Bis zu 90% sparen! Kostenloser Depotgebühren-Check
030-275 77 6400
DAX-0,10 % EUR/USD-0,04 % Gold-0,11 % Öl (Brent)-0,48 %

Babcock BSH, eine schlafende Perle? - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Guten Morgen,

seit Anfang des Jahres hat sich der Handel verstärkt. Letzte Woche gingen einmal 70k für 5,6 Cent über den Tisch. Aktuell liegen wir bei 4,4 Cent. Man darf dabei nicht vergessen, dass Babcock BSH nur mit 12 Millionen Anteilen gehandelt wird. Ich beobachte den Wert seit ca. 4 Jahren und lange hat sich gar nichts getan. Ich bin auf den heutigen Tag gespannt. In Frankfurt liegen 12.000 Stück für 4,2 Cent im Angebot.

Gruß

bigeagle198
Aktuell 7:48 Uhr 50k für 3,8 Cent zu haben. Ich bin ja mal gespannt, ob die sich jemand rausfischt. Oder ist das nur ein simpler Drückversuch?
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.918.568 von bigeagle198 am 09.08.11 08:06:22oder da will jemand dringend verkaufen;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.918.739 von printguru am 09.08.11 08:36:39Klar, der Dax ist in den vergangenen Tagen ganz schön abgerauscht. Jetzt noch verkaufen, halte ich persönlich für suboptimal. BSH ist aber ein Pennystocks, wo das Insolvenzverfahren noch läuft. Wer sich natürlich verzockt hat und dringend nachschießen muss, verscherbelt auch noch das letzte Hemd...
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.918.798 von bigeagle198 am 09.08.11 08:44:35;)


viel Erfolg
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.918.532 von bigeagle198 am 09.08.11 07:57:32"In Frankfurt liegen 12.000 Stück für 4,2 Cent im Angebot."

was nun, hast sie dir jetzt geholt?
:D

Der Markt ist voller Kaufkurse - da schaut doch kein Schwein auf den Pleiteladen....
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.921.467 von fishaldie am 09.08.11 13:34:43Ich bin serviert, will heißen, die Stücke, die ich haben will, habe ich schon.
Abgesehen davon zeigt sich der wahre Wert einer Insobude nach dem förmlichen Abschluss des Insolvenzverfahrens. In den allermeisten Fällen bedeutet Insolvenz wirklich Insolvenz, manchmal aber eben auch nicht. Wir werden sehen, wie es sich hier verhält. Außer dem Insolvenzverwalter weiß wahrscheinlich niemand, was wirklich ist. Eines steht jedenfalls fest, für die wenigen Fälle, wo Insolvenzverfahren nicht gleich Insolvenz bedeutet, ist ein Gewinn drin.

Gruß

bigeagle198

PS: Der DAX stabilisiert sich gerade. Mal sehen, wo wir am Freitag stehen werden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.921.536 von bigeagle198 am 09.08.11 13:44:32Wenn es kein Insolvenzplanverfahren gibt, wird die AG nach Abschluss des Insolvenzverfahrens aus dem HR gelöscht und die Aktie gedelisted!

So einfach ist das! :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.926.412 von Girolamo am 09.08.11 23:28:49Darüber bin ich mir vollkommen im Klaren. Im Leben gibt es bekanntlich nichts ohne Risiko. Mir war es bei der Eröffnung dieses Fadens darum gegangen, Gleichgesinnte zu finden, die an einer offenen Diskussion interessiert sind. Bei manchen Pennystocks stürzen sich alle auf einen Faden. Bei Babcock BSH herrscht dagegen totale Funkstille. Es gab hier im Forum auch schon mal einen Faden, den ich reaktiviert habe, das ist aber auch schon 2 Jahre her. Ebenfalls keine Reaktion. Vielleicht verläuft mein zweiter Versuch wieder im Sande.

