oder Gatrixx werden ihre Nutzer immer mit kostenlosen Nachrichten und Kursdaten beliefern. Einen Bogen um die Kassenhäuschen zu machen, wird dem Surfer also nicht schwer fallen.

Der zweite Grund ist die Art der Information. T-Online peilt den Massenmarkt und damit Massenmedien an. Die Wahl des Fernsehsenders und des Verlages zeigen dies. Doch nur für hochspezialisierte Informationen werden kleine Zielgruppen bereit sein, Geld zu zahlen. Ich denke an den Ingenieur, den Arzt oder den Informatiker, der für Inhalte seines Fachgebiets Geld ausgeben würde.

Erinnert sich keiner mehr an BTX?

Dass gerade T-Online die Zeit der kostenpflichtigen Inhalte ausruft, ist erstaunlich. Aber Thomas Holtrop ist erst wenige Monate auf seinem Posten und kann sich wahrscheinlich an BTX kaum erinnern. Bei dem Vorläufer des Internets musste man auch 20 oder 30 Pfennig für bestimmte Seiten zahlen. Daß BTX auch deshalb in Deutschland ein Flop war, ist hoffentlich dem Einen oder Anderen in Holtrops Umgebung noch in Erinnerung.

Womit sich im Internet wirklich Geld verdienen lässt, konnte noch kein Unternehmen der so genannten New Economy schlüssig beweisen. Die Bannerpreise fielen schneller als man eine neue Browserversion auf seinem Rechner installieren kann. Und für kostenpflichtige Inhalte wird die Masse nicht bereit sein, ihr Portemonnaie zu öffnen. Es bleibt der Handel, der viel beschworene e-Commerce.

Da aber schockierte Autohersteller Opel kürzlich mit einer schwachen Zwischenbilanz. Seit Anfang März bieten die Rüsselsheimer im Internet sechs Sondermodelle zu besonders günstigen Preisen an. Der Surfer konfiguriert das Auto am Bildschirm und bestellt den Wagen gleich über das Internet. Mit 300 verkauften Autos hat der Vertriebsvorstand bis zum Ende der Aktion am 31. Juli gerechnet. Zur Halbzeit waren aber gerade erst 61 Autos über das Internet verkauft worden. Auch bei Fiat lief der Netz-Verkauf mit zwei Wagen in sechs Monaten nicht gerade glänzend.

Was bleibt, ist die Erkenntnis: Das Internet ist ein Informationsmedium. Die Menschen wollen sich über Produkte und Dienstleistungen informieren. Gekauft aber wird meist noch im Geschäft.

Wer für Informationen wie Nachrichten oder Börsendaten Geld verlangt, wird erleben, was die Geschichte für fast alle Könige bereithielt: Den Sturz vom Thron.

Dieser Beitrag wurde von http://www.content-one.de/ für FTMarketWatch.de erstellt.

Dirk Kunde ist ein Reporter für www.content-one.de.
Mich würde interessieren, woher Holtrop kommt.
Ist es so wie bei :
Ricke Senior- Sommer- Ricke Junior, oder hat sich Holtrop durch irgend eine besondere Leistung für diesen Vorstandsposten qualifiziert?
Davon und nur davon wird abhängen, in wieweit T- Online eine
klitzekleine Chance besitzt einmal ein Plus zu erwirtschaften.
Prägnant für die deutsche Wirtschaft ist schon seit langer Zeit das Nichtskönnerkarussel, was sich immer schneller dreht, frei nach dem Motto:
Wegloben, abfinden, Problem gelöst!
Also, welche Lorbeeren hat sich Holtrop vorher erworben,(ehrliche und nachzuweisende Sachen ohne billige Tricks und Leute entlassen) um wenigstens EIN Argument FÜR T- Online zu haben?
T-Online: Deutlich berbewertet (Prior Brse)


Der Börsenexperte Egbert Prior hält die Telekom-Tochter T-Online weiterhin für deutlich überbewertet. Trotz des starken Kursverfalls seit Börsengang sei das Unternehmen immer noch 12 Milliarden Euro wert.

Diese Bewertung entspreche einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von neun. Dabei würden die Fundamentalzahlen dies in keiner Weise rechtfertigen. Bei einem Umsatz von 280 Millionen Euro im ersten Quartal habe T-Online immerhin einen Verlust von 123 Millionen Euro ausweisen müssen.

Wegen der starken Konkurrenz lasse sich als Zugangsdienstleister einfach kein Geld verdienen. Die Idee, durch kostenpflichtige Informationsangebote die Umsätze zu steigern, werde nach Ansicht vom Prior-Börsenbrief daran scheitern, dass die Zahlungsbereitschaft der "User" gegen Null tendiere. Ein faires KUV liege bei eins, woraus sich ein Kursziel von lediglich einem Euro ergebe.

Analyst: Prior Börse
WKN der Aktie: 555770
KGV 02e: -
Besprechungskurs: 10 Euro
Kursziel: 1 Euro
Rating des Analysten: Überbewertet




Quelle: Aktienresearch 27.06.2001 11:02
kommt hin mit 1 euro


der Mutterkonzern Telekom kommt auch noch unter die Räder
spätestens wenn der rote Hans verkaufen muss:D



mfg a.head
Internet-Portale noch immer auf der Suche nach neuen Einnahmequellen



Desaströse Kursentwicklung – Kostenpflichtige Angebote als Ausweg?

rms Frankfurt – Internet-Portale am Neuen Markt haben sich in den vergangenen Monaten als wahre Geldvernichter entpuppt. Die Aktien von T-Online, Freenet, Lycos Europe, Web.de und Endemann produzierten bisher Kursverluste, die über den Indexverlust des Nemax All Share hinausgingen. So haben sich z.B. Web.de gegenüber ihren Höchstkursen fast gezehntelt, T-Online verloren vier Fünftel ihres Wertes. Lycos Europe, die für 24 Euro emittiert wurden und diesen Kurs nie überschritten haben, sind inzwischen zum Penny Stock geworden. Bei Endemann sieht das Bild ganz ähnlich aus.

