Bundeswertpapiere (Seite 165)

eröffnet am 05.11.08 12:40:59 von
neuester Beitrag 04.08.20 11:13:51 von


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09.07.20 17:42:56
Beitrag Nr. 1.641 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.343.018 von H2OAllergiker am 09.07.20 08:43:04Was wird so heftig? Was meinst du ?
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11.07.20 06:59:37
Beitrag Nr. 1.642 ()
Auch die jetzige dritte Woche seit der extrem Short – Ausrichtung meines Zocker- Depot bringt nicht viel. Wir laufen an den Märkten weiter in einer großen Seitwärtsrange. Bei den beiden Short- ETF`s schlägt die Pfadabhängigkeit mit fünf bzw. 14 Prozent schon ganz schön zu Buche. Bei zwanzig Prozent liegt meine mentale Stop- loss Marke. Mal sehen, ob ich die auch einhalten kann.
Wenn ich Pech habe steigen die Märkte aufgrund des anstehenden Verfalls zum Freitag nächster Woche weiter an.
Durchaus möglich, dass die Stillhalter von Optionen aufgrund der vorherrschenden Marktmacht der jungen Wilden weiter zur Absicherung gezwungen werden und damit den Markt hochtreiben müssen. Das wäre dann schon witzig, weil die Märkte in einer Mehrzahl von Fällen in der Vergangenheit durch die Stillhalter hochgetrieben wurden, um die Halter von Short - Optionen vor dem Verfall zu rasieren. Das die Stillhalter über Futures versuchen werden die Märkte zu drücken, um die Call- Optionen zu rasieren glaube ich nicht, da ist das Risiko einfach zu groß ist.
Insofern bleiben drei Optionen für mich- aussteigen, versuchen auszusitzen oder zur Verlustreduzierung Long gehen. Vermutlich werde ich noch eine Long- Position im Laufe des Montages aufbauen. Hängt von Tagesverlauf ab und der Möglichkeit den Markt zu beobachten.
Jetzt vor dem Verfall beleibt zu beobachten, ob die Volatilität in der Tesla- Aktie noch weiter anspringt. Das ist eben das abstruse bei Optionsscheinen, obwohl Tesla steigt, liegen meine Put - Optionsscheine mittlerweile leicht über dem Einstand. Auch hier ist vor dem Verfall durchaus mit Absicherungsgeschäften der Stillhalter zu rechnen.
Angeblich soll es in Kasachstan eine „neue Lungenkrankheit“ geben, die tödlicher als Corona sei. Wird natürlich von Kasachstan dementiert. Als anerkannter Virusloge und aufgrund der gesicherten Erkenntnisse aus der Boulevardpresse kann ich mit hinreichender Sicherheit sagen- der Corona-Virus ist mutiert.
Schauen wir mal, was kommt. Vermutlich verschwindet die „neue Lungenpest“ ebenso schnell aus den Nachrichten wie die „neu aufgetretene Schweinegrippe“ von vorletzter Woche.
Die Fallzahlen der Neuinfektionen steigen weiter, die ersten partiellen Lockdowns werden wieder verhängt, aber solange man keine Bilder mehr aus überfüllten Krankenhäusern mit gefüllten Leichensäcken zu sehen bekommt ist alles gut. Insofern werden wir vermutlich auch keine solchen Bilder mehr zu sehen bekommen. Und wenn die Bevölkerung keine Nachrichten mehr darüber bekommt- ist auch nichts geschehen. Ich finde es tatsächlich faszinierend, wie es in Zeiten der Echtzeitkommunikation möglich ist, die Mehrheit der Bevölkerung bei bestimmten (unerwünschten) Informationen im Dunklen zu lassen. Da muss ich echt meinen Hut ziehen.
Vermutlich resultiert dieses Phänomen nicht unbedingt aus Desinteresse sondern eher aus einer totalen Informationsüberflutung.