Gruß

bigeagle198
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.926.871 von bigeagle198 am 10.08.11 07:17:59Guten Morgen,

seit gestern vor einer Woche werden fast keine Stücke mehr gehandelt. Berlin und Düsseldorf ab dem 5.8.11 Null aktien, in Frankfurt

16.08.11 08:02:03 0.03 VA 0 0 0 0
15.08.11 08:02:02 0.03 VA 0 0 0 0
12.08.11 12:20:37 0.03 VA 10.000 300 10.000 300
11.08.11 16:56:09 0.029 VA 1.000 29 1.000 29
09.08.11 11:08:05 0.027 VA 5.000 135 5.000 135
08.08.11 16:08:17 0.044 VA 12.000 528 16.200 701
15:33:06 0.043 VA 3.000 129 4.200 173
15:31:38 0.037 VA 1.200 44 1.200 44

Also zusammen 32.200 Stück, bei keinem Handel diese Woche. Auffällig ist, dass Morgens und Abends immer Stücke für 4,2 Cent angeboten werden, während des Tages aber der Mindestpreis zwischen 5,7 und 5,9 Cent schwankt. Klingt für mich so, als ob niemand verkaufen möchte. Kaufen aber auch keiner. Sehr seltsam.

Gruß

bigeagle198
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.956.966 von bigeagle198 am 16.08.11 10:43:58Echt der Wahnsinn, 1k für 3,7 Cent gehandelt. Das sind dann mal schlappe 37.-€ plus Gebühr, sofern es denn nicht eine linke Tasche rechte Tasche gewesen ist. Da 20.-€ Gebühr für eine Transaktion durchaus nicht ungewöhnlich ist, läge der reale Kaufpreis bei 5,7 Cent pro Aktie.

Gruß

bigeagle198
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.958.285 von bigeagle198 am 16.08.11 14:38:26Jetzt immerhin 10k für 4 Cent gehandelt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.959.224 von bigeagle198 am 16.08.11 16:48:28Jetzt 12k für 4,2 Cent hinterher. Ja, das sind keine gewaltigen Umsätze, aber erst passiert tagelang gar nichts, dann gibt es wenigstens in relativ schneller Abfolge ein paar kleiner Deals.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.959.299 von bigeagle198 am 16.08.11 16:59:41Vorgestern wurden insgesamt 123k gehandelt, es waren am Schluss des Tages größere Positionen dabei, der Kurs fiel auf 3,3 Cent.

Gestern gab es wieder gar keinen Umsatz

Heute Morgen wurden Aktien zu 5,8 Cent das Stück angeboten. Einen Deal zu einem k gab es wieder (3,8 Cent), der angebotene Preis sank auf 4,9 Cent. Scheint dasselbe Spielchen wie vorgestern zu sein. Ich bin mal gespannt, ob es heute nachmittag wieder größere Deals gibt.

Gruß

bigeagle198
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.967.016 von bigeagle198 am 18.08.11 08:23:40Jetzt wollen sie 6 Cent haben???
Kein Handel, aber das Angebot hat deutlich angezogen. Am Freitag wurden kurzfristig Aktien für 8,8 Cent angeboten- die aktuellen Zahlen von heute:

7.32 Uhr: 12.500 Stück 4,0 Cent zu 10.240 Stück 6,9 Cent
8.02 Uhr: 116.500 Stück 2,8 Cent zu 10.240 Stück 6,9 Cent
9.00 Uhr: 116.500 Stück 2,8 Cent zu 110.240 Stück 8,8 Cent
10.18 Uhr: 116.500 Stück 2,8 Cent zu 16.193 Stück 6,9 Cent.

Macht da einer Spaß oder ist das die Ruhe vor dem Sturm?