T-Online kostet 10 Mrd. Euro

In ihrer Börsenbewertung weisen die vier Portal-Anbieter immense Größenunterschiede auf: T-Online bringt es bei derzeitigen Kursen auf mehr als 10 Mrd. Euro, Lycos Europe dagegen nur auf rund 300 Mill. Euro und Freenet auf 145 Mill. Euro. Schlusslicht ist Endemann mit lediglich 10 Mill. Euro. Nur für Endemann und Freenet werden für 2002 Gewinne prognostiziert; das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt danach bei 82 und 76.

Etwas anders positioniert sind die so genannten Content-Portale wie Tomorrow Internet und Focus Digital, die von Anfang an auf eigene Inhalte gesetzt haben. Auch hier war die bisherige Kursentwicklung desaströs. Bei derzeitigen Kursen bringt es Tomorrow auf eine Marktkapitalisierung von 56 Mill. Euro und Focus Digital auf 65 Mill. Euro. Während Focus Digital für das kommende Jahr Verluste prognostiziert werden, soll Tomorrow nach einer Schätzung von Sal. Oppenheim einen Gewinn von 0,42 Euro je Aktie machen. Demnach errechnet sich auf der aktuellen Kursbasis ein KGV für das Jahr 2002 von lediglich 6,8.

Wegbrechende Erlöse

Das große Problem der Online-Portale: Ihre Haupteinnahmequellen brechen weg. Für Lycos, Endemann, Web.de, Tomorrow und Focus Digital bedeutet dies vor allem rückläufige Werbeeinnahmen aus dem Banner-Verkauf, bei T-Online und Freenet zusätzlich sinkende Internet-Zugangsentgelte. Zudem sind die Provisionen aus dem E-Commerce weit hinter den ehemals hoch gesteckten Erwartungen zurückgeblieben.

Die Portale versuchen nun, gegenzusteuern: Web.de beispielsweise hat kürzlich ein eigenes Billing-System eingeführt, um später kostenpflichtige Dienste einführen und abrechnen zu können. Welche Dienste dies aber sein könnten, darüber schweigt sich das Karlsruher Portal bis heute noch aus. T-Online versucht nach dem (teuren) Scheitern der Flatrate Kosten zu senken, und baut Personal ab. Mittelfristig will sich die Telekom-Tochter zum „Internet-Medienhaus“ wandeln und ebenfalls Inhalte kostenpflichtig anbieten. Dazu wurden bereits Kooperationen mit der ZDF-Sendung „heute“ und Bild.de vereinbart.

Endemann, die zunächst eine Mehrportalstrategie gefahren hatten, konzentrieren sich jetzt auf die Kernmarke Abacho.com. Zudem ist der Portal-Betreiber in das (Internet-)Beteiligungsgeschäft eingestiegen, das bisher allerdings nur Verluste eingebracht hat. Dagegen setzt Lycos Europe unverändert vor allem auf Werbung und E-Commerce. Focus Digital schließlich will mit der Technologie, die ihrem Portal Netguide zugrunde liegt, Lizenzerlöse erwirtschaften.

Unsicherheit bleibt

Der größte Unsicherheitsfaktor in den modifizierten Businessmodellen dürfte das künftige Verhalten der Internet-Nutzer sein. Ob überhaupt jemand bereit sein wird, für bisher kostenlose Angebote wie z.B. E-Mail oder SMS demnächst zu bezahlen, muss angesichts der Vielzahl alternativer Anbieter im Web bezweifelt werden. Trotz der vielen Unsicherheiten sind die kleineren am Neuen Markt notierten Portale nicht unbedingt Pleitekandidaten, sondern bei weiter sinkenden Kursen eher potenzielle Übernahmeobjekte. Nach Ansicht des Marktforschungsinstituts Forrester Research dürften in Deutschland nur die drei führenden Portale Yahoo, T-Online und AOL überleben. Portalen aus der zweiten Reihe wie Web.de werde in den nächsten Jahren das Geld ausgehen. Diese würden dann bei den Riesen der Branche um eine Übernahme bitten, so Forrester Research.

Der Analyst Joachim Koller von Merck Finck & Co. sieht das Web.de-Portal indes als „absolut führend in Deutschland“ an. Die Gesellschaft werde voraussichtlich gegen Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres kostenpflichtige Services einführen. Dass dies gelingt, bezweifelt Koller nicht, zumal T-Online z.B. sogar kostenpflichtige Service-Hotlines eingerichtet hat. Dennoch stuft er Web.de wegen der hohen Bewertung nur auf „halten“. Auch T-Online sei sehr hoch bewertet, sagt er.

Lycos „verkaufen“

Bei Lycos Europe plädiert Koller sogar für „verkaufen“. Ganz im Gegensatz zu Web.de versuche die Gesellschaft, ihren in den USA bewährten Auftritt einfach auf Deutschland zu übertragen. Dieses Vorgehen, das auch Yahoo praktiziere, erscheint Koller wenig erfolgversprechend, weil das Nutzerverhalten hierzulande anders sei als in den USA. Die Anzahl der registrierten Kunden werde nicht veröffentlicht, die Technologie sei anfällig, die Inhalte der Website „nichts Besonderes“. Zudem würden kaum Unified Messaging Services angeboten, und die Website erzeuge keine Kundenaffinität. Auch die Aktionärsstruktur berge künftige Probleme. Terra Lycos und deren Mutter, die spanische Telefónica, hätten erkannt, dass die Synergien der Portale von Terra und Lycos eher gering seien. Optimistisch ist Koller dagegen für Freenet, die er auf „kaufen“ stuft. Positiv sei das große Kundenpotenzial, das sich durch die Muttergesellschaft MobilCom erschließe. So sei Freenet bei deren Mobilfunk-Kunden bereits vorinstalliert. Mittelfristig sieht Koller für die Gesellschaft große Chancen durch den mobilen E-Commerce. Allerdings gehen die Prognosen zum möglichen Volumen des so genannten M-Commerce bis heute weit auseinander.

Siehe auch Lycos Europe im Qualitätstest der Börsen-Zeitung, Nr. 134 vom 14.7.2001

Quelle: boersen-zeitung.com
Jetzt mal im Ernst, wer geht den in 5 - 10 Jahren noch über die Telefonleitung ins internet ??

Wohl kaum jemand !!!

Dann wird jeder Internet Zugang über die Steckdose möglich sein und das bei unglaublicher Bandbreite.

TOI wird dann jedoch keine € 2,50 mehr Wert sein.

