DAX-0,68 % EUR/USD-0,06 % Gold-0,08 % Öl (Brent)+2,85 %

■■■ TRADING-CAFÉ ● März 2005 ● Kalenderwoche 11 ■■■ - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Hallo zusammen:)

Diese Woche machen wir im Forum "Neuer Markt (hist.)" halt.
Ich wünsche euch eine erfolgreiche Handelswoche.




Marktüberblick:







Euro/USD, Bund-Future, VDAX




L-DAX







US-Futures (SPX & NDX):




Saisonalität DAX:






Rohstoffe & Währungen:





Servus adam :)




Ich wünsche allen Beteiligten/Lesern viel Spass in diesem Thread, einen interessanten und erfolgreichen Trading- und Börsenmonat!

Alle Entscheidungen sollten eigenverantwortlich unter Einhaltung von Money-Risk-Management Gesichtspunkten getroffen werden.
Amerikanisches Handelsbilanzdefizit schwächt den Dollar

Hatten die „Dollarbullen” auf eine Entspannung im amerikanischen Außenhandel gehofft, so dürften sie am Freitag wieder einmal enttäuscht worden sein. Denn die Vereinigten Staaten verbuchten im Januar ein Handelsbilanzdefizit von 58,3 Milliarden Dollar. Das lag nicht nur deutlich über den erwarteten 56,8 Milliarden Dollar, sondern gleichzeitig nur knapp zwei Prozent unter dem Rekorddefizit vom vergangenen November.

Der Dollar reagierte mit zum Teil deutlichen Kursverlusten auf diese Entwicklung. Waren unmittelbar vor der Veröffentlichung der Zahl 1,3420 Dollar nötig, um einen Euro erwerben zu können, so stieg der unmittelbar danach auf bis zu 1,3481 Dollar an. Am späten europäischen Nachmittag liegt der Euro bei 1,3466 Dollar.



„Enttäuschende Handelsbilanzzahlen” ...

Der Dollar dürfte weiterhin unter Druck bleiben, da die amerikanischen Handelsbilanzdaten „sehr enttäuschend” ausgefallen seien, sagte der bekennende „Dollarbär” Folker Hellmeyer als Chefanalyst bei der Bremer Landesbank der Nachrichtenagentur dpa. „Das Handelsbilanzdefizit kann im Februar sogar bis auf 60 Milliarden Dollar steigen”, sagte er weiter. Der jüngste Rohstoffpreisanstieg sei erst im Februar richtig durchgeschlagen. Zudem laste das zuletzt erneut gestiegene Haushaltsdefizit in Amerika auf dem Dollar. Die Defizite in der Handelsbilanz und im Staatshaushalt blieben so die wichtigsten Katalysatoren für die Dollarschwäche.

Zudem sei eine Diversifikation der Devisenreserven zu Gunsten des Euro und anderen Währung ein Thema bei allen Zentralbanken, vor allem in Asien. In den vergangenen Tagen hatten sowohl koreanische, japanische als auch chinesische Stimmen für Nervosität am Devisenmarkt gesorgt. Denn sie deuteten alle ein zunehmendes Mißtrauen mit Blick auf den Wert der amerikanischen Währung an. Damit verbunden waren Andeutungen, die Währungsreserven nicht mehr so stark im Dollar zu konzentrieren wie in den vergangenen Jahren.

... nervöse Dollargläubiger

Die asiatischen Staaten treiben stark zunehmenden Handel mit Europa und Amerika und erzielen dabei zum Teil massive Überschüsse. Diese Entwicklung müßte bei normalen Märkten zu einer Aufwertung vieler asiatischer Währungen führen und auf diese Weise die Exportprodukte teuerer machen. Denn der Nettoverkauf von Waren und Dienstleistungen spiegelt sich auf der Währungsseite wider. Da China und einige andere Staaten ihre Währungen fest an den Dollar gekoppelt haben und da sich Japan mit zum Teil massiven Interventionen gegen die Aufwertung gewehrt hat, kann dieser Anpassungsmechanismus nicht nur nicht spielen, sondern die Staaten häufen immer größere Devisenreserven an.

Lange Zeit tendierten sie dazu, die Reserven an den amerikanischen Wertpapiermärkten anzulegen und auf diese Weise die amerikanischen Defizite zu finanzieren. Nun scheinen sie allerdings langsam nervös zu werden. Denn es gibt bisher keinerlei Anzeichen dafür, daß sich die bedenklichen Trends im amerikanischen Außenhandel stabilisieren oder gar korrigieren. Der in den vergangenen zwei Jahren zumindest gegen den Euro und die „Commodity-Währungen” gefallene Dollar scheint nicht viel zu bewirken. Denn die Importe haben im Januar trotzdem weiter zugelegt.

Das heißt aber, der Druck auf den Dollar dürfte anhalten und auf diese Weise die Anleger und auch die asiatischen Zentralbanken immer nervöser machen. Immerhin verlieren sie Geld, wenn sie in Dollarwerte investieren und die Währung wird immer weniger wert. Sollten sie ihre Dollarkäufe deutlich reduzieren, dürfte sich eine Dollarkrise nicht ausschließen lassen.

Immerhin hat Japan bereits Währungsreserven von über 800 Mrd. Dollar angehäuft, ganz überwiegend in US-Währung. Chinas Reserven belaufen sich auf gut 600 Mrd. Dollar, unter Einschluss Hongkongs sogar über 700 Mrd. Dollar. Taiwan und Südkorea sitzen auf Dollar-Horten von jeweils über 200 Mrd. Dollar. Sollte der Dollar um weitere zehn Prozent abwerten, was viele Analysten erwarten, drohte allein Japan ein Bewertungsverlust von 80 Mrd. Dollar.

Deshalb ist fraglich, wie lange die asiatischen Notenbanken mit Dollar-Käufen eine Aufwertung ihrer Währungen verhindern und dabei den Löwenanteil zur Finanzierung des US-Defizits im Außenhandel beisteuern werden. Schon wenn sie ihre Dollar-Bestände nicht weiter ausdehnten, könnte dies zum Dollar-Crash führen.

Die Befürchtung ist jedoch überzogen, nicht nur, weil Korea die Ankündigung stark relativierte und Japan kategorisch Dollar-Verkäufe ausschloss. Auch China hat immer wieder dementiert, Umschichtungen weg vom Dollar vorzunehmen oder zu planen. Die Dementis sind glaubwürdig, weil konjunktur-, handels- und entwicklungspolitische Ziele für diese Länder schwerer wiegen als Renditeaspekte.

Die Reserven werden in aller Regel sehr langfristig gehalten. Und auf sehr lange Sicht muss man nicht davon ausgehen, dass der Dollar stark unterbewertet bleibt. China und Co. können die gegenwärtige Währungspolitik also trotz schlechter Renditen noch so lange fortsetzen, wie sie dies zum Schutze der eigenen Wirtschaftsentwicklung für nötig halten. Ein Verkauf von Dollar würde diese Ziele konterkarieren und scheidet daher bis auf weiteres aus.

Auf Sicht von einem Jahrzehnt oder mehr droht dem Dollar dennoch Ungemach, weil sich die währungspolitischen Ziele der Schwellenländer mit zunehmender Entwicklung ändern. Korea steht nicht allein mit seinem Wunsch, langfristig höhere Renditen auf seine Devisenreserven zu erzielen. Eine Umfrage unter Notenbanken hat ergeben, dass dieses Ziel fast überall mehr Gewicht erhält. Die Welt überträgt nur noch widerwillig ihre Ersparnisse zu Niedrigstzinsen in die USA. Wenn zum Beispiel China sein Finanzsystem in Ordnung gebracht und die Unterbeschäftigung weiter Bevölkerungsteile abgebaut hat, wird es dazu nicht mehr bereit sein. Hinzu kommt: Erstmals sehen viele Notenbanken der Zentralbank-Umfrage zufolge eine attraktive Alternative zum Dollar – den Euro. Er hat sich etabliert, die anfangs international verbreiteten Zweifel an seiner Dauerhaftigkeit sind verschwunden. Wenn der Euro höhere Zinsen und mehr Stabilität bietet als der Dollar, werden die Zentralbanken verstärkt Euro in die Reserven nehmen. Die USA müssen dann ihre Vorteile aus dem Status des Leitwährungslandes teilweise an Europa abgeben. Dann wird sich auch zeigen, ob die amerikanische Wirtschaft tatsächlich strukturell so viel dynamischer ist als die europäische.


Hinter den Kulissen von Ebay

Ebay hat die wohl komplizierteste IT-Infrastruktur des Internets. Ein Blick auf das System zeigt: „Identitätsdiebstahl” ist immer noch möglich...


http://www.faz.net/s/Rub3E022E9C248F4E4A826CFF71F3383A63/Doc…
Aktien im Nasdaq 100 sind fast alle überbewertet

[URLGrafik 1]http://www.faz.net/imagecache/%7B12D974D3-EDFC-49C3-8F8F-55BF25857465%7Dpicture.gif[URLGrafik 2]http://www.faz.net/imagecache/%7B19B4C0E9-F67F-48DE-89D6-1EA9517EDD0E%7Dpicture.gif
[URLGrafik 3]http://www.faz.net/imagecache/%7B11A8ECBD-C94C-4A04-B078-F2B8CF434866%7Dpicture.gif[URLGrafik 4]http://www.faz.net/imagecache/%7BA59F2FD7-425F-4EFB-A89D-9693ECE6EABC%7Dpicture.gif
[/URL][/URL][/URL][/URL]


11. März 2005 Technologie- und Wachstumswerte hatten es in den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts den Anlegern angetan. Denn scheinbar unbegrenzte Wachstumsmöglichkeiten schienen ebenso unglaubliche Aktienbewertungen zu rechtfertigen. Leider beruhten viele dieser Hoffnungen auf purer Phantasie.

Die Rechnung ließ denn nicht allzu lange auf sich warten. Die Baisse der Jahre 2000 bis 2003 vernichtete viele dieser „Werte” und führte bei den Anlegern zu einer entsprechenden Ernüchterung. Die Aktien des Nasdaq 100 Index verloren auf Sicht von fünf Jahren durchschnittlich 64 Prozent ihres damaligen Wertes und der S&P 500 Index verbuchte im selben Zeitraum ein Minus von 4,83 Prozent.

Dow-Werte haben Kursverluste der Baisse weitgehend aufgeholt

Die 30 Werte des Dow Jones Industrials haben ihre zwischenzeitlichen Verluste von bis zu 20 Prozent mittlerweile nicht nur aufgeholt, sondern können inklusive Dividenden eine Performance von 17,44 Prozent vorweisen. In Dollar gerechnet, wohlgemerkt.

Die Standardwerte des Dow und des S&P 500 haben während der Baisse weniger verloren und in der Erholung der vergangenen zwei Jahre deutlicher zugelegt als die Internet- und Technologiewerte des Nasdaq 100. Legten sie in den vergangenen zwei Jahren gerade einmal 6,3 Prozent zu, so kommt der Dow Jones auf ein Plus von knapp 15 Prozent und der S&P 500 auf eine Performance von knapp 19 Prozent.

Auf diese Weise scheint nicht nur eine gewisse Solidität der Standardwerte erkennbar zu werden, sondern auch eine unverkennbare Reserviertheit der Anleger gegenüber den Tech-Werten. Das kann angesichts des weltwirtschaftlichen Wachstums und des vorherrschenden Optimismus etwas verwundern. Ein näherer Blick auf die Werte des Nasdaq 100 dürfte jedoch helfen, ein Licht auf die möglichen Hintergründe für diese Entwicklung zu werfen.

Aktien im Nasdaq 100 Index sind mehr oder weniger deutlich überbewertet

Betrachtet man nämlich die aktuellen Kurse der im Index enthaltenen Unternehmen und setzt sie ins Verhältnis zu den für das laufende und das kommende Jahr erwarteten Gewinne, dann ist die Mehrheit der Werte mit negativen oder Kurs-Gewinnverhältnissen von mehr als 20 bis 112 deutlich bis massiv überbewertet. Aus diesem Grund dürfte es kaum verwundern, wenn ihnen die Anleger zumindest im Durchschnitt nach wie vor reserviert begegnen.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Zum Beispiel bei Apple. Die Aktie des Unternehmens dürfte unter anderem deswegen so hoch bewertet sein, weil sie in den vergangenen Monaten deutlich an Wert zulegen konnte. Die Bewertung ließe sich dann relativieren, wenn es auch künftig gelingen sollte, ähnliche Gimmicks wie den iPod erfolgreich auf den Markt zu bringen und dort zu plazieren. Allerdings stellt sich die Frage, wie lange das Unternehmen auf der aktuellen „Modewelle” reiten kann. Denn der Erfolg zieht relativ rasch Wettbewerber an und bedroht mittelfristig die Ertragsmargen.

Das heißt, ist es schon bei „normalen” Aktien ratsam, vor einem Kauf der Papiere genauer hinzuschauen und das Unternehmen auf Wachstumschancen, Risiken und die Aktie auf die Bewertung und den Trend hin zu analysieren, so gilt das für die Internet- und Technologiewerte erst recht.
Schönes Wochenende EUch allen:cool:

DGAP-News: AWD Holding AG <AWDG.DE> deutsch
vom 12. März 2005 15:45
DGAP-News: AWD Holding AG <AWDG.DE> deutsch

AWD Holding AG: AWD stärkt Unabhängigkeit durch verbreiterten Aktionärskreis

Corporate-News übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
------------------------------------------------------------------------------

AWD Holding AG: AWD stärkt Unabhängigkeit durch verbreiterten Aktionärskreis


AWD gewinnt neue institutionelle Investoren im In- und Ausland
Free Float steigt um 20%-Punkte auf 69%
AWD vergrößert Gewicht im MDAX deutlich

Hannover, 12. März 2005 (AWD Holding AG) Die AWD Holding AG, führender
unabhängiger Finanzdienstleister in Europa, hat neue internationale
Investorenkreise gewinnen können. Durch eine Ausdehnung des Free Floats von
49% auf ab sofort 69% wird das Unternehmen für institutionelle Investoren noch
attraktiver, da nun die notwendige Liquidität auch für große Investoren zur
Verfügung steht. Damit kann die AWD Aktie nun auch in größeren Mengen gekauft
und permanent gehandelt werden.

Die Gewinnung wurde ermöglicht, indem die Familie des Hauptaktionärs dem
vielfachen Wunsch breiter Investorenkreise im Anschluss an die letzten
Roadshows nach einer erstmaligen bzw. höheren Beteiligung entsprochen hat.
Durch die Ausübung von Aktienoptionen der Mitarbeiter wird der Anteil der
Gründerfamilie in diesen Tagen ohnehin auf unter 50% verwässert.

Der Vorstandsvorsitzende der AWD Holding AG, Carsten Maschmeyer (45), sagte:
"Die AWD Gruppe ist mittlerweile ein führender internationaler Spieler
geworden. Wir sehen eine hohe Nachfrage nach der AWD Aktie. Der nächste
logische Entwicklungsschritt war für mich daher die weitere
Internationalisierung der Aktionärsbasis. Natürlich werde ich die AWD Gruppe
auch in den nächsten Jahren als Vorstandsvorsitzender weiterhin mit höchstem
Einsatz führen und Hauptaktionär von AWD bleiben."

Damit vollzieht die AWD Holding AG den konsequenten Wandel vom
Familienunternehmen zum Kapitalmarktunternehmen. Dieser Wandel wurde mit dem
Börsengang im Oktober 2000 eingeleitet. "Wir haben ganz bewusst auf den
üblichen Preisaufschlag verzichtet, der bei einem Blockverkauf an einen
strategischen Investor gezahlt werden würde. Durch die Platzierung an eine
Vielzahl von Investoren wird die Unabhängigkeit des Unternehmens weiter
gestärkt", so Carsten Maschmeyer weiter.

Die AWD Gruppe ist mittlerweile in 11 europäischen Märkten erfolgreich tätig.
Außerhalb Deutschlands werden bereits ca. 40% des Umsatzes erwirtschaftet. Die
Aktionärsbasis ist ebenfalls international breit gestreut. Ca. 60% des Free
Floats werden von Investoren außerhalb Deutschlands gehalten.


Investor Relations
AWD Holding AG
AWD Platz 1
D-30659 Hannover
ISIN DE0005085906

Telefon: +49 (0) 511/ 90 20 5120
Fax: +49 (0) 511/ 90 20 5121
e-mail: Investor.Relations@awd.de
Internet:www.awd-gruppe.de/ir



Ende der Mitteilung, (c)DGAP 12.03.2005
------------------------------------------------------------------------------
WKN: 508590; ISIN: DE0005085906; Index: MDAX
Notiert: Amtlicher Markt in Frankfurt (Prime Standard) und Hannover;
Freiverkehr in Berlin-Bremen, Düsseldorf, Hamburg, München und Stuttgart
.






CONCORD Effekten (WKN 541020) aussichtsreich:



Der jüngste erfolgreiche Börsengang der InTiCom Systems AG hat sich in der Börsenszene herumgesprochen und ist ein dickes Plus für Concord Effekten, die so gute Chancen haben weiterhin von der Wiederbelebung des deutschen IPO-Marktes zu profitieren. Zusätzliche Gewinne verspricht das neue 2.Standbein –der Handel mit gebraucheten Lebensversicherungen –siehe www.cfi-fairpay.de .









.
Börsenausblick: Hoher Ölpreis bereitet Investoren Kopfzerbrechen

Die Entwicklung des Ölpreises und die Rede von Notenbank-Chef Alan Greenspan vor dem US-Kongress dürften in dieser Woche das Geschehen an den internationalen Finanzmärkten prägen. Hinzu kommen einige Konjunkturindikatoren.

Es handelt sich unter anderem um die US-Frühindikatoren und die ZEW-Konjunkturerwartung für Deutschland. Am deutschen Aktienmarkt richten sich die Blicke auf die für Donnerstag oder Freitag erwartete Neuemission des Solarunternehmens Conergy.

Schon am Mittwoch treffen sich die OPEC-Mitgliedsstaaten in der iranischen Stadt Isfahan, um über die künftigen Fördermengen zu entscheiden. Von dieser Sitzung werden nachhaltige Impulse für den weiteren Verlauf des zuletzt stark gestiegenen Rohölpreises erwartet. Dieser war in der vergangenen Woche zeitweise auf über 55 $ pro Barrel (159 Liter) der Sorte WTI gestiegen und hatte die Märkte belastet.

Ölpreis bedroht Wachstum

US-Volkswirte halten die neue Hausse bei den Ölnotierungen für eine größere Bedrohung des amerikanischen Wirtschaftswachstums als die Höchststände des vergangenen Herbsts. Denn jetzt fällt das Hoch in eine Phase steigender Zinsen. So ist die Rendite der 10jährigen amerikanischen Staatsanleihen im Februar um 12 Prozent gestiegen, während der Preis für Rohöl zeitgleich um 21 Prozent zugelegt hat. "Ich glaube zwar nicht, dass die Kombination aus Zinsen und Ölpreisen unsere Konjunktur nachhaltig schädigt", sagte Rich Yamarone von Argus Research: "Aber sie wird auf jeden Fall Spuren im Wirtschaftswachstum 2005 hinterlassen."

In der vergangenen Woche hatten die großen Kursbarometer an der Wall Street nachgegeben, nachdem sie gerade noch auf dem Weg zu neuen Mehrjahres-Hochs waren. Neben den Rekord-Ölpreisen und steigenden Anleihe-Renditen drückte der fallende US-Dollar auf das Gemüt der Anleger.

Es kommt zur Konsolidierung

In Anbetracht der Kursgewinne der vergangenen Wochen komme eine Atempause nicht überraschend, sagte Barry Hyman vom New Yorker Investmenthaus Ehrenkrantz King Nussbaum: "Nach sechs starken Wochen und den soliden Arbeitsmarktdaten kommt es zur Konsolidierung. Gleichzeitig sehen wir Kapital in Bereiche gehen, die zuletzt weniger stark waren, wie etwa Technologie."

Die europäischen Börsen konnten sich dem Abwärtssog der US-Märkte nicht entziehen. "Wir sind wie so oft sklavisch den Amerikanern gefolgt", sagte Frank Albrecht von der M.M. Warburg. Der Dax verlor bis zum Wochenende 1,4 Prozent und schloss bei 4360,49 Punkten. Der Stoxx 50 gab zwei Prozent, der britische FTSE 100 1,1 Prozent nach. Der französische CAC 40 kam mit einem Minus von einem Prozent noch am besten davon.

"Viel ungenutztes Potential"

Für diese Woche rechnet die Mehrheit der Analysten mit einer Seitwärts- oder leichten Abwärtsbewegung der deutschen Indizes. Die erwarteten Belastungsfaktoren ähneln denen in den USA: Schwacher Dollar, hoher Ölpreis. Allerdings halten sowohl die DZ Bank wie auch die Landesbank Rheinland-Pfalz an ihrem Jahres-Kursziel von 4700 Zählern fest: "Im Moment sind weder der Renten- noch der Geldmarkt attraktiv. Es mangelt an Anlagealternativen, davon wird der Aktienmarkt profitieren", sagte Stefan Schiesser, Aktienstratege der DZ Bank. Es gebe noch "viel ungenutztes Potential".

Eine Studie der Investmentbank JP Morgan zeigt, dass in vielen europäischen Ländern die Stimmung unter institutionellen Anlegern so gut wie seit 2000 nicht mehr ist. In Deutschland hingegen betrachteten die Investoren den heimischen Markt noch immer pessimistisch, hieß es.

In dieser Woche blicken Anleger insbesondere auf die Münchener Rück und Bayer, die am Mittwoch Geschäftsergebnisse vorlegen. Am Donnerstag folgen der Pharma- und Spezialkonzern Altana sowie die Allianz mit ihren Zahlen. Analysten von JP Morgan rechnen vor allem bei der Allianz mit positiven Entwicklungen.

Euro vor Rekord-Hoch

Am Devisenmarkt wird eine Fortsetzung der Dollar-Schwäche erwartet. Der Euro, der in der vergangenen Woche um mehr als zwei US-Cent zulegte und bei 1,3471 $ schloss, könnte nach Meinung einiger Händler sogar sein Rekord-Hoch von 1,3666 $ knacken. "Die Gerüchte über eine mögliche Umschichtung der japanischen Devisenreserven in andere Währungen werden den Dollar weiter unter Druck halten", sagte Michael Klawitter, Devisenstratege der WestLB. Seit Monaten kaufen asiatische Notenbanken Dollar auf, um eine Aufwertung ihrer eigenen Währungen zu verhindern – und finanzieren so das Leistungsbilanzdefizit der USA.

Nun richten sich die Blicke wieder mal auf Fed-Chef Alan Greenspan, der am Dienstag vor dem Senat über die Sozialversicherung spricht. "Sollten sich auch dort größere Finanzierungslücken offenbaren, dürfte das den Dollar weiter unter Druck setzen", sagte Jan Kuczmann, Währungsexperte der Helaba.

Ernüchterung an den Rentenmärkten

An den internationalen Rentenmärkten hat sich nach der Talfahrt in der vergangenen Woche Ernüchterung breit gemacht. Anzeichen für eine Umkehr des Abwärtstrends gebe es zur Zeit nicht, sagte Gianluca Salford, Bondexperte von JP Morgan. "Immer mehr Leute realisieren, dass die Kurse auch jetzt noch sehr hoch sind." Peter Müller, Rentenstratege der Commerzbank, erwartet daher weitere Einbußen beim Bund-Future, der am Freitag bei 117,23 Punkten schloss: "Zu einem Ausverkauf sollte es nicht wieder kommen, aber 40 bis 60 Stellen schwächer könnte der Markt schon tendieren."

Wenn überhaupt, so könnten in dieser Woche nur gesunkene US-Einzelhandelsumsätze, gekoppelt mit einer schwachen Industrieproduktion, das Blatt wenden, meint Müller. Diese Daten werden am Dienstag und Mittwoch bekannt gegeben. US-Volkswirte erwarten aber in beiden Fällen deutliche Zuwächse.
Opec erwägt Produktion über Förderlimits

Die Opec will zur Stabilisierung der Ölmärkte beitragen. Ihren Mitgliedsländern soll bei der anstehenden Ministerkonferenz eventuell eine Überschreitung der Förder-Obergrenzen erlaubt werden.

Das Kartell will am Mittwoch in der iranischen Stadt Isfahan über die Preis- und Mengenstrategie im zweiten Quartal beraten. "Die Opec wird auf eine Stabilisierung der Preise hinarbeiten, indem sie entweder eine Beibehaltung der geltenden Förderquoten beschließt oder eine Überschreitung dieser Obergrenzen zulässt", sagte der Präsident der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), der kuwaitische Ölminister Scheich Ahmed al-Fahad al-Sabah, am Samstag.

Am Freitag war der Barrel-Preis für leichtes US-Öl auf 54,43 $ geklettert und lag damit in greifbarer Nähe des bisherigen Allzeit-Hochs von 55,67 $ vom vergangenen Oktober. Für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent wurden 53,10 $ bezahlt, nach einem Rekordpreis von 54,30 $ am Mittwoch.

Weltweiter Ölverbrauch

Üblicherweise sinkt zum Ende des Winterhalbjahres die Nachfrage der westlichen Verbraucherländer nach Opec-Öl. Wegen des hohen Bedarfs vor allem der USA und Chinas, dürfte jedoch auch im zweiten Jahresviertel die Nachfrage hoch bleiben. Erst am Freitag hatte die Internationale Energieagentur (IEA) ihre Schätzung für den weltweiten Ölverbrauch in diesem Jahr kräftig erhöht.

Die meisten Opec-Länder dürften bereits jetzt mehr fördern, als ihre Quoten erlauben, sagte Scheich Ahmed. "Die derzeitigen Preise machen es für jedermann lukrativ, die Förderung zu erhöhen. Dafür brauchen sie keine offizielle Entscheidung", sagte er. Nach einer jüngsten Reuters-Umfrage förderten die zehn Opec-Länder ohne den Irak im Februar 600.000 Barrel täglich mehr als die offizielle Höchstmenge von 2,7 Millionen Barrel pro Tag.

Während der vergangenen Tage hatten sich bereits die Opec-Länder Iran, Katar, Venezuela und Algerien für eine Beibehaltung der geltenden Förderquoten stark gemacht, um den Preisauftrieb zu dämpfen. Dem Opec-Präsidenten zufolge verfügt das Kartell derzeit noch über freie Kapazitäten von etwa zwei Millionen Barrel täglich. Nach Schätzungen von Experten entfällt der weitaus größte Teil davon auf die Golf-Anrainer Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Die übrigen Mitglieder des Kartells nutzten ihre Kapazitäten bereits voll aus.
Iran lässt Kurswechsel im Atomstreit ins Leere laufen

Der Iran hat trotz neuer Anreize und Drohungen der USA und der Europäischen Union eine Abkehr von seinem Programm zur Herstellung atomaren Reaktorbrennstoffs abgelehnt. Im Atomstreit hatten die USA zuvor einen Strategiewechsel vollzogen.

"Stillstand in den Atomgesprächen wegen Erpressung durch Europa", lautet am Samstag die Schlagzeile der Zeitung "Dschomhuri-je Eslami". Am Vortag hatten die im Namen der Europäischen Union (EU) verhandelnden Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien erklärt, sie seien für die Einschaltung des Uno-Sicherheitsrates, falls der Iran seine Uran-Anreicherung wieder aufnehme.

Die Europäer sollten ihre unlogische Position aufgeben, sagte der iranische Unterhändler Sirus Naseri dazu im staatlichen Fernsehen. "Wir haben eindeutig gesagt, dass unsere Brennstoffproduktion fortgesetzt wird." Der Iran hatte für die Zeit der Verhandlungen mit der EU seine Uran-Anreicherung ausgesetzt. Bei dem Anreicherungsprozess kann auch Material hergestellt werden, aus dem Atombomben gemacht werden können. Der Iran erklärte jedoch, es gehe bei seinem Atomprogramm nur um die Energieerzeugung.

Gemeinsame Strategie

Die USA und die EU hatten sich zuvor im Atomstreit mit dem Iran auf eine gemeinsame Strategie geeinigt. "Ich freue mich, dass wir mit unseren europäischen Freunden mit einer Stimme sprechen", sagte US-Präsident George W. Bush am Freitag in Shreveport im US-Bundesstaat Georgia. Der iranischen Führung müsse mehr als deutlisch gemacht werden, dass die freie Welt keine Atomwaffen in deren Besitz dulden werde.

Die USA kündigten an, die Verhandlungen der Europäer mit dem Iran über dessen Atomprogramm mit wirtschaftlichen Anreizen zu unterstützen. Im Gegenzug erklärten sich Frankreich, Großbritannien und Deutschland bereit, den Konflikt bei einem Scheitern der Verhandlungen an den Uno-Sicherheitsrat zu überweisen.

