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Pressemitteilung der Metabox AG - 500 Beiträge pro Seite



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Pressemitteilung der Metabox AG


Vorwürfe wegen vermeintlicher Billigaktien haltlos
Spiegel verwechselt Nenn- und Kurswerte
Rechtsgutachten bekräftigt Vorgehensweise des Unternehmens
einstweilige Verfügung gegen den Spiegel angestrebt


Hildesheim, 4. März 2001. Entschieden weist das Unternehmen sämtliche Unterstellungen eines Artikels in der jüngsten Spiegel-Ausgabe zurück, wonach Vorstände oder Aufsichtsräte der Met@boxAG sich mit "Billigaktien" versorgt haben sollen. Alle genannten Kapitalerhöhungen wurden ausschließlich dazu genutzt, dem Unternehmen frische Mittel zu marktnahen Kursen zufließen zu lassen. Offenkundig verwechselte der Spiegel mehrfach den Nennwert von Aktien, zu dem sie im Handelsregister eingetragen werden, mit den tatsächlichen Ausgabekursen. Dem Chefredakteur liegt seit gestern eine einstweilige Verfügung sowie eine Unterlassungsverpflichtungserklärung vor, das Unternehmen behält sich weitere rechtliche Schritte vor.

Der Spiegel greift mehrere Kapitalerhöhungen der Met@box AG an, die diese seit Börsengang im Juli 1999 durchführte. Was dem Spiegel entging: Die Kapitalerhöhung vom April 2000 diente vor allem der Bezahlung der 100prozentigen Übernahme der Amstrad GmbH (Alt-Eigentümer: Hans Ullrich Sinner und Franz Jakob Simais) sowie der Secom GmbH (Alt-Eigentümer: Rainer Kochan). Diese Übernahmen erfolgten bereits Ende 1999, die Eintragung der zur Bezahlung verwandten Aktien zog sich aber auf Grund langsamer Behördenwege einige Monate hin. Eingetragen wurden diese Aktien wie allgemein üblich mit ihrem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestausgabekurs in Höhe von 1 Euro - , was nach dem Splitt der Aktien am 1. September 2000 im Verhältnis 1:5 0,20 Euro entspricht. Daneben konnten bei dieser Kapitalerhöhung auch Mitarbeiter zusätzliche Aktien zeichnen. Sie erhielten ihre Aktien zum damaligen Kurs von 19 Euro (3,80 Euro nach dem Splitt).

Bei den anderen monierten Kapitalerhöhungen entging dem Spiegel die Tatsache, dass die Altaktionäre zunächst ein Wertpapierdarlehen gaben, um die Kapitalerhöhung durchzuführen. Dies ist ein übliches Verfahren, um den neuen Investoren umgehend handelbare Aktien zur Verfügung zu stellen. Der CEO Stefan Domeyer stellte Ende Mai 2000 der Gesellschaft 100.000 Aktien leihweise aus seinem Bestand zur Verfügung. Die Met@box AG gab diese an neue institutionelle Investoren zu Marktpreisen aus. Mit Eintrag der Kapitalerhöhung ins Handelsregister erhielt Stefan Domeyer diese Aktien zurück.

Genauso funktionierten auch weitere Kapitalerhöhungen im Herbst 2000. Altgesellschafter liehen dem Unternehmen Aktien, das Unternehmen verkaufte diese zu marktnahen Preisen an Investoren. Die Altgesellschafter erhielten bei Eintrag ins Handelsregister ihre Aktien zurück, erzielten aber keinerlei finanziellen Vorteil.

Ein Gutachten einer auf Aktienrecht spezialisierten Kanzlei, das die Met@box AG im Februar diesen Jahres in Auftrag gab, unterstützt diese Position. Das Unternehmen wollte sicher gehen, dass es die Wertpapierdarlehensverträge korrekt handhabt. Quintessenz des Gutachters: "...so ist festzustellen, dass die daran beteiligten Aktionäre nach Durchführung der Transaktion jedenfalls nicht besser gestellt waren als vorher, da die Kapitalerhöhung ausschließlich dem Zweck diente, ihnen den Aktienbesitz wieder zu verschaffen, den sie zunächst einmal darlehensweise der Gesellschaft zur Verfügung gestellt hatten." Und weiter: "Im Grund genommen hat sich die Position der hierin beteiligten Aktionäre sogar verschlechtert, da ihr Aktienbesitz durch die Transaktion formal verwässert worden ist, wobei dies allerdings eine zwingende Folge der bereits genehmigten Kapitalerhöhung darstellte."
folgendes sollte man sich zu Gemüte führen.