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15.07.20 04:59:38
Beitrag Nr. 1.643 ()
Die Bären haben versuchen versucht ab Montagabend Momentum aufzubauen – und sind dann im Laufe des Dienstages Tages kläglich gescheitert. Erichsen und Jens Rabe sahen sich in den ihren jüngsten Videos bemüßigt die Robin Hood ér in Schutz zu nehmen und herauszustreichen, dass diese den Markt überhaupt nicht hoch kaufen könnten und es für die jetzt am Markt vorherrschenden Bewegungen institutionelles Geld benötigt werden würde. Außerdem sollten sich die nichtinvestierten Großinvestoren hinsichtlich ihrer Jahresperformance an die eigene Nase fassen, da diese von eben jenen Robin Hood `er derzeit in den Schatten gestellt werden würde.
Abgerechnet wird zum Schluss- sowohl als auch. Ob die Privatanleger den Markt bewegen (oder bewegt haben) ist eine Mutmaßung, auf es die es lediglich Hinweise gibt. Dafür, dass ein paar Große den Markt bewegen gibt es genauso Hinweise. Die Asien-Rampe beispielsweise wird wohl kaum durch die Kleinanleger im späten asiatischen Handel gestartet werden, ebenso wie die unerklärlichen und wiederholten Anstiege an den Montagen aus dem Nichts heraus. Oder wer hat das Momentum für die Bären gestern abgewürgt?
Außerdem können wir noch nicht sagen, ob die Bären es den Rest der Woche nicht weiter versuchen werden. In einer Verfallswoche haben wir nun mal Volatilität- und jeder muss sehen, wie er damit umgeht. Insbesondere muss man sich Das mal wieder ins Gedächtnis.
Die Short- ETF wurden Montag mit sieben bzw. vierzehn Prozent ausgestoppt- um dann aufgrund der Abwärtsbewegung die Verluste abzubauen. Gestern habe ich dann eine neue Short – Position auf den s&p 500 aufgemacht, nur umzusehen wie der Markt im Anschluss wieder nach oben drehte. Shit Happens.
Die Börse ist ein großes Spiel bei dem du deinen Einsatz komplett verlieren kannst. Wichtig ist nur, dass es ausschließlich bei deinem Einsatz bleibt und du nicht nachher noch Schulden an der Backe hast. Wie heißt es so schön bei dem Risikohinweis der CFD Broker: „76 Prozent der Anleger verlieren Geld“. Da kann man teilweise schon entmutigt sein, ständig daneben zu liegen. Und? Selbst „die Großen“ verlieren Geld. Selbst die schätzen den Markt falsch ein bzw. das Herdenverhalten der übrigen Marktteilnehmer.
Es kann durchaus sein, dass die derzeit laufende Robin Hood `er Rallye nur vorgeschoben ist, weil im Hintergrund ein oder einige große Marktteilnehmer in Wirklichkeit diese in der Öffentlichkeit gehypten Ralley reiten.
Wir wissen es nicht.
Ich habe jetzt jedenfalls beschlossen, die Positionen bis Montag nicht mehr anzurühren. Monat nach dem Verfall werde ich sehen, welche Auswirklungen es hat, wenn das Blatt neu verteilt wird und ob die Berichtssaison dann als Treiber herhalten muss.
Selbst auf die Saisonalität würde ich mich nicht verlassen. Für mich zählt einzig und allein die Tatsache, dass die Märkte überkauft sind und daher korrigieren- müssten.
Und auch das ist nicht sicher.
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17.07.20 04:42:08
Beitrag Nr. 1.644 ()
Der Tag der Entscheidung naht an den Märkten. Befreit vom Verfall werden wir ab Monatag sehen, wohin die Reise geht. Bei der derzeitigen (einseitigen) Ausrichtung meines Depot hoffe ich selbstverständlich nach unten- und unter Zunahme der Volatilität. Sollten die amerikanischen Leitbörsen tatsächlich im heutigen späten Handel oder ab Montag abstinken, zeigt uns das, wieder abgekoppelt die Börse von der Realität ist. Ich wollte gestern noch zwei Optionsscheine Short auf den Dax beim gleichen Emmi kaufen. Den Langläufer bis Juni nächsten Jahres habe ich sofort bekommen, die Order mit Laufzeitende Dezember wurde nicht ausgeführt. Es war auch wieder nicht einfach Optionsscheine, die weit aus dem Geld sind zu finden. Sollte es noch mal eine Kelle nach oben geben, werde ich die Order noch einmal reinstellen.