Der Iran ist nach Worten des israelischen Außenministers Silvan Schalom schon sehr bald zum Bau einer Atombombe in der Lage. An Europa und die USA appellierte Schalom am Freitag, die Regierung in Teheran zur Aufgabe ihres mutmaßlichen Atomwaffenprogramms zu bewegen. Eine Zeitvorstellung dafür, wann der Iran nach Einschätzung Israels Atombomben bauen kann, nannte er nicht. Diplomatie sei der einzige Weg, auf dem das Problem mit dem Iran gelöst werden könne, fügte er hinzu.
AWD-Chef verkauft 20 Prozent seiner Anteile - Streubesitz steigt

Frankfurt, 12. Mär (Reuters) - Der Chef und Gründer des hannoverschen Finanzdienstleisters AWD <AWDG.DE> , Carsten Maschmeyer, hat einen Großteil seiner Firmenanteile an internationale Investoren verkauft. Damit fließen der Familie Maschmeyer gut 235 Millionen Euro zu. Zugleich erhöht sich der Streubesitz der AWD-Aktie.

"Die Familie Maschmeyer hat heute Morgen 20 Prozent der Firmenanteile veräußert. Damit hält die Familie nur noch 31 Prozent an AWD", sagte ein Unternehmenssprecher am Samstag. 7,6 Millionen Aktien seien für 31 Euro je Anteilsschein - also deutlich unter dem Schlusskurs von Freitag - an mehr als 50 institutionelle Investoren aus dem In- und Ausland gegangen. Die Platzierung sei dreifach überzeichnet gewesen. Keiner der neuen Eigner habe mehr als fünf Prozent erworben.

Der Streubesitz von AWD liege nun bei 69 Prozent, ergänzte der Sprecher. Das macht die im Nebenwerte-Index MDax notierte AWD-Aktie attraktiver, weil mit höherem Streubesitz das Gewicht des Unternehmens im Börsen-Index zunimmt. Außerdem wird die Aktie für große Fonds leichter handelbar.

Das einstige Familienunternehmen war im Oktober 2000 an die Börse gegangen. Bislang lag die Mehrheit aber beim Gründer. Sein Anteil wäre jedoch sowieso in diesen Tagen durch die Ausübung von Aktienoptionen der AWD-Mitarbeiter unter die wichtige Marke von 50 Prozent gerutscht.

Maschmeyer erklärte den Schritt mit dem vielfach geäußerten Wunsch der Anleger nach einem höheren Streubesitz. "Der nächste logische Entwicklungsschritt war für mich daher die weitere Internationalisierung der Aktionärsbasis. Natürlich werde ich AWD auch in den nächsten Jahren als Vorstandsvorsitzender weiterhin mit höchstem Einsatz führen und Hauptaktionär von AWD bleiben", betonte er. Die Geschäfte von AWD laufen seit Jahren gut, weil der MLP <MLPG.DE> -Konkurrent von der steigenden Nachfrage nach Produkten der privaten Altersvorsorge profitiert. AWD berät seine Kunden in der Altersvorsorge und beim Vermögensaufbau. Das Unternehmen bietet keine eigenen Produkte an, sondern erhält für vermittelte Versicherungs- und Anlageprodukte Provisionen. AWD hat seinen Aktionären langfristig zweistellige Wachstumsraten pro Jahr in Aussicht gestellt. Mittlerweile ist AWD in elf europäischen Ländern tätig. Bereits 40 Prozent des Umsatzes werden außerhalb Deutschlands erzielt.

Reisekonzern TUI beschleunigt Wachstum

Berlin, 12. Mär (Reuters) - Europas größter Touristikkonzern TUI <TUIG.DE> rechnet für das aktuelle Reisejahr 2004/2005 (zum 31. Oktober) mit einem stärkerem Wachstum als im Vorjahr.

Aktuell verzeichne der Konzern europaweit 5,3 Prozent mehr gebuchten Umsatz und 4,6 Prozent mehr Urlauber, teilte TUI-Chef Michael Frenzel am Samstagabend auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin mit. In der zu Ende gehenden Wintersaison betrage der Umsatzzuwachs vier Prozent. Für die bevorstehende Sommersaison, die zwei Drittel des Jahresumsatzes bringt, lägen die gebuchten Umsätze sogar konzernweit sieben Prozent über Vorjahr. Damit liegt TUI insgesamt über dem Wachstum des Vorjahres, das im Sommer mit 3,4 Prozent deutlich geringer war.

Auch der deutsche Markt habe sich nach einer - auf Grund der Flutkatastrophe in Asien - schwachen Entwicklung im Januar wieder erholt und verzeichne derzeit ein Umsatzwachstum von 5,4 Prozent. Allerdings entwickle sich der zweitgrößte europäische Markt Großbritannien derzeit schwach mit lediglich 1,6 Prozent mehr Umsatz und zwei Prozent weniger Gästen.

Die Tourismusbranche gehöre in fast allen europäischen Volkswirtschaften zu den wenigen Wachstumsmärkten. Es gebe keine Anzeichen, dass die europaweit gute Aufwärtsentwicklung der Touristik abbrechen könnte, sagte Frenzel. Die pessimistischen Prognosen einzelner Forschungsinstitute für die Reiseveranstalter spiegelten sich in der aktuellen Entwicklung nicht wider, sagte Frenzel.

Um das Internet-Geschäft weiter zu forcieren, will TUI künftig die bisherigen Angebote seiner verschiedenen Veranstalter unter der Internetseite tui.com als Dachmarke bündeln. 2004 sei der Internet-Umsatz konzernweit um 73 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht zehn Prozent des gesamten Touristikumsatzes von TUI.

Großfusion im Kabelnetz

Hessische Iesy und westfälische Ish schließen sich zum zweitgrößten deutschen Betreiber zusammen

Frankfurt - Nach den geplatzten Übernahmeplänen der Kabel Deutschland GmbH wollen sich die hessische Iesy und nordrhein-westfälische Ish zum zweitgrößten deutschen Kabelnetzbetreiber zusammenschließen. Ein entsprechender Vertrag sei zwischen den Eigentümern der Gesellschaften unterzeichnet worden, teilten beide Unternehmen mit.

Genehmigt das Kartellamt die Fusion, entsteht auf dem deutschen Kabelmarkt mit 5,3 Mio. angeschlossenen Haushalten hinter der Kabel Deutschland (KDG) mit 9,7 Mio. ein zweiter großer Anbieter. Derzeit ist Ish mit 4,1 Mio. Kunden schon der fünftgrößte europäische Kabelnetzbetreiber.

Zum Kaufpreis und zu weiteren Inhalten der Verträge wurden keine näheren Angaben gemacht. Branchenexperten hatten im Vorfeld eine Summe von 1,6 Mrd. Euro genannt. Nach den vorliegenden Plänen wird Iesy, an der mehrheitlich der Finanzinvestor Apollo beteiligt ist, die Ish-Gruppe mit Barmitteln erwerben. Die Ish-Eigentümer - das ist vor allem ein Bankenkonsortium unter Führung der Citigroup und der Finanzinvestor BC Partners - bekämen die Möglichkeit, ihre Verkaufserlöse zum Teil wieder zu reinvestieren.

Ob der milliardenschwere Deal bei den Kartellwächtern tatsächlich durchkommt, ist ungewiß. Schließlich hatten die obersten Wettbewerbshüter erst im August 2004 die Pläne der KDG durchkreuzt, die die drei Anbieter Ish, Iesy und Kabel Baden-Württemberg (KabelBW) zum Preis von 2,7 Mrd. Euro unter ihre Fittiche bringen wollte. Es brauche kein Netzmonopol, um den Markt für digitale Fernsehübertragung zu entwickeln, urteilte seinerzeit der Präsident der Behörde, Ulf Böge.

Branchenexperten zeigten sich diesmal zuversichtlicher. "Grundsätzlich stehen die Chancen zur Genehmigung des horizontalen Zusammenschlusses recht gut", sagt der Telekommunikationsberater Bernd Jäger. Voraussetzung sei aber, daß der neue Verbund unter anderem seine Nachfragemacht nicht zur Diskriminierung von Programmanbietern nutze. Darüber hinaus müsse eine Strategie für verstärkte Internet- und Telefonangebote vorgelegt werden

"Das Kartellamt kann ja nicht immer Nein sagen", sagt Dieter Richter von der Ewt elektro- und Nachrichtentechnik GmbH in Nürnberg. Das Unternehmen ist mit zwei Millionen Kunden einer der größten Kabelnetzbetreiber der sogenannten Netzebene 4, die über den direkten Hausanschluß verfügen. Anders als die KDG haben Ish und Iesy in den vergangenen Jahren erheblich in die Aufrüstung des Netzes für Internet und Telefonie investiert. dpa
Freenet will für seine Aktionäre das Maximum herausholen

Verschmelzung mit Mobilcom nur bei Konsens

Hannover - Der Onlinedienst Freenet will bei der vom Mehrheitseigner Mobilcom angestrebten Verschmelzung das Maximum für seine freien Aktionäre herausholen. "Der Prozeß ist keine reine Arithmetik. Das Umtauschverhältnis der Aktien beider Unternehmen soll in erster Linie das Verhandlungsergebnis zwischen den Vorständen sein", sagte Freenet-Chef Eckard Spoerr der WELT.

"Damit wollen wir eine falsche Markteinschätzung verhindern", so Spoerr. Deshalb wolle er erst Investmentbanken in die Gespräche einbeziehen, bevor - wie es das Gesetz vorsieht - Wirtschaftsprüfer das für das Umtauschverhältnis entscheidende Gutachten erstellen. "Für mich steht das Gesellschaftsinteresse an erster Stelle", sagt Spoerr. "Da sich Mobilcom selbst vertritt, sehe ich mich als Anwalt der freien Aktionäre."

Freenet wird nach Aussage seines Vorstandsvorsitzenden seine Strategie mit oder ohne Fusion nicht verändern. Das Unternehmen verfügt über Internetdienste, Telefonfestnetz und demnächst Mehrwertdienste. Zudem hat Freenet gerade eine Kooperation mit dem Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus bekanntgegeben: Kunden können per Handy in einem bestimmten Radius über das Internet telefonieren, ansonsten kommunizieren sie über das E-Plus-Netz.

Spoerr sagte, ein solches Projekt lasse sich technisch nur schwer mit einem reinen Mobilfunk-Dienstleister (Service Provider) wie Mobilcom realisieren. Der Freenet-Chef forderte, daß bei einer Prüfung im Zuge der Verschmelzung auch die Zukunftsfähigkeit des Service-Provider-Modells einbezogen werden müsse. "Freenet hat sich über die Jahre prächtig entwickelt", sagte Spoerr.

Am Mittwoch hatten beide Unternehmen Gespräche aufgenommen, über den Verlauf aber Stillschweigen vereinbart. Der Freenet-Chef deutete aber an, er habe sich dadurch düpiert gefühlt, daß Mobilcom-Chef Thorsten Grenz mit seiner Absicht überraschend an die Öffentlichkeit getreten sei. Freenet erzielte 2004 bei 472 Mio. Euro Umsatz einen Reingewinn von 60 Mio. Euro. Mobilcom, das 50,4 Prozent der Freenet-Anteile hält, erwirtschaftete einen Überschuß von 46,7 Mio. Euro. Der Großteil kam von Freenet.
Ausland zeigt Interesse an Toll Collect

Das Interesse aus dem Ausland an dem deutschen Maut-System ist nach Angaben des Betreiberkonsortiums Toll Collect „dramatisch gestiegen“. Die Maut-Erhebung funktioniere nach dem Start zu Jahresbeginn problemlos, sagte Toll-Collect-Chef Christoph Bellmer gestern auf der Cebit.

HB HANNOVER. Telekom-Vorstand Konrad Reiss sprach von einer „ganzen Reihe“ von Ländern, die Interesse zeigten. Darunter sei auch Großbritannien. Weitere Interessenten wollte er nicht nennen. Daimler-Chrysler und die Deutsche Telekom sind mit jeweils 45 Prozent, der französische Autobahnbetreiber Cofiroute mit zehn Prozent an Toll Collect beteiligt.

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) sagte bei einem Cebit-Besuch, die Maut habe das „Zeug zum Exportschlager“. Deutschland sei nach einem erfolgreichen Start der Maut „jetzt weltweit führend bei der Mauttechnologie“.

Wegen zahlreicher Pannen in der Entwicklungsphase war der Start der satellitengestützten LKW-Maut auf deutschen Autobahnen mit 16 Monaten Verspätung in der Neujahrsnacht 2005 erfolgt. Toll Collect hatte durch die Verspätung das Jahr 2004 einen Verlust von 1,071 Mrd. Euro abgeschlossen, wie aus dem Geschäftsbericht von Daimler-Chrysler hervorging. 2003 lag der Verlust bei 206 Mill. Euro. Die Telekom hatte eingeräumt, dass Toll Collect ein Verlustgeschäft ist und während der Betriebsdauer keine Gewinne abwerfen wird. Verluste durch das Mautsystem und Rückstellungen haben bislang die Telekom-Bilanz mit 588 Mill. Euro belastet.
Bei GPC Biotech wetten die Investoren auf Satraplatin

Erfolgreiche Marktzulassung des Krebsmedikaments entscheidet über Erfolg oder Mißerfolg des Investments

Berlin - Ein Investment in das Biotechnologieunternehmen GPC Biotech ist ein chancenreiches, aber ebenso risikoreiches Unterfangen. Wohl oder Wehe des Martinsrieder Unternehmen hängt von der erfolgreichen Zulassung seines Krebsmittels Satraplatin ab, das sich derzeit in der Phase III der klinischen Tests befindet - der letzten vor der Zulassung. Wenn alles gut geht, soll Satraplatin im Jahr 2007 auf den Markt kommen und GPC Biotech Umsätze von rund 500 Mio. Euro bescheren.

Das jedoch ist Zukunftsmusik. Am kommenden Dienstag wird GPC Biotech zunächst seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2004 präsentieren. "Die Umsätze werden im Vergleich zum Vorjahr gesunken sein", prognostiziert Daniel Wendorff, Branchenanalyst bei der WestLB. "Das sollte Investoren jedoch nicht beunruhigen." Schließlich hat das Martinsrieder Unternehmen 2003 sein Geschäftsmodell umgestellt. Anstatt weiter Umsätze aus Allianzen mit Pharmaunternehmen zu generieren, setzt GPC inzwischen ausschließlich auf die eigene Medikamentenentwicklung. Alle Allianzen bis auf die Zusammenarbeit mit Altana wurden gestrichen. Trotz des gegebenen Risikos empfiehlt eine Reihe von Analysten die Aktie derzeit zum Kauf. "Ich gehe davon aus, daß Satraplatin mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent auf den Markt kommt", begründet Wendorff seine Kaufempfehlung. Schließlich gibt es bereits mehrere Platin-Wirkstoffe auf dem Markt. "Satraplatin konnte bereits in mehreren Phase II und einer Phase III Studie an über 160 Patienten positive Sicherheits- und Effizienztrends zeigen", ergänzt Branchenanalyst Markus Metzger von Vontobel, der die Papiere von GPC Biotech ebenfalls zum Kauf empfiehlt.

Ein weiterer Pluspunkt des Unternehmens ist die gute Kapitalausstattung. Eine Kapitalerhöhung spülte Mitte vergangenen Jahres rund 78 Mio. Euro in die Kasse des im TecDax notierten Unternehmens. "GPC Biotech hat eine komfortable Cash-Position von geschätzten 130 Mio. Euro Ende 2004", sagt Metzger. Damit könne GPC Biotech die vorgesehenen klinischen Studien für Satraplatin allein durchführen und sich somit bei der Suche nach einem strategischen Partner zur Vermarktung des Wirkstoffs eine komfortable Verhandlungsposition sichern.

"Ich gehe nicht davon aus, daß GPC die Rechte an Satraplatin komplett abgeben, sondern sich Co-Vermarktungsrechte für Teile der Welt sichern wird", sagt Wendorff, der für GPC Biotech ein Preisziel von 14 Euro angibt. bbr

Dax lockt trotz Januar-Fehlstart mit hoher Rendite

Rohstoffpreise werden nach einer Konjunkturüberhitzung in China bald wieder sinken

von Gottfried Heller

Nach einem schwachen Start im Januar haben die Börsen inzwischen Tritt gefaßt. Einige Indizes haben sogar ein Zwischenhoch markiert, wie etwa der Dax und der Dow Jones. Weniger erfreulich ist dagegen, daß der Rohstoffindex und der Ölpreis auf ein neues Hoch geklettert sind. Bemerkenswert ist auch, wie rasant in gerade mal einem Monat die Rendite der zehnjährigen US-Regierungsanleihe um einen halben Prozentpunkt auf 4,5 Prozent hochgeschnellt ist. Das könnte ein Vorgeschmack darauf sein, daß es vorbei ist mit der Ruhe, die letztes Jahr an den Finanzmärkten geherrscht hat und daß statt dessen die Volatilität an den Devisen-, Renten-, Rohstoff- und Aktienmärkten dieses Jahr erheblich zunehmen wird. Keine erfreulichen Aussichten also für zartbesaitete Gemüter.

Noch weniger erfreulich ist der Höhenflug des Ölpreises und der Rohstoff-Notierungen. Sollte dies anhalten, könnte es die Aussichten für das Wachstum und die Börsen trüben. Ob dieser Höhenflug anhalten wird, hängt ab von China, das inzwischen Abnehmer von etwa einem Viertel der wichtigsten Industrierohstoffe und - nach den USA - zweitgrößter Ölimporteur ist. Obwohl über dieses Land nur noch in Superlativen geredet wird, türmen sich dort unübersehbare Risiken auf. Das Bankensystem ist ähnlich marode, wie es die japanische Finanzbranche vor einigen Jahren noch war. Die hohen Öl- und Rohstoffpreise, die hauptsächlich von China verursacht wurden, treffen ihren Urheber selbst in doppelter Hinsicht: Die Inflation nimmt zu und die Gewinnmargen der Industriebetriebe schrumpfen. Infolge der massiven Zuflüsse von Auslandskapital sind fast in allen Wirtschaftsbereichen Überkapazitäten entstanden, so beispielsweise in gewerblichen Immobilien, Autos, Stahl, Aluminium und Technologie. Die Folge: Preiskriege und Margendruck. Es braut sich etwas zusammen im Wunderland China und daher könnte der seit zwei Jahren von Experten prognostizierte aber nicht eingetretene Konjunkturabschwung in diesem Jahr stattfinden. Dann würde auch die Nachfrage nach Rohstoffen und Öl nachlassen und die Preise würden fallen.

Mit den Stichworten Globalisierung, Wettbewerb und Technologie lassen sich die mächtigen Kräfte umschreiben, die heute die Inflation in Schach halten. Daher wird es für die Notenbanken keinen Grund geben, die Zinskeule allzu stark zu schwingen. Die USA werden die Geldmarktzinsen bis zu einem neutralen Niveau von etwa 3,5 Prozent weiter anheben, die EZB wird wegen des schwachen Wachstums in Europa passiv bleiben. Das gleiche ist von der japanischen Notenbank zu erwarten. Die Trends an den Finanzmärkten bleiben also auch in diesem Jahr günstig. Am günstigsten sind die Chancen für Aktien verglichen mit anderen Anlageformen, besonders gegenüber Anleihen. Ein Vergleichsmaßstab ist die Gewinnrendite von Aktien - der Kehrwert des Kurs/Gewinn-Verhältnisses (KGV). Sie liegt in allen Hauptmärkten der Welt über der Rendite von zehnjährigen Staatsanleihen. Am größten ist die Differenz zugunsten von Aktien in Europa, besonders in Deutschland. Bei einem geschätzten KGV von 13 ist die Gewinnrendite beim Dax 7,7 Prozent, während die Anleiherendite 3,8 Prozent beträgt. Eine so große Diskrepanz von 3,9 Prozent hat es seit Jahrzehnten nicht gegeben. Nachdem die Börsen der Schwellenländer die Hauptbörsen seit vier Jahren übertrumpft haben, stellt sich die Frage, ob sich das auch dieses Jahr fortsetzten wird. Die Antwort: sehr wahrscheinlich. Die fundamentale Bewertung ist gemessen an Buchwert, Cash Flow und Gewinn selbst nach dem Kursanstieg in den letzten zwei Jahren noch immer 30 Prozent niedriger als die der Hauptbörsen.

Ein weiterer Faktor, der für steigende Aktienkurse spricht, ist die geringe Erwartungshaltung der Anlageexperten. Ihre Börsenprognosen sind fast durchweg in Moll gehalten und sagen zumeist ein einstelliges Plus oder Minus voraus. Erfahrungsgemäß treffen die Prognosen der Mehrheit selten ein. Das Ergebnis wird daher eher zweistellig ausfallen und ich rechne mit einem Plus, denn die sachlichen Gründe, die für ein positives Börsenjahr sprechen, überwiegen eindeutig.

Gottfried Heller ist Fondsmanager und Chef der Fiduka Vermögensverwaltung
[URLWOCHENVORSCHAU/11. Kalenderwoche - Termine vom 14. bis 18. März]http://spk.gedif.de/159/news.htm?id=23530140&r=0&sektion=termine&awert=&u=0&p=0&k=0[/URL]
Allianz nimmt US-Versicherer zum Vorbild
Versicherungskonzern will Rendite und Aktienkurs deutlich steigern
von Ulrich Reitz

Michael Diekmann tat das, was er immer tut, wenn er vor Mitarbeitern spricht. Als der Allianz-Chef Ende Januar die 50 führenden Personalleiter des Konzerns im firmeneigenen Schulungszentrum Kempfenhausen am Starnberger See zum Strategiegespräch traf, konfrontierte er die Mitarbeiter mit seinen drei Lieblingsfragen: Wo liegt der Aktienkurs? Wie hoch ist der Profit? Und wie ist die Rendite auf das eingesetzte Kapital? Die Antworten der Manager kamen zaghaft. Für Diekmann steht seitdem fest, daß er den Kulturwandel noch stärker als bisher vorantreiben muß.


Am Donnerstag präsentiert der Allianz-Chef die Zahlen des vergangenen Jahres. Er wird eine Steigerung des Milliardengewinns vermelden. Aber auch klarmachen, daß der Konzern noch lange nicht alle Höhen erreicht hat.


Dabei hat es der 50jährige Jurist in den zwei Jahren an der Allianz-Spitze schon weit gebracht. Analysten erwarten, daß das Unternehmen beim Gewinn die Zwei-Milliarden-Grenze übersteigt und weiter zulegt. Im Jahr 2002 war das anders. Damals meldete die Allianz 1,2 Milliarden Euro Verlust.


In dem Katastrophenjahr brachte der Börsencrash die Deutschland AG gefährlich ins Trudeln. Besonders betroffen war die Allianz. Das Unternehmen hatte seine Gewinne stets in umfangreiche Unternehmensbeteiligungen investiert. Die Rücklagen sanken. Rote Zahlen waren programmiert.


Inzwischen ist das anders. Unter Diekmanns Führung hat sich das Unternehmen erholt. Der Aktienkurs zeigt das. Seit seinem Rekordtief von 45 Euro stieg der Wert bis Freitag um rund 100 Prozent auf knapp 99 Euro.


Diekmann reicht das nicht. "Er gibt weiter Gas und will so schnell wie möglich einen dreistelligen Aktienkurs sehen", sagt ein Vertrauter. Ungebremst beharre er trotz der jüngsten Erfolge auf seinem vor zwei Jahren gestarteten Sanierungsprogramm.


Mit der Bezeichnung "3 + Eins" hat er seine Reformen umschrieben. "3" steht für eine stärkere Kapitalbasis, profitables Wachstum und weniger Komplexität. "Eins" meint die Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmenswert. Diekmanns Ziel ist eine Eigenkapitalrendite von mindestens 15 Prozent. Seit dem Jahr 1996 hat die Allianz diesen Wert nicht mehr erreicht.


Der Allianz-Chef sucht den Vergleich mit den ganz Großen. Der Vergleich mit der Konkurrenz in Europa reicht ihm nicht. Sein Vorbild sieht er im amerikanischen Branchen-Riesen American Insurance Group (AIG). An der Börse sind die Amerikaner zur Zeit umgerechnet 120 Millionen Euro wert. Die Marktkapitalisierung der Allianz liegt zur Zeit bei rund 40 Milliarden Euro, was gerade mal einem Drittel entspricht.


Ungebremst arbeitet Diekmann an seinem Plan, die Allianz zurück zur Schlagkraft früherer Jahre zu führen. Der "große Knall", den Branchenkenner immer wieder erwartet hatten, blieb bislang aus. "Er wird auch nicht kommen", sagt einer seiner Vertrauten. "Wer darauf wartet, liegt falsch."


Diekmann arbeitet anders - leise und dennoch ohne Kompromisse. Gerüchte, sein Vorgänger und heutiger Aufsichtsratschef Henning Schulte-Noelle bremse ihn, läßt er unkommentiert. Unter seiner Führung hat sich die Allianz inzwischen von verlustreichen Tochtergesellschaften und nicht-strategischen Unternehmensbeteiligungen getrennt. Die großen Verlustbringer des Konzerns gelten inzwischen als saniert: die französische Tochter AGF, der US-Sachversicherer Fireman`s Fund, der Industrieversicherer Allianz Global Risks (AGR) und selbst die Dresdner Bank.

Das Assekuranzgeschäft hat sich ebenfalls erholt. Das Verhältnis von Kosten und Schadenzahlungen, von Versicherungsexperten Combined Ratio genannt, hat sich inzwischen von mehr als 100 auf zuletzt 93,2 Prozent. Der Wert fällt weiter. Je deutlicher die Zahl unter 100 liegt, desto mehr Profit fährt ein Versicherer ein.


Auf dem wichtigen Heimatmarkt Deutschland feiert die Allianz auch Erfolge. Die Sachgruppe Deutschland, die sich auf Schaden- und Unfallversicherungen konzentriert, trägt rund ein Drittel zum Konzernergebnis bei. Das Geschäft wächst nur langsam. Vor allem deshalb, weil sich Diekmann von unprofitablen Risiken trennt.


Bei den Lebensversicherungen setzt der Konzern weiter auf Wachstum. Mit 20 Prozent Marktanteil ist die Allianz der größte Anbieter der Republik. Durch eine veränderte Besteuerung sind kapitalbildende Lebensversicherungen weniger attraktiv als in der Vergangenheit. Neu entwickelte Rentenversicherungen, Erbschaftspolicen und Finanzierungsschutzbriefe machen das wieder wett.


Die Finanztochter Dresdner Bank meldet ebenfalls eine erste Entwarnung. Nach den Milliardenverlusten der vergangenen Jahre sind bei der Bank schwarze Zahlen in Sicht.


Analysten rechnen deshalb damit, daß der positive Trend anhält. "Der Konzern ist auf einem guten Weg", diagnostiziert Jochen Schmitt, Versicherungsexperte der Landesbank Rheinland-Pfalz. Und Manfred Poweleit, Herausgeber des Branchendienstes "Map-Report", orakelt: "Der Ausblick ist vielversprechend und positiv."


Bei den Rating-Agenturen sieht man das ähnlich. Über "beachtliche Fortschritte" berichtet Karin Clemens, Analystin bei Standard & Poor`s. Marco Metzler von Fitch Rating geht ebenfalls von "einer weiteren positiven Story" aus. Halte der Trend an, will Fitch die Allianz-Bewertung von zur Zeit "AA" bald auf die bessere Bewertung "AAA" ändern. Der Aktienkurs könnte dann die Grenze von 100 Euro überwinden. Von dem Rekordhoch von 441 Euro im Jahr 2000 ist er auch dann immer noch weit entfernt.
"Das ist keine Geheimniskrämerei"
Vorstands-Chef Rüter zum Börsengang von Conergy
von Das Gespräch führte Michael Höfling

Morgen beginnt die Zeichnungsfrist für den Börsengang des Solar-Unternehmens Conergy. Die "Welt am Sonntag" sprach mit Vorstandschef Hans-Martin Rüter.


Welt am Sonntag: Herr Rüter, haben Sie sich schon bei Herrn Kofler bedankt für die perfekte Vorarbeit, die er für Conergy geleistet hat?


Hans-Martin Rüter: (lacht) Nein, aber ich werde in der Tat mal zu ihm Kontakt aufnehmen, sobald ich Zeit dazu finde. Er hat einen guten Job gemacht.


