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Crashkurs Climate Science fuer AfD Anhaenger und Kritiker



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Crashkurs Climate Science fuer AfD Anhaenger und Kritiker Teil 1/4

1.1 Der vor kurzem eremitierte MIT Professor Richard Lindzen nennt die Klimawissenschaft gerne einen primitiven Wissenschaftszweig.

Es ist eine nicht exakte Wissenschaft, wo 3 Experten aus einem Datensatz 10 verschiedene Ergebnisse produzieren. Wo Ergebnisse nicht bewiesen werden, sondern in mehr oder weniger groben numerischen Modellen versucht wird, ein komplexes System zu simulieren.

Bis etwa 1990 war dies ein unbedeutendes Forschungsgebiet, es gab natuerlich schon damals troege Taetigkeiten wie Temperaturmessungen oder eher hemdsaermlige Polarforscher. Quasi ueber Nacht hat die Politik diese Fachbereich mit Geld ueberschuettet, Lehrstuehle und Institute gegruendet. Wer Klima auf Englisch buchstabieren konnte, wurde eingestellt, und fuer Assistenten gabs ruckzuck eine Professur. Mit dem Rampenlicht rueckten neuen Fragestellungen in den Blickpunkt fuer die das bisherige Personal nicht ausgebildet war und es wurden haeufig statistische und mathematische Methoden angewendet, die man nicht verstand oder in unzulaessiger Weise verbog.


1.2 Richard Lindzen, Massachusetts Institute of Technology

Warum man sich keine Sorgen machen sollte:




1.3 Politisierung und Korrumpierung der Klimawissenschaft

Richard Lindzen, Massachusetts Institute of Technology

Abstract

For a variety of inter-related cultural, organizational, and political reasons, progress in climate science and the actual solution of scientific problems in this field have moved at a much slower rate than would normally be possible. Not all these factors are unique to climate science, but the heavy influence of politics has served to amplify the role of the other factors. By cultural factors, I primarily refer to the change in the scientific paradigm from a dialectic opposition between theory and observation to an emphasis on simulation and observational programs. The latter serves to almost eliminate the dialectical focus of the former. Whereas the former had the potential for convergence, the latter is much less effective. The institutional factor has many components. One is the inordinate growth of administration in universities and the consequent increase in importance of grant overhead. This leads to an emphasis on large programs that never end. Another is the hierarchical nature of formal scientific organizations whereby a small executive council can speak on behalf of thousands of scientists as well as govern the distribution of ‘carrots and sticks’ whereby reputations are made and broken. The above factors are all amplified by the need for government funding. When an issue becomes a vital part of a political agenda, as is the case with climate, then the politically desired position becomes a goal rather than a consequence of scientific research. This paper will deal with the origin of the cultural changes and with specific examples of the operation and interaction of these factors. In particular, we will show how political bodies act to control scientific institutions, how scientists adjust both data and even theory to accommodate politically correct positions, and how opposition to these positions is disposed of.

Full paper:
https://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/0809/0809.3762.pdf[/url
Crashkurs Climate Science fuer AfD Anhaenger und Kritiker Teil 2/4

Die Hockeystick Illusion

Das bisher einflussreichste Paper der Klimawissenschaft war Michael Manns Temperaturhockeystick (1998/99). Eine Rekonstruktion der globalen Durchschnittstemperatur der letzten 1000 Jahre. Eine Kurve mit wenig Variation, die dann ab ca. 1900 steil ansteigt.
https://www.desmogblog.com/sites/beta.desmogblog.com/files/t…

Heute wissen wir, dass dies Bullshit war.

Andrew Montfort hat ueber die sich daraus entwickelnde bemerkenswerte Geschichte ein Buch geschrieben – ‘The Hockey Stick Illusion’.

Medien und Politik nutzten diese Kurve, um Grossalarm zu vermelden. Die BBC ist damals mit einem Bus durch London gefahren, der mit dem Hockeystick plakatiert war.

Und so begab es sich, dass auch die kanadische Regierung ihre Buerger ueber ihre neue Klimapolitik informierte und Flyer mit dem Hockeystick an alle Haushalte verteilte.

Und auch Steve McIntyre, ein Top Mathematiker, fand diese Post in seinem Briefkasten in Toronto, und er wollte nun selbst wissen, was es genau damit auf sich hatte, und auf welchen mathematischen Grundlagen diese fundamental neue Politik seiner Regierung basierte. Und dann bat er Michael Mann, ihm Daten und Algorithmen zur Verfuegung zu stellen, um dessen Arbeit zu rekonstruieren.

