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    Bauer sucht Kohle: KTG Energie AG geht an die Börse - 500 Beiträge pro Seite (Seite 3)

    eröffnet am 08.06.12 18:55:43 von
    neuester Beitrag 07.11.21 02:15:48 von
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      schrieb am 11.10.16 15:45:57
      Beitrag Nr. 1.001 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.448.525 von V.L.-HH am 11.10.16 00:31:19"Tatsache ist aber, das ihm überschriebene Aktienpaket hatte zum Zeitpunkt des notariellen Vertrages diesen börslichen Kurswert."

      - der aber weder materiell untermauert noch in der Praxis für 4 Mio Stücke realisierbar ist.

      Und somit zur Bewertung völlig ungeeignet. Das sieht man schon allein daran, dass die Aktie heute noch immer an der Börse mit 1,70 bewertet ist, obwohl nun das Inso-Verfahren läuft. Macht eine Gesamtbewertung von rd. 13 Mio, denen auch noch Forderungen von 50 Mio (Anleihe) sowie sonstige Verbindlichkeiten und wohl auch der gegenüber der Anleihe wohl nachrangige Kredit (35 Mio) vorgehen.

      Um diesen Börsenwert zu rechtfertigen, müsste entweder
      - ein Verkauf der Beteiligungen ca. 110 Mio Überschuss einbringen (ausgehend vom GB 2015) oder
      - eine Restrukturierung erfolgen, die den aktuellen Aktienbestand nicht stark verwässert.

      Beides halte ich für unwahrscheinlich.

      "Also muss er bei der Diff. zu seinen Lasten doch einen mind. kleinen Zusatz-Nutzen im "3-Komponenten"Paket sehen..."

      ja natürlich! Aber der muss ja eben nicht unbedingt in der Realisierung der gekauften Forderungen aus dem Kredit oder im Verkauf der Aktie bestehen...

      "(unabhängig gesehen von den Einzel-Interessen des neuen Mehrheits-Aktionärs)"

      genau diese Einzelinteressen dürften aber der entscheidende Faktor sein...
      4 Antworten
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 16:33:32
      Beitrag Nr. 1.002 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.452.974 von Roothom am 11.10.16 15:45:57
      ich warte auf eine Meldung bezüglich ...... durch die KTG Energie AG ..
      warum kommt da bist heute nichts?
      unverzüglich .....


      Der Vorstand wird unverzüglich eine gerichtliche Bestellung von drei neuen Aufsichtsratsmitgliedern beantragen.

      KTG Energie AG
      Hamburg, den 20. September 2016
      Der Vorstand
      3 Antworten
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 16:38:04
      Beitrag Nr. 1.003 ()
      Der Börsenwert einer Firma richtet sich doch nicht danach, wie hoch die Schulden sind.
      Solange genug Cash rein kommt, um diese Schulden zu bezahlen ( Zinsen und Tilgung ) und nach Abzug aller anderen Kosten noch Geld ( also Gewinn ) übrig bleibt, solange hat die Firma auch einen Wert.

      Gruss Hansi
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 16:41:57
      Beitrag Nr. 1.004 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.453.493 von freizeitpark am 11.10.16 16:33:32
      ups, ich habe was vergessen ..... wichtig evtl.
      ... ich habe heute mittag kurz mit einem mitarbeiter der in einer anlage
      von der ktg energie ag angestell ist per tel. gesprochen .......

      seine worte:
      die anlage bei ihm läuft wieder über 92 % mit der tendenz nach oben ... vollast!

      die anderen anlagen was er so gehört hat sind auch etwa auf so einer quote ....

      :eek::eek::eek::eek:
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 17:47:03
      Beitrag Nr. 1.005 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.453.574 von freizeitpark am 11.10.16 16:41:57Ist doch logisch.

      Für die 20 Millionen Massekredit wird jetzt wie verrückt Silage eingekauft und die Silos vollgefahren. Das meiste von dem Geld dürfte direkt in die Taschen von Zechs Agrarbetrieben fließen.

      Damit hat Zech eine guten Kunden, der auch zügig zahlt, nur die KTG Energie AG schuldet Zech halt immer noch die 20 Millionen Massekredit.

      Ganz nebenbei egal welche Absichten Zech bei der KTG Energie verfolgt, die BGA´s nicht mit maximaler Leistung laufen zu lassen ist für jede Variante kontrproduktiv. Da die EEG Vergütung zeitlich begrenzt ist, kann die durch Stillstand bzw. fahren bei verminderter Leistung entstehenden Verluste nie wieder rein holen. Verlust bezieht sich dabei auf die Differenz zwischen möglichem EBITDA bei Vollauslastung, und realisiertem EBITDA bei Teilaislastung. Das was man die verliert, ist für immer weg.

      Bedeutet im Umkehrschluß aber auch, daß die Nachricht vom wieder auf Vollast hochfahren der Anlagen bozegen auf die Strategie von Zech keinen besonders hohen Stellenwert hat. Das hätte bzw. macht Zech so oder so.

      Für Daytrader oder Zocker sind das aber eben genau die Nachrichten, die zumindest zeitweise den Kurs nach oben treiben.

      Ganz nebenbei was soll die KTG Energie denn sonst mit den 20 Millionen machen, immerhin rund 20% vom Jahresumsatz? Teure Managementschulungen auf Mauritius, exorbitante Gehälter zahlen, Party feiern bis zum Abwinken, noch schnell 2 oder 3 BGA bauen... oder schlicht und einfach nur für ca. 6 Monate Silage kaufen, weil oh welch Zufall gerade ja auch Erntezeit ist.

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      Avatar
      schrieb am 11.10.16 18:47:43
      Beitrag Nr. 1.006 ()
      Also wenn an den Zahlen die auf comdirect unter Jahresbilanzen einsehbar sind stimmen, dann wurden 2013 45cent, 2014 56cent und 2015 64cent je Aktie Bruttogewinn gemacht.
      Ich gehe jetzt davon aus das diese Zahlen einigermaßen stimmen und KTG Agrar sich einfach von diesem Geld bedient hat. Jetzt wo Zech den Laden übernommen hat müsste doch der Gewinn in 2016/2017 wieder anfallen, (2016 natürlich weniger, da die Anlagen runter gefahren wurden).
      Warum sollte man mit diesem Überschuss nicht weiter arbeiten können und damit z.Bsp. den Massekredit wieder ablösen können?

      Gruss Hansi

      PS.: Ich bleibe dabei, die KTG Energie AG wird weiter geführt
      12 Antworten
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 19:11:23
      Beitrag Nr. 1.007 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.453.532 von CrazyBroker am 11.10.16 16:38:04
      wert der aktien..
      "Solange genug Cash rein kommt, um diese Schulden zu bezahlen ( Zinsen und Tilgung )"

      und das ist hier der Fall?

      "Ich bleibe dabei, die KTG Energie AG wird weiter geführt "

      ja vielleicht, aber ob die Altaktionäre dann noch groß dabei sein werden?
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 19:16:25
      Beitrag Nr. 1.008 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.454.660 von CrazyBroker am 11.10.16 18:47:43Es kommt auf den Cashflow an - das was an Geld in die Kasse kommt. Der verbuchte Gewinn ist da eher nicht so wichtig.

      Der Cashflow war mit 5 Mio. Euro im vergangenne Geschäftsjahr (erstmals) positiv. Weil die Investitionsphase weitgehend oder auch komplett abgeschlossen wurde. D.h., ohne Geldablauf für den Bau neuer Biogasanlagen aus den eingenommenen Einspeisevergütungen, könnte der Cashflow in den anstehenden Jahren signifikant ansteigen.

      Die Saatzeit ist vorbei - die Erntezeit kommt. Gerade deshalb ist es ja so komplett unverständlich, das Zech all das was er gekauft hat für nur 5 Mio. Euro hat kaufen können. Das wird entweder ein sehr lukratives Geschaft oder "Hofreiter und Opi" haben noch weit mehr als die vermuteten 9 Mio. Euro Cash aus den Gesellschaften abgezogen, in dem sie z. B. Vermögen mit weiteren Krediten belastet haben oder sonstwas fieses.

      Davon haben die Anlagenbetreiber vor Ort ja eher keine Ahnung.
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 20:13:14
      Beitrag Nr. 1.009 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.453.574 von freizeitpark am 11.10.16 16:41:57"ups, ich habe was vergessen ..... wichtig evtl. ...

      ich habe heute mittag kurz mit einem mitarbeiter der in einer anlage von der ktg energie ag angestell ist per tel. gesprochen ....... seine worte: die anlage bei ihm läuft wieder über 92 % mit der tendenz nach oben ... vollast! die anderen anlagen was er so gehört hat sind auch etwa auf so einer quote ...."

      Dann können Sie uns Laien auch sicher sagen um welche Anlage es sich handelt:)
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 20:21:09
      Beitrag Nr. 1.010 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.454.906 von Wertefinder1 am 11.10.16 19:16:25"Die Saatzeit ist vorbei - die Erntezeit kommt."

      Mit Verlaub Wertefinder,die Erntezeit ist vorbei,jetzt können sie noch höchstens ein paar
      Kartoff;)eln ausbuddeln.
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 20:30:41
      Beitrag Nr. 1.011 ()
      Ich war mal so frei und hab vor zwei Wochen mal bei der Ktg Energie Investorhotline angerufen,
      der bestätigte mir auch das die Anlagen im Schnitt wieder bei 90 % laufen. Bei anderen Firmen
      springen nach so einer Pleite die Kunden ab und die Einnahmen sinken. Bei dieser Firma sinken
      diese Einnahmen nicht. Ich weis beim besten Willen nicht, wie so ein Insolvenzverwalter guten Gewissens die Firma nicht fortführen sollte. Es muß eigentlich genügend Cash reinkommen, das
      wenn alle die Füße mal ein Jahr stillhalten, alle Beteiligten mit einem blauen Auge davonkommen
      würden. Das einzige Problem ist die Frage ob der IV überhaupt ein Gewissen hat.
      4 Antworten
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 20:39:07
      Beitrag Nr. 1.012 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.455.644 von mammutmanne am 11.10.16 20:30:41"Ich war mal so frei und hab vor zwei Wochen mal bei der Ktg Energie Investorhotline angerufen,
      der bestätigte mir auch das die Anlagen im Schnitt wieder bei 90 % laufen"

      Tja,wenn die Hotline das sagt,dann muß das ja wohl stimmen:rolleyes:
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 21:01:06
      Beitrag Nr. 1.013 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.454.660 von CrazyBroker am 11.10.16 18:47:43GuVs (GewinnundVerlustrechnungen)
      earnings after taxes d.h. Ergebnis nach St.

      (12Monate) 01.01.'12-31.12.'12: 1,763Mio. €
      (10Monate) 01.01.'13-31.10.'13: 1,326Mio. €

      http://www.ktg-energie.de/fileadmin/Dateien/investor-relatio…
      (12Monate) 01.11.'13-31.10.'14: 1,857Mio. €
      (12Monate) 01.11.'14-31.10.'15: 2,524Mio. €

      http://www.ktg-energie.de/fileadmin/Dateien/investor-relatio…
      (12Monate) 01.11.'15-31.10.'16: ??,???Mio. €

      denn nach jeweils 1.Hj.

      1.10.2014-30.4.2015
      * Anlagen-Auslastung ? %
      = 36,7 Mio. € Umsatzerlöse (davon Energie-Produktion ca. 34,5 Mio. €)
      - Materialu.PersonalAufwendungen, sonstige
      = 12,0 Mio. € EBITDA
      -5,6 Mio. € AfAs
      = 6,4 Mio. € EBIT
      -4,1 Mio. € Zinsausgaben
      +0,2 Mio. € Zinseinahmen
      = 2,5 Mio. € EBT/EGT
      -1,2 Mio.€ St.
      = 1,3 Mio. € EAT
      http://www.ktg-energie.de/fileadmin/Dateien/investor-relatio…

      1.10.2015-30.4.2016
      * Anlagen-Auslastung 96,6 %
      = 48,8 Mio. € Umsatzerlöse (davon Energie-Produktion ca. 42 Mio. €)
      - Materialu.PersonalAufwendungen, sonstige
      = 10,7 Mio. € EBITDA
      -7,2 Mio. € AfAs
      = 3,5 Mio. € EBIT
      -5,1 Mio. € Zinsausgaben
      +0,2 Mio. € Zinseinnahmen ? (vergleichbar s.o.)
      = 1,4 Mio. € ! EBT/EGT
      -0,0 Mio. € St. ?
      = 1,4 Mio. € ! EAT
      Das müsste noch bis Ende dieser Monat aufgeholt werden...
      * 7.-9. Monat 95 %
      * 10. Monat August 61 %
      * 10 Monate ca. 92 % (- 3 % gegenüber Vorjahr)
      * 12. Monat Oktober ca. 95 % Prognose
      http://www.ktg-energie.de/investor-relations/ad-hoc-mitteilu… siehe 31.8.'16
      + flach zweistellig einmalige S o n d e r abschreibungen aus Berichtigungen durch tw. wertlosere Waren u. Forderungen.

      @CRAZYBROKER
      erklären Sie uns doch Mal, wie KTG-E AG, inzwischen sogar i.vorl.I.Eigenverw. also mit Zusatzkosten s. diverse Externe,
      hierbei zum Bilanzstichtag in 3 Wochen für 2016 "einen kleinen (Brutto)Gewinn" ausweisen soll ???

      Lt. @WERTEFINDER, @VL-Hbg. und anderen ist dort jetzt schon mind. das halbe buchmäßige Eigenkapital aufgezehrt.
      Wenn in der Krisensituation nun mit neuen WPs erfahrungsgemäß noch ein paar neg. Überraschungen dazu kommen
      gibt's spätestens 1.12. einen Inso.Eröffnungsbeschluss mit wg. nicht gedecktem Fehlbetrag ebenfalls Überschuldung !!!

      @MAMMUTMANNE
      Genau dann würden bei trotzdem pos. Fortführungsprognose mit Sanierungskonzept
      die ganzen unbesicherten Gläubiger sprich Lieferanten u. Anleihe-Halter u. KTG-A-Kreditübernehmer einem Cut ausgesetzt,
      oder bei Ablehnung Liquidation.
      PS: Wenn nicht ZECH vorher das Rest-Vermögen ergo die Biogas-GmbHs incl. deren Bankverbindlichkeiten herauskauft.
      9 Antworten
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 21:21:43
      Beitrag Nr. 1.014 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.455.716 von buchelfe am 11.10.16 20:39:07Wenn der mich angelogen hat, lüg ich dich auch an.
      Warscheinlich bin ich zu naiv. :)
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 21:27:08
      Beitrag Nr. 1.015 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.455.644 von mammutmanne am 11.10.16 20:30:41" Bei anderen Firmen
      springen nach so einer Pleite die Kunden ab und die Einnahmen sinken. Bei dieser Firma sinken
      diese Einnahmen nicht."

      Sie sollten mal mit ihrer Glaskugel zum TÜV.

      http://www.topagrar.com/news/Energie-Energienews-Ein-Drittel…

      und 2021 werden die Karten noch mal neu gemischt,politisch.

      das weiß Zech auch!!!;)
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 21:27:20
      Beitrag Nr. 1.016 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.455.917 von V.L.-HH am 11.10.16 21:01:06Ich bin kein Buchhalter und denke nur normal logisch.

      Wenn doch im Geschäftsjahr 2014/2015 ein Gewinn von 2,5Mio. da war, dann sollte dieser Gewinn ja auch in etwa im Geschäftsjahr 2015/2016 anfallen. Da der Stand der Anlagen eher Ende 2015 als Anfang 2015 entspricht könnte damit ein Teil der in 2016 geringeren Auslastung kompensiert werden.
      Finanztechnisch muss von diesem Verbleibenden Gewinn/Verlust nochmal die Abschreibung abgezogen werden, aber mit Abschreibungen ist es ja so eine Sache.

      Ist mein Haus dieses Jahr nur noch die Hälfte Wert, dann ändert das nichts daran das mein Einkommen unverändert zum Leben reicht, ziehe ich allerdings den Wertverlust meines Hauses von diesem Einkommen ab ( Abschreibung ), dann müsste ich eigentlich Hunger leiden, da ich meinem Arbeitgeber noch Geld dafür gebe überhaupt arbeiten zu dürfen.

      Also meine Logik sagt mir, es kommt prinzipiell bei KTG Energie mehr rein als an Kosten raus gehen.
      In der Adhoc vom 31.08.2016 wurde von einer positiven operativen Entwicklung im ersten Halbjahr geschrieben, im Klartext für mich es wurde mehr verdient als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

      Um es nochmal klar zu schreiben, ich bin der Meinung dass die KTG Energie erfolgreich weitergeführt werden könnte, wenn man es will. Dafür hat der Gesetzgeber den Gläubigerschutz eingeführt.
      Es ist natürlich nicht aus zu schließen, das Zech das gar nicht will, weil er auf andere Art und Weise für sich mehr Profit rausschlagen kann/will.

      Trump brüstet sich ja auch damit, erfolgreich Steuern zu vermeiden, zahlen soll doch der "Kleine Mann".

      Gruss Hansi
      8 Antworten
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 21:33:56
      Beitrag Nr. 1.017 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.456.115 von mammutmanne am 11.10.16 21:21:43"Wenn der mich angelogen hat, lüg ich dich auch an."

      is schon ok,gibt immer mehrere Wahrheiten:keks:
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 21:49:37
      Beitrag Nr. 1.018 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.456.169 von CrazyBroker am 11.10.16 21:27:20
      Na dann
      "Wenn doch im Geschäftsjahr 2014/2015 ein Gewinn von 2,5Mio. da war, dann sollte dieser Gewinn ja auch in etwa im Geschäftsjahr 2015/2016 anfallen."

      Also bei der KTG Agrar lag der Bilanzgewinn in 2015 sogar über 9 Mio!

      http://www.ktg-agrar.de/fileadmin/Dateien/Investor-Relations…

      dann sollte dieser Gewinn ja auch in etwa im Geschäftsjahr 2016 anfallen - oder?
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 22:02:47
      Beitrag Nr. 1.019 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.456.280 von Roothom am 11.10.16 21:49:37
      Zitat von Roothom: Also bei der KTG Agrar lag der Bilanzgewinn in 2015 sogar über 9 Mio!


      Mit dem kleinen Unterschied, dass die KTG Energie jedes Jahr operativen Gewinn gemacht hat und die Agrar praktisch nie.
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 22:12:37
      Beitrag Nr. 1.020 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.456.280 von Roothom am 11.10.16 21:49:37Klar, ich kann mein Einkommen auch als Gewinn ansehen und ausgeben, darf dabei allerdings nicht vergessen, das ich vielleicht nächstes Jahr 100.000€ Kredit tilgen muss.
      Das wäre dann meine Insolvenz trotz prima Einkommen.
      Ich bin aber so weitsichtig und hätte das Geld bis dahin angespart, alles andere wäre für mich kriminell und mit böser Absicht.
      Ich weis nicht was bei der KTG Agrar/KTG Energie abgegangen ist, aber kriminelle Machenschaften will ich niemanden ohne Beweise unterstellen. Vielleicht erfahren wir irgendwann mal was gelaufen ist.

      Gruss Hansi
      Avatar
      schrieb am 11.10.16 22:17:53
      Beitrag Nr. 1.021 ()
      Vielleicht noch ein Nachtrag...
      Ich möchte nicht wissen wie viele Privatinsolvenzen selbstverschuldet sind, manche können einfach nicht rechnen und verlieren den Überblick über die Finanzen, manche wissen das sie sich etwas nicht leisten können und kaufen es trotzdem.

      In einer Firma dürfte sowas aber nicht passieren!

      Wenn Aufträge unerwartet wegbrechen, das ist nicht vorhersehbar, aber bei der KTG Energie ist alles langfristig planbar.

      Gruss Hansi
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 12.10.16 00:05:47
      Beitrag Nr. 1.022 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.456.169 von CrazyBroker am 11.10.16 21:27:20@GRUSSHANSI
      Die PR-Abtlg. von KTG-E hat genau Jemand wie Ihnen sehr clever per wohlklingender Überschrift
      nur die ersten beiden Zeilen mit tatsächlich größeren pos. Zahlen verkauft.
      Aber alles andere danach im detaillierten Text dort ist nämlich eine neg. Entwicklung !

      Für Sie eine echte "Lektion in Sachen L o g i k":

      jeweils 1.10.-30.4 *
      1.Hj.'16 (1.Hj.'15) *
      96,6% (??,?%) Anlagen-Auslastung
      = 48,8Mio. > (36,7Mio.) Umsatzerlöse
      42,0Mio. > (34,5Mio.) davon Energie-Produktion
      -??,?Mio. > (-??,?Mio.) Materialu.PersonalAufwendungen, sonstige
      = 10,7Mio. < (12,0Mio.) EBITDA
      -7,2Mio. > (-5,6Mio.) AfA
      = 3,5Mio. < (6,4Mio.) EBIT operativer Gewinn
      -5,1Mio. > (-4,1Mio.) Zinsausgaben
      +0,2Mio.? (+0,2Mio.) Zinseinahmen
      = 1,4Mio.? < (2,5Mio.) EBT/EGT
      -0,0Mio.? (-1,2Mio.) Steuern
      = 1,4Mio.? < (1,3Mio.) EAT

      Anlagen-Auslastungen:
      95% (??%) 3.Quartal Mai-Juli
      61% (??%) Monat August
      ca.92% (95%) 10 Monate; d.h. dieses Geschäftsjahr durchschnittlich 3 Prozentpunkte weniger...
      ca.95% (??%) letzter Bilanz-Monat Oktober einzeln prognostiziert

      Quellen: www.ktg-energie.de/investor-relations/ad-hoc-mitteilungen.html; s. v. 31.8.'16
      4 Antworten
      Avatar
      schrieb am 12.10.16 00:37:24
      Beitrag Nr. 1.023 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.456.919 von V.L.-HH am 12.10.16 00:05:47korrekt: 1.11.bis
      Avatar
      schrieb am 12.10.16 09:24:07
      Beitrag Nr. 1.024 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.456.475 von CrazyBroker am 11.10.16 22:17:53Ich seh das genauso wie Sie, das Geschäft ist sehr genau planbar, die Anlagen haben Bestandsschutz und haben von der Einnahmenseite die nächsten 10 Jahre kein Problem.
      Wenn das Geschäft solide betrieben wird und nicht kriminell Geld rausgezogen wird, können
      die eigentlich auf die Füße kommen. Das ist die Ansicht eines soliden Unternehmers.
      So und jetzt kommt die Ansicht eines Spekulanten wie Zech:
      Wie bekomm ich die Anleihegläuibiger billig los
      Kann ich bei den Banken einen Schuldenerlass erwirken.
      Wie bekomm ich die restlichen Aktien.

      Um diese drei Fragen wird es Zech gehen.

      Vielleicht kann mir das mal einer erklären, aber so das ich es auch verstehe
      Avatar
      schrieb am 12.10.16 09:34:45
      Beitrag Nr. 1.025 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.456.919 von V.L.-HH am 12.10.16 00:05:47
      Zitat von VolkerLangeHH: ....... nämlich eine neg. Entwicklung !

      .......

      jeweils 1.10.-30.4 *
      1.Hj.'16 (1.Hj.'15) *
      96,6% (??,?%) Anlagen-Auslastung
      = 48,8Mio. > (36,7Mio.) Umsatzerlöse
      42,0Mio. > (34,5Mio.) davon Energie-Produktion
      -??,?Mio. > (-??,?Mio.) Materialu.PersonalAufwendungen, sonstige
      = 10,7Mio. < (12,0Mio.) EBITDA
      -7,2Mio. > (-5,6Mio.) AfA
      = 3,5Mio. < (6,4Mio.) EBIT operativer Gewinn
      -5,1Mio. > (-4,1Mio.) Zinsausgaben
      +0,2Mio.? (+0,2Mio.) Zinseinahmen
      = 1,4Mio.? < (2,5Mio.) EBT/EGT
      -0,0Mio.? (-1,2Mio.) Steuern
      = 1,4Mio.? < (1,3Mio.) EAT
      ....


      Erst einmal vornehmlich nur eine neg. steuerliche Entwicklung? Zusätzliche Anlagen lassen im Wesentlichen die AfA steigen und kosten auch erst einmal etwas mehr an Kreditzinsen? Zusatzerträge dann ab Folgejahr zu erwarten?
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 12.10.16 10:16:35
      Beitrag Nr. 1.026 ()
      Ich habe meine eigene Theorie wie das ganze hier ablaufen wird. Wie man so hört und liest hat Zech wohl für 5 Mio. Euro die Aktien er KTG Energie sowie die Forderung der KTG Agrar gegen die KTG Energie gekauft. Diese Forderung war in etwa 35 Mio Euro. Da in der Regel viele der Kleinanleger der KTG Energie-Anleihen wahrscheinlich nicht zur Gläubigerversammlung erscheinen oder sich vertreten lassen, wird er mit diesem 35 Mio Euro Forderungspaket (+ein paar Anleihen welche er am Markt vielleicht eingesammelt hat) wohl die Mehrheit in der Gläubigerversammlung stellen. Somit wird Zech maßgeblich die Beschlüsse fassen können. Ich denke, es wird dann beschlossen, wie bei der KTG Agrar, abzuwickeln und die Biogas-GmbH´s zu verkaufen (natürlich an eine Zech-Firma, da die ja der Hauptlieferant sind). Hier wird man dann einen Kaufpreis in Höhe des EK der Firmen plus einen Schnaps oben darauf zahlen (das EK von KTG Energie wurde ja zuletzt mit ca. 15 - 20 Mio beziffert). Dies wird dann die Insolvenzmasse darstellen. Von dieser Insolvenzmasse ist dann das Zech-Darlehen (weil Massekredit) von 20 Mio. zunächst wieder zu tilgen, dann kommen die Kosten des Insolvenzverfahrens und die verbleibenden Krümmel teilen sich die Gläubiger, hier natürlich auch wieder Zech für seine 35 Mio. Forderung, die er von der KTG-Agrar SE gekauft hat. Alles andere würde mich schwer überraschen.

      Daher ist für mich KTG Energie in keiner Weise mehr ein Zock. Nicht die Anleihen und schon gar nicht die Aktien.
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 12.10.16 10:37:20
      Beitrag Nr. 1.027 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.458.266 von herding am 12.10.16 09:34:45Mir ging's darum bei @CB auf die "gutgläubige IR" Euphorie-Bremse zu treten.

      Ich finde es zuerst bedenklich,
      wenn man nach 6 Monaten bei sog. Vollauslastung zwar ca.7,5Mio.€ mehr Einnahmen aus der Stromerzeugung erzielt
      aber trotzdem ca.1,3Mio.€ weniger EarningsBeforeInterest,Taxes,Depreciation,Amortisation hat.
      D.h. doch, dazwischen sind die Aufwendungen explodiert.

      Ende Geschäftsjahr '16 = per Ende Okt. wird die Kapazitätsnutzung im Mittel mind. 3 Prozentpunkte unter Vorjahr liegen,
      (herunter ziehende Basis bekanntlich der nur <2/3-Aug.);
      keine rosige Aussicht für deren Q4, zuzüglich 2-stelliger Sonderabschreibungen
      (für uneinbringliche Forderungen und minder zu bewertende Vermögensgegenstände).

      Und das ist meine ich der entscheidende zweite Inso.Grund:
      In eine Bilanz fließt nun Mal die letzte Zahl unterm Strich ein,
      incl. normale u. besondere AfA + Zinsen + Steuern.

      Der auszuweisende Verlust wird das Ei.kap. komplett auffressen...,
      ergo neben Zahlungsunfähigkeit nun Überschuldung weil Assets kleiner Verbindlichkeiten !

