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US in deep recession // USA fett in der Rezession - und der Markt feiert - 500 Beiträge pro Seite



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US in deep recession // USA fett in der Rezession - und der Markt feiert
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Ist schon klasse, wie alle Medien, kritisch wie sie sind, nach der Pfeife der Reichen und Schönen tanzen.
Kein Sender, kein einziger, nimmt die wundersamen Zahlen zum BIP mal auseinander und zeigt, was eigentlich Sache ist.
Alles wird dumm und blöd nachgelabert.Was sind das alles für Wirtschaftssender, für Wirtschaftfachleute?
Sich mal selbst eine Meinung bilden und das Geblubber der Institutionen zu hinterfragen scheint nicht mehr angesagt zu sein.

Einer der wenigen Ausnahmen: M. Mross.

Hier seine Bewertung des "Wirtschaftswunders USA".

http://www.mmnews.de/index.php/20080828904/MM-News/Wirtschaf…

Wirtschafts-Wunder in USA PDF Drucken E-Mail
Von Mr. DAX
Donnerstag, 28. August 2008
Zahlen-Zauber aus den USA: BIP kräftig nach oben revidiert. Anleger feiern und fragen nicht.



Die USA haben ihr bereits am 31.Juli gemeldetes Wachstum für das Bruttoinlandsprodukt (Die Summe aller produzierten Waren und Dienstleistungen) für das 2.Quartal (April-Juni) von 1,9% auf sagenhafte 3,3% nach oben korrigiert!

Die bedeutendste Volkswirtschaft der Erde ist scheinbar nicht einmal in der Lage ein paar Zahlen halbwegs korrekt zu addieren um die wichtigste Kennziffer ihrer Wirtschaft zu bestimmen.

Beeindruckend. Dazu muss man wissen, dass die offiziell benannten US-Konjunkturdaten in der Regel das Papier nicht wert sind, auf dem sie veröffentlicht werden.

Sie kennen meine Erläuterungen über die „kreative“ Zahlenkosmetik der Bundesrepublik im Bezug auf beispielsweise die Inflationsrate oder die Arbeitslosenstatistik.

Im Vergleich zu dem, was diesbezüglich in den USA passiert, sind die deutschen Wirtschaftsdaten allerdings von astronomischer Genauigkeit. Da ist die Bezeichnung „kreativ“ eine schreckliche Untertreibung.

Bleiben wir beim Beispiel BIP: Hier wird das sogenannte „Netto-BIP“ angegeben. Man rechnet alle Waren und Dienstleistungen zusammen und zieht davon die Inflationsrate ab. Die Preissteigerungen sind ja keine echte Mehrleistung.

Die Gesamtinflationsrate wird mit 5% angegeben und ist mit unglaublichen Tricks, die hier den Rahmen sprengen würden, geschönt.

Die echte US-Inflationsrate liegt laut der renommierten „Schattenstatistik“ – einer Organisation, die sich unabhängig von der Regierung akribisch mit den wahren US-Wirtschaftsdaten beschäftigt - bei etwa 13 % !!

Wenn man also ehrlich rechnet, sind die USA bereits tief in der Rezession. Aber leider wissen das mal wieder die Wenigsten. Selbst unter den sogenannten Finanzprofis werden diese nachweislich zur Unkenntlichkeit „verbogenen“ Daten als wahr und echt angesehen. Die Reaktion haben wir heute Nachmittag an den Börsen erlebt.

Es nutzt allerdings wenig, sich darüber zu ereifern. Man muss akzeptieren: Wenn die Mehrheit der Investoren die falschen Fakten glaubt und sich daran orientiert, macht es keinen Sinn sich dagegenzustellen. „Recht haben“ und „Geld verdienen“ sind nicht immer identisch. Auch das ist Börse.

PhotoVerwunderlich: Die US-Wirtschaftsleistung steigt im 2.Quartal. Sie ist sogar höher als im 2. Quartal 2006 - also lange vor der Kreditkrise.

