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Gewinnerbranchen der Jahre 2006 bis 2040 - Die letzten 30 Beiträge



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Man kann auch trotz immer ausweitender Verluste auf Allzeithoch stehen:
DXCM






over and out... mach mich jetzt mal auf die Suche nach den target-Salden im ClubMed :D
***
intrinsischen wert ermitteln lassen. … Buffett kauft seine Übernahmen ja auch "für die Ewigkeit".


Hilfreich die Überlegung: Wie viel würde man bezahlen wenn es nur einen Kurs/Jahr gäbe. Und man keine (vermeintliche) Orientierung am Chart oder (vermeintlichen) charttechnischen Signalen hätte.

So wie man auch sonst ein ganzes Unternehmen kauft, da schaut man sich auch nicht den Kursverlauf an (gibt es ja gar nicht, wenn nicht börsennotiert), sondern man muss gut rechnen. Möglichst mit Sicherheitsmarge.






***
Liste der Allzeithochs an sehr schwachen Tagen.

Aufgefallen:
WEN




***
KGV-Wahn: Für bereits hohe Margen erreichende Restaurants KGV nahe 100 zahlen... woher kommt da die Fantasie? :confused:

WING
SHAK




***
Jetzt kapier ich wieso M, JWN, PVH, HBI, LB so schwach sind. Das sind mit die stärksten verschuldeten (in Bezug zum FCF) in dem Bereich.
Wie will man da den Markt schlagen, wenn er das so effizient erkennt und einpreist? Solange ich erinnere, reichte es doch meist, sich die EPS-Reihen anzuschauen. Ist es jetzt nötig, sich Bilanzen anzuschauen?

Aber kann das sein: Das Management erkennt das Problem drohender Schuldendienstfähigkeit nicht , der Markt aber schon? Früher galt doch: Solange man EPS-positiv ist (und oft noch länger), kann man Schulden irgendwie umschulden. Wieso gilt das jetzt nicht mehr? In einem Niedrigzinsumfeld, das Schuldner doch eigentlich begünstigt! :confused:




***
Diese hier noch irritierender: Umsätze und Gewinne nahezu intakt. Kurs seit Kurzem massiv eingebrochen. KGV niedrig einstellig.
Auch hier: Verschuldungsproblematik.



MIK
PRTY
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.336.663 von Simonswald am 25.08.19 10:46:23Ich kenn mich da kaum aus. Voll replizierend, synthetisch und was es da noch so alles an Fallen gibt.... :confused:

Hallo Simon,
im WPF gibt es vom Ramstein eine sehr ausführliche Zusammenfassung mit vielen Verlinkungen rund um die ETF Strategie mit paar Kochrezepten. Damit solltest du um die meisten Fallen kommen ;) :
https://www.wertpapier-forum.de/topic/43810-etf-depot-aufbau…
Hab auch ein paar im Depot - ETF auf dem Index STOXX EUROPE 600 FOOD & BEVERAGE, World Water, HEALTH CARE und einen Dividenden-ETF. War bisher zufrieden.


So viele Tipps und Anregungen (nachweislich positive) von vielen guten WO-Leuten in deinem Thread - ich wünschte, ich hätte hier schon seit 2006 mitgelesen :cry: 🥂
***
Beschäftigte dich mal mehr mit den einzelnen unternehmen

Ja, aber momentan macht es mMn keinen Sinn mehr, nach den allerbesten Unternehmen zu suchen (jeder will die jetzt, sind zu teuer), sondern nach den relativ besseren unter den billigen.

Wer möchte mitrechnen, wie viel bspw. folgende Unternehmen wirklich wert sind?
Nicht weil ich die jetzt kaufen möchte (Restaurants sind in einer drohenden Rezession keine gute Idee), aber um eine Orientierung zu haben ab welchen Niveaus sie wirkliche Schnäppchen sind.

RUTH
BJRI



***
intrinsischen wert ermitteln lassen.
Im Kern geht es immer darum, auch bei extreme-growth.
Buffett kauft seine Übernahmen ja auch "für die Ewigkeit".


Das ist wahrscheinlich eh die vernünftigste Überlegung: Wie viel wäre ich bereit für ein Unternehmen zu bezahlen, wenn ich es nie mehr verkaufen könnte. Wie viel würde es mir über seine Lebenszeit ausschütten können?
Wahrscheinlich kein Zufall, dass viele der nachhaltig vermögend und bekannt gewordenen Investoren und Milliardäre so ähnlich überlegen.

Lynch mit seinem SmallcapGrowth-Ansatz ist doch da eigentlich eine Ausnahme. Aber er investierte ja auch nicht sein eigenes Geld (oder hatte er das auch im Magellan?), vielleicht hat er sich deshalb "mehr getraut".


Man braucht doch diesen Kompass des "fairen inneren" Werts um wissen ob es Sinn macht zu kaufen oder nachzukaufen. Sonst ist doch nur Zufall in dem man zwar manchmal Recht behält (und sich für den besten Anleger aller Zeiten hält), aber öfters auch daneben liegt.

Auch ein (egal wie schnell) wachsendes Unternehmen ist ja nicht automatisch immer "mehr wert als der aktuelle Börsenpreis".

Das zeigt doch ULTA. Da hat sich doch nur der getraut im temporären Tief relevant nachzukaufen der diese innere Orientierung hatte. Bei 200 fühlte es sich doch deutlich nach beendeter Hausse an, doch es kam der Rebound.
ULTA




Und nur weil es lange Zeit stetig gestiegen ist, steigt es ja nicht ewig weiter.
ALGN, IPGP, TXRH, BEAT, SUPN, RICK ganz oben zu kaufen war die Hoffung einen Anleger zu finden, der bereit ist noch mehr zu bezahlen. (und BEAT zeigt dass man auch mit Momentumaktien schnell mal 50% verliert, nicht nur mit BBBY....)

IPGP
BEAT
TXRH
RICK
SUPN




Eine Orientierung bzgl des inneren Werts hätte Signale zur Gewinnmitnahme gewiesen. (so zumindest bei mir bei IPGP, TXRH, RICK...)
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ich liebe grünes an roten Tagen!

Können aber auch "Defensiv-Flucht-Traps" sein, die in der Folge allenfalls stagnieren.

Darum noch besser die Liste der Allzeithochs an sehr schwachen Tagen.



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- entscheide dich für eine etf-strategie.

Ich kenn mich da kaum aus. Voll replizierend, synthetisch und was es da noch so alles an Fallen gibt.... :confused:



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grundlegende Dinge nachdenken, Handwerkszeug anschaffen

Noch mehr in science investieren? Ich hab doch jetzt schon einer der elaboriertesten (privaten) Aktiendatenbanken im Kanton. :)








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sieh das ganze doch ein bisschen weniger wissenschaftlich.

