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Wilde Streiks bei Opel..... - 500 Beiträge pro Seite



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....was soll das eigentlich bringen?

Werbung für den Standort Deutschland ist das jedenfalls nicht und die Erpressung, durch die Streiks die europaweite Produktion lamzulegen, wird der Erhaltung der Werke wohl langfristig auch nicht zuträglich sein.

Den Begriff "Managementfehler" kann man ja allmählich auch nicht mehr hören, der hat sich langsam zu einem Hit im Sprachvokabular der Gewerkschaftsführer entwickelt.

Nachdem man in Deutschland seit Jahrzehnten die Vorzüge einer freien Marktwirtschaft genossen hat, will man diese jetzt, wo sich allmählich rausstellt, dass auch diese Münze 2 Seiten hat, nicht mehr akzeptieren.

Ein Opel Mitarbeiter hat das im Interview ja treffend formuliert, als er sagte, dass er davon ausging, "beim Opel einen Job bis zur Rente" zu haben.

Dem ist halt nicht mehr so.

Mit dem System des "hire&fire" müssen Arbeiter anderswo auch leben, da wird Deutschland wohl nicht länger eine Insel der Glücksehligen bleiben.
Das lustigste daran ist, dass die Gewerkschaftler selbst hier einen aktuellen Bezug zum Irakkrieg herstellen.
Die Opel Arbeiter haben völlig Recht.
Die Bosse in den USA müssen merken , dass wir uns nicht alles einfach gefallen lassen.
Ohne Zukunftsperspektive würde ich auch die Arbeit niederlegen.
Weiter so Opel Arbeiter !
#2

erstens halte ich das für Blödsinn und außerdem:

Sollen wir dann künftig als Vasall den USA als Lehnsherren weltweit in jede militärische Konfrontation folgen, um hier Arbeitsplätze zu sichern?

Die Frage kann man ja dann den Angehörigen von Bundeswehrsoldaten stellen, deren sterbliche Überreste dann hübsch verpackt in Bodybags am Rhein-Main-Airport anlanden werden....
Was sollen die Opel Arbeiten denn machen???

Klatschen und schreien HURA , die Maloche hat ein Ende ?

An den Opel Arbeitern hat es nun definitv NICHT gelegen.
Management Fehler in Deutschland un in den USA haben dazu geführt, zudem die völlig falsche Wirtschaftspolitik von Rot-Grün.

Opel (GM) baut diese Arbeitskräfte ja global gesehen gar nicht ab, sie werden einfach nur von Deutschland (Bochum) nach Polen( Gliwtze- zu deutsch Gleiwitz ) verlagert.
Das riesen Werk dort ( gebaut von der EU- sprich Deutschland) kann mehr als 2 komplette Modelle zusätzlich übernehmen. GM muss dort 10 JAHRE lang keine STEUERN bezhalen, weil es eine SONDERWIRTSCHAFTSZONE ( von der EU finanziert) gibt.
UNTERM Strich heisst das, die EU finanziert den Polen ein
nagelneues Werk Plus subventioniert den Steuerausfall durch die Sonderwirtschaftszone.
GM bekommt ein neues Werk fast geschenkt , Plus keine Steuern, Plus billige Arbeitskräfte ( rund 300 €). bezahlt hat das die EU, sprich Deutschland als größter NETTO ZAHLER.

WIR ZAHLEN, DAMIT ANDERE LEBEN KÖNNEN. GM kann man da gar keinen Vorwurf machen, es ist klar, dass man sich solche Geschneke nicht entgehen lassen kann.

Das Schlimme daran ist, der Fall Opel kann SIGNALWIRKUNG haben, Wer ist der Nächste? VW ? BMW? AUDI ? Mercedes?

Da Deutschland ein Land des Automobilbaus ist, kann sich jeder ausrechnen, was das für unser Zukunft ( Steuerausfälle, rasanter Anstieg der Sozialleistungen auf der Ausgabenseite...) für uns alle bedeutet.

Alleine an Opel Bochum hängen bis zu 40 000 Arbeitsplätze der Zulieferer.
WARUM sich da der Kanzler NICHT einmischt, VERSTEHE ICH NICHT. Warum wurde bei den 200 Mobilcom Angestellten damals so ein riesen Wirbel gemacht?
HIER STEHT das ganze RUHRgebiet auf der KIPPE.
SOLLEN WIR in ZUKUNFT neben dem Solidaritätzuschlag für den Osten (das meine ich nicht negativ bezogen auf die Neuen Länder) noch einen zusätzlichen Solizuschlag für das Ruhrgebiet zahlen??

