checkAd

    SELBST ist der Mann .... - 500 Beiträge pro Seite

    eröffnet am 08.07.02 21:26:27 von
    neuester Beitrag 10.07.02 08:46:24 von
    Beiträge: 7
    ID: 605.742
    Aufrufe heute: 0
    Gesamt: 842
    Aktive User: 0


     Durchsuchen

    Begriffe und/oder Benutzer

     

    Top-Postings

     Ja Nein
      Avatar
      schrieb am 08.07.02 21:26:27
      Beitrag Nr. 1 ()
      Galerie des Grauens: Millionen vernichtet

      Unglaublich, aber wahr: Es gibt Fondsmanager, die versenken Millionen und kommen ungeschoren davon. Das Manager Magazin hat die größten Geldvernichter der Welt unter die Lupe genommen. Herausgekommen ist eine Galerie des Grauens. Wer sie kennt, ist gegen dreiste Abzocker gut gerüstet.



      Kurt Ochner: Der Pate des Neuen Marktes

      Der Pate des Neuen Marktes hat sich seinen Eintrag in die Abzocker-Geschichtsbücher "hart" erarbeitet. Zwar schaffte Kurt Ochner mit seinem Fonds Julius Bär German Stock Fund innerhalb einiger Jahre einen Zuwachs von 500 Prozent. Aber seine Methoden "stanken" zum Himmel. Der Fonds ist längst abgestürzt und Ochner gefeuert.

      Das System Ochner funktionierte während des Börsenhypes wie eine Schweizer Uhr: Ochner kaufte Aktienpakete kleiner Firmen und trieb so die Kurse. Außerdem warb er in Fernsehsendungen und Anlegermagazinen für seine Favoriten, um die Kurse zu pushen. Aber mit dem Platzen der Spekulationsblase platze auch die Blase Ochner. Der Pate vernichtete quasi Anlegergelder in Milliardenhöhe.

      Sein Fonds Julius Bär Special German Stock Fund stürzte um etwa 80 Prozent ab. Nicht anders erging es ehemaligen Ochner-Tipps: Die Biotechnologieaktie Cybio beispielsweise fiel von einem Hoch bei 140 € auf nunmehr 2,70 €. Ebenfalls von Ochner innig geliebt: Das Software-Unternehmen Caatoosee. Entsprechend der Kursverlauf: Der Caatoosee-Kurs stürzte von 64 € auf 1,3 €. Solche Tipps geben nur Geldvernichter.



      Heiko Thieme: Viel riskieren und ab in den Keller

      Psycho-Heiko ist ein gefragter Mann. Immer, wenn es an den Börsen abwärts geht, tröstet er via N-TV geschundene Anlegerseelen. Einstiegskurse, Einstiegskurse, Einstiegskurse - Heiko Thieme redet seit zwei Jahren den gleichen "Quark". In Branchenkreisen gilt der ehemalige Deutsch-Banker längst als einer der größten Geldvernichter.

      Überzeugen Sie sich von Thiemes Fähigkeiten und werfen Sie einen Blick in sein Horrordepot. Thieme schaffte es doch tatsächlich, innerhalb eines halben Jahres sein Kapital zu halbieren. Sein bestes Investment bringt es auf ein Minus von "nur" 40 Prozent. Unter den Versager-Aktien, die sich Thieme ins Depot gelegt hat, ist auch die Skandalfirma Tyco. Herzlichen Glückwunsch, Herr Thieme. Schlechter geht es nicht mehr.

      Kollegen an der Wall Street nennen ihn nicht ohne Grund Psycho-Heiko. Denn er spekuliert gerne mit riskanten Technologieaktien. Das Ergebnis sollte niemanden verwundern: Sein Aktienfonds Thieme Fonds FCP-International "glänzt" mit einem Zwei-Jahres-Verlust von 80 Prozent. Aber noch mischt Heiko kräftig mit. Selbst in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung darf er in einer Kolumne das Börsengeschehen kommentieren.



      Bernd Förtsch: Hoch geflogen und abgestürzt

      Über eine sündhaft teure Börsenhotline (1,86 € pro Minute) gibt der Kulmbacher Verleger ("Der Aktionär") und Fondsberater Bernd Förtsch Tipps. Anleger sollten unbedingt die Finger davon lassen. Förtsch gilt in der Fonds-Branche als einer der größten Geldvernichter. So verloren von ihm beratene Fonds teilweise bis zu 90 Prozent (DAC-Fonds).

      Die Spekulationsblase an den Aktienmärkten hat ihn aufgeblasen. Mit schillernden Auftritten in der Fernsehsendung 3-Sat-Börse wurde Bernd Förtsch berühmt. Und als der Neuer-Markt-Guru in breitestem Fränkisch die Biotech-Aktie Morphosys mit einem Kursziel von 1000 Euro zum Kauf empfahl (damaliger Kursstand 100 Euro), setzte er dem Wahnsinn noch die Krone auf. Spötter nannten ihn fortan nur noch "Mr. Dausend".

