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Deutsches Konsortium - 500 Beiträge pro Seite



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Hi,
hier ein Ausschnitt aus dem dreiteilgen Referat von der Metabox Infos Seite.(www.metabox-info.de)
Gruß EM

Im Frühjahr 2000 wurde mit Inkrafttreten des 4. Rundfunkänderungsstaatsvertrages mit dem Verkauf des deutschen Kabelnetzes durch die Kabel Deutschland (DTAG) begonnen. Gleichzeitig wurde mit dieser Marktöffnung ein Anreiz für Ausbauinvestitionen gesetzt und somit der erste Schritt in Richtung Zukunft gemacht. Dies war der Startschuss für "iTV".

Der Teilverkauf der regionalen Kabelgesellschaften ist derzeit aber noch nicht abgeschlossen. Bis Ende Oktober dieses Jahres wurden von insgesamt neun Mehrheitsbeteiligungen erst Nordrhein Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen verkauft. Im Kabelnetz Berlin-Brandenburg will die DTAG selbst die Mehrheit behalten. Bei allen anderen Bietergefechten ist der Ausgang derzeit noch offen. Das bedeutet: Klarheit über den neuen Besitzstand herrscht bislang nur für ca. 42% der insgesamt am Kabel anschließbaren bzw. angeschlossenen Haushalte. Zählt man das Regionalnetz Berlin-Brandenburg dazu, dann sind die künftigen Eigentümerstrukturen zu 52% festgelegt. Fakt ist: Auf jeden Fall sind neue internationale Player in den deutschen Kabelmarkt eingetreten. Weitere werden folgen, und die Zeit der Umstrukturierung des "neuen Fernsehens" geht schneller voran als wir hier alle meinen.

Überlegt man sich mal die derzeitige Situation hier in Deutschland, fragt man sich: Was ist eigentlich das Ziel eines "Deutsches Konsortiums" bzw. was ist das überhaupt ? Ich möchte jetzt nicht soweit ausholen und bringe es in zwei Sätzen auf den Punkt: Als erstes Ziel ist zu nennen: Das deutsche Netz schnell umzurüsten zu einem digitalen, multimedia- und rückkanalfähigen Full-Service-Netzwerk. Aber es geht nicht mehr allein darum, die "letzte Meile" umzurüsten: Nein, jetzt müssen die Manager umdenken und ihr komplettes Geschäftsmodell auf das gesamte Dienstspektrum des multimedialen Konvergenzbereiches ausweiten. Wer das nicht aus eigener Kraft bewältigen kann, weil man sich z.B. nur auf den Ausbau eines Kabelnetzes spezialisiert hat, der kommt nicht darum herum, sich mit anderen Firmen zu vereinen und zusammen in ein multimediales Zeitalter zu starten.

Die Kosten die ein deutsches Konsortium zu tragen hat:
Hier gibt es Unterschiede, denn nicht überall im Lande sind gleiche Voraussetzungen geschaffen. So sind z.B. die Durchschnittskosten für die Aufrüstung von Kabelnetzen auf adäquate Bandbreite und Rückkanalfähigkeit in den letzten Monaten sehr stark nach oben korrigiert worden. Externe Analysten kamen auf fixe Kosten zwischen 1000 DM und 1500 DM pro Haushalt und die laufenden Kosten bewegen sich ebenfalls in diesem Rahmen. Je nach Ausbaustand der Netze und Siedlungsdichte kann der Kostenaufwand im Einzelfall aber auch weit höher oder niedriger ausfallen.
Was "iTV" kostet bei knapp 34. Millionen Haushalten (rund 18 Millionen haben Kabelanschluss) in Deutschland, kann sich jeder mal selbst ausrechnen, mein Taschenrechner hat nicht so viele Stellen zum anzeigen. (Beachtet bei der Rechnung den Zeitraum von 10 Jahren)

Verdienstmöglichkeiten:
Ab 2005 werden sich die Multimedia-Dienste immer mehr in den Vordergrund drängen und immer mehr an Bedeutung gewinnen denn sie werden gebündelt an einem Gerät ablaufen: "Unserem Fernseher". Sind die Angebote erst einmal gebündelt kann man am schnellsten das Geld der Konsumenten umschichten. Um nur einige zu nennen: - Digitales-TV: Für den Empfang von werbe- und gebührenfinanziertem Rundfunkprogramm via Kabelnetze geben die Haushalte derzeit rd. 14 Mrd. DM pro Jahr aus. Das entspricht 54 DM für jeden Haushalt pro Monat. Zu steigern wäre dies mit Internet, Reise-, Koch- oder Erotiksendungen und diverse andere Programme, die der Kunde sich nach Bedarf anfordert.
-Pay-TV: Hier schlägt derzeit das Kirch-Syndrom zu: Für das Bezahlfernsehen "Premiere World" haben sich bislang erst knapp über 2 Millionen Abonnenten entschieden. Wenn davon Zweidrittel auf die Kabelnetze entfallen, dann entspricht das einem Erlös in Höhe von weniger als 1 Mrd. DM. Das Marktpotenzial für digitales Pay-TV liegt nach neueren Studien in Deutschland bei ca. 3.7 Mio. Haushalten. Dieses Potenzial ist bereits zu rd. 60% ausgeschöpft und wird in den nächsten Jahren nur langsam ansteigen. Fazit: Hier muss renoviert werden z.B.: Mehr Dienste anbieten wie E-Mail-Service, interaktive Spiele oder Wetter- und Sportinfos etc. (Wobei Kirch noch das Problem hat, da Sie nur über das Kabelnetz Ihre Signale schicken dürfen)
-Video-on-Demand (Pay-per-View): Hier liegt der Schätzwert für das potenziale Nachfragevolumen von Video-on-Demand- bzw. Pay-per-View-Diensten derzeit bei dem Umsatzvolumen des Videoprogramm-Markts von rd. 1.7 Mrd. DM.
80 Millionen Menschen werden laut einer Studie des Marktforschungsinstitutes Forrester Research europaweit in den nächsten vier Jahren ihr Fernsehgerät als interaktives Medium nutzen. Auch die Deutsche Bank ordnet dem "Interaktive TV" sehr gute Marktchancen zu. Beispielsweise werden im Jahr 2004 weltweit mehr als 250 Millionen Set-Top-Boxen installiert sein. Die Deutsche Bank prognostiziert nur bei den Set-Top-Boxen, Umsätze in Höhe von 30 Milliarden Euro. Dazu kommen die Einnahmen aus den Diensten (E-Shopping, Pay per View, Video on Demand, Telephonie ect.). Insgesamt soll der Umsatz allein im E-Commerce im Jahre 2004 nach der Forrester Research-Studie (www.forrester.com) in Europa (1,5 Trillionen US Dollar) also ungefähr 3 Billionen DM oder 1,5 Billionen Euro betragen. Dies scheint mir ein richtig fetter Brocken zu sein, auf den sich jetzt sehr viele Firmen stürzen werden und damit ist meine Frage "Lohnt sich eine Investition in Milliardenhöhe ?" auch schon beantwortet.

Metapher:
Jeden Morgen wacht in Afrika eine Gazelle auf. Sie weiß, sie muss schneller laufen als der schnellste Löwe, um nicht gefressen zu werden. Jeden Morgen wacht in Afrika aber auch ein Löwe auf. Er weiß, er muss schneller als die langsamste Gazelle sein. Sonst würde er verhungern. - Eigentlich ist es egal, ob man Löwe oder Gazelle ist: Wenn die Sonne aufgeht - musst Du rennen!"

Was heißt das für uns Aktionäre: Die Sonne ist gerade am aufgehen. Es werden in diesem Markt in Zukunft Milliarden umgesetzt werden und wer zu den Gewinnern zählen möchte, der sollte jetzt auf die Löwen oder die Gazellen setzen, die am schnellsten sind.
Interview mit dem Metabox Vorstand Herr Ebeling:

Frage:
Ihr Geschäftsmodell ist ja ein klassisches Beispiel für New Economy. Ihre Boxen werden von E-Commerce-Konsortien finanziert, die sie den Endkunden zur Verfügung stellen. Können Sie uns das einmal näher erläutern? Wie sieht so ein typisches Konsortium aus? Aus welchen Unternehmen bzw. welchen Branchen ist es zusammengesetzt?

Antwort:
Das ist ganz einfach. Die Boxen werden von Unternehmen gekauft, die darüber ihre Dienstleistungen anbieten wollen. Mit den Dienstleistungen werden die Hardwarekosten wieder eingespielt und am Ende ein Gewinn erwirtschaftet. Die Boxen gehören zur notwendigen Grundausstattung und werden daher zunächst subventioniert bzw. vorfinanziert.

Es gibt viele Möglichkeiten, was man mit so einer Box machen kann. Das fängt an beim Netzbetreiber oder Programmanbieter, der PayTV-Programme über sein Netz schicken will. Oder denken Sie an eine Bank, die Online-Banking vom Wohnzimmer aus ermöglichen möchte - also nicht nur den PC-Nutzern, sondern auch dem Rest der Bevölkerung. Dann der ganze Bereich des Online-Shopping: es wird bald zu unserem Alltag gehören, in virtuellen Shopping-Malls von der Wohnzimmercouch aus viel einfacher und vor allem erheblich preiswerter einzukaufen als in den Malls draußen auf der Wiese. Wenn wir einen Videofilm anschauen wollen, werden wir uns den in Kürze genau zu dem Zeitpunkt online in unsere Multimediabox laden, sagen wir von Blockbuster, wenn wir ihn sehen wollen - und das können wir dann in DVD-Qualität. Videotheken an der Ecke sind eindeutig Auslaufmodelle.

All diese Unternehmen haben ein Interesse daran, daß solche Boxen in den Wohnzimmern der Bevölkerung in Betrieb sind, und sind bereit, das vorzufinanzieren. Sie teilen sich die Subvention.

Frage:
Die einzelnen Unternehmen, die dem Konsortium angehören, teilen sich also die Kosten der Box durchaus zu ungleichen Teilen? Wer viel profitiert, muß auch viel zahlen?

Antwort:
Ganz genau. Jedes einzelne Unternehmen weiß ungefähr, welcher Umsatz und Gewinn mit seinem Geschäft auf diese Weise zu erzeugen ist, und daraus errechnet sich sein Anteil.

Derjenige, der das Trägermedium in der Hand hat, also der Kabelnetz- oder Satellitenbetreiber, wird vermutlich meistens an einem solchen Konsortium beteiligt sein?

Natürlich, das macht ja Sinn, denn er hat einen großen Mehrwertnutzen. Er kann auf diese Weise über sein Netz, das ansonsten nur unidirektional in der Lage ist, Filme auszusenden, nun auch E-Commerce und andere Services anbieten. Wenn er will, kann er mit der Box sogar die Stromrechnung ablesen, weil sie als Terminal im Haushalt ist.


Gruß
EM
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I. Deutsches Kabel TV – Netz, Struktur & Akteure

I.1. Die Struktur: NEUN regionale TV Kabelgesellschaften:

- Dt. Telekom behält das Kabel TV Netz in Berlin / Brandenburg ( Hauptstadt – Sahnestück ). Haltung EU Kommission / dt. Bundeskartellamt dazu ungewiss...

- UPC ( United Pan Europe Communications ) führt Gespräche in Rheinland Pfalz und im Saarland ( zit. Vhl. „weit fortgeschritten erwarten Mitte Februar zur Vertragsunterzeichnung“ = > Beteiligung von 51 %. Die Telekom will 25 % plus eine Aktie. Restlichen 24 % später an die Börse bringen )

- UPC erwirbt von der Deutschen Bank das zweitgrößte Kabelnetz ( Telecolumbus ) und besitzt bereits 21 Prozent der Primacom

- Konsortium Klesch ( London ): gehören 65 % des hessischen Netzes, verhandelt noch um Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie ganz Norddeutschland ( Martin Deitenbeck (GF Sächsische Landesmedienanstalt) wechselt ab Januar zu Callahan (PR) ;))

- Callahan (Callahan Associates): hält je 55 % an den Netzen in NRW und ab 1/2001 auch Baden-Württemberg

- Gleichzeitig verhandelt die Callahan Gruppe über den Kauf der Kölner Telefongesellschaft NetCologne. Im Falle einer erfolgreichen Akquisition werde Kabel NRW seinen Hauptsitz in Köln ansiedeln.

Quelle: www.express.de u.a.

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I.2. Die Akteure & Finanzkraft bzw. Einflusspotential:

a. UPC ( United Pan Europe Communications ) firmiert als niederländische Firma, aber gehört zur amerikanischen UnitedGlobalCom Gruppe. 7 Prozent der UPC gehören Bill Gates, dessen Microsoft auch bei Murdochs Satellitenfernsehen einsteigen will.
Potential:

Land Firma Beteiligung Kunden potentielle Kunden %

Latein - Amerika

Brasilien TVSB 45.0 % 12,649 387,000 3.3 %
Jundiai 46.3 % 20,342 67,488 31.1 %
Chile VTRH 34.0 % 380,716 1,556.971 24.5 %
Mexiko MEGAPO 49.0 % 55,221 176,285 31.3 %
Peru CABLE STAR 99.2 % 5,200 27,100 19,2 %
TACNA 100,0 % 1,400 6,100 23,0 %

UPC Europa

AUSTRIA TELEKABEL 95.0 % 440,128 895,553 49.1 %
Belgien RADIO PUBLIC 100.0 % 127,736 133,000 96.0 %
Tsch. Rep. KABELNET 100,0 % 52,150 147,187 35.4 %
Frankreich MEDIARESEAUX 99.6% 18,118 47,494 38.1 %
Ungarn KABELKOM/Cable 79.3 % 406,475 470,804 86,3 %
KABELKOM/ Monor Telefon Cable/Telephony(3)
46.3 % 93,857 146,812 78,0 %
Irland PRINCES HOLD. 20.0 % 141,067 374,217 37.7 %
Israel TEVEL 23.3 % 392,204 564,251 69.5 %
Malta MELITA 25,0 % 65,608 159,537 41,1 %
Niederlande A2000 50.0 % 518,711 567,560 91.4 %
KTE and COMBIVISIE"CNBH" 100.0 % 231,125 240,969 95.9 %
Norwegen JANCO 100,0 % 320,597 461,087 69.5 %
Portugal IPS 33.5% 570,000 N/A N/A
Rumänien UPC 98,0-100.0 % 59,201 95,654 61.9 %
Slow. Rep. TRNAVATEL/KABELTEL/SKT 75,0-100.0 % 15,175 22,647 67.0 %
Spanien IPS 33.5% 570,000 N/A N/A


UAP Asien / Pazifik

Australien Austar 98.0 % 215,275 1,632,6911 3.2 %
China (Hunan) HITV 48.0% N/ A N/A N/A
Neu Seeland SATURN 63.7% 3,635 36,613 9.9%
Philippinen SUN CABLE 19.2% 153,616 353,090 43,2 %
Haiti TELEFENUA 88.2% 6,125 20,12830. 3%

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b. US-Investorengruppe Callahan Associates (Denver)

Strategie: "Die Callahan Associates übernimmt die strategische und operative Führung von Kabel NRW ( Kabel-NRW hält die Callahan Gruppe 55 % der Anteile, die Kabel Deutschland GmbH als Tochter der Deutschen Telekom AG ist Anteilseigner ) etc., auch bei der Führung von Netcologne." Dazu gehöre auch die Auswahl des Managements, die Strategie- und Angebotsentwicklung sowie die Bereitstellung des Kapitals, so Vohn.

Nackte Zahlen:

- Callahan hatte in diesem Jahr 55 Prozent der Anteile am NRW - Kabelnetz von der Deutschen Telekom AG gekauft. Dafür sollen rund fünf Milliarden Mark gezahlt worden sein. Es war der erste Teilverkauf des Telekom-Kabelnetzes, den die EU-Kommission genehmigte. Bis Ende 2003 sollen 4,2 Millionen Haushalte technisch aufgerüstet sein.

- Zurzeit verhandelt Callahan exklusiv mit dem lokalen Netzbetreiber Netcologne über eine Akquisition. In Branchenkreisen wird von einem Übernahmepreis von 1,1 Mrd. DM gesprochen

- Callahan Kabel-TV Netz BaWü: Drei Millionen anschließbare Haushalte

- Callahan will das NRW TV-Kabelnetz mit Investitionen in Höhe von 1 Mrd. DM technisch aufrüsten und dann Telefon-, Internet-Dienste sowie Kabelfernsehen anbieten

- Insgesamt 9 Mrd. DM will Callahan As. in den Ausbau seiner Kabelnetze investieren. Die wichtigsten Investoren sind Blackstone und Caisse de Depot et Placement du Quebec. Weitere Finanzpartner sind Bank of America, Banco Santander Central Hispano, Bass Family, Angelo Gordon, Investcorps, CIBC World Markets und Merrill Lynch.

Quelle: ftd vom 28.11.2000 u. a.

c. Kirch Media & Telekom

c.1 Milliardenallianz: Telekom steigt bei Beta Research ein


Die Allianz der KirchGruppe mit der Deutschen Telekom AG für das Kabelfernsehen und das Internet ist nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" perfekt. Die Telekom werde 51 Prozent des Kirch-Unternehmens Beta Research übernehmen und dafür fast eine Milliarde DM zahlen, berichtet das Blatt in seiner Samstagausgabe. Die restlichen 49 Prozent bleiben bei Kirch.

c.2 Zeitenwandel ?

Mächtige Männerfreunde
[Ed: Helmut Kohl, Leo Kirch und die d-Box]

Aus: Süddeutsche Zeitung, München, 5. Februar 2000, Seite 7 (Politik) von KLAUS OTT.
MÜNCHEN. Viel zu bereden hatten der Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl und der Medienunternehmer Leo Kirch, als sie sich Ende vergangenen Jahres in München trafen. Gut zwei Stunden saßen die zwei alten Herren am Tag vor Silvester im Hotel Bayerischer Hof zusammen. Kohl, der 16 Jahre lang die Geschicke der Republik bestimmte, und Kirch, der Deutschlands größtes Film- und Fernsehimperium regiert, sind seit langem eng befreundet. Da gibt es einiges zu erzählen, über die eigenen Familien und bestimmt auch über andere Dinge. Die beiden haben schließlich nicht nur ihre Geburtstage miteinander gefeiert und sich bei sonstigen Gelegenheiten ganz privat getroffen. Sie waren auch in der Politik und im Geschäftsleben immer füreinander da, wenn sie einander brauchten. Wie das bei Freunden, die fest zusammenhalten, eben vorkommt.

Bei dieser Beziehung kann das allerdings noch ganz heikel werden, nachdem sich die Hinweise verdichtet haben, dass Kirch zu den von Kohl bislang verheimlichten Geldspendern gehört. Denn Kohl hat nicht davor zurückgeschreckt, seine politische Macht zu nutzen, um Kirchs Geschäfte zu fördern; und Kirch wiederum hat seine Medienmacht eingesetzt, um Kohl in einem möglichst guten Licht erscheinen zu lassen. Im Kirch- Kanal Sat 1 erhielt Kohl eine eigene Sendung mit dem forschen Titel „Zur Sache, Kanzler“. Dabei handelte sich um ein gefälliges Plauderstündchen.

c.3 Kartellrechtliche Probleme

Kommission: Zusammenschluß Bertelsmann / Kirch/Premiere und Deutsche Telekom / BetaResearch untersagt

Die Europaïsche Kommission hat einstimmig entschieden, den beabsichtigten Erwerb der gemeinsamen Kontrolle von CLT-UFA und Kirch an dem deutschen Pay TV-Veranstalter Premiere und der bisher von Kirch allein kontrollierten Gesellschaft BetaDigital zu untersagen. Ziel des Zusammenschlußvorhabens ist es, Premiere unter Einbringung der bisherigen digitalen Fernsehaktivitäten von Kirch zu einer gemeinsamen digitalen Pay TV- Programm- und Vermarktungsplattform unter Verwendung der Premiere von Kirch zur Verfügung gestellten d-box-Technologie auszubauen. Die für die Aufbereitung und Ausstrahlung von Pay TV-Programmen erforderlichen technischen Dienstleistungen soll BetaDigital erbringen.

Zugleich hat die Kommission den beabsichtigten Erwerb der gemeinsamen Kontrolle von CLT-UFA, Kirch und Deutsche Telekom AG an der bisher von Kirch allein kontrollierten Gesellschaft BetaResearch untersagt. In Zusammenhang mit diesem Zusammenschlußvorhaben soll Deutsche Telekom eine technische Plattform für die digitale Verbreitung von Pay TV-Programmen über ihre Kabelnetze schaffen und die für die Aufbereitung und Ausstrahlung von Pay TV-Programmen erforderlichen technischen Dienstleistungen auf der Grundlage der Beta-Zugangstechnologie und des d-box-Decoders erbringen. Ziel dieses Zusammenschluß-vorhabens ist es, die von Deutsche Telekom benötigten Rechte an der Beta-Zugangstechnologie abzusichern. Mit den beiden eng verbundenen Zusammenschlüssen würden die Rahmenbedingungen für digitales Pay TV in Deutschland festgelegt. Premiere würde auf Dauer eine Alleinstellung als Pay TV- Programm- und Vermarktungsplattform erlangen. BetaDigital würde im Satellitenbereich und Deutsche Telekom im Kabelbereich eine marktbeherrschende Stellung bei technischen Dienstleistungen für Pay TV innehaben.

Zugleich würde die marktbeherrschende Stellung der Telekom im Markt für Kabelnetze verstärkt. Die Parteien hatten in einem sehr späten Verfahrensstadium der Kommission Zusagen vorgeschlagen, die jedoch nicht ausreichend waren, um die gravierenden Wettbewerbsprobleme zu beseitigen. Gestern hat die Kommission einen letzten Versuch unternommen, mit den Parteien zu einer Einigung zu gelangen. Die von der Kommission vorgeschlagene Lösung wurde jedoch von einer der beteiligten Parteien abgelehnt.

d. Fernsehanstalten

Digital-Fernsehen auf dem Vormarsch

Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) hat der Deutschen Telekom einen Großauftrag in Höhe von 1,1 Milliarden Mark erteilt. Wie der Bonner Telefonriese am heutigen Mittwoch berichtete, umfasst der Vertrag mit einer Laufzeit bis Ende 2006 unter anderem die Bereitstellung von Fernseh-Leitungsnetzen und -Sendeanlagen zur Versorgung der Bundesrepublik mit dem ZDF-Programm. ZDF-Intendant Dieter Stolte erklärte, der Vertrag sei die Grundlage für den Einstieg in das digitale terrestrische Fernsehen in Deutschland.

Das "digitale Fernsehen" meint bisher lediglich, dass die Verbreitung in digitaler Form erfolgt. Für den Empfang und die Darstellung sind spezielle digitale Empfänger nötig, die die Signale konvertieren und zur herkömmlichen Wiedergabe im ehrwürdig ergrauten PAL-Format an analoge Fernseher weitergeben. In Europa nutzt man dafür die so genannten DVB-Spezifikationen (Digital Video Broadcasting, siehe dazu auch DVB – Fernsehen wird digital in Ausgabe 17/2000 von c`t).
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II. Deutsches iTV / digitales TV – Settopboxen-Bedarf & Kundenäußerungen

II.1 Allgemeiner Settopboxen-Bedarf wegen Zwangsdigitalisierung


= >Spätestens ab 2010 wird ganz Dtl. digitalisiert sein. Ambitionierte Bundesländer wie NRW, Berlin gar schon 2003. Spätestens dann wird jeder TV-User die Settop-Technik benötigen. Und sei es die integrierte Lösung, wie bei Löwe oder Mbox / GRAETZ. ( Allerdings ist die intgr. Lösung teuer ( z.B. Loewe Aconda ab DM 6300,--, daher kaum Vertragssubventions-Geräte von Konsortien denkbar. Ferner ist der Produktzyklus eines TVs länger. D.h. man kauft eben häufiger ein neues, moderneres Handy, als ein neues TV - set)

Artikel zur Zwangsdigitalisierung:

Analoge Fernsehübertragung soll sieben Jahre eher als im Bundesgebiet abgeschaltet werden


Berliner Kabel-TV ab 2003 total digital


HB BERLIN. Der Berliner Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner (CDU) hat sich mit der Deutsche Telekom AG darauf verständigt, dass die Berliner Fernsehkabelnetze bereits bis Ende 2003 vollständig auf digitale Übertragung umgestellt werden. „Jeder erhält so Zugang zum modernen Breitband-Internet“, sagte Branoner dem Handelsblatt. Die heutige analoge Übertragung der Programme würde damit in Berlin sieben Jahre eher als im übrigen Bundesgebiet ( 2010 ) abgeschafft.

Branoner will über den verkürzten Umstellungszeitraum einen Anreiz für neue digitale Angebote schaffen. In seiner heutigen Verfassung sei das Kabelnetz eine Verschwendung von Ressourcen. „Wir wollen einen engen Termin setzen, damit es endlich losgeht“, so Branoner. Neben zusätzlichen Fernsehprogrammen lässt sich das digitalisierte Kabel als schneller Zugang zum Internet und für neue Informationsdienste nutzen – vorausgesetzt, es wird mit einem Rückkanal versehen und in weiteren Frequenzbereichen ausgebaut.

Allerdings bräuchten alle 1,4 Millionen Berliner Kabelhaushalte dann bereits in drei Jahren für den Fernsehempfang eine Settop-Box oder ein digitales Fernsehgerät. Eine Basisversion dieser Dekoder sollen die Haushalte nach den Vorstellungen Branoners kostenfrei bekommen. Dieser Punkt sei bisher allerdings noch nicht mit der Telekom und der Geräteindustrie geklärt.

Die Vollversorgung der Berliner Kabelhaushalte mit Settop-Boxen würde etwa 1 Mrd. DM kosten. Branoner rechnet allerdings wegen der großen Stückzahl mit sinkenden Preisen für die Box. Vorstellbar sei auch die Entwicklung einer Billigbox allein für den Fernsehempfang.

Auch staatliche Subventionen will Branoner „nicht kategorisch ausschließen“. Allerdings müsste es sich dann um ein offenes System handeln. Die bisher von der Telekom favorisierte D-Box der Kirch-Gruppe käme dafür nicht in Frage.

Ob es tatsächlich zur Berliner Blitzumstellung zum Digitalfernsehen kommt, ist allerdings noch nicht vollständig geklärt. Bisher hat sich darauf Branoner lediglich mit der Telekom, die das Kabelnetz Berlin-Brandenburg als einziges Regionalnetz nicht verkaufen will, über diesen Termin verständigt. Einbezogen wurden außerdem die Wohnungsunternehmen der Stadt und die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg, die das Mindestangebot im digitalen Kabel definieren muss.

Nicht einbezogen sind bisher die privaten Kabelnetzbetreiber, die heute die Fernsehprogramme in die Hausverteilanlagen einspeisen. Das hat, wie zu hören ist, mit der derzeitig verworrenen Lage gerade bei den großen Betreibern zu tun: Demnach will Bosch sein Netz verkaufen. Der Augsburger Anbieter TSS wurde von der US-niederländischen Kabelfernsehgruppe UPC gekauft, die wiederum im Streit mit dem Konkurenten Telecolumbus liegt: Am 3. Oktober beginnt in London ein Prozess gegen die Übernahme der Telecolumbus durch die Deutsche Bank-Tochter DB-Investor, die das Unternehmen von der Veba AG gekauft hatte. UPC vertritt die Auffassung, dass Veba das UPC-Angebot hätte annehmen müssen.

Branoner verweist darauf, dass allein für die Umstellung von analoger auf digitale Übertragung das Kabelnetz nicht ausgebaut zu werden braucht. Dann wäre allerdings das Kabel weiterhin nur ein Programm-Verteilmedium. Branoner setzt aber darauf, dass die Digitalisierung Anreiz genug ist, durch Investitionen die Geschäftsmöglichkeiten mit interaktiven Diensten zu erweitern. Die Berliner Kabelnetze werden bereits seit einiger Zeit von der Telekom aufgerüstet. Die ersten Teilnetze könnten daher laut Branoner bereits Mitte 2001 vollständig umgestellt werden. ( DONATA RIEDEL )

HANDELSBLATT, Mittwoch, 27. September 2000

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II.2 Aussagen der potentiellen Großabnehmer


a. Callahan

1. Zur Empfangstechnik in NRW sagte Richard Callahan, dass sein Unternehmen noch keine Entscheidung über die Wahl einer Set-Top-Box getroffen habe. Nur über einen solchen Decoder können die Angebote TV, Internet und Telefon genutzt werden.

"Wir prüfen die Technologien und wollen eine Box, die dem Kunden alle drei Möglichkeiten offeriert", sagte Callahan. Kirchs d-Box sei nicht ausreichend, ;) erklärte Kabel NRW-Chef David Colley.

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2. DÜSSELDORF. Highspeed-Internet, Telefonie über Kabel, Digital-TV und, zumindest am Anfang, 32 Programme im Analog-TV sollen die Kabel-NRW-Kunden dann nutzen können.
In Düsseldorf haben die Umrüstarbeiten an 100 000 Kabelanschlüssen bereits begonnen - bis Ende Januar 2001 sollen sie anschlussfähig sein, erklärt Petra Vohn von der Kabel-NRW im Gespräch mit Handelsblatt.com. Dann werden bis zum Sommer nächsten Jahres insgesamt 500.000 Wohneinheiten in der Region Köln fertig sein, so die Prognose der Kabel-NRW. "Wir brauchen 500 000 Anschlüsse, vorher werden wir nicht starten", sagt Petra Vohn. Allein für die erste Aufrüstungsrunde wird Kabel-NRW einen Betrag von über 1 Mrd. DM investieren. In den kommenden dreieinhalb bis vier Jahren soll das gesamte bestehende Breitbandnetz in Nordrhein-Westfalen, das derzeit 4,2 Mill. Haushalte versorgt, zu einem integrierten, rückkanalfähigen Netz aufgerüstet werden, um schnell und zuverlässig große Datenmengen transportieren zu können.

Tripple-Play-Box soll TV, Telefon und Internet vereinen

Insgesamt 9 Mrd. DM will Kabel-NRW in den Ausbau des Kabelnetzes investieren. Die wichtigsten Investoren sind Blackstone und Caisse de Depot et Placement du Quebec. Weitere Finanzpartner sind Bank of America, Banco Santander Central Hispano, Bass Family, Angelo Gordon, Investcorps, CIBC World Markets und Merrill Lynch.

Im Januar 2001 wird das Bonner Kabelunternehmen eine Tripple-Play-Box - eine Set-Top-Box, die Features von Fernsehen, Telefon und Internet vereinigt - ausschreiben. "Wir sind mit allen Anbietern im Gespräch", sagt Kabel-NRW-Frau Vohn. Besonders interessant bei den Ausbauplänen: Kabel-NRW wird das erste `voice over IP`-Telefonnetz weltweit in NRW aufbauen.

Am 19. Dezember gibt das Unternehmen die Namen seiner Technologiepartner preis. Handelsblatt.com wird aktuell berichten. ( Zitatende )

=> i. E. Callahan will Tripple-Play-Box die TV, Telefon und Internet vereint

b. Staatliche Stellen / Behörden

- Vorstellbar sei auch die Entwicklung einer Billigbox allein für den Fernsehempfang. Auch staatliche Subventionen will der Berliner Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner (CDU) „nicht kategorisch ausschließen“. Allerdings müsste es sich dann um ein offenes System handeln. Die bisher von der Telekom favorisierte D-Box der Kirch-Gruppe käme dafür nicht in Frage. ( Q. Artikel zu Zwangsdig. s.o. )

- Auch bei der alten d-box ( Nokia ) gibt es so manche Bedienungsschwächen, die viele Zuschauer dadurch gelöst haben, dass sie das alternative Betriebssystem DVB 2000 aufgespielt haben. Selbst der Vizechef der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation, Arne Börnsen, hatte im Sommer die d-box öffentlich als „Industrieschrott“ bezeichnet. ( Süddeutschen Zeitung 10.11.00 )

c. Kirch Media

- Allerdings steht Bertelsmann im Rennen um das im Kabel vermutete Milliardengeschäft nicht ohne Gegenspieler da. Die Münchner Kirch-Gruppe (Sat.1, ProSieben und Pay-TV-Sender Premiere World) arbeitet ebenfalls mit Hochdruck am interaktiven Fernsehen. ( geld-online vom 11.01.2000 )

- Urs Rohner: "Mit der Beteiligung an der Kirch New Media AG setzt die ProSieben-Gruppe konsequent ihre Strategie im Geschäftsfeld Multimedia fort: Die Vernetzung des klassischen TV-Geschäfts mit der neuen Online-Welt. Gemeinsam werden wir eines der attraktivsten deutschsprachigen Entertainment-Portale bauen. Die neue Plattform verfügt über alle Voraussetzungen, um langfristig eine Schlüsselrolle im Internet zu spielen."