      PS: Ich bleibe dabei,
      die Mehrzahl der Biogas-GmbHs an den vielen Standorten ist ohne Erblasten des KTG-headquarters profitabel zu betreiben.
      Genau das spricht allerdings für eine tw. Befreiung von den für diese Finanzierung herangezogenen Anleihe-Bürden.
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 12.10.16 10:55:15
      Beitrag Nr. 1.028 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.458.950 von V.L.-HH am 12.10.16 10:37:20Nun kann man immer bequem als Ausrede der Berechnungen benutzen,
      es sind eben lediglich "zerstörerische" Einmal-Effekte.
      J e i n, die kamen nicht plötzlich in einer Woche..., sondern die zu späte Entdeckung !
      In Wirklichkeit gehörten die Abwertungen von z.B. Beständen etc. verteilt, rückwirkend,
      nämlich teils auch schon in die letzte somit eigentlich ein bißchen weniger gute Periode 15.
      (wenn aber genau genommen nicht ganz so viel Mist in 16 entstand, stärkt das die neu zu justierende Aussicht für 17 etwas).
      Avatar
      schrieb am 12.10.16 11:51:00
      Beitrag Nr. 1.029 ()
      wenn man Zahlen vergleichen will muss man aber Einmaleffekte berücksichtigen:

      Das vorläufige operative Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzierungskosten und Steuern (EBITDA) beläuft sich auf Basis der aktuellen Zahlen auf 10,7 Mio. EUR (Vorjahr: 12,0 Mio. EUR). Hierin enthalten sind allerdings Einmaleffekte aus einem signifikanten Abbau von Inputstoffen (Silagen).

      Überschuldung hat nicht mit neg. EK in der handelsrechtlichen Bilanz zu tun. Das muss erst in einer Überschuldungsbilanz geprüft werden:


      http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/%C3%BCberschuldungsbil…

      also nichts mit Assets kleiner Verb. bezogen auf die Handelsbilanz !

      Und bitte auch immer schön die Einzelbilanz der KTG Energie im Auge behalten.
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 12.10.16 12:54:40
      Beitrag Nr. 1.030 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.459.718 von keks911 am 12.10.16 11:51:00Das war von mir eine vereinfachte sprich grobe Aussage.
      Die aber allgemein durchaus Bestand hat, auch gemäß Ihrer Verlinkung;
      denn dort steht:

      . . .
      Mittels einer Überschuldungsbilanz soll festgestellt werden, ob das Unternehmensvermögen bestehen­de Schulden abdeckt.
      Bei einer AG oder GmbH stellt nach der Insolvenzordnung neben dem allgemei­nen Inso.grund Zahlungsunfähigkeit (§17 InsO)
      im Interesse des Gläubigerschutzes auch die Überschuldung einen Grund zur Eröffnung eines Inso.verfahrens dar (§92 AktG).
      Ü b e r s c h u l­ d u n g als Auslöser eines Inso.verfahrens liegt nach §19 Abs.2 Satz 1 InsO vor,
      wenn das Vermö­gen* des Schuldners die bestehenden Schulden** nicht mehr deckt.
      Hierzu sind verwertbares Vermögen und Schulden in einer internen Bilanz (auch Überschuldungsstatus genannt)
      einander gegenüberzustel­len,
      damit das Management überprüfen kann, ob ein Inso.antrag gestellt werden muss.
      Basis einer Überschuldungsbilanz ist häufig das Erkennen einer Verlustsituation anhand der Handelsbi­lanz
      (Graduierungen: Verlustbilanz, Unterbilanz, bilanzielle Überschuldung nicht durch Ei­genkap. gedeckter Fehlbetrag)
      .
      Die Ermittlung einer inso.rechtlich relevanten Überschuldung basiert dann jedoch nicht auf der handelsrechtlichen Bilanzierung,
      sondern geschieht primär unter dem Aspekt der Werthaltigkeit bzw. Verwertbarkeit des vorhandenen Vermögens
      und kann ggf. in die In­so.bilanz überleiten.
      . . .

      *=engl. Assets **=deutsch Verbindlichkeiten
      Avatar
      schrieb am 12.10.16 13:06:02
      Beitrag Nr. 1.031 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.459.718 von keks911 am 12.10.16 11:51:00
      Stimmt!
      "Überschuldung hat nicht mit neg. EK in der handelsrechtlichen Bilanz zu tun. Das muss erst in einer Überschuldungsbilanz geprüft werden:"

      Und an genau dieser Überschuldungsbilanz dürften die Görg-Leute gerade arbeiten...
      Avatar
      schrieb am 12.10.16 13:16:44
      Beitrag Nr. 1.032 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.458.734 von richindustries am 12.10.16 10:16:35
      ganau das hab ich auch geschrieben.
      Mit zwei kleinen Anmerkungen:

      1. Zech dürfte den Gläubigerausschuss in mehreren Aspekten dominieren, wenn er nach den üblichen Regelungen gebildet wird:

      - als vermutlich größter Einzelgläubiger
      - bei der Gruppe der Lieferanten, da er diese ja wohl mehrheitlich gekauft hat
      - indirekt über die absonderungsberechtigten, sofern es solche hier auf Holding-Ebene gibt.

      Und als Mehrheitseigentümer hat er im Rahmen der Eigenverwaltung ohnehin großen Spielraum.

      2. von den verbleibenden Krümeln wird er aber wohl nicht viel sehen, da der 25 Mio Kredit vermutlich nachrangig ist, weil früher mal Gesellschafterdarlehen o.ä.

      Das macht aber sicher keinen großen Unterschied...
      Avatar
      schrieb am 14.10.16 19:29:24
      Beitrag Nr. 1.033 ()
      Gläubigerversammlung Vertretung durch SDK möglich
      http://www.sdk.org/leistungen/glaeubigervertretung/ktg-energ…

      ...
      Die SdK bietet allen betroffenen Anleiheinhabern ferner an, diese kostenlos auf der
      kommenden Gläubigerversammlung zu vertreten.
      ...
      3 Antworten
      Avatar
      schrieb am 14.10.16 20:34:56
      Beitrag Nr. 1.034 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.481.615 von 02487 am 14.10.16 19:29:24
      Zitat von 02487: ...
      Die SdK bietet allen betroffenen Anleiheinhabern ferner an, diese kostenlos auf der
      kommenden Gläubigerversammlung zu vertreten.
      ...


      Jaja, meine Stimmen waren dabei, das war aber schon am 6.10. und betraf KTG Agrar. Hier bei der Energie ist es ja zum Glück (noch) nicht an dem Punkt?
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 14.10.16 22:05:39
      Beitrag Nr. 1.035 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.482.167 von herding am 14.10.16 20:34:56Nein, nein es betrifft eben doch die KTG Energie, weil die KTG Energie eben doch schon an diesem Punkt ist.

      Die KTG befindet sich wie du sicherlich weißt aktuell in voläufiger Inso in Eigenverwaltung. Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, das aus vorläufiger richtige Insolvenz wird, fragt sich nur noch ob in Eigenverwaltung oder gleich als Regelinsolvenz.

      Und das die KTG Energie nur zahlungsunfähig ist und nicht auch überschuldet, glaubst du hoffentlich nicht selbst.

      Die SdK bietet schon jetzt zumindest mal den kostenlosen Newsletter an weil sie wohl wissen was kommt. Gut ich lese da jetzt noch nichts von der Vertretung auf der Gläubigerversammlung, aber keine Sorge, daß kommt definitv noch weil auch die Gläubigerversammlung demnächst kommt.

      Da fragt sich nur welche. Die Gläubigerversammlung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens, oder eine Anleihegläubigerversammlung, weil die Anleihe umgeschuldet werden soll. Wobei die Frage ist ob letzteres überhaupt möglich ist.
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 15.10.16 08:12:22
      Beitrag Nr. 1.036 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.482.809 von querdenker06 am 14.10.16 22:05:39. . .
      Ferner müssen betroffene Anleiheinhaber nach Einschätzung der SdK damit rechnen,
      einen nicht unwesentlichen finanziellen Beitrag zur Sanierung der Gesellschaft,
      zum Beispiel in Form eines teilweisen Verzichts auf Rückzahlung der Anleihe, leisten zu müssen.
      . . .
      * Die SdK bietet allen betroffenen Anleiheinhabern ferner an,
      diese kostenlos auf der kommenden Gläubigerversammlung zu vertreten.
      . . .

      http://www.sdk.org/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/sd… v. Di.,27.9.'16

      *=@QD06
      Die "Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V." macht das bekanntlich als Verfahrensservice gratis für Mitglieder, wiederholt;
      ebenfalls bei PROKON (für alle Genussrechtsinhaber) u. GERMAN PELLETS (für je 3xAnleihe- u. 1xGenusschein-Inhaber)
      siehe deren auch spez. Newsletter kurz nach dortigen Inso.Eröffnungs-Beschlüssen.
      Avatar
      schrieb am 16.10.16 12:40:49
      Beitrag Nr. 1.037 ()
      sehr interessante Infos von dort, weil zu hier direkter Bezug :

      Zitat von siban: Noch einige Aussagen Ockelmann und Denkhaus Gläubigerversammlung
      ("Ex-Konzern-Mutter" KTG-A SE i.I.; Do.,6.10.'16 11:00Uhr):

      . . .
      *Rd. 2MioEUR sind von der Agrar aus der Energie rausgezogen worden, dieses führte zu Unmut bei den Banken der Energie
      Agrar hat bevorzugt an Dritte und nicht an Energie geliefert, um Liquidität reinzubekommen,
      daher leere Läger bei Energie im Sommer
      . . .
      Beitrag Nr.7.081 v. gestern Sa. frühen Abend

      *Das deute ich einfach Mal so,
      vermutlich noch vor Inso.-Antrag AGRAR Anfang Juli
      u. deren diesbezüglicher PM ". . . ca.33Mio.€ mittelfristige KreditSchulden KTG-E bei -A . . ."
      12 Antworten
      Avatar
      schrieb am 16.10.16 17:04:04
      Beitrag Nr. 1.038 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.488.308 von V.L.-HH am 16.10.16 12:40:49Nur 2 Millionen?!

      Das ist für die Gläubiger der KTG Energie aber eine verflucht schlechte Nachricht.

      Laut letztem Jahresabschluß sollten doch um die 9 Millionen cash vorhanden sein? Davon hat der Siggi 2 Mio für die Löcher bei der KTG Agrar abgezogen macht 7 Mio. Zu den 7 Millionen müßten eigentlich die oparativen Gewinne in 2016 abzüglich des Schuldendienstes für die Banken kommen. D.h. die KTG Energie hätte eigentlich genügend Geld haben müssen um den laufenden Rohstoffeinkauf aus Eigenmitteln zu decken! Okay die Anleihezinsen problematisch, weil ja der Siggi die 2 Millionen abgezogen hat.

      Tatsache ist aber, daß die KTG Energie einen Massekredit von 20 Millionen zur Aufrechterhaltung des operativen Geschäfts benötigt hat.

      Das kann man jetzt so deuten, daß der ganze Laden für Anleger ein wertloser Schrotthaufen ist, weil wenn überhaupt kann er den Schuldendienst für die Banken erwirtschaften. Stellt sich dann natürlich die Frage warum ist der Zech in so eine Bude eingestiegen?!

      Wer immer die Bilanzen der KTG Energie (die mit den schönen Gewinnen) in der Vergangenheit erstellt hat, als Märchenschreiber hätte der auch gutes Geld verdient.

      Aktuell werden die Bilanzen bzw. die Prognosen für die nächsten Jahre wohl komplett neu geschrieben. Es ist abzusehen, das da am Ende ein Zahlenwerk steht, was jeden Notverkauf rechtfertigt. Ob die neuen Bilanzen weniger Märchen sind als die alten?

      Für die Anleger scheint sich die Frage immer weniger zu stellen. Es deutet immer mehr auf Abwicklung hin, ähnlich dem was bei der KTG Agrar gelaufen ist.

      Noch einmal der springende Punkt bei der KTG Energie.

      Die Sanierer (2 CRO + Sachwalter), werden für die KTG Energie ein neues Zahlenwerk erstellen. Das ist nicht zwingend eine Bilanz, sondern mehr eine Analyse wie die KTG Energie wirtschaftlich aufgestellt ist. Wenn da unterm Strich nicht als Ergebniss rauskommt, das die KTG E nach Abzug des Schuldendienstes für die Banken deutliche Gewinne erwirtschaftet, dann ist game over für Anleihegläubiger und Aktionäre.

      Deutliche Gewinne ja schon alleine weil als erstes mal die 20 Millionen Massekredit zurück gezahlt werden müssen. Erst dann bleibt etwas für die normalen Gläubiger und die Eigentümer sprich Aktionäre.
      11 Antworten
      Avatar
      schrieb am 16.10.16 18:28:20
      Beitrag Nr. 1.039 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.489.138 von querdenker06 am 16.10.16 17:04:04
      Zitat von querdenker06: ...Tatsache ist aber, daß die KTG Energie einen Massekredit von 20 Millionen zur Aufrechterhaltung des operativen Geschäfts benötigt hat....


      Oder mal wieder mit blauen Augen gesehen: 20 Mio. können auch der großzügig bemessene Kreditrahmen sein, der auf jeden Fall demonstrieren soll, dass es dem neuen Mehrheitsaktionär unbedingt um eine Rettung der KTG Energie unter allen Widrigkeiten geht. In welchem Umfang dann überhaupt Geld aus diesem 20 Mio.-Rahmen wirklich bislang abberufen wurde und noch benötigt werden wird - wissen wir das überhaupt?
      9 Antworten
      Avatar
      schrieb am 16.10.16 19:21:01
      Beitrag Nr. 1.040 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.489.138 von querdenker06 am 16.10.16 17:04:04
      Meine Meinung
      Die massive Minderauslastung wegen Substratmangel führte zu signifikanten Umsatzausfällen = Cash fehlt, schnell ein paar Millionen
      Zech versetzt die Energie jetzt wohl in die Lage, zeitnah die Rechnungen seiner Agrar GmbH`s für die Substratlieferungen zu zahlen, um in den Agrar GmbH`s die Situation zu stabilisieren (früher wohl erst teilweise bei 4. Mahnung, andere Lieferanten berichteten auch vor Jahren schon von Verzögerungen von einem halben Jahr)

      Grundsätzlich: Beim Amtsgericht Hamburg wird wohl ein Protokoll über die Gläubigerversammlung der Agrar einsehbar sein, wen es interessiert. Da sind ja auch einige Bezüge zur Energie nicht uninteressant.
      Zuständig: Rechtspflegerin Jordt
      Avatar
      schrieb am 16.10.16 19:32:32
      Beitrag Nr. 1.041 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.489.350 von herding am 16.10.16 18:28:20Ein sehr blaues Auge.

      Warum wird ein 20 Millionen Massekredit vergeben und von denen, die das Verfahren überwachen (Sachwalter Amtsgericht) genehmigt wenn es auch 5 oder 10 Millionen locker getan hätten?

      Wenn das der große Befreiungsschlag sein sollte, mit dem man den Beteiligten signalisiert, daß mit der KTG Energie alles in Ordnung ist, warum wurde das dann nicht auch so kommuniziert.

      Wer sind denn überhaupt die Beteiligten? Die Banken? Bei denen muß zech doch nicht zu Show Zwecken mit 20 Millionen Massekredit auf dicke Hose machen. Die Banken wissen auch so, daß Zech dicke Hosen hat, und ob er bereit ist sie für die KTG Energie zu öffnen, spricht man hinter verschlossenen Tüten ab.

      Ein positives Zeichen an Anleihegläubiger und Aktionäre? Dann hätte man es auch begleitend wesentlich besser und eindeutiger kommunizieren müssen.

      Mit den 20 Millionen Massekredit hat Zech schlicht und einfach eine weitere starke Position in seiner Hand, um demnächst die Dinge in seinem Interesse gegen die Anleihegläubiger und gegen die Kleinaktionäre zu regeln. So sieht die Sache aus, wenn man nicht mindestens 2 blaue Augen hat.

      Mensch herding was will Zech denn mit dir? Hast du Zech bisher Geld gegeben, schuldet dir Zech etwas? Wirst du Zech in Zukunft Geld geben, oder bist du nur ein Anleger, der erwartet, das Zech dir in Zukunft vom Kuchen der KTG Energie etwas abgiebt, ohne das du dafür ihrgend etwas tust.

      Ja aber ich habe doch mein Geld und mit meinem Geld wurde.... Du hast dein Geld einem Herrn namens Hofreiter und seiner Staffage gegeben, die haben mit dem Geld gearbeitet und es zum größten Teil vernichtet. Das ist Vergangenheit.

      Falls du in den letzten Wochen bei der KTG Energie nachgelegt hast, dann doch nur in der Hoffnung, daß du im Fahrwasser von Zech den großen Reibach machen kannst. Ist Zech in ihrgeneiner Form verpflichtet dir diesen Reibach zu verschaffen? Ja wenn du direkt ein Schiff von Zech bestiegen hättest und dafür an Zech gezahlt hättest, hast du aber nicht. Kein einziger Cent von dir ist auf ein Konto von Zech geflossen und kein einziger Cent von dir ist in der KTG Energie gelandet, nachdem Zech eingestiegen ist.

      Was willst du also von Zech und was erwartest du von Ihm?

      Zech wird den legalen Weg wählen, der im bei der KTG Energie die besten Chancen gibt sein eingesetztes Geld zu verdoppeln, oder sogar mehr. Wenn es legal möglich ist die Anleihegläubiger und Aktionäre auszubooten warum nicht?

      Zech hat 5 Millionen für die Agrarbetriebe, das Aktienpaket der KTG Energie, und den von der KTG Agrar an die KTG Energie gegebenen Kredit gezahlt. Dazum kommen die 20 Millionen die er jetzt als Massekredit rein gesteckt hat.

      D.h. Zech ist mittlerweile schon mion 25 Millionen dabei. Geld was echt geflossen ist, oder noch fließt, davon wiederum 20 Millionen die der KTG Energie als echte Barmittel zur Verfügung stehen. Gut die 25 Millionen in Summe gelten für die KTG Energie und die Agrarbetriebe.

      Nur ihr als Anleger hofft doch das die Kurse von Anleihe und Aktien demnächst um min 100% steigen. Gerne dürfen es auch 200 und mehr Prozent sein.

      Also ihr wollt wenigstens verdoppeln.

      Zech will seine schon jetzt 25 Millionen aber auch wenigstens verdoppeln. Wo soll denn das ganze Geld herkommen? Die KTG Energie ist nun mal nicht so profitabel, daß Anleihegläubiger, Aktionäre und Zech auf Basis der aktuellen Einstiegskurse bzw. Preise min verdoppeln können. Maximal einer kann min. verdoppeln, eventull gerade noch zwei nur verdoppeln.

      Glaubst du jetzt immer noch, daß Zech zu euren Gunsten auf ihrgendwas verzichtet.

      Ach und bitte nicht wenn der Aktienkurs steigt, ja dann profitiert ja auch der Zech.

      Wenn der Aktienkurs deutlich steigt, dann profitieren zunächst nur die Zocker und eventuell Altanleger, die die Chance nutzen mit jetzt deutlich weniger Verlust auszusteigen. Wie profitiert denn Zech?

      Zech kann nicht einfach große Aktienpakete über die Börse verkaufen ohne das der Kurs sinkt. Wenn dann noch rauskommt, daß es Zech ist der massiv aussteigt, dürfte der Kurs sogar kollabieren. Ganz nebenbei braucht aus strategischen Gründen Zech die Aktienmehrheit weil es für seine Agrarbetriebe eng werden könnte wenn er die KTG Energie nicht mehr kontrolliert. Noch ein Grund mehr warum Zech schwerlich der große Profiteur bei steigenden Kursen ist, er kann nämlich nicht so einfach verkaufen und den Gewinn einstecken.

      Zech dürfte an den Kursen der Aktie wenig Interesse haben, schlicht und einfach weil er mit dem gesamten Aktienpaket nicht mehr viel anfangen kann. Die Karte Aktienmehrheit hat er 2x gespielt als er seine CRO´s eingesetzt und Inso. Antrag gestellt hat.

      Zumal so ein großes Aktienpaket einer Firma die kein langfristig zukunftsfähiges Geschäftsmodell hat eine ganz tolle Sache ist. Welcher Institutionelle will den so einen Schrott? BGA´s die mit Silage vom Acker gefüttert werden haben nach Ablauf des EEG nun mal aktuell keine Zukunft. Der Bau neuer BGA´s hat sich nach Änderung des EEG auch erledigt.

      Zech soll also sanieren in in der KTG Energie drin bleiben, nur damit ihr sauber raus kommt?! Klar jeden Tag steht ein Dummer auf, man muß ihn nur finden. Ihr glaubt mit Zech den Dummen gefunden zu haben. Na wenn es mal nicht umgekehrt ist.
      8 Antworten
      Avatar
      schrieb am 16.10.16 20:13:11
      Beitrag Nr. 1.042 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.489.586 von querdenker06 am 16.10.16 19:32:32Noch einmal als Nachtrag die Situation der KTG Energie, wie ich sie mir zusammen reime. Zusammen reimen heißt es wird mehr oder weniger nicht stimmen, nur jeder kann sich selber überlegen wo und wie groß die Abweichungen sind.

      Annahme Ausgangssituation.

      Die KTG Energie war finanziell so blank, daß der operative Betrieb der BGA´s kurz vor dem Zusammenbruch stand weil nicht mehr genügend Geld für den Rohstoffeinkauf in der Kasse war. Die Banken haben zwar noch bevor Zech eingestiegen ist Gelder frei gegeben, nur das war wohl eher ein wirtschaften von Monat zu Monat. Der große Befreiungsschlag war das nicht.

      In wie weit diese Annahme richtig ist, wie gesagt jeder selbst.

      Darauf aufbauend die Annahme was Zech wohl macht oder besser gesagt zumindest teilweise schon gemacht hat.

      Er hat gesagt also gut Leute dieses wirtschaften von Monat zu Monat ist kein Zustand. Ich selber habe ja auch kein unwesentliches Interesse, daß die KTG Energie oder besser ausgedrückt die BGA´s der KTG Energie langfristig (bis zum Ende der EEG Vergütung) auf vernünftige Beine gestellt werden. Falls es zu Produktionsausfällen wegen fehlender Rohstoffe kommt, dann ist das der absolute Hammer, der jeden trifft.

      Also Leute ich gebe euch 20 Millionen Massekredit auf 6 Monate befristet. Damit gibt es 6 Monate Zeit in Ruhe nach einem vernünftigen Investor zu suchen, der die BGA´s in stabiles Fahrwasser bringt. (Es können auch mehr oder weniger als die 6 Monate sein 6 Monate erschienen mir nur passend weil die KTG E ca. 20 Millionen in 6 Monaten für Rohstoffe braucht.)

      Rein zufällig hat Zech auch einen Investor bei der Hand der folgendes Angebot macht:

      Kauf sämtlicher BGA´s zu folgenden Konditionen: (Die Summen müssen nicht aktuell sein, es geht ums Prinzip)

      Schuldenübernahme:

      - Übernahme von 110 Millionen Bankkredite
      - Übernahme von 30 Millionen Kredit Zech an KTG E (ex KTG Agrar Kredit)

      Barkomponente:

      - 30 Millionen cash zahlbar 30 Tage nach Überschreibung der BGA´s.

      Brutto bietet Zech sein Investor (Zech selbst oder ein dritter) somit 170 Millionen, davon 140 Millionen duch Übernahme von Schulden. Netto immerhin noch 30 Millionen, nur gehen dvon leider 20 für die Rückzahlung des Massekredites drauf.:laugh:

      Und nun liebe Aktionäre und Anleihegläubiger? Ihr habt 6 Monate Zeit einen Invostor aufzutreiben, der als echter weißer Ritter mehr als 170 Millionen auf den Tisch legt. Falls dieser Investor auf die glorreiche Idee kommen sollte anstatt der 30 Millionen ex KTG Agrar Kredit lieber nur 15 Millionen und 15 Millionen Anleihe zu übernehmen sollte er sich mal überlegen ob die Anleihegläubiger ihn im Zweifel auch mit Silage zu marktgerechten Preisen beliefern können.:laugh:

      Finanziell müßte euer weiße Ritter auch so gut aufgestellt sein, daß er und sein Konzept die zustimmung der Banken findet, sonst könnte es Probleme geben, daß sein Angebot überhaupt zugelassen wird.

      Falls ihr liebe Aktionäre und Anleihegläubiger Zweifel am erscheinen des weißen Ritters habt, dann erstellt doch selber ein Angebot.

      Die 140 Millionen sind relativ einfach, weil wenn Zech sein Investor Schulden übernimmt könnt ihr das doch auch. Sagen wir auch mal die Zustimmung der Banken zu eurem Rettungskonzept geschenkt.

      Alles was ihr innerhalb von 6 Monaten auftreiben müßt, ist die Barkomponente von 30 Millionen + X weil ein paar Milliänchen solltet ihr schon drauflegen. So nun fangt mal an zu rechnen wie man das auf Aktien und Anleihe verteilen könnte und wie viel dann jeder nachlegen muß. Bei der Aktie sagen wir mal Zech geht mit. Viel Vergnügen das in 6 Monaten auf die beine zu stellen.

      Und damit wage ich am Ende 3 Prognosen.

      1. Zech hat längst einen Investor, der ein Angebot für die BGA´s abgeben wird.
      2. Zech sein Investor wird gewinnen und die BGA´s bekommen.
      3. Als Folge von 1. und 2. das Ende der KTG Energie AG kommt und zwar verdammt schnell.

      Muß ja nicht so kommen. Nur was spricht realistisch dagegen, daß es so oder so ähnlich kommt? Mir fällt aktuell nichts ein.

      Insbesondere glaube ich nicht, daß es bei dieser Vorgehensweise rechtliche Schwierigkeiten gibt. Falls die KTG Energie ohne den Massekredit operativ kollabieren würde, dann ist das rechtlich absolut sauber. Was soll den rein rechtlich dagegen sprechen?
      5 Antworten
      Avatar
      schrieb am 16.10.16 22:26:41
      Beitrag Nr. 1.043 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.489.740 von querdenker06 am 16.10.16 20:13:11Ich freu mich ja, hier immer Antworten zu bekommen. Das ist jetzt aber mehr Antwort, als ich gefragt habe. Und ich habe Sorge, diese Textflut verscheucht uns langsam viele, deren Rat mir eigentlich auch noch wichtig gewesen wäre.
      Avatar
      schrieb am 17.10.16 07:54:52
      Beitrag Nr. 1.044 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.489.740 von querdenker06 am 16.10.16 20:13:11Demnach gäbe es folgende Varianten:

      1.) umfangreiches Sanierungs-Konzept = Ursprungs-Idee des ESUG
      a.) Schwerpunkt deutlich spürbare Befreiung von drückender Belastung ergo Anleihe-Restrukturierung;
      durch Zins-Verzicht+Reduzierung + Prolongation + Cut.
      b.) durch DebttoEquitySwap

      2.) doch zeitnaher "Verkauf der Filetstücke"
      * ZECH-Stiftung/Gruppe macht auch hier ein brauchbares Angebot,
      was der andere Sachwalter mit anderem vorl.Gläubigerausschuss wieder nicht ablehnen kann
      a.) schon während der jetzigen Phase i.vorl.I.Eigenverw.
      (es folgt früh 1.11. oder normal 1.12. der Eröffnungs-Beschluss gleich mit Wechsel in die übliche RegelInso.)
      b.) (es folgt früh 1.11. oder normal 1.12. der Eröffnungsbeschluss weiter in Eigenverw.)
      sofort zu Beginn dieser 2.Phase; kurz danach kommt mangels weiterer Fortführungs-Grundlage der Wechsel.