Ein Gutachten einer auf Aktienrecht spezialisierten Kanzlei, das die Met@box AG im Februar diesen Jahres in Auftrag gab, unterstützt diese Position. Das Unternehmen wollte sicher gehen, dass es die Wertpapierdarlehensverträge korrekt handhabt. Quintessenz des Gutachters: "...so ist festzustellen, dass die daran beteiligten Aktionäre nach Durchführung der Transaktion jedenfalls nicht besser gestellt waren als vorher, da die Kapitalerhöhung ausschließlich dem Zweck diente, ihnen den Aktienbesitz wieder zu verschaffen, den sie zunächst einmal darlehensweise der Gesellschaft zur Verfügung gestellt hatten." Und weiter: "Im Grund genommen hat sich die Position der hierin beteiligten Aktionäre sogar verschlechtert, da ihr Aktienbesitz durch die Transaktion formal verwässert worden ist, wobei dies allerdings eine zwingende Folge der bereits genehmigten Kapitalerhöhung darstellte."

Damit dürte auch klar sein, warum sich die offizielle Stellungnahme zu dem Thema verzögerte.
Benutzt bitte diesen Thread, habe ihn ins Reg Board gepostet, damit wir hier nicht noch zugemüllt werden...
„Der Spiegel“
(Anmerkungen der Met@box AG eingefasst MBX)
Der amerikanische Freund

Wieder ist eine Neue-Markt-Firma zum Skandalfall geworden, die Justiz ermittelt. Vorstände und Aufsichtsräte der Hildesheimer Metabox AG haben sich immer wieder zu Billigpreisen neue Aktien besorgt - angeblich, um einem US-Großinvestor den Einstieg zu ebnen.

MBX> Die Met@box AG wird ausschließlich durch verleumderische Kampagnen wie die des Spiegel zum sogenannten Skandalfall. Laut Duden ist ein Skandal ein „empörendes Ereignis“, derartige Ereignisse finden jedoch nur in der perversen Fantasie der hier genannten Journalisten statt, nicht jedoch tatsächlich.

Vorstände und Aufsichtsräte haben sich nicht, in keinem einzigen Fall, mit Billigaktien versorgt. Aus den Ausführungen des Autors spricht lediglich die blanke Unkenntnis elementarer aktienrechtlicher Vorgänge. <MBX

Der Aschenbecher auf dem Besuchertisch quillt über, das Grünzeug am Fenster hat bessere Tage gesehen. Doch in die Ruhe des Handelsregisters Hildesheim hat sich Hektik eingeschlichen.

Die beiden Damen im Amtsgerichtsgebäude beschäftigt an diesem Morgen nur ein Thema: die Akte Metabox. Soeben hat die einstige Vorzeigefirma der Region aktuelle Registerauszüge ihrer eigenen Tochterfirmen angefordert. Die Gründe für diese Bestellung kennt hier niemand. Hat Metabox den Überblick verloren?

MBX> Nein, aber wie man weiß, gehören aktuelle Handelsregisterauszüge zu den Unterlagen, die ein Unternehmen seinen Wirtschaftsprüfern im Rahmen der Jahresabschlussprüfung vorlegt.<MBX

Auch sonst ist Büro 222 ganz gefangen von der rätselhaften Welt des Neuen Markts. "Was ist eigentlich eine Ad-hoc-Meldung?", fragt eine Beamtin. "Da geht es irgendwie um Großaufträge, die es gar nicht gibt", erklärt ein Kollege.

MBX> Es darf bezweifelt werden, dass es diesen Dialog tatsächlich gab. Der Autor möge die hier zitierten Beamten namentlich benennen, um deren Zeugenaussage zu hören. Dies wird lediglich als dramaturgisches Stilelement zur Stimmungsmache eingesetzt.<MBX

Der Mann hat Recht, irgendwie. Der gesamte Neue Markt ist in Verruf geraten, die erst im März 1997 gestartete Börse für vermeintliche Zukunftswerte kommt nicht zur Ruhe. Innerhalb weniger Monate haben sich die schlechten Nachrichten gehäuft: Zusammenbrüche, Finanzlöcher, Insiderverstöße, Scheingeschäfte. Vergangene Woche rutschte der Nemax, der Index des Neuen Markts, sogar unter 2000 Punkte - erstmals seit Herbst 1998. "Pleitegeier im Anflug", urteilte die "Frankfurter Allgemeine" über die Entwicklung.

