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Biofrontera - Heiße Turnaround-Spekulation (Seite 4861)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.585.375 von Gutser am 16.05.19 17:54:50Jetzt wirst aber philosophisch, Gutser ;-)

Größere Rücksetzer wird es – wenn Mr. Trump nicht völlig durchdreht oder sonstige Krisen am Weltmarkt auftreten– zumindest bis zum Ende der Angebotsfrist am 24. Juni nicht geben, da ist der Kurs bei rund 6,6 oder knapp darunter „abgesichert“ ist.
Danach werden wir sehen, wie es sich weiter entwickelt. Da kommt es auf einige Faktoren an:
- kauft Maruho am Markt weiter, weil sie nicht genügend Aktien durch das Anbot erhalten haben?
- Wie läuft der Umsatz im Q2 und ff
- Gibt es ein Ergebnis zur Kooperation in Asien mit Maruho? (Zahlungen an Bio?)
- Wie geht es bei der Entwicklung neuer Produkte bei der Kooperation Bio/Maruho weiter? Welche Aussichten daraus geben sie bekannt?
- Streitigkeiten mit Balaton und Sun – wie geht es weiter?
- Wie läuft Cutanea an? (Ergebnisse werden ab Halbjahr angegeben)
- Und vieles, vieles mehr.

Aber eigentlich für dich egal, wenn du - wie du ja geschrieben hast -
„Die Kursziele von 20-30 Euro in den nächsten 3-5 Jahren sind durchaus realistisch“
mit diesem Kursziel rechnest, müsstest du JETZT kaufen.
Selbst bei deinem „worst case - 20 Euro in 5 Jahren" wären das aktuell rund 200% und damit 40% per anno...Zumindest ich kenne aktuell nicht viele Aktien, die diese Perfomance bieten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.588.427 von Schwabinho am 17.05.19 09:13:33
Zitat von Schwabinho: Die Vorstandspräsentation von der a.o. HV ist auf der Biofrontera Homepage online.
Die Möglichkeiten, die sich aus der Maruho Kooperation ergeben, halte ich für eine großartige Sache.
Das wäre alleine in der Form nie möglich.

Wenn die Vereinbarungen auf Augenhöhe getroffen werden, wie es beide Seiten versprochen haben, kann man als Aktionär nur glücklich sein.

Das Wording von Biofrontera und Maruho hat sich erheblich verändert. Viele Details werden berücksichtigt und veröffentlicht. Es dürfte beiden Parteien klar geworden sein, dass solch eine enge Zusammenarbeit mit einem Großaktionär besondere Sorgfaltspflichten zur Folge hat.



Ich verstehe die Kooperationslogik überhaupt nicht. Möglicherweise wurde es auch nur schlecht erklärt. Aber meine Frage: Was will Biofrontera von Maruho? Was bringt Maruho ein bzw. wie hilft Maruho Biofrontera weiter? Sowohl aus der Maruho-Stellungnahme als auch der Vorstandspräsentation geht hervor, dass Biofrontera die Arbeit macht und dass Maruho Geld mitbringt. Die Konstellation war ja in der Vergangenheit interessant, weil das Geld bei Biofrontera knapp war, aber jetzt...? Es geht doch nicht um signifikante Summen (z.B. S. 3: 1,1 Mio. EUR). Und zu S. 4: die Lizenz für das weltweit beste Akne-Produkt gibt man doch an diejenigen, die das meiste Geld für die Lizenz zahlen und - wenn es z.B. eine Umsatzbeteiligung von Biofrontera gibt - die die schlagkräftigste Vertriebsorganisation haben und so am meisten Umsätze erzielen. Ist Maruho das? Ich weiß es nicht. Es gibt zumindest deutlich größere Player (z.B. Nestle Skin Healthcare).

