SAP - Der Koloss wankt (Seite 1055)

eröffnet am 15.04.05 07:51:45 von
neuester Beitrag 22.01.21 20:36:24 von


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01.12.20 17:58:38
Beitrag Nr. 10.541 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.909.115 von Synercon am 01.12.20 17:47:53
und das ist in meinen Augen die entscheidende
Seite und Grund für meinen Ausstieg: https://www.crm-tech.world/software-auswahl/wie-entwickeln-s…

Sorry, war jetzt mehr als geplant.
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01.12.20 18:16:44
Beitrag Nr. 10.542 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.909.100 von Synercon am 01.12.20 17:46:51Dass Salesforce im Bereich CRM vorne liegt, ist kein Problem, schliesslich deren Kerngeschäft. Salesforce ist zudem höher bewertet als SAP.

SAP hat aus Aktienkurssicht (nur) ein Problem: Dass es in Deutschland sitzt, Kernland des Sozialismus. Da hilft auch eine Notierung in USA nichts. Buffet bspw. hat jüngst TMUS direkt gekauft statt indirekt über die weit günstigere DTK.

In der BRD drohen jederzeit noch höhere Steuern, noch teurere Bürokratie, bald wohl auch Enteignungen o.ä.

SAP sollte ins S. Valley ziehen und wäre umgehend 2-3 mal so hoch bewertet wie heute.
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01.12.20 19:22:30
Beitrag Nr. 10.543 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.909.274 von Synercon am 01.12.20 17:58:38Ich weiß nicht ob wir aneinander vorbei reden oder ich es falsch verstehe. Aber SAP hat nicht den Anspruch Marktführer im Bereich CRM zu sein. Genau so wenig wie ihr Salesforce im ERP Business hat.

Und wir reden hier zwar von tangierenden Geschäftsfeldern; CRM hat aber eine völlig andere Funktion wie ERP.

Als Kunde kommt keiner auf die Idee SAP als reines CRM einzusetzen. Macht auch keinen Sinn.
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01.12.20 19:25:43
Beitrag Nr. 10.544 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.909.559 von Informierer am 01.12.20 18:16:44Sehe den Wirtschaftsstandort Deutschland langfristig auch in Gefahr und als unattraktiv an.

Allerdings läuft in den USA auch einiges verkehrt was mkap und co. angeht.

Warum Unternehmen die weniger Umsatz wie SAP machen, 3x so viel Wert sein sollen erschließt sich mir nicht.

Diese Blase wird auch irgendwann platzen. Das ist alles andere als gesund.
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01.12.20 19:30:17
Beitrag Nr. 10.545 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.910.471 von daisys_chauffeur am 01.12.20 19:22:30
natürlich nicht
SAP ist Marktführer im ERP-Bereich, gerät aber in Gefahr Anteile zu verlieren, weil 1. immer neue Lösungen auf den markt kommen und zweitens die Kunden Cloudlösungen wollen, die SAP etwas verschlafen hat.
Und natürlich bietet SAP auch CRM-Tools an (natürlich meist nicht isoliert) und steht auch hier in Konkurrenz zu CRM-Anbietern, die auch nicht nur CRM anbieten.

Insgesamt ist es für mich halt fraglich ob SAP seine führende Position halten kann. Ich glaube, dass sie in den letzten Jahren einiges versäumt haben und daher einmal ein paar schwächere Quartale durchmachen werden, wobei schwach einfach nur geringeres Wachstum bedeutet.

Daher SAP sicher noch ein Top-Unternehmen, aber für mich derzeit in einer nicht tollen Phase. Daraus ergeben sich für mich derzeit andere bessere Investitionsmöglichkeiten. Ohnehin habe ich aktuell mit 25 Werten mehr, als ich eigentlich wollte. Möchte daher ohnehin wieder auf unter 20 kommen.
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01.12.20 20:01:15
Beitrag Nr. 10.546 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.910.594 von Synercon am 01.12.20 19:30:17Damit hast Du sicher recht.
Nur ist SAP eben auch nicht bewertet wie absolute Mega-Marktführer ala Amazon oder MS.

Es wird angesichts der vielen Startups, nun auch noch aus China, kaum mehr neue derart dominierende Unternehmen geben. Wenn ich hier Cloud lese, fallen mir Cloudflare, Snowflake, Twilio, IBM (Redhat), ... ein. Neben natürlich MS und Amazon (AWS) oder Salesforce.

Die relative Position jedes einzelnen dieser Newcomer dürfte um Welten schlechter als die von SAP im Bereich ERP sein. Trotzdem summiert Marktkapitalisierung ohne Ende.

Und selbst das noch/wieder? höchst bewertete Unternehmen namens Apple ist den Zahlen nach längst nicht mehr Marktführer, nicht einmal bei Smartphones. Mindestens Samsung und Huawei sollen mehr verkaufen, letztere sogar trotz Teilboykott.