Gruß

bigeagle198
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.014.718 von bigeagle198 am 29.08.11 11:16:11Bis 8.00 Uhr lag das Anebot bei 6,9 Cent, seitdem stehen wir wieder bei 8,8 Cent. Freitag begann dieses Spielchen, jeden Tag dauern die Phasen mit dem sehr hohen Angebot länger. Deals? Komplette Fehlanzeige. Ich bin auch schon ein paar Tage dabei, aber so etwas habe ich noch nicht gesehen. Der Sinn ist mir überhaupt nicht klar. Das Einzige, was mir einfällt, es sollen Käufe verhindert werden. Wenn es aber etwas zu verdienen gäbe, könnte man ja auch selber zum Käufer werden.

Gruß

bigeagle198
Gestern Morgen 8,8 Cent im Ask, ab 20 nach zehn wieder 6,9 Cent. Gegen halb fünf fiel dann plötzlich die Deutsche Telekom ins Bodenlose, zeitgleich hat ein Aktionäre ins Bid hinein verkauft. Für dir rund 1500.-€, die er erzielt hat, konnte er vielleicht billig bei der Telekom einsteigen. Ganz logisch war der Deal aus meiner Sicht aber trotzdem nicht. Das Bid ist danach genau um die Zahl der verkauften Aktien geschrumpft.

Gruß

bigeagle198
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.029.535 von bigeagle198 am 01.09.11 08:27:24Im September gibt es bisher keine Umsätze mehr. In Frankfurt wurden insgesamt noch rund 7.800 Stück gehandelt, in Düsseldorf und Berlin totale Fehlanzeige. Bid und Ask pendeln zwischen drei und vier Cent. Liegt das alles an der Finanzkrise?
Nachden es längere Zeit ruhig gewesen ist wurden am vergangenen Freitag 123k gehandelt, 113k in Frankfurt und 10 k in Düsseldorf. Auffällig waren dabei mehrere Dinge:

1) Alle Deals fanden zwischen 19:13 Uhr und 19:18 Uhr also innerhalb von 5 Minuten statt.

2) Die Deals fanden nach dem Handelsschluss von DAX und Co. unmittelbar vor dem Wochenende statt.

3) Das Ask wurde bis 4 Cent komplett leer geräumt, der letzte Ask-Kurs lag bei 8,7 Cent.

4) Am Tagesende waren sowohl Berlin als auch Düsseldorf komplett leer, nur in Frankfurt waren noch knapp 20k für die bereits erwähnten 8,7 Cent im Angebot.

Erste Schlussfolgerung von mir: Der Markt ist sehr eng. Zweitens: Entweder sind nur Zocker am Werk oder von der Strategie irgendwie logischer: Hier weiß jemand mehr als andere und hat die umsatzschwache Zwit genutzt, ganz schnell noch etwas abzuräumen, bevor jemand groß reagieren kann.

Jendefalls bin ich sehr auf den morgigen Handelstag gespannt.

Einen schönen Sonntag

bigeagle198
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.340.988 von bigeagle198 am 01.07.12 19:46:25War nur ne vorbereitung für den push heute :rolleyes:

Angelockt und abgezockt!





Einfaches Einfügen von wallstreet:online Charts: So funktionierts.
Gestern gab es plötzlich in verschiedenen Foren Beiträge (insbesondere Foren mit hohen Zugriffszahlen) von dem Benutzer Mythboost, die aber alle relativ schnell auch wieder gelöscht wurden (von den Forumsmoderatoren).
In diesen Beiträgen wurde behauptet, dass irgendein Börsenbrief die Aktie seinen Kunden empfehlen würde, da in naher Zukunft 80 ct je Aktie ausgeschüttet werden sollen. Man müsse ganz schnell einsteigen, bevor die breite Masse davon erfahre.
Als Reaktion auf diese Beiträge gab es dann einen fulminanten Anstieg der Kurse und auch nennenswerte Umsätze. Gegen nachmittag hatte sich dann alles wieder beruhigt.