Das Depot liegt jetzt mit knapp 33 Prozent im Minus und lacht mich dementsprechend knallrot an.
Gut was soll`s. Für mich sieht es nach der Wahrscheinlichkeit her eher Short aus. Und auch wenn es nur ein Einzelwert ist, zeigt mir der Abverkauf von Netflix, wir könnten Volatilität in den Markt bekommen. Gute Zahlen aber schlechte Guidance, was den derzeitige Kurs nicht rechtfertigen würde und daher zum Abverkauf geführt hat. Für die Zocker- äh Anleger- ist jetzt gerade der Ausblick wichtiger als die Gewinne des abgelaufenen Quartals. Nur ein guter Ausblick kann die derzeitigen Notierungen rechtfertigen. Erwähnenswert ist das Ganze, weil es in ähnlichen Konstellationen zu einem Anstieg gekommen ist und es dem Markt scheißegal war, dass der Ausblick mies war.
Ich sehe da für mich als Shorty momentan gute Wahrscheinlichkeiten. Derzeit sieht „alles schlecht“ aus, was einen Abverkauf rechtfertigen würde. Aber was noch besser wäre- wenn ab Montag alles „gut“ wird. Denn Gut ist das neue schlecht an den Börsen. Das einzige was kurzfristig blöd werden könnte, wären weitere Zuhausebleibprämie für die Amis und vielleicht ein grooooßes Konjunkturprogramm. Nur ob da die Dems so kurz vor den Wahlen mitspielen?
Fazit für mich jetzt: Abverkauf wahrscheinlich. Entweder direkt nach dem Verfall oder nach der Berichtssaison. Jedenfalls die Volatilität in der nächsten Woche springt an.
Als Zweites wird abzuwarten bleiben, was Gold machen wird. Ich hoffe doch auf einen Abverkauf und im Zuge dessen ein Abverkauf der Mienenaktie, die ich auf der Speisekarte habe. Dafür spricht, dass Gold sich bei 1800 hält und die Minenaktie keine weiteren Hochs gemacht haben.
Also Verluste ausbügeln, einen Gewinn machen und dann in die zurückgekommenen Goldminen umschichten. Sollte es wie erhofft zu einem Abverkauf kommen, dürfte der Bitcoin auch noch mal zurückkommen. Ich finde es gut, dass die Kryptowährung gerae in einer engen Range läuft.
Sollte es anders kommen, bin ich wieder eine Erfahrung reicher in Hinblick auf die unerschöpflichen Möglichkeiten menschlichen Handelns. Oder man hat bestimmte Szenarien nicht auf dem Zettel gehabt.
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19.07.20 07:16:19
Beitrag Nr. 1.645 ()
Ich habe den gestrigen Tag fast ausschließlich vor dem Rechner verbracht. Nachher haben mir sogar die Augen getränt. Wie wäre es mal mit rausgehen? Es ist Sommer. Kein Bock. Meine Arbeit saugt die Woche über jede Energie ab, so dass am Wochenende nichts, aber auch nichts mehr an Motivation übrig bleibt und ich am liebsten auf der Couch festkleben möchte. Und auf Dauer macht einen das krank. Wer kennt das auch? Vermutlich ist es nicht einmal die Belastung als solches die einen so niederstreckt. Es ist das sich permanente innerlich Aufbäumen gegen eine Tätigkeit, die man im Grunde nicht will. Wir haben im Januar neue Kollegen bekommen. Ich habe Sie damals mit „Willkommen in der Hölle“ begrüßt, was mir eine Ermahnung seitens meiner Chefin einbrachte. Lange Rede kurzer Sinn- mal sehen wann die beiden demnächst weg sind. Also jedenfalls fehlt mir jede Motivation auf soziale Kontakte um den Sommer zu genießen. Und in ein paar Monaten, wenn die Dunkelheit des Herbstes wieder dominiert- ja, dann sehne ich mich nach dem Sommer. Kranke Welt.