Fast forward und langer Rede kurzer Sinn:

Steve McIntyre entdeckte diverse Fehler in Michael Manns Arbeit, wobei der plakativste wohl darin bestand, dass Manns Algorithmus selbst aus Zufallskurven (red noise) Hockeysticks generierte. Er veroeffentlichte seine Kritik zusammen mit Professor McKitrick (University of Toronto).

Der Konflikt schaukelte sich nachfolgend auf und wurde politisiert (im Wesentlichen Demokraten vs. Republikaner) und muendete schliesslich in einer unabhaegigen Untersuchung durch eine Gruppe von Top Statistikern und Mathematikern Amerikas und Anhoerungen vor dem US Kongress.

Das Urteil der Untersuchungskommission war vernichtend fuer die Klimawissenschaftler:
https://climateaudit.org/2007/11/06/the-wegman-and-north-rep…


Sie validierten die Kritik von McInyre/McKitrick:
While the work of Michael Mann and colleagues presents what appears to be compelling evidence of global temperature change, the criticisms of McIntyre and McKitrick, as well as those of other authors mentioned are indeed valid.

Sie bemaengelten die fachliche Qualifikation von Mann und seinen Mitarbeitern:
The papers of Mann et al. in themselves are written in a confusing manner, making it difficult for the reader to discern the actual methodology and what uncertainty is actually associated with these reconstructions.
It is not clear that Dr. Mann and his associates even realized that their methodology was faulty at the time of writing the [Mann] paper.


Die Untersuchungskommission war entsetzt ueber deren Uneinsichtigkeit:
I am baffled by the claim that the incorrect method doesn’t matter because the answer is correct anyway.
Method Wrong + Answer Correct = Bad Science.


Die Untersuchungskommission beschrieb, wie Mann und Co. versuchten, McIntyre und McKitrick als Person zu diskreditieren, anstatt mit wisseneschaftlichen Argumenten:
Generally speaking, the paleoclimatology community has not recognized the validity of the [McIntyre and McKitrick] papers and has tended dismiss their results as being developed by biased amateurs.

Die Untersuchungskommission wies auf die Isolation der Klimawissenschaftler hin, die haeufig statistische Methoden einsetze, ohne mit Experten diese Fachbereichs zu kommunizieren:
It is important to note the isolation of the paleoclimate community; even though they rely heavily on statistical methods they do not seem to be interacting with the statistical community. Additionally, we judge that the sharing of research materials, data and results was haphazardly and grudgingly done. In this case we judge that there was too much reliance on peer review, which was not necessarily independent.

Die Untersuchungskommission beschrieb die Top Klimaforscher als seine abgeschlossene, politisierte Gruppe, die sich wechselseitig hochschaukelte:
As analyzed in our social network, there is a tightly knit group of individuals who passionately believe in their thesis. However, our perception is that this group has a self-reinforcing feedback mechanism and, moreover, the work has been sufficiently politicized that they can hardly reassess their public positions without losing credibility.

Die Klimaforscher retteten sich durch die Anhoerungen im Kongress, indem eine Reihe weiterer Paper erstellt wurde, die zumindest das Ergebnis von Mann[98/99] validieren sollten, auch wenn die Methoden inkorrekt waren.

Die Untersuchungskommission konnte in der vorgegebenen Zeit diese weiteren Paper nicht validieren, stellte aber deren ‘Unabhaengigkeit’ in Frage:
It is clear that many of the proxies are re-used in most of the papers. It is not surprising that the papers would obtain similar results and so cannot really claim to be independent verifications.

Steve McIntyre und andere haben spaeter alle weiteren massgeblichen Paper auf McIntyres Webseite climateaudit.org untersucht und falsifiziert.

Die Gruppe um Mann dominiert wohl bis heute die Grundlagengruppe der Klimaforschung, und deren Einfluss umfasst das IPCC, die wichtigsten Institute, die wichtigsten Lehrstuehle an den Universitaeten und die wichtigsten Fachzeitschriften. 10 Jahre spaeter wurden mit den Climategate Emails Machenschaften dieser Gruppe oeffentlich gemacht.
Crashkurs Climate Science fuer AfD Anhaenger und Kritiker Teil 3/4

Kaese auf Brandenburg – Rahmstorf et al 2007

Nach dem am meisten zitierten Paper der Klimageschichte von Michael Mann, nun der ‘Knaller’ mit der zweitgroessten Reichweite.