Irgendwie bricht hier langsam aber stetig die ganze Region Deutschland zusammen, bei unseren NAchbarn wächst die Wirtschaft, und bei uns? Wir werden uns darauf einstellen müssen, es wird sich Europa angleichen, dass heisst, wir werden deutlich Federn lassen müssen.
Und so schlecht kann Opel gar nicht sein, mit dem Opel Blitz sind wir bis nach Moskau vorgestoßen und anschliessend wieder ganz schnell bis nach Berlin zurück.
Opel kann also nicht nur vorwärts fahren..

Ein Garant für Zuverlässigkeit :)
das mit dem EU-Irrsinn sehe ich genauso.

#71 von Cashlover 12.10.04 07:10:15 Beitrag Nr.: 14.627.240 14627240
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die exportorientierten Konzerne in Deutschland mögen von der EU-Mitgliedschaft profitieren, aber wo liegt der Vorteil für die Bürger?

Die global aufgestellten großen Unternehmen zahlen in Deutschland bekanntlich vergleichsweise wenig Steuern.
Gleichzeitig werden die EU-Ausgleichzahlungen, die die BRDeutschland leistet aber aus der Haushaltskasse bedient.

Wenn (formal)-deutsche Konzerne jetzt auch noch Arbeitsplätze am Standort Deutschland abbauen, fällt auch noch das Argument der EU-Befürworter, die Arbeitsplatzsicherung in Deutschland, weg.

Was bleibt dann noch als Argument für die EU-Mitgliedschaft übrig?

Im Ergebnis müssen aus dem Haushalt dann sowohl die zunehmende Arbeitslosigkeit UND die Zahlungen in die EU-Kassen getätigt werden, zuzüglich der Stafzahlungen, die durch Verstoß gegen die Stabilitätskriterien der EU anfallen......das ist ja wohl ein Schildbürgerstreich!
Da brauchen wir uns nun wirklich nicht zu wundern, wenn die Konsolidierung des Staatshaushaltes zur Unmöglichkeit mutiert.

Dazu kommt noch, dass sich allmählich herauskristallisiert, dass man den Angaben einiger Mitgliedsländer bezüglich der Stabilitätskriterien nicht so richtig trauen kann (siehe Griechenland). Ob es gegen solche kreative Zahlengestaltung Sanktionen gibt, ist mir nicht bekannt.
(mir perönlich kommt auch das türkische " Wirtschaftswunder" im Vorfeld der Diskussion um eine entgültige EU-Aufnahme etwas suspekt vor, by the way)

Vielen sind doch auch Regelungen, dass man nicht ohne weiteres aus der EU wieder rauskommt oder das z.B die staatliche Souveränität darunter leidet, dass EU-Recht Landesrecht bricht, garnicht bewußt.

Einen Trost gibt es ja:
Wenn das so weitergeht, wird Deutschland bald auf das Niveau eines reinen EMPFÄNGERLANDES für EU-Zahlungen abgewirtschaftet sein.

DAS hat sich ja dann wirklich gelohnt, bravo!
# cashlover

Nur damit wir uns nicht falsch verstehen ich halte dieses Argument der Gewerkschaften auch für völligen Blödsinn.
Ist aber so gesagt worden.

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende, Ursula Engelen-Kefer, nannte unterdessen die deutsche Haltung zum Irak-Krieg als möglichen Grund für die massiven Stellenstreichungen des US-Mitterkonzerns. Engelen-Kefer sagte der "Passauer Neuen Presse", die Verärgerung Washingtons über die klare und richtige Haltung der Bundesregierung zum Irak-Krieg sei sicher nicht ohne Einfluss auf die Wirtschaft geblieben. Investitionen von General Motors würden jetzt stärker ins so genannte neue Europa fließen, fügte die Gewerkschafterin hinzu.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,323473,00.html
Sorry, aber was bleibt GM denn anderes übrig?
Schon seit langen Kurzarbeit und Zwangsurlaub. Unausgelastete Werke seit Monaten/Jahren? Irgendwann kommt der Punkt da muss man reagieren, sonst geht noch mehr den Bach runter.
Die Modelle laufen nicht. Liegts am Design, Preis, der Qualität? Auf jeden Fall starke Konkurrenz aus Asien und Fankreich und sinkende Kauflaune.
<< Schon seit langen Kurzarbeit und Zwangsurlaub. Unausgelastete Werke seit Monaten/Jahren? >>

Aber NUR auf deutscher SEITE ! In Osteuropa brummt es bei den Opelarbeitsplätzen ! Da heisst es Überstunden/ Überstunden
@ Cashlover

ich sehe es genau wie Du.

man muss sich ja nur fragen, warum sind NORWEGEN und die SCHWEIZ nicht in der EU ?