Um die Entertainment-Plattform zu ergänzen, beteiligt sich Kirch New Media an Firmen aus den Bereichen Internet-Entertainment, IP-Technologie und Multimedia. Beim E-Commerce setzt das Unternehmen auf starke Partner aus dem klassischen Handel.

In den kommenden vier Jahren investiert Kirch New Media bis zum Break-Even einen dreistelligen Millionenbetrag. Die Partnersender werden für die Bewerbung der Plattform zusätzlich ein jährliches Mediavolumen in dreistelliger Millionenhöhe zur Verfügung stellen. Erlöse erzielt das Unternehmen aus der Werbung (Banner, Sponsoring, Ad Streaming und innovative Werbeformen), durch den Verkauf und endgeräteunabhängigen Vertrieb von aufbereiteten Inhalten sowie durch E-Commerce und technische Dienstleistungen für Dritte .

( Die Pressekonferenz wird am 25. Juli ab 10 Uhr live unter www.kirchnewmedia.de übertragen. )

=> Zuvor wurde von Kirch die d-box bzw. Technikstandards mit Brachialgewalt durchgesetzt. Nun eine totale Kehrtwende, nach Wegfall der Kohlprotektion ( s.o. I. 2. c. 2. ) und existenzbedrohende Zunahme des kartellrechtlichen Drucks ( s. o ), ist man plötzlich offen für „endgeräteunabhängigen Vertrieb“...
Wow, da habt ihr euch ja richtig Mühe gemacht, besonders Placido-Domingo.
Super Zusammenstellung. Vielleicht kriegt ja Metabox einen Fuß in die Tür.

Denke mal das Wichtigste ist die Etablierung von möglichst weitgehenden Standards, so dass im Idealfall ein Provider nichts davon merkt, wenn seine Kunden unterschiedliche STBs haben. Nichts dürfte ein Provider mehr fürchten, als auf das falsche Pferd (Box) zu setzen. Bei einem einheitlichen Standard kann er einfach nach und nach das Pferd wechseln, indem Neukunden einfach eine andere Box erhalten.

ciao ZO
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III. iTV – Pilotprojekte in Deutschland

1. Bertelsmann

Interaktives TV: Bertelsmann probt die Fernsehzukunft

Der Medienriese Bertelsmann probt derzeit die TV-Welt des neuen Jahrhunderts, die im Frühjahr in 10 deutschen Städten getestet werden soll. Für den Konsumenten wird es dann noch bequemer: Ob Musik, Filme, Koch- oder Reisesendungen - vom Sofa aus können Tausende von Videos on Demand abgerufen werden die zugleich mit dem Internet verknüpft werden können. Ein wahres Paradies für Programmanbieter und den aufstrebenden E-Commerce.

Davon ist zumindest die Bertelsmann AG überzeugt. Die Bertelsmann Broadband Group hat in einem neuen Büroturm am Millerntor einen "Showroom" installiert, der Besucher auf die neue TV-Welt einstimmen soll. Der viertgrößte Medienkonzern der Welt will als erstes Unternehmen in Europa die viel beschworene Zusammenführung (Konvergenz) von Fernsehen und Internet marktreif machen.

Noch gibt es bei dem elektronischen Kaufhaus, das über spezielle Server etwa 10.000 Videos anbietet, Probleme. Die Haushalte können diese Programme nur über das rückkanalfähige Breitbandkabel empfangen. Dazu muss die "letzte Meile" zum Verbraucher ausgebaut werden. Außerdem benötigen die Fernsehgeräte zum Empfang der digitalen Programme eine so genannte Set-Top-Box. Hier haben sich TV-Sender und Industrie im europäischen Rahmen auf einen gemeinsamen technischen Standard zur Massenproduktion für die Decoder bereits geeinigt. Im Herbst sollen die Set-Top-Boxen auf den Markt kommen.

Allerdings muss für die gigantische "Home-Videothek" bezahlt werden. Die digitale Set-Top-Box (Decoder) schlägt mit 400 DM zu Buche, dazu kommt die Grundgebühr, die bei ca. 10 DM liegen soll. Filme stehen auf der Preisliste mit 4 bis 8 DM, Erotik ist nicht unter 10 DM zu haben.

Die ersten technischen Versuche laufen seit Mitte Dezember 1999 in Köln in Zusammenarbeit mit der lokalen Gesellschaft NetCologne. Den Versuch will Bertelsmann im Frühjahr auf weitere Städte, unter anderem Berlin, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Wolfsburg, Hamburg, Norderstedt, Rostock, Zwickau und Leipzig in Kooperation mit örtlichen Kabelunternehmen ausweiten.

Lediglich 1 % des Kabels hat derzeit in Deutschland einen Rückkanal. Das entspricht ca. 200.000 Haushalten. Bertelsmann hofft, dass nach dem Verkauf des Telekom-Netzes eine "Breitbandallianz" diesen Grad in 3 Jahren auf 70 % erhöhen wird.

Allerdings steht Bertelsmann im Rennen um das im Kabel vermutete Milliardengeschäft nicht ohne Gegenspieler da. Die Münchner Kirch-Gruppe (Sat.1, ProSieben und Pay-TV-Sender Premiere World) arbeitet ebenfalls mit Hochdruck am interaktiven Fernsehen. ( geld-online vom 11.01.2000 )

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2. Deutsche Telekom

a. Die TELEKOM Tochter "Kabel Deutschland" startet demnächste mehrere Pilotprojekte in Deutschland
Mit im Boot sitzen MediaVision, Kirch und der Set Top Boxen Hersteller

LWB-Mieter können Zukunfts-TV bis zum April 2001 kostenlos testen

Kabel Deutschland hat neue Technik in Paunsdorf gestartet / Zunächst nur Anschlussgebühr



Seit gestern können 2500 LWB-Mieter in Paunsdorf mit ihrer Fernbedienung nicht nur Fernsehen schauen. Wenn sie es wünschen, stellt ihnen die Telekom-Tochter Kabel Deutschland einen Decoder in die gute Stube, mit dessen Hilfe sich etliche Multimedia-Dienste nutzen lassen. Bis Ende nächsten Jahres sollen in Leipzig 140 000 Haushalte Zugriff auf die neue Technik haben.


Zum Start ihres Leipziger Pilotprojektes hatte die Kabel Deutschland extra eine große Torte anfertigen lassen. In riesigen Buchstaben standen Worte wie "Spielen, Lernen, Bankgeschäfte" auf dem Zuckerguss. Natürlich diene die neue Technik in erster Linie dazu, weit mehr TV-Programme zu empfangen sowie mit bis zu 32-facher ISDN-Geschwindigkeit im Internet zu surfen, erläuterte Vertriebschef Reinhard Fischer, als er um 11 Uhr das interaktive Fernsehen für 2500 Haushalte in Paunsdorf freigab. "Im Raum Leipzig entsteht eine Medienregion, die weit und breit ihresgleichen sucht. Wir wollen dazu entscheidend beitragen", sagte er.


Wie berichtet, rüstet die Telekom-Tochter seit Mai 2000 ihr Leipziger Kabelnetz kräftig auf. Für die Kunden stehen nun im Ergebnis zwei interaktive Pakete zur Auswahl: "Startup PC" für einen Computeranschluss und "Startup TV" für den Fernseher.


Bis 31. März 2001 sind beide Angebote kostenlos, weil bis dahin noch die Testphase läuft, so Fischer. Für die Installation am Computer würden einmalig 50 Mark, am Fernseher 100 Mark verlangt. Hinzu kommt eine Kaution für die Geräte. Was es später mal kosten wird, steht noch nicht fest. Wer sich einen Decoder anschließen lässt, kann damit nun auch per TV-Gerät im Internet surfen sowie E-Mails verschicken und empfangen. Zusätzlich zu den 33 normalen Fernsehsendern erhält er alle Digital-Programme von ZDF und ARD (mit allen Dritten) sowie 20 Stunden täglich "Big Brother" live. Außerdem können mit der Box die Bezahlpakete "Mediavision" sowie "Premiere World" mit insgesamt 90 Kanälen empfangen werden.


Das Highlight ist jedoch der interaktive Bereich, bei dem erstmals in Deutschland das Breitbandkabel-Angebot des Weltkonzerns Bertelsmann in der Praxis läuft. Hier können zum Beispiel rund um die Uhr 50 aktuelle Kinofilme abgerufen werden, auch gibt es Einkaufs-, Spiel-, Hobby- und Gesprächs-Plattformen. Etwa für Singles, die sich mit selbst erstellten Videos um neue Partner bewerben.


Der Decoder enthält noch einen DVD-Player und einen digitalen Videorecorder. Kabel Deutschland will zudem regionale Programme etablieren. So entsteht beispielsweise mit dem Reclam-Gymnasium ein Lernkanal, bei dem es um Fremdsprachen oder Tests für die Fahrschulprüfung geht. Viele weitere Angebote, wie Telefonieren übers Internet oder das Verschicken von Videobriefen, sollen folgen.


"Unser neues Kabelnetz ist wie ein frisch gebautes Einkaufscenter", erklärte Marketing-Chef Thomas Arndt. "Die meisten Geschäfte sind noch leer und wir suchen Leute, die sie füllen wollen." Im Januar werde das Bildschirm-Kaufhaus in 17 500 LWB-Wohnungen in Schönefeld und Grünau öffnen, bis Jahresende 2001 in weiteren 120 000 Haushalten.


Wie das Zukunfts-TV genau funktioniert, das kann man ab heute in einer Paunsdorfer Musterwohnung in der Hartriegelstraße 1 ausprobieren. Geöffnet ist dort montags bis freitags immer von 15 bis 19 Uhr. ( J. Rometsch )

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b. Pilotprojekt der Telekom startet mit einer Box der 3. Generation.

Nach der Primacom wagt nun auch die Telekom in Leipzig den Sprung ins interaktive Fernsehen. Ihre Tochter "Kabel Deutschland" will in 140.000 Haushalten schon bald ein Feuerwerk aus modernen Multimediadiensten, mehr TV-Sendern und Kino-Hits anbieten. Ärger, wie es ihn beim Vorpreschen der Primacom im September gab, soll von vornherein ausgeschlossen werden.
"Wir werden das kundenfreundlichste und innovativste Unternehmen, das in unserer Region multimediale Dienste anbietet", verspricht Reinhard Fischer, Vertriebschef der Kabel Deutschland. Die Tochter der Telekom liefert gemeinsam mit der Schwesterfirma DeTe Kabelservice das Fernsehprogramm für 140000 Leipziger Haushalte.

Die neue Technik ermöglicht es, viel mehr Signale als bisher durchs TV-Kabel zu schicken, erläutert Fischer. So kann man per Fernseher (oder wahlweise per Computer) mit 32facher ISDN-Geschwindigkeit im Internet surfen, sich rund um die Uhr aus einem riesigen Fundus von Kino-Filmen bedienen, Dutzende zusätzliche TV-Sender empfangen, Musik-CDs hören oder einkaufen und vieles andere mehr.
Bis Silvester soll das alles in 20000 Wohnungen in Paunsdorf, Grünau und Schönefeld möglich sein; nächstes Jahr Schritt für Schritt in den übrigen 120 000 Haushalten.

Man benötigt dazu einen Decoder. Mittels einer solchen Box, die wie ein Videorekorder aussieht, könnten die Kunden bereits seit längerer Zeit den Kirch-Bezahlsender "Premiere World" oder das Telekom-Paket "Mediavision" mit insgesamt 90 digitalen TV-Programmen empfangen.

Die neuen Decoder, die man ab dem Start (Start war Anfang November) in vier Wochen einsetzen wolle (also jetzt), schaffen aber noch viel mehr, sagt er. "Sie bieten Platz für weitere 175 digitale TV-Programme und fischen je nach Interesse des Zuschauers bestimmte Sendungen aus dem riesigen Angebot heraus." Außerdem gebe es eine Art Videothek, aus der rund um die Uhr aktuelle Kinofilme oder Musik-CDs in Top-Qualität abgerufen und zum Teil auch mitgeschnitten werden können.

Sogar Videobriefe möglich

Die Box bietet dem Nutzer überdies vom Start weg den Hochgeschwindigkeitszugang ins Internet samt E-Mail und SMS. In wenigen Monaten sollen damit auch noch Telefonieren, Faxen, Videobriefe und Videokonferenzen übers TV-Kabel möglich sein. "Es läuft darauf hinaus, alle Kommunikationsdienste mit einem einzigen Gerät zu bewältigen", erläutert Fischer. Indes brauche niemand Angst zu haben, dass er mit der modernen Technik nicht klarkommt. Die Steuerung per Fernbedienung oder wahlweise per Computertastatur (beides gibt es zum Decoder dazu) sei recht einfach. Der Zuschauer sieht seine Menüauswahl auf dem Bildschirm.

Was kann die Set-Top-Box, die für dieses Pilotprojekt jetzt zur Verfügung steht:

Fast-Internet:
Mit Fast Internet wird das Surfen im World-Wide-Web zu einem superschnellen Vergnügen. Mit bis zu 32-facher ISDN-Geschwindigkeit ist das Herunterladen von aktueller Software viel zu schnell vorbei ....

Online-Spiele:
Einsame Spiel-Nächte am Computer gehören der Vergangenheit an: Heute treffen die besten Spieler in sogenannten Communities auf dem virtuellen Spielbrett aufeinander. Games werden so zu multimedialen Gemeinschaftserlebnissen.

Spezielle Programmpakete
Kabel Deutschland bietet für jeden Geschmack das Richtige: zusammenstellbare TV-Kanäle nach Ihrem Interesse aus den verschiedensten Bereichen, z.B. in den verschiedensten Landessprachen.

Home-Shopping
Homeshopping kennen Sie sicher schon jetzt aus dem herkömmlichen Fernsehen. Für eine Bestellung aber müssen Sie bislang zum Telefon greifen. Mit Kabelanschluss wird dies in Zukunft mit einem Knopfdruck möglich.

Home-Banking
So sieht die Zukunft aus: Homebanking der besonderen Art. Eben nicht über komplizierte PC-Programme, sondern ganz einfach und ganz bequem vom Wohnzimmer aus. So machen Sie Ihren Fernseher zum rund um die Uhr geöffneten Bankschalter.

Video on Demand
Für alle, die speziellere Angebote als das ausgestrahlte Fernsehprogramm Ihnen bietet, wünschen, schafft Video on Demand Abhilfe.

Telefongespräche
auf einfache und gewohnte Weise über IP-Datennetze (Internet) führen?
Kein Problem: Voice over IP wird zukünftig dieTechnologie zur Sprach-Daten-Integration darstellen. Es ist denkbar einfach: Voice over IP bündelt die Sprache in "Datenpakete" und transportiert diese Daten in Echtzeit über das Internet.

Sofware:
Künftig haben Sie immer Zugriff auf die aktuellste Software - und das ganz ohne Installationsaufwand! Sie mieten die Programme oder Spiele ganz einfach über das Internet. ( Quelle: http://www.kabelleipzig.de/start.html )

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3. NetCologne & QSC

Fernsehen der Zukunft: Köln ist schon drin ( TIMUR VERMES )

EXPRESS Köln 11.12.2000 - Die TV-Zukunft hat schon begonnen: Jeder Film zu jeder Zeit, Videoclips, Reportagen - in Köln ist das bereits Wirklichkeit. Zwei Pilotprojekte testen derzeit unterschiedliche Techniken. Das Schönste: Ganz nebenbei wird auch das Telefonieren billiger. EXPRESS stellt die Projekte vor.

Das Multikabel: Filme im Sekundentakt liefert NetCologne. Beim Höhenberger Swen Langel (29) genügt ein Mausklick, schon laufen TV-Reportagen, Comedyshows, Trickfilme oder Blockbuster wie „Jackie Brown“.

Der Trick: NetCologne nutzt mit einer Zusatztechnik das herkömmliche TV-Antennenkabel. 30 Tester aus Höhenberg überzeugen sich derzeit davon, der Medienkonzern Bertelsmann hält eigens für sie ein Programm parat, das aber nur über den Computer abrufbar ist. Doch auch der Fernseher wird besser versorgt: Doppelt so viele Programme wie sonst flimmern bei Swen Langel.

Der Telefon-Tiefpreis: Der Zusatz-Knüller von NetCologne - übers TV-Kabel (!) kann man zugleich telefonieren. Das spart Geld. Techniker Guido Schwarzfeld: „Die TV-Leitung gehört uns, wir müssen sie nicht mehr von der Telekom mieten.“ Das nutzt den Kunden: 40 000 Kölner sind in Höhenberg, Mülheim und Braunsfeld schon angeschlossen, können ab 1. Januar mitsparen. „19,90 Mark kostet der günstigste Telefonanschluss, fünf Mark weniger als bei Telekom.“ Und NetCologne baut das Netz weiter aus.

Die Videothek im Fernseher: Die Ossendorfer Firma QSC entwickelt diesen Service. Wer gucken will, bestellt per Fernbedienung seinen Film am TV-Schirm. Übers Telefonnetz wird der Film in einer Stunde geliefert. Nötig ist dazu nur ein Fernseher und eine normale Telefonleitung (siehe Kasten).

Ein QSC-Zusatzgerät besorgt die Technik, Computerkenntnisse sind nicht nötig. QSC-Vize Frank Radeck: „Auch Oma Meier soll zu unseren Kunden zählen.“ Januar 2001 beginnt die Testphase. 80 Kölner werden die neue Technik testen. Darunter sind dann auch fünf EXPRESS-Leser. Anruf genügt, heute zwischen 12 und 12.15 Uhr unter 0221/777-002-2302. Die ersten Fünf gewinnen.

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4. Primacom

Office-Anwendungen via Internet -PrimaCom startet Partnerschaft mit LightPC.com
Leipzig,10. April 2000. - PrimaCom (Neuer Markt WKN 625910 oder "PRC" / NASDAQ Kürzel: "PCAG") In Leipzig ermöglicht der Kabelnetzbetreiber und Internet-Anbieter PrimaCom erstmals in Deutschland privaten Kunden in einem Pilotprojekt die Online-Nutzung von Productivity Software wie Office Produkte und Online-Games. In Koorperation mit dem amerikanischen Applikation Service Provider (ASP) LightPC.com bietet PrimaCom seinen Kunden die Online-Nutzung von Office-Programmen, Lernprogrammen und Top-Internet-Spiele.

Anstatt Programme und deren ständige Updates für viel Geld dauerhaft erwerben zu müssen, zahlen die Kunden nur noch für die Nutzung der Programme einen monatlichen Pauschalbetrag oder einen Betrag abhängig von der Nutzung.

Das Pilotprojekt wird am 14. April mit 50 Testkunden starten. Im Jahresverlauf soll das Angebot fortlaufend in einem 3 Phasen-Modell weiter ausgebaut und und zur Marktreife komplettiert werden. Alle Highspeed Internet Nutzer werden dann über das PrimaCom-Portal kostengünstig Office-Software, Lernprogramme und Spiele nutzen können.

Nakul Dewan, Vice President Marketing bei PrimaCom: "Unser Highspeed Internet Angebot zum Pauschalpreis bietet für die Online-Nutzung von Software eine ideale Basis. Die hohe Übertragungsgeschwindigkeit auf Breitbandkabelbasis ermöglicht zuverlässigen und komfortablen Zugriff auf die angebotenen Programme."

LightPC.com (ASP mit Sitz in New York) bietet Komplettlösungen für die Online-Verwendung von Software und gilt in diesem Zukunftsfeld in Amerika als der Pionier und Wegbereiter. Das Unternehmen hat mit Time Warner INC in den USA und Matav (Kabelprovider) und Bezek (Telecom) aus Israel bereits flächendeckende Verträge abgeschlossen. ( Quelle: Pressemitteilung Primacom Datum: 10. 04.2000 )

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5. Sonstige

Get startet Pilotprojekt für interaktives Fernsehen

08.12.00 - Interaktives Fernsehen wird bereits in ein paar Jahren Realität im Wohnzimmer sein.

Die get global electronic transfer AG, nach eigenen Angaben Deutschlands erste Betreiberin eines interaktiven TV-Multimedia-Portals, startete gestern im Landkreis Dachau einen Feldversuch, an dem als regionale Content-Partner die Sparkasse Dachau und die RBS NetKom, Betreiberin des virtuellen "Dachauer Marktplatzes", teilnehmen. Erstmals wird es dadurch Privathaushalten ermöglicht, die kommerziellen Angebote regionaler Anbieter und die Leistungen kommunaler und regionaler Behörden direkt über das TV-Gerät im Wohnzimmer abzurufen.

Das interaktive Fernseh-Portal der get AG vereint das Beste aus Fernsehen und Internet miteinander. Dem Benutzer öffnen sich auf einfachste Weise - nämlich per Fernbedienung - multimediale Welten mit einer breiten Auswahl an Informationen, Unterhaltung und kommerziellen Angeboten, die sofort individuell abrufbar sind - und das alles über das TV-Gerät vom Wohnzimmer aus. Durch Integration sinnvoller Dienste in Verbindung mit modernster Technik werden Leistungen wie digitaler TV- und Radio-Empfang, Spiele, Filme und Musiktitel auf Abruf, elektronische Programmzeitschrift, Internet und e-Mail-Dienst, Shopping, und Home Banking realisiert und ständig erweitert. Für den Feldversuch in der Region Dachau stellt die Sparkasse Dachau ihre e-Banking-Lösung, die RBS NetKom die Contents des virtuellen "Dachauer Marktplatzes" zur Verfügung. Unter Federführung der get AG konvertierten beide Unternehmen ihre Internet-Auftritte für die Darstellung auf dem TV-Bildschirm.

Jörg Jovy, Vorstandsvorsitzender der get AG: "Als erstem Anbieter in Deutschland ist es uns gelungen, regionalen Content in ein interaktives Fernsehportal zu integrieren und damit Privathaushalte mit breitbandigen digitalen Medien zu versorgen. Der Pilotversuch in Dachau ist ein Testlauf für unseren bundesweiten Markteintritt im ersten Quartal 2001 und dient gleichzeitig dazu, noch einmal das tatsächliche Verhalten unserer Nutzer anzuschauen - auf welche Inhalte greifen sie zu, wie nutzen sie den regionalen Content des Portals, wie kommen Sie mit unserer Benutzeroberfläche zurecht etc. "

Josef Brandner, Leiter Organisation bei der Sparkasse Dachau und für das Pilotprojekt verantwortlich: "Das Tagesgeschäft der Sparkassen wird sich zunehmend zum e-Banking hin entwickeln. Das TV-Portal der get AG ermöglicht es uns, mit unseren e-Banking-Lösungen direkt auf unsere Kunden zuzugehen - und zwar nicht nur auf jene 20 Prozent der Haushalte, die heute mit ihrem PC online gegangen sind, sondern auch auf die anderen 80 Prozent. Genau das leistet die Infrastruktur, die uns die get AG zur Verfügung stellt."

B. Rapp, RBS NetKom: "Die RBS NetKom als regionaler Content-Provider ist bemüht, ihre Inhalte einer möglichst großen Zahl von Kunden zur Verfügung zu stellen. Das TV-Portal von get birgt dieses Potenzial - ein Gateway, über das sich eine flächendeckende Anbindung aller Haushalte an kommerzielle Anbieter und lokale wie regionale Behörden realisieren lässt."

=> m.W. verwendet die get global electronic transfer AG den Activity 300 von Siemens / Fujitsu Computers. Dabei handelt es sich um einen Windows PC mit Celeron PU in einem STB Gehäuse( vglb MB 500). Auf der Dänischen Siemens-Homepage kann man Konfiguration und Preise sehen. Die Basis hat noch nicht einmal eine CPU. Einigermassen komplett kostet Activity ca. 2.700 DM !! ) Eine Vielzahl von Features steht demnach erst in einigen Monaten zur Verfügung

( Sammlung natürlich offen für Fortsetzungen )
Mensch Placido, bist du wieder aktiv!! Meine Reverenz.
Was meinst du zu meinem Diskussionsversuch zur "Wahlfreiheit"? Würde mich interessieren.
Best
lark
Käufern des Telekom-Fernsehkabels geht das Geld aus
Von Thomas Clark und Ulrike Sosalla, Hamburg

Die Chancen der Deutschen Telekom schwinden, ihre TV-Kabelnetze wie geplant zu verkaufen.

Von den ursprünglich sieben Interessenten, die im Sommer 1999 vorläufige Angebote abgaben, sind nur noch drei übrig - und denen geht das Geld aus. Damit dürften bei der Telekom im gerade beginnenden Geschäftsjahr 2001 die Einnahmen aus Kabelverkäufen geringer ausfallen als zunächst angenommen.

Für Internet-Kunden in Deutschland bedeutet das, dass eine der wichtigsten Infrastrukturen für den schnellen Internet-Zugang nur in wenigen Regionen erschlossen wird. Und für Premiere, das heimische Bezahlfernsehen der Kirch-Gruppe, dass die von interessierten Kabelkäufern teilweise großspurig angekündigte Konkurrenz im Pay-TV noch lange auf sich warten lässt.



Stockende Vewhandlungen


Grund für die stockenden Verhandlungen über die noch zum Verkauf stehenden fünf Kabelregionen ist die Schwäche der Kapitalmärkte. Davon sind jene Unternehmen betroffen, mit denen die Telekom verhandelt: Der US-niederländische Kabelanbieter UPC, das US-französische Unternehmen NTL, die US-Kabelfirma Callahan und der Investor Klesch. Die Unternehmen hatten ihre bisherigen Käufe ganz überwiegend durch die Ausgabe hoch verzinslicher Anleihen finanziert. Die aber werden vom Markt kaum noch angenommen. "Für Kabelunternehmen ist es derzeit viel schwerer an Kapital heranzukommen als das vor neun Monaten der Fall war", sagt Martine Hornbuckle, Fachmann für solche Anleihen bei Credit Suisse First Boston (CSFB) in London.


Der Markt für hochverzinsliche Anleihen ist für Telekommunikations- und Kabelfirmen seit Herbst praktisch verschlossen. Das Vertrauen der Investoren sank noch weiter, als der Glasfaseranbieter GTS Mitte Dezember die Zinszahlungen für die Anleihen seiner Tochterfirma Esprit Telecom aussetzte.


Die Zinsen auf Anleihen von Callahan und Klesch, die zur Finanzierung der Kabelnetze in Nordrhein-Westfalen und Hessen dienen, zogen deutlich an. Prekär ist die Lage in Baden-Württemberg: Dort wurde der Kaufvertrag zwar im Mai 2000 unterzeichnet, bezahlt hat Callahan die schätzungsweise drei bis vier Mrd. DM aber noch nicht. Eine Anleihe, die zur Finanzierung des Kaufpreises vorgesehen ist, wurde bis heute nicht begeben. "Das Ganze dauert schon überraschend lange", urteilt Hornbuckle von CSFB. Die Telekom rechnet mit dem Vollzug des Verkaufs im ersten Halbjahr 2001. Ursprünglich sollte er zum 1. Januar erfolgen.


Nahe Null sind die Chancen auf einen Verkauf in den noch verbleibenden Regionen. Offiziell verhandelt die Telekom zwar weiterhin exklusiv mit UPC für Rheinland-Pfalz/Saarland, mit einem Konsortium aus Banken und NTL für Bayern und mit Klesch für den Norden (Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern) und Osten (Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen). Doch unter der Hand geben die Verantwortlichen zu, dass ein Abschluss in keiner der Regionen in Sicht ist. Andere Interessenten machen sich rar. Die Deutsche-Bank-Tochter DB Investor etwa, die noch vor einem Jahr mehrere Regionen kaufen wollte, hat nun keinerlei Interesse mehr.



Knackpunkt: Preis


Knackpunkt ist der Preis. Bewertungen wie jene sechs Mrd. DM, die die Telekom für Nordrhein-Westfalen und Hessen in der Bilanz verbuchte, sind inzwischen nicht mehr zu erzielen. "Derzeit verlangt die Deutsche Telekom für ihre Kabelnetze einfach zu viel Geld. Wenn sie das Kabel tatsächlich verkaufen will, muss sie mit dem Preis runtergehen", sagt Paul Moran, Kabelanalyst bei Credit Suisse First Boston. Denn Investoren blicken nun sehr kritisch auf die Problemzonen des deutschen TV-Kabels. Und davon gibt es einige.


Hohe Umsätze mit dem zum Multimedia-Netz aufgerüsteten Kabel sollen aus zwei Quellen kommen: dem breitbandigen Internet-Zugang und dem Bezahlfernsehen. Letzteres ist in Deutschland jedoch ein dorniges Geschäft, da es an die dreißig frei empfangbare Sender gibt. Der bisher einzige Anbieter, Leo Kirchs Premiere, häuft hohe Verluste an.


Beim breitbandigen Internet-Zugang dagegen bekommt das TV-Kabel Tag für Tag mehr Konkurrenz. Die Telekom investiert von 1999 bis 2001 insgesamt 10 Mrd. DM in den Ausbau ihrer Telefonnetze, um in ganz Deutschland schnellen Internet-Zugang per herkömmlicher Telefonleitung anbieten zu können - mit so genannter DSL-Technologie. Je stärker der Konzern mit diesem Angebot zahlungswillige Nutzer an sich bindet, desto geringer sind die Chancen der Kabelfirmen, hier Fuß zu fassen.



Kein Grund zur Eile


Die Telekom kann daher gelassen an ihren Preisvorstellungen festhalten. Denn während sie auf Verkaufserlöse verzichtet, gewinnt sie auf der anderen Seite DSL-Einnahmen.


Auch sonst gibt es keinen Grund zur Eile. "Anstelle der Deutschen Telekom würde ich so lange wie möglich mit dem Verkauf warten. Bei einem Verkauf nach 2002 gibt es Steuererleichterungen, und die Bewertung der Netze könnte sich dann wieder verbessert haben", so Paul Moran von CSFB.


Die Kartellbehörden sehen zu. "Wettbewerbsrechtlich haben wir natürlich ein großes Interesse an einem Verkauf der Kabelnetze", heißt es im Bundeskartellamt. Doch um einen Verkauf zu erzwingen "reichen unsere Machtmittel nicht aus".



© 2001 Financial Times Deutschland
Hallo zusammen ( insbesondere Xbox fan Bat ;) ),

zu "X-Box nicht als Konkurrenzprodukt zu Phoenix-Serie sehen. Ist eher Konkurrenz zu Sonys PS2"

Habe das mit den Spielkonsolen zunächst ähnlich gesehen. Überlegungen rund um Konvergenz: Zusammenrücken der verschiedenen Hardware ( TV, PC, DVD, Handies ) und Untenstehendes ( aus einem anderen Board ) haben mich umgestimmt. Insbesondere hat Sony auf der CES – Messe gestern seine iTV - Absichten klar formuliert ( s. u. ):

Das Feld ist m. E. auch zu verwandt, als dass man es klar trennen könnte. a. Benutzung TV als Wiedergabemedium b. der Sony Konzern hat neben Spielen auch iTV - Kontent ( SONY Music & Movies = > MP3 / VoD ? ) zu bieten & zu verkaufen ;) c. Mehrplayer - Spiele übers Internet erfordern eine schnelle Übertragung. D.h TV-Kabel / DSL usw.

Aber Sony lässt die diesbezügliche iTV - Gier auch schon unverblümt durchblicken...
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Seagate liefert zwei Festplattenmodelle für PlayStation2

Las Vegas (vwd) - Der Festplattenhersteller Seagate, Scotts Valley, wird zwei Arten von Festplatten für die Spielekonsole "PlayStation 2" der Sony Corp, Tokio, produzieren. Wie unternehmensnahe Kreise gegenüber dem Fachdienst CNET anlässlich der "Consumer Electronic Show" in Las Vegas durchblicken ließen, handelt es sich um eine externe und eine interne Festplatte. Wenn die "PlayStation 2" über eine Festplatte verfügt, könnte die Spielekonsole auch zur Lagerung von MP3-Dateien, Digitalfotos und datenintensive Multimediaanwendungen verwendet werden. Sony wollte zu den Gerüchten ebensowenig Stellung nehmen wie Seagate.

Wie weiter zu hören war, soll Seagate keinen Exklusivvertrag mit Sony geschlossen haben, obwohl das kalifornische Unternehmen der wichtigste Zulieferer für Festplatten sein soll. Seagate wird auch die "Xbox" der Microsoft Corp, Redmond, mit einer Festplatte versorgen. Am Freitag hatte Conexant Systems, Newport Beach, bekannt gegeben, dass sie Prozessoren für "PlayStation 2"-Modems liefern wird. Capcom, Enix, Konami und andere Spieleentwickler wollen nach Informationen von CNET Internet-unterstützte Versionen ihrer Spiele entwickeln, die mit dem Chipset SmartSCM V.90 von Conexant kompatibel sind.