Wozu braucht es Wissenschaft, wenn ICH das doch anders FÜHLE... ;)









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Vgl.rechnung EUR-Geber/Nehmerländer ./. CH-Geber-/Nehmerkantone mit harten Zahlen auch zur Leistungsfähigkeit unter Einbezug auch der relativen Einkommenbelastungen mit Steuern+Abgaben

So viel grösser sind die Unterschiede zwischen leistungsstarken und -schwachen Regionen im Frankenraum auch nicht als im Euroraum. Zürich hat doppelt so hohes BIP/Kopf als die schwächsten Regionen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Schweizer_Kantone_na…




Im Schweizer Finanzausgleich geht's durchaus auch um Dimensionen die sogar grösser sind als das was pro Jahr und Kopf in den letzten 10 Jahren an target-Salden aufgelaufen ist.

Ginge es Zürich besser, wenn es diese Ausgleichszahlung nicht machen und Stadtstaat würde?

Oder ist das der "Preis" Teil eines grösseren Wirtschaftsraums sein zu können? Das hat ja auch (nicht nur ökonomische) Vorteile.

https://www.watson.ch/schweiz/zürich/374127078-finanzausglei…
Kanton Zug die grösste Last pro Einwohner. Die Ausgleichszahlung beläuft sich pro Kopf auf 2626 Franken




Aber überlassen wir die (auch mMn nötige) bessere Konstruktion des Euros, den Profis, die sich damit besser auskennen sollten. :keks:






***
Immer tiefere Steuern ist auch nicht die Lösung und nicht selbstfinanzierend, Obwalden hats ausprobiert:
https://www.watson.ch/schweiz/zentralschweiz/401276353-der-f…









***
oktroyierten Lasten 'Energiewende' und Massenmigration

Ich dachte früher auch anders, aber zumindest ersteres könnte man doch auch als Investition betrachten?

Zu "Massen"migration: Zürich hat nen Ausländeranteil von >30%, der mittlere Neckarraum auch. Ginge es ihnen mit 0% besser? (und in beiden Fällen war das (früher) auch keine Hochqualifiziertenimmigration)





***
in punkto Aktien mal mit mehr Realitätswahrnehmung?

Ja, Überteures meiden, Werthaltiges suchen. So dachte ich das.




***
in Medtech fiel mir meist nur Medtronic ein...
VAR, RMD, AIRM hatte ich auch mal ne Zeitlang erfolgreich begleitet. Und BDX hab ich erfolgreich jemand anderem empfohlen, der den 4Bagger dort mitmachte.



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Armut für alle Hauptsache gerecht verteilt

Solange man in der Lebensqualitätsliste noch mit vorne spielt, ist das doch ok. ;)



***
Da kommt dann auch noch 'PISA' ins Spiel …

Das ist Angelsachsen und andere Weltregionen in der Breite mindestens auch nicht besser. Ich hab einen Oxford- oder Cambridge-Prof in Erinnerung, der meinte die Schweiz (und ähnlich Süddeutschland, m. Anm.) hätte es weit besser geschafft das nicht so qualifizierbare Drittel der Bevölkerung in die Wirtschaftstätigkeit zu integrieren bzw. integriert zu behalten.



***
Deinen hier mal bis zum Grenzwertigen bekundeten US-Bias

War nicht falsch in letzten 10 Jahren. Wundere mich eher, dass das so gut funktionierte.
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.335.022 von Panther107 am 24.08.19 18:05:54
Zitat von Panther107: Was macht Fomx besonders, warum sollte man die sich anschauen - Mkap <100Mio, da ist viel Luft, aber was haben Sie was andere nicht haben?


@panther107 - danke für das Interesse.

hier der link zu meinem Einführungspost zu FOMX, steht eigentlich alles für die Einführung drin:

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/1099361-85881-85…

MK ist mittlerweile deutlich höher. Was haben sie was andere nicht haben? 2 Medikamente kurz vor der Zulassung, mit dementsprechendem Risiko, das haben jedoch viele andere auch. Da noch sehr niedrig bewertet, dementsprechend Kurschancen bei Erfolg und natürlich viceversa, für Zartbesaitete: besser abwarten. Das Medikament gegen Rosacea trifft auf undermet medical need.

Mit Joseph Edelman einen der amtlichen Biotechinvestoren an Bord! Der sich mit 18 % beteiligt hat und dem gleichen Volksstamm angehört, vermutlich also über beste Infos verfügen dürfte.

greets cleara007
Was macht Fomx besonders, warum sollte man die sich anschauen - Mkap <100Mio, da ist viel Luft, aber was haben Sie was andere nicht haben?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 61.331.968 von Simonswald am 23.08.19 23:09:51
traditionsmarkenstarken discretionaries wie LVMH, Hermés, Richemont,

Dachte, die wären für das einkommensstärkere obere ein Prozent der Bevölkerung reserviert. :D
Da bleibt noch Raum für M, CPRI, TPR...





'Depotrealität': Recht wenig healthcare …

Stimmt, einer der Bereiche, den ich aufstocken würde. Könnte das „Tech der nächsten Hausse“ werden. Wär mal wieder an der Reihe.
Aber ich hatte aucn bislang nie sehr hohe Healthcare-Gewichtungen. BigPharma fand ich nicht so anziehend, Biotech riskant/teuer, in Medtech fiel mir meist nur Medtronic ein...




:laugh:
für die restlichen 99% gibt es dann auch noch Hugo Boss, mag ich als Aktie ausserordentlich.
Und bei MedTech fallen mir noch BectonDick. und LeMaitre ein....
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.334.341 von flying.kangaroo am 24.08.19 14:06:23das mit China ist sehr schön, aber am Freitag unschön - es wird nicht immer Freitag sein. :D

extraschön, dass das Beuteltier sich mit STAA beschäftigt hat und deren Chancen erkennt.

Deine Fragen kann ich aktuell nicht beantworten - habe gerade die Finger in der Knoblauchbutter :eek: und muss mich für einen Wein entscheiden ... :cool:🍻
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.283.679 von clearasil am 18.08.19 02:01:57STAA

Ein guter Pick von dir👍

Wie siehst du STAA in Bezug auf den Handelskonflikt? STAA erwirtschaftet 30% seines Umsatzes in China - USA ist mit 6% bisher nur Beibrot. Weißt du, ob sie ihre Kollamerlinsen mittlerweile vor Ort in China produzieren?