      * Was passiert denn, wenn ein fremder Dritter mind. 1 Mio. mehr für das ganze Geschäftsfeld bietet ?
      Dann ist Z. nur noch Haupt-Lieferant,
      aber zukünftig nicht zugleich Inhaber über wie erhofft die gesamte Wertschöpfungskette, samt Synergie-Effekten.

      PS: Ich bleibe dabei,
      auf Basis der bisher bekannten Daten halte ich hier einen Fortbestand nach ernsthafter Sanierung generell für möglich
      (Tochter-Paket der vorläufig in Insolvenz befindlichen Mutter ist vor Ort überwiegend profitabel,
      qua EEG im Schnitt noch etwas über eine Dekade).
      Viel einfacher als bei vergleichsweise dort der KTG-A als noch größerer zentraler Geldeinsammel/Verbrennungsstelle;
      u n a b h ä n g i g gesehen von jetzt den kalkulierten Einzel-Interessen des neuen Mehrheits-Aktionärs.
      Avatar
      schrieb am 17.10.16 08:49:43
      Beitrag Nr. 1.045 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.489.586 von querdenker06 am 16.10.16 19:32:32Über das Thema "KTG-Kommunikation in der Krise" s.o. haben Sie sich des öfteren mokiert
      (angeblich nicht ausreichend;
      aber nach meinen Erfahrungen mit Vergleichbarem wie von denen praktiziert in den Inso.-Situationen konform Gepflogenheiten).

      Was soll der ZECH machen ?
      Obwohl weder direkt im Vorstand noch gar indirekt im Aufsichtsrat, kann er als per Status Außenstehender
      kaum seine Strategie auf der KTG-E Unternehmens-homepage darlegen !
      Zumal die Offenlegung mit Begründungen für sein Verhalten taktisch gegenüber anderen Interessenten sehr unklug wäre...
      Avatar
      schrieb am 17.10.16 09:44:51
      Beitrag Nr. 1.046 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.489.740 von querdenker06 am 16.10.16 20:13:11Woher Sie ständig die Größenordnung ca. 170 Millionen Euro Investoren-Bedarf in ein paar Wochen nehmen, verstehe ich nicht:

      Es geht ihm und Bietern prinzipiell um einen pos. Fortführungwert !
      Vereinfacht betrachtet u. grob gesagt setzt sich der Preis doch eher zusammen aus aktuell
      freiem AV=Anlage- + UV=Umlauf -Vermögen bequem ohne Forderungen.

      Der ZECH kauft nächsten Monat fast alle BGAs im günstigen Paket für geschätzt nur ganz flach zweistellig* Mio.s,
      weil diese teuren Produktionsmittel knapp unter Buchwert (aus Anschaffung minus Abschreibungen verteilt auf die Nutzung)
      stark belastet sind mit Bank-Darlehn per letzte Bilanz z. 31.10.'15 ca.111 Mio.
      Dann bezahlt er 1:1 den momentanen Inventurbestand in den Silos der Biogas-GmbHs.
      Diese Lager-Auffüllungen vor Ort für 2 Quartale stammen größtenteils gerade aus seinem gewährten Masse-Kredit,
      insofern mit Ablösung durch den bald IV an ihn zurück für die Beteiligten quasi ein Nullsummen-Spiel.

      Der andere *xy-Erlös zuzüglich einbringliche offene Posten von Kunden bzw. Abwicklung restliche Fa.s
      dient bei der insolventen weil zahlungsunfähigen und wohl auch überschuldeten Holding
      zuerst für die Deckung der Inso.Verfahrensaufwendungen,
      dann aller berechtigten Verbindlichkeiten durch theoretisch Lieferanten / Anleihe / KTG-A-Kredit = Quote, je nach Rang.

      Wozu soll Z. bzw. ein potentieller Interessent
      erst im eigenen Kreis der Geldinstitute dreistellig für Ablösung vorwiegend günstige KfW-Ausleihungen selber Ersatz auftreiben ?
      Man bekommt gegen Teil-Obulus (annähernd Diff. zum Markt-Gutachten) entweder mit weiter bestehenden Lasten übereignet,
      oder gegen den vollen ohne.
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 17.10.16 10:12:14
      Beitrag Nr. 1.047 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.491.060 von V.L.-HH am 17.10.16 09:44:51Falls Zech aus Sicht der Anleger die "schmutzige" Variante plant und einfach die BGA´s kauft und dann die leere Hülle KTG Energie AG hops gehen läßt, dann dürften genau diese 170 Millionen bzw eine ähnliche Summe das Drohszenerio sein um andere potentielle Anbieter von einem Gebot abzuhalten.

      Und natürlich geht es im Prinzip um eine Summe in dieser Größenordnung, weil ohne die Zustimmung der Banken dürfte jedes Angebot ziemlich sinnlos sein, damit müssen sie über 110 Millionen Schuldenübernahme reden.

      Und auch die 30 oder 33 Millionen von Zech (falls noch in dieser Höhe in den Büchern), können sie nicht einfach unter den Tisch fallen lassen, weil Zech für jeden Interessenten der Rohstofflieferant ist, der zumindest kurzfristig nicht ersetzt werden kann.

      Das netto nur ein niedriger 2 stelliger Millionenbetrag (wenn überhaupt) fließt, ist doch wohl auch in meiner Rechnung enthalten.

      Warum hat den Zech aus der Inso Masse der KTG Agrar die ganzen Posten so billig bekommen? Da ging es doch auch nicht nur um den reinen Kaufpreis, sondern auch um die Übernahme von Risiken, Schulden, Verpflichtungen... und das Gesamtpaket war für andere Investoren so unaktraktiv, unkalkulierbar oder riskobehaftet, daß Zech locker das zweitbeste Angebot vorlegen konnte.

      Das beste Angebot wurde einfach abgeblockt mit dem Argument, daß der Bieter nicht seriös genug ist. Zuschlag Zech Messe für die Anleger gelesen.
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 17.10.16 10:42:23
      Beitrag Nr. 1.048 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.489.586 von querdenker06 am 16.10.16 19:32:32Es ist eine Frage des (seines) Blickwinkels.

      Zu Beginn war unsere meist vertretene Meinung:
      Der Z-Stiftung löhnt dort bei KTG-A ca.5Mio.€ für fast alle deutschen Acker-GmbHs,
      sprich er bekommt gratis
      * die 50,1% KTG-E-Aktien u. den Stand 5.7.'16 rd.33Mio.€ unbesicherten KreditAnspruch.

      Dann hieß es nach der dortigen Gläubigerversammlung Anfang diesen Monats, aus Live-Bericht u. Presse sinngmäß
      . . . Die unterlegenen Bieter offerierten sogar Neg.-Kaufpreise . . .
      . . . Z. hingegen bot Pos., muss sofort in die Betriebe weitere Millionen investieren . . .

      Wenn KTG-E sich aber in der Adventszeit in der RegelInso. befindet,
      wie profitiert ZECH dann von * in jur. auch noch umgekehrter Reihenfolge zukünftig ?

      Wenn er die mehrere Dutzend (tw. marode) Felder-Töchter mit gepachteten Flächen von KTG-A quasi umsonst erworben hat,
      die fünf Milliönchen somit hier bei KTG-E der wichtigen Aktienmehrheit und Überschreibung KreditForderungen dienten,
      was nützt ihm ein angeblich nahendes Nicht-Überleben der KTG-E ?

      Wenn der Inso.-Beschlag nicht irgenwann aufgehoben wird, also der Anschluss i.L. kommt,
      sind die aufgerundet 3,6Mio.Stück Aktien finanziell wertlos;
      okay es kann der bestimmungshebel im lfd. Verfahren sein...

      Wenn der Inso.Beschlag im nächsten Jahr aufgehoben würde, hätte er immerhin die beiden Chancen als
      der größte Anleger auf mittelfristigen Wertzuwachs, ein großer Gläubiger auf ant. Rückzahlung des billigst erlangten Kredites.
      Avatar
      schrieb am 17.10.16 11:44:47
      Beitrag Nr. 1.049 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.491.196 von querdenker06 am 17.10.16 10:12:14Natürlich haben die Banken (KfW) ein Interesse an einer Fortsetzung der Geschäftsbeziehung, unzwar möglichst reibungslos.
      D.h. in den BGA-GmbHs für die 21 Standorte ist der alte Allein-Gesllschafter die KTG-E AG,
      wird der neue ein Mitglied der ZECH-Gruppe, oder eben anderer Meistbietender
      bei der insolventen Holding für deren Beteiligungen.

      Wo konkret ist da das vermeintliche Problem, gar Drohszenario von/für ZECH ?
      Wahrscheinlich ist bisher keine Tochter-Fa. i.vorl.I., die zahlen alle pünktlich aus EEG-Einnahmen Zins u. Tilgung !
      Die langfrisitig geschlossenen Finanzierungsverträge laufen störungsfrei weiter,
      egal wie der Eigentümer/Geschäftsführer demnächst abweichend zur urspünglichen Unterzeichnung heißt.

      Außer er selbst hat eine sehr prallgefüllte Kasse bzw. eine noch billigere Refinanzierungsquelle
      und steigt daher in Kündigungsverhandlungen ein, incl. schlimmstenfalls Vorfälligkeitsentschädigungen.
      Avatar
      schrieb am 17.10.16 13:11:34
      Beitrag Nr. 1.050 ()
      Man o man .. was wird hier geschrieben. Es geht an der Börse doch um's Geld verdienen und nicht darum, Romane zu verfassen.
      Avatar
      schrieb am 17.10.16 13:21:05
      Beitrag Nr. 1.051 ()
      Die Biogas Produktion Seelow GmbH ist glaube ich eine der grössten Biogasanlagen. Dort war bis 2012 Herr Berger Geschäftsführer und wurde dann durch "den Opi von Herrn Hofreiter" ersetzt. Vermutlich damit Herr Hofreiter weiter alle Zügel in der Hand hält. "Der Opi" ist im September abgesetzt und Herr Heck als Vorstand der KTG Energie als alleiniger Geschäftsführer eingesetzt worden:

      Amtsgericht Frankfurt/Oder Aktenzeichen: HRB 12451 FF Bekannt gemacht am: 08.09.2016 22:47 Uhr

      In ().
      gesetzte Angaben der Anschrift und des Unternehmensgegenstandes erfolgen ohne Gewähr:

      Veränderungen

      05.09.2016


      HRB 12451 FF: Biogas Produktion Seelow GmbH, Seelow, Loos 1 a, 15306 Seelow. Vorstand: Nicht mehr Geschäftsführer: 2. Bajohra, Winfried; Geschäftsführer: 3. Heck, Christian, *03.06.1971, Rippweiler, Luxemburg; mit der Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten mit der Befugnis Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als Vertreter Dritter abzuschließen


      Vor wenigen Tagen ist ein zweiter Geschäftsführer hinzugekommen:


      Amtsgericht Frankfurt/Oder Aktenzeichen: HRB 12451 FF Bekannt gemacht am: 13.10.2016 05:00 Uhr

      In ().
      gesetzte Angaben der Anschrift und des Unternehmensgegenstandes erfolgen ohne Gewähr:

      Veränderungen

      11.10.2016


      HRB 12451 FF: Biogas Produktion Seelow GmbH, Seelow, Loos 1 a, 15306 Seelow. Vorstand: Geschäftsführer: 4. Feies, Sascha, *23.01.1971, Berlin; mit der Befugnis Rechtsgeschäfte als Vertreter Dritter abzuschließen; Änderung zu Nr. 3: Geschäftsführer: Heck, Christian; mit der Befugnis Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als Vertreter Dritter abzuschließen



      Herr Feies ist Mitarbeiter (Rechtsanwalt und Betriebswert) der Kanzlei Görg:

      https://www.goerg-inso.de/de/anwalte/feies_sascha.37490.html
      4 Antworten
      Avatar
      schrieb am 17.10.16 13:42:02
      Beitrag Nr. 1.052 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.492.056 von Wertefinder1 am 17.10.16 13:21:05Ich habe noch kurz weitere GmbH's geschaut. Da sind auch Herr Heck von der KTG Energie AG und Herr Feies von der Kanzlei Görg als gemeinsame Geschäftsführer eingetragen. Bei anderen noch nur der Herr Heck.

      Wer Interesse an der AG hier hat, kann das ja mal im Handelsregister verfolgen - anstatt Romane zu verfassen.

      Außerdem zur Erinnerung:

      Mittwoch, 17. Juli 2013 - EnviTec Biogas baut drei Biogasanlagen für KTG Energie

      http://www.envitec-biogas.de/news/article/envitec-biogas-bau…

      Bremen und Lohne - das liegt relativ dicht beianander. Auf jeden Fall dürfte auch Lohne noch Einzugsgebiet der Bremer Landesbank sein. Evtl. aufgetretene technische Schwierigkeiten im Anlagebetrieb sollten somit schnell behebbar sein. Die Envitec Biogas AG selbst betrieb zuletzt glaube ich 76 Anlagen mit 59,3 MW, davon 10,7 MW im Ausland.
      3 Antworten
      Avatar
      schrieb am 17.10.16 13:51:24
      Beitrag Nr. 1.053 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.492.142 von Wertefinder1 am 17.10.16 13:42:02Die Envitec Biogas AG hat übrigens 50 Mio. Euro Kapitalrücklagen, mit denen sie nichts anzufangen wissen. Im Mai haben sie angekündigt, dieses Geld über die Jahre an die Aktionäre auszuschütten. Vllt. überlegen die sich das ja noch anders.

      Jedenfalls ist es ja schon seltsam, das plötzlich ein Bauunternehmen ohne Expertise in der Land- und Biogaswirtschaft als Käufer auftaucht. Die räumliche Nähe. Ich könnte mir gut vorstellen, das die Zech Stiftung da das erfolgreiche Betreibermodell der Envitec Biogas AG übernimmt bzw. sich das mindestens einmal anschaut und Gespräche mit den Envitec Leuten führt.
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 18.10.16 19:40:54
      Beitrag Nr. 1.054 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.492.194 von Wertefinder1 am 17.10.16 13:51:24Verständnisfrage: Ich dachte, Envitec baut und betreut Biogasanlagen, KTG Energie betreibt die Anlagen unter weitgehender Eigenbetreuung. Wie könnte KTG Energie da auf ein Geschäftsmodell der Envitec umschwenken?
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 18.10.16 21:42:39
      Beitrag Nr. 1.055 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.501.877 von herding am 18.10.16 19:40:54
      Zitat von herding: Verständnisfrage: Ich dachte, Envitec baut und betreut Biogasanlagen, KTG Energie betreibt die Anlagen unter weitgehender Eigenbetreuung. Wie könnte KTG Energie da auf ein Geschäftsmodell der Envitec umschwenken?


      Umsatzanteile Envitec Biogas AG im Jahr 2015

      Eigenbetrieb 40,1 %
      Service 14,9 % (für eigene und fremde Anlagen)
      Energy 15,7 % (Energieverkauf aus eignenen Anlagen und für Dritte)
      Anlagenbau 29,3 %

      Der Anlagenbau machte also nur noch knapp 30 % Umsatzanteil aus. Das ist aber leider nicht so bekannt. Die Aktie notiert umsatzarm deutlich unterhalb ihres Eigenkapitals.

      Umschwenken auf das Geschäftsmodell im Anlagebetrieb war wie vorher schon mal geschrieben dahingehend gemeint, das man den Anlagenbetrieb mit der Rohstoffversorgung verbindet. Envitec betreibt die Biogasanlagen jeweils nicht vollständig, sondern nur mehrheitlich. Ein gewisser Anteil von vllt. 10 oder 20 % hält der Landwirt, der i.d.R. auch die Rohstoffversorgung sicherstellt.

      Nachdem die Agraranbauflächen von Zech gekauft wurden, die Agrarprodukte verarbeitenden Betriebe aber offenbar nicht, macht es einfach Sinn, die Produktion und die Nutzung in den Biogasanlagen besser zu verknüpfen. Keine Ahnung, wie das passieren kann.

      Jedenfalls ist mir nicht bekannt, das sonst irgendwo in der Republik losgelöst von der Bezugsquelle der Substrate Biogasanlagen betrieben werden, die ihre Substrate dann haupftsächlich auf dem Sportmarkt einkaufen. Und die eingegangenen Verträge mit externen Lieferanten sind vllt. kostenmäßig auch eher suboptimal ggü. dem Direktanbau.

      Das Zech die Agrarbetriebe eigenständig weiterführt, macht auch irgendwie keinen Sinn. Das ist ja ein "Baulöwe". Man muss da sehen, ob der bisherige Anbau auf den Flächen wie z. B. Soja wirklich das Optimum war, zumal es jetzt keine direkte Weiterverwendungsquelle im Konzern gibt. Vllt. einen Teil verkaufen und den Rest vollständig den jeweiligen Biogasanlagen zuordnen?
      Avatar
      schrieb am 19.10.16 13:56:22
      Beitrag Nr. 1.056 ()
      salix hat im KTG agrar Forum einen auch für die KTG Energie hochinteressanten Beitrag mit einem link zu einem Bericht von Capital eingestellt.

      Hier noch einmal der link:

      http://www.capital.de/dasmagazin/merkwuerdige-geschaefte-bei…

      Für die Anleger der KTG Energie ist vor allem folgender Teil interessant:

      "Unter anderem übernahm Sampi im Laufe des Jahres 2011 über eine dritte Gesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung an jener Firma, die von der KTG-Energiesparte mit dem Bau mehrerer Biogasanlagen beauftragt wurde. Wie aus einem KTG-Börsenprospekt aus dem Jahr 2012 hervorgeht, belief sich das Auftragsvolumen zwischen Mitte 2010 und Ende 2011 auf 60 Mio. Euro. Bei einer marktüblichen Marge von drei Prozent dürfte die Abwicklungsfirma für den Anlagenbau mit den Aufträgen des KTG-Konzerns einen Gewinn in Millionenhöhe verbucht haben. Erst einige Jahre später gingen die Anteile an der Gesellschaft zurück an den KTG-Konzern. Damals war der Bau neuer Biogasanlagen aufgrund von Änderungen bei der EEG-Ökostromförderung unattraktiv geworden."

      Wenn es für die Anleger der KTG Energie ganz bitter kommt geht die Rechnung ganz einfach.

      Die Biogasanlagen wurden von der KTG Energie über Tarnfirmen viel zu teuer eingekauft. Dieser zu teurer Einkauf wurde mit dem Geld der Anleger finanziert. Die Bilanzen wurden schon ihrgendwie so gedreht, daß das es keiner (zumindest kein Außenstehender) merkt, WP Testat gibt es gegen Geld ja immer. Da sich die BGA´s aber mit dieser überteuerten Finanzierung nicht rechnen, ist das Geld der Anleihegläubiger schlicht und einfach weg. Die Aktionäre?:laugh:

      Ja es wurden ja nur 60 Millionen BGA über Sampi finanziert, nur Leute ihr glaubt doch nicht, daß auch nur über Sampi Geld aus der KTG Energie gezogen wurde.

      Wenn Hofreiter und seine Clique bei der KTG Agrar alle Register ziehen konnten, warum nicht auch bei der KTG Energie, weil Berger sie daran gehindert hat?:confused:
      3 Antworten
      Avatar
      schrieb am 19.10.16 14:51:14
      Beitrag Nr. 1.057 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.507.712 von querdenker06 am 19.10.16 13:56:22Das kann man ja mal vergleichen. Ganz schnell geschaut:

      Im KTG Energie Jahresabschluss stehen 147 Mio. Euro für Technische Anlagen und Maschinen in der Bilanz. Die AG soll 56 MW an eigenen Kapazitäten haben.

      Bei der Envitec Biogas AG stehen 86 Mio. Euro für Technische Anlagen und Maschinen in der Bilanz. Die AG gibt 59,3 MW Kapazitätsleistung an, davon 10,7 MW im Ausland.

      Also: Envitec 1,46 Euro pro MW und KTG Energie 2,63 Euro pro MW Wertansatz per 31.12.2015.

      Die Anlagen von Envitec dürften sich nicht so sehr im Baujahr von denen der KTG Energie AG unterscheiden. Schreibt Envitec aggressiver ab? - Sind die Anlagen bei der KTG Energie wegen oft Gaseinspeisung o.ä. teurer? - Gibt es andere Unterschiede wie mehr Miete z.B. von BHKW bei Envitec? Enthält der Bilanzposten bei KTG Energie noch andere Dinge, die bei Envitec nicht enthalten sind? - Bilanziert Envitec nur ihren Anteil und nicht die komplette Anlage - was bei einer Besitzquote von vllt. so 80 % aber nicht sein dürfte?

      Das können ja mal Investierte recherchieren. Auf jeden Fall kann man bei dieser sehr einfachen Sicht ganz erheblichen Abschreibungsbedarf auf den Wertansatz der Biogasanlagen nicht auschließen.
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 19.10.16 23:45:54
      Beitrag Nr. 1.058 ()
      Der Kurs hält sich für eine Insolvenz verdammt gut, da scheinen wohl doch einige an einer Rettung zu glauben ( ich auch ).

      Ich gehe mal davon aus, das keine Bank etwas mit 100% beleiht, was wäre denn, wenn man zwei/drei Anlagen gut verkaufen könnte? Mit dem Geld müsste man doch einiges wieder gerade biegen können.

      Gruß Hansi
      Avatar
      schrieb am 20.10.16 13:30:21
      Beitrag Nr. 1.059 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 43.985.442 von Bodenwerder am 05.01.13 14:05:34@querdenker06

      Da Sie offensichtlich Interesse haben an den "verdorbenen Netzwerken" der KTG-Family, zitiere ich hier einen äußerst aufschlussreichen Beitrag aus diesem Thread von @Bodenwerder.

      Zitat von Bodenwerder: herbert,
      New Organic verfügt über ein Grundkapital von 100.000 Euro. Zum 31.12.2009 hielt die KTG Biogas AG 52.500 Euro am Grundkapital, also 52,5%. Merkwürdig bereits, daß im WP Prospekt zu den KTG A Anleihen jeweils nur 50% Anteil aufgeführt sind, wodurch das Unternehmen als assoziiert über die Zwischenholding KTG Biogas AG geführt wird. Die Eigentümer der restlichen 47,5% der Aktien sind unbekannt. In 2010 kam dann Bewegung in die Eigentümerstruktur. Dazu ist jedoch weder im 2010er oder 2011 GB noch im WP Prospekt der KTG E etwas erläutert. Fakt ist, daß über das Vehikel New Organic ein Joint Venture mit der Agraferm Technologies im Anlagenbau gegründet wurde. Man fragt sich nur, warum das beide Aktiengesellschaften geheim gehalten haben und die Gesellschafterstrukturen so stark verschachteln. Auf jeden Fall wurde nach dem 31.12.2009 der Anteil der KTG Biogas AG an der New Organic zunächst auf 19% reduziert, wobei ein Kaufpreis nicht genannt wurde. Die anderen 81% hält die Biogas Investor GmbH & Co. KG, deren Komplementärin die Biogas Investor Verwaltungs GmbH ist. GF dort Herr Axel Waldhelm, Schauenburger Str. Hamburg. Alleiniger Gesellschafter der Biogas Investor GmbH & Co. KG wiederum ist die SAMPI Verwaltungs AG. Dort waren zwei Portfolio Manager der Nanostart AG im Vorstand,Dr. Stefan Elßer und Hansjörg Ruof. Alleinaktionärin der SAMPI Verwaltungs AG wurde in 2010 die GPS GmbH Kadeltshofen in Pfaffenhofen, dem Sitz von Agraferm. Alles deutet darauf hin, daß das Joint Venture etwa Mitte 2011 gescheitert ist, denn dort wurden die beiden Vorstände abberufen und gegen Alex Waldhelm ausgetauscht. Kurz danach wurde mit Zustimmung der GPS GmbH der Sitz der SAMPI von Frankfurt nach Hamburg, heim ins KTG Friends&Family Reich geholt. D.h. die 81% sind nicht an die KTG Energie AG (vormals KTG Biogas AG) zurückgegangen, sondern liegen höchstwahrscheinlich im Umfeld der Großaktionäre. Am 30.12.2011 ist dann der Vorstand Dr. Berger aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand der NEW Organic ausgeschieden, was taggleich vom Aufsichtsrat der KTG Biogas AG angenommen wurde. Ebenfalls verkaufte die KTG Biogas AG pünktlich zum Jahresende 2011 die Restbeteiligung von 19% an der New Organic an die Biogazenergostroy AG verkauft. Der Aufsichtsrat der Biogazenergostroy AG ist besetzt mit Mitarbeitern der Firmengruppe Wigger (Auktionen und Immobilien) in Uelsen bzw. Brüsewitz, wo Bert Wigger der CIO des KTG Agrar AG in der Geschäftsführung sitzt. Vorstand ist ein Rechtsanwalt Felix-Ernst Neukamp. Es ist schon sehr ungewöhnlich, daß ein quasi doppelt börsennotierter Konzern ein JV und die Verkäufe von Beteiligungen am KTG Anlagenbauer nicht kommuniziert. Besonders vor dem Hintergrund der sehr hohen Beträge, die über die New Organic abgewickelt werden. Es ist vollkommen unklar, welche Margen anfallen, wer genau hinter der New Organic steckt, wie diese Gesellschaft finanziert ist. Ich bin zwar nicht investiert und kann jedem nur zu äußerster Vorsicht raten, wenn es Hinweise darauf gibt, daß Vorstände, Aufsichtsräte und Gesellschafter unter Mitwirkung offensichtlicher Strohleute um die Kernkonzerne Gesellschaften aufbauen oder gar ausgliedern, über die Geschäft abgewickelt wird, zumal wenn das in keiner Weise erläutert wird - das ist meines Erachtens mehr als grenzwertig.

      [...]

      (Hervorhebungen von mir.)

      Der Beitrag ist zwar bereits 3,5 Jahre alt - aber irgendwie aktueller denn je, oder?

      Er bildet in meinen Augen eine sehr gute Basis zur Recherche der intransparenten Gesellschafterstrukturen der "KTG-Family". Ein Who is Who fragwürdiger Verfilzungen.:look:
      Avatar
      schrieb am 21.10.16 09:56:41
      Beitrag Nr. 1.060 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.508.228 von Wertefinder1 am 19.10.16 14:51:14
      Zitat von Wertefinder1: Das kann man ja mal vergleichen. Ganz schnell geschaut:

      Im KTG Energie Jahresabschluss stehen 147 Mio. Euro für Technische Anlagen und Maschinen in der Bilanz. Die AG soll 56 MW an eigenen Kapazitäten haben.

      Bei der Envitec Biogas AG stehen 86 Mio. Euro für Technische Anlagen und Maschinen in der Bilanz. Die AG gibt 59,3 MW Kapazitätsleistung an, davon 10,7 MW im Ausland.

      Also: Envitec 1,46 Euro pro MW und KTG Energie 2,63 Euro pro MW Wertansatz per 31.12.2015.

      Die Anlagen von Envitec dürften sich nicht so sehr im Baujahr von denen der KTG Energie AG unterscheiden. Schreibt Envitec aggressiver ab? - Sind die Anlagen bei der KTG Energie wegen oft Gaseinspeisung o.ä. teurer? - Gibt es andere Unterschiede wie mehr Miete z.B. von BHKW bei Envitec? Enthält der Bilanzposten bei KTG Energie noch andere Dinge, die bei Envitec nicht enthalten sind? - Bilanziert Envitec nur ihren Anteil und nicht die komplette Anlage - was bei einer Besitzquote von vllt. so 80 % aber nicht sein dürfte?