Eigentlich ist das Paper so peinlich, das seine Diskussion sich eruebrigt, um nicht noch mehr Aufmerksamkeit zu vergeuden. Es soll damit lediglich aufgezeigt werden, was in der Klimawissenschaft alles moeglich ist, insbeondere in Deutschland.

Ich hatte dies frueher bereits einmal hier aufgeschrieben:
https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1190337-1-10/bli…
Crashkurs Climate Science fuer AfD Anhaenger und Kritiker Teil 4/4

Manns Hockeystick und Rahmstorfs Kaese haben bereits demonstriert, wie ausgerechnet und insbesondere Paper mit der groessten Reichweite auch die groessten Fehler beinhalten.

Im letzten Kapitel geht es um die Wurst – die Klimasensitivitaet.

Diese ist die entscheidende Groesse der Klimawissenschaft. Sie besagt, um wieviele Grad die Temperatur der Erde bei einer Verdopplung des CO2 Gehalts in der Atmosphaere im Durchschnitt ansteigt.

Und hier finden sich in den zentralen, auf den besten Messdaten (globale Temperaturmessungen, Waermeinhalt der Ozeane, Satellitenmessungen der Strahlungsbilanzen) basierenden Studien erneut Rechenfehler. Nach Korrektur dieser Fehler reduziert sich die Klimasensitivitaet etwa auf die Haelfte.

Ein Wink mit dem Zaunpfahl ergab sich bereits nach dem vorletzten IPCC Bericht mit der deutlichen Reduzierung der Schaetzung der Aerosolkuehlung durch eine vom IPCC eingesetzte Arbeitsgruppe.

Der Kuehlungseffekt der Aerosole verdeckt einen Teil der Erwaermung durch Treibhaushausgase. Wenn dieser Kuehlungseffekt kleiner ist als bisher angenommen, wurde weniger Erwaermung verdeckt, bzw. die Erwaermung durch Treibhausgase ist niedriger als angenommen.

Das Verdienst der Korrektur geht an Nic Lewis, einen Cambridge Mathematiker und damit erneut einen Quereinsteiger in die Klimawissenschaft.

Erneut bestaetigte sich die Meinung der US Untersuchungskommission zum Hockeystick:
It is important to note the isolation of the paleoclimate community; even though they rely heavily on statistical methods they do not seem to be interacting with the statistical community.

Im Detail geht es diesmal um Grundlagen in Bayesscher Statistik, im Speziellen um die Verteilungsfunktion der Ausgangsschaetzung. Klimawissenschaftler verwendeten hier sog. ‚uniform prior‘, was zu einem viel zu hohen zentralen Schaetzwert und einer zu breiten Schaetzung der Klimasensitivitaet fuehrte.

Steve Jewson, einer der ganz wenigen Statistikexperten in der Klimawissenschaft war einer der ersten, die Nic Lewis verstanden und ihn sofort validierten:

- The results from uniform priors are arbitrary and hence non-scientific
- If you use a uniform prior for [ECS], someone might accuse you of choosing the prior to give high rates of climate change
- The results may well be nonsense mathematically
- You risk criticism from more or less the entire statistics community
- You risk criticism from scientists in many other disciplines too
- If your paper is cited in the IPCC report, IPCC may end up losing credibility
- There is a perfectly good alternative, that solves all these problems


Am Ende der Diskussion wurden die Ergebnisse von Nic Lewis anerkannt und mehrere auf den besten Messdaten beruhende Paper korrigiert.

Nic Lewis veroeffentlichte danach zusammen mit weiteren, bekannten Klimawissenschaftlern (z.B. Otto et al, Judith Curry) weitere Paper, die ebenfalls eine etwa halbierte Klimasensitivitaet ermittelten. Anschliessend wurde er als Expert Reviewer in AR5 berufen.

Im IPCC Bericht wurde dieses Halbierung der Klimasensitivitaet (von ca. 3 Grad auf 1.6 Grad) allerdings nicht korrekt wiedergegeben.

Die dort angegebene Spanne der Klimasensitivitaet wurde gegenueber AR4 fast nicht veraendert (1.5 – 4.5 Grad), allerdings, und sehr bemerkenswert, wurde in AR5 erstmal kein zentraler Schatzwert mehr angegeben!

