DAX-2,07 % EUR/USD+0,03 % Gold+0,96 % Öl (Brent)-1,24 %

ETF Rat erbeten



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Moinmoin,



ich plane im kommenden Jahr mir einen ETF Sparplan zuzulegen. Anfangen werde ich mit 50 Euro die ich dann im Laufe der Jahre erhöhen möchte. Dabei denke ich an einen Anlegezeitraum von mindestens 30 Jahren.



Ich liebäugel mit den Indexen MSCI World und MSCI Emerging Markets - 70/30 aufgeteilt. Da ich bereits eine betriebliche Altersvorsorge habe, habe ich mir überlegt, keinen Anleihenteil einzubauen da ich durch die BAV ja bereits einen sicheren Teil in meiner Anlagestrategie habe. Hier die Frage ob ihr mit diesem übereinstimmt oder ob ich da auf dem Schlauch stehe...?



Die Indexe möchte ich thesaurierend anlegen da dies für den langfristigen Vermögensaufbau besser ist. Ich frage mich jedoch ob sich dies ab 2018 rechnet da ich ja sehr lange Zeit anfangs von meinem Steuerfreibetrag keinen gebrauch mache, auch nicht andersweitig. Meine Frage ist daher ob thesaurierende Indexe trotzdem mehr Sinn machen aus ausschüttende, auch wenn ich vom Steuerfreibetrag keinen Gebrauch mache?



Für Antworten wäre ich sehr dankbar da sich google wehrt mir diese Fragen sinnvoll zu beantworten ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.480.594 von Mel0takk am 18.12.17 15:54:56Mach doch Gebrauch von deinem Steuerfreibetrag! Worin kann der Sinn bestehen, den verfallen zu lassen? Damit das geht, musst Du natürlich hinreichend hohe Ausschüttungen kassieren. Am besten geht das mit Dividenden. Die solltest Du einfach unahängig von deinem ETF-Sparplan einsammeln, indem du mit ein paar Tausendern gute Unternehmen über einen preiswerten Onlinebroker (z.B. Onvista oder flatex, es gibt aber auch noch andere) vor der HV kaufst und nach der HV verkaufst - natürlich nur solche, bei denen du recht sicher bist, dass auf der HV keine schlechten Zahlen oder ein negativer Ausblick kommen und die eine hinreichend hohe Dividendenrendite haben.
Danke für die Antwort! Zum einen gibt es da das große Problem, dass ich nicht "ein paar Tausender" habe und zum anderen, dass ich von der Materie nicht genug Wissen habe. Mir geht es darum, wenig Geld über einen langfristigen Zeitraum anzulegen und sich möglichst wenig kümmern zu "müssen". Einmal im Jahr Rebalancen und immer malwieder reingucken aber nicht aktiv managen.

Meine Frage geht vorallem in die Richtung ob es zum Zeitpunkt des Verkaufs, Stand jetzt natürlich, steuerlich einen unterschied gibt ob die ETF's thesaurierend oder ausschüttend sind. Mit der Vorabpauschale ab 2018 bei den thesaurierenden ETF's ist dies doch relativ gleichgestellt steuerlich oder?
Ich würde mich jetzt nicht so doll auf steuerliche Themen konzentrieren.

Es ist ziemlich schwer so einen Sparplan durchzuhalten. Mal steigen die Kurse, mal fallen sie und insgesamt wirkt das Ganze ziemlich sinnlos :-)

Deshalb würde ich immer auf ausschüttende ETF setzen. Wenn man sieht,. dass jedes Jahr ein kleines passives Einkommen rumkommt, für das man nicht arbeiten muss, dann motiviert das udn man sieht einen Erfolg.

Ich bin nicht 100% sattelfest, was die Vorabpauschale ab 2018 angeht, aber ich habe es so verstanden, dass bereits auf Fondsebene versteuert wird - zumindest, wenn der Fond/ETF das mitmacht Jetzt wird der ETF nur wahrscheinlich in Irland ansässig sein oder Luxemburg. Wenn dieser dann die Steuer nicht abführt, was bei ausländischen ETF wahrscheinlich ist, wird diese vom Anleger abgebucht. Das kann später mal unangenehm werden,. wenn der Freistellungsauftrag ausgeschöpft ist und man anfangen muss Steuern zu zahlen ohne vorher was bekommen zu haben.

