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Aktien Frankfurt: Dax steigt auf knapp unter 12 400 Punkte
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Dax steigt auf knapp unter 12 400 Punkte

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.03.2018, 14:48  |  883   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag von hohen Kursgewinnen bei den Aktien von Energieversorgern profitiert und so an seine gute Vorwoche angeknüpft. Am Vormittag noch meist klar über der Marke von 12 400 Punkten, notierte der Leitindex Dax zuletzt jedoch wieder mit plus 0,43 Prozent auf 12 399,67 Punkten knapp darunter. Unterstützung kommt weiterhin von der wieder stark laufenden Wall Street, wo der Dow Jones Industrial auch an diesem Montag zur Eröffnung leicht höher erwartet wird.

An der Dax-Spitze gewannen die Papiere von RWE und Eon mehr als 8 beziehungsweise etwas mehr als 4 Prozent - die beiden Konzerne teilen sich den Ökostromanbieter Innogy unter sich auf. Die Innogy-Anteile gewannen als Top-Wert im MDax sogar fast 13 Prozent.

Die aktuelle Erholungsbewegung im Dax ist nach Einschätzung der DZ Bank noch ausbaufähig. Der Index habe den Test seines August-Tiefs 2017 bei 11 870 Punkten in der vergangenen Woche erfolgreich gemeistert, hieß es. Dies sei wichtig gewesen, um keine weitere Eintrübung des Gesamtbilds herbeizuführen. "Die Anleger werden wieder mutiger", konstatierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners das Geschehen. Der jüngste Optimismus an den US-Börsen stecke auch die europäischen Investoren an.

In den Reihen hinter dem Dax ging es am Montag für den MDax der mittelgroßen Werte um 0,53 Prozent auf 26 263,00 Punkte hoch. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,69 Prozent auf 2710,96 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,27 Prozent zu.

Zuletzt belastende Themen wie der Handelskonflikt durch die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium rückten an den Börsen wieder etwas in den Hintergrund. Sie stecken aber nach wie vor in den Köpfen der Anleger - umso mehr, da US-Präsident Donald Trump nun auch mit Strafzöllen auf deutsche Autos droht. Die Aktien von Daimler , BMW und Volkswagen beeindruckte dies zuletzt jedoch wenig - Daimler und BMW rückten moderat vor, Volkswagen legten sogar um mehr als 1 Prozent zu.

Die Schlagzeilen am Aktienmarkt zu Beginn der Woche lieferten die deutschen Energiekonzerne: RWE und Eon hatten bereits am Sonntag überraschend mitgeteilt, dass sie die Geschäftsfelder von Innogy unter sich aufteilen wollen. Eon will dazu in einem ersten Schritt Innogy komplett übernehmen und im Gegenzug den Konkurrenten RWE am eigenen Unternehmen beteiligen. Anleger begrüßen diese Schritte, wie die sehr hohen Kursgewinne zeigen.

Vom Anlagenbauer Gea Group gab es endgültige Jahreszahlen. Zudem rückten am Nachmittag im Rahmen eines beginnenden Kapitalmarkttages die Veröffentlichung der neuen Mittelfristziele in den Fokus, die aber zunächst kaum bewegten. Die Gea-Aktien waren schon zuvor abgeschlagenes MDax-Schlusslicht mit einem Minus von mehr als drei Prozent.

Die Papiere von ProSiebenSat.1 litten unter einer Verkaufsempfehlung der UBS und verloren am Dax-Ende mehr als 2 Prozent. Die strukturellen Probleme des Medienkonzerns nähmen zu, hieß es von der Schweizer Bank. ProSiebenSat.1 steigt in Kürze in den MDax ab. Auch dies setzt die Anteile tendenziell unter Druck.

Lob von Analysten der Commerzbank und der Deutschen Bank bescherte den Aktien des Biotech-Unternehmens Morphosys im TecDax einen Aufschlag von knapp 4 Prozent. Beide Häuser sehen für den Wert deutliches Kurspotenzial. An der Index-Spitze setzten die Aktien des Spezialanlagenbauers Aixtron ihren seit Mitte Februar starken Lauf mit einem Plus von viereinhalb Prozent eindrücklich fort.

Im SDax sprangen die Anteile von Hypoport nach endgültigen Jahreszahlen um rund fünfeinhalb Prozent hoch. Der Finanzdienstleister erzielte 2017 einen Rekordumsatz und rechnet mit dynamischem Wachstum für 2018. Die Hypoport-Aktien wurden zuletzt vom ersten Platz in dem Kleinwerte-Index von den Papieren des Autovermieters Sixt verdrängt. Mit einem Aufschlag von fast 6 Prozent bejubelten die Anleger die Ankündigung einer üppigen Sonderdividende.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,44 Prozent am Freitag auf 0,43 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 139,57 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,16 Prozent auf 157,30 Punkte. Der Euro notierte zuletzt bei 1,2297 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,2291 (Donnerstag: 1,2421) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8136 (0,8051) Euro./ajx/fba

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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