Selbst der Mainstream findet die Sache langsam merkwürdig. So schreibt die FTD:

Wie machen die USA das bloß? Der Arbeitsmarktstatistik zufolge ist die nichtagrarische Beschäftigung im zweiten Quartal mit einer Jahresrate von 0,6 Prozent gefallen - trotz hehrer Annahmen bezüglich des Stellenaufbaus durch Firmenneugründungen. Die Baubeginne haben neuerlich um knapp elf Prozent nachgelassen, und der Autoabsatz ist im Vergleich zum Vorquartal sogar mit einer annualisierten Rate von einem Viertel eingebrochen. Der US-Ölverbrauch ist im ersten Halbjahr so stark gesunken wie seit 26 Jahren nicht mehr. Kurzum: So ziemlich alles, was man mengenmäßig zählen kann, deutet auf ein wirtschaftliches Drama hin und bestätigt damit die Klagen über das US-Geschäft der Firmen rund um die Welt. Aber nein, laut offizieller Lesart sind die USA im zweiten Quartal um 3,3 Prozent gewachsen. Dass der Außenbeitrag (Exporte plus 13,2 Prozent, Importe minus 7,6 Prozent) 3,1 Prozentpunkte dazu beigesteuert hat, lässt die Sache zunächst plausibel anmuten, ist angesichts des vermeldeten Rückgangs der Industrieproduktion um 3,2 Prozent dennoch irgendwie ein starkes Stück.

Zum Dank an alle jene, die ihnen das abnehmen, haben die USA noch ein ganz besonderes Schmankerl parat: die liquidesten und damit attraktivsten Finanzmärkte der Welt. Daher war es für sie auch kein Problem, über die vergangenen zehn Jahre ein Leistungsbilanzdefizit von kumuliert 5 177 Mrd. $ zu stopfen. Was die Liebhaber von US-Aktiva davon hatten, sieht man vermutlich am besten daran, dass sich die Nettovermögensposition der USA gegenüber dem Ausland in dieser Zeit aber nur um 1 662 Mrd. $ verschlechtert hat. Da müssen die Finanziers der USA also ein richtig gutes Geschäft gemacht haben. Im zweiten Quartal haben sich die nominalen Nettoexporte der USA übrigens auf einen annualisierten Wert von minus 710 Mrd $ belaufen, dem höchsten Defizit seit vier Quartalen. Nicht zu fassen, dass der Dax auf die US-BIP-Zahlen um 1,6 Prozent gesprungen ist.
Ach ja, und hier der "Spiegel".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,575030,00.html

KONJUNKTUR

US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet

Amerika überrascht mit einer robusten Konjunkturentwicklung. Im zweiten Quartal lag das Wirtschaftswachstum weit über den Prognosen. Beobachter warnen jedoch vor Euphorie.

Washington - Die amerikanische Wirtschaft scheint der Banken- und Immobilienkrise zu trotzen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von April bis Juni 2008 auf Jahresbasis um 3,3 Prozent zu, wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Erste Berechnungen hatten noch ein Plus von 1,9 Prozent ergeben. Im Vorquartal war die Wirtschaft überdies nur um 0,9 Prozent gewachsen.

Börse in New York: "Die Daten sind besser als erwartet"
Zur Großansicht
REUTERS

Börse in New York: "Die Daten sind besser als erwartet"
Dem Ministerium zufolge ging das verbesserte Ergebnis vor allem auf Rekordexporte zurück. Auch Steuerrückzahlungen im Rahmen des Konjunkturprogramms der Regierung stützten das Wachstum. Entsprechend warnten Ökonomen vor allzu viel Euphorie. "Die Daten sind besser als erwartet", sagte HSBC-Volkswirt Stefan Schilbe. "Das ist aber nur ein Strohfeuer, das von dem Konjunkturpaket ausgelöst wurde."

Auch die Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sahen noch keine Anzeichen für einen nachhaltigen Aufschwung. Das schwierige Umfeld für die US-Konjunktur sei nach wie vor intakt, heißt es in einer Kurzstudie. Bereits das dritte Quartal werde wohl wieder schwächer ausfallen. Vor allem industrielle Stimmungsindikatoren hätten sich zuletzt eingetrübt. Auch das Verbrauchervertrauen habe sich trotz sinkender Energiepreise nicht deutlich erholen können.