Die beiden Ankündigungen zeigen nach Ansicht von CNET die Strategie von Sony, die "PlayStation 2" von der reinen Spielekonsole zum umfassenden Unterhaltungsmedium zu machen. Derzeit kaufen die meisten Konsumenten das Produkt, um damit zu spielen. In Japan wird die Spielekonsole mittlerweile dank des eingebauten DVD-Players auch schon {!!!} als Abspielmedium für Spielfilmeverwendet . Die Konsole könnte künftig auch als Pay-per-View-Portal für Filme und TV-Programme dienen. Diese Entwicklung dürfte laut CNET die Konkurrenzsituation zwischen Sony und Computerherstellern {& Settop-Boxenherstellern ;)} verstärken: Im Laufe des Jahres soll beispielsweise der DVD-Recorder "Superdrive" der Hewlett-Packard Co, Palo Alto, auf den Markt kommen. +++ Silvia Rausch-Becker vwd / 7. Januar 2001, 19:01
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Und wenn Sony das so sieht, wird dies mit der - ausdrücklich als PS2 Konkurrenzprodukt konzipierten - X-box von MS ähnlich sehen müssen. Zumal Msoft sich mit WebTV auch schon entsprechend in Richtung iTV positioniert hat.

Anyway der Markt ist riesig. Er reicht wohl für große + kleine Fische. Allerdings müssen die kleinen Fische flink sein... Sonst gibt`s Fischstäbchen

Die Konkurrenten klein zu reden, war jedenfalls nicht meine Absicht. Werde den Thread i. Ü. nur unter Thread: David Mbox: Gut im Rennen gegen die Goliaths Nokia, Panasonic, Microsoft usw. ? inhaltlich weiterführen und ihn aus dem hiesigen „offenen“ Forum mit interessanten Überlegung ergänzen;).

Gruß pd
dazu paßt noch die gestrige Meldung:

Betreff: Telekom stoppt Exklusivgespraeche mit UPC ueber Kabelnetzverkauf - AFX
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Telekom <DTE.ETR> hat die
Exklusivgespräche mit dem niederländischen Kabelnetzbetreiber United
Pan-Europe
Communications N.V. (UPC) <UPC.ASX> <UPE.FSE> über den geplanten
Verkauf ihrer
Kabelnetze in Rheinland-Pfalz und im Saarland abgebrochen. Das sagte
ein
Sprecher der Telekom der "Börsen-Zeitung" (Donnerstagausgabe). Nachdem
es bei
mehreren Gesprächsterminen Schwierigkeiten gegeben hätte, setze der
Bonner
Konzern nun wieder auf mehrere Interessenten, um Fortschritte beim
Verkauf zu
erzielen.

Nach Angaben der "Börsen-Zeitung" kursieren am Markt Gerüchte über
mögliche
Finanzierungs-Probleme von UPC. Die Niederländer waren im Vorfeld sehr
interessiert am Kabelnetz in Rheinland-Pfalz, weil der am Neuen Markt
notierte
Kabelnetzbetreiber PrimaCom <PRC.ETR> in diesem Bundesland bereits
einer der
größten Netzbetreiber ist. UPC hält 25% an PrimaCom./akr/kh/sk

CU thüringer
eKabel: Pauschale für Web, Telefon und TV

Hessischer Kabelnetzbetreiber will für circa 60 Mark Web, TV und Telefon anbieten.

(IW / 16.01.01/13:16 Uhr) Der hessische Kabelnetzbetreiber eKabel, plant einen Pauschaltarif für Internet, Telefon und TV anzubieten. Wie die Nachrichtenagerntur Reuters berichtet will das Unternehmen, das es bislang nicht einmal zu einer eigenen Web-Site geschafft hat, für den Komplett-Service etwa 60 Mark im Monat nehmen. Dies entspräche in etwa dem Preis, den ein durchschnittlicher Haushalt bereits heute nur für Telfondienste ausgibt, sagte der Chef der eKabel, Günter Maier.

Im Preis seien dabei die Telefongrundgebühr, ein ununterbrochener Internet-Zugang sowie alle frei empfangbaren TV-Sender enthalten. Auch für Telefongespräche könnte eine monatliche Pauschale eingeführt werden, zu deren Höhe sich Maier aber nicht äußerte. Noch im März sollen erste Pilotprojekte in einzelnen hessischen Regionen mit eingeschränkten Testangeboten starten. Insgesamt 1,5 Milliarden Mark will eKabel in den Ausbau des hessischen Breitbandkabelnetzes investieren, so Maier. Dabei sollen aus den konventionellen Fernsehkabeln Hochgeschwindigkeitsleitungen gemacht werden, die einen deutlich schnelleren Internet-Zugang ermöglichen als bisher.
Aus folgender Kabel NRW – Abrechnungs etc. / Dienstleistungs – Auftragserteilung könnte man m.E. schließen, dass Callahan / Kabel NRW sich eher – wie erwartet - an Zulieferern am US – Heimatmarkt orientiert:

Convergys, ICTV Ink European Deals

NEW YORK -- Two U.S.-based technology firms last week unveiled European contracts.

Cincinnati-based Convergys, a billing and customer-care system provider, signed a licensing and support agreement with Kabel Nordrhein-Westfalen, which claims to be Germany’s largest private cable network operator. Under the pact, Convergys will provide Kabel NRW with broadband voice, video and data billing functionality, as well as customer-care support.

Kabel NRW CEO David Colley said in a prepared statement that “Convergys will help us provide the most comprehensive and highest quality ... services to our residential customers.” Kabel NRW currently serves 4.2 million households, and is managed by Callahan Associates, which also owns cable systems in France and Spain.

ICTV, a California firm, meanwhile announced an exclusive agreement with Silicon Artists, a Madrid-based convergence-services company. The two companies will work on the design and development of in-house interfaces and trial portals for the European market. ICTV offers a digital interactive-TV delivery platform that enables delivery of broadband Internet, e-mail and ITV applications to any digital set-top.

“The new relationship is a strong win for both companies,” Michael Collette, senior vice president of marketing and business development for ICTV, said in a press release. “I believe we’ll do big things together.” ( Q: Multichannel News International 1/21/01 5:45:00 PM / Thx to junkstro )
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Erinnert + sei an das MBX – Komplettlösungs-Konzept, welches sich in den Töchtern niederschlägt.



Insbesondere über ICS + Bot – Kompetenzen hätte man das „billing / customer-care support“ quasi aus einer Hand anbieten können. Das würde in der angespannten Finanz-Lage der Kabelges. auch Kosten sparen.

Da man sich offensichtlich nicht für den Rundum Lösungsansatz von MBX entschieden hat, halte ich auch Settoplieferungen von MBX an Kabel NRW für – einstweilen – unwahrscheinlich.

Es gibt ja noch andere dt. Bundesländer + Konsortien ;)...

Gruß pd
Danke PD,
das mit Callahan können wir uns dann abschminken, aber das Rennen geht weiter und ich denke, man wird in Deutschland auch die freie Wahl haben, mit welcher Box man iTV empüfangen will.

Im Februar plant RTL zumindest Ihren RTL-World Multimedia Dienst auf Set-Top-Boxen zu übertragen:

Nachricht:
Der Kölner Privatsender plant in den nächsten Monaten Multimedia- und Email-Dienste über die Set-Top-Box.

Als einziger TV-Sender Deutschlands bietet der Privatsender nun als Service-Provider auch den direkten Zugang ins Internet. Jedoch vorerst nur für Computerbesitzer. Doch bereits in wenigen Monaten sollen Internet- und insbesondere email-Dienste auch für Besitzer von Set-Top-Boxen angeboten werden.

Via RTL NET kann jeder Computerbesitzer das weltweite Datennetz nutzen, shoppen, spielen, chatten oder E-Mails verschicken. TV und Web wachsen mehr und mehr zusammen und insbesondere die Millionen RTL-Zuschauer setzen hier einen neuen Trend. Übers Internet können sie live gegen "Wer wird Millionär?"-Kandidaten antreten, per Voting Einfluss auf diverse RTL-Formate nehmen oder sich nach derTV-Zusammenfassung Live-Bilder aus dem "Big Brother"-Haus anschauen. Dr. Thomas Hesse, Vorsitzender der Geschäftsführung bei RTL NEWMEDIA: "RTL und seine Zuschauer leben so die Konvergenz der Medien bereits heute. Da ist der Schritt, einen eigenen Internet-Zugang anzubieten, nur konsequent. Denn wer mehr als Fernsehen erleben will, der muss ins Internet." RTL NEWMEDIA-Geschäftsführer Hans Mahr: "Unser Netzzugang ist attraktiv, preiswert und wirklich einfach zu bedienen - ein Angebot, das die RTL Zuschauer nicht ausschlagen können."

Seit Januar 2001 fungiert RTL über die neu gegründete RTL NET GmbH deshalb als Service-Provider und bietet seinen Zuschauern nicht nur einen sehr günstigen Zugang ins World Wide Web, sondern leitet sie auch direkt dahin, wo sie hinwollen: in die RTL WORLD.

Ab 1. Februar können die kostenlosen CDs zu RTL NET über die Hotline 0180-59 66 700 (24 Pf./Min.) bestellt werden.

Wer Auskunft über die Set-Top-Box wünscht kann dies über die Hotline 0138-1050 tun. (Ich kam aber noch nicht durch, wäre nett wenn es einer schafft und dann berichtet)

Gruß
EM
@PD und ENM
ok,das mit KabelNRW ist dadurch natürlich etwas unrealistischer geworden aber abschreiben würde ich die Geschichte noch nicht.
Wenn Metabox die wohl öffentliche Ausschreibung(läuft die uberhaupt schon?) gewinnt,dann wird es schwierig für Callahan einen anderen Anbieter vorzuziehen.
Man bedenke das MBX die Boxen ohne Subscribermanagementsystem etc.wohl noch günstiger(500Mio für 500tsd Boxen incl. Komplettlösung)offerieren kann und bei der in Aussicht gestellten Stückzahl wohl mit Sicherheit.
Öffentliche Ausschreibung ist erstmal öffentliche Ausschreibung.
Nun ja,wait and see,Hauptsache überhaupt ein Konsortium.
.

17. Januar 2001, 6:56 Uhr
eKabel Hessen startet im März mit Testläufen
[IWol] Geschäftsführer Günter Maier kündigte am Dienstag gegenüber REUTERS den Beginn der neuen Services via TV-Kabel an.

Die schon im vergangenen Jahr begonnenen Umbauarbeiten sollen im März 2001 die ersten Netzteile bereit für die Rückkanalfähigkeit gemacht haben. Anvisiert werden laut Aussagen vom eKabel-Konsortium, dem der britische Kabelnetzbetreiber NTL, die Investmentbank Merrill Lynch und der Investor Gary Klesch angehören, monatlich ca. 60,-DM.

Enthalten seien darin der TV-Anschluss, eine permanente Highspeed-Internetanbindung, als auch die Möglichkeit der IP-Telefonie, für die pauschale Tarife geplant seien.

Insgesamt wolle das Konsortium bis zum Abschluss der Umrüstarbeiten 2003 ca. 1,5 Milliarden DM ausgeben.

Die Deutsche Telekom wird hierbei immer noch einen Anteil von 35% am hessischen eKabel behalten.

Hintergrund:
In Hessen werden ca. 1,3 Millionen Kunden über TV-Kabel versorgt. Angeschlossen sind sogar 1,8 Millionen Haushalte.

Quelle: Yahoo




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Kommentare:
# 2
Name:
Datum: 18. Januar 2001, 16:50 Uhr
Kommentar: .
Ich habe heute von der Hotline für eKabel Hessen die Information erhalten, das Kunden in Frankfurt demnächst ein Schreiben erhalten, in denen die Teilnahme am Pilotprojekt angeboten wird. 1000 Kunden in Frankfurt sollen vorerst angeschlossen werden.


# 1
Name
Datum: 17. Januar 2001, 15:41 Uhr
Kommentar: .
Tja, schade das die Website www.ekabel.de immer noch nicht fertig ist :(
@ der erdnussmann

die settopbox die bei rtl verwendung finden soll kommt von galaxis

:-(

js
Kabel NRW besetzt drei Kanäle mit neuen Angeboten
Der Kontakter; Die Callahan-Tochter Kabel NRW hat angekündigt, drei Kanäle für High-Speed-Internet, Telefonie und Video on Demand aufzurüsten. In Neuss, wo Kabel NRW neben Düsseldorf bereits mit dem Ausbau der Netze begonnen hat, soll am kommenden Freitag die erste Kabelkopfstation vorgestellt werden. Nach Auskunft von Kabel NRW-Sprecherin Petra Vohn könnten Kunden im Großraum Düsseldorf dann im August oder September die neuen digitalen Dienste nutzen.Im Frühjahr steht dann Köln auf dem Programm.
Die drei Kabelplätze, die für neue Angebote genutzt werden, will der Bonner Kabelspezialist durch Hyperbandkanäle ersetzen. Dem Zuschauer sollen dabei kaum Programme verloren gehen. Schwierigkeiten gäbe es höchstens bei älteren TV-Geräten.
Noch sucht Kabel NRW nach einem geeigneten Decoder, der Grundvoraussetzung für den Empfang der neuen Angebote ist. Kirchs d-box komme dabei nicht in Frage, so Vohn.
RTL will E-Mails per Satellit verteilen

E-Mails versenden, Online-Shopping und Homebanking soll in Zukunft auch ohne Computer über den heimischen Fernseher abgewickelt werden, einen Ansatz dazu wollen in Kürze Panasonic und der Fernseh-Dienst RTL-World bieten. Voraussichtlich schon in diesem Jahr will die RTL Newmedia-Gruppe derlei Sonderdienste als erster Broadcaster auch im digitalen Satelliten-TV anbieten.

Dazu bietet Panasonic die Set-Top-Box TU-DSF31 an, die dem Zuschauer neben den bereits bekannten Pay- und Free-TV-Angeboten die digitale TV-Welt inklusive Dolby Digital 5.1 Mehrkanalton erschließen soll.

Der Receiver basiert auf dem europäischen Digital-Video-Broadcasting-(DVB-)Standard und unterstützt die Digitalplattform Free Universe Network (F.U.N.). Zudem erlaubt die digitale Box den Zugang zu sämtlichen Pay-TV-Angeboten mittels des Common Interface (CI): Dazu muss lediglich ein so genanntes Conditional Access Modul (CAM), das mit der Smart Card des Programmanbieters ausgestattet ist, in den CI-Einschubschacht des TU-DSF31 eingesetzt werden.

Der Rückkanal wird über ein integriertes 14.4er Modem realisiert, das den "Eingang zur neuen und interaktiven Fernseh-Welt" darstellen soll. Die Internet-Integration wird dabei über TCP/IP realisiert.




also doch nicht galaxis???
laut User Meex32 im MBX-Forum ist es Galaxs (er rief bei RTL an).

ciao ZO
ja, ich habe gestern bei RTL angerufen. Mir wurde gesagt, daß es sich um Set-Top-Boxen der Firmen Galaxis, sowie
Katrein (kann auch andere Schreibweise seiin) handelt.

Gruß
Meex
Ein sehr interessanter Kampf der Titanen steht uns in Hinblick auf iTV + t-commerce in Deutschland bevor.

Die Erzrivalen Kirch – Bertelsmann wollen’s ( Premiere, SAT1, Pro7, Kabel 1, DSF u.a. vs RTL, RTL2, SuperRTL, VOX u.a. ) offenbar auch im Hinblick auf t-shopping Sender wissen.

Nach infantil anmutenden Auseinandersetzungen, die jedoch den beinharten Wettbewerb der Erzrivalen dokumentieren ( Insellduell / Robinsoninsel, Wer wird Millionär / SAT1 Millionär, Wer heiratet Millionär in RTL / SAT1 Version vgl. herrliche Posse @ http://www.spiegel-online.de/panorama/0,1518,111212,00.html )
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Nun schlägt Bertelmann / RTL auch gegen KIRCH / H.O.T zurück. Der wirtschaftliche Erfolg war den Güterslohern wohl ein Dorn im Auge ( HOT Umsatz: 500 MIO DM, US Ableger von Comcast + Konkurrent QVC noch 360 MIO DM ).

Nun planen sie mit der neuen Tochter RTL Shop GmbH ab März einen eigenen t-shopping Sender. Die RTL group ist diesbezüglich bereits kompetent. Sie ist Mitgesellschafter des französischen Senders M6 mit dessen erfolgreichen t-shopping Sparte. M6 wird auch mit 20% an dem neuen RTL Shop Sender beteiligt. ( Quelle: Printspiegel 4 / 2001 )

Der Internet Auftritt des RTL Shops gilt schon jetzt als ausgezeichnet. ( vgl. Stern Kritik http://www.stern.de/webguide/shopping/kult_design/1998/04/17… )
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Klar ist, dass man in Bälde nicht nur TV / Telefon Vertrieb sondern iTV / t-commerce anstrebt. Kirch und Bertelsmann werden sich wohl – wie üblich – ein Rennen um den ersten t-commerce Sender liefern. Dazu brauch man gute Settop Boxen.

RTL mag Vereinbarungen mit Galaxis haben.

Aber wie ist es mit Kirch / H.O.T oder dem neuen TM3 ?
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Der Bogen ?

Dazu findet man im anderen Thread:

von SpekulatiuZ 24.01.01 17:45:51

War bei der Phönix - Vorstellung in Frankfurt nicht besonders viel Zeit auf schnelles t-shopping, + sofort Bezahlung per Bank gelegt worden.

Wichtig für tcommerce oder ?
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von Oliver H. 24.01.01 20:52:12

Interessant dabei ist evtl. der Fakt dass auf der Präsentation in Frankfurt der Einkauf bei H.O.T. via smartcard mit der MBX 1000 beispielhaft demonstriert wurde.
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However, es bleibt spannend !

Gruß & N8 pd
.
Nur, warum macht niemand Anstalten, den Laden oder zumindestens einen gewissen Teil davon, zu kaufen. Gab es nicht mal einen Versuch von Bertelsmann im Frühsommer 2000 oder war das ein Gerücht?
.
@ ZO & meex

rtl set top boxen :

1.)galaxis (soll aber erst zur funkaustellung 8/2001)kommen

2.)siemens (wahrscheinlich noch teurer als galaxis)

3.)kathrein = grundig (auch auf pc-basis)

entweder sollen mehrere hersteller eingebunden werden,(keine abhängigkeit von stb-herstellern)dann käme natürlich auch die mbx 1000 in frage.

so wie es im moment aussieht soll wohl der konsument die boxen kaufen, oder werden sie von rtl zur verfügung gestellt?

MFG
JS
Hallo Kimba, bin in dem Pkt des Übernahmehungers deiner Meinung. Entgegen den von Bedenkenträger-1 stets sprudelnd hervorgebrachten Unkenrufen ( Wachstumsfalle etc. ), wäre Mbox m.E. in der Tat ein Top-Übernahmekandidat.

Allein die Beteiligungen und Töchter ( Interzart, Ravisent, Comsap, NamR. GRAETZ, Amstrad, ICS, Joecardm, Firewire USA ) würden das Filetstück: eine fertig entwickelte, vor der Serienproduktion stehende iTV Settop Box der neuesten Generation ( vor Nokia, SIEM, SONY, MSOFT, Panasonic usw. ) quasi gratis mitfinanzieren. Der freefloat war 70%. Rest 30%. Konnte Mbox rechtzeitig die gerademal 20% sichern / in sichere Hände manövrieren ? Ich meine ja ! ( Vgl Ausführungen dazu unter Thread: David Mbox: Gut im Rennen gegen die Goliaths Nokia, Panasonic, Microsoft usw. ? Posting 10.01.01 20:01:33 )
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Zum Threadthema:

RTL hatte schon länger E-Commerce + Settop Pläne. Damalige Meldung:
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RTL World: E-Mail via Fernsehgerät

27.08.2000 München (rs) – Möglichst schnell soll der Fernseher Zuhause interaktiv werden. E-Mail, E-Commerce oder Homebanking stehen auf der Wunschliste von RTL. Dafür bauen die Kölner ihren interaktiven Dienst „RTL World“ weiter aus, um diese Funktionen am Fernseher zu realisieren.

Als erste Funktion wird das Schreiben von E-Mails möglich sein. Das erklärte Jürgen Sewczyk, Technischer Direktor bei RTL Newmedia. Um das Angebot des digitalen Fernsehens weiter zu vergrößern, beteilige sich das RTL-Tochterunternehmen zu 17,5 Prozent an der Hamburger Firma Scip GmbH. Scip ist an der Umsetzung der neuen Dienste beteiligt. Die E-Mail-Funktion soll bereits noch im Herbst 2000 verfügbar sein.

Erforderlich dafür ist eine rückkanalfähige Set-Top-Box für digitales TV mit dem Betriebssystem OpenTV. Panasonic hat mit dem Modell TU-DSF 30 beispielsweise so ein Gerät im Programm. Der Rückkanal funktioniert dabei über ein separates Modem und das Telefonnetz. Info: www.rtl-world.de ( Q: CHIP International 18/2000 )
-------------------------

Jetzt Galaxis ? Man wechselt offenbar gerne... ;)

Ein 14.4 Modem geht m.E. völlig an der Sache vorbei. Eine Image Katastrophe stünde RTL World + deren E-com bevor.

Es hat NICHTS mit iTV zu tun. ( RTL – O-Ton ) „EXPERTENCHAT, Dating, Shopping, Fernsehabstimmungen, wetten Sie gegen G. Jauch“ usw. möchte RTL über das 14.4 Nadelöhr liefern. Das hat aber folgende Nachteile, die echtes iTV NICHT hat:

1. analoge 14.4 Übertragung des Rückkanals ist schlicht vorsintflutlich

2. Die Einwahl ( PING, PING ) nervt.

3. Die Verbindung ist gerade bei hohen Datenraten ( Bezahl-Verschlüsselung ) instabil und neigt zu Unterbrechungen / Abstürzen

4. „Dating, Shopping, Fernsehabstimmungen“ wird zu echtem Pay TV ( zit. RTL 2,2 PF / Min = 1,32 DM / h). Bei 1 h pro Tag so teuer wie Premiere: 39,60 im Monat.

5. Während des Fernsehens ist die Telefonleitung blockiert. Das freut die Familienmitglieder. ISDN wg TV ? Wir sprechen ja von der Zielgruppe 98 % TV Haushalte. Die brauchen nicht alle ISDN ( + DTAG Grundgebü ). Die brauchen KabelTV Rückkanal !

6. Kein Mehrwert über Telephonie, DVD, kaum VoD, usw.
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Mit anderen Worten: Wenn RTL das macht, würden die Zuschauer in Scharen zu einem z.B. besseren Angebot ( dig. Settop ) der Kirchkonkurrenz o. a. überlaufen. Das wird sich dann schnell wieder einpendeln.

14.4 Modem lol ! Klingt wie Trabbi-dbox...

Gruß pd
Gegenseitige Schuldzuweisungen begleiten schleppenden Start ins Digital-Zeitalter


Der Schlüssel zum Digital-TV liegt nicht nur bei den Inhalten


Von Jann Ohlendorf, Handelsblatt.com


Digital-TV hat sich in Deutschland noch nicht durchgesetzt. Neben dem digitalen Pay-TV-Angebot Premiere World sind zwar vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender bereits seit geraumer Zeit aktiv, aber die Nachfrage blieb bisher gering. Nicht nur der weltweit größte Software-Hersteller für interaktive Set-Top-Boxen glaubt dennoch an einen Durchbruch auf dem zweitgrößten TV-Markt der Welt.




Mehr zum Thema: Digital-TV

Kirchgruppe will ARD und ZDF bei Sportübertragungen eigenen Standard aufzwängen (08:00)

Astra-Satelliten machen Internet Konkurrenz (22.01.)

Primacom sucht Lösung im Konflikt um Kabelbelegung (07.11.)

Auch 2003 noch 87 Prozent der Erlöse via PC (30.10.)

Kolumne: Breitband versus mobil? (30.10.)

Das interaktive Fernsehen geht ans Netz (20.06.)

Analyse: Digital TV bleibt in Deutschland hinter den Erwartungen zurück (08:00)

Glossar zum Digital-TV (08:00)

Kabel-NRW rüstet das Fernsehkabel auf (10.12.)

Cyberworks streicht ein Drittel seiner Web-TV-Investitionen (05.12.)

RTL will 2001 E-Mail via Digitalfernsehen anbieten (31.07.)



HB DÜSSELDORF. Stephane Goebel, Managing Director beim Softwarehersteller Open TV macht sich wenig Illusionen über den Verbreitungsgrad des digitalen Fernsehens. “Deutschland ist beim Thema Digital-TV im Vergleich zu den Nachbarländern ganz klar auf der Standspur.” Dennoch glaube Open TV daran, dass sich der Markt in den nächsten Monaten entwickeln werde und habe deshalb im vergangenen Jahr in Deutschland ein Büro eröffnet, sagte Goebel im Gespräch mit Handelsblatt.com. Der weltweit führende Anbeiter von Software für Set-Top-Boxen will aus der Not eine Tugend machen: Da der Markt mit attraktiven Free-TV-Programmen dicht besetzt sei, werde es für die Digital-TV-Anbieter darauf ankommen, interaktive Dienste einzubinden, die im Ausland bereits stark genutzt würden. Open TV hofft dabei auf längere Sicht auf einen ähnlich großen Erfolg wie in einigen Nachbarstaaten.
Goebels Worten nach wird die Zukunft trotz der interaktiven Zusatzangebote nicht in einer stärkeren Verknüpfung mit dem PC liegen. “Das eine ist ein Arbeitsgerät, das andere ein Unterhaltungsmedium.” Open TV, das 1994 zunächst als Marketingallianz der Unternehmen Thomson Multimedia und Sun Microsystems gegründet worden war, habe wie auch der Konkurrent Liberate Technologies - an dem Oracle die Mehrheit hält - selbst einen starken Technologierückhalt, sagte Goebel. Inhalte und Technik müssten beim Digital-TV aber stets eine Symbiose eingehen. Aus diesem Grund sehe das Unternehmen Ambitionen des Softwareherstellers Microsoft, in den Markt einzusteigen, mit Gelassenheit entgegen. “Microsoft hat noch keine Partner gefunden, während weltweit bereits 21 Networks mit unserer Softeware den Sendebetrieb aufgenommen haben”, sagte Goebel.

Verbreitung in Deutschland bisher gering

Anders als in anderen Ländern, in denen die Software von prominenten Sendern und Kabelbetreibern wie BskyB in Großbritannien, TPS in Frankreich oder Stream in Italien verwendet wird, hat sich in Deutschland bislang nur der Kabelbetreiber Primacom zur Partnerschaft bereit erklärt; eingesetzt wird das Open TV-Betriebssystem zudem in Free-To-Air-Decodern zahlreicher Hersteller, mit denen kostenfrei ausgestrahlte Sender wie ARD Digital oder ZDF.vison empfangen werden können.

Die Kirchgruppe, die mit ihren Pay-TV-Angebot Premiere World den deutschen Markt dominiert, macht Goebel für den geringen Erfolg des Digital-Fernsehens in Deutschland mit verantwortlich. Da die Technik der D-Box nicht ausgereift sei, könnten die meisten Digital-TV-Nutzer keine interaktiven Funktionen nutzen, die gerade den Reiz des neuen Übertragungsstandards ausmachten. Goebel verwies auf die Einführung der Open-Plattform in Großbritannien, bei der Kunden seit 1999 via Fernbedienung einkaufen, Bankgeschäfte erledigen oder E-Mails schreiben können. Der interaktive Service werde bereits von mehr als einer Millionen Haushalte mindestens einmal pro Woche genutzt und erziele beachtliche Umsätze. Open ist ein Gemeinschaftsunternehmen von BskyB, British Telecom, der Bank HSBC und dem japanischen Konzern Matsushita. Nach Goebels Worten wird der Erfolg der Plattform auch in Deutschland Nachahmer finden. "In den nächsten 24 Monaten wird sich der Markt entwickeln."

Digital-TV ist kein Synonym für Pay-TV

Lutz Mahnke, Vorsitzender des Bündnisses Free Universe Network (Fun), in dem sich 49 Unternehmen zusammen geschlossen haben, die beim Zugang zum Digital-TV für einen offenen Standard eintreten, sagte Handelsblatt.com: “Wir haben ein Kommunikationsproblem. Digitales Fernsehen wird in Deutschland nur als Pay-TV wahr genommen.” In Deutschland seien zwar bereits 100 000 Boxen mit dem Fun-Standard abgesetzt worden, aber Anbieter wie die ARD unternähmen viel zu wenig, um ihre interaktiven Zusatzdienste wie elektronische Programmführer und exklusive Digitalformate beim Publikum bekannt zu machen. Trotz einer knapp vierjährigen Probephase habe der Einstieg ins digitale Fernsehen erst im vergangenen Jahr richtig begonnen. “Bislang ist das sicherlich keine Erfolgsstory”, sagte Mahnke.

Michael Albrecht, ARD-Koordinator für digitales Fernsehen, sagte Handelsblatt.com, die Kritik sei durchaus berechtigt. “Wir werden sicherlich Anstrengungen unternehmen müssen, um unsere digitalen Angebote der Öffentlichkeit besser bekannt zu machen.” Dabei sei allerdings zu berücksichtigen, dass der Aufwand auch in Relation zur Zahl der Nutzer stehen müsse. Größtes Hindernis bleibe, dass der Mehrwert technisch meist nicht zur Geltung komme. “Die Blockade liegt darin, dass die Abbildung der Dienste nicht gewährleistet ist”.

Dennoch zeigte sich Albrecht optimistisch. Die Industrie habe durch den Digitalstandard Multimedia Home Platform, MHP, nun Planungssicherheit gewonnen. Da auch die neue D-Box diesen Standard unterstützen werde, sei ein Durchbruch noch in diesem Jahr denkbar.



HANDELSBLATT, Freitag, 26. Januar 2001
@ Placido

Danke für die Blumen. Jedoch gibt es User, die "sprudeln" viel heftiger, um nicht zu sagen: sie schäumen regelrecht ;).

Im übrigen: Wenn man mal sicher sein könnte, ob der Freefloat tatsächlich noch verfügbar ist ..... Bin da nicht so sicher. Das Interesse für die Aktie ist gering. Anlagealternativen sind vorhanden.

Dennoch: Für Kommunikation mit den Shareholders muß Zeit sein. Israel hin - Wachstumsfalle her.

cu, bin jetzt weg, Kimba
Zum Thema des Threads: Dt Konsortium

Genau so hört sich ein Konsortium an:

"Open ( UK 4+ Millionen Abonnenten ) ist ein Gemeinschaftsunternehmen von BskyB, British Telecom, der Bank HSBC und dem japanischen Konzern Matsushita." ( vgl. Juns. Posting - Ähnlich i.Ü. bei Internordic )

Telco + TV Plattform ( Kabelcos, TV-Stratege / Mogul etc. ) + Bank + Supplier. evtl. + ecom usw.

Wann und mit wem wird dieses erfolgreiche Modell auf D übertragen ?

Gruß pd
24.01.01

Kabel NRW besetzt drei Kanäle mit neuen Angeboten
[FPoe] Die Callahan-Tochter Kabel NRW hat angekündigt, drei Kanäle für High-Speed-Internet, Telefonie und Video on Demand aufzurüsten.

Das meldet heute Der Kontakter. In Neuss, wo Kabel NRW neben Düsseldorf bereits mit dem Ausbau der Netze begonnen hat, soll demnach am kommenden Freitag die erste Kabelkopfstation vorgestellt werden.

Nach Auskunft von Kabel NRW-Sprecherin Petra Vohn gegenüber der Zeitung könnten Kunden im Großraum Düsseldorf dann im August oder September die neuen digitalen Dienste nutzen. Im Frühjahr stehe dann Köln auf dem Programm.

Die drei Kabelplätze, die für neue Angebote genutzt werden, will der Bonner Kabelspezialist durch Hyperbandkanäle ersetzen. Dem Zuschauer sollen dabei kaum Programme verloren gehen. Schwierigkeiten gäbe es höchstens bei älteren TV-Geräten.
Noch sucht Kabel NRW nach einem geeigneten Decoder, der Grundvoraussetzung für den Empfang der neuen Angebote ist. Kirchs d-box komme dabei nicht in Frage, so Vohn.


Quelle : http://www.digitv.de/newsprog/viewnews.cgi?newsid980366890,6…









--------------------------------------------------------------------------------" target="_blank" rel="nofollow">Kabel NRW besetzt drei Kanäle mit neuen Angeboten
[FPoe] Die Callahan-Tochter Kabel NRW hat angekündigt, drei Kanäle für High-Speed-Internet, Telefonie und Video on Demand aufzurüsten.

