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ROUNDUP: Steinhoff schreibt erneut Milliardenverlust | Diskussion im Forum



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Es handelt sich um einen automatisiert angelegten Thread zur Nachricht "ROUNDUP: Steinhoff schreibt erneut Milliardenverlust" vom Autor dpa-AFX

Der angeschlagene Einzelhandelskonzern Steinhoff hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr tiefrote Zahlen geschrieben. Steinhoff hatte erst vor wenigen Wochen zusammen mit korrigierten Zahlen für das Vorjahr seinen testierten Geschäftsbericht für …

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Warum erwarten heute so viele Foristen, dass der Kurs steigt? Dabei hat uns die Erfahrung in der Vergangenheit gezeigt, dass in der Regel unmittelbar nach einer Nachricht, positiv oder negativ, der Kurs zuerst einmal heruntergeprügelt wurde. Dabei kann mir keiner erzählen, dass diejenigen, die die Aktie gekauft oder verkauft haben, die Nachricht ausreichend gelesen und analysiert haben können. Auch hier zeigt sich wieder, dass diese Kursbewegung rein emotional bedingt ist, Anleger handeln nämlich ängstlich oder gierig. Wenn der Aktienkurs um zehn oder mehr Prozent in kürzester Zeit, sogar im Minutentakt, sinkt, kann man davon ausgehen, dass es durch Leerverkäufe geschehen ist, auch wenn man mir im Forum immer wieder weismachen will, dass es keine Leerverkäufe gibt. Die Prioritäten von Steinhoff dürften erkennbar nicht darin liegen, den Aktienkurs zu steigern, sondern es wird der Geschäftsleitung überwiegend um die Fortführung der Restrukturierung, die Steuerung des operativen Geschäftes, die Überwachung des Cashflows und die Überwachung und Unterstützung von PwC-Aktivitäten hinsichtlich der Aufbereitung von Vergangenheitsproblemen gehen. Dabei ist man an die LUA und CVA-Bedingungen gebunden. Die bisherige Vergangenheit hat mir aber eines gezeigt, nämlich dass das Steinhoff-Management langsam die Kontrolle über die Gesellschaft zurückgewinnt und dass eine Insolvenz oder Zerschlagung des Konzerns offenbar ausserhalb der Planung und Realität liegt. Was die Klagen in Deutschland vor dem LG Frankfurt betrifft, so habe ich bereits meine Meinung mehrfach veröffentlicht, und ich bleibe dabei, dieses Damoklesschwert dürfte stumpfer sein, als so mancher glaubt.
Also wird es auch heute möglicherweise so sein, dass der Aktienkurs in Hinblick auf die Bilanzzahlen von 2018 zuerst einmal von Leerverkäufern heruntergeprügelt wird, um dann irgendwann nach einer sorgfältigen Analyse, insbesondere nach Veröffentlichung der Zahlen für das erste Halbjahr 2019, einer nüchternen und positiven Analyse wieder in Richtung Norden zu gehen.
Da aber doch einige wichtige Daten und Erkenntnisse in den nächsten Wochen ausstehen, bin ich nach wie vor optimistisch, ohne damit eine Handlungsempfehlung auszusprechen. Geduld dürfte weiterhin gefragt sein!

Und tatsächlich, es geht nach Bekanntgabe der Zahlen mit dem Aktienkurs von Steinhoff massiv nach unten. Meine Meinung dazu:

Dass hier wieder einige LV stattfinden,
und der Kurs heruntergeprügelt wird, hatte ich heute mittag vorausgesagt. Das war bisher immer so nach News. 1.2 Mrd. Verlust sind, ehrlich gesagt, weniger als ich erwartet hatte. Endlich haben wir belastbare Zahlen, die ich allerdings noch nicht im Einzelnen analysiert habe. Ich kann nicht verstehen, warum so manche Anleger glauben, dass der Kurs mit ca.0,08-0,09 € gerechtfertigt sei und in Panik ihre Aktien verkaufen. Für mich sind das ganz gezielte Verkäufe von Hedgefonds oder wem auch immer, um ängstliche Kleinaktionäre aus dem Markt herauszukaufen. Kein ernst zu nehmender Analytiker hat die 2018er Bilanz vollständig und sorgfältig analysiert, und schon gar nicht kann und darf er davon auf die Zukunft des Unternehmens schließen, die ja schließlich an der Börse gehandelt wird. In der Vergangenheit wurden extrem hohe Abschreibungen vorgenommen. Das ist unstreitig. Dieses Kapitel von Steinhoff ist erledigt. Die Assets für 2019 werden neu bewertet und m. E. sicherlich positiv zu Buche schlagen. Wenn sich die Restrukturierungen nicht lohnen würden, hätte man bereits heute die Reissleine ziehen müssen, was aber nicht geschehen ist. Ich sehe in diesem Forum nur wieder eines: Es regiert leider die Angst und die Gier anstatt die Vernunft. Vernunft setzt eine sorgfältige Analyse der Bilanzzahlen voraus, und die kann man nicht in so kurzer Zeit, wie hier gehandelt wird, stemmen. Hier sind offenbar heute wieder einige LV zum Spottpreis an eiige Aktien gekommen und haben sich damit eine satte Gewinnbeteiligung für die Zukunft gesichert. Wer hat denn heute die Erfolge der Restrukturierungsmassnahmen diskutiert? Keiner. Und warum? Weil das erst möglich ist, wenn die Halbjahreszahlen von 2019 veröffentlicht werden. Ich bleibe optimistisch und gebe kein Stück aus der Hand, weil ich auf das derzeitige Management vertraue. Mehr demnächst in einem Video auf Youtube unter:

https://www.youtube.com/results?search_query=wulf+bley
Zur Bilanz 2018
was sind in aller Kürze die wichtigsten Erkenntnisse in Zahlen aus dieser Bilanz:
Im Gesamtergebnis wurde ein Verlust von € 1.165 Milliarden ausgewiesen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich im Jahre 2018 von € 723 Millionen auf € 1,375 Milliarden verbessert. Die Assets, also die Vermögenswerte, haben sich 2018 im Vergleich zum Jahre 2017 von € 17,505 auf € 16.370 Milliarden verschlechtert, was mit der Veräusserung von unrentablen Vermögensbereichen (Tochtergesellschaften und Beteiligungen) zusammenhängt. Das Eigenkapital ist auf € 641 Millionen geschrumpft. Leicht positiv hat sich der Gesamtumsatz der Steinhoff Holding entwickelt, nämlich von € 12,493 Milliarden auf € 12,827 Milliarden. Auch der Bruttogewinn konnte von € 4,883 Milliarden auf € 4,976 Milliarden leicht gesteigert werden. Nunmehr wird es verstärkt auf die Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2019 ankommen. Diese Zahlen stimmen mich deswegen optimistisch, weil sich zeigt, dass der laufende Geschäftsbetrieb im operativen Bereich überlebensfähig ist und die Beseitigung der Altlasten verstärkt in Angriff genommen werden können. Immerhin hat man jetzt Klarheit über die finanzielle Situation von Steinhoff. Ich rechne damit, dass die CVA per 30. Juni verabschiedet werden dürfte und dass die Quartalszahlen für das Geschäftsjahr 2019, die am 12. Juli erwartet werden, die deutlich verbesserte Zukunftsfähigkeit der Steinhoff AG beweisen wird. Da jetzt die Fakten alle offen auf dem Tisch liegen, kann man meines Erachtens etwas beruhigter in die Zukunft schauen. Was die Klagen in Deutschland betrifft, über deren Erfolgsaussichten habe ich bereits mehrfach berichtet, zu den Klagen im Ausland kann ich mich an dieser Stelle nicht seriös äussern. Ich bin aber der Auffassung, dass insbesondere die Klagen von Steinhoff gegen die Verantwortlichen der Betrügereien konsequent aufgenommen und durchgeführt werden, und dass sich daraus noch Überraschungen ergeben könnten. Meiner Ansicht nach besteht derzeit überhaupt kein Grund in Panik zu geraten. Noch vor knapp einem Jahr, als jede Menge Panikmacher die Insolvenz von Steinhoff propagierten, lag der Kurs deutlich höher, sodass mit kontinuierlicher Verbesserung der Ertragssituation eine positive Kursentwicklung vor uns liegen dürfte. In der kommenden Woche werde ich über YouTube darüber etwas ausführlicher sprechen. Bis dahin wünsche ich allen Foristen steigende Kurse und gute Nerven, um eine etwaige unbegründbare Volatilität durchzustehen.
MFAG,

wieso lese ich bei Dir ganz andere Zahlen als bei MGQ?