Ich bin mir relativ sicher, dass dies eine vorsätzliche Manipulation war.
Zumal es ja am Freitag im späten Handel einen großen Käufer gegeben hat.
Dieser steckte sicherlich auch hinter diesen gefälschten Meldungen.
Ich bin nicht drauf reingefallen, war aber von dieser Dreistheit schon entsetzt.
Daher habe ich den Fall an die Börsenaufsicht in Frankfurt geschickt. Bin mal gespannt, ob man dort reagiert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.347.247 von scottmtb1 am 03.07.12 13:17:26Der zock war gestern ... kannst jetzt wieder 10 jahre warten ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.347.251 von ZockerFreak am 03.07.12 13:19:36Noch bin ich im Plus - gestern zu Euro 0,027 gekauft.

Mal sehen wo wir heute schließen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, mein Name ist Hans-Joachim Selenz.

Ich war Mitglied des Vorstands dieses Unternehmens als es noch unter dem Namen Preussag AG firmierte. Zudem war ich Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter AG und das auch schon vor dessen eigenem Börsengang. Damals hieß das Unternehmen noch Preussag Stahl AG. Ich habe zwei Themen über die ich heute reden werde. Dies sind einerseits die Bestellung des Wirtschaftsprüfers und andererseits die Verbindung von Herrn Bundespräsident Wulff zur TUI AG.

Auf die Frage eines Aktionärs, wie lange der Wirtschaftsprüfer schon für das Unternehmen ar- beitet, kann ich ihnen sagen, dass der Wirtschaftsprüfer PwC (PricewaterhouseCoopers) unter dem Namen C&L (Coopers&Lybrand) und dem Namen Treuarbeit bereits seit dem 9. Oktober 1923, dem Gründungstag des Unternehmens, dessen Zahlen prüft. Doch nicht nur deswegen möchte ich Sie bitten, die unter Punkt 5 der Tagesordnung aufgeführte Beschlussfassung über die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011/12 abzulehnen und begründe dies wie folgt:

Am 7. Januar 1998 forderte ich eine Sonderprüfung des Jahresabschlusses der Preussag AG durch einen zweiten qualifizierten Wirtschaftsprüfer mit einschlägiger bilanzrechtlicher Assistenz, weil das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt 2,5 Mrd. DM zu Zwecken der „Quersubventionierung“ in der Bilanz verschoben hatte. In einer Notiz des CDU-Landtagsabgeordneten Hermann Eppers an Christian Wulff vom 3. April 1998 steht beispielsweise: „Mehr oder weniger unbemerkt hat die Preussag AG mittlerweile in Niedersachsen und Schleswig-Holstein rund 7500 Wohnungen veräußert und die erheblichen Gewinne aus diesen Transaktionen zum Schließen von Löchern in der Konzernbilanz benutzt“. Es wurden damit den Aktionären Gewinne vorgegaukelt, obwohl das Unternehmen schwerste Verluste im Anlagenbau eingefahren hatte. Insgesamt wurden auf diese Weise ca. 15 Mrd. DM ehemaligen Staatsvermögens vernichtet. Ich stand in der Zeit, als mich weigerte die Preussag-Bilanz zu unterschreiben, unter Polizeischutz durch die Polizei in Peine veranlasst durch die niedersächsische Landesregierung. Wirtschaftsprüfer war zu der Zeit C&L.

Am 4. Februar anlässlich der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung wurde mir eröffnet, dass eben diese Firma, also C&L, die gerade die gefälschte Bilanz aufgestellt hatte, die von mir geforderte Sonderprüfung durchgeführt hätte. Dies hatte also nicht - wie von mir gefordert - ein zweiter qualifizierter WP gemacht, sondern der Fälscher hatte in diesem Fall seine eigene Fälschung nur nochmals testiert. Ich verweigerte daraufhin meine Unterschrift unter den Jahres- abschluss und wurde noch am selben Tage - ganz konsequent - aus dem Vorstand abberufen.