Conergy profitiert ja nicht nur von einem verbesserten Umfeld für Neuemissionen, die Firma gehört noch dazu der an der Börse zur Zeit wohl angesagtesten Branche an. Ist da nicht ein Absturz programmiert, wenn die Favoriten mal wieder wechseln?


Rüter: Das glaube ich nicht. Eine Aktie wie Solarworld hat sicher eine atemberaubende Kursentwicklung hinter sich, aber die Gewinnschätzungen der Analysten halten ja mit diesem Kurs mit. Bewertungskennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis bewegen sich seitwärts, der Anstieg ist also fundamental gestützt.


Conergy hat 2001 einen vorbereiteten Börsengang doch noch abgesagt. Was haben Sie daraus gelernt?


Rüter: Es war sehr hilfreich, das Kapitalmarktumfeld kennenzulernen. Das ist ja doch eine ganz eigene Welt. Und die Experten, die wir heute wiedertreffen, bestätigen uns, das umgesetzt zu haben, was wir damals angekündigt hatten.


Als erster deutscher Börsenkandidat halten Sie die Preisspanne bis zum Beginn der Zeichnungsfrist geheim, um Diskussionen wie bei der Postbank zu unterbinden. Geheimniskrämerei ist aber doch das letzte, was der deutsche Markt braucht.


Rüter: Wir wollten den ersten Teil der Roadshow auf diese Weise bestreiten, ab morgen gibt es ja dann alle nötigen Informationen. Das ist doch keine Geheimniskrämerei. Mit dieser Methode bekomme ich einfach ein viel besseres Gefühl für den fairen Preis des Unternehmens. Ich kann diesen Weg anderen Börsenkandidaten nur empfehlen.
Inflationsängste erfassen die Börse
Dollarverfall und Rohstoff-Hausse prägen die Märkte
Der Euro nimmt wieder Kurs auf sein Allzeithoch. Schon im Vorfeld der Daten, die zum Ende der Woche bekannt wurden, war der Dollar unter Druck geraten. Am Donnerstag verkündete die US-Regierung dann ein Rekordhaushaltsdefizit für Februar und am Freitag wurde bekannt, daß die Außenhandelsbilanz ebenfalls ein Rekordminus aufwies. Daraufhin strebte der Eurokurs Richtung 1,35 Dollar. Der bisherige Höchststand lag Ende Dezember bei 1,3637.


Am Montag hat der Präsident der Europäischen Zentralbank gleich die Gelegenheit, auf diese neue Rallye der Gemeinschaftswährung einzugehen. Jean-Claude Trichet wird vor dem Europaparlament sprechen. Annamaria Grimaldi von Morgan Stanley glaubt, daß er in seiner Rede erneut die Wachsamkeit gegenüber der Preisstabilität betonen wird. Eine baldige Änderung der Zinspolitik erwartet aber niemand.


Die Preisstabilität ist allerdings inzwischen auch für die internationalen Aktienmärkte ein wichtiges Thema geworden. Sie hatten sich in der ersten Hälfte der Woche zunächst parallel zum Euro ebenfalls nach oben entwickelt. Der Dax erreichte dabei am Montag sogar ein neues Jahreshoch.


Als der Rohstoff-Index CRB aber auf das höchste Niveau seit 1980 kletterte, machten sich Inflationsängste breit. 2004 war der Index um insgesamt elf Prozent gestiegen, in diesem Jahr bereits um sechs Prozent. Offensichtlich beschleunigt sich der Preisauftrieb bei den Rohstoffen also. Dies ließ die Kurse wieder deutlich sinken.


In der kommenden Woche dürfte in den USA vor allem der Index zum Verbrauchervertrauen der Universität Michigan auf Interesse unter den Börsianern stoßen. Er wird am Freitag veröffentlicht. Die Deutsche Bank erwartet einen leichten Anstieg gegenüber dem Vormonat von 94,1 auf 96,0 Punkte.


In Deutschland könnte dagegen am Dienstag der ZEW-Index zu den Konjunkturerwartungen für Aufmerksamkeit sorgen. Die Wirtschaftsdaten aus Deutschland waren zuletzt sehr unterschiedlich, die Aktienkurse sind jedoch deutlich gestiegen. Da dem Index eine Befragung von Finanzmarktteilnehmern zugrunde liegt, könnte das Ergebnis daher durchaus positiv sein. Der Konsens der Analysten rechnet derzeit aber dennoch mit einem leichten Rückgang.


Schließlich werden in der kommenden Woche auch einige Dax-Unternehmen ihre Bilanzen präsentieren. Möglicherweise haben Allianz, Altana, Bayer, BMW oder die Hypo-Vereinsbank auch noch die eine oder andere Überraschung für die Anleger zu bieten. Frank Stocker
Das Geschäft mit der Seuche
Der Kampf gegen Aids ist ein Milliardenmarkt. Die Entwicklung neuer Wirkstoffe hilft nicht nur den Patienten. Für Biotech- und Pharmakonzerne ist das Geschäft hochprofitabel. Die Anleger verdienen mit
von Michael Braun

Seit einigen Tagen geht in New York wieder die Angst um. Nicht die Furcht vor Terror sorgt dabei für Panik in der Bevölkerung, sondern ein alter Bekannter: das tödliche Aids-Virus. Denn erstmals beschrieben Wissenschaftler im Februar eine neue Variante des Erregers, den Virusstamm 3-DCR HIV, an dem ein New Yorker Mann Mitte 40 erkrankt ist. Diese Variante ist resistent gegen fast alle verfügbaren Medikamente und so aggressiv, daß die Immunschwäche Aids bei Infizierten binnen Monaten ausbricht. Es könnte sich, so die Sorge, um einen der gefährlichsten Gegner der Medizin handeln: einen Super-Virus.


Für die Menschheit und die Forschung ist dies eine uneingeschränkt schlechte Nachricht. Doch sicher ist auch: So lange der Aids-Erreger dank immer neuer Mutationen eine tödliche Gefahr bleibt, bleibt er ein Milliarden-Geschäft. Der Weltumsatz für Aids-Wirkstoffe beträgt nach einer Studie der US-Bank JP Morgan inzwischen etwa fünf Milliarden Euro im Jahr, von denen gut die Hälfte auf den US-Markt entfällt. Es klingt makaber, ist aber wahr: Aids hat mittlerweile nicht nur mehr als 20 Millionen Todesopfer auf dem Gewissen. Die Krankheit hat sich auch zu einem Pharmasegment entwickelt, das Anleger reicher gemacht hat. Mittlerweile kommt das globale Geschäft mit Aids-Wirkstoffen - Analysten sprechen vom "HIV Franchise" des Pharma-Sektors - auf einen höheren Marktwert als der Daimler-Chrysler-Konzern.


Ermöglicht hat diesen viralen Börsen-Boom ein wichtiger Etappensieg der Forschung. Während Aids bis 1995 nicht behandelbar war, gibt es seitdem eine ganze Reihe wirksamer Therapien. Das Erfolgsrezept der Ärzte: Sie kombinieren mehrere Wirkstoffe zu Pillencocktails und halten das Virus so oft über viele Jahre - und möglicherweise Jahrzehnte - in Schach. Binnen zehn Jahren ist das pharmazeutische Waffenarsenal auf mehr als 30 wichtige Wirkstoffe verschiedener Klassen aufgestockt worden, die in verschiedenen Kombinationen dem Virus das Leben schwer machen.


Einige dieser Wirkstoffe zählen zu den teuersten Schöpfungen in der Geschichte der Pharmazie. So handelt es sich bei dem 2003 zugelassenen Medikament Fuzeon, gemeinsam entwickelt vom Schweizer Roche-Konzern und dem US-Biotech-Unternehmen Trimeris, um einen der kompliziertesten pharmazeutischen Wirkstoffe aller Zeiten. Das Mittel wird in mehr als 100 Produktionsschritten in geringen Mengen hergestellt und ging mit einem Rekordpreis von 18 980 Euro pro Patient und Jahr an den Start.


Trotz dieses Preisschilds findet Fuzeon Abnehmer. Das Medikament stellt bei Aids zur Zeit die letzte Verteidigungslinie dar: Es wird Patienten injiziert, die resistent sind gegen alles andere. Es handele sich oft um die "letzte Rettung", sagt Arne Jessen, Arzt in einer großen HIV-Schwerpunktpraxis in Berlin.


Fuzeon & Co. haben die Behandlung von HIV-Infizierten revolutioniert. "Die Aids-Zahlen und die Sterberaten sind damit ganz drastisch gesunken", sagt Jessen. Nach Angaben von Pharmaexperten sterben in westlichen Ländern von 200 Patienten nur noch drei im Laufe eines Jahres an der Immunschwäche. Vor 1995 lag der Vergleichswert bei 30. Dieser medizinische Durchbruch spiegelt sich in den Geschäftszahlen der Pharmabranche wieder.


Auch wenn es zynisch klingen mag, aus Sicht der beteiligten Unternehmen gilt: Das Geschäft mit der Seuche - also vor allem mit den Langzeit-Patienten - boomt. Es handele sich um "hoch profitable Produkte", sagt Michael Fischer, Chef des Beratungsunternehmens Medical Strategy in München. "Das erklärt das Interesse der großen Firmen." Jessen bringt es auf den Punkt: "Am Ende geht es um Geld, das muß man ganz deutlich sehen."

Die radikalste Geldvermehrung auf diesem Gebiet hat das Biotech-Unternehmen Gilead im kalifornischen Foster City realisiert, indem es sich auf HIV-Medikamente spezialisierte. Seit der Firmengründung im Jahr 1987 konnte Gilead den Jahresumsatz auf nunmehr eine Milliarde Euro steigern. Der Gewinn lag 2004 bei 341 Millionen Euro. Eine für Anleger extrem lukrative Börsengeschichte: Das Kursplus seit dem Börsengang 1992 beträgt 1250 Prozent. "Aids", so Fischer, "war bei Biotech-Produkten eine der frühen Erfolgsgeschichten." Dieser Satz gilt für kein Unternehmen mehr als für Gilead, dessen Marktkapitalisierung heute bei elf Milliarden Dollar liegt. Damit ist es höher bewertet als der DAX-Wert Schering.


Neben Spezialisten wie Gilead ist auch Big Pharma längst auf den Zug aufgesprungen und setzt heute Milliarden mit HIV-Wirkstoffen um. Ob Glaxo SmithKline (GSK) oder Abbott, Bristol-Myers Squibb oder das deutsche Unternehmen Boehringer Ingelheim: Sie alle profitieren von einem stetig wachsenden Geschäftsbereich. GSK etwa kam 2004 auf einen Jahresumsatz allein im HIV-Segment von zwei Milliarden Euro.


Schon heute stehen indes die neuen pharmazeutischen Waffensysteme im Kampf gegen das HI-Virus fest, die auch in Zukunft für Milliarden-Erträge sorgen sollen. Neben einer völlig neuartigen Wirkstoffklasse, den so genannten CCR5-Hemmern, sind Aids-Impfstoffe und Mikrobiozide die spektakulärsten Hoffnungsträger. Mehr als 30 Impfstoffe werden zur Zeit rund um den Globus an Menschen getestet. Sollte eines Tages nur einer von ihnen funktionieren, könnten Millionen Menschen vor einer Infektion geschützt werden.


Dabei würde ein Impfstoff die Aids-Umsätze der Pharmaunternehmen keineswegs gefährden. Ein Serum kann immer nur einen Teil der Geimpften schützen und die Überlebenschancen bei einer Ansteckung erhöhen - niemals alle. Die Nachfrage nach Wirkstoffen in Pillenform würde trotzdem steigen: Denn "für die anderen braucht man auf jeden Fall Medikamente", wie Volker Mertens von der Deutschen Aids-Stiftung sagt. Der Pool der HIV-Patienten in aller Welt, die chronisch krank sind und dauerhaft mit Wirkstoffen versorgt werden müssen, würde immer weiter wachsen.


Bereits heute leben mehr als 40 Millionen Menschen mit dem Virus, 25 Millionen von ihnen in Zentral- und Südafrika. In den zehn Minuten, in denen Sie diesen Artikel lesen, haben sich etwa einhundert Menschen rund um den Globus mit HIV infiziert; 60 sind an Aids gestorben, darunter zehn Kinder. Das sind entsetzliche Zahlen.


Doch es gibt auch einzelne Hoffnungssignale. Ein Pillen-Cocktail, der in den USA 12 000 Dollar pro Patient und Jahr kostet, ist in einigen Entwicklungsländern heute für 150 Dollar erhältlich - vor zehn Jahren wäre eine solche Preisdifferenz noch undenkbar gewesen. Hinzu kommt, daß im vergangenen Jahr nach Angaben von UNAids im globalen Kampf gegen Aids erstmals rund sechs Milliarden Dollar geflossen sind. Das entspricht dem Zwanzigfachen des Vergleichswertes für 1995.


Dabei gilt: Je mehr Menschen in medizinischer Behandlung sind, um so besser ist das für die Pharmaunternehmen. Jeder Krieg hat seine Gewinner, auch der Krieg gegen das HI-Virus. Damit dürfte der Börsen-Boom der Aids-Spezialisten längst nicht beendet sein. "Es ist noch lange kein Endziel erreicht", sagt Fischer. "Wir müssen weiter forschen, um immer einen Schritt vor dem Virus zu liegen." Und, möchte man ergänzen, um die Anleger bei Laune zu halten.
Telekom-Umsatz mit Festnetz schrumpft
T-Com-Chef Walter Raizner sieht im Gespräch mit der "Welt am Sonntag" seine Sparte unter Attacke
von Thomas Heuzeroth

Die Deutsche Telekom rechnet mit einem starken Einbruch in ihrem Kerngeschäft mit der Sprachtelefonie. Das Festnetz stehe unter "heftiger Attacke", sagte T-Com-Chef Walter Raizner gegenüber der "Welt am Sonntag".


Raizners Aussage bestätigt die brisanten Details des Verschmelzungsberichts, den das Unternehmen vorgelegt hat. Der Bericht, der für das geplante Zusammengehen von T-Com mit der Internet-Tochter T-Online vorgeschrieben ist, umschreibt auch die Langfristplanung des Konzerns.


Demnach schrumpft bei der Deutschen Telekom das Geschäft mit der Sprachtelefonie im deutschen Festnetz um mehr als die Hälfte zusammen. Während die Telekom-Kunden im vergangenen Jahr noch für über 14 Milliarden Euro telefoniert haben, sollen es in zehn Jahren nur noch knapp über sechs Milliarden Euro sein. Nach Angaben der Telekom handelt es sich um ein "realistisches Szenario".


Der Preisverfall und der zunehmende Wettbewerb hat die T-Com bereits in den vergangenen Jahren unter Druck gesetzt. Allein im vergangenen Jahr ging der Umsatz um fünf Prozent zurück. Mit einer seit Anfang März gültigen Tarifreform versucht die Telekom nun, die Abwanderungsbewegung einzudämmen. Es sind aber vor allem die Wachstumsaussichten mit DSL-Breitbandzugängen, die den Schrumpfkurs der T-Com abbremsen sollen. Alles zusammengenommen wird die Telekomsparte in den nächsten zehn Jahren etwas mehr als zehn Prozent ihres Umsatzes verlieren.


Nach den Worten Raizners stellt sich die Deutsche Telekom auf einen enormen Verdrängungswettbewerb in Deutschland ein. "In zwei bis drei Jahren werden wir dann eine Konsolidierung sehen", sagte er. Damit folge Deutschland mit Zeitverzug der Entwicklung in den USA, wo in den vergangenen Monaten mehrere Telekom-Unternehmen Übernahmen angekündigt haben. Raizner: "Unser Marktumfeld ändert sich dramatisch."


Raizner muß sich auf mehrere Szenarien einstellen. In den kommenden Jahren werden die Mobilfunkunternehmen verstärkt Kunden aus dem Festnetz abziehen. O2 und Vodafone haben in der vergangenen Woche auf der Technologie-Messe Cebit Geräte vorgestellt, mit denen Handy-Nutzer zu Hause mit achtfacher ISDN-Geschwindigkeit ins Internet gehen können. Damit fällt eines der letzten Argumente für den Festnetzanschluß.


"Nicht nur die Mobilfunkbetreiber, auch das Telefonieren über das Internet wird die Telekom unter Druck setzen", sagt Roman Friedrich, Geschäftsführer bei der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton. Während Unternehmen wie United Internet (1&1), Freenet und Web.de Internet-Telefonie bereits aggressiv vermarkten, ist die Telekom noch sehr zögerlich. "Das ist ein Hype-Thema, das überschätzt wird", sagte Raizner. Trotzdem wolle man sich dem Wettbewerb stellen. Ein erstes Angebot hat T-Online in der vergangenen Woche vorgestellt. Für Gespräche ins Festnetz verlangt T-Online allerdings fast drei Cent pro Minute. Die Konkurrenz berechnet dafür nur einen Cent.


Das Telekommunikationsunternehmen Freenet und der Mobilfunkanbieter E-Plus wollen Mobilfunk und Internet-Telefonie sogar zusammenbringen. Die beiden Firmen werden ein Handy auf den Markt bringen, das zu Hause über das Internet telefoniert und unterwegs über das Mobilfunknetz. Solche Bündel-Angebote könnten der Telekom gefährlich werden
"Auch wenn es schwierig ist, wir wollen unseren Umsatz stabilisieren", sagte Raizner. Das Festnetz sei kein Auslaufmodell. Insbesondere das DSL-Breitband sei ein absoluter Wachstumsmarkt. Allerdings seien Bandbreiten kein Selbstzweck, man müsse für hohe Geschwindigkeiten auch entsprechende Dienste anbieten. "Wir brauchen eine neue Vision", so Raizner. Die T-Com müsse endlich aus ihrer Verteidigungshaltung herauskommen.


Nach Ansicht von Branchenbeobachtern wird aber selbst das DSL-Geschäft den Rückgang bei der Telekom nicht stoppen können. "Auch mit dem T-Online-Umsatz gehen die T-Com-Zahlen weiter zurück", sagt Frank Rothauge, Analyst bei Sal. Oppenheim. Nach wie vor ist aber die Festnetzsparte der größte Umsatzbringer der Telekom. In diesem Jahr wird voraussichtlich die Handy-Sparte T-Mobile wegen des starken Wachstums in den USA die Festnetzschwester überholen.


Um die T-Com für den Wettbewerb zu rüsten, hat Raizner radikale Veränderungen unter der Bezeichnung "Re-Invent" angekündigt: "Wir brauchen eine Kulturrevolution in den Köpfen unserer Mitarbeiter."


Raizner will den Service deutlich verbessern. Anschlüsse sollen in spätestens zwei Arbeitstagen freigeschaltet und Kunden in den Callcentern nicht mehr hin und her geschaltet werden. Die Zahl der Produkte wird drastisch verkleinert. "Wir schleppen eine unglaubliche Komplexität mit uns herum", sagte er. Dies könne sich die Deutsche Telekom nicht mehr erlauben. Insgesamt soll die Produktivität der T-Com bis 2007 um zehn Prozent steigen.


Fraglich ist, wieviel Personal abgebaut werden muß. Für dieses Jahr gibt es ein Stillhalteabkommen mit den Sozialpartnern. Aussagen über die kommenden Jahre will Raizner nicht treffen.


Artikel erschienen am 13. März 2005
Die neue Börsen-Power (EuramS)

Hand aufs Herz: Die Musik spielt abseits von DAX oder Dow. Schwellenländer sind stark wie nie zuvor und haben den etablierten Finanzplätzen den Rang abgelaufen. Von Warschau bis Sao Paulo zeigen die Kurse der Emerging Markets nach oben. Wer Geld verdienen will, kann die Wachstumsmärkte nicht mehr links liegen lassen.

von P. Gewalt, J. Billina, M. Blümel

Wer beutet hier eigentlich wen aus? Die Industrienationen die rohstoffreichen Länder der Dritten Welt, wie Globalisierungskritiker behaupten? Oder ist es längst umgekehrt?

Anfang März mußten sich europäische Stahlbarone wie ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz der geballten Marktmacht von Companhia Vale do Rio Doce (CVRD) beugen. Das Unternehmen aus dem rohstoffreichen Schwellenland Brasilien schockte die Branche mit massiven Preiserhöhungen. Eisenerz, wichtigster Grundstoff für die Stahlherstellung, wurde auf einen Schlag um über 70 Prozent teurer. Und den Stahlmultis bleibt nichts anderes übrig, als das Preisdiktat des größten Eisenerzproduzenten der Welt zu schlucken und mehr zu blechen.

Bei CVRD-Chef Roger Agnelli, dessen Bürowand in Rio de Janeiro eine Weltkarte schmückt, herrscht dagegen dank seines globalen Erfolgs seit Wochen Festtagslaune. Neben den Europäern gaben auch die führenden japanischen Stahlschmieden seinen Forderungen nach. Am steil gestiegenen CVRD-Aktienkurs kann der 46jährige Enkel verarmter italienischer Einwanderer den Erfolg ablesen. Rund 20 Prozent hat der Unternehmenswert seit dem Deal zugelegt, über 340 Prozent seit 2002.

Agnellis Ziel war es ursprünglich, den Konzern bis 2010 unter die Großen der Branche zu führen. Mit einem Marktwert von über 38 Milliarden Dollar gehört CVRD nun schon heute zu den Top-Five-Playern im Bergbaugeschäft und ist so die teuerste Börsenfirma Südamerikas.

Der Konzern ist aber nur einer von vielen Shootingstars aus denSchwellenländern. Ob in Mexiko, Polen, Rußland, China oder Indien – es gibt eine Reihe aufsehenerregender Erfolgsfirmen, die dank ihres Gewinnwachstums und ihrer explodierenden Kurse die Anleger begeistern. Es sind Unternehmen wie Samsung, Cosco Pacific, Cemex oder Telmex, an denen sich der Aufschwung und Aufstieg der Emerging Markets festmachen läßt. Unternehmen, die die Börsen ihrer Heimatländer zu vielbestaunten Geldvermehrungsmaschinen machen.

Die besten Börsenindizes der Welt heißen nicht mehr DAX, Dow Jones oder Nikkei, sondern WIG, Bovespa oder Sensex. Kursgewinne von über 100 Prozent seit 2003 sind keine Seltenheit. Eine Entwicklung, die sich auch in der neuen Forbes-Liste der vermögendsten Menschen widerspiegelt. Drei der fünf reichsten Milliardäre stammen heute aus den Schwellenländern.

Erfolgsfaktoren gibt es viele: Die Entwicklungsländer profitieren vom dynamischen Bevölkerungswachstum, von der Wirtschaftserholung in den Industrienationen, dem steigenden Welthandel und der zunehmenden Rohstoffnachfrage. Selbst nüchterne Finanzexperten wie Robeco-Chefstratege Jaap Van Duijn kommen da angesichts der langfristigen Aussichten ins Schwärmen. "Mein Rat: Legen Sie das Geld ihrer Kinder und Enkel mit Schwergewicht in den Emerging Markets an."

Bei aller Euphorie: Typische Probleme für Schwellenländer wie politische Wirren, intransparente Börsen oder korrupte Eliten können die Kurse unter Druck bringen. Die Anfälligkeit der Emerging Markets für weltweite Krisen ist aber dank verbesserter volkswirtschaftlicher Rahmenbedingungen geringer als noch in den vergangenen Jahrzehnten (siehe Grafik unten). "In einigen Bereichen wie Wachstum, Steuerlast, Lohnniveau, Handelsbilanz oder Verschuldung haben viele Schwellenländer gegenüber den etablierten Industrieländern klar die Nase vorn", sagt Investment-Guru Gottfried Heller (siehe Interview S. 33).

Ein Verdienst von Unternehmertypen wie Agnelli, aber auch von Staatslenkern wie Brasiliens Präsident Lula da Silva und dem türkischen Premier Tayyip Erdogan, die wichtige Wirtschafts- und Sozialreformen anpacken. Und, wenn nötig, den eigenen Firmen zur Seite stehen.

Eine halbe Milliarde Dollar spendierte Brasiliens Regierung vergangene Woche für den Ausbau der maroden Eisenbahnstrecke in den Exporthafen Santos bei Sao Paulo. Großer Profiteur dieser noblen Geste ist CVRD, das wie andere Rohstoff-Firmen den Transportweg dringend benötigt.

Daß das Land diese finanziellen Möglichkeiten zur Wirtschaftsförderung hat, grenzt an ein kleines Wunder. Noch vor fünf Jahren lag das Handelsbilanzdefizit bei rund einer Milliarde Euro. Heute glänzt Südamerikas größte Volkswirtschaft mit einem Plus von über 30 Milliarden Euro. Steuereinnahmen sprudeln wieder. Auch ausländische Direktinvestionen fließen dank des eingeleiteten Reformkurses von Lula da Silva reichlich. Nicht nur aus dem westlichen Ausland. Chinas Wirtschaftselite steht heute ohne Zögern mit dem Scheckheft parat, wenn es um dringend benötigte Rohstoffe und damit um den Wirtschaftsaufschwung im Reich der Mitte geht. So flossen vergangenes Jahr 2,2 Milliarden Dollar aus China in den brasilianischen Rohstoffsektor, dem Nachbar Argentinien versprachen die Chinesen als Gegenleistung für die Lieferung von Öl und Eisenerz sogar 20 Milliarden Dollar in den kommenden 15 Jahre.

Klar ist, daß Brasiliens wirtschaftlicher Aufschwung daher weiterhin sehr stark am Rohhstoffexport hängt. Für CVRD-Boß Roger Agnelli ist der Erfolg brasilianischer Unternehmen aber ohnehin eine ausgemachte Sache. "Wir Brasilianer haben einen großen Vorteil: Wir sind offen und sympathisch. Zudem können wir uns sehr gut auf andere Kulturen einstellen."

Egal ob Chinesen, ThyssenKrupp-Chef Schulz oder dessen Kollegen – sie alle wissen seit diesem Jahr ein Lied davon zu singen.

China wird zur Werkbank der Welt Als die Kommunisten die ersten zögerlichen Schritte Richtung Marktwirtschaft wagten, begann der Stern von Huang Guangyu aufzugehen. Mit 18 Jahren lieh sich der heute 36jährige umgerechnet 4000 Dollar, mietete einen kleinen Laden in Peking und verscherbelte billige Elektrogeräte. Heute gehört dem zweitreichsten Mann Chinas die größte Elektronikladenkette des Landes, Gome. Chinas Aufstieg vollzog sich ähnlich atemberaubend. Vor 20 Jahren wirtschaftlich abgeschlagen, spielt das Land heute in der ersten Liga der Industrienationen mit. Mit rund 50 Milliarden Dollar lockt das Reich der Mitte weltweit am meisten ausländisches Direktinvestitionen an. Das Geld fließt häufig in den Aufbau von Produktionsstätten. Waren früher westliche Produkte verfemt, kommt heute schon weltweit jede zweite Digitalkamera, jedes dritte Handy und jeder vierte Kühlschrank aus den chinesischen Werkshallen.

Und diese werden nicht mehr nur für den Export produziert. "Dank der steigenden Konsumlust der Chinesen läuft unser Geschäft außerordentlich gut", erklärt Guangyu. Wohl wahr. Um über 100 Prozent stieg der Gome-Gewinn 2004. Für zwei Milliarden Dollar brachten die himmelblau-gekleideten Gome-Verkäuferinnen in über 100 Verkaufstellen Videos, Fernseher und DVD-Rekorder unters Volk. Mitte des vergangenen Jahres wagte Gome den Sprung an die Hongkonger Börse.

Das brachte dem Unternehmen frisches Kapital für die weitere Expansion, die auch ins Ausland führen kann. "Chinesische Markenunternehmen wie Gome werden sich definitiv global ausbreiten", prophezeit Glen Murphy, Direktor der Unternehmensberatung ACNielsen in China. "Mit ihren Ressourcen und ihren Produktionsstätten sind sie groß genug, die Welt zu erobern."

Hochfliegende Pläne gibt es auch für Indien. Unternehmen aus den USA oder Europa nutzen die niedrigen Lohnkosten und verlagern die Entwicklung von IT-Produkten auf den Subkontinent. An qualifiziertem Personal ist kein Mangel. Indien bringt jedes Jahr 3000000 Hochschulabgänger der technischen Wissenschaften hervor.

Zum Wachstum tragen auch die erstklassigen Pharma- und BiotechFirmen bei. Wie Biocon: Vor 25 Jahren mit geringem Starkapital gegründet, konkurriert das Unternehmen heute mit Branchenriesen wie Ely Lilly oder Amgen. Den starken Aufschwung Biocons führt Gründerin Kiran Mazumdar auf ihre "Leidenschaft für die Arbeit und den Willen zum Erfolg" zurück. Über diese Eigenschaften muß die 51jährige im Überfluß verfügen. Sie ist die reichste Frau des Landes und gilt vielen Inderinnen als Vorbild.

