Anleger sollen Banken-Tipps nicht vertrauen - 500 Beiträge pro Seite



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Samstag 5. August 2006

Klein- und Privatanleger sollten ihr Geld nach Einschätzung der Hertie-Stiftung nicht auf Grund der Empfehlungen von Banken und Analysten anlegen.

HB DÜSSELDORF. Diese Ansicht vertrat der Geschäftsführer der Hertie-Stiftung, Holger Benke, in einem Gespräch mit der „Wirtschaftswoche“. „Wer eine Münze wirft und danach handelt, verdient im Zweifel mehr“, sagte Benke, der ein Vermögen von 900 Millionen Euro verwaltet. Zugleich warf der Stiftungsgeschäftsführer Banken und Analysten vor, zu zögerlich zu sein. „Ihnen fehlt es an Mut oder Vorstellungskraft, starke Kursbewegungen vorherzusagen.“ Für 2005 hätten die Experten zum Beispiel durchschnittlich knapp sieben Prozent Plus im Dax (Xetra: Nachrichten) prognostiziert. Tatsächlich habe der Dax aber 27 Prozent zugelegt. Benke hat nach eigenen Angaben 416 Dax-Prognosen und 425 Vorhersagen zur Rendite zehnjähriger Bundesanleihen von rund 30 Banken untersucht und dabei festgestellt, dass fast alle Analysen daneben lagen. „In welchem Ausmaß der Dax steigen oder fallen wird, hat kaum ein Analyst auch nur annähernd richtig vorhergesagt. Zwei Drittel der Prognosen erkannten aber den Trend, die Richtung, in die der Dax bis Jahresende gehen würde“, zitierte die „Wirtschaftswoche“ Benke. Vergleichsrechner

http://de.biz.yahoo.com/05082006/318/anleger-sollen-banken-t…

"Wer eine Münze wirft und danach handelt, verdient im Zweifel mehr" - Herrlich ausgedrückt! Eine schallende Ohrfeige für die Ärmelschoner.
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.331.165 von MFC500 am 05.08.06 17:49:47"Wer eine Münze wirft und danach handelt, verdient im Zweifel mehr"

Gilt übrigends auch für die Charttechniker oder für Trader, die nach irgendwelchen "Supersystemen" handeln!:rolleyes:
und am schlausten ist immer der, der hinterher eine Analyse macht und dann feststellt was richtig gewesen wäre.
Viele Grüße
Golfer:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.331.165 von MFC500 am 05.08.06 17:49:47Mach ich sowieso nicht. Wenn Banken ein Unternehmen empfehlen dann tun sie es höchstwahrscheinlich nur aus eigennutzen. Irgendwie verdienen sie immer daran. :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.331.658 von Aktienkrieger am 05.08.06 18:48:41na klaro,
haben dann vorher billig eingesammelt.
Schönen Abend noch.
Deutsche Bank hat Solarwerte in den Himmel gelobt, ihren Reibach gemacht und hinterlässt einen geprellten Kundenstamm der in seinen DWS Fonds das Spiel ausbaden darf.............!!!!!!!:cool::cool::cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.331.165 von MFC500 am 05.08.06 17:49:47Dieser Ratschlag mag für Anleger mit zumindest ein Bisserl Erfahrung richtig sein. Ein Börsenneuling ist sicher gut beraten, seine ersten Erfahrungen mit einem breitgefächerten internationalen Fonds zu machen.

Gruß, Bulli
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.332.057 von Bulli1929 am 05.08.06 19:28:25Von Fonds halte ich überhaupt nichts. Auch hier zeigt sich, daß die Masse (70-80%) nicht mal die eigene Benchmark schafft. Fazit: die meisten Fonds und ihre "Experten" sind das Geld nicht wert! (Quelle: Die "Wirtschaftswoche" hat immer mal derartige Untersuchungen gestartet, und zwar Fonds aus allen Segmenten unter die Lupe genommen. Bin schon lange kein Leser mehr, weiß also nicht, ob sie diese wirklich informativen Studien noch anfertigt)
Ist schon komisch, diese Flut an Buy Empfehlungen in letzter
Zeit. Da wirken die Investment Banker fleissig mit...
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.332.175 von MFC500 am 05.08.06 20:04:28Ich kann deine Meinung durchaus nachvollziehen. Wie würde deine konkrete Empfehlung für einen Börsenneuling aussehen?