MEHR ÜBER...
BIP USA Konjunkturprogramm Immobilienkrise
zu SPIEGEL WISSEN
Der rapide Preisverfall bei Immobilien hatte die US-Wirtschaft in die Schieflage gebracht und eine weltweite Finanzkrise ausgelöst. Als Anzeichen dafür, dass die Probleme am Häusermarkt noch nicht ausgestanden sind, werten Beobachter die schwache Konjunktur am Bau. So verzeichnete der Wohnungsbau zuletzt einen Rückgang um 15,7 Prozent. Seit Monaten gehen die Preise für Immobilien zurück, zuletzt war der Preisverfall in Ballungsräumen so hoch wie nie.

Dennoch präsentiert sich die US-Wirtschaft deutlich robuster als die der Euro-Zone. Hier ging die Wirtschaftsleistung im Frühjahr erstmals seit Beginn der Berechnungen 1995 zurück, viele Experten halten eine Rezession in Europa für wahrscheinlich.

suc/Reuters/dpa/dpa-AFX
Ich wundere mich über nichts mehr bei den Amis. Gucken was Dow und Nasdaq machen und dann so machen wie es alle machen (meistens jedenfalls).

Wenn ein Überschuldeter halt wie Grösus Partys feiert? Mitfeieren!
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.900.652 von 098cba am 29.08.08 07:03:46Toller Beitrag! Leider betrachten das die Wenigsten Marktteilnehmer so kritisch und realistisch wie Du!

Wenn man sich auf seinen gesunden Menschenverstand verlässt muss man schon stark an den Zahlen zweifeln, denn laut einstimmigen Aussagen ist das die schlimmste Immobilien- und Finanzkrise der letzten 80 Jahre...einige reden sogar von der schlimmsten Krise überhaupt...und dafür haben sich die Märkte erstaunlich stabil gehalten...es besteht also noch jede Menge abwärtspotenzial, das wohl erst richtig zum tragen kommt wenn die meisten denken das schlimmste ist vorbei. Die Immobilienkrise in Japan hat fast 13 Jahre gedauert...warum sollte die bei den Amis nach einem Jahr vorbei sein????

Ich würde mir mehr solcher Beiträge wie diesen wünschen...aber noch haben zuviele Leute die rosarote Brille auf...
Dass besonders im 2. Quartal das BIP so stark wächst, wo die Probleme geballt zum Vorschein kamen (Immobilien und ÖL-Preis), ist erstaunlich.

Aber: Gemessen an der Pro-Kopf-Verschuldung ist es bei den Amis gar nicht so schlimm, da ist Japan viel höher verschuldet.

Schon möglich, dass es lange seitwärts geht. Man kann nicht immer nur neue Höchststände erwarten. Ich frage mich nur wie sich deutsche Aktien entwickeln, Abkopplung unwahrscheinlich aber möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.901.155 von George.W.Bush am 29.08.08 08:57:26Was mich wundert ist das die ganze Welt auf die Amis schaut, wo wir doch die Rezession selbst schon fast vor der Haustür stehen haben...bisher war es ja immer so, das die Amis laufen müssen, dann tun wir es auch...in sofern glaube ich nicht an eine Abkopplung, nicht an der Börse und nicht bei der Wirtschaft.
@ 098cba....na weisst du da gibts mehrere Gründe:

1) heisst das Ansteigen des Daxes nicht, dass jeder an eine "positive" Stimmung glaubt, aber jeder will verdienen, und bei diesen Zahlen wissen die meisten, dass "jeder" wegschaut und nur das sehen will was man sehen will....juhuuuu es geht nach oben und ich muss dabei sein.....das ist das Motto eines Fondsmanagers.....

2) wird es vor der US-Wahl zu einem Absacken des DJ kommen. Da gibt es heftige Teams dahinter (s. Plunge-Protection, usw...).....warten nach den Wahlen ab. Plups und schon sackt alles zusammen und die wahren Hintergründe kommen heraus. diese Einflussnahmen sind ja meist nur kfr., mittel.- bis langfristig gehts sowieso dahin wo die wahre Wirtschaftsleistung steckt.