MBX> Welcher „Mann“ wird hier benutzt, um eine eigene Aussage des Autors zu vermeiden und sich statt dessen lediglich der Aussage eines anonymen, wohl nicht existenten Menschen zu bedienen? <MBX

Auch die Metabox AG aus Hildesheim ist mittendrin in Turbulenzen. Vergangene Woche wurde publik, dass die Staatsanwaltschaft in Hannover gegen Vorstände der Firma ermittelt - wegen des Verdachts auf Insiderhandel, Kursmanipulation und Anlegerbetrug.

MBX> Die Staatsanwaltschaft Hannover hielt es jedoch keineswegs für notwendig, die Firma selbst davon in Kenntnis zu setzen. Das Auskunftsersuchen anonymer Journalisten geht wohl über das schützenswerte Recht des Unternehmens und seiner Organe. Im Übrigen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen jeden beliebigen Bürger dieses Landes, sofern nur eine vage Anzeige vorliegt.<MBX

Es geht um großartige Erfolgsmeldungen über noch großartigere Bestellungen - denen dann aber keine konkreten Umsätze folgten. Und es geht um das mögliche Abkassieren von Insidern nach Jubel-News und Kursexplosionen.

MBX> Darum geht es eben nicht. Es geht um Pflichtmitteilungen durch den Vorstand der Met@box AG. Pflichtmitteilungen haben die Eigenschaft, dass sie nicht nach Gutdünken der Unternehmen veranlasst werden dürfen, sondern ausschließlich nach Maßgabe des Wertpapier-Handelsgesetzes. Sofern dessen Vorschriften greifen, MUSS eine Pflichtmitteilung erfolgen. Dass das Unternehmen hier in allen Fällen pflichtmäßig veröffentlicht hat, wurde inzwischen aus den angeforderten Ermittlungsakten deutlich, in dem die Behörden die Mitteilungspflicht bejahten.<MBX

Die Unterlagen des Handelsregisters spielen bei der Arbeit der Strafverfolger eine besondere Rolle. Aus den Papieren ergibt sich der Verdacht, Metabox könne ein Selbstbedienungsladen für Eingeweihte sein. Immer wieder haben sich Vorstände, Aufsichtsräte und befreundete Firmen bei Metabox zu Vorzugspreisen mit neuen Aktien eingedeckt - renommierte institutionelle Investoren sind bei den neun Kapitalerhöhungen kaum zu entdecken.

MBX> Dies entspricht der Unkenntnis des Autors über die technische Abwicklung von Kapitalerhöhungen. Zur Erklärung: bei jedem Börsengang verpflichten sich Altaktionäre, den Banken eigene Aktien leihweise zur Verfügung zu stellen, die diese dann im Rahmen des „greenshoe“ platzieren. Die Altaktionäre haben entsprechend dem Wertpapierleihe- Vertrag den Anspruch auf Rücklieferung der gleichen Anzahl von Aktien, die Altaktionäre kaufen also nicht und verkaufen nicht, sie leihen und erhalten zurück. Genau auf diesem Wege wurden im Frühjahr 2000 und Ende 2000 / Anfang 2001 Kapitalerhöhungen vorgenommen und die Aktien bei externen Investoren platziert. Notwendig wird dieser Aufwand übrigens nur, weil die Durchführung einer Kapitalerhöhung, also die Ausgabe neuer Aktien, in Deutschland durch die Arbeitsweise der Handelsregister und der Deutschen Börse AG bis zu einem halben Jahr dauert, Investoren jedoch direkt bei Zahlung an die Unternehmen die Aktien übernehmen müssen. Diese zeitliche Lücke überbrücken die Unternehmen mit Hilfe der Altaktionäre.<MBX

Es waren Ingenieure und Manager der Computerfirma Amiga Technologies, die 1996 beschlossen, an der Technik für Zukunftsfernsehen zu arbeiten. Aus ihrer Pios Computer AG wurde Metabox, und die ging im Juli 1999 an die Börse. Das Unternehmen setzt auf die Entwicklung eines TV-Zusatzgeräts namens "Metabox 1000" oder "Phoenix", mit dem Fernsehzuschauer DVDs und CDs spielen, Spielfilme bestellen und im Internet surfen können.
Bei so viel Vision griffen die Führungskräfte bei Kapitalerhöhungen gern zu. Anfang April 2000 gab die finanzhungrige Metabox AG 100 000 neue Aktien heraus, die nach einem Aktiensplit im September derzeit 500 000 Stück entsprechen. MBX> Kommentar siehe unten (*) <MBX Der damalige Vertriebsvorstand Rainer Kochan räumte ab: Er bekam nach heutigem Stand 300 000 Stück zum Vorzugspreis von 0,20 Euro. Der bereinigte Marktkurs lag bei über 6 Euro, die Aktien waren also 30-mal so viel wert. Auch Hans Ullrich Sinner und Franz Jakob Simais, beide Manager der Konzerntochter Amstrad, erhielten - auf heutige Werte umgerechnet - 5000 beziehungsweise 95 000 Exemplare zum Niedrigpreis. Die Firma VKA AG strich mehr als 16 000 Aktien für je 0,20 Euro ein - hinter dem Kürzel verbirgt sich etwa Metabox-Aufsichtsratschef Manfred Drung, einst Mitgründer des Unternehmens. Metabox selbst hatte sich an VKA beteiligt und ist mit ihr über eine gemeinsame Immobilienfirma verbunden.