      Das können ja mal Investierte recherchieren. Auf jeden Fall kann man bei dieser sehr einfachen Sicht ganz erheblichen Abschreibungsbedarf auf den Wertansatz der Biogasanlagen nicht auschließen.


      Wer mit geringen jährlichen Raten abschreibt, hat mehr im Anlagevermögen übrig und hat folglich geringe Kosten. Geringere Kosten führen dann zu einem erhöhten Betriebsergebnis welches zu Gewinnausschüttungen in Form von Dividenden verwandt werden kann. Und wer Gewinne ausweißt und Dividenden ausschüttet, der bekommt auch leichter Anleihen am Markt platziert. Sooo einfach ist das.

      Es kann aber sein, dass sich das Ganze langfristig nicht als werthaltig erweißt. Dann kommt es zu einmaligen Supersondereffekten, die das Ergebnis belasten. Kommt das hier irgendwem bekannt vor? Die KTG Anlagen sind wohl nicht wesentlich später gebaut worden als die von Envitec und auch wohl nicht stabiler oder besser. Kann aber sein, dass KTG Energie leicht erhöhte Kosten hatte. Wenn die Aufträge innerhalb der KTG-Friends&Family-Group bleiben. Ich meine die Olympischen Spiele in Sotschi waren ja auch nicht allein so teuer, weil die Anlagen so toll waren.
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 21.10.16 11:49:05
      Beitrag Nr. 1.061 ()
      Hier aus der Agrar Seite:

      Rd. 2 Mio EUR sind von der Agrar aus der Energie rausgezogen worden, dieses führte zu Unmut bei den Banken der Energie

      Ich meine deshalb gibt es die Probleme bei der Energie.
      Mit dem Massekredit werden aus meiner Sicht die größten Probleme bewältigt.
      Ich sehe keinen Grund mehr für Notverkäufe von BGA`s.
      Bleibe mit der Anleihe dabei
      chicko
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 21.10.16 13:26:41
      Beitrag Nr. 1.062 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.523.321 von DieroteZora am 21.10.16 09:56:41
      Zitat von DieroteZora: ...
      Wer mit geringen jährlichen Raten abschreibt, hat mehr im Anlagevermögen übrig und hat folglich geringe Kosten. Geringere Kosten führen dann zu einem erhöhten Betriebsergebnis welches zu Gewinnausschüttungen in Form von Dividenden verwandt werden kann. Und wer Gewinne ausweißt und Dividenden ausschüttet, der bekommt auch leichter am Markt platziert. Sooo einfach ist das.

      Es kann aber sein, dass sich das Ganze langfristig nicht als werthaltig erweißt. Dann kommt es zu einmaligen Supersondereffekten, die das Ergebnis belasten. Kommt das hier irgendwem bekannt vor? Die KTG Anlagen sind wohl nicht wesentlich später gebaut worden als die von Envitec und auch wohl nicht stabiler oder besser. Kann aber sein, dass KTG Energie leicht erhöhte Kosten hatte. Wenn die Aufträge innerhalb der KTG-Friends&Family-Group bleiben. Ich meine die Olympischen Spiele in Sotschi waren ja auch nicht allein so teuer, weil die Anlagen so toll waren.


      Aber die Abschreibungen werden doch auf Ebene der einzelnen Biogasanlagen-GmbH gemacht. Und das muss auch schon im Finanzierungsplan mit den Banken aufgenommen worden sein. Und die Bremer Landesbank hat ganz viele Biogasanlagen finanziert, spricht die weiss, ob ein Finanzierungsplan marktüblich ist oder nicht.

      Andererseits hat auch die KTG Agrar SE den Bau von Biogasanlagen bei der KTG Energie AG finanziert und ein größerer Teil der Biogasanlagen soll nie über KfW-Kredite refinanziert worden sein, wo man dann ggf. so einen branchenübllichen Finanzierungsplan hätte vorlegen müssen. Bei diesen Anlagen wäre es möglich, das sie zu weit überhöhten Werten in der Bilanz stehen.

      Jedenfalls ändert ein möglicher (!) Abschreibungsbedarf von vllt. 60 Mio. Euro auf den Wertansatz des in der Größe vergleichbaren Portfolios der Envitec Biogas die Lage ja total. Jeder der hier in der Anliehe investiert ist, müsste also schon großes Interesse daran haben, wie sich dieser doch sehr große Unterschied erklärt. Vllt. gibt es dafür ja auch ganz seriöse Erklärungen und nicht zu hohe Kaufpreise wegen "Friends & Family" oder zu geringe laufende Abschreibungen.

      Jedenfalls werden die Leute von Görg auch den Wertansatz jeder einzelnen Biogasanlage genau überprüfen und im Zweifel eher geringer ansetzen, als er normal anzusetzen wäre.
      Avatar
      schrieb am 21.10.16 15:36:04
      Beitrag Nr. 1.063 ()
      SDK Newsletter zur KTG Energie AG
      http://www.sdk.org/assets/Glaeubigervertretung/KTG-Energie/K…

      Vieles scheint möglich.
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 21.10.16 18:01:26
      Beitrag Nr. 1.064 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.526.240 von 02487 am 21.10.16 15:36:04dortige Fehler :

      . . . am *5. Juli 2016 wurde ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung über das Vermögen der KTG Energie AG (KTG) . . .
      Seite 1 von 4
      am Di., 27.9.'16 !

      . . . Zur Überwachung der Tätigkeit des Vorstandes während der Eigenverwaltung
      hat das Insolvenzgericht mit dem Eröffnungsbeschluss einen Sachwalter, Herrn *Denkhaus, bestellt. . .

      Seite 3 von 4
      Herrn Prof. Dr. Torsten Martini, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei LEONHARDT RATTUNDE in Berlin !

      . . . Eine aktuelle Prognose kann nur anhand der im Geschäftsbericht 2015 publizierten
      und mittlerweile veralteten Finanzkennzahlen zum *31.12.2015 . . .
      . . . Aktuell gehen wir davon aus, dass die zum *31.12.2015 ausgewiesenen . . .
      . . . Insgesamt hatte die KTG Energie AG zum *31.12.2015 . . .

      Seite 3 von 4
      zum 31.10.'15 !

      *trifft alles auf die ehemalige, hälftige Konzern-Mutter KTG-A=Agrar SE zu...
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 22.10.16 17:15:22
      Beitrag Nr. 1.065 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.524.311 von chicko6 am 21.10.16 11:49:05Zitat:

      "Rd. 2 Mio EUR sind von der Agrar aus der Energie rausgezogen worden, dieses führte zu Unmut bei den Banken der Energie Ich meine deshalb gibt es die Probleme bei der Energie. Mit dem Massekredit werden aus meiner Sicht die größten Probleme bewältigt. Ich sehe keinen Grund mehr für Notverkäufe von BGA`s. Bleibe mit der Anleihe dabei chicko

      Bauer sucht Kohle: KTG Energie AG geht an die Börse | wallstreet-online.de - Vollständige Diskussion unter:
      http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1174761-1061-1070…

      Nein chicko6 mit dieser viel zu einfachen Annahme liegst du vollkommen falsch, weil die Probleme der KTG Energie eine total andere und viel tiefer leigende Ursache haben.

      VolkerLange hat im KTG Agrar Forum einen Beitrag des NDR verlinkt. Da geht es zwar um die Agrarflöchen und somit die KTG Agrar, nur erklört dieser Beitrag sehr schön wie die "Probleme" bei der KTG insgesamt entstanden sind. Betrachten wir also zunächst einmal die KTG ohne A oder E und gehen erst später genauer auf die KTG E(nergie) ein.

      https://www.ndr.de/info/sendungen/das_forum/Grosser-Appetit-…

      Eigentlich hätte es eine KTG, die in Deutschland weit mehr als 10.000 ha Ackerland bewirtschaftet nicht geben dürfen. Weil es gibt Gesetze, die extra zum Schutz des bäuerlichen Mittelstandes erlassen wurden. Diese Gesetze sollen es verhindern, daß eine einzelne Person extrem große Ländereien entweder selber erwirbt, oder pachtet.

      Der ganze Grundgedanke der KTG war es von Anfang an gezielt diese Gesetze zu unterlaufen. Eine juristische Person darf nicht selber kaufen oder pachten, aber eine juristische Person in dem Fall die KTG Agrar SE oder deren Vorgänger, darf beliebig viele eigenständige Agrarbetriebe aufkaufen und so ganz legal das Gesetz unterlaufen.

      Warum hat die KTG das gemacht? Weil man einen großen Agrarkonzern schmieden, und ganz gezielt diese Größe als Wettbewerbsvorteil verkaufen den Kapitalgebern verkaufen wollte.

      Das die ganze Sache legal nur über extrem viele und kleine eigenständige Tochtergesellschaften möglich war, hatte zudem den Vorteil, daß man ebenfalls legal nach derselben Methode Agrarsubventionen abzocken konnte. Auch diese Subventionen sind eigentlich an die Betriebsgröße gekoppelt. D.h. Großbetriebe kriegen weniger. Nur bei der KTG gab es keine Großbetriebe sondern sehr viele Kleinbetriebe.

      Unterlaufen von gesetzlichen Regelungen was die Größe der eigenen oder gepschteten Flöchen angeht, und abzocken von Subventionen, weil man durch "Salimataktik" legal mittelgroße oder Kleinbetriebe vortäuscht. Und das alles angeblich zur Steigerung des Profits, daß war das Geschäftsprinzip der KTG wie es den Anlegern verkauft und versprochen wurde.

      Okay man hat den Anlegern nicht ganz direkt gesagt, daß man eigentlich gezielt Gesetze und Subventionsbestimmungen im Rahmen des legal möglichen unterläuft, man hat nur gesagt wie gut sich das angeblich rechnet.

      Warum sind die Anleger aber auf die nase gefallen, warum wurde ihr geld verbrannt?

      Weil die KTG nicht nur 2 mal, sondern 3 mal betrogen hat.

      Die ersten beiden male waren legal.

      - Duch Salamitaktik riesige Flöchen aneignen und bewirtschaften, obwohl Gesetze das einer
      juristischen Person eigentlich untersagen.

      -Duch dieselbe Salamitaktik für die bewirtschafteten Flächen die Subventionen für Klein- und
      mittelgroße Agrarbetriebe kassieren, obwohl man eigentlich ein Agrarkonzern ist.

      Dazu war der Aufbau extrem kleinteiliger Strukturen notwendig. Auch bei der KTG Energie wurden im Zweifel ja lieber 2 kleine Anlagen am gleichen Standort mit eigenständigen Betreibern? gebaut, als eine große, weil mit der Anlagengröße die EEG Vergütung sinkt.

      Das solche Strukturen, im Zweifel auch sehr undurchsichtig und schwer zu kontrollieren sind liegt in der natur der Sache. Ob die erhöhten Verwaltungskosten nicht einen großen Teil der so Abkassierten Subventionen auffressen? Hängt auch von den Gehaltsstrukturen bei den ganzen KLeingesellschaften ab.

      Auf jedem Fall scheint man bei der KTG ganz schnell auf den Trichter gekommen zu sein, daß man die schon vorhandenen komplexen Strukturen nur noch ein bisschen weiter aufblähen muß, z.B über externe Gesellschaften mit denen man geschäfte macht, die aber ebenfalls vollständig unter Kontrolle der KTG Clique stehen, und schon hat man einen riesen Laden geschaffen, den kein externer mehr kontrollieren kann und will.

      Auch die WP´s dürften vor einem relativ einfachen Problem gestanden haben. Entweder man kontrolliert nur das, was man minnimal muß, und gibt der KTG das Testat, oder man versucht sich etwas tiefer mit dem Laden zu beschäftigen, stößt fast überall auf zumindest fragwürdige Geschäftsparktiken, kann somit kein vernünftiges Testat mehr geben und ist den Auftrag los.

      Damit war für die KTG der Weg frei zum 3 Betrug.

      Jetzt konnten Bilanzen fast nach belieben frisiert werden, Eigentum auf der kaum kontrollierbaren Ebene der operativen Kleingesellschaften hin und her geschoben werden, Leistungen ebenfalls auf Ebene der operativen Kleingesellschaften überteuert von den handelnden Personen nahestehenden Firmen eingekauft werden...

      Alles mit dem Ergebnis, das die Gelder der Anleger zum Teil durch Misswirtschaft vernichtet wurden, zum Teil aber auch über das komplizierte Firmengeflecht in die Taschen der handelnden Personen geflossen sind. Im Fall der KTG Agrar hat das zur quasi vollständigen vernichtung der Anlegergelder geführt.

      In der Summe war das definitiv geplanter Betrug. Nur dank der Salimitaktik ist es schwierig nachzuweisen wann, wie was und durch wen. Und somit auch schwierig bis unmöglich für Justiz die Verantwortlichen zur Strecke zu bringen.

      Da Anleger der KTG haben zumindest nicht unwissentlich (so weit hätte man sich informieren können und müssen) akzeptiert, daß die KTG durch Salamitaktik ganz gezielt Subventionsbestimmungen unterläuft, und auch gesetzliche Regelungen zur Größe von Agrarbetrieben. Haben die Anleger bewußt in Kauf genommen, weil sie gedacht haben, daß so ihre Geldanlage besonders profitabel ist.

      Leidere wurden wurde die Salamitaktik bei der KTG aber auch benutzt um durch geschickt verschleierten Betrug den Anlegern ihr geld zu veruntreuen.

      Betrug, Unteue ist doch strafbar, kann man sich sein geld doch über Schadensersatzansprüche zurück holen. Im Prinzip ja, nur fuktioniert es praktisch meist nicht, wenn geschickt mit Salamitaktik gearbeitet wurde.

      Bezieht sich bis jetzt doch alles mehr auf die KTG Agrar als auf die KTG Energie oder?

      Und genau da liegt auch ein Denkfehler bei allen die sich bei der KTG E wahrscheinlich zu große Hoffnungen machen.

      Die KTG Energie war von Anfang an Teil des Systems KTG. Wenn man krumme geschäfte machen will, und diese durch Bilanzkosmetik kaschieren will, ist es nur von Vorteil wenn wiederum Kleine eigenständige Firmen Kunden für die eigenen Produkte sind. Kann man viel besser verschieben und manipulieren.

      salix hat in Beitrag 1.059 einen noch viel ältern Beitrag von Bodenwerder gefunden.

      Da hat Bodenwerder schon vor mehr als 3 Jahren gewarnt, daß beim Bau der Biogasanlagen krumme Geschäfte gelaufen sind, die im Ergebnis dazu führen dürften, daß die oder zumindest ettliche Biogasanlagen deutlich weniger wert sind, als die in den Büchern der KTG Energie angegebenen Werte.

      Das mit dem Ergebnis hat Bodenwender zwar nicht direkt so geschrieben, aber warum sonst wurden die Biogasanlagen, von dubiosen Firmen errichtet, die ganz oder teilweise im Besitz von Personen aus dem Umfeld der KTG waren. Die ganzen Schieberreien haben aber spätestens schon in 2010 ihren Anfang genommen (Stichwort New Organic, Sampi Verwaltungs AG) und gerade auch ein Herr Berger hat schon damals mit drin gesteckt.

      Wenn nicht schon alleine da nicht Anlegergelder der KTG Energie im ein oder sogar schon niedrig 2 stelligen Millionenbereich verbrannt? veruntreut? versenkt? wurden, ja was denn dann?

      Und jetzt glaubt chiko6 die 2 Millionen in 2016 sind dasd Problem der KTG Energie.

      Nein chiko6 der KTG Clan hat definitiv viel mehr geld aus der KTG Energie gezogen. Definitiv weil wenn nicht, wäre der 20 Mio Massekredit nicht nötig gewesen.

      Wie viel mehr? Nahe an den 50 Millionen Anleihe, oder sogar mehr? Gute Frage.

      Wertefinder1 stellt die einzig richtige Frage.

      Wie viel sind die Biogasanlagen aktuell noch wert. Er vergleicht ganz grob die Anlagen der KTG Energie mit denen der Envitec Biogas AG und kommt zu einem merkwürdigen Ergebnis.

      Zitat Wertefinder1:

      "Also: Envitec 1,46 Euro pro MW und KTG Energie 2,63 Euro pro MW Wertansatz per 31.12.2015."

      Wertefinder meint natürlich Millionen €/MW geht aus seinem Beitrag klar hervor.

      Bei dem was bei der KTG gelaufen ist, wäre es absolut keine Überraschung wenn die Biogasanlagen maximal 1,83 Millionen € pro MW wert sind. Das wären immer noch rund 25% "Mehrwert" als die Anlagen der Envitec, nur wären damit gerade mal die noch ausstehenden Bankkredite gedeckt.

      Somit Totalverlust für die Anleger der KTG Energie analog zu dem was bei der KTG Agrar passiert ist.

      Die Anlagen der KTG Energie sollen rund 80% mehr wert sein als der der Envitec, weil so steht es ja in der Bilanz der KTG Energie? Ja weil man die Anlagen nicht vergleichen kann, wäre zumindest eine Möglichkeit. Eine andere und die, an die ich glaube ist ja, weil die Bilanzen bei der KTG getürkt sind!:laugh:
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 22.10.16 18:11:42
      Beitrag Nr. 1.066 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.532.009 von querdenker06 am 22.10.16 17:15:22Eine Möglichkeit wäre natürlich noch, das die Envitec Biogas AG die selbsthergestellten Anlagen zu Herstellkosten in der Bilanz hat und nicht zu Verkaufspreisen. Es also erhebliche stille Reserven im Bilanzansatz gibt. Ähnlich wie bei der Energiekontor AG oder aktuell auch der PNE Wind AG. M.W. hat Envitec aber nicht alle Anlagen selbst hergestellt, sondern auch Anlagen hinzugekauft.

      Es bleibt einfach festzustellen, das es hier viele große Fragezeichen gibt, die man nicht einschätzen kann. Auf dieser Grundlage zu investieren, hat eher den Charakter einer Sportwette.
      Avatar
      schrieb am 22.10.16 18:55:33
      Beitrag Nr. 1.067 ()
      Sachanlagevermögen steht immer zu fortgeschriebenen AK in der Blanz, nie mit VK Preisen.
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 22.10.16 19:23:53
      Beitrag Nr. 1.068 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.532.390 von keks911 am 22.10.16 18:55:33
      Zitat von keks911: Sachanlagevermögen steht immer zu fortgeschriebenen AK in der Blanz, nie mit VK Preisen.


      Richtig.

      Wenn man eine Anlage erwirbt, sind die Anschaffungskosten die Herstellkosten + die Gewinnmarge des Lieferanten.

      Aber wenn man die Anlagen selbst herstellt, sind die Anschaffungskosten nur die Herstellkosten und die Gewinnmarge bleibt als stille Reserve in der Bilanz, die erst bei einem eventuellem späteren Verkauf aufgedeckt wird.

      So plant z.B. die PNE Wind AG bis zum Jahresende den Verkauf ihres in den letzten Jahren aufgebauten Windkraftanlagenbestandes von 152 MW. Damit soll ein Gewinn von ca. 100 Mio. Euro realisiert werden, der bislang nicht in den Büchern zu erkennen ist.
      Avatar
      schrieb am 23.10.16 07:55:08
      Beitrag Nr. 1.069 ()
      Es macht jetzt nicht so viel Sinn den Anlagenbuchwert zwischen den Anlagen von zwei Firmen zu vergleichen wenn man nicht weis wie alt die Anlagen sind und wie schnell abgeschrieben wird. Anlagen schnell abschreiben - erstmal kein Gewinn und keine Steuern -> dafür in späteren Jahren um so mehr Gewinn und Steuern. Anlagen über die gesamte Laufzeit abschreiben -> konstant (kleine ) Gewinne und Steuern.
      Beide Methoden haben ihre Berechtigung je nach dem was für die Firma bzw die Eigentümer gerade besser ist. Die KTG E sollte vermutlich möglichst schnell profitabel werden, da hat man wohl nicht so schnell abgeschrieben (reine Vermutung). Korrekt bilanziert bedeutet der gebuchte Anlagenwert ist immer höher oder maximal gleichhoch wie der Zeitwert.

      Der bilanzielle Effekt von Eigenbau in Vergleich zu zugekauften Anlagen tut ein übriges.

      Da sind die beobachteten Unterschiede erstmal ganz normal.
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 24.10.16 11:04:43
      Beitrag Nr. 1.070 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.533.599 von Almas am 23.10.16 07:55:08
      Zitat von Almas: Da sind die beobachteten Unterschiede erstmal ganz normal.


      Mit Nichten (und Neffen!)

      Eine kleine Weisheit aus dem Fußball:

      Wichtig ist auf´m Platz!

      Die Anlagen werden ähnliche Baujahre haben und somit einen ähnlichen inneren Wert. Daher ist es nicht nachvollziehbar, dass hier fast 80% "Mehrwert" in der Bilanz suggeriert wird. Wenn die Anlagen zu hoch bewertet sind, dann müssen die auf einen realistischen Wert abgeschrieben werden. Und das schlägt dann direkt auf das Eigenkapital durch!
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 24.10.16 11:26:38
      Beitrag Nr. 1.071 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.527.536 von V.L.-HH am 21.10.16 18:01:26Die von Ihnen benannten Fehler im Newsletter habe ich als Screenshot Ihres Beitrags an die SdK weitergeleitet, man bedankt sich sehr und habe Korrekturen vorgenommen.
      Avatar
      schrieb am 24.10.16 11:44:23
      Beitrag Nr. 1.072 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.538.975 von DieroteZora am 24.10.16 11:04:43
      Zitat von DieroteZora: ...Die Anlagen werden ähnliche Baujahre haben und somit einen ähnlichen inneren Wert. Daher ist es nicht nachvollziehbar, dass hier fast 80% "Mehrwert" in der Bilanz suggeriert wird. Wenn die Anlagen zu hoch bewertet sind, dann müssen die auf einen realistischen Wert abgeschrieben werden. Und das schlägt dann direkt auf das Eigenkapital durch!


      Unter den Brainies dieses Forums wird sowohl der Substanzwert der Anlagen als auch die Intention des Mehrheitsaktionärs, ob und wie dieser die Insolvenz zum Schaden der Anleihegläubiger auszutzen kann und möchte, recht uneinheitlich gesehen. Und darüber hinaus wird immer wieder betont, dass es keine aktuellen Daten, Fakten und Erkenntnisse gibt zur auch nur ungefähren Abschätzung einer Quote.

      Gleichwohl steht die Anleihe schon den ganzen Monat angetackert bei 13€ +/- 10%.

      Wer macht hier den Kurs?
      Avatar
      schrieb am 24.10.16 14:24:22
      Beitrag Nr. 1.073 ()
      Es ist schon mal ein grundsätzlicher Irrtum das Anlagen mit einen realistischen Wert in der Bilanz stehen. Das ist bei so gut wie keinen - seriösen - Unternehmen so. Normal ist der Anlagewert höher als bilanziert. Wer will schon mehr Steuern zahlen als er muss.
      4 Antworten
      Avatar
      schrieb am 24.10.16 15:02:24
      Beitrag Nr. 1.074 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.540.553 von Almas am 24.10.16 14:24:22
      Zitat von Almas: Es ist schon mal ein grundsätzlicher Irrtum das Anlagen mit einen realistischen Wert in der Bilanz stehen. Das ist bei so gut wie keinen - seriösen - Unternehmen so. Normal ist der Anlagewert höher als bilanziert. Wer will schon mehr Steuern zahlen als er muss.


      Stimmt.

      Unternehmen, die Gewinne machen, schreiben so aggressiv ab, wie möglich.

      Unternehmen, die keine Gewinne machen und möglichst gut dastehen wollen, um sich Fremdkapital leihen zu können, schreiben so wenig ab wie möglich.

      Was sagt uns nun die bisher geringe Abschreibung bzw. der hohe Restwert über die reale Gewinn- bzw. Verlustsituation bei KTG Energie.

      By-the-Way: Es gab da an unserer Uni mal einen Bilanzen-Gott. Prof. Dr. Dr. hc. mult. Jörg Baetge. Der hat die von Unternehmen gewählten Bilanzwahlrechte analysiert und konnte dadurch Insolvenzen gut vorhersagen. Also wer die Bilanzwahlrechte so auslegt, dass er besser dasteht, ist eher pleite.
      3 Antworten
      Avatar
      schrieb am 24.10.16 15:18:22
      !
      Dieser Beitrag wurde von MODelfin moderiert. Grund: Beitrag offensichtlich versehentlich im falschen Thread gelandet
      Avatar
      schrieb am 24.10.16 15:19:31
      !
      Dieser Beitrag wurde von MODelfin moderiert. Grund: Korrespondierendes Posting wurde entfernt
      Avatar
      schrieb am 24.10.16 19:04:18
      !
      Dieser Beitrag wurde von MODelfin moderiert. Grund: Korrespondierendes Posting wurde entfernt
      Avatar
      schrieb am 26.10.16 18:51:22
      Beitrag Nr. 1.078 ()
      Informationen ex Gläubigervertreter Agrar
      ex SdK-Info für Agrar-Gläubiger:
      Verträge mit Energie:
      Spätestens ab 2014 Ackerbereich nicht mehr profitabel, wohl wegen zu günstigen langfristigen Verträgen Substratlieferungen an Energie, unter Marktpreis und sogar unter Gestehungskosten verkauft.
      Avatar
      schrieb am 26.10.16 19:32:44
      Beitrag Nr. 1.079 ()
      Neues von KTG-E i.vorl.I. :

      Schlagwort(e): Personalie
      Das Amtsgericht Hamburg - Registergericht - hat dem Antrag des Vorstands der Gesellschaft entsprochen und
      Herrn Werner Uhde, Delmenhorst, Rechtsanwalt und Kaufmann,
      Herrn Heinrich Franz Helbig, Hilden, Geschäftsführer der Zech Group GmbH,
      Herrn Felix Colsmann, Hamburg, Geschäftsführer der Zech Management GmbH,
      für die Zeit bis zur Wahl von drei neuen Aufsichtsratsmitgliedern durch die Hauptversammlung der Gesellschaft
      zu Mitgliedern des Aufsichtsrats der Gesellschaft bestellt.
      Die gerichtliche Bestellung der Aufsichtsratsmitglieder war notwendig geworden,
      nachdem die ehemaligen Aufsichtsratsmitglieder Herr Dr. Dietmar Luz, Herr Dr. Hubertus Fleßner und Herr Siegfried Hofreiter
      jeweils am 20. September 2016 ihr Aufsichtsratsmandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt hatten
      und aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden waren.
      . . .

      http://www.ktg-energie.de/investor-relations/ad-hoc-mitteilu… v. heute Mi.; 18:47Uhr
      Avatar
      schrieb am 27.10.16 08:52:38
      Beitrag Nr. 1.080 ()
      ist es ein gutes, schlechtes oder kein Zeichen, wenn die Zech Geschäftsführer in den AR gehen ?
      Avatar
      schrieb am 27.10.16 08:53:58
      Beitrag Nr. 1.081 ()
      Neues von KTG-E i.vorl.I. :

      Veränderungen
      HRB 97209: KTG Energie AG, Hamburg, Ferdinandstraße 12, 20095 Hamburg.