Gruss
L
T-Online „fällt wie ein Stein"


Die Aktie der T-Online International AG hat am Freitagnachmittag deutlich nachgegeben. Händler verwiesen auf das Flatrate-Angebot des Wettbewerbers AOL Deutschland, das auf Grund einer großen Kauforder erst heute in den Kurs eingearbeitet werden könne.


dpa-afx FRANKFURT. T-Online verloren bis 15.45 Uhr bei relativ hohem Umsatz 5,20 Prozent auf 7,65 Euro. Der Nemax-50 gab unterdessen 5,02 Prozent auf 1 110,18 Punkte ab.

„Man sagt halt, im Vergleich zu Lycos Europe seien T-Online teuer. Und weil Lycos Europe nicht steigen, verlieren T-Online“, erklärte ein Händler. Auch ein anderer hielt die Aktie im Vergleich mit anderen Werten aus der Branche für "viel zu teuer“. Bis heute Morgen habe eine große Kauforder die Aktie gehalten, so dass die vom Wettbewerber AOL angebotene Flatrate noch nicht in den Kurs eingearbeitet werden konnte, sagte er. „Der Kurs fällt seither wie ein Stein.“


Quelle: Handelsblatt.com


Vielleicht handelt es sich bei dieser grossen Kauforder um Shorteindeckungen ?
@se2707

warum so optimistisch

0€ sind warscheinlicher als 2,5€

also schreib doch gleich INSOLVENZ antrage.

by
kim
quelle: gatrixx.de

Bild.de - Digitales Massenblatt oder Cash Burner?


Das Infotainmentportal Bild.de, künftig eine gemeinsame Tochtergesellschaft zwischen T-Online und dem Axel Springer Verlag, soll am 1. August 2001 in seiner ersten Stufe online gehen. Mit dem Projekt wollen die beiden Medienunternehmen an den Massenmarkt und zur führende Internet-Plattform in Europa zu werden. Doch das kostet Millionen und beim Axel-Springer regiert wegen dem gebenwärtig schlechten Anzeigengeschäft der Rotstift. Wir sprachen mit der Sprecherin des Axel-Springer Verlags über den weiteren Kurs von bild.de

de.internet.com: Probleme beim Anzeigengeschäft zwingt auch Bild.de einen Sparkurs auf. Ist es richtig, das dass Projekt allein in diesem Jahr 45 Millionen Mark kosten wird und tritt der Verlag auf die Kostenbremse?

Carola Schmidt, Axel Springer Verlag: Die Zahl kann ich so nicht bestätigen, dazu, was genau in dem Bereich investiert wird, machen wir allerdings auch keine konkreten Angaben. Ich kann ihnen aber versichern, dass wir weiter da investieren, wo es erforderlich ist. Allerdings müssen wir, wie die ganze Branche, sparen. Das zeigt sich besonders darin zeigt, dass wir Synergien zwischen den Redaktion nutzen.

de.internet.com: Soll die eigene Online-Nachrichtenredaktion in Berlin abgespeckt werden und die Nachrichten-Inhalte künftig aus Hamburg unter der Leitung des Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann zugeliefert werden? Noch im Februar hatte ihr Verlag den Umzug der Online-Redaktion von Bild.de von Hamburg nach Berlin verkündet.

Carola Schmidt: Wir wollen die Newskompetenz der Bildredaktion nutzen, das ist eigentlich die Grundidee. So werden Nachrichten aus verschiedenen Bereichen angeliefert, Herr Rödel in Berlin ist aber voll verantwortlich für die Inhalte. Und am Standort in Berlin wird sich nichts ändern.

de.internet.com: Wird ihre Entscheidung auch den Kooperationspartner T-Online, der rund 80 Millionen Mark in das geplante Joint-Venture Bild.de/T-Online einbringen wird, betreffen?

Carola Schmidt: An dem Joint Venture mit T-Online gibt es keine Abstriche, da machen wir keinen Rückzieher. Unser Anteil an dem Joint Venture wird erfüllt.

de.internet.com Frau Schmid, wir bedanken uns für das Gespräch. (as / susa)


Kommentar: Wenn es tatsaechlich 45 Million pro Jahr braucht um ein paar Titten ins Netz zu stellen, werden Bild und T-Onine auch mit Erotik keine muede mark verdienen.

@ Kimble01
Die 2,5 euro haben sich aus dem Cash-Bestand errechnet. Langfristig ist eine Firma ohne Gewinn nichts wert - da hast Du recht!
ftd.de, Mi, 1.8.2001, 9:03
T-Online: Verlust geringer als erwartet

Der größte europäische Internet-Anbieter T-Online hat im zweiten Quartal des Jahres 2001 seinen Verlust gegenüber dem ersten Quartal reduziert. Trotzdem schreibt die Telekom-Tochter weiter tiefrote Zahlen.

Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, der Vorsteuerverlust habe sich im zweiten Quartal auf Ebitda-Basis auf 56,9 Mio. Euro belaufen, nach einem Verlust von 66,4 Mio. Euro im ersten Quartal. Den Konzernumsatz gab T-Online für das Halbjahr mit 539 Mio. Euro an, was einem Plus von rund 53 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspreche. Im ersten Quartal hatte der Umsatz von T-Online 280,19 Mio. Euro betragen, so dass sich der Umsatz im zweiten Quartal nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters auf rund 259 Mio. Euro belief.

Analysten hatten für das Halbjahr durchschnittlich mit einem Umsatz von 546,69 Mio. Euro und mit einem Vorsteuerverlust auf Ebitda-Basis in Höhe von 131,6 Mio. Euro gerechnet. Die T-Online-Aktie hatte vor wenigen Tagen mit 7,15 Euro ein neues Allzeittief markiert.


Zum Ende des ersten Halbjahres verfügte T-Online den Angaben zufolge über rund 9,2 Millionen Kunden in Europa. Etwa 335.000 nutzten den Zugang per Breitband-Pauschaltarif T-DSL-Flatrate. Allein im Monat Juni wurden laut T-Online doppelt so viele Kunden für diesen Tarif gewonnen, wie im Durchschnitt der vergangenen Monate.