Gruß, Bulli
bei jedem finanzberater der bank steht auf der schreibtischunterlage: TURNING IS EARNING ! bedeutet der kunde muss sein depot bewegen, kaufen und verkaufen sonst verdiene ich nix. also her mit analystentipps, die den kunden hungrig machen. deshalb gibt es auch zu 90% kaufempfehlungen. denn der kunde kann jede aktie kaufen egal ob er sie hat oder nicht aber nur die, die er hat kann er verkaufen ( gilt für normalanleger). analysten sind also nichts anders als depotbewegungsbegründungsgeber. etwas anderes denken nur träumer.
für den kunden gilt: hin und her macht taschen leer, sollten sich die vielen daytrader mal genau überlegen. mir ist aufgefallen, dass die aktien, über die hier am wenigsten diskutiert wird, nicht immer die schlechtesten sein müssen. viel spass beim traden
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.331.285 von Datteljongleur am 05.08.06 18:11:48Wer einen Chart richtig lesen kann, ist klar im Vorteil. Handelst Du
mit einer Glaskugel? :confused:
@bert408,
sie berichten meines Wissens von so einer Art Schneeball-System.
Wenn es mal nicht so funzt :D werden die gelackmeierten
Kunden die Aktien versemmeln und eines folgt dem anderen... :laugh:
Sehr kurzfristige und wenig strategische Denke, den Leuten alles aufzuschwatzen. Vor allem wenig Skrupel und Courage ... (Ich wundere mich mich schon über Buys, wo das Kursziel 5 %& über dem aktuellen Kurs liegt.)
Bei Risiken und Nebenwirkungen frage man den Arzt oder Apotheker :laugh:
Auch wenn die Hertie-Stiftung im Jahr 2005 ein hervorragendes Ergebnis im Asset-Management einfahren konnte, ist dies nicht mit dem Fondsergebnis gleichzusetzen. Kapitalanlagegesellscahften müssen gesetzliche Vorgaben hinsichtlich der Anlagestrukturen beachten. Desweiteren ist das Management an die Vorgaben der Compliance (Revision) gebunden mit der Folge, dass ebenfalls die portfolio-selection-Grundsätze einzuhalten sind. Dies entfällt bei der Stiftung. Die Bewertung der Basiswerte wird meist mit Hilfe von DCF-Verfahren ermittelt. Die Schwächen der Verfahen der Unternehmensbewertung sind bekannt. Dennoch dient das Investment Research vorwiegend der Vermeidung von Risiken, die durch die Nichtbeachtung der Informationen aus der Finanzberichterstattung entstehen können. Dass gewöhnlich weniger Verkaufsempfehlungen ausgesprochen werden ist bedauerlich, allerdings liegt die Ursache wohl darin begründet, dass es sich für Kapitalanlagegesellschaft (Kreditinstitut) nicht lohnt in Gesellschaften, die nicht liquide sind, Bilanzstrukturprobleme aufweisen, kein Alleinstellungsmerkmal aufweisen, geringe Marktanteile bisher erringen konnten, näher einzugehen. Diese werden nach einer einfachen Durchsicht verständlicherweise ignoriert. Research ist nicht gerade billig für Kreditinstitute, daher ist lediglich die Konzentration auf Marktführer und Gesellschaften mit Perspektiven statthaft. Eine optimistische Prognose die ins Blaue hinein hinausposaunt wird, wagen nur noch Journalisten oder ein paar "Unabhängige"! Coverage sei Dank! N8!
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.332.992 von Ritzelquaeler am 06.08.06 02:17:49wenn sich Fonds mehr an gesetzlichen Vorschriften orientieren müssen, als am Anlageerfolg,
dann haben wir ja schon die Antwort, warum
die so schlecht abschneiden.
Für Neueinsteiger würden sich, wenn überhaupt Index-Fonds
eignen.
Fortgeschrittene können sich dann je nach Mentalität selbst
ihr Depot schneidern.
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.332.532 von bert408 am 05.08.06 21:47:56... TURNING IS EARNING ! bedeutet der kunde muss sein depot bewegen, kaufen und verkaufen sonst verdiene ich nix ...

Genau, das ist es. Denn:

Wer verdient immer? Egal ob bei steigenden oder fallenden Kursen?

Die Bank, der Makler usw.

Denn für jede Transaktion bekommen sie Geld.