Unternehmensführer wie Mazumdar-Shaw stehen bei ausländischen Investoren hoch im Kurs. Sie erkennen verstärkt die Chancen des indischen Aktienmarkts. So hat der größte amerikanische Pensionsfonds Calpers im vergangenen Jahr über fünf Milliarden Dollar an der Börse in Bombay investiert und damit den Auswahlindex Sensex auf ein Rekordhoch gehievt. Calpers investiert derzeit immer mehr Geld in Schwellenländer. Neben Asien engagiert sich der Pensionsfonds auch in Mittel- und Osteuropa.

Zu den dynamischsten Märkten in Europa zählt die Türkei. Der Staat, wegen seiner Krisenanfälligkeit von Anlegern lange Zeit gemieden, lockt mit stabilen politischen Verhältnissen, einer brummenden Konjunktur und glänzenden Perspektiven.

Für den Stimmungswandel der Investoren zeichnet im wesentlichen ein Mann verantwortlich: Tayyip Erdogan. Der Ministerpräsident, selbst in einem Istanbuler Armenviertel aufgewachsen und ein großer Fan des Fußballklubs Fenerbahce ist, strebt für sein Land einen Wohlstand an, wie ihn etwa die Portugiesen oder die Spanier genießen. Der schnellste Weg dorthin führt nach Meinung Erdogans über Brüssel.

Der 51Jährige hat daher in einem bis dahin noch nie gesehenen Reformtempo wichtige EU-Forderungen erfüllt. Er schaffte die Todesstrafe ab, stärkte die Rechte von Minderheiten und begrenzte den Einfluß des Militärs auf die Politik. Auch die klare Trennung von Politik und Religion soll die EU für die Türkei einnehmen

Innerhalb von zwei Jahren hat Erdogan viel erreicht. Dank seines stabilitätsorientierten Kurses ist die Inflation drastisch gesunken – von 70 Prozent im Jahr 2001 auf aktuell neun Prozent. Der rastlose Reformer will in diesem Jahr die Privatisierung forcieren und sich im März von den zahlreichen staatlichen Medienunternehmen trennen. Zum Verkauf stehen 17 Fernsehstationen, zehn Radiosender, diverse Presseverlage und Druckereien. Unternehmen wie die Dogan Holding sehen darin eine gute Chance, ihr Medienimperium weiter auszubauen. Schon jetzt kontrolliert der Betreiber von CNN Türk und Herausgeber von "Hürriyet" 45 Prozent des türkischen Zeitungsmarkts.

Erdogans Einsatz wird von der EU belohnt: Ab Oktober wird Brüssel mit Ankara über einen Beitritt verhandeln. "Die Aussicht auf eine Vollmitgliedschaft motiviert die Türkei, auch die Modernisierung der Wirtschaft weiter voranzutreiben", sagt Mike Bayer, Fondsmanager des Türkei 75 plus.

Die Türkei tritt damit in die Fußstapfen von Ländern wie Ungarn, Tschechien und Polen. Dort entstand eine neue Klasse von Superreichen, die immer noch den Ton angeben. Unternehmer wie Jan Kulczyk, Prototyp eines zwielichtigen Oligarchen, der in den Wendejahren des Ostblocks zu viel Macht und zu noch mehr Vermögen kam. In Zeiten politischer und wirtschaftlicher Umbrüche waren die richtigen Verbindungen Gold wert.

So kam auch der Burgunderliebhaber Kolczyk vor allem dank eines engen Netzwerks an Freunden in Politik und Wirtschaft weit nach oben. Mit etwas Startkapital ausgestattet ("Die erste Million bekam ich vom Vater, die zweite habe ich schon selbst verdient.") kaufte er Anteile an privatisierten Firmen und holte dann ausländische Partner mit Kapital und Know-how ins Boot. "Wer klettert, muß wissen, mit wem er das tut", lautet das Erfolgsrezept des Multimilliardärs, der im polnischen Öl-, Telekom- und Autogeschäft seine Finger im Spiel hat. Gut 20 Prozent der polnischen Börse kontrolliert die Jan Kolczyk Holding. Doch es mehren sich die Zeichen, daß sich die Ära des Milliardärs dem Ende zuneigt. Ein Korruptionsskandal im vergangenen Jahr bremste seinen Höhenflug und löste zudem eine handfeste Regierungskrise aus. In anderen Ländern stehen die Oligarchen ebenfalls mit dem Rücken zur Wand, wie der tiefe Sturz des Yukos-Chefs Michail Chodorkowski zeigt.

In Osteuropa gewinnt zudem eine neue Unternehmer-Generation an Bedeutung. Sie nutzt nicht alte Seilschaften, sondern Vorteile, wie sie Schwellenländer zu bieten haben – niedrige Lohnkosten und attraktive Unternehmenssteuern. Standortvorteile, die Emerging Markets zum Motor der Weltwirtschaft machen.
Value: 135% - ganz solide (EuramS)

So viel brachte das EURO-Value-Depot in drei Jahren. Hinein kommen nur Qualitätsaktien, die viele Anleger (noch) nicht im Blick haben. Die Performance überzeugt dennoch. Heute gibt’s neue Favoriten.

von Georg Pröbstl

Das Interieur ist vom Feinsten: exklusiver Steinboden, edle Holztüren, viel Glas. Auch die technische Ausrüstung in den Büroräumen der Value Holdings läßt keine Wünsche übrig. Ein Sitzungssaal mit allen Schikanen, eine EDV-Anlage, wie sie selbst in Großkonzernen kaum besser sein kann.

Wenn Georg Geiger, der Vorstands-Chef des Unternehmens, seinen Gästen das Büro im sechsten Stock eines aufwendig modernisierten Backsteingebäudes im Augsburger Stadtzentrum zeigt, kann er sich ein Schmunzeln kaum verkneifen. Denn der Finanzexperte hat für den ganzen Luxus nur 2500 Euro hingelegt. Verkäufer war eine Schweizer Großbank. Die hat vor drei Jahren rund 50000 Euro in die Einrichtung investiert, aber schon nach wenigen Monaten das Büro wieder geräumt. Dann zog die Value Holdings ein.

Qualität und Preis sind für Geiger wie für alle Investoren auch bei Aktien entscheidend. Mit seinem Unternehmen investiert er ausschließlich in Titel mit guten fundamentalen Daten: Firmen mit viel Eigenkapital, niedriger Bewertung und einer hohen Dividendenrendite.

Die Strategie ist nicht neu. Das Value-Investing, also die Anlage nach Werthaltigkeit, wurde bereits 1934 von dem New Yorker Börsenmakler und Dozenten für Finanzwissenschaften Benjamin Graham entwickelt. Warren Buffett, der bekannteste Value-Investor der Welt, war einer seiner gelehrigsten Schüler.

Das Finanzgenie betreibt diesen Investmentstil seit über 40 Jahren und hat ordentlich Geld damit verdient. Während der breite US-Aktienmarkt mit dem S&P 500 seit 1965 rund zehn Prozent Plus im Jahr machte, schaffte Buffett mit seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway jährlich 22 Prozent. Value-Investor Geiger erzielte seit Gründung seiner Firma 1992 vergleichbare Ergebnisse.

Ordentlich abgeräumt haben auch die Leser von EURO in den vergangenen drei Jahren. Wer sich regelmäßig die Aktien aus dem einmal im Jahr erstellten EURO-Value-Depot gekauft hat, sitzt inzwischen auf einem Plus von 135 Prozent – rund 33 Prozent Gewinn im Jahr. Der DAX brachte dagegen seit Anfang 2002 einen Verlust von rund zehn Prozent.

"Langfristig schlagen Value-Investoren den breiten Aktienmarkt bei der jährlichen Performance um über fünf Prozent", bestätigt Felix Meier, Fondsmanager des Credit Suisse Small Cap Germany.

Auf der Suche nach Value (Werthaltigkeit) nehmen sich Anleger vor dem Kauf einer Aktie zuerst Kennziffern wie Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) oder Kurs/Buchwert-Verhältnis (KBV) sowie die Dividendenrendite und die Eigenkapitalquote vor. Interessant sind Firmen, die im Vergleich zur Branche oder zum Gesamtmarkt ein niedriges KGV oder KBV beziehungsweise eine hohe Eigenkapital- und Dividendenrendite aufweisen. Wenn die Bewertung passt, sehen Value-Investoren auch auf die weichen Faktoren wie das Management, die Marktstellung und Produkte. Eine Aktie kommt aber nur dann ins Depot, wenn ihr Börsenwert um 20 bis 30 Prozent unter dem errechneten fairen Wert liegt.

"Durch die intensive Prüfung eines Unternehmens bleiben Value-Investoren meist vor negativen Überraschungen und hohen Kursverlusten verschont", weiß Experte Geiger. Der Kauf unter dem fairen Wert bringt zusätzlich einen Sicherheitspuffer. Benjamin Graham nannte das seine "Margin of Safety".

Für zusätzliches Potential sorgt auch eine vergleichsweise hohe Dividendenrendite. Denn dividendenstarke Aktien laufen besser als der Markt. Wer sich seit 1960 jeweils am Jahresanfang die fünf dividendenstärksten Aktien im DAX gekauft hat, machte ein jährliches Plus von 11,6 Prozent. Der DAX schaffte nur 6,6 Prozent pro Jahr.

Nebenwerte sind oft günstiger als DAX-Titel. "Da Aktien in der zweiten und dritten Reihe von Analysten weniger beobachtet werden, gibt es dort normalerweise mehr Firmen, die fundamental gesund und obendrein günstig bewertet sind", erklärt Fondsmanager Meier.

Allerdings sind die Nebenwerte-Indizes derzeit schon ganz schön abgegrast. Denn seit über einem Jahr stürzen sich immer mehr professionelle Investoren und Privatanleger auf Small und Mid Caps. Mit einem Plus von 17 beziehungsweise 20 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten gingen die Nebenwerte-Indizes MDAX und SDAX kräftig nach oben. Die Aktien im DAX hinkten mit einem Plus von acht Prozent deutlich hinterher.

"Viele Anleger haben sich im Jahrtausend-Crash die Finger verbrannt und suchen jetzt lieber Firmen mit hoher Dividende und günstiger Bewertung", erklärt Meier den Run. Dabei schneiden Small Caps auch ohne den aktuellen Trend generell besser ab als die Großen. Nach einer Studie des US-Research-Hauses Ned Davis legten die kleinen Firmen in den USA in den ersten drei Jahren nach den insgesamt 13 Rezessionen seit 1927 um durchschnittlich 89 Prozent zu. Die Blue Chips schafften 52 Prozent.

"Nach einer Rezession profitieren vor allem kleine Firmen durch steigende Gewinne, weil sie viel anpassungsfähiger und flexibler als Großunternehmen sind", erklärt Banker Meier.

Wo ist der Haken? "Anleger brauchen manchmal viel Geduld, bis eine gute und billige Aktie vom Markt entdeckt wird und die Kurse steigen", erklärt Geiger. Derzeit ist aber nicht nur Geduld, sondern auch Vorsicht angesagt. Denn nach den starken Kursgewinnen sind auch viele grundsolide Aktien nicht mehr günstig. Die Gefahr ist hoch, daß Anleger zuviel für ein Papier zahlen. "Derzeit sind nur noch wenige Aktien richtig spannend", klagt Geiger.

Auch Warren Buffett jammert. Weil er derzeit kaum attraktive Value-Werte findet. Anleger sollten deshalb nichts überstürzen. "Man muß jetzt nicht auf Biegen und Brechen eine bestimmte Aktie kaufen, wenn der Preis nicht stimmt", rät Geiger. Am besten man wartet, bis der Titel aus der Mode kommt und der Preis gesunken ist. Eine Strategie, die nicht nur bei Büroeinrichtungen funktionieren sollte.
FEI: Reise nach Angstrom (EuramS)

Die Elektronenmikroskope von FEI sind die Werkzeuge der Nanotechnologie

von Thorsten Schüller

Ein Angstrom ist ziemlich klein. Es mißt einen 100millionstel Zentimeter, man braucht eine Million Stück davon, um die Dicke eines Blatts Papier darzustellen.

Was für unser Gehirn unvorstellbar winzig ist, kann für das menschliche Auge sichtbar gemacht werden. Im holländischen Eindhoven hat sich die FEI Company darauf spezialisiert, mittels Elektronenmikroskopen solch zarte Materialien zu durchleuchten und dabei bis in den Angstrom-Bereich vorzustoßen. In diesen Dimensionen bekommt selbst die Hautzelle der Nase plötzlich ein Gesicht. Tecnai F20 ST Transmission Elektronenmikroskop heißt eine der Supermaschinen des Unternehmens, das seinen Hauptsitz im US-Bundesstaat Oregon hat. "Damit stoßen wir in Bereiche vor, wo wir atomare Strukturen darstellen können", sagt Steven Berger, Chief Operating Officer der seit 1995 börsennotierten Firma. Die Ausflüge in die sogenannte Sub-Angstrom-Welt liefern zudem Bilder bislang ungekannter Qualität. Durch spezielle Linsen vermeidet FEI Verzerrungen, die den Blick durchs Mikroskop bisher vielfach getrübt haben.

Den industriellen Anwendern dieser bis zu mehrere Millionen Euro teuren Apparate eröffnen sich vollkommen neue Möglichkeiten. Die Ionen- und Elektronenstrahlgeräte können atomare Bauteile dreidimensional darstellen, sie erlauben Echtzeit-Beobachtungen bei gleichzeitiger Veränderung der Temperatur oder dem Einfluß chemischer Substanzen. Die strahlenden Spione von FEI haben auch die ersten Ansichten des Sars-Virus geliefert.

Vor allem für Nanotechnologie-Unternehmen werden die Maschinen immer wichtiger. "Wir bauen die Apparate, die diese wachsende Branche braucht", sagt Vahe Sarkassian, Vorstands-Chef von FEI. Zu den Anwendern zählen Biotech- und Pharmafirmen, Forschungsinstitute oder die Chiphersteller Infineon und AMD. Durch die hochauflösenden Einblicke in das Innenleben ihrer Chips können sie feststellen, ob und wo die Bauteile Defekte haben. Das wiederum beschleunigt die Produktion. "Mit Hilfe unserer Mikroskope können die Unternehmen die Zeit bis zur Markteinführung deutlich reduzieren", betont Berger. "Außerdem müssen sie weniger Probemodelle herstellen, auch die Zahl der Testreihen sinkt deutlich."

Trifft die Erwartung von Marktbeobachtern zu, stehen der Nanotechnologie und damit auch FEI glänzende Zeiten bevor. "Wir glauben, daß dies die nächste große technologische Welle ist", sagt Steve Jurvetson, Managing Director der Venture-Capital-Firma Draper Fisher Jurvetson. Während vor ein, zwei Jahren um diese Technologie noch ein regelrechter Hype aufgebaut wurde und selbst die Kurse verlustreicher Firmen in die Höhe schossen, scheint nun Rationalität einzukehren.

Die Branche ist dabei, sich den Weg aus den Labors auf die Märkte zu bahnen. Forscher arbeiten an hocheffizienten Nanotech-Medikamenten, Nanotech-Golfbälle sollen künftig unbeirrt ihre Flugbahn ziehen, und von Nanotech-Autoscheiben soll das Wasser abperlen, ohne daß ein Wischer nachhelfen muß. Mike Roco, Chef der US-amerikanischen National Nanotechnology Initiative: "Die gesamte Halbleiterindustrie wird innerhalb der nächsten zehn Jahre nicht mehr ohne Nanotechnologie auskommen."

Doch obwohl die Branche das Laufen lernt, will ein Investment nach wie vor gut überlegt sein. Laut Research-Spezialistin Maria Custer von Credit Suisse haben Anleger im Grunde nur die Wahl zwischen kleinen Nanotechnologie-Firmen, die ein hohes Risiko in sich bergen. Oder sie setzen auf etablierte Konzerne, deren Nanotech-Geschäfte in Relation zum Gesamterlös oft schwer meßbar sind.

Unternehmen wie FEI bieten da eine interessante Alternative. Als einer von vier führenden Produzenten von Elektronenmikroskopen – neben Carl Zeiss, Hitachi und der japanischen Jeol – ist FEI selbst zwar kein Nanotechnologie-Spezialist. Weil die Apparate aber für viele Nanotech-Firmen wichtiges Arbeitswerkzeug sind, profitiert das Unternehmen vom Potential der Branche.

Die technologische Sonderstellung des Unternehmens schlägt sich auch in der Bilanz nieder. 2004 erwirtschaftete FEI einen Rekordumsatz von 466 Millionen Dollar, der Gewinn summierte sich auf 16,6 Millionen Dollar. "Vor allem die Ergebnisse des vierten Quartals 2004 übertrafen bei weitem unsere Planungen", sagt FEI-Boß Sarkassian.

Um den Schwung zu halten, hat das Unternehmen 2004 in Eindhoven den NanoPort gegründet, ein Produktions- und Anwendungszentrum, in dem FEI-Entwickler und externe Forscher technische Herausforderungen meistern sollen. Darüber hinaus arbeitet FEI kontinuierlich an neuen Produkten. Erst Anfang März gab das Unternehmen die Markteinführung eines Elektronenmikroskops bekannt, das Forschern noch tiefere Einblicke in die Welt der Miniaturen ermöglichen soll. FEI-Boß Sarkassian: "Wir stehen erst am Vorabend der Nanotechnologie-Ära."
SAP: Interview mit Henning Kagermann (EuramS)

SAP erwartet weitere Marktanteilsgewinne in den USA. Das machte Konzernchef Henning Kagermann im EURO-Interview deutlich. Kagermann über Oracles überraschende Gegenofferte für Retek, Wachstumsfelder, die Bargeldreserven und Ärger mit Kunden...

Weiter unter: http://www.finance-online.de/news/news_detail.asp?NewsNr=283…



Rentenalternative: Auf ewig arbeiten? (EuramS)

Wie dem Schauspieler Klaus-Jürgen Wussow kann es jedem gehen: Wer nicht privat vorsorgt, muß länger schuften. Die gesetzliche Rente reicht nicht. Bis zu zehn Prozent des Bruttoeinkommens sind für die Vorsorge nötig, sagt eine Studie...

Weiter unter: http://www.finance-online.de/news/news_detail.asp?NewsNr=283…
CHART-KOLUMNE: Hoher Öl-Preis lastet auf den Gemütern der Aktienhändler

HAMBURG (S-T Systemtrade) - Nach den kräftigen Kursverlusten vom Mittwoch letzter Woche, setzten Europas Börsen am Donnerstag ihre abwärts ausgerichteten Bewegungsimpulse fort. Die Schlusskurse der Börsenbarometer lagen nahe ihrer Tagestiefs. Damit bestätigte sich zunächst das deutlich eingetrübte Bild, welches seit Mittwoch mit Unterschreiten der errechneten Minimumkorrekturen vorliegt.

Der Impulswechsel setzte dann am Donnerstag in den Abendstunden in den US-Märkten ein und konnte nur noch über die auf EUREX gehandelten Futures (FDAX und FESX) nachvollzogen werden, die eine wahre Kehrtwende hinlegten und schließlich knapp unter ihren Tageshochs in den Feierabend gingen.

Zur Einordnung dieser Tagesbewegung in das Gesamtbild, beginnen wir mit den Börsen-Indizes Europas. Mit den jüngsten Kursrückgängen, liegen uns im Grunde junge tertiäre Abwärtstrends vor, die über den Rahmen eines schlichten, abwärts ausgerichteten Korrekturimpulses hinausgehen und selber unmittelbar vor einer Gegenreaktion stehen. Das bisherige Ausmaß der jungen Abwärtstrends im Bezug auf die jeweils vorangegangen letzte Phase des noch gültigen, übergeordneten Aufwärtstrends, lässt aktuell den Schluss zu, dass wir kurzfristig wohl kaum mit neuen Bewegungshochs (und so mit einer Wiederaufnahme des allgemeinen Kursaufschwungs) rechnen können. Vielmehr setzt jetzt an der Stelle wieder unsere Praxis an, auch hier die derzeit gültigen Korrekturpotentiale auf der Oberseite zu berechnen, um damit den aktuell tatsächlichen Stand der Bewegungsdynamik messen zu können. Unsere Erwartungshaltung formuliert sich in diesem Zusammenhang wie folgt:

(1) es gilt die klassische Regel: schöpfen die Indizes im Zuge der jetzt erwarteten Korrektur auf der Oberseite, lediglich ihr jeweils errechnetes minimales Reaktionspotential aus und beenden dann die Erholung, unterstellen wir eine hohe Trefferquote auf ein neues Tief im laufenden tertiären Abwärtstrend.

(2) sollte mehr als das errechnete minimale Reaktionspotential drin sein, sinkt zumindest das statistische Risiko auf eine unmittelbare Trendfortsetzung auf der Unterseite (Ausführungen zu diesem Thema finden Sie unter www.wagner-lang.com, dann unter "Research" und dann unter "weitere downloads". Der hierzu gehörende Artikel hat die Überschrift "Korrekturpotentiale").

(3) wichtig in diesem Zusammenhang ist allerdings folgender Sachverhalt: die bisherigen Wegstrecken der laufenden, im Mittelpunkt der Analyse stehenden tertiären Abwärtstrends, sind noch sehr kurz. Somit sollte eine Korrekturpotentialauswertung zunächst nur indikativen Charakter tragen. Beachten Sie hierbei bitte, dass sehr kurze "Ausgangsstrecken" nur sehr eng beieinander liegende Reaktionspotentiale ergeben und damit ein "überschießen" schnell möglich ist. Dennoch, zur Orientierung eignet sich diese Herangehensweise auf jeden Fall.

Eingebettet in das Gesamtbild, gilt vorerst dennoch weiterhin: die primären Aufwärtstrends im Wochenchart, sind noch immer unverändert aufwärts ausgerichtet.

In den US-Aktien-Indizes sahen wir per Donnerstag Abend dann wieder erste Impulswechsel. Nach neuen Bewegungstiefs (bezogen auf die laufenden Abwärtskorrekturen), drehten die Märkte und hinterließen zum Teil recht deutlich ausgeprägte Lunten in den Tageskerzen, sowie Schlusskurse nahe der Tageshochs. Würde man diese Kursmuster klassifizieren, so gehörten sie zu der Kategorie "Hammer" (NASDAQ Comp., mit Abstrichen auch im S&P 500 Index), positiver Doji (NASDAQ 100), bzw. positives Schiebemuster (Dow Jones). Interessant ist hierbei, dass sich der Kurs der beiden NASDAQŽs praktisch weiterhin innerhalb der laufenden, jüngst ausgebildeten Staubereiche aufhält.

An den beiden von uns beurteilten asiatischen Börsen, fällt in erster Linie der japanische Nikkei 225 ins Auge. Dieser bewegt sich weiterhin, losgelöst von den "Problemen" der Europa- und US-Börsen, fester innerhalb eines noch intakten Aufwärtstrends - auf Wochen- wie auf Tagesbasis. Im Mittelpunkt unserer Betrachtung steht der Widerstand um 11.988. Dieser ist bereits im laufenden Fraktal mehrfach angehandelt worden und steht anscheinend vor der Überwindung. Gelänge der Sprung, lässt sich das nächst höhere Widerstandsniveau im Bereich um 12.195 herleiten.

Randmärkte

Die Entwicklung der Aktien-Indizes ist eingebettet in einen Rahmen aus einem hohen Öl-Preis, einem schwächelnden USD, wobei sich möglicherweise eine leichte Stabilisierung anzubahnen scheint, sowie einem leichteren Rentenmarkt. Die psychologisch wohl kritischste Komponente bleibt der Ölmarkt. Brent-Crude-Oil notiert unverändert in unmittelbarer Nähe seines Mehrjahreshochs, WTI-Cushing-Spot steht kurz vor Erreichen des Hochs. Die beiden Aufwärtstrends sind chart- wie markttechnisch intakt.

In der Konsequenz gehen wir davon aus, dass wir vorerst auch weiterhin mit einer Belastung der Aktien-Seite von den Randmärkten her, rechnen müssen.

DAX

Widerstände: 4.435 (u), 4.483 (O); Unterstützungen: 4.310 (O), 4.276 (u), 4.191 / 4.185 (O);

Aktuell angepasste Korrekturpotenziale, bezogen auf die Wegstrecke des vorangegangenen Abwärtsimpulses:

4.365 / 4.370 Minimumkorrektur 4.383 Normalkorrektur 4.395 / 4.400 Maximumkorrektur

In seinem Donnerstag Tagestief (4.330) rauschte der DAX in das errechnete maximale Kurs-Niveau-Band, welches wir (im Bezug auf den letzten Abschnitt des übergeordneten Aufwärtstrends) im Bereich um 4.337 / 4.329 definiert hatten. Nach Handelsschluss des Kassamarktes, drehte der bis 20 Uhr handelnde DAX-Future (FDAX) wieder nach oben und folgte dem Impulswechsel der US-Börsen. In der Konsequenz bildete sich ein Kerzenmuster aus, welches wir zwar keiner klassischen "Hammer" Definition zuordnen können, dennoch Chancen verspricht, dass der DAX in eine Gegenreaktion einsteigt.

An Hand der oben neu berechneten Korrekturpotentiale werden wir dann abschätzen, inwieweit der jetzt erwartete Reaktionsimpuls tatsächlich tragenden Charakter besitzen wird oder ob wir mit einer unmittelbaren Fortsetzung des Abschwungs rechnen müssen.

Mit dem kräftigen Kursrückfall der letzten drei Handelstage und der Tatsache, dass der DAX in diesem Zusammenhang bis auf das Niveau der errechneten Maximumkorrektur gerutscht ist, rechnen wir nicht mehr mit einer raschen bzw. kurzfristigen Trendfortsetzung auf der Oberseite. Vielmehr stellt sich jetzt die Frage, ob der DAX tatsächlich einen nachhaltigen Abwärtstrend entwickelt, bzw. ob er in eine Konsolidierung übergehen wird, ähnlich unserer Erwartungshaltung vom Februar, jedoch mit nach oben hin angepassten Begrenzungen.

In der Konsequenz bleiben wir strategisch / mittelfristig zwar noch eingeschränkt optimistisch, zumindest mit Blick auf den intakten primären Aufwärtstrend im Wochenchart, sehen aber auch hier einen deutlichen Rückgang an Bewegungsdynamik und Schwungkraft.

Auf Tagesbasis liegt unser Augenmerk auf dem laufenden Bewegungsimpuls und der nun erwarteten Reaktion. Je nach deren Ausmaß, werden wir ein Szenario entwickeln können, wie es wohl in den nächsten Tagen weiter gehen wird.

Somit bleiben wir praktisch vorerst an der Seitenlinie, konzentrieren uns auf intraday-Handelsaktivitäten und warten die (hoffentlich) kommende Reaktion auf der Oberseite ab.

--- Uwe Wagner ---
Conergy-Aktien werden zwischen 48 und 54 Euro angeboten

Frankfurt, 13. Mär (Reuters) - Die Aktien des Börsenkandidaten Conergy <CGYG.DE> werden in einer Preisspanne von je 48 bis 54 Euro angeboten.

Die Anleger können die Papiere von Montag bis Mittwoch zeichnen, wie der Solaranlagenbauer am Sonntag mitteilte. Für Privatanleger endet die Angebotsfrist am Mittwoch um 12.00 Uhr (MEZ), für institutionelle Anleger um 18.00 Uhr. Es werden bis zu 4,5 Millionen Aktien angeboten.

Einen Termin für den Börsengang nannte das Unternehmen in seiner Pflichtmitteilung nicht. In Finanzkreisen wurde zuletzt mit einer Erstnotiz um den 18. März herum gerechnet.
MobilCom-Chef drängt Freenet zu Zustimmung zu Fusionsplänen

Frankfurt, 12. Mär (Reuters) - In den Fusionsverhandlungen zwischen dem Mobilfunkdienstleister MobilCom <MOBG.DE> und seiner Internettochter Freenet.de <FRNG.DE> verschärft sich der Ton zwischen den Vorstandschefs.

Während Freenet-Chef Eckard Spoerr zu den Verschmelzungsplänen weiter auf Distanz geht, drängt MobilCom-Chef Thorsten Grenz auf rasche Fortschritte. "Wir wollen die Verschmelzung der beiden Unternehmen bis Ende des Jahres über die Bühne bringen", sagte Grenz dem "Spiegel". Spoerr dagegen machte deutlich, dass er für die Interessen der anderen Anteilseigner eintreten werde. "Da sich MobilCom selbst vertritt, sehe ich mich als Anwalt der freien Aktionäre", sagte er der Zeitung "Die Welt" (Samstagausgabe).