Zur Hauptversammlung des Geschäftsjahres wurde den Aktionären ein gefälschter Geschäftsbe- richt vorgelegt. In dem stand als Bestätigungsvermerk auf Seite 107: „Hannover, im Januar 1998 Der Vorstand“. Auf Seite 108 stand unter dem Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers: „Hannover, den 12. Januar 1998 C & L Deutsche Revision Aktiengesellschaft Wirtschafts- prüfungsgesellschaft“. Dies alles vor dem Hintergrund, dass ich im Januar 1998 noch Vorstand war, die Sonderprüfung gefordert hatte und den Jahresabschluss auch später nie unterschrieben habe. Nähere Informationen dazu finden Sie in meinem Buch „Wildwest auf der Chefetage“

Am 16. November 2000 gab ich die Betrugsvorgänge den Herren Dr. Gundlach und Voss von der Staatsanwaltschaft Hannover zu Protokoll. Beide Herren hatten dabei derartige Schweißausbrüche, dass sie auf der Welle ihres eigenen Angstschweißes den Raum schwimmend hätten verlassen können. Deutsche Staatsanwälte sind nämlich politisch weisungsgebunden und dürfen nur tun, was ihnen die Politik erlaubt. Sie taten in diesem Fall nichts, um die Betrügereien aufzuarbeiten. Die Folgen waren dramatisch. 1 ½ Jahre später ging die Babcock Borsig AG, in die die Preussag AG ihre maroden Beteiligungen transferiert hatte, mit 5 Mrd. Euro in Konkurs. Zehntausende Mitarbeiter verloren dabei ihre Arbeitsplätze. Wenn die Hannoveraner Staatsanwälte auch nur ansatzweise ihre Pflicht getan hätten, wäre dieser 5-Mrd.-Euro-Konkurs definitiv nicht passiert. Die 2,5 Mrd. DM, derentwegen ich die Preussag-Bilanz nicht unterschrieben hatte, waren Teil dieses Mega-Konkurses in Oberhausen.




Später stellte sich heraus, dass Wirtschaftsprüfer von C&L und von Pricewaterhouse (Pw), der WP-Firma, die die US-Beteiligungen der Preussag prüfte, bestochen worden waren. Die Herren Hermann Eichner (C&L, mit Brief vom 1. August 1996) und Rolf Windmöller (Pw, mit Brief vom 8. August 1996) bedankten sich schriftlich bei der Preussag für die Bezahlung ihres Aufenthalts und desjenigen ihrer Frauen anlässlich der Olympiade 96 in Atlanta. Diese Aufenthalte kosteten etwa 30. – 40.000 DM pro Paar. Herr Eichner tat dies sinnigerweise sogar auf einem Briefbogen von C&L Deutsche Revision, der ihn als Mitglied des Vorstands und Partner auswies. Das würde sich, meine Damen und Herren, nicht einmal ein sizilianischer Mafiosi erlauben. Hier in Hannover geht das ohne Probleme. Einige Zeit später taten sich die beiden WP-Firmen übrigens zusammen. Pricewaterhouse und C&L fusionierten zur Firma PricewaterhouseCoopers PwC. C&L bzw. PwC „prüften und prüfen“ übrigens auch heute noch wie über die gesamte Skandalzeit die Firma VW.
Im Juni 2003 trennte sich sogar die ehemalige Muttergesellschaft der Preussag AG, die West LB, nach dem Babcock-Konkurs und einem Sondergutachten der BaFin (der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) von ihrem damaligen Wirtschaftsprüfer PwC. Meine Damen und Herren, eine solche sogenannte Wirtschaftsprüfer-Firma hat weder hier noch an anderer Stelle in diesem Lande irgendetwas zu suchen. Wenn Sie, liebe Aktionäre, zum ersten Mal realistische Zahlen der TUI AG sehen wollen, müssen Sie PwC durch ein solides mittelständisches WP-Unternehmen ersetzen. Ich rate Ihnen in diesem Zusammenhang zur Firma Wengert AG aus Singen.