      Aber Bernd Förtsch nagt nicht am Hungertuch. Im Gegenteil. Branchenkreise vermuten, dass Förtsch mit seinen Aktiengeschäften einiges verdient hat. Der Trick: Vorher die Aktien kaufen, die man später bei Fernsehauftritten empfiehlt. Als der Neue Markt noch boomte, funktionierte dieses Spiel. Denn viele Anleger folgten ihrem Guru. Das ist vorbei. Jetzt sahnt Förtsch mit seiner Hotline ab.



      Volker Kuhnwaldt: Mit Internetaktien verzockt

      Wenn Nordinvest-Fondsmanager Volker Kuhnwaldt morgens die Börsenkurse studiert, mag er nicht mehr frühstücken. Denn die Talfahrt der Internetaktien nimmt kein Ende. Entsprechend mies sieht seine Bilanz aus. Der von ihm gemanagte Aktienfonds Nordinternet hat in den vergangenen Jahren 90 Prozent eingebüßt.

      Als Dotcoms noch von Hoch zu Hoch kletterten, feierten Anleger Kuhnwaldt als Internet-Guru. Immerhin ließ sich während dieser Spekulationsblase mit dem Nordinternet-Fonds eine Stange Geld verdienen. Und als Kuhnwaldt dachte, er könne seinen Erfolg mit asiatischen Internetaktien wiederholen, warf er einen neuen Fonds auf den Markt, den Nordasia.com. Bilanz: 80 Prozent Minus in zwei Jahren.

      Der Mann hat die Gabe, völlig daneben zu greifen. So sprach er noch vor zwei Jahren in einem Interview von fair bewerteten Internet-Aktien. Es könne, so Kuhnwaldt damals, keine Blase platzen, weil es keine Blase gebe. Heute steht fest: Es gab eine Blase. Sicherlich kann auch ein Fondsmanager nicht in die Zukunft schauen. Aber kann man sich wirklich derart irren? Wer sein Handwerk beherrscht, ist vorsichtiger.



      Jeffrey Vinik: Trend nicht erkannt, Job weg

      Der Mann kann einem Leid tun. Jeffrey Vinik setzte Ende 1995 auf einen Einbruch der Technologiebörse Nasdaq und investierte in Anleihen. Zu früh. Obwohl die Kurse schon stark gestiegen waren, kam die Hausse erst richtig in Fahrt. So schnitt der von ihm gemanagte Fidelity Magellan jahrelang schlechter ab als der Börsenindex - und Vinik verlor seinen Job.

      Auch wenn die Nasdaq seit April 2000 scheibchenweise abgestürzt ist - Vinik hätte den vorherigen Boom mitnehmen müssen. Denn ein Fondsmanager wird dafür bezahlt, Börsentrends zu erkennen und ihnen zu folgen. Das wäre Viniks Vorgänger Peter Lynch sicher nicht passiert. Unter dessen Regie legte der Fidelity Magellan, einer der größten Aktienfonds der Welt, überdurchschnittlich zu.

      Das Beispiel Vinik zeigt, unter welchem Druck Fondsmanager stehen. Sie müssen besser sein als der Markt, sonst werden sie gefeuert. Wer jedoch in den Boomjahren eine vorsichtige Anlagepolitik betrieben hat, konnte gar nicht besser abschneiden als der Markt. Genau das Gegenteil ist in den vergangen zwei Jahren der Fall. Jetzt wird belohnt, wer vernünftig investiert.
      Avatar
      schrieb am 08.07.02 22:18:35
      Beitrag Nr. 2 ()
      interessanter beitrag.

      was mich wirklich ärgert, ist, daß typen wie thieme weiter im fernsehen auftreten, und ihren unqualifizierten mist verkaufen dürfen.

      dabei erfährt man nichts über ihre tatsächliche kompetenz und der wertentwicklung der ihnen anvertrauten gelder.