Mobilcom hält 50,4 Prozent an Freenet. Der Mutterkonzern hatte seiner Tochter vor einigen Tagen eine Fusion vorgeschlagen. Freenet hatte darauf zurückhaltend reagiert.

Dazu sagte der MobilCom-Chef nun: "Herr Spoerr braucht jetzt ein wenig Zeit, um unseren Vorschlag nachzuarbeiten und um ihn zu verstehen. Die positiven Reaktionen an den Kapitalmärkten lassen mich hoffen, dass er die Richtigkeit und Notwendigkeit rasch nachvollziehen kann." Grenz wies zugleich die Darstellung zurück, er habe Spoerr bei dem Verschmelzungsvorhaben übergangen. "Als unser Aufsichtsrat grünes Licht für die Pläne gegeben hatte, mussten wir die Kapitalmärkte umgehend informieren. Wir haben Herrn Spoerr noch vorher angerufen. Er war leider nicht erreichbar", sagte der MobilCom-Chef dem Nachrichtenmagazin. Welche Position Spoerr nach der Fusion bekleiden soll, ließ er offen: "Jetzt sind Sachentscheidungen wichtiger als Personalien."

Nach Ansicht Grenz` bietet ein Zusammenschluss beiden Unternehmen neue Möglichkeiten für Zukäufe auf dem Mobilfunk- und dem Festnetzmarkt. "In den zusammenwachsenden Märkten können wir gemeinsam zusätzliche Erträge erwirtschaften - und unsere Verlustvorträge verrechnen."



Magazin - Börsen-Aufsichtsrat berät über Zukunft Seiferts

Frankfurt, 12. Mär (Reuters) - Der Aufsichtsrat der Deutschen Börse <DB1Gn.DE> kommt am Mittwoch zu seiner ersten Sitzung nach der gescheiterten Übernahme der Londoner Börse <LSE.L> zusammen. Einem Bericht des "Spiegel" zufolge will das Kontrollgremium über die Zukunft von Börsenchef Werner Seifert beraten.

Aufsichtsratschef Rolf Breuer habe sich vorsichtig bei seinen Kollegen erkundigt, ob sie noch zu Seifert stünden, berichtete das Nachrichtenmagazin am Wochenende vorab. Einige Aufsichtsratsmitglieder hätten Seifert scharf kritisiert. Dem Vorstandschef werde vorgeworfen, bei allen Möglichkeiten zur Konsolidierung der europäischen Finanzmarktbetreiber gescheitert zu sein. "Mit Seifert haben wir keinerlei Spielraum für strategische Partnerschaften mehr", zitiert das Magazin ein Aufsichtsratsmitglied. "Wenn Seifert gehen muss, kann Breuer nicht bleiben." Ein Börsen-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Der Frankfurter Börsenkonzern hatte am vergangenen Sonntag sein Kaufangebot für die London Stock Exchange (LSE) von rund zwei Milliarden Euro nach heftigem Widerstand eigener Aktionäre überraschend zurückgezogen. Hedge-Fonds im Aktionärskreis der Börse hatten sich gegen die Übernahme gewandt und eine Ablösung des Managements gefordert.

Nach dem Rückzug der Offerte hatte Breuer Seifert demonstrativ den Rücken gestärkt und sich gegen einen Rücktritt des Vorstandschefs ausgesprochen. "Es gibt gar keinen Grund dafür, er hat einen hervorragenden Job gemacht", hatte Breuer gesagt.

Diese Woche machen wir im Forum " Neuer Markt (hist.)" halt.

Hallo @ all :D



DER KING:D

der sich freut:D dass Ihr diese Woche wieder zu Hause seit:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D
SAP-Chef überrascht über schnelle Oracle-Gegenofferte für Retek

Frankfurt, 13. Mär (Reuters) - Der SAP <SAPG.DE> -Konzern hat sich erstaunt über die rasche Gegenofferte des US-Rivalen Oracle <ORCL.O> für den Software-Anbieter Retek <RETK.O> gezeigt.

Zwar sei grundsätzlich mit einem konkurrierenden Angebot zu rechnen gewesen, sagte SAP-Vorstandschef Henning Kagermann dem Anlegermagazin "Euro am Sonntag". Vom Zeitpunkt des Orcale-Vorstoßes sei er aber durchaus überrascht gewesen, räumte er ein.

Kagermann bekräftigte allerdings, dass sich der Walldorfer Softwareriese keineswegs unter Zugzwang sehe. "Wir müssen nicht auf Teufel komm raus zukaufen", sagte er.

Die von SAP Ende Februar mit der Retek-Unternehmensführung vereinbarte Übernahme aller Retek-Aktien zum Preis von je 8,50 Dollar war überraschend von Konkurrent Oracle torpediert worden: Oracle will neun Dollar je Retek-Aktie zahlen.

Kagermann machte deutlich, dass SAP keine Großzukäufe plane. "Wir setzen weiter auf kleinere oder mittlere Akquisitionen, sofern sie reinpassen." Von den bis Ende des Jahres erwarteten Barmitteln seien vier Milliarden Euro als strategische Reserve vorgesehen. "Ansonsten können wir das Geld für Akquisitionen und für weitere Aktienrückkäufe nutzen."

Mit einer Sonderdividende können die Aktionäre Kagermann zufolge nicht rechnen. "Aber wir sind eines der wenigen Software-Unternehmen, die überhaupt Dividende zahlen", betonte er. Der Konzernchef äußerte zugleich die Erwartung, dass "wir im laufenden Jahr in den USA wieder Marktanteile gewinnen".

Bayer-Chef unzufrieden über Absatz des Potenzmittels Levitra

Frankfurt, 13. Mär (Reuters) - Bayer <BAYG.DE> -Chef Werner Wenning zeigt sich unzufrieden mit dem bisherigen Verkauf der Potenzpille Levitra.

"Levitra entwickelt sich nicht wie zunächst erwartet. Wir müssen Ärzte und Patienten besser von den Produktvorteilen überzeugen", sagte Wenning dem Magazin "Focus". Rund 200 (2003: 144) Millionen Euro Umsatz habe das Medikament im Jahr 2004 gebracht. Levitra steht in Konkurrenz zu der Viagra-Pille des US-Branchenprimus Pfizer <PFE.N> sowie dem Mittel Cialis vom US-Konzern Eli Lilly <LLY.N> . Das Marktpotenzial für Potenzmittel betrage rund fünf Milliarden Euro, sagte Wenning in dem am Wochenende vorab veröffentlichen Interview. "Wir wollen davon 20 Prozent Marktanteil", ergänzte er.

Bayer hatte Levitra im März 2003 in Europa auf den Markt gebracht. Im August 2003 bekam der Konzern auch grünes Licht für die Vermarktung in den USA, der Marktstart erfolgte kurz danach. Im dritten Quartal 2004 hatte der Levitra-Umsatz mit 45 Millionen Euro nur um fünf Millionen Euro über dem Umsatz des zweiten Quartals (40 Millionen Euro) gelegen. Unlängst hatte Bayer die Vertriebsrechte an dem Medikament für die meisten Länder außerhalb der USA vom britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) <GSK.L> zurückgekauft. Bayer vertreibt dort künftig das Medikament alleine. Dass GSK die Rechte abgab, werteten manche Analysten als weiteres Indiz dafür, dass Levitra die hohen Markterwartungen bislang nicht erfüllt hat.

Wie der Konzernchef dem Magazin außerdem sagte, will Bayer dieses Jahr weltweit rund 3,5 Milliarden Euro für Investitionen sowie für Forschung und Entwicklung ausgeben. "In Deutschland werden wir in erster Linie investieren, um Anlagen zu erneuern und zu erweitern, in neue Großanlagen investieren wir dort, wo Märkte wachsen, also bevorzugt in Asien", sagte Wenning.

Kritisch äußerte sich der Vorstandschef zur Haltung der rot-grünen Bundesregierung zur Gentechnik: "Wir fürchten, dass die Pflanzen-Biotechnologie in Deutschland wegen der Haftungsregelungen nicht stattfindet." Die Grünen betrieben eine "Null-Toleranz-Politik" gegenüber dieser wachstumsträchtigen Technologie. Andere Chemie-Konzerne wie etwa BASF <BASF.DE> hatten sich ebenfalls kritisch zur Gentechnik-Politik der Bundesregierung geäußert.

Magazin - Mercedes-Chef ändert Vertriebsstrategie

Frankfurt, 13. Mär (Reuters) - Der neue Mercedes-Chef Eckhard Cordes will einem Magazinbericht zufolge mit einer geänderten Vertriebsstrategie die Ertragskraft stärken.

Bei der Luxuswagen-Tochter von DaimlerChrysler <DCXGn.DE> solle künftig die Rendite Vorrang vor den Absatzzahlen haben, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Wochenende vorab. "Mir geht es nicht so sehr um Mengenziele, sondern um Margenziele", habe Cordes seinen Managern gesagt.

Cordes ist seit Oktober Chef der Mercedes Car Group, zu der die Marken Mercedes-Benz, Maybach und Smart gehören. Dem Bericht zufolge will er die geänderte Vertriebsstrategie mit einem neuen Manager durchsetzen. Der bisher für das europäische Nutzfahrzeuggeschäft zuständige Klaus Maier solle Joachim Schmidt als Vertriebs- und Marketingvorstand der Mercedes Car Group ablösen. Schmidt werde auf einen anderen Posten im Unternehmen versetzt. Ihm würden keine Vorwürfe im Zusammenhang mit der Affäre um Untreuevorwürfe gegen Vertriebsmitarbeiter gemacht. Nach jüngsten Konzernangaben ermittelt die Staatsanwaltschaft inzwischen gegen drei hochrangige Vertriebsmanager, die mittlerweile nicht mehr im Amt sind. Einem "Focus"-Bericht zufolge soll der Konzern um einen zweistelligen Millionenbetrag betrogen worden sein.

DaimlerChrysler lehnte einen Kommentar zu beiden Magazin-Berichten ab. Der Konzern will bei seiner Mercedes-Auto-Tochter bis 2007 drei Milliarden Euro einsparen. Die Umsatzrendite der Mercedes Car Group soll sich bis 2007 auf sieben Prozent verdoppeln. Die gewöhnlich ertragsstärkste Sparte des Konzerns hatte 2004 einen Gewinneinbruch verzeichnet. Dazu trugen neben anhaltenden Verlusten der Kleinwagenmarke Smart deutlich gestiegene Kosten zur Beseitigung von Qualitätsmängeln bei.

Der Chef des französischen Autobauers PSA Peugeot Citroen <PEUP.PA> , Jean-Martin Folz, lehnt unterdessen eine Kooperation mit Smart ab. Diesbezüglich könne er sich "derzeit wirklich nichts vorstellen", wurde Folz in der "Automobilwoche" zitiert. Zwar wollten die Stuttgarter früher einmal Komponenten für die Plattform des Smart "Forfour" bei PSA einkaufen, "aber das Ganze ist Vergangenheit", sagte er dem Branchenblatt zufolge.

Dow-Analyse vom 12.03.2005




Der Dow fiel im Wochenverlauf wieder unter seinen Support bei 10.850 Punkten zurück. Der Vergleich der Freitagsschlusskurse zeigt ein Minus von 166,2 Punkten oder 1,5 Prozent.

Im mittleren Schaubild nähert sich der Index damit wieder der Unterstützungslinie bei 10.700, wo in etwa auch die 100-Tage Linie verläuft. Der mittelfristige MACD (auf Wochenbasis) deutet noch verhalten aufwärts.



Auf Tagesbasis hat sich das Bild hingegen eingetrübt. Der Dow konnte nach dem Kursrutsch am Mittwoch zwar noch einmal zur Chartmarke im Bereich von 10.850 Zählern aufschließen (Pullback), doch für ein Rebreak fehlte ihm die Kraft. Am Freitag schloss er zudem noch knapp unter der Mittellinie seines Bollinger-Bandes, was zusammen mit den abwärts deutenden Indikatoren eher für einen schwachen Wochenauftakt spricht. Immerhin verläuft die nächst tiefere Unterstützung aber schon im Bereich von 10.700 Zählern, so dass eine gute Chance besteht, dass sich die US-Blue Chips schnell fangen.

Nasdaq Composite-Analyse vom 12.03.2005



Wie erwartet entwickelte sich der compx in der Vorwoche mit einem Verlust von 29 Zählern bzw. 1,4 Prozent leicht rückläufig. Zu Wochenbeginn kitzelte der Index an der Marke von 2100 Punkten, konnte diese aber schon per Schlusskurs nicht behaupten.

Die Seitwärtsbewegung dauert nunmehr seit rund zwei Monaten an, und damit auch das Oszillieren um das mittlere Bollinger Band im Wochenchart. Klare charttechnische Impulse lassen sich aus dem mittelfristigen Schaubild noch immer nicht herleiten.



Im unteren, kurzfristigen Chart generierte der Index mit Unterschreiten der 2055 zwar ein schwaches Verkaufsignal, allerdings wartet bei 2030 Zählern schon der nächste Support in Form des unteren Bollinger Bandes. Zudem nähert sich der Stochastik Oszillator mit Riesenschritten der überverkauften Zone, was innerhalb der bestehenden Seitwärtsbewegung zuvor zuverlässig zu steigenden Notierungen führte.

Insofern besteht auch aktuell kein Grund zur Schwarzmalerei beim compx. Noch weiter bröckelnde Kurse sind möglich, (schwache) Unterstützungen befinden sich bei 2030 (unteres Bollinger Band), 2023 und 2009 (Februar- bzw. Januar-Tief). Prallt die Notierung an einer dieser Marken nach oben ab, dürfte sich die Seitwärtsbewegung mit einem Anstieg in Richtung 2100 Zähler fortsetzen.

EuroSTOXX50-Analyse vom 12.03.2005



Der EuroStoxx legte in der vergangenen Woche den Rückwärtsgang ein und sackte in der zweiten Wochenhälfte auch unter seine Aufwärtstrendlinie im unteren Schaubild - wenn auch noch nicht signifikant. Auf Wochenbasis ist zu erkennen, dass die europäischen Standardwerte die in der Vorwoche erreichten Gewinne wieder abgaben. Der Index verlor 46,5 Punkte oder 1,5 Prozent.



Die Indikatoren deuten weiter abwärts, wobei der Stochastik bereits in seinem überverkauften Bereich angelangt ist.

Die nächst tiefere Unterstützung leitet sich aus dem Zwischentief im Februar bei ~3030 Punkten ab. Aufgrund der widersprüchlichen Lage (mittelfrisitg deutet der Chart noch aufwärts, kurzfristig abwärts) bietet es sich für Anleger an, das Pulver trocken zu halten.

DAX-Analyse vom 12.03.2005



Nicht so erfreulich wie an dieser Stelle erhofft entwickelte sich der DAX in der Vorwoche, der Elan des starken Freitags verpuffte schnell. Zwar markierte der Index noch ein neues Jahreshoch bei 4435 Zählern, dann aber bröckelte die Notierung ab. Im Wochenvergleich ergab sich ein Rückgang um 64 Punkte oder 1,4 Prozent.

Der seit August bestehende Aufwärtstrend ist aber weiterhin intakt, die mittelfristgen Aussichten bleiben damit positiv. Dies wird auch durch das am Montag erreichte neue Jahreshoch bestätigt. Mittelfristiges Kursziel bleibt die runde Marke von 4500 Zählern, die sich aus den Hochpunkten im Sommer 2002 ableiten lässt.



Auch die kurzfristige Perspektive, aus dem unteren Schaubild ersichtlich, kann noch nicht als negativ bezeichnet werden. Der jüngste Kursrückgang stoppte bereits knapp oberhalb der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie, und auch deutlich über dem unteren Bollinger Band. Der Stochastik tauchte in den überverkauften Bereich ein,was im bestehenden Aufwärtstrend auf bevorstehende Kurssteigerungen hindeutet.

Dies muss jedoch keineswegs zwingend zu einer raschen Aufwärtsreaktion führen, ein vorheriger Test der Aufwärtstrendlinie ist gut denkbar. Dann heisst es wachsam sein, denn sollte der Uptrend signifikant durchbrochen werden, würde sich das charttechnische Bild merklich eintrüben. Ein Rückgang auf weniger als 4200 Zähler wäre zu befürchten. Hält jedoch der Aufwärtstrend, wovon derzeit auszugehen ist, sollte der DAX anschliessend einen neuen Angriff auf 4500 Punkte starten.



Fit für neue Geschäfte

Der Laborausstatter Sartorius macht wieder gute Gewinne. Jetzt will er sein Produktangebot erweitern

von Frank Stocker

In der Pharmaindustrie jagt ein Skandal den nächsten. Erst vor knapp zwei Wochen mußten die Konzerne Biogen Idec und Elan ihr Multiple-Sklerose-Mittel Tysabri vom Markt nehmen. Wenige Wochen zuvor war es dem amerikanischen Branchenriesen Merck mit seinem Schmerzmittel Vioxx ähnlich ergangen. Und davor hatten die britischen Behörden die Grippeimpfstoffproduktion von Chiron geschlossen.

Doch Joachim Kreuzburg ficht das nicht an. "Für uns hat sich das nicht auf das Geschäft ausgewirkt", sagt der Chef der Sartorius AG, die einen Großteil ihrer Kunden in der Pharma-Industrie hat. "Denn kein einziger Kunde macht mehr als fünf Prozent des Umsatzes aus."

Das Unternehmen besteht aus zwei Sparten. Unter der Überschrift "Biotechnologie" stellt Sartorius vor allem Filter und sogenannte Fermenter her. Sie werden in den Laboren und in den Produktionsanlagen der Medikamentenhersteller benötigt. Im zweiten Geschäftsfeld dagegen, der Mechatronik, waren die Göttinger einst groß geworden. Hier stellen sie Präzisionswaagen und weitere Laborinstrumente her.

Ende der neunziger Jahre hatte der damalige Vorstandsvorsitzende Utz Claassen, der inzwischen Chef des Energieversorgers EnBW ist, mit einer Reihe von Unternehmenszukäufen einen radikalen Expansionskurs eingeschlagen. Darunter litten jedoch die Bilanzen. Seit gut zwei Jahren konsolidiert daher nun Joachim Kreuzburg das Unternehmen.

Der Erfolg des neuen Kurses zeigte sich in den Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr. Der Umsatz war um 5,5 Prozent auf 468 Millionen Euro gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) hatte sich dagegen von 14,7 auf 32,5 Millionen Euro sogar mehr als verdoppelt.

Doch damit ist Kreuzburg noch längst nicht zufrieden. "Wir haben ein Etappenziel erreicht", sagt er. Der weitere Weg soll Sartorius bis 2007 zu einer Ebit-Marge von elf Prozent führen. "Damit wollen wir mit unseren Wettbewerbern gleichziehen", so Kreuzburg. Er vergleicht sein Unternehmen dabei vor allem mit den amerikanischen Biotech-Zulieferern Pall und Millipore sowie dem schweizerisch-amerikanischen Mechatronik-Konzern Mettler-Toledo.

Derzeit liegt die Ebit-Marge noch bei sieben Prozent, für dieses Jahr peilt Kreuzburg aber schon einen Wert von acht Prozent an. "Haupttreiber dafür wird unser Wachstum sein", sagt Kreuzburg. Durch Skaleneffekte könnten sich die Margen vor allem im Geschäft mit biotechnologischen Produkten weiter verbessern.

Allerdings könnte ihm dabei der Dollarkurs einen Strich durch die Rechnung machen. Im Gegensatz zu seinen Wettbewerbern kalkuliert Sartorius nämlich in Euro, verkauft aber ebenso wie die Konkurrenten einen Großteil seiner Produkte im Dollarraum.

"Freude macht das nicht", kommentiert Kreuzburg daher auch die Entwicklung des Dollars in den vergangenen Monaten. Immerhin wäre der Umsatz im vergangenen Jahr währungsbereinigt um 8,5 statt um 5,5 Prozent gewachsen. "Aber wir reagieren darauf." So hat sich das Unternehmen bereits für 2005 und 2006 voll durch Währungsgeschäfte abgesichert. "Zudem versuchen wir verstärkt, im Dollarraum einzukaufen und so das Risiko weiter zu verringern", sagt Kreuzburg.

Die Aktionäre profitierten von der bislang erfolgreichen Konsolidierung durch einen deutlich gestiegenen Aktienkurs. Dadurch hat sich aber auch die Bewertung stark erhöht. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Zahlen von 2004 liegt immerhin fast bei 20, auf Basis der erwarteten Ergebnisse für 2005 steht es etwa bei 15. "Für ein Technologie-Unternehmen, das Wachstum zeigt und in attraktiven Branchen tätig ist, ist das absolut in Ordnung", findet Sartorius-Chef Kreuzburg allerdings.

Eine Absicherung bietet den Aktionären die Dividende. Für 2004 sollen 42 Cent je Vorzugsaktie ausgeschüttet werden, nachdem sie für 2003 noch 26 Cent betragen hatte. Die Ausschüttungen an die Stammaktionäre sind zwei Cent niedriger.

Insgesamt betrug der Gewinn im vergangenen Jahr jedoch rund 89 Cent je Aktie. Jener Teil, der nicht ausgeschüttet wird, soll dem Eigenkapital zugute kommen. Dadurch macht sich Sartorius fit für eine neue Phase in der Unternehmensentwicklung. "Die zentralen Aufgaben der Konsolidierung haben wir erledigt", so Kreuzburg. "Jetzt geht es darum, uns entlang der Prozeßkette der Kunden neue Geschäftsfelder zu erschließen."

Sind also auch wieder Akquisitionen zu erwarten? Bei dieser Frage windet sich Kreuzburg. "In den letzten beiden Jahren war dieses Thema tabu", sagt er. "Jetzt sind wir zwar ein wenig offener dafür, aber ohne konkrete Pläne."

Keinesfalls wolle Sartorius jedoch neue Kundenkreise erschließen. "Unser Fokus bleibt auf der Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie", so Kreuzburg. "Wir wollen in die Tiefe wachsen, nicht in die Breite."

Fester Bestandteil der Unternehmensstrategie wird auch die Tochter Vivascience sein, nachdem der geplante Börsengang im Dezember abgesagt worden war. Diese Entscheidung bereut Kreuzburg auch nun nicht, nachdem das Geschäft mit Neuemissionen wieder in Gang gekommen ist. "Vivascience ist zwar profitabel, hat aber noch nicht die Wachstumsraten, um eine angemessene Bewertung an der Börse zu erzielen."



Experten streiten über Aussichten für Japans Aktien

Nur die Exportindustrie konnte bisher die Krise überwinden. Droht nun sogar eine neue Rezession?



Vor wenigen Wochen änderte Toyota den chinesischen Namen seines Allradwagens Prado. Aus "Badao" wurde "Puladu". Der Grund ist ebenso banal wie aufschlußreich. "Badao" bedeutet im Chinesischen auch "überwältigen". Das allein war vor dem Hintergrund der chinesisch-japanischen Geschichte schon problematisch. Doch als in einem Werbefilm dann Löwen, die für China stehen könnten, ehrerbietig vor dem Badao salutierten, schäumte das chinesische Publikum. Toyota mußte sich öffentlich entschuldigen und klein beigeben.

Das Beispiel zeigt, wie wichtig der chinesische Markt für die japanischen Unternehmen inzwischen geworden ist. Der Boom im Land der Mitte ist einer der wesentlichen Gründe für die Erholung von Japans Wirtschaft in den vergangenen beiden Jahren. Ein großer Teil des Zuwachses beim Bruttoinlandsprodukt geht auf die Exportwirtschaft zurück.

Doch im letzten Quartal des vergangenen Jahres verlangsamte sich der Aufschwung deutlich. Die Wachstumsrate ging auf 0,8 Prozent zurück und wurde selbst von Finanzminister Tanigaki als "ein bißchen schlecht" bewertet. "Wir haben das beste in diesem Zyklus bereits gesehen", sagt daher Paul Sheard, Chefökonom für Asien bei Lehman Brothers. "Die exportgetriebene Erholung endet, bevor die Wirtschaft aus der Deflation entkommen ist." Er warnt daher: "Die Anleger sollten sich auf einen Abschwung einstellen."

Ganz anders sieht das Helmut Becker. "Wir sind in den vergangenen Jahren mehrmals durch eine Morgenröte getäuscht worden, die dann schnell wieder in der Finsternis verschwand", sagt der Professor für Wirtschaftspolitik an der Sophia Universität in der Hauptstadt Tokio. "Aber ich bin mir sicher: Diesmal ist die Krise vorbei."

Als wichtigsten Grund für seinen Optimismus nennt Becker die Reformen bei den japanischen Banken. "Sie haben ihre Bücher inzwischen so weit von den Lasten gereinigt, daß die Null-Zins-Politik der Notenbank nun erstmals auch in den Wirtschaftskreislauf einfließen kann", sagt er.

Dem hält Sheard jedoch die realen Zahlen entgegen. Danach sei noch keine Wende bei der Kreditvergabe zu erkennen. "Das Kreditvolumen fällt nach wie vor um rund 2,4 Prozent pro Jahr", sagt er.

Allerdings könnte die jüngste Megafusion in Japans Bankenwelt ein positives Signal sein. Die Mitsubishi-Tokyo-Bank will die angeschlagene UFJ-Holding übernehmen. Damit entstünde die nach ihrer Bilanzsumme von 1,5 Billionen Euro größte Bank der Welt.

Viele Fonds sind daher derzeit auch in Mitsubishi-Tokyo investiert. Beim Sirius Japan Opportunities, der auf Jahressicht die beste Performance aller Japan-Fonds zeigte, ist die Bank immerhin die viertgrößte Position.

Der zweite wichtige Faktor, der Becker so optimistisch macht, ist die Erholung am Immobilienmarkt. Das Platzen der Immobilienblase war Anfang der neunziger Jahre der Auslöser für die Dauerkrise der japanischen Wirtschaft. "Seit zwei Jahren steigen nun jedoch die Grundstückspreise in Tokio wieder", sagt er.

Dies erkennt auch Sheard an. "Aber in Osaka, der zweitwichtigsten Stadt nach Tokio, sinken die Preise nach wie vor um rund zehn Prozent jährlich", sagt er. "Der Preisverfall als makroökonomisches Phänomen ist noch nicht zu Ende", schließt er daraus. Becker dagegen: "Die Deflation ist ein Thema der Vergangenheit."

Beckers Meinung teilt immerhin die Mehrheit der Analysten. Sie gehen davon aus, daß die Wirtschaft die Krise überwunden hat, auch wenn noch nicht alle Konjunkturdaten dies belegen können. Sie sehen jetzt vor allem jene Branchen im Vorteil, die unter der Krise am stärksten gelitten hatten. So rät Naoki Kamiyama von Morgan Stanley: "Wir empfehlen Anlegern ihr Portfolio auf Aktien der Banken-, Immobilien- und Baubranche zu stützen, mit der Erwartung, daß die Wirtschaft die Deflation überwindet."

Gleichzeitig glaubt er, daß sich schon bald die Anlageschwerpunkte in Japan verschieben könnten, weg von den Nebenwerten und wieder hin zu den großen Industrieunternehmen. Als Beispiele für Firmen, die im Februar hinter dem Markt zurückgeblieben sind und bei einer solchen Wende Aussicht auf gute Kursgewinne hätten, nennt er das Internet- und Telekommunikationsunternehmen Softbank, den Einzelhändler Aeon, den Chemie- und Fertighaushersteller Sekisui und den Elektronikkonzern Hitachi.

Immerhin scheinen die ersten beiden Handelswochen im März den Optimisten recht zu geben. Der Nikkei 225, der maßgebliche Index der Tokioter Börse, legte deutlich zu und steht wieder kurz vor der Marke von 12 000 Punkten.

Und wenn Anleger diesen Erfolg begießen wollen, so ist das heute leichter als früher. "Die Flasche Dom Pérignon kostet in Tokio nur rund 80 Euro", berichtet Becker - eine Folge der Deflation.
Ölpreis zum Wochenschluss von Technik und IEA getrieben

NEW YORK (Dow Jones-VWD)--Die Ölpreisfutures sind zum Wochenschluss an der Nymex fester aus dem Handel gegangen. Der führende April-Kontrakt auf Light Sweet Crude erhöhte sich am Freitag um 0,89 USD auf 54,43 USD. Händler verwiesen zur Begründung des Anstiegs unter anderem auf die Charttechnik. Die mögliche Ausbildung eines Doppel-Tops habe sich als Bärenfalle erwiesen. Scheinbar habe es lediglich eine kurzfristige Korrektur gegeben, so dass sich der Ölpreis in naher Zukunft wohl wieder seinem 22-Jahreshoch bei 55,67 USD nähern dürfte, so ein Techniker.