Viele Vorteile gegenüber der LASIK (Laser) Methode! LASIK hatte ja in jüngster Zeit negative Schlagzeilen beim Syndrom des trockenen Auges und einen möglichen Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit gemacht. Außerdem lässt es sich nicht rückgängig machen - im Gegensatz zu den ICL Linsen, die auch UV Schutz bieten. LASIK dafür günstiger - vor allem in Asien.

Ihre Linsen für Presbyopie bieten gute Wachstumschancen mit großem TAM. Die Studie dazu in Europa verlief ja sehr positiv - bei 98% der implantierten Augen wurde der primäre Leistungsendpunkt erreicht!

Gruß in den Süden 😎
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@ simon - nach dem Lesen der letzten Einträge - meine erneute Empfehlung:

- entscheide dich für eine etf-strategie.

für alles andere sollttest du über grundlegende Dinge nachdenken, Handwerkszeug anschaffen, zeitgemäße Prioritäten setzen und fragwürdige Paradigmen, die Einzel-Aktienanlage betreffend, hinterfragen - also ein bißchen am Monolithen rumschrauben.:D

lg cleara
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.331.968 von Simonswald am 23.08.19 23:09:51– Leg' dem Prof. der LMU doch einfach mal eine schlüssige Vgl.rechnung EUR-Geber/Nehmerländer ./. CH-Geber-/Nehmerkantone mit harten Zahlen auch zur Leistungsfähigkeit unter Einbezug auch der relativen Einkommenbelastungen mit Steuern+Abgaben vor.

Und, auch wenn das dann vlt. schon nicht mehr nötig ist, berücksichtige redlicherweise noch die von der Merkel-Regierung trotz schon aufgelaufener Targetsalden zusätzlich oktroyierten Lasten 'Energiewende' und Massenmigration, wo Du Dein Finanzausgleichsvorschlag für den EUR-Raum ja trotzdem aufrecht erhälst. Da es da unterschiedliche Prognosen gibt, magst die Mittelwerte ansetzen.

>> Nicht auf Turnaround, sondern ganz schlicht auf Unterbewertung des bestehenden Geschäftsmodells <<
Welches ein Ergebnisdesaster nach dem anderen erlebt ...
– Wie wäre es auch in punkto Aktien mal mit mehr Realitätswahrnehmung?

Dass Mr.M. für negative Übereffizienzen gut ist, ist nix Neues. Allerdings gibt's hinreichend Beispiele, wo die sich nicht auflösten; wohl gerade im retail b2c.
Und ein Engagement gegen eine negative Übereffizienz im Verein mit einer noch so plausiblen Hoffnung auf wieder bessere Ergebnisentwicklung ist sehr wohl eine turnaround-Spekulation.

>> in Medtech fiel mir meist nur Medtronic ein... <<
– Vlt. hättest einfach mal reflektiert, was anderen in Deinem thread so einfiel ...

> heißt nach heute 5y definitiv Schluss mit Trump. <
>> Ich meinte natürlich nicht die Person, sondern die Idee <<
Wenn Trump für sein Land nicht liefert, wird die 'Idee' genauso scheitern wie die vom expandierenden Frieden des Friedensnobelpreisträger Obama.
So viel Vertrauen in die Angelsachsen darf man sicher haben; man muss ja nicht gleich Deinen hier mal bis zum Grenzwertigen bekundeten US-Bias reanimieren.

> Fakt ist für D netto ein bereits jahrelanger Fachkräfte-Exodus. <
>> Ja, schlimm in D. Schlimmer ists nur noch woanders. <<
Yo; v.a. in den Zielländern dt. Auswanderer, die im Wettbewerb zur dt. Wirtschaft stehen.
Im übrigen geht's uns um die Zukunft, oder? Da kommt dann auch noch 'PISA' ins Spiel ...
– Ist natürlich eine Frage des Anspruchs. Reduziert der sich auf Armut für alle Hauptsache gerecht verteilt ex derjenigen natürlich, die das predigen [weshalb sich da in D wohl so viele einklinken] => ok.
Deines threads würdig wäre der allerdings ganz sicher nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.331.821 von Simonswald am 23.08.19 22:42:03
Zitat von Simonswald: ***
Uuh, heute fröstelts wieder. Fühlt sich nach Hausse-Ende an. Zumindest wird gezeigt, wo das grösste Korrekturpotenzial enthalten ist.
Sieht man heute auch gut: stark Gestiegenes gibt am Meisten ab. IPGP unter 120$.



***
Erneut die Bekleidungshersteller sehr schwach. Verstehe jetzt die Befürchtung des Marktes dabei: Würden in den Margen wegen der oftmaligen Produktionauslagerung in Niedriglohnländern stark unter Handelshemmnissen leiden.

Zeigt sich bislang aber noch nicht in den Quartalszahlen. Markt schaut aber bereits einige Jahre in die Zukunft. Vielleicht liegt er richtig, vielleicht aber auch eine gute Einstiegschance, (gewissermassen eine Spekulation auf Trump-Abwahl). Ganz davon abgesehen, dass eine Rückholung der Textilproduktion in die Industrieländer technisch gar nicht möglich scheint. Gar kein qualifiziertes Personal und Fabriken mehr vorhanden.

Was meint ihr zu den Bekleidungsherstellern?




***
das sehe ich anders - man braucht Qualitäts-Titel, die zu unrecht zum Schrott gelegt wurden.

In der Baisse 2008/09 hielt sich mindere Qualität (SmallValue) besser als bessere Qualität (LargeGrowth). Vermutlich weil bessere Qualität vorher mehr gestiegen war und darum mehr abzugeben hatte.
In der startenden Hausse 2009 brauchte es dann bessere Qualität (LargeGrowth), hatte mehr aufzuholen, weil sie zuvor mehr gefallen war.

Dachte bislang, das wäre gerade umgekehrt. :keks:


Mensch Simon sieh das ganze doch ein bisschen weniger wissenschaftlich. Beschäftigte dich mal mehr mit den einzelnen unternehmen und Fundamentalanalyse. Wie können wir dir noch helfen um dich zu überzeugen? Clearasil, investival, ich u.a. versuchen dir seit über. 10 Jahren zu helfen und dich zu überzeugen.
HIBB-CEO ganz zufrieden mit dem Quartal.
“I am pleased with the second quarter results. ... strategic initiatives are taking hold … third consecutive quarter of positive comparable sales.


Erhöht sss-Guidance, senkt EPS-Guidance. 11% runter.


https://hibbettsportsinc.gcs-web.com/news-releases/news-rele…
Es wäre ein Zeichen gesetzt worden, ... Und GR ginge es heute wohl schon besser.