MBX> Wie den Aktionären auf der Hauptversammlung 2000 erläutert worden ist, sind die Amstrad GmbH und die Secom GmbH vollständig übernommen worden, und zwar überwiegend gegen die Gewährung von Aktien der Met@box AG. Diese Aktien sind den Herren Kochan, Simais und Sinner hier vertragsgetreu verschafft worden. Der Autor hat also wieder einmal zu unprofessionell und oberflächlich recherchiert. Jedwede Unterstellung, den Herren Kochan, Simais und Sinner wären hier Vorteile gegenüber anderen Aktionären eingeräumt worden, entbehren jeder Grundlage. <MBX

Vorstandschef Stefan Domeyer zahlte Anfang April für 3150 Stück jeweils 3,90 Euro. Zu diesem Preis erlangten auch Aufsichtsrat Geerd-Ulrich Ebeling, Manager Peter White und Ex-Fußball-Bundesliga-Schiedsrichter Wolf-Günter Wiesel Aktienpakete. Der Sportsfreund ist bei Metabox für besondere Aufgaben zuständig.

MBX> Rufschädigend und verleumderisch. Wie durch die HV 1999 genehmigt und der HV 2000 vorgestellt, hat die Met@box AG allen Mitarbeitern Aktien auf Basis einer Kapitalerhöhung zum Preis von 19,50 Euro angeboten. Der Preis hat den Börsenkurs nicht wesentlich unterschritten, die Unterschreitung mussten alle Mitarbeiter als geldwerten Vorteil versteuern. Der Autor greift sich willkürlich einige Namen heraus, wohl um diese prominent anzuprangern. Tatsächlich besteht die Namensliste aus mehr als 100 Mitarbeitern. Einen Rundungsbetrag von 3.200 Aktien hat im übrigen die VKA übernommen, um diese denjenigen Mitarbeitern anzubieten, die erst kurz nach der Kapitalerhöhung in das Unternehmen eintraten.<MBX

Kurz danach kamen gute News. Es gebe eine "strategische Allianz" mit einem ausländischen Unternehmen, hieß es in der Ad-hoc-Mitteilung vom 10. April. 500 000 Boxen seien verkauft. Der Jahresumsatz steige auf stolze 200 Millionen Mark, trommelte Metabox 24 Stunden später.
Das trieb den Kurs innerhalb kurzer Zeit um über 100 Prozent. Chef Domeyer, der unter anderem von einem britischen Investor geredet hatte, deckte sich Ende Mai - bereinigt - noch mal mit 500 000 Aktien ein, diesmal für 0,20 Euro. Der Börsenkurs lag da schon bei rund 17 Euro.

MBX> Diese 100.000 Aktien entstammen aus dem zum Börsengang bestehenden genehmigten Kapital, das ursprünglich vom Bankenkonsortium für die Darstellung der Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) gefordert worden war. Leider war die Nord/LB schon im Juli 1999 nicht in der Lage, den Greenshoe endgültig zu übernehmen. Somit hat sich der Vorstand mit Unterstützung der Londoner Investmentbank Williams de Broe auf einer sogenannten Rodshow im Mai 2000 erfolgreich bemüht, diese 100.000 Aktien zu platzieren. Zahlreiche namhafte Fondsgesellschaften in London und Paris haben diese Aktien übernommen. Da, wie oben beschrieben üblich, eine sofortige Belieferung erforderlich war, hat der Vorstandsvorsitzende Domeyer mit Zustimmung der Nord/LB die benötigten Aktien leihweise zur Verfügung gestellt und nach der Kapitalerhöhung mehrere Monate später zurück erhalten. Die genannten Zahlen sind ebenfalls völlig falsch: zum Handelsregister wurden die Aktien mit dem erforderlichen Mindestwert von 1 Euro (für den unwissenden Autor: Aktiensplit am 1.9.2000 im Verhältnis 1:5; 0,20 Euro mal 5 = 1 Euro) angemeldet, der übersteigende Betrag, immerhin 79 Euro pro Aktie, wurden in die Kapitalrücklage gebucht. Wie in all den kritisierten Fällen übrigens, denn stets sind alle aus Aktienplatzierungen geflossenen Gelder zu 100 % in die Gesellschaft geflossen! <MBX

