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Lang & Schwarz, LUS, WKN 645932 - WIKIFOLIO und nun? (Seite 935)


ISIN: DE0006459324 | WKN: 645932 | Symbol: LUS
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.898.875 von carcat am 18.02.19 10:22:25Der User DOBY hat die Lösungsmöglichkeiten in Beitrag Nr. 9.330 genannt. Am einfachsten wäre wohl in der Tat die erneute Beschaffung einer Lizenz als Kreditinstitut bzw. Finanzdienstleistungsinstitut i.S. von § 1 Abs. 1 bzw. § 1 Abs. 1a KWG für die Lang & Schwarz AG. Die 100%ige Brokertochter hat wohl eine solche Lizenz, nur finden dort die Geschäfte nicht statt, die das steuerliche Risiko verursachen.

Die Lang & Schwarz AG hatte wohl (bis 2010) eine Banklizenz, hat diese aber nach Auslagerung der Brokergeschäfts auf die 100%ige Tochter seinerzeit zurückgegeben. Seitdem ist die Lang & Schwarz AG nur noch reine Holding ohne Lizenz und damit aufsichtsrechtlich und steuerlich nur noch "Finanzunternehmen" und nicht mehr Kreditinstitut bzw. Finanzdienstleistungsinstitut. Die Änderungen des § 8b Abs. 7 KStG für Finanzunternehmen hat die Lang & Schwarz AG somit voll erwischt.

Für die Vergangenheit (2017 und 2018) dürften jedwede Massnahmen keinerlei "rettende" Wirkung mehr haben. Die Erfolgsaussichten einer Klage erachte ich als gering, wenn der Sachverhalt tatsächlich so ist wie angenommen (i.e. die AG nur "Finanzunternehmen" ist). Für die Zukunft sollte das Problem lösbar sein (s. Beitrag von DOBY).

Zitat von carcat:
Zitat von Shortguy: ... Die ... Reaktionsmöglichkeiten liegen auf der Hand. ...

Die spannende Frage ist doch: Welche Lösung ist realistisch? Und was passiert dann? Können sie nachträglich noch was retten? Die Verluste doch noch verrechnen, und sei es nur für künftige Geschäfte? Gibt es dann Verlustvorträge und das Ergebnis nach Steuern geht durch die Decke?
Zumindest würde man doch erwarten, dass die steuerlichen Probleme irgendwann im Griff sind und dann das Geschäftsmodell wieder Fahrt aufnimmt... das sollte man rechtzeitig erkennen, denn dann sollte der Kurs wieder alte Höhen erreichen...oder nicht?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.899.097 von Shortguy am 18.02.19 10:43:35Und wenn das steuerliche Problem wie auch immer (ob z.B. über eine Banklizenz, eine Betriebsprüfung, Aufkauf von 50,1% aller LuS-Aktien durch einen Broker etc.) dann im Laufe des Jahres gelöst wird oder ist, was wäre dann der "faire Wert" der Aktie bei einer "regulär max. möglichen Besteuerung von 31,23%" ??
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.899.097 von Shortguy am 18.02.19 10:43:35Wenn die Lösung des Steuerproblems über eine Banklizenz so einfach ist, warum hat L&S nicht einfach schon die Hausaufgaben gemacht - hatte ja zwei Jahre dafür Zeit? Warum wird das Problem erst jetzt angegangen, wenn die Steuer in einer Höhe zuschlägt mit der hier wohl keiner gerechnet hat.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.900.159 von AbsoluterProfi am 18.02.19 12:52:21

Wenn die Lösung so einfach wäre, dann ist der vorhandene interne und externe "Sachverstand", vor allem der Führungsebene, unter aller Kanone.....ein härteres Wort verkneife ich mir.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.890.588 von Aliberto am 16.02.19 13:54:22
@aliberto
Zitat von Aliberto: Man sollte wohl auch explizit erwähnen, dass gerade Q4-2018 bei LuS sehr erfolgreich war und man ein EdG von 3.3 Mio in diesem Quartal erwirtschaftet hat; auch wenn die Verwaltungsaufwendungen in Q4 um 1 Mio höher ausgefallen wären, hätte man immer noch ein hervorragendes Quartal hingelegt und dies obwohl der DAX in Q4 um 13,9% gefallen ist und der DOW-Jones im Dezember mit minus 8,6% die schlechteste Performance seit 1931 hingelegt hat...soviel zum Thema „in fallenden Märkten verdient LuS nichts oder deutlicher weniger“ !!)