Also bitte nicht zu ernst nehmen. Jeder, oder fast alle kennen deinen Beitrag (der super ist), aber jeder will eben verdienen!

thats it!
grüsse :cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.900.652 von 098cba am 29.08.08 07:03:46Schon mal was von Vorwegnehmen der Märkte gehört ?
Ich weiss schon, das die Crashpropheten derzeit Hochkonjunktur haben, aber ich würde die Kraft der amerikanischen Wirtschaft nicht unterschätzen. Die Krise der Finanzwirschaft wird noch länger andauern, jedoch die Überraschungen liegen eindeutig auf der Oberseite. Dass fleissig manipuliert wird, ist eine alte Geschichte und nix, das erst voriges Jahr erfunden wurde.

Denk mal drüber nach ..
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.901.732 von simmering am 29.08.08 09:50:39"Gestern lieferten die US-Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter per Juli mit einem Anstieg um 1,3% eine handfeste positive Überraschung für den USD, der zu einer markanten zwischenzeitlichen Erholung des USD bis auf circa 1,4670 gut war. Analysten hatten lediglich ein unverändertes Monatsergebnis erwartet. Nun, diese Datenreihe ist sehr volatil.

Bei näherer Analyse kann auch dieser Anstieg nicht überzeugen. Wesentlich ist für den Anstieg der Preisanstieg verantwortlich. Diese Datenreihe ist nicht inflationsbereinigt. Benutzt man den Erzeugerpreisanstieg für langlebige Wirtschaftsgüter, so stellt sich auf realer Basis laut Berechnung von GS ein Rückgang um 9,4% ein. Das stellt den stärksten realen Rückgang seit dem Frühjahr 2002 dar."

..aus der WIWO





..ja, der markt nimmt einiges vorweg ... aber... der Dow läuft seit Jahren unterm Strich seitwärts. Inflationsbereinigt fällt er kontinuierlich .. das PPT macht das ganz geschickt. Man hält den index optisch in der Waage ,nur real hat ein Anleger nix verdsient, sondern massig Geld verloren und zwar über die Inflation. Reale Rendite hätte man bei nur bei einem Jährlichen Dowanstieg von Inflationsrate + X zu verzeichnen. Der Dow müsste eigentlich schon bei 15000 + x stehen wenn es die letzten jahre (seit 2003) tatsächlich reales Wachstum gegeben hätte. Wenn der DOW nun von 11000 auf 13000 Punkte steigen sollte preist er nur die Inflationierung der Assets ein , mehr nicht. ;)

Bei der Dax-Berechnung kommt noch dazu das er im gegensatz zum DOW ein performanceindex ist.. das heisst, das ausgeschüttete Dividenden mit in die berechnung einfliessen... somit muss der DAX auf Dauer stärker steigen als der DOW und irgendwann überholen.
heute noch ein guter Michigan und auf zu neuen Höhen !

ist doch ganz einfach.........


Zu viele Short die glauben es geht den Bach runter """!!

halten nach den Horrormeldungen die Lows !! wird s einfach hochgecovered """!!

---easy---

ganz einfach !

gruß

marchinese
Ich beschäftige mich mit Mc Donald's. Die Frage ist tatsächlich, welche Informationen objektiv sind.

Ich war in den Sommermonaten mehrere Male bei MCD und kann nur sagen: Die wurden eingerannt. Selbst die Kunden haben gemeckert, dass es so voll war. Naja und dann haben sie über steigende Preise und hohe Benzinkosten gemeckert. Meckern ist halt gesellschaftsfähig, damit sich keiner fragen muss, ob er über seinen Verhältnissen lebt. Dennoch lässt keiner sein Auto stehen und futtert eine 2,5 Euro teure Fertigpizza. Wer hat denn zum Folie- Aufreissen Bock????

MCD ist auch in den USA voll. Der degenerierte Westen ist faul und wird seinen letzten Cent für Konsum monatlich ausgeben.