DIE WÄREN ja schön blöd...

Der Knaller kommt , wenn die Türken aus Anatolien EU Unterstützung bekommen, danach die Ukraine, dann die Weißrussen....

Und wir bezahlen es. natürlich heisst es von der Politk es sei gut für Deutschland... ich sehe aber nur Vorteile für die deutsche Wirtschaft, die ihre Arbeitskräfte subventioniert verlagert und neue Konsumenten bekommt.
Einen Vorteil für das deutsche Volk kann ich nicht erkennen.
Opel (GM) baut diese Arbeitskräfte ja global gesehen gar nicht ab, sie werden einfach nur von Deutschland (Bochum) nach Polen( Gliwtze- zu deutsch Gleiwitz ) verlagert.
Das riesen Werk dort ( gebaut von der EU- sprich Deutschland) kann mehr als 2 komplette Modelle zusätzlich übernehmen. GM muss dort 10 JAHRE lang keine STEUERN bezhalen, weil es eine SONDERWIRTSCHAFTSZONE ( von der EU finanziert) gibt.
UNTERM Strich heisst das, die EU finanziert den Polen ein
nagelneues Werk Plus subventioniert den Steuerausfall durch die Sonderwirtschaftszone.
GM bekommt ein neues Werk fast geschenkt , Plus keine Steuern, Plus billige Arbeitskräfte ( rund 300 €). bezahlt hat das die EU, sprich Deutschland als größter NETTO ZAHLER


Klaro, klingt logisch:)
Und die Arbeitsplätze gehen wohl auch auf Dauer verloren. Nur wird sich ein polnischer Arbeiter jemals einen Opel leisten können? Ein Deutscher konnte es. So profitabel diese Verlagerung auch sein mag, aber dadurch geht doch auf Dauer die ganze Kaufkraft verloren, wo soll das hinführen? Ein Pole verdient 300 EUR, ein Deutscher 2000EUR(weiss nicht genau) Entsteht dadurch wirklich Kaufkradt? Schneiden die sich nicht auf Dauer selbst den Ast ab? Aber na gut, wenn man mir ein neues Werk auf der Grünen WIese baut, ich keine Steuern zahlen muss, die Arbeit nix kosten...dann wär ich blöd das auszuschlagen.
ValuePick, ich bin genau Deiner Meinung!

WIR SELBST schaufeln (=finanzieren)unser eigenes Grab!
Der EU Wirtschaftsraum wurde nur für die Großkonzerne geschaffen.

Was durch 2 Kriege nicht geschafft wurde,haben die Großkonzerne durch korrupte Politiker die gnadenlos dei Staatskasse plündern geschafft.
Die Konzerne selbst mussten dafür keinen Finger krumm machen
Wenn die Gier das Hirn zerfrißt wirds schwierig!
Sollen sie doch die Produktion in immer billigere Länder verlagern, aber bittschön immer schneller!
Was haben Sie davon?
Kurzfristig, ein wahnsinniger pekuniärer Erfolg!
Managergehälter steigen ins Unermeßliche, die Löhne der Arbeitnehmer sinken, ein paradiesisches Bild des Raubtierkapitalismus.
War`s aber beim "Neuen Markt" nicht ebenso?

Alles giert nach oben; bumms dann kommt der tiefe Fall!

Wenn ein Slowake bei einem Monatseinkommen von vielleicht 350 Euro sich einen nagelneuen Opel kaufen will, nun ja, dann muss er mit Sicherheit Nebeneinkünfte der verbotenen Art haben.
Ein Bürger der Bundes"Republik" (äh, mutmaßlicher Einwohner eines vorausgeschickten, geplanten 57. Bundesstaates der United Nations of McWasAuchImmer)kann sich im Allgemeinen bei unserer alles zerstörenden Bürokratie und den nicht mehr zu überkommenden Sozialabgaben, infolge immer mehr in die Untätigkeit geschickter Arbeitswilligen, ein nagelneues Auto nicht mehr leisten.
Also nun, wer kauft die Autos?
Und da beginnen, im Kleinen, und es bahnt sich sich eine Serpentine zu unser aller Bedauern zu Ungunsten des uneingeschränkten Kapitalismus an, die Probleme.
-Absatzstagnation-
Aber: Die Chinesen und Inder kaufen schon: sind ja mehr als 2/5 der Weltbevölkerung. Juhuuu!
Natürlich mit billigem Salär!
Aber, gesetz den Fall jeder Chinese oder Inder könnte sich ein Auto leisten .......
Ölreserven, Rohstoffreserven, Wassermangel ... unendlich

