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Aktien Frankfurt Schluss: Dax weitet Verluste aus
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Schluss Dax weitet Verluste aus

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
17.07.2019, 18:19  |  1419   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die vorsichtige Erholung am deutschen Aktienmarkt hat nicht lange angehalten: Am Mittwoch schaffte es der Dax nur zeitweise in positives Terrain, fiel dann aber zurück und verlor am Ende 0,72 Prozent auf 12 341,03 Punkte. Die moderaten Gewinne des deutschen Leitindex seit Wochenbeginn sind damit fast komplett dahin. Der MDax der mittelgroßen Werte schloss am Mittwoch 0,50 Prozent im Minus bei 25 929,51 Punkten.

An anderen Handelsplätzen sah es nicht besser aus: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging zur Wochenmitte 0,56 Prozent tiefer bei 3501,58 Zählern aus dem Handel. Die nationalen Indizes in Paris und London gaben ebenfalls nach. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Börsenschluss moderat in der Verlustzone.

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"Ein Ausbruch über 12 500 Punkte ist - das muss man für den Moment festhalten - dem Deutschen Aktienindex nicht gelungen", kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Vielmehr komme das Börsenbarometer "seiner Unterstützung bei 12318 Punkten wieder gefährlich nahe". Laut Börsenexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank "will für den Dax derzeit einfach keine Kaufstimmung aufkommen". Damit werde ein nachhaltiger Sprung über 12 400 Punkte "immer unsicherer".

Der charttechnische Widerstand in diesem Bereich hatte sich bereits jüngst immer wieder als eine zu hohe Hürde erwiesen. Durchwachsene Unternehmensberichte und die Zurückhaltung vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen gaben keine Richtung vor. Zudem fehlten positive Impulse von der Wall Street als Kurstreiber, so Lipkow weiter.

Nach den jüngsten Äußerungen von US-Notenbankchef Jerome Powell und anderen Notenbankern gilt eine Zinssenkung Ende Juli am Markt zwar als ausgemacht. Fraglich bleibt aber, ob und inwieweit die US-Notenbanker nachlegen werden. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) unterstrich bereits ihre Handlungsbereitschaft für eine Lockerung ihrer Geldpolitik. Bis die Anleger hier Antworten erhalten, dominiert die anlaufende Bilanzsaison das Börsengeschehen.

Im Technologiesektor standen enttäuschenden Gewinnen beim schwedischen Telekomausrüster Ericsson überraschend gute Quartalszahlen vom niederländischen Chipausrüster ASML und von Dialog Semiconductor gegenüber.

Der im MDax notierte Chiphersteller hatte im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis gesteigert und die eigenen Prognosen leicht übertroffen. "Wenn man berücksichtigt, dass das Unternehmen noch immer Apple mit Halbleitern beliefert, ist das eine gute Indikation für die Smartphone-Produktion", schrieb RBC-Analyst Mitch Steves . Auch die Anleger zeigten sich zumindest zeitweise erfreut: Dialog-Papiere kletterten zunächst auf ein Zwischenhoch bei 38,65 Euro. Zum Börsenschluss verloren sie allerdings 0,11 Prozent und zollten damit ihrer jüngsten Stärke Tribut.

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