MCD macht sicherlich deutlich mehr Gewinn - weil sie nämlich international aufgestellt sind. Es ist nicht mehr wie früher.

Kennt ihr eine deutsche Wachstumsbranche ? Frühstück !!! Die Frühstücksstores sind voll. Ein Hoch auf unsere Dekadenz.
Und keiner hat Geld. Weil wir es raushauen wie die Geisteskranken.
Und lassen wir mal unser Auto stehen, dann steigen wir zwei Wochen später wieder ein.

Wir erleben einen Strukturwandel: Den Grössten seit dem zweiten Weltkrieg und da sdürfte das grosse Problem sein. Die Rahmenbedingungen ändern sich.

Nach meiner Meinung ist es nicht wie in den Medien dagestellt. Die Leute überschulden sich nicht, weil sie ihren Job verlieren oder die Scheidung kommt, sondern wiel sie Konsumkredite aufnehmen.

Die Leute haben kein Geld, weil sie keinen Bock haben , selber zu kochen (man stelle sich mal vor: Ein Rebirth der Brotdose für die Arbeit oder besser noch, die Kaffeemaschine im Büro statt Starbucks).
Der Energieverbrauch im ersten Halbjahr in Deutschland ist um 15 Prozent gestiegen. Dahinter verbirgt sich ein deutlich erhöhter Konsum: Dazu gehört auch MCD rund um die Uhr oder längere Öffnungszeiten im Einzelhandel.

Wenn wir wirklich in eine Rezession gehen sollten, dann glaube ich erst, wenn der Konsum runtergeht. Dann würde ich leere Frühstücksstores sehen, verkürzte Ladenöffnungszeiten, MCD mit familienfreundlichen Arbeitzeiten und Energieunternehmen , die auf ihren Strom sitzen bleiben.

Zur Zeit sind wir in einem Strukturwandel: Karstadt ist leer, weil der Online Handel wächst. Die Bediengastronomie ist leer, weil man zu MCD geht.
Boss bekommt Probleme, weil H&M zulegt. Starbucks hat es schwerer, weil jeder begreift, dass man mit Coffee to go Geld machen kann.
Den Banken geht es schlecht, weil sie in ihrer Gier elementare Fehler gemacht haben. Und wer seit Jahren keine Grenzen beim Konsum kannte , hat nun eine böse Zeche zu bezahlen. Wenn wir Glück haben, verschwinden die "Jetzt kaufen und in 6 Monaten bezahlen Angebote". Damit können wir Konsumkranken nämlich nicht umgehen.

Es geht weiter. Auch wenn es niemanden passt. Aber vieles wird sich ändern.
Wir sind und beleiben Wünscher. Wir wünschen uns einfach viel zu viel, wollen aber nichts. Wenn wir etwas wollen würden, dann würden wir dafür etwas tun.
Der Westen ist viel zu dekadent , von Zucker und fett übergewichtig als das man sich um eine ernsthafte Bewusstseinsänderung Sorgen machen müsste, die tatsächlich eine Rezession grösseren Ausmasses einleiten könnte. Und es würde damit anfangen, dass wir wieder selben kochen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.902.330 von Mad Dargel am 29.08.08 10:35:39ich sehe es auch so!
Wenn man sieht, was dieses Jahr auf der Cranger Kirmes los war, weiss man, dass es den Deutschen nicht so schlecht gehen kann... und auf den Wies'n 2008 werden wir auch wieder sehen, dass dort keiner spart bzw. verzichtet. Die könnten ein Maß Bier für 15€ verkaufen und keinen würde es stören!
Zusatz:
Meint ihr wirklich, dass sich die ganzen Profis gestern auf der falschen (Long) positioniert haben sollen??

Auch der liquideste Markt der Wert (Devisenmarkt) bestätigte das Wachstum!

und die Schattenstatistik?! naja, die 13% würde ich erstmal sehen wollen...
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.901.732 von simmering am 29.08.08 09:50:39Vorwegnehmen?

Nach keinen Gewinnen nun eine paar magere Cents, oder war's umgekehrt?

Mach dir nichts vor: die Amis verarschen alle und Gott - ja, den auch - und die Welt.