Eher fundamental orientierte Beobachter verwiesen zur Begründung des Anstiegs vor allem auf die Kommentare der Internationalen Energieagentur (IEA). Die IEA hatte am Berichtstag erklärt, dass die hohen Energiekosten den konjunkturellen Schwung in den USA und China nicht gebremst haben. Daher dürfte die internationale Ölnachfrage im laufenden Jahr ihrer Ansicht zufolge stärker zunehmen als bisher erwartet. Die IEA hat daher ihre Prognose für den weltweiten Nachfrageanstieg 2005 um 330.000 Barrel/Tag (bpd) auf 1,81 Mio bpd angehoben.

Die Prognose für das weltweite Nachfragewachstum im üblicherweise saisonbedingt schwächeren zweiten Quartal wurde um 35% auf 1,64 Mio bpd angehoben. Die Nachfrage nach Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wird nach Einschätzung der IEA im zweiten Quartal bei 27,4 Mio bpd liegen und damit um 400.000 bpd höher als bisher erwartet. Die IEA äußert daher auch die Ansicht, dass bei dem OPEC-Treffen am 16. März in Isfahan eine Bestätigung der gegenwärtigen Förderobergrenze von 27 Mio bpd beschlossen werden dürfte. Dies hätten zahlreiche OPEC-Minister angesichts der nahe den Rekordständen liegenden Rohölpreise bereits angedeutet.
(ENDE) Dow Jones Newswires/11.3.2005/mc

Dow Jones/vwd
TAGESVORSCHAU/14. März 2005 - vorläufige Fassung
Freitag 11. März 2005, 18:36 Uhr




00:50 JP/BIP Q4 (2. Veröffentlichung)
00:50 JP/Leistungsbilanz Januar
05:30 JP/Industrieproduktion Januar (revidiert)
***07:30 AT/Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG,
Jahresergebnis (10:00 PK), Wien
***08:00 DE/MLP AG, Jahresergebnis (10:00 Telefon-PK), Heidelberg
***09:00 DE/Cewe Color Holding AG, PK zum Jahresergebnis, Hamburg
10:00 CH/Kühne & Nagel International AG, BI-PK, Zürich
***10:30 GB/Erzeugerpreise Februar
Output-Basis
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+2,6% gg Vj
zuvor: -0,1% gg Vm/+2,6% gg Vj
10:30 DE/Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA),
PK mit Präsident Hundt zum Thema: "Agenda 2005", Berlin
12:00 DE/Kronberger Kreis, PG zur Vorstellung eines Gutachtens zum
Stabilitäts- und Wachstumspakt, Frankfurt (A)
14:30 DE/Walter Bau-AG vereinigt mit Dywidag,
PK von Betriebsrat und Gewerkschaft zum Stellenabbau, Augsburg
***15:00 EU/Wirtschafts- und Währungsauschuss des Europäischen Parlaments,
monetärer Dialog mit EZB-Präsident Trichet, u.a. Reform des
Stabilitäts- und Wachstumspakts, Brüssel
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Haupt-Refi-Zinstender
18:00 DE/DaimlerChrysler Services AG, PG mit Vorstandsvorsitzendem
Walker zum Geschäftsverlauf 2004 und Ausblick für 2005
(Berichterstattung am Dienstag), Berlin
19:00 US/Treasury, Auktion drei- und sechsmonatiger Schatzwechsel Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - DE/Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH,
Zuteilung Neuemission Bubill-Tender
*** - IT/UniCredito Italiano SpA, Jahresergebnis, Genua
- IT/Banca Nazionale del Lavoro SpA (BNL), Jahresergebnis, Rom
- IT/Manifatture Lane Gaetano Marzotto & Figli SpA (Marzotto),
Jahresergebnis, Valdagno
- GB/BoE, Quartalsbericht
- HU/Feiertag, Börsen geschlossen
- Über die genannten Termine wird Dow Jones-VWD berichten,
sofern nicht anders gekennzeichnet
- (A) Berichterstattung aktualitätsabhängig
- *** kennzeichnen Termine mit herausragender Bedeutung
- Uhrzeiten in MEZ
- Keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit

(ENDE) Dow Jones Newswires/11.3.2005/gl
dpa-afx
Experten rechnen im März mit bis zu 5,4 Millionen Arbeitslosen
Sonntag 13. März 2005, 14:59 Uhr


HAMBURG (dpa-AFX) - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland steuert im März auf den nächsten Nachkriegsrekord zu. Davon gehen Experten von zwei Wirtschaftsinstituten aus. Gebhard Flaig vom Ifo Institut für Wirtschaftsforschung in München sagte der "Bild"-Zeitung (Samstag): "Es spricht alles dafür, dass die 5,3-Millionen-Marke geknackt wird." Arbeitsmarktexperten vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle rechnen sogar mit einem Anstieg auf bis zu 5,4 Millione. Die Ursachen seien unter anderem das ANZEIGE

schlechte Wetter im laufenden Monat sowie die zahlreichen Sozialhilfeempfänger, die von den Gemeinden noch arbeitslos gemeldet werden.
Die Zahl der Arbeitslosen war nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Februar zum zweiten Mal in Folge auf einen neuen Rekordstand von 5.216.000 gestiegen. Dies waren 177.000 mehr als im Januar und 575.000 mehr als vor einem Jahr.

Die Bundesregierung macht vor allem statistische Effekte für den Anstieg der Arbeitslosenzahlen verantwortlich. Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) sagte am Samstag in Potsdam auf dem Bundeskongress der Naturfreunde Deutschlands: "Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist nicht gestiegen." Die Einbeziehung vormaliger Sozialhilfeempfänger durch die Hartz-IV-Reform habe die Zahl der Erwerbslosen auf zuletzt 5,2 Millionen getrieben. In Wahrheit betrage die Arbeitslosenzahl nach wie vor etwa 4,8 Millionen./pi/DP/mw
13. März 2005 Druckversion | Versenden | Leserbrief


KONZERNKRISE

Walter Bau streicht drei Viertel der deutschen Stellen

Beim insolventen Baukonzern Walter Bau AG werden nach Betriebsratsangaben rund 75 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland gestrichen. Die Belegschaft ist schockiert, die Zahlen übertreffen die Befürchtungen der Arbeitnehmervertreter.



ANZEIGE






DPA
Walter-Bau-Baustelle: Stellenabbau schockt Mitarbeiter
München/Augsburg - Gesamtbetriebsratschef Karl Bauer sagte der Zeitung " Welt" , dass von den 4500 Stellen im Inland bis zu 3500 Arbeitsplätze wegfallen. Auch die Hauptverwaltung in Augsburg wird demnach geschlossen. Maximal sollen 1200 Mitarbeiter übernommen werden.

Insolvenzverwalter Werner Schneider hatte demnach Gewerkschaft und Betriebsrat am Wochenende über die Pläne des österreichischen Investors Strabag informiert. Bei ihrem Einstieg im Februar hatte Strabag in Aussicht gestellt, 4100 Mitarbeiter im In- und Ausland übernehmen zu können. Zuletzt hatte Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner noch von insgesamt etwa 3000 Arbeitsplätzen gesprochen, die er retten könne.

" Der tatsächlich geplante Abbau im Inland war aus diesen Zahlen noch gar nicht abzusehen" , sagte Betriebsratschef Bauer. Am Montag wollen die Gewerkschaft IG Bau und der Gesamtbetriebsrat mit einem Protestmarsch vom Augsburger Rathaus zur Konzernzentrale der Walter Bau AG die Öffentlichkeit auf die Situation aufmerksam machen.


Quelle:http://www.spiegel.de/wirtschaft/0%2C1518%2C346239%2C00.html
dpa-afx
`Focus`: Millionenbetrug durch DaimlerChrysler-Mitarbeiter - `Kein Kommentar`
Sonntag 13. März 2005, 16:27 Uhr


MÜNCHEN (dpa-AFX) - Hochrangige Mitarbeiter von DaimlerChrysler (Xetra: 710000.DE - Nachrichten - Forum) sollen laut einem Pressebericht in den vergangenen 13 Jahren ihren Arbeitgeber um einen zweistelligen Millionenbetrag betrogen haben. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, haben die entlassenen Topmanager Eckhard Panka ANZEIGE

und Jürgen Fahr über den schwäbischen Autohändler Franz Attinger mutmaßlich illegale Geschäfte abgewickelt. Attinger hatte unter anderem den Auftrag, die Maybach-Zentren und das Büro des entlassenen Vertriebschefs Panka auszustatten, berichtet das Magazin.
Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart bestätigte am Sonntag auf dpa-Anfrage, dass ihre Behörde vor einiger Zeit wegen der Vorwürfe ein Ermittlungsverfahren eingeleitet habe. Weitere Angaben machte die Sprecherin nicht. Auch ein Sprecher von DaimlerChrysler lehnte eine Stellungnahme ab.

Gleichzeitig habe Attinger einen Mercedes-Handel über das Internet betrieben, bei dem ihm dank guter Kontakte zum Vertriebschef auch Modelle mit Lieferzeiten sofort zur Verfügung gestanden hätten. Nach dem Bericht wurden unter anderem die Bauarbeiten am Ferienhaus von Pankas Ex-Freundin auf Mallorca über fingierte Rechnungen für das Maybach-Center abgewickelt. Im Jahr 2001 seien Steuerfahnder auf Attinger aufmerksam geworden, nachdem sie Unregelmäßigkeiten bei Umsatzsteuer-Beträgen fanden und den Fall der Staatsanwaltschaft übergaben. Eine weitere Spur führt laut dem Magazin zu einem Mercedes-Händler in Landshut, über den Graumarktgeschäfte gelaufen sein sollen./wg/DP/mw
DGAP-Ad hoc: Deutsche Lufthansa AG deutsch
Sonntag 13. März 2005, 17:44 Uhr


Ad-hoc-Meldung nach §15 WpHG
Strategie

Deutsche Lufthansa AG (Xetra: 823212.DE - Nachrichten - Forum) :Lufthansa und Swiss in Integrationsverhandlungen

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Ad-hoc-Mitteilung gemäß §15 Wertpapierhandelsgesetz

Lufthansa und Swiss in Integrationsverhandlungen

Die Deutsche Lufthansa AG und Swiss International Air Lines AG sind in konstruktiven Verhandlungen zu einer Übernahme und Integration der SWISS in den Lufthansa-Konzernverbund. Das gemeinsam von beiden Unternehmen entwickelte Geschäftsmodell steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Lufthansa- Aufsichtsrates, des SWISS Verwaltungsrates sowie der SWISS Grossaktionäre. Sollten die erforderlichen Zustimmungen vorliegen, beabsichtigt Lufthansa den Free Float-Aktionären ein Angebot in Höhe des Durchschnittskurses der letzten Wochen zu unterbreiten.


Deutsche Lufthansa AG Investor Relations 60546 Frankfurt Ulrike Schlosser, Telefon (069) 696-90997, Fax (069) 696-90990 Email: investor.relations@dlh.de

13. März 2005


Deutsche Lufthansa AG Von-Gablenz-Str. 2-6 50679 Köln Deutschland

ISIN: DE0008232125 (DAX (Xetra: Nachrichten) ) WKN: 823212 Notiert: Amtlicher Markt in Berlin-Bremen, Düsseldorf, Frankfurt (Prime Standard), Hamburg, Hannover, München und Stuttgart; Eurex

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 13.03.2005
Walter Bau streicht drei Viertel aller Stellen in Deutschland
Bis zu 3.500 Arbeitsplätze sollen wegfallen – weit mehr als die Arbeitnehmervertreter befürchtet hatten. Die Hauptverwaltung in Augsburg wird komplett geschlossen

Mitarbeiter von Walter Bau auf einer Baustelle in Berlin
Foto: AP
München/Augsburg - Beim insolventen Baukonzern Walter Bau AG werden drei Viertel aller Stellen in Deutschland gestrichen. Nach Informationen der "Welt“ wird außerdem die Hauptverwaltung in Augsburg geschlossen. Gesamtbetriebsratschef Karl Bauer sagte, daß von den 4.500 Stellen im Inland bis zu 3.500 Arbeitsplätze wegfallen. Maximal sollen 1.200 Mitarbeiter übernommen werden. Diese Zahlen übertreffen die Befürchtungen der Arbeitnehmervertreter.


Insolvenzverwalter Werner Schneider hatte Gewerkschaft und Betriebsrat am Wochenende über die Pläne des österreichischen Investors Strabag informiert. Bei ihrem Einstieg im Februar hatte Strabag in Aussicht gestellt, 4100 Mitarbeiter im In- und Ausland übernehmen zu können. Zuletzt hatte Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner noch von insgesamt etwa 3000 Arbeitsplätzen gesprochen, die er retten könne. „Der tatsächlich geplante Abbau im Inland war aus diesen Zahlen noch gar nicht abzusehen“, sagte Bauer.


Am Montag wollen die Gewerkschaft IG Bau und der Gesamtbetriebsrat mit einem Protestmarsch vom Augsburger Rathaus zur Konzernzentrale der Walter Bau AG die Öffentlichkeit auf die Situation aufmerksam machen. WELT.de




Artikel erschienen am So, 13. März 2005
Iran weist US-Angebot zurück
Die USA haben sich hinter die diplomatischen Bemühungen der EU-Troika gestellt. Doch Teheran will trotz der Wirtschaftsanreize sein Atomprogramm weiterentwickeln
Teheran/Washington - Trotz des Angebots der USA, die Aufnahme Irans in die Welthandelsorganisation (WTO) nicht mehr zu blockieren, will Teheran an seinem umstrittenen Atomprogramm festhalten. „Weder Drohungen noch Druck“ würden Iran davon abbringen, erklärte Außenamtssprecher Hamid Resa Assefi in Teheran. Die Erklärung von US-Außenministerin Condoleezza Rice stelle kein wirkliches Angebot dar. Der Beitritt zur WTO sei ein Recht jedes Landes.


Rice hatte am Vortag angekündigt, Washington werde seinen Widerstand gegen eine Mitgliedschaft Irans in der WTO sowie gegen die Lieferung von Ersatzteilen für iranische Zivilflugzeuge aufgegeben. Die USA stellten sich damit hinter die diplomatischen Bemühungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens, den Iran zum Verzicht auf sein Programm zur Urananreicherung zu bringen. Gleichzeitig sicherten die Europäer allerdings zu, den UN-Sicherheitsrat einzuschalten, falls die Verhandlungen scheitern sollten.


Rußland reagierte mit Lob auf die Offerte der USA. Das seien „neue Elemente in der amerikanischen Politik gegenüber Iran“. Die Signale aus Washington paßten auch zur Iran-Politik Rußlands und der Europäischen Union (EU), erklärte das Außenministerium in Moskau. Rußland baut in Iran das Atomkraftwerk Buschehr.


Die Anreicherung von Uran zu zivilen Zwecken ist nach dem Atomwaffensperrvertrag erlaubt. Der Iran beharrt daher auf dem Recht, sein im vergangenen Jahr ausgesetztes Programm wieder aufzunehmen. Der iranische Sprecher warf der Regierung in Washington vor, im Zusammenhang mit dem Atomprogramm seines Landes ein „Horrorszenario“ zu entwerfen. WELT.de
Aus der FTD vom 14.3.2005
Edelmetalle: Dollar weist dem Gold die Richtung
Von Wolfgang Wrzesniok-Roßbach

Auch in dieser Woche wird die Preisentwicklung des Goldes unmittelbar vom Dollar abhängen. Sollte es angesichts der einseitigen Positionierung der Marktteilnehmer gegen die US-Währung zunächst zu einer Korrektur kommen, wäre auch mit einem Nachgeben des Goldpreises zu rechnen.


Allerdings gibt es schon bei 437,50 $ je Unze eine starke charttechnische Unterstützung, die nur unterschritten werden dürfte, wenn der US-Dollar wieder in Richtung der Marke von 1,32 fällt.

Die vergangene Woche beendete das gelbe Metall bei mehr als 445 $ je Unze und damit auf einem neuen Jahreshöchststand. Die positive Entwicklung hatte sich bereits am Montag der vergangenen Woche abgezeichnet. Offensichtliche Zentralbankverkäufe konnten den Aufwärtstrend nicht aufhalten. Am Dienstag wurde der bisherige charttechnische Widerstand bei knapp 438 $ je Unze überwunden. Danach wurden massiv Minuspositionen geschlossen, dies brachte zusammen mit einem Euro/Dollar-Kurs von mehr als 1,34 schließlich am Freitag den erwähnten Höchstkurs.


Das Silber setzte seinen seit Anfang März andauernden Aufwärtstrend fort. Die höchste Notierung erreichte das Metall am Donnerstag mit 7,61 $ je Unze. Seit dem 8. Dezember war es nicht mehr so teuer. Zum Wochenschluss notierte das Metall bei 7,55 $ je Unze.


Wolfgang Wrzesniok-Roßbach ist Produktmanager für Edelmetalle bei Dresdner Kleinwort Wasserstein in Frankfurt.
Und Homm ist dabei

DGAP-Ad hoc: BK Grundbesitz & Bet. AG <BKMG.D>
vom 13. März 2005 18:13
DGAP-Ad hoc: BK Grundbesitz & Bet. AG <BKMG.D>

Ad-hoc-Meldung nach §15 WpHG

Beteiligung

BK Grundbesitz & Bet. AG: FM Fund Management Limited neuer Großaktionär

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
------------------------------------------------------------------------------

Ad-hoc-Mitteilung


Hamburg, 13.03. 2005. Die FM Fund Management Limited, George Town, hat der BK
Grundbesitz & Beteiligungs AG mitgeteilt, dass sie seit dem 09. März 2005
insgesamt 310.000 Stimmrechte der Gesellschaft hält. Dies entspricht 12,916%
der Stimmrechte der Gesellschaft. Die Stimmrechte werden im Absolute Return
Europe Fund gehalten. Die FM Fund Management Limited hat mit dieser
Transaktion eine seit längerem bestehende Option seitens der Hauptaktionäre
der BK Grundbesitz & Beteiligungs AG wahrgenommen und hat das Aktienpaket für
10 Euro je Aktie erworben.




BK Grundbesitz & Beteiligungs AG
Schönfeldstrasse 13
80539 München
Deutschland

ISIN: DE0005250708
WKN: 525070
Notiert: Geregelter Markt in Düsseldorf; Freiverkehr in Berlin-Bremen

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 13.03.2005

Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Ad-Hoc-Mitteilung:

BK Grundbesitz & Beteiligungs AG
Schönfeldstraße 13
80539 München


Kontakt:

Martin Schulz-Colmant
BK Grundbesitz & Beteiligungs AG
c / o Reinecke + Pohl Solare Energien GmbH
ABC-Straße 19
20354 Hamburg
Tel.: 040 / 696528-0
Fax: 040 / 696528-58
e-mail: info@rpne.de
www.rpne.de

ISIN: DE0005250708
WKN: 525070
Geregelter Markt Düsseldorf (General Standard)





Ende der Meldung (c)DGAP
:rolleyes:Biolitec sollte auf jeder Watchlist stehen, Übernahmefantasien das Biolitec durch Wavelight AG oder Carl Zeiss Jena AG übernommen werden könnte machen die Runde.
Halte das sogar für möglich. Feindliche Übernahme scheidet aufgrund der Aktionärsstruktur aus, ein entsprechendes Angebot dürfte aber eine Übernahme interessant machen!
Biolitec verfügt über eine einzigartige Lasertechnologie die Wavelight oder Carl Zeiss gut stehen würden.

Carl Zeiss hat den Firmensitz ebenfalls in Jena wie Biolitec, Wavelight hatte eine Kapitalerhöhung u. a. für Aquisitionen. biolitec wird im Mittelpunkt des Marktgeschehen stehen in den kommenden Wochen!!:rolleyes:
Servus BAHIANO, nocherts, Lintorfer & Color01 :)


Vivacon erwartet kräftige Gewinnsteigerung 2005

Frankfurt, 13. Mär (Reuters) - Das Kölner Immobilienunternehmen Vivacon AG <VIVG.DE> erwartet für das laufende Jahr eine kräftige Gewinnsteigerung.

Die bisherige Prognose für den Reingewinn 2005 liege bei neun (Vorjahr: 6,8) Millionen Euro, sagte Vorstandschef Marc Leffin der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". "Analysten schätzen jedoch bereits eine Verdopplung des Gewinns auf 14 Millionen Euro." Das Unternehmen werde erst dann eine neue Prognose abgeben, wenn es seinen Wohnungsbestand erhöht habe.

Auf die Frage, ob Vivacon eine Kapitalerhöhung plane, sagte Leffin: "150 Millionen Euro Umsatz können wir mit unserer aktuellen Kapitalausstattung finanzieren." 2004 kletterte der Umsatz vorläufigen Zahlen zufolge auf 101,9 (43,2) Millionen Euro.

Die im Kleinwerte-Index SDax gelistete Vivacon ist darauf spezialisiert, Immobilien von der öffentlichen Hand oder von Unternehmen zu erwerben, sie in separate Eigentumswohnungen aufzuteilen und zu verkaufen.

Die Fed-Statistiken sind mal wieder entlarvend

Jene, die mit glänzenden Augen von der Unwiderstehlichkeit von Aktien schwärmen, müssen sie fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

Denn die gesamtwirtschaftliche Finanzierungsrechnung der Fed ist dieser Tage eine geradezu entlarvende Statistik. Die Gewinne sprudeln, und die Firmen schwimmen im Geld, lautet eines der Hauptargumente für Aktien. Vereinzelt stimmt das, nur ist der Reichtum ungleich verteilt. Vor Steuern sind die Gewinne laut offizieller Statistik bereinigt um 7,9 Prozent gestiegen, steuerbilanziell um 2,2 Prozent. Da sich die Gewinne der Öl- und Grundstoffwerte fast verdoppelt haben, muss der Bilanzgewinn beim Rest sogar gesunken sein. An der Börse wird uns Plus von 20 Prozent weisgemacht.

Insgesamt haben die nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften in Q4 ihre Bruttoverschuldung um annualisiert 8,4 Prozent ausgeweitet. Nach Dividenden und Investitionen hatten sie ein Finanzierungsdefizit von annualisiert 133 Mrd. $. Natürlich ist dabei die Sonderdividende von Microsoft zu berücksichtigen, die annualisiert 128 Mrd. $ betragen hätte. Von riesigen Mittelüberschüssen kann dennoch keine Rede sein. Dabei stiege die Dividendenrendite im S&P 500 selbst dann bloß auf 2,7 Prozent, wenn die reguläre Ausschüttung der Firmen insgesamt um 128 Mrd. $ wachsen würde.

Nach den Fed-Daten ist der US-Aktienmarkt übrigens teurer als Mitte der 60er Jahre. Real, also nach Abzug der Inflation, hatte er anschließend bis Ende der 80er Jahre stagniert. Europäische Daten sind schwerer zu beschaffen. Aber der MSCI Europa liegt im Verhältnis zum Euro-BIP um drei Fünftel über dem Schnitt zwischen 1977 und 1997.
Ansonsten zeigen die Fed-Zahlen mal wieder, wie stimulierend die Geldpolitik bleibt. Während der US-Bundesstaat mit 7,3 Prozent zugelangt hat, haben die Haushalte neuerlich 9,4 Prozent mehr Kredite aufgenommen. Die Verbraucher können sich die Schulden locker leisten, obwohl die Stundenlöhne real fallen. Denn ihre Aktiva, vor allem Aktien und Immobilien, sind binnen eines Quartals um 2271,5 Mrd. $ gestiegen.

Kein Wunder, dass die Anleger anziehende Zinsen fürchten, da die nicht nur die Bewertung von Aktien und Häusern beeinträchtigten, sondern auch das Ausgabegebaren der Verbraucher, was die Sache nur schlimmer machen würde. Dabei droht dem US-Immobilienmarkt ohnehin die Luft auszugehen. Denn während inzwischen 69 Prozent der Haushalte (tendenziell jene, die es sich leisten können) in den eigenen vier Wänden wohnen, ist das Angebot an neuen Häusern auf einem 25-Jahres-Hoch und sind die Leerstandsraten auf zehn Prozent gestiegen.

Die Anleger sollten sich also kein X für ein U vormachen lassen. Sie wetten nicht auf billige Märkte und ein gesundes Fundament, sondern auf die Kunstfertigkeit der Fed. Selbst die aber kann den US-Bärenmarkt - in Euro gerechnet ist er längst da - kaum noch aufschieben, geschweige denn verhindern.
US-Investor Apollo schafft neue Kabelgröße

Iesy übernimmt größere Ish für knapp 1,6 Mrd. Euro
wb Frankfurt - Der US-Finanzinvestor Apollo Management will im deutschen Kabelnetz einen Gegenpol zum Marktführer KDG errichten. Dazu will die hessische Iesy, bei der Apollo maßgeblicher Gesellschafter ist, die wesentlich größere nordrhein-westfälische Ish übernehmen. Die Entscheidung darüber hat das Bundeskartellamt, das 2004 einer Übernahme von drei Netzbetreibern durch Kabel Deutschland (KDG) einen Riegel vorgeschoben hatte. Eine Entscheidung wird bis Juni erwartet.

Bei der von Citigroup gemanagten Auktion setzte sich Apollo mit einem Preis von knapp 1,6 Mrd. Euro gegen die übrigen Interessenten durch. Der Preis wird zu einem hohen Anteil fremdfinanziert, wobei in Finanzkreisen von einer Verschuldung vom 6,5fachen des Betriebsergebnisses (Ebitda) die Rede ist. Ish gehört bisher mehr als 30 Gläubigerbanken. Die Finanzschulden von Iesy steigen laut S & P von 0,4 Mrd. auf 1,7 Mrd. Euro. Der Kaufpreis umfasst die Übernahme von 600 Mill. Euro Schulden. Eine hochverzinsliche Anleihe und Bankkredite über zusammen 450 Mill. Euro hat sich Iesy schon besorgt. Bekommt Apollo das Plazet, dürfte auch versucht werden, Kabel Baden-Württemberg zu erwerben.
DGAP-Ad hoc: Deutsche Börse AG <DB1Gn.DE> deutsch

Ad-hoc-Meldung nach §15 WpHG

Sonstiges

Deutsche Börse: Stellungnahme Kartellverfahren bei OFT und Bundeskartellamt

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
------------------------------------------------------------------------------

Am 6. März 2005 hat die Deutsche Börse AG (Deutsche Börse) mitgeteilt, dass
sie ihren Vorschlag für ein bedingt abgegebenes Barangebot für die London
Stock Exchange plc. (London Stock Exchange) zurückzieht. Die Deutsche Börse
teilte außerdem mit, sie behalte sich das Recht vor, ein Angebot für den Fall
zu unterbreiten, dass Euronext oder eine andere dritte Partei ein Angebot für
die London Stock Exchange veröffentlicht oder unter sonstigen Umständen, die
der UK Takeover Code vorsieht.

Die Deutsche Börse erwägt ein mögliches Barangebot für die London Stock
Exchange für den Fall, dass Euronext oder eine andere dritte Partei ein
Angebot für die London Stock Exchange veröffentlicht, aber sie bestätigt, dass
sie kein Angebot machen wird, wenn nicht Euronext oder eine andere dritte
Partei ein Angebot für die London Stock Exchange veröffentlicht oder sonstige
Umstände eintreten, die der UK Takeover Code vorsieht. Zu diesem Zweck hat die
Deutsche Börse die Kartellbehörden in Großbritannien und Deutschland, das
Office of Fair Trading (OFT) und das Bundeskartellamt, gebeten, die
Fusionskontrollverfahren fortzusetzen. Zusätzlich hat die Deutsche Börse es
dabei belassen, dass die Finanzierungszusagen aufrechterhalten bleiben.


Deutsche Börse AG
Neue Börsenstraße 1
60487 Frankfurt am Main
Deutschland

ISIN: DE0005810055 (DAX)
WKN: 581005
Notiert: Amtlicher Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr in Berlin-
Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 14.03.2005


Technologiewerte belasten Tokioter Börse

Technologiewerte haben die Tokioter Börse zu Beginn der Handelswoche ins Minus gedrückt. Händler verwiesen am Montag auf die Wall Street, wo Technologietitel zum Wochenschluß ebenfalls nachgegeben hatten, obwohl der weltgrößte Chiphersteller Intel seine Umsatzziele für das laufende Quartal nach oben geschraubt hatte. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloß mit 0,62 Prozent im Minus bei 11.850 Punkten. Der breiter gefaßte Topix-Index gab um 0,38 Prozent auf 1.195 Punkte nach. Die übrigen asiatischen Börsen tendierten uneinheitlich. In Singapur legte der Leitindex im Handelsverlauf um 0,04 Prozent zu, in Südkorea gab er um 0,3 Prozent nach. Zu den größten Verlierern in Tokio gehörten die Aktien des weltweit zweitgrößten Chip-Ausrüsters Tokyo Electron, die fast drei Prozent nachgaben. Die Titel des Technologieunternehmens Advantest verloren ebenfalls fast drei Prozent. Leicht uulegen konnten dagegen Bankenwerte wie die von Mitsubishi Tokyo Financial Group.