      Prokura erloschen Knaup, Andreas, Berlin, *23.12.1963.
      Bekannt gemacht am: 20.10.'16 11:19Uhr

      Gesamtprokura gemeinsam mit einem Vorstandsmitglied oder einem anderen Prokuristen: Knaup, Andreas, Berlin, *23.12.1963.
      Bekannt gemacht am: 19.08.'16 11:34Uhr
      Nicht mehr Vorstand: Dr. Berger, Thomas R.G., München, *13.11.1974.
      Bekannt gemacht am: 15.08.'16 09:01Uhr


      https://www.unternehmensregister.de/ureg/

      Seit die "ZECH-Leute" erst zu zweit im Vorstand als Dres.RAs und ganz aktuell auch zu dritt im Aufsichtsrat sind,
      ist dieser als Dipl.-Kfm. operative CRO=ChiefRestructuringOfficer* nun wohl dort überflüssig.
      (* siehe z.B. PROKON-Gruppe etc.)
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 27.10.16 15:52:37
      Beitrag Nr. 1.082 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.562.591 von V.L.-HH am 27.10.16 08:53:58Personal im Management einzusparen finde ich nicht prinzipiell verkehrt. Wenn es mit der Sanierung was werden soll muss man auf jeden Fall auf die Kostenbremse drücken. Hofreiter war ja für seine Verschwendungssucht bekannt.
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 27.10.16 19:33:36
      Beitrag Nr. 1.083 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.566.572 von Almas am 27.10.16 15:52:37Das wird wohl kaum etwas direkt mit S.Hofreiters teuren Erblasten zu tun haben;
      denn der ist bekanntlich lt. ad-hoc schon am 13.7. bei der KTG-A dort als Vorstandsvorsitzender ausgeschieden.

      Der hier jedoch bei KTG-E zuständige Vorstand RA Dr.T.Berger ist lt. adhoc am 9.8. ausgeschieden.
      Ein paar Tage später gab's erst s.o. den neuen Prokuristen von e x t e r n
      bzw. die Beförderung falls bereits ein paar wenige Wochen vorher an Bord,
      diesen Diplom-Kaufmann A.Knaup !
      (Vermutlich geholt vom Konzern-Mutter vorl.Sachwalter RA S.Denkhaus ab frühestens Anfang Juli,
      weil der den von der 2014/15er Inso. der PROKON-Gruppe aus Itzehoe als einen von zwei aktiven Sanierern gut kennt).
      Nach Übernahme ZECHscher Aktienmehrheit und auch Inso.-Antrag muss der aber nur 2 Monate dabei nun wieder weg...

      Das ist spez. der Zusammenhang und die Chronologie,
      nicht die alte "Salär-Freudigkeit bei den beiden Fa.-Führungen" des SiggiH.
      Avatar
      schrieb am 28.10.16 08:42:39
      Beitrag Nr. 1.084 ()
      Tja da hat der Diplomkaufmann sich zwei Monate eingearbeitet und jetzt wo er den Laden anfängt zu verstehen und sich daran machen wollte das Rad neu zu erfinden muss er wieder gehen - zu schade. Wobei das der Laden so schnell verkauft wird war wahrscheinlich bei Einsteluung noch nicht abzusehen - ist halt dumm gelaufen.

      Da das operative Geschäfts in den GMBH's läuft sollte die Holding möglichst schlank aufgestellt werden denke ich. Vorstand + Sekretärin sollte reichen vielleicht noch ein Rechnungsprüfer der mal bei den GmbH s vorbeischaut ob alles mit rechten Dingen zugeht.
      Avatar
      schrieb am 31.10.16 08:00:37
      Beitrag Nr. 1.085 ()
      Sehr interessantes weil hier passendes vom KTG-A vorl.Sachwalter RA S.D. aus den 124 Seiten Unterlagen Datum 29.8.'16 :

      Relevantes aus dem Denkhaus-Gutachten I
      Ist ne Menge, habe etwas gegliedert, Punkt 1 heute
      1. Energie
      2. Rumänien
      3. Litauen
      4. Reste Foodsparte
      5. „Sonstiges Vermögen“
      6. Haftung Vorstand und Aufsichtsrat
      7. Haftung Steuerberater und WP („Der Möhrle-Abschluss“)
      8. Siegfried Hofreiter
      9. Sonstiges
      ,
      Spott der Branche: „ Wildschweine meiden KTG-Felder, da sie dort kriechen müssen, um nicht gesehen zu werden.“

      1. KTG E n e r g i e - Nicht kleckern. Sondern klotzen.
      Beschreibung Denkhaus Ende August 2016

      Fremdkapitalseite Darlehen von vier Banken
      - DKB Deutsche Kreditbank AG, Bremer Landesbank, OLB Oldenburgische Landesbank
      und LBBW Landesbank Baden-Württemberg (Sachsenbank) - mit Darlehen von rd. € 107 Mio.,
      durch eine Unternehmensanleihe von € 50 Mio. und durch Darlehen der KTG Agrar in Höhe von rd. € 30 Mio. finanziert.
      Für die Bankdarlehen haften ausschließlich die jeweils finanzierten Tochtergesellschaften der KTG Energie AG.
      Finanzierung von rd. € 187 Mio. steht ein geplanter EBITDA von rd. € 22 Mio. gegenüber.
      Ursprünglich war laut Angaben von Siegfried Hofreiter (SH) geplant,
      die Biogasanlagen der KTG Energie AG zu 95 % von den Agrarstandorten der KTG-Gruppe mit Substraten (Mais) zu versorgen.
      In der jüngeren Vergangenheit erfolgte die Versorgung jedoch im Wesentlichen über Dritte,
      da die Agrarbetriebe gewinnbringendere Pflanzen anbauen sollten,
      um der wirtschaftlichen Schieflage der KTG-Gruppe entgegenzusteuern.
      Nach dem aktuellen Stand der Planungen werden voraussichtlich rd. 63 % der für die Biogasanlagen erforderlichen Substrate von rd. 1,052 Mio. Tonnen Maisäquivalent, rd. 670.000 Tonnen Maisäquivalent ab der Ernte 2017
      von den Agrarstandorten der KTG-Gruppe produziert werden können.
      Einige Biogasanlagen, insbesondere in Sachsen-Anhalt liegen nicht in der Nähe von KTG-Agrarstandorten,
      so dass eine Versorgung zu angemessenen Logistikkosten konzernintern unabhängig von den konzemeigenen Kapazitäten auch nicht darstellbar ist.
      Die Gemengelage bei der KTG Energie AG war schwierig.
      Die vier die Tochtergesellschaften der KTG Energie AG finanzierenden Banken
      hatten das Vertrauen in den (ehemaligen) Vorstand Dr. Berger und in die KTG-Gruppe weitestgehend verloren,
      zugleich haben die Banken sehr unterschiedliche Ansätze in der Begleitung ihrer Darlehensnehmer.
      Interessenten für das von der Schuldnerin gehaltene Aktienpaket waren trotzdem vorhanden.
      Eine Interessentengruppe stammt aus dem Umfeld des mittlerweile ehemaligen Vorstands Dr. Berger.
      Allerdings hat Dr. Bergar beim Aufsichtsrat der KTG Energie AG, bei der Eigenverwaltung und bei Denkhaus
      nachhaltig den Eindruck hinterlassen,
      dass er die KTG Energie AG gegenüber potentiellen Interessenten "schlecht redet und schlecht rechnet"
      und zugleich durch sein Handeln jedenfalls nichts gegen die wirtschaftliche Schieflage der KTG Energie AG unternommen hat.
      Aus diesem Grunde hat der Aufsichtsrat der KTG Energie AG Herrn Dr. Berger am 9. August 2016 abberufen.
      Neben der aktuellen Lage des Geschäftsbereichs Energie und der sich daraus ergebenden Notwendigkeiten
      bildete die Verhandlung der Volumina der Substratversorgung der Biogasanlagen
      und der Konditionen für diese durch den Geschäftsbereich Agrar einen Schwerpunkt der Tätigkeit von Denkhaus.
      Im Rahmen dieser Gespräche hat sich herausgestellt,
      dass die in der KTG-Gruppe vorhandene Trennung zwischen den Geschäftsbereichen Agrar und Energie jedenfalls nicht ideal war.
      Die Mehrheit der potentiellen Investoren hat ihr Interesse an Agrarstandorten und den in der Nähe gelegenen Biogasanlagen zum Ausdruck gebracht.
      Diese Verteilung ist eher branchenüblich.
      Die in der KTG-Gruppe vorhandene Struktur ließ solche "Paketlösungen" jedoch nicht zu.
      Der Geschäftsbereich Energie wurde durch den Geschäftsbereich Agrar bisher in großen Teilen finanziert
      und im Hinblick auf den im Konzernabschluss der KTG Energie AG ausgewiesenen EBITDA auch subventioniert.
      Hintergrund der Liquiditätssituation auf Ebene der Biogasanlagen-Gesellschaften ist u.a. auch die nicht unübliche,
      aber zu kurz laufende Bankenfinanzierung.
      Das EBITDA beider Geschäftsbereiche -Agrar und Energie - genügte jedenfalls nicht, um die Anleihezinsen zu verdienen.
      Darüber hinaus wurde in den vergangenen Jahren in beiden Geschäftsbereichen ein Fixkostenblock aufgebaut,
      der der Unternehmensstruktur nicht angemessen ist.
      Damit sind weniger die Kosten für die Hubschrauberfliegerei von€ 1,5 Mio. alleine im Jahr 2015 gemeint,
      sondern die übertriebenen Personalstrukturen hinsichtlich der Anzahl der Mitarbeiter in der Verwaltung
      und die dort vorhandenen Gehaltsstruktur.
      Auch bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen galt bei der KTG-Gruppe nach Wahrnehmung von Denkhaus der Grundsatz:
      Nicht kleckern. sondern klotzen.
      Die KTG Energie Gruppe sollte die für den Betrieb erforderlichen Substrate nach der ursprünglichen Planung
      überwiegend vom Geschäftsbereich Agrar der KTG-Gruppe beziehen.
      Im aktuellen Geschäftsjahr ist eine Belieferung mit voraussichtlich maximal 200.000 t Maisäquivalent
      von den für das Anlagenportfolio ohne die sog. „ACAnlagen" erforderlichen rd. 800.000 t darstellbar.
      In der Planung für die kommende Aussaat können maximal 670.000 t durch den Geschäftsbereich Agrarproduziert werden.

      Quelle: KTG Agrar - die Bauern AG oder doch mehr?? | wallstreet-online.de - Vollständige Diskussion unter:
      http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1135292-7101-7110…
      Verfasser dort: @SIBAN (gestern So. später Abend Beitrag-Nr.7.108)
      10 Antworten
      Avatar
      schrieb am 31.10.16 08:51:02
      Beitrag Nr. 1.086 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.586.081 von V.L.-HH am 31.10.16 08:00:37"Einige Biogasanlagen, insbesondere in Sachsen-Anhalt liegen nicht in der Nähe von KTG-Agrarstandorten, so dass eine Versorgung zu angemessenen Logistikkosten konzernintern unabhängig von den konzemeigenen Kapazitäten auch nicht darstellbar ist."

      Wäre doch mal interessant zu erfahren, wie die Substratbeschaffungskosten dieser allein stehenden BGAs sich bisher verhalten haben im Vergleich zu anderen, von KTG-Feldern eingeschlossenen BGAs.
      Avatar
      schrieb am 31.10.16 09:12:40
      Beitrag Nr. 1.087 ()
      Ansichten eines locker formulierenden RA :

      Totalverlust für Anleger?
      . . .
      1) Wunschträume vom Weißen-Ritter
      . . .
      2) Vorschlag des Vorgehensweise an einen (Nicht-ganz-so-)Weißen-Ritter
      a) - f)
      . . .
      3) Vorschlag an inzwischen aufgewachte Träumer
      . . .

      Vorstandswechsel: Wehe, wenn der Arzt kommt...
      . . .


      http://mertens-rechtsanwaelte.de/Faelle/KTG-Energie/

      Beides Lustig zu lesen !
      (Es handelt sich meinerseits bewusst n i c h t um "versteckte Werbung" für irgendeine von wenn dann vielen Kanzleien)
      5 Antworten
      Avatar
      schrieb am 31.10.16 17:59:24
      Beitrag Nr. 1.088 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.586.591 von V.L.-HH am 31.10.16 09:12:40
      Zitat von VolkerLangeHH: Ansichten eines locker formulierenden RA :

      Totalverlust für Anleger?
      . . .
      1) Wunschträume vom Weißen-Ritter
      . . .
      2) Vorschlag des Vorgehensweise an einen (Nicht-ganz-so-)Weißen-Ritter
      a) - f)
      . . .
      3) Vorschlag an inzwischen aufgewachte Träumer
      . . .

      Vorstandswechsel: Wehe, wenn der Arzt kommt...
      . . .


      http://mertens-rechtsanwaelte.de/Faelle/KTG-Energie/

      Beides Lustig zu lesen !
      (Es handelt sich meinerseits bewusst n i c h t um "versteckte Werbung" für irgendeine von wenn dann vielen Kanzleien)


      Die Seite hab ich auch gesehen. Ist das querdenker? Das würde einiges erklären.
      4 Antworten
      Avatar
      schrieb am 31.10.16 18:01:24
      Beitrag Nr. 1.089 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.590.179 von Beobachter99 am 31.10.16 17:59:24Bzw. ich meinte diese Seite: https://www.anwalt.de/rechtstipps/ktg-energie-ag-totalverlus…

      Mit Foto. Natürlich alles ganz selbstlos und nur den Schutz der Anleger im Sinn.
      Avatar
      schrieb am 31.10.16 18:35:36
      Beitrag Nr. 1.090 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.590.179 von Beobachter99 am 31.10.16 17:59:24Nein es ist nicht Querdenker.

      Nur wahrscheinlich ist es die recht realistische Anlalyse des Ist Zustandes bei der KTG Energie.

      Nix weißer Ritter, Totalverlust sehr gut möglich.

      Ob die Hilfe eines Anwalts an dieser beischeidenen Situation etwas ändern kann, wage ich zu bezweifeln. Wer meint er könnte mit einem Anwalt seine Lage fundamental verbessern, der dürfte wieder (wie mit dem weißen Ritter) in den unrealistischen Bereich abdriften.
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 31.10.16 19:37:29
      Beitrag Nr. 1.091 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.590.497 von querdenker06 am 31.10.16 18:35:36Hab mir die Seite bei RA Mertens dennoch mal angeschaut und mich dann noch klarer negativ entschieden. Denn nimmt er 15% Gebühr von meiner Forderung, also von meinen KTG Energie-Anleihen zu 100%, dann wäre das schon der gesamte an der Börse heute erwartete Outcome (Kurs knapp 15%). Ich müsste also soviel bezahlen wie heute die Anleihen insgesamt wert sind.

      Sehe ich das richtig?
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 31.10.16 22:05:51
      Beitrag Nr. 1.092 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.586.081 von V.L.-HH am 31.10.16 08:00:37In dem Denkhaus-Gutachten ist folgender Satz unklar:
      "Der Geschäftsbereich Energie wurde durch den Geschäftsbereich Agrar bisher in großen Teilen finanziert und im Hinblick auf das im Konzernabschluss der KTG Energie AG ausgewiesene EBITDA auch subventioniert."
      Die Finanzierung ist mit rd. 187 Mio. EUR, davon rd. 30 Mio. EUR Darlehen der KTG Agrar angegeben. Sind nun 30 ein großer Teil von 187, oder wurde durch die KTG Agrar noch mehr finanziert? Und wie ist die Subventionierung im Hinblick auf das EBITA zu verstehen, wurden die Gesellschafterdarlehen der KTG Agrar zinslos gewährt?
      Avatar
      schrieb am 31.10.16 22:14:19
      Beitrag Nr. 1.093 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.590.998 von herding am 31.10.16 19:37:29
      Zitat von herding: Hab mir die Seite bei RA Mertens dennoch mal angeschaut und mich dann noch klarer negativ entschieden. Denn nimmt er 15% Gebühr von meiner Forderung, also von meinen KTG Energie-Anleihen zu 100%, dann wäre das schon der gesamte an der Börse heute erwartete Outcome (Kurs knapp 15%). Ich müsste also soviel bezahlen wie heute die Anleihen insgesamt wert sind.

      Sehe ich das richtig?


      Nu sei mal nicht so knickerig. Dem Siggi hast du doch auch seinen Heli finanziert, dem Berger seine S-Klasse und jeder ostzonale Hilfswichtel konnte in seiner Stammkneipe bei Mandy auf ganz dicke Hose machen. In der Uckermark wurden schon die Rolexuhren knapp. Und jetzt? Jetzt soll der selbstlose Rechtspfleger darben, oder was?

      Mit oder ohne Anwalt, die Kohle ist weg.
      Avatar
      schrieb am 02.11.16 12:09:53
      Beitrag Nr. 1.094 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.586.081 von V.L.-HH am 31.10.16 08:00:37Ergänzungen (aus dem KTG-A "Inso.-Gutachten" von Ende Aug.) mit direktem Bezug zu h i e r KTG-E :

      4. Geschäftsbereich Energie
      Die Schuldnerin hält 3.575.587 Stück Aktien an der KTG Energie AG, die 7.174.328 Aktien herausgegeben hat.
      Somit hält die Schuldnerin 49,84 % der Aktien der KTG Energie AG.
      . . .

      Seite 22

      II. Geschäftsbereich Energie
      Der Geschäftsbereich Energie - obwohl nur eine knapp 50%ige Beteiligung - ist für die KTG-Gruppe von erheblicher Bedeutung.
      Hintergrund ist der bereits dargestellte Umstand,
      dass ein erheblicher Teil der Ernteerzeugnisse über den Geschäftsbereich Energie abgesetzt wird.
      . . .
      Die Liquiditätslage des Geschäftsbereichs Energie ist angespannt,
      insbesondere da Ende September rd. € 3,6 Mio. Zinsen auf die von der KTG Energie AG emittierte Anleihe von € 50 Mio.
      zu zahlen sind.
      Hintergrund ist die Insolvenz der Schuldnerin ais Konzernobergesellschaft.
      Insbesondere die finanzierenden Banken der BiogasanlagenGesellschaften reagieren auf die Situation sehr unterschiedlich.
      . . .
      Die Zukunft der KTG Energie AG bleibt ungewiss.
      Für die Schuldnerin ist die Realisierung eines allenfalls siebenstelligen Kaufpreises für das von ihr gehaltene Aktienpaket
      derzeit genauso möglich wie ein Totalverlust.

      Seiten 38 u. 39 je Mitte

      2. Geschäftsbereich Energie
      . . .
      Zum Zeitpunkt der Gutachtenerstellung (Stichtag 24. August 2016) belief sich der Aktienkurs auf € 2,65 / Aktie,
      hieraus resultiert bei formaler Betrachtung ein Wert des von der Schuldnerin gehaltenen Aktienpaketes von rd. € 9,5 Mio.
      Dieser Wert wird mangels Veräußerbarkeit eines derart großen Volumens von Aktien über die Börse nicht realisierbar sein.
      . . .
      Die Zeit für eine solche Transaktion drängt, da derzeit ungewiss ist,
      ob die KTG Energie AG die in Kürze fällig werdenden Anleihezinsen aus eigener Kraft zahlen kann.
      Im Rahmen der Verhandlungen beläuft sich der niedrigste bisher gebotene, aber noch unter diversen Bedingungen stehende
      Kaufpreis für das Aktienpaket der Schuldnerin an der KTG Energie AG
      und die Forderung der Schuldnerin gegen die KTG Energie AG von nominal rd. € 29,3 Mio. auf € 5 Mio.
      Soweit in dem gegebenen engen Zeitfenster eine Transaktion vollzogen werden kann,
      könnte der gebotene Kaufpreis von € 5.000.000. realisierbar sein.
      Sollte dieses nicht darstellbar sein, kann auch ein Totalausfall erfolgen
      . . .

      Seiten 79 Mitte u. 80 oben
      7 Antworten
      Avatar
      schrieb am 02.11.16 12:24:04
      Beitrag Nr. 1.095 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.603.739 von V.L.-HH am 02.11.16 12:09:53Fortsetzung :

      D. Sanierungsgutachten & Bewertungen
      Die Schuldnerin hat mit meiner Zustimmung und der des vorläufigen Gläubigerausschusses
      die HWW Unternehmensberater GmbH gemeinsam mit TMC Turnaround Management Consult GmbH
      mit der Erstellung kurzfristiger Liquiditätsplanungen und eines Sanierungsgutachtens in Anlehnung an ldW S 6
      für den Geschäftsbereich Agrar beauftragt.

      Für die die Biogasanlagen des Geschäftsbereichs Energie betreibenden Tochtergesellschatten der KTG Energie AG
      waren bereits von den Tochtergesellschaften Anfang Juli auf Wunsch der finanzierenden Banken Sanierungsgutachten
      bei den Unternehmensberatungsgesellschaften NEXPERT (BLB, OLB/SEB und LBBW) und CENTUROS (DKB) beauftragt worden.

      Darüber hinaus hat die Schuldnerin mit meiner Zustimmung und der des vorläufigen Gläubigerausschusses
      die ERNST & YOUNG GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Bewertung
      der operativen Konzerngesellschaften des Geschäftsbereichs Agrar und der KTG Energie AG beauftragt.

      Die erteilten Aufträge sind auf der Ebene der Tochtergesellschaften der KTG Energie AG erforderlich,
      um die Vergabe von Kreditlinien, insbesondere für die Substratfinanzierung nach Wegfall der KTG Agrar als Substratfinanzier,
      unter Berücksichtigung der BGH Rechtsprechung für Sanierungskredite zu ermöglichen.

      Die von der Schuldnerin erteilten Aufträge sind erforderlich,
      um dem Gläubigerausschuss und - soweit die Konzernliquidität bis zum Berichtstermin ausreicht - der Gläubigerversammlung
      eine belastbare Berechnung der Kapitaldienstfähigkeit der KTG-Gruppe vorzulegen,
      auf deren Grundlage sodann über die Verwertung oder einen möglichen Insolvenzplan entschieden werden kann.

      Seiten 40 Mitte bis 41 Mitte
      Avatar
      schrieb am 02.11.16 15:42:03
      Beitrag Nr. 1.096 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.603.739 von V.L.-HH am 02.11.16 12:09:53
      Zitat von VolkerLangeHH: Ergänzungen (aus dem KTG-A "Inso.-Gutachten" von Ende Aug.) mit direktem Bezug zu h i e r KTG-E :


      . . .

      Für die Schuldnerin ist die Realisierung eines allenfalls siebenstelligen Kaufpreises für das von ihr gehaltene Aktienpaketderzeit genauso möglich wie ein Totalverlust.....


      Knapp 50% der Biogasanlagen für weniger als 1 Mio € seinerzeit avisiert. Zeigt uns das nicht, dass man auf die Projektionen der Insolvenzbetreuer auch gelegentlich ein paar Prozent aufschlagen kann?

      Es scheint im Sinne der Insolvenzverwaltung zu geboten zu sein, die vorgefundenen Dinge am untersten Ende einzustufen, damit später auch mittelmäßige Endergebnis als gute Leistung erscheinen.

      In diesem Sinne halte ich die Energie-Anleihe noch weiter, obgleich ich inzwiswchen gerne alles hier hinter mir lassen würde. 15% kann nicht das letzte Wort sein.
      5 Antworten
      Avatar
      schrieb am 02.11.16 16:11:43
      Beitrag Nr. 1.097 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.605.809 von herding am 02.11.16 15:42:03
      Zitat von herding:
      Zitat von VolkerLangeHH: Ergänzungen (aus dem KTG-A "Inso.-Gutachten" von Ende Aug.) mit direktem Bezug zu h i e r KTG-E :


      Für die Schuldnerin ist die Realisierung eines allenfalls siebenstelligen Kaufpreises für das von ihr gehaltene Aktienpaketderzeit genauso möglich wie ein Totalverlust.....


      Knapp 50% der Biogasanlagen für weniger als 1 Mio € seinerzeit avisiert. Zeigt uns das nicht, dass man auf die Projektionen der Insolvenzbetreuer auch gelegentlich ein paar Prozent aufschlagen kann?

      In diesem Sinne halte ich die Energie-Anleihe noch weiter, obgleich ich inzwiswchen gerne alles hier hinter mir lassen würde. 15% kann nicht das letzte Wort sein.


      Ja, die Probleme wurden schon oft in der PISA-Studie angesprochen. Stichwort Lesekompetenz. Grade, wenn dann noch eine Vermischung mit Zahlen und sonstigen komplizierten Dingen dazu kommt, steigen halt 80% der 10.-Klässler aus.

      Also, ganz kurz: Siebenstelliger Eurobetrag umfasst den Zahlenraum zwischen € 1.000.000,00 bis € 9.999.999,99.

      Der Zusatz "allenfalls" kann bedeuten, dass es auch weniger sein kann. Also ist der Zahlenbereich zwischen € 0,00 bis € 999.999,99 ebenfalls inkludiert. Ähm, entschuldigung, eingeschlossen.

      Kurzzusammenfassung des oben erläuterten Sachverhaltes in einfachem Deutsch:

      Der Verkaufspreis ist zwischen 0 und 9.999.999,99 EURO.

      15% Insolvenzquote für nachrangige Gläubiger wird ganz sicher nicht das letzte Wort sein. Davon bin auch ich überzeugt. Ich persönlich gehe von einer ganz sauberen Null aus.
      4 Antworten
      Avatar
      schrieb am 02.11.16 18:11:50
      Beitrag Nr. 1.098 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.606.154 von DieroteZora am 02.11.16 16:11:43Immer wieder erfrischend, Zoras Beiträge. Dass 7stellig auch bis knapp 10 Mio formal einschließt, das war schon klar. So wie es ausgedrückt wurde, suggerierte es aber: Wohl eher unter 1 Mio.

      Du gehst von einer Totalenteignung der Anleihegläubiger aus. Liest aber erfreulicher Weise hier noch ab und zu mit. Nur weil früher mal mit oder für Biogasanlagen beschäftigt gewesen, aus alter fachlicher Verbundenheit?

      Oder testest Du hier Deinen doch nicht ganz so gewissen Pessimismus, so wie andere ihren verbliebenen Restoptimismus?
      3 Antworten
      Avatar
      schrieb am 03.11.16 08:24:53
      Beitrag Nr. 1.099 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.607.072 von herding am 02.11.16 18:11:50
      Zitat von herding: Immer wieder erfrischend, Zoras Beiträge. Dass 7stellig auch bis knapp 10 Mio formal einschließt, das war schon klar. So wie es ausgedrückt wurde, suggerierte es aber: Wohl eher unter 1 Mio.

      Du gehst von einer Totalenteignung der Anleihegläubiger aus. Liest aber erfreulicher Weise hier noch ab und zu mit. Nur weil früher mal mit oder für Biogasanlagen beschäftigt gewesen, aus alter fachlicher Verbundenheit?

      Oder testest Du hier Deinen doch nicht ganz so gewissen Pessimismus, so wie andere ihren verbliebenen Restoptimismus?


      Ja, weißt du, ist halt so, dass ich mich mit dem Metier auskenne. Nun habe ich vor bald 2,5 Jahren hier gesagt, dass KTG Energie ein großer Bluff, das gesamte Geschäftsmodell "Biogas" ökonomisch unseriös gerechnet ist und Biogas ökologisch sowieso ganz großer Käse. Meine Analysen und Prognosen haben sich als wahr herausgestellt. Ich begleite das Papier nun noch das letzte Stückchen bis zum Delisting. Bei der Agrar ist es ja am 22.11. jetzt mit den Anleihen so weit, nicht wahr?

      So, jetzt wird´s leider mal wieder offtopic:

      Überhaupt ist es ja so, dass Firmen mit einem charismatischen, visionären und verschwenderischen Unternehmensstrategen fast immer scheitern. Schaut auf Reuter (Daimler-Benz: "Integrierter Technologiekonzern"), Schremp (DaimlerChryler - Hochzeit im Himmel), Asbeck (Solarworld), Middelhoff (Arcandor), Carsten Rodbertus (Prokon). Breuer, Jain (DeuBa) usw. usf. Und Elon Musk ihm seine Firma gibt es auch nur noch, weil der alle paar Monate eine neue Sau durchs Dorf treibt und wieder neue Geldquellen anzapfen kann. Aber schön ist, das muss ich zugeben, dass er die Kohle nicht völlig sinnlos mit Helikoterflügen verprasst, sondern ernsthaft bemüht scheint, neue Technologien zu entwickeln bzw. vorhandene marktreif zu machen bzw. cost equivalent mit alten Technologien zu erreichen. Und er nimmt wohl auch eigenes Geld in die Hand, was bei o.g. Kategorie "Unternehmenslenker" eher untypisch ist.