Guckst du hier:

http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_308248

27.08.2008 16:27
Dow Jones erstmals ohne KGV
Erstmals in seiner Geschichte hat der Dow Jones Industrial Average kein KGV mehr, berichtet der Börseninformationsdienst Casey Research. Die 30 Konzerne schrieben im zweiten Quartal insgesamt Verluste statt Gewinne.
Wallstreet-Straßenschild, dahinter US-Flagge (Quelle: dpa/picture-alliance) vergrößernDie Wall Street hat ihren beliebten Bewertungsmaßstab für seine Blue Chip Unternehmen verloren: das KGV

Was der Dax für uns, ist der Dow Jones für die USA: Das wichtigste Börsenbarometer des Landes. Der Dow, der mit vollem Namen eigentlich Dow Jones Industrial Average Index (DJIA) heißt, spiegelt die Kursentwicklung der 30 größten US-Konzerne wider. Diese Top 30 haben jetzt erstmals insgesamt einen Quartalsverlust bekannt gegeben statt eines Gewinns. Das heißt: Addiert man die Quartalsergebnisse der Dow-Konzerne im zweiten Quartal, erhalt man einen Minus-Betrag, wie Casey Research errechnet hat. Das untenstehnde Chartbild zeigt recht eindrucksvoll den steilen Absturz der letzten Monate.
Mehr zum Top-Thema

* Exkurs: Was das KGV aussagt

Laut dem Börseninformationsdienst Casey ist die Kreditkrise schuld an dem Desaster, die in quasi jeder Dow-Jones-Bilanz ihre Spuren hinterlassen hat. Zwei Unternehmen stechen laut Casey hervor: AT&T und Verizon. Die beiden haben zwar für das zweite Quartal Nettogewinne von etwa 4 und 2 Milliarden Dollar ausgewiesen. Doch die würden durch "Investing Activities" überrollt, also durch Beteiligungen und Anlagen. Werden diese berücksichtigt, habe AT&T im zweiten Quartal einen Verlust von 11,3 Milliarden und Verizon einen Verlust von 17,5 Milliarden verbucht.
Bild zum Artikel vergrößernErstmals wurden die kumulierten Quartalsergebnisse der Dow-Konzerne negativ.

Die Folgen der Krise
Wenn es keinen Gewinn gibt, gibt es auch kein KGV, kein Kurs-Gewinn-Verhältnis. Das ist eine viel beachtete Kennziffer der Börsenprofis. (Mehr dazu in unserem Exkurs: Was das KGV aussagt.) Nun hat also der Dow Jones erstmals in seiner 110jährigen Geschichte kein KGV mehr. Die Wall Street hat ihren beliebten Bewertungsmaßstab für seine Blue Chip Unternehmen verloren.

Die Aussagekraft ist insofern geschmälert, als in der Regel bei KGVs die zukünftige Gewinnerwartung herangezogen wird, und zwar die für das Gesamtjahr. Im vorliegenden Fall wurden aber die Quartalsgewinne herangezogen, noch dazu in der rückwärtigen Betrachtung, denn es geht um die Ergebnisse des zweiten Quartals. Und doch ist es nicht gerade ein erbauliches Signal. Es zeigt, welch tiefe Narben die Finanzkrise bereits hinterlassen hat. Der Chart spricht Bände.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.904.245 von Sugar2000 am 29.08.08 13:05:49Marktgestätigung? Träum weiter. Die sind auf den Zug gesprungen, der gerade abfuhr. Richtung? Egal. Hauptsache Zugfahren.
Da geht es allein nur noch um die Markttechnik und die daraus abgeleiteten Funktionen und Werte.
Wirtschaft ist doch heute nur noch möglich, wenn der DOW obensteht.
Also zieht man den DOW dahin, wo man ihn haben will.
Die Unternehmen, die teilweise Anteilseigner der FED sind (!!!), können sich quasi für notting Geld ohne Ende leihen.
Damit und mit ausgefeilten, immens teuren Computerprogrammen ziehen den Markt dahin, wo sie ihn haben wollen.
Die sind inzwischen in einer Situation, wo man denen nichts aber auch gar nichts mehr anhaben kann.
Und das wird immer schlimmer.
100 Punkte am Tag im DAX? Vergiss es. Demnächst wahrscheinlich 200 und mehr.
Irgendwie werden sie den Margincall der ganzen kleinen Verlierer hinkriegen. Und dann wird abgesahnt.
Es geht nur noch darum, so gut es wie es geht mitzuschwimmen.
wer kauft noch ein auto nach den fakten?
alles "emotion", wie bruder lopez es vor jahren schon festgestellt hat.