Aktien Hongkong mittags gut behauptet - Dünnes Volumen

Trotz schwacher Vorgaben von Wall Street zeigt sich die Börse in Hongkong am Montag mit Aufschlägen. Der HSI steht zum Ende des Vormittagshandels 0,2 Prozent oder 23 Punkte höher bei 13.914. Das Volumen sei recht dünn, heißt es. Es gebe bei den Investoren weiterhin Befürchtungen hinsichtlich Zinserhöhungen in Amerika und Hongkong. Die wichtigsten Titel im Index zeigen sich uneinheitlich. China Mobile legen 1,8 Prozent auf 26,05 Hong Kong Dollar zu, nachdem das Unternehmen positive Zahlen vorgelegt hat. China Unicom geben dagegen 2,9 Prozent auf 6,60 Hong Kong Dollar nach, da die Anleger zum Konkurrenten umschichteten. (Dow Jones Newswires)
FAZ- Bund will Übertragung von Telekom-Anteilen an KfW vorziehen

Frankfurt, 14. Mär (Reuters) - Die Bundesregierung will
einem Medienbericht zufolge die Übertragung von Aktien der
Deutschen Telekom<DTEGn.DE> an die staatseigene Bank KfW[KFW.UL]
vorziehen. Damit wolle der Bund eventuelle Engpässe ausgleichen,
die durch Verzögerungen beim geplanten Verkauf von
Post-Pensionsforderungen auftreten könnten, berichtet die
"Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Montag unter Berufung auf
Finanz- und Regierungskreise.
Eine Sprecherin der KfW habe einen Kommentar abgelehnt,
schreibt die Zeitung weiter. Der Bund will Forderungen an die
ehemaligen Staatsunternehmen Telekom, Deutsche Post<DPWGn.DE>
und Postbank<DPBGn.DE> verbriefen und am Kapitalmarkt verkaufen.
Bei den Forderungen handelt es sich um Zahlungsverpflichtungen
der Unternehmen an den Bund für die Pensionen der ehemals bei
den Staatsfirmen beschäftigten Beamten. Der Zeitplan für die
Verbriefung, die dem Bund 5,5 Milliarden Euro bringen solle und
dazu führe, dass der Bund seine Zahlungsverpflichtungen für die
Pensionen im laufenden Jahr erfüllen könne, sei nicht mehr zu
halten, schreibt das Blatt weiter.
Das Bundesfinanzministerium hatte noch in der vergangenen
Woche erklärt, weiter von einem Verkauf der
Pensionsverpflichtungen der Post-Nachfolgeunternehmen bis Ende
März auszugehen. Laut "FAZ" könnte sich die Verbriefung bis in
den Mai hinziehen. Für diesen Fall könnte sich der Bund von
einem weiteren Teil seiner Telekom-Anteile trennen. Damit
könnten die Pensionen zwischenfinanziert werden.
Vergangene Woche hatte bereits das Nachrichtenmagazin "Der
Spiegel" unter Berufung auf Kreise des Finanzministeriums
berichtet, das geplante Geschäft mit Beamtenpensionen werde
immer unwahrscheinlicher und könnte zu einem Milliardenrisiko
für den Haushalt werden. Der federführenden Investmentbank
Morgan Stanley sei es bisher nicht gelungen, "die Transaktion so
zu gestalten, dass Brüssel die Einnahmen auf das
gesamtstaatliche Defizit anrechnet". Eichel wolle die
Forderungen nur verkaufen, wenn die Erlöse nach den EU-Regeln
die deutsche Schuldenaufnahme in diesem Jahr reduziere, hieß es.
Der Zeitplan sei nicht mehr zu halten. "Der Deal findet nicht
wie geplant im ersten Quartal statt", zitierte das Magazin einen
Ministeriumsbeamten. Die Liquidität der Pensionskassen reiche
nur noch bis Ende März, danach müsse Eichel die Pensionen aus
anderen Töpfen zahlen.
zwi/bub
Japans Wirtschaft überraschend im vierten Quartal gewachsen

TOKIO (dpa-AFX) - Japans Wirtschaft hat entgegen vorläufigen Schätzungen der Regierung im Schlussquartal des Vorjahres zugelegt. Nach am Montag von der Regierung vorgelegten revidierten Daten wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zum Vorquartal um real 0,1 Prozent. Zuvor hatten die amtlichen Statistiker noch ein Schrumpfen um 0,1 Prozent geschätzt. Auf das Jahr gerechnet wuchs Japan somit um 0,5 Prozent. Dies ließ in Marktkreisen die Hoffnung wachsen, dass die konjunkturelle Dynamik in Japan nach einer Pause in Folge von Lageranpassungen im Informationstechnologiesektor wieder anzieht. /ln/DP/js
Japanische Wirtschaft im vierten Quartal leicht gewachsen

Tokio, 14. Mär (Reuters) - Die japanische Wirtschaft ist im
vierten Quartal 2004 revidierten Zahlen zufolge leicht
gewachsen.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in den drei Monaten
preisbereinigt um 0,1 Prozent, wie die Regierung am Montag
mitteilte. Zunächst war sie von einem Rückgang um 0,1 Prozent im
Vergleich zum Vorquartal ausgegangen. Von Reuters befragte
Analysten hatten sogar mit einem Schrumpfen der Wirtschaft um
0,2 Prozent gerechnet.
Im zweiten und dritten Quartal 2004 war ein Rückgang des BIP
verzeichnet worden. Schrumpft die Wirtschaft in zwei Quartalen
in Folge, kann von einer Rezession gesprochen werden.
Auf das Jahr hochgerechnet stieg das BIP der zweitgrößten
Volkswirtschaft der Welt im abgelaufenen Quartal real um 0,5
Prozent. Zuvor war die Regierung von einem Rückgang um 0,5
Prozent ausgegangen.
jas/akr
DGAP-Ad hoc: IFEX Innov. Fin. & Equ <IFEXk.DE> deutsch

Ad-hoc-Meldung nach §15 WpHG



IFEX Gruppe: Management Share NV unterzeichnet Absichtserklärung mit New...

Ad-hoc-Mitteilung verarbeitet und übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
------------------------------------------------------------------------------

Montag, den 14. März 2005

IFEX Gruppe: Management Share NV unterzeichnet Absichtserklärung mit New LTV
Networks

Die IFEX Gruppe (FSE: IFQ1, XETRA: AOBLX3.DE, ISIN: NL0000210532, BLOOMBERG:
IFQ1) http://www.ifexgroup.com meldet, dass Management Share NV (eine Firma
notiert auf EuroNext Amsterdam ISIN: NL0000440253) eine Absichtserklärung mit
den Aktionären von New LTV Networks ("LTV") unterschrieben hat hinsichtlich
der Übertragung von Tätigkeiten von New LTV Networks an Management Share NV.
Die Verhandlung wird gekennzeichnet als eine umgekehrte Übernahme (reverse
takeover).

Die Übertragung der Tätigkeiten von LTV wird finanziert durch die Ausgabe von
neuen Anteilen Management Share NV. Die endgültige Verhandlung wird Juni 2005
erwartet. Während den nächsten paar Monaten werden die beiden Parteien die
Details der Verhandlung weiter ausführen und weitere Nachrichten werden
folgen.

Die IFEX Gruppe hat die Verhandlung versorgt zusammen mit Match Corporate
Finance BV und Keijser Securities NV von Amsterdam. Die IFEX Gruppe erwartet
eine wesentliche Belohnung in der Form von Aktienvermögen für ihre Arbeit um
die Verhandlung zu erleichtern. Diese Belohnung kann ein wichtiger Beitrag zum
Gruppengewinn geben.

New LTV Networks ("LTV")

LTV ist seit 1999 tätig als ein spanischsprachiger Fernsehkanal der 24 Stunden
pro Tag, 7 Tage in der Woche durch alle Hauptkabelnetze in den USA, ausser
Time Warner, sendet. Im Moment erreicht das Netz mehr als 12 Millionnen
Haushalte. Die Tätigkeiten von den alten LTV Networks Inc sind im New LTV
Networks Acquisitions LLC übertragen worden. Die Verhandlung mit Management
Share NV ist Teil von einem neuen Anfang für LTV, in dem auch holländische und
andere europäische Kapitalanleger verwickelt sind.

Management Share

Management Share hat seit Mitte 2002 keine Tätigkeiten entwickelt und hat
seitdem Möglichkeiten gesucht neue Tätigkeiten anzufangen im Tausch gegen
Ausgabe neuer Anteile. Für weitere Informationen, besucht
http://www.managementshare.nl .


Weitere Informationen:

Niels Reijers
Tel: +44 870 114 96 98
E-mail: ir@ifexgroup.com

Mary Prendergast
Tel: +44 870 114 96 98
E-mail: ir@ifexgroup.com

IFEX Innovation Finance & Equity Exchange N.V.
23 Berkeley Square
London W1J 6HE
United Kingdom

ISIN: NL0000210532
WKN: A0BLX3
Notiert: Geregelter Markt in Frankfurt (General Standard); Freiverkehr in
Berlin-Bremen, Düsseldorf, Hannover, München und Stuttgart

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 14.03.2005
PRESSESPIEGEL/Unternehmen

DEUTSCHE TELEKOM - Die Bundesregierung bereitet angeblich die vorgezogene Übertragung weiterer Aktien der Deutschen Telekom an die staatseigene KfW-Bankengruppe vor. Auf diese Weise will sie eventuelle Engpässe ausgleichen, die durch Verzögerungen beim geplanten Verkauf von Post-Pensionsforderungen auftreten könnten. Das war aus Finanz- und Regierungskreisen zu hören. (FAZ S. 13)

LUFTHANSA - Der Übernahme der schweizerischen Fluggesellschaft Swiss durch die Deutsche Lufthansa müssen jetzt noch die Aufsichtsgremien der Unternehmen und die Swiss-Aktionäre zustimmen. Beide Seiten haben sich auf ein Geschäftsmodell geeinigt, teilte Lufthansa mit. Lufthansa will den Swiss-Kleinaktionären ein Angebot in Höhe des Durchschnittskurses der vergangenen Wochen machen. (FTD S. 1/Süddeutsche Zeitung S. 21)

BAYER - Der Pharmakonzern wird nach Angaben der Investmentbank Lehman Brothers am Dienstag neben seinen Geschäftszahlen eine Neuausrichtung des Pharmageschäfts bekannt geben. (FTD S. 3)

DEUTSCHE BANK - Das Institut muss den Weggang fünf wichtiger Investmentbanker zu Lehman Brothers verkraften. Der Europa-Chef für den Bereich Financial Institutions wechselt zu CSFB. Dass weitere Banker gehen, gilt aus sicher. (FTD S. 20/Handelsblatt S. 1)

TUI - Das Onlinegeschäft hat dem Touristikkonzern zu einem Ergebnissprung verholfen. Der Vertrieb im Netz steigere die Rendite, sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Frenzel. (FTD S. 3)

WALTER BAU - Beim insolventen Baukonzern sollen mehr als 3.000 Arbeitsplätze wegfallen. Nach Angaben des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Karl Bauer geht damit der überwiegende Teil der 4.500 von der Krise betroffenen inländischen Stellen verloren. Der Personalabbau sei höher als befürchtet. So soll die Hauptverwaltung der Walter Bau in Augsburg komplett geschlossen werden. (Welt S. 9)

ZÜBLIN - Zusammen mit der Bayerischen Landesbank entscheiden auch die Deutsche Bank und weitere Kreditinstitute, wer führender Gesellschafter beim Baukonzern Züblin wird. Knapp 50% der Aktien sind doppelt verpfändet. Die österreichische Strabag wirbt bei Politikern für ihr Übernahmekonzept. (Süddeutsche Zeitung S. 23)

AMADEUS - Die britischen Finanzinvestoren BC Partners und Civen haben sich mit den Anteilseignern des Reisebuchungsunternehmens Amadeus darauf verständigt, die in Spanien ansässige Gesellschaft zu kaufen und von der Börse zu nehmen. Der Wert der Transaktion liege bei 4,8 Mrd EUR, heißt es in Branchenkreisen. (Handelsblatt S. 12)

ALSTOM - Der Vorstandsvorsitzende des französischen Elektronikkonzerns Schneider Electric, Henri Lachmann, hat die Hilfen des französischen Staates bei der Alstom-Sanierung kritisiert. Die einzig richtige Lösung wäre ein ausgewogenes deutsch-französisches Projekt mit Siemens gewesen, sagte er. (Handelsblatt S. 2)

TOSHIBA - Michael Fassbender, Deutschland-Chef des japanischen Laptop-Herstellers, erwartet für das laufende Jahr wieder wachsende Investitionen von Unternehmenskunden. Er erwarte, dass der Knoten 2005 platzt und wieder mehr investiert wird, sagte er. (FTD S. 5)
DAX: Tagesausblick - Montag, 14.03.2005

DAX: 4360,49

Intraday Widerstände: 4365 + 4380/83 + 4391/95
Intraday Unterstützungen: 4350 + 4332/37

Tendenz: SEITWÄRTS

Rückblick: Die Unterstützungszone bei 4332/37 konnte auf am Freitag verteidigt werden. Nach einer Eröffnung mit einem upside Gap tendierte der DAX mehrere Stunden seitwärts.

Ausblick: Idealerweise dehnt sich die aktuelle Seitwärtsphase noch einige Stunden aus. Dabei kann der DAX theoretisch noch steigen bis 4380/83 oder sogar bis 4395. Letztlich dürfte sich das Setup im Wochenchart durchsetzen, das bedingt durch eine bärische Wochenkerzenkonstellation für eine schwache Woche spricht. Dabei ist zu erwarten, dass der kurzfristige Keysupport bei 4332/37 nach unten getriggert wird, was zu zügigen Abgaben bis 4300/10, später bis 4235 führen kann. Ein neuerlicher Anstieg über 4395/4400 wäre bullisch zu werten und eröffnet dem DAX die Chance doch noch das große Zwischenziel 4460 zu erreichen. Die bullische Variante ist aus jetziger Sicht aber nur 2. Wahl.

DAX Tageschart (log):



60 Minuten Chart (log):

Lehman stuft BASF herunter auf "Underweight" von "Equalweight"

Frankfurt, 14. Mär (Reuters) - Die Analysten der
Investmentbank Lehman Brothers haben ihre Empfehlung für die
Aktien des Ludwigshafener Chemiekonzerns BASF<BASF.DE> gesenkt.
Die Einstufung laute nun "Underweight" statt "Equalweight",
teilte Lehman am Montag mit.
zwi/brn
TAGESVORSCHAU/14. März 2005

***07:30 AT/Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG,
Jahresergebnis (10:00 PK), Wien
***08:00 DE/MLP AG, Jahresergebnis (10:00 Telefon-PK), Heidelberg
***09:00 DE/Cewe Color Holding AG, PK zum Jahresergebnis, Hamburg
10:00 CH/Kühne & Nagel International AG, BI-PK, Zürich
***10:30 GB/Erzeugerpreise Februar
Output-Basis
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+2,6% gg Vj
zuvor: -0,1% gg Vm/+2,6% gg Vj
10:30 DE/Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA),
PK mit Präsident Hundt zum Thema: "Agenda 2005", Berlin
12:00 DE/Kronberger Kreis, PG zur Vorstellung eines Gutachtens zum
Stabilitäts- und Wachstumspakt, Frankfurt (A)
14:30 DE/Walter Bau-AG vereinigt mit Dywidag,
PK von Betriebsrat und Gewerkschaft zum Stellenabbau, Augsburg
***15:00 EU/Wirtschafts- und Währungsauschuss des Europäischen Parlaments,
monetärer Dialog mit EZB-Präsident Trichet, u.a. Reform des
Stabilitäts- und Wachstumspakts, Brüssel
***15:30 EU/EZB, Ausschreibung Haupt-Refi-Zinstender
18:00 DE/DaimlerChrysler Services AG, PG mit Vorstandsvorsitzendem
Walker zum Geschäftsverlauf 2004 und Ausblick für 2005
(Berichterstattung am Dienstag), Berlin
19:00 US/Treasury, Auktion drei- und sechsmonatiger Schatzwechsel

Außerdem im Laufe des Tages zu erwarten:
*** - DE/Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH,
Zuteilung Neuemission Bubill-Tender
*** - IT/UniCredito Italiano SpA, Jahresergebnis, Genua
- IT/Banca Nazionale del Lavoro SpA (BNL), Jahresergebnis, Rom
- IT/Manifatture Lane Gaetano Marzotto & Figli SpA (Marzotto),
Jahresergebnis, Valdagno
- GB/BoE, Quartalsbericht
- HU/Feiertag, Börsen geschlossen
OPEC-Präsident erwartet Beibehaltung der Förderobergrenze

KUWAIT STADT (Dow Jones-VWD)--Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wird nach Angaben ihres Präsidenten ihre Förderobergrenze trotz der hohen Ölpreise wahrscheinlich beibehalten. Die Ministerkonferenz am 16. März werde die offizielle Fördermenge von täglich 27 Mio Barrel voraussichtlich unverändert lassen, sagte Scheich Scheich Ahmad Fahd Al Sabah am Wochenende in einem Interview. Das Rohstoffkartell liefert derzeit rund 40% des Weltölbedarfs. Al Sabah, der auch kuwaitischer Ölminister ist, erklärte, dass viele OPEC-Mitglieder davor zögerten, die Förderung zu einer Jahreszeit zu erhöhen, in der traditionell die Nachfrage sinkt.
(ENDE) Dow Jones Newswires/14.3.2005/DJN/apo
Eigentümer des Westfalenstadions entscheiden über BVB-Zukunft

DÜSSELDORF/DORTMUND (dpa-AFX) - Die Haupteigentümer des Dortmunder Westfalenstadions entscheiden an diesem Montag über die Zukunft des krisengeschüttelten Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund . Bei einer außerordentlichen Versammlung in Düsseldorf sollen die Anteilseigner des Stadionfonds Molsiris über die Zustimmung zum Sanierungskonzept des BVB entscheiden. Dazu muss 15 Prozent des eingezahlten Kapitals anwesend sein oder zuvor per Brief abgestimmt haben, 75 Prozent müssen einverstanden sein.

67 Gläubiger hatten das Sanierungskonzept bereits akzeptiert. Bei einer Ablehnung der Molsiris-Gesellschafter droht dem einzigen börsennotierten Bundesligisten die Insolvenz. Bereits am Dienstag muss der BVB dann seine Lizenzunterlagen für die Saison 2005/2006 bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) einreichen./tob/DP/sb
Börsentag auf einen Blick: Knapp behauptet erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Händler rechnen am Montag mit einem knapp behaupteten Handelsauftakt an der Frankfurter Börse. Die Wertpapierexperten von Lang&Schwarz sehen den DAX vorbörslich bei 4.354 Punkten, die Deutsche Bank bei 4.356 und die Citibank bei 4.355 Punkten.

Die Vorgaben aus den Aktienmärkten:

- DAX: 4.360,49/+0,53%
- MDAX: 5.707,18/+0,04%
- TECDAX: 537,31/+0,28%
- EUROSTOXX 50: 3.060,36/+0,22%
- DOW JONES: 10.775,54/-0,70%
- NASDAQ 100: 1.505,64/-1,23%
- NIKKEI 225: 11.850,25/-0,62-%

Unternehmensmeldungen:

- Lufthansa will Swiss komplett übernehmen - Marke bleibt erhalten
- Bayer-Chef: `Levitra entwickelt sich nicht wie zunächst erwartet`
- Schering-Vorstandschef Erlen begrüßt Konjunkturprogramm
- Wirtschaft kritisiert Offenlegungspflicht von Managergehältern
- Aktien von Solaranlagenanbieter Conergy von 48 bis 54 Euro
- Walter Bau streicht drei Viertel aller Stellen in Deutschland
- mobilcom hält an Verschmelzung mit freenet fest - keine Übernahme
- BMW will Qualität steigern und Rückrufe verringern
- Wertheim-Erben fordern Wiedergutmachung - KarstadtQuelle lehnt ab
- Transnet: Keine eigene Regulierungsbehörde für Bahnnetz
- Qwest und MCI wollen Berichte über verbesserte Kaufofferte nicht kommentieren
- IBM-Beschäftigte protestieren gegen geplante Entlassungen
- Audi drängt auf flexiblere Arbeitszeiten - Sonntagsarbeit erwogen
- Alltours schießt quer: Mindestpreise für Billigflieger gefordert
- smart will Fertigungskosten um mehr als 5 Prozent senken
- Nach Verhandlungen bei Vossloh in Kiel: Geringerer Arbeitsplatzabbau
- Finanzdienstleister AWD verkauft Aktien und erhöht Streubesitz
- Finanzskandal: Aufsicht sperrt Konten beim Phoenix Kapitaldienst
- Skoda-Chef Wittig will Ertragslage der VW-Tochter verbessern

Weitere Meldungen:

- Experten rechnen im März mit bis zu 5,4 Millionen Arbeitslosen
- Japans Wirtschaft überraschend im vierten Quartal gewachsen
- China weist Aufwertungsdruck auf Yuan ab - Aber Überraschung möglich
- US-Ölpreis leicht gefallen - Aufwärtstrend bleibt aber intakt

Presseschau:

- Mehdorn wechselt Bahnvorstände aus; FTD, S. 2
- Bayer geht nächsten Schritt im Umbau der Pharmasparte; FTD, S. 3
- Handybauer LG will weltweit Nummer Drei werden; FTD, S. 4
- BenQ plant Umsatzsprung in Europa; FTD, S. 5
- Toshiba rechnet 2005 mit Aufschwung; FTD, S. 5
- Lufthansa greift mit Preisoffensive Billigflieder an; FTD, S. 10
- Worldcom-Käger drängen JP Morgan zu Vergleich; FTD, S. 20
- "Wir brauchen Deutschland als Partner" (Interview mit Schneider-Chef
Lachmann); HB, S. 2
- Investoren reißen sich um faule Kredite deutscher Banken - Auch Deutsche Bank
will einsteigen; HB, S. 26
- Basel II-Richtlinien sollen erneut überprüft werden; FT, S. 18
- US-Airlines heben Preise an; FT, S. 20
- Bilanzen der US-Versicherer rücken erneut ins Visier von Staatsanwalt Spitzer;
FT, S. 21

Tagesvorschau:

D: CeWe Color vorläufige Jahreszahlen
Deutsche Leasing Bilanz-Pk Frankfurt 10.30 Uhr
Dr. Oetker Pk "Vorstellung Dr. Oetker Welt" Bielefeld 11.00 Uhr
MLP vorläufige Jahreszahlen (Telefonkonferenz 10.00 Uhr)
Beginn Zeichnungsfrist Conergy-Aktien (3 Tage)

A: Erste Bank der österreichischen Sparkassen Jahreszahlen

CH: Kühne & Nagel Jahreszahlen

EU: Produktion im Baugewerbe Q4/04 11.00 Uhr

GB: Abbot Group Jahreszahlen
Erzeugerpreise 2/05 10.30 Uhr

I: Unicredito Italiano Q4-Zahlen
Marzotto Jahreszahlen

J: BIP Q4 0.50 Uhr
Industrieproduktion 1/05 5.30 Uhr
Kapazitätsauslastung 1/05 5.30 Uhr
Aktien Frankfurt Ausblick: Leichte Verluste - MLP mit Zahlen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Frankfurter Aktienmarkt wird am Montag nach den schwachen US-Vorgaben mit leichten Verlusten in den Handel starten. Darauf deuteten die Indikatoren der Vorbörse. So ermittelte die Wertpapierhandelsbank Lang & Schwarz den Leitindex DAX rund eine Stunde vor Handelsbeginn bei 4.355,35 Punkten, während die Citibank 4.355,00 Zähler und die Deutsche Bank 4.356,00 Punkte erwarten. Am Freitag war der DAX mit plus 0,53 Prozent auf 4.360,49 Punkten aus dem Handel gegangen.

Die Vorgaben aus den USA vom Freitag sind negativ: Der Dow Jones fiel 0,71 Prozent auf 10.774,36 Punkte und der Composite-Index um 0,88 Prozent auf 2.041,60 Zähler. Der Fokus des Marktes dürfte weiter auf dem Ölpreis und dem Eurokurs liegen, denn von den wichtigen Unternehmen legt am heutigen Montag lediglich der Finanzdienstleister MLP Zahlen vor.

MLP-Aktien werden deshalb im Blick der Anleger stehen. Ein Händler sagte, der Marktkonsens liege für 2004 bei einem Umsatz von 655 Millionen Euro, einem Vorsteuergewinn von 94 Millionen Euro, einem Überschuss von 58 Millionen Euro und einer Dividende von 23 Cent. Beim Ausblick erwarte der Markt einen zweistelligen Zuwachs bei Umsatz und Gewinn bis zum Jahr 2007 und für 2005 einen Umsatz von 690 Millionen Euro und einen Vorsteuergewinn von 117 Millionen Euro.

Eine neue Großfusion in der europäischen Luftfahrt wird Lufthansa-Aktien in den Blick der Anleger rücken. Die Lufthansa einigte sich mit dem Management der Swiss , die angeschlagene Schweizer Fluggesellschaft zu übernehmen. Dafür wollen die Deutschen zunächst die Anteile der Kleinaktionäre kaufen, wie die Lufthansa am Sonntag mitteilte. Geplant sei aber eine Übernahme zu 100 Prozent.

Fester erwartet werden Titel des Reiseveranstalters TUI . Europas größter Tourismuskonzern ist auch dank der steigenden Urlaubslust der Deutschen mit deutlichen Zuwächsen in das neue Reisejahr 2004/05 (bis 31. Oktober) gestartet.

Bayer-Aktien dürften dagegen mit Verlusten eröffnen. Konzernchef Werner Wenning hat sich in einem Interview unzufrieden mit dem bisherigen Verkauf der Potenzpille Levrita gezeigt. "Levitra entwickelt sich nicht wie zunächst erwartet", sagte Wenning dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Ein negativer Analystenkommentar könnte Aktien des Chemiekonzerns BASF belasten. Lehman Brothers hatte die Empfehlung von "Equal-Weight" auf "Underweight" heruntergenommen und als Kursziel 52 Euro vorgegeben.

Eine Heraufstufung dürfte dagegen Papieren des Versorgers RWE Auftrieb verleihen. Analysten von UBS haben Händlern zufolge die Aktien von "Neutral" auf "Buy" heraufgestuft.

Aktien der Deutschen Börse werden ebenfalls im Blickpunkt stehen. Der Börsenbetreiber hat die Kartellbehörden in Großbritannien und Deutschland gebeten, die Fusionskontrollverfahren zur Übernahme der London Stock Exchange (LSE) fortzusetzen. Sowohl das Office of Fair Trading (OFT) und das Bundeskartellamt seien ersucht worden, ihre Arbeit fortzusetzen, teilte die Deutsche Börse mit. Zudem wird der Frankfurter Börsenbetreiber nach eigener Aussage die Finanzierungszusagen aufrecht erhalten.

Der Aufsichtsrat des Börsenbetreibers wird zudem nach einem Bericht des Hamburger Magazins "Der Spiegel" am Mittwoch über die Zukunft von Vorstandschef Werner Seifert beraten. Seiferts Verbleib an der Spitze der Deutschen Börse sei nach der gescheiterten Übernahme der London Stock Exchange (LSE) weiter ungewiss.