Das meldet heute Der Kontakter. In Neuss, wo Kabel NRW neben Düsseldorf bereits mit dem Ausbau der Netze begonnen hat, soll demnach am kommenden Freitag die erste Kabelkopfstation vorgestellt werden.

Nach Auskunft von Kabel NRW-Sprecherin Petra Vohn gegenüber der Zeitung könnten Kunden im Großraum Düsseldorf dann im August oder September die neuen digitalen Dienste nutzen. Im Frühjahr stehe dann Köln auf dem Programm.

Die drei Kabelplätze, die für neue Angebote genutzt werden, will der Bonner Kabelspezialist durch Hyperbandkanäle ersetzen. Dem Zuschauer sollen dabei kaum Programme verloren gehen. Schwierigkeiten gäbe es höchstens bei älteren TV-Geräten.
Noch sucht Kabel NRW nach einem geeigneten Decoder, der Grundvoraussetzung für den Empfang der neuen Angebote ist. Kirchs d-box komme dabei nicht in Frage, so Vohn.

Quelle : http://www.digitv.de/newsprog/viewnews.cgi?newsid980366890,6…









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IT Neighborhood - Akalla-Project


Ort
Stockholm-Alkalla, Schweden


Projektbezugsraum
regional


Kurzbeschreibung
Gleicher Zugang für alle zu Netzwerksystemen

Das „IT Nachbarschafts-Alkalla-Projekt" wird aus Alkakalla ein Zukunftsmodell machen und zugleich ein beispielhafter Weg zu effektiverer Nutzung von Informationstechnologie sein.
Alle Investitionen in IT-Infrastrukturen werden einen einzigartigen Lebensraum für den Alltagsgebrauch telematischer Anwendungen im Arbeits-, Lebens- und Bildungsbereich ermöglichen und für unser Jahrhundert einschneidende Handhabungen fortgeschrittener Dienstleistungen auf den Gebieten der Telemedizin oder für medizinische Hausversorgung für Pensionisten und Behinderte aufzeigen.

Alle Bewohner der Nachbarschaft Alkalla, das sind 8500 Einwohner in 4300 Wohnungen und Häusern, und alle Institutionen der Gemeinde werden in einem Informationsnetzwerk, bestehend aus Telephonen, interaktivem TV und Daten-Kommunikation verbunden werden. Alle Wohnungen und Häuser werden mit Glasfaserkabeln in ein Hochgeschwindigkeitsnetz eingebunden werden. Eine Endverbraucheraustattung, die set top boxen oder PCs umfaßt, werden angeboten werden.

Eine Kooperation der Netzeigentümer und der Mitglieder der Verwaltung, in der alle Bewohner von Alkalla ein Mitspracherecht haben, sollen das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Nachbarschaft stärken und helfen alle sozio-ökonomischen, sprachlichen und ethnischen Hürden zu überwinden.

Folgende Services sollen den Bewohnern angeboten werden:



Kommunikation: sowohl Anbindung an das Internet als auch an lokale Server

Dienstleistungen für das Heim: elektronische Wärmeregulation für maximale Energieeffizienz, elektronische Türregler und Buchung und Regulation gemeinschaftlicher Waschautomaten.

Bildung: Unterstützung für Schulen und Institutionen zum Telelernen

Errichtung von Telearbeitshäusern auf dem Gelände

Kultur und Integration: dieses Projekt wird ein „Haus der Brücken" errichten, welches die kulturellen, sprachlichen und ethnischen Unterschiede in Alkalla verbinden und bereichern soll.

Gesundheitsversorgung: verbesserte Qualität der angebotenen Dienstleistungen und Schaffung von mehr Vertrauen in die medizinische Heimversorgung der älteren Mitbewohner und der Behinderten.

Öffentliche Dienstleistungen: Information, Dienstleistungen und Koordination können effizienter gestaltet werden, ebenso die Verwirklichung der Teilnahme aller Bewohner an lokalem demokratischen Entscheidungsvorgägnen.

Teleshopping: nicht nur Produkte des alltäglichen Gebrauchs sondern auch seltenere, können direkt oder über das Netzwerksystem erstanden werden.

Ökologie und Umwelt: auch die immer größer werdenden Bemühungen um anhaltend nachhaltige Entwicklungen zu erlangen, werden durch dieses Projekt gestärkt werden. Mit Hilfe der heute modernsten technisch erhältlichen Ausstattungen kann man die Informationsflüsse effizienter und wirtschaftlicher gestalten.
Filme aus dem Netz

Luxemburg mausert sich zum Medienstandort

LUXEMBURG. (wy) Das Medi-
enland Luxemburg bietet seit
dieser Woche einen neuen
Dienst für Internet-Surfer an,
über den sie Filme herunter la-
den können.

Der Provider "Europe-Online"
wird ab sofort exklusive Erst-Über-
tragungen von Spielfilmen und
Kurzfilmen von Film-Festivals an-
bieten. Der luxemburgische Provi-
der mit amerikanischen Kapitelge-
bern wird dieses Angebot inner-
halb seines Abo-Preises anbieten.
Bedinnen werden die Luxembur-
ger mit der Übertragung von Filmen
des renommierten "Sun-
dance Film Festivals" in Park Citiy
(Utah/USA).
"Europe Online" greift bei seinem
Angebot auf einen anderen luxem-
burischen Mediendienst zurück:
Das Satellitensystem Astra, über
dessen Satelliten die Filme über-
tragen werden. Der Nutzer benötigt
für das Herunterladen der Filme
allerdings eine spezielle Karte in
seinem PC oder eine spezielle Box.
Der Provider "Europe-Online" ar-
beitet für senen Filmkanal mit
dem größten Filmfestival-Server
der Welt "Filmfestival.com" zu-
sammen. Dieses französische Un-
ternehmen überträgt derzeit Filme
von etwa 100 Filmfestivals welt-
weit.
"Europe-Online" erweitert mit die-
sem Dienst die Medienkompetenz
des Großherzogtums. Ursprüng-
lich allein auf RTL und Astra
begründet, hat sich um beide
Unternehmen ein Kreis von Medi-
en-UNternehmen und Medien-
Dienstleistern bis hin zur Filmwirt-
schaft mit eigenen Studios gebil-
det, das zu einem eigenen Stand-
bein neben der Finanzwirtschaft
heranwächst. Luxemburgs Pre-
mierminister Jean Claude Junker
sucht aus diesem Grunde auch die
Nähe zu Nordrhein-Westfalen, das
sich in der Bundesrepublik eben-
falls als Medienstandort profiliert.



Trierischer Volksfreund.Nr. 23
Samstag/Sonntag 27/28 Januar 2001



<<<<<<<nur so zum nachdenken!

Gruß Leoba
Kabel NRW besetzt drei Kanäle mit neuen Angeboten
[FPoe] Die Callahan-Tochter Kabel NRW hat angekündigt, drei Kanäle für High-Speed-Internet, Telefonie und Video on Demand aufzurüsten.

In Neuss, wo Kabel NRW neben Düsseldorf bereits mit dem Ausbau der Netze begonnen hat, soll demnach am kommenden Freitag (02.02.2001) die erste Kabelkopfstation vorgestellt werden.

Nach Auskunft von Kabel NRW-Sprecherin Petra Vohn gegenüber der Zeitung könnten Kunden im Großraum Düsseldorf dann im August oder September die neuen digitalen Dienste nutzen. Im Frühjahr stehe dann Köln auf dem Programm.

Die drei Kabelplätze, die für neue Angebote genutzt werden, will der Bonner Kabelspezialist durch Hyperbandkanäle ersetzen. Dem Zuschauer sollen dabei kaum Programme verloren gehen. Schwierigkeiten gäbe es höchstens bei älteren TV-Geräten.

Noch sucht Kabel NRW nach einem geeigneten Decoder, der Grundvoraussetzung für den Empfang der neuen Angebote ist. Kirchs d-box komme dabei nicht in Frage, so Vohn.


Gruß
EM
Wie bereits im Posting vom 16.12.00 14:54:27 vermutet, zeichnet sich bei den marktbeherrschenden deutschen Mediengiganten ( Bertelsmann RTL - Group vs. Kirch Premiere / Pro7 / Sat 1 / K 1 / DSF – Gruppe ) zunehmend die Einsicht ab, dass man die interaktiven TV Pläne weitgehend endgeräteunabhängig durchzuführen hat:
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Kirch-Telekom-Allianz droht zu scheitern

(dpa-AFX - 31.01.01) Die von der Kirch-Gruppe und der Deutschen Telekom geplante Allianz für Internet und Kabelfernsehen droht am Bundeskartellamt zu scheitern. Bei der Behörde gebe es aus Wettbewerbssicht gegen den genehmigungspflichtigen Zusammenschluss "eindeutig" Bedenken, sagte Kartellamts-Sprecher Stefan Siebert am Mittwoch in Bonn. Die Prüfungsfrist dauere aber noch bis Ende Februar und eine endgültige Entscheidung sei nicht getroffen. Die Telekom will für angeblich rund eine Milliarde Mark 51 Prozent der Kirch-Tochter Beta Research übernehmen.

Ein Zusammenschluss zweier derart maßgeblicher Unternehmen im Sektor von Online-Inhalten und auf Netzbetreiberseite könne zu einer marktbeherrschenden Stellung führen, erläuterte Siebert. Darüber würden mit den beiden Unternehmen derzeit Gespräche geführt. Wegen des laufenden Verfahrens könne er inhaltlich zum Stand keine näheren Angaben machen. Die Telekom ist Marktführer beim Netz fürs Kabelfernsehen. Kirch ist bei TV-Abonnementprogrammen (Pay TV) führend.

Nach Informationen der `Süddeutschen Zeitung` will das Kartellamt das Vorhaben nicht genehmigen. Die Behörde befürchte, durch den Zusammenschluss bei Beta Research werde der Wettbewerb sowohl beim Fernsehen wie auch bei der Telekommunikation gefährdet. Beta Research nehme mit seiner d-box eine Schlüsselstellung in diesen Märkten ein. Sie ermögliche Empfang und Abrechnung beim Pay TV sowie von digitalen TV-Kanälen und solle auf Dauer auch Zugang zum Internet via Kanal bieten.

Nach Informationen des Blatts will das Kartellamt den Einstieg der Telekom bei Beta Research nur erlauben, wenn die Telekom sich von ihren Kabelnetzen "weitgehend" (bis auf eine bundesweite Kapitalbeteiligung von unter 25 Prozent) trennt. Innerhalb der Prüffrist sei dies aber nicht zu bewerkstelligen. "Die Haltung der Wettbewerbshüter läuft damit auf ein Verbot der Allianz hinaus." Ein Sprecher der Telekom wollte sich dazu inhaltlich nicht äußern. Er verwies auf die Gespräche, die zur Zeit mit dem Kartellamt geführt würden. Die Telekom prüfe die Bedenken und wie darauf zu reagieren sei. Der Konzern, sich bisher nur von einen Teil seiner Kabelnetzes verkauft hat, wolle weitere Teile seines Kabelnetzes veräußern. Die formelle Anmeldung der Allianz beim Kartellamt wurde am 26. Oktober 2000 eingereicht. Die Prüffrist beträgt vier Monate - also bis 26. Februar.
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= > Konsequent zieht die SZ folgende Schlüsse:
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Die Zauberbox als Auslaufmodell Kirch muss umsteuern ( Von Klaus Ott )

Wer im Süden Urlaub macht, muss künftig nicht mehr auf die Tagesschau verzichten. Das Erste, das Fernsehprogramm der ARD, ist seit kurzem in zweieinhalb Millionen Hotelzimmern rund um das Mittelmeer zu sehen. Die ARD bedient sich der neuen, digitalen Sendetechnik, die über Satellit und Kabel Platz für viele hundert Kanäle schafft. Doch während der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer nächsten Jahres, also mitten in der Urlaubssaison, soll das Erste im Ausland abgeschaltet werden. Das verlangt Leo Kirch, der Deutschlands größtes TV-Imperium betreibt.

Der Medienhändler besitzt die Übertragungsrechte für die WM 2002; und er will sie nur dann an ARD und ZDF verkaufen, wenn diese den Fußball nicht via Digital-TV im Ausland zeigen. ARD und ZDF müssten also ihre Programme verschlüsseln, wie das im Fachjargon heißt. Für den Empfang im Inland wäre ein Entschlüsselungsgerät notwendig, ein Decoder. Solch ein Gerät bietet Kirch der ARD und dem ZDF gleich mit an. Seine Firmengruppe hat die d-box entwickelt, den Decoder für den eigenen Abosender Premiere World. Rund zwei Millionen Boxen hat der Sender bislang abgesetzt.

Kirchs Plan ist, aus seiner Sicht, nahezu genial. Beim Digital-TV, dem Fernsehen der Zukunft, wäre die Konkurrenz von ihm und seiner d-box abhängig. Doch das wird nicht gelingen. Bei Kirchs Vorgaben für die WM 2002 dürfte es sich um den letzten und wohl auch vergeblichen Versuch handeln, die d-box zum Standarddecoder in Deutschland zu machen und mit Hilfe der Technik den Wettbewerb auf dem Bildschirm zu steuern.

Kartellamt schreitet ein

Das Bundeskartellamt funkt jetzt dazwischen. Die Behörde will ein Geschäft verbieten, das Kirch mit der Deutschen Telekom verabredet hat und bei dem es vor allem um die d-box geht (SZ vom 31.1.). Die Telekom, an deren Kabelfernsehnetze fast 20 Millionen Haushalte angeschlossen sind, möchte für gut eine Milliarde DM Mehrheitsinhaber des Kirch-Technikunternehmens Beta Research werden. In dessen Tüflerstuben ist der Decoder entstanden. Untersagt das Kartellamt den Einstieg der Telekom bei Beta Research, dann gibt es für Kirch keinen Grund mehr, an der d-box festzuhalten. ;) Intern wächst die Kritik an dem Decoder, die einst als Zauberbox für das Multimediazeitalter galt. „Vergessen Sie den Unterschied zwischen Fernsehgerät und Computer“, verkündete die Kirch-Gruppe bei der Einführung der d-box. Mit dem Decoder bekomme man alles: „Kinohits, Dokumentationen, Online-Dienste, so weit das Auge reicht.“

Chance für Premiere World

Inzwischen erweist sich die d-box als Auslaufmodell. Der Decoder ist teuer, umständlich zu bedienen, funktioniert schlecht und hält viele Zuschauer davon ab, Kirchs Bezahlfernsehen Premiere World zu abonnieren. Der Sender macht deshalb hohe Verluste. Immer mehr Manager von Kirch und dessen Premiere-Partner Rupert Murdoch ( ! ;) ) drängen darauf, das Decoder-Geschäft der Industrie zu überlassen. Die könnte die d-box durch einfachere und preiswertere Empfangsgeräte ersetzen. Bislang stand dem die Aussicht entgegen, von der Telekom gut eine Milliarde DM für die d-box zu kassieren und zusammen mit Deutschlands größtem Kabelbetreiber das Fernsehen zu kontrollieren. Nun macht das Kartellamt dem Medienhändler einen Strich durch die Rechnung.

Kirch hat sich mit dem Decoder und dem Abofernsehen verkalkuliert wie sonst nie in seinem Leben. Als Filmhändler ist er groß geworden; die lukrativen Geschäfte mit Hollywood und sein riesiges Vorratslager ermöglichten ihm anschließend den Aufbau privater Sender (Sat 1, Pro Sieben, Kabel 1). Die Ware Fußball kam hinzu. Dann glaubte Kirch, auch noch Bill Gates spielen zu müssen. Ein paar Ingenieure reichten freilich nicht, um eine Zukunftstechnologie für das neue Digital-TV und dessen Verschmelzung mit dem Internet zu kreieren. Der Medienhändler ist bei seinem Ausflug in das Reich der Technik gescheitert und muss sich nun auf seine angestammte Rolle als Rechtehändler und Fernsehbetreiber zurück besinnen, soll nicht die ganze Firmengruppe in eine gefährliche Schieflage kommen ( IST ! Verträge mit Murdoch: shoot or leave ! – Prinzip = brandgefährlich ) . Für den Wettbewerb in der Medienbranche wäre eine Kehrtwende von Vorteil; und selbst Kirch würde auf lange Sicht vermutlich sogar profitieren. Nur mit einem anderen, besseren Decoder ;) hat Premiere World noch eine Chance. ( Q: SZ vom 01.02.2001 Wirtschaft )
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Wohlgemerkt: Es läuft nicht auf Metabox oder sonst EINEN Anbieter hinaus. Was ansteht ist ein endgeräteunabhängiger Vertrieb von i TV. Dh. vglbar mit dem Vertrieb bei Telcos + Handies, bekommt der Kunde von seiner Kabelgesellschaft ( Konsortium: Kabelges + Bank + T-commerce / Versandhaus + evtl Telco, TV – Anstalt usw. ) ein Gerät seiner Wahl bei Abschluss. Es wird daher – früher oder später - auf die Ausstattung der Geräte ankommen. ( FP + Videorec-fkt ?, Onlinespiele ?, Telephonie ?, DVD, CD, MP3 usw. )

Gruß pd
Im übrigen deutet auch die allgemeine Akzeptanz von MHP als offener Standart auf eine Endgeräte unabhängige Medienlandschaft hin.
Hab ich gerade im Handelsblatt gefunden!

http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/relhbi/sfn/buil…


Kabelnetzeinspeisung der Programme der RTL-Gruppe


PrimaCom einigt sich mit RTL-Gruppe


Die PrimaCom AG (Mainz) hat sich mit der RTL-Gruppe über eine Netzeinspeisung ihrer Programme geeinigt. Ein langfristiger Einspeisungsvertrag soll in nächster Zeit ausgehandelt werden.


dpa LEIPZIG/KÖLN. Die PrimaCom AG (Mainz) hat sich mit der RTL- Gruppe über eine Netzeinspeisung ihrer Programme geeinigt und einen Vorvertrag über eine Kooperation auch im Bereich neue Medien geschlossen. Das teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag in Köln mit. Danach wird PrimaCom die Programme von RTL, RTL II, Super RTL und VOX vorläufig bis zum 31. März 2002 analog und zusätzlich digital in ihre aufgerüstete Kabelnetze einspeisen. Zudem werden den PrimaCom-Kunden auch die Multimedia-Dienste von RTL New Media angeboten.
Ein langfristiger Einspeisungsvertrag soll in nächster Zeit ausgehandelt werden. Er soll dann auch die Leistungsschutzrechte der Sender regeln, sagte PrimaCom-Sprecher Alexander Hoffmann der dpa in Leipzig. Die börsennotierte PrimaCom AG sieht sich mit mehr als 1,23 Mill. Kunden als drittgrößter privater Kabelnetzbetreiber in Deutschland und als Marktführer in Ostdeutschland. Zudem vermarktet es interaktive Multimedia-Dienste. Schwerpunktmäßig rüstet das Unternehmen gegenwärtig in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen seine Breitbandkabelnetze auf.

Ein Pilotprojekt zur Einführung von Digitalfernsehen hat PrimaCom bei seinen Kunden in Leipzig gestartet. Dort bekam das Unternehmen aber in den vergangenen Monaten wegen der Urheberrechte von Programmen Ärger sowohl mit der Kölner RTL-Gruppe als auch mit Sendern der Münchner ProSieben Sat.1 Media AG.

Ende 2000 untersagte das Leipziger Landgericht dem Kabelnetzbetreiber, die TV-Sender RTL II, VOX, ProSieben, Kabel 1, TM3 und DSF ausschließlich als kostenpflichtiges digitales Angebot zu verbreiten. Hinsichtlich der Sender N24 und Kabel 1 verpflichtete sich PrimaCom in Unterlassungserklärungen, deren Programme wieder analog in ihr Netz einzuspeisen. PrimaCom-Sprecher Hoffmann sagte jetzt der dpa, "wir würden uns freuen, ähnliche Gespräche wie mit der RTL-Familie auch mit der Kirch-Gruppe zu führen."


HANDELSBLATT, Donnerstag, 01. Februar 2001
Servus,
das deutsche Konsortium (Zusammneschlüsse div. Firmen) trägt Früchte.
Gruß
EM


1.
RTL übernimmt von Bertelsmann interaktives TV

Bertelsmann ordnet sein Breitbandgeschäft neu. Das bisher in Hamburg ansässige TV-Projekt Bertelsmann Broadband Group BBG) wird künftig von der RTL-Tochter RTL New Media von Köln aus Köln übernommen.
Die Bertelsmann Broadband Group entwickelt Techniken für das künftige interaktive Fernsehen, insbesondere im VideoOnDemand-Bereich. Es soll weiterhin eine Plattform entstehen, über die Nachrichten, Spielfilme, Serien und Teleshopping individuell vom Zuschauer abgerufen werden können.
Bertelsmann E-Commerce-Group behält Bereiche E-Commerce und Kundenbetreuung, während RTL ab sofort für die Programminhalte zuständig ist.

http://www.set-top-box.de/news/010202_rtlworld.htm

2.
Kirch New Media und ProSieben Digital Media schließen sich zusammen

Die Kirch New Media AG und die ProSieben Digital Media GmbH schließen sich zusammen.

"Als größter Einzelgesellschafter des neuen Unternehmens wird die ProSiebenSat.1 Media AG über eine hervorragende Ausgangslage verfügen, um von den künftigen Entwicklungen im Multimedia-Markt zu profitieren", sagte Urs Rohner, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG. "Das neue Gemeinschaftsunternehmen hat alle Voraussetzungen, um eine führende Rolle bei den neuen Medien zu übernehmen.

"Die Bündelung aller Ressourcen im Online-Bereich führt nicht nur zu erheblichen Kostenvorteilen für uns, sondern vergrößert auch maßgeblich das Produktportfolio und die Geschwindigkeit, mit der wir die Vernetzung unseres klassischen Fernsehgeschäfts mit der neuen Online-Welt vorantreiben können.", sagte Urs Rohner

http://www.set-top-box.de/news/010202_kirchnewmedia.htm


3: Heiß diskutiert wird derzeit iTV und was mit den "neuen" Set-Top-Boxen der 3. Generation alles möglich ist:

http://www.set-top-box.de/news/010202_dachau.htm
Noch ein Konsortium in Deutschland, mit Motorola, Kabel NRW, Callahan
Gruß
EM


Kabel NRW erteilt Nortel-Konsortium Großauftrag
Kön, 15. Feb (Reuters) - Der größte deutsche Kabelnetzbetreiber, die Kabel NRW, hat einem Konsortium unter Führung der kanadischen Netzwerkausrüsters Nortel zum Ausbau des nordhrein-westfälischen TV-Kabelnetzes einen Auftrag über eine Milliarde Euro erteilt. Als ersten Schritt werde das Nortel-Konsortium für 300 Millionen Euro die Netze in Düsseldorf, Neus, Köln und Krefeld ausbauen, teilte das von der US-Gruppe Callahan geführte Unternehmen am Donnerstag weiter mit. Mit dem Umbau werde etwa das Telefonieren im Ortsnetz über das Internet möglich. Kabel NRW betreibt den Angaben zufolge mit 4,2 Millionen angeschlossenen Haushalten das größte Kabelnetz in Deutschland.
Der Ausbau des Kabelnetzes ist nach Angaben eines Sprechers in Deutschland einmalig. Das von Nortel geführte Konsortium werde mit dem Netzausbau noch in diesem Monat beginnen. Die Arbeiten sollen den Angaben zufolge 2003 größtenteils abgeschlossen sein. 500.000 aufgerüsteten Kabelhaushalten soll das neue Angebot im Spätsommer unterbreitet werden. Ende 2001 könnten bis zu 1,5 Millionen Haushalte das neue Netz nutzen. Das neue Breitbandnetz ermögliche den Empfang von Fernsehprogrammen, das Surfen im Internet, das Versenden von E-Mails und das Telefonieren über eine einzige Leitung, sagte der Sprecher weiter. Neben Nortel gehören dem Konsortium den Angaben zufolge die deutsche Tochter der französische Alstom, der US-Hersteller Motorola und mehrere Baufirmen an.

rer/rbo
Hi,
noch ein Konsortium mit Callahan, Motorola und Kabel NRW
Gruß
EM

Kabel NRW erteilt Nortel-Konsortium Großauftrag
Kön, 15. Feb (Reuters) - Der größte deutsche Kabelnetzbetreiber, die Kabel NRW, hat einem Konsortium unter Führung der kanadischen Netzwerkausrüsters Nortel zum Ausbau des nordhrein-westfälischen TV-Kabelnetzes einen Auftrag über eine Milliarde Euro erteilt. Als ersten Schritt werde das Nortel-Konsortium für 300 Millionen Euro die Netze in Düsseldorf, Neus, Köln und Krefeld ausbauen, teilte das von der US-Gruppe Callahan geführte Unternehmen am Donnerstag weiter mit. Mit dem Umbau werde etwa das Telefonieren im Ortsnetz über das Internet möglich. Kabel NRW betreibt den Angaben zufolge mit 4,2 Millionen angeschlossenen Haushalten das größte Kabelnetz in Deutschland.
Der Ausbau des Kabelnetzes ist nach Angaben eines Sprechers in Deutschland einmalig. Das von Nortel geführte Konsortium werde mit dem Netzausbau noch in diesem Monat beginnen. Die Arbeiten sollen den Angaben zufolge 2003 größtenteils abgeschlossen sein. 500.000 aufgerüsteten Kabelhaushalten soll das neue Angebot im Spätsommer unterbreitet werden. Ende 2001 könnten bis zu 1,5 Millionen Haushalte das neue Netz nutzen. Das neue Breitbandnetz ermögliche den Empfang von Fernsehprogrammen, das Surfen im Internet, das Versenden von E-Mails und das Telefonieren über eine einzige Leitung, sagte der Sprecher weiter. Neben Nortel gehören dem Konsortium den Angaben zufolge die deutsche Tochter der französische Alstom, der US-Hersteller Motorola und mehrere Baufirmen an.

rer/rbo
@Erdnussmann, da ist noch wer im Konsortium! Lies mal....


Nortel erhält Netzwerk-Auftrag von Kabel NRW - Schätzwert bei 278 Mio USD
LONDON (dpa-AFX) - Ein Konsortium unter der Führung des kanadischen Herstellers von Glasfaserkabeln Nortel Networks Corp. hat einen Netzwerk-Auftrag von der Kabel NRW GmbH & C0 KG erhalten. Das teilte Kabel NRW am Donnerstag mit. Das Auftragsvolumen belaufe sich über die kommenden vier Jahre auf rund 278 Mio. USD.

Nortel werde die Ausrüstung für die Infrastruktur des Netzwerks liefern, um die existierende TV-Kabeltechnik von Kabel NRW aufzurüsten. Die Fertigstellung sei für 2003 geplant, hieß es. Neben Nortel gehöre dem Konsortium unter anderem auch Scientific Atlanta Europe an./tf/as/cs


Fuck the Hell!!!!!!!!!!
es kommt wie es kommen musste...die grossen sichern sich den Markt!
ob fuer mbx da was ueberbleibt????? ob sie doch ihre boxen an den Endkunden verkaufen sollten...evt die letzte chance...wenn diese Konsortien auftreten!!!...die mbx konsortien liegen wohl doch eher im Nebel...und wieso..WIESO kann KabelNRW seine Partner oeffentlich machen..wo in diesem Geschaeft doch alles von Stillschweigen abhaengt????
cu
DARC
hier der komplette text


15. Februar 2001, 12:58 Uhr
Nortel Networks baut für Kabel NRW Voice over IP-Netz
[FPoe] Köln - Ein Konsortium unter Leitung von Nortel Networks übernimmt den technischen Ausbau des Kabelnetzes von Kabel NRW zu einem integrierten, rückkanalfähigen Netz.

Der Vertrag hat ein potenzielles Volumen von einer Milliarde Euro und einen anfänglichen Auftragswert von 300 Millionen Euro. Kabel NRW plant, bis Ende 2003 4,2 Millionen nordrhein-westfälischen Haushalten richtungweisende, interaktive Kommunikations-Dienstleistungen - wie beispielsweise Hochgeschwindigkeits-Internet, Video-on-Demand und Telefonie - zur Verfügung zu stellen. Das Unternehmen für den Netzausbau wurde unter der Führung von Callahan ausgewählt.

So schnell wie möglich soll das bestehende Koaxialkabelnetz zu einem rückkanalfähigen HFC-Netz (= Hybrid Fiber Coaxial) ausgebaut werden, das sowohl aus Koaxialkabel als auch aus Glasfaser bestehen wird. Das versetzt die an das Netz angeschlossenen Haushalte in die Lage, 862 MHz-Signale zu empfangen. Das sogenannte "Triple Play", bestehend aus TV, Internet und Telefonie, wird dann über ein einziges Kabel laufen.

Das Rückgrat des ausgebauten Kabelnetzes bildet statt des bisherigen Baum- und Verzweigernetzes eine doppelte Ring-Struktur mit redundanten Primär- und Sekundärringen.

Nortel Networks wird ein Zugangsnetz und optische Backbones implementieren, die nach Fertigstellung sofort genutzt werden können. Es entsteht ein End-to-End-IP-Netz, das sich exakt an gegenwärtigen und zukünftigen Bedürfnissen der Nutzer orientiert. Nortel Networks plant, sein European Cable Technology Centre of Excellence in Friedrichshafen zu nutzen, um von dort aus Analyse, Umsetzung und Entwicklung des Netzausbaus vorzunehmen.

Das von Nortel Networks geführte Konsortium bringt folgende Unternehmen zusammen: die Alstom Anlagen und Automatisierungstechnik GmbH, Frankfurt, und die TESSAG SAG-Abel Kommunikationstechnik GmbH & Co. KG, Engelsberg. Alstom und TESSAG werden für die Umsetzung der Baumaßnahmen verantwortlich sein. Konsortiumsmitglied Scientific Atlanta Europe GmbH, Kronberg, wird sein Prisma DT System und optische Komponenten liefern. Da Kabelmodem- Terminationssystem (CMTS) Cuda 12000 wird von dem Konsortialmitglied ADC Broadband Access and Transport Group, Minneapolis (USA), bereitgestellt. Darüber hinaus wird Motorola Broadband Communications, Bad Salzdetfurth, optische und Breitbandkabel-Komponenten zur Verfügung stellen. Das Unternehmen führt bereits die Aufrüstung der ersten 100.000 Haushalte in Düsseldorf durch.

Das Konsortium beginnt mit dem Netzausbau noch in diesem Monat. Im Spätsommer 2001 können die ersten 500.000 Haushalte voraussichtlich multimediale Produkte nutzen. Ende 2003 wird der Ausbau größtenteils abgeschlossen sein. Kabel NRW beabsichtigt, während dieser Zeit eng mit Nortel Networks, mit örtlichen Behörden in NRW und anderen Netzbetreibern zusammenzuarbeiten. Weitere Partner für den Netzausbau sind WISI (Wilhelm Sihn Jr. KG), ECHO Broadband und CH2M HILL. Das weltweit operierende Unternehmen ECHO Broadband plant das Design und ist für die Netzoptimierung zuständig. Konstruktionsmanagement, Projekt-Kontrolle und Vertragsadmini-stration übernimmt CH2M HILL, ein ebenfalls weltweit aktives Unternehmen. Sobald das neue Netz steht, werden Techniker von Kabel NRW Instandhaltung und Wartung übernehmen.
DARC

Die haben sich doch den Markt
untereinander aufgeteilt.

MBX ist im Konsortium für das Saarland dabei,
damit steht es wieder pari.:D:D:D

Gösta
@Darc.......das wäre tödlich, was Du da vorschlägst...dem Endverbraucher verkaufen.......NEIN !

Der Wahnsinn von MBX war der, ernsthaft zu glauben, man könne einem Konsortium X die Boxen verkaufen...UND zusätzlich abkassieren beim Web-Content/e-commerce !!!

Das war irre und lächerlich zu gleich! Deswegen haben wir hier nie von Verhandlungen der hiesigen Big-Player und MBX gehört. Die haben denen den Vogel gezeigt.

Beispiel Scientific Atlanta:
Die haben sich von vorneherein auf das STB-Geschäft beschränkt. Punktum! Richtig so.

Die Konsortien bestimmen, wer was vom Kuchen kriegt....und nicht andersrum!


Roger
nun, wenn die Boxen weder durch ein Konsortium supportet noch an den Endkunden verkauft werden, fuer wen zur Hoelle baut Flextronics die Teile dann????...evt. nur fuer uns?????