wer richtet sich an der börse noch nach figures and facts?
keine sau.

die story zählt und die erwartungen und,und,und......

wenns hilft........

geht man nach den fakten,könnte man die gesamte usa überdachen und zum zoo erklären.

aber wem hilft das was?


cf
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.905.343 von clownfisch am 29.08.08 14:43:27Man sollte es einfach wissen. Es ging ja hier um die Frage "Warum liege ich immer falsch".
Die Medien sollen mal die Fresse halten. Die immer mit ihrer SCHEIß Rezession. Wahrscheinlich wissen die net mal was eine Rezession ist.

Vor 5 Jahren gings Deutschland richtig dreckig und da wurde auch nicht so rumgejammert.

Das war das Wort zum Freitag. Schönes Wochenende :cool:
Wieder Bank pleite in den USA
Bankenpleite-Welle geht weiter. Der zehnte Bankrott 2008. Dieses Mal traf es ein Institut in Georgia.

http://www.mmnews.de/index.php/20080830913/MM-News/Wieder-Ba…

Warnzeichen durch die «Dow-Theorie»

Drohendes Signal für primären Abwärtstrend am US-Aktienmarkt

Investoren sind derzeit besorgt über die Signale der sogenannten Dow-Theorie. Laut dem Modell stehen die Aktienmärkte in den USA kurz vor dem Ende der seit dem Jahr 2003 laufenden Hausse und vor einer Wende zu einem langfristigen Abwärtstrend. Obwohl Kritiker den Wert des Modells bezweifeln, funktionierte es im vergangenen Jahrzehnt gut.


ra. Charles H. Dow gehört zu den Legenden der Wall Street. Bereits fünf Jahre vor der ebenfalls auf ihn zurückgehenden Gründung der Finanzzeitung «The Wall Street Journal» anno 1889 kreierte er Aktienindizes, aus denen später die Dow Jones Averages hervorgingen. Noch heute ist der Dow Jones Industrial Average das meistbeachtete Börsenbarometer der Welt. Auf Dow geht auch eines der ältesten Prognose-Instrumente für Aktien-Trends zurück, die «Dow Theory». Dieses Modell gilt als der erste systematische Versuch, das allgemeine Niveau des Aktienmarktes darzustellen und den Kursverlauf vorherzusagen. Es steht derzeit ganz dicht vor einem starken Signal für den Wechsel zu einem primären, also langfristigen Abwärtstrend für das US-Leitbarometer.

Drei Arten von Trends


Dow beobachtete, dass sich die Kurse von Aktien und Indizes in Trends bewegen. Je nach Dauer der Kursbewegung in eine Richtung werden Primär-, Sekundär- und Tertiär-Trends unterschieden. Ein Primär-Trend ist ein wichtiger langfristiger Trend, der mindestens ein Jahr dauert und eine Kursveränderung von zumindest 20% bringt. Ein Sekundär-Trend hält dagegen drei Wochen bis drei Monate, selten länger und stellt eine Korrektur des Primär-Trends dar. Bei dem tertiären Trend handelt es sich um einen kurzfristigen Trend von bis zu sechs Tagen, der eher unbedeutend und leicht manipulierbar ist.