Lang & Schwarz musste aufgrund der Tatsache, daß die Märkte stark gefallen sind, einen sehr starken Gewinneinbruch hinnehmen, weil sich genau deswegen die Steuerproblematik deutlich verstärkt hatte. Wären die Märkte ganz normal robust gewesen hätte es ziemlich sicher bessere Zahlen gegeben.

Zitat von Aliberto: So und da wird es jetzt interessant, alle möglichen Kaufinteressenten spielt die aktuelle „Steuerunsicherheit“ natürlich in die Karten und bei einem kompletten Kauf (oder Überschreiten der 50%-Grenze) fällt die Steuerproblematik ja sowieso weg. Dementsprechend werden alle Kaufinteressenten sowieso nur auf die zukünftigen Ergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit achten und darauf max. 31% Steuern ansetzen.


Daß Lang & Schwarz ein Übernahmekandidat werden könnte, unterstellst Du seit vielen, vielen Jahren immer und immer wieder. Bezeichnenderweise immer, wenn es dem Aktienkurs mal nicht gut geht. Für irgendeine mögliche Übernahme zu klar höheren Kursen, Du behauptest ja allen Ernstes 32 Euro, gibt es nicht den Ansatz einer Quelle.

Aufgrund des dramatischen und sehr überraschenenden Gewinneinbruchs, einer Kapitalmarktkommunikation die es nicht besser machen kann, eben weil nichts besser ist, oder nicht besser machen kann, weil sie völlig unfähig ist, ist der Aktienkurs deutlich gesunken. Vom Tiefstpunkt aus, konnte er sich erholen und heute werden diese Erholungskurse wiederum bei sehr hohen Umsätzen verkauft. Völlig normal und so wie immer bei jedweder Aktie, wenn die Zahlen viel schlechter waren als erwartet.

2015 konnte man die L&S Aktie bei einem Aktienkurs von 19,19 kaufen. Hier konnte man in den letzten vier Jahren gut verdienen, wenn man gut getradet hatte. Verschwörungstheorien wie eine Übernahme, weil der Aktienkurs so niedrig bewertet wäre, helfen da absolut nicht weiter.
da ja heute "President's Day" ist, zitiere ich mal den aktuellen POTUS und sehe in der aktuellen Steuerproblematik ein "hoax" oder "witch hunt"

viel interessanter ist doch dieser Abschnitt aus der Adhoc vom Freitag:

"Dieser [Dividenden]Vorschlag soll der stabilen und operativen geschäftlichen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018 wie auch der in den ersten Wochen des Jahres 2019 Rechnung tragen."

Das heisst, der Januar ist ganz ordentlich gelaufen, eine Rendite von aktuell 5,5% für ein knappes halbes Jahr, sehe ich als gesichert an. Da gibt es z. Zt. schlechtere Geldanlagen.
@Dax7003: Es gibt aber aktuell auch deutlich bessere, mit stabilerer Dividende die auch definitiv verdient wurde und noch von der Klärung einer obskuren Steuerthematik abhängig ist.
Für den Privatanleger ist die Situation völlig intransparent. Es ist unmöglich die Situation halbwegs neutral einzuordnen. Der Privatanleger kann nur völlig ins blaue rein spekulieren. Großanleger werden sich hier rechtlichen Rat einholen und die Situation wesendlich besser abschätzen. Aus meiner Sicht gehört L&S vom Handel ausgesetzt bis geklärt ist was da genau abläuft. Ich bin erstmal raus bei L&S, da die Lage für mich überhaupt nicht zu beurteilen ist.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.901.350 von AbsoluterProfi am 18.02.19 15:38:09es gibt ja auch noch die Beraterhaftung... das wird den Schaden nicht komplett decken, aber die zuständige Steuerberatungskanzlei sollte ggf. auch schon mal Rückstellungen bilden...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.901.662 von DAX7003 am 18.02.19 16:22:24Solche Mutmassungen würde ich hier nicht in den Raum stellen, zumal ja gar nicht klar ist, ob man das Problem wirklich übersehen und nicht vielleicht sogar die Gesetzesänderung vorstandsseitig bewußt in Kauf genommen hat, z.B. in der Hoffnung dass sie für L&S arbeiten würde (wg. der 95%igen Steuerfreiheit von Aktiengewinnen). Wenn der steuerliche Berater auch der testierende Wirtschaftsprüfer ist, hat er ja wohl zumindest beim Jahresabschluss 2017 das Problem gesehen und die entsprechende Steuerrückstellung gefordert. Spätestens da hätte das Management mE tätig werden müssen.

Zitat von DAX7003: es gibt ja auch noch die Beraterhaftung... das wird den Schaden nicht komplett decken, aber die zuständige Steuerberatungskanzlei sollte ggf. auch schon mal Rückstellungen bilden...
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