Und es kam noch schöner. Am 28. Juni explodierte der Kurs auf über 40 Euro. Diesmal war in einer Ad-hoc-Mitteilung vom "Letter of Intend" mit einem skandinavischen Konsortium namens Inter-Nordic die Rede. Der Vertrag über 1,8 Millionen Boxen werde in den nächsten Wochen unterschrieben. Und am 5. Juli wurde ein "Rahmenvertrag" mit der französischen Worldsat über 500 000 Geräte verkündet. In diesen Sommerwochen galt Metabox plötzlich als Segenspender der Kleinaktionäre, als heißer Tipp fürs Reichwerden.

Ein fataler Irrtum.
Die Lieferung von 500 000 Boxen aus dem April-Deal ist bis heute nicht vollzogen. Nicht mal der Kundenname ist bekannt, in einem Aktionärsbrief schwadronierte Domeyer vom "Israel-Geschäft". Offenbar ist die israelische Firma Ampa Investments involviert, die Anfang März 2000 - vor dem Aktienhype - einige Prozent am Kapital der Metabox übernommen hat. Ampa hat sich dazu bisher nicht geäußert.

MBX> Vorsätzliche Falschdarstellung! Offenbar hat doch der Autor das Handelsregister eingesehen. Dann musste er auch feststellen, dass die oben (*) genannten 100.000 nicht, wie behauptet, bei Managern des Unternehmens gelandet sind, sondern von der AMPA Investments gezeichnet worden sind. Der Hauptversammlung wurde dies vorgestellt, der Ausgabepreis lag bei 3,4 Mio EURO entsprechend nicht wesentlich unter dem Börsenpreis.<MBX

Keinen Abschluss gibt es bis heute über das skandinavische Großprojekt. Im Sommer räumte Metabox-Vorstand Ebeling ein, sein Unternehmen sei mit mindestens zehn Prozent am Kapital des vorgeblichen Käufers Inter-Nordic beteiligt. Es gebe einen Anteil in dieser Höhe nur an einer Meta TV Nordic, heißt es heute.

MBX> Wo hat Geerd-Ulrich Ebeling gesagt, Met@box sei an Inter-Nordic beteiligt? <MBX

Auch das Geschäft mit den Franzosen ist nicht perfekt. "Es gibt keinen Vertrag, keine Unterschrift", sagt eine Sprecherin von Worldsat, es gebe noch Gespräche.

MBX> Wenn die Französisch-Kenntnisse des Autors so mangelhaft sind wie seine betriebswirtschaftlichen, lässt sich diese Falschmeldung sicher erklären. <MBX

Nun will die Justiz wissen, ob Metabox mit falschen oder ungenauen Angaben den Kurs gepusht hat - und wer mit einem Aktienverkauf womöglich abgesahnt hat. Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel hat in monatelangen Untersuchungen Indizien für auffällige Käufe und Verkäufe gefunden. Metabox dementiert. Weder er noch seine Vorstandskollegen hätten Aktien veräußert, erklärt Domeyer, es sei nichts Unrechtes passiert.

MBX> Und dies entspricht auch der Wahrheit, die Behauptung des SPIEGEL ist eine Verleumdung. Außerdem möge man benennen, wer beim BaWH welche Indizien gefunden haben soll. <MBX

Die Wunder-Box Phoenix war bei aller Euphorie weit weg von der Marktreife. Erst im Dezember 2000 wurde eine Testversion vorgestellt, derzeit werden angeblich "Kleinstmengen" gefertigt, die Serienproduktion laufe im zweiten Quartal an. Das Geld allerdings wird knapp. Im Jahr 2000 setzte Metabox statt erhofften 200 Millionen Mark nur 50 Millionen um, bei 19 Millionen Verlust.
Alles kein Problem, beruhigte Domeyer immer wieder. "Einige große, bereits heute engagierte Investoren" hätten einen Finanzrahmen von 40 Millionen Mark zugesagt. Doch welche Investoren?