      Hier könnte man noch Merkel anfügen, die wohl langfristig den größten Schaden für Deutschland und Europa anrichtet. "Eurorettung" - Gelddruckerein/Staatsfinanzierung über die EZB, Bürgschaften für Griechenland, Target 2 Salden von mehreren hundert Mrd, deutscher Leistungsbilanzüberschuss 8% (Bei der piepts wohl!! :eek: Das hat direkt den Effekt, dass andere Länder ein Leistungsbilanzdefizit haben und damit verbunden hohe Arbeitslosenquoten insbesondere bei den jungen Leuten. Da geht eine ganze Generation verloren. Jemand der vom 20sten bis zum 30sten Lebensjahr arbeitslos bei Mami hinterm Herd steht, wird niemals wieder einen vernünftigen Job ausführen und keine Familie finanzieren können. Da geht eine ganze Generation verloren. Es kann auch sein, dass die Mittelschicht langfristig fast komplett ausgelöscht wird!) und zu allem Überfluss ist der Plan wohl, dass ehemalige afrikanische Tagelöhner irgendwann unser deutsches Sozialsystem bezahlen sollen. Das ist, insbesondere aufgrund der Aussicht, dass in den nächsten 10 Jahren der Großteil der gering qualifizierten Jobs durch künstliche Intelligenz und Robotik vernichtete werden wird, gelinde gesagt abenteuerlich.

      Damit du nicht glaubst, dass ich bei jeder Anlageklasse negativ eingestellt wäre. Nein. Ein freistehendes selbstbewohntes EFH ist immer eine gute Sache. Die gesparte Miete ist sicher und kriegst du steuerfrei cash in die Täsch. Falls man noch Schulden drauf hat, wird man wohl irgendwann kräftig von einer Geldentwertung profitieren. Wertzuwachs des Hauses ich eher uninteressant, weil man ja gerne weiterhin irgendwo wohnen will. Oder man sagt den Kindern: "Also, unser Haus ist zu wertvoll geworden. Wir verticken die Bude und ziehen nach Bulgarien." Gold wird unter großen Schwankungen seine Kaufkraft mindestens behalten und nominell in den nächsten fünf Jahren durch jede denkbare Decke gehen. Was das für die zugrunde liegenden Währungen im Umkehrschluss bedeutet, sollte klar sein. Ansonsten empfehle ich japanische Farbkarpfen, einen Job, der nicht allzu stressig ist und Augustiner Edelstoff. Bei Letzterem muss man allerdings des öfteren Sofortabschreibungen aufgrund von einmaligen Sondereffekten beim Lagerbestand vornehmen.

      In diesem Sinne werde ich hier weiterhin mit Rat und Rat zur Stelle sein. Ich hoffe, dass ich wenigstens den ein oder anderen in den letzten Jahren von einem Investment bei KTG Energie abgehalten habe. Und seid mir nicht böse für den manchmal sarkastischen Ton.
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 03.11.16 09:20:38
      Beitrag Nr. 1.100 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.610.006 von DieroteZora am 03.11.16 08:24:53Die beeindruckend dargestellten politökonomischen Grundfragen können hier sicher nicht ganz ausdiskutiert werden. Würde auch zu viel Aufmerksamkeit wegnehmen von den vielen sehr geschätzten arbeitsintensiven Darstellungen zur ganz spezifischen Lage der KTG Energie.

      Deine Vorbehalte gegenüber dem ökonomischen und ökologischen Sinn der Biogastechnik haben wohl viele von uns frühzeitig verstanden. Es bleibt nur die ganz konkrete Frage, ob die EEG-Förderung die aufgezeigte ökonomische Schwäche nicht kompensieren kann. Im zugegeben nicht gesicherten Fall zukünftig kluger Bewirtschaftung unter akzeptablem Substratangebot für die Restlaufzeit der EEG-Förderung.
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 03.11.16 10:09:31
      Beitrag Nr. 1.101 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.610.573 von herding am 03.11.16 09:20:38
      Zitat von herding: Die beeindruckend dargestellten politökonomischen Grundfragen können hier sicher nicht ganz ausdiskutiert werden. Würde auch zu viel Aufmerksamkeit wegnehmen von den vielen sehr geschätzten arbeitsintensiven Darstellungen zur ganz spezifischen Lage der KTG Energie.


      Ja, das ist hier wahrscheinlich das falsche Forum dafür.

      Zitat von herding: Deine Vorbehalte gegenüber dem ökonomischen und ökologischen Sinn der Biogastechnik haben wohl viele von uns frühzeitig verstanden. Es bleibt nur die ganz konkrete Frage, ob die EEG-Förderung die aufgezeigte ökonomische Schwäche nicht kompensieren kann. Im zugegeben nicht gesicherten Fall zukünftig kluger Bewirtschaftung unter akzeptablem Substratangebot für die Restlaufzeit der EEG-Förderung.


      Das EBITDA auf Anlagenebene ist meist deutlich positiv.

      Wenn die Anlagen erstmal stehen kann man die Teile cashflow positiv - vor Zins und Tilgung - betreiben. Dazu muss natürlich irgendwer erstmal einen Großteil der Baukosten irgendwo abschreiben. Und das wird dann der aktuelle Besitzer bzw. die unbesicherten Gläubiger sein. Im Falle KTG würde ich drauf wetten, dass noch mal der ein oder andere Euro in die Hand genommen werden muss, um bisher aus Liquiditätsgründen unterlassene Erneuerungen bzw. Instandhaltungen zu erledigen.

      Bis irgendwann der Zeitpunkt kommt, dass richtig kapitalintensive Instandhaltungen anfallen. Ich sach mal "Silosanierung" und die Restlaufzeit des EEG nicht mehr ausreicht, die Kohle wieder reinzuverdienen. Kaum ein Teil einer Biogasanlagen ist so konstuiert, dass es 20 Jahre durchhält.

      Oder irgendwann kommt doch mal Inflation auf, durch die ganze Monetarisierung der Staatsschulden. Dann hast du festgenagelte Erträge von 20 ct/kWh und die Inputkosten an Personal, Feedstock, Stromkosten (jaja, die Dinger ziehen 6-8% der eigenen Stromeinspeisung für eigenen Verbrauch. Das aber dann zu 13 ct/kWh Industriestrom und Speisen gleichzeitig zu 20 ct ein. :laugh: Top EEG!!!)

      Oder es verschärfen sich Randbedingungen wie z.B. das Gülleausbringungsgesetz. Oder es werden Verunreinigungen im Grundwasser gefunden. Googlet mal Pliening, Biogas, Strafprozess...
      Avatar
      schrieb am 03.11.16 12:40:42
      Beitrag Nr. 1.102 ()
      Die Envitec Biogas AG kauft weiter Biogasanlagen zu. Unter anderem wurden 3 Biogasanlagen in Mecklenburg-Vorpommern aus der Insolvenzmasse der agri.capital übernommen:

      http://www.wallstreet-online.de/community/posting-drucken.ph…

      Die Berichte zu den Biogasanlagen der KTG Energie AG sind dagegen zunehmend erschreckend. Die alles entscheidende Bindung der Biogasanlagen an die Rohstoffversorgung ist mir weiter unklar.

      Einige Biogasanlagen liegen offenbar weit ab von den Produktionsflächen der KTG Agrar. Vllt. für die hat die KTG Energie AG die langlaufenden Verträge mit externen Lieferanten gemacht von denen unklar ist, ob sie nicht zum Hofreiter-Netzwerk gehören und eher nachteilig sind.

      Für die meisten in der Nähe der Agrarflächen von jetzt Zech ist mir das Konzept aus Erst- und Zweitfruchtanbau auch unklar. Es wird von großen Ernteeinbußen geschrieben. Und das zuvor die Einsatzstoffe verbilligt abgegeben wurden, damit bei KTG Energie ein Gewinn vermeldet werden kann.

      Alles weiter eine für mich nicht zu durchschauende Gemengelage.
      5 Antworten
      Avatar
      schrieb am 03.11.16 12:50:36
      Beitrag Nr. 1.103 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.612.271 von Wertefinder1 am 03.11.16 12:40:42
      Zitat von Wertefinder1: Die Envitec Biogas AG kauft weiter Biogasanlagen zu. Unter anderem wurden 3 Biogasanlagen in Mecklenburg-Vorpommern aus der Insolvenzmasse der agri.capital übernommen:

      http://www.wallstreet-online.de/community/posting-drucken.ph…


      Die drei Gärtöpfe in Sukow sind von der agri.capital bzw. AC Biogas. In summe so etwa 1,6 MW. Passin ist von AC. Aber Anbieter für insolvente Biogasanlagen scheint es ja ausreichend zu geben. :laugh:

      Warum auch nicht, wenn der Preis stimmt, der Zustand der Anlage ok ist, die Genehmigungen alle vorliegen und der alte Bankkredit fortgeführt werden kann und somit der Löwenanteil des Risikos bei der Bank verbleibt.
      4 Antworten
      Avatar
      schrieb am 03.11.16 13:12:51
      Beitrag Nr. 1.104 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.612.358 von DieroteZora am 03.11.16 12:50:36Ich wollte nur damit schreiben, das man Biogasanlagen sehr wohl wirtschaftlich betreiben kann.

      Aber bei der KTG Energie stimmt ersichtlich das Rohstoffkonzept vorne und hinten nicht. Anscheinend keine einzige der Biogasanlagen GmbH's verfügt über eigene Rohstoffquellen. Entweder sind es externe Lieferverträge - mit womöglich alten Hofreiter-Seitschaften. Oder es ist die KTG Agrar bzw. jetzt die Zech Stiftung.

      Bei der Envitec Biogas AG sind vorzugsweise die Landwirte selbst beteiligt an der Biogasanlage. Siehe die letzte PM http://www.envitec-biogas.de/ir/pressemitteilungen/details/a…, bei der die Envitec Biogas AG 50 % der Biogasgesellschaft hält, und die Mais und Gülle zuliefernden beiden Landwirte je 25 % der Gesellschaft. Das ist eine langfristige Basis.

      Nun kann man meinen, das die Zech Stiftung als Eigentümer der Agrarflächen ja auch zu ca. 50 % Eigentümer der KTG Enerige AG ist, die wiederum Eigentümerin der Biogasanlagengesellschaften ist. Aber die Zech Stiftung ist ein Finanzinvestor ohne landwirtschaftlichen Bezug. Das ist nicht vergleichbar mit einem Landwirt der selbst auf dem Feld steht und ein wirtschaftliches Interesse daran hat, das sein Mais auf dem Feld gut wächst, weil damit die Biogasanlage gute Erträge abwirft und er daran zu 50 % partizipiert.

      Mit dem derzeitigen Gebilde der Trennung der Biogasanlagen von den Rohstoffflächen ist die KTG Energie AG meiner Meinung nach nicht sinnvoll aufgestellt. Das die Aufstellung so gemacht wurde, scheint mir nur dem "KTG Finanzverschiebebahnhof" geschuldet zu sein, hat aber keinen wirtschaftlichen Vorteil.

      Derjenige der die Rohstoffe anbaut oder liefert, sollte an den wirtschaftlichen Erfolg der Biogasanlage beteiligt sein. Nur so ist ein Betrieb mit wenig Controllingaufwand möglich.
      3 Antworten
      Avatar
      schrieb am 03.11.16 18:31:50
      Beitrag Nr. 1.105 ()
      Neues von KTG-E "i.vorl.I. Eigenverw." :

      Konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats
      Die gerichtlich bestellten neuen Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft,
      Herr Werner Uhde, Herr Heinrich Franz Helbig und Herr Felix Colsman hatten heute ihre konstituierende Aufsichtsratssitzung.
      Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben Herrn Werner Uhde zum Aufsichtsratsvorsitzenden
      und Herrn Heinrich Franz Helbig zu seinem Stellvertreter gewählt.

      http://www.ktg-energie.de/news-archiv/news-detail/konstituie… v. heute=Do.
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 03.11.16 21:35:19
      Beitrag Nr. 1.106 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.612.586 von Wertefinder1 am 03.11.16 13:12:51"Ich wollte nur damit schreiben, das man Biogasanlagen sehr wohl wirtschaftlich betreiben kann."

      Jo,stimmt,wenn man das Substrat gratis bekommt,wie zb. Lebensmittelreste von Edeka Rewe usw.
      Scheint bei Remondis (Rethmann) gut zu laufen.

      Sie sollten sich mal von der -rotenzora- erklären lassen was Schwefelwasserstoff ist.

      https://www.google.de/search?q=tod+biogasanlage&ie=utf-8&oe=…

      Biogasanlage gleich Giftgasanlage.:mad::mad:
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 03.11.16 22:27:24
      !
      Dieser Beitrag wurde von CloudMOD moderiert. Grund: unnötige Provokation, bleiben Sie bitte sachlich
      Avatar
      schrieb am 04.11.16 00:32:18
      !
      Dieser Beitrag wurde von CloudMOD moderiert. Grund: Korrespondierendes Posting wurde entfernt
      Avatar
      schrieb am 04.11.16 10:14:03
      Beitrag Nr. 1.109 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.615.196 von V.L.-HH am 03.11.16 18:31:50Das überrascht mich jetzt schon, das sie hier posten, das sich der gerichtlich bestellte Aufsichtsrat trifft und eine Sitzung abhält.
      Da wäre ich im Leben nicht drauf gekommen. Ist das, dass berühmte Herbst-Loch, wo man keine vernünftigen Meldungen mehr bekommt?:laugh:

      Dazu noch haufenweise gelöschte Post´s. Hier ist der Drops gelutscht.
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 04.11.16 12:21:51
      Beitrag Nr. 1.110 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.619.138 von Pegasus203 am 04.11.16 10:14:03
      Zitat von Pegasus203: Das überrascht mich jetzt schon, das sie hier posten,
      das sich der gerichtlich bestellte Aufsichtsrat trifft und eine Sitzung abhält.
      Da wäre ich im Leben nicht drauf gekommen.
      Ist das, dass berühmte Herbst-Loch, wo man keine vernünftigen Meldungen mehr bekommt?:laugh:

      Dazu noch haufenweise gelöschte Post´s.

      Hier ist der Drops gelutscht.
      Das überrascht mich jetzt schon,
      das Sie die verlinkte kurze Neuigkeit* von der Fa.-homepage unter deren Rubrik "Aktuelles"
      nicht zu Ende lesen und auch nicht umfassend verstehen können:

      Bekanntlich war der alte AR bereits am 20.9.'16 kplt. zurückgetreten,
      es gab 5 Wochen ein Vakuum...
      Daher nun die offizielle KTG-E-News,
      das 3 Mitglieder beim ersten Termin gemäß Satzung eine Reihenfolge g e w ä h l t haben ! nämlich dort Vors. + Stellv.
      Falls es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen sein sollte,
      wir sprechen hier im Forum von einer Aktiengesellschaft, börsennotiert, mit Anleihe, börsennotiert,
      in vorl. Insolvenz, mit Eigenverwaltung.

      *=immerhin eine PM an dpa-afx zu finden bei z.B. http://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/aktien/DGAP-News-…

      Die vorigen Beiträge enthielten deplaziert medizinische Angaben,
      aber keine relevanten kaufmännischen/juristischen;
      wurden wohl deshalb (lt. gültiger Board-Regeln) verdeckt.

      Apropos, wo ist von Ihnen eine Zielführende fremde/eigene Info zum spannenden Thema.

      PS: Das Bonbon ist noch nicht ganz geleckt.

      ähnlicher Weg wie KTG-A oder doch anders ?
      Inso.Eröffnung (logisch) 1.12. ?
      Zahlungsunfähigkeit u. dazu Überschuldung ?
      weiter in Eigenregie oder Wechsel in Regel-Inso. ?
      vergleichbar Verkauf der BiogasAnlagen-Töchter an ZECH-Stiftung/Gruppe ?
      ebenfalls keine vorgeschaltete Anleihe-Gläubigerversammlung mit Wahl gemeinsamer Vertreter ?
      Anfang Jan.'17 1.Gläubigerversammlung ?
      Scheitern vorgeschlagene Erweiterung Gläubigerausschuss ? ebenfalls Auflösungs- bzw. DeListing-Beschlüssen ?
      ?
      Avatar
      schrieb am 05.11.16 11:31:26
      Beitrag Nr. 1.111 ()
      Volker Lange hat zum Wiederaufbau der KTG-Landwirtschaft folgengen Zeitungsartikel auf dem Parallelforum KTG Agrar eingestellt:

      http://www.maz-online.de/Lokales/Prignitz/KTG-Betriebe-werde…

      Darin eine Bemerkung, man will Mais für die Biogasanlagen nur noch in bodenverträglichem Maß anbauen.
      Gedanke dazu: So etwas zu publizieren macht eventuell geplante Bogasanlagen-Verkäufe weniger attraktiv.

      Pessimistische Interpretation: Bewusstes Preisbashing, um über Stohleute die BGAs billig aus der Insolvenzmasse herauszuholen und uns Anleihengläubiger im Regen stehen zu lassen?
      Optimistische Interpretation: Zech geht es ganz redlich um eine nachhaltige Bewahrung der Gesamtwerte und weniger um kurzfristige Insolvenztricks??
      19 Antworten
      Avatar
      schrieb am 05.11.16 14:01:32
      Beitrag Nr. 1.112 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.626.494 von herding am 05.11.16 11:31:26Deutsche Agrar Holding passt auf jeden Fall zur Deutschen Immobilien Holding AG oder zur Deutsche Fonds Holding AG - beide bereits über 10 Jahre Bestandteil des Zech Netzwerkes.

      Da wird die KTG Energie AG wohl bald in Deutsche Biogas Holding AG umbenannt. ;) Wenn der ähnliche Namensvorläufer aus Friesoythe kein Veto einreicht.

      Interessierte können ja mal nachlesen, wie in Delmenhorst aus der Norddeutschen Wollkämmerei- und Kammgarnspinnerei die ehemals börsennotierten Steucon AG und dann die DIH AG wurde.

      Ein Artikel von vor 10 Jahren mit Herrn Uhde:
      http://www.nwzonline.de/wirtschaft/delmenhorster-bieten-fein…

      Auf jeden Fall denkt Kurt Zech langfristig und mit der Stiftung ja auch schon über den eigenen Tod hinaus.
      Avatar
      schrieb am 06.11.16 18:13:39
      Beitrag Nr. 1.113 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.626.494 von herding am 05.11.16 11:31:26
      Aktuelle Maiskäufe gegen Vorkasse
      Bericht aus Brandenburg:

      Makler im Auftrag von KTG grasen die ortsansässigen Bauern ab und kaufen Mais aktuell gegen Vorkasse für rd. 36 EUR/to
      17 Antworten
      Avatar
      schrieb am 06.11.16 20:33:16
      Beitrag Nr. 1.114 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.631.828 von siban am 06.11.16 18:13:39
      Zitat von siban: Bericht aus Brandenburg:

      Makler im Auftrag von KTG grasen die ortsansässigen Bauern ab und kaufen Mais aktuell gegen Vorkasse für rd. 36 EUR/to


      sind die 36 Euro pro Tonne günstig oder eher teuer?
      16 Antworten
      Avatar
      schrieb am 06.11.16 20:41:32
      Beitrag Nr. 1.115 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.632.305 von chicko6 am 06.11.16 20:33:16
      Zitat von chicko6:
      Zitat von siban: Bericht aus Brandenburg:

      Makler im Auftrag von KTG grasen die ortsansässigen Bauern ab und kaufen Mais aktuell gegen Vorkasse für rd. 36 EUR/to


      sind die 36 Euro pro Tonne günstig oder eher teuer?


      Vor 2 Jahren war das jedenfalls ein normaler Preis. Da kann es aber je nach Standort größere Schwankungen geben. Je nachdem wie gut sich die Bauern auf dem letzten Schützenfest verstanden haben;-)
      Avatar
      schrieb am 06.11.16 20:54:48
      Beitrag Nr. 1.116 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.632.305 von chicko6 am 06.11.16 20:33:16Die KTG E scheint also ein Problem mit der Rohstoffversorgung zu haben. Sonst müßten die ja nicht verzweifelt (Vorauskasse) veruchen bei örtlichen Bauern Mais zu bekommen.

      Die 36 €/Tonne dürften schon im Rahmen des üblichen liegen, eventuell etwas billiger oder etwas teurer. Nur pack doch mal 20 Tonnen von dem zeug auf einen LKW. Du transportierst gigantische 720 € Warenwert!

      D.h. ist ist relativ Schnuppe, ob du das Zeug vor 43 €/Tonne, 36 €/Tonne oder sogar nur 32€ / Tonne bekommst.

      Viel wichtiger ist, wie weit der Mist von deiner BGA entfernt ist, und ob und wie du das Zeug aufladen kannst. D.h. scheißt es dir der Bauer selber auf den Hänger, oder mußt du vor Ort auch noch Radlader organisieren, die das Zeug aufladen, wie viel ist überhaupt an einem ort vorhanden...

      Sprich untern Strich zählt nichtg, wie teuer die die Tonne einkaufst, sondern welche Kosten dir entstehen bis dieser nahezu wertlose Mist auf deinem Hof ist.

      Und deshalb gilt für die BGA´s der KTG Energie (wie im übrigen auch für andere), wenn die Bauern aus der unmittelbaren Region nicht mitspielen und dafür sorgen, daß die BGA zu akzeptablen Preisen frei Haus mit Rohstoffen versorgt wird, dann ist das Ding erledigt.

      Oder ganz vereinfacht, wer die Rohstoffe hat und kontrolliert, hat auch die BGA, und wenn er sie noch nicht hat, dann kann er halt dafür sorgen, daß er sie entweder bekommt, oder das Ding dicht gemacht wird.

      Wer hat die Rohstoffe?

      Ja nach Standort der jeweiligen BGA Zech und/oder die anderen Bauern vor Ort.

      Wer hat keine Rohstoffe und keine ausreichende Verhandlungsbasis im Kampf um die Rohstoffe?

      Knapp 50% der Aktionäre der KTG Energie und die Anleihegläubiger.

      Wenn ihr die BGA´s ganz oder teilweise behaltet ob nun zur Tilgung eurer Forderungen (Anleihe) oder halt als Eigentümer (Aktionär) wäre es ein Wunder.
      14 Antworten
      Avatar
      schrieb am 06.11.16 21:09:20
      Beitrag Nr. 1.117 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.632.380 von querdenker06 am 06.11.16 20:54:48Welcher Gesichtspunkt ist da jetzt neu? Relevanz der Transportkosten war immer bekannt, also kauft man jetzt bei den Nachbern ein und erwartet wegen der angebotenen Vorkasse faire Preise. Wenn's denn gelingt, das ist es doch gut?
      13 Antworten
      Avatar
      schrieb am 06.11.16 22:39:27
      Beitrag Nr. 1.118 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.632.476 von herding am 06.11.16 21:09:20
      Mais von Zech-Standorten
      ex Denkhaus-Gutachten August:
      "Im aktuellen Geschäftsjahr ist eine Belieferung mit voraussichtlich
      maximal 200.000 t Maisäquivalent von den für das Anlagenportfolio ohne die sog. „ACAnlagen"
      erforderlichen rd. 800.000 t darstellbar. In der Planung für die kommende
      Aussaat können maximal 670.000 t durch den Geschäftsbereich Agrar produziert werden."

      Und jetzt direkt nach der Ernte wird schon bei den Nachbarn Mais eingesammelt, die Nachbarn haben vielleicht noch Restbestände, aber natürlich nicht "vorsorglich" für KTG Energie mit produziert. Das wird ein langes Jahr.
      Mais frei Hof KTG Energie kann man vergessen, KTG Energie muss Fahrzeuge zu den Lieferanten schicken, Verladung aber unproblematisch durch Landwirte, da Radlader i.d.R. vorhanden.
      Avatar
      schrieb am 06.11.16 23:15:14
      Beitrag Nr. 1.119 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.632.476 von herding am 06.11.16 21:09:20Zitat:

      "....also kauft man jetzt bei den Nachbern ein und erwartet wegen der angebotenen Vorkasse faire Preise. Wenn's denn gelingt, das ist es doch gut?"

      Ja man wird in Zukunft wieder beim Nachbarn einkaufen, so wie man es immer schon gemacht hat. Der Nachbar war die KTG Agrar und je nach Anlage bzw. Standort auch örtliche Bauern.

      Die Karten werden jetzt nur neu gemischt, weil die KTG Agrar ist ja Geschichte.

      Wer sitzt beim neuen Spiel am Tisch?

      1. Die Banken, die die BGA finanziert haben. Wenn deren Kredite nicht bedient werden, ziehen
      ziehen sie den Stecker.

      2. Der Eigentümer aktuell noch die KTG Energie, die die Aktionäre und die Anleihegläubiger
      repräsentiert. Also auch Zech als Mehrheitsaktionär.

      3. Die "lokalen" Landwirte, und da Zech als "Oberbauer".

      Das Problem mit den BGA´s und somit das Problem der KTG Energie ist, die BGA´s funktionieren nur mit der lokalen Landwirtschaft als Rohstofflieferanten, die lokale Landwirtschaft funktioniert aber auch relativ gut ohne BGA!

      Dumm ist auch, daß der Zech doppelt auftritt. Als mehrheitseigentümer führen seine leute die Verhandlungen, gleichzeitig taucht der Zech aber auch ganz groß bei den Landwirten auf, die sowieso beim verhandlungspoker am längeren Hebel sitzen, weil wie gesagt, die Landwirte können auch ohne BGA.

      Sagen wir mal eine (fiktive) BGA schuldet der Bank noch 10 Millionen. Bis zum Ende der EEG Vergütung holt sie an EBITDA locker diese 10 Millionen inklusive Zinsen rein, und zusätzlich weitere 6 - 10 Millionen, wenn die lokalen Landwirte zu marktüblichen Preisen Substrat liefern würden. Ja wenn!

      Somit würden 6 - 10 Millionen beim Eigentümer im Laufe der EEG Restlaufzeit hängen bleiben, mit denen die Anleihe zumindest in Teilen bedient werden könnte, und wo auch für die Aktionäre etwas hängen bleibt.

      Problem für Zech ist ein doppeltes. Für den Landwirt Zech ist es nicht sonderlich lukrativ auf seinen Flöchen Silage anzubauen und damit dämliche BGA´s zu Marktpreisen zu beliefern. Ja ihm gehören die Dinger zur Hälfte, nur diese Hälfte hat er für nen Appel und nen Ei fast geschenkt bekommen.

      Auch für den KTG Großaktionär Zech sind diese 6 - 10 Millionen, die bei der BGA in diesem beispiel in den nächsten 10, 12 oder 15 Jahren anfallen nicht das dicke Geschäft. Von den 6 - 10 Millionen muß er ja erst mal den Teil abziehen, den die Anleihegläubiger bekommen, und den rest dann durch 2 dividdieren weil Ihm gehören ja nur knapp über 50%

      Für Zech und die anderen Landwirte wäre es viel lukrativer, wenn die BGA´s gezwungener Maßen die Rohstoffe teuer kaufen müßten und somit bis zum Ende der EEG Vergütung nur den Kapitaldienst für die Banken erwirtschaften.