Konsens der Kommentatoren in Hinblick auf die Märkte herrscht dahin, dass niemand so richtig weiß, wie es kurzfristig weitergeht. Es kommen Pro und Konterargumente für die jeweilige Richtung. So wie immer- oder? Na ja, nicht ganz. Nach der v-förmigen Erholung zumindest an den Aktienmärkten und dem jetzt andauernden Seitwärtsgeschiebe steht eine Richtungsentscheidung an. Die Entscheidung wird mutmaßlich heftig ausfallen. Tendenzielle neige ich - jetzt- dazu, dass es nach oben gehen wird. Freitag hat sich der Dax im späten Handel langsam aber stetig an die 13.000 Punkte Marke geschlichen. Wahrscheinlich haben sich einige Marktteilnehmer bereits in Aussicht auf weiter steigende Kurse positioniert. Würde mich nicht wundern, wenn wir am Montag mit einem Aufwärts- Cap eröffnen. Derzeit soll eine Einigung laut ntv noch „fraglich“ sein. Nur was wäre die Alternativen, abgesehen von am Montag absaufenden Börsen? Man kann es sich doch überhaupt nicht leisten, keine Einigung zu erzielen. Damit würde die EU in einer Zeit der - absoluten- Krise Handlungsunfähigkeit signalisieren. Im schlimmsten Fall wäre dies der Dominostein, welcher Europa zum Einsturz bringt. Also schwer vorstellbar.
Man wird einen Kompromiss finden, der nachher hinter der Bühne kassiert wird und welchen die Börsen Montag feiern können. Zwei Prozent im Dax sollten es schon sein. Nein, ich bin nicht Long. Vielmehr wird beim Bruch der 13.000 und dem Anlaufen der 13.100 Punkte ein Knockout rasiert. Ich bin Freitag allerdings mit engem Stop noch Long ins Gold gegangen. Im Fall einer „positiven Entscheidung“ dürfte Gold über die 1820 USD gehen, und dann wäre der Weg erst einmal nach oben frei.
Eigentlich habe ich mir so ein schönes Short- Szenario zusammengezimmert. Wenn die Entscheidung der EU am Montag den Markt überzeugt, ist dies zumindest auf kurze Zeit Geschichte sein. Ich fass es nicht.
Normalerweise interessiert die Wallstreet nicht, was außerhalb ihrer vier Wänden passiert. Aber wenn ein Grund zum Steigen herhalten muss- dann kann in China oder Europa auch mal ein Sack Reis umfallen.
Das war jetzt der positive Game- Changer. Als negativer Game- Changer bleibt Corona in den USA weiter im Fokus. Arizona und Kalifornien haben Kühlfahrzeuge für die Coronaleichen bestellt. Die Bilder von aufgereihten Kühlfahrzeugen voll mit Leichen dürfen echt nicht ins Fernsehen. Da spielt es psychologisch gesehen auch eher eine untergeordnete Rolle, dass sich deren Fassungsvermögen auf 300 Leichensäcke beschränkt.
Da fehlt nur ein „Funke“ der die öffentliche Meinung umschlagen lässt.
Ist wie mein mir. Erst sehe ich ausschließlich überwiegende Short- Szenarien und nun muss ich mich mit der durchaus berechtigten Möglichkeit einer Bullebewegung auseinandersetzen.
Was für`n Scheiß.
Am 30.09.2020 läuft die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht in Deutschland aus. Laut Schätzungen werden bis zu 50.000 Insolvenz befürchtet. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich wesentlich höher. Laut Dr. Markus Krall hätten seit 2012 400.000 Firmen in Deutschland Pleite gehen müssen, weil sie nur noch als Zombies dahin vegetieren. Das sind 10 bis 12 Prozent aller Unternehmen in Deutschland. Könnte ungefähr hinkommen, wenn man davon ausgeht, dass es 3,28 Millionen steuerpflichtige Unternehmen in Deutschland gibt. Da würden im Herbst lediglich 10 Prozent der bereits vor Corona akut gefährdeten Unternehmen umfallen. Also irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass 50.000 prognostizierte Insolvenzen nicht ausreichen werden.