Wenn Domeyer jetzt nicht handelt..wird MBX ...zerquetscht!
cu
DARC
Richtig bitte lesen. Callahan hat Nortel ausgewählt und
Callahan hat sich im Januar noch für keinen s.t.p hersteller
entschieden, da diese im Januar erst zur Ausschreibung gekommen sind. Dies weiss ich. Vor Sommer braucht man keine Boxen.
@Mc.Donaldo

Stimmt....steht auch nichts im Text drüber........

Klar, Hoffnung bleibt bestehen, aber den Web-Content sollte MBX sich schleunigst abschminken, wollen sie wettbewerbsfähig bleiben!!
und mbx hat es nicht noetig uns ueber die Teinahmen au der Ausschreibung zu informieren...das passt nicht so ganz zu Hildesheim...
Nur als Denkanstoss. Bei mbx sind amerikanischen Investoren drin.
Darc
Wenn jedes deutsche Unternehmen AG über die Teilnahme
an Ausschreibungen berichten würde wären die Zeitungen pro
Tag so dick wie alle Bibeln dieser Welt zusammen.

By the way so was ist nicht adhoc pflichtig
mc,

also es haette sich im AB sicher sehr nett gemacht...findest Du nicht ???
cu
DARC
@ Darc

Über eine Beteiligung an einer Ausschreibung zu informieren, ist nicht interessant. Erst der Zuschlag.

cu
Darc, das bringts echt nicht, sowas in nem AB zu schreiben.

Ausserdem bin ich mir in dem Punkt ausnahmsweise mal 100% sicher, dass MBX sich da bewirbt.

Wenn nicht, dann setz ich das Bewerbungsschreiben auf!!! :laugh: Das kannste mir glauben! Haaaaaaaaahhhhhhhh

God damn!!

Roger
@kimba

also ich denke ...da spreche ich im Namen vieler: und ob dass interessant gewesen waere!
Wir haetten mal eine verfolgbare reale Sache im Zusammenhang mit einem namentlich bekannten Konsortium gehabt!

waere dass wirklich sooo unwichtig...???
cu
DARC
mein gott jungs...was hat er uns denn sonst AB vorgesetzt ??? Da waren Dinge bei...naja
cu
@ Darc

Gewöhnlich kannst Du davon ausgehen, dass sich Unternehmen auf für sie interessante Ausschreibungen immer bewerben (wenn sie davon wissen).
Sie tun es erst dann nicht mehr, wenn ihre Kapazitäten ausgelastet sind.
Es hätte zur allgemeinen Belustigung geführt, hätte MBX im AB dargestellt, es habe sich um einen Auftrag beworben.

Darin liegt der Geschäftserfolg ganz einfach nicht. Ist eine Selbstverständlichkeit wie der Firmenname ...

cu
mbx verhaelt sich leider nicht wie ein gewoehnliches Unternehmen.....man hat sich schon oefter wirklich laecherlich gemacht

...und eine geschickte Formulierung haette dem geneigten Leser im AB schon gereicht...

nunwird die vermarktung von mbx international betrieben...ich hoffe nur dass man dass Pferd jetzt von
USA
her aufzäumt(denn wer schluckt sonst hier die Netze?)

falls es nicht nur eine Reaktion an die angespannte Finanzlage ist.

ich hoffe immer noch
DARC
Auch hier nochmal meine bescheidene Meinung.
Man wird sich wohl auf jeden Fall,wie bei Kabel Berlin,die Box aussuchen dürfen und wenn
die 1000er wirklich so ein herausragendes Produkt ist,wie von der PK am 13.12.00 berichtet wurde(das werden wir dann ja auf der Cebit überprüfen können),dann wird es sich wohl kaum einer der Cabels leisten können oder wollen die 1000er
nicht im Angebot zu haben.Genau wie zB.D1 D2 und der Rest alle Siemens,Mot,Nokia Handys im Angebot haben.
Es spricht alles für eine breite(so breit ja nun auch nicht)
Palette als nur für ein Produkt.
So wird es früher oder später kommen.
Qualität zu einem vernünftigen Preis wird sich hier durchsetzten.
Darc

Birne hoch.........vielleicht solltest Du Dich LIGHT nennen...;)........( ich weiss, dass dunkel DARK geschrieben wird)


Roger, der heute viel Power hat...:D
Thematisch gehört das unvermeidliche Platzen des Kirch / Telekom JVs in diesen Thread:
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Telekom: "Jeder Hersteller soll Pay-TV-Decoder bauen dürfen"

15.02.01 - Die Prüffrist für das geplante Joint-venture zwischen Telekom und Kirch läuft noch bis 26. Februar.

Die Telekom will wie bereits mehrfach berichtet beim Technologieunternehmen der KirchGruppe, BetaResearch, mit 51 Prozent einsteigen. Dafür wurde ein Kaufpreis von 1 Milliarde Mark vereinbart. Doch wie das Handelsblatt heute berichtet, will das Kartellamt den Zusammenschluss nicht genehmigen. Der erhoffte Geldsegen würde für die KirchGruppe dann ausbleiben.

Wie das Bundeskartellamt dem Handelsblatt bestätigte, haben die Wettbewerbshüter große Bedenken gegen das Zusammengehen der Telekom als größtem Netzbetreiber und Kirch als dem einzigen Pay-TV-Anbieter ausgerechnet bei der Dekoder-Technik. "Im Grunde sind die Bedenken dieselben wie beim Verbot der Media Service GmbH durch die EU-Kommission 1994", sagte ein Kartellamtssprecher. Damals wollten Kirch, Telekom und Bertelsmann eine Bezahlfernseh-Allianz bilden. Diese wurde wegen der Dominanz des Dreierbundes untersagt.

Das Kartellamt verlangt nach Handelsblatt-Informationen von der Telekom, in fest zu vereinbarenden Zeiträumen ihr Kabelgeschäft zu verkaufen. Doch bisher ist der Verkauf nur schleppend verlaufen, lediglich die Regionen Nordrhein-Westfalen und Hessen konnten an die ausländischen Investoren Callahan und Klesch verkauft werden.

Um die übrigen sieben Regionen wird noch verhandelt. Angesichts des jüngsten Preisverfalls für Kabel-Unternehmen will sich die Telekom auf zeitliche Zusagen aber nicht einlassen. "Wir werden keiner Forderung des Kartellamts zustimmen, die Einfluss auf den Wert unserer Kabelaktivitäten hat. Es geht hier um Milliarden", sagte Gerd Tenzer, Telekom-Vorstand für Technik und Netze.

Tenzer wies gegenüber dem Handelsblatt auch den Vorwurf zurück, dass ein Zusammengehen der Telekom mit Kirch bei Beta-Research den Wettbewerb behindere. "Die d-box ist heute die einzige Pay-TV-Technik auf dem deutschen Markt. Uns kommt es darauf an, diese Technik an europäische Standards heranzuführen und zu einer offenen Plattform zu machen". Als Hersteller für Dekoder solle künftig jeder, der will, tätig werden.

"Technisch gibt es immer mehrere Wege zum Ziel. Deshalb müssen wir uns nicht zwingend an Beta-Research beteiligen", so Tenzer weiter. Hochrangigen Telekom-Manager ist der vor einem Jahr vereinbarte Kaufpreis inzwischen viel zu hoch, sie wären also über ein Scheitern der Allianz nicht unglücklich ;). Außerdem sehen sie sowieso eine Marktöffnung in der nahen Zukunft - nicht nur im Kabelmarkt.

"Kirchs Premiere muss sich ohnehin für andere Boxen öffnen, weil es in Deutschland auch andere Boxen geben wird", so Hans Hege als Chef der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. David Colley, Partner des Kabelnetzbetreibers Callahan, hatte bereits letztes Jahr angekündigt, mit vier Boxen-Herstellern zu verhandeln, allerdings nicht mit Kirch. ( Q: http://www.set-top-box.de/news/010215_telekom.htm )
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Ohne dass es allzu sehr nach Genugtuung klingen soll, war dies bereits um den 16.12.00 14:54:27 in diesem Thread prognostiziert worden. Ähnliches gilt für Callahans Ausbaupolitik.

Gruß pd
Nach den im Thread: David Mbox: Gut im Rennen gegen die Goliaths Nokia, Panasonic, Microsoft usw. ? benannten Quellen kommen m.E. für die „vier Boxen-Hersteller“ eigentlich nur die dortigen „Vorreiter“ in Betracht. Als da wären:

1. Motorola / GI mit DCT 5000+ ( Streamaster )
2. Scientific Atlanta mit Explorer 6000+
3. Pace Micro mit DSL 4000
4. Metabox mit Phoenixreihe Mbox 1000+

Die Siemens PC-Boxen haben in Cottbus und Leipzig auf ganzer Linie versagt und sind mit gut über 2000,-- DM schlicht zu teuer. Nokia gab gerade erst bekannt, MHP iTV Settops für "Ende 2001" zu entwickeln. Im Übrigen betont Callahan „nicht mit Kirch“. Die d-boxen wurden bisher überwiegend von Nokia hergestellt.
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Callahan arbeitet bezüglich des Netzes etc. bereits jetzt mit Motorola und Scientific Atlanta zusammen. ( 1. Scientific Atlanta Europe GmbH (Kronberg) Infrastruktur-Komponenten: “provide HFC technology and professional services in support of Kabel NRW`s network upgrade”, 2. Motorola Broadband Communications ( Bad Salzdetfurth ): “optische und Breitbandkabel-Komponenten” )

Naheliegend, dass man daher MOT und SFA ein gewisses “Vorschuss“-Vertrauen zubilligen muss. Detaillierteres zum jeweiligen Settop Boxen Entwicklungsstand im erwähnten Thread. Kurz aus HPs:

1. Motorola thin-client DCT 2000 and fat-client DCT 5000+ “…developing an overdue Java box”

2. The S-A Explorer 2000 and 6000+ boxes use the PowerTV OS and interactive-TV middleware exclusively. The PowerTV system has an HTML engine supporting Java, PersonalJava and Java scripting. PowerTV`s SofaSoft suite of Internet-based, client-server applications offer Web browsing, e-mail and news. PowerTV supports S-A`s Pegasus interactive program guide.
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Hinzu kommt m.E. die europäische Settop Großmacht:

3. Pace mit: “The DSL4000 ( & + = höher ), a fifth generation box giving Telcos or other network operators the opportunity to provide an extensive range of interactive services over various types of infrastructure including twisted copper lines. The unit supports Javascript and HTML, has a built in web browser and an ethernet interface giving the flexibility of connection to various appliances such as xDSL modem or cable modem.”
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4. Die Metabox 1000+, die m.E. preislich und technisch keineswegs die uninteressanteste ist.

Deren „Massenfähigkeit“ ist aber noch nicht bewiesen. Die Zuverlässigkeit von Lieferzusagen schon gar nicht...

Gruß pd
Frage an die Technik – Kenner. Namentlich EM:

Nach meinem Kenntnisstand unterstützt die Mbox 1000 den MHP Standard und Java.

Obwohl MOT / GI und SFA schon Millionen von Boxen verkauft haben, gilt dies vorwiegend für den amerikanischen Markt. Das heißt eben nicht mit dem europ. MHP Standard ( oder sog. „rest of the world standard“ vgl. Posting 23.01.01 13:05:19 @ Thread: David Mbox: Gut im Rennen gegen die Goliaths Nokia, Panasonic, Microsoft usw. ? ) sondern lediglich die US – Standards OCAP etc. erfüllend.
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dazu Auszüge:

Kollision der iTV Standards: USA / Msoft u.a. & OCAP vs “rest of the world” & MHP

Toward MHP

"Europe is more advanced than America in developing open standards", says Jean Marc Racine, CEO of Canal Plus U.S Technologies, which offers the Media-Guide middleware. "Because European interactive TV increasingly is based on DVB-MHP, [the Digital Video Broadcasting Multimedia Home Platform], European content creators can produce interactive content once and know it plays on any DVB system."

Standardizing U.S. set-top boxes for national retail sales, as required under the 1996 Telecommunications Act, has been the job of Cable Television Laboratories`OpenCable initiative. The U.S. specification for a digital-cable box offering more channels was completed two years ago.

Delaying retail boxes has been the push to develop a removable point-of-distribution (POD) smart PCM card for conditional access. POD cards will be given to new subscribers when a box is sold at the local cable company offices, or with a truck roll.

Last summer, POD cards by Motorola and Scientific-Atlanta were "verified interoperable" by CableLabs, technically meeting the federal deadline for a retail-ready box by summer. But it may be at least one year before certified OpenCable boxes appear in stores, if the one-year cycle for certifying retail DOCSIS cable models applies.

The presence of a removable POD-card slot is the key difference between the OpenCable boxes made for sale in retail channels and the OpenCable boxes being made for rental through traditional cable channels.

A standardized national box is useless for interactive TV, however, unless it can "plug and play" the interactive applications and content selected by diverse cable operators across the country. A move toward standardizing interactive-TV software was taken in September when CableLabs announced that Sun Microsystems, Liberate and Microsoft were selected as primary authors of the new OpenCable Application Platform (OCAP), a middleware software specification. This work is proceeding with support from the Society of Cable Television Engineers.

For OCAP, Sun is licensing its Java and JavaTV as the execution engine in the programmable application program interface environment. Liberate and Microsoft are developing an ATVEF presentation engine, like a Web browser, using standard Web markup and scripting languages such as HTML and ECMAScript. The bridge between the two engines will be a Document Object Model (DOM) that lets the Java EE access all the HTML and JavaScript objects in the PE environment.

Once OCAP is completed, expected by late December , interactive-TV application vendors wanting their interactive content to play on OpenCable boxes (retail or rental) will need to conform to OCAP.

Yet the OpenCable/OCAP boxes support the ATSC version of digital television, so the boxes will not be salable outside America where DVB rules and MHP is gaining ground. { = > auch große US – Anbieter haben also nicht o. w. Zugang zum europäischen Markt. Auch sie müssen sich zunächst MHPmäßig anpassen }

MHP products shown at the 2000 International Broadcasting Convention (IBC) in Amsterdam, for example, included electronic program guides, interactive sports, interactive games, personalized advertising and home-shopping systems.


"We are purposefully trying to find where our approach can overlap the DVB-MHP developments in Europe," says Don Dulchinos, vice president of advanced platforms and services at CableLabs. " But MHP will not become a formal part of OCAP."

There may be some Java-based applications that run on both OpenCable and MHP platforms, he said, "but I don`t think there will ever be one global standard for interactive television content." ( Zitatende )
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= > Daher meine Frage an die DVB / MHP – Spezialisten. Wie wahrscheinlich ist es, dass US – Anbieter schnell ( Sommer 2001 ) MHP kompatible Settops entwickeln + fertigen ? Welche Rückschlüsse zieht ihr im Hinblick auf einen Vorsprung von MHP – Heimatmarkt Anbietern ( also nicht USA Firmen ) wie etwa PACE, Netgem, Pan, MBX usw.

Thx im voraus

Gruß pd
Multimedia Home Plattform

Technisch wird der Multimediamarkt von morgen neben den Computern in erster Linie durch digitale Settop-Boxen bestimmt. Für diese gibt es jetzt durch die Vereinbarung eines verbindlichen Standards einen Durchbruch hin zu kompatiblen Geräten. Das Projekt läuft unter dem Namen Multimedia Home Plattform (MHP).

Was ist MHP?
Das European Telecommunications Standards Institute ETSI hat am 17. Juli 2000 die Spezifikation der Multimedia Home Plattform (MHP) zur offiziellen Norm erhoben. MHP beruht auf offenen Standards und unterliegt selbst keiner Lizensierung. Es werden Funktionen einer Settop Box definiert, die digitale Fernseh- und Radioprogramme präsentiert, multimediale Zusatzdienste managt und auch als Internet-Terminal dienen kann. Die multimedialen Zusatzdienste reichen von einem Videotext-Pendant über weiterführende Inhalte, Weiterleitung auf Internet-Seiten, Angebote von Werbeträgern bis hin zum eCommerce. Bei MHP ist der Dekodierer als Java Virtual Machine ausgebildet. Das soll die Offenheit garantieren.

Das Digital Video Braodcasting Forum DVB erarbeitet mit seinen mittlerweile über 250 Mitgliedern (Programmanbieter, Hersteller von Übertragungstechnik und Endgeräten, sowie CATV-Betreiber) Vorschläge zur Normierung durch das ETSI. An der Entwicklung waren z.B. Grundig, Hitachi, Matsushita, Philips, Sharp, Sony, Thomson und Toshiba beteiligt.

Der DVB-Standard fußt auf der MPEG-2-Kompression. Teilvorschläge betreffen die unterschiedlichen Transport-Layer. DVB-S beschreibt den Satellitenweg, DVB-C den durch das Kabel und DVB-T den per terrestrischem Funk. Darüber hinaus regelt DVB auch das Zusammenspiel zwischen den Datenströmen und der Settop Box für zusätzliche Funktionen. Hierunter fällt auch die Handhabung von SmartCards für Pay-TV. Beim Internet-Betrieb regeln unterschiedliche DVB-Vorschläge den Rückkanal, der alternativ über Breitbandkabel, (GSM)-Mobilfunk oder Telefonnetz gehen kann.

Die F.U.N.-Allianz (Free Universe Network) bietet u.a. der Kirch/Telekom-Gruppe die Stirn. Hier sind über 40 Mitglieder versammelt. Hersteller wie Infineon, Panasonic und Sun Microsystems sitzen mit Sendern wie ARD und Eurosport und Medien-Technikern wie Magic media Service und OpenTV an einem Tisch. F.U.N. strebt eine unabhängige digitale Fernsehplattform durch offene Standards an. Nicht ganz vergeblich - sieht doch das neue Mediengesetz ab dem 1. November 2000 vor, dass alle Settop Boxen künftig mit einer offenen Technologie, dem DVB Common Interface (DVB-CI), ausgestattet sein müssen. Damit ist es nun nicht länger nötig, Settop Boxen unterschiedlicher Content-Anbieter neben seinem Fernseher bis zur Zimmerdecke aufzustapeln. Eine einzige DVB-kompatible Box soll alle (zahlungspflichtigen) Angebote handhaben.
Die F.U.N. sieht damit das Ende der Kirch-Box und des Gerätemonopols der Deutschen Telekom gekommen und jubelt: "Jetzt kann das Potenzial des digitalen Marktes endlich erschlossen werden. ... der jungen Multimediaindustrie bieten sich nun völlig neue Vermarktungsmöglichkeiten."

Die ersten offenen Settop Boxen


Es gibt bereits erste Produkte auf Basis von MHP. So hat Nokia vor kurzem eine Settop-Box auf Basis von Linux vorgestellt (Artikel dazu hier!). Durch eine eingebaute Festplatte kann sie auch als digitaler Videorekorder benutzt werden. Der Bildschirm ist zur gleichzeitigen Nutzung von Internet und Fernsehprogramm teilbar. Nokia soll bereits eine Million Geräte produziert haben. Das war im Rahmen der International Broadcasting Convention (IBC) zu hören.
Philips und Panasonic haben ebenfalls MHP-kompatible Geräte entwickelt. In der ersten Jahreshälfte 2001 soll Canal+ Technologies mit der Auslieferung der Net-Top Box beginnen, die auf einer Philips-Entwicklung und beruht und MHP-kompatibel ist. In diesem Fall sitzt Windriver mit im Boot. Der amerikanische Hersteller für embedded Software steuert das Betriebssystem bei.
Sony Europe, Philips, Panasonic und Nokia haben angekündigt, bei der Realisierung der Multimedia Home Plattform (MHP) eng zusammen arbeiten zu wollen. Ziel der Bemühungen sei es, durch die Erarbeitung von Tests und Spezifikationen eine umfangreiche Kompatibilität sämtlicher Digital-Empfänger zu gewährleisten. Definitive Aussagen von Marktteilnehmern zum Einführungszeitpunkt oder zum Preis gibt es noch nicht.

Sender wie ARD, RTL und ZDF strahlen zunächst weiter OpenTV-kompatible Zusatzdienste über Satellit aus. Die Programmanbieter wollen den neuen Standard erst einmal im Alltag testen. OpenTV scheint sich jedoch in Richtung MHP zu bewegen, so dass durch die de facto Konvergenz eine Unterstützung der neuen offenen Konzepte eher früher als später zum Tragen kommen könnte.

Quelle: Klaus Singer, Wallstreet online

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Von Rainer Bücken (aus der FUNKSCHAU Heft 21/98 vom 2. Oktober 1998)
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Multimedia Home Plattform

Derzeit sind die Set-Top-Boxen noch relativ einfache Geräte. Sie demultiplexen das MPEG-2-Signal, decodieren den Datenstrom und geben Bild- und Tonsignale sowie die Zusatzinformationen wieder aus. Mit Multimedia hat das noch nicht viel zu tun. Das wird sich jetzt mit der Multimedia Home Plattform ändern. Auf der CEBIT Home gab es bereits einen kleinen Vorgeschmack.

Die MHP ist eine technische Plattform, die auf der Programmiersprache Java basiert und viele Vorteile bietet:

Alle Diensteanbieter können mit ihren Applikationen auf jeder MHP-Box arbeiten.
Der offene Standard erlaubt unabhängige Applikationen.
Es gibt eine Produkt-Palette von Low-End bis High-End. Die Gerätekosten richten sich nach dem Ausstattungsgrad.
Es werden verschiedene CA-Systeme unterstützt:

Eine Box reicht für die Nutzung unterschiedlicher CA-Systeme (CA = Conditional Access).
Es gibt einen direkten Internet-Zugang durch die Verwendung von Java.
MHP-fähige PCs können ebenfalls die MHP-Applikationen nutzen.
Es gibt drei Bereiche, in denen MHP dem Zuschauer neue Dienste eröffnet:

Enhanced Broadcasting
Interactive Broadcasting sowie
Internet-Dienste.
Bei Enhanced Broadcasting geht es um einen fortgeschrittenen Videotext - möglichst auf HTML-Basis. Bei diesem Super-Teletext werden mehr Informationen in einer schöneren Aufmachung übertragen. Ausserdem gibt es zusätzliche Programme zu kulturellen oder politischen Themen. Die Informationen müssen nur abgerufen werden. Es ist dabei von "lokaler Interaktvität" die Rede. Ein Rückkanal steht hier nicht zur Verfügung.

Umfanggreicher EPG

Der EPG (Electronic Program Guide) durchsucht hunderte von Programmen. Egal, ob der Zuseher nach Western oder Nachrichten forscht - der EPG ist schneller und zuverlässiger als das Zappen durch das Angebot. Außerdem ist der Zugriff zu einem kompletten MPEG-2-Bild nur nach einem sogenannten I-Frame möglich - und darauf muß man schon mal eine halbe Sekunde warten. Deshalb wird das Zappen in der digitalen Welt der DVB-Programme nie so schnell gehen wie beim analogen Fernsehen.

Bei Interactive Broadcasting geht es um Mitwirkungsmöglichkeiten wie Televoting. Dazu ist freilich ein Rückkanal erforderlich. Man braucht ein Telefonmodem, ein Kabelmodem oder einen Rückkanal im Kabel.

Bei den Internet-Diensten handelt es sich um die Verbindung des Fernsehers mit dem World Wide Web. Mittlerweile gibt es auch hier ganz interessante Techniken, um mit den Beschränkungen der Bildröhre fertig zu werden. Trotzdem wird mit der MHP eine Lösung gesucht, um die Set-Top-Boxen allein durch das API internet-fähig zu machen, ohne daß ein Computer untergeschnallt werden muss. Künftige MHP-Fernseher gehen direkt ins Internet und stellen alle Inhalte dar. Es geht nicht nur darum, bestimmte Seiten zu präsentieren, sondern den vollen Internet-Zugang mit HTML (Hypertext Markup Language) zu gewährleisten. Das wird nicht ohne Übersetzer zu realisieren sein, denn die Fernsehgeräte - zumindest die europäischen - werden vermutlich selbst noch in 20 Jahren nicht über die selbst auferlegte 625-Zeilen-Beschränkung hinauskommen, und so lassen sich "normale" Web-Seiten zwar wunderbar auf einer PC-, nicht jedoch auf einer TV-Bildröhre darstellen.

Alle Informationen müssen jede Set-Top-Box erreichen. Angebote, die beispielsweise nur Boxen von Nokia oder Panasonic nutzen können, sind von vornherein zum Scheitern verurteilt. Eine einheitliche Hardwaretechnik wäre zwar machbar gewesen, doch so etwas ist industriepolitisch nicht durchzusetzen. Es musste ein plattformunabhängiger Weg gefunden werden - und da hat sich Java angeboten.

Java für Set-Top-Boxen

Als Programmiersprache für die künftigen Set-Top-Boxen, Fernsehgeräte und Videorecorder kommt Java zum Einsatz. Darauf hat sich die DVB-Gruppe geeinigt. Entwickelt wurde Java von Sun Microsystems. Und nichts spricht natürlich dagegen, auch PCs Java-kompatibel zu machen, auch wenn das einem Bill Gates womöglich nicht gefällt. Java läuft auf Windows-, OS/2-, Solaris- und Linux-Rechnern sowie auch auf Alpha-Workstations. Voraussetzung indes ist eine Virtual Machine, die gewissermaßen dieses Java-Programm ausführt. Die Virtual Machine bietet dem Programm immer das gleiche Umfeld an und übersetzt es dann quasi ins jeweilige Betriebssystem. Daher kommt auch der Name: Virtual Machine - wird dem Programm doch immer der gleiche Rechner vorgegaukelt.

Diese Virtual Machines selbst sind jedoch plattformabhängig und müssen einmal für eine bestimmte Hardware- und Softwareplattform übersetzt werden. Dann "sehen" die Programme gewissermaßen immer die gleiche Maschine. Zudem sind in Java schon viele Komponenten enthalten, die anderen Programmiersprachen erst zugesetzt werden müßten, beispielsweise die TCP/IP- und HTTP-Protokolle (Transmission Control Protocol/Internet Protocol und HyperText Transport Protocol).

Die Lösung Java ist nun allgemein akzeptiert. Die proprietären Lösungen, heissen sie nun OpenTV, Mediahighway, Mediahighway+ (Canal+) oder BetaResearch-System (DF1), sind damit aus der Diskussion - zumindest was das System für MHP angeht. OpenTV hat bereits am 30. März 1998 in Palo Alto angekündigt, die Personal-Java-(pJava)-Plattform von Sun Microsystems zu lizensieren und in OpenTV zu integrieren. Und pünktlich zur CEBIT Home kündigte OpenTV an, daß es seine pJava-Lizenz "bei der Weiterentwicklung seines DVB-Standardkompatiblen Produktes einsetzen wird".
Canal+ chooses IDP`s Regieline


Canal Digital, the leading Nordic Pay-TV operator signs an agreement with IDP for the provision of IDP`s software tools to build interactive TV services.

Under the agreement, IDP will initially make available its RegieLine technology to Canal Digital using the MediaHighway development environment. Canal Digital is planning in the near future to migrate to a MHP middleware solution and the agreement also calls for IDP to port its RegieLine system to MHP.

RegieLine has a sophisticated editing tool that enables content owners to create services in all the main areas of interactive TV - interactive adverts, magazines, enhanced programs, T-commerce and live data services. As RegieLine creates its applications independently of the final broadcast platform, clients of Canal Digital will be able to create their services once and then simulcast them in both MediaHighway and MHP middleware.

The deal covers the four Scandinavian countries plus Iceland. Canal Digital chose RegieLine technology on the basis of its flexibility, simplicity and ease of implementation.

"RegieLine`s features will allow us to quickly broaden the range of interactive services on offer to our subscribers. We intend to use this tool to develop a complete range of i-TV-services, from Enhanced TV solutions to shopping outlets, magazines, real time weather and stock exchange data."

Said Terje Storhaug, Canal Digital`s COO, Products and Technology. "Furthermore, content providers seeking to develop new applications can be confident that the technology is simple to use and future proof". IDP`s CEO Charlie Horrell said: "With this deal, IDP is demonstrating that RegieLine is an excellent solution for both broadcasters and content owners. Multi-platform, multi-application is the future of interactive TV. This five year deal, from which IDP receives annual royalties from Canal Digital, shows the compelling logic of our software. In addition to Canal Digital, RegieLine has already been implemented on the French pay TV broadcaster CanalSatellite in a very similar technical environment".
Hi Placido,
deine Feststellung ist richtig. Derzeit hat kein amerik. Set-Top-Boxen-Hersteller eine fertige MHP-Box im Angebot aber dieser Standart ist nun mal hier in Deutschland (Europa) festgelegt/vorgeschrieben. Meiner Meinung nach interessiert es die amerikanischen Firmen derzeit noch nicht einmal hier in Germany Fuss zu fassen.

Metabox hat hier nach meinen Kenntnissen sehr wohl einen Vorsprung (mit MHP) und die Wahrscheinlichkeit, dass Kabel NRW (Callahan) Ihr Boxen nicht von SA bekommen ist sehr hoch. Es wird auch nicht möglich sein, auf die Schnelle (Sommer 2001) die Boxen mit amerik. Standart umzuprogrammieren oder etwas Neues zu entwickeln, denn es nicht damit getan ist, nur die Software einzuspielen. Nein, sämtliche Gerätetreiber (DVD ect.) müssen umprogrammiert oder angepasst werden. Dies ist nicht so einfach, dass erfahren wir ja gerade am eigenen Leib äääh Geldbeutel.
Das Problem das Metabox derzeit hat, ist eben diese Anpassung der Treiber an die Norm und an das Betriebssystem. Klar, einige werden denken, was soll der Scheiss, für meinen PC kauf ich mir ein DVD Laufwerk stecke es in die Slots, installiere die Treiber und schon funzt es......lol....nur das diese Treiber für Microsoft-Produkte programmiert wurden das ist das Problem. Die Metabox-Ingenieure müssen alles umschreiben bzw. komplett neu programmieren, passend auf Ihr Betriebssystem (CaOS). Das ist nicht immer einfach, wer selbst Softwareentwickler ist, der weiß, wie lange es dauert bis eine Application mit seinen Tools und Treibern einigermaßen anständig läuft.
Die Hardware ist derzeit auch nicht das Problem, bei Flextronic läuft die 1000er ja schon von Band, das Problem war/ist die Anpassung der Treiber, aber zur Beruhigung, sie bekommt gerade den letzten Schliff, so dass die Software, die ich immer noch in der Beta-Phase sehe, derzeit ausreichend ist, um an Pilotprojekten teilzunehmen. Das ist es was auch gerade passiert. Pilotprojeket werden angefahren, da das Kabelnetz ja noch nicht fläschendeckend aufgerüstet ist, kann man ja nicht von einem fläschendeckenden Einsatz reden......Berlin ist erst der Anfang.......

PS: MHP ist OpenTV kompatibel bzw. OPENTV ist ne Untergruppe von MHP....somit ist die Software bzw. die 1000er für den Einsatz in Europa gut im Rennen.

PSS: Da Metabox auch in den USA Boxen verkaufen will, wird derzeit auch die Box angepasst auf deren Standart (wie oben beschrieben) ;)

Gruß
EM
Man investiert zunächst ein großes Vermögen in das Papier ? ;)

Vielen Dank für die prompte Antwort EM. Erfreulich ;).
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Nachtrag zu Nokia und junkstros Posting:

Nokia flunkert etwas mit:

“A notable IBC announcement came from Finland`s Nokia which said that it has produced more than 1 million set-top boxes supporting DVB-MHP for cable and satellite interactive-TV reception in the German market alone.”

Gemeint sind die “Industrieschrott” d-boxen. Die haben eigentlich mit iTV wenig zu tun und schloss Callahan ausdrücklich aus.
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Bei den neuen ( geplanten ) MHP Boxen hört sich das anders an:

(Hartmut Voss Director Sales & Marketing Nokia Multimedia Terminals Deutschland aus Settop-box.de )

Set-Top-Box.de: 2001 lautet bei den Set-Top-Boxen das Schlagwort "MHP - Multimedia Home Platform". Wann wird Nokia MHP-kompatible Geräte zeigen?

Hartmut Voss: Auch im Hause Nokia genießt das Thema MHP eine sehr hohe Priorität. Derzeit arbeiten wir mit Hochdruck ( Das glaubt man gerne. Woanders hat man MHP und arbeitet am nächsten Schritt: vgl. http://www.metabox.de/productsdesign/deutsch/content/metabox… ) an verschiedenen Konzepten und planen die Demonstration von MHP kompatiblen Geräten zur Funkausstellung in Berlin ( FA 2001: 25.08. - 02.09.2001 ).