Damit ein Börsenaufschwung bestätigt wird, verlangt die Dow-Theorie, dass jeder neue Wellengipfel höher sein muss als der vorausgegangene Wellenberg. Zugleich darf ein Wellental nicht niedriger sein als das vorausgegangene. Bei der Analyse berücksichtigt werden nur Tagesschlusskurse. Für Dow war es ein Warnsignal, wenn der Markt ein altes Wellenhoch nicht mehr übertreffen konnte, weil dies eine nachlassende Dynamik anzeigt. Bedeutend bei der Dow-Theorie ist aber nicht nur der Dow Jones Industrial Average, sondern auch der Dow Jones Transportation Average. Eine Trendwende wird nämlich erst dann als gegeben angesehen, wenn sowohl die Industrieaktien als auch die Transportaktien ihre Höhe- beziehungsweise Tiefpunkte nicht mehr bestätigen, wobei die Transportaktien einen vorauslaufenden Charakter haben.

Noch 331 Punkte

Dahinter steckt die Idee, dass bei einer nachlassenden Konjunktur die Transportfirmen von den Industrieunternehmen weniger Aufträge bekommen. Bei den im Transport-Index enthaltenen Firmen, etwa bei Eisenbahn-, Flug- und Schifffahrtsgesellschaften sowie Spediteuren, machen sich die Auswirkungen einer wirtschaftlichen Abschwächung aber schneller bemerkbar, da sie häufiger und mehr Zahlen veröffentlichen, beispielsweise Daten zum Güterverkehr oder Passagierzahlen für einzelne Monate. Ein Kursrückgang bei den Transport-Titeln kann somit ein Warnsignal für den breiten Markt beziehungsweise die Industriewerte sein.

Kritiker zweifeln am Wert des Modells

Derzeit stellt sich die Lage am amerikanischen Aktienmarkt folgendermassen dar: Der DJ-Transport-Index vermochte sein Hoch von Mitte Juli bereits im Oktober nicht mehr zu bestätigen und hat jüngst das Tief von Mitte August klar unterboten. Der DJ-Industrie-Index übertraf zwar im Oktober noch einmal das Hoch vom Juli, schaffte es aber Anfang November nicht mehr, das Oktober-Hoch zu übertreffen (s. Grafik). Am Freitag hat der Dow Jones Industrial bei 13 177 Punkten geschlossen. Sollte dieser nun ebenso wie der Transport-Index klar unter sein August-Tief (12 846 Punkte) fallen, wäre die wenig erfreulich Botschaft der Dow-Theorie: primärer Abwärtstrend am amerikanischen Aktienmarkt.

Wie die gesamte technische Analyse ist auch die Dow-Theorie umstritten. Sie hat aber vor allem in den USA noch Anhänger. Kritisiert wird oft, dass das Modell keine eindeutigen Signale liefere und diese dann vielfach zu spät kämen. Zudem generiere die Theorie nur Hinweise für den Gesamtmarkt, nicht aber für einzelne Titel und schenke nur dem Primär-Trend Beachtung, während die für kurzfristige Spekulanten wichtigen Sekundär-Trends aussen vor blieben.

An einem kritischen Punkt

Im vergangenen Jahrzehnt funktionierte das Modell aber recht gut. So sank der Transport-Index von Mai 1999 bis März 2000 um rund 40%. Der Industrie-Index verzeichnete sein Hoch erst im März 2000 und brach dann stark ein. Einen neuen «Bullenmarkt» zeigte die Dow-Theorie schliesslich im Juni 2003 an, als die beiden Indizes ihre Höchststände aus dem Jahr 2002 überschritten. Die damals begonnene Hausse entwickelt sich prächtig und liess den Industrie-Index um rund 45% und den Transport-Index um etwa 90% steigen. Der Aufwärtstrend dauert bis dato an, steht aber derzeit an einem kritischen Punkt und möglicherweise vor einer wichtigen Wende.

19. November 2007, Neue Zürcher Zeitung
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/boersen_und_maerkte…




Antwort auf Beitrag Nr.: 34.919.418 von knuspelhuber am 30.08.08 17:31:17Die Grafiken gibt es auf nzz.ch nicht on-line.
In der Printausgabe der NZZ sind aber die von mir im Posting eingefügten Charts zu sehen.
Die NZZ hat leider die 3 Arten von Trends nicht eingezeichnet.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.919.520 von knuspelhuber am 30.08.08 17:44:57Die 3 Arten von Trends:




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