Insofern wird das, dann in der Nacht zu Montag verabschiedete Rettungspakt der Eurozone nicht mal ansatzweise ausreichen. Zumal man sehr wahrscheinlich im Vorfeld die europäischen Banken hätte rekapitalisieren müssen, um die Rettung der 10-12- Prozent Zombieunternehmen in der gesamten Eurozone durch Kreditvergabe über die Banken zu gewährleisten.
Und ganz bevor man die Banken rettet um die kranke Wirtschaft rettet- ganz davor- hätte man sich darauf einigen müssen, welche Funktion Geld in der Zukunft haben muss, um die ganzen Rettungen zu stemmen- und dies dem „Volk“ auch so zu verklickern. Sonst droht bei dem auf uns zukommenden Billionen - Rettungspaketen die Flucht aus der Papiergeldwährung und der Zusammenbruch des Euros.
Insofern stocke ich meinen Anteil an der „Arche“ von Dirk Müller weiter auf. Genauso wie ich meine Investition in Bitcoin wieder aufgenommen habe. Der Abverkauf von Gold und Bitcoin soll im März nicht nur auf eine Enthebelung zurückzuführen gewesen sein, sondern auch mutmutmaßlich auf eine massive Intervention der BIZ .

Dann lass ich mich mal überraschen.
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19.07.20 14:53:44
Beitrag Nr. 1.646 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.462.658 von spielkind0815 am 19.07.20 07:16:19zum erstem Abschnitt ! Such dir einen neuen Job oder du gehst darin unter. lese dir mal im Internet Beiträger durch mit dem Stichwort "innere Kündigung". Wenn du da keinen Schlussstrich zeihst, wird es immer schlimmer und du wirst erst seelisch und dann körperlich krank. In deiner Situation bringt NUR ein neuer Job was mit einem neuen Arbeitgeber, nach der Kündigung von deiner Seite bist du frei und ein 100 kilobrocken fällt von dir ab.

Zum anderen: ja das sehe ich auch so, das ist alles staatliche Insolvenzverschleppung, die mit einem megacrash enden wird. Aber vorher werden wir noch alle vom Staat abgezogen.
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19.07.20 19:48:21
Beitrag Nr. 1.647 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.464.704 von Keilfleckbarbe am 19.07.20 14:53:44Moin Keili,

was du zur inneren Kündigung schreibst kann ich so Hundertprozent unterschreiben.

Und jetzt kommt das „große Aber“: Dieser „Job“ ist Teil meiner Krisenvorsorge. Unter normalen Umständen hätte ich diesen Job niemals angenommen. Niemals, nie. Aber aus Sicherheitsaspekten kann ich den Arbeitgeber (das Land Berlin) nicht wechseln. Ich kann mich höchstens auf andere Stellen bewerben. Das tue ich. Ansonsten muss ich mit der kognitiven Dissonanz leben (lernen). :cry:
Gerade in Hinblick auf die sehr wahrscheinlichen Pleitewellen im Herbst merkt man die Unfreiheit bei der Jobwahl.

PS.
Mal sehen ob der EU Sondergipfel tatsächlich scheitert und wir uns ab morgen in einer anderen Welt wiederfinden. Ich kann es bis jetzt noch nicht glauben.
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20.07.20 06:34:43
Beitrag Nr. 1.648 ()
Mann, die Herren und Damen käsen sich mit dem Kompromiss ganz schön aus. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, gleich nach dem Aufstehen von der Einigung unter schwierigsten Bedingungen zu lesen. Bei bisschen Zeit ist ja noch bevor die Börsen aufmachen. Tatsächlich stelle ich die Frage, weshalb die „sparsamen Fünf“ solche Zicken machen. Ob nun Kredite oder (verlorene) Zuschüsse haben auf der EU-Ebene dasselbe Ergebnis- das Geld ist weg.
Dies muss auch den „sparsamen Fünf“ klar sein.