Bevor jetzt der Sturm der Entrüstung losgeht: ich verkaufe meine Aktien nicht, ich bin insgesamt zufrieden, ich warte auf Kurse im hohen zweistelligen Euro-Bereich. Meinetwegen können sie das mit Maruho machen, aber die Logik erschließt sich für mich aus Sicht von Biofrontera überhaupt nicht.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.589.077 von Recol am 17.05.19 10:36:15Ich verstehe es als Gesamtvertrag.

Biofrontera bekommt die beiden Cutanea Produkte, man behält die Rechte an Ameluz auch bei Akne für USA (steht diesmal so in der Präsentation) und am Ende bekommt man sogar noch Lizenzzahlungen aus Asien und Ozeanien.

Zusätzlich zahlt Maruho den ganzen Forschungs- und Zulassungskram. Hier besteht zumindest ein theoretisches Risiko, dass die Forschung und die Zulassung nicht klappt.

Das hat es zwar bei Biofrontera noch nie gegeben, ist aber bei Zulassungsforschungen und Anträgen durchaus an der Tagesordnung.

Ohne Maruho würde man in Asien und Ozeanien keinen Cent verdienen. Die Kosten für F&E und Zulassung müsste man selbst finanzieren. Daher finde ich den Deal in Ordnung, wenn am Ende deutlich wird, dass es zwei Gewinner gibt: Biofrontera und Maruho
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.589.191 von Schwabinho am 17.05.19 10:52:22Noch als Ergänzung: Die Verhandlungsposition gegenüber Maruho hat sich deutlich verbessert. Das spürt und liest man aus den Mitteilungen und dem Cutanea Deal.

Wenn man Ameluz nun mit einem der ganz großen Playern vertreiben will, dann verhandelt man als Ameise gegen einen Elefanten.

Was hilft ein starkes Vertriebsnetz von z.B. Nestle, wenn man dann nur ein paar Prozent bekommt, weil man bei den Verhandlungen ausgequetscht wird?

Ich glaube die Sache mit Maruho passt sehr gut. Es wird aber an jedem Deal etwas zu kritisieren sein. Das liegt in der Natur der Sache. Es wird ein Kompromiss, wo man auch Abstriche machen muss.

Deshalb ist es wichtig, dass sich beide Partner nachher als Gewinner fühlen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.589.077 von Recol am 17.05.19 10:36:15Wer sagt denn dass es in aller Zukunft NUR bei den bestehenden Kooperationen bleibt? Hier sollten noch viele weitere Kooperationen zusammen möglich sein;)
Es wundert mich wirklich sehr, dass der Kurs so dermaßen träge ist und der Markt sämtlich positive Fakten der letzten Wochen (Akne, Prognose, XEPI, etc...) einfach ignoriert.

Und weil mich das so wurmt habe ich mal versucht diese Fakten in Zahlen festzuhalten. Gleich vorweg: Das dargestellte Zahlenwerk ist meine Meinung und stellt keine Handlungsempehlung oder Sonstiges dar. Auch stellt es nur einen Gedankenanstoß dar und ich beanspruche damit keinesfalls die Deutungshoheit.