Kommentar:
Ein Wachstumsunternehmen mit rückläufigen Umsätzen ?
Gleichzeitig beträgt der Verlust ohne Zinsen, Steuern und Abschreibungen noch immer fast ein Viertel des Umsatzes.
Daß der Kurs nicht sofort wie ein Stein fällt, lässt sich nur damit erklären daß es sich um ein Internetunternehmen handelt.
Quelle: Handelsblatt.com

T-Online muss bei Inhalten aufholen


von THOMAS NONNAST


Zur Halbzeit des Geschäftsjahres sehen Analysten die Verluste der Telekom-Internettochter im Rahmen der Erwartungen. Doch wächst beim Thema Content die Ungeduld. Investoren fehlt eine schlüssige Inhaltestrategie.


tnt FRANKFURT/M. Der Internetanbieter T-Online hat im zweiten Quartal neue Nutzer gewinnen können. Allerdings hat sich das Wachstum mit einem Plus von rund 6 % im Vergleich zum Vorquartal merklich abgeschwächt. Konzernweit hat die T-Online International AG, Darmstadt, zum Ende des zweiten Quartals 9,2 Millionen feste Nutzer seiner Marken T-Online, Ya.com in Spanien sowie Club Internet in Frankreich. Mit 7,4 Millionen Nutzern liegt T-Online auf dem Heimatmarkt Deutschland mit weitem Abstand vor den Konkurrenten AOL Deutschland sowie der Mobilcom-Tochter Freenet.

Bislang konnte T-Online 335 000 Kunden den Internet-Hochgeschwindigkeitszugang T-DSL in Verbindung mit einer Flatrate schmackhaft machen. Wie viele der inzwischen 750 000 angeschlossen Nutzer T-Online mit anderen Tarifmodellen nutzen ist nicht bekannt. Mit rund 12 facher ISDN-Geschwindigkeit eignen sich die Breitbandanschlüsse, um neben normalen Internetseiten bewegte Bilder, Musik oder Computerprogramme über das Internet auszuliefern.

Investoren bemängeln fehlende Konzepte bei Inhalten
Doch im Bereich der Inhalte wächst die Kritik von institutionellen Anlegern und Analysten am T-Online-Management. Vor allen Dingen institutionelle Investoren vermissen eine schlüssige Strategie beim Thema Breitbandinternet. „Investoren fragen uns häufig, wie die Geschäftsmodelle für die geplanten Allianzen mit dem ZDF-heute oder Bild.de aussehen sollen", sagt Simon Hawkins vom Internet-Team bei Dresdner Kleinwort Wasserstein. Doch bislang ist das Management die Antwort schuldig geblieben, wie T-Online im Portalgeschäft Geld verdienen will. Bezahlinhalte in Verbindung mit besonderen Internetzugangs-Angeboten sind zwar angekündigt, doch konkreter wollten die T-Online-Manager bislang nicht werden.

Dabei sind sich die Experten einig, dass die Strategie auf Inhalte zu setzen richtig ist. Doch trotz wachsender Nutzerzahlen operiert das Unternehmen weiterhin tief in der Verlustzone. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres wird T-Online den Schätzungen zufolge einen Verlust zwischen 130 und 140 Mill. € ausweisen. Die Ergebnis-Erwartungen für das Gesamtjahr schwanken zwischen Minus 240 und 300 Mill. €. Erstmals werde aber der Umsatz über 1 Mrd. € liegen.

Schwacher Werbemarkt
„Das zweite und dritte Quartal bleibt aber für T-Online schwierig", prognostiziert Petra Heist, Analystin bei der Hypovereinsbank. So erwartet die Analystin, dass die Portal Umsätze aufgrund des schwachen Werbemarktes hinter den ursprünglichen Zielen zurückbleiben werden. Das Ziel, in drei Jahren 30 % des Umsatzes mit Online-Werbung und E-Commerce zu machen, erscheine „ambitioniert“.

Die Analysten der Investmentbank Merrill Lynch überzeugt T-Online aufgrund seiner starken Marktstellung auf dem deutschen Markt. Gleichzeitig weisen sie aber darauf hin, dass die Zahl der Nutzer (Unique Users) zwar seit August 2000 um 75 % zugelegt habe, doch das Wachstum hinter den Zuwächsen in Deutschland von 83 % liegen. „T-Online nutzt bisher zu wenig die Vorteile der enormen Reichweite in Deutschland“, sagt Merrill Lynch Analyst Peter Bradshaw.

Club Internet auf dem Prüftstand
Parallel muss das Management weiter an der Kostenschraube drehen, um das von den Analysten frühestens für das Jahr 2003 erwartet erreichen der Profitabilität zu erreichen. Dazu gehört zum Beispiel die angekündigte Auslagerung der Call-Center. Doch wahrscheinlich werden weitere Kostenschnitte folgen. Laut dem Vorstandsvorsitzendem Thomas Holtrop stehen „alle Bereiche auf dem Prüfstand". Besonders gründlich wird Holtrop dem Vernehmen nach die verlustbringende französische Tochter Club Internet unter die Lupe nehmen, die der französischen Medienkonzern Lagardère gegen 5,7 % der T-Online Anteile eingetauscht hat. Mit rund 700 000 Nutzern liegt Club Internet in Frankreich auf dem vierten Platz hinter Wettbewerbern wie Wanadoo, AOL und Tiscali. Branchenkenner gehen davon aus, dass T-Online Club Internet im nächsten Jahr entweder einem radikalen Umbau unterziehen oder verkaufen wird. „Es ist nicht auszuschließen, dass sich T-Online künftig ausschließlich auf den deutschsprachigen Raum konzentrieren wird“, spekuliert ein Experte.

Kommentar:
Mich würde interessieren, ob die 5,7 % T-Online Aktien immer noch in Frankreich liegen oder inzwischen abverkauft worden sind.
Sollten die Aktien auf den Markt kommen - immerhin 60 Millionen Stück und damit fast die Hälfte des Free Float - dann ist T-Online schnell unter 5 Euro.
21.05.2001

T - O N L I N E

Digitales Desaster

Es wird eng für die Telekom-Tochter. EU-Kommissar Monti hat das Unternehmen im Visier, die französische Holding Lagardere will ihr Aktienpaket verkaufen, und ABM Amro empfiehlt, die Aktie des Providers gegen Tiscali zu tauschen. Auch die Quartalsergebnisse zeichnen ein düsteres Bild.