Diese breite Spanne weit oberhalb des nun besten Schaetzwerts erhielt man, indem man auch Studien mit alten Aerosoldaten, ja sogar unkorrigierter Mathematik weiter beruecksichtigte, wie auch Sensitivitaetsschatzungen, die auf schlechterer Datenbasis (praehistorische Daten, Bohrkerne etc.) beruhten und Computersimulationen.

Fazit von Nic Lewis:

Selbst im unguenstigsten IPCC Szenario (‘business as usual’) wird die Erwaermung bis zum Jahr 2100 nur einen vernachlaessigbaren Effekt auf den Wohlstand der Menschheit haben.

If TCR really is 1.35°C then under RCP8.5 – the worst-case, business-as-usual scenario – the end of the 21st century will be approximately 2°C warmer than today.
The meta-analysis in Tol (2009)22, of fourteen estimates from economists, suggests that a temperature of 2°C warmer than today is likely to have a negligible impact on welfare.


Mit der Halbierung der Klimasensitivitaet liegen nun die bisherigen Mainstream ‘Klimaexperten’ genau so weit von der ‘Wahrheit’ entfernt wie all jene, die bisher jegliche Erwaermung geleugnet haben.
Noch weiter entfernt befinden sich all jene, die einer ‘Klimakatastrophe’ mit noch weit hoeheren Erwaermungen das Wort geredet haben. Dazu gehoeren insbesondere das Establishment und die Politik in Deutschland.

Nic Lewis, Expertenbeitrag fuer das britische Parlament
http://www.phibetaiota.net/wp-content/uploads/2013/12/Nic-Le…
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.904.056 von bmann025 am 08.10.17 00:06:31Herzlichen Dank dafür! :look:

Horst Szentiks (Red Shoes)
Die 97-Prozent-Falle
Die 97-Prozent-Falle
Die Uno berät über einen Weltklimavertrag, Wissenschaftler nutzen das für eine Kampagne: Sie behaupten, 97 Prozent der Klimaforscher seien sich einig. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.
Wie wird denn nun begründet, dass es eine Klimasensitivität zum CO2 Gehalt gibt?
Was ist da Stand der Forschung oder gibt es da unterschiedliche Modelle?

Bin ich da zu naiv, aber wenn man an einen "Treibhauseffekt" glaubt, dann macht es doch beim Tomatenanbau eigentlich keinen großen Unterschied, ob meine Scheiben 1 Mm oder 2 mm dick sind.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.908.059 von YellowDragon am 08.10.17 23:41:50
97% können sich nicht irren. 99% auch nicht
Zitat von YellowDragon: Die 97-Prozent-Falle
Die Uno berät über einen Weltklimavertrag, Wissenschaftler nutzen das für eine Kampagne: Sie behaupten, 97 Prozent der Klimaforscher seien sich einig. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Das hört und liest man als Totschlagargument sehr oft. Es ist aber unwissenschaftlich.

Wissenschaft ist kein Parlament, in dem die Mehrheit entscheidet und dann ist das so.

Wissenschaft arbeitet mit These, Experiment, Beweis, Empirie usw..

Vor 500 Jahren waren sich 99% der Wissenschaftler einig die Erde ist der Mittelpunkt der Welt und die Sonne umkreist sie, jeden Tag.

Selbst ein Wissenschaftler, der abweichender Meinung war, ließ sich nach einen Blick in den Folterkeller des Vatikans davon überzeugen, seine Forschungsergebnisse besser, den Empfehlungen der päpstlichen Inquisition folgend, nicht zu veröffentlichen.

Heute gibt es zwar keine Folterkeller für Wissenschaftler, aber die wirtschaftliche Existenz für inzwischen mit dem Holocaust-Leugner-Titel „Klimaleugner“ verfemten Forscher gehen auch heutzutage hohe Risiken ein. Es sind ja auch nur 3%. Aber selbst wenn es 1 Promille der Forscher wären, zeigt bereits die Verfemung mit „Klimaleugner“, dass etwas faul ist bei den 97%.

Wäre alles sauber bewiesen, die 3% wären unproblematisch.

Da es aber auch beim größten Klimawandelclub, dem IPCC, große Unsicherheiten insbesondere im tatsächlichen Nachweis gibt, ist das moderne Hatespeech mit „Klimaleugner“, Trump-Bashing und so weiter VOLLKOMMEN unangebracht.