Der Metabox-Chef wartet jetzt mit einer überraschenden Story auf. Er habe im Herbst mit einer US-Investorengruppe verhandelt, sagt er dem SPIEGEL. Metabox habe kurzfristig frisches Kapital aufnehmen wollen, die Amerikaner hätten im Gegenzug sofort handelbare Aktien gefordert. Deshalb hätten einige Altaktionäre "auf eigenes Risiko" Wertpapiere aus ihren Beständen als Darlehen an die Metabox AG abgegeben, die sie zu "marktnahen Preisen" an die US-Firma weiterverkauft habe. Die geliehenen Aktien seien den Verleihern später wieder per Kapitalerhöhung zugeflossen. Vom Erlös aus dem Aktiendeal habe nur Metabox profitiert, sagt Domeyer. Den amerikanischen Freund will er nicht nennen.

MBX> Niemals hat das Unternehmen von einem „amerikanischen Freund“ gesprochen. Diese Formulierung soll lediglich wieder einmal jeden diskreditieren, der in Geschäftsbeziehungen zur Met@box AG steht. Investoren sind keine „Freunde“, sondern Kapitalanleger. Und ohne solche funktioniert nun mal kein Unternehmen.<MBX

Die selbstlosen Altaktionäre - Manager, Aufsichtsräte, Freunde - wurden nach dieser Version bei neuen Kapitalerhöhungen wieder befriedigt. Von den über 25 000 neuen Aktien, die am 27. November gezeichnet wurden, fiel fast die Hälfte an die Manager Simais und Sinner sowie die Pressesprecherin Aenne Schaper.
Anfang Dezember kamen beim "Wiederholungstäter Metabox" ("Capital") auch dubiose Firmen ins Spiel. So erhielt eine Bond Limited aus Zürich am 5. Dezember mehr als 130 000 Aktien zum Preis von je 4,61 Euro. Dahinter soll nach Aussage eines Ex-Metabox-Manns eine Briefkastenfirma auf den British Virgin Islands stecken, laut Domeyer sei es eine "Schweizer Anlagefirma". In Zürich finden sich jedenfalls weder im Handelsregister noch im Telefonbuch Spuren der Bond Limited.

MBX> Die Met@box AG hat durch die Investition der Bond Ltd. 600.000 EURO zusätzliches Eigenkapital erhalten. Die Ausgabe erfolgte nicht wesentlich unter dem Börsenpreis. Dies mag de Autor vielleicht persönlich nicht gefallen, aber wer versteht schon, dass sein Blatt von einer GmbH & Co. KG verkauft wird? <MBX

Am gleichen Tag übernahm die ITG Treuhand GmbH aus Alfeld knapp 390 000 Aktien zum Stückpreis von einem Euro, weit unter Marktwert. Die Firma gehört unter anderem dem Metabox-Aufsichtsrat Siegfried Fleischer. Drei Tage später nahm auch die 100-prozentige ITG-Tochtergesellschaft IBEC AG ein Metabox-Paket ab - 40 000 Stück zu je 4,60 Euro. Bei der IBEC agiert Manfred Drung als Vorstandschef, der Aufsichtsratsvorsitzende von Metabox.
Der Mann wurde - laut Domeyer - für sein Aktiendarlehen am 29. Januar 2001 entschädigt. "Ich, Manfred Drung, zeichne hiermit 400 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien ... zum Ausgabepreis von je Euro 1." Das steht auf dem Zeichnungsschein. Der Vorstand hatte erst am selben Tag die Ausgabe der Aktien beschlossen, "mit Zustimmung des Aufsichtsrats".
Dies sind die bereits hinlänglich beschriebenen Kapitalanmeldungen zur Rücklieferung von Aktien aus dem Wertpapierleihe-Vertrag.
Mit dem Dumpingpreis von einem Euro bewegt sich Metabox rechtlich auf dünnem Eis. Bei einer Kapitalerhöhung wie bei Metabox dürfe der Preis der Neuaktien laut Gesetz "nicht mehr als fünf Prozent vom aktuellen Kurs abweichen", erklärt Wirtschaftsprüfer Klaus Schneider von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre.

MBX> Es muss bezweifelt werden, dass Herr Schneider als Wirtschaftsprüfer solches erzählt haben soll. Sein vorgebliches Zitat findet sich in keinem deutschen Gesetz. Vielmehr gibt es zahlreiche Kommentare zu der Problematik, welcher Preis „nicht wesentlich unter dem Börsenpreis“ liegt. In den guten alten Zeiten von Vulkan und Mannesmann galt hier eine, wenn auch vage, Regel von 5% unterhalb des Börsenkurses. Da in den letzten Jahren die Volatilität (für den Autor: die kurzfristige Schwankungsbreite von Aktienkursen) besonders auch am Neuen Markt wesentlich höher liegt, ist die von der Met@box AG angesetzte Marke von 10% als angemessen zu betrachten. Diesem hat im übrigen auch die letzte Hauptversammlung ihre Zustimmung gegeben.<MBX

Das Tohuwabohu ist kaum mehr einzugrenzen. Besorgt um Imageprobleme, hat sich bereits im Sommer 2000 die Nord/LB, die Metabox an die Börse gebracht hatte, als "Designated Sponsor" verabschiedet.