(© DPA)


Eu-Wettbewerbshüter Mario Monti

Berlin - Im Kampf zwischen Tiscali und T-Online scheint sich das Blatt gegen den deutschen Provider zu wenden. Denn nach Auffassung von EU Wettbewerbskommissar Mario Monti fordert die gegenwärtige Marktstärke von T-Online eine aufmerksame Beobachtung durch die Wettbewerbsbehörden.
In einer Reihe europäischer Länder sei festzustellen, dass einige Internet- und E-Commerce-Märkte von Unternehmen beherrscht zu sein scheinen, die von einer früheren Monopolsituation profitierten. Vor allem im Telekommunikationssektor sei dies der Fall, sagte Monti am Montag auf der 10. Internationalen Kartellkonferenz in Berlin. Die Position von T-Online in Deutschland beispielsweise erscheint "sehr stark", betonte der Wettbewerbskommissar.

Keine Vorteile aus früherer Monopolstellung

Deshalb würden strategische Allianzen und Absprachen über einen exklusiven oder bevorzugten Zugang zu Inhalten auf diesen E-Commerce-Märkten besonders genau geprüft. Die Wettbewerbsbehörden müssten auf der Hut sein, um nicht nur dafür zu sorgen, dass keine unrechtmäßigen Vorteile aus dieser früheren Monopolposition resultierten, sondern diese starke Position im E-Commerce-Markt nicht noch durch Wettbewerbsregulierungen gestärkt werde.




Qualität nicht mehr zum Nulltarif Vorstandschef Holtrop will T-Online ein neues Gesicht verpassen. ...mehr

Auf dem Boulevard
Das Geheimnis ist gelüftet. Die T-Online steigt beim Axel-Springer-Portal Bild.de ein. ...mehr


Unterdessen sind auch Analysten zusehends skeptischer geworden. Die Invesmentbank ABN Amro hat den T-Online-Aktionären empfohlen, ihre Wertpapiere gegen Aktien des italienischen Internet-Anbieters Tiscali zu tauschen.

Die Analysten erwarten, dass der Aktienkurs in den nächsten sechs Monaten um bis zu zehn Prozent vom Marktdurchschnitt abweichen wird. Zur Begründung verweisen sie auch auf die Äußerungen des EU-Wettbewerbskommissars Monti. Es sei damit zu rechnen, dass die Wettbewerbshüter künftig die Zügel anziehen werden.

T-Online-Beteiligung soll verkauft werden

Zudem bereite die französische Holding Lagardere scheinbar den Verkauf ihrer 5,8-prozentigen Beteiligung an T-Online vor. Die Hauptversammlung hat bereits der Ausgabe von Wandelanleihen bis zu zwei Milliarden Euro zugestimmt, mit deren Hilfe sich Finanzvorstand Dominique D`Hinnin der weniger liquiden Beteiligungen wie etwa T-Online entledigen will. Der Lagardere-Anteil entspricht dem durchschnittlichen T-Online-Handelsvolumen an 92 Handelstagen oder bis zu 30 Prozent des gegenwärtigen Streubesitzes.

....

Quelle: manager-magazin.de
T-Online: Hände weg (Euro am Sonntag)


Hände weg von T-Online, so das Statement der Experten der Euro am Sonntag. Das Unternehmen habe im vergangenen Quartal zwar weniger Verlust gemacht als erwartet wurde, allerdings blieb der Umsatz hinter den Erwartungen zurück. Da noch Jahre vergehen können, bis Chef Thomas Holtrop den Anlegern wieder Gewinne präsentieren kann, sollten Investoren das Papier im Moment meiden.

Analyst: Euro am Sonntag
WKN der Aktie: 555770
KGV 02e: k.A.
Besprechungskurs: 8,03 Euro
Kursziel: k.A.
Rating des Analysten: Verkaufen
Selbstverständlich Experten!
Die haben doch auch Fantastic vor über einem Jahr bei einem Kurs von ca. 19 Euro zum Kauf empfohlen.....oder Adva bei einem Kurs von weit über 100 Euro......selbstverständlich als Langfristinvestment......was für eine Lebenserwartung haben Euro Am Sonntag Analysten????????????
Aber trotzdem- Finger weg von T...welche auch immer von denen.......es sei denn als LLLLLLLLLaaaaaangfristinvestment!!!!!!
Lex: European internet
Published: August 5 2001 19:28GMT | Last Updated: August 5 2001 19:31GMT

Slowly but surely, Europe`s internet service providers are reducing their losses and inching towards break-even. It remains an excruciatingly painful crawl. T-Online`s earnings before interest, tax, depreciation and amortisation improved from minus E66m in the first quarter to minus E60m in the second, Terra Lycos`s ebitda from minus E75m to minus E65m.

Internet advertising is at least still growing in Europe - unlike the US - though at a much slower rate than expected. But the record is patchy. Wanadoo`s second-quarter advertising revenues were up 33 per cent on the first, but T-Online`s advertising performance was relatively weak. T-Online`s access revenues fell second quarter over first. But all Europe`s big internet companies benefited from improved margins on access - a business many had written off as worthless. Terra Lycos benefited from moving some free access customers on to fee-paying tariffs, T-Online and Wanadoo by moving customers from highly unprofitable unlimited access schemes to more sustainable products.

Better margins on access shorten the path to break-even. But it is hard to get excited about this revenue stream. Competition from AOL and cable companies will ensure margins remain modest, and Europe`s internet companies will not be able to force their telecommunications parents to cut traffic costs very much. Internet access is still essentially telecoms reselling. The value is in the portals. But with e-commerce gravitating to destination sites like Amazon.com, portals will have to rely on internet advertising. Their business model remains unproven.
ANALYSE: Merck Finck begrüßt Zusammenarbeit von T-Online mit Springer - `Hold`


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Analysten von Merck, Finck & Co haben die in einem Pressebericht gemeldete Zusammenarbeit der T-Online International AG mit dem Axel Springer Verlag bei der Vermarktung von Online-Werbeplätzen begrüßt. In einer am Montag veröffentlichten Studie bekräftigten sie ihre Anlageempfehlung "Hold".