Gruß pd
SFA`s Box ist da: icl. DVB und "Triple Play" - bekanntlich das Callahan Steckenpferd
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Scientific-Atlanta Unveils Explorer 4000DVB Set-Top; Built to Meet Demand for Triple Play Services for DVB and PAL Cable Systems

ATLANTA, Feb. 20 /PRNewswire/ -- Scientific-Atlanta today unveiled its new Explorer(R) 4000DVB digital set-top, designed to offer the triple play of video, data, and voice services in a single device for Europe and other markets using the PAL video standard. The latest model, scheduled for availability this Fall, is designed to support worldwide standards such as DVB-C, PAL, DAVIC/DVB-RC, DOCSIS, and EuroDOCSIS and provides the operator with a choice of middleware and conditional access options for maximum flexibility. The Explorer 4000DVB will leverage the experience and interactive success of the Explorer set-top platform that is enjoying widespread acceptance with nearly 5.0 million units already shipped.

"No one understands the dynamics of real-time, two-way interactivity more than Scientific-Atlanta. The Explorer 4000DVB has been designed to optimize the performance of applications running over HFC cable plants. It`s the ideal platform to enable cable operators to drive digital penetration, lower churn and maximize revenue by providing video, data, and voice services to the home," says Michael P. Harney, corporate vice president and general manager of Subscriber Networks at Scientific-Atlanta. "With the consumer demand for digital interactive television now, we are leveraging our integration expertise to offer an end-to-end system solution or stand-alone digital interactive set-top for DVB and PAL markets."

With its combination of powerful internal processing power, added memory, and stable operating system, the Explorer 4000DVB set-top will be capable of delivering digital broadcast video and real-time, two-way interactive applications -- such as web browsing, e-mail, e-commerce, and video-on-demand -- to the television. Plus, with its integrated cable modem it will be a home gateway that can simultaneously provide high-speed Internet access to a home computer, Voice-over-IP, and home networking services.

The Explorer 4000DVB model will feature a powerful blend of RISC-based processor and hardware-assisted circuitry for enhanced applications, networking, and graphics and video processing. This unique architecture will be implemented with the following:

* 20 MB total standard memory with optional expansion to 84MB of total

memory
* dual 64/256 QAM tuners
* integrated DOCSIS/ EuroDOCSIS cable modem
* optional DAVIC/DVB-RC cable modem
* PAL output with SCART connectors including USB, Ethernet, and dual
Smart Card interfaces; and
* choice of PowerKEY conditional access (CA) system or use other CA
systems to protect programming.


The Explorer 4000DVB will use the efficient PowerTV operating system which provides cable operators with an open platform for software development and applications. Over 70 developers around the world are developing applications to run on the PowerTV operating system. The Explorer 4000DVB platform will also support a variety of middleware choices from leading vendors and emerging standards.

In addition to the Explorer family, Scientific-Atlanta can provide cable operators with the headend hardware, software, and system integration support they need to deploy digital interactive networks. Scientific-Atlanta has helped operators install over 200 digital systems, passing 35 million homes, with interactive applications available to over seven million potential subscribers.

( Q: http://quicken.excite.com/investments/news/story/pr/?story=/… )
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Wie gesagt: Sicher einer der "vier" Callahan NRW-Boxenkandidaten. Andernfalls fress ich`n Besen ;)

Gruß pd
Servus Placido,
wer sind die anderen drei und hast du herausgefunden, ob die ExplorerXX von SFA auch MHP und damit "OpenTV" kompatible ist ?
Gruß
EM
Hier dürften wir es wohl mit einem der schärfsten Konkurrenten von MBX zu tun haben. Besonders in Bezug auf Calahan dürfte SA einen Heimvorteil haben 8im netzkonsortium ist man bereits vertreten).
Anderseits wird die "neuen" Generation auch erst im nächsten Herbst erwartet - also ähnlich wie bei Nokia.
MBX ist aber schon so weit (oder so gut wie), produziert und liefert wohl noch im Frühjahr aus.
Desweiteren bleibt fraglich, ob der Explorer auch DVB-MHP kompatibel ist. Da er aber (angeblich) auf diverse middleware ausgerichtet ist, dürfte das kein so großes Problem sein.
Die nächste interessante Frage ist der Preis. Gibt es da schon Infos ?
Hallo EM,

die „vier“ anderen sind rein spekulativ unter 19.02.01 16:18:14 gepostet. Wobei MOT und SFA bereits im Kabelkons. sind.

M.E. noch kein MHP bei MOT + SFA. Aber intensiv in Arbeit, da sog. "rest of the world standard". SFA liefert z.B. später dieses Jahr ;) die 4000er nach UK ( vgl. http://quicken.excite.com/investments/news/story/djbn/?story… Thx Kosto )

Gruß pd
UK muss aber nicht heissen, dass sie MHP kompatibel sind. Die 4 "Etablierten" in GB sind noch nicht auf den MHP Zug aufgesprungen. Sky baut auf walled garden, die anderen 3 auf eigene Plattformen.
Aber wie gesagt - wenn der Explorer relativ unabhängig von der middleware ist - und ich gehe davon aus - dann sollte MHP nicht ein so großes Problem für SA sein.

Callahan wird sich aber MHP nicht entziehen können. ich bin mir sicher, das SA mal einen großen Marktanteil besetzen können.
Dennoch bleibt der Preis interessant.
Das Problem ist, dass SA einen riesen Output hat, sprich Herstellungskapazität.

Vor 3 Monaten schon 20000 Stück per month.
Naja - die produktionskapazität ist hoffentlich bald kein problem mehr :)

MBX hat sich bis zu 10 bänder á 40 000 Stück/Moant "reserviert".

Das macht theoretisch 400 000 Stück/Moant.

So schnell werden sie es aber nicht brauchen, denke ich ;)

40 000 - 80 000 /Monat werden wohl vorerst ausreichen.
@ Oliver

Hast Du Dich nicht verhört? Das ergäbe einen Umsatz von DM 400 Mio pro Monat.
Was heißt "reserviert" in diesem Zusammenhang? Und ab wann?

cu, K.
"Reserviert" muss man wohl eingeschränkt sehen (bzw. ist das falsche Wort). D.h. das sich MBX Produktionskapazitäten von bis zu 10 Bändern gesichert hat. Natürlich nicht von heute auf morgen.
Aber theoretisch könnten sie ihre Boxen auf so vielen Bändern produzieren lassen (von den zugesicherten Kapazitäten her).
Natürlich ´würde das nur nach Bedarf in Anspruch genommen und ist gegenwärtig fern ab von jeglicher Realität. Es geht hier um Produktionskapzitäten, nicht um reale Produktion.
Desweiteren wurde zwar meiner Meinung nach 40 000 stück/Monat genannt - ich denke aber die realistische Zahl liegt wohl tiefer - sagen wir 30 000/Monat/Band.
Da mir der User stets durch plausible Prognosen und „brancheninterne“ Details auffiel, interessiert vielleicht auch in diesem Thread sein Statement:
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von whoopigoldberg 17.02.01 20:39:26 2930301 MET(A)BOX AG

Hallo Oliver,

SA ist bekannt als Lieferant von High-Tech Back-End- bzw. Head-End-Lösungen, sowohl für Satellit als auch für Kabelnetze.

S.A. hat es aber in Europa nicht geschafft ihrer STBs erfolgreich zu vermarkten. Die Gründe dafür sind unter anderem, daß die Standards in Amerika anders sind als die hierzulande. Daher ist die Umstellung auf DVB, MHP, PAL, etc. nicht ganz einfach. Man sollte auch daran denken, daß in Europa nicht nur eine Sprache gesprochen wird wie in den Staaten.

Ich stufe daher die Chancen von MBX im europäischen Binnenmarkt als sehr hoch ein.

Die Leute, die sich mit diesen Thema beschäftigen wissen bereits, daß umfangreiche STB Projekte in Europa in diesem und nächsten Jahr anfangen. In Europa gibt es bereits Ausschriebungen für ca. 20 Million MHP-fähigen STBs für die kommenden Jahre. Daher wird MBX zweifelsfrei ein große lieferant werden.

Es gibt nur ganz wenige Firmen die zur Zeit an MHP-Lösungen arbeiten können. Das liegt hauptsächlich daran, daß die Konsumerelektronik-Branche sich in die Software (Java, Internet, Security etc.) einarbeiten muß. Ich hörte aus Fachkreisen, daß MBX mittlerweile mehrere MHP Mitarbeiter eingestellt hat, und daß auf der CeBIT MHP Applikationen gezeigt werden. Das wäre ein Sensation.

Whoopi

( Zitatende )
PrE.: „Die Met@box AG und das Institut für Rundfunktechnik (IRT) in München arbeiten ab sofort als Partner zusammen. Darüber hinaus ist die Met@box AG neues Mitglied des DVB -Konsortiums (Digital Video Broadcasting-Konsortium) mit Sitz in Genf.“
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Genaugenommen gab es gestern also 2 Meldungen:

1. Mitgliedschaft im DVB –Konsortiums :yawn: ( internationales Standardpalaver )

2. Partnerschaft mit dem Münchner Institut für Rundfunktechnik (IRT) :)
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Letztere fügen sich eigentlich ganz gut in den Dt. Konsortiums – Thread. Die sind exklusiver, regionaler und innovativer ;) als die 300 DVB – Firmen:
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Zitat: Erster „Emmy“ für das Institut für Rundfunktechnik in München

Das Institut für Rundfunktechnik (IRT), das Forschungs- und Entwicklungsinstitut der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik Deutschland (ARD, ZDF, DLR), in Österreich (ORF) und in der Schweiz (SRG/SSR) ;) mit Sitz in München hat von der National Academy of Television Arts and Sciences in New York den diesjährigen „Emmy-Award“ für herausragende Verdienste auf dem Gebiet der Rundfunktechnik erhalten. Der Wissenschaftler Gerhard Stoll wurde mit dem Emmy für seine langjährigen Arbeiten bei der Entwicklung und Durchsetzung des weltweiten MPEG-Audio-Standards ausgezeichnet...



( Q: http://www.irt.de/IRT/publikationen/Presse-Emmy.htm )

Gruß pd

PS I luv MP3
Die Meldung passt m.E. ebenfalls gut in den Thread:

1. Belegt sie, die z.B. von Oliver H. wiederholt geäußerte Prognose, dass Cabelcos- / Konsortien etc. langfristig eine endgeräteunabhängige Strategie verfolgen. Also ähnlich wie Mobiltelcos = > freie Handywahl

2. Nennt sie am Ende 3 der häufig diskutierten “vier Hersteller” ( Callahan ). Nach den Problemen der Phillipsboxen bei AOL TV sehe ich eher MBX technisch unter den Top 4
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Telewest mixes Scientific-Atlanta with Pace for STBs
by Derek Parkinson on 21 February 2001 09:00:00 GMT

Telewest has signed up Scientific-Atlanta as an additional supplier of digital set-top boxes (STBs), with rollout due to begin by the end of this calendar year and expected to continue for around two years.

The broadband services supplier, which has cable services running to around 1.7m UK households, previously relied on UK-based Pace Micro alone for its STBs.

Telewest is committed to rolling out half a million STBs in the UK by the end of Q1 2001, a timetable that threatened to come off the rails when Pace Micro ran into problems sourcing flash memory chips: “There was a short period last summer when chips were difficult to get hold of, but it wasn’t just a set-top box problem – it affected mobile phones as well,” said a Pace Micro spokesperson.

A Telewest spokesperson denied that the deal signalled the end of the relationship with Pace Micro: “Pace Micro are supplying us according to our original agreement. It’s always helpful to have an alternative supplier and it’s not unusual,” she said.

According to analyst Tim Grimsditch of Forrester Research, US-based Scientific-Atlanta is a natural choice for Telewest: “Scientific-Atlanta is a serious player –in Europe there is really only Pace Micro, Motorola, Scientific-Atlanta and maybe Philips ;),” he said.

Telewest declined to reveal how many STBs it has deployed to date.
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m.E. gewährleistet nur eine endgeräteunabhängige Strategie und der damit verbundene Wettbewerb, dass langfristig Qualität und Quantität gesichert sind.

i.Ü. werden die Cabelcos Monopole a la Microsoft oder Monokulturen a la d-boxen zu verhindern wissen und sich auf mehrere Zuliefer-Standbeine stellen.

Gruß pd
Hallo,
der „iTV“- Box-Kampf in Deutschland geht an der Cebit 2001 in die 3 Runde:

Seit vielen Jahren ist das Zusammenwachsen von Internet und Fernsehen bereits Thema auf der weltgrößten Computermesse CeBIT. Alljährlich kündigen Branchen-Experten in Hannover das Fernsehen der Zukunft an. Internet- oder Web-TV, interaktives TV (iTV) oder enhanced TV (erweitertes TV) sind die Schlagworte, mit denen Service-Anbieter, Gerätehersteller und Breitbandfirmen die neue Generation der multimedialen Unterhaltung benennen.

BERTELSMANN TESTET INTERAKTIVES FERNSEHEN

Auf der CeBIT 2000 hatte die Bertelsmann Broadband Group (BBG) bereits interaktives Fernsehen über Set-Top-Box und TV-Kabel angekündigt. Das Gütersloher Medienunternehmen will ein weit gefächertes Service- und Info-Programm für die Fernseher anbieten. Seit fast einem Jahr probt das Unternehmen in einem Testlauf in 1.000 Haushalten in sieben Städten eine Mischung aus TV, Internet- und E- Commerce-Inhalten, die der Kunde nach Bedarf anfordert.

Dass das Fernsehen neue und interaktive Inhalte braucht, darüber sind sich die Experten der Branche einig. Vor allem die begehrte und umworbene Zielgruppe der 8- bis 20-Jährigen treibt es einer Studie des Marktforschungsinstituts Forrester zunehmend weg von der passiven Mattscheibe. "Die Jungen wandern vom TV ab, die Zuschauer werden immer älter", sagt Dr. Simone Emmelius vom ZDF. Doch noch gibt es Zweifel, wie viel Interaktivität der durchschnittliche Fernseh- Zuschauer überhaupt verträgt, schließlich liegt für viele der Reiz am TV darin, sich berieseln zu lassen. SETUP-BOX FAST ALTERNATIVE ZU PC

"Doch alles, was über das Internet-Protokoll möglich ist, ist im Prinzip auch über TV möglich", sagt Rainer Ney von Deuromedia, einem Hersteller von Breitband-Software. Die Settop-Boxen ähnelten immer mehr kompletten PCs. "Künftig werden sie standardmäßig mit Pentium-Chip, DVB-Karte (Digital Video Broadcast) und einer eigenen Festplatte ausgestattet sein." Unterdessen bietet eine Reihe von Unterhaltungselektronik-Unternehmen wie Philips oder Panasonic Boxen an, die die Vorteile des Internets für das betagte Medium Fernsehen nutzbar machen sollen. INTERAKTIVES FERNSEHEN NOCH KEIN MASSENPRODUKT

Doch noch sind längst nicht alle Hürden genommen. "Ich vermute, dass mit interaktivem TV als Massenprodukt in den nächsten zwei Jahren nicht zu rechnen ist", sagt Ney. Dagegen sprächen vor allem die derzeit noch immensen Kosten für Breitband-Leitungen. "Die Nutzung der Leitungen kostet viel Geld, das der Zuschauer am Ende zahlen müsste." Kostenakzeptabel sei der Einsatz von Breitbandkabeln derzeit nur im Business to Business-Bereich.

Der Breitband-Dienstleister mediaWays zeigt auf dieser CeBIT auch wieder Lösungen für interaktives Web-TV. Rein technisch gibt es dem Gütersloher Unternehmen zufolge aber auch für Internet-Inhalte auf dem Fernseher nur noch wenige Probleme. "Die Komponenten sind bereits auf Serienreife geprüft, lediglich die Settop-Boxen sind noch der Flaschenhals", sagt Arnold Stender von dem Dienstleister,

Der Kampf läuft dieses mal nicht nur mit der d-Box, laut Telekom-MA Herr Tenzer:

"Die d-box ist heute die einzige Pay-TV-Technik auf dem deutschen Markt. Uns kommt es darauf an, diese Technik an europäische Standards heranzuführen und zu einer offenen Plattform zu machen".

Als Hersteller für Dekoder solle künftig jeder, der will, tätig werden.

"Technisch gibt es immer mehrere Wege zum Ziel. Deshalb müssen wir uns nicht zwingend an Beta-Research beteiligen", so Tenzer weiter. Hochrangigen Telekom-Manager ist der vor einem Jahr vereinbarte Kaufpreis inzwischen viel zu hoch, sie wären also über ein Scheitern der Allianz nicht unglücklich. Außerdem sehen sie sowieso eine Marktöffnung in der nahen Zukunft - nicht nur im Kabelmarkt.

"Kirchs Premiere muss sich ohnehin für andere Boxen öffnen, weil es in Deutschland auch andere Boxen geben wird", so Hans Hege als Chef der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. David Colley, Partner des Kabelnetzbetreibers Callahan, hatte bereits letztes Jahr angekündigt, mit vier Boxen-Herstellern zu verhandeln, allerdings nicht mit Kirch und deren D-Box.



Gruß
EM
Hallo,
das ist von "Spike" und passt gut hier hinein.

Gruß
EM

http://www.berliner-morgenpost.de/inhalt/fernsehen/story4054…

BBG ==> jetzt gehört die Bertelsmann Tochter zu RTL.

Bei der Bertelsmann AG sind im Zuge der Übernahme der Mehrheit an der RTL Group nun auch die Digital- und Internet-Aktivitäten neu strukturiert worden. Konkret übernimmt die RTL Group für 25 Millionen Mark die Bertelsmann Broadband Group (BBG). Sie wird in die 100-prozentige RTL-Tochter NewMedia integriert. Auch der Game Channel, führender Anbieter von Online-Spielen, wechselt zum in Köln-Ossendorf angesiedelten RTL-Ableger.

Dessen Chef Thomas Hesse, 35, will die Entwicklung des interaktiven TV-Portals kräftig vorantreiben und hat dazu auch die Radio-Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga für das RTL-Web-Angebot erworben.

Interview:
Berliner Morgenpost: War die Broadband Group von Bertelsmann so erfolglos, dass der Konzern jetzt der Multimedia-Tochter seines TV-Flaggschiffs RTL die Entwicklung des interaktiven Fernsehens übertragen hat?

Thomas Hesse: Für RTL als erfolgreichsten deutschen Fernsehsender ist es nur logisch, in der interaktiven, breitbandigen Welt von morgen präsent zu sein und auch hier eine führende Rolle zu spielen. Im Internet ist uns dies bereits gelungen. Die von RTL NewMedia produzierte RTL World ist mit mehr als 200 Millionen Page-Impressions im Monat Deutschlands erfolgreichste Website.

Im Bereich digitales TV sind wir ebenfalls aktiv und senden seit rund zwei Jahren einen Mediendienst über Astra. Unser Zeitplan sah vor, in diesem Jahr die Entwicklung interaktiver TV-Dienste in Angriff zu nehmen.

Dass bei Bertelsmann die BBG und bei RTL NewMedia parallel diese Dienste entwickeln, war einfach nicht sinnvoll. Darüber hinaus ist RTL eine starke Marke, verfügt über verwertbare Inhalte und enorme Promotionkraft - drei Faktoren, die unabdingbar für den Erfolg des interaktiven Fernsehens sind.

Was für besondere Inhalte wird es denn bei Ihren interaktiven TV-Diensten geben?

Die RTL-Sender verfügen über eine ganze Reihe guter Programme: Ob News, Magazine, eigenproduzierte Serien, Musiksendungen, Soaps oder TV-Movies. Hier besitzen wir alle Rechte und können die Formate deshalb problemlos für unser digitales Angebot nutzen. Dazu kommen die neuen Kommunikationsmöglichkeiten wie E-Mail, Chat und SMS.

Natürlich gibt es auch Bereiche, in denen wir auf Partner angewiesen sind. Für die Bereitstellung der Wirtschaftsinformationen etwa kooperieren wir mit dem Business Channel von Gruner + Jahr. Zur Abdeckung des Fiction-Bereichs mit Spielfilmen und Kino-Highlights werden wir sicherlich weiterhin vor allem mit den US-Majors zusammenarbeiten, zu denen wir ja eine langjährige partnerschaftliche Beziehung pflegen.



Was für einen konkreten Mehrwert bieten Sie denn dem Nutzer?

Es wird eine Vielzahl von interaktiven Diensten geben, die Entertainment und Service verbinden. Schon bald können sie E-Mails auf dem Fernseher empfangen und verschicken, ihre Bankgeschäfte per Fernbedienung abwickeln oder diverse Shopping-Angebote nutzen.

Zudem erhöhen interaktive Dienste das Fernsehvergnügen: Während sie ein Formel-1-Rennen schauen, können sie live mit Niki Lauda chatten oder parallel bei einem Tipp-Spiel mitmachen und attraktive Preise gewinnen.

Bestes Beispiel ist das RTL-Erfolgsquiz «Wer wird Millionär?». Derzeit spielen die User via Internet live gegen die Kandidaten im TV- Studio - ein Angebot, das bis zu 96 000 Menschen pro Abend mittels ihres Computers nutzen. Wenn die Zuschauer künftig direkt am TV-Gerät mitmachen können, bin ich überzeugt, dass jeder Zehnte dieses interaktive Quiz spielen wird. Für RTL eine zusätzliche Möglichkeit, Zuschauer noch enger an ein Format und an den Sender generell zu binden.



Das von der BBG initiierte interaktive TV-Konzept wird der- zeit in zehn deutschen Städten, darunter Berlin, getestet. Bleibt das so?

Die Test-Projekte der BBG wer- den wir zu Ende führen und darauf aufbauend ein neues und stärkeres Produkt erstellen. Natürlich ist die Verbreitung unserer interaktiven Dienste vom Ausbau der technischen Verbindungswege in Deutschland abhängig, eine Infrastruktur, die sich derzeit nicht ganz so dynamisch entwickelt, wie wir uns das erhofft hatten. Ich denke aber, dass wir bis zum Jahresende in etwa 10 000 deutschen Haushalten mit interaktivem TV präsent sein werden.



Spielen da die Kabelnetzbetreiber überhaupt mit?

Die sind sehr interessiert an Inhalte-Partnern. Sie scheuen sich ebenso davor, eigene Inhalte zu entwickeln, wie wir uns davor scheuen, in Infrastruktur und Technologie zu investieren. Insofern ergänzen wir uns optimal, und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam gute Kooperationsmodelle finden werden. Darüber hinaus werden wir Satellitenkanäle und DSL, aber auch andere Verbreitungswege nutzen.



Nun haben allerdings Bezahlfernsehen und Digital-TV in Deutschland den Durchbruch noch längst nicht geschafft. Droht nicht eine ähnliche Pleite mit interaktivem TV?

Der Markt wird sich in Stufen entwickeln. Die zurzeit vorgesehene Empfangs- und Programmierungs-Technologie für die Setup-Boxen wird die Multimedia Home Plattform (MHP) sein, die den Vorteil einer weitgehenden Standardisierung besitzt. Damit ist bereits eine technische Hürde genommen.

Des Weiteren arbeiten Inhalte-Anbieter, Gerätehersteller und Netzbetreiber in verschiedenen Gremien gemeinsam an weiteren Abstimmungen für interaktive TV-Plattformen. Aber das wirklich interaktive Fernsehen mit Videos auf Abruf inklusive Rückkanal erfordert extrem leistungsfähige Übertragungsnetze sowie hohe Speicherkapazitäten in den entsprechenden Boxen. Das ist teuer, und es wird eine Zeit dauern, bis beides flächendeckend in Deutschland zur Verfügung steht.

Nichtsdestotrotz muss man diese Märkte jetzt schon visionär besetzen. Allerdings sollte man seine Mittel konservativ einsetzen, damit einem nicht der Atem ausgeht.
Um den Thread zu komplettieren: Die 9 deutschen Kabelregionen ( Ebene 3 ) sind verteilt. Die dt. Telekom behält dabei jeweils mindestens eine Sperrminorität von 25 %. Bei Ausschluss der operativen Einflussnahme.

In Hessen ist erstmals eine Settop – Hardware Entscheidung gefallen ( s.o.).
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Kabelregion – TV Kabelkonsortium

1. Nordrhein-Westfalen
2. Baden-Württemberg ======= > Callahan Associates
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3. Hessen ================= > Klesch and Company
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4. Bayern
5. Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern
6. Bremen/Niedersachsen
7. Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen
8. Rheinland-Pfalz/Saarland
9. Berlin/Brandenburg ==== > US-Medienholding Liberty Media Group & Klesch & co
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Telekom schließt Verkauf des TV-Kabelnetzes ab

Düsseldorf (vwd) - Der flächendeckende Ausbau des deutschen Fernsehkabels zur Multimedia-Autobahn kann beginnen. Anderthalb Jahre nach dem Startschuss schließt die Deutsche Telekom AG jetzt die Trennung von ihrem digitalen Breitbandkabelnetz ab, das mit knapp 18 Millionen angeschlossenen Haushalten das zweitgrößte der Welt ist. Die noch verbleibenden sechs Kabelregionen gehen überraschend mehrheitlich an nur ein einziges amerikanisch-britisches Gemeinschaftsunternehmen, wie die Telekom am Freitag bekannt gab. Einer der Partner, der britische Investor Klesch, besitzt bereits das Kabel in Hessen. Der Telekom dürften aus dem Verkauf bis zu 10 Mrd DEM zufließen.

Die in London ansässige Klesch and Company und die Liberty Media aus Colorado in den USA wollen zunächst 55 Prozent an den Kabelregionen kaufen mit einer Option auf weitere 20 Prozent minus einer Stimme. Die restlichen Anteile will die Telekom behalten. Der Abschluss des Geschäfts wird Mitte dieses Jahres erwartet. Die Investorengemeinschaft erhält die Mehrheit an den Regionen Bayern, Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern, Bremen/Niedersachsen, Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen sowie Rheinland-Pfalz/Saarland, außerdem trennt sich die Telekom nun überraschend doch von ihrem Netz in Berlin/Brandenburg. Insgesamt sind in diesen sechs Regionen mehr als zehn Millionen Haushalte verkabelt.

Vor knapp einem Jahr hatte Klesch bereits 65 Prozent am hessischen Kabel erworben, während der US-Investor Callahan mit jeweils 55 Prozent in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg eingestiegen ist. Für die Südwest-Regionen sind aber noch offene Fragen zu klären, sodass der wirtschaftliche Übergang des Geschäfts bis spätestens zur Jahresmitte verzögert. Die Investoren versprechen sich lukrative Geschäft von der Aufrüstung des Kabels, das Deutschland auf 460.000 Kilometer Länge mit Kupfer- und Glasfasersträngen durchzieht. Es soll zur interaktiven Hochgeschwindigstrasse werden, die neben großer Programmvielfalt im TV auch Telefonate, Internetverkehr oder Video on demand ermöglicht.

Die Telekom dürfte nach Schätzungen von Analysten vorerst neun Mrd bis zehn Mrd DEM für die sechs Regionen einnehmen, was als guter Preis angesehen wird. Die Filetstücke NRW und Hessen dürften dem Bonner Konzern rund sechs Mrd DEM eingebracht haben, während in Baden-Württemberg mit weiteren ein Mrd bis zwei Mrd DEM gerechnet wird. Der Konzern erhält damit weitere Mittel zum Abbau seiner hohen Schulden von 120 Mrd DEM, nachdem er kurz zuvor die Trennung von Teilen seines Pakets an der US-Telefongesellschaft Sprint und die geplante Veräußerung seiner meisten Immobilien bekannt gegeben hatte. Der arg gebeutelte Kurs der T-Aktie zog nach tagelangem Sturzflug auf die Kabel-Nachrichten hin an und notierte gegen Mittag zwei Prozent im Plus.

Die Telekom hatte im Sommer 1999 mit der Aufforderung für Angebote den Startschuss für die Trennung vom Kabel gegeben, zu der sie Vorgaben aus Brüssel zwagen. Ursprünglich hatte das Geschäft bereits voriges Jahr abgeschlossen werden sollen, doch zogen sich die bis zuletzt mit mehreren Parteien geführten Verhandlungen in die Länge. So hatte die Telekom auch über Monate mit der zuletzt offenbar finanziell klammen US-niederländischen United Pan-Europe Communications (UPC) exklusiv für Rheinland-Pfalz und Saarland verhandelt, und in Bayern war ein Konsortium aus Banken und dem US-französischen Unternehmen NTL der ausschließliche Gesprächspartner.

Mit Klesch hatte es nach den bisherigen offiziellen Angaben der Telekom nur im sächsisch-thüringischen Raum und in der Nordost-Region Exklusivverhandlungen gegeben. Noch vor wenigen Wochen war in der Presse gemutmaßt worden, die Bonner könnten auf dem Kabel sitzen bleiben, da sie zu hohe Preise verlangt hätten. Dem Unternehmen war vorgeworfen worden, den Aufbruch in die multimediale Welt zu bremsen, den das TV-Kabel mit seiner hohen Datenübertragungskapazität von bis zu 40.000 Kilobit pro Sekunde im Gegensatz zur nackten Telefonleitung mit ihren 64 Kilobit bietet.

+++ Stefan Paul Mechnig ( Q: vwd/23.2.2001/stm/sei )
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Interessant dabei ist die Beteiligungsstruktur, die eine gewisse Konzentration vermuten lässt:

Hinter Klesch Liberty Media steht der amerikanische Medienmogul John Malone ( UGC ).

Malone ist ebenfalls Mehrheitsaktionär beim niederländischen Breitband-Kabelkonzern UPC ( United Pan-European Communications ). UPC hat gerade die Mehrheit an Primacom ( Dtl. 2,1 Millionen Kabel-Kunden ) verkündet und kann bis Ende August eine Option ausüben, zunächst 470 000 der insgesamt 2,3 Mio Endkunden von Telecolumbus von der Deutschen Bank zu übernehmen ( jeweils Ebene 4 ).
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Im Ergebnis stehen sich in Dtl. bezüglich der Kabel TV Interessen die zwei nordamerikanischen Medien Mogule Callahan ( NRW + Bawü ) und Malone ( Rest per: Klesch Liberty Media & UPC ) gegenüber. Jeweils mit min. 25 % Dt. Telekom – Korrektiv.

Gruß pd
Schneller als von vielen erwartet, wird auch in Deutschland i TV Realität. Zumindest in Hessen ist sogar vorläufig schon eine Settop Boxen Entscheidung gefallen. Zugunsten von Motorola. Aus anderen Threads weiß man, dass MOT / Gi Vorreiter in Sachen Tripple Play ( TV, Inet + Telefonie ) sind:
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Breitband-Fernsehen vor dem Start

E-Kabel kündigt Flatrate für superschnellen Daten-Highway in Hessen an

Frankfurt/Main - Das Breitband-Kabelfernsehen steht in Deutschland unmittelbar vor der Markteinführung. Bereits in der zweiten Aprilhälfte :eek: werden mehrere Tausend Haushalte in Hessen ihren Fernsehanschluss für weniger als 20 DM im Monat auch als Internet-Zugang nutzen können. Das kündigte der Geschäftsführer der Kabelgesellschaft E-Kabel, Günter Maier, im Gespräch mit der WELT an.

In dem Preis sei die Bereitstellung einer Settop-Box von Motorola enthalten. Damit könnten die Kunden zunächst zehn neue Spartenkanäle zusätzlich empfangen und zudem über das TV-Gerät E-Mails sowie Messages versenden und empfangen.

Ab Mitte Mai soll zudem ein Video-on-demand-Angebot den Gang zur Videothek überflüssig machen. "Bis März 2002 sind 550.000 Haushaltsanschlüsse in Hessen aufgerüstet", kündigte Maier an. Die TV-Chats und TV-Mails könnten mit der Fernbedienung geschrieben werden, vergleichbar mit der SMS-Technik bei Handys. Eine drahtlos an die Settop-Box anschließbare Computertastatur werde das Bedienen des interaktiven Fernsehgerätes jedoch sehr viel einfacher machen, sagte Maier.

E-Kabel, ein Tochterunternehmen des britischen Kabelanbieters NTL, des Investors Gary Klesch und mehrerer Banken, hatte das TV-Kabelnetz in Hessen im vergangenen Jahr von der Deutschen Telekom übernommen. In anderen Teilen Deutschlands bereiten die Investorengruppen Callahan ( USA ) sowie UPC/Primacom und Liberty Media ähnliche Angebote vor.

Wer seinen Computer an das TV-Kabel anschließe, könne schneller als mit der bislang führenden DSL-Technik im Internet surfen, sagte Maier weiter. Der Internet-Dienst werde aber neben dem Breitband-Fernsehen extra abgerechnet. Für das schnelle Surfen über das TV-Kabel werde ein Festpreis (Flatrate) angeboten. Schon bald sollen auch Telefongespräche über das aufgerüstete Fernsehkabel geführt werden können. dgw ( Q: Quelle: Die Welt, 02.04.2001 / Thx SR )
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Die Entscheidung ist m.E. nicht ohne Bedeutung, da Klesch auch in 6 anderen Kabelregionen mit von der Partie ist.