      die medien tragen somit eine enorme mitschuld am aufstieg dieser scharlatane.
      Avatar
      schrieb am 09.07.02 00:20:15
      Beitrag Nr. 3 ()
      Also ich kann dazu nur sagen, daß jemand, der Aktien nur kauft, weil irgendjemand es empfiehlt, selbst schuld ist, wenn er sein Geld verliert. Warum sollte man denn diese sogenannten Gurus jetzt bestrafen, nur weil die Börse mal 2 Jahre lang nicht steigt?? Als die Börse stieg und stieg, da hatte niemand etwas gegen die zum Teil irrsinnigen Emphehlungen dieser Herren. Ganz im Gegenteil, man versuchte schon im Vorfeld zu erraten, welcher Titel als nächstes in eines der Musterdepots aufgenommen wurde, nur um beim sicheren Hype dabei zu sein. Dabei war es dann egal, was die entsprechende Firma machte oder auch nicht machte. Aber wie es bei sochlen Spielchen halt ist - den letzten beißen die Hunde und nun wird halt mit den Zähnen geknirscht und nach dem Schuldigen für den Mist gesucht, den man sich selber eingebrockt hat.
      Avatar
      schrieb am 10.07.02 02:02:10
      Beitrag Nr. 4 ()
      @Kaktus-Jones

      Ich stimme Dir im Groben zu. Man muss allerdings zwischen
      Fondsmanagern und Analysten unterscheiden!
      Wenn Fondsmanager ihre Fonds-Investoren im Auge haben
      und fuer die Performance etwas fuer Ihren Fonds tun, ist
      dass zwar unter Umstaenden schlecht fuer Investoren
      die spaet aufspringen - aber die haben selber Schuld.
      Wenn der Fondsmanager aber seine eigenen Aktientrades
      systematisch zu ungunsten des gemanagten Fonds durchfuehrt
      ist das kriminell!
      Noch dramatischer ist die Sache bei Analysten: auf die
      muesste man sich bis zu einem gewissen Grad verlassen
      koennen! Es ist schliesslich deren Job moeglichst
      `objektive` Einschaetzungen der Unternehmen zu liefern!
      Wenn aber natuerlich die Finanzabteilungen und die
      Wirtschaktpruefer kriminelle Eneregie zeigen, ist
      alles vorbei!

      Was ich aber recht wenig verstehen kann, ist wenn
      sich der eine (beleidigte) Zocker ueber einen Anderen beschwert.

      Gruss,

      CAH
      Avatar
      schrieb am 10.07.02 06:22:39
      Beitrag Nr. 5 ()
      @colouredanthouse
      Also meine Bemerkung bezieht sich eigentlich nur auf Äußerungen wie: "Diese Gurus müßten eigentlich in den Knast, weil die gesagt haben, daß diese und jene Aktie um 100000% steigen würde und nun ist sie gefallen und ich habe einen Verlust gemacht" und ähnliches. Außerdem können Kurse auch fallen, selbst wenn eine ordentliche Analyse ergeben hat, daß dieser Wert unterbewertet ist. Die Reaktion der Anleger, die nur die Kaufempfehlung gelesen haben und sich nie selbst mit dem Unternehmen befasst haben sieht dann meist so aus, daß man den Analysten gleich verklagen will.
      Anders sehe ich die Sache jedoch bei einigen Analysten bedeutender Banken, die selbst bei schon utopischen Kursen noch weiter zum Kauf empfehlen, wie zum Beispiel bei einem Analsyten der Deutschen Bank, der vor 2-3 Jahren einen Wert mit einer Marktkap. von 2 Mrd (ich glaube es war Poet) zum Kauf empfohlen hat, obwohl das Unternehmen nur 4 Mio E Umsatz im Jahr gemacht hat. Das Unternehmen wuchs dabei mit 10% im Jahr, aber die Begründung war, das die Internetsparte mit 500% im Jahr wachsen würde - echt toll bei einem Umsatz der Internetsparte von 100000 Euro.

      Trading Spotlight

      Anzeige
      InnoCan Pharma
      0,1775EUR -7,07 %
      CEO lässt auf “X” die Bombe platzen!mehr zur Aktie »
      Avatar
      schrieb am 10.07.02 08:30:21
      Beitrag Nr. 6 ()
      das ärgerliche dabei ist das solche Idioten scheibar den ganzen Markt runieren so wie auch die Enronitis nicht grad posetiv ist !
      Wirtschaft=Betrug (geworden)
      und America scheinbar der Superbetrüger !
      Thread: Wie hoch ist die Währscheinlichkeit das man mit einem Index Dow-Dax ..
      Avatar
      schrieb am 10.07.02 08:46:24
      Beitrag Nr. 7 ()
      In der Liste fehlt noch mindestens Hagedorn von Metzler mit seinem W-Fonds.

      Selbst ist der Mann oder die Frau, ist daher schon richtig.
      Auf Fonds kann ich gut verzichten.


      Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


      Zu dieser Diskussion können keine Beiträge mehr verfasst werden, da der letzte Beitrag vor mehr als zwei Jahren verfasst wurde und die Diskussion daraufhin archiviert wurde.
      Bitte wenden Sie sich an feedback@wallstreet-online.de und erfragen Sie die Reaktivierung der Diskussion oder starten Sie
      hier
      eine neue Diskussion.
      SELBST ist der Mann ....