      Ja der KTG Energie Großaktionär Zech würde damit sein Aktienpaket (kann ja nicht mehr als 5 Millionen gekostet haben) verlieren, nur der Großbauer Zech würde nur bei dieser einen BGA alleine schon 6 - 10 Millionen mehr gewinn einfahren (falls er in diesem Fall alleiniger Lieferant wäre)

      Also ist es für Zech bei weitem lukrativer, wenn die Bauern die Gewinne der BGA´s einfahren, und nicht die Eigentümer der BGA´s.

      Da Zech Großbauer ist, und zumindest ein großer Teil seiner Anbauflächen in der Nähe der BGA´s liegt, hat er schon gute Karten. Muß er im Zweifel nur mit den anderen Bauern der region so von Bauer zu Bauer einen Deal schließen, damit niemand auf die Idee kommt die BGA günstig zu beliefern.

      Dann können die Bauern (Zech und andere) zur KTG gehen und sagen, so liebe Leute wir bieten euch für die BGA 1 Million, entweder ihr verkauft, oder wir beliefern euch nicht mehr.

      Selbst wenn die KTG Energie wollte, was soll sie denn dagegen machen? Und da die KTG aktuell von Leuten die Zech eingesetzt hat geführt wird, warum sollte sie denn dagegen etwas machen wollen.

      Nur mal angenommen die KTG Energie sperrt sich gegen diesen Deal. Maximal 6 Monate müssen die Landwirte die Lieferungen einstellen oder dramatisch drosseln, dann können die Bankkredite nicht mehr getilgt werden, die Bank pfändet die BGA, verkauft jetzt für 0,5 MIllionen an die Bauern und stellt sicher, daß es mittel und langfristig mit der Rohstoffversorgung klappt, und somit ihre Kredite nicht noch einmal in Turbulenzen geraten.

      Wenn die 6 - 10 Millionen die die BGA über den Schuldendienst an die Banken hinaus in den nächsten jahren erwirtschaftet, komplett in die Kasse der lokalen bauern fließen, warum sollte es dann noch einmal mit der Rohstoffversorgung Probleme geben.

      Ergo die Bauern werden gewinnen, die noch Eigentümer der BGA´s sprich die KTG Energie wird verlieren. Kein Problem für Zech, weil seit Übernahme der meisten Agrarbetriebe von der ehemaligen KTG Agrar, ist der in den Regionen der BGA´s ja selbst der größte Bauer.

      So wird das Spielchen wohl laufen.

      Und nun herding sage mir doch mal warum es anders laufen sollte?!

      Diese blöden BGA´s auf Basis nachwachsender Rohstoffe können sich nun halt nicht am Markt mit Rohstoffen versorgen, weil es keinen echten Markt gibt! Silage läßt sich kostenmäßig eben nicht über größere Strecken transportieren, und somit mußt du in der Region kaufen und bist in der Hand der regionalen Bauern.

      Ja die KTG Energie könnte scih ja eventuell mit den regionalen Bauern gütlich einigen, nur hat leider der Oberbauer der Regionen nicht ein sondern gleich mehrere Trojanische Pferde in den Organen der KTG Energie platziert, die ein maximales Interesse daran haben, daß die Bauern so viel wie möglich und die KTG Energie wenn möglich nichts bekommen.

      Und den Banken als großer Oberschiedsrichter, ist auch vollkommen egal ob Troja bzw. die KTG Energie fällt oder nicht. Hauptsache am Ende sind ihre Kredite in trockenen Tüchern. Ganz nebenbei wenn der Oberbauer Zech bekommt was er will, dann kann man mit dem in Zukunft wahrscheinlich auch noch andere gute Geschäfte machen. Hat Hofreiter die Agrarbetriebe nicht so in den Dreck gefahren, daß die zumindest teilweise auch rekapitalisiert werden müssen. Na wenn der Bauer Zech nicht kreditwürdig ist, wer dann?

      Leute begreift doch endlich. Zech kann es sich mehr als leisten sein Aktienpaket zu entwerten. Er hat doch nichts dafür gezahlt, und wenn er bei dieser "Entwertung" der Aktionär Zech 50% der BGA´s verliert, der Bauer Zech aber 50, 60, 70 oder 80% bekommt (der Rest geht an andere Bauern) und alle Bauern in Zukunft mit der Lieferung von Substrat wirklich gutes Geld verdienen?

      Die Gewinner sind die Bauern (die sich jetzt die BGAßs holen), die Verlierer all jene Anleger, die einem Bauer namens Hofreiter ihr Geld gegeben haben, und nicht gemerkt haben, daß sie von vorne bis hinten gelinkt wurden. KTG Agrar oder KTG Energie? Was macht das für einen Unterschied? Der Bauer ist schlauer, und spielt the winner takes it all.

      Ja gut genau wie bei der KTG Agrar, könnt ihr ja dann versuchen juristisch so in Sachen Schadensersatz den Bauern das ergaunerte Geld wieder abzunehmen, oder Versicherungen bzw. WP´s für diesen Schwindel hafbar zu machen. Viel Vergnügen.


























      Also entsteht nur bei dieser
      11 Antworten
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      schrieb am 07.11.16 00:32:26
      Beitrag Nr. 1.120 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.632.992 von querdenker06 am 06.11.16 23:15:14Nicht vergessen: Wie ist die Bremer Zech Stiftung überhaupt in's Spiel gekommen?

      Ich gehe davon aus, das dies über die Bremer Landesbank geschehen ist, die neben der Sachsen Bank Hauptkreditgeber war und später den Großteil der KfW-Kredite eingesezt haben dürfte. Auch wenn jetzt größtenteils KfW-Kredite als Finanzierung dienen, dürfte die Bremer Landesbank noch immer wesentlichen Einfluß haben. Denke ich.

      Ergo gibt es auch eine enge Beziehung zwischen der Bremer Landesbank und der Zech Stiftung.

      ///

      Wenn in diesem Wirtschaftsjahr nur 200.000 von benötigten 800.000 Tonnen Maisäquivalent von den KTG Flächen kommen, dann ist die Lage ja als dramatisch einzuschätzen. Wie sollen dann die Biogasanlagen wieder auf 95 % Anlagenleistung gebracht werden, die zuvor angegeben wurden?

      Da dürften so hohe operative Verluste im aktuellen Wirtschaftsjahr auf die KTG Energie AG zukommen, das das verbliebene Aktionärseigenkapital von ca. 15 Mio. Euro aufgezehrt wird. Sprich Aktienwert gleich null.
      10 Antworten
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      schrieb am 07.11.16 07:50:27
      Beitrag Nr. 1.121 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.633.136 von Wertefinder1 am 07.11.16 00:32:26Wenn die ca. 60 MW Anlagenleistung haben und sie brauchen etwa 19.000 t/MW/Jahr Maissilageäquivalent, dann brauchen sie in Summe etwa 1.140.000 t. Wenn die nur 200.000 t haben, dann fehlen wohl noch lumpige 940.000 t. Ein schwerer Schüttgut LKW voll beladen kann
      bis zu 28 t transportieren. (Ich weiß aber nicht, ob der auch das entsprechende Volumen von 28 t Maissilage transportieren kann) Das wären dann 33.571 LKW Fahrten. Das kann man nicht mal eben umlagern. Das hat auch keiner mal eben so rumliegen in der näheren Umgebung. Wer große Mengen Silage jetzt eingelagert hat, der hat einen Riesenbetrieb dahinter stehen und benötigt diese Mengen auch, um diesen Betrieb am Laufen zu halten. Oder er wollte bis vor der Pleite an KTG liefern und sitzt jetzt auf dem Zeug, welches unter schlechten Lagerbedingungen vor sich hinmodert. (Wer geplant hatte direkt an KTG zu liefern, hat sicher kein Riesensilo für die Maisernte auf seinem Hof. Diese Fahrsilos sind sauteuer! - Ergo: Feldmieten. Riesenhaufen Maissilage mitten in der Pampa, notdürfig nach oben abgedeckt. Von oben und unten die ersten 50-100 cm kaum zu gebrauchen, da schon kompostiert, Sickersäfte gehen ins Grundwasser, Anlage eigentlich illegal)

      Also die Geschichte, dass KTG jetzt im großen Umfang im lokalen Markt Maissilage einkauft, die vorher für andere Verwendungszwecke der Bauern gedacht gewesen sein soll, ist Käse. Entweder die kaufen jetzt die Maisernte auf, die wegen der Insolvenz nicht auf die KTG-Anlagen gefahren wurde oder die erzählen Märchen.

      Die betroffenen Bauern werden es sich wohl zweimal überlegen im April wieder Mais anzubauen, wenn sie keine werthaltigen Garantien bekommen, dass ihre Lieferungen auch abgenommen und bezahlt werden. Die können ja alternativ einfach zur Abwechslung mal Weizen oder sonst was anbauen. Das tut auch den Böden gut.
      9 Antworten
      Avatar
      schrieb am 07.11.16 10:33:19
      Beitrag Nr. 1.122 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.633.526 von DieroteZora am 07.11.16 07:50:27Auch interessant:

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/nitrat-im-grundwas…

      Wenn die EU tatsächlich mal was auf die Kette bringen würde, dann würden sich die Probleme der Biogasanlagen mit der Gärrestausbringung wesentlich verschärfen.

      Aber das wird die aktuellen KTG Energie Aktionäre und Gläubiger wohl nicht mehr treffen, denke ich.
      Avatar
      schrieb am 07.11.16 12:38:22
      Beitrag Nr. 1.123 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.633.526 von DieroteZora am 07.11.16 07:50:27Du hast die Verträge mit externen Lieferanten vergessen. Nicht alle Biogasanlagen liegen im Bereich von Anbaugebieten der Deutschen Agrar Holding und für die gibt es Lieferverträge außerhalb des alten KTG Agrar Konzerns. Deshalb ist die Angabe von benötigten 800.000 Tonnen Maisäquivalent aus dem Bereich der Deutschen Agrar Holding schon richtig.

      Jetzt ist natürlich auch die Frage, ob es sich um einen Einmalbedarf handelt oder ob langfristige Verträge eingegangen werden sollen. Denn so wie es sich anhört, kann man vllt. auf den Böden auch im nächsten Wirtschaftsjahr erstmal gar keinen Mais mehr anbauen.

      Ich sehe es auch so, das es sehr schwierig werden dürfte, diese Mengen am Markt zu kaufen. Vllt. kann man auf andere Einsatzstoffe umschwenken, die einen geringeren Energieertrag bieten, aber dafür leichter am Markt verfügbar und zu transportieren sind.
      7 Antworten
      Avatar
      schrieb am 07.11.16 15:38:45
      Beitrag Nr. 1.124 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.635.626 von Wertefinder1 am 07.11.16 12:38:22
      Zitat von Wertefinder1: Ich sehe es auch so, das es sehr schwierig werden dürfte, diese Mengen am Markt zu kaufen. Vllt. kann man auf andere Einsatzstoffe umschwenken, die einen geringeren Energieertrag bieten, aber dafür leichter am Markt verfügbar und zu transportieren sind.


      Besser zu transportieren ist nur etwas mit einem höheren Energiegehalt. Das wäre dann z.B. reiner Weizen. Der hat ca. 4 mal so viel Wums pro Tonne wie Maissilage. Gut, dann ordern wir mal eben so 200.000 t Weizen. Das wären so etwa 2,5 kg für jeden Deutschen mit einem Energiegehalt von 8.475 kcal pro Kopf. Ein bisschen Wasser und Hefe dazu und der Durchschnittsdeutsche könnte gut 4 Tage davon leben.
      6 Antworten
      Avatar
      schrieb am 07.11.16 16:40:15
      Beitrag Nr. 1.125 ()
      DieroteZora und Wertefinder1

      arbeiten ja sehr schön die Ausgangslage bei der KTG Energie heraus, was so die Situation hinsichtlich Rohstoffversorgung betrifft.

      Etwas mehr als 1 Million Tonnen Silage bzw. Maisäuquivalent benötigen die Biogasanlagen. Wäre alles normal innerhalb der KTG gelaufen, dann hätten die Agrarbetreibe der KTG so um die 600 bis 800.000 Tonnen davon geliefert, den Rest wohl andere Landwirte.

      Preis für eine Tonne Maissilage so um die 36 €.

      Nur mal als Gedankenspiel:

      Was würde passsieren, wenn Zech seine Agrarbetriebe in 2017 einfach mal keine oder deutlich weniger Silage anbauen. Schon alleine weil der Hofreiter ja mit dem ständigen Maisanbau die Böden ausgelaugt hat.:laugh:

      Wer würde bei diesem Spiel kurzfristig was und wieviel verlieren, wer könnte damit zur Not leben, wenn es sich halt nur um 2017 handelt, und wer wäre ja eigentlich automatisch mittel und langfristig der große Gewinner?

      Wenn ich das durchspiele, kommt immer das gleiche und schon langweilige Ergebnis raus.

      Könnten andere Foristen nicht auch mal diesen Gedankengang durchspielen einfach um mal zu sehen ob es auch ein anderes Ergebnis gibt als Zech gewinnt (die Biogasanlagen)?

      Wie wäre es herding spiele doch mal und sage mir wie das Spiel nicht fast zwangsläufig im Totalverlust der Anleihegläubiger enden soll?

      Hat Zech Lieferverpflichtungen gegenüber der KTG Energie? Was kann er denn bei der KTG Energie verlieren, wenn die Banken dringend darauf angewiesen sind, daß die Biogasanlagen einen Eigentümer bekommen, der auch die Rohstoffversorgung sicher stellen kann?

      Zech kriegt die Biogasanlagen im Prinzip für 1 € (pro Stück natürlich), wenn er nur die bankkredite übernimmt und für die Tilgung garantiert.

      50 Millionen Anleiheschulden weg, niemand mehr mit dem er in Zukunft das EAT teilen muß.
      Avatar
      schrieb am 07.11.16 19:02:25
      Beitrag Nr. 1.126 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.636.886 von DieroteZora am 07.11.16 15:38:45http://www.lfl.bayern.de/iba/energie/049711/

      Weizenkörner passt ja gar nicht in die Philosophie. Und passt vllt. auch nicht preislich.

      Vllt. Mist oder Hühnerkacke ;)

      Aber dafür müsste man die Anlagen komplett umstellen. Und entscheidend: Die Genehmigungsunterlagen geben so einen Wechsel rechtlich vllt. gar nicht her.

      Von außen alles schwer zu durchschauen. Und wir sind ja auch in einem Aktienforum. Wenn man da die ganzen Meldungen der letzten Wochen zusammenfasst, wundert schon, das der Aktienkurs noch da steht wo er steht.
      5 Antworten
      Avatar
      schrieb am 07.11.16 19:28:36
      Beitrag Nr. 1.127 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.638.530 von Wertefinder1 am 07.11.16 19:02:25
      Zitat von Wertefinder1: http://www.lfl.bayern.de/iba/energie/049711/


      Interessanter Link! 1 t Hühnerkot bringt also doch 1/3 des Biogasertrags von 1 t Mais? In Volumen gemessen noch näher dran??? Also doch Wums? :)
      4 Antworten
      Avatar
      schrieb am 07.11.16 20:58:13
      Beitrag Nr. 1.128 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.638.701 von herding am 07.11.16 19:28:36Ja eine BGA läuft auch mit Hünerkacke, Gülle und und und...

      Grob gesagt kannst du so ziemlich alle organischen Stoffe und Abfälle da reinwerfen, die relativ schnell verrotten oder faulen und dabei Faulgase freisetzen. Also wenn es nicht genug Siliga gibt, wäre Gülle, Hühnerkot, Pferdemist oder Weizen in der Theorie eine Alternative.

      Praktisch?

      Die BGA´s der KTG Energie wurden als NAWARO (nachwachsende Rohstoffe) Biogasanlagen genehmigt, gebaut und ganz wichtig sie bekommen als NAWARO Anlagen EEG Vergütung. UNd da gehen die Praktischen Probleme los.

      1. Kann die Anlage rein technisch überhaupt mit Mist oder Gülle gefahren werden?
      Gerade bei Anlagen die Gas ins öffentliche Netz einspeisen könnte es sehr schnell Probleme
      geben.

      2. Ist die Anlage für den Einsatz solcher Stoffe überhaupt zugelassen?

      3. Verlierst du die EEG Vergütung wenn du etwas anders als NAWARO reinwirfst?

      4 Wenn du ein Problem hast 1 Million Tonnen Maissilage zu bekommen, ist es fraglich ob es mit
      3 Millionen Tonnen Hühnerkacke oder Gülle kleiner wird.

      Es gibt in Deutschland ja nicht nur die BGA´s der KTG mit 60 MW sondern insgesamt Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von 3 - 4 GW sprich die KTG Energie hält so um die 2% der in Deutschland installierten Leistung.

      A und O bei jeder Biogasanlage ist, daß es eine gesicherte Versorgung mit Inputstoffen gibt. Das muß nicht Silage sein, weil eben auch viele Anlagen nicht als NAWARO Anlabgen gebaut wurden. Fallen der oder die Lieferanten für die gesicherte Rohstoffversorgung weg (warum auch immer), dann heißt daß fast immer Game over Biogasanlage. Selten ist es möglich regional einen geeigneten Ersatzlieferanten zu finden.

      Wohl gemerkt, es stehen 3 - 4 GW Biogasanlagen in Deutschland, d.h. auch dort wo die Anlagen der KTG Energie stehen, muß es auch noch Anlagen anderere Betreiber geben. Gut möglich also, daß du regional zwar Silage findest, diese aber langfristig an andere BGA´s gebunden ist.

      Bleibt wohl im Zweifel nur die Möglichkeit Landwirte davon zu überzeugen, in Zukunft z.B. anstelle von Weizen oder Raps Mais für Silage anzubauen. Ob sich das für die Landwirte rechnet und ob jemand bereit ist für die KTg Energie umzustellen?

      Wie rechnet es sich denn für einem Bauern wenn er auf dem einem Feld Maissilage und auf dem Feld daneben (gleicher Boden) Weizen anbaut? Mit welchem Feld macht er mehr Profit?

      Ihrgenwie habe ich das Gefühl, daß es sich für einen Bauern nur dann lohnt Silage für eine BGA anzubauen, wenn er direkt am Gewinn der BGA in nennenswertem Umfang beteiligt ist. Maissilage anbauen und für die Tonne gerade mal 36 € bekommen?

      Dazu müßte DieroteZora eventuell etwas genaueres sagen können, weil sie scheint sehr viel Ahnung von der Materie zu haben.
      3 Antworten
      Avatar
      schrieb am 07.11.16 23:03:32
      Beitrag Nr. 1.129 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.639.454 von querdenker06 am 07.11.16 20:58:13Ja, Zustimmung, keine Option für die KTG Biogasanlagen. Die Region hat sicher nicht so das Exkremente-Entsorgungsproblem wie in Niedersachsen, die Nitratbelastung wird lt. der roten Zora nicht reduziert, und auch 1/3 Energieausbeute dürfte für einen rentablen Betrieb nicht ausreichen. Und die rote Zora hat uns auch schon erklärt, dass bei genehmigungsferner Nutzung einer BGA Freiheitsstrafe droht. Meine Bemerkung war nicht als Vorschlag für die KTG Energie gemeint. Mir stach diese 1/3-Potenz der Hühnerexkremente, und das nach Gewicht und nicht nach Volumen, als Hinweis auf eine dem Grundsatz nach gegebene Nutzbarkeit nur so sehr ins Auge, weil ich meine, hier im Forum vordem eine noch weit geringere Potenz gelesen zu haben.
      Avatar
      schrieb am 08.11.16 07:48:00
      Beitrag Nr. 1.130 ()
      Schön wenn das stimmen würde:

      Zuversicht nach der Pleite: Nach dem Zusammenbruch des Agrar-Mutterkonzerns KTG ist die Zukunft der sieben ehemaligen Standorte der einst börsennotierten Firmengruppe in Mecklenburg-Vorpommern weitgehend gesichert. Die beiden nicht von der Insolvenz betroffenen Agrar-Standorte im westmecklenburgischen Karft und im vorpommerschen Görke mit zusammen 745 Hektar würden fortgeführt, erklärte der Chef der zur Gustav-Zech-Familienstiftung aus Bremen gehörenden Deutschen Agrar Holding (DAH), Felix Colsman, gegenüber unserer Zeitung. Auch die vier Biogasanlagen in Brenz, Dersewitz, Groß Tessin und Wendisch Priborn würden unter dem Dach der KTG Energie AG fortgeführt.
      ]Die Zech-Stiftung hatte im September große Teile des KTG-Imperiums übernommen – vor allem in MV und Brandenburg zwölf Agrarbetriebe mit vorwiegend Pachtflächen von insgesamt um die 20 000 Hektar. Die DAH wolle die Standorte künftig nachhaltiger bewirtschaften, kündigte Colsman an. Die Betriebe sollen in dezentraler Verantwortung geführt und die Entscheidungen wieder vor Ort verlagert werden, sagte Colsman. Die KTG hatte ihr Imperium zentralistisch geführt und die Betriebsführung vor Ort in vielen Fällen in Schwierigkeiten gebracht. [/]



      http://www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/bauriese…
      Avatar
      schrieb am 08.11.16 08:24:21
      Beitrag Nr. 1.131 ()
      selber Artikel:

      Darüber hinaus wurden von der DAH auch 50,06 Prozent der Aktienanteile an der KTG Energie AG mit ihren 21 Biogasanlagen übernommen. Auch die Standorte würden fortgeführt, sagte Colsman, der zugleich Mitglied des Aufsichtsrates ist. Die Gesellschaft befinde sich derzeit im Insolvenzverfahren in Eigenregie. Die einzelnen Gesellschaften seien aber über ein ausreichendes Massedarlehen abgesichert.


      Wenn das der Aufsichtsrat tatsächlich sagt !
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 08.11.16 10:31:35
      Beitrag Nr. 1.132 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.641.296 von keks911 am 08.11.16 08:24:21Aus ihrem Beitrag:

      "Darüber hinaus wurden von der DAH auch 50,06 Prozent der Aktienanteile an der KTG Energie AG mit ihren 21 Biogasanlagen übernommen. Auch die Standorte würden fortgeführt, sagte Colsman, der zugleich Mitglied des Aufsichtsrates ist. Die Gesellschaft befinde sich derzeit im Insolvenzverfahren in Eigenregie. Die einzelnen Gesellschaften seien aber über ein ausreichendes Massedarlehen abgesichert.

      Wenn das der Aufsichtsrat tatsächlich sagt !

      Bauer sucht Kohle: KTG Energie AG geht an die Börse | wallstreet-online.de - Vollständige Diskussion unter:
      http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1174761-1131-1140…

      Wenn der Aufsichtsrat das tatsächlich sagt, ja dann was?

      Es ist ja schön, daß der neue Aufsichtsrat endlich mal ein Wort zur KTG Energie sagt. Es ist auch schön, daß was er sagt auf den ersten Blick richtig positv klingt, nur auf den 2 Blick was sagt denn der Aufsichgtsrat wirklich?

      Nichts! Zumindest nichts neues!

      DAH hat 50,06% Anteile an der KTG Energie ist ja wohl bekannt.

      Dank dem Massedarlehen sind die einzelnen Gesellschaften finanziell abgesichert. Super nur ist das seit Wochen bekannt. Das neue Problem was so langsam aber sicher spätestens jetzt aufgetaucht ist, besteht darin, daß die KTG Energie zwar mitlerweile wieder über ausreichend liquide Mittel verfügt, nur es jetzt anscheinend ein Problem damit gibt, daß zu bezahlbaren Kosten garnicht genügend Substrat verfügbar ist. Insbesondere auch aufgrund der Ernteausfölle bei der DAH bzw. KTG Agrar.

      Mit den bei der KTG Energie vorhandenen und den bei Lieferanten gesicherten Substratmengen wie lange ist denn damit aktuell der Vollastbetreib der BGA´s gesichert? Dazu sagt der Herr AR wohl wissentliche kein Wort.:laugh:

      Die Stanorte werden fortgeführt, so so wer hätte das gedacht. Nur werden sie in näherer Zukunft unter dem Dach der KTG Energie fortgeführt, oder ist die KTG Energie ähnlich wie die KTG Agrar demnächst zu einem Notverkauf gezwungen? D.h. die Standorte werden schon blad unter dem Dach eines neuen Eigentümers z.B. der DAH direkt und jetzt mit 100% Anteil fortgeführt.

      Typische taktische AR Aussage, klinkt gut sagt aber wenig bis nichts zur Lage des Unternehmens, und schon garrnichts zur Strategie bzw. zum Sanierungsplan der KTG Energie bzw. zu den Absichten der DAH.
      Avatar
      schrieb am 08.11.16 10:51:08
      Beitrag Nr. 1.133 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.639.454 von querdenker06 am 07.11.16 20:58:13
      Zitat von querdenker06: Es gibt in Deutschland ja nicht nur die BGA´s der KTG mit 60 MW sondern insgesamt Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von 3 - 4 GW sprich die KTG Energie hält so um die 2% der in Deutschland installierten Leistung.

      Dazu müßte DieroteZora eventuell etwas genaueres sagen können, weil sie scheint sehr viel Ahnung von der Materie zu haben.


      1.Ein bisschen genauer kriegen wir das schon hin mit die Biogasanlagen, geil...

      https://www.agora-energiewende.de/de/themen/-agothem-/Produk…

      Hier sieht man die aktuelle Einspeisung von Biogasstrom in Deutschland. 5,228 GW. Bei einer Anlagenauslastung von 95% kommt man dann auf eine Anschlussleistung von 5,503 GW. Dazu kommen noch die ganzen Gaseinspeiser. Die fressen vielleicht noch mal für 1-1,5 GW.

      2. Ich bin keine Frau, sondern ein ziemlich fieser Zahlen-Nerd. Richtung Asperber-Syndrom;-) Ich hätte angenommen, dass das schon mal aufgefallen ist.

      3. Biogaswissen kurzgefasst:
      Hühner sind schlechte Futterverwerter. Oben kommen gute Körner rein und unten kommen vollgeschissene Körner raus. Also teilweise zumindest. Daher hat Hühnertrockenkot (HTK) recht hohe Gärwerte. Also theoretisch. Wenn man aber zu viel HTK reinpackt, dann kippt einem die Biologie um wegen zu hohen Ammonium/Ammoniak-Werten. Also muss man eine sogenannte ANA-Strip-Anlage anschließen, um das biologische Verfahren am Laufen zu halten. Ist so was wie beim Menschen die Niere, die die Körperflüssigkeiten davor bewahren, am eigenen Abfall zu ersticken. Problem war damals, dass die einfach nicht richtig gestrippt hat, die gute Anna. Das gewonnene Ammoniumsulfat kann man als Dünger verkaufen. So eine Anlage ist sicher kein Standard an Biogasanlagen. Röblingen war die Erste! Und dann gibt es noch guten HTK und schlechten. Ich glaube Hähnchenmast gut, Legehennen schlecht oder umgekehrt. Jedenfalls lohnt sich das nur, wenn man da eine spezialisierte Anlage hat, die am Besten genau neben einem Hühnerbetrieb gelegen ist. Schaut mal die hier die Anlage Röblingen am See. Da ist so ein Teil.

      https://www.google.de/maps/place/Industriestra%C3%9Fe,+06317…

      Alles, was hier genau nördlich der großen weißen Halle ist, ist die ANA-Strip-Anlage. Grüne Teile, Hochtank und das sonstige Gedöns. Kostet gleich mal siebenstellig.

      Nordwestlich seht ihr die dazu gehörige Hühnerfarm mit x-Millionen Hühnchen.

      Die kleine Anlage nordöstlich ist die Gasverflüssigung/Einspeisung.