Also- was steckt dahinter? Eine erzieherische Maßnahme, um den Schnorrern zu signalisieren, es ist nicht so einfach an das Geld anderer Leute zu kommen? Sich durch die Blockadehaltung Vorteile zu verschaffen? Insbesondere bei den zukünftigen Beitragzahlungen bzw. Absenkungen von Haftungsquoten hinsichtlich der Schulden? Tendenziell gehe ich von letzterem aus.
Da dieser Schuldengipfel erst der Anfang von vielen, vielen weiteren Flickschustereien sein wird, der ab Herbst an Fahrt aufnehmen wird, will man wahrscheinlich hier und jetzt den Boden dafür bereiten, sich im Bedarfsfall Haftungstechnisch frei zuzeichnen, im schlimmste Fall den polnischen Abgang vorbereiten.
Eigentlich währe ein Supergipfel angesagt gewesen, welcher eine umfassende Regelung angestrebt haben sollte, indem er die Not- Finanzierung der EU bis auf weiteres dauerhaft regelt.
Auch wenn es nicht richtiger werden muss, wenn man es dauernd wiederholt: Es macht nur Sinn etwas zu sparen, was irgendeinen Wert hat. Geld oder besser Papiergeld hat keinen Wert. Nicht umsonst nähert sich jede Papiergeldwährung immer ihrem inneren Wert an und verschwindet irgendwann.
Das passiert nach meinem laienhaften Verständnis nur, weil man versucht dem Geld eine Funktion zu zuordnen, die Werthaltigkeit, die im Gegensatz zur Funktion des Austauschs steht. Und an dieses Missverhältnis ist direkt das Vertrauen der Bevölkerung gekoppelt. Solange die Bevölkerung dem Papiergeld einen Wert beimisst, der es ermöglicht Lebenszeit zu speichern, solange besteht die Gefahr des Vertrauensverlustes.
Die ganzen bilanziellen Tricks wie Schuldenschnitt, Stundung oder Zahlungsversprechen weit in die Zukunft zu legen, sind doch nichts anderes als Geld für wertlos zu erklären. Und wenn das alles nicht mehr funktioniert, wird im letzten Akt die komplette Währung für Wertlos erklärt.
Mit diesem Konstruktionsfehler sollte man sich mal beschäftigen. Papiergeld kann die Funktion von Gold als Mutter aller Währung aufgrund seines dezentralen Charakters nicht erfüllen. Die bloße Nachahmung ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Jede Papierwährung ist daher als Abklatsch von Gold irgendwann wieder verschwunden- nur um durch eine neue Papiergeldwährung ersetzt zu werden. Was die Menschheit also scheinbar macht, ist immer wieder dasselbe zu versuchen- und ein anderes Ergebnis zu erwarten. Oder aber das System immer wieder zu Neu zu starten, um den Wildwuchs zu beseitigen.
Gut man hat sich „weit angenähert“ und macht um 14:00 Uhr weiter. Das Ergebnis scheint zu stehen und die „sparsamen Fünf“ haben ihr Schäflein wahrscheinlich ins Trockne gebracht.
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21.07.20 06:36:04
Beitrag Nr. 1.649 ()
So gestern Abend bin ich 13050 Punkten im Dax mittels Knockout Long gegangen, ebenso wie ich über einen Optionsschein im Silber Laufzeit 1Jahr Long gegangen bin. Verkauft wurde lediglich eine kleine Knockout Short Position auf den Dax bevor diese heute vermutlich ausgestoppt wäre.
Demnächst sollen die Durchführungsvorschriften für Olaf Scholz `s verrückte Besteuerungspläne veröffentlich werden. Als Termingeschäfte gelten dann der Handel mit Futures und Optionen und wahrscheinlich auch der Handel mit CFD`s.
Optionsscheine und Knockout sollen außen vor bleiben- aber um die Verluste geltend machen zu können, darf wohl kein Totalverlust vorliegen. Na warten wir es mal ab.
Die Tec- Manie hat gestern ihre nächste Stufe gezündet. Selbst im asiatischen Handel kennen die Notierungen heute Morgen nur einen Weg. Wahrscheinlich ist damit zu rechen, dass der Nasdaq heute sein ATH knackt. Insofern werde ich auch im Nasdaq eine Long Position mit Knockout gleich in der Vorbörse eröffnen.