MBX> Sie hat sich nicht „verabschiedet“. Vielmehr war die Met@box AG äußerst unzufrieden mit den Dienstleistungen der Nord/LB. Nach der fragwürdigen Greenshoe- Leistung hat die Nord/LB als Zentralinstitut der norddeutschen Sparkassen eine mangelhafte Marktpflege betrieben (wie auch bei Salzgitter AG oder MB Software AG zu beobachten war). Offenbar war die Nord/LB mit dem durch den Börsengang verdienten Geld zufrieden und hat sich auf weitere IPOs konzentriert. Der Wechsel zu der Londoner Investmentbank hat gezeigt, wie gut diese Aufgabe erledigt werden kann. Die Trennung erfolgte im "gegenseitigen Einvernehmen". <MBX

Im Aufsichtsrat nahm der frühere N-tv-Chef Karl-Ulrich Kuhlo im November 2000 nach vier Monaten Reißaus: "Ich fühlte mich schlecht informiert." Auch Wirtschaftsjournalist Manfred Schumacher, früher bei "Focus", legte vor zwei Wochen den Sitz im Kontrollgremium nieder.

MBX> Herr Schumacher hat bereits vor einem Jahr seine Position im Burda-Verlag verloren, weil eine Aufsichtsratsfunktion angeblich im Interessenkonflikt zu den Aufgaben eines Redakteurs gehöre. Da Herr Schumacher nunmehr wieder eine Position als Journalist anstrebt, sah er sich gezwungen, diesem eventuellen Konflikt auszuweichen durch seinen Rücktritt. Dieser Rücktritt ist im übrigen noch nicht wirksam.<MBX

Vorstandschef Stefan Domeyer ist Realist, die miese Stimmung ist ihm geläufig. Neukunden von Metabox wollten "wegen des schlechten Rufs des Unternehmens nicht genannt werden", sagt er - erst vergangenen Freitag platzte wieder ein Geschäft.

MBX> Dies ist in der Tat so, und der hier vorliegende Schmähartikel des SPIEGEL verbessert die Situation nicht. Der Kunde FORSA, eines der führenden Meinungsforschungsinstitute Deutschlands, hat tatsächlich am Freitag unter Bezugnahme auf die Presse die Geschäftsbeziehung beendet, nachdem die Met@box AG bereits für Feldtests umfangreiche Vorleistungen erbracht hatte. Es ging um einige tausend Spezialausführungen der MB 500 mit BOT. <MBX
BEAT BALZLI, HANS-JÜRGEN JAKOBS

Herr Jakobs weilt übrigens leider, laut Auskunft seiner Haushälterin, im Wochenendurlaub. Wer das nicht glauben will:Jakobs Hans-Jürgen Dipl.-Volksw. (040) 2 51 87 82
Hagenau 25, 22089 Hamburg
@ ALUFOLIENGRILLER

Ich habe ein paar Fragen:

Alufoliengriller,

ist Dein letztes Posting 17.43 Uhr tatsächlich von MBX (siehe <MBX> ) kommentiert worden?

Wenn ja, woher stammt es?

Hat Mbx darin allen Ernstes die Adresse und Tel Nr. des Spiegel Redakteurs angegeben?

Danke
Hallo Alu,

hoffe es ist dir Recht, wenn ich ergänzend den Beitrag aus dem anderen Thread hier in Reg-Board einfüge:
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DER SPIEGEL diffamiert die Metabox AG als „Selbstbedienungsladen für Eingeweihte“, die sich zu „Vorzugspreisen mit neuen Aktien eingedeckt“ haben. Die dafür aufgeführten „Anhaltspunkte“ sind aber schon prima vista, nicht nur als falsch sondern als schlicht DÄMLICH zu entlarven !

Immer wieder taucht quasi als Hauptbeweis der „Vorzugspreis“ 0,2 Euro / Aktie auf ( = 1 Euro vor Split 1 / 5 ). Die Autoren belegen damit lediglich, dass sie keine Ahnung von KEs oder Aktienrecht haben.