Und wenn die Assets bei einem Wert von rd 17 Milliarden E liegen sollen, die Schulden aber bei 9 Milliarden Euro,
dann müsste in der Bilanz ein Eigenkapital von 8 Milliarden Euro zu finden sein.
Eigenkapital = Bilanzsumme (Vermögenswerte) minus Schulden.
Nach MGQ und seinem Zitat aus der Bilanz ist das Eigenkapital, das den Aktoären zugrechnet wird, sogar negativ.
Liebe Foristen,
auch ich habe mir die Bilanz einmal näher angeschaut und bin der Meinung, dass der derzeitige Kurs nach wie vor in keiner Weise die reale Unternehmenssituation widerspiegelt. Aber schauen wir doch uns einmal die verschiedenen Positionen aus der Bilanz an:
Assets, Vermögenswerte:
Die langfristigen Vermögenswerte haben sich von 2017-2018 von € 13,064 Milliarden auf € 9,536 Milliarden reduziert. Auffallend ist dabei die Reduzierung der immateriellen Vermögenswerte von € 2,657 auf € 1.826 Milliarden. Ebenso auffällig ist eine Reduzierung der Sachanlagen von € 3.302 Milliarden € 2.146 Milliarden noch deutlicher wird die Reduzierung der Anteile an equity bilanzierten Unternehmen von € 2.055 Milliarden auf € 430 Millionen, insgesamt also, von kleineren Reduzierungen abweichend, der oben genannte Betrag.
Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen von € 1,055 auf € 1.216 Milliarden leicht anstiegen, ebenso die Investitionen und Kredite von € 107 Million auf € 261 Millionen, gab es doch im Jahre 2018 immerhin noch flüssige Mittel in Höhe von € 1,275 Milliarden gegenüber € 723 im Jahre 2017. Hinzu kamen noch Vermögenswerte Jahre 2018 in Höhe von € 1,927 Milliarden, sodass die Bilanzsumme im Jahre 2017 € 17,505 Milliarden und im Jahr 2018 € 16.370 Milliarden betrug. Beim Eigenkapital hatten wir naturgemäss eine Reduzierung aufgrund der Verkäufe und bilanzierten Summen im Jahr 2017 von immerhin € 2,09 Milliarden auf nur noch € 641 Millionen im Jahr 2018. Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen im Jahr 2017 zum Jahr 2018 von € 1.387 Milliarden auf € 2.949 Milliarden, dagegen sanken die kurzfristigen Verbindlichkeiten im Jahres 2017 von € 14,028 Milliarden auf € 11,494 Milliarden.
Schauen wir uns nunmehr einmal den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit an:
im Jahre 2017 betrug der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit € 792 Millionen während er im Jahre 2018 nur noch € 636 Millionen betrug. Dagegen fiel der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit für das Jahr 2017 von € 1,722 Milliarden für das Jahr 2018 auf € 431 Millionen deutlich positiv auf. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeiten betrug im Jahr 2017 noch € 2,575 Milliarden und im Jahr 2018 nur noch € 875 Millionen. Immerhin hatte die Steinhoff AG im Jahre 2017 nur einen Cashflow von € 723 Million während er für das Jahr 2018 auf € 1.375 Milliarden anwuchs.
Schauen wir uns nunmehr die fortgeführten Geschäftsbereiche an:
Im Jahre 2017 stieg der Umsatz von € 12,493 Milliarden auf € 12,827 Milliarden, der Bruttogewinn stieg von € 4,883 auf € 4.976 Milliarden. Im Vergleich zum Jahre 2017, wo noch ein Betriebsverlust von € 150 Millionen gemacht wurde, reduzierte dieser sich 2018 auf einen Gewinn von € 80 Millionen. Insgesamt wurde ein Verlust vor Steuer im Jahre 2017 von € 547 Millionen ausgewiesen, während der Verlust im Jahr 2018 nur noch € 452 Million betrug. Der Verlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen fiel von € 747 Millionen im Jahre 2017 auf € 674 Million im Jahr 2018. Wichtig ist hierbei der Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen. Der Betrug noch im Jahre 2017 € 3,247 Milliarden und reduzierte sich im Jahre 2018 auf € 518 Millionen. Demzufolge fiel der Periodenfehlbetrag vom Jahre 2017 von € 3,994 Milliarden im Jahr 2018 auf € 1.1192 Milliarden.
Das Gesamtergebnis der Periode ergab folgende Zahl: Im Jahr 2017 wurden € 4.182 Milliarden auf € 1.165 Milliarden Verlust reduziert.
Meiner Meinung nach dürften sich diese Ergebnisse prinzipiell von der Tendenz her nur positiv bewerten lassen.
Ich bin sicher, dass das erste Halbjahr 2019 wesentlich bessere Zahlen hervorbringen wird, und dass sich dies in keiner Weise im derzeitigen Aktienkurs widerspiegelt. Irgendwann wird auch der letzte Skeptiker die Faktenlage positiv bewerten und erkennen, dass die Steinhoff Holding auf dem besten Weg ist, den Turnaround zu schaffen.
Schönen Tag noch……
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.850.576 von mfag am 20.06.19 12:35:32Danke für deine Einschätzung

Turnaround.

Das ist das Stichwort

Ab 20.7 sollte das dann sichtbarer werden mit besseren Zahlen

Sonst kommt schwerer Seegang für alle

Dyor
Steinhoff International Holdings | 0,082 €


neues Video von mir....
Steinhoff International Holdings | 0,080 €
Im Nachhinein sind sie alle hier sehr schlau.
Nur das EBIT 2018/9
mag mir hier offenbar niemand prophezeihen.
Steinhoff International Holdings | 0,080 €
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