Und? Selbst wenn Apple nur noch auf Platz 5 stünde, könnte der Aktienkurs neue Rekorde erklimmen. Kommt eben wesentlich auf Produkt, Qualität und Kundentreue an. Bei all diesen Kriterien sieht SAP nicht soo schlecht aus.
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01.12.20 20:04:42
Beitrag Nr. 10.547 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.910.594 von Synercon am 01.12.20 19:30:17Das SAP einige Punkte verschlafen hat steht außer Frage. Hier stimme ich vollumfänglich zu.

Ich bin aber der Meinung das SAP um die Schwächen weiß und diese ausräumt.

War letztes Jahr bei SAP und habe im Rahmen der Project Management Community viele interessante Vorträge zur strategischen Ausrichtung und zu den Visionen gehört.
Unter anderem vom Geschäftsführer der SAP AppHaus Heidelberg, hoch interessante Einblicke in die technische Zukunft zu UX und teilweise auch Cloud bekommen.

SAP weiß was zu tun ist. Da bin ich sicher.

Habe die Chance genutzt und weiter aufgestockt.
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01.12.20 20:22:08
Beitrag Nr. 10.548 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.911.065 von Informierer am 01.12.20 20:01:15
Apple hat aber mit eigenem ios einen tiefen Burggraben.
Und kann mit aktuell über 1 Mrd. Aktiver Geräte Unmengen an Services verkaufen und besitzt eine treue Stammkundenschaft
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01.12.20 21:42:54
Beitrag Nr. 10.549 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.911.392 von Synercon am 01.12.20 20:22:08Klar. Deshalb 2000 Mrd wert und nicht 200.

Vielleicht bin ich nicht ganz auf der Höhe, aber Cloud schön und gut.
Nur: Cloud heißt nicht dass die Daten auf wundersame Weise in echten Wolken liegen und jederzeit wie überall kostenlos und sicher abzurufen wären.
Nein, m.W. liegen die immer noch auf Platten und Servern. Schon vor dem Cloud-Hype konnten Daten jederzeit und überall verfügbar gemacht werden und würden auch.

Cloud bringt m.E. keine wirklich neue oder auch nur wesentlich erweiterte Funktionalität. Der User merkt i.d.R. auch nichts davon; soll auch nicht, weil transparent. Ist grob gesagt eigentlich nur anderer Speicherort. Letzterer widerspricht sogar dem Prinzip der Lokalität (Daten möglichst nahe)

Vorteil sehe ich eher betrieblich, weil sich Cloudbetreiber um Kapazitäten, Servicelevels, Sicherheit, weitere Administration kümmert.
Das kann freilich per Saldo von Vorteil sein, sonst würden sie ja kein Geschäft machen.

Sehe aber hierin - etwas ketzerisch - nur eine Marginalität angesichts dessen, was SAP dem Kunden insgesamt bietet.

Wenn mich SAP fragen würde, ob ich meine Daten lieber in der Cloud gespeichert hätte oder im Modul XY eine für mich nützliche Zusatzfunktionalität hätte, würde ich mich für Letzteres entscheiden.

Von möglicher grundsätzlicher Gefahr/Unbehagen, Daten - noch dazu geschäftskritische oder datenschutzrelevante - irgendwo fernab zu speichern, ganz abgesehen.

Hinweis: Obenstehendes meint Cloud als Systemkomponente nicht als Umsetzung eines Abomodells und freilich machen SaaS-Lösungen für insbesondere kleinere Unternehmen ohne entsprechende IT-Ressourcen tendenziell mehr Sinn.

Wie gesagt, vielleicht habe ich ein unvollständiges Bild von Cloud?
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01.12.20 22:30:59
Beitrag Nr. 10.550 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.912.508 von Informierer am 01.12.20 21:42:54Richtig, es geht nicht um den Storage per se. Es geht darum zukünftig einen Service zu konsumieren.

Dadurch entfallen teure on premises Lösungen und Lizenzkosten. Diese sind bei S4/Hana nicht unerheblich. Alleine für die Hardware fallen hier schnell 6 bis 7 stellige Kosten an.

Weiterhin kann über Managed Service Konzepte Personal eingespart werden. Wissen muss nicht mehr vor Ort gehalten bzw. aufgebaut werden. Wartungs- und Update-Aufwände entfallen auch größtenteils.

Microsoft lebt es mit Azure vor - siehe MS SQL managed instance, Exchange online usw.

Die gesamte IT Branche muss sich künftig neu ausrichten. Das Plan Build Run Konzept hat nicht mehr lange Gültigkeit. Der Build Teil wird massiv schwinden. Plan and Run werden überwiegen. SaaS wird unaufhaltsam kommen. In ganz vielen Bereichen.
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