      Und in der großen weißen Halle sollte tonnenweise Hühnerkacke liegen. Jedesmal, wenn ausgestallt wird, kommt da dann ein großer Schwung Kacke rein.

      Lange Rede kurzer Sinn: HTK ist nicht die Rettung für kurzfristig fehlende Substrate an beliebigen Standorten. Nicht quantitativ, nicht qualitativ noch regional überall verfügbar.
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 08.11.16 10:55:49
      Beitrag Nr. 1.134 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.642.799 von DieroteZora am 08.11.16 10:51:08Noch was: Die Anlagen sind für bestimmt Inputstoffe zugelassen. Wenn man dann was anderes reinpacken will (statt Mais und Gülle zusätzlich noch Grünschnitt, dann kann es ein Problem geben) Warum die guten Projektmanager nicht einfach alle denkbaren Inputstoffe in die Betriebsgenehmigungen haben eintragen lassen, habe ich nie verstanden. Aber nun einfach mit HTK anzufangen ohne Genehmigung, geht wahrscheinlich schief. Es müssen ja auch Betriebstagebücher geführt werden, womit die Anlage auf genehmigungskonformen Betrieb überprüft wird.
      Avatar
      schrieb am 08.11.16 19:05:48
      Beitrag Nr. 1.135 ()
      Spekulationen über Spekulationen.
      Schaut man in diesen Thread, dann sitzen hier wohl nur Insider.
      Ich will ja keinen seine Kompetenz im Bereich Biogasanlagen absprechen, allerdings finde ich die Aussagen über bestehende Schwierigkeiten bei der Inputbeschaffung für sehr gewagt.
      Seit wann ist denn überhaupt von einer Insolvenz bei der KTG Agrar/Energie die Rede? Die Saat war doch ausgebracht bevor die Zahlungsunfähigkeit eintrat, also muss doch auch irgendwo die Ernte liegen. Haben die Bauern die Ernte anderweitig verkauft, gab es für so grosse Mengen Abnehmer?

      Auch immer wieder der Hinweis, das Zech kein Interesse an seinem Aktienpaket hat, weil er anderweitig mehr Geld verdienen kann o.ä., solange das nicht belegt ist, solange sollte man sich diese Behauptung verkneifen.
      Ich hoffe jedenfalls, das alle Aktionäre mit möglichst kleinen Schaden davon kommen.

      Gruss Hansi
      5 Antworten
      Avatar
      schrieb am 08.11.16 19:49:31
      Beitrag Nr. 1.136 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.646.516 von CrazyBroker am 08.11.16 19:05:48Es gab doch aber schon die Berichte, das die KTG Agrar extern verkauft hat, anstatt an die KTG Energie AG zu liefern. Dito gab es die Berichte, das auf den Feldern der KTG Agar teilweise das Unkraut höher Stand als die Frucht und der Mais gerade einmal Hüfthöhe erreichte, als auf Feldern anderer Anbauer der Mais 2 Meter erreichte. Und das auf Feldern die Ernte nur noch untergeplügt werden konnte.

      Und das von den extrem vernachlässigten Flächen der KTG Agrar eben nur noch 200.000 statt 800.000 Tonnen Maisäquivalent an die KTG Energie geliefert werden können. Wenn das stimmt, dann dürfte das dramatisch sein.
      Avatar
      schrieb am 08.11.16 20:25:11
      Beitrag Nr. 1.137 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.646.516 von CrazyBroker am 08.11.16 19:05:48F a l s c h :
      Die großen Liqui.-Probleme bestanden bei der hälftigen Konzern-Mutter KTG-A bereits seit spätestens Ende letzten Jahres;
      (die Staaatsanwaltschaft ermittelt wg. Inso.-Verschleppung + Bilanz-Delikten)
      d.h. Herbst'15/Frühjahr'16 gab es dort immer mehr Einschränkungen bei Saatgut/Dünger u. Maschinen/gewerblichenPersonal...
      Hier bei KTG-E wurde die Anlagen im August mangels Input mit nur noch 61% gefahren !
      Im September war man nicht in der Lage 3,6Mio.€ 7,25% Anleihe-Zinsen zu zahlen und musste auch Inso.-Antrag stellen !
      Im Oktober gab es zur Überbrückung einen 20Mio.€-Masse-Kredit von dem neuen Mehrheits-Eigentümer !

      Lt. deutschem Bauernverband war die "Mais=Silage"-Ernte unterdurchschnittlich,
      gemäß im benachbartem Forum Inso.-Verwalter u. Presse bei KTG noch schlimmer.
      Avatar
      schrieb am 08.11.16 20:53:36
      Beitrag Nr. 1.138 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.646.516 von CrazyBroker am 08.11.16 19:05:48Was mit der Ernte (der KTG Agrar) geschehen ist, hat z.B. Dammhans hier (bzw. im KTG Agrar Forum) doch schon seit langem voraus gesagt.

      Die Felder der KTG Agrar sind bzw. waren (Ernte ist ja schon eingebracht) in einem bemittleidenswerten Zustand, weil sich die KTG Agrar in 2016 nicht mehr richtig um die Pflege ihrer Kulturen gekümmert hat bzw. kümmern konnte.

      Das was Dammhans angekündigt hat wurde mehrfach bestätigt.

      Zunächst mal von Denkhaus und Ockelmann. Lesen sie doch mal die vielen Beiträge in denen Volker Lange Auszüge aus den Mitteilungen innerhalb des Insolvenzverfahrens der KTG Agrar veröffentlicht.

      Sinngemäß aus diesen Auszügen zusammen gefaßt:

      Witterungsbedingt war in diesem Jahr die Ernte (in Ostdeutschland) etwas schlechter. Das trifft alle Agrarbetriebe. Bei der KTG Agrar ist es darüber hinaus zu deutlichen Ernteeinbußen gekommen, weil mangels vorhandenem Geld z.B. keine ausreichende Düngung der Felder mehr möglich war. Sprich die "Feldfrüchte" der KTG sind auf dem Acker "verhungert"

      Sinnbildlich (sogar von Ockelmann/Denkhaus?) mit dem Satz ausgedrückt:

      Wildschweine haben einen Bogen um die Felder der KTG Agrar gemacht.

      Warum wohl? Weil es da erstens nichts Venünftiges zu fressen gab, und zweitens der Mais so niedrig stand, da´die Schweine noch nicht mal vernünftig Deckung gefunden heben.

      Wenn man die fetten Worte kombiniert, ist das die Umschreibung für Einbußen ab 30% aufwärts. Eventuell sogar über 50%.

      Auch mehrere Medien haben sehr anschaulich berichtet, wie Hofreiter im letzten Jahr (Agrar-) Händler abgeklappert hat und verzweifelt versucht hat trotz überfälliger Rechnungen noch Dünger oder Diesel für die Traktoren zu bekommen.

      Jetzt stellen Sie die tolle Frage:

      Die Saat war doch ausgebracht bevor die Zahlungsunfähigkeit eintrat, also muss doch auch irgendwo die Ernte liegen. Haben die Bauern die Ernte anderweitig verkauft, gab es für so grosse Mengen Abnehmer?:laugh:

      Bauer sucht Kohle: KTG Energie AG geht an die Börse | wallstreet-online.de - Vollständige Diskussion unter:
      http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1174761-1131-1140…

      Himmel was soll das? Lesen Sie hier nicht mit?

      Haptlieferant für die KTG Energie war die KTG Agrar, mit einem Volumen von so um die 500 - 900.000 Tonnen Silage oder Maisäuquivalent im Jahr.

      Von dieser Menge fehlen 30, 40 oder sogar mehr Prozent, weil sie bei der KTG Agrar dieses Jahr aufgrund von den Ernteausfällen schlicht nicht vorhanden sind! Da wurde nichts an andere Abnehmer verkauft, weil es schlicht und einfach nichts zu verkaufen gab.

      So und nun fehlen den BGA´s der KTG Energie den in diesem Jahr und bis zur ersten Ernte im Jahr 2017 min. 100.000 Tonnen, wahrscheinlich eher in Richtung 200 - 300.000 oder sogar noch mehr Tonnen Silage, die zu vernünftigen Kosten wohl nicht zu ersetzen sind.

      Es gibt niemanden, der diese Mengen noch dazu nahe genug an den BGA´s einfach so mal rumliegen hat, und somit kurzfristig mal für die KTG Energie in die Bresche springen kann.

      Die daraus für die KTG Energie in den nächsten 6 - 12 Monaten resultierende Verluste dürften sich in der Größenodnung von niedrig 2 stellig bis zu 2 stellig im mittleren Bereich summieren!

      Prost Mahlzeit.:confused:

      P.s.

      Geht alles zuerst mal zu Lasten der Aktionäre, dann die Anleihegläubiger, und dann die Banken.

      "Ich hoffe jedenfalls, das alle Aktionäre mit möglichst kleinen Schaden davon kommen."

      Träum weiter.
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 09.11.16 11:39:38
      Beitrag Nr. 1.139 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.647.359 von querdenker06 am 08.11.16 20:53:36OK, dann habe ich immer noch verschiedene Möglichkeiten ...

      - ich lasse alle Anlagen mit geringer Auslastung laufen
      - ich lasse nur die Anlagen die ich "füttern kann" mit "95%" weiter laufen
      - Es gelingt mir eine Schiffsladung Inputstoffe aus dem Ausland zu beschaffen

      Das dieses Jahr nicht golden wird ist klar, aber wie sieht es nächstes übernächstes Jahr aus?
      Der aktuelle Fokus sollte doch darauf stehen alle Anlagen wieder zuverlässig mit Inputstoffen versorgen zu können. Geld ist da ( Massekredit ), ein Schuldenschnitt bringt den Gläubigern mehr als ein Totalverlust und da die gesamte Führungsriege ausgetauscht wurde sollten ja alle Beteiligten verhandlungsbereit sein.

      Gruss Hansi
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 09.11.16 15:10:48
      Beitrag Nr. 1.140 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.652.744 von CrazyBroker am 09.11.16 11:39:38Nachdem die Anlagen der KTG Energie schon mehrere Jahre unter Vollast gelaufen sind, werden die Schwierigkeiten dieses Jahres mit dem Zerfall der KTG Agrar zu begründen sein. Zech wird sich das genau angesehen haben und die gekauften Agrar-Betriebe sanieren und damit eine dauerhafte Lösung bauen. Natürlich werden auch die Anleihen der KTG Energie einen Beitrag zur Sanierung leisten.
      Avatar
      schrieb am 11.11.16 18:00:53
      Beitrag Nr. 1.141 ()
      KTG Energie AG / Schlagwort(e): Kapitalmaßnahme

      11.11.2016 17:54

      Veröffentlichung einer Insiderinformation gemäß Artikel 17 MAR, übermittelt
      durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
      Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.




      KTG Energie AG: Erhöhung des Massedarlehens

      Hamburg, 11. November 2016 - Die sich im Insolvenzeröffnungsverfahren
      befindliche KTG Energie AG hat mit Zustimmung des vorläufigen
      Gläubigerausschusses beim Insolvenzgericht beantragt, die Gesellschaft zu
      ermächtigen, den mit der Agrar ZG Projektbeteiligungs GmbH abgeschlossenen
      Darlehensvertrag über ein Massedarlehen in Höhe von bis zu EUR 20 Mio. um
      bis zu EUR 4,95 Mio. auf bis zu EUR 24,95 Mio. zu erhöhen.

      Das Insolvenzgericht hat dem entsprechenden Antrag der Gesellschaftaft
      stattgegeben. Die Gesellschaft wird mit der Agrar ZG Projektbeteiligungs
      GmbH eine entsprechende Ergänzungsvereinbarung zu dem Massedarlehensvertrag
      abschließen.

      Auch der Erhöhungsbetrag des Massedarlehens von bis zu EUR 4,95 Mio. dient
      weiterhin der Sicherstellung des operativen Betriebs der KTG Energie AG und
      ihrer operativen Tochtergesellschaften während der
      insolvenzverfahrensgestützten Sanierung.

      KTG Energie AG
      Hamburg, den 11. November 2016
      Der Vorstand
      5 Antworten
      Avatar
      schrieb am 11.11.16 18:47:49
      Beitrag Nr. 1.142 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.676.177 von keks911 am 11.11.16 18:00:53auch auf der Fa.-homepage:

      http://www.ktg-energie.de/news-archiv/news-detail/ad-hoc-erh…
      Avatar
      schrieb am 11.11.16 22:02:13
      Beitrag Nr. 1.143 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.676.177 von keks911 am 11.11.16 18:00:53Ist das eine eindeutig gute Nachricht? Wenn es nach einem Fass ohne Boden aussehen würde, dann würde kein Nachschuss gewährt worden sein?
      3 Antworten
      Avatar
      schrieb am 12.11.16 09:24:24
      Beitrag Nr. 1.144 ()
      reicht es nun bei einem - nur spekulativen - debt /equity Swap, um weiterhin die Mehrheit zu halten ?

      Anleihe 50 Mio plus Zinsen / Zech 20 + 4,95 + 30 (alt)
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 12.11.16 10:31:44
      Beitrag Nr. 1.145 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.678.820 von keks911 am 12.11.16 09:24:24Du suggerierst 50:50,95. Sind es denn wirklich nur 2 Parteien?
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 12.11.16 10:35:01
      Beitrag Nr. 1.146 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.679.189 von herding am 12.11.16 10:31:44Sorry, Korrektur: Du suggerierst 50:54,95. Sind es denn wirklich nur 2 Parteien?
      Avatar
      schrieb am 12.11.16 11:03:16
      Beitrag Nr. 1.147 ()
      ich suggeriere nichts. Natürlich kommt noch das jetzige Aktienkapital dazu.
      Avatar
      schrieb am 12.11.16 15:05:34
      Beitrag Nr. 1.148 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.677.932 von herding am 11.11.16 22:02:13
      Zitat von herding: Ist das eine eindeutig gute Nachricht? Wenn es nach einem Fass ohne Boden aussehen würde, dann würde kein Nachschuss gewährt worden sein?


      Als es am 6.10. die Meldung über das Massedarlehen "von bis zu 20 Mio. Euro" gab, wurde hier geschrieben, das es so schlimm vllt. gar nicht ist und die Formulierung "bis zu" ja auch Angst machen soll, das es ganz schlimm um die KTG Energie AG bestellt ist.

      Jetzt wird diese bis zu Summe noch um knapp 25 % erhöht, was man dann als Indiz dafür nehmen kann, das tastsächlich mindestens 20 Mio. Euro Liquidität allein im Bereich der KTG Energie AG fehlen - vom nicht zur AG gehördendem Agrar-Bereich sprechen wir ja nicht. Wobei es natürlich sein kann, das die KTG Energie AG Gelder an die Agrarbetriebe gibt, damit die für das nächste Wirtschaftsjahr Mais etc. anbauen könnnen.

      Wenn man sich aber erinnert, das es Aussagen vom Insolvenzverwalter der KTG Agar gegeben hat, das 600.000 Tonnen Maisäquivalent fehlen und diese am Markt mi 36 Euro die Tonne ohne Logistikkosten im Einkauf gehandelt werden, dann sind das 21,6 Mio. Euro Einkaufskosten nur für Substrate ohne weitere Logistikkosten und ohne sonstige Bedarfe im Maschinenpark o.ä. Natürlich gibt es auch laufenden Cashzufluss aus der Biogasproduktion - jedenfalls in dem Maße wie sie läuft.

      Allerdings müsste der laufende Cashzufluss ja dazu dienen, die Einkäufe für das nächste Jahr zu finanzieren. Man muss also davon ausgehen, das die früheren KTG Agrar Verantwortlichen auch bei der KTG Energie durchregiert und doch mehr Kapitalbedarf hinterlassen haben, als es dem bekannten Kapitalabzug nach den Anschein hat.

      Wie man es rechnet - aber eigentlich müsste das Eigenkapital der AG weg sein und damit die Aktie wertlos.
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 12.11.16 15:50:45
      Beitrag Nr. 1.149 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.680.362 von Wertefinder1 am 12.11.16 15:05:34Eigenkapital weg. Aktie wertlos. Ich denk mal, wenn Wertefinder das sagt, dann hat das Gewicht.

      Selbst erkennen kann ich nur, dass die Aktie immer noch relativ zur Anleihe überbewertet erscheint. Aktie ca. 12% und Anleihe ca 15% vom Wert aus rosaroten Zeiten. Einer der beiden Kurse kann doch nicht stimmen, das liegt zu dicht beieinander? Anleihe halten und auf eine Zitterprämie hoffen, Aktie nicht anfassen?
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 12.11.16 16:34:51
      Beitrag Nr. 1.150 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.680.563 von herding am 12.11.16 15:50:45
      Mal wieder dieselbe Denkhaus-Info
      Denkhaus hat sich in seinem Gutachten vom 29.8. bezgl. Agrar auch intensiv mit der Energie beschäftigt und das rd. 30 Mio EUR-Darlehen mit EUR 0 angesetzt. Beim Zech-Verkauf bestätigte sich dieser Ansatz, der Ansatz von 5 Mio für das EK-Paket Energie bestätigte sich nicht.

      Ich würde dementsprechend den 50 Mio Anleihen denselben Wert wie dem 30 Mio Darlehen zusprechen.
      Avatar
      schrieb am 12.11.16 19:23:13
      Beitrag Nr. 1.151 ()
      wenn es da nicht eine Reihenfolge bei den Darlehen geben würde !
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 12.11.16 20:56:49
      Beitrag Nr. 1.152 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.681.502 von keks911 am 12.11.16 19:23:13
      Zitat von keks911: wenn es da nicht eine Reihenfolge bei den Darlehen geben würde !


      Kannst Du das weiter ausführen? Ich brauche unbedingt mal wieder eine gute Nachricht! :)
      1 Antwort
      Avatar
      schrieb am 13.11.16 08:39:32
      Beitrag Nr. 1.153 ()
      naja, die 30 Mio. waren doch Gesellschafterdarlehn der KTG. Die sind im Insolvenzfall weit hinten in der Reihenfolge, Deshalb war der Ansatz mit 0 in Ordnung.
      2 Antworten
      Avatar
      schrieb am 13.11.16 10:46:44
      Beitrag Nr. 1.154 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.681.874 von herding am 12.11.16 20:56:49
      Naja
      Reihenfolge der Darlehen ist Nebenkriegsschauplatz, Gesellschafterdarlehen wäre nachrangig, wenn Rangrücktritt o.ä. erklärt oder als EK-ersetzend gewährt (beides liegt m.E. nicht vor).

      Es geht um die Schulden-/Zinstragfähigkeit des Geschäftsmodells.
      Denkhaus hat sich intensiv mit der Rohstoffbeschaffung für die Energie beschäftigt und die Subventionierung der Energie durch die Agrar angesprochen.

      Schaut Euch mal die Lage der Agrarbetriebe und die Lage der Biogasanlagen an (z.B. S. 23 im Denkhaus-Gutachten vom 29.8.), in Sachsen-Anhalt sind viele Biogasanlagen und kaum Agrarflächen. Wenn künftig abweichend von der bisherigen Praxis die Transportkosten bei der Energie verbucht werden und Marktpreise für die Inputstoffe gezahlt werden, wird man wohl eine völlig neue GuV-Struktur haben.
      (ist ja kein neues Thema hier, nur Wiederholung)
      Avatar
      schrieb am 13.11.16 11:50:35
      Beitrag Nr. 1.155 ()
      zu dem Thema Gesellschafterdarlehen:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschafterdarlehen

      und hier geht es um mehr als eine 25 % Beteiligung.
      Avatar
      schrieb am 13.11.16 12:38:50
      Beitrag Nr. 1.156 ()
      Antwort auf Beitrag Nr.: 53.682.642 von keks911 am 13.11.16 08:39:32"naja, die 30 Mio. waren doch Gesellschafterdarlehn der KTG. Die sind im Insolvenzfall weit hinten in der Reihenfolge, Deshalb war der Ansatz mit 0 in Ordnung. "

      Naja und was bedeutet, daß wenn es n icht nur theoretisch sondern wahrscheinlich auch praktisch in Ordnung ist diese 30 Mio mit null anzusetzen, schlicht und einfach weil das geld nicht verhanden ist, keine entsprechenden Werte gegenüberstehen, uind auch in Zukunft operativ von der KTG E nicht erwirtschaftet werden kann, zumindest nicht nachdem zuvor alle vorrangigen Verbindlichkeiten getilgt wurden.

      Rangfolge der Schulden der KTG Energie.

      1. Die Bankkredite, da mit den BGA´s besichert.

      2. Das Massedarlehn wobei wir jetzt schon von 25 Millionen reden.

      3. Schulden bzw. offene Forderungen von Lieferanten. Kommen noch vor der Anleihe schlicht
      und einfach schon deshalb weil die Lieferanten für den Betrieb der BGA´s nahezu unersetzlich
      sind

      4. Die 50 Millionen Anleihe

      5. Die 30 Millionen Darlehn (Zech), die als Gesellschafterdarlehn bzw. Eigenkapital angesehen werden
      aber wohl in jedem Fall noch vor den Aktien stehen dürften!

      6. Die Aktien.

      Wem spätestens jetzt nicht dämmert, daß die Aktien wertlos sind, dem ist nicht mehr zu helfen.

      Oh Rettung der KTG Energie, durch Umstrukturierung der Schulden. Die Aktien, die 30 Millionen Darlehn von Zech und die 50 Millionen Anleihe werden ihrgendwie in einem Topf geschmissen, drei mal umgerührt, und dann kommt da eine Lösung in Form eines dept to equity swap raus, der alle glücklich macht.

      Zech weil das so gedeichselt wird, daß er weiterhin 50% + x hält.

      Die Anleihegläubiger weil die Anleihe sagen wir mal nur so um die 70% rasiert wird, sie dafür aber als Ausgleich ein paar (wertlose?) Aktien bekommen.

      Und die alten Aktionäre, weil ihre alten Aktien nur im Verhältnis von 1:? verwässert werden.

      Dann läuft der Laden als AG mit börsenhandelbaren Aktien und einer börsenhandelbaren Anleihe weiter, und macht nach dem ersten Schock über die Verluste in Zukunft alle glücklich.:laugh:

      Wenn es da nur nicht ein paar kleine Probleme gäbe.

      1. Kann die Anleihe überhaupt außerhalb einer Regelinsolvenz umgeschuldet werden. Wenn ja, wie hoch ist der Aufwand bzw. wie riskant ist es, daß die Sache überhaupt klappt. Sprich Zustimmung der Anleihegläubiger.

      2. Das Problem der KTG Energie kann man ganz einfach beschreiben. Die bisher in den Bilanzen ausgewiesenen operativen Gewinne standen zwar in einem auf den ersten Blick nocht tragbaren Verhältnis zu den Schulden, nur sie waren geschönt! Die BGA´s dürften in Zukunft zwar auch oparativ ordentlich verdienen, nur nach abzug des Schuldendienstes für die banken wird es eng, zumal ja noch 25 Millionen Massekredit neu entstanden sind. Wenn man überhaupt möglichst viel der über die Bankkredite hinaus gehenden Schulden begleichen will, sollte man die Kosten so niedrig wie möglich halten!

      Die AG kostet aber zwischen 5 - 10 Millionen Euro und zwar eher niedrig angesetzt! Diese 5 - 10 Millionen entstehen, wenn man die jahrlichen Kosten für Vorstand, Aufsichtsrat, HV, Buchprüfung inklusive WP Testat, Börsennotierung von Aktie und Anleihe... 500.000 - 1 Million pro Jahr sind dürften da nicht zu hoch gegriffen sein.

      Eliminiert man die AG dürfte man 2/3 dieser Kosten einsparen können. Das wären dann 3,3 bis 6,7 Millionen gesparte Kosten über einen Zeitraum von 10 Jahren.

      Eine "Firma" die in Schwierigkeiten steckt, weil sie definitv überschuldet ist, sollte dieses Sparpotenziel nutzen!

      3. Gerade auch weil es das unter 2. Beschriebene Sparpotenzial gibt, dürfte die Mehrheit der Gläubigergruppen für das Ende der AG sein. Nur eine Gruppe dürfte da wenn überhaupt etwas dagegen sein.

      Von welchen Gruppen rede ich?

      1. Die Banken. Wenn die BGA´s ohne AG in ein ruhigeres Fahrwasser kommen, dann werden die
      Banken zur Not auch aktiv zum Ende der AG beitragen. Akitv bedeutet, daß sie nicht nur die
      Auflösung der AG unterstützen, sondern alles andere blockieren.

      2. Die Mitarbeiter (der BGA´s). Wenn deren Arbeitsplätze ohne AG vermeintlich sicherer sind,
      weg mit der AG

      3. Die Sozielkassen

      4. Fianzamt

      5. Lieferanten und hier vor allem Zech.

      6. Eventuell Zech als Gläubiger für das 30 Millionen Gesellschafterdarlehn, wenn er es zwar
      komplett verliert, dafür aber relativ billig die BGA´s bekommt.

      7. Zech als Kreditgeber für das Masserdarlehn, der ein Interesse daran hat, daß möglichst bald
      ein Investor die BGA´s kauft und das Massedarlehn aus dem kaufpreis bezahlt wird.

      8. Die Aktionäre! Da gilt im Zweifel Mehrheitsentscheidung und weil Zech die Aktienmehrheit hat
      gilt für die Entscheidung der Aktionäre das was Zech sagt. Und wenn Zech sagt die AG soll
      aufgelöst werden? Bingo

      Einzig die Anleihegläubiger als Gläubigergruppe könnten gegen diese Lösung sein, weil sie wahrscheinlich mehr oder weniger über den Tisch gezogen werden. Na und?

      Bis die Anleihegläubiger überhaupt in der lage sind sich in das laufende Verfahren einzumischen, ist die Entscheidung längst gefallen, und selbst wenn sie sich einmischen könnten, eine Mehrheit haben sie nicht und können sie auch nicht organisieren.

      Und noch einmal für die Aktionäre:

      Würde die KTG Energie AG weiter bestehen und nach dem Schuldendiesnt Geld übrig bleiben, dann bekommt Zech davon nur die Hälfte, weil ihm ja nur die Hälfte der Aktien gehören.

      Würde die KTG Energie AG aufgelöst, und die BGA´s an einen Investor verkauft, der nur einen Teil der Schulden übernimmt oder durch den Kaufpreis zahlt dann ist es für den neuen Eigentümer wesentlich besser möglich Geld zu verdienen. Falls Zech der neue Eigentümer ist oder zu den neuen Eigentümern gehört, würden sich auch seine Aussichten auf Gewinn deutlich verbessern.

      In einer normalen nicht insolventen AG könnte Zech das nicht eben so mal umsetzen. Nur mit knapp über 50% kann man nicht so einfach die Auflösung einer AG beschließen und dann am besten die Vermögenswerte noch billig an sich selbst verscherbeln.

      Die KTG Energie ist aber insolvent. Da kann Zech als Mehrheitsaktionär als Sanierungsplan die Aufkösung der AG vorschlagen. Abstimmen und entscheiden tun dann die Gläubigergruppen. Und wie oben geschildert dürfte der Vorschlag zur Auflösung der AG bei der großen Mehrheit der Gläubigergruppen volle Zustimmung finden.

      Game over KTG Energie AG.

      Fragt sich nur noch mit wie viel Verlust die Anleihegläubiger aus der Sache raus kommen.

      Richtschnur ist das, was bei der KTG Agrar passiert ist.

      Der Verlust lag zunächst mal bei 90% oder darüber was die Verkaufserlöse der Inso Masse angeht. Das es eventuell im Laufe mehrerer Jahre eine höhere Quote gibt, liegt daran, daß man jetzt versucht durch Schadensersatzforderungen Geld rein zu holen. In welcher zeit und mit welchem Erfolg?!
      1 Antwort