Ich persönlich habe nur Ausschütter, das hilft mir emotional auch am Ball zu bleiben, wenn die Kurse mal schwanken und mich über eine kleine vorzeitige Rente freue.
Also grundsätzlich ist das erstmal begrüßenswert, sich sowas vorzunehmen.

Allerdings hört sich das als Gesamtkonzept, Sparplan über 30 Jahre ohne Rücksicht auf Gewinn- oder Verlustphasen an der Börse, als ETF ein Bisschen an, wie aus demVertriebshandbuch der Finanzindustrie.

Der Gedanke mit der Nutzung derFreibeträge ist absolut richtig und wichtig. Wer sich jetzt keine Gedanken über die Steuer macht, der zahlt später unnötigerweise. Wobei das ja keine große Wissenschaft ist, die meisten ETF Anbieter ermöglichen es ja, dass man einfach mal ETFs verkauft, in dem Umfang, wie man die Gewinne ggfs steuerlich unterbringen kann. Und später kauft man dann eben wieder zurück. Man muss sich die ETF Sparpläne ja nicht als starre Sparpläne vorstellen, im Prinzipkann man jederzeit die Raten aussetzen oder nachholen oder Sonderzahlungen leisten.

VL sparen mit Fonds kommt nicht in Betracht?
(Wenn man schon so langjährige Bindung akzeptieren will.)
Vielen Dank für eure Antworten! Der Hinweise auf den emotionalen Nutzen der ausschüttenden ETFs ist super! Sowas weiss man als Anfänger natürlich nicht. Auch um den Steuerfreibetrag zu nutzen machen ausschüttende ETFs wohl mehr Sinn. Bin da etwas unsicher wie das mit der Vorabpauschale der thesaurierenden ETFs ab 2018 ist. Also ob sich das dann noch viel gibt oder nicht. Oder nutze ich mit der Vorabpauschale im gleichen Sinne den Steuerfreibetrag und stehe dann genauso wenig in 30 Jahren vor einem Berg Steuern?

VL sparen mit Fonds kommt nicht in Betracht nein. Habe bereits eine Betriebliche Rentenversicherung. Ausserdem werde ich in den kommenden Jahren noch im Ausland leben längere Zeit und wohl keinen deutschen Arbeitgeber haben und möchte dementsprechend davon unabhängig sein.

Und ich habe das Vertriebshandbuch der Finanzindustrie zwar nicht gelesen bin aber gerade deswegen sehr offen für Tipps und Anregungen. Wiegesagt ich habe sehr wenig Erfahrung in diesem Bereich und finde es gerade so attraktiv, dass man sich wenig kümmern muss und kein Fachmann sein muss um Geld anzulegen.
Vielen Dank für eure Antworten! Der Hinweise auf den emotionalen Nutzen der ausschüttenden ETFs ist super! Sowas weiss man als Anfänger natürlich nicht. Auch um den Steuerfreibetrag zu nutzen machen ausschüttende ETFs wohl mehr Sinn. Bin da etwas unsicher wie das mit der Vorabpauschale der thesaurierenden ETFs ab 2018 ist. Also ob sich das dann noch viel gibt oder nicht. Oder nutze ich mit der Vorabpauschale im gleichen Sinne den Steuerfreibetrag und stehe dann genauso wenig in 30 Jahren vor einem Berg Steuern?

VL sparen mit Fonds kommt nicht in Betracht nein. Habe bereits eine Betriebliche Rentenversicherung. Ausserdem werde ich in den kommenden Jahren noch im Ausland leben längere Zeit und wohl keinen deutschen Arbeitgeber haben und möchte dementsprechend davon unabhängig sein.

Und ich habe das Vertriebshandbuch der Finanzindustrie zwar nicht gelesen bin aber gerade deswegen sehr offen für Tipps und Anregungen. Wiegesagt ich habe sehr wenig Erfahrung in diesem Bereich und finde es gerade so attraktiv, dass man sich wenig kümmern muss und kein Fachmann sein muss um Geld anzulegen.
Ich habe sowohl thesaurierende als auch ausschüttende ETFs. Es stimmt schon, dass ausschüttende Fonds sehr motivierend sind, insbesondere wenn die Börse eine Talfahrt aufnehmen.

Es gibt zum Thema ETF ziemlich viele Blogs im Internet. Einen den ich gerne lese ist finanzpolster.com
schöne Grüße aus Tirol
lg

Anna


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben