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Hallo Frau Merkel u. Co - Das nenne ich ich Regierung!!! (Seite 2)



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Und wie sieht überhaupt der Verteilungsmechanismus in Norwegen aus, wie soll das genau laufen, dass die angesammelten Reserven "der Bevölkerung zu Gute kommen"? Von Rente lese ich oben nur in der Überschrift. Und Wikipedia weiß sogar, dass es zwei Teilfonds gibt, wovon sich nur einer aus Öleinnahmen speist, der andere Fonds legt die Sozialbeiträge an. Wie wäre es denn mit so einer Idee für Deutschland?
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.784.937 von honigbaer am 20.09.17 14:27:51Eine "rohstoffbasierte Deckung"- nicht schlecht, oder?
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.784.901 von Inderhals am 20.09.17 14:22:48Natürlich ist mitr bekannt, dass der Staat da jährlich Milliarden reinzahlt, aber eben doch für "Fremdrenten" (oder was auch immer, staatlich verordnete Anrechnungszeiten, Erwerbsunfähigkeitsrenten).

Das System ist aber eigentlich so aufgestellt, dass die Auszahlungen im Umlageverfahren entsprechend der geleisteten Beitragszahlungen erfolgen. 2016 waren in der allgemeinen Rentenversicherung die Beiträge 215 Mrd, die Renten 246 Mrd.

Das System ist aber doch gerade nicht darauf abgestellt, dass jeder einzahlt, viele haben ja gar kein Einkommen, wie sollen sie einzahlen. Und das System sieht auch eigentlich keine Auszahlungen an Leute vor, die nichts eingezahlt haben.

Du willst uns doch hier nicht für dumm verkaufen?
Im Prinzip ist da keine Umverteilung vorgesehen, sondern wer viel einzahlt bekommt viel Rente und wer wenig einzahlt wenig. Die Forderung oder die Idee, alle oder meinetwegen Lehrer oder Zahnärzte sollten da einzahlen, um Ansprüche zu erwerben, das wäre denen vermutlich im Moment auch ganz recht, weil die privaten Rentenversicherungen können auch nur den Nullzins anbieten.

Tatsächlich wird dieser Wunsch, alle sollen einzahlen, in der Regel mit Umverteilungsforderungen verbunden. Das ist aber nicht unser Sozialsystem. Die Umverteilung erfolgt über progressive Steuern. Die Sozialsysteme sind nicht dafür ausgelegt, in der Krankenversicherung werden gleiche Leistungen unabhängig von der Beitragshöhe gewährt, das ist schon richtig. Aber für die Rentenversicherung wäre das etwas Neues. Bei der Rentenversicherung ist es mehr eine Lotterie, einer kassiert 24 Jahre, ein anderer stirbt kursz nach Renteneintritt.

Ich bin da schon erstaunt, wie man hier so einfach meint, man könne die Probleme der Rentenversicherung auf den Steuerzahler abwälzen. Träumerei meines Erachtens, der staat zahlt da wirklich genug mit seinen 100 Mrd im Jahr. Die Lösung kann ja nur sein, länger Beiträge zahlen, späterer Renteneintritt, höhere Beiträge oder niedrigere Renten, und gleichzeitig wäre ein Zusatzbeitrag zu erheben, um endlich einen Kapitalstock zu schaffen, für die nächsten Generationen, so wie es Norwegen hat.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.785.243 von honigbaer am 20.09.17 14:57:10
Tatsächlich wird dieser Wunsch, alle sollen einzahlen, in der Regel mit Umverteilungsforderungen verbunden.

Ich wäre da schon bereit, solidarisch an Jene abzudrücken, die lange Beitragsjahre verweisen können, und dennoch nicht um die Runden kommen, weil ihre Rente zu gering ist. Natürlich wäre eine art Einheitsrente kontraproduktiv. Natürlich muß es auch die Keule "Altersarmut" geben, wenn man nichts einbezahlt.

Aber- es sollte grundsätzlich Pflicht sein, einzubezahlen- auch für Manager.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.784.901 von Inderhals am 20.09.17 14:22:482. Jeder sollte ins staatliche System einbezahlen- nach Leistungsfähigkeit


Selbstverständlich sind Beamte, Steuerberater, Anwälte, Apotheker, Politiker etc. pp. ausgenommen!

Soll doch das Fussvolk zusehen was sie im Alter fressen....
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.786.029 von Doppelvize am 20.09.17 16:15:55So war aber die gängige Praxis. Und das kann und darf nicht sein.
Ich verstehe nicht, wie das dem "Fußvolk" etwas bringen sollte, wenn weitere Personen zu den derzeit sehr vorteilhaften Konditionen der gesetzlichen Rentenversicherung einzahlen. Auch das ist doch derzeit schon Realität, viele zahlen ja freiwillig Höchstbeiträge, denn so eine Auszahlung, fast 6% Rente und das noch mit laufender Anpassung an Lohnsteigerungen, gibt es derzeit bei keiner Privatversicherung. (Dazu noch steuerlich weitgehend abziehbare Beiträge.)

Ihr habt erkannt, dass die Rentenversicherung ein Selbstbedienungsladen und Umverteilungsladen ist, vermutlich sogar Jahrzehntelang zugeschaut, wie man die demographische Entwicklung ignoriert. Ein großer Generationenschwindel das Ganze in den Händen der Politik. Aber statt damit aufzuräumen, fordert ihr hier, dass das auf andere ausgedehnt werden soll. Die Politik wird sich sicher in Zukunft nicht anständiger verhalten, wenn es höhere Einnahmen gibt. Also ihr seid mir ja Kameraden!

Wenn man feststellt, dass das staatlich betreute System nicht funktioniert, muss man erstmal ein seriöses Geschäftsmodell installieren, bevor man nach neuen Beitragzahlern ruft.
Und die Rentner mit vielen Beitragsjahren, das sind doch nicht die Problemfälle. Die haben ja auch jedes Jahr Gehalt bezogenund hätten so noch was zurücklegen können. Problemfälle sind die fehlendenBeitragsjahre bei Ausbildung, auslandsaufenthalt, Teilzeitbeschäftigung, arbeitslosigkeit, Selbständigkeit.

Der besonders langjährig Versicherte als angebliches Sorgenkind der Rentenversicherungssystems.
Ihr glaubt das nicht wirklich, oder?
Das ist doch nur ein Ablenkungsmanöver, um mit kosmetischen Eingriffen bis 2030 über die Notwendigkeit einschneidender Reformen hinwegzutäuschen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.787.043 von honigbaer am 20.09.17 17:40:44Es gibt die "berühmte Putzfrau, die ewige Bedienung, Haushaltshilfe, den Ober, den Kfz-Mechanker, den angesellten Gärtner, den Ich-AG´ler, den erfolglosen Rechtsanwalt.

Man sollte da einfach mal genauer hinsehen. Solche Leute beantragen ohnehin "Aufstockung" Gut- Viele schämen sich und gehen leer aus.

Eine Gegenrechnung wäre interessant.
Aber das stimmt doch auch überhaupt nicht.

Auch von geringen Einkommen, kann oft etwas zurückgelegt werden. Die Problematik von Teilzeitbeschäftigung oder nur temporär erfolgreicher Selbständigkeit ist vielen ja auch bewusst.
Nur honoriert das derzeitige System weder eigene Vorsorge, da diese letztlich erst aufzubrauchen ist, bevor man unterstützt wird, noch sind flexible Beitragsleistungen möglich für Leute, die gerne deutlich früher in Rente gehen möchten oder schwache Beitragsjahre früherer Jahre aufzustocken.

Stattdessen macht man dort, wo die Beiträge dringend gebraucht würden, bei den Minijobbern, eine Beitragsbefreiung und der Arbeitnehmer muss nichts zahlen. An der Stelle werden die Schwachen aus dem System rausgehalten, regelrecht angehalten, keine eigenen Beiträge aufzubringen. Krankenversichert sind sie auch nicht.


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