Das heißt jetzt aber nicht, dass ich in das Lager der Bullen gewechselt bin. Ich halte immer noch die Short-Positionen über die Optionsscheine und den S &P ETF. Die Scheine verlieren zwar an Wert, haben aber einen kleinen Hebel, so dass die Verluste sich in Grenzen halten. Die jetzt aufgebauten Call- Positionen haben hingegen einen großen Hebel und sollen lediglich die angefallenen Verluste reduzieren.
Natürlich darf der psychologische Aspekt nicht vergessen werden- ich brauche mal ein Erfolgserlebnis. „Meine“ Minenwerte steigen und steigen und steigen- und ich bin nicht drin. Gleichzeitig verliert das „Short - Depot“ immer weiter an Wert. Es beginnt der Zustand der Resignationen als Bär: die Börsen können überhaupt nicht mehr fallen- es geht weiter und weiter aufwärts- zieh die Reißleine verdammt. Du (also ich selbstverständlich) stehst auf der falschen Seite.
Wenn der letzte Shorty seine Verluste realisiert hat und Long gegangen ist- dann schlägt die Börsen- Mafia zu und macht uns alle, alle platt. Und ich meine damit nicht die alten bösen Männer. Ich könnte der Börsen- Mafia auch nicht mal ein Gesicht zuordnen. Das Ganze ist auch mehr so ein Bauchgefühl.
Also ich habe tatsächlich vor die Short-Positionen zu halten. Aber eines ist mir gestern in den späten Stunden plötzlich extrem bewusst geworden.
Meine Zaubermaus hat mich gestern zum Arzt gejagt. Mir fehlt nichts- dachte ich. Mein Hausarzt wollte mich nach einen kurzen, eigentlich belanglosen Small- Talk gleich zwei Wochen krank schreiben- wegen Erschöpfung. Wir haben uns dann erstmal auf acht Tage mit der Option der Verlängerung geeinigt, sollte die Erschöpfung in Folge der nun anlaufenden Erholung ganz durchbrechen. Na ja. Jedenfalls habe ich gestern Nachmittag fünf Stunden durchgeschlafen.
Und- plötzlich ändern sich schlagartig die Einstellungen und Perspektiven. Sachverhalte die man bisher als gegeben angesehen hat, werden plötzlich fraglich und erfordern eine andere Herangehensweise. Ich meine jetzt nicht nur Börse und so´n Zeug`s.

Versuch ich mal mich ein bisschen rationaler verhalten.
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22.07.20 06:40:57
Beitrag Nr. 1.650 ()
Also der tolle 4 Tage Gipfel der EU scheint auf den ersten Blick nicht der Game Changer zu sein, den sich die Bullen vorgestellt haben. Erst lief es wie erwartet munter hoch um dann am Nachmittag fast wieder auf dem Niveau vom Freitag zu schließen. Die Konsolidierung wird auf Gewinnmitnahmen geschoben. Für mich sieht das eher nach einem Rohrkrepierer aus. Da stellt sich schon die Frage, ob wir im Laufe der Woche nicht wieder unter die 13.000 gehen. Der Nasdaq Long Trade wurde am Mittag ausgestoppt. Jetzt habe wir im Technologie Index ein Doppeltop. Mal sehen, ob der Index im Zuge der weitergehenden Berichtsaison dieses noch mal anläuft. Wovon ich eigentlich ausgehe. Der Bauch (meiner) sagt mir, dort dann Short gehen.
Was ist denn nun mit dem Corona Virus? Jetzt auf einmal wird Humpi-Trumpi kleinlaut? So von wegen es könnte noch schlimmer werden- und auf einmal sollen Masken getragen werden? Hunderte Tote? Etwas Unklar auf welche Zeitpräferenz sich diese Aussage bezieht. Haben sie an die Statistik herum gefummelt? Aber geil ist die Aussage von Trump, er sei nicht allein Schuld, „ Ich denke, wir sind alle verantwortlich.“ Was für ein Arsch.