Ich möchte hier keine Schwarzmalerei betreiben, wir hatten in Mitteleuropa 60 Jahre lang Frieden, die Welt ist überbevölkert, .... und die Gier steigt wieder ....
Ich weiß nicht, ob die GM-Bosse darauf vorbereitet sind, aber ich halte ihre Radikal-Nachricht vom Abbau Tausender Stellen und Schließung eines Standorts, vermutlich in Deutschland ;), für eine reine Taktik-Maßnahme.
Zuerst die Bekanntgabe radikaler Schnitte und dann ein leichtes Einlenken und die Forderung auf 30 % ihres in langen Jahren erkämpften Gehalts zu verzichten...
Mit massiven Streiks haben sie wohl nicht gerechnet, aber genau das ist wahrscheinlich das einzig wahre Mittel, um diese Über-Kapitalisten zur Ratio zu bringen!!!
Ob unsere braven deutschen Arbeitnehmer das wohl schaffen?:rolleyes:
...das habe ich noch vergessen: Ich halte das Spielen der Arbeitgeber von GM für einen ethisch und wirtschaftlich nicht zu vertretenden Erpressungsversuch, mit den Existens-Ängsten der Menschen zu spielen!:mad:
Meine Solidarität gilt allen Opel-Mitarbeitern in Deutschland!
Und das sage ich als ehemaliger Fahrer eines Opel Kadett C (war mein erstes Auto, Baujahr 1976 und hatte schon 52 PS
, eines Opel Rekord C und eines Opel Ascona C-CC.
PS: Auch heute bin ich noch im Besitz eines Opel Kadet E, Baujahr 1989, mit 200.000 km auf`m Buckel. OK, ist mein Drittwagen, trinkt aber nur 5,7 Liter Normal bleifrei auf 100 km!
Aufsichtsrat Adam Opel AG:

Hans Barth, Aufsichtsratsvorsitzender Adam Opel AG
Dirk Bresser, Arbeitnehmervertreter
Michael J. Burns, Group Vice President GMC und President General Motors Europe
Klaus Franz, Vorsitzender Opel Betriebsrat Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates[/b]
Eddy Geysen, Vice President European Union Affairs General Motors Coordination
Dietmar Hahn, Vorsitzender des Betriebsrates Bochum
Peter Klein, stellv. Vorsitzender des Betriebsrates Rüsselsheim
Alfred Klingel, Vorsitzender des Betriebrates Kaiserslautern
Reinhard Kuhlmann, Generalsekretär Europäischer Metallgewerkschaftsbund
Harald Lieske, Vorsitzender des Betriebsrates Opel Eisenach GmbH

Robert A. Lutz, Vorstandsmitglied General Motors für Produktentwicklung Vorsitzender von GM North America
Günter Michels, Aufsichtsrat der Aral AG und ehem. Vorstandsvorsitzender der Aral AG
Michael Millikin, General Counsel, General Motors Corporation
Bernd Pierburg, Rechtsanwalt
Jürgen Ratayczak, IG Metall Vorstand
Dieter Schmidt, Direktor Interne Kommunikation Adam Opel AG
Nikolaus Schmidt, IG Metall Abt. Wirtschaft-Technologie-Umwelt
Wolfgang Strinz, ehem. stellv. Vorstandsvorsitzender Adam Opel AG
Dr. Peter-Alexander Wacker, Sprecher der Geschäftsführung Wacker-Chemie
Klaus Wollschläger, ehem. Vorsitzender des Vorstandes ARAL AG
OK Herr Libertus, klär uns auf, was Du uns damit sagen willst!?!
Der Aufsichtsrat gehört zum Management - und Managementfehler wurden ja als Hauptursache für den Niedergang ausgerufen.

Nur ein Erklärungsversuch.........
Und jetzt schreien die Herrschaften herum und machen den Pontius Pilatus - "Ich wasche meine Hände in Unschuld".
Davonjagen sollte man die!

Wen`s interessiert, einige bemerkenswerte Gedankengänge findet man hier:

http://www.bwl-bote.de/20041016.htm


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