Demnach gehen sie davon aus, dass die Aktie in den kommenden sechs Monaten um bis zu 30 Prozent zulegen wird. "Wir sehen das als weiteren Schritt in die richtige Richtung für T-Online. Das Unternehmen versucht, sich aus der Abhängigkeit vom Zugangsgeschäft zu lösen, und mehr Umsatz im Portalgeschäft zu machen", schrieb Theo Kitz, der zuständige Analyst der Privatbank./hi/js

quelle: gatrixx.de


Kommentar: 30 % mehr wären bei einem Kurs von 7,5 Euro etwa
2,5 Milliarden Euro Zuwachs an Marktkapitalisierung.
Der gesamte Online Werbemarkt in Deutschland macht 2001 etwa 500 Mio. DM Umsatz. Wenn es T-Online gelänge die Hälfte davon zu ergattern sind das 250 Mio DM Umsatz. Bei Provisionen von 40 % ergibt das einen Umsatz von 100 Mio DM. Bei einer Gewinnspanne von 30 % käme ein Gewinn von 30 Mio Dm raus, der dann mit Springer geteilt werden muesste. Angenommen sie machen Halbe Halbe wären das 15 Mio DM Gewinn für T-Online. Bei 1,2 Milliarden Aktien wären das 0,1 Pfennig pro Aktie. Somit wäre ein Kursanstieg von 1 bis 2 Cent gerechtfertigt. Aber im Ernst: Wer würde von T-Online werbung kaufen ?
D E U T S C H E T E L E K O M

Konkurrenz aus dem eigenen Hause

Ron Sommer wirbt seiner eigenen Internet-Tochter T-Online mit ADSL-Angeboten die Kunden ab. Thomas Holtrop muss nun schnell handeln.

Frankfurt - Die Deutsche Telekom wirbt nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) ihrer eigenen Tochtergesellschaft T-Online Kunden ab. Während T-Online angekündigt habe, für seine rund eine Million Geschäftskunden neue Angebote zu entwickeln, biete die Telekom-Sparte T-Com seit Juli einen schnellen Internet-Zugang an, der genau dieser Zielgruppe entspreche.
Das Angebot mit dem Namen "Business Online" basiere auf der gleichen Netzwerkplattform wie T-Online. Möglich sei nur der schnelle ADSL-Zugang, nicht jedoch der Zugang über ISDN oder Modem. Die Übertragungsraten für das Up- und Download würden die des ADSL-Angebotes von T-Online übertreffen, schreibt die Zeitung.

Die Verbindungskosten würden nicht nach Zeit, sondern nach Datenvolumen berechnet. Interessant sei "Business Online" insbesondere für Unternehmen, die ihr lokales Netzwerk zentral über einen Zugang ans Internet anschließen wollen. Das Angebot der Telekom ist besondere für diese Zielgruppe interessant. T-Online habe es dem Zeitungsbericht zufolge bisher versäumt gerade für diese Kunden ein maßgeschneidertes Angebotpaket zu schnüren.

"Business Online" wird T-Online-Chef Thomas Holtrop nicht schmecken. Denn der Provider-Chef hatte auf der Hauptversammlung Ende Mai noch angekündigt, das Geschäftskundenfeld auszubauen. Er rechnet mit rund 2,5 Millionen Geschäftskunden. Viel Zeit bleibt ihm nicht sich ein passendes Angebot zu entwickeln, sonst fährt ihm die Muttergesellschaft einfach davon.

Quelle: manager-magazin.de
T - O N L I N E

Auseinander gelebt

Das Bündnis der beiden Internet-Firmen wird vor allem den Bankern zur Last. Doch eine Trennung steht in den Sternen. Denn Comdirect-Chef Weber ist per Zwangsehe mit T-Online-Lenker Holtrop verbunden.

Setzt andere Prioritäten: T-Online-Lenker Thomas Holtrop

Als Thomas Holtrop (46), seit Jahresbeginn Chef des Internet-Providers T-Online, Ende Mai 2001 erstmals zu seinen Aktionären sprach, redete er viel über Partnerschaften. Von der Zusammenarbeit mit dem ZDF erzählte Holtrop in der Hauptversammlung der Telekom-Tochter; von der Kooperation mit der "Bild"-Zeitung, mit DaimlerChrysler, mit der Ergo-Gruppe.
Ein Bündnis spielte in Holtrops Rede allerdings praktisch keine Rolle: die Partnerschaft mit der Commerzbank-Tochter Comdirect. Seltsam, immerhin ist T-Online mit 21 Prozent an dem Onlinebroker beteiligt, die Commerzbank hält ihrerseits 2 Prozent an T-Online. Vorstände beider Firmen sitzen im Aufsichtsrat des Partners; und noch im April hatte die Comdirect vermeldet, die Zusammenarbeit solle "intensiviert" werden.

Ein frommer Wunsch, so scheint es heute. Das Bündnis mache keinen Sinn mehr, klagt ein Comdirect-Manager. Holtrop habe offenbar zu viele Probleme im eigenen Haus, um die Zusammenarbeit voranzutreiben.

Die Kooperation hatte sich 1998 mit einem "Get it all" getauften Angebot durchaus erfolgreich angelassen. Vergangenes Jahr wurde die Partnerschaft deshalb durch die Über-Kreuz-Beteiligung bekräftigt.

Seither stockt die Entwicklung. Die zweite Initiative "Surf and Trade" brachte kaum zusätzliche Kundschaft; ein für das Frühjahr geplanter Relaunch lässt bis heute auf sich warten. Burkhard Graßmann (35), im Vorstand von T-Online für die Kooperation zuständig, erklärt die Verzögerung mit "neuen Produkten", die derzeit entwickelt würden.

Auf den Internet-Seiten der beiden Unternehmen gibt es allerdings nur noch spärliche Hinweise auf den Partner. Stattdessen wird bei T-Online die Präsentation der Börsennachrichten flankiert von Anzeigen des Comdirect-Konkurrenten Consors.

Nicht nur deshalb ist die Partnerschaft für die Banker zur Last geworden. Comdirect-Chef Bernt Weber (59), von Sorgen um die sinkenden Erträge geplagt, würde gern im Ausland Verbindungen mit anderen Brokern eingehen, um seine Kundenzahlen zu erhöhen. Doch ein Aktientausch ist schwierig: 21 Prozent der Anteile liegen bei T-Online fest, 59 Prozent bei der Comdirect-Mutter Commerzbank.