Erläuterungen zur Tabelle:
Wachstum AK:
Stellt in Teilen das Borsalin-Szenrio dar. Also nicht das optimistischere Owehh-Szenario ;)
Marktanteil AK (1%=36M€):
1% = 36 Mio € da ich den europäischen Markt mit eingerechnet habe. Insbesondere möchte ich darauf hinweisen, dass in dem Modell in 5 Jahren mit einem Marktanteil von 5,7 % gerechnet wird. Nicht gerade vor Euphorie sprühend, wenn man an die hervorragende Vergütung der PDT und überlegene Wirksamkeit von Ameluz in den USA denkt.
Umsatz BCC EU (Schätzung):
Ich gehe von zaghaften Umsätzen aus, da der Vorstand bisher nicht sonderlich Euphorie versprüht. Der mögliche Umsatz ist bei Erfolg und des großes Marktes natürlich viel größer. Ergo: Ebenfalls eher konservativ.
Umsatz BCC USA (SMC-Schätzung):
Hier habe ich die Schätzungen von SMC übernommen. SMC schreibt selbst, dass die Prognosen eher konservativ gehalten sind.
Umsatz Akne:
Die Umsätze beginnen 2021. Warum? Ich gehe davon aus, dass bis dahin erste Daten aus den Studien bekannt sein sollten. Damit wird der off-Label Vertrieb besser möglich sein, der ja bereits jetzt erfolgen dürfte, wenn sogar US-Ärzte auf deren HP Akne und Ameluz in einem Atemzug nennen und bewerben. Außerdem bin ich sehr zuversichtlich, dass sich Ameluz + PDT als überlegene Behandlungsmethode bei Akne heraustellt. Weiterhin gebe ich zu bedeknken, dass Bio die Indikationserweiterung Akne in ein bestehndes Netz an PDT-Kunden ausbietet. Wenn man dann noch bedenkt, dass wesentlich mehr Akne-Patienten als AK-Patienten bei den Darmatologen aufschalgen, sehen die Umsatzzahlen gar nicht mehr so hoch aus, bzw. stellen nur einen Bruchteil der Möglichkeiten dar.
Umsatz Akne 50% Risikoabschlag:
Um aber die Euphorie etwas zu bremsen habe ich einen Risikoabschlag von 50 % auf die möglichen Umsätz vorgenommen und damit weitergerechnet. Man weiß ja nie was passieren kann. Erhält Bio die Zulassung? Stehen Marktmechanismen einem Erfolge entgegen (sowie in der EU bei der PDT)? Was macht die Konkurrenz?
Umsatzkosten in %:
Bisher etwa 20 %. Transcript der englischen Telko deutet daauf hin, dass diese auf 15 % sinken. Die ersten 3 Moante des Jahres 2019 wurde noch alte Bestände abgebaut, daher die 16,25 %. Des weiteren sinken die Umsatzkosten in dne nächsten Jahren konstant, da sie einen fixen Bestandteil entahlten (Aussagen Prof. Lübbert auf HV) und mit einer Preisstaffelung zu rechnen ist, bzw. einer weiteren Erhöhung der Loßgröße.
Kosten Boni Vertrieb 7% am Umsatz:
Die Vertriebskosten habe ich aufgeteilt. So ist nun ein umsatzabhängigen Erfolgsanteil von 7% enthalten. Wenn ich da Vergleichswerte aus dem Bekanntenkreis heranziehe ist das übbig. Man kann es auch anders rechnen: Ich gehe im Jahr 2022 von 100 Vertrieblern aus, die dann kanpp 100k € Boni pro Jahr zusätlich zum Gehalt erhalten würden. Und falls jd. die Anzahl an Vertrieblern zu gering findet: In den USA gibt es ca. 14.000 Dermatologen (=1 und mehr Ärzte). Rechnung: (Marktanteil*Anzahl Dermatologen)/Vertriebler = Dermatologen pro Vertriebler. (...ist durchaus überschaubar ;))
F&E-Kosten:
Diese steigern sich erheblich, da ich davon ausgehe, dass Bio anfangen wird die Potentiale der Nanoemulsion aus eigener Kraft zu stemmen. (Aussage Lübbert: Erkentnisse aus Maruho-Kooperation können auf andere Wirkstoffe übertragen werden)
XEPI:
Da tu ich mir noch ein wenig schwer. Ich habe mal versucht eine konservativere Rechnung aufzumachen, die am Ende von einem Marktanteil von 4% in 5 Jahren ausgeht. Den Startpunkt habe ich bei 4 Mio € gesetzt, da sich dies mit den Aussagen aus dem GB decken könnte. Die Kosten setze ich mit einem fixen Anteil von 7 Mio € sowie einem umsatzabh. Anteil von 20 % an.
KGV:
Ich gestehe Bio ein hohes KGV in der Anfangszeit zu, da sich Bio sich im Wachstum befindet und noch jede Menge Potential unter der Oberfläche schlummert sowie postive Überraschungen eintreten könnten, die nicht im Modell enthalten sind:
- Ameluz als Prophylaxe bei bereits eingetretener BCC (Nachbehandlung)
- Höhere Marktanteile AK/ BCC / XEPI
- Akne stellt sich als Blockbuster für Bio heraus
- Schönheitsmarkt kommt in die Gänge
- Lizenzzahlungen aus Asien
- Neue Produkte und Märkte durch Nanoemulsion
- Ameluz-Erweiterungen wie z.B. Warzen oder Gebärmutterhalskrebs
- Geographische Erweiterungen