Jetzt wird es interessant- ob die amerikanischen Teflon-Börsen ins Rutschen kommen. Sicher mag das nicht sein, aber die Chancen haben sich erhöht, zumal sich die Börsen totzulaufen scheinen.
Dazu kommt noch der explosionsartige Anstieg im Silber und Gold. Die Börsen scheinen oben angekommen zu sein, der amerikanische Präsident schlägt kleinlaut Alarm- und die weiteren „Rettungsprogrammen“ könnten auch auf sich warten lassen.
Im Silber dürfte es sich um eine neue Spekulation handeln- und ich bin außer mit einem verkackten Optionsschein nicht mit dabei. Aber ich laufe nicht hinter. Sollte die Börsen jetzt nicht nur gesund, gesittet und geordnet (also ohne Panik) um acht bis zehn Prozent konsolidieren , sondern erneut laut crashen, besteht halt die Gefahr, dass Gold und Silber wieder abverkauft werden. Diese Angst scheint schon bei den Goldanlegern vorzuherrschen, wenn man sich die jüngsten Abwärtsbewegungen im Gold angesehen hat und auch die BIZ sollte man auf keinen Fall unterschätzen- die unlimitiert in den Markt verkaufen kann. Und aus dem Nichts heraus agiert.
Der EUR/USD ist gestern über die 1,15 ausgebrochen. Ich bin bei 14,70 eingestiegen. Allerdings wird sich zeigen müssen, ob sich das Währungspaar über 1,15 halten kann. Laut Andre Stagge würde die Saisonalität einen Anstieg mindest bis zum 29. Juli begünstigen. Da ich FED Sitzung hasse, werde ich die Position bis dahin halten, wenn nicht ausgestoppt werde. Allerdings ist der Dollar noch ein sicherer Hafen. Wenn die Börsen crashen entsteht wieder Dollarknappheit. Insofern wird der Trade eng abgesichert.
Also Trump hat ---offenkundig---- zugegeben, dass Corona nicht bloß ein Schnupfen ist. Egal was er gelabert hat. Es kommt für mich lediglich auf ein Bekenntnis an (wenn er es denn getätigt hat, die Info stammt von ntv): „Ich bin nicht – alleine- Schuld. Die neuen Stimuluspakete werden wahrscheinlich auch nicht so schnell kommen- wer lässt sich schon gerne die Wahlchancen vermiesen. Die Börsen scheinen sich totzulaufen und brauchen einen neuen positiven Impuls.
Sollte der Nasendax erneut der 11.070-090 scheitern und das gerade jetzt während der gefakten Berichtsaison hat sich die Börse totgelaufen- und das schneller als der Virus.
Für einige meiner Optionsscheine scheint der jeweilige Emmi keine Buchkurse mehr zu stellen. Das heißt, er hat sie aus dem Handel genommen. Hatte ich letzten auch, als ich wie ein Bekloppter eine WKN eingegeben habe und wiederholt die Fehlermeldung bekam „WKN“ nicht gefunden.
Die Vola in den Aktienmärkten ist mit knapp 25 im Vix und V-Dax niedrig, im Gold und Silber zieht sie bereits an. Dementsprechend werden die Optionsscheinpreise beim Anziehen der Vola von diesem Niveau aus explodieren.
Ob nun heute oder übermorgen- ich glaube nicht an einen kontrollierten Abverkauf an den Börsen. Mit den ganzen neuen Privatinvestoren kippt das Boot um. Der Vergleich mit der Dotcom Blase ist zu lang her.
Die Krypton-Manie 2017/18 ist als Vergleich besser geeignet, weil noch greifbar. Das Gefühl der Anleger mit den Kryptowährungen reich zu werden- und dann Bumm. Ist Blase ist geplatzt. Was haben sich einige Kommentatoren wund geschrieben und geredet- Tulpenblase usw.- und wie wurden sie von den Profiinvestoren verlacht, die seit sechs Monaten an der Kryptobörse aktiv waren und bereits alle Höhen und Tiefen erlebt haben.
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