In der Logik ginge es dem Tessin oder dem Wallis besser wenn sie aus dem Frankenraum austreten und eigene Währungen einführen würden. Haben bestimmt beide Handelsbilanzdefizite ggü Zürich oder Basel .




Test mit hardcore turnaround options

Nicht auf Turnaround, sondern ganz schlicht auf Unterbewertung des bestehenden Geschäftsmodells.




traditionsmarkenstarken discretionaries wie LVMH, Hermés, Richemont,

Dachte, die wären für das einkommensstärkere obere ein Prozent der Bevölkerung reserviert. :D
Da bleibt noch Raum für M, CPRI, TPR...





'Depotrealität': Recht wenig healthcare …

Stimmt, einer der Bereiche, den ich aufstocken würde. Könnte das „Tech der nächsten Hausse“ werden. Wär mal wieder an der Reihe.
Aber ich hatte aucn bislang nie sehr hohe Healthcare-Gewichtungen. BigPharma fand ich nicht so anziehend, Biotech riskant/teuer, in Medtech fiel mir meist nur Medtronic ein...







heißt nach heute 5y definitiv Schluss mit Trump.

Ich meinte natürlich nicht die Person, sondern die Idee, daher auch in Anführungszeichen.





'mal wieder'? Wann war das denn der Fall?

Sorry, das ist wohl missverständliches Süddeutsch.
Meinte: Als Umkehrung einer vorherigen Bewegung, bspw der der 1850er oder 1930er Jahre.




– Fakt ist für D netto ein bereits jahrelanger Fachkräfte-Exodus.

Ja, schlimm in D. Schlimmer ists nur noch woanders. ;)
2 Antworten?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
***
Uuh, heute fröstelts wieder. Fühlt sich nach Hausse-Ende an. Zumindest wird gezeigt, wo das grösste Korrekturpotenzial enthalten ist.
Sieht man heute auch gut: stark Gestiegenes gibt am Meisten ab. IPGP unter 120$.



***
Erneut die Bekleidungshersteller sehr schwach. Verstehe jetzt die Befürchtung des Marktes dabei: Würden in den Margen wegen der oftmaligen Produktionauslagerung in Niedriglohnländern stark unter Handelshemmnissen leiden.

Zeigt sich bislang aber noch nicht in den Quartalszahlen. Markt schaut aber bereits einige Jahre in die Zukunft. Vielleicht liegt er richtig, vielleicht aber auch eine gute Einstiegschance, (gewissermassen eine Spekulation auf Trump-Abwahl). Ganz davon abgesehen, dass eine Rückholung der Textilproduktion in die Industrieländer technisch gar nicht möglich scheint. Gar kein qualifiziertes Personal und Fabriken mehr vorhanden.

Was meint ihr zu den Bekleidungsherstellern?




***
das sehe ich anders - man braucht Qualitäts-Titel, die zu unrecht zum Schrott gelegt wurden.

In der Baisse 2008/09 hielt sich mindere Qualität (SmallValue) besser als bessere Qualität (LargeGrowth). Vermutlich weil bessere Qualität vorher mehr gestiegen war und darum mehr abzugeben hatte.
In der startenden Hausse 2009 brauchte es dann bessere Qualität (LargeGrowth), hatte mehr aufzuholen, weil sie zuvor mehr gefallen war.

Dachte bislang, das wäre gerade umgekehrt. :keks:
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
***
das sehe ich anders - man braucht Qualitäts-Titel, die zu unrecht zum Schrott gelegt wurden.

Du hast Recht !!! :keks:
Hab mir das jetzt mal im Detail auf Jahresbasis angeschaut.
2008 fiel SmallValue am Wenigsten, 2009 dann lag Growth vorne (ab Januar gerechnet, das März-Tief hat eh kaum einer richtig erwischt), wobei LargeGrowth und SmallGrowth praktisch gleich lagen.
Für die Jahre danach seh ich kein klares Muster, mal Small besser, mal Large besser, Value und Growth meist ähnlich.
Die Polarisierung zwischen LargeGrowth und SmallValue ergab sich erst ab ca 2015, würd ich sagen. Es ist ziemlich an der Zeit, dass mal wieder ein SmallValue-Jahr kommt.


http://bigcharts.marketwatch.com/advchart/frames/frames.asp?…



***
Ist doch eigenartig, nicht wahr. Ein Ami kann ganz einfach nach Süddeutschland einreisen. Ein Deutscher kommt aber nur mit zig Hürden in die USA rein.

Kann sein, weiss nicht.
(Und wenn dann dürfte das bspw auch im Verhältnis Schweiz/USA so asymmetrisch sein, wäre also keine exklusive Diskriminierung, [was es nicht besser macht]).
Dachte bislang dass mit Arbeitsvertrag und/oder Vermögen auch in die USA zu gehen möglich sei.
Selbst wenn nicht, halte ich "Einwanderungsprotektionismus" (in der Regel und insbesondere bzgl qualifizierter Einwanderung) nicht für besser.



***
Ob D so eine gute Wahl ist , aber er kann ja ganz schnell nach Oregon oder in die Oststaaten zurück. Wie üblich war es sicher wieder ein unüberlegtes Geschwätz, bei den Amis so üblich.

So unüberlegt schien mir das nicht.
Und er hat offensichtlich auch ziemlich viel dafür (Zeit) "investiert", konnte besser Deutsch als ich Englisch.

Alles in Allem wohl nicht untypisch für das linkere bzw. liberalere politische Spektrum der USA.
Es gab vor ein paar Jahren sogar Stimmen von Yale-Professoren (zumindest von einen Professor ;) ), die Deutschland für (so ziemlich) das letzte verbliebene Beispiel einer liberalen Demokratie proklamierten (Fackel der Freiheit usw). :eek:

Etwas (wohl auch nicht usa-untypisch) pathetisch sicherlich, aber alles in Allem derzeit wohl nicht untypisch für das linkere bzw. liberalere politische Spektrum der USA.



***
Ob D so eine gute Wahl ist

Ende Januar ganz zufällig (kurz) mit einem (englischsprachigen) WEF-Teilnehmer (VC-Investor) geredet, der meinte Berlin sei auf Grund des liberalen Klimas und der Geschichte ("aus Sümpfen entstanden, zu Asche zerstört, geteilt und jetzt wieder im Aufstieg") derzeit die anziehendste Region weltweit für junge Tech-Nerds (zumindest ausserhalb des Silicon Valleys) und könnte 100 oder 200 Jahre nach vorne gedacht mal wieder die innovativste Region und mit dem höchsten BIP/Kopf der Welt werden wie sie es ja schon mal war. :eek:
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.314.574 von Larry.Livingston am 22.08.19 08:08:11>> während T und WMT gute Ergebnisse liefern und entsprechend performen läuft es bei M und GME apokalyptisch <<
Gemeint war sicher TGT ...