Insider vermuten, das Bündnis könnte wieder aufgelöst werden. Offiziell weisen Commerzbank und T-Online aber jede Absicht von sich, die Beteiligung am Partner zu verkaufen.

Das wäre auch kein gutes Geschäft. Für keinen der beiden. Das Comdirect-Aktienpaket im Besitz von T-Online war Mitte August etwa 670 Millionen Euro weniger wert als zum Börsenstart des Direktbrokers; die Commerzbank-Beteiligung an T-Online hatte rund 470 Millionen Euro an Wert eingebüßt.

Ulric Papendick

Quelle: Spiegel.de


Kommentar:

Wenn T-Online es nicht einmal schafft ein Online Affines Geschaeft wie Online-Broking einzubinden, dann ist es auch mit den anderen Kooperationen nicht weit her.
Wenn die Comdirect ihre 25 MIO T_ONLINE Aktien auf den Markt wirft koennte der Kurs nochmal unter Druck kommen.
ftd.de, Mi, 29.8.2001, 10:50, aktualisiert: Mi, 29.8.2001, 12:31
T-Online setzt stärker auf Bezahl-Dienste
Von Martin Murphy, Hamburg

T-Online will das Angebot von kostenpflichtigen Internet-Diensten weiter ausbauen. Europas größter Internet-Anbieter peilt nach mehreren verlustreichen Jahren 2003 schwarze Zahlen an.


T-Online-Vorstandschef Thomas Holtrop sagte am Mittwoch bei der Vorlage der endgültigen Halbjahreszahlen in Berlin, ab sofort biete man einen kostenpflichtigen E-Mail-Dienst an. Der "E-Mail Profi" sei auf Geschäftskunden und Internet-Dauernutzer ausgerichtet und koste 9,90 DM im Monat, wofür die Kunden ein größeres Postfach und nun unbegrenzten Post-Versand via Internet erhielten. T-Online-Kunden ohne "E-Mail-Profi" können 100 Nachrichten pro Tag verschicken.

Künftig will T-Online auch kostenpflichtige Inhalte anbieten. Möglich wären "unabhängige Testberichte, exklusive Börsenbriefe, limitierte Last-Minute-Angebote und vieles mehr", sagte Holtrop. Nach einer Reihe von Tests ist der T-Online-Chef sicher, "dass wir damit auch wirtschaftlichen Erfolg haben werden". Es werde aber auch weiterhin "eine große Auswahl" an kostenlosen Inhalten geben.



Flatrate-Ende stärkt Ergebnis


Der T-Online-Chef sagte, dass die Abschaffung der Schmalband-Flatrate zu einer Ergebnisverbesserung des abgelaufenen Quartals beigetragen habe. Im zweiten Quartal betrug der Vorsteuerverlust 56,9 Mio. Euro. Das seien 14 Prozent weniger als in den drei Monaten zuvor. Für die gesamten sechs Monate habe der Vorsteuerverlust 123,3 Mio. Euro betragen. Der Umsatz sei auf 539 Mio. Euro nach 353 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2000 gestiegen, sagte Finanzvorstand Raerin Beaujean.


Über die Entwicklung für die zweite Jahreshälfte hielt sich Beaujean bedeckt. Er verweis auf Analystenschätzungen die ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von minus 230 Mio. Euro für das Gesamtjahr ausgehen. Im April hätten diese noch bei minus 250 Mio. Euro erwartet, sagte Beaujean. Ziel des Unternehmens bleibe weiterhin beim Ebitda im nächsten Jahr die Gewinnzone zu erreichen, sagte Holtrop. Für den gesamten T-Online-Konzern erwartet er den Durchbruch im Jahr 2003. Das Unternehmen stehe kurz davor, bei den Kunden die magische Grenze von zehn Millionen zu überschreiten. Ende Juni kam die Tochterfirma der Deutschen Telekom auf 9,2 Millionen Kunden.


Quelle: ftd.de


Kommentar:

Bemerkenswert an diesem Artikel finde ich, daß der Finanzvorstand von T-Online sich nicht zum 2. Halbjahr aessern will und auf die Analysten verweist. Immerhin sind ja schon fast 2 Monate vergangen und ein Trend besser oder schlechter sollte erkennbar sein. Im Zweifel nehme ich mal an es laeuft schlechter. Wenigsten nimmt T-Online den Mund nicht so voll wie der Chef der Mutter.
ANALYSE: SES Research bestätigen T-Online mit `Underperformer`


HAMBURG (dpa-AFX) - Die Analysten von SES Research haben die Aktie der T-Online International AG am Mittwoch nach Vorlage der Quartalsbilanz mit "Underperformer" bestätigt. Demzufolge rechnen die Experten damit, dass sich die Papiere um bis bis 20 Prozent schlechter entwickeln werden als der Markt. Europas größter Internetprovider ist am Neuen Markt notiert.

Die neuen Geschäftszahlen seien nicht überraschend gewesen, heißt es in einer Kurzstudie von SES Research. Gegenüber den Anfang August vorgelegten vorläufigen Zahlen würden sich keine Abweichungen ergeben. Als "enttäuschend" bewerten die Experten den Anstieg des Materialaufwandes, der einen Großteil der Durchleitungsgebühren beinhaltet, die beispielsweise an die Konzernmutter Deutsche Telekom entrichtet werden müssen. Trotz rückläufiger Umsätze im Zugangsgeschäft und der Einstellung der defizitären Schmalband-Flatrate sei der Materialaufwand gegenüber dem Vorquartal um 5,3 Prozent gestiegen.

Die Verbesserung des operativen Ergebnisses bei T-Online ist die Folge von Kostensenkungsmaßnahmen in der Position sonstige betriebliche Maßnahmen, schreiben die Experten von SES Reserch. Die Marketingausgaben seien im zweiten Quartal massiv gekürzt worden, so dass die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um knapp ein Drittel sanken./rw/jl/ms

Quelle: gatrixx.de
ftd.de, Do, 30.8.2001, 17:16
Empfehlung: Aussichten für T-Online wolkig bis düster
Von Julian Buchmann, Hamburg

ABN Amro, Merck Finck, Bankhaus Metzler, Lehman Brothers, J.P. Morgan und UBS Warburg haben ihre Prognosen für die Aktie von T-Online überdacht. Die Einstufungen sind neutral bis verheerend.