Was muss eigentlich noch passieren, damit hier mal so richtig Kaufinteresse aufkommt? Bzw. wie lange dauert es noch? Anscheinend bekommen die operativen Erfolge nur die Aktionäre mit, die bereits investiert sind... Beide Großaktionäre wollen aufstocken bzw. stocken in erheblichem Maße auf, Dünwald kauft sich die Seele aus dem Leib ;) und selbst ich habe mich dabei ertappt wie ich nocheinmal nachgelegt habe, obwohl ich mir das Gegenteil geschworen hatte.

Liebe Grüße
4 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Die Postings von schwabinho kann man so stehen lassen.
Den Eindruck habe ich auch.
Ergänzen möchte ich mit dem geistigen Eigentum, das jeweils beim Partner bleibt, welcher das
Know- how eingebracht hat.
Zudem stellt sich die Frage, wer den Anstoss gegeben hat die Nanoemulsion für weitere Medikamente usw. zu nutzen. Hier denke ich es war eindeutig Maruho. Ebenso ist das mit dem zusätzlichen Markt in Asien, Ozeanien zu sehen. Maruho hatte die Idee und nicht irgendein anderer Player oder eine Heuschrecke die sich über einen herbeigeführten Austausch des Managements der Dinge habhaft werden wollte.
Biofrontera tut gut daran an den bewährten Werten des geistigen Eigentums festzuhalten, denn unser Unternehmen ist in großem Masse davon abhängig.
Balaton täte gut daran im Moment sich etwas zurück zu halten.
Falls sie sich später berechtigterweise benachteiligt fühlten, können sie immer noch dagegenhalten und da wäre ihnen auch die Zustimmung des Freefloat sicher.
(aufstocken des Portfolio ist auch nicht verboten:laugh::) )
So viel zur momentanen Lage aus meiner Sicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.589.571 von Owehh am 17.05.19 11:44:51Siehst Du AKTIPAK "nur" als Nebenprodukt im Bezug auf Umsatzerlöse ähnlich wie BELIXOS ?

Gruß
Paluru
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.589.571 von Owehh am 17.05.19 11:44:51Owehh for President!

Vielen Dank, das ist mal wieder ein Meilenstein. Wahrscheinlich bedanken sich auch die heimlich mitlesenden Balatonis :D

Mach Dir wegen des Kurses keinen Kopp! Zur Zeit ist es wie es ist. Ich habe den Eindruck, dass da einer bewusst drückt um bei 6,60 zu bleiben und einer kauft, um knapp über den 6,60 zu bleiben. Wie gestern: kaum läuft der Kurs mal an die 6,75 BATSCH fliegen 18.000 Stück in die Geldseite.

Wir sind kleine Lichter und müssen nicht alles verstehen. Aber irgendwann ist das auch vorbei. Und bevor hier größere Adressen sich hier engagieren wollen die wahrscheinlich Q2-Q4 gesehen haben. Denn ob die dann bei € 6,60 oder 9,50 einsteigen ist denen WURSCHT bei den Aussichten, die Du ja selbst gezeigt hast.

Nochmals vielen Dank für die viele Arbeit!

law
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