---
@Simonswald,

>> Für mich ist das ein Test geworden, ob ich mich künftig überhaupt noch in Einzelaktien versuchen soll ... ... <<
Ein Test mit hardcore turnaround options in einer Branche mit unterdurchschnittlich vielen bzw. wenigen Gewinnern, die mehr als alles vom Wühltisch nehmen, dem auch noch gegen's Standbein treten ...

>> ich find aber derzeit an diesem Beispiel Value-Überlegungen am Besten diskutierbar. <<
Ja, Du ...
Andere bevorzugen Beispiele, wo growth value generiert; nicht die, wo value mangels moat und/oder Management-Expertise und/oder Größenwahn im Topmanagement mit open end auf der timeline dahin schwindet. Aber die interessier(t)en Dich halt nicht.

>> dabei ist die Abgrenzung nicht immer einfach <<
Ach, was ... :D

>> ... Das heisst dass es auch im Value-Bereich letztlich auf Qualität und EPS-Wachstum ankommt. <<
Ach, ... :D
Sobald growth value schafft, dehnt sich das KGV zumindest temporär bis zum nächsten Markteinbruch, wo es dann mehr oder auch weniger zurückkommt aus.

>> Es gibt aber auch ein (einkommenstärkeres) Drittel der Bevölkerung das ein Einkaufserlebnis abseits von Versand und Discount sucht <<
– Das obere Drittel? Ist das so?
Warum machst es Dir da nicht einfacher und kauf(te)st gleich die traditionsmarkenstarken discretionaries wie LVMH, Hermés, Richemont, NKE, DIS, ...?

>> Value-Bereich des Marktes, der ja ein Sammelfeld für die eher schlechten Unternehmen ist <<
Erst wenn value schwindet oder gar vernichtet wird, ist ein Unternehmen schlecht.

– Zu Deiner 'Depotrealität': Recht wenig healthcare ...

---
> EU ... <
>> ... keinen andere Weltregion, in dem Minderheiten, Kulturen und regionale Besonderheiten so geachtet, ja sogar gefördert werden. Ich find das ein wertvolles Asset. <<
Ich auch. Aber immaterielle assets reichen bekanntlich nicht für eine Bilanzqualität im wohlverstandenen Sinne hin.
Und 'regionale Besonderheiten' werden aus Brüssel vom 35k-Beamtenkropf zunehmend wegreguliert.

>> ... Dann wäre die Spekulation danach gleich auf Italien weitergesprungen. <<
Selbst wenn: Ja, und? – Und: Ist die aktuelle Lage prickelnder? Wohl kaum ...
Es wäre ein Zeichen gesetzt worden, nicht weiter so – mit bloßem Zeit schinden zulasten künftiger Generationen im EUR-Raum – zu machen.
Und GR ginge es heute wohl schon besser.

>> EU-Finanzausgleich ... In absoluten Grössen ja, pro Kopf auch? <<
Ich such' Dir jetzt nicht die Quellen heraus, die Du dann doch wieder ignorierst.
– Schau' Dir dazu bei Gelegenheit vlt. Prof. Sinn an; seine öffentlichen Vorlesungen der letzten Jahre findest auf Youtube. Der dürfte im VWL research nicht minder beflissen als Du sein.

Wie bedeutet, ist das EUR-Thema aber nur eines, welches allein für D als Preis für seine Wiedervereinigung vlt. sogar handelbar wäre, würden die Lasten im Gegenzug mit einer Stimmrechtreform in den EUR-Gremien relativiert.

>> Wenn "Trump" noch 10 Jahre oder länger so weitergeht ... <<
Ääh ... – Mal zurück zur :yawn: Realität: Drüben ist nach 8y, heißt nach heute 5y definitiv Schluss mit Trump.
– Da hätte sich Merkel, auch eingedenk ihres unwürdig abgegangenen Ziehvaters, besser ein Bsp. dran genommen.

>> dass US-West- oder -Ostküsten-Elite in Teilen mal wieder auf die andere Atlantikseite "rübermacht". <<
'mal wieder'? Wann war das denn der Fall?
Fakt ist für D netto ein bereits jahrelanger Fachkräfte-Exodus. 'Fachkraft' im wohlverstandenen Sinne; natürlich.
***
Grocery Outlet.
IPO war vor ein paar Wochen (seither +50%). Markenlebensmittelharddiscounter (Restposten und so). 300 Läden an der Westküste, eröffnen jährlich um die 30 weitere. KUV 1,5, KGV 50-60 :eek:

https://investors.groceryoutlet.com/news-releases/news-relea…



(übrigens: BBBY gibt's nach beiden Kennzahlen für weniger als ein Zehntel der Bewertung :cool: )




***
geordneten 'Grexit' mit einer EUR-Reformimplikation zusammen bekam, wurde im entscheidenden Moment von Merkel fallen gelassen

Dann wäre die Spekulation danach gleich auf Italien weitergesprungen. Das Kernproblem der interregionalen Handelsbilanzsalden wäre ungelöst geblieben. Die sollte man angehen.

Selbst wenn nach Ausschluss aller übrigen handelsbilanzschwächeren Euro-Regionen am Ende nur noch die Regionen Luxemburg, Ebersberg und Nordholland übrig wären, gäbe es ja auch zwischen diesen interregionale Salden, die irgendwie ausgeglichen werden müssten, oder? :D



***
Der Markt scheint die letzten Jahre (aus welchen Gründen auch immer) effizienter geworden sein und Schrott besser zu erkennen,


Kann sein, bin mir da aber nicht so sicher. Schliesslich gabs auch früher schon (ohne vermeintlich markteffizienzerhöhendes Internet) Phasen der Value-Underperformance.



***
Einfach immer die am niedrigsten bewerteten 20% des S&P 500 gekauft (also 100 Aktien)


So viele Aktien braucht man mMn gar nicht. Eine zufällige oder noch besser noch nach Qualitätskriterien vorgenommene Auswahl von vielleicht 30 dieser 100 Aktien wird den gleichen Renditeerwartungswert haben (bei etwas höherer Volatilität auf Grund geringerer Diversifikation) und dann hat man auch schon viel weniger Transaktionskosten.