Nach Ansicht von Merck Finck hellen sich die Perspektiven bei T-Online (WKN 555770) auf. Merck Finck geht im laufenden Jahr von einem Verlust je Aktie von 0,38 nach zuvor 0,61 Euro aus. Im kommenden Jahr erwarten die Analysten einen Verlust von 0,37 nach zuvor 0,48 Euro. Die Prognose für den Verlust je Aktie im Jahr 2003 senken sie von 0,23 auf 0,10 Euro.

Break Even angepeilt

Merck-Finck-Analyst Theo Kitz verweist auf gute Umsatzzahlen. Allerdings deutet er auch auf den erhöhten Verlust beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hin. Während der Umsatz sich um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 539 Mio. Euro steigern konnte, fiel der Verlust beim Ebitda mit 123 Mio. Euro um 112 Mio. Euro höher aus als im Jahr zuvor. Zwei Drittel dieses Verlustes seien im Auslandsgeschäft erwirtschaftet worden.

Kitz weist auch darauf hin, dass T-Online seine Kundenzahl von 1,3 Millionen am 31. Dezember 2000 bis zum 30. Juni 2001 auf 9,2 Millionen ausweiten konnte. T-Online beabsichtigt bis zur Mitte kommenden Jahres im inländischen Geschäft den Break Even zu erreichen. Für das Gruppengeschäft (Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich und die Schweiz) erwartet der Internet-Anbieter den Break Even im Jahr darauf.


Keine Erholung der Margen in Sicht

Die Analysten von ABN Amro sind für den Titel negativer gestimmt. Sie stufen die Aktie von "Halten" auf "Verkaufen" herab. Sie zeigen sich unzufrieden mit dem Zahlenwerk des Unternehmens. Darüber hinaus rechnen sie nicht mit einer Erholung der Margen, die dem Niveau der Margen im ersten Quartal gleich kämen. Sie senken ihre Schätzungen für den Bruttogewinn im laufenden Jahr von 424 Mio. auf 365 Mio. Euro und im kommenden Jahr von 614 auf 467 Mio. Euro.

Das US-Investmenthaus Lehman Brothers hat sein Kursziel für die Aktie von T-Online von 8,50 auf 7,50 Euro gesenkt. Die Einstufung als "Underperformer" behält die Bank bei. Den Analysten zufolge gibt die Entwicklung der Bruttomarge und das zukünftige Wachstum des Ebitda Anlass zur Sorge. Die Schätzung für den Verlust je Aktie im Geschäftsjahr 2001 liegen bei 0,41 Euro. Zuvor waren die Lehman-Analysten von 0,43 Euro ausgegangen. Für das kommende Jahr erwarten sie einen Verlust je Aktie von 0,35 Euro. Ursprünglich hatten sie einen etwas geringeren Verlust von 0,34 Euro prognostiziert.


Heruntergeschraubte Erwartungen

Die Schätzung für den Nettoverlust im Jahr 2001 senken die Experten von 523,9 Mio. auf 503,8 Mio. Euro. Für das Jahr 2002 erwarten sie nun einen Verlust von 425,3 Mio. Euro. Zuvor waren sie von einem geringeren Verlust von 419,6 Mio. Euro ausgegangen.

Beim Umsatz schraubten die Analysten ihre Erwartungen für T-Online zurück: Für das Jahr 2001 erwarten sie nun einen Umsatz von 1,13 Mrd. Euro, gegenüber zuvor 1,29 Mrd. Euro. Im kommenden Jahr gehen sie von einem Umsatz von nur noch 1,47 Mrd. Euro aus. Zuvor hatten sie 1,79 Mrd. erwartet.

Die US-Investmentbank J.P. Morgan hat ihre Anlageempfehlung "Marketperformer" für die Aktie des Internet-Anbieters bestätigt und das Kursziel von 10,50 auf 6,30 Euro gesenkt. Die Investmentbank UBS Warburg hat ihr Kursziel für T-Online auf 8,00 Euro von 10,20 Euro heruntergesetzt. Die Bewertung "Halten" behält die Bank bei. Das Bankhaus Metzler rät, die T-Online-Aktie zu "verkaufen". Das Kursziel senken sie von neun auf sieben Euro.
ftd.de, Mi, 5.9.2001, 14:47
Empfehlung: Goldman Sachs bestätigt T-Online als Outperformer
Von Julian Buchmann, Hamburg

Die Investmentbank Goldman Sachs hat die Aktie von T-Online unverändert mit "Outperfomer" bewertet. Die Analysten haben ihre Schätzung für den operativen Verlust des Internet-Anbieters revidiert.

Das Analysten-Team von Goldman Sachs senkt in einer aktuellen Kurzeinschätzung seine Umsatzprognose für T-Online (WKN 555770) leicht von 1,19 auf 1,12 Mrd. Euro. Die Erwartungen für den Verlust beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nehmen sie für das laufende Jahr von 239 Mio. auf 218 Mio. Euro zurück. Für das Jahr 2002 rechnen die Analysten mit einem Umsatz von 1,47 nach zuvor 1,63 Mrd. Euro. Sie gehen im kommenden Jahr von einem Ebitda-Verlust von 94 nach zuvor 93 Mio. Euro aus.
Das Ausmaß, in dem die Bruttomarge im zweiten Quartal gefallen sei, habe die Experten der Bank überrascht, heißt es in der Bewertung. Allerdings rechnen sie damit, dass sich die Bruttomarge künftig positiv entwickeln wird. Grund sei die Kostenkontrolle auf Betriebsebene und die positive Entwicklung in den meisten Geschäftssparten. Die Analysten errechnen einen fairen Wert der Aktie von neun bis zehn Euro. Goldman Sachs war beim Börsengang von T-Online eine der konsortialführenden Banken.



Kommentar:
Wenn der faire Wert fuer T-Online tatsaechlich bei 9 - 10 Euro liegen sollte, dann hat die Telekom vor 1 Jahr ein gutes Geschaeft gemacht, als sie die Aktien zu 27 Euro an die Boerse brachte. Leider verraet der Artikel nicht wie der faire Wert errechnet wurde. Meine Berechnungen ergeben einen anderen Wert - und zwar weitaus naher bei 0.


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