Allerdings beliefern das Pilotprojekt in Berlin / Bra ( wollte die Dt. Telekom ursprünglich behalten, nun auch Klesch / Lib Media ) m.W. Siemens / Fujitsu und ein zweiter bisher namentlich nicht genannter Hersteller ( m.w. je 200 Stück ).

Callahan andererseits hat noch kein Ergebnis seiner Settop Boxen Ausschreibung verkündet. Wobei m.E. vorerst kein dt. Lieferant zu erwarten ist.

Gruß pd
Hallo,
der Markt in Deutschland wird schneller erschlossen als ich dachte. Auch das ZDF arbeitet mit Hochdruck daran und will Vorreiter dieser digitalen Zukunft sein.


Das ZDF bereitet sich auf die Umstellung vom analogen auf das digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T) vor.

Unter dem Namen "ZDF.mobil" will der Sender im Rahmen von Insellösungen in fast allen Bundesländern ein Digitalbouquet anbieten, das auf die Nutzer mobiler digitaler Fernsehgeräte zugeschnitten ist.

Von Beginn an war das ZDF bei allen Initiativen zum Umstieg auf digitale Technik auch bei der terrestrischen Ausstrahlung als Pionier vertreten.

Zu den entscheidenden Vorzügen des terrestrischen digitalen Fernsehempfangs (DVB-T) gehört, dass sich nur auf diesem Weg Signale drahtlos bis in die Wohnung übertragen lassen, ohne Kabel, ohne aufwendige Satellitenempfangsanlagen, lediglich mit einer einfachen Antenne und einem neuen Empfangsgerät. (Wie zum Beispiel einer Set Top Box mit DVB-T-Modul, was die Metabox 1000 auch bietet)

Derzeit ist von einem Umstieg auf terrestrisches digitales Fernsehen in folgenden "Inseln" und Ballungsräumen auszugehen:
- Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern),
- Leipzig/Halle und Erfurt/Weimar (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen),
- Raum Köln/Bonn (Nordrhein-Westfalen),
- die Versorgungsräume München, Augsburg, Ingolstadt, Nürnberg, Regensburg und Würzburg (Bayern),
- der Raum Berlin/Brandenburg und der Großraum Heidelberg/Mannheim/Ludwigshafen (Baden-Württemberg).

In Rheinland-Pfalz (Saarland) stehen weiterführende Gespräche in den nächsten Wochen an.


Fakt ist, dass schnellstens Set Top Boxen der 3.Generation benötigt werden.

Gruß
EM
Hallo,
das gehört wohl hier hinein...

Gruß
EM


Sender erwarten Schub für Digital-TV
Von Andreas Krosta, Hamburg

Die neue Politik der Kirch-Gruppe in Sachen D-Box wird von den Konkurrenten begrüßt.

"Der Dämmerschlaf des digitalen Fernsehens in Deutschland ist vorbei", sagte Herbert Tillmann, technischer Direktor des Bayerischen Rundfunks und einer der Verantwortlichen für die digitalen Aktivitäten der ARD. Kirch kann darauf hoffen, dass sein Digital-TV-Decoder D-Box vielleicht doch noch eine Chance bekommt, von den neuen privaten Kabelnetzbetreibern eingesetzt zu werden, etwa dem Käufer des Netzes in Nordrhein-Westfalen, Callahan.

Kirch hatte vergangene Woche ein neues Modell des Empfangsdecoders D-Box vorgestellt, das erstmals auch in Zusammenarbeit mit ARD-Technikern entwickelt worden ist. Im Gegensatz zu den vorherigen Modellen soll es für die Konkurrenz zugänglich sein. Um die digitale TV-Übertragung flächendeckend durchsetzen zu können, müssen sich Kabelnetzbetreiber und Sender auf eine Technik einigen, damit die verschiedenen Angebote der Sender mit der gleichen Technik empfangbar sind. Ebenso gilt das für weitere Angebote - etwa interaktive Dienste oder Pay-TV, wofür ein Verschlüsselungs- und Abrechnungsmodus nötig ist.



Bald werden alle Programme digital übertragen


Um digitale Programme empfangen zu können, braucht jeder Zuschauer einen Decoder. In absehbarer Zeit sollen alle Programme ausschließlich digital übertragen werden, was den Sendern weniger Kosten und den Zuschauern mehr Programme einbringen kann. Kirch hatte bislang versucht mit der D-Box einseitig das digitale Pay-TV durchzusetzen, doch das Gerät erwies sich als schwerfällig und löste bei Konkurrenten und Kabelnetzbetreibern nur Missvergnügen aus. Eine Allianz Kirchs mit dem bisherigen Kabelmonopolisten Telekom für die D-Box ist wegen Kartellbedenken ungewiss.


Schon im vergangenen Jahr änderte Kirch daher seine Strategie und gab der Forderung nach einer offeneren Technikplattform nach. Bislang konnte etwa die ARD ihren schon vor Jahren entwickelten interaktiven Programmführer nur auf Konkurrenzgeräten zeigen - für die interessierte sich aber kaum ein Kunde, weil sie weder im Kabelnetz funktionieren, noch Kirchs Pay-TV zeigen können. Der in der ARD für die Digitalpolitik zuständige Intendant des Saarländischen Rundfunks Fritz Raff freute sich: "Das ist ein erster Schritt von Kirch in unsere Richtung".


Kirch bietet die Software für die Decoder nun am freien Markt an. Damit kann die für das Bezahl-Fernsehen wichtige Verschlüsselungssoftware auch auf anderen Decodern installiert werden - und Premiere kann auch auf anderen Decodern laufen.


"Die Strategie von Kirch ist nicht aufgegangen", sagte Thomas Hesse, Chef der RTL-Tochter RTL Newmedia. "Kirchs Monopol ist gescheitert", kommentierte auch Tillmann. Auch soll die neue Generation der D-Box multimediafähig sein, wie es andere Geräte schon lange sind. Das bedeutet, dass auch interaktive Dienste möglich werden.


Die Entscheidung, die Software am Markt zu verbreiten, fällt in eine entscheidende Phase für Kirch. Der Kabelnetzbetreiber Callahan in NRW prüft derzeit, welche Decoder er seinen Kunden anbietet. Kirch sei wieder im Rennen, hieß es Ende der Woche bei Callahan. Bei der Ausschreibung geht es um ein Kundenpotenzial von 4,2 Millionen Haushalten.



© 2001 Financial Times Deutschland
Hi Servus,
letztes Jahr im November/Dezember habe ich meine dreiteiliges Referat über das Deutsche Konsortium geschrieben www.metabox-info.de und dabei kam Kirch mit seiner d-Box ja nicht gut weg und sah in der damaligen Strategie des Konzerns den Untergang von Premiere. Dies merkten auch die Herren bei Kirch und welche Strategie haben sie jetzt ?????? ....s.h. Meldung

Gruß
EM

PS:Der letzte Satz gefällt mir pers. am Besten


Meldung:
http://www.digitv.de/meldungen/986920958,70402,.shtml

Kirch will d-box-Monopol aufgeben
[FPoe] München - Der Kirch-Konzern rückt nach einer Meldung des Focus vorsichtig vom hauseigenen Digital-Decoder, der d-box, ab.
Seit Anfang April verkauft die Kirch-Entwicklungsfirma BetaResearch das Verschlüsselungssystem der d-box, Betacrypt, erstmals an alle Hersteller. Sie können die Technologie jetzt in Digitalreceiver einbauen, die parallel dazu auch Konkurrenzsysteme unterstützen.

Damit geht das Unternehmen auf Kabelnetzbetreiber wie Kabel NRW und UPC zu, die ihren Kunden bald eigene Decoder anbieten wollen, die Kirch-Box aber ablehnen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ohne größere Probleme kann nun PREMIERE WORLD zusätzlich zu den eigenen Angeboten der Kabelnetzbetreiber empfangen werden. Die Kunden müssen sich nicht mehrere Settop-Boxen für die unterschiedlichen Angebote anschaffen.

PREMIERE WORLD bereitet dem Focus zufolge hinter den Kulissen schon den Empfang seines Programms auf anderen Boxen vor.
Auszug aus einem Pressebericht der Leipziger Volkszeitung vom 12.4.2001 Seite 13
Etwa 7600 Mieter der Leipziger Wohnungs-und Baugesellschaft (LWB) können superschnelles Internet jetzt für weitere drei Monate kostenlos testen.....Wie berichtet,hatte die Kabel Deutschland im November vergangenen Jahres ihren Hochgeschwindigkeitszugang fürs Internet (32 Mal so schnell wie ISDN).....gestartet....." Da sich Kabel Deutschland mit den Preisen für seine neuen Multimedia-Dienste noch nicht ganz schlüssig ist, haben wir vereinbart, die schon bisher kostenlose Testphase um drei Monate zu verlängern"..... Interessenten müßten lediglich einmalig 50 Mark für den Anschluß ihres Computers zahlen und 100 Mark Kaution für Modem oder Decoder hinterlegen.....Branchenkenner glauben, daß die Bonner Mutter der Kabel Deutschland das Festlegen von Preisen für den Internet-Zugang blockiert. Grund dafür ist, daß die Telekom mit einem englisch-amerikanischen Konsortium über den Verkauf ihres sächsichen Kabelnetzes verhandelt. Offenbar will man den künftigen Eigentümern nicht vorschreiben, wie sie die Preise fürs Internet zu gestalten haben. Von Kabel Deutschland gab es indes dazu keine Auskünfte.


Anmerkung meinerseits: Kabel Deutschland wollte bis zum 31.12.2000 20000 Haushalte als Testprojekt verkabeln und 140000 Haushalte sollten es dieses Jahr werden in Leipzig. Thüringen und Sachsen-Anhalt waren in dem Projekt mit integriert,woraus ich auch den Verkauf deren Kabelnetze mit einschließe.(meine eigene Vermutung)Die Seite www.kabelleipzig.de ist abgeschaltet. Es erfolgt nur noch eine Verlinkung zu Kabel Deutschland(und das schon seit geraumer Zeit). Die Settopboxen , als Zugang zur multimedialen Welt über den Fernseher von Siemens/F. dürften damit auch der Vergangenheit angehören.

Gruß Targo
Servus,
habe mir mal ein paar Gedanken zu Kirch gemacht und warum wir in Deutschland beim Einführen des "neuen" Fernsehens (iTV) nicht voran kommen.

Gruß
EM


Gedanken zu iTV

Artikel:
30.05.2001 - Nun hat auch der WDR-Rundfunkrat den Verträgen über Senderechte (mit Kirch) zur Fußball WM 2002 zugestimmt. Auf der gestrigen Sitzung hat sich der WDR-Rundfunkrat ausführlich und kritisch mit den Verträgen über die Senderechte zur Fußball Weltmeisterschaft 2002 befasst und den Abschluss der Verträge mit klarer Mehrheit zugestimmt. Als eine Grundsatzfrage bezeichnete der Rundfunkrat die Frage einer territorialen Beschränkung bei der digitalen Verbreitung der WM-Programme von ARD und ZDF. Der Rundfunkrat begrüßte in diesem Zusammenhang Initiativen der ARD für technische Lösungen. Darüber hinaus sei die Politik gefordert, für den Übergang von analoger zu digitaler Technologie Regelungen zum Schutz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu schaffen.

Quelle : www.Set-Top-Box.de


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Hat die Politik bis heute versagt ?
Warum hat sie bisher nicht eingegriffen ?
Das vermag ich nicht zu verstehen. Wir haben den Rundfunkstaatsvertrag. Dort werden Kriterien festgeschrieben. Darin steht, dass das Angebote und Auswahl der Technik anbieterneutral und nicht diskriminierend sein sollte. Jetzt hat der Staatsvertrag die Regelung vorgesehen, dass die Landesmedienanstalten aufgefordert sind, dies durch eine Satzung zu regeln. Es ist klar, dass das die Landesmedienanstalten nicht willkürlich machen können, sondern dass sie sich an die Vorgaben des Rundfunkstaatsvertrages halten müssen. Die Staatskanzlei hat natürlich das Recht, im Rahmen der Aufsicht, die sie über die Landesmedienanstalten führt, zu prüfen, ob diese Kriterien eingehalten werden. (Der WDR-Rundfunkrat bettelt doch regelrecht die Politik an, dass sie mal was tun sollte...!)

Was sagt die ARD dazu: Sie haben deutlich gemacht, dass es untragbar ist, dass die Teilnahme am digitalen Fernsehen und an der technischen Innovation in diesem Bereich mit Kirch abgestimmt werden muss. Das wäre eben dann der Fall, wenn die D-Box in Deutschland eingeführt werden würde. Die ARD hat auch darauf hingewiesen, dass es notwendig ist, dass das technische System für den digitalen Rundfunk anbieterneutral sein muss und nicht diskriminierend sein darf. Die ARD hat ferner deutlich gemacht, dass politischer Druck notwendig ist, damit dies umgesetzt wird. Also ein technisches Problem...Ja, es ist ein technisches Problem, das mittlerweile gelöst ist, wenn man Common-Interface, also diese gemeinsame Schnittstelle, und auch eine API, also eine Schnittstelle für interaktive Anwendungen, einführt, so dass man jedem Programmanbieter die Möglichkeit gibt, unabhängig vom Kabelbetreiber und Boxenbetreiber seine Anwendungen auf die Box zu legen. Man muss sich Folgendes vorstellen: Wenn VW ein Auto entwickeln will, dann müsste vorher bei BMW angefragt werden, ob das Unternehmen das so machen dürfte, und dann müssten alle technischen Pläne BMW zugeschickt werden, damit die prüfen, ob das möglich ist.

Man muss sich einmal vorstellen, wenn dies in Deutschland bei der Digitalisierung des Rundfunks so passiert. Das ist unmöglich, wirtschaftlich nicht tragbar und für die Gesellschaft schädlich. Das Gleiche hat auch die CLT-UFA gesagt. Die haben deutlich gemacht, dass nicht über das Fernsehen geredet werden soll, sondern insgesamt über die Zukunft der technischen Plattform für digitale Dienste. Kirch will sein Pay-TV verkaufen. Ihm geht es nicht darum, die digitalen Dienste zu entwickeln. CLT-UFA hat darum gebeten, die Bildung einer neutralen Lizenzierungsstelle aufzunehmen, die die Kompatibilität mit der Box testen soll. Auch das ist eine vernünftige Forderung. Es kann nicht ein Mitbewerber, ein Mitveranstalter sein, der die Technik überprüft, wie am Beispiel VW und BMW, sondern das muss eine neutrale Stelle sein. Es ist also nicht nachvollziehbar, warum derzeit nicht auf eine Box zurückgegriffen wird, die diese unabhängige Technik schon heute anbietet.

RTL hat auch deutlich gemacht, dass sie schon Erfahrungen mit Kirch haben und dass Kirch nicht die Frage beantworten kann, wie lange die Prüfungen dauern, wenn sie bestimmte Geschäftsmodelle vorlegen. Das heißt, es kann sein, dass, wenn sie für E-Commerce ein Modell vorlegen, das hunderte von Millionen DM beinhaltet, monatelang von Kirch geprüft wird. Genauso ist es mit den Lizenzgebühren für E-Commerce. Man muss es sich einmal vorstellen, dass z. B. von RTL, wenn sie E-Commerce anbieten und einen entsprechenden Umsatz machen würden, eine Lizenzgebühr in beträchtlicher Höhe an Kirch gezahlt werden muss. Das ist eine unmögliche Regelung. Das heißt, hier wird versucht, über ein Monopol sicherzustellen, dass man bei allen möglichen Geschäften, die über das interaktive Fernsehen ablaufen, abkassiert.

So geht es aber nicht. Wir brauchen ein System, das Konkurrenten hat. Wir brauchen Konkurrenz in der Boxentechnologie und eine Konkurrenz in der Technologie allgemein. Wir brauchen die Freiheit für die Anbieter, ein technisches System zu wählen, und wir brauchen für die Nutzer die Freiheit, ein technisches System und ein Angebot zu wählen, und die Freiheit, zu entscheiden, wie sie die digitalen Dienste nutzen wollen.

Ist es evt. Absicht ein Start-Up Unternehmen, das diese Technik in ihrer Box schon heute anbietet, Kaputtzureden ?

Wer profitiert davon ?

Wann greift die Politik ein um hier in Deutschland endlich mal Klarheit zum Thema iTV zu schaffen ?
Telekom-Kabel wird billiger für Liberty

11.06.2001 - Die Deutsche Telekom ist nun zu Preisstundungen bereit.

Bei dem geplanten Verkauf der verbliebenen sechs Kabelregionen an das Konsortium Liberty Media/Klesch ist die Deutsche Telekom nun zu Preisstundungen bereit. Wie die Financial Times Deutschland am Donnerstag berichtete, wolle die Telekom eine Stundung zwischen 10 und 15 Prozent auf die Verkaufssumme von fünf Milliarden Euro akzeptieren. Der Konzern wolle damit den Kabelnetzverkauf beschleunigen, nachdem Liberty-Chef Malone Nachverhandlungen forderte.

Es sei jedoch noch unklar, ob die Telekom auch einer Verringerung des Baranteils bei dem Verkauf zustimmen würde, so das Blatt weiter. Das Konsortium Liberty Media/Klesch solle zu dem Angebot in den nächsten Tagen Stellung nehmen.

http://www.set-top-box.de/news/news.php?id=128
Sechs der insgesamt neuen Kabelnetz-Regionen stehen noch zum Verkauf. Während die Kabelnetz-Regionen Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg bereits neue Mehrheitsgesellschafter gefunden haben, sollen die sechs restlichen an Liberty Media/Klesch verkauft werden.
Hier noch ein Nachtrag zu meinem posting vom 01.06.

Wann greift die Politik ein um hier in Deutschland endlich mal Klarheit zum Thema iTV zu schaffen ?

Die Schweizer sind da auch recht hart:

Schweiz: Bundesrat gegen d-box
[FPoe] Die Teleclub AG muss bei der geplanten Einführung des digitalen Fernsehens auf die vorgesehene d-box verzichten und eine Settop-Box mit einer offenen Schnittstelle einsetzen.

Das geschlossene System der d-box gefährde die Angebots- und Meinungsvielfalt und den Integrationsauftrag des Fernsehens. Der Bundesrat hat am Dienstag den Entscheid des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) bestätigt und eine Beschwerde der Teleclub AG abgewiesen.

Der Teleclub ist der erste Bewerber für ein "digitales Fernsehen" in der Schweiz. Im Konzessionsverfahren war die Übertragung der Fernsehsignale per Satellit an sich nicht strittig. Zu Diskussionen Anlass gab allein der Einsatz der von der Kirch-Gruppe verwendeten d-box. Das UVEK erachtete die d-box, die den Teleclub-Abonnenten gratis abgegeben wird, als ein geschlossenes System, das im Pay-TV-Bereich nur den Empfang jener Programme zulässt, welche, wie die Teleclub-Programme, den gleichen Verschlüsselungscode der Kirch-Gruppe verwenden. Wenn dies nicht der Fall ist, müssen die Fernsehkonsumenten eine zusätzliche Settop-Box erwerben.

Die Rechte am Verschlüsselungscode der Kirch-Gruppe liegen bei der Firma Betaresearch, einer 100%igen Tochter der Kirch-Gruppe, die ihrerseits zu 40% am Teleclub beteiligt ist. Mit Blick darauf verlangte das UVEK, dass der Teleclub die d-box durch eine Settop-Box mit einer offenen Schnittstelle (Common Interface) ersetze. Dies lehnte der Teleclub auf Betreiben der Kirch-Gruppe hin ab und erhob Beschwerde beim Bundesrat.

Der Bundesrat gelangt zum Schluss, dass die vom UVEK verfügte Auflage einer offenen Schnittstelle zu Recht erfolgt ist. Der Einsatz der d-box gefährdet die Angebots- und Meinungsvielfalt und den Integrationsauftrag des Fernsehens. Angesichts der starken Position ausländischer Fernsehprogramme und der unterschiedlichen Systeme, insbesondere in Frankreich und Deutschland, haben sich in der Schweiz entlang den Sprachgrenzen Fernsehregionen mit eigenen Systemen gebildet. Würde die d-box zugelassen, so könnten Teleclub-Abonnenten anderssprachige Programme nur empfangen, wenn ein Drittveranstalter einen Lizenzvertrag mit Betaresearch abschliesst, was nur ausnahmsweise der Fall sein dürfte.

Die Gefährdung der Angebots- und Meinungsvielfalt sowie des Integrationsauftrags des Fernsehens wird noch dadurch verstärkt, dass die Kirch-Gruppe im Pay-TV-Bereich, namentlich in der Vermarktung der Spielfilme, eine marktbeherrschende Stellung einnimmt. Der Entscheid des Bundesrates basiert auf dem RTVG und hat zur Folge, dass der Wettbewerb auf programmlicher Ebene gewährleistet bleibt.



Gruß
EM
Erdnussmann, neben all dem dummen Gelaber und dem Pessimismus in allen Threads kommen weiterhin sachliche und fundierte Informationen von Dir, für die sich leider kaum einer bedankt. Bezeichnenderweise fallen aber auch die Basher nicht über Dich her! Vielen Dank wenigstens von mir an sowas wie den `Fels in der Brandung`! ;)
Hallo,
die Grundsteine in Deutschland sind gelegt, der Ausbau wird ab sofort bis 2010 durchgezogen.
Das digitale Fernsehen wird bis dahin in jedem deutschen Haushalt Einzug gefunden haben.
Der Startschuss ist gerade gefallen und da die Merheit der Bevölkerung sich keinen neuen Fernseher kaufen möchte wird eine sog. Set Top Box benötigt.
Dieses Gerät wird von den Kabels "kostenlos" (Minimalausführung) oder in einem Abo an die Haushalte verteilt. Zum Thema: Brauchen wir dann noch GEZ schreibe ich auch noch was..

Erstmal hier die Anteile an den neun Regionalgesellschaften. An allen Regionalgesellschaften behält die Deutsche Telekom mindestens 25 Prozent plus einen Anteil. Diese Sperrminorität schließt letztendlich jegliche Konkurrenz aus und verhindert einiges über das mögliche VETO-Recht.

1. Baden-Württemberg
55 % Callahan
45 % Kabel Deutschland (Telekom) 2,2 Mio. Kabelhaushalte

2. Bayern
55 % Liberty Media (USA)
45 % Kabel Deutschland (Telekom) 2,5 Mio. Kabelhaushalte

3. Berlin,Brandenburg
55 % Liberty Media (USA)
45% Kabel Deutschland (Telekom) 1,6 Mio. Kabelhaushalte

4. Hamburg,Schleswig Holstein,Mecklenburg-Vorpommern
55 % Liberty Media (USA)
45% Kabel Deutschland (Telekom) 1,7 Mio. Kabelhaushalte

5. Hessen
65 % E-Kabel
35 % Kabel Deutschland (Telekom) 1,2 Mio. Kabelhaushalte

6. Niedersachsen,Bremen
55 % Liberty Media (USA)
45% Kabel Deutschland (Telekom) 1,7 Mio. Kabelhaushalte

7. Nordrhein-Westfalen
55 % Callahan 4,3 Mio.
45% Kabel Deutschland (Telekom)

8. Rheinland-Pfalz,Saarland
55 % Liberty Media (USA)
45% Kabel Deutschland (Telekom) 1,1 Mio. Kabelhaushalte

9. Sachsen,Sachsen-Anhalt,Thüringen
55 % Liberty Media (USA)
45% Kabel Deutschland (Telekom) 1,4 Mio. Kabelhaushalte



Noch Infos zu den neuen Besitzer

1. Liberty Media: weltweit agierendes Medienunternehmen,
welches zum amerikanischen Telefon- und Kabelanbieter AT&T gehört. Beteiligungen an: AOL Time Warner, Discovery Channel, Multithématiques-Kanäle, QVC und H.O.T.-Muttergesellschaft Home Shopping Network. Außerdem zu 18 Prozent an News Corporation beteiligt, die wiederum Einfluss auf die Kirch Gruppe hat und Beteiligung an United Global Com (UGC), die wiederum UPC und PrimaCOM besitzt.


2. Callahan: Bietet in Spanien und dem Namen "Ono" bereits Fernsehen, Telefon und Internet über das TV-Kabel.


3. E-Kabel: Größter Anteilseigner ist NTL/Großbritannien.


Gruß
EM
Tja,
das war aber nicht alles, um die Info zu vervollständigen habe ich mir die unterschiedlichen Ebenen des Kabelnetzes in Deutschland unter die Lupe genommen

Ebene 1: Programmproduktion
Dazu zählen Programmanbieter wie PREMIERE WORLD, die Fremdsprachenplattform, die Öffentlich-Rechtlichen und Privaten Sendestationen. Die Telekom vermarktet mit MediaVision auch eigene Programmpakete.

Ebene 2: Betrieb von Kopfstationen
Über diese Stationen werden die TV-und Radiosignale empfangen und schließlich weitergeleitet. Ein Kabelnetz braucht immer eine dieser Kopfstationen, da dort unter anderem die Signale vom Satelliten für den Kabelempfang konvertiert und aufbereitet werden.
Nur wenige große Betreiber empfangen Signale über eigene Antennen- und Satellitenanlagen. Nach dem Branchenführer Telekom sind das z.B. Telecolumbus, Bosch Telekom, PrimaCom und telekabel service süd.

Ebene 3: Straßenverteiler
Hiermit sind die Kabelbereiche gemeint, die von den Kopfstationen aus in die Wohngebiete verlegt wurden.

Ebene 4: Hausverteiler
Erst die Netzebene 4 erreicht die Kabel-Kunden. Viele kleine Kabel-Betreiber sind ausschließlich hier tätig. Die Zahl privater Anbieter wird auf mehrere tausend geschätzt.

Um neue Produkte und Dienste anzubieten, muss der Betreiber diese in das Kabelnetz einspeisen können. Das erfordert den Besitz mehrerer Ebenen, was gar nicht so einfach ist, da generell auf allen Ebenen verschiedene Betreiber aktiv sind.
Nur in den seltensten Fällen besitzt ein Betreiber mehrere Ebenen. Dadurch ist die Struktur für den Endverbraucher kaum nachvollziehbar. Die Deutsche Telekom AG hat bei einem Drittel aller Anschlüsse die führende Position über alle Netzebenen.

Resumé:
Nur der Anbieter, der in Besitz all dieser Netzebenen ist, kann auch die neuen Produkte in das Netz einspeisen und unterstützen. Leider besitzt die Deutsche Telekom AG in gut 18 Millionen aller deutschen TV-Kabelnetzanschlüsse mindestens eine dieser Netz-Ebenen. Da dies natürlich eine Gefährdung der eigenen Telefonprodukte wie T-Net, ISDN und/oder ADSL bedeutet, verhindert sie den Verkauf an aich schon seit mehreren Jahren. Nun will sie sich zwar offiziell davon trennen. Faktisch werden aber nur die Netzebenen 4 zu maßlos übertriebenen Preisen verkauft. Im Endeffekt kann aber ein jeweiliger Investor jedoch nur die Dienste einspeisen, die der Telekom konfirm sind


Gruß
EM
Hallo,
es geht los...langsam lichtet sich der Vorhang, aber was ich aus dieser Meldung herauslese ist, selbst Motorola und Philips haben Ihre Set-Top-Box nicht fertig. Sondern schauen erstmal, dass sie ihre "alten" losbekommen...tja und die d-Box ist ganz aus dem Rennen.
Gruß
EM


Motorola und Philips liefern Kabelbox für iesy

Die Kabel-d-box ist in Hessen nun Auslaufmodell.

Der neue Hessische Kabelnetzbetreiber iesy wird definitiv nicht die d-box für seine interaktiven Fernsehdienste einsetzten. Wie iesy-Geschäftsführer Günter Maier im Gespräch mit Set-Top-Box.de bekannt gab, erhalten Kabelhaushalte, die für knapp 20 Mark im Monat das digitale Basispaket abonnieren eine kostenlose „iesy box“. In der Startphase kommt diese ausschließlich von Motorola, später auch von Philips.

Bisher können analog insgesamt 33 Fernsehkanäle und 40 Radiostationen über das bestehende 450 MHz-Kabel empfangen werden. Die drei Produktbereiche für das neue, rückkanalfähige 862 MHz Multimedia-Kabel von iesy gliedern sich auf in "iesy tv", "iesy net" und "iesy phone". iesy tv bietet eine breite Palette von zusätzlichen Services rund ums Fernsehen: zahlreiche Themenprogramme, Video-on-Demand, Music-on-Demand sowie Internet, E-Mail, Chat über den Fernseher, darüber hinaus Zugang zu interaktiven Multimediaspielen und zu einer elektronischen Fernsehzeitschrift (EPG).

http://www.set-top-box.de/news/news.php?id=135
Achja, der hessische Kabelnetzbetreiber iesy hat das amerikanische Unternehmen Liberate Technologies als Lieferant für das Betriebssystem seiner Set-Top-Boxen ausgewählt.
Bereits bis Ende 2001 sollen über 250.000 Haushalte in der Lage sein, diese neuen Dienste rund um Frankfurt am Main zu nutzen.

iesy hat sich für Liberate als alleinige Software-Plattform zur Bereitstellung interaktiver TV-Dienste entschieden, da die auf offenen Standards basierende Architektur ihre einfache Installierbarkeit für große Kabelnetze bereits erwiesen hat, wie Unternehmenssprecher von iesy erklären. iesy und Liberate werden zusammen daran arbeiten, zukünftige Fernsehstandards wie beispielsweise MHP (Multimedia Home Plattform) in iesys Produktangebote einzubeziehen.

Gruß
EM
Hallo,

eine Ära geht zu Ende: In wenigen Tagen will die Deutsche Telekom den Verkauf ihres Fernseh-Kabelnetzes endgültig unter Dach und Fach bringen.
Die teure Infrastruktur – ursprünglich mit Steuergeldern finanziert – soll an zwei ausländische Investoren abgegeben werden, die das Kabelnetz dann für Multimedia-Fernsehen und schnellen Internet-Zugang aufrüsten wollen. Die in Deutschland wenig bekannten amerikanischen Unternehmen Callahan Associates und Liberty Media haben vor allem eins gemeinsam: Ihre Zentrale liegt in Denver im US-Bundesstaat Colorado. Damit zieht der "Denver-Clan" sozusagen wieder in deutsche Wohnzimmer ein.

Hinter den beiden Unternehmen stehen die Kabel-Bosse Richard ("Dick") Callahan und John Malone. Callahan kaufte bereits das Kabelnetz in Nordrhein-Westfalen, das als eines der größten der Welt gilt, und will nun auch in Baden-Württemberg aktiv werden. Malone hat zusammen mit dem britischen Investor Gary Klesch, der wiederum für Hessen den Zuschlag erhielt, die übrigen Regionen im Visier. Malones Unternehmen Liberty Media gehört noch zum Telefon-Konzern AT&T und ist selbst an AOL Time Warner und dem Medien-Imperium von Rupert Murdoch beteiligt.
http://www.heise.de/newsticker/data/wst-18.06.01-000/

Verteilung der Netz in % s.h. Posting vom 13.06.01 13:44:05



Gruß
EM
Und jetzt geht alles sehr schnell und es werden sehr viele Set Top Boxen gebraucht.

;)

Die Telecom-Gesellschaft Kabel NRW will nächste Woche damit beginnen, die ersten Kabelhaushalte im Raum Düsseldorf an ihr digitales Kabelnetz anzuschließen. Von September an sollen Kunden dann neben dem bisherigen analogen TV-Angebot gegen Aufpreis zusätzlich auch digitale Programmpakete empfangen können. Ferner soll gegen Gebühr interaktives TV, Video on Demand und ein Hochgeschwindigkeits-Internet-Zugang zur Verfügung stehen sowie Telefonieren über das digitale Kabelnetz möglich sein.

"Die Kosten für das bisherige Fernsehangebot bleiben gleich", versicherte Kabel-NRW-Sprecherin Petra Vohn. Für das Basis-Digital-Paket kämen einschließlich Decodermiete allerdings 15 bis 20 Mark pro Monat hinzu. Die Telefonkosten sollen zehn Prozent unter dem Angebot des Marktführers liegen. Die Internet-Nutzung werde entweder nach Zeiteinheiten oder pauschal abgerechnet.

Dem Regionalplan von Kabel NRW zufolge soll die Umrüstung im Raum Düsseldorf bis zum 26. Juni abgeschlossen sein. Danach folgt bis zum Jahresende die Region Köln. Ab 2002 sollen nach und nach das Ruhrgebiet, der Raum Bonn und dann Hagen mit Zielrichtung Ostwestfalen umgerüstet werden. Bis Ende 2003 soll der Ausbau bei allen der insgesamt 4,2 Millionen angeschlossenen Kabelkunden beendet sein.