Dass diese Betrugsvorgänge in Hannover passieren, hat seine Begründung in der Maschsee-Mafia, über die Herr Fromberg sich in seinem Interview mit der FAZ vom 5. Februar 2012 so beredt auslässt. Er sagt zwar, es gebe sie nicht, die Maschsee-Mafia, berichtete dann aber von den Herrenabenden in seinem Haus, an denen so wörtlich: „Klassenkameraden, Fußballer, Richter, Rechtsanwälte“ etc. teilnehmen. Auch hochrangige Politiker und jetzt auch wieder Rocker-Chef Hanebuth sind dabei. Dies ist ein Justiz-Polit-Wirtschafts-Sumpf - diesseits und jenseits des Gesetzes - der in dieser Form sicher nicht nur in Deutschland einmalig ist. Hier in Hannover tritt er sogar an die Oberfläche. Und immer mitten drin: mein ehemaliger Kollege, TUI AG-Chef Michael Frenzel. Und wie sagte derselbe Götz von Fromberg im FAZ-Bericht vom 30. November 2010 so überzeugend: „„Und seien wir doch mal ehrlich: Netzwerke stören nur denjenigen, der sie nicht hat.“ Nicht großgeschrieben.“ Wie Sie, liebe Aktionäre, durch meine Ausführungen erfuhren, hatten Zehntausende Babcock- und Preussag/TUI-Mitarbeiter und Sie als Aktionäre, ebenso wie auch ich als Person, eine wie auch immer geartete Hilfe durch dies Maschsee-Netzwerk nicht zu erwarten.

Und wo wir schon einmal mitten drin sind, in der Maschsee-Mafia, zum Schluss noch eine letzte Frage. Mir liegen zwei Rechnungen der TUI aus dem Hause selbst vor, die die Sylt-Aufenthalte zweier Herren beinhalten. Und zwar vom 30. bzw. 31. Oktober bis zum 3. November 2007. Der eine Herr heißt Groenewold, der andere Wulff. Die Rechnungen tragen die Nummern: 21572 und 21574. Ich war bis dato davon ausgegangen, dass für Herrn Wulff eine direkte Zahlung nicht mehr möglich war und zwar, wie die SZ aktuell schreibt: „wegen der längst erfolgten Zahlung an den Reiseveranstalter“. Wenn ich mir die TUI-Rechnungen - auch die von Herrn Wulff - jedoch genau ansehe, lese ich als Rechnungsdatum den 2. November 2007. Vielleicht ist es dem TUI-Vorstand möglich, der Justiz in Hannover - allen voran den Staatsanwälten - in diesem Fall ausnahmsweise einmal ein wenig auf die Sprünge zu helfen und sie durch detaillierte Informationen zu den hier im Haus offensichtlich bestens bekannten Vorgängen aus ihrer politischen Zwangsjacke zu befreien.
Ich danke Ihnen, liebe Aktionäre, für Ihre Geduld und für Ihre Aufmerksamkeit.“
P.S. Mein Antrag, PwC nicht zum Wirtschaftsprüfer zu bestellen, wurde abgelehnt. PwC „prüft“ die TUI AG also auch im laufenden Geschäftsjahr weiter. Zu den Rechnungen verlautbarte der Aufsichtsratsvorsitzende, Prof. Dr. Mangold, sie seien kein Thema für die Hauptversammlung, da sie aus dem Jahre 2007 stammten, die HV jedoch das Geschäftsjahr 2010/2011 zum Gegenstand habe. Außerdem gehe man davon aus, dass alle Kunden ihre Rechnungen ordnungsgemäß bezahlten. Herr Dr. Frenzel betonte, angesichts zigtausender Rechnungen keine Kenntnis von diesem Vorgang zu haben und auch diese speziellen Rechnungen nie zuvor gesehen zu haben.


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um einen ältere Diskussionen, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier ein neue Diskussion.