Und das sicher.
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.332.461 von Bulli1929 am 05.08.06 21:30:35Wie würde deine konkrete Empfehlung für einen Börsenneuling aussehen?

Tja, Bulli, das ist die 1 Mio.$-Frage. Ich könnte ein Buch darüber schreiben. Bin 16 Jahre "im Geschäft" - 2x komplett auf die Schnauze gefallen. Jetzt endlich fängt die Erfahrung sich so langsam an auszuzahlen.
Es muss wirklich jeder selbst ausprobieren was der Weg zum Erfolg für ihn/sie ist. Zeitintensive Beschäftigung mit der Materie ist dabei ein Muss. Das hilft alles nichts. Und - ganz wichtig - niemand sollte davon träumen durch die Börse reich zu werden. Man kämpft jeden Tag gegen einen Haufen Leute und Firmen, die alle mehr Geld, mehr Erfahrung und ein besseres Hintergrundwissen als man selber hat. Und zum grossen Teil ein noch besseres technisches Equipment. Wer regelmässig netto eine zweistellige Rendite pro Jahr erwirtschaftet ist gut. Gutes Rechnen ist dafür genau so wichtig, wie genaue Kenntnisse der menschlichen Psychologie. Das hilt Dir zu erkennen, ob ein Asset über- unter- oder fair bewertet ist und gibt Dir Hilfe für Dein Ein- und Ausstiegs-Timing. Wobei sich ganz simpel die Regel "Verkauf in der totalen Euphorie und Kauf, wenn nackte Angst herrscht" eigentlich immer bewährt. Wichtig ist, zu wissen, was der Markt über ein Asset denkt, aber sich davon NICHT selber beeinflussen zu lassen. Die meisten spielen Roulette an der Börse. Versuchen dies und das und meist ist das ein stochern mit der Stange im Nebel. Auch ich habe vor Kurzem mal wieder den Fehler gemacht zu denken, ich wäre schlauer als der Markt. Vergiss es. Das funktioniert nicht. Ich habe das auch umgehend korrigiert und bin mit tragbarem Verlust aus dem Investment raus. Was ganz wichtig, und ganz schwer ist: Du darfst kein Ego haben. Sprich - Du musst Dir und anderen nichts beweisen wollen. Fehler, die man als solche erkennt müssen sofort korrigiert werden. Um so länger man wartet, um so grösser werden die Verluste. Und nicht versuchen, einen Verlust sofort mit Gewalt wieder reinzuholen. Auch das geht sicher schief.
Das sind jetzt alles sehr allgemeine Tips, aber sehr wichtig. Wie gesagt, Du musst selber ausprobieren, DEINE gute Strategie zu finden. Notfalls erstmal mit Papier-Trades, also ohne echtes Geld einzusetzen. Und ein Minimum an volks und betriebswirtschaftlichem Wissen muss auch sein. Die meisten hier in den Boards können weder einen Quartalsbericht lesen, noch haben sie Ahnung, was wirklich gute Explorationsergebnisse sind. Ich weiss auch nicht, wie viele sich mit dem Wirtschafts-Zyklen vernünftig auskennen. Das sollte man aber alles schon etwas draufhaben.
Börse kann ein schönes Hobby sein für jemanden, den das interessiert. Aber, dort Geld zu verdienen - und zwar regelmässig, Monat für Monat - ist harte Arbeit. Das fällt einem nicht in den Schoss. Begriffe wie "100%-ig" "sichere Sache" "ohne Risiko" u.s.w. haben an der Börse nichts verloren. Lass Dir von niemandem sowas erzählen. Das gibt es einfach nicht. Alles hat seinen Preis.
Viele Grüsse
s.
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.333.510 von fwinter61 am 06.08.06 11:26:50Das kann man aber den Banken/Maklern nicht anlasten. :rolleyes:

Die Gier der Menschen ist es vorallem, die das ermöglicht.
Letztendlich muss ja jemand die Dienstleistung
erbringen.

Wenn niemand mehr Aktien/Renten kaufen würde,
dann wären die Banken/Makler arbeitslos. :(
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.333.913 von stupidgame am 06.08.06 13:02:27Aber, dort Geld zu verdienen - und zwar regelmässig, Monat für Monat - ist harte Arbeit.

Das ist der Kernsatz für alle die Leute,
die meinen an der Börse geht alles mit "links".
Und das ist schätzungsweise hier im w.o.board
der ganz überwiegende Teil. :confused:


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