***
value schaffenden growth stocks haben die value stocks … bis heute klar outperformt.

Das ist ja auch eine buy-and-hold-Betrachtung. Und da denk ich (mittlerweile wieder) auch, dass stetig wachsende quality-midcaps Value outperformen - allerdings nicht von den aktuellen KGVs aus.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.328.308 von Simonswald am 23.08.19 15:46:31Ist doch eigenartig, nicht wahr. Ein Ami kann ganz einfach nach Süddeutschland einreisen. Ein Deutscher kommt aber nur mit zig Hürden in die USA rein. ;)

Ob D so eine gute Wahl ist ;), aber er kann ja ganz schnell nach Oregon oder in die Oststaaten zurück.
Wie üblich war es sicher wieder ein unüberlegtes Geschwätz, bei den Amis so üblich.
Wenn "Trump" noch 10 Jahre oder länger so weitergeht, dann halt ich nicht für ausgeschlossen, dass US-West- oder -Ostküsten-Elite in Teilen mal wieder auf die andere Atlantikseite "rübermacht".

Es fängt schon an. Letztens ein Zuggespräch mitbekommen, bei dem ein Kalifornier seinen Umzug nach Süddeutschland so begründete. Seine Frau sei aus Mexiko und das gesellschaftliche Klima sei sogar in (Süd)Kalifornien so vergiftet.
1 Antwort?Die Baumansicht ist in diesem Thread nicht möglich.
***
Der EUR-Raum ist ein künstlicher, sichtbar ökonomische Problemkulmination schaffender => die EUR-Länder sind chronisch wirtschaftswachstumsschwächer als die EU-Länder mit eigener Währung.

Ja, natürlich ist er das. Das waren viele Währungsräume in ihren Anfängen oder sind es noch immer. Der Frankenraum ist in Sprachen, Wirtschaftsstruktur und Mentalitäten ähnlich divers (und war es früher noch mehr), er wurde zum stabilsten Währungsraum der letzten 100 Jahre. Man muss eine gute Balance finden zwischen teils abgeprochener gemeinsamer Wirtschaftspolitik, aber zugleich auch recht weit gehender regionaler Eigenverantwortlichkeit und Ausschluss gegenseitiger Haftung. Zumindest erscheint mir das im Frankenraum das Erfolgsgeheimnis gewesen zu sein.
(Allerdings keine Ahnung wie innerhalb des Frankenraums die bestimmt auch bestehenden interregionalen Handelsbilanzsalden ausgeglichen werden)

Andererseits gibt es auch durchaus erfolgreiche Beispiele von Zentralstaaten, in denen die verschiedenen Regionen (zumindest via der Zentralebene) eben doch füreinander einstehen.




Und ja: Auch ich versteh nicht, wieso diese offensichtliche target-Thematik im Euro-Raum nicht diskutiert/thematisiert/angegangen wird.




***
EU-Apparat reißt in realiter – und das zählt nun mal – immer mehr an sich und überreguliert darüber die Wirtschaft. Dass Lebensqualität auch eine funktionierende Wirtschaft bedingt, ist in der EU nur noch in nicht mehr entscheidungsmaßgeblichen Einzelfällen kopfpräsent.

Ja, besser geht immer. Die Balance zwischen Zentralisierung und Regionalisierung muss immer wieder neu verhandelt werden.
Und trotzdem kenne ich keinen andere Weltregion, in dem Minderheiten, Kulturen und regionale Besonderheiten so geachtet, ja sogar gefördert werden. Ich find das ein wertvolles Asset.





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Vorstellung vom europäischen Finanzausgleich a la dt. Bundesländer angeht, solltest vlt. doch mal reflektieren, dass es 1. in den Relationen im EUR-Raum um ganz andere Größenordnungen geht,

In absoluten Grössen ja, pro Kopf auch?

"Irgendeinen" Ausgleichsmechanismus braucht es doch wohl? Interregionale Handelsbilanzunterschiede gehen in anderen Währungsräumen ja auch nicht durch Zauberhand auf.

Im Frankenraum geht es vielleicht dadurch dass Züricher Ferienimmobilien in den Bergen kaufen, im Dollarraum dadurch dass Nordstaatler Immobilien in Florida kaufen. :confused:
Zusätzlich hat's in beiden Beispielen aber auch Finanzausgleichstöpfe. Da überweist der Kanton Zug an den Kanton Wallis usw.
Aber das sollen besser mal die VWL-Profs und -Profis überlegen.
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eher auf gesellschaftlichen Entwicklungen/ Fragestellungen basierter Diskurs notwendig

Intellektuell ist das reizvoll. Meinem Eindruck allein der letzen über 10 Sräd-Jahre nach, ist das sehr anspruchsvoll bis nicht möglich und bringt auch relativ wenig.
Wer hat 2006 Smartphone/Cloud/Trump/SocialMedia/Facebook auch nur erahnt?
Soll heissen, selbst auf die recht kurze Sicht von 10 Jahren ist das schon sehr schwierig.

Mittlerweile halte ich für Erfolg versprechender und „greifbarer“ Beobachtungen bezüglich offensichtlicher Zeitgeisterfolge zu machen. Wo zieht es die Leute seit ein paar Jahren hin, worüber reden die Leute seit ein paar Jahren? So wie SBUX AAPL AMZN EBAY PYPL vor 10J.
Heute und in absehbarer Zeit könnten das Gesundheit/Schönheit/Sport/Vegan/Yoga sein.
In diesem Sinne also schon eine Überlegung hinsichtlich gesellschaftlicher Entwicklungen, aber nicht ganz so abstrakt.



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ob der Verkauf meiner Alphabets, Facebooks etc. auf lange Sicht richtig war

Statistisch-finanzmarkthistorisch war das wahrscheinlich eine richtige Entscheidung. (Können aber natürlich trotzdem noch eine gewisse Zeit weiterlaufen, sukzessive da raus gehen und in anderes wechseln wäre meine Empfehlung)
Es sind (mit) die schwersten und teuersten (oder zumindest teuren) Aktien im Moment. Historisch beides klare Underperformance-Indikatoren.



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Frankreich habe ich gewählt weil die eine Wachsende Bevölkerung aufweisen (staatlich begünstigt) und Du weisst wenn das in F mal so ist kann eine Regierung das nicht so leicht wegnehmen. Ich der Schweiz sehe ich die Grössten Anzeichen an einer Überhitzung. (Bauboom durch Fachkräfte Zuzug aus der EU) Dieser Trend ist nicht mehr so stark und ausgeprägt. Auch habe ich noch 2018 steigender Leerwohnungsbestand im Kopf.