1 Euro stellt den im Handelsregister einzutragenden erforderlichen Mindestwert von Aktien, nicht aber den Veräußerungserlös dar. Bei einer KE fließt dieser "eine EURO" direkt ins haftende Grundkapital der AG. Der Rest des Ausgabeerlöses ( = marktnaher ( Durchschnitts ) Kurs abzüglich Paket oder Mitarbeiterrabatt. Laut HV 10 % ) fließt als sog. Ausgleichszahlung direkt in die AG Liquidität.

Mithin sagt die Entragung im Handelregister von 1 Euro ( 0,2 EUR nach Split ) nichts über die tatsächlichen Mittelzuflüsse aus. Indem DER SPIEGEL ständig vom "Vorzugspreis 0,2 Eur" spricht, suggeriert er eine Vorteilsnahme, die schon auf den ersten Blick offenbar nie stattgefunden hat. Im Einzelnen:
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Ergo 5 KEs:

1. 4. – 7 April - > 500.000 Stück ( tatsächlich nicht eine sondern mehrere s.u. )
2. 31. Mai -> 500.000 Stück
3. 27. November -> 25.690 Stück
4. 5. - 8. Dezember - > 557.288 Stück ( tatsächlich nicht eine sondern mehrere s.u. )
5. 29. Januar - > 400.000 Stück

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Kurz die Fakten:

1. KE 500.000 St. 4. – 7 April

a. Übernahmen der Secom AG und der Amstrad AG. Akquisition wird größtenteils mit Metabox AG Aktien ( Gottseidank ;) ) bestritten. Mitwechselnde Exeigner-, Exmanager Kochan, Sinner und Simais erhalten zusammen 400.000 Aktien. Auf der HV besprochen. Amstrad ist i. Ü. Hauptumsatzbringer der MBX AG.

b. Laut ad hoc von ( bereits dem ! ) 08.03.2000 übernahm der „strategische Investor“ AMPA Investments Limited, Tel Aviv 100.000 Aktien ( Erlös 7 MIO DM )
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2. KE 500.000 St. 31. Mai

Dies ist der sog. „Greenshoe“ noch vom IPO ( 100.000 vor Split ) den die Nord LB nicht ausübte. Nach einer Roadshow im Mai 2000 durch die Londoner Investmentbank Williams de Broe wurden diese 100.000 Aktien bei „namhaften Fondsgesellschaften in London und Paris“ zu marktnahen Preisen platziert.
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3.KE 25.690 St. - 27. November

Diese auf der HV genehmigte Mitarbeiteraktien gingen u.a. an die lt. Angestellten „Simais und Sinner sowie die Pressesprecherin Aenne Schaper.“

Na und ? Laut HV ( Friends & Family ) und Firmenangaben erfolgte dies stets zu marktnahen Preisen. D.h. zu wesentlich mehr als den aktuellen 2 Euro. Die Mitarbeiter GLAUBEN also an den Erfolg ihrer Firma ;).

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4. 557.288 St. - 5. - 8. Dezember

- Bond Limited aus Zürich über 130 000 Aktien zum Preis von je 4,61 Euro.
- die ITG Treuhand GmbH aus Alfeld knapp 387 000
- IBEC AG 40 000 Stück zu je 4,60 Euro.
- Belegschaft mit ca. 30.000 Aktien

= > Auch diese Positionen sind ungeachtet des 10 % Rabatts aktuell deutlich im Minus
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5. 400.000 St. - 29. Januar

Die Rücklieferung von Aktien aus dem Wertpapierleihe-Vertrag. AR Drung gewährte der klammen MBX AG 400.000 MBX Aktien aus seinem Privatvermögen als „Darlehen“. Diese wurden vom US-Investor im Herbst zum „marktnahe“ Preis übernommen. Der Erlös floss komplett der Gesellschaft zu. Die AG gab im Januar dem AR die 400.000 Aktien zurück. Ergo kam der AG und nicht dem AR die Kursdifferenz zugute.
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Die Marktnähe des Ausgabeerlöses lässt sich m.E. ohne weiteres im folgenden Chart ablesen.



Gruß pd

PS Natürlich bleiben Fragen offen, aber schon die SPIEGEL - Grundthese war evident falsch. Im Übrigen völlig unverantwortlich, da der rufmordartige Imageschaden kaum wieder gutzumachen ist.
@highlaender1
der MBX-Text stammt aus dem MBX-Forum und wurde unter einer speziell markierten ID "MBX" gepostet. Er ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit authentisch.

Das mit der Telefonnummer war sicher nicht so gewollt. Man muss bedenken, dass wohl kaum ein registrierter MBX-Forum-User angerufen hätte.

ciao ZO


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