Pro Tag sei die Umrüstung von 2000 Anschlüssen vorgesehen, teilte das Unternehmen heute mit. Für den Kauf und den Ausbau der Kabel in Nordrhein-Westfalen habe Kabel NRW neun Milliarden Mark veranschlagt, vier Milliarden Mark stünden nur für den Ausbau bereit. An Kabel NRW hält die Deutsche Telekom 45 Prozent Anteile, die restlichen 55 Prozent gehören dem US-amerikanischen Investor Callahan.


Am Besten gefällt mir, dass für dieses eine Bundesland: pro Tag 2000 Boxen in den privaten Haushalten installiert wird.
:)
:)

Gruß
EM
@DerErdnussMann
bezugnehmend auf Kommentar von Frührentner!!! möchte ich hier zuerst ebenfalls meinen Dank
für die vielen informativen Beiträge aussprechen.

Die geringe Resonanz ist mit Sicherheit aber auch darauf zurückzuführen, dass aufgrund der
ja beabsichtigten Sachlichkeit ein direkter Bezug z.B. zur in der Threadüberschrift angegebenen
Firma nicht hergestellt wird.
Dass interaktives TV eine große Zukunft hat bestreitet wohl kaum jemand. Für die meisten
stellt sich hier natürlich die Frage, ob Met@box ein Teil dieser Zukunft sein wird oder nicht.
Es wäre deshalb m.E. schön, auch einmal eine persönliche Einschätzung diesbezüglich zu geben,
auch wenn sich dann wahrscheinlich wieder der eine oder andere "Extremist" berufen fühlt, seine
geistigen Exkremente hier abzuladen...

tr
Liberty Media will weitere Kabelnetze kaufen

25.06.2001 - Das US-Unternehmen möchte eine vorherrschende Rolle im deutschen Kabelmarkt spielen.

Nach dem Kauf der Telekom-Kabelnetze in sechs Regionen steht Liberty Media vor der Übernahme weiterer Kabelnetzbetreiber. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Focus verhandelt das Unternehmen gemeinsam mit seinem Konkurrenten Kabel NRW auch über einen Einstieg bei Tele-Columbus, einer Kabelgesellschaft der Deutschen Bank. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel gehe es hier um die Übernahme eines Netzes mit 2,2 Millionen angeschlossenen Haushalten zum Preis von 2,3 Milliarden Mark. Liberty Media trete zusammen mit dem Investor Callahan an, berichtet der Spiegel in seiner jüngsten Ausgabe. Außerdem gibt es laut Focus Bemühungen, das hessische iesy-Netz zu übernehmen. Allein für die TV-Netze der Telekom zahlt Liberty Media rund elf Milliarden Mark.

Allerdings ist es fraglich, wie schnell die Kabelnetze modernisiert werden: Das Baseler Prognos-Institut rechnet laut Focus mit "50 bis 100 Milliarden Mark Investitionskosten", um die deutschen Kabelnetze in den nächsten Jahren für neue Dienste wie Hochgeschwindigkeits-Internet, Telefonie oder Video-on-demand flächendeckend aufzurüsten.
Deutschland hinkt beim interaktives Fernsehen drei Jahre hinterher

21.08.2001 - Unternehmensberatung sieht den Durchbruch des interaktiven Fernsehens erst 2006.

Deutschland hinkt der Entwicklung um mindestens drei Jahre hinterher - während in Großbritannien das interaktive Fernsehen schon den Kinderschuhen entwachsen ist. Vor dem Jahr 2006 ist der Durchbruch in Deutschland nicht zu erwarten. Dann allerdings kommt auch der nächste Schub für das Internet, weil dann das Web vom heimischen Fernseher aus erreichbar sein wird. Dies prognostizieren die Forscher des Zukunftsbüros Z_punkt und die Mummert + Partner Unternehmensberatung.

"Bevor das Geschäft mit dem interaktiven Fernsehen kommt, müssen die Unternehmen erst einmal die Herausforderungen des E-Business und - in drei Jahren - des M-Business bewältigen", sagt Wilhelm Alms, Vorstandsvorsitzender der Mummert + Partner Unternehmensberatung. "Das Geschäft via TV ist in Deutschland noch verhältnismäßig weit weg."

Wenn das Geschäft via Interaktiv-TV (T-Business) einmal kommt, hat es ein hohes Potenzial: Das Fernsehgerät wird zur elektronischen Vertriebsplattform, die eine ganz neue Beziehung zum Endkunden ermöglicht. Aber: Der Weg zum interaktiven TV ist noch weit. In England nutzen schon fast zehn Millionen Teilnehmer den interaktiven Kanal "BSkyB", hier zu Lande gibt es gerade mal ein erstes Bertelsmann-Pilotprojekt mit 600 Haushalten. Weiteres Problem: Das digitale TV - Vorstufe des interaktiven - wird bis zum Jahr 2005 erst der Hälfte der Konsumenten zur Verfügung stehen.

Erst danach kommen die Vorteile des Geschäfts über den Fernseher zum Tragen: Interaktives Fernsehen wird auch die Nutzer erreichen, die sich dem Internet verweigern - in Deutschland immerhin 26 Millionen Konsumenten. Mit dem interaktiven Fernsehen steht daher der nächste große Schub für das Internet bevor. Doch Deutschland hinkt der Entwicklung hinterher und droht seine europäische E-Commerce-Marktführerschaft zu verlieren. In Großbritannien lief schon im Jahr 2000 der erste interaktive Werbespot. Bereits 1,1 Millionen Menschen schreiben dort E-Mails über Interaktiv-TV.

T-Business kommt erst als dritter großer Trend des Digital Business nach Deutschland: Die ersten beiden Wellen werden E- und dann M-Business sein. E-Business ist heute schon Realität und schreitet in den kommenden Jahren weiter voran. M-Business - das mobile Geschäft über Handy und PDA-Computer - wird sich ab 2004 als Nächstes durchsetzten. Erst die dritte Welle ist das T-Business, das Geschäft über den interaktiven Fernseher - vor 2006 ist damit allerdings nicht zu rechnen.
@Erdnussmann

Danke!
Deine Beiträge sind am heutigen Tag wie Balsam für die Seele.
Sie bringen uns in Erinnerung, um was es hier eigentlich geht.

Gruß Costolyna
Mobilcom wird mit dem Computerfilialisten Comtech zum Komplettanbieter für Telekommunikationsprodukte. Firmenchef Schmid sieht darin den Schlüssel zur Erschließung des Internets. :eek:
HANDELSBLATT, Donnerstag, 2.9.99
STUTTGART.,Die Telefongeellschaft Mobilcom AG, Büdelsdorf, hat 75 % der Anteile am Computerfilialisten Comtech GmbH, Waiblingen, rückwirkend zum 1.1.1999 übernommen. 58 % stammen von comtech-Gründer Joachim Bäurle
und 17 % von der Investorengruppe Pallas. Mobilcom-Chef Gerhard Schmid will „so bald wie möglich“
auch die restlichen 25 % der Anteile Comtech übernehmen, die sich im Besitz von Pallas befinden. Es sei erklärtes Ziel der Mobilcom, bei alen wichtigen Beteiligungen 100 %
zu halten.
Durch den Zusammenschluss der :eek:123 Comtech-Filialen :eek: und der 180 Mobilcom-Shops entsteht die größte Handelskette in Deutschland für Internet, Computer und Telekommunikation. Mobilcom kann seinen Kunden jetzt nicht nur Mobilfunk, Festnetztelefonie und Internet-Zugang anbieten, sondern auch die erforderlichen Geräte. Die Mobilcom-Aktie reagierte mit einem Kursanstieg um 2 E auf 69,80 f. Im Tagesverlauf musste sich aber Mobilcom mit einem Minus von 1,6 % dem allgemeinen negativen Markttrend beugen.
Mobilcom-Chef Gerhard Schmid sieht in dem verbreiterten Marktauftritt mit 300 Geschäften den Schlüssel zum stärkeren Wachstum im Telefongeschäft und vor allem im Internet. Dafür sei der direkte Kundenkontakt in den Geschäften ausschlaggebend. Schmids Ziel ist es, innerhalb von einem Jahr erstmals in Deutschland einen sogenannten Free-PC auf den Markt zu bringen, den es bislang nur in den USA gibt.
Mobilcom-Chef Gerhard Schmid (links) und Comtech-Gründer Joachim Bäuerle setzen auf das Zusammengehen von Telefon und Computer.
Nach dem Vorbild des Mobilfunkgeschäftes wird der PC kostenlos in Verbindung mit Internet-Dienstleistungen zur Verfügung gestellt. Die Refinanzierung geschieht dann über die Nutzung der Mobilcom-Dienste. Als einziges Unternehmen können wir dann alles aus einer Hand anbieten und aufeinander abstimmen“, sieht Schmid vor allem Vorteile bei der Nutzung neuer TechnoloRien wie beispielsweise WAP für die Ü-bertragung von Internet-Inhalten aufs liandy.
„Es war für uns beide ein blendendes Geschäft“, sagte der bisherige Comtech-Mehrheitsaktionär Joachim Bäuerle, der das Unternehmen seit der Gründung vor 15 Jahren führte. Bäuerle zieht sich vollständig
Foto:

aus der Unternehmensführung zurück, und Schmid nimmt in der Aufbauphase persönlich den Chefposten bei Comtech wahr.
Die beiden Unternehmer hatten bereits 1997 Kontakt aufgenommen und vereinbarten im November 1998 eine langfristige Kooperation,
die durch eine stille Beteiligung in Höhe von 15 Mill. DM unterlegt war.
Seither ist Mobilcom als Shop-in-Shop in den Comtech-Filialen vertreten. Letztendlich sei die Übernahme die Konsequenz aus dem Zielkonflikt, wo künftig die Wertschöpfung stattfinden soll: bei den Diensten (Mobilcom) oder den Geräten (Comtech)? Vor diesem Hintergrund sei der jetzige Schnitt “die sauberste Lösung“, sagte Bäuerle.

Comtech wurde 1985 gegründet und galt bislang als zweitgrößtes Computerhandelshaus in Deutschland. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen mit 700 Beschäftigten
400 Mill. DM um. Schlagzeilen machte Bäurle, als er 1996 die 90 deutschen:eek: Escom-Filialen :eek: übernahm. Seit 1997 baut und vertreibt Comtech in Lizenz den IBM Consumer-PC „Aptiva“. Es werde auch in diesem Jahr keinen Umsatzsprung geben, sagte der bisherige Comtech-Chef. Ziel sei es vielmehr, aus dem Billigsegment mit Hilfe von Produkten wie dem „Aptiva“ herauszukommen.
Bäurle selbst will nach seinem Ausstieg ein neues Internet-Unternehmen im Bereich Inhalte und Dienstleistungen (Content-Provider) gründen. Dabei befinde er sich in intensiven Gesprächen mit Schmid. Beide wollen ihre Internet-Aktivitäten abstimmen. Die Form der Zusammenarbeit sei derzeit noch völlig offen.
Mobilcom will auf alle Fälle das E-Commerce-Geschäft ausbauen. Comtech verfüge über eine Internet-Seite, die bereits 180 000 Besuche verzeichnete. Mit dem Know-how von Comtech will Mobilcom einen eigenständigen OnhneDienst speziell für Internet- und PC-Nutzer anbieten. Mobilcom verfügt über ein so genanntes Portal, eine Suchmaschine :eek:und eine Box mit der das Internet über den Fernseher genutzt werden kann. :eek:
Mobilcom-Chef Schmid wollte keine Ertragsprognose für Mobilcom machen. Der Umsatz habe im ersten Halbjahr mit 1 157 Beschäftigten bei über 900 Mill. DM gelegen. Für das Gesamtjahr erwartet er einen Erlös von über 2 Mrd. DM nach 1,723 Mrd. DM im Vorjahr. Mobilcom war das erste Unternehmen, das am Neuen Markt in Frankfurt notiert wurde. Schmidt bezifferte seinen Marktanteil im Mobilfunk auf 2 bis 3 %.
Der neue Herr der Kabelnetze

Ein Amerikaner wird zur Schlüsselfigur im deutschen TV-Geschäft. Für rund zehn Milliarden Mark will John Malone den größten Teil des Kabelnetzes der Telekom übernehmen. Damit kontrolliert er den Zugang für zehn Millionen Haushalte. Kritiker fürchten: Ein neues Monopol entsteht.




Ob geschäftlich oder privat - Malone liebt die Größe. Viel Macht, viel Geld, viel Spaß. Und ein Schuss Wahnsinn ist auch dabei.
Seine Ranch, auf die er von seinem Bürohaus in einem Vorort von Denver blicken kann, umfasst viele Quadratkilometer. Malone, 60, ist der größte Landbesitzer im US-Staat Colorado. Oft ist er aber auch mit seiner Frau und sechs preisgekrönten Möpsen in einem überdimensionalen Wohnmobil unterwegs, das für 750.000 Dollar ganz nach seinen persönlichen Vorlieben gestaltet wurde. Für einen schnellen Segeltörn steht die 25-Meter-Yacht "Liberty" zur Verfügung.

Beruflich dirigiert er ein Imperium, das zu den größten privaten Besitztümern des Landes zählt. Seine Vermögensverwaltungsfirma Liberty Media, bei der rund 60 Mitarbeiter beschäftigt sind, hat sich vor allem auf Medien-Beteiligungen spezialisiert. So gehören ihm etwa 4 Prozent am weltgrößten Medienkonzern AOL Time Warner, 18 Prozent an Rupert Murdochs News Corporation, 43 Prozent am Einkaufskanal QVC, 49 Prozent am Dokumentationskanal Discovery Channel. An der Börse ist sein Unternehmen fast 100 Milliarden Mark wert. Seit dem vergangenen Donnerstag mischt der Milliardär auch in Deutschland ganz oben mit: Nach einer öffentlichen Erklärung der Deutschen Telekom ist er auf bestem Wege, einen wichtigen Zugang zu zehn Millionen Wohnungen zu kontrollieren - die Netze des Kabelfernsehens. Der Großinvestor aus Colorado könnte damit das Freizeitverhalten von vielen nachhaltig verändern. Denn wer über den Transportweg verfügt, hat Einfluss auf das, was transportiert wird.

Was auf die Deutschen zukommt, zeigt das Beispiel Tele Columbus. Vor allem in Ostdeutschland und Berlin hat die Kabelfirma, die demnächst in Malones Besitz übergeht, über eine halbe Million Haushalte technisch auf den neuesten Stand gebracht. Wie ein Feldherr steckt Manager Dietmar Schickel auf seiner großen Landkarte das Terrain ab. Bunte Fähnchen in Rostock, Berlin oder im brandenburgischen Henningsdorf markieren ganze Wohnblöcke, in denen die bunte Kabelwelt schon Realität ist.

Rund 12 000 Mieter der Berliner Wohnbaugesellschaft WIR können etwa an ihrem TV-Bildschirm nachschauen, wer unten am Hauseingang geklingelt hat, wenn entsprechende Kameras installiert sind.

Auch können sie den Internet-Dienst Infocity von Tele Columbus bestellen, mit dem Kinotrailer zum aktuellen Filmprogramm im Originaltempo auf den Bildschirm gebracht werden. Und ein weiteres Angebot sieht Video-Telefonkonferenzen vor, vorausgesetzt, eine kleine Kamera und ein Mikrofon sind an den Computer angeschlossen.

Gespannt wartet Schickel auf die Ergebnisse eines Pilottests in Magdeburg. Dabei geht es ums Telefonieren via Internet und Fernsehen: Die Telefonschnur wird einfach in die TV-Buchse gesteckt, und schon kann über das Fernsehkabelnetz telefoniert werden - zum Pauschalpreis, ohne den Gebührenzähler.

Internet, Telefon, Digital-TV und die Überwachungskameras am Hauseingang wollen die Tele-Columbus-Manager künftig im Gesamtpaket anbieten - zu einem Preis von rund 100 Mark. Nötig ist nur ein Zusatzgerät zum TV-Apparat ("Decoder").

Gruß
EM

Quelle: www.spiegel.de

oder ich habe selbst einen Bericht dazu geschrieben,
surft einfach mal bei DODO vorbei
www.metabox-info.de
http://www.set-top-box.de/news/news.php?id=541

Liberty Media will verschiedene Set-Top-Boxen anbieten

10.09.2001 - Die Kabelkunden sollen zwischen verschiedenen Modellen wählen können.

In einem Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin Der Spiegel sagte Malone, er rechne damit, "dass wir etwa fünf bis sechs Monate brauchen, um den ganzen Regulierungskram zu erledigen und den Kauf juristisch abzuwickeln." Sobald er einigermaßen sicher sein könne, dass die Kartellbehörden keine größeren Einwände mehr hätten, "werden wir damit beginnen, das Netz auszubauen und ein gutes Angebot zusammenzustellen."

Noch einmal ein halbes Jahr dauere es, eine ausreichende Zahl von Decodern zu bekommen. Der Einstiegspreis für Kabelkunden werde "irgendwo zwischen 20 und 30 Mark liegen, inklusive des Decoders", sagte Malone.


Es werde eine ganze Familie von Decodern geben: "Für den Einsteiger werden wir ein Modell anbieten, das ihm den Empfang einer Reihe neuer Kanäle erlaubt, ausgestattet mit einem einfachen Rückkanal", so Malone. "Am anderen Ende des Spektrums wird eine Box stehen, die einen eingebauten Videorecorder besitzt und alle möglichen Funktionen, so eine Art internetfähige Hochgeschwindigkeits-Multimediamaschine."
Zum Thema:



dpa-AFX-Nachricht (Deutschland)
Donnerstag, 20.09.2001, 17:37

Kabel NRW verschiebt digitalen TV-Start auf 2002: Warten auf MHP

KÖLN (dpa-AFX) - Der Kabelnetzbetreiber Callahan verschiebt den Start für digitales Fernsehen in Nordrhein-Westfalen auf das Jahr 2002. Hintergrund ist die mögliche Einführung des Standards MHP für die Digitalbox, auf den sich am Donnerstag die führenden Fernsehgesellschaften und die Landesmedienanstalten geeinigt haben. Bei der Ausschreibung der Box seien die Hersteller gebeten worden, MHP zu berücksichtigen, sagte eine Sprecherin von Kabel NRW, an der Callahan die Mehrheit besitzt, am Donnerstag in Köln. Der Standard sei aber noch nicht voll ausgereift. Deshalb warte das Unternehmen noch ab.

Der digitale TV-Start werde frühestens Mitte 2002 erfolgen. Auch in Baden-Württemberg könne der TV-Zugang frühestens Mitte 2002 erfolgen. Während in NRW der Ausbau des Netzes bereits läuft, soll in Baden-Württemberg im kommenden Jahr mit der Umrüstung des Netzes für die 2,2 Mio. angeschlossenen Kunden begonnen werden. "Mitte 2002 werden die ersten Kunden in Baden-Württemberg aber schnelles Internet und Telefon über das Kabelnetz nutzen können", sagte Sprecherin Petra Vohn.

In Nordrhein-Westfalen sollen schon von Mitte Oktober an die ersten Kunden Internet und Telefon bekommen. Für 500 000 der 4,2 Mio. Kabelhaushalte seien in NRW die Netze bis zu den Häusern hochgerüstet worden. 100 000 Verträge seien auch schon geschlossen worden, um die Wohnungen anzuschließen. Die Preise für Internet und Telefon sollen im Oktober bekannt gegeben werden. Dann soll Kabel NRW auch einen neuen Namen erhalten./wd/DP/rh

info@dpa-AFX.de
@EM

Es ist einfach nicht mher aufuhalten, das digitale Fernsehen mit seiner MHP Plattform gehört die Zukunft.
Anfang/Mitte 2002 gehen die ersten MHP Dienstte an den Start...na dann auf in die Zukunft.....mal sehen ob wir da nicht schon ne MHP Box haben...
:)

Gruß
EM


BERLIN (dpa-AFX) - Mit dem Digital-Fernseher als Kandidat bei Quiz-Sendungen teilnehmen, E-Mails senden, im Internet surfen, die Kleidung der Schauspieler auf der Homepage der Hersteller ordern, Radio hören und telefonieren - Diese schöne neue Welt versprechen Medienkonzerne wie Unterhaltungselektronik -Hersteller gleichermaßen. Bisher scheiterte das digitale Schlaraffenland aber an der Grenze zwischen Öffentlich-Rechtlichem und privatem Fernsehen. Die unterschiedlichen Set-Top-Boxen erlaubten im jeweils anderen System nur Grundfunktionen.
Gestern haben sich nur nach jahrelangem Tauziehen ARD, ZDF, KirchGruppe, RTL und die Landesmedienanstalten in Mainz auf eine Erklärung zur zügigen Einführung des MHP-Standards (Multimedia Home Platform) verständigt. Damit soll die entscheidende Schnittstelle, über die Programme auf die Funktionen der Decoder-Boxen zugreifen, aus dem Bereich so genannter proprietärer Lösungen in einen offenen Standard überführt werden.

OFFENER STANDARD SOLL ANFANG JULI 2002 DEN MARKT EROBERN

Alle Hersteller und Programmanbieter verbannen jetzt ihre inkompatiblen Geräte und Programme ins Archiv. Bereits in den Haushalten stehende digitale Empfangsgeräte wie die "d-box" für Kirchs "PremiereWorld" sollen umgerüstet werden können. Der neue Standard soll bis zum 1. Juli 2002 am Markt sein. Unabhängig vom Hersteller bietet MHP für alle Dienste künftig eine offene Schnittstelle, die die Nutzung aller Zusatzangebote von der elektronischen Programmzeitschrift bis zu Börsenkursen, Nachrichten und Bestellungen im E-Commerce garantieren soll. Und das nicht nur in Deutschland, sondern Schritt für Schritt in der gesamten Europäischen Union.

Der Weg zu der im Branchenjargon als "diskriminierungsfrei" bezeichneten Schnittstelle war lang und steinig. MHP geht auf eine Idee des niederländischen Elektronik-Riesen Philips zurück, der der Branche damit einen neuen Markt jenseits der bisherigen Systemgrenzen elektronischer Medien erschliessen will. Eigentlich hatte die Interessenvertretung "Deutsche TV Plattform" schon im Februar 2000 die Einführung eines MHP-Standards binnen Jahresfrist anvisiert. Doch die Konkurrenzsituation, unterschiedliche wirtschaftliche Interessen und nicht zuletzt der Streit um einen Kopierschutz für digitale Inhalte verzögerten den Start immer wieder.

OHNE BREITBAND-KABELNETZ BLEIBT MHP NISCHENANGEBOT

Vom digitalen Markt für Privathaushalten möchten nicht nur die Rundfunkanbieter, sondern auch die PC-Hersteller und Software-Anbieter wie Apple mit Mac OS X oder Microsoft (Frankfurt: 870747.F - Nachrichten) mit dem brandneuen Windows XP eine Scheibe abhaben. Ohne ein technisch aufgerüstetes Breitband-Kabelnetz und insgesamt milliardenschwere Investitionen der privaten Haushalte in die neue Technik wird MHP jedoch nicht mehr als ein Nischenangebot werden./FP/ep/bl/hi/
Reutersmeldung:

Kartellamt will offenbar Kabelnetze für alle Anbieter öffnen

Das Bundeskartellamt will einem Zeitungsbericht zufolge nach dem Vorbild der Strom-, Telefon- und Bahnstrecken-Netze erreichen, dass auch die Besitzer der TV-Kabelnetze in Deutschland die Infrastruktur für Konkurrenten öffnen müssen. Kartellamts-Präsident Ulf Böge sagte in einem redaktionell bearbeiteten Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", notwendig sei ein "diskriminierungsfreier Zugang" zu den Netzen. Andernfalls sei kein Wettbewerb möglich, wurde der Behördenchef von der Zeitung zitiert. "Wenn die Durchleitung funktioniert, dann ist die Gebiets-Abgrenzung aufgehoben", sagte Böge dem Bericht zufolge.

Der Kartellamts-Präsident reagierte mit seinen Äußerungen auf die von dem US-Medienunternehmen Liberty Media beantragte Genehmigung zur Übernahme von sechs regionalen TV-Kabelnetzen von der Deutschen Telekom. Liberty strebt zudem die Übernahme weiterer Kabelnetze an, wodurch das Unternehmen in den Augen der Wettbewerbsbehörde eine marktbeherrschende Stellung erlangen könnte. Zu Liberty gehören zudem Inhalte-Produzenten. Neben Liberty Media haben die Unternehmen Callahan und Klesch Teile des Telekom-TV-Kabelnetzes für mehrere Milliarden DM erworben.

Eine mögliche marktbeherrschende Stellung von Liberty Media bei den Kabelnetzen könnte dem Zeitungsbericht dann durch die Behörde gebilligt werden, wenn das Unternehmen in anderen Bereichen für mehr Wettbewerb sorge. So wäre ein schneller Ausbau der TV-Kabelnetze als Infrastruktur für Telekommunikationsdienste ein "positiver Aspekt", zitierte die Zeitung den Chef der deutschen Wettbewerbsbehörde. Bislang sieht Liberty Media dem Bericht zufolge die Aufrüstung der TV-Kabelnetze als Konkurrenz zum Telefon-Netz der faktisch dominierenden Deutschen Telekom als "wirtschaftlich sehr riskant" an.



So, so..schneller Ausbau....dann wollen wir mal.....(wieder)..
:)

Gruß
EM
Liberty bekommt Unterstützung für Übernahme des TV-Kabels

Die Bundesregierung sollte nach Ansicht der niedersächsischen Wirtschaftsministerin Susanne Knorre dem US-Unternehmen Liberty Media notfalls mit einer Sondergenehmigung den Einstieg in den deutschen Fernsehkabelmarkt ermöglichen. In der Süddeutschen Zeitung vom heutigen Mittwoch (28.11.01) übte die Ministerin, die keiner Partei angehört, zugleich Kritik an ARD, ZDF, Kirch und Bertelsmann, die beim Bundeskartellamt wegen Wettbewerbsverzerrung auf ein Verbot der Liberty-Pläne drängen. Man dürfe Liberty "nicht dem Medien-Kartell zum Fraß vorwerfen", sagte sie. Die Furcht der Sender, aus dem Kabel gedrängt zu werden sei unbegründet, da dies gesetzlich geregelt sei.

Über einen solchen Schritt, wie ihn die niedersächsische Ministerin jetzt gefordert hat, wird in der Branche schon seit einiger Zeit diskutiert; denn das Bundeskartellamt hat schwere Bedenken gegen die Übernahme der sechs TV-Kabelnetze der Deutschen Telekom durch das US-Unternehmen angemeldet, weil Liberty auch einen Minderheitsanteil am Pay-TV-Sender Premiere erwerben will. Das Amt will im Januar eine Entscheidung bekannt geben.

Recht scharf kommentierte die Süddeutsche Zeitung bereits die Forderungen der Landesminister im Zusammenhang mit den Vorhaben von Liberty Media: "Kaum weisen die Wettbewerbshüter auf Probleme beim Kauf deutscher Fernseh-Kabelnetze durch den amerikanischen Kabelkönig John Malone hin, rotieren hinter den Kulissen die Bundes- und Landespolitiker. [...] Politik geht vor Recht, punktum."

Knorre jedoch hält das Engagement von Liberty für unabdingbar. "Wir würden sonst die Chance verschenken, das Kabel zum Multimedianetz mit Internetzugang und später sogar zum Telefonanschluss zu entwickeln". Zuständig für eine Ausnahmegenehmigung wäre Bundeswirtschaftsminister Werner Müller. Er könnte mit einer Minister-Erlaubnis ein Veto des Kartellamts außer Kraft setzen. Sie hoffe, dass er hier durchgreife, sagte Knorre. (jk/c`t)
Interaktives Fernsehen: Deutschland gilt als schwieriger Markt

Cannes (dpa) - Die Revolution des Farb-Fernsehens liegt Jahrzehnte
zurück. Nun soll beim TV mit interaktiven Programmangeboten (iTV) die
nächste Umwälzung vor der Tür stehen. Denn längst sind neue Medien
wie das Internet oder Videospiele dabei, dem Fernsehen als führendes
Unterhaltungsmedium den Rang abzulaufen. Doch während sich
Fernsehsender, Softwarehersteller und Netzbetreiber in den
europäischen Nachbarländern Großbritannien und Frankreich in
Goldgräberstimmung befinden, scheint die neue Generation der
Fernsehunterhaltung in Deutschland noch auf sich warten zu lassen.


"Bis sich das interaktive Fernsehen in Deutschland durchsetzt,
wird man noch einige Jahre warten müssen", sagte Stephane Goebel,
Deutschland-Chef des kalifornischen iTV-Unternehmens OpenTV, auf der
Multimedia-Messe Milia in Cannes. "Deutschland ist im europäischen
Vergleich ein recht schwieriger Markt", sagte Goebel. Das liege nicht
zuletzt an den komplizierten Verhältnissen unter den TV-
Kabelbetreibern.


Das digitale Fernsehen - Voraussetzung für interaktive Angebote -
sei zudem anders als etwa in Frankreich und Großbritannien in der
Bundesrepublik nicht sehr attraktiv, da das Publikum ohnehin auf über
30 freie TV-Kanäle zugreifen könne. "Und das, von den GEZ-Gebühren
abgesehen, kostenlos." Künftig werde es schwer sein, den Leuten zu
erklären, dass die interaktiven Zusatzdienste nicht umsonst sein
können. Dennoch sind die Fernsehanstalten in Zugzwang. Untersuchungen
haben mehrfach belegt, dass es vor allem die begehrte Zielgruppe der
8- bis 20-Jährigen von der passiven Mattscheibe hin zum Mobiltelefon
oder an den PC treibt.


Doch noch immer seien Kabelbetreiber und Fernsehanstalten vor
allem zurückhaltend, da noch überzeugende Geschäftsmodelle fehlten,
schätzt Simone Emelius, Chefin von ZDF.vision, das für die digitalen
Programmangebote des Mainzer Senders zuständig ist. "Die
Fernsehanstalten und Hersteller von Set-Top-Boxen haben sich lange um
das Henne-Ei-Problem gestritten", sagte Emelius. Die Gerätehersteller
warteten auf Sendekonzepte, die TV-Anstalten auf die technischen
Grundlagen. Immerhin habe man sich mit der Multimedia Home Platform
(MHP) auf einen dringend notwendigen Standard geeinigt, der endlich
eine verlässliche Grundlage künftiger Zusammenarbeit liefere.


Auf Basis des MHP-Standards, den führende Technologieunternehmen,
Gerätehersteller, Breitbandanbieter und TV-Sender gemeinsam
entwickelt haben, lassen sich heute interaktive Dienste entwickeln,
die tatsächlich auch unabhängig vom Hersteller oder Kabelbetreiber
über jede Set-Top-Box (Decoder) empfangen werden können. Interaktive
Inhalte anzubieten sei "unglaublich teuer", sagte Emelius. "Das haben
sich viele vorher nicht überlegt." Auch eine ganze Reihe von
Urheberrechtsfragen seien noch längst nicht geklärt, sagte Goebel.


Unterdessen diskutiert die Branche zur Finanzierung auch
Strategien für interaktive Werbung. So könnte der Zuschauer über die
Fernbedienung vom Sofa aus Pizza bestellen, während der Sportsendung
gleich Tickets für das nächste Spiel oder per Knopfdruck die Bluse
der Nachrichtensprecherin ordern. Doch das allein wird den Zuschauer
nicht überzeugen. Über die Fernbedienung aufrufbare
Hintergrundinformationen zur Nachrichtensendung oder
Unterhaltungsangebote könnten dem Zuschauer jedoch "echten Mehrwert"
bringen, meinte Goebel.


Einige Branchenexperten hegen jedoch generelle Zweifel, ob der
Fernsehzuschauer überhaupt vor der Mattscheibe aktiv werden will. "In
den USA glauben wir nicht an interaktives Fernsehen", sagte Gurval
Caer, Chef des kanadischen IT-Marketing-Unternehmens Blast Radius,
provokant während einer Expertenrunde zum Thema interaktives TV auf
der Milia. Die Fernsehsender mühten sich mit Konzepten ab und wüssten
eigentlich gar nicht, was interaktives Fernsehen wirklich ist.
"Fernsehen ist, wenn ich mich zurücklehne, zuschaue und genieße",
sagte Caer.

©dpa

081020 Feb 02
Der Caer hat vielleicht Recht. Die Leute kommen von der Arbeit nach Hause und wollen sich mit Fernsehen zudröhnen, vergessen, entspannen.
Trotzdem: das Angebot bestimmt die Nachfrage. Fernsehen WIRD interaktiv werden, wenn es spannend bleiben bzw. wieder werden will.


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