Interessant. Zumal wie gesagt Immobilienmärkte (in beiden Richtungen) ziemlich träge sind und recht gut prognostizierbar scheinen. Trends im Immo-Bereich laufen in der Regel ziemlich stetig mal mindestens ein halbes Jahrzehnt, teils länger.
Immobilienmarkt ist angewandte Wirtschaftsgeographie und hat auch gewisse Parallelen zum Aktienmarkt. Die Überlegung ob wachsende oder schrumpfende Region/Branche besser ist. Ob hohes oder niedriges Multiple besser ist. Ob Grosstadt/Largecap oder Kleinstadt/Smallcap besser ist. Wahrscheinlich ist bei Kleinstadt/Smallcap die Abweichung nach oben oder unten vom Mittelwert (Grosstadt/Largecap) grösser also mehr Chancen aber auch mehr Risiken.

(in Frankreich wachsen Kleinstädte schlechter als Grosstädte, einen „smallcap-Effekt“ gibt’s zumindest in der franz. Städtestruktur nicht. :eek: )




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Auch ich denke, dass mit dem Ende dieser Hausse eine value-outperformance kommen wird, vergleichbar mit 2000-2007, die jetzigen Hochbewerteten werden links liegengelassen werden und ihr kgv's mühsam abarbeiten.

Ich wusste doch dass wir uns verstehen. :)

(Wir verstanden uns von Anfang an, wir waren schon immer beste Freunde, und das ich ihn Raketenjunge nannte war liebevoll gemeint :D )



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momentum bei KO wieder da. ist der komocl, der mir am besten gefällt.


Sieht wahrscheinlich jeder so. Und dann denke ich: Kann das wirklich so einfach und offensichtlich sein?
+++ der markt muss dir den aber erstmal bezahlen.

Buffett kauft seine Übernahmen ja auch "für die Ewigkeit".
Er überlegt nicht, die mal wieder zu einem höheren Preis verkaufen zu können. Ihn interessiert, ob die Unternehmen bis ans Ende der jeweiligen Lebensdauern mehr in den Konzern ausschütten als er bei der Übernahme dafür bezahlt hat.



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Value/Growth

Es ist schon eklatant wie stark sich der Markt aufgeteilt hat. Auf der einen Seite stehen die MSFT, VRSN usw. für die KGV30 normal geworden zu sein scheint. Auf der anderen Seite gibt es auch nach bald 10 Jahren Hausse auch im S&P500 noch um 100 Aktien, die für KGV knapp über 10 oder sogar darunter zu haben sind. Und da sind durchaus auch stabile bis leicht wachsende Unternehmen darunter, nicht nur schrumpfende.



Früher hatte ich mir nie so richtig überlegt, wodurch Value seine Outperformance generiert.

Wenn dann dachte ich wohl, dass man eine „Prämie“ dafür bekommt, (frei nach Lynch) „eklige“ Unternehmen zu halten, die sonst kaum einer will. Je schlechter das Unternehmen, desto höher die Prämie hatte ich ja sogar mal vermutet. Ein bisschen wie im Arbeitsleben, wo es ja auch Prämien für die gibt, die unbeliebte Aufgaben übernehmen .

Oder ich dachte, dass man halt „unterbewertete“ Unternehmen kauft, sozusagen Unternehmen, die über ihr Leben noch Summe x an FreeCashFlow haben und die man aber für halb-x kaufen kann.
Genau überlegt also im Grunde dadurch, dass die Summe der künftigen Dividenden (deutlich) höher ist als der Preis den man aktuell bezahlt.
Bzw. ich dachte Rendite pa =100/KGV.


Aber so ist das wohl falsch verstanden. (Und hat mich einiges Lehrgeld gekostet...)

O'Shaughnessy hat sich das ja im Detail angeschaut und meint, die Value-Outperformance komme dadurch, dass Value-Aktien im Durchschnitt ihr KGV überdurchschnittlich ausweiten. Das heisst also es würde sehr Sinn machen, nach den Aktien zu schauen, bei denen die Wahrscheinlichkeit einer starken KGV-Ausdehnung am Höchsten ist. Und das wiederum ist bei den Aktien, bei denen ein (überraschend) hohes EPS-Wachstum aufkommt.

Das heisst dass es auch im Value-Bereich letztlich auf Qualität und EPS-Wachstum ankommt.

Gerade im Value-Bereich des Marktes, der ja ein Sammelfeld für die eher schlechten Unternehmen ist, müsste es doch recht einfach sein, die besseren davon zu identifizieren. Bzw. man müsste in diesem Bereich auf anspringende Kurse achten und dann früh auf den steigenden Kurs aufspringen (kombinierte Value-/Momentum-Methode).




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eine „Prämie“ dafür bekommt, (frei nach Lynch) „eklige“ Unternehmen zu halten, die sonst kaum einer will

So lautet ja auch in etwa die Argumentationskette bei den „sin industries“. Weil manche/viele Anleger (wie der norwegische Staatsfonds) solche Aktien meiden und dadurch die Nachfrage niedrig ist, seien sie billig. Weil sie billig sind, brächten sie höhere Renditen. Je „sündiger“/unmoralischer/von der Mehrheitsmeinung gemiedener, desto höher die Rendite. Das wurde im Credit Suisse Yearbook sogar mal empirisch schön bewiesen.
Aber auch hier müsste die Frage lauten: Wodurch genau die Überrendite? Das EPS-Wachstum der sin industries ist ja wahrscheinlich sogar niedriger als das des Marktdurchschnitts (weil sie zumeist ältere Industrien sind). Eine andauernde KGV-Ausdehnung der gesamten Branche ist auch unmöglich, das ist ja immer nur für einzelne Aktien und temporär möglich. Also bleibt ja eigentlich nur die höhere Dividendenrendite der sin industries-Aktien, aber das ist ein vergleichsweise kleiner Faktor. So überlegt, kapier ich nicht WIE sie ihre historisch belegte Überrendite erbrachten. Ideen?
ich hatte 10/2008 um die 10 Titel - die wären alle 10 bagger (mehr oder weniger) ohne jegliches dazu tun geworden.

Ja, ich finde auch dass es jetzt nach dem ersten Sräd-Jahrzehnt an der Zeit ist, zurückzuschauen was funktioniert hat und vor Allem WIESO.

Ich hab mal die S&P500-Liste von 2007 daraufhin angeschaut. (Um die 100 der damaligen 500 Aktien find ich übrigens nicht mehr, übernommen, fusioniert, von der Börse genommen, selten ganz pleite gegangen. Ein ziemliches Kommen und Gehen, sogar im S&P500)


Was hatten die besten Aktien (im Sinne einer buy-and-hold-Strategie) gemeinsam?