Zudem entscheidet sich am heutigen Montag die Zukunft des verschuldeten und börsennotierten Fußballvereins Borussia Dortmund (BVB) . Bei einer außerordentlichen Versammlung in Düsseldorf sollen die Anteilseigner des Stadionfonds Molsiris über die Zustimmung zum Sanierungskonzept des BVB entscheiden. Dazu muss 15 Prozent des eingezahlten Kapitals anwesend sein oder zuvor per Brief abgestimmt haben, 75 Prozent müssen einverstanden sein./fs/mw
MLP will höhere Dividende ausschütten

Wiesloch, 14. Mär (Reuters) - Der Finanz- und
Versicherungsmakler MLP<MLPG.DE> will für das Geschäftsjahr
2004 eine deutlich höhere Dividende ausschütten. Beim Gewinn im
vergangenen Jahr verfehlte das Unternehmen trotz deutlicher
Zuwächse jedoch die Erwartungen der Analysten deutlich.
Das im Nebenwerte-Index MDax gelistete Unternehmen teilte am
Montag in Wiesloch mit, die Dividende solle 0,22 Euro je Papier
für das abgelaufene Geschäftsjahr betragen. 2003 hatte MLP 0,15
Cent je Aktie gezahlt. Beim Umsatz übertraf MLP den
Vorjahreswert von 536,2 Millionen Euro zwar die Erwartungen der
Analysten mit einem Zuwachs auf 703,3 Millionen Euro. Beim
Gewinn wurden die Erwartungen der Analysten hingegen enttäuscht:
Der Überschuss belief sich auf 51,4 (Vorjahr: 39,3) Millionen
Euro. Die von Reuters befragten Analysten hatten im Schnitt mit
einem einem Plus beim Überschuss auf 59,2 Millionen Euro
gerechnet.
sac/brn
MLP will höhere Dividende ausschütten

Wiesloch, 14. Mär (Reuters) - Der Finanz- und Versicherungsmakler MLP <MLPG.DE> will für das Geschäftsjahr 2004 eine deutlich höhere Dividende ausschütten. Beim Gewinn im vergangenen Jahr verfehlte das Unternehmen trotz deutlicher Zuwächse jedoch die Erwartungen der Analysten deutlich. Das im Nebenwerte-Index MDax gelistete Unternehmen teilte am Montag in Wiesloch mit, die Dividende solle 0,22 Euro je Papier für das abgelaufene Geschäftsjahr betragen. 2003 hatte MLP 0,15 Cent je Aktie gezahlt. Beim Umsatz übertraf MLP den Vorjahreswert von 536,2 Millionen Euro zwar die Erwartungen der Analysten mit einem Zuwachs auf 703,3 Millionen Euro. Beim Gewinn wurden die Erwartungen der Analysten hingegen enttäuscht: Der Überschuss belief sich auf 51,4 (Vorjahr: 39,3) Millionen Euro. Die von Reuters befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem einem Plus beim Überschuss auf 59,2 Millionen Euro gerechnet.


12 Monate zum 31. Dez 2004
Konzern (wenn nicht anders angegeben, alle Angaben in Mio EUR)

Aktuell Vorjahr Veränderung Reuters
in Prozent Prognose
Überschuss 51,4 39,3 +30,8 59,2
Ergebnis vor Steuern 87,7 68,9 +27,3 99,2
Dividende je Aktie (EUR) 0,22 0,15 +46,7 k.A
TECHNISCHER MORGENKOMMENTAR 14. MAERZ 2005

(Brent-Crude-Oil)

Ein unverändert hoher Öl-Preis hält die Aktien an der „kurzen Leine“. Unterstellen wir zur Zeit eine temporäre, enge Abhängigkeit zwischen der Entwicklung des Öl-Kurses und der Entwicklung der Aktien-Indizes, so stehen wir aktuell an einem interessanten Kursniveau. Beide von uns beurteilten Öl-Sorten, sowohl Brent-Crude-Oil, als auch der WTI-Cushing-Spot, befinden sich am, bzw. in unmittelbarer Nähe zum Mehrjahreshoch und konsolidieren den jüngsten Kursanstieg innerhalb eines Staubereiches. Grundsätzlich wird über die Markttechnik beiden Sorten ein unverändert gültiger Aufwärtstrend signalisiert, gleiches gilt für die Regelwerke der Charttechnik und der klassischen Dow Theorie. In der Konsequenz müssen wir unterstreichen, dass sich zum aktuellen Zeitpunkt kein Indiz herleiten lässt, welches einen unmittelbar bevorstehenden Reaktionsimpuls in der Öl-Preis-Entwicklung erwarten lässt. Somit halten wir an unserer Erwartungshaltung im Bezug auf eine Fortsetzung des Preisanstieges in beiden Sorten auch zu Wochenbeginn fest, was im Umkehrschluss zumindest temporär eine nachhaltige Erholung der Aktien-Indizes verhindern sollte.

Im Brent-Crude-Oil definiert sich der laufende Staubereich in den derzeitigen Begrenzungen um 51.37 USD auf der Unterseite und 53.88 USD auf der Oberseite. Innerhalb dieser Begrenzungen beurteilen wir die Preisentwicklung mittelfristig als unverändert aufwärts ausgerichtet, im kurzfristigen Zeitfenster befindet sich der Öl-Preis in einer neutralen Marktphase.

Eine fortgesetzte psychologische Belastung für die Marktteilnehmer auf der Aktien-Seite, sollte unterstellt werden.



(EURO-USD)

Der EURO befindet sich gegenüber dem USD unverändert in einem intakten Aufwärtstrend. Am Freitag erreichte Europas Leitwährung unser Kurs-Ziel bei 1.3469 USD und überschritt dieses sogar ganz leicht. Sollte sich diese Entwicklung im heutigen Tagesverlauf bestätigen und damit der Widerstand im genannten Bereich überschritten werden, eröffnet sich weiterführendes Aufwärtspotential in Richtung 1.3668 USD, dem Hoch von Ende Dezember letzten Jahres.

Chart- wie markttechnisch, wird der laufende Aufwärtstrend des EURO gegen USD aktuell bestätigt. Einziger Hinweis, dass sich möglicherweise die 1.3469 USD als hartnäckiger Widerstand erweisen könnte, wäre die heutige leichte Erholung der US-Währung gegenüber dem japanischen YEN, womit sich hier die Unterstützung im Bereich um 103.83 YEN behaupten konnte und den Kursverlauf damit innerhalb der laufenden Konsolidierungszone hält. Die Begrenzungen dieses, seit Februar gültigen Bereiches, definieren sich um 103.83 YEN auf der Unterseite und 105.57 / 105.97 YEN auf der Oberseite.

In der praktischen Konsequenz sollten bestehende Long-Positionen im EURO gegen USD aktuell engmaschig abgesichert werden.

(Aktien-Indizes)

In der Vorwoche korrigierten die wichtigsten Aktien-Indizes Europas und der USA ihre jüngsten Kursanstiege, in deren Zusammenhang neue Bewegungs- und Jahreshochs markiert wurden. Von ihrem Ausmaß her, rutschten die Kurse zum Teil deutlich zurück, so dass wir aktuell unterstellen, dass für die nächsten Tage bestenfalls mit einer Kursstabilisierung zu rechnen ist, jedoch kaum neue Jahreshochs zur Debatte stehen.

Die laufenden Abwärtsimpulse verliefen in der Vorwoche mit einer recht hohen Bewegungsdynamik und Schwungkraft, was sich in den immer wieder gescheiterten Reaktionsansätzen niederschlug. In der Konsequenz unterstellen wir somit auch weiterhin mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit, dass sich die Kursabschwächung an den Aktienmärkten noch fortsetzen könnte. Hierbei verweisen wir auch auf die aktuelle Entwicklung an den Randmärkten, ganz besonders in der Öl-Preis-Entwicklung.

BK Grundbesitz mit neuem Großaktionär

Der Immobilien-Dienstleister BK Grundbesitz & Beteiligungs AG hat mit dem FM Fund Management Limited einen neuen Großaktionär erhalten.

Wie das Unternehmen am Sonntag bekannt gab, hat die FM Fund Management Limited mitgeteilt, dass sie seit dem 09. März 2005 insgesamt 310.000 Stimmrechte hält. Dies entspricht 12,916 Prozent der Stimmrechte von BK Grundbesitz.

Diese Stimmrechte werden im Absolute Return Europe Fund gehalten. Die FM Fund Management hat das Aktienpaket für 10 Euro je Aktie erworben. Am Freitag stiegen die Aktien um 1,01 Prozent und schlossen bei 10,00 Euro.
Dailyanalyse Dax-Future vom 14.03.2005

Erholungsversuch möglich, Trend aber abwärts


Erwartungsgemäß erholte sich der Markt leicht zum Wochenende. Der Widerstand bei 4380 konnte aber nicht geknackt werden. Die Erholung könnte sich auch noch am Wochenbeginn fortsetzen, aber wir sehen das Aufwärtspotential auf 4380-4390 begrenzt.
Viel wahrscheinlicher ist ein weiteres Abrutschen des Marktes in dieser Woche auf unter 4300. Denn sobald die Seitwärtskonsolidierung, die am Freitag begann, abgeschlossen ist, erwarten wir den nächsten kräftigen Impuls nach unten. Deshalb gilt weiterhin die Devise Marktstärke für Shorteinstiege zu nutzen. Für heute erwarten wir eine Tradingrange zwischen 4330-4380 . Widerstände neben der 4380 finden sich noch bei 4360 und 4400. Unterstützt wird der MArkt bei 4335, sowie bei 4320 und 4300.
Von fundamentaler Seite gab es in dern vergangen Tagen kaum neue Impulse, wir rechnen deshalb damit, dass die MArkttechnik vor allem dem Markt in der zukünftigen Woche bestimmen wird. Diese ist nun mal derzeit negativ, so dass wir kaum größere Rallyversuche erwarten können.

FAZIT: Der Markt bleibt abwärtsgerichtet, Erholungsversuche auf 4380 sind aber möglich.


Kritischer Level

Short Term seitwärts
Medium Term abwärts
Long Term abwärts

Unterstüzungszonen

4335
4300
4280

Widerstandszonen

4360
4380
4400
Orad Hitec 928634



Da kommen gute News auf uns zu

Letzte Woche auf Wochenhoch geschlossen

Da muß man jetzt rein




Pivots für den 14.03.2005

Resist 3 4.402,15
Resist 2 4.391,04
Resist 1 4.375,77

Pivot 4.364,66

Support 1 4.349,39
Support 2 4.338,28
Support 3 4.323,01

Supports - Resists für den 14.03.2005

4.325,80
4.311,70
4.310,00

4.409,10
4.435,30
4.483,00
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Euro/USD 1,3428 - 0,27 %



Gold (USD) 443,13 + 0,20 %


Silber/USD 7,47 - 0,73 %

Erdöl



US-Futures (SPX & NDX):

Bushs Rentenreform-Plänen droht das Aus :rolleyes:

Die Wahrscheinlichkeit, dass US-Präsident George W. Bush mit seinen Rentenreform-Plänen Schiffbruch erleidet, wächst. Eine zunehmende Zahl republikanischer Senatoren lehnt Bushs Idee ab, jüngeren Arbeitnehmern die Umleitung von bis zu zwei Dritteln ihrer Rentenbeiträge in private Investmentkonten zu erlauben. Ihr Einwand: Hohe Übergangskosten würden das Haushaltsdefizit weiter in die Höhe treiben. Stattdessen machen sie sich für eine Sanierung des Budgets stark.


WASHINGTON. So fordert der stellvertretende Generalsekretär der Republikaner im Senat, Robert Bennett, die Renten künftig nicht mehr an die Löhne, sondern an die Inflationsrate zu koppeln. Damit wäre langfristig eine beträchtliche Senkung der Leistungen verbunden. Bennett will dies allerdings durch eine soziale Komponente abfedern: Besserverdiener sollen mehr bluten als die Masse der Arbeitnehmer. Raum für freiwillige private Investmentkonten sieht Ben-nett außerhalb der Rentenversicherung – ein Modell, das mit der „Ries-ter-Rente“ in Deutschland vergleich-bar wäre. Der einflussreiche Senator Chuck Hagel ist für eine Anhebung des Renteneintrittsalters von 67 auf 68 Jahre. Und sein Parteikollege Lindsey Graham hat die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze ins Spiel gebracht, die derzeit bei einem Jahreseinkommen von 90 000 Dollar liegt.

Die Fülle der neuen Ideen ist ein Indiz dafür, dass sich die innenpolitische Debatte über eine Reform der amerikanischen Altersvorsorge gedreht hat. „Es setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass Bushs Konzept die wahren Probleme der Rentenversicherung nicht anpackt“, kritisiert Fred Bergsten, Direktor des Institutes for International Economics in Washington (siehe Nachgefragt). Nach Experten-Schätzung würde die Einführung privater Investmentkonten den US-Haushalt innerhalb von zehn Jahren mit bis zu zwei Billionen Dollar belasten.

Hinzu kommt, dass es dem Präsidenten trotz einer massiven PR-Kampagne bislang nicht gelungen ist, die Amerikaner von seinem Programm zu überzeugen. Nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur AP befürworten lediglich 37 Prozent der US-Bürger eine Teil-Privatisierung der Rente, 56 Prozent sind dagegen.

Immer mehr Ökonomen mahnen angesichts des anschwellenden Haushaltsdefizits schmerzhafte Schnitte an. So plädierte der Chef der US-Notenbank, Alan Greenspan, erneut für eine deutliche Absenkung der Rentenleistungen. „Unsere finanziellen Aussichten sind meines Erachtens ein beträchtliches Hindernis für langfristige Stabilität“, erklärte der Fed-Vorsitzende am Wochenende.

Greenspans düsterer Ausblick wird durch zahlreiche Studien untermauert. „Das kombinierte Defizit von Renten- und Krankenversicherung für Ältere (Medicare) verschlingt bereits in diesem Jahr fast vier Prozent aus dem Einkommensteuer-Topf des Bundes“, warnt Thomas Saving vom Treuhandfonds der beiden Versicherungen. Bis 2030 wären 50 Prozent und bis 2050 gar 75 Prozent der Steuereinnahmen blockiert, prognostiziert er.

Auch das Center on Budget and Policy Priorities in Washington malt die Zukunft des US-Haushalts in tiefroten Zahlen. Demnach muss die Rentenkasse über eine Strecke von 75 Jahren mit einem Minus von 3,7 Billionen Dollar rechnen. Die 2004 beschlossenen Zuschüsse für verschreibungspflichtige Medikamente schlügen im gleichen Zeitraum mit 8,1 Billionen Dollar zu Buche. Die unbefristete Verankerung der Steuersenkungen Bushs würden sogar ein Loch von 11,6 Billionen Dollar ins Budget reißen. Im Lichte dieser Schuldenlawine bezeichnen Fachleute die Rentenreform des Präsidenten bereits jetzt als Rohrkrepierer: „Bushs ‚Plan A` ist tot“, kommentierte der politische Analyst Charlie Cook in der neuesten Ausgabe des Magazins „National Journal“.
wisst ihr was das ist?
Ziehung Samstag 12.03.05:
2, 3, 6, 20, 24, 39 · ZZ:42 SZ:5
genau,die lottozahlen
und wisst ihr was der bulle hat?
Ziehung Samstag 12.03.05:
2, 3, 6, 20, 23, 38 · SZ:5

ich könnte kotzen:(
Rohstoffe und Euro belasten Unternehmen

Vor allem Autoindustrie und Maschinenbau leiden

Die rasant steigenden Rohstoffpreise und der anhaltend starke Euro schmälern zunehmend die Gewinne exportstarker deutscher Unternehmen. Der maßgebliche CRB-Index, der die Preise von 17 Rohstoffen abbildet, erreichte zuletzt den höchsten Stand seit 24 Jahren. Gleichzeitig erwarten Volkswirte, dass der Euro gegenüber dem Dollar weiter aufwerten wird. Von diesem Doppeleffekt negativ betroffen sind vor allem die Automobilindustrie und der Maschinenbau.


HB DÜSSELDORF. Mehrere Autohersteller haben bereits auf den Doppeleffekt reagiert. Volkswagen etwa gab kürzlich bekannt, wegen der negativen Währungseffekte den vor allem für den Export in die USA vorgesehenen Freizeit-Van „Microbus“ komplett aufzugeben. Damit fallen 1500 geplante neue Jobs in Wolfsburg weg. Auch Daimler stoppte im Februar sein Projekt für die neue B-Klasse in den USA. „Wegen der Währungsrelationen haben wir entschieden, die Mercedes-B-Klasse vorerst nicht in den USA zu verkaufen“, begründete ein Daimler-Sprecher den Schritt.

Nachdem die US-Handelsbilanz im Januar das zweithöchste Defizit ihrer Geschichte erreicht hat, rechnen Volkswirte damit, dass der Dollar gegenüber dem Euro weiter abwerten wird. „Das Handelsdefizit der USA zeigt noch keinerlei Anzeichen einer Korrektur“, sagte der Chefvolkswirt der Investmentgesellschaft Invesco Asset Management, John Greenwood. Er hält es für möglich, dass der Euro von derzeit gut 1,34 im Jahresverlauf auf 1,40 Dollar steigt. Experten führen die Dollar-Abwertung auf die Sorge zurück, dass die USA künftig nicht mehr genügend ausländisches Kapital anziehen können, um ihr Handelsbilanzdefizit zu finanzieren.

Auch der deutsche Automobilverband VDA rechnet mit einem dauerhaft schwachen Dollar. „Es sieht so aus, als ob die USA Währungspolitik nach dem Motto machen: Unsere Währung – euer Problem“, kritisierte VDA-Präsident Bernd Gottschalk. Nach Berechnungen der Autoexperten der WestLB könnten Währungseffekte allein aus dem US-Geschäft das Ergebnis von BMW in diesem Jahr um 886 Mill. Euro schmälern. Mit 933 Mill. Euro sei der negative Währungseffekt für die Marke Mercedes sogar noch stärker. Deshalb geben BMW-Chef Helmut Panke und Mercedes-Chef Eckhard Cordes auch keine konkreten Gewinnprognosen. Zur Euro-Stärke hinzu kommen die deutlich gestiegenen Stahlpreise. Allein dadurch werden in diesem Jahr den Autoherstellern jeweils 200 bis 300 Mill. Euro in der Wertschöpfungskette verloren gehen, rechnet die Unternehmensberatung Booz-Allen-Hamilton vor.

Die überwiegend mittelständischen Maschinenbauer stehen ebenfalls unter Druck. Der Branchenverband VDMA erwartet, dass der Effekt aus Euro-Stärke und hohen Rohstoffpreisen in diesem Jahr voll durchschlägt. Wegen des starken Euros müssen nach Angaben des VDMA insbesondere deutsche Unternehmen, die Wettbewerber in den USA oder Japan hätten, große Preisnachlässe einräumen, um Aufträge zu erhalten. Die hohen Stahlpreise wiederum belasteten beispielsweise schon im vergangenen Jahr das operative Ergebnis des Mischkonzerns Linde im Geschäft mit Gabelstaplern mit 20 Mill. Euro. Welche Auswirkungen es in diesem Jahr geben werde, sei noch unklar. Der Hersteller von Landmaschinen, Claas, hat wegen der höheren Stahlkosten bereits im vergangenen Sommer die Preise um fast fünf Prozent erhöht. Da die Konkurrenten in der gleichen Lage seien, hätten die Kunden die Preiserhöhung akzeptieren müssen, sagte ein Claas-Sprecher.

Ein Ende der steigenden Rohstoffpreise jedenfalls ist nicht in Sicht. Seit Herbst 2001 legte der CRB-Index kontinuierlich zu, allein im vergangenen Jahr um 11,2 Prozent. Bei der letzten Notierung am Freitag stieg er auf das 24-Jahreshoch von 318,6 Punkten. Prominentester Preistreiber ist das Rohöl, das in den vergangenen Tagen so teuer war wie nie zuvor. Aber auch Industriemetalle wie Kupfer markieren neue Höchststände.

„Wachstumsoptimismus und die Schwäche des Dollars unterstützen die Metalle“, begründet die Investmentbank J.P. Morgan den Boom. Zu den Hauptgründen für den Aufschwung der Rohstoffnotierungen zählen das nach wie vor starke Wachstum der Weltwirtschaft und der immense Rohstoffhunger von Ländern wie China und Indien. Der Rohstoffexperte Jim Rogers geht davon aus, dass die derzeitige Hausse frühestens im Jahr 2014 auslaufen wird. Auch Claus Vogt von der Berliner Effektenbank sieht den Preisanstieg als „Beginn einer langfristigen Aufwärtsentwicklung bei den Rohstoffen“.
#102 von thebull 2

Gratuliere zu vier Richtigen & das einzig positive an der Sache:
So bleibst Du uns wenigstens bei W-O erhalten. :rolleyes:

:D
danke HSM
ich bin stinksauer:mad:
hab seit 4 ziehungen immer die sz richtig,aber der rest passt nicht ganz:(
mittwoch nehm ich sz 3:rolleyes:
#106 von HSM


nüscht....:rolleyes:


mein gott, wie lecker wären die 3 biere gewesen.....



:D
DGAP-Ad hoc: CeWe Color Holding AG <CWC> deutsch

Ad-hoc-Meldung nach §15 WpHG

Ergebnisse bei CeWe Color über Plan

CeWe Color Holding AG: Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2004

Ad-hoc-Mitteilung verarbeitet und übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
------------------------------------------------------------------------------

Ergebnisse bei CeWe Color über Plan
Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2004

Oldenburg, 14. März 2005 - Die CeWe Color Holding AG (SDAX, ISDN DE 000 540
3901) - der größte Fotofinisher Europas - vermeldet vorläufige Zahlen für das
Geschäftsjahr 2004. Der Cash Flow mit 45,4 Mio. Euro und das Ergebnis vor
Steuern (EBT) mit 14,2 Mio. Euro liegen über den zuletzt genannten Zielwerten
von 40 Mio. Euro bzw. 10 Mio. Euro.

Erfreuliche Umsatz- und Mengenentwicklung
CeWe Color hat im Jahr 2004 einen Umsatzzuwachs von 3,0 % auf 428,5 Mio. Euro
(VJ: 416,2 Mio. Euro) erzielt. Der Absatz an Farbfotos konnte um 3,9 % von 3,4
Mrd. Stück auf über 3,5 Mrd. Stück gesteigert werden. Den maßgeblichen Anteil
an diesem Zuwachs hatte der Anstieg der Digitalfotos auf 508,6 Mio. Stück
(VJ: 170,3 Mio. Stück), was einer Wachstumsrate von 199 % entspricht. Darüber
hinaus konnte der Absatz an Image CD`s (CD-ROM vom Film) um 19,4 % von 4,1
Mio. Stück auf 4,8 Mio. Stück gesteigert werden.

Positive Ergebnisentwicklung
CeWe Color konnte 2004 mit 45,4 Mio. Euro (- 2,4 %) nahezu demselben Cash Flow
erzielen wie im Jahr 2003. Mit ihm konnten die Investitionen von 36,0 Mio.
Euro vollständig finanziert wie auch die Dividendenausschüttung bedient
werden. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) liegt mit 14,2 Mio. Euro 7,6 % über dem
Ergebnis des Vorjahres. Es wurde vor allem in Zentraleuropa und
Mittelosteuropa erwirtschaftet. Das Ergebnis nach Steuern fällt mit 1,2 Mio.
Euro im Verhältnis zum EBT gering aus. Die hohe Steuerquote von 92 % liegt
darin begründet, dass Verluste im Ausland nicht mit Gewinnen im Inland zur
Reduzierung inländischer Steuern verrechnet werden können.

Ausblick 2005
Nach einem saisonbedingten schwächeren ersten Quartal wird CeWe Color mit
einem ordentlichen zweiten und einem starken dritten Quartal die Umsatz- und
Ergebniszahlen des Jahres 2004 übertreffen. Der Vorstand der CeWe Color
Holding AG erwartet für das Geschäftsjahr 2005 folgende Ergebnisse:

- Farbbilder analog 2,6 Mrd. St. - 13 %
digital 0,9 Mrd. St. + 80 %
gesamt 3,5 Mrd. St. +/- 0
- Umsatz 437,0 Mio. Euro + 2 %
- Ergebnis Cash Flow 52 Mio. Euro + 15 %
EBT 26 Mio. Euro + 80 %
nach Steuern 14 Mio. Euro + 1.067 %
- Investitionen 30 Mio. Euro - 16,7 %

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

CeWe Color Holding AG, Hella Meyer,
Tel.: 0441 / 404 - 400 oder 0171 / 34 50 530,
Fax: 0441 / 404 - 421, eMail: hella.meyer@cewecolor.de,
Internet: http//www.cewecolor.com

CeWe Color Holding AG
Meerweg 30 - 32
26133 Oldenburg
Deutschland

ISIN: DE0005403901 (SDAX)
WKN: 540390
Notiert: Geregelter Markt in Berlin-Bremen und Frankfurt (Prime Standard);
Freiverkehr in Düsseldorf, Hamburg, München und Stuttgart

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 14.03.2005
DAX 4353,73 - 0,16 %
VDAX 12,61 + 2,44 %
MDAX 5718,05 + 0,19 %
TecDAX 536,07 - 0,29 %

Schneider-Aktionäre fühlen sich getäuscht

Der vor drei Jahren zusammengebrochene Unterhaltungselektronikkonzern Schneider hat nach Ansicht von Aktionären die Öffentlichkeit mit seinen Plänen über das Laser-Fernsehen massiv getäuscht. Eine Schadensersatzklage könnte die Folge sein.

Bereits 1997 sei eine Studie der damaligen Daimler-Benz-Konzernforschung für die gemeinsame Lasersparte LDT in Gera zu dem Ergebnis gekommen, dass eine breite Markteinführung des Laser-TV frühestens 2010 zu erwarten sei. Der Schneider-Vorstand hatte hingegen noch auf der Hauptversammlung 2001 behauptet, dass "voraussichtlich ab 2003/2004 Laser-Display-Geräte" für den privaten Gebrauch zur Verfügung stehen. "Unsere Klienten haben jetzt die Belege für eine Schadenersatzklage", sagte Unternehmensberater Armin Widmer (Kraus Widmer Consulting, Zell b. Lörrach) der FTD.

Die Vision des Laser-Fernsehens hatte auf die Börsenbewertung von Schneider und damit auf die Realisierung der Kapitalerhöhungen im Dezember 1999 und im April 2000 entscheidenden Einfluss. Die US-Investmentbank Lehman Brothers schürte mit optimistischen Prognosen die Fantasie. Nach der Pleite gab es Strafanzeigen mitunter auch gegen die beiden Emissionsbanken und Ex-Großaktionäre LfA Förderbank Bayern und Lehman Brothers, weil sie die Aktionäre nicht über die wesentlichen Risiken aufgeklärt haben sollen und sich zeitgleich von ihren Aktienbeständen zu überhöhten Kursen trennen konnten .

Die dreiteilige Daimler-Studie muss nach Ansicht der Beratungsgesellschaft Kraus Widmer Consulting dem Schneider-Vorstand und nach Erstellung mehrerer Detailprüfungen (Due Dilligence) der LfA und Lehman bekannt gewesen sein. Daimler konnte seinen 50-Prozent-Anteil an der Laser-TV-Gesellschaft LDT Ende 1999 zum Einstandspreis von 25 Mio Euro an Schneider zurückgeben. Die LfA Förderbank behauptet erst im Oktober 2004 von der Studie erfahren zu haben, schreibt der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe.

SRF 0,170 Euro + 12,58 %
Gehandelte Stück: 47 k

hsm,
hab lotto gespielt, aber leider nix gerissen:cry:
nicht mal drei richtige:cool:
moinmoin :)

PRI 5,00€ +9,89%
gehandelte Stücke: 36k

[URL]http://www.tradesignal.com/content.asp?p=wpa/tsb/default.asp&fcid=1038322[/URL]
[URLChart öffnen]http://www.tradesignal.com/content.asp?p=wpa/tsb/default.asp&fcid=1038322[/URL]

TVD 0,85€ +3,66%
gehandelte Stücke: 13k

[URL]http://www.tradesignal.com/content.asp?p=wpa/tsb/default.asp&fcid=1038318[/URL]
[URLChart öffnen]http://www.tradesignal.com/content.asp?p=wpa/tsb/default.asp&fcid=1038318[/URL]

;)rr
UBS stuft Porsche auf "Neutral" von "Buy" zurück

London, 14. Mär (Reuters) - Die Analysten des Schweizer
Bankhauses UBS haben die Aktien des Sportwagenherstellers
Porsche<PSHG_p.DE>auf "Neutral" von "Buy" zurückgestuft.
Das Kursziel bleibe bei 600 Euro, teilten die Experten am
Montag mit. Die im General Standard notierten Porsche-Aktien
verloren am Vormittag rund ein Prozent auf 555,21 Euro.
nil/bub
Gerillas

Das ist meine letzte Verwarnung an Dich!

Du verseuchst unseren Thread...

Du hast 2 Cargolifter Threads, also schreib das dort rein, sonst
lasse ich einen W-O Mod aktiv werden.

Ende der Mitteilung
CBB - 544400



Die Eintrittskarten für die Hauptversammlung Ende des Monats werden fast täglich teurer, alles unter 1€uro ist geschenkt :cool:

Wenn der alte Vorstand abgesetzt wird dann ist die Firma 1,40€ bis 6,6€ Wert :eek:

Wer sich durch Kursschwankungen nicht verunsichern lässt darf getrost zugreifen, oder sich erstmal in den Threads informieren :)

:lick:
Avatar