Es basiert aber inzwischen eine milliardenschwere Industrie auf der Klimabehauptung von IPCC&Co..
Deshalb legt man sich als Klimakritiker mit einer machtvollen Lobby an. Wer das verstanden hat, versteht den Konflikt besser.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.908.191 von honigbaer am 09.10.17 02:37:45
Zitat von honigbaer: Wie wird denn nun begründet, dass es eine Klimasensitivität zum CO2 Gehalt gibt?
Was ist da Stand der Forschung oder gibt es da unterschiedliche Modelle?

Bin ich da zu naiv, aber wenn man an einen "Treibhauseffekt" glaubt, dann macht es doch beim Tomatenanbau eigentlich keinen großen Unterschied, ob meine Scheiben 1 Mm oder 2 mm dick sind.


Nun ist zwar die Klimawissenschaft keine exakte Wissenschaft, die Erde ein extrem komplexes System und somit sind alle Aussagen mit Unsicherheit behaftet.

Dennoch ist mir kein namhafter 'Klimaskeptiker' bekannt, der argumentiert, dass CO2 kein Treibhausgas sei oder komplexe Wechselwirkungen in der Atmosphaere die Treibhauswirkung aufheben wuerden, ... obwohl auch das 'moeglich' waere.

Wie 'dick die Scheiben' sind, ist natuerlich von erheblichem Interesse.

Wenn die Klimasensitivitaet nur halb so hoch ist wie bisher angenommen, kann das Ziel, die Erwaermung bis zum 2100 auf max. 2 Grad zu begrenzen ohne jeglichen Aufwand erreicht werden.
Das waere natuerlich ein Alptraum fuer Klimawissenschaftler und Gruene Lobby, weil sie dadurch in erheblichem Umfang ueberfluessig gemacht werden.

Es gibt hier ausserdem noch einen zweiten wichtigen Effekt, der einer Erwaermung entgegenarbeitet.

Obwohl die Treibhausemissionen in den letzten Jahren entsprechend worst case Szenario 'RCP 8.5' business-as-usual (oder sogar noch schneller) angestiegen sind, ist der CO2 Gehalt in der Atmosphaere nur etwa im Mittel der Modelle RCP4.5 und RCP6.0 angestiegen, welche eigentlich deutliche Einschnitte des CO2 Ausstosses zugrundelegen.

https://www.thegwpf.org/content/uploads/2014/02/Oversensitiv…

Ursache ist das Aufbluehen der Biosphaere. Dank CO2 Duengung, leicht erhoehter Temperatur und mehr Niederschlag (als Folge von mehr Verdunstung) ist die Biomasse weltweit deutlich gewachsen. Und das trotz Bevoelkerungsexplosion, wachsenden Staedten, Brandrodung der Regenwaelder etc.

Wenn man dann diese Klimaextrapolationen noch mit anderen Menschheitsproblemen, insbesondere der Bevoelkerungsexplosion in Afrika und in muslimischen Staaten, vergleicht, kommt man sehr schnell zum Ergebnis, dass hier in Deutschland die falsche Baustelle bearbeitet wird. Die Folgen dieser Bevoelkerungsexplosion werden unsere Zukunft in Europa (wie auch in anderen Weltregionen) weit weit staerker bestimmen als etwa Klimaaenderungen.


Stand der Forschung empfehle ich Judith Curry:
https://judithcurry.com/category/sensitivity-feedbacks/
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.908.467 von bmann025 am 09.10.17 07:59:20
Zitat von bmann025: ...
Dennoch ist mir kein namhafter 'Klimaskeptiker' bekannt, der argumentiert, dass CO2 kein Treibhausgas sei oder komplexe Wechselwirkungen in der Atmosphaere die Treibhauswirkung aufheben wuerden, ... obwohl auch das 'moeglich' waere.

Wie 'dick die Scheiben' sind, ist natuerlich von erheblichem Interesse. ...


Naja, wenn es danach ginge, was jemand namhaftes gesagt hat ... "namhaft" und "Klimaskeptiker" sind ja woh eher politische Kategorien, ich wollte aber mal was wissenschaftliches wissen. Ich verstehe auch nicht ganz, wieso das keine exakte Wissenschaft sein soll. Man hat halt gewisse Arbeitshypothesen, wie in anderen Disziplinen auch. Und die Eigenschaften von CO2 sind doch recht genau bekannt, das kann man doch alles ausrechnen, was es macht. Ich wollte jetzt halt nicht so viel lesen, sondern das mal in einfachen Worten wissen, wie es funktionieren soll.
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