- mittelkapitalisierte Aktien hatten höhere 10-bagger-Wahrscheinlichkeit als hochkapitalisierte (zumal niedrigkapitalisierte eher Übernahmeobjekte sind)

- waren gut im EPS-Wachstum UND ihr KGV (etwas) ausdehnen konnten. (Ein Negativbeispiel hierzu ist EXPD, bei der Aktionäre wegen eines von über 30 auf 20 kontrahierenden KGVs nur unterproportional am EPS-Wachstum partizipieren konnten.)


Wichtig ist also zu überlegen, welche Unternehmen (auch) im nächsten Jahrzehnt ihr EPS vervielfachen können (wahrscheinlichste Kandidaten hierfür sind die dies es bereits in der Vergangenheit schafften und zwar überwiegend wegen Umsatzwachstum und nicht wegen Margenexpansion, denn letztere ist irgendwann ausgereizt) UND ZUGLEICH aber (noch) auf moderatem KGV-Niveau (auch im historischen Vergleich) notieren (so dass hier geringes Kontraktionsrisiko ist).

Ein weiteres gemeinsames Merkmal der „stetigen Hochläufer“ war, dass sie (logisch!) ziemlich oft auf der Tagesliste der All-Time-High-Aktien zu finden waren. Denn das ist ja gerade das Merkmal solcher Aktien, dass sie langsam stetig steigen und darum sehr oft auf Allzeithoch notieren. Regelmässiges Studieren dieser Liste macht einen also früh auf die aussichtsreichen Kandidaten aufmerksam. „Man hätte sie kennen können, zumindest ihre Namen schon vor ein paar Jahren mal gehört haben können“.
deine 3 größten Positionen verraten

SFM (10% im Minus), EGOV (25% im Plus), IBM (breakeven)


staples: SFM, Danone, CL, TR ...
Medtech: JNJ
Tech.: EGOV, IBM, DMVT
dazu obendrauf den rest der einzelhandelswirklichkeit.

Ich glaub halt nicht, dass es in 10 Jahren nur noch AMZN auf der einen und WMT/DLTR/TJX auf der anderen Seite geben wird. Aber genau das preist der Markt ein, nur noch Versand oder Discount, sonst nix mehr.

Es gibt aber auch ein (einkommenstärkeres) Drittel der Bevölkerung das ein Einkaufserlebnis abseits von Versand und Discount sucht (und in den USA sind Discounter bei den einkommensstärkeren Schichten wohl deutlich verpönter als in Deutschland).

Deshalb denke ich dass sowas wie JWN M etc überleben kann. Die verkaufen ja kein commodity, sondern eher ein Freizeiterlebnis für gelangweilte Grossstädter.



Davon abgesehen frisst sich diese Markt-Irrationalität ja jetzt schon bis in die Bekleidungsproduzenten weiter, nicht mehr nur die Händler.
Und spätestens das versteh ich nicht mehr. Die Bekleidungshersteller haben stabile bis leicht steigende Umsätze (und Gewinne), auch bis jüngst.
Deren Aktien hatten in der August-Korrektur am stärksten korrigiert, obwohl sie vorher schon billig waren. Irgendwas denkt der Markt sich da (wahrscheinlich dass der nur noch online-bestellende Konsument nicht mehr so viele CalvinKlein- oder Champion-Unterhosen braucht, weil er seine Wohnung ja nicht mehr verlässt :D ), aber ich seh es (mal wieder) nicht.




LB
PVH
HBI – Strong 2Q results achieve high end of guidance for net sales, operating profit and EPS
– For full-year outlook, company expects to achieve the midpoint of guidance or higher


RL
WWW
SHOO
CAL
GIII
TPR
CPRI (ehem. KORS)
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.326.526 von Simonswald am 23.08.19 12:53:49
Zitat von Simonswald: seit 2008 beratungsresistent und auf seine Retailer bzw in der Krise nicht investieren fixiert

Seh ich anders. :D

Ich hab nur etwas zu früh die Pferde gewechselt, weil mir Quality-Midcap bereits totgeritten erschien (und VAR bspw zeigt dass ich die jetzt auch schon wieder zum Preis bekommen könnte zu dem ich vor eineinhalb Jahren verkauft habe, vielleicht kommt auch VRSN VRSK DPS usw mal wieder zurück, nicht unwahrscheinlich).

Ausserdem steht mein Diskussionsanteil "Retailer" in einem krassen Missverhältnis zu meiner Depotrealität, ich find aber derzeit an diesem Beispiel Value-Überlegungen am Besten diskutierbar.



meine Depotrealität sieht so aus: Staples 32%, Discr. 28% (Resto 16%, Retail 5%), Tech 18%, Healthcare 13%, Energy 4%, Industrie 4%, Telco 2% / Large 52%, Small 48% / Growth 55%, Value 45% / SmallValue 14,5% (die meisten meiner Value-Aktien sind also Large das war mir gar nicht so bewusst) (dabei ist die Abgrenzung nicht immer einfach: SFM EGOV TACO CAKE MATW LKQ bspw hab ich als Value gekauft und für mich so klassifiziert, sind sie nach vielen Parametern ja auch, viele Anleger würden sie wohl sogar als Growth ansehen und zwar „growth at a reasonable price“


Simon könntest du so lieb sein deine 3 größten Positionen verraten. Würde mich sehr interessieren. Va welche staples, Medtech und Tech. Danke 🙏
seit 2008 beratungsresistent und auf seine Retailer bzw in der Krise nicht investieren fixiert

Seh ich anders. :D

Ich hab nur etwas zu früh die Pferde gewechselt, weil mir Quality-Midcap bereits totgeritten erschien (und VAR bspw zeigt dass ich die jetzt auch schon wieder zum Preis bekommen könnte zu dem ich vor eineinhalb Jahren verkauft habe, vielleicht kommt auch VRSN VRSK DPS usw mal wieder zurück, nicht unwahrscheinlich).

Ausserdem steht mein Diskussionsanteil "Retailer" in einem krassen Missverhältnis zu meiner Depotrealität, ich find aber derzeit an diesem Beispiel Value-Überlegungen am Besten diskutierbar.



meine Depotrealität sieht so aus: Staples 32%, Discr. 28% (Resto 16%, Retail 5%), Tech 18%, Healthcare 13%, Energy 4%, Industrie 4%, Telco 2% / Large 52%, Small 48% / Growth 55%, Value 45% / SmallValue 14,5% (die meisten meiner Value-Aktien sind also Large das war mir gar nicht so bewusst) (dabei ist die Abgrenzung nicht immer einfach: SFM EGOV TACO CAKE MATW LKQ bspw hab ich als Value gekauft und für mich so klassifiziert, sind sie nach vielen Parametern ja auch, viele Anleger würden sie wohl sogar als Growth ansehen und zwar „growth at a reasonable price“
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